Mandari Insight

V/0919/2018

Werse, Machbarkeitsstudie

Vorlagen 09.10.2018

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AUKB_V_0919_2018_Werse_Machbarkeitsstudie_Anlage

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Anlage A

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AUKB_V_0919_2018_Werse_Machbarkeitsstudie_Anlage_Plan

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Ansehen

AUKB_V_0919_2018_Werse_Machbarkeitsstudie_Anlage

11547 Zeichen

Machbarkeitsstudie – Entwicklung der untere Werse 
im Stadtgebiet Münster 
 
Abschlusstermin 
Münster 
31.08.2018

Machbarkeitsstudie 
 Bestandsaufnahme 
 Leitbild und Entwicklungsziele 
 Ermittlung von Restriktionen 
 Entwicklung von Maßnahmenbausteinen 
 Wehre 
 Fließstrecken 
 Vorzugsvariante 
 Kostenschätzung 
 Artenschutzrechtliche Voruntersuchung 
 Zusammenfassung 
 
 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 3

Bestandsaufnahme 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 6

Bestandsaufnahme 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 
HQ100 
HQ1 
7 
 Vermessung der Werse 
 Hydraulisches Modell 
 Analyse Schutzgüter 
…

Leitbild und Entwicklungsziele 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 11

Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 
Leitbild und Entwicklungsziele 
 Sand- und lehmgeprägter Tieflandfluss 
 Erheblich veränderter Wasserkörper (HMWB)  gutes ökologisches 
Potential 
 
 Wiederherstellung/ Verbesserung der Durchgängigkeit 
 Reduktion des Rückstaus 
 Erhöhung von Fließgeschwindigkeiten und Strömungsdiversität 
 Verbesserung Hydrodynamik 
 Aktivierung von Auenfunktionen 
 Verbesserung der Naturnähe von Habitaten 
 
12

Restriktionen 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 13

Restriktionen 
 Schutzgebiete, FFH, ges. geschützte Biotope  
Restriktionsbereiche für Maßnahmen 
 
 Grundwasser (GW-abhängige Biotope, Landwirtschaft, Bebauungen) 
 modellbasierte Abschätzung einer verträglichen GW-Absenkung 
Wasserstandsabsenkung gegenüber dem Istzustand (Mittelwasser) von: 
 Havichhorster Mühle: -50 cm  
 Sudmühle:  -25 cm  
 Pleistermühle: -25 cm 
 
 keine Verschlechterung des Hochwasserschutzes 
hydraulische Restriktion 
 
 Flächenverfügbarkeiten, Wasserkraftnutzung unberücksichtigt 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 16

Maßnahmenbausteine 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 18

Maßnahmenbausteine an den Wehrstandorten 
1) Staustufen und Wehre gänzlich aufgeben  nicht machbar 
 
2) Ersatz der Wehre durch feste Überfallschwellen    
 
3) Bewegliche Wehre beibehalten (sanieren) 
 Betrieb wie bisher aber mit abgesenkten Stauzielen 
 Ökologisch orientierte Wehrsteuerung mit dynamischen Stauzielen 
 
 Die Lösungen sind kombinierbar! 
 An der Sudmühle: Umgehungsgerinne zur Herstellung der 
Durchgängigkeit 
 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 19

Maßnahmenbausteine in den Fließstrecken 
 Sohlanhebungen 
 Profil-Einschnürungen 
 Vorlandabtrag/Sekundärauen 
 
Begleitmaßnahmen (auch in Restriktionsbereichen umsetzbar) 
 Totholz 
 Uferstreifen anlegen 
 Ufer abflachen/ Profil aufweiten 
 Strukturierung der Sohl- und Uferbereiche 
 … 
 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 20

Maßnahmenbewertung 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 21

Handlungsfeld Grund-
wasser 
Hoch-
wasser 
(Wehr-
nah) 
Hoch-
wasser  
(Stau-
bereich) 
Strömung Wasserst.
-Dynamik 
Auen-
anbindung 
Aufwand  
Betrieb 
Feste 
Überfallschwelle o*  o* o* o + o + 
Stauzielabsenkung o* o o o o o o 
Ökologisch 
orientierte 
Wehrsteuerung 
o* o o o ++ + o 
Sohlanhebung/ 
Profileinengung o o – + + o o 
Vorlandabtrag/ 
Sekundäraue o o + o o ++ o 
Profilumgestaltung o o o + + ++ o 
Begleitende 
Maßnahmen o o o + o + + 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 
o ohne signifikanten Einfluss, bzw. wie Istzustand 
* negativer Effekt muss durch geeignete Maßnahmen/Dimensionierung vermieden werden 
+ positiver Einfluss / Verbesserung 
-  negativer Einfluss / Verschlechterung 22 
Wehre Fließstrekcen

Fließstrekcen 
Handlungsfeld Grund-
wasser 
Hoch-
wasser 
(Wehr-
nah) 
Hoch-
wasser  
(Stau-
bereich) 
Strömung Wasserst.
-Dynamik 
Auen-
anbindung 
Aufwand  
Betrieb 
Feste 
Überfallschwelle o*  o* o* o + o + 
Stauzielabsenkung o* o o o o o o 
Ökologisch 
orientierte 
Wehrsteuerung 
o* o o o ++ + o 
Sohlanhebung/ 
Profileinengung o o – + + o o 
Vorlandabtrag/ 
Sekundäraue o o + o o ++ o 
Profilumgestaltung o o o + + ++ o 
Begleitende 
Maßnahmen o o o + o + + 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 
o ohne signifikanten Einfluss, bzw. wie Istzustand 
* negativer Effekt muss durch geeignete Maßnahmen/Dimensionierung vermieden werden 
+ positiver Einfluss / Verbesserung 
-  negativer Einfluss / Verschlechterung 
Wehre 
23

Ökologisch orientierte Wehrsteuerung 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 24

Ökologisch orientierte Wehrsteuerung 
 Wehre mit beweglichen Wehrklappen, d.h. Sanierung erforderlich 
 Steuerung (SPS) mit dynamischem Stauziel, z.B. 
 Stauziel variiert mit Abfluss, z.B.: 
 bis MQ:   tieferes Stauziel als Istzustand 
 MQ bis HQ1:  höheres Stauziel zur Aktivierung der Auen 
 über HQ1:  Stauziel wie Istzustand (Wehre gelegt) 
 
