AN/2305/2022
Beitritt zur Kampagne der Menschenrechtsstädte
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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion Die LINKE im Rat der Stadt Köln FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln RM Gabrysch RM Zimmermann An den Vorsitzenden des Ausschusses Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen/Vergabe/Internationales Herrn Bernd Petelkau Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 09.12.2022 AN/2305/2022 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 30.01.2023 Beitritt zur Kampagne der Menschenrechtsstädte Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die antragstellenden Fraktionen und Ratsmitglieder bitten Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des AVR am 30.01.2023 zu setzen. Beschluss: Der Rat der Stadt Köln bekennt sich zu dem Ziel, den Schutz und die Verwirklichung der Menschenrechte auf der lokalen Ebene weiter zu stärken, auch durch noch intensiveren in- ternationalen Austausch. Die Stadt Köln erklärt ihren Beitritt zur Kampagne der Menschen- rechtsstädte des Weltverbandes der Kommunen (UCLG), „10, 100, 1.000 Menschenrechts- städte bis 2030“, und beauftragt die Oberbürgermeisterin, UCLG den Beitritt Kölns zur Kam- pagne zu übermitteln. Begründung: In Köln haben Menschenrechte einen hohen Stellenwert. Dies zeigt sich in vielen Ratsbe- schlüssen, Aktionsplänen, Förderkonzepten und Projekten genauso wie in der Beteiligung an internationalen Initiativen und Städtenetzwerken. Durch Zusetzungen im Haushalt sind die finanziellen und personellen Voraussetzungen bereits geschaffen worden, um das Thema Menschenrechte in der Stadt sowohl mit der Kölner Zivilgesellschaft als auch im Austausch mit den kommunalen und internationalen Netzwerken und unseren Städtepartnern weiter voranzubringen. Darüber hinaus wurden finanzielle Mittel bereitgestellt, um temporäre Schutzaufenthalte von gefährdeten Menschenrechtsverteidiger*innen in Köln mit einem Sti- - 2 - pendium zu ermöglichen. Eine Städtepartnerschaft mit einer Stadt südlich der Sahara in West- oder Zentralafrika soll in den nächsten Monaten auf den Weg gebracht werden. Weite- re aktuelle „Leuchttürme“ sind der 2. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025, das Förderkonzept Kulturelle Teilhabe, der Aktionsplan zur Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sowie das Projekt „(Post)koloniales Erbe der Stadt Köln“. Der Kölner Einsatz für die Menschenrechte stößt über die Stadtgrenzen hinaus national wie international auf großes Interesse und positive Resonanz. Jüngstes Beispiel war im Frühjahr die Auszeichnung Kölns zur „Europäischen Hauptstadt der Vielfalt und Integration“, ein erst- malig von der Europäischen Kommission vergebener Preis, mit dem besonderes Engage- ment zur Stärkung einer vielfältigen europäischen Stadtgesellschaft gewürdigt wird. Auch international gibt es einen deutlich zunehmenden Trend, Städte und Menschenrechte systematischer zu verbinden. Viele Städte intensivieren ihre Anstrengungen gegen alle For- men von Ungleichheit, Diskriminierung und Rassismus, zur Sicherstellung des gleichberech- tigten Zugangs zu Bildung, Gesundheit, Wohnraum und Kultur sowie zur Weiterentwicklung demokratischer Beteiligungsprozesse. Internationale Organisationen, die für die Menschenrechte eine besondere Verantwortung tragen, wie die Menschenrechtsgremien der Vereinten Nationen, der Europarat und die Agentur für Grundrechte der Europäischen Union, wünschen sich von Städten noch mehr Engagement und bieten den Städten hierbei ihre Unterstützung an. Erst vor wenigen Wo- chen hat der UN-Menschenrechtsausschuss dies mit einer neuen Resolution zu Städten und Menschenrechten (A/HRC/51/L.21) unterstrichen. Initiatoren der Kampagne „10, 100, 1.000 Menschenrechtsstädte bis 2030“ im Rahmen des Weltverbandes der Kommunen (UCLG) sind Städte wie Wien, Utrecht, Barcelona, Gwangju und Mexiko-City. Als weltweiter Dachverband, der sich für demokratische Regierungsführung von der lokalen bis zur globalen Ebene und für das Recht auf kommunale Selbstverwaltung einsetzt, ist UCLG das wichtigste Forum für den interkommunalen Austausch auf internatio- naler Ebene. Die Kampagne richtet sich an Städte auf der ganzen Welt. Ihr Ziel ist es, die entstehende globale Bewegung von Städten, die sich gezielt für die Menschenrechte engagieren, weiter- zuentwickeln, sichtbarer und stärker zu machen, Austausch, Zusammenarbeit und Solidarität zwischen Städten noch wirksamer zu fördern und einen globalen Rahmen dafür zu schaffen. Mit seinem starken Engagement für die Menschenrechte gehört Köln zu jenen Städten, von denen sich die Initiatoren der Kampagne besonders wertvolle Impulse versprechen. Köln kann und möchte viele wichtige praktische Erfahrungen weitergeben und damit die internati- onale Diskussion bereichern. Dadurch wird Köln noch sichtbarer auf der Weltkarte der men- schenrechtlich besonders ambitionierten Städte. Gleichzeitig verspricht die Teilnahme an der Kampagne für Köln einen erheblichen Mehrwert: sie schafft neue Berührungspunkte mit der sehr dynamischen internationalen Diskussion zu Menschenrechten und Städten und neue Gelegenheiten zur Vernetzung mit und zum Lernen von Städten, die eine Vorreiterrolle spie- len und besonders innovativ sind bei der lokalen Umsetzung der Menschenrechte. Dies wie- derum weitet den Blick für die eigenen Möglichkeiten, Menschenrechte in Köln noch wirksa- mer zu fördern und zu schützen. - 3 - Mit freundlichen Grüßen gez. gez. gez. Lino Hammer Grüne- Fraktionsgeschäftsführer Niklas Kienitz CDU- Fraktionsgeschäftsführer Mike Homann SPD- Fraktionsgeschäftsführer gez. gez. gez. Michael Weisenstein DIE LINKE- Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite FDP- Fraktionsgeschäftsführer Lucas Sickmöller Volt- Fraktionsgeschäftsführer gez. gez. Nicolin Gabrysch Einzelmandatsträgerin KLIMA FREUNDE Thor-Geir Zimmermann Einzelmandatsträger GUT
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/2305/2022
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
- Datum
- 09.12.2022
- Erstellt
- 09.12.2022 12:28