V/0342/2025
Einführung des Preismodells „Pay what you want“ im Stadtmuseum
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Anlage A
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Anlage A zur V/0342/2025 Kurzüberblick Einführung des Preismodells „Pay what you want“ im Stadtmuseum Ziele/Teilziele/Zielerreichung Das Stadtmuseum Münster führt ein „Pay-what-you-want“- bzw. „Pay-as-you-wish“- System ein, so dass jede*r Besucher*in die Höhe des Eintrittspreises selbst bestimmen kann. Das Stadtmuseum orientiert sich dabei auch an Erfahrungen anderer Museen wie bspw. dem Kunsthistorisches Museum Wien, dem red dot design museum Essen, dem Kul- tur- & Stadthistorische Museum Duisburg oder dem Metropolitan Museum of Art in New York. Hierbei sollen im Stadtmuseum 75.000,00 € p. a. vereinnahmt werden. Finanzierung Produktgruppe: 0405 Stadtmuseum Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2025 enthalten? X Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig X vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Das Stadtmuseum Münster ist ein weltoffenes, lebendiges und zukunftsorientiertes Haus mit Zeugnissen der Geschichte, Archäologie und der Kunst der Stadt Münster sowie der Region. Grundlagen unseres Handelns sind die Werte demokratischer Gesellschaften. Wir fördern den Respekt vor den Menschen und der Kultur sowie das Verständnis für unsere gemeinsame Ge- schichte. Unser Museum ist ein kultureller Mittelpunkt. Wir fühlen uns verpflichtet, diese Sammlung als Teil des Gedächtnisses der Menschheit für künf- tige Generationen verantwortungsvoll zu pflegen, zu bewahren, zu erweitern, zu erforschen und zu vermitteln. Wir führen damit die Tradition fort, Wissen zu bewahren, zu mehren und zu vermit- teln. Wir bewahren und pflegen das Kunst- und Kulturgut der Stadt Münster und bemühen uns um den Erhalt des städtischen Kunstbesitzes der Stadt. Das Stadtmuseum Münster versteht sich als kultureller Dienstleister für Publikum und Fachwelt. Unsere Ausstellungen und Veranstaltungen aller Art gestalten wir besucherorientiert. Unsere Schausammlung ist attraktiv für Menschen mit unterschiedlichen Interessen. Es ist das Ziel des Stadtmuseums, seinem Auftrag gemäß möglichst viele Menschen in der Stadtgesellschaft zu er- reichen.
Berichtsvorlage
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V/0342/2025 V/0342/2025 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Einführung des Preismodells „Pay what you want„ im Stadtmuseum Beratungsfolge 12.06.2025 Kulturausschuss Bericht Bericht: Die Fraktionen Bündnis 90/-Die Grünen/GAL, SPD, Volt und FDP haben am 28.11.2024 in der Sit- zung des Kulturausschusses einen Haushaltsbegleitantrag für das Jahr 2025 mit dem Preismodell „Pay what you want“ eingebracht. Dieser Antrag auf Festlegung einer Einnahme-/Ertragserwartung für das Stadtmuseum i.H. v. 75.000 Euro p.a. für die Jahre 2025 bis 2028 wurde mehrheitlich ange- nommen und durch den Rat in seiner Sitzung am 11.12.2024 verabschiedet. Die Vorlage g ibt einen Überblick über das angedachte Preismodell und informiert über die bislang umgesetzten Maßnahmen. Vor der Einführung von „Pay what you want“ Vor der Einführung von „Pay what you want“ wurden folgende Spenden über die im Stadtmuseum positionierten Spendenboxen im Shop, Kabinett EG, im 1. OG am Checkpoint und im 2. OG in der Rotunde vereinnahmt. Dieses Geld kam dem Stadtmuseum für den Erwerb von Kunst und Kulturgut in den letzten Jahren unmittelbar in folgender Höhe zu gute. 2020 3.848,78 € 2021 4.513,15 € 2022 2.729,61 € 2023 5.920,35 € 2024 7.003,87 € Einführung von „Pay what you want“ Dies ist ein Preismodell, bei dem Kundinnen und Kunden den Preis für ein Produkt oder eine Dienst- leistung selbst festlegen können. Im Stadtmuseum haben sich die Verantwortlichen in einer Arbeitsgruppe mit dem Beschluss des Ra- tes Ende 2024 befasst und Ideen zur Umstellung mit entsprechender Publizierung dieses Modells gegenüber den Mitarbeitenden und den Besucher*innen des Stadtmuseums -auch unter Beachtung des Budgets – entwickelt. Die Umstellung auf dieses Modell bedeutete konkret, dass ein entsprechendes Konzept für das Stadtmuseum erarbeitet wurde Boxen mit ansprechendem Design angeschafft bzw. mit anderen Ansprachen versehen wur- den, damit die Besucher*innen zum Einwurf von Geldbeträgen motiviert werden Stadtmuseum 04.06.2025 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Frieds Telefon: 