V/0919/2018
Werse, Machbarkeitsstudie
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AUKB_V_0919_2018_Werse_Machbarkeitsstudie_Anlage
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Machbarkeitsstudie – Entwicklung der untere Werse im Stadtgebiet Münster Abschlusstermin Münster 31.08.2018 Machbarkeitsstudie Bestandsaufnahme Leitbild und Entwicklungsziele Ermittlung von Restriktionen Entwicklung von Maßnahmenbausteinen Wehre Fließstrecken Vorzugsvariante Kostenschätzung Artenschutzrechtliche Voruntersuchung Zusammenfassung Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 3 Bestandsaufnahme Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 6 Bestandsaufnahme Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 HQ100 HQ1 7 Vermessung der Werse Hydraulisches Modell Analyse Schutzgüter … Leitbild und Entwicklungsziele Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 11 Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 Leitbild und Entwicklungsziele Sand- und lehmgeprägter Tieflandfluss Erheblich veränderter Wasserkörper (HMWB) gutes ökologisches Potential Wiederherstellung/ Verbesserung der Durchgängigkeit Reduktion des Rückstaus Erhöhung von Fließgeschwindigkeiten und Strömungsdiversität Verbesserung Hydrodynamik Aktivierung von Auenfunktionen Verbesserung der Naturnähe von Habitaten 12 Restriktionen Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 13 Restriktionen Schutzgebiete, FFH, ges. geschützte Biotope Restriktionsbereiche für Maßnahmen Grundwasser (GW-abhängige Biotope, Landwirtschaft, Bebauungen) modellbasierte Abschätzung einer verträglichen GW-Absenkung Wasserstandsabsenkung gegenüber dem Istzustand (Mittelwasser) von: Havichhorster Mühle: -50 cm Sudmühle: -25 cm Pleistermühle: -25 cm keine Verschlechterung des Hochwasserschutzes hydraulische Restriktion Flächenverfügbarkeiten, Wasserkraftnutzung unberücksichtigt Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 16 Maßnahmenbausteine Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 18 Maßnahmenbausteine an den Wehrstandorten 1) Staustufen und Wehre gänzlich aufgeben nicht machbar 2) Ersatz der Wehre durch feste Überfallschwellen 3) Bewegliche Wehre beibehalten (sanieren) Betrieb wie bisher aber mit abgesenkten Stauzielen Ökologisch orientierte Wehrsteuerung mit dynamischen Stauzielen Die Lösungen sind kombinierbar! An der Sudmühle: Umgehungsgerinne zur Herstellung der Durchgängigkeit Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 19 Maßnahmenbausteine in den Fließstrecken Sohlanhebungen Profil-Einschnürungen Vorlandabtrag/Sekundärauen Begleitmaßnahmen (auch in Restriktionsbereichen umsetzbar) Totholz Uferstreifen anlegen Ufer abflachen/ Profil aufweiten Strukturierung der Sohl- und Uferbereiche … Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 20 Maßnahmenbewertung Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 21 Handlungsfeld Grund- wasser Hoch- wasser (Wehr- nah) Hoch- wasser (Stau- bereich) Strömung Wasserst. -Dynamik Auen- anbindung Aufwand Betrieb Feste Überfallschwelle o* o* o* o + o + Stauzielabsenkung o* o o o o o o Ökologisch orientierte Wehrsteuerung o* o o o ++ + o Sohlanhebung/ Profileinengung o o – + + o o Vorlandabtrag/ Sekundäraue o o + o o ++ o Profilumgestaltung o o o + + ++ o Begleitende Maßnahmen o o o + o + + Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 o ohne signifikanten Einfluss, bzw. wie Istzustand * negativer Effekt muss durch geeignete Maßnahmen/Dimensionierung vermieden werden + positiver Einfluss / Verbesserung - negativer Einfluss / Verschlechterung 22 Wehre Fließstrekcen Fließstrekcen Handlungsfeld Grund- wasser Hoch- wasser (Wehr- nah) Hoch- wasser (Stau- bereich) Strömung Wasserst. -Dynamik Auen- anbindung Aufwand Betrieb Feste Überfallschwelle o* o* o* o + o + Stauzielabsenkung o* o o o o o o Ökologisch orientierte Wehrsteuerung o* o o o ++ + o Sohlanhebung/ Profileinengung o o – + + o o Vorlandabtrag/ Sekundäraue o o + o o ++ o Profilumgestaltung o o o + + ++ o Begleitende Maßnahmen o o o + o + + Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 o ohne signifikanten Einfluss, bzw. wie Istzustand * negativer Effekt muss durch geeignete Maßnahmen/Dimensionierung vermieden werden + positiver Einfluss / Verbesserung - negativer Einfluss / Verschlechterung Wehre 23 Ökologisch orientierte Wehrsteuerung Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 24 Ökologisch orientierte Wehrsteuerung Wehre mit beweglichen Wehrklappen, d.h. Sanierung erforderlich Steuerung (SPS) mit dynamischem Stauziel, z.B. Stauziel variiert mit Abfluss, z.B.: bis MQ: tieferes Stauziel als Istzustand MQ bis HQ1: höheres Stauziel zur Aktivierung der Auen über HQ1: Stauziel wie Istzustand (Wehre gelegt) Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 25 Q30 Q183 MQ Q330 HQ1 HQ2 HQ20 HQ50 HQ10042.00 43.00 44.00 45.00 46.00 47.00 48.00 0.65 6.5 65 Höhe [m] Abfluss [m³ /s] WQ-Beziehung (Sudmühle, 6+900) WSPL Istzustand Wehr Istzustand „Klassische“ Wehrsteuerung (Bsp.: Sudmühle) Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 Wehr gelegt 26 steigender Abfluss Wehr wird gelegt Wasserstand steigt Q30 Q183 MQ Q330 HQ1 HQ2 HQ20 HQ50 HQ10042.00 43.00 44.00 45.00 46.00 47.00 48.00 0.65 6.5 65 Höhe [m] Abfluss [m³ /s] WQ-Beziehung (Sudmühle, 6+900) WSPL ökologisch orientierte Steuerung Wehr ökologisch orientierte Steuerung WSPL Istzustand Wehr Istzustand Ökologisch orientierte Wehrsteuerung (Bsp.: Sudmühle) Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 Wehr gelegt 27 Dynamisierung Wasserstand Stauziel gesenkt Ökologisch orientierte Wehrsteuerung natürliche WQ-Dynamik herstellbar grundwasserverträgliche Stauzielabsenkung möglich Hochwassersicherheit bleibt unverändert gewährleistet nachträgliche Anpassungen leicht möglich Kostenschätzung Sanierung: 600 000 € je Wehr Umstellung Steuerung: 20 000 € je Wehr Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 28 Beispiel Sanierung Großes Emswehr bei Telgte Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 29 Foto: Christin Schulze Westhoff (http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Telgte/2906547-Wehr-am-Bernsmeyer-Haus- Tonnenschwerer-Schrott) Kosten (Ems Wehr Telgte): Erneuerung Wehrklappe (15 m), Hydraulik, Betonsanierung 700 000 € Alternative: Feste Wehrschwelle (Gestaltungsentwurf Sudmühle) Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 30 Gestaltungsentwurf für feste Wehrschwelle (Sudmühle) Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 30° naturnahes Umgehungsgerinne 31 Beispiel Höchster Wehr an der Nidda (Hessen) Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 32 Foto: Peter Seus (http://wiki.baw.de/de/index.php/Gestaltungskriterien_und_hydraulische_Bemessungsgrundlagen_für_Streichwehre) Kosten: Umbau Streichwehr (75 m): 1,1 Mio. € Umgehungsgerinne: 1,1 Mio. € Feste Wehrschwelle (Sudmühle) Schräge Wehrschwelle: Leistungsfähigkeit für HQ100-Sicherheit Verbesserung der WQ-Dynamik FAA als naturnahes Umgehungsgerinne in der Flutmulde Wehrkanal kann bestehen bleiben, vorteilhafter Bauablauf geringer Aufwand für Betrieb und Unterhaltung Zwischen Schwelle und ehemaligem Wehr entsteht eine ca. 30 m lange, raue Rampe (bei geringen Abflüssen trocken!) Kostenschätzung Kostensatz des WNA Hannover für Streichwehre: 14 500-19 000 €/lfm Feste Schwelle (55 m): rd. 800 000 € Umgehungsgerinne: rd. 750 000 € Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 34 Beispiel Profilumgestaltung Oberhalb der Havichhorster Mühle („Dorbaum“) Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 35 Sohlanhebung oberhalb der Havichhorster Mühle Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 36 Gehölz- saum Landwirtschaftliche Fläche Vorlandabtrag Prinzip-Skizze Vorlandabtrag mit landwirtschaftlicher Grünlandnutzung Sohlauftrag Sohlanhebung Oberhalb der Havichhorster Mühle Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 5-fach überhöht Beispiel: Station 5+267 10-fach überhöht ~ 2,20 m ~ 30 m 70 m² 25 m² HQ100 HQ1 38 nicht überhöht Profilumgestaltung HQ100-Sicherheit unverändert Ökologische Wirkung 1. Lokale Erhöhung der Fließgeschwindigkeiten und Strömungsdiversität 2. Erhöhung der WQ-Dynamik im Bereich MQ bis Q330 3. Aktivierung von Sekundärauen im Abgrabungsbereich Kostenschätzung: 900 €/pro Meter Gewässerstrecke Annahme: 10% mittelfristig umsetzbar (1,3 km): 1 170 000 € Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 42 Kostenschätzung Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 43 Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 45 Nr. Position/ Summe Einzelmaßnahme [€] 1 Maßnahmen an den Wehren Havichhorster Mühle: Sanierung 600 000 Havichhorster Mühle: ökol. orientierte Wehrsteuerung 20 000 Sudmühle: Sanierung 600 000 Sudmühle: ökol. orientierte Wehrsteuerung 20 000 Pleistermühle: Sanierung 600 000 Pleistermühle: ökol. orientierte Wehrsteuerung 20 000 2 Umgehungsgerinne Sudmühle Anlage Umgehungsgerinne 294 000 Einlaufbauwerk & Brücke 350 000 3 Profilumgestaltung Profileinengung/Sohlanhebung und Anlage von Sekundärauen in 10 % der möglichen Maßnahmenräume 1 170 000 Zwischensumme (Netto) 3 674 000 4 Unerwartetes (15%) 551 100 Summe (Netto) 4 225 100 Nebenkosten (20%) 845 020 Gesamtkosten (Netto) 5 070 120 Gesamtkosten (Brutto) 6 033 443 Weitere Kosten durch: Anpassung der Organismenaufstiege an geänderte Stauziele begleitende Maßnahmen (ggf. im Rahmen der Gewässerunterhaltung) Flächenerwerb Kostenschätzung (Ökol. Wehrsteuerung): 6,0 Mio. € Kostenschätzung (festen Schwellen): 6,9 Mio. € Zusammenfassung und Fazit Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 47 Zusammenfassung & Fazit Stauhaltung und Rückstaue prägen die Fließverhältnisse der Werse eine vollständige Aufgabe der Stauhaltungen ist nicht möglich Dynamisierung der Wasserstände durch Aufgabe der festen Stauziele: ökologisch orientierte Wehrsteuerungen oder feste Überfallschwellen (Raue Rampe,…) Herstellung der Durchgängigkeit an der Sudmühle Anpassung der Organismenaufstiege & Einmündungen von Nebengewässern an die geänderte Stauziele Aufgabe des festen Stauziels ist eine wichtige Voraussetzung für die Gewässerentwicklung in den Fließstrecken … 48 Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 … Maßnahmen in den Fließstrecken: auf rd. 11 km Profilumgestaltungen und Anlage von Sek. Auen. möglich in 9 Abschnitten kleinräumige Maßnahmen zur Erhöhung der Fließgeschwindigkeit und der Strömungsdiversität sowie zur Schaffung von Auenfunktionen möglich begleitende Maßnahmen auch in Restriktionsbereichen möglich Zusammenfassung aller Ergebnisse in einer Maßnahmenkarte diese dient als Entwicklungsperspektive! eine zeitnahe Umsetzung aller Maßnahmen ist nicht realisierbar Aufwertung der Gew. Strukturen und Habitate, Verbesserung der Gewässerdynamik, Auenvernetzung deutliche Verbesserung des ökologischen Potentials, Zielerreichung nach EG- WRRL wahrscheinlich 49 Machbarkeitsstudie untere Werse, Münster, 31.08.2018 Machbarkeitsstudie – Entwicklung der untere Werse im Stadtgebiet Münster Abschlusstermin Münster 31.08.2018 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, Fragen beantworten Ihnen Stefan Gebauer sgebauer@proaqua-gmbh.de Hans-Peter Henter henter@planungsbuero-koenzen.de
