2015/0299
Geschäftsbericht 2014 der Sparkasse Darmstadt
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
anlage 1
95701 Zeichen
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 1
2 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 3
Geschäftsbericht 2014
Inhalt:
Seite
Organe der Sparkasse 4
Bericht des Verwaltungsrates 5
Geschäftsstellen 6
Lagebericht 8
Jahresabschluss zum 31.12.2014 43
(Kurzfassung ohne Anhang)
4 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Organe der Sparkasse
(Stand: 31.12.2014)
VERWALTUNGSRAT
Vorsitzender
Joachim Partsch,
Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt
Stellvertretender Vorsitzender
Klaus Peter Schellhaas,
Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg
Mitglieder
Hanno Benz, Selbstständiger Unternehmensberater
Reinhold Hafermehl, Bankkaufmann, Sparkassenangestellter, Geschäftsstellenleiter
Thomas Heldmann, kaufmännischer Angestellter, Deutsche Telekom AG
Hans-Dieter Karl, Bürgermeister der Gemeinde Erzhausen a. D.
Petra Klink, Bankkauffrau, Sparkassenangestellte im Personalwesen
Philipp Mager, Betriebsleiter der Philipp Mager-Vermarktung
Dagmar Metzger, Sparkassenangestellte, Justitiarin
Friedel Röder, Bankkaufmann, Sparkassenangestellter, Personalratsvorsitzender
André Schellenberg, Kämmerer Stadt Darmstadt
Thomas Steinacker, Rechtsanwalt der Kanzlei LSV Rechtsanwalts GmbH, Frankfurt
Andreas Tengicki, selbst. Softwareentwickler, Geschäftsführer der Autopoll Service GmbH Griesheim
Renate Wudy, Bankkauffrau, Sparkassenangestellte im Bereich Marktfolge Kredit
Karin Wolff, Mitglied des Hessischen Landtags
VORSTAND
Vorsitzender
Georg Sellner
Stellvertretender Vorsitzender
Roman Scheidel
Vorstandsmitglied
Hans-Werner Erb
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 5
Bericht des Verwaltungsrates
Der Verwaltungsrat hat im Geschäftsjahr 2014 die ihm d urch Gesetz un d Satzung übertr a-
genen Aufgaben wahrgenommen und sich intensiv mit der Lage und der Perspektive der
Sparkasse Darmstadt beschäftigt. Er hat den Vorstand kontinuierlich in seiner Geschäftst ä-
tigkeit überwacht und beraten und sich von der Ordnungsmäßigkeit se ines Handelns über-
zeugt.
Der Vorstand unterrichtete den Verwaltungsrat regelmäßig stets zeitnah und umfassend. Im
Jahresverlauf hat sich der Verwaltungsrat in vier Sitzungen über die Geschäftsentwicklung,
die wirtschaftlichen Verhältnisse, die wesentliche n Sachverhalte der strategischen Ausric h-
tung und die sonstigen wichtigen Angelegenheiten informieren lassen. Der Verwaltungsrat
war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Sparkasse Darmstadt eing e-
bunden und hat - soweit erforderlich - nach umfassender Beratung und Prüfung Beschlüsse
gefasst bzw. Beschlüssen zugestimmt.
Der Kreditausschuss nahm die ihm übertragenen Aufgaben in sechs Sitzungen wahr.
Der Vorstand hat dem Verwaltungsrat den Jahresabschl uss, den Lagebericht und den
Geschäftsbericht für das Jahr 2014 vorgelegt. Die Prüfungsstelle des Sparkassen - und Giro-
verbandes Hessen -Thüringen prüfte die Buchführung, den Jahresabschluss sowie den
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 und erteilte den uneingeschränkten Bestätigung s-
vermerk. In der heutigen Sitzung nahm der Verwaltungsrat Kenntnis von dem Prüfungs -
ergebnis und stellte den Jahresabschluss fest. Er billigte den Lagebericht und erteilte dem
Vorstand Entlastung.
Wie vom Vorstand vorgeschlagen hat der Verwaltungsrat den Bilanzgew inn in Höhe von
16,0 Mio. EUR beschlossen. Die Verwendung des Bilanzgewinns erfolgt entsprechend § 16
HSpG. Danach werden 5,0 Mio. EUR an die Träger zur Verwendung für gemeinnützige
Zwecke ausgeschüttet. Der Restbetrag von 11,0 Mio. EUR wird der Sicherhei tsrücklage
zugeführt.
Darmstadt, 19.06.2015
Sparkasse Darmstadt
Der Vorsitzende des Verwaltungsrates
Joachim Partsch
Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt
6 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Geschäftsstellen
GESCHÄFTSSTELLEN DARMSTADT STADTGEBIET
KundenCenter am Luisenplatz, Rheinstraße 10-12
Dieburger Straße, Dieburger Straße 69
Heimstättensiedlung, Am Kaiserschlag 47
Hügelstraße, Hügelstraße 22
Johannesviertel, Liebigstraße 16
Martinsviertel, Heinheimer Straße 73-75
Orangerie, Karlstraße 112
Roßdörfer Straße, Roßdörfer Straße 55A
SB-Stelle Rheintor, Rheinstraße 94
SB-Stelle Bessungen, Heidelberger Straße 87-89
SB-Stelle darmstadtium, Schlossgraben 1
SB-Stelle Marktplatz Bessungen, Rüdesheimer Straße 119
SB-Stelle TU Darmstadt, Welcome Center, Karolinenplatz 5
SB-Stelle Waldkolonie, Michaelisstraße 6
Geldautomat Einhornapotheke, Ludwigsplatz 1
Geldautomat Elisabethenstift, Landgraf-Georg-Straße 100
Geldautomat Henschel, Marktplatz 2
Geldautomat Hochschule Darmstadt, Schöfferstraße 3
Geldautomat medical business center, Mina-Rees-Straße 5
Geldautomat REWE Center, Leydhecker Straße 16
Geldautomat TU Darmstadt, Mensa Lichtwiese, Petersenstraße 14
Geldautomat Wella AG, Berliner Allee 65
Geldautomat Schuchardstraße, Schuchardstraße 18
GESCHÄFTSSTELLEN GEBIET NORD
Arheilgen, Frankfurter Landstraße 163
Erzhausen, Bahnstraße 120
Kranichstein, Grundstraße 2-8
Messel, Kohlweg 1
Wixhausen, Wegscheide 1
SB-Stelle Arheilgen, Jakob-Jung-Straße 2
SB-Stelle Merck KGaA, Frankfurter Straße 250
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 7
GESCHÄFTSSTELLEN GEBIET SÜD
Alsbach, Hauptstraße 19
Bickenbach, Darmstädter Straße 21
Eberstadt, Heidelberger Landstraße 198
Eberstadt, In der Kirchtanne 31
Hähnlein, Gernsheimer Straße 24
Jugenheim, Ludwigstraße 15A
Seeheim, Georg-Kaiser-Platz 1
SB-Stelle Alsbach-Sandwiese, Sandwiesenstr. 7
GESCHÄFTSSTELLEN GEBIET WEST
Braunshardt, Ludwigstraße 6
Eschollbrücken, Breslauer Straße 2
Gräfenhausen, Darmstädter Landstraße 3-5
Griesheim, Wilhelm-Leuschner-Straße 47-53
Griesheim St. Stephan, Wilhelm-Leuschner-Straße 156
Pfungstadt, Eberstädter Straße 39
Pfungstadt, Odenwaldstraße 9
Pfungstadt/Hahn, Gernsheimer Straße 87
Weiterstadt, Darmstädter Straße 59-61
Geldautomat Kaufland Weiterstadt, Rudolf-Diesel-Straße 26A
Geldautomat Loop 5 Weiterstadt, Gutenbergstraße 5
GESCHÄFTSSTELLEN GEBIET OST
Brandau, Lützelbacher Straße 2
Nieder-Modau, Odenwaldstraße 100
Nieder-Ramstadt, Dornwegshöhstraße 6
Ober-Ramstadt, Hammergasse 7
Roßdorf, Wilhelm-Leuschner-Straße 12A
Traisa, Darmstädter Straße 5
FAHRBARE GESCHÄFTSSTELLE MIT 21 HALTEPUNKTEN
Stadtgebiet: Seniorenzentrum Dieburger Straße 199,
Seniorenzentrum Freiligrathstraße 8, Alten- und Pflegeheim Emilstraße, Karlshof,
Merck KGaA, Seniorenzentrum Fiedlersee, Waldkolonie, Wohnpark Kranichstein
Landkreis: Allertshofen, Ernsthofen, Frankenhausen, Hoxhohl, Lützelbach, Neunkirchen,
Nieder-Beerbach, Ober-Beerbach, Rohrbach, Schneppenhausen, Waschenbach,
Webern/Klein-Bieberau, Wembach
8 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Lagebericht
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Weltwirtschaft mit moderatem, ungleich verteiltem Wachstum
Der Welthandel hat 2014 etwas langsamer expandiert als 2013, die Weltproduktion ist 2014
ungefähr im gleichen Tempo gewachsen wie im Jahr zuvor. Dabei fiel das Ausmaß der E x-
pansion in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich aus. Auch das zuvor insgesamt sehr
starke Wachstumsfeld der Schwelle nländer hat sich etwas abgeschwächt und zuletzt auch
weiter aufgefächert.
Unter den Industrieländern sind vor allem die USA und das Vereinigte Königreich 2014 stark
gewachsen. Japan steckte dagegen weiter in Schwierigkeiten fest. Der Euroraum blieb eben-
falls weiterhin anfällig. Zwar setzte sich hier zunächst die im Frühjahr 2013 begonnene E r-
holung fort, doch geriet sie dann im Frühjahr 2014 aufgrund der sich verdichtenden geop o-
litischen Risiken (Osteuropa, Islamischer Staat, Ebola etc.) schon wieder ins St ocken. Inner-
halb Europas verlief die Entwicklung dabei zunehmend differenziert: Während diejenigen
Länder, die entschlossen Strukturreformen umgesetzt haben, wie etwa Spanien und Irland,
wieder wuchsen, verharrte Italien weiter in einer Stagnation.
Deutschland 2014 stockend nach sehr starkem Start
Deutschland hat das Jahr 2014 mit einem sehr starken ersten Quartal eröffnet. In jenem
Vierteljahr legte das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,8 % zu. Dieser Sprung war
allerdings auch erheblich von dem mil den Wetter im meteorologisch praktisch ausgefall e-
nen Winter Anfang 2014 verursacht. Insbesondere die Bauproduktion profitierte von der
milden Witterung.
Vor diesem Hintergrund waren die rechnerischen Rückschläge des zweiten Quartals dann
nicht erstaunlich. Gleichwohl hielt die im Jahresverlauf eingetretene Schwäche auch im drit-
ten Quartal weiter an, so dass über den gesamten Sommer de facto eine Stagnation zu ve r-
zeichnen war. Insbesondere die zuvor endlich in Gang gekommene Investitionstätigkeit in
Deutschland brach wieder recht abrupt ab. Das vierte Quartal ist vom Statistischen Bunde s-
amt bislang noch nicht exakt beziffert. Das bisher inoffiziell genannte „rund ein Viertel -
Prozent“-Wachstum liefert aber eine Indi kation, dass die Erholung - gestützt auf gün stiges
Öl und einen schwächeren Euro - inzwischen wieder Fahrt aufgenommen haben sollte.
Für das Gesamtjahr 2014 wurde in der ersten amtlichen Schätzung ein Wirtschaftswachstum
von 1,5 % gemeldet. Das ist deutlich besser als die mageren Raten der Jahrgänge 2012 und
2013 (+0,4 % bzw. +0,1 %) und liegt sogar über dem Potenzialwachstum für Deutschland,
das meist in der Größenordnung von gut 1,0 % verortet wird.
Getragen wurde das deutsche Wachstum von allen Verwendungskomponenten, vor allem
von der Binnennachf rage. Die privaten Konsumausgaben legten 2014 in preisbereinigter
Rechnung um 1,1 % zu. Die Bruttoanlageinvestitionen wurden - unter Schwankungen im
Jahresverlauf - unter dem Strich real um 3,1 % ausgeweitet.
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 9
Dazu trugen sowohl die Ausrüstungsinvestitione n als auch die Bauten mit einem fast ide n-
tischen Wachstumstempo bei. Die Güterexporte legten real um 3,7 % zu, die Importe um
3,3 %. Damit steuerte auch der Außenbeitrag 2014 einen Wachstumsimpuls zu.
Arbeitsmarkt nochmals aufwärts
Die Zahl der Erwerbstäti gen in Deutschland stieg 2014 noch einmal um 371.000 auf einen
Jahresdurchschnitt von 42,7 Mio. und erreichte damit einen neuen Rekordstand. Die Zahl
der als arbeitslos Gemeldeten ging um 52.000 zurück; die Arbeitslosenquote in der national
üblichen Berec hnung nahm um 0,2 %-Punkte auf 6,7 % ab. Das Wachstum wurde somit
einmal mehr hauptsächlich von der Faktormenge getragen, nicht vorwiegend von einem
Produktivitätswachstum.
Etwas höherer staatlicher Finanzierungsüberschuss
Der deutsche Staatssektor erzielte 2014 wie schon in den beiden vorangegangenen Jahren
einen leichten Finanzierungsüberschuss, zu dem neben Gemeinden und Sozialversicheru n-
gen nun auch der Bund beitrug. Nur die Länder weisen in ihrer Summe noch ein leichtes
Defizit auf. Auf gesamtstaatlic her Ebene löste sich der Saldo von der „schwarzen Null“ und
die - diese Bezeichnung nun verdienende - Überschussquote stieg sogar auf 0,4 %. Zusam-
men mit dem nominalen BIP -Wachstum reduzierte dies die öffentliche Schuldenstandsqu o-
te in Deutschland spürbar, nach erster Rechnung von 76,9 % des BIP im Jahr 2013 auf nun
74,5 % Ende 2014.
Schwacher Preisauftrieb, vor allem durch das zum Jahresende verbilligte Rohöl
Der Preisauftrieb war 2014 weiter sehr schwach. Die Verbraucherpreise stiegen in Deutsc h-
land im J ahresdurchschnitt um 0,9 %. In der zweiten Jahreshälfte bewegte sich der breite
Preisindex durch die kontinuierliche Verbilligung des Rohöls praktisch seitwärts. Der Ö l-
preis hat sich im Laufe des zweiten Halbjahres mehr als halbiert. Die Jahresrate der Ve r-
braucherpreise ging deshalb stetig zurück und lag im Dezember nur noch bei +0,2 %. Auf
Ebene des Euroraums lag die Steigerungsrate der harmonisierten Verbraucherpreise im
Jahresschnitt bei +0,4 %, im Dezember dagegen bei -0,2 %. Die Kernraten unter Herau s-
rechnung des dramatischen Ölpreisverfalls liegen ein gutes Stück höher. Die Lage ist des -
halb nicht als eine Deflation zu bewerten. Die Zielinflationsraten der Europäischen Zentra l-
bank (EZB) scheinen auf absehbare Zeit nicht erreichbar.
EZB hat 2014 neue expansive Schritte eingeleitet
Die EZB hat deshalb im Laufe des Jahres 2014 weitere expansive geldpolitische Schritte ein-
geleitet. Die sich zuvor schon auf Rekord-Niedrigständen befindenden Leitzinsen wurden im
Juni und im September in zwei Stufen nochmals weiter abgesenkt. Der Satz für die Hauptre-
finanzierungsgeschäfte erreichte damit 0,05 %. Der Zinssatz für die Einlagefazilität wurde
mit -0,2 % sogar negativ. Ferner hat die EZB neue Langfristtender aufgelegt, die über vier
Jahre zum Festzins laufen. Seit dem Herbst 2014 kauft sie zudem Covered Bonds und Asset
Backed Securities (ABS) im Rahmen neuer Programme an.
