AN/0903/2017
Digitale Bildung in der Schule – spielend leicht Programmieren lernen
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SPD Antrag nach § 3
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An den Vorsitzenden des Ausschusses Schule und Weiterbildung Herrn Dr. Helge Schlieben Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 13.06.2017 AN/0903/2017 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Schule und Weiterbildung 26.06.2017 Digitale Bildung in der Schule – spielend leicht Programmieren lernen Sehr geehrter Herr Dr. Schlieben, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die digitale Welt ist fester Bestandteil unseres analogen Lebens geworden. Wir nutzen diese Geräte mehr und mehr selbstverständlich und kritiklos, weil sie so schön einfach und intuitiv sind. Genau hier liegt das Problem: es fehlt am tief- greifenden Verständnis der Technik. Wie funktioniert eine Platine? Was ist ein Code? Um Kindern frühzeitig die Hintergründe digitaler Geräte und ihrer Funktionsweise sowie Einsatzmöglichkeiten zu vermitteln und Antworten auf die oben genannten Fragen zu ermöglichen, machen derzeit mehrere Produkte sogenannter Mini- Computer auf sich aufmerksam, die auch in anderen Städten und Bundesländern bereits im Unterricht zum Einsatz kommen. Um auch in Köln die wichtigen Entwicklungen im Bereich der digitalen Bildung vorzubereiten und mitgehen zu können, bittet die SPD-Fraktion Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung am 26.06.2017 aufzunehmen. Beschluss: 1. Der Rat beauftragt die Verwaltung ein Pilotprojekt zum Einsatz von Mini- Computern an Grundschulen zu initiieren. In einem ersten Schritt sollen einzelne Grundschulen bzw. einzelne Klassenzüge mit dem auf dem natio- nalen IT-Gipfel vorgestellten und im Saarland und Bremen bereits im Ein- satz befindlichen „Calliope Mini-Computer“ ausgestattet werden, so dass die dort gewonnenen Erfahrungen für Köln genutzt werden können. - 2 - Hierzu soll abgefragt werden, welche Schulen interessiert sind und auch bereits über das erforderliche technische KnowHow in der Lehrerschaft verfügen, um eine entsprechende Begleitung in der Pilotphase sicherzu- stellen. 2. Zum Ende des Jahres 2017 sollen die teilnehmenden Schulen in einem kurzen Bericht darstellen, welche Erfahrungen sie mit dem Mini-Computer gemacht haben, damit diese für die weitere Verbreitung genutzt werden können. 3. Parallel wird die Verwaltung gebeten, entsprechende Mini-Computer ande- rer Hersteller zu prüfen und mit Blick auf Kosten und Einsatzmöglichkeiten dem „Calliope“-Produkt gegenüberzustellen. 4. Parallel wird die Verwaltung gebeten, für einen stadtweiten Einsatz von Mini-Computern in Grundschulen, die konzeptuellen Vorbereitungen zu treffen und dem Rat die Planungen vorzulegen. 5. Der Rat beauftragt die Verwaltung, gegenüber dem Land darauf hinzuwir- ken, dass dort die entsprechenden Vorbereitungen zur Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer der Grundschulen getroffen werden können. 6. Die Verwaltung wird beauftragt, zu prüfen, welche Finanzierungsmöglich- keiten für einen flächendeckenden Einsatz von Mini-Computern in Frage kommen – insbesondere ist zu prüfen ob hierfür Mittel aus dem „Digital- Pakt#D“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Einsatz kommen können. Begründung: Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass in der gesamten EU künftig eine Millionen Fachkräfte im Bereich IT und Digitalisierung fehlen. Obwohl die deut- sche Wirtschaft führend in der Entwicklung von Automobilen und im Maschinen- bau ist, kommen die prägenden und wegweisenden Errungenschaften des digita- len Bereichs aus dem Silicon Valley oder Japan. Neben der wichtigen und drin- gend notwendigen Bereitstellung der Infrastruktur für den Digitalen Wandel, wie dem Breitbandausbau, stocken nämlich die Investitionen in das technische Ver- ständnis neuer Technologien. Mit dem neuen Mini-Computer „Calliope“ und ähnlichen Produkten anderer Her- steller soll bereits ab der Grundschule technisches Grundwissen vermittelt wer- den. Denn unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen, auf die die Schulen ihre Schüler derzeit noch nicht ausreichend vorbereiten können. Am 16. November 2016 wurde „Calliope Mini“ auf dem nationalen IT-Gipfel im Saarland der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel der Initiative ist es Digitalkunde fächerüber- greifend ab der dritten Klasse zu etablieren. Durch seine einfache Bedienung ist der „Calliope Mini“ in allen Fächern einsetzbar, beispielsweise als Schrittzähler im - 3 - Sportunterricht oder als Wasserstandsmesser für Pflanzen im Biounterricht. Die Kinder werden spielerisch an Codierung und Programmierung herangeführt. Die Bundesländer Saarland und Bremen haben sich bereits für eine flächende- ckende Einführung des „Calliope Mini“ in Grundschulen entschieden. Die Offen- heit der Lehrenden ist besonders wichtig – diese müssen geschult werden und die Bereitschaft mitbringen, „Calliope Mini“ auch in ihren Unterricht einzubinden. Deshalb ist eine nachhaltige und umfassende Beschäftigung mit dieser Form des Lernens unumgänglich, wenn eine modern aufgestellte Bildungslandschaft in Nordrhein-Westfalen verwirklicht werden soll. Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke SPD-Fraktionsgeschäftsführerin
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0903/2017
- Typ
- SPD Antrag nach § 3
- Datum
- 13.06.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27