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AN/0406/2022

Radwegausbau Militärring (L34) im Abschnitt zwischen Kreuzung Am Eifeltor / Oberer Komarweg bis Unterer Komarweg

Antrag nach § 3 BV2 (Grüne) 18.02.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen), Sitzung am 07.03.2022, TOP 8.2.4

Antrag nach § 3 (Grüne BV2)

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Antrag nach § 3 (Grüne BV2)

5531 Zeichen

Bündnis 9 0 /Die Grünen BV Rodenkirchen Industriestr. 1 61 - Haus 1  – 5 0999 Köln R.109  gruene -bv2@stadt -koeln.de  0 22 1  22192309  
 
Herrn 
Bezirksbürgermeister 
Manfred Giesen 
Frau 
Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
Eingang beim Bezirksbürgermeister:  
AN/0406/2022 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 07.03.2022 
 
Radwegausbau Militärring (L34) im Abschnitt zwischen Kreuzung Am Eifeltor / Oberer Komarweg 
bis Unterer Komarweg 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,  
sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,  
 
Radwegausbau Militärring (L34) im Abschnitt zwischen Kreuzung Am Eifeltor / Obe-
rer Komarweg bis Unterer Komarweg   
Die Bezirksvertretung Rodenkirchen regt an, der zuständige Ausschuss möchte die Ver-
waltung beauftragen, sich mit dem zuständigen Baulastträger in Verbindung zu setzen, um 
folgende Aufgabe zu lösen:  
 
Der Standstreifen der stadtauswärts gelegene Fahrbahn auf der L 34 im Abschnitt zwi-
schen U nterer und Oberer Komarweg wird zu einem Radweg umgewidmet, damit zwi-
schen Luxemburger Str. (L265) und Heinrich -Lübke-Ufer (B51) ein durchgehender – auf 
einer Straßenseite befindlicher- Zweirichtungsradweg ermöglicht wird.  
 
Die Realisierung dieses Radweges soll vorrangig durch eine „Hochlegung“ erfolgen, so 
dass ein Zweirichtungsradverkehr auf einer Ebene erfolgen kann (also der Ebene auf dem 
dort bereits befindlich en Radweg) und der Radverkehr s icher vom Motorisierten Verkehr 
getrennt ist.  
 
 
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 
Bezirksvertretung Köln-Rodenkirchen

Hilfsweise soll geprüft werden, ob dieser Radweg auf dem Abschnitt unter der Unterfüh-
rung, ggf. auch als temporär auf Straßenniveau umgesetzt werden kann, sog. „Pop -Up-
Radweg“, soweit der Radverkehr dort durch hinreichende bauliche Trennungsmaßnah-
men, sicher geführt werden kann.  
Ein gleichgelagerter Antrag wird in der Bezirksvertretung Lindenthal gestellt. 
 
Begründung:  
Die Verkehrswende einzuleiten ist eines der grundlegenden El emente, um die Stadt Köln 
auf den Weg ihres selbsterklärten Zieles „Klimaneutrale Stadt 2035“ zu bringen. Ein we-
sentlicher Baustein dabei ist der Radwegeausbau.  
Der Radweg entlang des Militärings ist eine der wesentlichen Tangentialverbindungen für 
das Kölner Radwegenetz.  
Mit der Beschlussvorlage 1328/2021 wird die Grundlage für die Sanierung der südlichen 
Nebenanlagen auf der Militärringstraße zwischen Brühler Landstraße und Am Eifeltor in 
Köln Zollstock auf den Weg gebracht. Der Abschnitt zwischen der L uxemburger Straße 
und der Straße Am Eifeltor ist aufgrund der Gleisanlagen des Güterbahnhofs Köln Eifeltor 
nur über den Straßenbereich der L34 zu überwinden. Ein Brückenbauwerk oder ein weite-
rer Tunnel bestehen nicht und sind auch nicht realisierbar.   
Der bestehende Radweg entlang der stadtauswärts (südlich) gelagerten Straßenseite 
kann auch nicht verbreitert werden. Dort befindet sich ein Reitweg, dessen Bestand der-
zeit nicht angetastet werden soll. Die L 34 ist im besagten Abschnitt sehr breit ausgebaut.  
Jede Fah rspur verfügt über jeweils zwei flankierende Standstreifen. Ein möglicher 4 spuri-
ger Ausbau der Militärringstraße in diesem Bereich wird perspektivisch nicht mehr weiter-
verfolgt. Die Standstreifen werden regelmäßig zum längeren Abstellen von Fahrz eugen, 
insbesondere LKW, aber auch Anhängern genutzt. Das verkehrswidrige Abstellen unter 
der Brücke ist hoch problematisch, da im Falle eines Fahrzeugbrandes, das Brückenbau-
werk gefährdet werden könnte. Insofern würde der Wegfall eines Standstreifens zu k einer 
Einschränkung des Verkehrsflusses auf der L34 führen.  
Derzeit muss der aus Richtung Zollstock kommende Radverkehr zunächst die Straße Am 
Eifeltor (LSA) queren, dann, nächste Ampelphase, muss die L34 gequert werden, um auf 
der nördlichen Seite den do rt befindlichen Radweg zu nutzen, um schließlich hinter der 
Unterführung, erneut die L34 (mit LSA) erneut zu queren. Eine solche Verkehrsführung ist 
nicht zeitgemäß, behindert und gefährdet den Radverkehr.  
Das mehrmalige Wechseln der Straßenseite ist sehr  zeitaufwendig für Radfahrer. Die Auf-
stellfläche für Radfahrer, insbesondere Lastenfahrräder, vor dem Überweg Militärringstra-
ße am Knotenpunkt „Am Eifeltor / L 34“ ist viel zu klein. Der querende Fuß - und Radver-
kehr behindert sich dort zwangsläufig gege nseitig. Die Zuwegungssituation auf den nördli-
chen Radweg ist derzeit mangelhaft und ko mpliziert, insbesondere für Lastenfahrräder 
oder Fahrräder mit Anhängern.

Die derzeitige Situation führt dazu, dass Radfahrer, die aus Richtung Zollstock kommen, 
verkehrswidrig den südlichen Radweg benutzen, was wiederum zu gefährlichen Situatio-
nen führt.   
Durch die alternative Radwegeführung würde der aus der Straße Am Eifeltor abbiegende 
PKW und LKW Verkehr weniger behindert und könnte schneller abfließen. 
Durch eine dur chgehende Radwegführung würde der Radweg entlang des Militärrings 
weiter an Attraktivität gewinnen und zusätzlichen Radverkehr generieren. Köln würde zwi-
schen Luxemburger Straße und Rhein eine wichtige durchgehende Radtangentiale erhal-
ten.  
Dem Leitgedanke n des Fahrrad - und Nahmobilitätsgedanken nachkommend, bis 2025 
den Anteil des Rundverkehrs auf 25 % zu erhöhen und die Gleichrangigkeit von MIV und 
Radverkehr zu realisieren, soll auch diese Maßnahme betrachtet und die Radwegeverbin-
dung entlang der L34 in der Bedarfsplanung berücksichtigt werden.  
 
gez. Oliver Ismail gez. Bodo Schmitt

Beratungsverlauf (1)

07.03.2022 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 8.2.4 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: mit Änderungen empfohlen

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Details

Aktenzeichen
AN/0406/2022
Typ
Antrag nach § 3 BV2 (Grüne)
Datum
18.02.2022
Erstellt
18.02.2022 15:40