Anlage A
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Anlage A zur V/0919/2018 Kurzüberblick Die drei teilweise baufälligen Stauanlagen Havichhorster Mühle, Sudmühle und Pleistermühle müssen saniert bzw. erneuert werden. Neben der lokalen Durchgängigkeit, die teilweise gege- ben ist, ist vor allem die Rückstauwirkung der Wehre von großer Bedeutung. Zusätzlich sind die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) umzusetzen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage wird das Ziel „Schaffung und Bewahrung eines ordnungsgemäßen und umwelt- gerechten Zustandes der Fließgewässer als Erholungs- und Lebensraum sowie die Gewährleis- tung eines ordnungsgemäßen Wasserabflusses“ verfolgt. Das Teilziel lautet „Die Machbarkeit von Entwicklungsmaßnahmen an den Mühlenstandorten zu untersuchen und Perspektiven zur langfristigen Entwicklung der Werse gemäß EG- Wasserrahmenrichtlinie“. Umsetzung des Maßnahmenprogramms zur Wasserrahmenrichtlinie Erneuerung / Ersatz der baulich defekten Wehrklappen Ökologische Verbesserung von Gewässern im Stadtgebiet Schaffung der Durchgängigkeit Optimierung der Mühlenstandorte Reduzierung der Rückstauauswirkungen Finanzierung Produktgruppe: 1304 Fließende Gewässer Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2018 enthalten? Ja X Nein teilw. Im Entwurf des Haushaltsplanes 2019 enthalten? Ja X Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig x überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Rechtliche Grundlagen: Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), Wasserhaushaltsgesetz (WHG), Landeswasserge- setz NW (LWG) Beeinflussbarkeit der finanziellen Auswirkungen: Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Berichtsvorlage
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V/0919/2018 V/0919/2018 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Werse, Machbarkeitsstudie - Entwicklung der unteren Werse im Stadtgebiet Münster unter besonderer Berücksichtigung der drei Mühlenstandorte - Beratungsfolge 06.12.2018 Bezirksvertretung Münster-Ost Bericht 29.01.2019 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht Bericht: Allgemeines Die Werse durchfließt den östlichen Teil von Münster und fließt von Süden, aus dem Kreis Warendorf kommend, nach Norden und mündet an der Kreisgrenze zum Kreis Steinfurt in die Ems. Der Untersu- chungsraum liegt im Stadtgebiet von Münster und umfasst eine Gesamtfläche von ca. 314 ha und eine Gewässerstrecke von 15 km. Die Untere Werse im Stadtgebiet von Münster wird durch drei historische Mühlenstandorte (Havich- horster Mühle, Sudmühle, Pleistermühle) maßgeblich geprägt. Die Stauhaltung und die daraus resul- tierenden Rückstaue prägen weitestgehend das Abflussgeschehen und das Erscheinungsbild der Werse und sind signifikant für die ökologischen Ausprägungen. An der Havichhorster Mühle und der Pleistermühle ist die ökologische Durchgängigkeit durch einen Organismenaufstieg in Form eines Umgehungsgerinnes gegeben. An der Sudmühle fehlt dieser bisher, eine Durchgängigkeit ist hier nicht gegeben. Weiterhin sind an der Havichhorster Mühe und Sudmühle Turbinen zur Wasserkraft- nutzung vorhanden. Die Wehre müssen kurz- bzw. mittelfristig saniert werden. Die drei Rückstauabschnitte sind funktional eng mit den Umfeldnutzungen und verschiedensten Gewässernutzungen verbunden, so dass eine gesamtheitliche Betrachtung erforderlich ist. Die Wehre sind mit einer beweglichen Fischbauchklappe ausgestattet. Die