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0981/2024

Jugendschutzparties in Köln an Karneval

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 21.03.2024

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 30.04.2024

Anlage 1 zur Beantwortung JHA - Karneval feiern ohne Alkohol

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Anlage 1 zur Beantwortung JHA - Karneval feiern ohne Alkohol

5420 Zeichen

Anlage zur Beantwortung der Anfrage im JHA 12.03.2024, AN/0415/2024 
 
Karneval 2024 - Feiern ohne Alkohol – Umgang der Kölner Jugendeinrichtungen mit 
dem Thema  
 
Kinder und Jugendliche benötigen bei der Vielfalt der Karnevalsveranstaltungen einen 
Schutzraum, in dem sie ohne Alkohol unbeschwert Spaß haben und ausgelassen feiern 
können. Zum Feiern ohne Promille laden eine große Anzahl an attraktiven Veranstaltungen 
im Kölner Stadtgebiet ein. Die Angebote richten sich an die Altersgruppe der unter 18-
Jährigen und bieten einen bunten Strauß an Bühnenprogrammen, Mitmachaktionen u.v.m. 
„Kölle Alarm“, Kölns größte alkoholfrei Karnevalsparty, findet auch in diesem Jahr wieder im 
Dorint Hotel statt, wo 750 Jugendliche im Alter von 12-16 Jahren unter sich den Karneval 
und das Brauchtum feiern können. 
Wie schon in den vergangenen Jahren finden in den meisten Kinder- und 
Jugendeinrichtungen zahlreiche Karnevalsveranstaltungen statt, hier einige Beispiele: 
In der Innenstadt hatten folgende Einrichtungen an Karneval geöffnet. 
Mittwoch: 
Bauspielplatz Friedenspark, 19:00 -22:00 Uhr Teenie-Karnevals-Discotheque von 10-14 
Jahre.  
Donnerstag: 
anyway, war mit zwei Mitarbeiter*innen von 11:00-13:00 Uhr auf der Schaafenstr. 
ansprechbar und präsent.  
Lobby für Mädchen, 13:00-20:00 Uhr DIY Kostümparty.   
Freitag:  
Bugs Jugendcafé, 15:00-18:00 Uhr Chillen und Grooven.  
GOT Elsaßstr., Mobiles Angebot auf dem PEV-Platz, 15:00-18:00 Uhr.  
Lobby für Mädchen, geöffnet von 13:00-20:00 Uhr. 
Quäker, geöffnet von 17:00-21:00 Uhr 
Freizeitanlage Klingelpütz, geöffnet von 14:00-18.00 Uhr. 
 
Der Bezirk Rodenkirchen machte folgende Angebote zu Karneval: 
Donnerstag:  
JE Weiß, Karnevalsfeier von 15:00-19:00 Uhr ab 6 Jahre. 
JE Rheinsteinstraße, Karnevalsparty  
von 16:00-18:00 Uhr für ab 6 Jahre 
18:00- 20:00 Uhr für ab 10 Jahre  
 
Freitag, den 09.02.2024 waren alle Einrichtungen wie üblich von 15:30-20:00 Uhr geöffnet - 
ohne spezielles Programm.

In Lindenthal fand am 
Donnerstag von 11:11 Uhr bis 16:16 Uhr in der OT Vita/SKM eine organisierte, seit Jahren 
alkoholfreie, Familienkarnevalsfeier statt. 
Am Dienstag gab es von 14:00-16:00 Uhr die Möglichkeit gemeinsam den Veedeszooch in 
Ehrenfeld anzusehen. Treffpunkt ist die OT Vita/SKM. 
Das Treibhaus (ev. Kirche) hatte ganztägig geöffnet und bot Suppe; Tee und vor allem 
einen Schutzraum an (über Edelgard ausgewiesen). Es sollte primär eine Anlaufstelle für 
Mädchen und Frauen sein, jedoch konnten auch Jungen kommen, denen es aufgrund von 
Alkoholkonsum nicht gut geht und die Hilfe benötigten. 
Die übrigen Einrichtungen orientierten sich an den Bedarfen der Zielgruppen: 
Die Juzi in Sülz hatte als Standardgruppe zu Karneval eher jüngere Kinder 
Das Juze in Weiden hatte normal geöffnet und bot keine Feier an, da die Zielgruppe eher 
nicht Karneval feiern möchte, hat sich aber an den Wünschen der Besucher*innen orientiert  
Der Stollen in Müngersdorf und die Alte Schule in Widdersdorf wollten es ebenso 
handhaben. Beide Einrichtungen haben zu Weiberfastnacht geschlossen. 
 
