AN/0389/2017
Schulprofil der Internationalen Friedensschule in Köln-Widdersdorf in eine neu zu gründende Schule am selben Standort mitnehmen
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Gem. Antrag nach § 3 (Linke)
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Fraktion DIE LINKE Piraten-Gruppe An die Oberbürgermeisterin Henriette Reker An den Vorsitzenden des Ausschusses für Schule und Weiterbildung Dr. Helge Schlieben Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 08.03.2017 AN/0389/2017 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Schule und Weiterbildung 20.03.2017 Schulprofil der Internationalen Friedensschule in Köln-Widdersdorf in eine neu zu gründende Schule am selben Standort mitnehmen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Dr. Schlieben, die Fraktion DIE LINKE bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung zu setzen. Beschluss: 1. Die Stadt Köln bittet die Bezirksregierung Köln das spezifische Schulprofil der Privatschule „Internationale Friedensschule“ in Köln-Widdersdorf (IFK), Sandkaul 29, soweit wie möglich als spezifisches Schulprofil in eine neuzugründende weiterführende Schule an diesem Standort zu implementieren. Dazu zählt die bilinguale Ausrichtung in den Hauptsprachen Deutsch und Englisch sowie die Möglichkeit, neben deutschen Schulabschlüssen auch international anerkannte Abschlüsse zu erreichen. 2. Die neu zu gründende Schule an diesem Standort ist eine Gesamtschule. 3. Die Stadt Köln möge prüfen, ob und zu welchen Bedingungen die bislang von der IFK genutzte Liegenschaft gekauft werden kann. 4. Die Stadt Köln bittet die Bezirksregierung zu prüfen, inwieweit die Errichtung einer eng an die Gesamtschule angeschlossene Grundschule in unmittelbarer Nähe des Standortes möglich ist. - 2 - Begründung: Der Besitzer des Gebäudes der Internationalen Friedensschule in Köln-Widdersdorf und die Stadt Köln sind sich anscheinend darüber einig, dass die Stadt das Gebäude ab dem Schul- jahr 2018/19 anmietet und dort eine neu zu gründenden weiterführende Schule betreibt. Die Zukunft der jetzt dort ansässigen Privatschule ist nach dem Rückzug des Investors unklar. Die Internationale Friedensschule umfasst eine Grundschule und ein bilinguales Gymnasi- um, in dem auf Deutsch und Englisch unterrichtet wird. Sie besuchen 550 Kinder und Ju- gendliche. Den Kindern und Jugendlichen sollte an ihrem alten Schulstandort ein möglichst adäquates Angebot gemacht werden, um Brüche in ihrer Schullaufbahn zu vermeiden und den Elternwünschen nach diesem speziellen Schulprofil zu entsprechen. Kern des pädagogischen Profils der Internationalen Friedensschule ist die internationale Ausrichtung der Ausbildung, die sich stark an der Schulausbildung im englischsprachigen Ausland anlehnt. Diese Ausrichtung soll es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihre Schullaufbahn jederzeit ohne Anschlussschwierigkeiten im Ausland fortzusetzen. Auch bei einer durchgängigen Schulzeit in Deutschland profitieren die Absolventen von der bilingualen Ausrichtung und der internationalen Verwertbarkeit ihres Abschlusses. Für dieses Angebot gibt es in Köln einen Bedarf. Ein Weiterbetrieb der Privatschule ist ohne Investor fraglich. Gleichzeitig muss dieses spezifische Angebot standortbezogen vorgehalten werden, da den Schüler/innen weder sehr lange Schulwege noch ein Umzug zugemutet werden können. Auch nach der Realisierung der aktuellen Planungen zur Erweiterung des Kölner Gesamt- schulnetzes wird ein deutlicher Fehlbedarf von mehreren hundert Plätzen verbleiben. Neu zur Verfügung stehende Schulkapazitäten müssen daher in erster Linie für Gesamtschulen genutzt werden. In Widdersdorf ist eine hohe Anzahl von Familien zugezogen, viele weitere werden folgen, die erfahrungsgemäß in deutlichem Umfang an einer Beschulung ihrer Kinder an Gesamtschulen orientiert sind. Auch die Abweisungen der Anmeldungen an der Max- Ernst-Gesamtschule Bocklemünd sprechen für eine weitere Gesamtschule in Widdersdorf. Es gibt in Köln bereits vierzehn Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen in öffentlicher Trägerschaft mit bilingualem Angeboten bzw. Zweigen und im Friedrich-Wilhelm-Gymnasium bzw. dem Gymnasium Kreuzgasse die Möglichkeit das englische bzw. französische Abitur zu erwerben. Deshalb müsste es ohne weiteres möglich sein, diese Elemente des Schulprofils in die neue öffentliche Schule zu integrieren. Mit freundlichen Grüßen Gez. Gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE Lisa Gerlach Sprecherin Piraten-Gruppe
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig zurückgezogen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0389/2017
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Linke)
- Datum
- 08.03.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27