V/0411/2007
Jahresplanung/Beratungsschwerpunkte des Jahres 2007
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Berichtsvorlage
6825 Zeichen
V/0411/2007 DER OBERBÜRGERMEISTER Kulturamt Betrifft Jahresplanung/Beratungsschwerpunkte des Jahres 2007 Beratungsfolge 31.05.2007 Kulturausschuss Bericht Bericht: Aus den Reihen des Kulturausschusses wurde angeregt, für die Sitzungsplanung des Jahres 2007 wesentliche Eckpunkte oder Beratungsschwerpunkte zu benennen bzw. zu verabreden. Die Jahresplanung wird zeitgleich mit dem erstmals erstellten „Kulturbericht“ des Dezernates vorgelegt. Perspektivisch kann und soll die Vereinbarung über Beratungsschwerpunkte innerhalb eines Jahres enger mit diesem Jahresbericht verzahnt, bzw. auch Bestandteil des Jahresberich- tes werden. Die nachfolgend aufgeführten Arbeits- und Beratungsschwerpunkte resultieren zum Teil aus frü- heren Beschlüssen oder Anregungen des Kulturausschusses. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich bei diesen Beratungsschwerpunkten um Themen handelt, zu denen geplant ist, im Jahr 2007 dazu erforderliche Berichte oder Beschlussvorlagen zu erarbeiten und dem Kulturaus- schuss zur Entscheidung vorzulegen. Aufgrund der dichten Veranstaltungsplanung innerhalb der städtischen Kulturinstitute wie auch der inzwischen äußerst begrenzten finanziellen und personel- len Ressourcen ist es allerdings nicht auszuschließen, dass sich einzelne Berichtspunkte ver- schieben. Arbeits- und Beratungsschwerpunkte 2007 Haushaltskonsolidierungsprogra mm 2007 - 2010 • Bericht über die Umsetzung der aus dem Rödl-Gutachten abgeleiteten Beschlüsse. Insbesondere im Hinblick auf die Musikschul e, das Stadtmuseum und die Stadtbücherei sind erhebliche Konsolidierungsbeiträge beschlossen worden. Die genannten Einrichtungen werden im Herbst 2007 die Szenarien und Konsequenzen der Umsetzung dieser Beschlüs- se in Form von Berichtsvorlagen aufbereiten. Vorlagen-Nr.: V/0411/2007 Auskunft erteilt: Herr Ehling Ruf: 492 41 00 E-Mail: Ehling@stadt-muenster.de Datum: 15.05.2007 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0411/2007 • Projekt „Kulturbetriebe“ Im Zuge des Rödl-Gutachtens ist angeregt worden, innerhalb des Kulturdezernates Syner- gien zu nutzen durch die Optimierung von Arbeitsabläufen/Prüfung der Möglichkeiten einer Zusammenfassung von kulturellen Einrichtungen bzw. Verwaltungsbereichen. Gemeinsam mit dem Personal- und Organisationsamt erfolgt derzeit die Untersuchung. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Herbst vorgelegt werden können. • Gemeinsames organisatorisches Dach der e. V. Musikschulen und der städtischen Musik- schulen Als ein weiteres aus dem Rödl-Gutachten resultierendes Konsolidierungsprojekt erfolgt derzeit unter Moderation des Kulturamtes eine Prüfung möglicher Synergien durch die Gründung eines gemeinsamen organisatorischen Daches für alle vier e. V. Musikschulen und die Westfälische Schule für Musik. Erste Ergebnisse hieraus, oder auch Zwischener gebnisse, sollen im Herbst dieses Jahres sowohl im Ausschuss für Schule und Weiterbildung als auch im Kulturausschuss dargestellt werden. • Neues Kommunales Finanzmanagement Zum Haushalt 2007 wurde erstmals für das gesamte Kulturdezernat mit Ausnahme der Städtischen Bühnen der Etat in doppischer Form beschlossen. Rechtzeitig vor Beginn der Etatberatungen für das Jahr 2008 soll auf der Grundlage einer „Lesehilfe“, die durch das Finanzdezernat erstellt wird, eine Verabredung im Kulturausschuss zur qualifizierten Vorbe- reitung der nächsten