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2007/0361

TU Darmstadt Energy Center e.V. i.G. - Mitgliedschaft der Stadt

Magistratsvorlage 05.06.2007

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Technische Universität Darmstadt 
 
 
 
 
TUD Energy Center  
Wissenschaftliche und Technologische Grundlagen  
für eine ganzheitliche und nachhaltige Energiewirtschaft 
 
 
Sprecher 
 
Prof. Dr. rer. nat. W. Jaegermann 
Prof. Dr.-Ing. J. Janicka 
Prof. Dr.-Ing. V. Hinrichsen 
Prof. Dr.-Ing. R. Katzenbach 
 
 
 
Gliederung 
 
ƒ Energieszenarien: Erwartungen und Notwendigkeiten 
 
ƒ Orientierung und Aufgaben des TUD Energy Centers 
 
ƒ Organisation des TUD Energy Centers 
 
ƒ Forschung am TUD Energy Center 
 
ƒ Ausbildung und Weiterbildung am TUD Energy Center 
 
ƒ Anhang 1) bis 4): Vorgeschlagene Forschungsschwerpunkte 
 
ƒ Anhang 5) Maßgeblich beteiligte Wissenschaftler der TU Darmstadt

Jaegermann, Janicka, 2 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
 
Januar 2007

Jaegermann, Janicka, 3 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
 
TUD Energy Center 
 
Wissenschaftliche und Technologische Grundlagen  
für eine ganzheitliche und nachhaltige Energiewirtschaft 
 
 
Energieszenarien: Erwartungen und Notwendigkeiten 
 
 Die Existenz und Fortentwicklung moderner Industriegesellschaften ist verbunden 
mit einer ausreichenden, stetigen und verlässlichen Versorgung mit Energie. Die 
Sicherung der Energieversorgung stellt damit eine der wichtigsten gesellschaftlichen, 
wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen für die Menschheit dar. Es ist 
absehbar, dass der Primärenergiebedarf durch die steigende Weltbevölkerung und durch 
die ökonomischen und sozialen Entwicklungen in vielen bevölkerungsreichen 
Schwellenländern weiter stark wachsen wird. Die bisher vorwiegend genutzten 
Primärenergieträger (Öl, Gas, Kohle) sind bedingt durch ihre absehbare 
Ressourcenknappheit wie auch durch die mit ihrer Nutzung verbundenen CO
2-
Emissionen und dem damit gespeisten Treibhauseffekt nicht in der Lage, den 
absehbaren Bedarf zu befriedigen. Hinzu kommt die insbesondere für das rohstoffarme 
Europa problematische Abhängigkeit von politisch schwer berechenbaren und damit 
nicht ausreichend zuverlässigen Handelspartnern für die Versorgung mit Öl und Gas. Die 
Bedeutung des Themas zeigt sich u.a. in entsprechenden Aktivitäten auf EU-Ebene: im 
März 2006 wurde mit dem "Grünbuch zu einer europäischen Strategie für nachhaltige, 
wettbewerbsfähige und sichere Energie" die Konsultation der europäischen 
Öffentlichkeit begonnen. Aber auch hier werden wichtige Innovationsthemen wie 
Energieversorgung im Verkehrssektor oder Energiespeicherung nicht angemessen 
berücksichtigt. Dies belegt deutlich, wie schwierig ganzheitliche Ansätze zur 
Energietechnologie sind und wie sehr das breite Bewusstsein für eine nachhaltige 
Energiewirtschaft in der Öffentlichkeit, ab er auch bei den einschlägigen Fachleuten, 
noch entwickelt werden muss.  
  
Seit der ersten Energiekrise von 1973 werden fortschrittliche und in ihrer 
Perspektive nachhaltige Energietechnologien für die Gewinnung, Speicherung, Wandlung 
und Nutzung von Energie weltweit erforscht und seit kurzem verstärkt zum 
technologischem Einsatz gebracht. Es ist allgemein akzeptiert und in einer Reihe von 
Energieszenarien prognostiziert, dass ab dem Jahr 2050 die Nutzung der 
kohlenstoffbasierten Primärenergieträge r reduziert wird und durch erneuerbare 
Primärenergien ersetzt werden muss. Ein häufig diskutiertes alternatives Szenario ist die  
H
2-Energiewirtschaft auf der Basis regenerativer Primärenergieerzeugung. Andere 
Konzepte bauen auf die Fortentwicklung der Kernenergie, bei der die Nutzung der 
Kernspaltung eine Übergangslösung darstellt;l etztlich bedeutet nur die Realisierung der 
Kernfusion  von den Ressourcen her eine unerschöpfliche und konzentrierte 
Primärenergiequelle. Die gesellschaftliche Akzeptanz der alternativen Energieszenarien 
leidet aber unter den nach wie vor vorhandenen Schwächen; die regenerativen 
Primärenergiequellen sind bisher noch relativ teuer und haben bei weitem nicht ihre 
physikalisch definierten Möglichkeiten erreicht; die Nutzung der Kernenergie ist aufgrund 
der vorhandenen Risiken (Kernspaltung, Plutoniumwirtschaft, Endlagerung) oder bisher 
nicht demonstrierter Funktionsfähigkeit (Kernfusion) umstritten. Aus diesen Gründen gibt 
es bisher keine gesellschaftlich allgemein akzeptierten Handlungsoptionen für zukünftige 
Energieszenarien, obwohl dringender Handlungsbedarf besteht.

Jaegermann, Janicka, 4 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
Es ist offensichtlich, dass ein Übergang weg von der bisher vorherrschenden 
angebotsorientierten Energiewirtschaft in sehr naher Zukunft politisch und technologisch 
gestaltet werden muss. Dabei wird auf absehbare Zeit eine Mischung verschiedener 
Primärenergieträger und Energietechnologien (Energiemix) genutzt werden mit einem 
stetigen Übergang zu nachhaltigen, möglichs t regenerativ erzeugten Energieträgern. Ein 
für die Gesellschaft und Industrie akzeptabler Übergang zu einer nachfrageorientierten, 
nachhaltigen und ganzheitlichen Energiewirtschaft muss daher auf folgende 
Leitprinzipien aufbauen: 
 
Leitprinzip 1: Der Übergang zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft erfolgt 
graduell ausgehend von stetig zu verbessernden klassischen 
Energietechnologien. 
Leitprinzip 2:  Jede zukünftige En ergiewirtschaft setzt die Integration 
unterschiedlicher Energietechnologien zu einem ökonomisch und 
ökologisch akzeptablen Energiemix voraus. 
Leitprinzip 3:  Die Entwicklung und Implementierung regenerativer und 
nachhaltiger Energietechnologien erfolgt evolutionär unter 
Verwendung kybernetischer Optimierungsstrategien in der 
Kombination komplexer Netze unterschiedlicher 
Energietechnologien zu einer ganzheitlichen Energiewirtschaft. 
 
Die für die Umgestaltung der Energiewirtschaft notwendigen wissenschaftlichen 
und technologischen Kenntnisse, die eine wissensbasierte und Ziel führende Planung, 
Erforschung, Entwicklung, Gestaltung und Umsetzung vorhandener Energietechnologien 
zu nachhaltigen Energiesystemen ermöglichen, sind eine wissenschaftliche und 
technologische Herausforderung für die nahe und ferne Zukunft. Die gesellschafts-, 
natur- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen für die dringend notwendige 
Umgestaltung der Energiewirtschaft sind eine besondere Herausforderung für 
Universitäten und öffentlich und industrie ll finanzierte Forschungsinstitute. Die 
Forschung verlangt Expertise und Infrastruktu r in vielen unterschiedlichen Disziplinen, 
und der unverzichtbare wissenschaftliche Austausch sollte möglichst innerhalb der 
Institution möglich sein. Die TU Darmstad t will sich mit ihren breit aufgestellten 
Forschungsaktivitäten zum Thema Energie (siehe Tabelle im Anhang 5)) dieser 
Herausforderung stellen durch die Gründung des interdisziplinären Forschungs- und 
Entwicklungszentrums  
 
TUD Energy Center 
 
Die Beteiligung einschlägig interessierter Industrieunternehmen - insbesondere aus dem 
lokalen Umfeld - und der politischen und ö ffentlichen Entscheidungsträger - aus Bund, 
Land, und Stadt - ist für die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen 
unabdingbar. Die TU Darmstadt will mit dem TUD Energy Center die dafür dringend 
benötigte Plattform mit der notwendigen Interdisziplinarität, Neutralität und 
wissenschaftlichen Stringenz bieten. 
 