Stauziele an den Mühlen können durch die Steuerung der Wehrklappe eingehalten werden. An allen drei Wehren gibt es naturnah gestaltete Flutrinnen bzw. Mulden, welche an den Wehren vorbeiführen und im Hochwasserfall zur Entlastung genutzt werden. Der Zustand der Wehrklappen an der Sudmühle und Havichhorster Mühle ist sehr kritisch, daher ist ein gesteuerter Wehrbetrieb nicht mehr möglich. Diese Wehrklappen sind auf ein, für die Klappen verträgliches Stauziel, zu fixieren. Dabei wurde die hydraulisch erforderliche Leistungsfähigkeit für ein Tiefbauamt 16.11.2018 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Grimm Telefon: 492 66 00 Grimm@stadt-muenster.de - 2 - V/0919/2018 hundertjähriges Regenereignis (HQ100) geprüft und berücksichtig. Dies wurde für die Wehrkappe an der Sudmühle im August 2015 durchgeführt, sie wurde rund 0,90 m unter Stauziel festgestellt. Die Fixierung der Wehrkappe an der Havichhorster Mühle wird zurzeit geprüft. Durch die Wehre und Stauhaltungen werden die Grundwasserstände im Umfeld der Wehre auf einem hohen Niveau gehalten. Aufgrund der großen Fallhöhen an den Wehren von 2 bis 3,5 m (Mittelwas- ser) wäre die Aufgabe der Wehre mit deutlichen Absenkungen der Grundwasserstände verbunden und daher unter ökologischen Gesichtspunkten nicht vertretbar. Die Auswirkungen von etwaigen Stauzieländerungen in der Werse auf das Grundwasser wurden in der Machbarkeitsstudie mit Hilfe eines stark vereinfachten Grundwassermodells untersucht. Das Planungsbüro Koenzen aus Hilden hat in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Pro Aqua aus Aachen die Studie im Auftrag des Tiefbauamtes erarbeitet. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wer- den die technischen, hydraulischen und ökologischen Rahmenbedingungen ermittelt und erste kon- krete Maßnahmenvorschläge erarbeitet. Ziel der Studie ist es die Machbarkeit von Entwicklungsmaß- nahmen an den Mühlenstandorten zu untersuchen und Perspektiven zur langfristigen Entwicklung der Werse gemäß EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) aufzuzeigen. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde die Werse im oben beschriebenen Gewässerabschnitt neu vermessen. Auf Grundlage der Vermessung und aktueller Grundlagendaten wurde ein hydraulisches Modell, in enger Abstimmung mit der Bezirksregierung Münster, erstellt. Gleichzeitig wurden die Schutzgüter im Untersuchungsraum analysiert. Auf Grundlage dieser Daten wurde die Machbarkeits- studie erarbeitet. - Leitbild und Entwicklungsziele Die Werse ist in der bundesweiten Fließgewässertypologie im Unterlauf als sand- und lehmgeprägter Tieflandfluss ausgewiesen. Im Untersuchungsgebiet ist die Werse als erheblich veränderter Wasser- körper (heavily modified waterbody, HMWB) ausgewiesen. Für HMWB ist nicht der „gute ökologische Zustand“ sondern das „gute ökologische Potenzial anzustreben. Die Entwicklungsziele aus gewässerökologischer und wasserwirtschaftlicher Sicht unter Beachtung der Nutzungsansprüche sind: - die Wiederherstellung beziehungsweise die Verbesserung der Durchgängigkeit - Reduktion des Rückstaueinflusses - Erhöhung der Fließgeschwindigkeit und Strömungsdiversität - Verbesserung der Hydrodynamik (gewässertypische Strömungsverhältnisse, jahreszeitliche Schwankungen) - Aktivierung der Auenfunktionen - Verbesserung der Naturnähe von Habitaten - Ermittlung von Restriktionen Für die Planung sind örtlichen Gegebenheiten, die vorhandenen naturräumlichen Randbedingungen, etwaige Schutzgebiete, FFH (Flora Fauna Habitat), gesetzlich geschützte Biotope und die Flächen- nutzungen von maßgebender Bedeutung. Das Grundwasser bildet bei den Planungen zur