10 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Übersicht über Daten für Deutschland in den Jahren 2014 und 2015 [1]
BIP
Konsum der
privaten
Haushalte
Anlagein-
vestitionen
Exporte
von Gütern
Arbeitslo-
senquote
Verbrau-
cherpreise
Ist-Werte 2014 [2] +1,5 % +1,1 % +3,1 % +3,7 % 6,7 % +0,9 %
Prognose für 2015 durch
DIW [3] +1,4 % +1,7 % +1,5 % +5,3 % 6,8 % +0,7 %
Deutsche
Bundesbank [4] +1,0 % +1,3 % +2,5 % +3,0 % 6,7 % +1,1 %
OECD [5] +1,1 % +1,3 % +1,2 % +3,1 % nicht ver-
gleichbar +1,2 %
[1] Für die ersten vier Spalten: Preisbereinigte Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr.
[2] Erste vorläufige Schätzung zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung durch das Statistische
Bundesamt vom 15.1.2015.
[3] Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung. Prognose vom Dezember 2014, DIW Wochenb e-
richt Nr. 51/52, 2014.
[4] Projektion vom Dezember 2014.
[5] Organisation for Economic Cooperation and Development, Economic Outlook Nr. 96, November
2014.
Wirtschaftliche Situation in Südhessen
Im Sommer 2014 titulierte die IHK Darmstadt ihren Konjunkturbericht mit „die Konjunktur
zieht nochmals an“. Für den Bereich Südhessen berichteten die Unternehmen von überwi e-
gend guten Geschäften. Gegenüber dem Jahresbegi nn hatte sich die Situation nochmals
verbessert. 35 % der Unternehmen waren zufrieden, weitere 54 % der Unternehmen spr a-
chen von ordentlichen Geschäften; nur 11 % waren mit ihrer Lage unzufrieden. Der Saldo
aus positiven und negativen Lagebeurteilungen leg te damit um 3 %-Punkte zu. Die Erwa r-
tungen an die kommenden Monate hatten sich weiter aufgehellt, jedes vierte Unternehmen
rechnete mit einer Verbesserung der Geschäfte und nur jedes achte sah schlechte Zeiten auf
sich zu kommen. Der Saldo aus guten und schlechten Einschätzungen stieg damit weiter an.
Die Mittel für Investitionen sollten nach einer zweijährigen Durststrecke wieder ausgeweitet
werden. Im Hinblick auf die Beschäftigung ging man davon aus, dass der Beschäftigung s-
aufbau moderat anhalten sollte. Die Entwicklung des Auslandsgeschäfts sahen die Unte r-
nehmen trotz der Unwägbarkeiten der Ukrainekrise optimistisch. Der IHK -
Geschäftsklimaindex, der die aktuelle wirtschaftliche Lage sowie die Erwartungen der U n-
ternehmen bündelt, stieg im Sommer 2014 zum dritten Mal in Folge an.
Der weitere Verlauf der Konjunktur in 2014 wurde seitens der IHK Darmstadt im Herbstb e-
richt zusammengestellt. Trotz der Eintrübung der Konjunktur in Deutschland im dritten
Quartal liefen die Geschäfte der südhessischen Unternehmen noch gut. Gegenüber dem
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 11
Frühsommer hatte sich die Situation auf erfreulichem Niveau stabilisiert. 35 % der Unte r-
nehmen waren zufrieden, weitere 53 % der Unternehmen machten moderate Geschäfte. Nur
12 % zeigten sich mit ihrer Lage unzufrieden. Der Saldo au s positiven und negativen Lag e-
beurteilungen bleibt damit konstant. Deutlich eingetrübt hatten sich jedoch die Erwartu n-
gen an die kommenden Monate. Nur jedes sechste Unternehmen rechnete noch mit einer
Verbesserung der Geschäfte. Die große Mehrheit der Unte rnehmen erwartete eine Sei t-
wärtsbewegung, und fast jedes fünfte befürchtete einen Abschwung. Der Saldo aus guten
und schlechten Einschätzungen sank damit deutlich. Der gesunkene Optimismus schlug
sich vor allem in den Investitionsplänen nieder. Die Mittel für Investitionen wurden wieder
reduziert und fokussierten sich auf den Ersatzbedarf. Noch unbeeindruckt zeigten sich die
Unternehmen bei den Beschäftigungsplänen. So hielt der Beschäftigungsaufbau an, wenn
auch nur moderat. Anders als die Unternehmen aus Mittel- und Nordhessen sahen die sü d-
hessischen Unternehmen das Auslandsgeschäft fast unverändert optimistisch. Der IHK -
Geschäftsklimaindex knickte im Herbst 2014 ein. Er lag danach bei 110,3 Punkten, jedoch
noch über der Wachstumsschwelle von 100. Dies bed eutete, dass die südhessische Wir t-
schaft weiter auf einem - allerdings flachen - Wachstumspfad war.
Zum Jahreswechsel war wieder ein Überhang der positiven Lagebeurteilungen zu verzeic h-
nen. Gegenüber der Herbstumfrage verbesserten sich die Erwartungen an die kommenden
Monate. Immerhin jedes fünfte Unternehmen rechnete wieder mit einer Verbesserung der
Geschäfte. Die große Mehrheit der Unternehmen erwartete eine konstante Entwicklung, nur
jedes sechste eine Verschlechterung (Saldo plus sechs Prozentpunkte). Der Saldo aus guten
und schlechten Einschätzungen stieg damit um sieben Zähler und dreht e in den positiven
Bereich.
Die Entwicklung im Jahresverlauf ist zusammengefasst anhand der Erwartungen der Unte r-
nehmen ablesbar. Nach Abschluss in 2013 mit 113,0 Punkten lag der IHK Geschäftsklimai n-
dex Südhessen im ersten Tertial bei 114,7 Punkten und stieg im zweiten Tertial auf 119,2.
Im dritten Tertial sackte er in Folge der oben angeführten Verunsicherungen auf
110,3 Punkte ab. Zum Jahresbeginn 2015 wurde die Lage von den Unternehmen dann wi e-
der erheblich entspannter gesehen und der Index erholte sich auf 115,4. Die Einschätzung
lag im gesamten Jahr deutlich über der Wachstumsschwelle von 100 Punkten.
Die positive wirtschaftliche Entwicklung spiegelt sich auch in der Zahl der Beschäftigten
wider. Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit Darmstadt ging die Arbeitslosenquo-
te im Laufe des Jahres von 5,4 % auf 4,8 % zurück.
BRANCHENSITUATION, WETTBEWERBS- UND MARKTVERHÄLTNISSE
Die Sparkassen stehen in einem i ntensiven Wettbewerb. Neben der verstärkt in den deu t-
schen Markt drängenden Konkurrenz aus dem europäischen und internationalen Ausland,
lassen sich bei den deutschen Marktteilnehmern nach wie vor zwei wesentliche Entwic k-
lungslinien aufzeigen: zum einen di e Bündelung in große, breit aufgestellte Finanzdiens t-
leistungseinheiten und zum anderen Gruppen wie die S -Finanzgruppe Hessen -Thüringen
als Teil der Deutschen Sparkassen-Finanzgruppe oder der Genossenschaftsverbund.
12 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Des Weiteren ist die Entwicklung hin zum Nischenanbieter bzw. dem Spezialistentum zu
nennen. Insbesondere die letztgenannte Entwicklung wird forciert durch eine Vielzahl an
„Non-Financials“ wie Handels- und Versandketten, Kfz-Herstellerbanken und Einproduktan-
bietern. Gleichzeitig haben die Direk tbanken ihr Geschäftsmodell erweitert und sprechen
den internetaffinen, preis - und konditionenbewussten Kunden gezielt mit einer standard i-
sierten Produkt- und Dienstleistungspalette und aggressiver Werbung an.
Zur größten Herausforderung entwickelt sich d ie extreme Niedrigzinspolitik der EZB, die
nunmehr für längere Zeit erwartet wird.
Die Marktanteile im Zielkundensegment der Sparkassen, d. h. im Privat - und mittelständ i-
schen Unternehmerkundengeschäft, sind weiter stark umkämpft, was sich in einem erhö h-
ten Margendruck und Konditionsangeboten, die einer betriebswirtschaftlichen Kalkulation
nicht immer standhalten, widerspiegelt.
Darüber hinaus gehören zwei Langfristtrends zu den Rahmenbedingungen für die Sparka s-
sen, die bereits vor dem Beginn der Finanz - und Staatsschuldenkrise eingesetzt haben und
die sich noch weit in die Zukunft hinein fortsetzen werden: Dies sind der demografische
Wandel und der nicht umkehrbare Trend hin zum Online-Banking und -Vertrieb.
Der demografische Wandel bringt eine Veränderu ng der Produktnutzungsstrukturen. Au f-
grund der positiven Entwicklung der Wohnbevölkerung im Geschäftsgebiet der Sparkasse
erwarten wir für unser Haus allerdings nur Auswirkungen in Verbindung mit der Alterung
der Bevölkerung. Aufgrund unseres flächendecken den Geschäftsstellennetzes sehen wir
uns hier für die Zukunft gut aufgestellt.
Vom Trend hin zum Online-Banking und zu Online-Abschlüssen haben in der Vergangenheit
vor allem Direktbanken und branchenfremde Anbieter profitiert. Um Marktanteile zu halten
bzw. zurückzugewinnen, sind verstärkte Anstrengungen im Online -Vertrieb erforderlich.
Dabei gilt es, die Stärken des Filialvertriebs sowie das breite und qualitativ hochwertige B e-
ratungsangebot durch einen leistungsfähigen Online-Vertrieb wirkungsvoll zu ergänzen.
Unser Geschäftsgebiet liegt in einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Geogr a-
fisch eingebettet zwischen den Wirtschaftszentren Rhein -Main und Rhein -Neckar rangiert
Südhessen in Standortuntersuchungen regelmäßig unter den führenden Regio nen. Dies
resultiert nicht nur aus der guten infrastrukturellen Anbindung des Geschäftsgebietes.
Darmstadt als Universitäts - und Hochschulstandort und der Landkreis Darmstadt -Dieburg
bieten innovativen Unternehmen eine breite Basis an gut ausgebildeten Absolventen unter-
schiedlichster Fachrichtungen. Ein ausgewogener Branchenmix sowie eine Vielzahl von B e-
hörden und Forschungseinrichtungen runden die Unternehmensstruktur des Geschäftsg e-
bietes ab. Die Arbeitslosenquote liegt in unserer Region traditionell unt er dem Bunde s-
schnitt.
Vor diesem Hintergrund weist Darmstadt eine hohe Attraktivität und damit verbunden auch
eine hohe Wettbewerbsdichte im Bereich der Finanzdienstleister auf. Aus der Fusion der
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 13
Volksbank Südhessen-Darmstadt eG im Jahr 2012 sowie der Ve reinigten Volksbank Grie s-
heim-Weiterstadt eG mit der Frankfurter Volksbank eG ist eine weitere Verstärkung der
Wettbewerbssituation vor Ort eingetreten. Mit der Oberbank AG kam im vergangenen Jahr
ein neuer Wettbewerber hinzu; ein weiteres Indiz für die hohe Attraktivität des Standorts
Darmstadt und die daraus ableitbaren Potenziale. Gesamtwirtschaftliche Tendenzen und
regionale Besonderheiten wirken auf die Geschäftsentwicklung unseres Hauses und sind im
Rahmen von strategischen und operativen Planungen zu berücksichtigen. Diese beschre i-
ben wir ausführlich im Rahmen der Gesamthausplanung.
RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER SPARKASSE
Die Sparkasse Darmstadt ist eine mündelsichere, dem gemeinen Nutzen dienende rechtsf ä-
hige Anstalt des öffentlichen Rechts. Trä ger sind die Stadt Darmstadt und der Landkreis
Darmstadt-Dieburg. Sie unterstützen unser Haus bei der Erfüllung seiner Aufgaben mit der
Maßgabe, dass ein Anspruch der Sparkasse gegen die Träger oder eine sonstige Verpflic h-
tung der Träger, der Sparkasse Mittel zur Verfügung zu stellen, nicht besteht. Die Sparkasse
haftet für ihre Verbindlichkeiten mit ihrem gesamten Vermögen. Darüber hinaus ist unsere
Sparkasse dem Stützungsfonds des Sparkassen - und Giroverbandes Hessen -Thüringen
(SGVHT) und dem bundesweiten Sicherungssystem der Deutschen Sparkassenorganisation
angeschlossen.
Mitte November 2014 hat die Bundesregierung den Entwurf des Einlagensicherungsgese t-
zes verabschiedet, mit dem eine EU -Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt werden soll.
Mit dem In-Kraft-Treten des Gesetzes ist spätestens für den 3.7.2015 zu rechnen. Institut s-
sichernde Systeme, wie der bestehende Haftungsverbund der deutschen Sparkassen -
Finanzgruppe, können auch in Zukunft - nach rechtlicher und finanzieller Anpassung an die
neuen gese tzlichen Vorgaben und aufsichtsrechtlicher Anerkennung - als Einlagensich e-
rungssysteme fortbestehen. Aktuell werden in der Sparkassenorganisation Gespräche zur
Anpassung des Haftungsverbunds an die neuen Rahmenbedingungen geführt. Kernelement
der EU-Einlagensicherung ist das Ansparen eines Zielvolumens (Ansparphase: zehn Jahre)
von 0,8 % der gedeckten Einlagen (Kundeneinlagen bis 100 TEUR pro Kunde) in jedem g e-
setzlich anerkannten Einlagensicherungssystem.
Öffentlicher Auftrag, kommunale Trägerschaft und öf fentliche Rechtsform der Sparkassen
gehören untrennbar zusammen. Die Erfüllung des öffentlichen Auftrags besteht für uns d a-
rin, Bevölkerung, Wirtschaft und Kommunen flächendeckend mit qualitativ anspruchsvollen
und bezahlbaren Finanzdienstleistungen zu ver sorgen. Unsere Orientierung an den Be -
dürfnissen des Kunden gilt für die Privatkunden ebenso wie für Unternehmen. Mit 45 Ge-
schäftsstellen sind wir in unserem Geschäftsgebiet flächendeckend vor Ort. Darüber hinaus
zählen wir zu den bedeutenden Arbeitgebern der Region und sind einer der größten Ausbil-
der im Berufsfeld Bankkaufleute in Südhessen.
Gemäß § 15 Abs. 2 HSpG haben wir dem Lagebericht einen statistischen Bericht über die Er -
füllung des öffentlichen Auftrags der Sparkasse im Geschäftsjahr 2014 beigefügt.
14 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
GESCHÄFTSVERLAUF
Bilanzwirksames Geschäft
Wachstum, insbesondere im Kundenkreditgeschäft, führte zu einem Anstieg der Bilan z-
summe um 34,4 Mio. EUR auf 4.122,2 Mio. EUR. Sowohl bei den Kundeneinlagen als auch
-krediten erreichte die Sparkasse histo rische Höchststände. Das Geschäftsvolumen (Bilan z-
summe und Eventualverbindlichkeiten) stieg um 1,0 % auf 4.210,9 Mio. EUR. Das Wachstum
im Kundengeschäft wurde auch im vergangenen Jahr dazu genutzt, Eigenanlagen bzw. Ve r-
bindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzubauen. Die Zuwächse bei den Sichteinlagen
und bei den Kontokorrentkrediten lagen über unseren Planwerten.