 
Orientierung und Aufgaben des TUD Energy Centers 
 
 Die dringend notwendige Umgestaltung der Energieversorgung und –nutzung ist 
in letzter Zeit aufgrund der politisch en und umweltpolitischen Entwicklungen immer 
stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkei t und der politischen und industriellen 
Entscheidungsträger gerückt. Trotzdem hat die Energieforschung nicht den

Jaegermann, Janicka, 5 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
gesellschaftlichen Stellenwert, der den gew altigen anstehenden Herausford erungen 
entspricht. Es gibt zwar eine Reih e von en ergieorientierten Forschungsinstitutionen wie 
auch eine Vielzahl von energiebezogenen Lehrstühlen insbesondere an technischen 
Universitäten mit klassi schen Energiethemen,  zunehmend aber auch mit regen erativen 
Energiethemen. Die dort betriebene Forschung läuft jedoch zu  einem gr oßen Teil  
voneinander entkoppelt ab - wie es bisher auch an der TUD überwiegend de r Fall ist. 
Dies spiegelt die Situation der hergebrachten Energietechnologie wid er, in der in einem 
unidirektionalen Energi efluss verschiedene P rimär-Energieträger jew eils für sp ezifische 
Anwendungen (Wärme, Elektrizität, Transport) genutzt werden ( Abb. 1). Die abs ehbare 
Entwicklung zur verstärkten Nutzung erneuerb arer Energietechnologien geko ppelt mit 
der Integration klassischer Systeme führt dagegen  zu eine m komple xen Netz 
unterschiedlicher Energiesysteme mit multidirektionalen Flüssen von Energie (Abb. 1 ). 
Die dafür notwendigen Forschu ngs- und Entwicklungsaufgaben setzen in ter- und  
transdisziplinäre Ansätze von der Grundlagenforschung bis zur indu striellen Umsetzung 
voraus.  
 
    
gleich der Struktur der Energiewirtschaft: heut
 Energienutzung; zukünftig, nachfrageorientierte
egrierten Netzwerk von Energiesystemen  
Das TUD Energy Center soll in
unter Beteiligung außeruniversit ärer Institu t
 
 
Abb. 1: Ver e, angebotsorientierter unidirektionaler 
Fluss der  multidirektionale Energieflüsse in einem 
komplex int
 
  Kooperation unterschiedlicher Disziplinen und  
ionen folgende Aufgaben im Energ iesektor 
tion, Service und Öffentlichkeitsarbeit 
Die o saufgaben erstrecken sich in kooperativen und 
transdisziplinären Aufgabenstellungen von der Grundlagenforschung zur 
n n den Geisteswissensch aften ü ber die  
at w . 
ie a den einzelnen Aufgaben spiegelt die 
or se wider (Abb. 2). 
übernehmen: 
 
• Forschung und Entwicklung 
 
• Ausbildung und Fortbildung 
 
• Demonstration, Tests und Implementierung 
 
• Informa
 
 F rschungs- und  Entwicklung
A
n
we dungstechnologie, von 
ur issenschaftlichen Grundlagen bis zu ingenieurwissenschaftlichen Umsetzungen
 d für vorgesehene Organisa tionsstruktur mit D
v ge henen interaktiven Wechselwirkungsprozesse

Jaegermann, Janicka, 6 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
Energy Center
chair /
board
training 
education
service
public relation
demonstration
research
engineering
development
institutes
at TUD
and
…
experts,
profes-
sionals
public, industries
decision makers
households, industry, consumers
assessment, 
risc/benefit-
analysis
energy demands, development
needs, ecologic and economic issues
researchstudents,
 
 
Abb. 2: Organisationsstruktur des geplanten Energy Centers 
 
Die wissenschaftlichen Aufgaben am TUD Energy Center sind folgendermaßen zu 
klassifizieren: 
 
• Stärkung der wissenschaftlichen Basis für die I mplementierung 
erneuerbarer und nachhaltiger Energietechnologien; 
• Stä oraussetzungen 
für die Verbesserung klassischer Energietechnologien; 
gsstrategien zur Integration diverser Energietechnologien z u 
komplexen Netzen; 
ung zunehmen d au f 
 
Ebe o
Übergang der
 
• cheidungsträgern 
in Wirtschaft und Politik; 
Testsystemen, Integrationstechnologien , 
Managementstrategien; 
r klassischer und neu entwickelter erneuerbarer 
 
Das U
der Verfügbar
Energietechno llen. Weitere Implikationen und Voraussetzungen 
des notw d
rechtlichen 
Entwicklungen zu berücksichtigen. Dazu kommen die notwendigen Ausbildungsaufgaben 
zum Aufbau und zur Sicherung einer ausreichenden Zahl breit ausgebildeter Fachleute im 
rkung der wissenschaftlichen  und technologischen V
• Erarbeitung kybernetischer Managementstrukturen und 
Optimierun
• Erarbeitung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und rechtlicher 
Rahmenbedingungen i n der Akzeptanz und Nutz
Nachhaltigkeit orientierter Energiewirtschaftsstrukturen. 
ns  wichtig sind folgende Di enstleistungsaufgaben als Grundlage für den 
 Energiewirtschaft: 
• Ausbildung und Weiterbildung von Studierenden und  Fachleuten aus 
Forschung und Industrie; 
Information und Bildun g der Öffen tlichkeit und von Ents
• Entwicklung und Verbesserung von Beur teilungskriterien, Bewertungs-
maßstäben, 
• Aufbau und Test von Demonstratoren, Expertenrat für die Einrichtung und 
Integration fortentwickelte
Energietechnologien. 
 T D Energy Center kann und soll eine unabhängige und objektive Analyse 
keit, Anwendbarkeit, Effizienz, Kosten und des Nutzens unterschiedlicher  
logien zur Verfügung ste
en igen Technologiewandels im  gese llschaftlichen, wirtschaftlichen und  
Kontext sind bereits zu  Beginn  der ing enieurwissenschaftlichen

Jaegermann, Janicka, 7 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
wissen
nd Lehre, die Unabhängigkeit von Interessengruppen sowie der stetige 
Zustrom junger ambitionierter Talente.  
die Aufgaben und Aktivitäten jenseits der 
traditionellen Kategorien und Disziplinen dar, die für die Weiterentwicklung der 
klassischen Energietechnologien mit zunehmender Integration regenerativer 
Energiesysteme zur Etablierung einer nachhaltigen Energiewirtschaft notwendig sind. In 
einem offenen und anregenden Umfeld sollen inter- und transdiziplinäre 
Forsch
Dazu ist die Unterstützung und Kooperation der verschiedenen TUD-
Schlüsselinstitute mit Energie-Schwerpunkthemen unabdingbar, die bereits ihre 
Bereits
schaftlichen, wie auch im technischen Bereich. Ebenso sind die Verhaltensmuster 
der Gesellschaft den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen, was nur durch eine 
zielgerichtete Informationsaufbereitung und Schulung breiter Bevölkerungsschichten 
möglich ist.  
 
Das TUD Energy Center bietet mit den spezifischen Möglichkeiten einer 
ausgezeichneten Technischen Universität dafür ideale Bedingungen, die in ihren viel 
versprechenden Perspektiven genutzt werden sollen: die mögliche Interdisziplinarität 
durch eine breite Fächervielfalt, das hohe Niveau und die Flexibilität in der nutzbaren 
apparativen Ausstattung und wissenschaftlichen Expertise, die etablierten Strukturen für 
Ausbildung u
 
 
Organisation des TUD Energy Centers 
 
Das TUD Energy Center stellt als instit utionalisiertes Forschungszentrum der TU 
Darmstadt unter Beteiligung von Industrieunt ernehmen und öffentlichen Institutionen 
den organisatorischen Rahmen für 
ungsaktivitäten gefördert und bearbe itet werden. Es sollen Studenten und 
Fachleute im Beruf aus unterschiedlichen Disziplinen in dem breiten Kenntnisspektrum 
für eine ganzheitliche ausgelegte nachhaltige Energiewirtschaft aus- und fortgebildet 
werden. Es müssen abgesicherte und aussagekräftige Bewertungsverfahren entwickelt 
und angewandt werden, die eine unabhängige und glaubwürdige Bewertung der 
Energietechnologien in ihren Nachhaltigkeitsindikatoren erlaubt. Des Weiteren ist die 
Kommunikationslücke zwischen Wissenschaftlern, Entscheidungsträgern und der 
Bevölkerung zu schließen, so dass eine Energiepolitik mit Langzeitperspektive möglich 
wird.  
 