 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 25

Q30
Q183
MQ
Q330
HQ1
HQ2
HQ20
HQ50
HQ10042.00
43.00
44.00
45.00
46.00
47.00
48.00
0.65 6.5 65
Höhe [m]
Abfluss [m³ /s]
WQ-Beziehung (Sudmühle, 6+900)
WSPL Istzustand
Wehr Istzustand
„Klassische“ Wehrsteuerung (Bsp.: Sudmühle) 
 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 
Wehr gelegt 
26 
steigender Abfluss 
Wehr wird gelegt 
Wasserstand steigt

Q30
Q183
MQ
Q330
HQ1
HQ2
HQ20
HQ50
HQ10042.00
43.00
44.00
45.00
46.00
47.00
48.00
0.65 6.5 65
Höhe [m]
Abfluss [m³ /s]
WQ-Beziehung (Sudmühle, 6+900)
WSPL ökologisch orientierte Steuerung
Wehr ökologisch orientierte Steuerung
WSPL Istzustand
Wehr Istzustand
Ökologisch orientierte Wehrsteuerung (Bsp.: Sudmühle) 
 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 
Wehr gelegt 
27 
Dynamisierung 
Wasserstand 
Stauziel gesenkt

Ökologisch orientierte Wehrsteuerung 
 natürliche WQ-Dynamik herstellbar 
 grundwasserverträgliche Stauzielabsenkung möglich 
 Hochwassersicherheit bleibt unverändert gewährleistet 
 nachträgliche Anpassungen leicht möglich 
 
 Kostenschätzung  
 Sanierung: 600 000 € je Wehr 
 Umstellung Steuerung: 20 000 € je Wehr 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 28

Beispiel Sanierung Großes Emswehr bei Telgte 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 29 
Foto: Christin Schulze Westhoff (http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Telgte/2906547-Wehr-am-Bernsmeyer-Haus-
Tonnenschwerer-Schrott) 
Kosten (Ems Wehr Telgte): 
Erneuerung Wehrklappe (15 m), 
Hydraulik, Betonsanierung  700 000 €

Alternative: Feste Wehrschwelle  
(Gestaltungsentwurf Sudmühle) 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 30

Gestaltungsentwurf  für feste Wehrschwelle (Sudmühle) 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 
30° naturnahes 
Umgehungsgerinne 
31

Beispiel Höchster Wehr an der Nidda (Hessen) 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 32 
Foto: Peter Seus (http://wiki.baw.de/de/index.php/Gestaltungskriterien_und_hydraulische_Bemessungsgrundlagen_für_Streichwehre) 
Kosten: 
Umbau Streichwehr (75 m): 1,1 Mio. € 
Umgehungsgerinne:   1,1 Mio. €

Feste Wehrschwelle (Sudmühle) 
 Schräge Wehrschwelle: Leistungsfähigkeit für HQ100-Sicherheit 
 Verbesserung der WQ-Dynamik 
 FAA als naturnahes Umgehungsgerinne in der Flutmulde 
 Wehrkanal kann bestehen bleiben, vorteilhafter Bauablauf 
 geringer Aufwand für Betrieb und Unterhaltung 
 Zwischen Schwelle und ehemaligem Wehr entsteht eine ca. 30 m lange, 
raue Rampe (bei geringen Abflüssen trocken!) 
 
 Kostenschätzung 
 Kostensatz des WNA Hannover für Streichwehre: 14 500-19 000 €/lfm 
 Feste Schwelle (55 m): rd. 800 000 € 
 Umgehungsgerinne: rd. 750 000 € 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 34

Beispiel Profilumgestaltung 
Oberhalb der Havichhorster Mühle („Dorbaum“) 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 35

Sohlanhebung oberhalb der Havichhorster Mühle 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 36

Gehölz- 
saum 
Landwirtschaftliche Fläche 
Vorlandabtrag 
Prinzip-Skizze 
Vorlandabtrag mit landwirtschaftlicher Grünlandnutzung 
Sohlauftrag

Sohlanhebung Oberhalb der Havichhorster Mühle 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 
5-fach überhöht 
Beispiel: Station 5+267 
10-fach überhöht 
~ 2,20 m 
~ 30 m 
70 m² 
25 m² 
HQ100 
HQ1 
38 
nicht überhöht

Profilumgestaltung 
 HQ100-Sicherheit unverändert 
 Ökologische Wirkung 
1. Lokale Erhöhung  der Fließgeschwindigkeiten und Strömungsdiversität 
2. Erhöhung der WQ-Dynamik im Bereich MQ bis Q330 
3. Aktivierung von Sekundärauen im Abgrabungsbereich 
 
 Kostenschätzung: 
 900  €/pro Meter Gewässerstrecke 
 Annahme: 10% mittelfristig umsetzbar (1,3 km): 1 170 000 €  
 
 
 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 42

Kostenschätzung 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 43

Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 45 
Nr. Position/ Summe
Einzelmaßnahme [€]
1 Maßnahmen an den Wehren
Havichhorster Mühle: Sanierung 600 000
Havichhorster Mühle: ökol. orientierte 
Wehrsteuerung 20 000
Sudmühle: Sanierung 600 000
Sudmühle: ökol. orientierte 
Wehrsteuerung 20 000
Pleistermühle: Sanierung 600 000
Pleistermühle: ökol. orientierte 
Wehrsteuerung 20 000
2 Umgehungsgerinne Sudmühle
Anlage Umgehungsgerinne 294 000
Einlaufbauwerk & Brücke 350 000
3 Profilumgestaltung
Profileinengung/Sohlanhebung und 
Anlage von Sekundärauen in 10 % der 
möglichen Maßnahmenräume 1 170 000
Zwischensumme (Netto) 3 674 000
4 Unerwartetes (15%) 551 100
Summe (Netto) 4 225 100
Nebenkosten (20%) 845 020
Gesamtkosten (Netto) 5 070 120
Gesamtkosten (Brutto) 6 033 443
Weitere Kosten durch: 
 Anpassung der Organismenaufstiege an 
geänderte Stauziele 
 begleitende Maßnahmen (ggf. im Rahmen 
der Gewässerunterhaltung) 
 Flächenerwerb 
 
