0981/2024
Jugendschutzparties in Köln an Karneval
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Anlage 1 zur Beantwortung JHA - Karneval feiern ohne Alkohol
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Anlage zur Beantwortung der Anfrage im JHA 12.03.2024, AN/0415/2024 Karneval 2024 - Feiern ohne Alkohol – Umgang der Kölner Jugendeinrichtungen mit dem Thema Kinder und Jugendliche benötigen bei der Vielfalt der Karnevalsveranstaltungen einen Schutzraum, in dem sie ohne Alkohol unbeschwert Spaß haben und ausgelassen feiern können. Zum Feiern ohne Promille laden eine große Anzahl an attraktiven Veranstaltungen im Kölner Stadtgebiet ein. Die Angebote richten sich an die Altersgruppe der unter 18- Jährigen und bieten einen bunten Strauß an Bühnenprogrammen, Mitmachaktionen u.v.m. „Kölle Alarm“, Kölns größte alkoholfrei Karnevalsparty, findet auch in diesem Jahr wieder im Dorint Hotel statt, wo 750 Jugendliche im Alter von 12-16 Jahren unter sich den Karneval und das Brauchtum feiern können. Wie schon in den vergangenen Jahren finden in den meisten Kinder- und Jugendeinrichtungen zahlreiche Karnevalsveranstaltungen statt, hier einige Beispiele: In der Innenstadt hatten folgende Einrichtungen an Karneval geöffnet. Mittwoch: Bauspielplatz Friedenspark, 19:00 -22:00 Uhr Teenie-Karnevals-Discotheque von 10-14 Jahre. Donnerstag: anyway, war mit zwei Mitarbeiter*innen von 11:00-13:00 Uhr auf der Schaafenstr. ansprechbar und präsent. Lobby für Mädchen, 13:00-20:00 Uhr DIY Kostümparty. Freitag: Bugs Jugendcafé, 15:00-18:00 Uhr Chillen und Grooven. GOT Elsaßstr., Mobiles Angebot auf dem PEV-Platz, 15:00-18:00 Uhr. Lobby für Mädchen, geöffnet von 13:00-20:00 Uhr. Quäker, geöffnet von 17:00-21:00 Uhr Freizeitanlage Klingelpütz, geöffnet von 14:00-18.00 Uhr. Der Bezirk Rodenkirchen machte folgende Angebote zu Karneval: Donnerstag: JE Weiß, Karnevalsfeier von 15:00-19:00 Uhr ab 6 Jahre. JE Rheinsteinstraße, Karnevalsparty von 16:00-18:00 Uhr für ab 6 Jahre 18:00- 20:00 Uhr für ab 10 Jahre Freitag, den 09.02.2024 waren alle Einrichtungen wie üblich von 15:30-20:00 Uhr geöffnet - ohne spezielles Programm. In Lindenthal fand am Donnerstag von 11:11 Uhr bis 16:16 Uhr in der OT Vita/SKM eine organisierte, seit Jahren alkoholfreie, Familienkarnevalsfeier statt. Am Dienstag gab es von 14:00-16:00 Uhr die Möglichkeit gemeinsam den Veedeszooch in Ehrenfeld anzusehen. Treffpunkt ist die OT Vita/SKM. Das Treibhaus (ev. Kirche) hatte ganztägig geöffnet und bot Suppe; Tee und vor allem einen Schutzraum an (über Edelgard ausgewiesen). Es sollte primär eine Anlaufstelle für Mädchen und Frauen sein, jedoch konnten auch Jungen kommen, denen es aufgrund von Alkoholkonsum nicht gut geht und die Hilfe benötigten. Die übrigen Einrichtungen orientierten sich an den Bedarfen der Zielgruppen: Die Juzi in Sülz hatte als Standardgruppe zu Karneval eher jüngere Kinder Das Juze in Weiden hatte normal geöffnet und bot keine Feier an, da die Zielgruppe eher nicht Karneval feiern möchte, hat sich aber an den Wünschen der Besucher*innen orientiert Der Stollen in Müngersdorf und die Alte Schule in Widdersdorf wollten es ebenso handhaben. Beide Einrichtungen haben zu Weiberfastnacht geschlossen. In Ehrenfeld gab es u.a. folgende Angebote: Kinderkarneval im Bürgerzentrum Ehrenfeld https://bueze.de/event/kinderkarneval/ Jeck in Ihrefeld- Jugendkarnevalsparty in St. Anna- KJG/Seelsorgebereich https://www.seelsorgebereich-ehrenfeld.de/wp-content/uploads/2023/01/Jeck-in-Ihrefeld- 1.pdf Wieverfastelovend – för Ihrefelder Pänz – Bürgervereinigung Ehrenfeld 08.02.2024 von 13.00 bis 18.00 Uhr in der Einrichtung St. Anna Die OT´s boten vereinzelt kleinere Aktionen in den Einrichtungen an und besuchten zum Teil die jeweiligen Veedelszüge, z.B. samstags in Ossendorf und Bocklemünd. Die veränderten Öffnungszeiten über Karneval konnten kurzfristig auf den Social-Media-Kanälen der Einrichtungen abgerufen werden. In Nippes bot das