Aufgrund der Komplexität des Themas sind Erfolge nur zu erwarten, wenn die 
Organisation des Zentrums auf die Init iierung und Durchführung kooperativer Projekte 
und Aufgaben ausgerichtet ist. Dabei sollen jeweils unabhängige und 
selbstverantwortliche Experten in ihrem Feld zusammenarbeiten, wobei die Themen 
möglichst von Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen bearbeitet werden 
sollen. 
chaft zur Zusammenarbeit und Mitwir kung innerhalb des Energy Centers erklärt 
haben (Tabelle 1). Ihre Beteiligung ist analog zur Beteiligung an der Exzellenz-
Graduierten-Schule GENESIS@TUD. Das "Managing Board" ist für die Führung des 
Energy Centers als auch für die Führung der Graduiertenschule verantwortlich. Das 
"Managing Board" agiert als Nukleus und Initiator für die Zusammenführung der 
existierenden Forschungs- und Lehraktivitäten. Es soll zusammen mit den leitenden 
Wissenschaftlern an der TUD und den kooperierenden Organisatoren Forschungs-, 
Ausbildungs- und Aktivitätsschwerpunkte für eine nachhaltige Energiewirtschaft 
definieren und umsetzen sowie das TUD Energy Center in der Öffentlichkeit und 
gegenüber Organisationen repräsentieren.

Jaegermann, Janicka, 8 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
Forschung am TUD Energy Center 
 
Alle derzeitigen und zukünftigen energiebezogenen  Forschungsaktivitäten der TU 
Darmstadt sollen im Energy Center zusammengeführt u nd dokumentiert werden, um die 
starke Dynamik der  bereits laufenden Forschungsprojekte in der öffentlichen  
Aufmerksamkeit siche rzustellen. Die leitenden Wissenschaftler der Institu te b leiben in 
der persönlichen Verantwortung für Forschu ng und Le hre. Das E nergy Center wird  
men liefern für Initiierung, Definition und Umsetzung 
von neuen, insbesondere transdiziplinären  Forschungsthemen in Richtung auf eine 
en); 
• Verbesserte thermochemische Energiewandler, 
ietechnologien, Geothermie, Innovative Konzepte für 
Niedrigenergiehäuser (Energieeffizientes Bauen); 
elle Kraftwerke), Steigerung 
 
 
 
Abb. 3: Forschungsschwerpunkte und deren Vernetzung im TUD Energy Center 
lediglich den organisatorischen Rah
nachhaltige Energiewirtschaft als Energienetzwerk unterschiedlicher Primärenergieträger 
und Energietechnologien (Energiemix). Dabei soll kontinuierlich der Beitrag regenerativer 
und damit nachhaltiger Energiesysteme gesteigert werd en. Die Hauptforschun gsthemen 
orientieren sich an den inhaltlichen Schwerpunkten an d er TUD und den zu erwartenden  
wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Erfo lgen. Industriepartner und die  öffentlichen  
Entscheidungsträger sollen und müssen an der Auswahl und U msetzung der Theme n 
beteiligt werden. Für die materielle Unte rstützung ist eine Mischung öffentlich er und 
privater (industrieller) Forschungsmittel anzustreben.  
 
 Die zur Zeit definierten und miteinander zu vernetzenden 
Forschungsschwerpunkte der TUD sind auf folgende Themen ausgerichtet ( detaillierte 
Beschreibung im Anhang, Abb. 3): 
 
• Erneuerbare Energiesysteme (Photovoltaik , Biomasse) und ihre Integration über 
Speicher und Wandler (Brennstoffzellen, Batteri
Schadstoffreduktionstechnologien, CO 2-Entfernung und  Speicherung, Nutzun g 
synthetischer Brennstoffe;. 
• Lokale Integration von Energ
• Optimierung der elek trischen Energieversorgungsnetze, Einbin dung dezentraler 
Energieerzeuger (Netzbetrieb, Systemführun g, Virtu
der Energi eeffizienz in den Sc hwerpunktsanwendungen (60% der Nutzun g 
elektrischer Energie li egen bei d er Antriebstechnik in Industrie, Verkehr und  
Haushalt).

Jaegermann, Janicka, 9 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
 
Die verschiedenen Forschungsschwerpunkte si nd jeweils, bedingt durch ihre Historie, 
schwerpunktmäßig unterschiedlichen Fachbereichen zugeordnet und sollen dort auch 
führend weiter betrieben werden. Dabei kommt den ingenieurwissenschaftlichen 
Fachbereichen Elektrotechnik (EE) und Bauingenieurwesen (CE) u.a. die Aufgabe zu, die 
im Maschinenbau (ME) und den Naturwissenschaften (Ch, Geo, Ph, MS) erarbeiteten 
Effizienzsteigerungen und Systemverbesserungen in klassischen und erneuerbaren 
Energietechnologien in lokalen und dezentralen Netzen zu integrieren und damit für den 
Konsumenten zur Nutzung zu bringen. Da unterschiedliche Systeme und Technologien 
zum Einsatz kommen, sind dafür mit den Methoden der Mathematik (M) geeignete 
Netzwerkstrukturen zu entwerfen, zu managen und zu optimieren. Zusätzlich sind die 
Erwartungen und die Akzeptanz der Gesellschaft und damit die Umsetzungsperspektiven 
zu berücksichtigen (A, E, L). In allen Forschungsschwerpunkten sollen daher zum einen 
kurzfristige Ziele definiert und bear beitet werden, die auf etablierten 
Forschungsprojekten aufbauen und innerhalb kurzer Zeit durch die Zusammenführung 
bisher s lassen. 
um anderen sind parallel dazu auch langfristige und risikoreiche Projektideen für 
 gesicherte und verlässliche Versorgung mit Energie zu einem 
onkurrenzfähigen Preis gewährleistet bleiben. Lösungsmöglichkeiten sind nur bei 
tegration (Kombination) von stetig weiterentwickelten und effizienteren „Klassischen 
nkurrenzfähigen sowie innovativen 
euen Energietechnologien“ zu erwarten, die einen Energiemix mit zunehmenden Anteilen 
eparierter Themenfelder neue Erken ntnisse und Perspektiven erwarten 
Z
innovative Energieszenarien zu identifizieren, die über neue Lösungsansätze in den 
Basistechnologien verbunden über die Integration klassischer Forschungsfelder eine 
ganzheitliche Lösung der Energieproblematik ermöglichen. Dazu sollen auch 
nichttraditionelle revolutionäre Ansätze in der Grundlagenforschung beitragen, die durch 
Integration und Vernetzung von Wissenschaftlern mit einem anderen Hintergrund 
möglich werden. 
 
 
Ausbildung und Weiterbildung am TUD Energy Center 
 
Im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes hat die TU Darmstadt eine Graduierten-
Schule zum Thema Energie eingereicht und ist aufgefordert worden, einen Vollantrag zu 
stellen, der maßgeblicher Teil des Aus- und Weiterbildungskonzepts des TUD Energy 
Centers ist. Der Auftrag der Graduierten Schule für Energiewissenschaft, 
Energieingenieurwissenschaft und Energiebezogene Interdisziplinäre Studien , 
GENESIS@TUD, besteht in der notwendigen multidisziplinären Ausbildung der kommenden 
Generation leitender Energie-Ingenieure, die den wichtigsten natur- und 
ingenieurwissenschaftlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Herausforderungen 
durch einen ganzheitlichen Ansatz gerecht werden. Ihre Aufgabe wird es sein, wie bereits 
oben beschrieben die wissenschaftliche Basis für einen kontinuierlichen Übergang der heute 
dominierenden kohlenstoffbasierten, nicht erneuerbaren Energiequellen zu einer zukünftigen 
Energieversorgung durch erneuerbare und umweltfreundliche Energiequellen zu erarbeiten. 
Dabei muss die
k
In
Energietechnologien“ mit weiterentwickelten und damit ko
„N
erneuerbarer Primärenergien ergeben. Energienetze, die die Produktion und Speicherung 
sowie den Transport und Verbrauch von Energie auf unterschiedlichen Ebenen mit einem 
multidirektionalen Energiefluss ermöglichen, müssen geschaffen, optimiert und organisiert 
werden.  
 