Kostenschätzung (Ökol. Wehrsteuerung): 
6,0 Mio. € 
 
 
Kostenschätzung (festen Schwellen): 
6,9 Mio. €

Zusammenfassung und Fazit 
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 47

Zusammenfassung & Fazit 
 Stauhaltung und Rückstaue prägen die Fließverhältnisse der Werse 
 eine vollständige Aufgabe der Stauhaltungen ist nicht möglich 
 Dynamisierung der Wasserstände durch Aufgabe der festen Stauziele: 
 ökologisch orientierte Wehrsteuerungen oder 
 feste Überfallschwellen (Raue Rampe,…) 
 Herstellung der Durchgängigkeit an der Sudmühle 
 Anpassung der Organismenaufstiege & Einmündungen von Nebengewässern an 
die geänderte Stauziele 
 
 Aufgabe des festen Stauziels ist eine wichtige Voraussetzung für die 
Gewässerentwicklung in den Fließstrecken 
… 
 
 
 
48 Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018

… 
 Maßnahmen in den Fließstrecken: 
 auf rd. 11 km Profilumgestaltungen und Anlage von Sek. Auen. möglich 
 in 9 Abschnitten kleinräumige Maßnahmen zur Erhöhung der 
Fließgeschwindigkeit und der Strömungsdiversität sowie zur Schaffung von 
Auenfunktionen möglich 
 begleitende Maßnahmen auch in Restriktionsbereichen möglich 
 Zusammenfassung aller Ergebnisse in einer Maßnahmenkarte  
 diese dient als Entwicklungsperspektive!  
 eine zeitnahe Umsetzung aller Maßnahmen ist nicht realisierbar 
Aufwertung der Gew. Strukturen und Habitate, Verbesserung der 
Gewässerdynamik, Auenvernetzung 
deutliche Verbesserung des ökologischen Potentials, Zielerreichung nach EG-
WRRL wahrscheinlich 
 
 
49  
Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018

Machbarkeitsstudie – Entwicklung der untere Werse 
im Stadtgebiet Münster 
 
Abschlusstermin 
Münster 
31.08.2018 
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, 
Fragen beantworten Ihnen 
 
Stefan Gebauer 
sgebauer@proaqua-gmbh.de 
 
Hans-Peter Henter 
henter@planungsbuero-koenzen.de

Anlage A

1964 Zeichen

Anlage A zur V/0919/2018 
Kurzüberblick 
Die drei teilweise baufälligen Stauanlagen Havichhorster Mühle, Sudmühle und Pleistermühle 
müssen saniert bzw. erneuert werden. Neben der lokalen Durchgängigkeit, die teilweise gege-
ben ist, ist vor allem die Rückstauwirkung der Wehre von großer Bedeutung. Zusätzlich sind die 
Ziele der Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) umzusetzen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit der Vorlage wird das Ziel „Schaffung und Bewahrung eines ordnungsgemäßen und umwelt-
gerechten Zustandes der Fließgewässer als Erholungs- und Lebensraum sowie die Gewährleis-
tung eines ordnungsgemäßen Wasserabflusses“ verfolgt. 
 
Das Teilziel lautet „Die Machbarkeit von Entwicklungsmaßnahmen an den Mühlenstandorten zu 
untersuchen und Perspektiven zur langfristigen Entwicklung der Werse gemäß EG-
Wasserrahmenrichtlinie“. 
 
 Umsetzung des Maßnahmenprogramms zur Wasserrahmenrichtlinie 
 Erneuerung / Ersatz der baulich defekten Wehrklappen 
 Ökologische Verbesserung von Gewässern im Stadtgebiet 
 Schaffung der Durchgängigkeit 
 Optimierung der Mühlenstandorte 
 Reduzierung der Rückstauauswirkungen 
 
 
Finanzierung   
Produktgruppe: 1304 Fließende Gewässer 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2018 enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Im Entwurf des Haushaltsplanes 2019 enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad  
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
x überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Rechtliche Grundlagen: 
Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), Wasserhaushaltsgesetz (WHG), Landeswasserge-
setz NW (LWG) 
Beeinflussbarkeit der finanziellen Auswirkungen: 
 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)

Berichtsvorlage

18194 Zeichen

V/0919/2018 
V/0919/2018 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Werse, Machbarkeitsstudie  
- Entwicklung der unteren Werse im Stadtgebiet Münster unter besonderer Berücksichtigung der 
drei Mühlenstandorte - 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   06.12.2018 Bezirksvertretung Münster-Ost Bericht 
   29.01.2019 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Allgemeines 
 
Die Werse durchfließt den östlichen Teil von Münster und fließt von Süden, aus dem Kreis Warendorf 
kommend, nach Norden und mündet an der Kreisgrenze zum Kreis Steinfurt in die Ems. Der Untersu-
chungsraum liegt im Stadtgebiet von Münster und umfasst eine Gesamtfläche von ca. 314 ha  und 
eine Gewässerstrecke von 15 km.  
 
Die Untere Werse im Stadtgebiet von Münster wird durch drei historische Mühlenstandorte (Havich-
horster Mühle, Sudmühle, Pleistermühle) maßgeblich geprägt. Die Stauhaltung und die daraus resul-
tierenden Rückstaue prägen weitestgehend das Abflussgeschehen und das Erscheinungsbild der 
Werse und sind signifikant für die ökologischen Ausprägungen. An der Havichhorster Mühle und der 
Pleistermühle ist die ökologische Durchgängigkeit durch einen Organismenaufstieg in Form eines 
Umgehungsgerinnes gegeben. An der Sudmühle fehlt dieser bisher, eine Durchgängigkeit ist hier 
nicht gegeben. Weiterhin sind an der Havichhorster Mühe und Sudmühle Turbinen zur Wasserkraft-
nutzung vorhanden.  
 