492-4520 Frieds@stadt-muenster.de - 2 - V/0342/2025 Hinweise in verschiedenen Sprachen angebracht wurden die Aufstellung und Hinweise der Boxen an präsenten Aufstellungsorten erfolgte Möglichkeiten zur bargeldlosen Zahlung geschaffen wurden Mitarbeitende die Besucher*innen über dieses Preismodell informierten, um eine hohe Akzep- tanz zu erzeugen die Höhe der Einnahmen ungewiss ist - von gar keiner Zahlung bis hin zu hohen Beträgen durch die Besucher*innen Den Besucher*innen wird das Preismodell anhand folgender Punkte erläutert: 1. Transparenz: Erklären, dass dieses Modell auf Vertrauen basiert und den Besucher*innen die Freiheit gibt, den Preis entsprechend ihrem Budget und ihrer Wertschätzung für das Produkt oder die Dienstleistung festzulegen. 2. Wertschätzung: Betonen, dass es darum geht, den Wert zu erkennen, den das Produkt oder die Dienstleistung für Besucher*innen hat. Jede/r Besucher*in kann den Preis nach seinen eigenen Erfahrungen und Meinungen festlegen. 3. Zugänglichkeit: Deutlich machen, dass dieses Modell darauf abzielt, das Produkt oder die Dienstleistung für eine breitere Zielgruppe zugänglich zu halten, unabhängig von deren finanziellen Möglichkei- ten. 4. Feedback: Besucher*innen ermutigen, ihre Gedanken und Erfahrungen zu teilen, da dies wertvolles Feedback für die Verbesserung des Angebots liefert. 5. Gemeinschaftsgefühl: Hervorheben, dass durch dieses Modell eine Gemeinschaft entsteht, in der Besucher*innen und Stadtmuseum zusammenarbeiten, um ein faires und nachhaltiges Geschäft zu fördern. Indem diese Punkte angesprochen werden, kann Besucher*innen ein besseres Verständnis für das „Pay what you want“-Modell vermittelt werden und sie werden ermutigt, aktiv daran teilzunehmen. Mit der Umstellung auf das „Pay what you want“-Modell wurden/wurde alle Hinweise zu „Eintritt frei“ aus Print- und digitalen Medien, der Internetpräsenz sowie von den Schaufensterscheiben entfernt die vorhandenen Spendenboxen im Shop, Kabinett EG, im 2. OG in der Rotunde mit neuen Aufklebern für „Pay what you want“ versehen eine weitere Box als Stele „Pay what you want“ an sehr präsenter Stelle vor der Treppe im Shop gebaut und aufgestellt ein Banner von der Galerie in das Foyer mit dem Hinweis auf „Pay what you want“ aufgehängt die Möglichkeit der bargeldlosen Zahlung eines Geldbetrages für „Pay what you want“ einge- führt die Box im 1. OG am Checkpoint weiterhin als Spendenbox für den Förderverein Stadtmuse- um ausgewiesen Als Anlage zu dieser Vorlage sind Fotos der durchgeführten Maßnahmen beigefügt. - 3 - V/0342/2025 Voraussichtliche Einnahmesituation Einnahmen aus „Pay what you want“ belaufen sich bis heute (Stichtag 14.05.2025) auf 4.677,22 € bei 27.690 Besuchen im Stadtmuseum. Eine durchgehende Beobachtung der Boxen ist ebenso wie eine Zuordnung des Geldeinwurfs auf die Anzahl von Personen nicht möglich. Daraus resultiert, dass das Stadtmuseum nicht weiß, wieviel Besucher*innen sich an „Pay what you want“ beteiligen. Aktuell werden durchschnittlich 0,17 € je Besucher*in als Einnahme erzielt. Im Jahr 2025 werden rund 80.000 Besuche im Stadtmuseum erwartet. Bei Mitgliedern des Fördervereins und der Friedrich -Hundt- Gesellschaft, Schulklassen, Integrationskurse, Stille Stunde, Mitglieder des Museumsverbundes, I- COM, Restauratorenverband etc. wird keine oder nur eine geringe Beteiligung an „Pay what you want“ erwartet. Dieser Personenkreis beziffert sich auf mindestens 10.000 Menschen. Im Kulturausschuss am 28.11.2024 wurde eine Ertragserwartung in Höhe von 75.000,00 € p. a. auf- grund des Haushaltsbegleitantrages beschlossen. Im Haushaltsplan 2025 wurde dieser Betrag in Zeile 5 Privatrechtliche Leistungsentgelte für die Jahre 2025 ff. zusätzlich eingeplant. Die tatsächli- chen jährlichen Einnahmen aus dem neuen Preismodell bleiben abzuwarten; hierzu wird es eine er- gänzende Berichterstattung geben. Schon heute zeichnet sich aber ab, dass die Erträge aus dem „Pay what you want“ deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben werden. gez. i.V. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlagen: Anlage A Anlage 1
Anlage 1 zur Berichtsvorlage Pay what you want
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Pay what you want Zahlen Sie, soviel Sie wollen!
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- V/0342/2025
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 15.05.2025
- Erstellt
- 13.05.2025 12:16