2014 2013 Veränderung
Mio. EUR
Geschäftsvolumen 4.210,9 4.169,4 41,5
Kreditgeschäft
Das Kreditvolumen (inklusive Treuhandkred ite und unwiderrufliche Kreditzusagen) konnte
im Geschäftsjahr um 117,1 Mio. EUR auf 2.922,4 Mio. EUR gesteigert werden.
Die darin enthaltenen Forderungen an Kunden erhöhten sich um 103,9 Mio. EUR (4,0 %) auf
2.674,8 Mio. EUR und lagen damit - außer bei d en Kontokorrentkrediten - unter unseren
Erwartungen. Das Wachstum betraf - außer bei Weiterleitungsdarlehen - alle Teilportfolien.
Das Volumen der Kredit - und Darlehensneuzusagen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr
um 34,8 Mio. EUR auf 476,2 Mio. EUR. Dies ist insbesondere auf höhere Zusagen im Bereich
der Wohnungsbaudarlehen zurückzuführen.
2014 2013 Veränderung
Mio. EUR
Forderungen an Kunden 2.674,8 2.570,9 103,9
Kontokorrentkredite 69,0 66,3 2,7
Realdarlehen 1.383,7 1.325,1 58,6
Kommunaldarlehen 275,2 224,0 51,2
Sonstige Darlehen 946,9 955,5 -8,6
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 15
2014 2013 Veränderung
Mio. EUR
Forderungen an Kunden
(nach Kundengruppen)
2.674,8
2.570,9
103,9
Geschäftskunden 1.436,8 1.377,5 59,3
Privatkunden 1.045,1 1.015,9 29,2
Öffentliche Haushalte 192,9 177,5 15,4
Eigenanlagen
Die Position Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere reduzierte
sich in Verbindung mit der Steigerung des Kundenkreditvolumens um 139,7 Mio. EUR auf
688,3 Mio. EUR.
Die Aufteilung der Bestände nach Restlaufzeiten stellte sich zum Jahresende wie folgt dar:
76,7 % (Vorjahr 74,4 %) hatten kurze bzw. mittlere Restlaufzeiten mit Fälligkeiten innerhalb
der nächsten vier Jahre, 23,3 % (Vorjahr 25,6 %) hatten Restlaufzeiten im langf ristigen Be-
reich. Die Zugänge während des Jahres betrafen, bis auf im Rahmen von Kreditbasket -
Transaktionen der S -Finanzgruppe erworbene Credit -Linked-Notes (Anlagevermögen), aus-
schließlich Wertpapiere der Liquiditätsreserve.
Der Bestand an Aktien und ande ren nicht festverzinslichen Wertpapieren betrug zum
31.12.2014 126,7 Mio. EUR (Vorjahr 77,0 Mio. EUR). Der Zuwachs resultiert aus der Auf -
stockung unseres Spezialfonds.
Die Bewertung des Wertpapierbestandes erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip.
Der Buchwert der Beteiligungen und der Anteile an verbundenen Unternehmen betrug zum
Jahresende 40,5 Mio. EUR (Vorjahr 40,6 Mio. EUR). Die beiden größten Positionen bilden die
Beteiligungen am SGVHT in Höhe von 26,2 Mio. EUR und an der HEAG Holding AG in Hö he
von 8,7 Mio. EUR.
Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich bedingt durch einen überproportionalen
Zuwachs bei den täglich fälligen Forderungen aus der laufenden Verrechnung gegenüber
der eigenen Girozentrale zum 31.12.2014 um 18,4 Mio. EUR auf 468,6 Mio. EUR.
Der Anteil der Eigenanlagen an der Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag 32,1 % (Vorjahr
34,1 %). Diese Reduzierung entsprach unserer Planung.
16 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Einlagen von Kunden
Die Kundeneinlagen einschließlich Eigenemissionen der Sparkasse erhöhten s ich um
8,8 Mio. EUR auf 3.451,8 Mio. EUR und entsprachen damit 83,7 % (Vorjahr 84,2 %) der B i-
lanzsumme. Der Schwerpunkt der Geldanlagen lag aufgrund der anhaltenden Niedrigzin s-
phase nach wie vor im kurz- und mittelfristigen Bereich.
Die täglich fälligen E inlagen inklusive der Guthaben auf den Geldmarktkonten (Zins & Cash)
erhöhten sich im Berichtsjahr um 85,9 Mio. EUR auf 1.864,7 Mio. EUR (+4,8 %). Die Termin-
einlagen betrugen zum Jahresende 223,4 Mio. EUR ( -45,6 Mio. EUR). Die Gesamtposition
Spareinlagen erhöhte sich um 32,3 Mio. EUR auf 942,8 Mio. EUR. Der Bestand an Sparka s-
senbriefen lag mit 358,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (408,5 Mio. EUR). Die verbrie f-
ten Verbindlichkeiten (IHS) verringerten sich um 17,9 % auf 61,4 Mio. EUR. Mit Ausnahme
der Sichteinlagen wurden in allen Positionen die Bestandsziele unterschritten.
2014 2013 Veränderung
Mio. EUR
Einlagen von Kunden 3.451,8 3.443,0 8,8
Spareinlagen 942,8 910,5 32,3
Sichteinlagen 1.864,7 1.778,8 85,9
Begebene Schuldverschreibungen 61,4 74,8 -13,4
Sonst. Kundenverbindlichkeiten
bis 5 Jahre
549,1
646,0
-96,9
Sonst. Kundenverbindlichkeiten
über 5 Jahre
33,8
32,9
0,9
Refinanzierung Kreditinstitute
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verzeichneten einen geringfügigen Rüc k-
gang um 4,9 Mio. EUR auf 217,4 Mio. EUR. Vor dem Hintergrund der Zinsentwicklung im
Laufe des Jahres wurde zur Stabilisierung der Ertragslage planmäßig ein weiterer Sparkas-
senbrief an Kreditinstitute vorzeitig zurückgekauft. Die Refinanzierung bei Kreditinstit uten
bestand somit zum Jahresende im Wesentlichen nur noch aus zweckgebundenen Weiterle i-
tungsmitteln und einer Tagesgeldaufnahme.
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 17
Rücklagen
Im Jahr 2014 wurde wie im Vorjahr ein Bilanzgewinn von 16,0 Mio. EUR ausgewiesen. Nach
dem Gewinnverwendungsvorschl ag des Vorstands sollen mit Feststellung des Jahresa b-
schlusses 11,0 Mio. EUR den Rücklagen zugeführt und 5,0 Mio. EUR an die Träger ausg e-
schüttet werden. Nach der vom Verwaltungsrat im Rahmen der Gewinnverwendung noch zu
beschließenden Rücklagenzuführung wird die Sicherheitsrücklage 341,7 Mio. EUR betragen,
das entspricht einer Erhöhung um 3,3 %.
Im Geschäftsjahr 2014 erfolgte eine Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken in H ö-
he von 16,7 Mio. EUR auf insgesamt 67,3 Mio. EUR.
Neben der Sicherheitsrücklage und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken verfügt die Spar -
kasse über umfangreiche ergänzende Eigenkapitalbestandteile in Form der Vorsorgerese r-
ven gemäß § 340f HGB.
Nicht bilanzwirksames Kundengeschäft
Kunden-Wertpapiergeschäft
Die Finanzmärkte waren 2014 von zunehmenden Unsicherheiten geprägt. Trotz umfangre i-
cher geldpolitischer Maßnahmen entwickelten die privaten Ausgaben zumeist keine Dyn a-
mik, was sich in einem relativ geringen Wachstum äußerte. Geopolitische Spannungen s o-
wie die Ebola-Krise hatten nur kurzfristigen Einfluss auf die Entwicklung der Märkte.
Das ungünstige Gemisch aus verhaltenem Wirtschaftswachstum und hoher Verschuldung
trat nach der Jahresmitte wieder verstärkt ins Bewusstsein der Marktteilnehmer. Eine Flucht
in die Qualität spiegelte sich auch in der Performance der Anlageinstrumente wider. Beacht-
lich fiel der Ertrag langlaufender deutscher Staatsanleihen aus, der US -Dollar feierte ein
Comeback, US -Aktien und Schweizer Wertpapiere entwickelten sich besonders gut. Ang e-
sichts wachsender Angebotsüberschüsse fielen die Notierungen für Rohöl unter die lan g-
jährigen Durchschnittswerte. Das Zinsniveau in Europa erreichte ein neues Allzeittief.
Die konsequente Umsetzung des Beratungsprozesses Anlageberatung führte zu einem i n-
tensiveren A nlagegeschäft und zu gestiegenen Wertpapieranlagen, insbesondere bei den
Fondslösungen. Trotz sehr geringer Zinsen auf Tagesgeldkonten halten unsere Kunden i m-
mer noch sehr große Bestände in Liquidität.
2014 2013 Veränderung
Mio. EUR
Kundendepotbestand (Kurswerte) 771,6 757,7 13,9
darunter DekaBankDepot 333,5 291,8 41,7
18 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Verbundgeschäft
SparkassenVersicherung
Das Versicherungsgeschäft verlief 2014 insgesamt sehr positiv. Mit einer Steigerung weit
über 100 % bei Stück und Volumen zeigte dabei de r Absatz von KFZ -Versicherungen eine
besonders erfolgreiche Entwicklung.
In der Geschäftssparte Komposit (Haftpflicht -, Unfall-, Sach- und Rechtschutzversicherung)
setzte sich der bereits seit einigen Jahren erkennbare positive Trend mit + 14 % auf die
Netto-Neu- und Mehrprämie auf sehr hohem Niveau weiter fort.
Zudem konnten auch im Bereich der privaten Altersvorsorge wieder mehr Kunden von deren
Wichtigkeit überzeugt werden. In diesem Bereich belief sich der Zuwachs auf 6,5 Mio. EUR
bzw. 25,2 % bezogen auf die Beitragssumme.
Landesbausparkasse (LBS)
Die verstärkte Nutzung der staatlichen Förderung über Wohn-Riester-Bausparverträge setz-
te sich auch 2014 fort. In diesen Tarifen wurde der Absatz auf ca. 18 Mio. EUR mehr als ve r-
doppelt. Vor diesem Hintergrun d entwickelte sich auch die Gesamtbausparsumme mit e i-
nem Plus von ca. 26 % gegenüber dem Vorjahr sehr erfreulich.
Nicht bilanzwirksames Eigengeschäft
Zur Absicherung von Marktpreisrisiken wurden im Jahr 2014 derivative Sicherungsin -
strumente in Form von Zinsswaps eingesetzt. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen im
Anhang Ziffer E.
PERSONAL- UND SOZIALBEREICH
Unsere Mitarbeiter tragen wesentlich zum Erfolg unserer Sparkasse bei. Ihr Engagement,
ihre Motivation und insbesondere die Qualität ihrer Leist ungen sind wesentliche Faktoren
zur Zukunftssicherung unseres Hauses. Sie verkörpern mit ihrer Persönlichkeit die Sparka s-
se und geben unserer Leistung ein Gesicht.
Die Ausrichtung der Personalpolitik erfolgt im Sinne der Kundenorientierung. Dies betrifft
die Personalplanung, -gewinnung und -entwicklung, die Leistungsbeurteilung von Mitarbei-
tern, den Einsatz von Vergütungsanreizsystemen sowie die Rolle der Führungskraft.
Zum Jahresende 2014 beschäftigten wir insgesamt 856 Mitarbeiter/innen einschließlich der
Auszubildenden. Davon arbeiteten 303 Personen in Teilzeit, die in unterschiedlichen Varian-
ten angeboten wird. 12 Mitarbeiter/innen (5,13 MAK) befanden sich in der Freistellungspha-
se der Altersteilzeit.
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 19
31.12.2014 31.12.2013 Veränderungen
Anzahl
Personen
MAK* Anzahl
Personen
MAK* Anzahl
Personen
MAK*
Vorstandsmitglieder 3 3,00 3 3,00 - -
Angestellte
Vollzeit- u. Teilzeitbeschäftigte
einschließlich ruhender
Beschäftigungsverhältnisse 775 639,29
793
650,93
-18
-11,64
gewerbliche Arbeitnehmer 14 6,70 15 7,34 -1 -0,64
Auszubildende und
Praktikanten
64
64,00
68
68,00
-4
-4,00
Summe Beschäftigte 856** 712,99 879** 729,27 -23 -16,28
* MAK = Mitarbeiterkapazitäten
** einschließlich Mitarbeiter/innen in der Freistellungsphase der ATZ (2014: 12, 2013: 15)
Unsere Mitarbeiter/innen zeichnet eine im Durchschnitt lange Betriebszugehörigkeit aus. Im
Jahre 2014 feierten 20 Mitarbeiter/innen ihr 25 -jähriges und 9 Mitarbeiter/innen ihr
40-jähriges Dienstjubiläum.
Die Vergütungsregelung unseres Hauses erfolgt auf Basis des Tarifvertrags für den öffentl i-
chen Dienst (TVöD). Neben den tariflich vereinbarten Komponenten der Sparkassensonde r-
zahlung (SSZ) gehören auch gesonderte Dienstvereinbarungen sowie individuelle Gehalt s-
modelle zur Vergütungsregelung unseres Hauses.
Ausbildung
Durch den Einsatz unterschiedlicher Auswahlmethoden (Einstellungstest, Assessment -
Center und Einstellungsgespräch) wird den gestiegenen Anforderungen bei der Auswahl
geeigneter Bewerber Rechnung getragen. Unser Ausbildungskonz ept bietet den jungen
Menschen die Möglichkeit, sich zu handlungskompetenten Mitarbeiter/innen zu entwickeln.
Die Verzahnung theoretischer Kenntnisse mit praktischen Ausbildungsinhalten stellt einen
hervorragenden und zielgerichteten Einstieg in das Berufs leben dar. Durch einen an der
Ausbildungsordnung ausgerichteten innerbetrieblichen Unterricht, eine enge Zusamme n-
arbeit mit der Berufsschule und durch die Einbindung unserer Verbundpartner (LBS und SV)
bei der Vermittlung produktorientierter Ausbildungsinh alte erfüllen wir die Anforderungen
an eine qualifizierte Ausbildung für den Beruf Bankkaufmann/ -frau. Darüber hinaus studi e-
ren vier Mitarbeiter/innen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (Studienort Mann-
heim).
Zum Ausbildungsinhalt zählen auch vers chiedene Gruppen- und Projektarbeiten. Mit Ko m-
munikations- und Präsentationstrainings werden die Auszubildenden auf die interessanten
und verantwortungsvollen Aufgaben vorbereitet. Bereits frühzeitig vor Ausbildungsende
werden durch Personalentwicklungsgespräche die Weichen für eine künftige Zusammena r-
beit gestellt. Zum 1.8.2014 haben wir 21 Auszubildende für den Beruf Bankkaufmann/ -frau
20 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
eingestellt. Mit 64 Auszubildenden zum 31.12.2014 sind wir einer der größten Ausbilder im
Berufsfeld Bankkaufleute in Süd hessen. 25 Auszubildende beendeten ihre Ausbildung im
vergangenen Jahr erfolgreich und wurden in ein Angestelltenverhältnis übernommen.