Die Wehre müssen kurz- bzw. mittelfristig saniert werden. Die drei Rückstauabschnitte sind funktional 
eng mit den Umfeldnutzungen und verschiedensten Gewässernutzungen verbunden, so dass eine 
gesamtheitliche Betrachtung erforderlich ist. Die Wehre sind mit einer beweglichen Fischbauchklappe 
ausgestattet. Die Stauziele an den Mühlen können durch die Steuerung der Wehrklappe eingehalten 
werden. An allen drei Wehren gibt es naturnah gestaltete Flutrinnen bzw. Mulden, welche an den 
Wehren vorbeiführen und im Hochwasserfall zur Entlastung genutzt werden. 
 
Der Zustand der Wehrklappen an der Sudmühle und Havichhorster Mühle ist sehr kritisch, daher ist 
ein gesteuerter Wehrbetrieb nicht mehr möglich. Diese Wehrklappen sind auf ein, für die Klappen 
verträgliches Stauziel, zu fixieren. Dabei wurde die hydraulisch erforderliche Leistungsfähigkeit für ein 
Tiefbauamt 
 
16.11.2018 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Herr Grimm 
Telefon: 492 66 00 
Grimm@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0919/2018 
hundertjähriges Regenereignis (HQ100)  geprüft und berücksichtig. Dies wurde für die Wehrkappe an 
der Sudmühle im August 2015 durchgeführt, sie wurde rund 0,90 m unter Stauziel festgestellt. Die 
Fixierung der Wehrkappe an der Havichhorster Mühle wird zurzeit geprüft. 
 
Durch die Wehre und Stauhaltungen werden die Grundwasserstände im Umfeld der Wehre auf einem 
hohen Niveau gehalten. Aufgrund der großen Fallhöhen an den Wehren von 2 bis 3,5 m (Mittelwas-
ser) wäre die Aufgabe der Wehre mit deutlichen Absenkungen der Grundwasserstände verbunden 
und daher unter ökologischen Gesichtspunkten nicht vertretbar. Die Auswirkungen von etwaigen 
Stauzieländerungen in der Werse auf das Grundwasser wurden in der Machbarkeitsstudie mit Hilfe 
eines stark vereinfachten Grundwassermodells untersucht.  
 
Das Planungsbüro Koenzen aus Hilden hat in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Pro Aqua aus 
Aachen die Studie im Auftrag des Tiefbauamtes erarbeitet. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wer-
den die technischen, hydraulischen und ökologischen Rahmenbedingungen ermittelt und erste kon-
krete Maßnahmenvorschläge erarbeitet. Ziel der Studie ist es die Machbarkeit von Entwicklungsmaß-
nahmen an den Mühlenstandorten zu untersuchen und Perspektiven zur langfristigen Entwicklung der 
Werse gemäß EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) aufzuzeigen. 
 
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde die Werse im oben beschriebenen Gewässerabschnitt neu 
vermessen. Auf Grundlage der Vermessung und aktueller Grundlagendaten wurde ein hydraulisches 
Modell, in enger Abstimmung mit der Bezirksregierung Münster, erstellt. Gleichzeitig wurden die 
Schutzgüter im Untersuchungsraum analysiert. Auf Grundlage dieser Daten wurde die Machbarkeits-
studie erarbeitet. 
 
- Leitbild und Entwicklungsziele 
 
Die Werse ist in der bundesweiten Fließgewässertypologie im Unterlauf als sand- und lehmgeprägter 
Tieflandfluss ausgewiesen. Im Untersuchungsgebiet ist die Werse als erheblich veränderter Wasser-
körper (heavily modified waterbody, HMWB) ausgewiesen. Für HMWB ist nicht der „gute ökologische 
Zustand“ sondern das „gute ökologische Potenzial anzustreben. 
 
Die Entwicklungsziele aus gewässerökologischer und wasserwirtschaftlicher Sicht unter Beachtung 
der Nutzungsansprüche sind: 
 
- die Wiederherstellung beziehungsweise die Verbesserung der Durchgängigkeit 
- Reduktion des Rückstaueinflusses 
- Erhöhung der Fließgeschwindigkeit und Strömungsdiversität 
- Verbesserung der Hydrodynamik (gewässertypische Strömungsverhältnisse, jahreszeitliche 
Schwankungen) 
- Aktivierung der Auenfunktionen 
- Verbesserung der Naturnähe von Habitaten 
 
- Ermittlung von Restriktionen 
 
Für die Planung sind örtlichen Gegebenheiten, die vorhandenen naturräumlichen Randbedingungen, 
etwaige Schutzgebiete, FFH (Flora Fauna Habitat), gesetzlich geschützte Biotope und die Flächen-
nutzungen von maßgebender Bedeutung.  
 
Das Grundwasser bildet bei den Planungen zur Machbarkeitsstudie eine wichtige Restriktion, da der 
Grundwasserflurabstand die Wasserverfügbarkeit für Pflanzen und Tiere sowie die Bearbeitbarkeit 
von Flächen und auf die Bebauung maßgeblich bestimmt und somit signifikant Einfluss auf die Fauna, 
Flora und Landwirtschaft besitzt. Eine Wasserstandsabsenkung an den drei Wehren gegenüber dem 
Istzustand (Mittelwasser) wurde  vom Gutachter auf eine modellbasierte Abschätzung einer verträgli-
chen Grundwasserabsenkung für den Untersuchungsraum von 25 – 50 cm festgelegt. Zur Klärung 
einer stärkeren Absenkung sind umfangreiche Grundwassermessungen über einen Zeitraum von 
mindestens vier Jahren erforderlich. Eine vollständige Aufgabe der Wehre ist nach Einschätzung des

- 3 - 
V/0919/2018 
Gutachters nicht vertretbar. Gravierende Auswirkungen auf die Freizeitnutzung sind nicht zu erwar-
ten.  
 
Keine Verschlechterung des Hochwasserschutzes ist eine weitere, wesentliche Voraussetzung aus 
hydraulischer Sicht, die bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie zu Grunde liegt. Der für die Umset-
zung relevante Aspekt der Flächenverfügbarkeit und die Wasserkraftnutzung wurden bei der Betrach-
tung nicht berücksichtigt, da der Fokus auf einer langfristigen Entwicklungsperspektive liegt. 
 