Die zukünftigen Energie-Ingenieure sollen zur Realisierung einer integrativen und 
ganzheitlichen Strategie für eine nachfrageorientierte und effiziente Energieversorgung unter 
Minimierung der negativen Einflüsse auf Umwelt und Gesellschaft beitragen. Um dieses Ziel 
zu erreichen, soll die anerkannte, bislang jedoch nicht koordinierte Expertise in den 
unterschiedlichen Fachbereichen und Fachgebieten der TU Darmstadt zusammengeführt

Jaegermann, Janicka, 10 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
werden, um die Ausbildung und Forschung zur Entwicklung einer nachhaltigen 
Energietechnologie miteinander zu verzahnen. Die Grundlage des vorgeschlagenen 
Curriculums ist ein umfassender Zulassungsprozess nach dem Bachelor-Abschluss, um die 
besten Kandidaten auszuwählen. Danach folgt ein Studien- und Forschungsprogramm, das 
aus einer Vorbereitungs- und einer Forschungsphase für die Dissertation besteht und mit 
dem Abschlussgrad "Dr.-Ing." oder "PhD" abschließt. Neben qualitativ hochwertigen und neu 
geschaffenen interdisziplinären Kursen stellen die frühe Einbindung der Graduierten in 
Forschungsprogramme, die Vermittlung von Zusatzqualifikationen sowie ein umfassendes 
Mentoren- und  Betreuungskonzept wesentliche Schlüsselelemente der Ausbildung dar. Die 
an der TU Darmstadt vorhandene Stärke in Natur-, Ingenieur- und Geisteswissenschaften 
soll verein
igt werden, um signifikante Beiträge in der Ausbildung, Forschung und Umsetzung 
on fortschrittlichen Energietechnologien zu leisten. Eine institutionalisierte enge 
Zusam
v
menarbeit zwischen Hochschule, Industrie, Regierung und Öffentlichkeit ist ein 
integraler Teil von GENESIS@TUD, um den vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen 
Energie- und Umweltfragen, aber auch den technologischen, ökonomischen und sozialen 
Implikationen einer nachhaltigen Energiezukunft gerecht zu werden.  
 
Die Lehrinhalte, die für die Ausbildung der Energie-Ingenieure zusammengestellt 
werden, sollen ebenfalls für die Weiterbildung bereits im Beruf stehender Fachleute genutzt 
werden. Darüber hinaus soll ein Angebot spezifischer Masterprogramme für die Ausbildung 
von Energie-Ingenieuren aus Schwellenländern genutzt werden, die für den Aufbau und 
Ausbau bisher nicht etablierter Energiewirtschaften neue Ansätze benötigen.

Jaegermann, Janicka, 11 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
 
Anhang: 
 
1) Interdisziplinäre Forschungsansätze im Bereich Regenerativer Energietechnologien 
an der TUD 
 
− Verbesserung der Wirkungsgrade und ökonomischen Konkurrenzfähigkeit von 
Einzelsystemen: 
 
Photovoltaik 
ƒ Dünnschichttechnologien Æ neue Bauelementstrukturen und neue 
Materialkombinationen,  
ƒ Hochleistungskonzepte Æ Kombination mehrerer Absorber durch Erforschung von 
Kompositmaterialien 
 
Brennstoffzellen 
ƒ CO resistente Brennstoffzellen Æ neue Katalysatoren für PEMFC, Optimierung Träger, 
Elektrolyte (Polymer und Festkörper) und Gesamtsystem,  
ƒ Brennstoffzelletechnologie Æ Verbesserte Herstellungsverfahren für 
Dickschichttechnologie 
 
Hochleistungs-Batterien 
ƒ Stabile, effiziente und preiswerte Li-Ionen-Batterien Æ Entwicklung neuer Kathoden, 
Dünnschichttechnologie für künstliche Schutzschichten und Elektrolyte, Komposit-
Perkolationsstrukturen aus porösen Träger und aktivem Material 
 
Biomasse 
ƒ Erweiterung der stofflichen Basis für Biomasse Æ neue Katalysatoren und 
Umsetzungsbedingungen für die Herstellung von Brennstoffen aus Biomasse,  
ƒ Effizientere Nutzpflanzen Æ neue Botanik-Professur 
 
H2-Speicher  
ƒ Verbesserte Gas(H 2)-Speichersysteme Æ Erforschung von Einschlussverbindungen, 
porösen Silicagelen, Blockcopolymeren, metastabile Legierungen und Metall-
Organischen Gerüststrukturen als Gasspeicher 
 
 
− Integration der regenerativen Energietechnologien über Speicher und Wandler: 
 
Synthetic Fuels (H2-Technologie, Methanol) 
ƒ Kopplung regenerativer Energiequelle mit Brennstofferzeugung Æ Photokatalytische 
Systeme zur direkten Brennstofferzeugung, Kopplung Stromgewinnung und 
Elektrolysesysteme, Umsetzung H
2 zu Designer-Brennstoffen (Methanol etc.) 
ƒ Speicherverfahren für Brennstoffe Æ klassische Gasspeicher im Vergleich zu 
neuartigen Speichersystemen (s. o.) 
ƒ Neue Konvertersysteme Æ Optimierung und systematischer Vergleich von 
Brennstoffzellen, Mikroverbrennungsystemen, katalytische Konverter 
ƒ Integration der Einzelsysteme Æ  Aufstellung von Energie-Netz-Strukturen und 
Entwicklung der Integration durch mathematische Opimierungsstrategien

Jaegermann, Janicka, 12 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
2) Interdisziplinäre Forschungsansätze im Bereich Verbrennungstechnik an der 
TUD 
 
− Weiterentwicklung thermochemischer Konverter 
 
ƒ Verbesserung der Wirkungsgrade klassischer Verbrennungstechnik Æ neue 
Kreisprozesse, Hochtemperaturwerkstoffe, fortschrittliche Auslegungserfahren 
ƒ umweltfreundlich und ressourcenschonende Verbrennung klassischer Brennstoffe Æ 
Schadstoffreduktionsstrategien 
ƒ Neue Verbrennungstechnologien im Rahmen der Wasserstofftechnologie und 
sogenannter „Biofuel“ und Designerbrennstoffe Æ Voraussetzung für Integration 
ƒ Entwicklung von CO 2-Entfernungs und Speicherstrategien (CCS-Technologies) Æ 
fortschrittliche Verfahren wie „Carbon-Looping“ 
 
− Integration der Verbrennungstechnik mit regenerativen Energiesystemen 
 
ƒ Synthetic Fuels (H 2-Technologie, Methanol Æ Kopplung regenerativer Energiequellen 
mit Brennstofferzeugung Æ Photokatalytische Systeme zur direkten 
Brennstofferzeugung  
ƒ Integration von Verbrennungstechnologien in Photovoltaik- und Solarthermiesysteme 
Æ Umwandlung als H2 oder angereichert mit C-Bestandteilen Æ Brennstoffzellen, 
Gasturbinen, Hydrid-Kraftwerke Æ weiter Leistungsbereich von wenigen KW bis 
einige hundert MW  
ƒ Nutzung der Verbrennungstechnik im Rahmen von Energiespeicherkonzepten 
ƒ Optimierung der Schaltung und der Betriebsparameter 
 