Bürgerzentrum Altenberger Hof seinen 11-16-jährigen Besucher*innen eine Karnevalssitzung an. Die Kölner Selbsthilfe und Luckys feirte zu Weiberfastnacht. In den anderen Einrichtungen kamen die Kinder und Jugendlichen in Verkleidung zu den üblichen Öffnungszeiten. Alle Angebote waren alkoholfrei. Im Bezirk Chorweiler fanden in allen Kinder- und Jugendeinrichtung die alkoholfreien Karnevalsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche, fast ausschließlich zu Weiberfastnacht, statt. Im Bezirk Porz fanden zu Weiberfastnacht folgende Veranstaltungen statt: Im Jugend- und Gemeinschaftszentrum Glashütte ließ von 13:00-17:00 Uhr eine Karnevalsparty steigen. Von 11:11 bis 20:00 / 21:00 Uhr wurde im Jugend- und Gemeinschaftszentrum Grengel Familienkarneval gefeiert. Eine Kamelletauschparty fand von 15:00-18:00 Uhr auf dem Bauspielplatz Senkelsgraben statt. Die Jugendeinrichtung Grembox bot Deko und Karnevalsmusik im Normalbetrieb an. Ab 16:00 Uhr feierte der Jugendtreff pro humanitate eine Karnevalsparty. Die OT Poll hatte Weiberfastnacht geschlossen; am Karnevalssonntag fand für alle Besucher*innen unter 27 Jahren eine Karnevalsparty im Jugendraum statt. Im Bezirk Mülheim gab es zu Weiberfastnacht, Karnevalsfreitag und Karnevalsdienstag unterschiedliche Karnevalsveranstaltungen in den einzelnen Jugendeinrichtungen. Die OT Haus der Jugend in Höhenhaus veranstaltete am Karnevalsfreitag eine Mädchenparty. Alle Einrichtungen hatten Weiberfastnacht geöffnet und boten Karnevalspartys an, viele begannen bereits um 11:11 Uhr, schlossen erst um 21:00 Uhr.
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Dezernat, Dienststelle IV/51/512 51 Vorlagen-Nummer 21.03.2024 0981/2024 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 30.04.2024 Jugendschutzparties in Köln an Karneval Zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 12.03.2024 stellt die SPD-Fraktion folgende Anfrage: In Köln engagieren sich seit Jahren verschiedene Vereine aktiv und organisieren alkoholfreie Karnevalsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Schaut man jedoch Jahr für Jahr besorgt auf die Zülpicher Straße, so scheinen die Bemü- hungen teilweise ins Leere zu laufen und wir müssen uns fragen, ob wir genug tun, um Brauchtum und Alkoholprävention zum Schutz unserer Jugend zu ver- einen. In anderen Städten und Gemeinden werden seit Jahren erfolgreich Jugend- schutzpartys veranstaltet, um Jugendliche von den Part ymeilen fernzuhalten. Diese Partys haben sich als wirksames Mittel erwiesen, um insbesondere im Karneval ein positives und sicheres Umfeld für Jugendliche zu schaffen. Die Einführung eines ähnlichen Konzeptes in Köln könnte nicht nur die Sicherheit der Jugendlichen bei Großveranstaltungen gewährleisten, sondern auch einen positiven Beitrag zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung leisten. Köln könnte sich dabei an bewährten Konzepten wie beispielsweise den Jugendschutzpartys in Hennef und Siegburg orientieren. Vor diesem Hintergrund fragt die SPD Fraktion: 1. Sind der Verwaltung die Konzepte der Jugendschutzpartys aus Hennef und Siegburg bekannt und wenn ja, inwieweit würden sich diese Kon- zepte auf Köln übertragen lassen? 2. Wie können alternative veedelsbezogene Lösungen durch örtliche Ak- teure und ansprechende Veranstaltungsformate umgesetzt und etabliert werden? 3. Welche Möglichkeiten gibt es, finanzielle Mittel für die Durchführung sol- cher Veranstaltungen zu akquirieren, damit diese nicht aus dem Jugend- hilfebudget finanziert werden bzw. dieses belasten? 