- Artenschutzrechtliche Voruntersuchungen 
 
Um die Belange des gesetzlichen Artenschutzes im Zusammenhang mit den beschriebenen Maß-
nahmen zur Entwicklung der unteren Werse im Stadtgebiet von Münster frühzeitig zu berücksichtigen, 
wurde in der Machbarkeitsstudie eine artenschutzrechtliche Voruntersuchung (Stufe I) erstellt. Im 
Rahmen weiterer konkreter Planungsschritte wird eine artenschutzrechtliche Überprüfung erforderlich 
sein. Unter Berücksichtigung von Vermeidungsmaßnahmen und ggf. Ausgleichsmaßnahmen kann 
das Eintreten von artenschutzrechtlichen Verbotstatbeständen des § 44 Abs. 1 BNatSchG vermieden 
und die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen durchgeführt werden. Für viele planungsrele-
vante Arten lassen sich deutliche Verbesserungen der Lebensraumverhältnisse prognostizieren, vor 
allem gewässer- und auentypische Arten werden von den vorgeschlagenen Maßnahmen profitieren. 
 
- Entwicklung von Maßnahmenbausteinen 
 
- Wehre 
 
Die Aufgabe von Staustufen und Wehren ist nicht machbar. Daraus resultieren die möglichen Varian-
ten/Lösungen: 
 
- Ersatz der Wehre durch feste Überfallschwellen 
- Bewegliche Wehre beibehalten (sanieren), den Betrieb wie bisher durchführen aber mit abge-
senkten Stauziel 
- Ökologisch orientierte Wehrsteuerung mit dynamischen Stauziel (unter Berücksichtigung der 
Stauzielabsenkung) 
 
Neben einer Wiederherstellung des heutigen Zustandes mit beweglichen Wehrklappen, aber geän-
derten Stauzielen, wurden auch Varianten betrachtet die Stauhaltung mittels verschiedener Varianten 
von unbeweglichen Bauwerken „feste Überfallschwellen“ zu realisieren. Die möglichen Ausführungen 
für ein solches Bauwerk sind vielfältig und reichen von konstruktiven Überfallschwellen bis hin zu 
„Rauen Rampen“ oder raugerinneartigen Strukturen mit Blocksteinriegeln. Bezüglich der festen Über-
fallschwellen sind vor allem die Restriktionen Hochwasserschutz, Grundwasser, Grundstücksverfüg-
barkeit und bauliche Substanz der Wehre zu berücksichtigen.  
 
Die Maßnahme „ökologisch orientierte Wehrsteuerung“ setzt eine Sanierung des Wehres und die 
Möglichkeit einer steuerbaren Wehrklappe voraus. Anders als bisher, werden die Wehrklappen aber 
nicht nach einem möglichst dauerhaft einzuhaltenden Stauziel gesteuert. Das Ziel der ökologisch ori-
entierten Wehrsteuerung ist die Wiederherstellung bzw. Realisierung dieser natürlichen Wasserspie-
gel-Dynamik. Die Stellung der Wehrklappe wird an das Abflussgeschehen gekoppelt. Durch die be-
weglichen Wehre ist dabei eine deutlich stärkere Dynamik der Wasserstände zu erzielen, als dies mit 
festen Schwellen möglich ist. Da keine starren Bauwerke errichtet werden, kann der Wasserstand 
über eine Anpassung der Wehrsteuerungen leicht modifiziert werden. Hierdurch ist ein angepasstes, 
erkenntnis– und situationsorientiertes Nachjustieren möglich. Der bauliche Aufwand entspricht dem 
der Erneuerung der Wehrklappen. Zusätzlich muss lediglich eine Mess- und Regeltechnik installiert 
werden. 
 
Die aufgeführten Lösungen sind kombinierbar und für jeden Wehrstandort individuell, unter Berück-
sichtigung der Hochwassersicherheit, einsetzbar. Aufgrund der grundwasserseitigen Restriktionen 
sind Mindeststauziele einzuhalten, was Vergleichsweise hohe Überlaufschwellen erfordert.  Für die

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V/0919/2018 
Sudmühle ist für die Schaffung der erforderlichen Durchgängigkeit der Bau eines Organismenauf-
stiegs wie an der Havichhorster Mühle und Pleistermühle erforderlich.   
 
- Fließstrecke 
 
Die Wehranlagen und der dadurch bedingte Rückstau sind wesentliche Ursache der hydro-
morphologischen Defizite in der Werse. In der Fließstrecke kann der Rückstaueinfluss durch eine 
Umgestaltung der Gewässerprofile mit den Maßnahmen “Profilgestaltung“, eine Kombination aus 
Sohlanhebung, Profil-Einschnürung und Vorlandabtrag/Sekundärauen reduziert werden. In der 
Machbarkeitsstudie werden Maßnahmen- und Vorzugsräume für die Umsetzung der Profilumgestal-
tung aufgeführt. 
 
- Begleitende Maßnahmen  
 
Zusätzlich bringen begleitende Maßnahmen wie Totholz einbringen, Uferstreifen anlegen, Ufer abfla-
chen/Profil aufweiten, Strukturierung der Sohl- und Uferbereiche, naturnahe Anbindung der Neben-
gewässer, Schutz/Erhalt naturnaher Gewässer- und Auenstrukturen, Reaktivieren von Auengewäs-
sern und Abrücken von Wegen eine ökologische Aufwertung der Gewässerabschnitte und sind auch 
prinzipiell in Restriktionsbereichen umsetzbar. Sie können ggf. ohne umfangreiche Genehmigungs-
planungen im Rahmen einer naturnahen Gewässerunterhaltung umgesetzt werden. In welchem Um-
fang Maßnahmen durchgeführt werden können ist im Einzelfall zu prüfen. 
 
- Maßnahmenbewertung 
 
 
- Wehre 
 
Aus der Bewertung geht hervor, dass von den Maßnahmen, die sich auf die Wehre beziehen, unter 
ökologisch-hydraulischen Gesichtspunkten die ökologische Wehrsteuerung die Maßnahme mit dem 
größten positiven Effekt und den geringsten Nachteilen ist. Anstelle der ökologisch orientierten Wehr-
steuerung ist auch die Umsetzung fester Überfallschwellen möglich. Unter ökologischen Gesichts-
punkten ist eine entsprechend Wehrsteuerung zur Förderung der Wasserstandsdynamik und einer 
gewässertypischen Auenüberflutung jedoch wirksamer und ermöglicht einen größeren Handlungs-
spielraum. Grundsätzlich ist hinsichtlich der Hochwassersicherheit ein bewegliches Wehr vorteilhafter.  
 