Etatberatungen getroffen werden. Inhaltliche Arbeitsfelder • Stadtteilkult urarbeit Durch Umorganisationen im Bereich des Bürgerhauses Kinderhaus wird der Leiter des Bürgerhauses künftig im Kulturamt die allgemeine Stadtteilkulturarbeit verantworten. Eben- falls für die zweite Jahreshälfte 2007 vorgesehen ist ein erster Bericht über die neu aufge- nommene Arbeit. Auf der Grundlage dieser Berichterstattung soll möglichst zum Ende des Jahres 2008 eine Konzeption für die weitere Stadtteilkulturarbeit entwickelt werden. • Kulturhauptstadt 2010 Ruhrgebiet Im Jahr 2010 werden Essen und das Ruhrgebiet europäische Kulturhauptstadt sein. Es hat bereits im Vorfeld Kontaktaufnahmen zwischen dem Kulturhauptstadtbüro Essen und der Stadt Münster gegeben. Die Kultur und die Kulturakteure in der Stadt Münster werden nicht nur begrenzt auf das Jahr 2010, sondern möglichst bereits beginnen d ab dem Jahr 2009 und für die Folgejahre Projekte und Konzepte entwickeln, die sich in keiner Weise als Konkurrenz zu den Kultur- hauptstadtaktivitäten des Ruhrgebietes verstehen, sondern als erkennbare und eigenstän- dige Kulturprojekte herausgestellt und sichtbar gemacht werden sollen. Diese Projektent- wicklung versteht sich auch als Teil einer grundlegenderen Kulturentwicklung in der Stadt Münster. • Hearing freie Kultur Auf Anregung des Kulturausschusses hat die Verwaltung einen Bericht zur Förderung der freien Kultur entwickelt und vorgestellt. In der Konsequenz dieses Berichtes war beabsich- tigt, ein Hearing zum Thema „Förderung freier Kultur“ auszurichten, in dem die verschiede- 3 V/0411/2007 nen Förderansätze auf kommunaler und Landesebene verglichen werden und die Frage gestellt wird, inwieweit die Fördermechanismen sinnvoll und im Sinne der Akteure ineinan- dergreifen. Nach weiteren Vorgesprächen sowohl mit der Staatskanzlei als auch mit Theatermachern aus NRW und anderen Kulturämtern, aber auch in Rückkoppelung mit der Kulturpolitischen Gesellschaft wurden mögliche Fragestellungen weiter entwickelt, auch unter Berücksichti- gung des aktuellen Standes der kulturpolitischen Diskussion. Das Thema „Förderung freier Kultur“ ist insgesamt so vielschichtig, dass ein Hearing oder eine Fachtagung allenfalls nur einen kleinen Ausschnitt behandeln könnte. Es soll deshalb versucht werden, gemeinsam mit den Kulturakteuren in Münster einen Dis- kussionsprozess über grundlegende kulturpolitische Perspektiven und Ziel vorzubereiten, in dem auch die verschiedenen Aspekte von Förderung aufgegriffen werden. Mit einem sol- chen Kulturdialog ist auch die Hoffnung verbunden, die im Zuge der Kulturhauptstadtbe- werbung entstandene Dynamik einer auch kulturellen Stadtentwicklung wieder aufnehmen zu können. • Writers in Exile Im April 2006 hat der R at beschlossen, dass „Writers in Exile-Programm“ nach Ablauf des seinerzeit laufenden Stipendiums zunächst nicht fortzuführen. Die Verwaltung wurde sei- nerzeit beauftragt, einen Bericht über das bisherige Programm zu erstellen. In diesem Be- richt sollten auch die Erfahrungen anderer Städte aufgenommen werden. Auf der Grundla- ge des Berichtes sollte in 2007 ggf. über eine Fortführung des Programmes entschieden werden. Die Verwaltung beabsichtigt, diesen Bericht bis zum Ende des Jahres 2007 vorzulegen. gez. Dr. Hanke Stadträtin
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Kinderhaus
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0411/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 16.05.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37