In Ehrenfeld gab es u.a. folgende Angebote: 
Kinderkarneval im Bürgerzentrum Ehrenfeld 
https://bueze.de/event/kinderkarneval/ 
Jeck in Ihrefeld- Jugendkarnevalsparty in St. Anna- KJG/Seelsorgebereich 
https://www.seelsorgebereich-ehrenfeld.de/wp-content/uploads/2023/01/Jeck-in-Ihrefeld-
1.pdf 
Wieverfastelovend – för Ihrefelder Pänz – Bürgervereinigung Ehrenfeld 
08.02.2024 von 13.00 bis 18.00 Uhr in der Einrichtung St. Anna 
 
Die OT´s boten vereinzelt kleinere Aktionen in den Einrichtungen an und besuchten zum Teil 
die jeweiligen Veedelszüge, z.B. samstags in Ossendorf und Bocklemünd. Die veränderten 
Öffnungszeiten über Karneval konnten kurzfristig auf den Social-Media-Kanälen der 
Einrichtungen abgerufen werden. 
 
In Nippes bot  
 
das Bürgerzentrum Altenberger Hof seinen 11-16-jährigen Besucher*innen eine 
Karnevalssitzung an.  
 
Die Kölner Selbsthilfe und Luckys feirte zu Weiberfastnacht.  
 
In den anderen Einrichtungen kamen die Kinder und Jugendlichen in Verkleidung zu den 
üblichen Öffnungszeiten. Alle Angebote waren alkoholfrei. 
 
Im Bezirk Chorweiler 
fanden in allen Kinder- und Jugendeinrichtung die alkoholfreien 
Karnevalsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche, fast ausschließlich zu 
Weiberfastnacht, statt.

Im Bezirk Porz fanden zu Weiberfastnacht folgende Veranstaltungen statt: 
Im Jugend- und Gemeinschaftszentrum Glashütte ließ von 13:00-17:00 Uhr eine 
Karnevalsparty steigen. 
Von 11:11 bis 20:00 / 21:00 Uhr wurde im Jugend- und Gemeinschaftszentrum Grengel 
Familienkarneval gefeiert. 
Eine Kamelletauschparty fand von 15:00-18:00 Uhr auf dem Bauspielplatz Senkelsgraben 
statt.  
Die Jugendeinrichtung Grembox bot Deko und Karnevalsmusik im Normalbetrieb an. 
Ab 16:00 Uhr feierte der Jugendtreff pro humanitate eine Karnevalsparty. 
Die OT Poll hatte Weiberfastnacht geschlossen; am Karnevalssonntag fand für alle 
Besucher*innen unter 27 Jahren eine Karnevalsparty im Jugendraum statt. 
 
Im Bezirk Mülheim gab es zu 
Weiberfastnacht, Karnevalsfreitag und Karnevalsdienstag unterschiedliche 
Karnevalsveranstaltungen in den einzelnen Jugendeinrichtungen. Die OT Haus der 
Jugend in Höhenhaus veranstaltete am Karnevalsfreitag eine Mädchenparty. Alle 
Einrichtungen hatten Weiberfastnacht geöffnet und boten Karnevalspartys an, viele 
begannen bereits um 11:11 Uhr, schlossen erst um 21:00 Uhr.