Weiterbildung
Zur Sicherung einer angemessenen Weiterbildung steht allen Mitarbeiter/innen ein umfang-
reiches Angebot f ür Qualifizierung und „Lebenslanges Lernen“ zur Verfügung. Der Fokus
liegt auf einer adressatengerechten Entsendung zu internen und externen Aus - und Fortbil-
dungsmaßnahmen. Dabei stehen unterschiedliche extern begleitete Bildungswege zur Ver -
fügung:
„Traditionelle“ Sparkassen -Weiterbildung über die Lehrgänge zum/r Sparkassenfach -
wirt/in und Sparkassen -/Bankbetriebswirt/in der Sparkassenakademie Hessen -Thürin-
gen sowie zum/r Diplom -Sparkassenbetriebswirt/in der Hochschule der Sparkassen -Fi-
nanzgruppe - University of Applied Sciences, Bonn
Fachspezifische Aus - und Weiterbildung über die zertifizierten Fachseminare der vor -
genannten Bildungseinrichtungen
Studienmöglichkeiten zur Erlangung der Abschlüsse Bachelor oder Master an der Hoch-
schule der Sparkassen-Finanzgruppe, Bonn
Studien- und Weiterbildungsangebote anderer Anbieter wie der FOM (Hochschule für
Oekonomie & Management, Frankfurt am Main)
Intern bieten wir u. a. ein Förderprogramm für überdurchschnittlich gute Auszubildende und
spezielle Weiterbildungsprogramme für Privatkunden- und Individualkundenbetreuer sowie
Führungskräfte an. Die Betreuung und Schulung der Geschäftsstellenleiter und Privatku n-
denbetreuer erfolgt durch spezielle Trainings- und Coachingmaßnahmen. In den Fachberei-
chen kommen anlass- und fachbezogene Weiterbildungsmaßnahmen zum Einsatz.
FÖRDERUNG GEMEINNÜTZIGER/KARIKATIVER EINRICHTUNGEN UND PROJEKTE
Im Rahmen unseres öffentlichen Auftrags übernehmen wir Verantwortung für die Menschen
vor Ort. Über Spenden und im Rahmen von Sponsoring initiieren und fördern wir diejenigen
Maßnahmen, die den Bürgern unserer Region wichtig sind und mit denen regionale Stärken
ausgebaut werden können. Über unsere Jubiläumsstiftung unterstützen wir die Förderung
kultureller und sozialer Zwecke in unserem Geschäftsgebiet und verstärke n so die positive
Wirkung für das wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld. Mit unserem Ludwig -Metzger-
Preis haben wir einen wichtigen Bürgerschaftspreis etabliert.
Ergänzend verweisen wir auf den dem Lagebericht gemäß § 15 Abs. 2 HSpG als Anlage bei -
gefügten statistischen Bericht über die Erfüllung des öffentlichen Auftrags der Sparkasse im
Geschäftsjahr 2014.
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 21
VERMÖGENSLAGE
Die Eigenkapitalquote unseres Hauses betrug zum Bilanzstichtag 23,2 % (bei einer Kernka-
pitalquote von 16,9 %) und überschritt da mit deutlich den vorgeschriebenen Mindestwert
von 8,0 %. Dabei wurden zur Ermittlung des Adressenausfallrisikos der Kreditrisikostan -
dardansatz und des operationellen Risikos der Basisindikatoransatz zu Grunde gelegt.
Bankaufsichtsrechtliche Kennzahlen 2014 2013
Mio. EUR
Bilanzielles Eigenkapital 330,7 319,7
Risikopositionen gemäß der Solvabilitäts-
verordnung (SolvV; 2013) bzw. CRR* (2014)
2.261,0
2.096,1
Eigenmittel
darunter: Kernkapital
524,2
381,2
501,0
354,2
in %
Eigenmittelquote (Gesamtkennziffer) 23,2 23,9
Kernkapitalquote 16,9 16,9
* Verordnung (EU) Nr. 575/2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung
der Verordnung (EU) Nr. 646/2012 - Capital Requirements Regulation
Die Vermögenslage der Sparkasse ist geordnet. Die Basis für eine zukünftige Geschäftsau s-
weitung ist gegeben.
FINANZLAGE
Die Zahlungsfähigkeit unseres Hauses war aufgrund einer ausgewogenen Liquiditätspl a-
nung im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Hinsichtlich der Steuerung der Liquiditätsri-
siken verweisen wir auf die Ausführungen im Risikobericht. Die Anforderungen der Liquid i-
tätsverordnung wurden stets eingehalten.
Die Bandbreite im Laufzeitband I (Verhältnis der kurzfristigen Zahlungsmittel zu den kur z-
fristigen Zahlungsverpflichtungen) lag im Geschäftsjahr zwischen 1,75 und 2,02. Die gefo r-
derte Mindestquote von 1,00 wurde damit deutlich überschritten.
Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden entsprechende Guthaben bei der
Deutschen Bundesbank unterhalten. Das An gebot zur Refinanzierung in Form von Offe n-
marktgeschäften der Deutschen Bundesbank wurde nicht in Anspruch genommen. Ove r-
night-Kredite (Spitzenrefinanzierungsfazili tät) wurden nicht genutzt. Für die Inanspruc h-
nahmen der von der Deutschen Bundesbank eingeräumten Refinanzierungsangebote haben
wir Wertpapiere im Rahmen des Pfandpoolverfahrens verpfändet. Darüber hinaus stellt die
Landesbank Hessen-Thüringen der Sparkasse eine Liquiditätskreditlinie zur Verfügung.
22 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
ERTRAGSLAGE
Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitungsrechnung von der handelsrechtlichen B e-
trachtung der Gewinn - und Verlustrechnung (GuV) zur betriebswirtschaftlichen Darstellung
im Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation dar.
Gewinn- und Verlust-
rechnung
Mio. EUR
Überleitung
Mio. EUR
Mio. EUR
Betriebswirtschaftliches
Ergebnis
Zinsspanne
(einschl. laufender Erträge)
87,1 2,8 89,9 Zinsüberschuss
Provisionsüberschuss 24,2 0,6 24,8 Provisionsüberschuss
Verwaltungsaufwendungen
und Abschreibungen -68,5 1,9 -66,6 Personal- und
Sachaufwand
Teilbetriebsergebnis 42,8 5,3 48,1 ---
Handelsergebnis 0,1 0,0 0,1 Handelsergebnis
Saldo sonstige Erträge und
Aufwendungen 0,9 1,2 2,1 Saldo sonstige Erträge
und Aufwendungen
Betriebsergebnis
vor Bewertung 43,8 6,5 50,3 Betriebsergebnis
vor Bewertung
Bewertungsergebnis -14,2 0,0 -14,2 Bewertungsergebnis
Betriebsergebnis
nach Bewertung 29,6 6,5 36,1 Betriebsergebnis
nach Bewertung
Außerordentliches
Ergebnis 0,0 -6,7 -6,7 Neutrales Ergebnis
Ergebnis vor Steuern 29,6 -0,2 29,4 Ergebnis vor Steuern
Steuern vom Ertrag
und Sonstige Steuern -13,6 0,2 -13,4 Steuern vom Ertrag
Jahresüberschuss 16,0 0,0 16,0 Jahresüberschuss
Grundlage für die Analyse der Ertragslage bilden die nach den Regeln des Betriebsvergle i-
ches der Sparkassenorganisation ermittelten K ennzahlen. Bei dem Betriebsvergleich ha n-
delt es sich um eine betriebswirtschaftliche Darstellung von Erfolgskennzahlen auf Basis
des Verhältnisses zur Durchschnittsbilanzsumme (DBS) des Geschäftsjahres. Periodenfre m-
de und außergewöhnliche Posten werden dab ei nach einheitlichen Regelungen dem auße r-
ordentlichen Ergebnis zugerechnet.
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 23
Betriebswirtschaftliches Ergebnis 2014 2013 Veränderung
Wesentliche Ergebnispositionen Mio. EUR in %
der DBS
Mio. EUR in %
der DBS
Mio. EUR
DBS 4.149,4 4.092,4 57,0
Zinsüberschuss 89,9 2,17 90,1 2,20 -0,2
Provisionsüberschuss 24,8 0,60 24,1 0,59 0,7
Personal- und Sachaufwand -66,6 -1,61 -64,0 -1,56 -2,6
Handelsergebnis 0,1 0,00 0,1 0,00 0,0
Saldo sonstige Erträge und
Aufwendungen
2,1 0,05 1,7 0,04 0,4
Betriebsergebnis vor Bewertung 50,3 1,21 52,0 1,27 -1,7
Bewertungsergebnis -14,2 -0,34 -16,0 -0,39 1,8
darunter: Zuführung zum Fonds für
allgemeine Bankrisiken
-16,7
-0,40
-16,0
-0,39
-0,7
Betriebsergebnis nach Bewertung 36,1 0,87 36,0 0,88 0,1
Neutrales Ergebnis -6,7 -0,16 -4,6 -0,11 -2,1
Ergebnis vor Steuern 29,4 0,71 31,4 0,77 -2,0
Steuern vom Ertrag -13,4 -0,32 -15,4 -0,38 2,0
Jahresüberschuss 16,0 0,39 16,0 0,39 0,0
2014 2013 Veränderung
in %-Punkten in %
Aufwand- und Ertragsrelation (CIR) 57,0 55,2 1,8
2014 2013 Veränderung
Mio. EUR
Sicherheitsrücklage vor Zuführung 330,7 319,7 11,0
Ergebnis der normalen
Geschäftstätigkeit
36,1
36,0
0,1
in % in %-Punkten
Eigenkapitalrentabilität 10,9 11,3 -0,4
24 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Zinsergebnis
Der Zinsertrag lag mit 118,9 Mio. EUR um 6,3 % unter dem Vorjahreswert (126,9 Mio. EUR).
Dem standen 24,5 Mio. EUR Zinsaufwand (Vorjahr: 31,2 Mio. EUR) gegenüber. Daraus ergibt
sich - unter Berücksichtigung des Zinsergebnisses aus Derivaten in Höhe von -4,5 Mio. EUR
(Vorjahr: -5,6 Mio. EUR) - ein Zinsüberschuss in Höhe von 89,9 Mio. EUR; das entspricht
2,17 % der DBS. Der Zinsüberschuss war nach wie vor die bedeutendste Ertragsquelle, auch
wenn die lang anhaltende Niedrigzinsphase sich hier reduzierend ausw irkte. So konnten
höher verzinste fällige Eigenanlagen unter Beachtung des Risikoaspekts nur zu niedrigeren
Zinssätzen wieder angelegt werden, während auf der Passivseite die Möglichkeiten der
Zinsanpassung äußerst gering waren bzw. sind. Da sich der Zinse rtrag im Vergleich zum
Zinsaufwand stärker reduzierte, weist der saldierte Zinsüberschuss einen gegenüber dem
Vorjahr niedrigeren Wert aus. Der Zinsertrag und der Zinsaufwand lagen unter dem Pla n-
wert. Die Planabweichungen resultieren insbesondere aus einem stärkeren Rückgang der
Zinsen im Laufe des Jahres 2014 als in der Planung angenommen.
Zur Stabilisierung des Zinsergebnisses in den Folgejahren wurden im Jahr 2014 vor dem
Hintergrund der Zinsentwicklung insgesamt 50 Mio. EUR Sparkassenbriefe an Kreditinstitu-
te vorzeitig zurückgekauft. Die dafür zu zahlenden Vorfälligkeitsentgelte betrugen
1,9 Mio. EUR. Darüber hinaus wurden Zinssicherungsgeschäfte zur Reduzierung künftiger
Zinsaufwendungen vorzeitig geschlossen. Die dafür erforderlichen Einmalzahlungen b etru-
gen 5,5 Mio. EUR. Die bezahlten Entgelte sind im Neutralen Ergebnis enthalten.
Provisionsergebnis
Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 0,7 Mio. EUR auf 24,8 Mio. EUR (0,60 % der DBS)
und übertraf damit unseren Planwert. Besondere Bedeutung für das Provisionsergebnis
haben unverändert der Zahlungsverkehr, das Wertpapiergeschäft und die Vermittlung von
Verbundprodukten. Beim Provisionsertrag aus Wertpapieren und Immobilien sowie aus der
Vermittlung von Bauspar- und Versicherungsverträgen konnte ein leichtes Plus in Höhe von
0,2 Mio. EUR verzeichnet werden, allerdings wurden damit die angestrebten Absatzzahlen
und damit die Planzahlen nicht erreicht.
Sonstige ordentliche Erträge
Die sonstigen ordentlichen Erträge lagen mit 3,7 Mio. EUR (0,09 % der DBS ) um
0,1 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres. Die größte Einzelposition stellten nach wie vor
die Mieterträge mit 2,9 Mio. EUR dar.
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 25
Verwaltungsaufwendungen
Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich 2014 um 4,1 % auf 66,6 Mio. EUR (1,61 % der
DBS).
Der Personalaufwand stieg um 2,2 Mio. EUR auf 44,2 Mio. EUR an. Gründe dafür waren im
Wesentlichen die Tarifanpassung zum 1.3.2014 sowie höhere Pensionsrückstellungen i n-
folge niedrigerer Abzinsungssätze.
Der Sachaufwand erhöhte sich um 0,5 Mio. EUR auf 22,4 Mio. EUR. Er lag jedoch unter unse-
rem Planansatz, da unter anderem die Ausgaben für verschiedene Baumaßnahmen zeitlich
verschoben wurden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um
0,3 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR.
Betriebsergebnis vor Bewertung
Insbesondere die erhöhten Verwaltungsaufwendungen führten zu einem niedrigeren B e-
triebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 50,3 Mio. EUR (Vorjahr: 52,0 Mio. EUR). Aufgrund
des gegenüber der Planung niedrigeren Zinsüberschusses lag diese Entwicklung geringf ü-
gig unter unseren Erwartungen für 2014.
Bewertungsergebnis
Im Kreditgeschäft haben wir 2014 erneut ein positives Ergebnis erzielt, was u. a. darauf z u-
rückzuführen ist, dass der Wertberichtigungsbedarf im Kreditgeschäft deut lich unter dem
Planwert lag. Die Wertpapierbewertung erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.
Aufgrund der Kursentwicklungen ergab sich 2014 ebenfalls ein positives Wertpapiererge b-
nis.
Betriebsergebnis nach Bewertung
Unter Berücksichtigung der er forderlichen Bewertungsmaßnahmen und einer Dotierung
des Fonds für allgemeine Bankrisiken ergibt sich ein Betriebsergebnis nach Bewertung in
Höhe von 36,1 Mio. EUR (0,87 % der DBS). Damit lagen wir beim operativen Ergebnis in a b-
soluten Zahlen sowohl über d em Vorjahres -Ergebnis als auch über unserer Planung für
2014.
26 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Neutrales Ergebnis
Dem Neutralen Ergebnis werden periodenfremde und außergewöhnliche Posten (z. B.
Schadensfälle) zugeordnet; es betrug 2014 -6,7 Mio. EUR (-0,16 % der DBS). Die Neutralen
Aufwendungen aus Einmalzahlungen für Maßnahmen zur Stabilisierung des Zinsergeb -
nisses (Rücknahme von Sparkassenbriefe an Kreditinstitute sowie vorzeitige Schließung
von Zinssicherungsgeschäften) betrugen 2014 7,4 Mio. EUR. Darüber hinaus entfielen von
den neutralen Aufwendungen 1,6 Mio. EUR auf den Personalaufwand, 0,3 Mio. EUR auf den
Sachaufwand sowie 0,7 Mio. EUR auf Spenden.
Die Neutralen Erträge waren maßgeblich von vereinnahmten Vorfälligkeitsentschädigungen
in Höhe von 2,5 Mio. EUR geprägt. Das Neutrale Ergebnis lag im Wesentlichen aufgrund der
o. a. Einmalzahlungen zur Stabilisierung des Zinsergebnisses deutlich unter dem Planwert
für 2014.
Steuern und Jahresüberschuss
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen im Geschäftsjahr 13,4 Mio. EUR (0,32 %
der DBS). Nach Einbeziehung aller Ergebniskomponenten konnte ein unveränderter Jahre s-
überschuss von 16,0 Mio. EUR (0,39 % der DBS) ausgewiesen werden.
Aufwands- und Ertragsrelation
Aus den Erfolgskomponenten des Betriebsergebnisses vor Bewertung ergab sich eine Au f-
wands-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio; CIR) von 57,0 % (Vorjahr 55,2 %).