Machbarkeitsstudie eine wichtige Restriktion, da der Grundwasserflurabstand die Wasserverfügbarkeit für Pflanzen und Tiere sowie die Bearbeitbarkeit von Flächen und auf die Bebauung maßgeblich bestimmt und somit signifikant Einfluss auf die Fauna, Flora und Landwirtschaft besitzt. Eine Wasserstandsabsenkung an den drei Wehren gegenüber dem Istzustand (Mittelwasser) wurde vom Gutachter auf eine modellbasierte Abschätzung einer verträgli- chen Grundwasserabsenkung für den Untersuchungsraum von 25 – 50 cm festgelegt. Zur Klärung einer stärkeren Absenkung sind umfangreiche Grundwassermessungen über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren erforderlich. Eine vollständige Aufgabe der Wehre ist nach Einschätzung des - 3 - V/0919/2018 Gutachters nicht vertretbar. Gravierende Auswirkungen auf die Freizeitnutzung sind nicht zu erwar- ten. Keine Verschlechterung des Hochwasserschutzes ist eine weitere, wesentliche Voraussetzung aus hydraulischer Sicht, die bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie zu Grunde liegt. Der für die Umset- zung relevante Aspekt der Flächenverfügbarkeit und die Wasserkraftnutzung wurden bei der Betrach- tung nicht berücksichtigt, da der Fokus auf einer langfristigen Entwicklungsperspektive liegt. - Artenschutzrechtliche Voruntersuchungen Um die Belange des gesetzlichen Artenschutzes im Zusammenhang mit den beschriebenen Maß- nahmen zur Entwicklung der unteren Werse im Stadtgebiet von Münster frühzeitig zu berücksichtigen, wurde in der Machbarkeitsstudie eine artenschutzrechtliche Voruntersuchung (Stufe I) erstellt. Im Rahmen weiterer konkreter Planungsschritte wird eine artenschutzrechtliche Überprüfung erforderlich sein. Unter Berücksichtigung von Vermeidungsmaßnahmen und ggf. Ausgleichsmaßnahmen kann das Eintreten von artenschutzrechtlichen Verbotstatbeständen des § 44 Abs. 1 BNatSchG vermieden und die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen durchgeführt werden. Für viele planungsrele- vante Arten lassen sich deutliche Verbesserungen der Lebensraumverhältnisse prognostizieren, vor allem gewässer- und auentypische Arten werden von den vorgeschlagenen Maßnahmen profitieren. - Entwicklung von Maßnahmenbausteinen - Wehre Die Aufgabe von Staustufen und Wehren ist nicht machbar. Daraus resultieren die möglichen Varian- ten/Lösungen: - Ersatz der Wehre durch feste Überfallschwellen - Bewegliche Wehre beibehalten (sanieren), den Betrieb wie bisher durchführen aber mit abge- senkten Stauziel - Ökologisch orientierte Wehrsteuerung mit dynamischen Stauziel (unter Berücksichtigung der Stauzielabsenkung) Neben einer Wiederherstellung des heutigen Zustandes mit beweglichen Wehrklappen, aber geän- derten Stauzielen, wurden auch Varianten betrachtet die Stauhaltung mittels verschiedener Varianten von unbeweglichen Bauwerken „feste Überfallschwellen“ zu realisieren. Die möglichen Ausführungen für ein solches Bauwerk sind vielfältig und reichen von konstruktiven Überfallschwellen bis hin zu „Rauen Rampen“ oder raugerinneartigen Strukturen mit Blocksteinriegeln. Bezüglich der festen Über- fallschwellen sind vor allem die Restriktionen Hochwasserschutz, Grundwasser, Grundstücksverfüg- barkeit und bauliche Substanz der Wehre zu berücksichtigen. Die Maßnahme „ökologisch orientierte Wehrsteuerung“ setzt eine Sanierung des Wehres und die Möglichkeit einer steuerbaren Wehrklappe voraus. Anders als bisher, werden die Wehrklappen aber nicht nach einem möglichst dauerhaft einzuhaltenden Stauziel gesteuert. Das Ziel der ökologisch ori- entierten Wehrsteuerung ist die Wiederherstellung bzw. Realisierung dieser natürlichen Wasserspie- gel-Dynamik. Die Stellung der Wehrklappe