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

6296 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/51/512 
51 
Vorlagen-Nummer 21.03.2024 
 0981/2024 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Jugendhilfeausschuss 30.04.2024 
 
Jugendschutzparties in Köln an Karneval 
Zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 12.03.2024 stellt die SPD-Fraktion 
folgende Anfrage:  
 
In Köln engagieren sich seit Jahren verschiedene Vereine aktiv und organisieren 
alkoholfreie Karnevalsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Schaut man 
jedoch Jahr für Jahr besorgt auf die Zülpicher Straße, so scheinen die Bemü-
hungen teilweise ins Leere zu laufen und wir müssen uns fragen, ob wir genug 
tun, um Brauchtum und Alkoholprävention zum Schutz unserer Jugend zu ver-
einen. 
In anderen Städten und Gemeinden werden seit Jahren erfolgreich Jugend-
schutzpartys veranstaltet, um Jugendliche von den Part ymeilen fernzuhalten. 
Diese Partys haben sich als wirksames Mittel erwiesen, um insbesondere im 
Karneval ein positives und sicheres Umfeld für Jugendliche zu schaffen. Die 
Einführung eines ähnlichen Konzeptes in Köln könnte nicht nur die Sicherheit 
der Jugendlichen bei Großveranstaltungen gewährleisten, sondern auch einen 
positiven Beitrag zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung  leisten. Köln könnte 
sich dabei an bewährten Konzepten wie beispielsweise den Jugendschutzpartys 
in Hennef und Siegburg orientieren. 
 
Vor diesem Hintergrund fragt die SPD Fraktion: 
 
1. Sind der Verwaltung die Konzepte der Jugendschutzpartys aus Hennef 
und Siegburg bekannt und wenn ja, inwieweit würden sich diese Kon-
zepte auf Köln übertragen lassen?  
2. Wie können alternative veedelsbezogene Lösungen durch örtliche Ak-
teure und ansprechende Veranstaltungsformate umgesetzt und etabliert 
werden? 
3. Welche Möglichkeiten gibt es, finanzielle Mittel für die Durchführung sol-
cher Veranstaltungen zu akquirieren, damit diese nicht aus dem Jugend-
hilfebudget finanziert werden bzw. dieses belasten?

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Hierauf antwortet die Jugendverwaltung:  
 
Zu 1. Sind der Verwaltung die Konzepte der Jugendschutzpartys aus 
Hennef und Siegburg bekannt und wenn ja, inwieweit würden sich diese 
Konzepte auf Köln übertragen lassen? 
 
Die Konzepte der Jugendschutzparties zu Karneval in Hennef und Siegburg 
sind bekannt. Eine Übertragung der dortigen Konzepte auf Köln ist aus Sicht 
der Verwaltung nicht ohne weiteres möglich, da in Hennef und in Siegburg in 
gänzlich anderen Größenordnungen gefeiert als in Köln. Bei der Party ohne Al-
kohol für Jugendliche in Hennef umfasste die Teilnehmerzahl max. 800 Ju-
gendliche im Alter von 14 - 18 Jahren.  
In Siegburg wird eine Anzahl von 150 feiernden Jugendlichen im Alter von 13 – 
19 Jahren gezählt. 
Zu Weiberfastnacht fanden in Hennef zwei zentrale Karnevalsveranstaltungen, 
nach Alter getrennt, statt. Für Kinder von 6 – 11 Jahren fand eine Party im Ju-
gendzentrum und für die 14 – 18-Jährigen fand eine Karnevalsparty in der 
Mehrzweckhalle statt. Ab 11:20 Uhr brachte ein Shuttle -Service die Jugendli-
chen vom Schulzentrum zum Veranstaltungsort und holte sie ab 16:30 Uhr 
dort wieder ab, um sie zum Bahnhof zu bringen. 
Der Eintritt zu dieser Party war kostenfrei, es gab pro Jugendlichen drei alko-
holfreie kostenlose Getränke. 
Um einen friedlichen Verlauf gewährleisten zu können, waren Polizei, Ord-
nungs- und Jugendamt sowie Sanitäter vom Malteser Hilfsdienst vor Ort.  
Vormals wurde zu Weiberfastnacht auf dem Marktplatz gefeiert, der seit 2023 
partyfrei gehalten wird, hier finden strenge Jugendschutzkontrollen statt. 
 
