3681/2017
Passivsammler im Bezirk Nippes zur Erfassung der Luftschadstoffbelastung
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Beantwortung einer Anfrage (BV)
3151 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57/574 Vorlagen-Nummer 3681/2017 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 5 (Nippes) 07.12.2017 Passivsammler im Bezirk Nippes zur Erfassung der Luftschadstoffbelastung Die Fraktion Die Grünen hat in der Sitzung der Bezirksvertretung Nippes am 11.05.2017 im Zusam- menhang mit den Messungen von Luftschadstoffen eine Anfrage (AN/0665/2017) mit den u.g. Einzel- aspekten an die Verwaltung gerichtet. 1. Warum wurden bis jetzt an viel befahrenen Straßen im Bezirk Nippes, z. B. an der Rheinufer- straße oder der Boltensternstraße in Riehl, der Neusser Straße in Nippes oder dem Militärring in Longerich keine Messstationen errichtet? 2. Ist die Errichtung solcher Messstationen im Bezirk Nippes in (naher) Zukunft geplant? 3. Wenn ja: Wo und wann? 4. Wenn nein: Warum nicht? Antwort der Verwaltung: Zu Frage 1: Im Rahmen der Aktivitäten zur Erfassung der Luftqualität wurden im Bezirk Nippes in der Vergangen- heit Messungen durchgeführt. Auf Anregung des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes hat das Lan- desamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) NRW, als für das Landesmessnetz zu- ständige Dienststelle, an der Neusser Straße nördlich der Friedrich-Karl-Straße von 2005 bis Anfang 2008 einen Passivsammler installiert. Aufgrund einer Belastung unterhalb des Grenzwertes wurde diese Probenahmestelle wieder abgebaut. Darüber hinaus hat das Umweltamt in Kooperation mit der Abfallentsorgungs- und - verwertungsgesellschaft Köln von 2008 bis 2009 drei Passivsammler im Bezirk Nippes aufstellen las- sen. Diese befanden sich an der Industriestraße, der Sebastianstraße in Köln-Niehl und am Lindwei- lerweg in Köln-Longerich. An diesen Messpunkten wurde ebenfalls keine Luftschadstoffbelastung in Höhe des Grenzwertes festgestellt. Derzeit wird im Bezirk Nippes noch an dem Lindweilerweg in Köln-Longerich die Stickstoffdioxidbelas- tung durch das LANUV erfasst. Mit 43 µg/m³ lag im Messjahr 2016 eine Überschreitung des Grenz- wertes für Stickstoffdioxid im Jahresmittel von 40 µg/m³ vor. Zu Fragen 2 und 4: Damit das für das Messnetz zuständige Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz neue Probenahmestellen in das Messprogramm aufnimmt, muss ein begründeter Verdacht vorliegen. Die- ser ergibt sich aus Erkenntnissen, die sich mit einem durch das Land bereitgestellten Screeningpro- gramm bestätigen lassen. Im Stadtbezirk Nippes besteht derzeit kein konkreter Verdacht, der auf eine 2 besondere Luftschadstoffbelastung sensibler Bereiche an Verkehrsschwerpunkten hinweist. Im Rahmen der Luftreinhaltung hat die Stadtverwaltung mit Beteiligung verschiedener Akteure aus Logistik, Wirtschaft, Verwaltung, Verkehrs- und Umweltverbänden einen Maßnahmenkatalog mit kurz- , mittel- und langfristigen Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung für das gesamte Stadtgebiet erar- beitet. Dieser Katalog wird zur Beschlussfassung dem Rat in einer der nächsten Sitzungen vorgelegt und anschließend der Bezirksregierung für die Fortschreibung des Luftreinhalteplans übergeben.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3681/2017
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 29.11.2017
- Erstellt
- 27.11.2017 11:40