− Integration von Verbrennungstechnologien bei der „Biofuel“-Umwandlung 
 
ƒ Verbrennungseigenschaften von Bio-Fuels Æ Schadstoffe, Zünd- und 
Löschverhalten, Stabilität, Verschmutzungsverhalten 
ƒ Erzeugung von komplexen Brennstoffen auf pflanzlicher Basis Æ Untersuchung des 
Verbrennungsverhaltens  
ƒ Entwicklung technische Konzeptionen zur Energieerzeugung ÆKopplungsprozesse 
ƒ Optimierung der Schaltung und der Betriebsparameter

Jaegermann, Janicka, 13 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
 
3) Interdisziplinäre Forschungsansätze in der Elektrischen Energietechnik 
 
− Dezentrale Energiewandlung: 
ƒ Änderung von Lastflussrichtungen Æ Entwicklung neuer Strategien der Netzführung 
und der Schutztechnik 
ƒ Unregelmäßigkeit und Unzuverlässigkeit der Einspeisung, kein Beitrag zur Regelung 
des Netzes Æ Verbesserte Regelbarkeit dezentraler Anlagen 
ƒ Zusammenfassen zu virtuellen Kraftwerken Æ  Einsatz der Informations- und 
Kommunikationstechnik und des Internets, mathematische Optimierungsstrategien 
ƒ Nutzung der gewonnen Energie vor Ort z.B. durch neue Speicherverfahren Æ 
Druckgasspeicher in Kombination mit Gasturbinen, Wasserstoffwirtschaft, 
elektrochemische Energiespeicher, Optimier ungsstrategien (welches Speichermedium 
ist auf welcher Skalierungsebene optimal?) 
ƒ "Offshore"-geeignete Übertragungstechniken (Seetauglichkeit von Materialien und 
Systemen, Mittelspannungs-Gleichstromübertragung) 
− Koexistenz zentraler und dezentraler Strukturen: 
ƒ technisch optimierter und gesellschaftlich akzeptierter Ausbau bestehender 
Verbundsysteme Æ höhere Ausnutzung, Kompaktierung von Anlagen und Leitungen 
z.B. durch Einsatz innovativer autoadaptiver Isolationssysteme, soziologische und 
juristische Aspekte 
ƒ Weiterentwicklung innovativer Übertragungskonzepte wie HGÜ, FACTS, 
Hochfrequenzsysteme 
− Energieeffizienz: 
ƒ in Antriebs- und Transportsystemen (Wirkungsgradsteigerung, Einsatz innovativer 
Stromrichtertechnik, Einsatz dezentraler Energiespeicher), elektrischen 
Energieerzeugern (Wirkungsgradsteigerung), Beleuchtungssystemen (neue 
Lichtwandler, hybride Konzepte Kunst- und Tageslicht), Elektronik-, 
Datenverarbeitungs- und Kommunikationssysteme (Low-Power-Technik), intelligente 
Standby-Funkionen 
ƒ Hybridsysteme zur optimierten Nutzung der temporär am einfachsten verfügbaren 
Energieform Æ Optimierungsstrategien zum Verbundbetrieb 
ƒ Prozessoptimierungen, Monitoring und Diagnose unter Verwendung aktueller und 
künftiger Signal- und Informationsverarbeitungsverfahren 
ƒ Weiterentwicklung neuer Werkstoffe und Systeme (z.B. SiC für Leistungshalbleiter, 
Supraleitung) 
− Liberalisierung des Marktes: 
ƒ Verbesserung von Lastflussprognosen in Verbundnetzen 
ƒ Akzeptierte Methoden zur Ermittlung angemessener Nutzungsentgelte Æ 
volkswirtschaftliche und juristische Aspekte 
ƒ Ausbau und optimierte Nutzung vorhandener Übertragungskapazitäten 
ƒ Entwicklung von Asset-Management-Strategien Æ  betriebswirtschaftliche Aspekte

Jaegermann, Janicka, 14 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
 
4) Interdisziplinäre Forschungsansätze im Bereich „Energy Efficient Buildings“ 
 
• Reduzierung Primärenergieverbrauch 
ƒ Erneuerbarer Energien → Nutzung regenerativer Quellen 
ƒ Isolierung / Dämmung → verbesserter Wärmehaushalt 
ƒ Erhöhung der Effizienz bei der Energienutzung → Optimierung von 
Klimatisierungstechnologien und Wirkung des Nutzerverhaltens 
ƒ Vernetzung von Erneuerbaren Energiequellen und Bedarf (MSR) 
 
• Erschließung der Nutzung von Bauwerken als Energieerzeuger 
ƒ Geothermie 
ƒ Photovoltaik 
ƒ Solarthermie 
ƒ Energie-Rückgewinnung 
 
• Vernetzung unterschiedlicher Disziplinen in Forschung und Entwicklung 
ƒ Bauphysik 
ƒ Technische Gebäudeausrüstung 
ƒ Geotechnik / Geothermie 
ƒ Energietechnik 
ƒ Thermodynamik 
ƒ Bauteiltemperierung 
ƒ Life Cycle Assessment 
 
• Integration von Forschung und Entwicklung 
ƒ Fachbereichsübergreifende F+E 
− Prozess- und Verfahrensoptimierung 
− Entwicklung und Fortschreibung der Entwurfs- und Bemessungsprozeduren 
− Gesellschaftliche Akzeptanz und Rahmenbedingungen / Finanzierung 
− rechtliche und normative Regelungen 
− ee-bau / wirtschaftsnahe Forschung 
ƒ Start-Ups / Ausgründungen

Jaegermann, Janicka, 15 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
 
5) Maßgeblich beteiligte Wissenschaftler der TU Darmstadt: 
 
Nr. Name (Titel Vorname Nachname)  Fachbereich/Institut/Fachgebiet 
1 Prof. Dr. G .Balzer Elektrotechnik / Elektrische Energieversorgung  
2 Prof. Dr. C. Berger Maschinenbau / Werkstoffkunde 
3 Prof. Dr. A. Binder Elektrotechnik / Elektrische Energiewandlung 
4 Prof. Dr. B. Epple Maschinenbau / Energiesysteme und 
Energietechnik 
5 Prof. Dr.C. Graubner Bauingenieurwesen und Geodäsie / Institut für 
Massivbau 
6 Prof. Dr. T. Hartkopf Elektrotechnik / Regenerative Energien 
7 Prof. Dr. C. Helm Rechts- und Wirtschaftswissenschaften / 
Volkswirtschaftslehre, Angewandte 
Mikroökonomik und Institutionenökonomik 
8 Prof. M. Hegger Architektur / Entwerfen u. Energieeffizientes 
Bauen 
9 Prof. Dr. V. Hinrichsen Elektrotechnik / Hochspannungstechnik 
10 Prof. Dr. D. Hoffmann Physik / Kernphysik 
11 Prof. Dr. W. Jaegermann Materialwissenschaft / Oberflächenforschung 
12 Prof. Dr. J. Janicka Maschinenbau / Energie- u. Kraftwerkstechnik 
13 Prof. Dr. R. Katzenbach Bauingenieurwesen und Geodäsie / Institut für 
Geotechnik 
14 Prof. Dr. A. Martin Mathematik / Diskrete Optimierung 
15 Prof. Dr. C. Motzko Bauingenieurwesen und Geodäsie / 
Bauorganisation 
16 Prof. Dr. F. Müller-Plathe Chemie / Theoretische Physikalische Chemie 
17 Prof. Dr. C. Roth Materialwissenschaft / Erneuerbare Energien 
18 Prof. Dr. R. Roth Physik / Theoretische Kernphysik 
19 Prof. Dr. I. Sass Materialwissenschaft / Ingenieurgeologie  
20 Prof. Dr. L. Schebek Bauingenieurwesen und Geodäsie / Industrielle 
Stoffkreisläufe 
21 Prof. Dr. V. Schmidt Rechts- und Wirtschaftswissenschaften / 
Öffentliches Recht 
22 Prof. Dr. P. Stephan Maschinenbau / Technische Thermodynamik 
23 Prof. Dr. S. Ulbrich Mathematik /  Optimierung 
24 Prof. Dr. H. Vogel Chemie / Chemische Technologie 
25 Prof. Dr. A. Wirth Rechts- und Wirtschaftswissenschaften / 
Deutsches und Internationales Öffentliches und 
Privates Baurecht 
 
Beteiligte Einrichtungen: 
 