- Profilumgestaltung

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V/0919/2018 
Die Maßnahme Profilumgestaltung stellt eine Kombination von Sohlanhebung/Profileinengung und 
Vorlandabtrag dar und führt zu einer ökologischen Verbesserung ohne Nachteile. Durch Anheben der 
Sohle oder Einengung der Profilbreite wird der Fließquerschnitt reduziert und die Fließgeschwindig-
keit erhöht.  Nachteilig wirkt sich die Verschlechterung der Wasserspiegellage beim hundertjährigen 
Regenereignis (HQ100) aus, die durch die gleichzeitige Schaffung von Sekundärauen durch Vorland-
abtrag kompensiert wird. Der Vorlandabtrag zur Förderung von Sekundärauen hat aus ökologischer 
Sicht ausschließlich Vorteile, setzt aber ein Mindestmaß an Wasserstandsdynamik und entsprechen-
de Flächenverfügbarkeit voraus. Die Maßnahme ist auch kleinräumig bzw. lokal sinnvoll und beson-
ders in ohnehin flacheren bzw. engeren Bereichen effektiv.  
 
- Kostenschätzung 
 
Eine grobe Kostenschätzung, die in Anlehnung an bereits durchgeführte Maßnahmen erstellt wurde, 
ergibt als erste Annahme folgende Kosten: 
 
- Feste Wehrschwelle, bei einer mittleren Schwellenlänge von rund 55 m, rund 1,3 Mio. € je 
Wehr. 
 
- Ökologisch orientierte Wehrsteuerung (Wehrsanierung und die erforderliche Steuerungsum-
stellung) rund 1,02 Mio. € je Wehr.  
 
- Profilumgestaltung, mit der Annahme, dass mittelfristig 10 % der möglichen Maßnahmen in 
der Fließstrecke (1,3 km) umsetzbar sind, rund 1,95 Mio. €. 
 
- Organismenaufstieg bzw. Umgehungsgerinne Sudmühle rund 1.06 Mio. €. 
 
 
 
 
 
 
 
Die Maßnahmen an den Wehren (feste Überfallschwelle oder gesteuertes Wehr) können an jedem 
Wehrstandort individuell festgelegt werden, wenn die hydraulischen Voraussetzungen dieses ermö g-
lichen. Für Maßnahmen an den drei Wehrstandorten, dem Bau des Organismenaufstieges an der 
Sudmühle und einer Profilumgestaltung im oben vorgegebenen Rahmen sind mit Kosten in Höhe von 
rund 6,0 Mio. bis 6,9 Mio. € zu rechnen. 
 
Beispiel Höchster Wehr an der 
Nidda (Hessen)  
Wehranlage durch Streichwehr 
mit naturnah gestaltetem Umge-
hungsgerinne/Organismenauf- 
stieg ersetzt. Das Umgehung s-
gerinne ist durch eine Insel zur 
Nidda getrennt. 
 
Informationen aus Internetauftritt: 
SEF (Stadtentwässerung Frankfurt 
am Main)

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V/0919/2018 
Weitere Kosten entstehen durch die erforderlichen Anpassungen der bestehenden Orga -
nismenaufstiege (Havichhorster Mühle, Pleistermühle) und die  Anpassungen der Nebengewässer an 
das geänderte Stauziel, für begleitende Maßnahmen (ggf. im Rahmen der Gewässerunterhaltung) im 
Fließgewässer und gegebenenfalls für den Flächenerwerb. 
 
- Zusammenfassung & Fazit 
 
Im gesamten Untersuchungsraum prägen Stauhaltung und Rückstaue die Fließverhältnisse der Wer-
se.  Eine vollständige Aufgabe der Stauhaltung ist aber aus den oben aufgeführten Punkten nicht 
möglich. Der Gutachter empfiehlt, unter ökologisch-hydraulischen Gesichtspunkten,  eine Dynamisie-
rung der Wasserstände an den Wehren durch die Aufgabe der festen Stauziele mittels Einbau von 
ökologisch orientierten Wehrsteuerungen  oder fester Überfallschwellen. Wobei die ökologisch orien-
tierte Wehrsteuerung die Maßnahme mit dem größten positiven Effekt und den geringsten Nachteilen 
ist. Die feste Überlaufschwelle ist ebenfalls zielführend, wobei die positiven ökologischen Effekte 
schwächer ausgeprägt sind und dem Hochwasserschutz besondere Aufmerksamkeit zu widmen ist. 
Die Aufgabe des festen Stauziels ist eine wichtige Voraussetzung für die Gewässerentwicklung in den 
Fließstrecken.  
 
Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Herstellung der Durchgängigkeit an der Sudmühle mittels 
eines Organismenaufstiegs. Im Zusammenhang mit dem Umbau der Wehranlagen ist die Anpassung 
der bereits bestehenden Organismenaufstiege erforderlich. Weiterhin sind einmündende Nebenge-
wässer an die geänderten Stauziele anzupassen.  
 
Die Absenkung der Stauziele bedingt ohne weitere Maßnahmen bzgl. der Fließverhältnisse hat keine 
signifikanten Vorteile, es sind Maßnahmen an der Fließstrecke erforderlich. Auf rund 11 km der unter-
suchten 15 km Fließstrecke sind Profilumgestaltungen und Anlage von Sekundärauen möglich. In 9 
Abschnitten sind kleinräumige Maßnahmen zur Erhöhung der Fließgeschwindigkeit und der Strö-
mungsdiversität sowie die Schaffung von Auenfunktionen möglich. Weiterhin sind begleitende Maß-
nahmen (Totholz, Uferstreifen anlegen, Uferabflachen/Profil aufweiten, etc.) auch in Restriktionsbe-
reichen möglich. 
 
Durch die Maßnahmen werden Gewässerstrukturen und Habitate aufgewertet sowie die Verbesse-
rung der Gewässerdynamik und Auenvernetzung geschaffen. Diese führt zu einer deutlichen Verbes-
serung des ökologischen Potentials und eine Zielerreichung nach der EG-Wasserrahmenrichtlinie ist 
wahrscheinlich. 
 