In Siegburg feierten im Jahr 2024 150 Jugendliche in der Neuenhof-Mensa 
eine promillefreie Karnevalsparty bei Softdrinks und Snacks. Bis 2023 wurde 
auch hier auf dem Marktplatz gefeiert bis die Resonanz auf diese Party deut-
lich nachließ. Seit Erstellung eines neuen Konzeptes findet die Karnevalsver-
anstaltung für Jugendliche im Alter von 13 – 19 Jahren im Schulzentrum statt. 
Der Eintritt beträgt 2,50 €. Jugendamt und Schulsozialarbeit zeigten sich zu-
frieden mit der Umsetzung und sammeln für die kommende Veranstaltung An-
regungen. 
 
Die geschilderten überschaubaren Größenordnungen weichen von der Anzahl  
der in Köln feiernden jugendlichen Zielgruppe deutlich ab. Ein mit Hennef oder Sieg-
burg vergleichbares Angebot wäre mit einem weitaus größeren logistischen  
und organisatorischen Aufwand verbunden. Kölner Einwohner*innen stellen 
an den Karnevalstagen nicht den überwiegenden Teil der in den Feierzonen ange-
troffenen Jugendlichen dar, so dass die in den Kölner Feierzonen  
auftretenden Probleme weiterhin bestehen blieben.  
 
 
Zu 2. Wie können alternative veedelsbezogene Lösungen durch örtliche 
Akteure und ansprechende Veranstaltungsformate umgesetzt und etab-
liert werden? 
 
In den einzelnen Kölner Veedeln gibt es zu den Karnevalstagen diverse Ange-
bote für Kinder und Jugendliche. Sie reichen von Partys ohne Alkohol über 
Karnevalssitzungen für Jugendliche bis hin zu gemeinsamen Besuchen der 
Karnevalszüge (s. Anhang).

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Kinder und Jugendliche erhalten durch das reichhaltige Angebot die Möglich-
keit in vertrauter Umgebung mit Freunden und Bekannten in ihrer Altersgruppe 
alkoholfrei und unter sich zu feiern. Attraktive Angebote, wie Bühnenpro-
gramme, DJ, Spiele und andere Aktionen bieten den Kindern und Jugendli-
chen einen besonderen Anreiz. Durch die Entzerrung in verschiedene Veran-
staltungen an unterschiedlichen Orten bleiben die Partys für die Feiernden und 
die Veranstalter übersichtlicher. 
 
Zusätzlich zu diesen Angeboten wird auf Initiative des Vereins „Kölle Alarm“ 
e.V. wiederholt Kölns nach eigenen Angaben „größte alkoholfreie Karne-
valsparty“ im Dorint Hotel angeboten. Hier finden 750 Jugendliche im Alter von 
12 – 16 Jahren eine gute Alternative, um den Karneval und das Brauchtum mit 
viel Spaß und ohne Alkohol zu feiern. 
 
 
 
Zu 3. Welche Möglichkeiten gibt es, finanzielle Mittel für die Durchfüh-
rung solcher Veranstaltungen zu akquirieren, damit diese nicht aus dem 
Jugendhilfebudget finanziert werden bzw. dieses belasten? 
 
Eine groß angelegte zentrale Veranstaltung in einem abseits von der Innen-
stadt gelegenen Stadtteil könnte lediglich über Vereine, Karnevalsgesellschaf-
ten und private Sponsoren finanziert werden.  
 
 
Gez. Voigtsberger

Beratungsverlauf (1)

30.04.2024 Jugendhilfeausschuss
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0981/2024
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
21.03.2024
Erstellt
11.03.2024 17:21