Institute und Einrichtungen der Sprecherhochschule Ort 
Fachbereich Chemie Darmstadt 
Fachbereich Maschinenbau Darmstadt 
Fachbereich Mathematik Darmstadt 
Fachbereich Physik Darmstadt 
Fachbereich Material- und Geowissenschaften Darmstadt

Jaegermann, Janicka, 16 TUD Energy Center 
Hinrichsen, Katzenbach 
 
Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik Darmstadt 
Fachbereich  Rechts- und Wirtschaftswissenschaften Darmstadt 
Institute und Einrichtungen weiterer beteiligter Hochschulen (wenn 
zutreffend) 
Ort 
  
  
Außeruniversitäre Einrichtungen (wenn zutreffend) Ort 
Staatliche Materialprüfanstalt Darmstadt 
Gesellschaft für Schwerionenforschung Darmstadt 
Forschungszentrum Karlsruhe Karlsruhe 
Kooperationspartner (ausgewählte Beispiele) Ort

anlage 2

14680 Zeichen

0)

2)

3)

6)

)

102)

6)

Beirat
des TU Darmstadt Energy Center e.V. i.G.
(Entwurf)

SATZUNG
81
NAME, SITZ, EINTRAGUNG, GESCHÄFTSJAHR
Der Verein führt den Namen "Beirat des TU Darmstadt Energy Center e.V.“
Der Verein hat seinen Sitz in Darmstadt.

Der Verein ist am dd.mm.jj im Vereinsregister unter Nr. VR xyz beim Amtsgericht
Darmstadt eingetragen worden.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

82
ZWECK DES VEREINS

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke zur
Förderung von Forschung und Lehre im TU Darmstadt Energy Center der Tech-
nischen Universität Darmstadt.

Der Verein fördert und unterstützt die Arbeit und Konzeption des TU Darmstadt
Energy Center der TU Darmstadt.

Der Satzungszweck wird verwirklicht durch:

1. Unterstützung wissenschaftlicher Kontakte zwischen Mitgliedern des Ver-
eins, Wissenschaftlern, Forschungsinstituten und Forschungsgemeinschaften.

2. Beiträge zur Ausstattung des TU Darmstadt Energy Center (Literatur, Geräte,
Werkzeuge, Arbeitsplatzausstattung usw.).

6)

(5)

3. Bewilligung von Mitteln zur Durchführung von wissenschaftlichen Semina-
ren und vergleichbaren Veranstaltungen für Vereinsmitglieder und Dritte.

4. Bewilligung von Stipendien für die Studierenden der Graduiertenschule
GENESIS@TUD und für die Durchführung wissenschaftlicher Arbeiten auf
den jeweiligen Forschungsgebieten des TU Darmstadt Energy Center.

5: Bewilligung von Beihilfen zur Deckung von Kosten bei der Erstellung
wissenschaftlicher Veröffentlichungen.

6. Förderung der Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis und
umgekehrt von Praxisfragen in konkret formulierte Forschungsziele.

Zu diesem Zweck werden mit dem TU Darmstadt Energy Center u.a. die fol-
genden Aktivitäten ergriffen:

a) Durchführung von Seminaren, Workshops, Kolloquien, Konferenzen,
Vortragsveranstaltungen und Diskussionsgruppen für Vereinsmitglie-
der und Dritte.

b) Organisation und Vermittlung des Austausches von Praktikums- und

Arbeitsplätzen zwischen dem TU Darmstadt Energy Center und ande-
ren Forschungsinstituten oder der Industrie, auch im Ausland.

c) Unterstützung von Exkursionen für die Mitglieder des TU Darmstadt
Energy Center.

Der Zweck wird in finanzieller Hinsicht dadurch gewährleistet, dass die Mitglieds-
beiträge sowie die sonstigen finanziellen Mittel (z.B.: Fördergelder, Spenden) aus-
schließlich zu dem oben genannten Zweck verwendet werden.

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche

Zwecke.

1)

(2)

3)

(4)

162)

(6)

83
MITGLIEDER

Mitglieder des Vereins sind:

a) persönliche Mitglieder,
b) Firmen,

c) Verwaltungsorgane,

d) Ehrenmitglieder.

Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist die Bereitschaft, den Vereinszweck zu för-
dern. Über den Antrag auf Erwerb der Mitgliedschaft entscheidet der Vorstand.

Persönliche Mitglieder nach $ 3 (1a) sind natürliche Personen.

Firmen nach $ 3 (1b) sind BGB-Gesellschaften, Aktiengesellschaften, Gesellschaften
mit beschränkter Haftung und vergleichbare Organe der Wirtschaft.

Verwaltungsorgane nach $ 3 (lc) sind Ministerien, Bundes-, Landes- und
Kreisbehörden, Kommunen und kommunale Körperschaften, Gebietskörperschaften,
Universitäten und sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts (z.B. Kammern)
sowie Vereine und berufsständische Organisationen. Mitglieder nach $ 3 (1c) sind
beitragsfrei.

Ehrenmitglieder nach $ 3 (1d) sind Mitglieder, denen die Ehrenmitgliedschaft verlie-
hen worden ist. Die Ehrenmitgliedschaft kann natürlichen Personen verliehen wer-
den, die sich besondere Verdienste um den Vereinszweck, um die Wissenschaft oder
um die Entwicklung auf den Gebieten des TU Darmstadt Energy Center erworben
haben. Die Berufung erfolgt auf Vorschlag des Vorstandes durch die Mitgliederver-

sammlung.

Ehrenmitglieder sind beitragsfrei und haben, sofern sie kein persönliches Mitglied
sind, kein aktives und passives Wahlrecht.

1)

2)

(3)

(4)

(5)

(6)

g)

a)

’ $4
RECHTE UND PFLICHTEN DER MITGLIEDER

Mitglieder nach $ 3 (1a) bis $ 3 (1c) sind in der Mitgliederversammlung antrags- und

stimmberechtigt.

Mitglieder nach $ 3 (la) und $ 3 (1b) sind zur Zahlung eines Mitgliedsbeitrages ver-
pflichtet; ausgenommen von der Beitragspflicht sind Studierende, die persönliches
Mitglied nach $ 3 (1a) sind.

Die Festsetzung des Mitgliedsbeitrages erfolgt auf der Mitgliederversammlung.

Der Verein darf über die in seinem notwendigen Anlagevermögen und durch seine
Verpflichtungen gebundenen Mittel hinaus ein Vermögen nur vorübergehend zu
Zwecken ansammeln (Zweckvermögen), die durch $ 2 der Satzung bestimmt sind.
Ein Zweckvermögen in diesem Sinne ist zur weiteren Förderung der Arbeit des TU
Darmstadt Energy Center zu verwenden.

Der Verein haftet ausschließlich mit seinem Vereinsvermögen. Eine persönliche Haf-
tung besteht für seine Mitglieder nicht.

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder
durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

85
BEENDIGUNG DER MITGLIEDSCHAFT

Die Mitgliedschaft endet durch

a) Tod,

b) bei juristischen Personen und Personenhandelsgesellschaften durch
Beschluss der Liquidation oder der Eröffnung des Insolvenz-, Kon-
kurs- bzw. Vergleichsverfahrens,

c) Auflösung des Vereins,

d) Austritt,

e) Ausschluss.

2)

3)

6)

6)

(6)

(N

(8

Der Austritt kann mit einer Frist von drei Monaten zum Ablauf des Kalenderjahres
gegenüber dem Vorstand erklärt werden.

Der Ausschluss ist möglich, wenn ein Mitglied trotz zweimaliger Mahnung und
Fristsetzung unter Ankündigung der Ausschließung seinen Zahlungsverpflichtungen
gegenüber dem Verein nicht nachkommt. Der Ausschluss darf erst beschlossen wer-
den, wenn nach Zugang der zweiten Mahnung zwei Monate verstrichen sind, der
Zahlungsrückstand nicht ausgeglichen ist und in dieser Mahnung der Ausschluss an-
gedroht wurde. Ohne Anmahnung oder Fristsetzung ist ein Ausschluss möglich,
wenn ein Mitglied die Belange des Vereins schuldhaft in erheblichem Maße schädigt.