Entsprechend unserer Planung hat die CIR damit die im Rahmen des Verbundkonzepts des
SGVHT formulierte strategische Zielsetzung von 60,0 % im Jahr 2014 wie in den Vo rjahren
deutlich unterschritten.
Eigenkapitalrentabilität
Die Eigenkapitalrentabilität (Betriebsergebnis nach Bewertung zur Sicherheitsrücklage o h-
ne Bilanzgewinn) beträgt im Berichtsjahr 10,9 % (Vorjahr 11,3 %).
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 27
GESAMTBEURTEILUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS
Die Geschäftsentwicklung und die Lage unserer Sparkasse sind insgesamt für das G e-
schäftsjahr 2014 als günstig zu bezeichnen. Im Kundengeschäft konnte ein substanzielles
Wachstum erzielt werden. Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt zwar unter dem Vorjah-
resergebnis, dies ist aber angesichts der ungünstigen Auswirkungen des anhaltend niedr i-
gen Zinsniveaus ein gutes Ergebnis.
NACHTRAGSBERICHT
Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs haben sich keine Vorgänge von besonderer Bede u-
tung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.
RISIKOBERICHT
Risikomanagement und Risikocontrolling
Unsere Risikostrategie sowie die ergänzenden Teilrisikostrategien bilden die Grundlage für
unser Risikomanagement.
Unter dem Begriff „Risiko“ verstehen wir eine Verlust - oder S chadensgefahr, die dadurch
entsteht, dass eine erwartete zukünftige Entwicklung ungünstiger verläuft als geplant oder
sogar existenzbedrohend wird.
Risikomanagement bedeutet für uns, dass alle Risiken regelmäßig erkannt, gesteuert und
überwacht sowie inte rne Kontrollverfahren implementiert werden. Das Risikomanagement
umfasst dabei sowohl alle Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse, die in uns e-
rem Haus erstellt werden, als auch Dienstleistungen, welche wir von Dritten beziehen, s o-
fern letztere von den Regelungen des § 25a Abs. 2 KWG erfasst werden. Ergänzend sind alle
Bediensteten, Anlagen, Sach - und Organisationsmittel sowie Rechtsbeziehungen unse rer
Sparkasse einbezogen.
Wir nehmen in unserer geschäftspolitischen Ausrichtung grundsätzlich eine risikoneutrale
Position ein. Das bedeutet, dass Risiken bei günstigen Risiko-/Chancenprofilen bewusst ein-
gegangen werden, bei ungünstigerem Profil erfolgt in der Regel eine Kompensation oder
eine Verminderung der Risiken.
Die Risikomanagementorganisation beschreibt den aufbau - und den ablauforganisator i-
schen Rahmen der Sparkasse, d. h. die entsprechenden Strukturen für ein wirkungsvolles
Risikomanagement. So ist die Funktionstrennung zwischen Risikoüberwachung und Ris i-
kosteuerung bis hin zur Vorstandseben e und auch für den Vertretungsfall gewährleistet.
Wesentliche Steuerungsentscheidungen werden vom Vorstand getroffen.
28 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Das Gesamtsystem des Risikomanagements ist in geeigneter Weise in koordinierte Teilsy s-
teme aufgeteilt, so dass eine vollständige Erfassun g und Überwachung aller relevanten R i-
siken, die unser Haus betreffen, gewährleistet ist.
Das Risikocontrolling ist als Bestandteil des Risikomanagementprozesses die zwingende
Voraussetzung für eine sachgerechte Analyse und Beurteilung von Risiken. Im Rahm en des
Risikomanagementprozesses verfolgt das Controlling das Ziel, die Risiken zu überwachen
sowie die Planung zielorientiert an veränderte Bedingungen anzupassen. Dem Controlling
obliegt demzufolge die Entwicklung von Planungs -, Kontroll - und Information ssystemen
sowie deren Implementierung. In diesem Zusammenhang gehört die Gestaltung eines i n-
formativen und zeitgerechten Berichtssystems ebenfalls zum Aufgabengebiet des Contro l-
lings. Darüber hinaus muss eine stetige Kontrolle der Maßnahmen zur Risikosteue rung ge-
währleistet sein. Die Risikocontrolling-Funktion haben wir implementiert.
Wir sind bestrebt, die ermittelten Risiken im Rahmen der Risikosteuerung aktiv zu beei n-
flussen. Die Steuerungsmaßnahmen zielen darauf ab, die Eintrittswahrscheinlichkeit zu ve r-
ringern oder die Risikoauswirkungen zu begrenzen. Nachdem die Risiken erkannt, bewertet
und gemessen wurden, obliegt der Risikosteuerung die Analyse sowie eine zeitnahe und
situationsabhängige Auswahl und Anwendung der Instrumente zur Risiko bewältigung.
Hierzu gehört auch eine Simulation der einzelnen Risikoabwehrmaßnahmen hinsichtlich
ihrer Wirkung.
Die Interne Revision prüft regelmäßig die Angemessenheit und Wirksamkeit der gesamten
Risikosteuerung. Grundlage der Prüfungshandlungen der Internen Revision sind die M a-
Risk. Ausgangspunkt der Prüfung des Risikomanagementsystems ist die Risikostrategie.
Das Risikomanagement wird vom Vorstand als Teil der Corporate Governance gesehen. Das
Risikomanagementsystem wird - hinsichtlich der Errichtung und laufenden Anwendung - im
Risikohandbuch dokumentiert.
Die Risiken werden auf ein Maß beschränkt, welches die Vermögens - und Ertragssituation
unseres Hauses nicht gefährdet. Bei der Quantifizierung und Steuerung der Risiken werden
- soweit möglich und im Hinblick au f die Risikobedeutung sinnvoll - sowohl der Erwa r-
tungswert als auch der Risikofall betrachtet. Wir verfolgen einen Going Concern-Ansatz.
Zum Zweck der Risikobegrenzung und -steuerung erfolgt eine periodische Risikotragfähi g-
keitsbetrachtung. Aufbauend auf dem unter Berücksichtigung der Ertrags- und Vermögens-
lage vorhandenen Risikodeckungspotenzial und unter Berücksichtigung unserer Risikob e-
reitschaft haben wir ein Gesamtlimitsystem installiert, das den Risikofall abbildet. Das vo r-
handene Risikodeckungspotenzial sowie das Limitsystem werden monatlich überprüft. W e-
sentliche Bestandteile des Risikodeckungspotenzials sind das bereinigte Betriebsergebnis
vor Bewertung des laufenden Jahres, Reserven nach § 26a KWG a. F. sowie 20 % der Vo r-
sorgereserven nach § 340f HGB. Weitere Eigenkapitalbestandteile setzen wir nicht ein. Da-
bei werden die zur Verfügung stehenden Risikodeckungspotenziale in Höhe von insg e-
samt 71,0 Mio. EUR nicht vollständig auf einzelne Limite verteilt; über einen so genannten
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 29
„Puffer“ (12,0 Mio. EUR) können wir auch zwischen den einzelnen Betrachtungszeitpun k-
ten mögliche Limitüberschreitungen abschirmen (Berechnung per 15.1.2015). In unserem
Limitsystem begrenzen wir Adressenrisiken, Marktpreisrisiken (jeweils rund 48 % des G e-
samtbanklimits) sowie Op erationelle Risiken (rund 4 % des Gesamtbanklimits). Die B e-
trachtung erfolgt jeweils für das laufende Geschäftsjahr, ab 30.6. des laufenden Jahres
ergänzend auch für das Folgejahr.
Zusätzlich führen wir quartalsweise Stresstests durch, die außergewöhnliche, aber plausibel
mögliche risikoartenübergreifende Szenarien betrachten (sogenannte „aE -Stresstests“).
Hierbei stehen jeweils die Auswirkungen auf unsere Sparkasse im Vordergrund der Betrach-
tung. Wir haben in diesem Zusammenhang zwei Szenarien definiert: E inen deutlichen g e-
samtwirtschaftlichen Einbruch (Rezession) sowie den Ausfall eines großen lokalen Arbei t-
gebers. Im „Rezessions -Szenario“ unterstellen wir beispielsweise einen Anstieg der Kap i-
talmarktzinsen bei gleichzeitiger Verflachung der Zinsstrukturku rve. Negativ wirken auch
Veränderungen in der Bilanzstrukturentwicklung. Im Kunden - und im Eigengeschäft sim u-
lieren wir den Rückgang von Bonitäten bei Einzeladressen und Branchen, gleichzeitig verlie-
ren gestellte Sicherheiten an Wert. In keiner dieser hypothetischen, aber nicht unmöglichen
Konstellationen, wäre die Stabilität oder gar die Existenz unserer Sparkasse gefährdet.
Ergänzend erstellen wir, ebenfalls quartalsweise, einen Stresstest mit dem Fokus auf die
Liquiditätsrisiken. Ziel dieser Stresstesta nalyse ist es, die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse
unter der Annahme deutlich verschärfter Parameter, z. B. eines erhöhten Abflusses von
Kundeneinlagen oder sogenannter „Haircuts“ bei Eigenanlagen, zu simulieren und daraus
mögliche Handlungsmaßnahmen abzul eiten; auch deren Wirkung auf die Risikotragfähi g-
keit untersuchen wir. Die Szenario-Ergebnisse weisen auf keinen Liquiditätsengpass hin.
Mindestens einmal jährlich simulieren wir „Inverse Stresstests“. Bei inversen Stresstests
wird untersucht, welche Ereig nisse die Sparkasse in ihrer Überlebensfähigkeit gefährden
könnten. Die Überlebensfähigkeit ist dann als gefährdet anzunehmen, wenn sich das u r-
sprüngliche Geschäftsmodell als nicht mehr durchführbar bzw. tragbar erweist. Dabei b e-
trachten wir die Perspektiven „Risikotragfähigkeit“ und „Zahlungsfähigkeit“. Die Ergebnisse
der inversen Stresstests zeigen, dass nur durch unplausible Ereignisse die Sparkasse g e-
fährdet werden kann.
Zudem haben wir Regelungen für anlassbezogene Stresstests getroffen.
Grundlage der Risikoerfassung ist die Klassifikation verschiedener Risikokategorien und
-arten nach ihrer „Wesentlichkeit“. Mögliche, auch übergreifende, Risikokonzentrationen
lassen wir in der Betrachtung nicht außen vor. Nur durch eine auf unser Haus abgestimmte,
klare, zweckmäßige Definition und Abgrenzung der verschiedenen Risiken ist eine Fixierung
der Aufgaben und der Verantwortung im Risikomanagementprozess möglich. Von besonde-
rer Bedeutung sind dabei insbesondere Marktpreis- und Adressenrisiken.
Wir setzen derze it Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken und in geringem
Umfang auch Kreditderivate zur Absicherung von Bonitätsrisiken ein.
30 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Adressenausfallrisiken
Das Adressenausfallrisiko beinhaltet im Allgemeinen die Gefahr, dass aufgrund von Bon i-
tätsveränderungen und/oder des Ausfalls einer Person oder einer Unternehmung, zu der
eine wirtschaftliche Beziehung besteht, Verluste entstehen.
Im Rahmen des Risikocontrollings von Adressenausfallrisiken erfolgt sowohl eine Betrac h-
tung auf Einzelgeschäfts- als auch auf Portfolioebene.
Zur Risikoklassifizierung unseres Kreditportfolios auf Ebene des Einzelkreditnehmers nu t-
zen wir die zentral von der Sparkassen Rating- und Risikosysteme GmbH, einer 100 %igen
Tochter des DSGV (SR) , entwickelten Verfahren. Gewerblich e Kreditnehmer werden anhand
von Rating-, Privatkunden durch Scoringverfahren klassifiziert.
Vom Gesamtbestand der Kreditausleihungen (Zusage oder höhere Inanspruchnahme) an
Unternehmen und Privatkunden waren zum Jahresende 2014 weiterhin nahezu 100 % einer
Risikoklassifizierung unterzogen. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Verteilung der Volumina
innerhalb der Risikoklassen sowohl bei den gewerblichen Kreditnehmern als auch bei den
Privatkunden seit Jahren im Bereich der guten bis befriedigenden Bonitäten liegt.
Das klassifizierte Kreditvolumen inklusive Kreditzusagen per 31.12.2014 in Höhe von rd.
3,27 Mrd. EUR verteilt sich auf die Rating-/Scoringnoten wie folgt:
Rating-
/Scoringnote
31.12.2014
Anzahl der Kredit-
nehmer
Volumen
in TEUR
in %
Blankoanteile
1 – 9 67.452 2.952.881 90,3 928.932
10 – 15 6.072 277.830 8,5 85.100
16 – 18 873 41.001 1,2 13.930
Gesamt 74.397 3.271.712 100,0 1.027.962
Das mit den Noten 1-9 (Risikoklasse I = ohne erkennbare Risiken) klassifizierte Kreditvol u-
men hat sich im V ergleich zum Vorjahr mit 90,3 % nicht verändert. Bei den Noten 10-15
(Risikoklasse II = mit erhöhten Risiken) ergab sich eine geringfügige Zunahme um
0,3 %-Punkte auf 8,5 %. Korrespondierend hierzu hat sich das Volumen, welches auf die
Noten 16-18 (Risikoklasse III = mit Ausfallrisiken) entfällt, um 0,3 %-Punkte auf 1,2 % redu-
ziert. Die berechnete durchschnittliche Ausfallwahrscheinlichkeit liegt bei 1,06 %.
Insgesamt entspricht die Bonitätsstruktur der klassifizierten Engagements derzeit weitg e-
hend der unter Ertrags- und Risikogesichtspunkten angestrebten Verteilung. Unsere kredit-
geschäftlichen Aktivitäten werden wir weiterhin im Wesentlichen auf Kunden guter und
mittlerer Bonität (Klassen 1-9) konzentrieren.
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 31
Zur Minimierung von Ausfallrisiken auf Ebene des gewerblichen Einzelkreditnehmers hat
sich unser Haus erneut an der überregionalen Kredithandelstransaktion der Sparkassen -
Finanzgruppe beteiligt. Durch den Einsatz von Kreditderivaten (Credit -Linked-Notes) wur -
den Einzeladressrisiken synthetisch auf ei ne Zweckgesellschaft übertragen. Gleichzeitig
wurde in Höhe der übertragenen Risiken ein diversifiziertes Portfolio übernommen.
Auch im Geschäftsjahr 2015 beabsichtigen wir, uns an weiteren Kredithandelstransaktionen
zu beteiligen. Hierbei steht, wie bei d en seitherigen Transaktionen, die Absicherung von
Einzeladressrisiken, die teilweise unsere internen Grenzen gemäß der verabschiedeten
Adressenrisikostrategie überschreiten, im Vordergrund. Insgesamt haben wir bei 18 Kredit-
nehmern Blankokreditrisiken von 52 Mio. EUR abgesichert.
Zur Abbildung und Steuerung der Adressenausfallrisiken auf Portfolioebene nutzen wir das
zentral vom DSGV entwickelte Programm Credit-Portfolio-View (CPV). Hiermit sind wir in der
Lage, Portfoliorisiken von Kreditnehmern bzw. aus Eigenanlagen sowohl über einen Value -
at-Risk-Ansatz als auch über einen periodischen Ansatz abzubilden. Zusätzlich erfolgt im
Rahmen der vierteljährlichen Kreditrisikoberichtserstattung die Darstellung des Kreditpor t-
folios z. B. nach Branchen, Größenklasse n, Rating und Scoring sowie Sicherheiten und B e-
treuungsansätzen (Intensivbetreuung, Sanierung/Abwicklung). Sofern sich aus der Analyse
Handlungsempfehlungen hinsichtlich der Steuerung der Adressenrisiken ergeben, werden
diese im Rahmen der Berichterstattun g gegenüber den Organen dokumentiert und deren
Umsetzung überwacht.
