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Grünzug jetzt realisieren
Änderungsantrag BV8 (Grüne) AN/1840/2021 vom 01.09.2021
Stand: Am 02.09.2021 in der Bezirksvertretung 8 (Kalk) endgültig abgelehnt.
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Änderungsantrag (Grüne BV8)
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www.gruenekoeln.de Frau Bezirksbürgermeisterin Claudia Greven-Thürmer Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin: 01.09.2021 AN/1840/2021 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 8 (Kalk) 02.09.2021 zu TOP 7.14 Grünzug jetzt realisieren Änderungsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 01.09.2021 Sehr geehrter Frau Bezirksbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Bezirksvertretung Kalk bittet Sie um Aufnah- me des o. g. Antrags in die Tagesordnung der Bezirksvertretung Kalk am 02.09.2021. Beschluss: 1. Der Beschluss des Antrages AN/1685/2021 wird übernommen und folgendermaßen ergänzt: 2. Der Grünzug soll als Fußweg über die Wiersbergstrasse mit einem Zebrastreifen und weiter durch die Martha- Mense- Straße über die Kapellenstraße mit einem Zebra- streifen geführt werden, welcher zum Clarissenkloster führt. 3. Die Wegeverbindung wird über den Alten Friedhof, an den Gleisen entlang, über das Bebauungsplangebiet Wippermannstrasse bis zur Kalker Hauptstraße planerisch wei- tergeführt. 4. Alternativ zu Ziffer 3 ist der Weg über die Martin-Köllen-Straße bis zum Baugebiet Wippermannstrasse zu planen. 5. Für eine Fortführung des sogenannten „Grünen Rücken" Kalk sind Gespräche mit den Eigentümer*innen des Baugebietes an der Kasernenstrasse schnellstmöglich aufzunehmen, damit die Gründurchwegung weitergeführt werden kann. Bezirksvertretung Kalk Kalker Hauptstr. 247-273 51103 Köln-Kalk Bezirksvertretung Kalk Kalker Hauptstr. 247-273 51103 Köln-Kalk Manuela Grube Fraktionsvorsitzende Mobil: 0179 310 27 67 manuela.grube @stadt-koeln.de Stephanie Gallerach stellv. Fraktionsvorsitzende stephanie.gallerach@stadt -koeln.de 6. Des Weiteren möge die Verwaltung Gespräche mit den Eigentümer*innen der Die- selstraße 34a, 36 und 38 aufnehmen bzw. prüfen, ob es sich nicht um städtisches Ei- gentum handelt, um den Weg an der Gleisen über deren Grünfläche weiterzuführen und den Weg über die Kasernenstraße bis zum neu gebauten Spielplatz Eythstraße zu führen. 7. Danach ist ein Fußwegeanschluss vom Spielplatz Eythstrasse bis zu den Kleingärten an der B55a über die Waldeckerstrasse und bis zum Kreisverkehr Istanbulstrasse – Kalk-Mülheimer-Straße anzulegen bzw. auszuschildern. 8. Nach dem Anschluss an den Kalkberg ist der Weg durch den Grünzug zwischen der Rückseite des Motorradhauses an der Kalk- Mülheimer- Straße und der Rückseite des Musicstores zu erweitern und über das Gebiet des ehemaligen Autohauses Dir- kes bis zur Wippermannstrasse zu führen. 9. Von der Wipperfürtherstraße sind Verhandlungen mit den Eigentümer*innen aufzu- nehmen, damit der Weg perspektivisch durch die Bebauung über die Kurze Straße bis zur Engelstraße geführt werden kann, so dass der Anschluss an die bestehende Durchwegung zwischen Vietorstrasse und Kalk- Mülheimer-Straße hergestellt wird. 10. Zusätzlich ist dieses grüne Wegenetz bekannt zu machen, zu beschildern und bei Bedarf sichere Querungen zu schaffen. Begründung: Vorwort: Kalk ist einer der Stadtteile mit dem geringsten Anteil von Grün- und Freiflächen in Köln. Gemäß der Mitteilung der Stadt Köln vom 10.10.2019 (Vorlagen-Nummer 3210/2019) beträgt der Grün- und Freiflächen-Anteil pro Einwohner*in (Parks, Sport und Grünanlagen, Friedhö- fe, 2017) 8,3 qm im Stadtteil Kalk. Stadtweit beträgt der Anteil 45,7 qm. Der Stadtteil Kalk ist einer der einwohnerstärksten Stadtteile in Köln und wächst weiter. Hin- sichtlich der Einwohnerdichte liegt er unter allen Kölner Stadtteilen an fünfter Stelle (Lebens- lagenbericht der Stadt Köln, 2020, S. 311). Der Anteil an Kindern mit Übergewicht ist im Stadtbezirk Kalk „stark überdurchschnittlich hoch“. Der Lebenslagenbericht der Stadt Köln, 2020, betont daher, dass u.a. Angebote für eine gesunde Freizeitgestaltung der Kinder geschaffen werden müssen, S. 312. Im Rahmen der Aufgabenstellung zu dem Werkstattverfahren der Hallen Kalk weist die Stadt Köln darauf hin, dass im Stadtteil Kalk ein gravierender Mangel an Aufenthaltsorten und öf- fentlichen Spielflächen besteht. In Kalk herrsche im Vergleich aller Kölner Stadtteile insoweit der höchste Fehlbedarf.1 Kalk ist eines der Veedel, die sich in Köln am stärksten in den kommenden Jahrzehnten er- hitzen wird, wenn nicht gegensteuert wird (Abschlussbericht des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, „Klimawandelgerechte Metropole Köln“2 2013, S. 122, 124, 125. Als Grund wird u.a. die dichte Bebauung