- Nächsten Schritte 
 
An den Wehren Sudmühle und Havichhorster Mühle sind kurzfristige Maßnahmen zur Sanie-
rung/Erneuerung der Wehre erforderlich. Dazu sind weitere bzw. sofortige Planungen erforderlich, die 
die im Gutachten vorgeschlagenen Varianten zur Erneuerung/Sanierung der Wehre inclusive der Ab-
senkung des Stauziels aufgreifen. Kurzfristig soll ein Ingenieurbüro auf Grundlage der Machbarkeits-
studie und vorhandener Planungen zur Erneuerung der Wehre für beide Wehrstandorte und für die 
Planung des Organismenaufstieges Sudmühle einen Planungsauftrag erhalten. Dieser Planungsauf-
trag wird die Erarbeitung mehrerer Varianten beinhalten. Im weiteren Verfahren wird die insgesamt 
geeignetste Variante mit allen Beteiligten festgelegt. Nach Abschluss der Entwurfsplanung erfolgen 
die weiteren Schritte zur Umsetzung der Planung.

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V/0919/2018 
 
Die politischen Gremien werden über die weiteren maßgeblichen Schritte zur Sanierung der Wehre 
und ökologischen Verbesserung des Werse informiert. 
 
Inwieweit die Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen an den Wehren förderfähig sind, wird einzelfall-
bezogen durch die Bezirksregierung Münster geprüft. Eine Förderfähigkeit für den Organismenauf-
stieg/Umgehungsgerinne und die Maßnahmen am Gewässerlauf wird unter Berücksichtigung der 
fördertechnischen Vorgaben in Aussicht gestellt.  
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
 
Denstorff 
Stadtbaurat 
 
 
 