wird an das Abflussgeschehen gekoppelt. Durch die be- weglichen Wehre ist dabei eine deutlich stärkere Dynamik der Wasserstände zu erzielen, als dies mit festen Schwellen möglich ist. Da keine starren Bauwerke errichtet werden, kann der Wasserstand über eine Anpassung der Wehrsteuerungen leicht modifiziert werden. Hierdurch ist ein angepasstes, erkenntnis– und situationsorientiertes Nachjustieren möglich. Der bauliche Aufwand entspricht dem der Erneuerung der Wehrklappen. Zusätzlich muss lediglich eine Mess- und Regeltechnik installiert werden. Die aufgeführten Lösungen sind kombinierbar und für jeden Wehrstandort individuell, unter Berück- sichtigung der Hochwassersicherheit, einsetzbar. Aufgrund der grundwasserseitigen Restriktionen sind Mindeststauziele einzuhalten, was Vergleichsweise hohe Überlaufschwellen erfordert. Für die - 4 - V/0919/2018 Sudmühle ist für die Schaffung der erforderlichen Durchgängigkeit der Bau eines Organismenauf- stiegs wie an der Havichhorster Mühle und Pleistermühle erforderlich. - Fließstrecke Die Wehranlagen und der dadurch bedingte Rückstau sind wesentliche Ursache der hydro- morphologischen Defizite in der Werse. In der Fließstrecke kann der Rückstaueinfluss durch eine Umgestaltung der Gewässerprofile mit den Maßnahmen “Profilgestaltung“, eine Kombination aus Sohlanhebung, Profil-Einschnürung und Vorlandabtrag/Sekundärauen reduziert werden. In der Machbarkeitsstudie werden Maßnahmen- und Vorzugsräume für die Umsetzung der Profilumgestal- tung aufgeführt. - Begleitende Maßnahmen Zusätzlich bringen begleitende Maßnahmen wie Totholz einbringen, Uferstreifen anlegen, Ufer abfla- chen/Profil aufweiten, Strukturierung der Sohl- und Uferbereiche, naturnahe Anbindung der Neben- gewässer, Schutz/Erhalt naturnaher Gewässer- und Auenstrukturen, Reaktivieren von Auengewäs- sern und Abrücken von Wegen eine ökologische Aufwertung der Gewässerabschnitte und sind auch prinzipiell in Restriktionsbereichen umsetzbar. Sie können ggf. ohne umfangreiche Genehmigungs- planungen im Rahmen einer naturnahen Gewässerunterhaltung umgesetzt werden. In welchem Um- fang Maßnahmen durchgeführt werden können ist im Einzelfall zu prüfen. - Maßnahmenbewertung - Wehre Aus der Bewertung geht hervor, dass von den Maßnahmen, die sich auf die Wehre beziehen, unter ökologisch-hydraulischen Gesichtspunkten die ökologische Wehrsteuerung die Maßnahme mit dem größten positiven Effekt und den geringsten Nachteilen ist. Anstelle der ökologisch orientierten Wehr- steuerung ist auch die Umsetzung fester Überfallschwellen möglich. Unter ökologischen Gesichts- punkten ist eine entsprechend Wehrsteuerung zur Förderung der Wasserstandsdynamik und einer gewässertypischen Auenüberflutung jedoch wirksamer und ermöglicht einen größeren Handlungs- spielraum. Grundsätzlich ist hinsichtlich der Hochwassersicherheit ein bewegliches Wehr vorteilhafter. - Profilumgestaltung - 5 - V/0919/2018 Die Maßnahme Profilumgestaltung stellt eine Kombination von Sohlanhebung/Profileinengung und Vorlandabtrag dar und führt zu einer ökologischen Verbesserung ohne Nachteile. Durch Anheben der Sohle oder Einengung der Profilbreite wird der Fließquerschnitt reduziert und die Fließgeschwindig- keit erhöht. Nachteilig wirkt sich die Verschlechterung der Wasserspiegellage beim hundertjährigen Regenereignis (HQ100) aus, die durch die gleichzeitige Schaffung von Sekundärauen durch Vorland- abtrag kompensiert wird. Der Vorlandabtrag zur Förderung von Sekundärauen hat aus ökologischer Sicht ausschließlich Vorteile, setzt aber ein Mindestmaß an Wasserstandsdynamik und entsprechen- de Flächenverfügbarkeit voraus. Die Maßnahme ist auch kleinräumig