Der mittels der Anwendung CPV periodisch ermittelte erwartete Verlust unseres Kunden -
kreditportfolios betrug zum Bilanzstichtag 7,0 Mio. EUR. Der unerwartete Verlust betrug bei
einem Konf idenzniveau von 99 % 12,6 Mio. EUR. Die Risikobetrachtung erfolgt monatlich,
die Risikowerte fließen in die Risikotragfähigkeitsbetrachtung ein.
Aus dem Risikodeckungspotenzial standen für Adressenausfallrisiken 28,0 Mio. EUR zur
Verfügung. Diese reichten im Berichtszeitraum jederzeit zur deutlichen Abdeckung der vor -
handenen Risiken aus. Zum Bilanzstichtag betrug die Limitauslastung bezogen auf das Jahr
2015 rund 53 %.
Wir verfügen über Steuerungsinstrumente, um frühzeitig Adressenausfallrisiken bei Kredi t-
engagements zu erkennen, zu bewerten, zu steuern und im Jahresabschluss durch Risik o-
vorsorge (Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen) abzuschirmen. Im Sinne einer veru r-
sachergerechten Konditionsgestaltung setzen wir in Teilbereichen ein Verfahren zur r isiko-
adjustierten Bepreisung ein. Die Nachkalkulation schafft Transparenz über die Risikokosten
aller Geschäftsabschlüsse.
Die Kreditengagements werden regelmäßig dahingehend überprüft, ob Risikovorsorgeb e-
darf besteht. Sollten uns Informationen vorliegen, die auf eine Verschlechterung der wir t-
schaftlichen Verhältnisse hinweisen, erfolgt eine außerordentliche Überprüfung. Die Höhe
der im Einzelfall zu bildenden Risikovorsorge orientiert sich zum einen an der Wahrschei n-
lichkeit, mit der der Kreditnehmer seine n vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nac h-
kommen kann. Basis hierfür sind die Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse und das
32 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Zahlungsverhalten des Kunden. Zum anderen erfolgt eine Bewertung der Sicherheiten mit
ihrem wahrscheinlichen Realisatio nswert, um einschätzen zu können, welche Zahlungen
nach Eintritt von Leistungsstörungen noch erwartet werden.
Im Rahmen der jährlichen Überprüfung der Adressenrisikostrategie erfolgt eine Quantifizie-
rung der erwarteten maximalen Belastung durch Risiken aus dem Kreditgeschäft. Die Ei n-
haltung dieses Limits wird monatlich überwacht und im Rahmen der vierteljährlichen Kr e-
ditrisikoberichte dargestellt und kommentiert. Wird eine bestimmte Auslastung des festg e-
setzten Limits erreicht oder erfolgt eine auf Einzelkr editnehmerebene festgelegte Betrags-
überschreitung, ist eine Ad-hoc-Mitteilung an den Vorstand vorzunehmen.
Bei Direktanlagen in adressenrisikobehaftete Wertpapiere investieren wir ausschließlich in
Wertpapiere, die von anerkannten Ratinggesellschaften im „ Investment Grade“ eingestuft
werden. Dabei handelt es sich in Höhe von 155,0 Mio. EUR um gedeckte Schuldverschre i-
bungen und in Höhe von 580,9 Mio. EUR um ungedeckte Schuldverschreibungen. 80 % der
Emittenten sind Landesbanken bzw. Verbundpartner, weitere 9 % entfallen auf die Öffentl i-
che Hand. In überschaubarem Umfang werden in unserem Spezialfonds im Rahmen der vo r-
gegebenen Anlagerichtlinien durch das Fondsmanagement auch Investitionen in Wertp a-
piere im „Non -Investment Grade“ vorgenommen. Die Messung und Ü berwachung von
Adressrisiken bei Eigenanlagen erfolgt unter ergänzender Einbeziehung der Ratingnoten
der Agenturen Standard & Poor´s sowie Moody´s.
Die Erfüllung des bankaufsichtsrechtlichen Meldewesens nach CRR erfolgt auf der Grundl a-
ge des Kreditrisikostandardansatzes. Hierbei wird für jedes aufsichtsrechtliche Forderung s-
portfolio der Positionswert vor und nach Anwendung von Kreditminderungstechniken au s-
gewiesen.
Marktpreisrisiken
Unter dem Marktpreisrisiko wird die Gefahr verstanden, dass sich Marktpre ise von Sachgü-
tern oder Finanztiteln aufgrund von Änderungen der Marktlage zu Ungunsten des Inh a-
bers entwickeln.
Alle Marktpreisrisiken können bei handelsrechtlicher Betrachtung zum Bewertungsstic h-
tag (31.12.) zu Abschreibungen oder am Realisationsstichta g zu realisierten Verlusten
oder bei barwertiger Betrachtung zu einer Vermögensminderung führen. Für Kreditinst i-
tute unterscheidet man im Rahmen des Marktpreisrisikos das Zinsänderungsrisiko, das
Währungsrisiko, das Aktienkursrisiko, das Immobilienrisiko, das Optionsrisiko sowie das
Rohwarenrisiko. Wesentlich für unser Haus ist das Zinsänderungsrisiko.
Vom Zinsänderungsrisiko sind grundsätzlich alle zinstragenden Bilanzpositionen betro f-
fen. Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man eine marktzins - und/oder bilanzstruk-
turgetriebene negative Abweichung von einem Erwartungswert. Aus GuV -Sicht können
sich Zinsänderungsrisiken in ein er verminderten Zinsspanne und/ oder einem erhöhten
Bewertungsergebnis für Wertpapiere (Kursrisiko) niederschlagen.
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 33
Bei der Ermittl ung möglicher Bewertungsergebnisse für Wertpapiere berücksichtigen wir
auch die sogenannten Spreadrisiken. Das Risiko bezeichnet die Gefahr eines Verlustes
einer Zinsposition, die auf eine Veränderung der Spreads, bei unverändertem Rating, z u-
rückzuführen ist.
Das GuV -wirksame Zinsänderungsrisiko (Zinsspannenrisiko) betrachten wir monatlich auf
Basis der für unsere Unternehmensplanung erstellten Simulationsrechnungen. Dabei
werden verschiedene Zinsszenarien und Geschäftsstrukturen in die Simulation einbez o-
gen. Die Berechnungen erfolgen auf Basis eines Margenkonzeptes; für variable Bilanzpos i-
tionen werden jährlich Mischungsverhältnisse auf Grundlage gleitender Durchschnitte
ermittelt und herangezogen.
Die Zinsszenarien leiten wir aus Vergangenheitsbetrachtunge n (beispielsweise Back -
testing der Hauszinsmeinung) ab. Die Abweichungen der Zinsüberschüsse in den so e r-
mittelten Szenarien gegenüber dem Zinsüberschuss des Erwartungswertes stellen die
Risiken im Risikofall dar. Über die Ergebnisse wird der Vorstand im R ahmen eines ausfüh r-
lichen Berichtswesens informiert.
Unter der Annahme einer unveränderten Geschäftsstruktur ergibt sich auf Jahressicht
(Ausgangsbetrachtung zum 31.12.2014) bei einem Zinsschock über Nacht von +100 Basis-
punkten ein Rückgang des Zinsübers chusses, gegenüber dem Szenario einer konstanten
Zinsstrukturkurve, um 1,5 Mio. EUR (einschließlich Bewertungsergebnis Eigengeschäft).
Auf der Basis unserer Simulationsrechnungen beträgt das Zinsspannenrisiko für das G e-
schäftsjahr 2015 1,9 Mio. EUR. Dabei haben wir eine, im Vergleich zur Hauszinsmeinung,
über alle Stützstellen steigende und gleichzeitig flacher werdende Zinsstrukturkurve u n-
terstellt.
Ergänzt wird die GuV -orientierte Betrachtung durch eine wertorientierte Betrachtung. D a-
bei wird auf Basis ei nes Planungshorizonts von 63 Handelstagen, eines Stützzeitraums
von 1988 bis 2013 und eines Konfidenzniveaus von 95 % der Value at Risk (VaR) ermittelt.
Regelmäßig überprüfen wir den sogenannten „Baseler Zinsrisikokoeffizient“. Die relative
Barwertveränderung im Verhältnis zu den haftenden Eigenmitteln beträgt per 31.12.2014
-14,16 % bei einer Zinsänderung von +200 Basispunkten und +5,80 % bei einer Zinsänd e-
rung von -200 Basispunkten. Die Wirkungen impliziter Optionen aus Zuwachssparen und
Kundendarlehen w erden in den Simulationen berücksichtigt.
Der Vorstand wird täglich über mögliche Marktpreisrisiken aus dem Eigengeschäft (D e-
pot A) unterrichtet. Ergänzt wird das Berichterstattungssystem durch monatliche Betrac h-
tungen. Dabei werden auch Simulationsrechnun gen für den Risikofall erstellt.
Die Summe der simulierten Marktpreisrisiken im Risikofall für das Jahr 2015 betrug zum
Jahresbeginn 12,7 Mio. EUR, davon entfielen 38 % auf zinsinduzierte Abschreibungsris i-
ken aus Wertpapieren, das Gesamtlimit der Abschreib ungsrisiken aus Wertpapieren (inkl.
Spreadrisiken) war mit 42 % ausgelastet. Unsere eingeräumten Risikolimite wurden und
werden jederzeit eingehalten.
34 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Zur Absicherung von Marktpreisrisiken setzen wir derivative Sicherungsinstrumente in
Form von Zinsswaps ein. Der Einsatz und die Wirkung entsprechender Maßnahmen we r-
den auch zukünftig regelmäßig überprüft.
Liquiditätsrisiken
Unter dem Liquiditätsrisiko wird allgemein die Gefahr verstanden, dass die Sparkasse i h-
ren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr uneinges chränkt nachkommen kann. Wir unte r-
scheiden dabei das Zahlungsfähigkeitsrisiko (Liquiditätsrisiko i. e. S.), das Refinanzi e-
rungsrisiko und das Marktliquiditätsrisiko. Für die Sparkasse bleibt aufgrund ihres G e-
schäftsmodells und ihrer Refinanzierungsstruktur das Zahlungsfähigkeitsrisiko im Vo r-
dergrund der Betrachtung.
Das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne bezeichnet die aktuelle oder zukünftige Gefahr,
dass ein Institut zahlungsunfähig (illiquide) wird, also seinen Zahlungsverpflichtungen
nicht mehr nachkomm en kann. Das Refinanzierungsrisiko besteht bei einem Missverhäl t-
nis in der Laufzeit zwischen Aktiva und Passiva, wenn infolge längerfristiger Verwendung
von kürzerfristig zur Verfügung stehenden Mitteln im Aktivgeschäft oder durch zu geringe
Platzierung vo n längerfristigen Einlagen die Refinanzierung nicht vorbehaltlos sicherg e-
stellt ist. Das Marktliquiditätsrisiko bzw. Risiko in Produkten und Märkten besteht darin,
dass aufgrund von Marktstörungen oder unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den F i-
nanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt und/oder nicht zu fairen Preisen geha n-
delt werden können. Der Fokus der Betrachtung liegt hierbei vor allem auf dem Veräuß e-
rungsrisiko bei Wertpapieren.
Mithilfe einer Liquiditätsplanung sollen möglicherweise vorha ndene Liquiditätsrisiken im
Zeitablauf sichtbar gemacht und verhindert werden. Die Liquiditätsplanung erfolgt im
Rahmen der monatlichen Prognoseerstellung.
Ergänzend führen wir monatlich Simulationsrechnungen unter der Annahme unterschie d-
licher Liquidität sströme durch. Mithilfe festgelegter Schwellenwerte werden die Auswi r-
kungen auf die Liquiditätskennzahlen überwacht. Über die Ergebnisse dieser Simulati o-
nen wird der Vorstand quartalsweise umfangreich informiert. Ebenfalls vierteljährlich
werden Simulation srechnungen auf die „Survival Period“ erstellt. Unter der Annahme z u-
künftig schwieriger Bedingungen wird dabei die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse abgebi l-
det. Die Survival Period ist der Zeitraum, in dem die Sparkasse unter diesen
erschwerten Bedingungen einen Liquiditätsüberhang ausweist. Zum Jahresende lag die
Survival Period im Risikoszenario bei 19 Monaten.
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 35
Die Ermittlung der Kennzahlen nach Liquiditätsverordnung (LiqV) erfolgt monatlich.
Liquiditätskennziffer
31.12.2013 31.3.2014 30.6.2014 30.9.2014 31.12.2014
1,93 1,94 2,02 1,89 1,88
Beobachtungskennzahlen zum 31.12.2014
Laufzeitband 2
(31 Tage bis 3 Monate)
Laufzeitband 3
(91 Tage bis 6 Monate)
Laufzeitband 4
(181 Tage bis 12 Monate)
6,61 1,69 2,53
Gemäß AT 4.1 Tz 4 MaRisk beziehen wir die L iquiditätsrisiken aufgrund ihrer Eigenart der -
zeit nicht in die Risikotragfähigkeitsbetrachtung ein.
Das Refinanzierungsrisiko ist nach unserer Einschätzung aufgrund der erheblichen Ref i-
nanzierung über Kundeneinlagen (82 % der DBS), der sehr guten Eigenkap italausstattung
(über 13 % der DBS) und der Einbindung in die S -Finanzgruppe von geringer Bedeutung
für unser Haus. Dem Marktliquiditätsrisiko begegnen wir durch die gezielte Auswahl un -
serer Eigenanlagen. Die Wertpapieranlagen im Depot A sind grundsätzlic h in liquiden A k-
tiva investiert und werden grundsätzlich der „Liquiditätsreserve“ zugeordnet. Die Aus wahl
der Anlagen erfolgt konservativ, ein mögliches Heranziehen zu Refinanzierungszwecken
ist ein wesentliches Auswahlkriterium. Dies betrifft neben der W ahl des Emittenten auch
die Laufzeit.
Die Sparkasse hat im Jahr 2014 ein einfaches Liquiditätskostenverrechnungssystem im -
plementiert.
Zur Einhaltung der ab dem 01.10.2015 einzuhaltenden Kennzahl LCR (Liquidity Coverage
Ratio) werden Steuerungsmaßnahmen er griffen.
Operationelle Risiken
Operationelle Risiken sind definiert als die Gefahr von Verlusten infolge menschlichen Ve r-
sagens, der Unzulänglichkeit von internen Prozessen und Systemen sowie externer Erei g-
nisse. Als aufsichtsrechtlichen Ansatz nach der C RR haben wir den Basisindikatoransatz g e-
wählt.
Eine „Inventur“ und Beurteilung der wesentlichen operationellen Risiken erfolgt einmal
jährlich im Rahmen der Erstellung des Risikohandbuchs. Zudem haben wir eine Risikolan d-
karte (ex -ante Betrachtung) sowie ei ne Schadensfalldatenbank (ex -post Betrachtung) zur
Erfassung kontenwirksamer operationeller Risiken implementiert. Aus diesen Instrumenten
leiten wir auch die Risikowerte in der Risikotragfähigkeitsbetrachtung ab. Das Volumen
größerer Schäden (im Einzelfal l 1.000 EUR und mehr) sowie gebildeter Rückstellungen
für potentielle Schäden lag im Geschäftsjahr 2014 nach Abzug von Versicherungsleistungen
bei 1.134 TEUR und damit unter dem in der Risikolandkarte erkannten möglichen
Verlustpotential von 2,5 Mio. EUR (Risikofall).