2 Hierauf antwortet die Jugendverwaltung: Zu 1. Sind der Verwaltung die Konzepte der Jugendschutzpartys aus Hennef und Siegburg bekannt und wenn ja, inwieweit würden sich diese Konzepte auf Köln übertragen lassen? Die Konzepte der Jugendschutzparties zu Karneval in Hennef und Siegburg sind bekannt. Eine Übertragung der dortigen Konzepte auf Köln ist aus Sicht der Verwaltung nicht ohne weiteres möglich, da in Hennef und in Siegburg in gänzlich anderen Größenordnungen gefeiert als in Köln. Bei der Party ohne Al- kohol für Jugendliche in Hennef umfasste die Teilnehmerzahl max. 800 Ju- gendliche im Alter von 14 - 18 Jahren. In Siegburg wird eine Anzahl von 150 feiernden Jugendlichen im Alter von 13 – 19 Jahren gezählt. Zu Weiberfastnacht fanden in Hennef zwei zentrale Karnevalsveranstaltungen, nach Alter getrennt, statt. Für Kinder von 6 – 11 Jahren fand eine Party im Ju- gendzentrum und für die 14 – 18-Jährigen fand eine Karnevalsparty in der Mehrzweckhalle statt. Ab 11:20 Uhr brachte ein Shuttle -Service die Jugendli- chen vom Schulzentrum zum Veranstaltungsort und holte sie ab 16:30 Uhr dort wieder ab, um sie zum Bahnhof zu bringen. Der Eintritt zu dieser Party war kostenfrei, es gab pro Jugendlichen drei alko- holfreie kostenlose Getränke. Um einen friedlichen Verlauf gewährleisten zu können, waren Polizei, Ord- nungs- und Jugendamt sowie Sanitäter vom Malteser Hilfsdienst vor Ort. Vormals wurde zu Weiberfastnacht auf dem Marktplatz gefeiert, der seit 2023 partyfrei gehalten wird, hier finden strenge Jugendschutzkontrollen statt. In Siegburg feierten im Jahr 2024 150 Jugendliche in der Neuenhof-Mensa eine promillefreie Karnevalsparty bei Softdrinks und Snacks. Bis 2023 wurde auch hier auf dem Marktplatz gefeiert bis die Resonanz auf diese Party deut- lich nachließ. Seit Erstellung eines neuen Konzeptes findet die Karnevalsver- anstaltung für Jugendliche im Alter von 13 – 19 Jahren im Schulzentrum statt. Der Eintritt beträgt 2,50 €. Jugendamt und Schulsozialarbeit zeigten sich zu- frieden mit der Umsetzung und sammeln für die kommende Veranstaltung An- regungen. Die geschilderten überschaubaren Größenordnungen weichen von der Anzahl der in Köln feiernden jugendlichen Zielgruppe deutlich ab. Ein mit Hennef oder Sieg- burg vergleichbares Angebot wäre mit einem weitaus größeren logistischen und organisatorischen Aufwand verbunden. Kölner Einwohner*innen stellen an den Karnevalstagen nicht den überwiegenden Teil der in den Feierzonen ange- troffenen Jugendlichen dar, so dass die in den Kölner Feierzonen auftretenden Probleme weiterhin bestehen blieben. Zu 2. Wie können alternative veedelsbezogene Lösungen durch örtliche Akteure und ansprechende Veranstaltungsformate umgesetzt und etab- liert werden? In den einzelnen Kölner Veedeln gibt es zu den Karnevalstagen diverse Ange- bote für Kinder und Jugendliche. Sie reichen von Partys ohne Alkohol über Karnevalssitzungen für Jugendliche bis hin zu gemeinsamen Besuchen der Karnevalszüge (s. Anhang). 3 Kinder und Jugendliche erhalten durch das reichhaltige Angebot die Möglich- keit in vertrauter Umgebung mit Freunden und Bekannten in ihrer Altersgruppe alkoholfrei und unter sich zu feiern. Attraktive Angebote, wie Bühnenpro- gramme, DJ, Spiele und andere Aktionen bieten den Kindern und Jugendli- chen einen besonderen Anreiz. Durch die Entzerrung in verschiedene Veran- staltungen an unterschiedlichen Orten bleiben die Partys für die Feiernden und die Veranstalter übersichtlicher. Zusätzlich zu diesen Angeboten wird auf Initiative des Vereins „Kölle Alarm“ e.V. wiederholt Kölns nach eigenen Angaben „größte alkoholfreie Karne- valsparty“ im Dorint Hotel angeboten. Hier finden 750 Jugendliche im Alter von 12 – 16 Jahren eine gute Alternative, um den Karneval und das Brauchtum mit viel Spaß und ohne Alkohol zu feiern. Zu 3. Welche Möglichkeiten gibt es, finanzielle Mittel für die Durchfüh- rung solcher Veranstaltungen zu akquirieren, damit diese nicht aus dem Jugendhilfebudget finanziert werden bzw. dieses belasten? Eine groß angelegte zentrale Veranstaltung in einem abseits von der Innen- stadt gelegenen Stadtteil könnte lediglich über Vereine, Karnevalsgesellschaf- ten und private Sponsoren finanziert werden. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0981/2024
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 21.03.2024
- Erstellt
- 11.03.2024 17:21