angeführt.) Kalk ist unterversorgt mit Grün- und Erholungsflächen. Zu den bestehenden Spielflächen können Kinder überwiegend nicht allein gefahrlos laufen, da keine sicheren (autofreien) Wegeverbindungen bestehen.3 Verkehrslärm, Abgase und ständiges Achten auf den motori- 1 Abrufbar unter https://www.hallen -kalk.de/werkstattverfahren/ 2 https://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuvpubl/3_fachberichte/ 30050.pdf 3 Siehe Kinderreport 2020 des Deutschen Kinderhilfswerks: „Ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland for- dert grundlegende Maßnahmen, um das Draußenspielen von Kindern zu erleichtern. So plädieren fast alle Be- fragten für eine bessere Erreichbarkeit von Orten zum Draußenspielen beispielsweise durch kostenlose Busse und Bahnen, sichere Radwege oder grüne Wegeverbindungen .“, sierten Verkehr erzeugt zusätzlichen Stress für Menschen, egal ob jung oder alt. Grüne Durchwegungen durch die dichte Bebauung würden zur Abkühlung in den perspektivisch heißer werdenden Sommern beitragen. Gründe gibt es viele – Es muss ein grünes Fußwegenetz für Kalk her. Zu 1. Der Antrag von SPD und CDU wird begrüßt, weil er aus der Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen vom 10.06.2021 fast die richtigen Schlussfolgerungen zieht. Allerdings greift der Antrag zu kurz, da er nur einen kleinen Teil des notwendigen Grünen Wegenetzes adressiert. Stadtplanung hat in einem größeren Rahmen zu erfolgen, denn bei Wegeführungen muss ein ganzheitliches Konzept für ein Veedel vorliegen, das in sich schlüssig und anschlussfähig ist. Dieses ganzheitliche Konzept wird mit den zusätzlichen Beschlüssen 2-10 vorgelegt: Zu 2. Um den Erholungscharakter zu stärken, soll der vorhandene Weg besser ausgeschildert wird, der über den Kalker Friedhof zu Punkt 3 führt. Zu 3. Da sich der Bauträger sehr offen für die Planung einer Durchwegung gezeigt hat, sollte die Chance genutzt werden und im Rahmen dieses Beschlusses der politische Wille für eine Durchwegung bekräftigt werden. Um die Durchwegung im Plangebiet sicher zu stellen, soll die Verwaltung mit den Eigentümer*innen des Grundstückes, welches zur Öffnung noch notwendig ist, Gespräche aufnehmen und bei einer eventuellen Baugenehmigung zur Vo- raussetzung machen. Zu4. Falls sich diese Wegeführung nach Ziffer 3 als nicht innerhalb der nächsten 5 Jahre als reali- sierbar erweist, soll alternativ der Anschluss über die Martin -Köllen- Straße erfolgen. Zu5. Die Idee, die diesem Beschluss zugrunde liegt, wurde im Rahmen der Rechtsrheinischen Perspektiven4 vorgestellt und wird hier aufgegriffen, bevor das Gebiet zugebaut ist, da zum jetzigen Zeitpunkt noch eine Wegeführung geöffnete Wegeführung möglich ist. https://www.dkhw.de/schwerpunkte/kinderrechte/kinderreport -2020 -die-bedeutung-des-draussenspielens - fuer-kinder/ 4https://www.stadt-koeln.de/politik -und-verwaltung/stadtentwicklung/workshopergebnisse -planungsgebiet - kalksued Zu6. Auch dieser Beschluss fußt auf den Ideen der Rechtsrheinischen Perspektiven. Er stellt hier eine Nord- Südverbindung her, welche auch zu den Trainigsanlagen des Sportplatzes von Borrussia Kalk und dem Spielplatz Eythstrasse führen. Da die Kasernenstrasse hinter den im Beschluss genannten Grundstücken weitergeht, wäre zu prüfen, ob das durch eine Mauer abgetrennte fehlende Teilstück der Kasernenstrasse sich heute noch in öffentlicher Hand befindet. Zu7. Die Durchwegung schlägt den Bogen, der in 4-6 dargestellten Wegeverbindung in östlicher Richtung zum westlichen Kalk. Zum Teil sind die Wege schon vorhanden und bedürfen einer besseren Ausschilderung. Zu8. Es ist ein Weg zum Kalkberg, dessen Nutzungskonzept noch aussteht, herzustellen, damit dieser Raum angebunden wird. Der weitere Weg führt durch eine bereits bestehende Grünfläche, die noch erschlossen wer- den muss. Die Prüfung der Eigentumsverhältnisse läuft noch durch die Verwaltung (siehe Anfrage AN/0210/2021 von Bündnis 90/Die Grünen vom 26.01.2021) Zu9. Dieser Beschluss betrifft die noch fehlende Durchwegung der Vietorstrasse. Diese Durchwe- gung ist auch im Hinblick auf die bereits bestehenden Teilstücke der Durchwegung hinter der Vietorstrasse sinnvoll und notwendig. Denn ein durchgängiger Fußweg stärkt auch die ers- ten, bestehenden Teilstücke, schafft dort mehr Fußverkehr und führt damit zu einer höheren Sicherheit und Belebtheit der bestehenden Teilstücke. Zu10. Eine Bekanntheit erhöht die Nutzung und diese ist herzustellen. Für Kinder und beeinträch- tigte Personen und unsicherere Fahrradfahrende sind diese Wege ausreichend zu sichern und zu schaffen, um diesen Menschen eine elementare Mobilität zu ermöglichen. Mit freundlichen Grüßen Manuela Grube Fraktionsvorsitzende Anlage Gesamtschau
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