36 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Für 2015 haben wir in der Risikotragfähigkeitsbe trachtung ein Limit in Höhe von
3,0 Mio. EUR für operationelle Risiken vorgesehen. Die Sparkasse nimmt am anonymisierten
Datenpooling innerhalb der Sparkassenorganisation teil.
Zur Vermeidung oder Begrenzung operationeller Risiken wurde eine Vielzahl von funktiona-
len und organisatorischen Maßnahmen ergriffen. Hierzu zählen u. a. der Abschluss von Ve r-
sicherungen, Sicherheits - und Notfallpläne, funktionsbezogene Nutzerberechtigungen
(Soft- und Hardware) sowie regelmäßige Sensibilisierungen der Mitarbeiter.
Sonstige Risiken
Alle Risiken, die sich den Marktpreis -, Adressen -, Liquiditäts - oder operationellen Risiken
nicht oder nicht eindeutig zuordnen lassen, stellen sogenannte „Sonstige Risiken“ dar. Sie
finden ihre Ausprägung insbesondere als strategische Risiken sowie als Reputationsrisiken.
Eine quantitative Erfassung ist nahezu unmöglich. Die Betrachtung der Risiken erfolgt ei n-
mal jährlich im Rahmen der Erstellung des Risikohandbuchs.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Das auf Basis des Risikodeckungspotenzials festgelegte Gesamtlimit war im Jahr 2014 au s-
reichend und wurde zu keiner Zeit überschritten. Unsere regelmäßig durchgeführten
Berechnungen zeigen, dass die Risikotragfähigkeit unseres Hauses für den Risikofall gege-
ben ist. Selbst bei Eintritt der darüber hinausgehenden aE -Stresstestszenarien könnten die
Risiken getragen werden. Wir betrachten und bewerten regelmäßig, ob in unserem Portfolio
oder in Ertragskomponenten Konzentrat ionen bestehen. Hierzu haben wir ein Verfahren
von Parametern festgelegt. Aktuell sehen wir keine bemerkenswerten Risikokonzentrati o-
nen. Das Risikomanagementverfahren entspricht der Risikolage und dem Risikogehalt der
Sparkasse. Im Vergleich zum Vorjahr er gaben sich keine wesentlichen Veränderungen der
Risiken. Methoden und Angemessenheit werden regelmäßig überprüft. Ein Risikohandbuch
sowie ein Unternehmenssicherungskonzept (USI) sind seit mehreren Jahren in unserem
Hause eingeführt.
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 37
PROGNOSE -, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Die Planung der Vermögens-, Finanz- und Ertragsentwicklung dient der abgestimmten Au s-
richtung unserer Geschäftsaktivitäten auf die Unternehmensziele unter Berücksichtigung
externer und interner Einflussfaktoren und basiert auf Annahmen über die künftige Entwick-
lung der Sparkasse und ihrer Umwelt. Sie ist eine zukunftsgerichtete Tätigkeit und ein vie l-
stufiger revolvierender Prozess. Durch regelmäßige Überprüfung des Prozesses an sich und
wesentlicher Eckwerte der Planung im Sinne einer So ll-Ist-Analyse können und sollen frü h-
zeitig Chancen bzw. Risiken erkannt werden. Planungen und Prognosen sind immer eine
„Momentbetrachtung“. Die tatsächlichen Ergebnisse können von der voraussichtlichen En t-
wicklung abweichen.
Damit die Unternehmensziele g leichgerichtet verfolgt werden, ist eine integrierte Gesam t-
planung erforderlich, bei der die verschiedenen Bereiche unseres Hauses gleichzeitig unter
Berücksichtigung von Interdependenzen geplant werden. Wir haben dazu ein umfangre i-
ches Planungsverfahren entwickelt, das sowohl die strategische als auch die operative Pl a-
nung umfasst.
Für Deutschland prognostizieren die meisten Sachverständigen ein Wachstum des Bruttoin-
landsprodukts um 1,0 % bis 1,5 %. Im Bereich der Anlageinvestitionen wird ein leichtes
Wachstum erwartet, aus den vergangenen Jahren ist hier noch Nachholbedarf aufgelaufen.
Eine gute Ertragslage der Unternehmen und ein auf Sicht weiter anhaltendes Niedrigzin s-
umfeld begünstigen entsprechende Investitionen in Ausrüstung aber auch in Bauten. Wir
spüren dies in unserem Geschäftsgebiet unter anderem an steigenden Preisen für Neu - und
Bestandsimmobilien. Das Wachstum dürfte jedoch vor allem aus der Binnennachfrage g e-
speist werden. Die Rahmenbedingungen für den privaten Konsum sind bei weiterhin stab i-
ler Beschäftigung, einer gewissen Zuwanderung, moderaten Lohnsteigerungen, stabilen
Preisen und einem extrem niedrigen Zins sehr förderlich. Es ist deshalb gut vorstellbar, dass
der private Konsum sogar mit einer höheren Rate expandiert als das BIP insgesamt.
Für Südhessen sind die Erwartungen für 2015 weiterhin gut. Aktuelle Prognosen sehen für
die Region ein Wirtschaftswachstum über dem Bundesschnitt sowie eine stabile Entwic k-
lung des Arbeitsmarktes.
Wir erwarten im Jahr 2015 von der EZB keine Kurskorrekt ur in der Geldpolitik und stellen
uns auf ein weiterhin niedriges Zinsniveau ein. Unsere Zinsprognose geht in den Jahren
2015 bis 2017 von leicht steigenden Marktzinsen über alle Laufzeitbänder aus.
Die auf unserer Zinserwartung basierenden Bilanzstrukturs zenarien sehen ein moderates
Wachstum im Kundengeschäft - sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite - vor. Eine
Ausweitung des Eigengeschäfts wird nicht angestrebt. Dies führt im Ergebnis zu einem
leichten Bilanzsummenwachstum.
Während bei den Sp areinlagen in der Summe mit einem geringen Bestandsrückgang g e-
rechnet wird, erwarten wir bei den privaten Sichteinlagen und Zins & Cash-Konten im Ja h-
resvergleich eine weitere Bestandsausweitung auf hohem Niveau.
38 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Ein Kreditwachstum sehen wir insbesondere i m Bereich der privaten und gewerblichen I m-
mobilienfinanzierung. Aufgrund der vorhandenen gesunden Risikostruktur schätzen wir die
mit dem Aktivgeschäft verbundenen Risiken insgesamt als vergleichsweise günstig ein.
Vor diesem Hintergrund führen (auf Basis der Planung Ende Januar 2015) die Zins - und Bi-
lanzstrukturerwartungen 2015 aus heutiger Sicht zu einem Zinsüberschuss, der unter dem
Niveau des Jahres 2014 liegt. Entwicklungen, die unserer Zinserwartung nicht entsprechen,
können das Zinsergebnis beeinflussen. So würden stärker steigende kurzfristige Zinsen und
eine sich verflachende Zinsstrukturkurve zu einem höheren Zinsaufwand für variabel ve r-
zinsliche Einlagen bei nur begrenzten Zinssteigerungspotenzialen auf der Aktivseite führen.
Zudem gingen weitere Möglichkeiten zur Ertragsstabilisierung über die Fristentransform a-
tion verloren. Eine Zinsentwicklung mit größerer Differenz zwischen kurz - und langfristigen
Zinsen würde uns dagegen zusätzliche Ertragschancen eröffnen. Auf Grundlage dieser Sz e-
narien simu lieren wir für 2015 einen Zinsüberschuss zwischen 86,3 Mio. EUR und
88,7 Mio. EUR.
Im Provisionsergebnis liegen unsere Planungen für 2015 mit einem Zielwert von
25,0 Mio. EUR leicht über dem Vorjahresniveau. Im Positivszenario erscheinen sogar
28,5 Mio. EUR möglich, im ungünstigsten Fall wären lediglich 21,1 Mio. EUR zu verzeichnen.
Aufgrund feststehender Tariferhöhungen und erwarteter Höhergruppierungen gehen wir
von einem erhöhten Personalaufwand (+2,4 %) für 2015 bei nahezu konstanten Persona l-
kapazitäten aus. Daneben rechnen wir mit einem gegenüber dem Vorjahr merklich höheren
Sachaufwand (+6,4 %). Darin sind u. a. erforderliche Investitionen in unser Geschäftsste l-
lennetz sowie Kosten für die Auslagerung des SB -Services und Aufwendungen für die Ba n-
kenabgabe und Einlagensicherung enthalten. Im pessimistischen Szenario gehen wir beim
Personal- und Sachaufwand von identischen Werten aus, da wir bei Eintreten dieses Szen a-
rios entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen ergreifen könnten. Im günstigsten Fall
gehen wir von geringeren Personalaufwendungen ( -1,5 % gegenüber Erwartungswert) und
deutlich niedrigeren Sachaufwendungen (-8,7 %) aus.
Das Betriebsergebnis vor Bewertung, ohne Berücksichtigung außerordentlicher Ergebni s-
bestandteile, wird im Jahr 2015 aufgrund de r beschriebenen Faktoren mit 46,1 Mio. EUR
unter dem Vorjahreswert liegen. Im positiven Szenario bzw. im pessimistischen Fall simulie-
ren wir ein Betriebsergebnis von 53,3 Mio. EUR bzw. 39,5 Mio. EUR. Die formulierte strategi-
sche Vorgabe für die Cost -Income-Ratio (CIR) von unter 60,0 % wird bei Eintreffen der
Prognosen nochmals knapp erreicht. Hinsichtlich des Bewertungsergebnisses erwarten wir
insgesamt Bewertungsaufwendungen im Kredit - und Wertpapiergeschäft von 8,2 Mio. EUR.
Für 2015 streben wir einen unveränderten Bilanzgewinn an.
Wir gehen im Rahmen unserer Kapitalplanung davon aus, dass auch im Jahr 2015 durch die
von uns erwartete Geschäftsentwicklung eine Stärkung des harten Kernkapitals möglich
sein wird. Wir erwarten für das harte Kernkapital eine Quote von 17,6 % am Jahresende
2015. Auch für unsere Finanzlage erwarten wir auf Basis der Liquiditätskennziffer sowie der
berechneten Survival Period eine Fortsetzung der stabilen Ergebnisse.
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 39
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass wir die Chancen, die sich uns am Markt bieten,
unter Abwägung möglicher Risiken bewusst wahrnehmen werden. Risiken aus sich verä n-
dernden Marktsituationen können aufgrund der im Hause eingeführten Verfahren beobac h-
tet werden. Ihnen wird mit geeigneten Maßnahmen begegnet. Den aus der verschärften
Wettbewerbssituation resultierenden Herausforderungen stellen wir uns selbstbewusst und
agieren mit zukunftsorientierten Strategien und Produkten.
Der Offenlegungsbericht nach § 26a KWG wird auf der Internetseite der Sparkasse
veröffentlicht.
40 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
STATISTISCHER BERICHT ÜBER DIE ERFÜLLUNG DES ÖFFENTLICHEN AUFTRAGS
DER SPARKASSE IM GESCHÄFTSJAHR 2014
I. Mitarbeiter, Geschäftsstellennetz und Förderung gemeinnütziger und kommunaler
Belange
1. Mitarbeiter (per 31.12.2014)
Beschäftigte insgesamt 856
Auszubildende 64
2. Geschäftsstellennetz (per 31.12.2014)
Geschäftsstellen inkl. Hauptstelle 36
SB-Filialen 9
Geldautomaten 83
Terminals (inkl. GA)
mit Überweisungsfunktion
78
3. Spenden und Sponsoring (ohne Stiftungen) im Geschäftsjahr
Volumen in TEUR Anteil in %
Insgesamt 1.047 100,00
davon Verwendung für:
Soziales/Bildung 315 30,09
Kultur 287 27,41
Umwelt 34 3,25
Sport 387 36,96
Wissenschaft und Forschung/
Infrastruktur- und Wirtschaftsför-
derung
24 2,29
Sonstiges - -
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 41
4. Stiftung der Sparkasse Darmstadt
in TEUR
1. Stiftungskapital am
31.12.2014
10.031
2. Stiftungsausschüttungen
im Geschäftsjahr
Insgesamt (in TEUR): 413
davon Verwendung für: Volumen in TEUR Anteil in %
Soziales/Bildung 85 20,58
Kultur 226 54,72
Umwelt 50 12,11
Sport 52 12,59
Wissenschaft und Forschung/
Infrastruktur- und Wirtschafts-
förderung
- -
Sonstiges - -
5. Steuerleistung im Geschäftsjahr
in TEUR
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13.374
Sonstige Steuern 186
II. Förderung der Vermögensbildung
1. Bilanzwirksame Anlagen
a) Kontenzahl
31.12.2014
Anzahl
Sparkonten 146.226
Termingeldkonten 870
Konten für täglich fällige Gelder
darunter:
179.492
Geschäftsgirokonten 15.575
Privatgirokonten 121.040
Summe 326.588
nachrichtlich:
Bürgerkonto (Girokonto für Jedermann)
7.165
42 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
b) Vermögensbildung
31.12.2014
in Mio. EUR
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
3.390,5
davon:
Spareinlagen 942,8
Andere Verbindlichkeiten 2.447,6
Verbriefte Verbindlichkeiten 61,4
Nachrangige Verbindlichkeiten -
Genussrechte -
2. Bilanzneutrale Anlagen
a) Anzahl Kundendepots
31.12.2014
Anzahl Kundendepots 20.408
b) Kundenwertpapiergeschäft - Bestände
Bestand am 31.12.2014 in TEUR
Depotbestand 771.631
III. Befriedigung des örtlichen Kreditbedarfs
1. Forderungen an Kunden
31.12.2014 in Mio. EUR
Forderungen an Kunden 2.674,8
2. Darlehenszusagen und -auszahlungen im Geschäftsjahr
in TEUR
Darlehenszusagen 476.183
Darlehensauszahlungen 413.253
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 43
IV. Girokonten auf Guthabenbasis
31.12.2014
Anzahl
Girokonten auf Guthabenbasis 7.165
V. Beratung von Existenzgründern
2014
in TEUR
Finanziertes Volumen 1.583
Finanzierung davon durch
Sparkassenmittel 182
Öffentliche Fördermittel 1.095
Eigenmittel Gründer 306
Sonstige -
Anzahl
geplante Arbeitsplätze 22
VI. Vermittelte Förderkredite
2014
in TEUR
Volumen 15.399
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014
KURZFASSUNG OHNE ANHANG
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde in der gesetzlich vorgeschriebenen
Form erstellt und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Er wird im
elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt
Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt
44 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 45
46 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 47
48 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt
Anstalt des öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit
Sitz: Darmstadt
Gegründet: 1808
Träger: Stadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg
Mitglied des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen
Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe
Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014 49
50 Sparkasse Darmstadt • Geschäftsbericht 2014
2015/0299
13871 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
25.08.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Rechtsamt -
Stadtwirtschaftskoordina
tion
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2015/0299
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Geschäftsbericht 2014 der Sparkasse Darmstadt
Vorlage vom: 20.08.2015
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt von dem Geschäftsbericht der Stadt- und Kreis -Sparkasse Darmstadt
(Sparkasse) für das Jahr 2014 Kenntnis.
Anlagen: Geschaeftsbericht_2014
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 20. 08.2015
Begründung:
Trotz des anhaltend sehr niedrigen Zinsniveaus erzielte die Sparkasse im Geschäftsjahr
2014 dank ihrer regionalen Ausrichtung und der im Vergleich zu den Universal - und
Spezialbanken risikoärmeren Geschäftsstruktur erneut ein gutes Ergebnis . Entgegen den
Erwartungen trübte sich die Konjunktur in Deutschland im 3. Quartal 2014 zwar ein.