Die Entscheidung über den Ausschluss erfolgt durch einen mit Zweidrittel-Mehrheit
gefassten Beschluss des Vorstandes. Der Beschluss des Vorstandes über den Aus-
schluss wird dem Mitglied mitgeteilt.

Innerhalb der Frist des & 5 (3) kann das Mitglied schriftlich Stellung nehmen
(Einspruch).

Der Einspruch gilt durch Beschluss des Vorstandes nach 8 5 (4) als zurückgewiesen.
Einer gesonderten Begründung bedarf es nicht. Ein weiterer Einspruch ist nicht mög-

lich.

Soll dem Einspruch stattgegeben werden, so bedarf es hierzu ebenfalls einer
Zweidrittel-Mehrheit.

Bei Beendigung der Mitgliedschaft werden Geld- und Sachleistungen nicht erstattet.

Im Falle des Ausscheidens eines Mitgliedes sind noch ausstehende finanzielle Ver-
pflichtungen (Beiträge u.ä.) nachzuentrichten.

6)

@&

1)

2)

3)

(4)

6)

86
ORGANE DES VEREINS

Organe des Vereins sind:

a) der Vorstand,
b) die Mitgliederversammlung.

Jedes Mitglied dieser Organe verfügt über eine Stimme.

87
VORSTAND

Der Vorstand besteht aus mindestens sieben Personen:

dem Vorstandsvorsitzenden / der Vorstandsvorsitzenden, dem / der stellvertretenden
Vorstandsvorsitzenden, dem Schatzmeister / der Schatzmeisterin, der / die gleich-
zeitig Schriftführer / Schriftführerin ist, drei Beisitzern sowie aus dem Mitglied nach

$7 2).

Je zwei Vorstandsmitglieder sind Mitglieder nach $ 3 (la), nach $ 3 (1b) und
$3 (Ic).

Der Direktor / die Direktorin des TU Darmstadt Energy Center ist qua Amt stimmbe-
rechtigtes Mitglied des Vorstandes.

Der Vorstand fasst seine Beschlüsse - vorbehaltlich der Regelung in & 5 (4) - mit der
Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Im Falle der Stimmengleichheit gibt die
Stimme des Vorsitzenden / der Vorsitzenden den Ausschlag. Der Vorstand ist be-
schlussfähig bei Anwesenheit von drei Vorstandsmitgliedern.

Die Amtszeit der gewählten Mitglieder des Vorstandes beträgt drei Jahre. Der Vor-
stand bleibt bis zur satzungsmäßigen Bestellung des nächsten Vorstandes im Amt.
Wiederbestellungen für den Vorstand sind zulässig.

Der Verein wird im Rechtsverkehr durch den geschäftsführenden Vorstand vertreten.
Der geschäftsführende Vorstand besteht aus dem / der Vorsitzenden und einem wei-
teren Vorstandsmitglied, das vom Vorstand gewählt wird.

(6)

(69)

Der Vorstand kann für Zeit oder auf Dauer oder für eine bestimmte Art von Geschäf-
ten beschließen, einem oder mehreren gesamtvertretungsberechtigten Vorstandsmit-

gliedern Alleinvertretungsbefugnis zu erteilen und auch eine zuvor erteilte Allein-
vertretungsbefugnis zu widerrufen. Entsprechendes gilt für eine Befreiung von den
Beschränkungen des 8 181 BGB für sämtliche oder einzelne Geschäfte,

88
MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Die Mitgliederversammlung entscheidet über alle Angelegenheiten des Vereins,

soweit sie nicht vom Vorstand zu besorgen sind. Ihr obliegt insbesondere:

(@)

(b)

(e)

(d)

69)

(63)

(h)

die Wahl und Bestellung der Vorstandsmitglieder; die Vereinsmitglieder nach
$3 (la), $ 3 (1b) und $ 3 (lc) wählen jeweils aus ihrer Mitte zwei Personen
zu Vorstandsmitgliedern,

die Wahl und Bestellung des / der Vorstandsvorsitzenden, des / der stellver-
tretenden Vorstandsvorsitzenden und des Schatzmeisters / der Schatzmeiste-

rin aus dem Kreis der Vorstandsmitglieder nach $ 8 (1a),

die Genehmigung des Jahresberichtes des Vorstandes sowie des vom Schatz-
meister aufzustellenden Jahresabschlusses und des Haushaltsplanes,

die Entlastung des Vorstandes,

die Wahl der Rechnungsprüfer,

Festsetzung der Mitgliedsbeiträge gemäß 8 4 (3),
Satzungsänderungen,

Vereinsauflösung.

2)

3)

&)

6)

(6)

Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt in den ersten drei Monaten des
Geschäftsjahres durch den Vorstand schriftlich unter Mitteilung der Tagesordnung,
dabei ist ausschließlich des Abgangstages eine Frist von 14 Tagen einzuhalten.

Weitere Mitgliederversammlungen sind auf Vorstandsbeschluss oder bei schriftlich
begründetem Verlangen von mindestens 40 % der Mitglieder einzuberufen.

Der / die Vorstandsvorsitzende ist der / die Vorsitzende der Mitgliederversammlung,
in seiner / ihrer Vertretung ein anderes Vorstandsmitglied. Ist der Vorstand verhin-
dert, wählen die Mitglieder aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden / eine Vorsitzende für
die Mitgliederversammlung zum Versammlungsleiter / zur Versammlungsleiterin.

Die ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist unabhängig von der
Zahl der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder beschlussfähig. Die Beschlüsse
werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, sofern nicht Gesetz oder Satzung
etwas anderes vorschreiben. Jedes stimmberechtigte Mitglied hat eine Stimme. Bei
Wahlen entscheidet ebenfalls die einfache Mehrheit; Stimmenthaltungen werden bei
der Berechnung nicht berücksichtigt. Bei Stimmengleichheit entscheidet das vom
Vorsitzenden der Mitgliederversammlung zu ziehende Los. Ein nicht anwesendes
Mitglied kann einem anderen Mitglied schriftlich Vollmacht erteilen.

In eiligen Angelegenheiten können Beschlüsse schriftlich im Umlaufverfahren ge-
fasst werden. Die erforderlichen Schritte werden vom Vorstand veranlasst. Die Mit-
glieder sollen zu der Vorlage innerhalb von vier Wochen Stellung nehmen, sofern
Einwendungen gegen die Vorlage bestehen. Widerspricht ein Mitglied der Be-
schlussfassung im schriftlichen Verfahren, so ist die Vorlage in der nächsten Mitglie-
derversammlung zu behandeln.

Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist eine Ergebnisniederschrift
anzufertigen, die vom Versammlungsleiter / der Versammlungsleiterin zu unter-
zeichnen ist. Die Vereinsmitglieder sind berechtigt, die Ergebnisniederschrift einzu-
sehen.

d)

3)

6)

(1)

0)

89
SATZUNGSÄNDERUNGEN UND AUFLÖSUNG DES VEREINS

Beschlüsse der Mitgliederversammlung über Satzungsänderungen bedürfen einer
Dreiviertel-Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden bzw. durch
Vollmacht nach $ 8 (4) ausgewiesenen Mitglieder. Dies gilt auch für die Änderungen
des Vereinszweckes.

Beschlüsse über die Auflösung des Vereins können nur auf einer zu diesem Zweck
einberufenen Mitgliederversammlung gefasst werden; sie bedürfen der Dreiviertel-
Mehrheit aller stimmberechtigten Mitglieder des Vereins. Kann eine Auflösung des
Vereins nicht beschlossen werden, weil weniger als Dreiviertel der Gesamtstimmen
der stimmberechtigten Mitglieder in der Versammlung vertreten sind, so kann eine
neue Versammlung einberufen werden, die innerhalb von vier Wochen nach der ers-
ten Versammlung stattfinden muss. Diese Mitgliederversammlung kann ohne Rück-
sicht auf die anwesenden Stimmen die Auflösung mit Dreiviertel-Mehrheit der abge-
gebenen Stimmen beschließen. Hierauf ist bei der Einberufung hinzuweisen.

Im Falle der Auflösung bestellt die Mitgliederversammlung den Liquidator.