Anlage 
Power Point Machbarkeitsstudie

AUKB_V_0919_2018_Werse_Machbarkeitsstudie_Anlage_Plan

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9,2 
Sudmühle 
Havichhorster Mühle 
32409500 
32409500 
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5762500 
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12,9 
13,1 
13,2 
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13,5 
13,6 
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13,8 
13,9 
14,1 
14,2 
14,3 
14,4 
14,5 
Pleister Mühle 
32410000 
32410000 
32410500 
32410500 
32411000 
32411000 
5757000 
5757000 
5757500 
5757500 
5758000 
5758000 
5758500 
5758500 
5759000 
5759000 
5759500 
5759500 
5760000 
5760000 
5760500 
5760500 
5761000 
5761000 
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0,1 
0,2 
0,3 
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0,2 
0,1 
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0,2 
0,3 
0,4 0,5 
0,6 
0,7
0,8
14,5 
14,6 
14,7 
14,8 
14,9 
15,1 
15,2 
15,3 
15,6 
15,5 15,4 
15,7 
15,9 
15,8 
16,1 
16,2 
16,3 
16,4 
16,5 
16,6 
16,7
32409500 
32409500
32410000 
32410000
32410500 
32410500
32411000 
32411000
5756000 
5756000 
5756500 
5756500 
Abschnitt 1   (Stat. 1,45 - 4,2) 
- Sohlanhebung / Profileinengung  in Kombination mi t 
- Vorlandabtrag für Sekundäraue  (abschnittsweise nur linksseitig) 
und/oder  (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit) 
- Uferstreifen anlegen / ergänzen  
Weitere Maßnahmen: 
- Totholz einbringen 
- Gewässer- / Auenstrukturen schützen / erhalten 
- Reaktivierung von Auengewässern 
Havichhorster Mühle 
- Ökologisch orientierte Wehrsteuerung 
- Gewährleistung der Durchgängigkeit 
  am Umgehungsgerinne 
Sudmühle 
- Ökologisch orientierte Wehrsteuerung 
- Umgehungsgerinne zur Herstellung der 
  Durchgängigkeit 
Legende 
Maßnahmen 
Abschnitt 5   (Stat. 8,4 - 9,3) 
- Uferstreifen anlegen / ergänzen  (auf einem Abschnitt rechtsseitig) 
- Ufer abflachen / aufweiten  (partiell) 
- Wege (ggf. Nutzungen) abrücken 
Abschnitt 7   (Stat. 10,32 - 11,87) 
Vorzugsraum für 
- Sohlanhebung / Profileinengung  in Kombination mi t 
- Vorlandabtrag für Sekundäraue  
und/oder  (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit) 
- Uferstreifen anlegen / ergänzen  
Weitere Maßnahmen: 
- Totholz einbringen 
- Strukturierung der Sohl- und Uferbereiche 
Abschnitt 3   (Stat. 5,4 - 7,1) 
- Uferstreifen anlegen / ergänzen 
Weitere Maßnahmen: 
- Ufer abflachen / Profil aufweiten  (Stat. 6,2 - 6 ,4 re) 
- Gewässer- / Auenstrukturen schützen / erhalten 
Abschnitt 2   (Stat. 4,2 - 5,4) 
Vorzugsraum für 
- Sohlanhebung / Profileinengung  in Kombination mi t 
- Vorlandabtrag für Sekundäraue  (beidseitig, nahezu im ges. Abschnitt) 
und/oder (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen  
Weitere Maßnahmen: 
- Totholz einbringen 
- Strukturierung Sohl- und Uferbereiche 
- Naturnahe Anbindung der Nebengewässer 
- Wege (ggf. Nutzungen) abrücken 
Abschnitt 4   (Stat. 7,1 - 8,4) 
Vorzugsraum für 
- Sohlanhebung / Profileinengung  (nur partiell) in  Kombination mit 
- Vorlandabtrag für Sekundäraue  (abschnittsweise nur rechtsseitig) 
und/oder (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen  
Weitere Maßnahmen: 
- Totholz einbringen 
- Strukturierung der Sohl- und Uferbereiche 
- Naturnahe Anbindung an Nebengewässer 
- Wege (ggf. Nutzungen) abrücken 
Abschnitt 8   (Stat. 11,87 - 12,3) 
- Sohlanhebung / Profileinengung  in Kombination mi t 
- Vorlandabtrag für Sekundäraue  (kurzer Abschnitt linksseitig) 
und/oder  (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit) 
- Uferstreifen anlegen / ergänzen  
Weitere Maßnahmen: 
- Naturnahe Anbindung Nebengewässer 
Abschnitt 9   (Stat. 12,3 - 13,1) 
Vorzugsraum für 
- Sohlanhebung / Profileinengung  in Kombination mi t 
- Vorlandabtrag für Sekundäraue   (vornehmlich rechtsseitig) 
und/oder  (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit) 
- Uferstreifen anlegen / ergänzen  
Weitere Maßnahmen: 
- Totholz einbringen 
- Strukturierung der Sohl- und Uferbereiche 
- Naturnahe Anbindung Nebengewässer 
- Reaktivierung von Auengewässern 
- Wege (ggf. Nutzungen) abrücken 
Pleistermühle 
- Ökologisch orientierte Wehrsteuerung 
- Gewährleistung der Durchgängigkeit 
  am Umgehungsgerinne 
© Geobasisdaten der Kommunen und des Landes © Geobasis NRW 2018 
Totholz einbringen 
Ufer abflachen / Profil aufweiten 
Strukturierung der Sohl- und Uferbereiche 
Naturnahe Anbindung der Nebengewässer 
Gewässer- / Auenstrukturen schützen/erhalten
Reaktivierung von Auengewässern
Wege (ggf. Nutzungen) abrücken
Keine verortete Darstellung folgender Maßnahmen 
(s. Kapitel 5.2 der textl. Vorlage) 
(Die Abgrenzung von Sekundäraue und Uferstreifen erfolgt im 
Längsverlauf. Die Breitenausdehnung muss im Rahmen konkreter 
Planungen ermittelt werden.) 
Abschnitt 6   (Stat. 9,3 - 10,32) 
- Sohlanhebung / Profileinengung  in Kombination mi t 
- Vorlandabtrag für Sekundäraue  (abschnittsweise nur linksseitig) 
und/oder  (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit) 
- Uferstreifen anlegen / ergänzen  
Weitere Maßnahmen: 
- Totholz einbringen 
- Strukturierung der Sohl- und Uferbereiche 
Abschnitt 10   Forts. (Stat. 13,1 - 15,0) 
- Uferstreifen anlegen / ergänzen  
- Totholz einbringen 
- Ufer abflachen / Profil aufweiten 
- Gewässer- / Auenstrukturen schützen / erhalten 
Abschnitt 11   (Stat. 15,0 - 15,7) 
Vorzugsraum für 
- Sohlanhebung / Profileinengung  in Kombination mi t 
- Vorlandabtrag für Sekundäraue  
und/oder  (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit) 
- Uferstreifen anlegen / ergänzen  
Weitere Maßnahmen: 
- Totholz einbringen 
- Gewässer- / Auenstrukturen schützen / erhalten 
- Wege (ggf. Nutzungen) abrücken 
Abschnitt 12   (Stat. 15,7 - 16,3) 
- Gewässer- / Auenstrukturen schützen / erhalten 
Abschnitt 13   (Stat. 16,3 - 16,7) 
- Sohlanhebung / Profileinengung in Kombination mit
- Vorlandabtrag für Sekundäraue  (nur linksseitig) 
und/oder  (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit) 
- Uferstreifen anlegen / ergänzen  
Weitere Maßnahmen: 
- Totholz einbringen
- Naturnahe Anbindung Nebengewässer
- Gewässer- / Auenstrukturen schützen / erhalten
Abschnitt 10   (Stat. 13,1 - 15,0) 
- Uferstreifen anlegen / ergänzen  
- Totholz einbringen 
- Ufer abflachen / Profil aufweiten 
- Gewässer- / Auenstrukturen schützen / erhalten 
Karte 1 Karte 2 
Karte 3 
¯
0 90 180 270 360 45 
Meter 
0 90 180 270 360 45 
Meter ¯
0 90 180 270 36045
Meter ¯
1
2
3
Machbarkeitsstudie 
Entwicklung der unteren Werse 
im Stadtgebiet Münster 
GEWKZ3C 32 
Maßnahmenplan 
Maßstab: 1 : 5.000 
gezeichnet: 
geprüft: 
Datum Name 
bearbeitet: 
genehmigt: 
Münster den,
Tiefbauamt
i.A.
Projekt Nr.:  04_063 
Plan Nr.:      WL 57 2016 
Blatt Nr.: 
Str. Schlüssel 
Anlage Nr.: 3 
Art der Änderung Nr. Name Datum 
Untersuchungsgebiet  (= festgesetztes 
                   Überschwemmungsgebiet) 
Werse und Nebengewässer 
Stationierung  (GSK Auflage 3c) 
!( Mühlenstandorte 
Naturschutzgebiet 
gesetzl. geschütztes Biotop 
Trinkwasserschutzgebiet 
Maßnahmenabschnitte 
Uferstreifen anlegen / ergänzen 
Vorhandenen Uferstreifen schützen 
Sohlanhebung / Profileinengung in Kombination 
mit Vorlandabtrag für Sekundäraue 
Vorzugsraum für Sohlanhebung 
Altlast 
Edelbach
Hombach
Lammerbach
Juffernbach
Hammebach
B51
Schmorbach
Graebach
Kreuzbach
Pleistermü hlenbach
Laerbach
Wersebach
Honebach
Wolbecker Straße
Sudmühlenstraße
Bahnlinie  Münster-Osnabrück
Schulstrasse 37 
D-40 721 Hilden 
Tel.:         
Fax:         
+49 (0) 2103/90 88 4 - 0 
+49 (0) 2103/90 88 4 - 19 
Datum Name 
has 10/2018 bearbeitet 
goh 10/2018 geprüft: 
Hilden, 12.11.2018 
has 10/2018 gezeichnet:

Beratungsverlauf (2)

06.12.2018 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 2.4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
29.01.2019 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 7.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (9)

  • Sudmühlenstraße
  • Havichhorster Mühle
  • Wolbecker Straße
  • An den Mühlen
  • Schulstraße 37d
  • Edelbach
  • Lammerbach
  • Kreuzbach
  • Werse

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0919/2018
Typ
Vorlagen
Datum
09.10.2018
Erstellt
06.10.2020 14:37