Südhessen, de r Kernmarkt der Spa rkasse, konnte sich dagegen besser behaupten: die
Wirtschaft blieb hier unverändert auf ihrem fl achen Wachstumspfad . Die Zinsen waren
weiterhin leicht rückläufig bei insgesamt positiven F inanzmärkten. Vor diesem Hintergrund
erreichte das Kundengeschäft der Sparkasse das dritte Jahr in Folge neue historische
Höchststände. Die Ausweitung des Volumens schlug sich aufgrund des äußerst niedrigen
Zinsniveaus wie auch schon in den Vorjahren nicht in gleichem Maße in den Ergebnissen
nieder. Dennoch konnte die Sparkasse erneut ihre R eserven stärken und wies einen
Jahresüberschuss und Bilanzgewinn auf Vorjahresn iveau von 16 Mio. € aus. Davon erhält die
Wissenschaftsstadt Darmstadt als einer der be iden Träger des Instituts gemäß Hessisches
Sparkassengesetz (HSpG) erneut eine Ausschüttung von 3 Mio. €.
Ergebnisstabilität blieb die besondere Stärke der Sparkasse. I n den wesentlichen
Kennzahlen lag das Institut unverändert über dem he ssischen Sparkassendurchschnitt. Im
Durchschnitt der letzten 10 Jahre konnte das Institut rd. 2,3 Mio. € pro Jahr an die
Wissenschaftsstadt Darmstadt ausschütten. Auch für das laufende G eschäftsjahr 201 5
wurde erneut ein gegenüber dem Vorjahr unveränderte r Bilanzgewinn mit den
entsprechenden Ausschüttungen für die Träger in Aussicht g estellt.
Der Jahresabschluss zum 31.12.201 4 wurde von der Prüfungsstelle des Sparkassen und
Giroverbandes Hessen-Thüringen im April 2015 geprüft. Diese Prüfung hat zu keinen
Einwendungen geführt. Es wurde ein uneingeschränkter Best ätigungsvermerk erteilt.
Im Einzelnen:
1. Geschäftsentwicklung
Die Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 um rd. 1% auf
rd. 4,1 Mrd. € bei einem berichteten Geschäftsvolumen (Bilanzsummen inkl.
Eventualverbindlichkeiten) von rd. 4,2 Mrd. €. Schwerpunkt blieb das Kredit - und
Einlagengeschäft mit Kunden , vor allem aus der Region . Es erreichte erneut neue
historische Höchststä nde. Das Institut betrieb auch weiterhin keinen risikoreichen
Wertpapierhandel auf eigene Rechnung.
a) Aktivseite
Das berichtete Kreditvolumen (inkl. Treuhandkredite und unwiderrufliche Kreditzusagen) lag
Ende 2014 bei rd. 2,9 Mrd. € (rd. 4% über Vorjahr). Davon sind über 90 % „Forderungen an
Kunden“. Das Kreditgeschäft mit Privat- und Geschäftskunden zählte somit unverä ndert mit
einem Anteil von über 60% an der Bilanzsumme zum Kerngeschäft der Sparkasse. Mehr als
die Hälfte diese Kundenkredite waren durch Grundpfandrechte besicherte Hypothekardarlehen,
weitere rd. 10% entfielen auf Kredite an Kommunen.
- 4 -
Die Position „Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere“, welche die
Wertpapieranlagen der Sparkasse enthält, verringerte sich erneut deutlich auf rd. 688 Mio. €.
Hier fand wie auch in den Vorjahren eine Umschichtung zu Gunsten von Kundenkrediten statt.
Der Anteil an der Bilanzsumme betrug aber unverändert rd. ein Fünftel.
Der Bestand an A ktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren erhöhte sich zwar
gegenüber dem Vorjahr auf rd. 127 Mio. €. Er spielte jedoch mit einem Anteil von rd. 3% an
der Bilanzsumme weiterhin eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Wie auch alle anderen
eigenen Wertpapieranlagen der Bank werden diese Papiere nach dem strengen
Niederstwertprinzip bewertet.
Auch Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen, in Ihrer Höhe gegenüber dem
Vorjahr nahezu unverändert, haben mit einem Anteil von nur rd. 1% der Bilanzsumme
(31.12.2014: rd. 40 Mio. €) keinen großen Stellenwert.
b) Passivseite (Refinanzierung und Eigenkapital )
Dem gegenüber steht die Refinanzierung des Aktivgeschäfts, abgebildet auf der Passivseite der
Bilanz. Auch 2014 profitierte die Sparkasse von ihrer passivlastigen Refinanzierungsstruktur,
wenngleich auch in geringerem Ausmaß als in den Jahren zuvor: die Kundeneinlagen
überstiegen das auf der Aktivseite bilanzierte Kreditgeschäft mit Kunden deutlich, doch das
anhaltend sehr niedrige Zinsumfeld führte zu einem weiteren Margenrüc kgang. Ende 2014
erreichten die Kundeneinlagen inkl. verbriefter Verbindlichkeiten 3,45 Mrd. € und lagen damit
nur leicht über dem Vorjahr. Ihr Anteil an der Bilanzsumme blieb damit mit rd. 84% praktisch
unverändert. Der Schwerpunkt der Geldanlagen lag nach wie vor im Bereich der kurzfristigen
Sichteinlagen.
Das bilanzielle Eigenkapital der Sparkasse besteht aus den Sicherheitsrücklagen zum
Jahresende zuzüglich des jeweiligen Bilanzgewinns des Jahres. Die Sicherheitsrücklagen
erhöhen sich nach Feststellung des Jahresabschlusses jeweils um den Bilanzgewinn abzüglich
der Ausschüttung des Anteils am Bilanzgewinn, welcher den Trägern zusteht. Ende 2014 lag
die Sicherheitsrücklage bei rd. 331 Mio. € (Vorjahr: 320 Mio. €). Nach Feststellung des
Jahresabschlusses sollte sie sich um 11 Mio. € auf rd. 341,7 Mio. € erhöhen. Ein weiterer
Eigenmittelbestandteil ist der Fonds für allgemeine Bankrisiken (sog. „340 g -Reserven“) ,
welcher sich um rd. 17 Mio. € auf nunmehr 67,3 Mio. € erhöhte (vgl. dazu auch unter Punkt
3c)
2. Ertragslage
Die Erträge der Sparkasse (Zins -, Provisionsüberschuss und Saldo der sonstigen
betrieblichen Erträge und Aufwendungen) lagen 201 4 weiterhin auf hohem Niveau, wenn
auch leicht unter Vorjahr. Nach Abzug der Verwaltungsaufwendungen, welche ihren
Vorjahreswert um rd. 3% überstiegen, lag das Betriebsergebnis vor Bewertung um rd. 8%
unter seinem Vorjahreswert bei rd. 4 4 Mio. € (Vj: 48 Mio. €; vgl. im Folgenden Abb. 1).
Bei einem positiven Bewertungsergebnis konnte die Sparkasse den Reserven des „Fonds
für allgemeine Bankrisiken“ 1 7 Mio. € zuführen und erreichte gleichzeitig einen
Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau i. H. v. 16 Mio. € . Die Eigenkapitalrendite vor
Steuern (Gewinn vor Steuern in Relation zur durchschnittlichen Sicherheitsrücklage ohne
Bilanzgewinn) lag unter dem Vorjahr bei noch immer guten 9,1%.
- 5 -
Abb. 1 Grafische Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung der Sparkasse 2010-2014
Daten: Sparkasse, Geschäftsberichte 2011- 2014; Zahlen gerundet
Wesentlicher Ertragsfaktor blieb mit einem Anteil von rund dreiviertel der Erträge der
Zinsüberschuss. Er spiegelt maßgeblich den Erfolg aus dem Kreditgeschäft wider. Die
Nachfrage nach Krediten war weiterhin sehr hoch . Das äußerst niedrige Zinsumfeld
belastete jedoch die Zinserträge. Dies konnte auch der rückläufige Zinsaufwand nicht
kompensieren, so dass der Zinsüberschuss erneut zurückging.
Der Provisionsüberschuss lag dagegen über dem Vorjahr bei rd. 24 Mio. €. Er ist die
zweitwichtigste Ertragsquelle der Bank und enthält vor allem die Provisionen aus dem
Kreditgeschäft, dem Vermittlungsgeschäft (Bausparen, Immobilen, Versicherungen) sowie
dem Wertpapier- und Depotgeschäft für Kunden.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich weiter um rd. 3% auf rd. 68 Mio. €.
Wesentlicher Kostenblock blieben die Personalaufwendungen. Sie waren aufgrund von
Tarifanpassungen und höherer Pensionsrückstellungen für den Kostenanstieg maßgeblich
verantwortlich . Die von der Sparkasse berichtete Kostenquote (Verwaltungsaufwendungen in
% der Erträge) stieg weiter gegenüber dem Vorjahr an. Sie lag mit 57% aber immer noch
deutlich unter dem hessischen Sparkassendurchschnitt von über 63%.
Erläuterungen:
1) Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen
2) Personalaufwand + andere Verwaltungsaufwendungen
3) Zinsüberschuss + Provisionsüberschuss + Saldo Sonstiges abzüglich Verwaltungsaufwendungen
4) Ab- und Zuschreibungen sowie Wertberichtigungen auf Forderungen, bestimmte Wertpapiere,
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen, Zuführungen zu und Auflösungen von
Rückstellungen im Kreditgeschäft
5) Saldo der außerordentlichen Erträge- und Aufwendungen
- 6 -
Der Saldo aus „Zu-, Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen, bestimmte
Wertpapiere und Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen“ sowie die
„Zuführungen bzw. Auflösungen von Rückstellungen im Kreditgeschäft“ (Bewertungsergebnis)
war positiv. Zu der Verbesserung des Bewertungsergebnisses hat maßgeblich der geringere
Wertberichtigungsbedarf im Kreditgeschäft beigetragen (vor allem aufgrund von Auflösung von
bereits in den Vorjahren gebildeten Wertberichtigungen), sowie ein positives
Wertpapierergebnis aufgrund günstiger Kursentwicklungen.
3. Risikolage
a) Relevanz der Risikoarten
Die Risiken der Sparkasse kommen unverändert hauptsächlich aus dem Kreditgeschäft mit
Kunden. Dementsprechend sind Kreditausfälle (sog. Adressrisiken) die wesentliche
Risikoquelle des Kreditinstituts. Weitere Risiken der Sparkasse, wenn auch in geringerem
Maße, sind Marktpreisrisiken und operationelle Risiken.
b) Risikomanagement
Seit mehreren Jahren dokumentiert das Institut im sog. Risikohandbuch das Gesamtsystem
des Risikomanagements. Die dort aufgeführten Risiken werden dann auf Basis einer GuV-
orientierte Risikotragfähigkeitsbetrachtung mit Hilfe eines Gesamtlimitsystems auf ein
Maß begrenzt, welches die Vermögens- und Ertragslage des Kreditinstituts nicht gefährdet.
Regelmäßig durchgeführte St resstests ermöglichen es, Risikoszenarien und ihre
Auswirkungen auf die Sparkasse zu analysieren.
Das Risiko-Controlling entwickelt und implementiert Planungs-, Kontroll- und
Informationssysteme. Die so ermittelten Risiken werden im Rahmen der Risikosteuerung
aktiv beeinflusst. Die Funktionen Risikoüberwachung und -steuerung werden innerhalb der
Sparkasse bis hin zur Vorstandebene - auch im Vertretungsfall - getrennt wahrgenommen.
Die interne Revision prüft regelmäßig die Wirksamkeit der gesamten Risikosteuerung auf
Basis der Anforderungen der sog. MaRisk (Mindestanforderungen an das
Risikomanagement).
Das auf Basis der Risikodeckungsmasse festgelegte Gesamtlimit war im Jahr 2014
ausreichend und wurde zu keiner Zeit überschritten. Selbst bei Eintritt der darüber
hinausgehenden Stresstests konnten die Risiken getragen werden.
c) Eigenmittel und Reserven
Die Sparkasse verfügt über umfangreiche Eigenmittel. Neben dem unter der Position
Eigenkapital bilanzierten Sicherheitsrücklage (vgl. dazu Punkt 1b) zählt hierzu auch der
Fonds für allgemeine Bankrisiken, welcher sich Ende 2014 auf 67,3 Mio. € (Vj. 50,6 Mio. €)
erhöhte. Des Weiteren verfügt die Sparkasse über umfangreiche nicht bilanziell sichtbare
Vorsorgereserven gemäß § 340 f HGB sowie ebenfalls stille Bewertungsreserven in ihren
Wertpapierbeständen.
Die Eigenkapitalquote (gem. CRR/Basel III) betrug zum 31.12.2014 23,2%. Sie lag damit
um 0,7 Prozentpunkt e unter Vorjahr und überschritt den gesetzlich vorgeschriebenen
Mindestwert von 8% unverändert deutlich.
- 7 -
d) Liquidität
Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Der gemäß
§ 11 Gesetz über das Kreditwesen (KWG) aufgestellt Liquiditätsgrundsatz wurde ebenso wie
die Mindestreservevorschriften im Berichtszeitraum stets eingehalten.
4. Ausblick
Im Geschäftsjahr 2015 rechnet die Sparkasse mit einem weiteren moderaten Wachstum des
Kundengeschäfts sowohl bei Krediten, vor allem im Bereich private und gewerbliche
Immobilienfinanzierungen, als auch bei den Sichteinlagen sowie den Zins & Cash-Konten.
Dies sollte erneut zu einem leichten Bilanzsummenwachstum führen. Das Institut rechnet
jedoch auch mit einem unverändert niedrigen Zins niveau bei leicht steigenden Marktzinsen
über alle Laufzeitbänder, so dass der Zinsübe rschuss unter Vor jahr liegen sollte .
Gleichzeitig sollte der Provisionsüberschuss seinen Vo rjahreswert übertreffen. Bei
gleichzeitig investitions- sowie tarifbedingt steigenden Verwaltungsaufwendungen geht die
Sparkasse davon aus, dass das Betriebsergebnis vor Bewertung mit rd. 46 Mio. € unter
seinem Vorjahreswert liegen wird. Dennoch sollte die Kostenquote weiterhin die strategische
Zielmarke von 60% nicht überschreiten. Gleichzeitig wird ein gegenüber dem Vorjahr
unveränderter Bilanzgewinn von rd. 16 Mio. € mit den entsprechenden Ausschüttungen für
die Träger in Aussicht gestellt.
Darmstadt, den 20.08.2015
Jochen Partsch
Oberbürgermeister
Anlage
Beratungsverlauf (1)
Orte (38)
- Rheinstraße 10
- Dieburger Straße 69
- Hügelstraße 22
- Liebigstraße 16
- Heinheimer Straße 73
- Karlstraße 112
- Roßdörfer Straße 55A
- Heidelberger Straße 87
- Michaelisstraße 6
- Landgraf-Georg-Straße 100
- Schöfferstraße 3
- Mina-Rees-Straße 5
- Berliner Allee 65
- Frankfurter Landstraße 163
- Bahnstraße 120
- Frankfurter Straße 250
- Darmstädter Straße 21
- Heidelberger Landstraße 198
- Gernsheimer Straße 24
- Ludwigstraße 15A
- Darmstädter Landstraße 3
- Wilhelm-Leuschner-Straße 47
- Odenwaldstraße 9
- Luisenplatz
- Ludwigsplatz 1
- Marktplatz 2
- Am Kaiserschlag 47h
- Rüdesheimer Straße 119
- Schuchardstraße 18
- Jakob-Jung-Straße 2
- In der Kirchtanne 31h
- Gutenbergstraße 5
- Freiligrathstraße 8
- Schlossgraben 1
- Karolinenplatz 5
- Wegscheide 1
- Emilstraße
- Karlshof
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2015/0299
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 20.08.2015
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00