Bei Auflösung des Vereins oder Wegfall steuerbegünstigter Zwecke oder bei sonsti-
gem Verlust der Rechtsfähigkeit fällt das Vermögen des Vereins an das TU Darm-
stadt Energy Center der Technischen Universität Darmstadt. Die Technische Univer-
sität Darmstadt ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Das Vermögen wird im
Falle der Vereinsauflösung ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwendet.

810
SCHLUSSBEMERKUNGEN

Beschlüsse, durch welche eine für steuerliche Vergünstigungen wesentliche
Satzungsbestimmung nachträglich geändert, ergänzt, in die Satzung eingefügt oder
aus ihr gestrichen wird, sind dem zuständigen Finanzamt zur Genehmigung mitzu-
teilen und dürfen erst nach Einwilligung oder nach Vorschlag des Finanzamtes aus-
geführt werden, so dass keine steuerlichen Vergünstigungen beeinträchtigt sind.

Der Vorstand wird ermächtigt, im Zusammenhang mit der Anmeldung des Vereins
zum Register oder zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit etwa erforderlich wer-
dende Satzungsänderungen vorzunehmen.

10

811
Sollte in dieser Satzung nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt sein, gelten die gesetz-
lichen Vorschriften des BGB zum Vereinsrecht in der zuletzt gültigen Fassung.

812

GERICHTSSTAND

Gerichtsstand für Streitigkeiten aus dieser Satzung ist der Sitz des Vereins.

813

SALVATORISCHE KLAUSEL

Sollten einzelne Bestimmungen dieser Satzung ganz oder teilweise ungültig sein oder wer-
den, so wird dadurch der Bestand der übrigen Bestimmungen nicht berührt.

Die unwirksame Bestimmung wird ersetzt, durch eine Bestimmung, die sowohl dem ent-
spricht, was die Mitglieder nach Sinn und Zweck des Vereins vereinbart hätten, wenn sie die

Unwirksamkeit bedacht hätten, als auch den Anforderungen an die Gemeinnützigkeit genügt.

Dieses gilt entsprechend auch für Satzungslücken.

Darmstadt, den 05.03.2007

2007/0361

5276 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
13.06.2007 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat I Dezernat I 
Dezernat III 
Rechtsamt 
 
Amt: Amt für Wirtschaft 
und Stadtentwicklung  
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
   
Tagesordnung:  I  II 
Verteiler: 
I                     III 
100                15 
Stvv 
 
 
Vorlage-Nr. 2007/0361  
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
395  
 
 
Betreff: TU Darmstadt Energy Center e.V. i.G. - Mitgliedschaft der Stadt  
 
Vorlage vom: 05.06.2007 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Der Magistrat beschließt den Beitritt der Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Beirat des TU 
Darmstadt Energy Center e.V. 
2. Als Vertreter der Stadt beim Verein wird Herr Stadtrat Klaus Feuchtinger benannt.   
 
 
 
 
Anlagen: Anlage 1: TU Darmstadt Energy Center Präsentation 
Anlage 2: Satzungsentwurf Beirat des TU Darmstadt Energy Center e.V. 
 
Beschluss des Magistrats vom 27.06.2007 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

2 
... 
Begründung: 
 
Die Förderung der ingenieur-, natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Grundlagen für die 
Weiterentwicklung und Umgestaltung der Energieversorgung und des Energieverbrauchs werden 
von der Technischen Universität Darmstadt (TUD) als eine besondere Herausforderung für 
Forschung, Lehre und wissenschaftliche Dienstleistungen identifiziert. 
Zugleich sind dort qualitativ hervorstechende und quantitativ sehr breit angelegte  wissenschaftliche 
Voraussetzungen in personeller und infrastrukturell-apparativer Hinsicht gegeben, um die Thematik 
voranzutreiben.  
Aus diesem Grunde wird  zur Bündelung und Weiterentwicklung der vielfältigen Aktivitäten im 
Bereich Energie ein interdisziplinäres Forschungs- und Kompetenzzentrum gegründet: 
das TU Darmstadt Energy Center  
Angeschlossen an das TU Darmstadt Energy Center wird auch eine Graduiertenschule 
„GENESIS@TUD“ zur Aus- und Weiterbildung von Studierenden zu Energie-Ingenieuren.  
 
Das TU Darmstadt Energy Center sieht sich drei Leitprinzipien verbunden (vgl. ausführlich Anlage 1 
zur Struktur und zu den Zielen des TU Darmstadt Energy Center): 
- Leitprinzip 1: Der Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung und zu einer Minimierung 
des Energieverbrauchs erfolgt stetig, ausgehend von kontinuierlich zu verbessernden, 
herkömmlichen Technologien. Innovative Entwicklungen im Bereich Erneuerbarer Energien 
beschleunigen die Entwicklungen.  
- Leitprinzip 2: Jede zukünftige Energieversorgung und Verbrauchsminimierung setzt die Integration 
unterschiedlicher Technologien zu einem gesellschaftlich akzeptierten Energiemix voraus.  
- Leitprinzip 3: Die Entwicklung und Implementierung nachhaltiger Energietechnologien für eine 
ganzheitliche Energiewirtschaft erfolgt evolutionär. Es entstehen komplexe, neue Strukturen zur 
Vernetzung unterschiedlicher Energietechnologien, die sich zu einer optimalen Energiewirtschaft 
entwickeln lassen. Diese Leitprinzipien werden im TU Darmstadt Energy Center umgesetzt.  
 
Sprecher des TU Darmstadt Energy Center sind: 
- Prof. Dr. rer. nat. Wolfram Jaegermann (Materialwissenschaften)  
- Prof. Dr.-Ing. Johannes Janicka (Maschinenbau)  
- Prof. Dr.-Ing. Volker Hinrichsen (Elektrische Energietechnik)  
- Prof. Dr.-Ing. Rolf Katzenbach (Bauwesen)  
 
Die beteiligten Fachbereiche sind: 
- Architektur  
- Bauingenieurwesen und Geodäsie  
- Biologie   
- Chemie   
- Elektrotechnik und Informationstechnik  
- Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften  
- Informatik   
- Maschinenbau   
- Material- und Geowissenschaften   
- Mathematik  
- Physik  
- Rechts- und Wirtschaftswissenschaften  
 
Begleitend zu der Initiative wird ein „Beirat des TU Darmstadt Energy Center e.V.“ gegründet, um 
ein beratendes Netzwerk von Unternehmen, Gebietskörperschaften, persönlichen Mitgliedern und 
anderen Institutionen zu schaffen, das direkt in die betroffenen Themenfelder Energie und

3 
... 
Klimaschutz involviert wird und vielfältig in Kontakt zu den Einrichtungen des TU Darmstadt Energy 
Centers steht. 
 
Die Intentionen des TU Darmstadt Energy Centers sind in hohem Maße konform zu städtischen 
Zielsetzungen im Bereich des Klima- und Umweltschutzes bzw. der Emissionsreduzierung. Zugleich 
ist eine Belebung von Forschung und Entwicklung im Bereich der regenerativen Energien und 
umweltverträglichen Energieversorgung auch zu begrüßen, da die Cluster im Bereich der 
Querschnittsaufgaben von Umwelttechnologie eine Arbeitsmarktrelevanz besitzen, die künftig 
angesichts der Notwendigkeit, auf diese Technologien im Klimaschutz zu setzen, den Prognosen 
nach noch wachsen wird. 
 
Mithin ist ein Beitritt der Stadt zum Beirat des TU Darmstadt Energy Centers e.V. zu empfehlen. Die 
Mitgliedschaft bleibt nach Satzung und der Stadt vorliegender Beitragsliste für „Verwaltungsorgane“ 
kostenfrei. 
Als Vertreter der Stadt im Beirat steht Herr Stadtrat Klaus Feuchtinger in seiner Funktion als 
Umweltdezernent zur Verfügung.                 
 
 
Dez. I      Dez. III 
 
 
 
 
 
Walter Hoffmann    Klaus Feuchtinger 
Oberbürgermeister    Stadtrat

Beratungsverlauf (1)

TOP 395

Details

Vorlagen-Nr.
2007/0361
Typ
Magistratsvorlage
Datum
05.06.2007
Erstellt
29.09.2026 00:00