bzw. lokal sinnvoll und beson- ders in ohnehin flacheren bzw. engeren Bereichen effektiv. - Kostenschätzung Eine grobe Kostenschätzung, die in Anlehnung an bereits durchgeführte Maßnahmen erstellt wurde, ergibt als erste Annahme folgende Kosten: - Feste Wehrschwelle, bei einer mittleren Schwellenlänge von rund 55 m, rund 1,3 Mio. € je Wehr. - Ökologisch orientierte Wehrsteuerung (Wehrsanierung und die erforderliche Steuerungsum- stellung) rund 1,02 Mio. € je Wehr. - Profilumgestaltung, mit der Annahme, dass mittelfristig 10 % der möglichen Maßnahmen in der Fließstrecke (1,3 km) umsetzbar sind, rund 1,95 Mio. €. - Organismenaufstieg bzw. Umgehungsgerinne Sudmühle rund 1.06 Mio. €. Die Maßnahmen an den Wehren (feste Überfallschwelle oder gesteuertes Wehr) können an jedem Wehrstandort individuell festgelegt werden, wenn die hydraulischen Voraussetzungen dieses ermö g- lichen. Für Maßnahmen an den drei Wehrstandorten, dem Bau des Organismenaufstieges an der Sudmühle und einer Profilumgestaltung im oben vorgegebenen Rahmen sind mit Kosten in Höhe von rund 6,0 Mio. bis 6,9 Mio. € zu rechnen. Beispiel Höchster Wehr an der Nidda (Hessen) Wehranlage durch Streichwehr mit naturnah gestaltetem Umge- hungsgerinne/Organismenauf- stieg ersetzt. Das Umgehung s- gerinne ist durch eine Insel zur Nidda getrennt. Informationen aus Internetauftritt: SEF (Stadtentwässerung Frankfurt am Main) - 6 - V/0919/2018 Weitere Kosten entstehen durch die erforderlichen Anpassungen der bestehenden Orga - nismenaufstiege (Havichhorster Mühle, Pleistermühle) und die Anpassungen der Nebengewässer an das geänderte Stauziel, für begleitende Maßnahmen (ggf. im Rahmen der Gewässerunterhaltung) im Fließgewässer und gegebenenfalls für den Flächenerwerb. - Zusammenfassung & Fazit Im gesamten Untersuchungsraum prägen Stauhaltung und Rückstaue die Fließverhältnisse der Wer- se. Eine vollständige Aufgabe der Stauhaltung ist aber aus den oben aufgeführten Punkten nicht möglich. Der Gutachter empfiehlt, unter ökologisch-hydraulischen Gesichtspunkten, eine Dynamisie- rung der Wasserstände an den Wehren durch die Aufgabe der festen Stauziele mittels Einbau von ökologisch orientierten Wehrsteuerungen oder fester Überfallschwellen. Wobei die ökologisch orien- tierte Wehrsteuerung die Maßnahme mit dem größten positiven Effekt und den geringsten Nachteilen ist. Die feste Überlaufschwelle ist ebenfalls zielführend, wobei die positiven ökologischen Effekte schwächer ausgeprägt sind und dem Hochwasserschutz besondere Aufmerksamkeit zu widmen ist. Die Aufgabe des festen Stauziels ist eine wichtige Voraussetzung für die Gewässerentwicklung in den Fließstrecken. Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Herstellung der Durchgängigkeit an der Sudmühle mittels eines Organismenaufstiegs. Im Zusammenhang mit dem Umbau der Wehranlagen ist die Anpassung der bereits bestehenden Organismenaufstiege erforderlich. Weiterhin sind einmündende Nebenge- wässer an die geänderten Stauziele anzupassen. Die Absenkung der Stauziele bedingt ohne weitere Maßnahmen bzgl. der Fließverhältnisse hat keine signifikanten Vorteile, es sind Maßnahmen an der Fließstrecke erforderlich. Auf rund 11 km der unter- suchten 15 km Fließstrecke sind Profilumgestaltungen und Anlage von Sekundärauen möglich. In 9 Abschnitten sind kleinräumige Maßnahmen zur Erhöhung der Fließgeschwindigkeit und der Strö- mungsdiversität sowie die Schaffung von Auenfunktionen möglich. Weiterhin sind begleitende Maß- nahmen (Totholz, Uferstreifen anlegen, Uferabflachen/Profil aufweiten, etc.) auch in Restriktionsbe- reichen möglich. Durch die Maßnahmen werden Gewässerstrukturen und Habitate aufgewertet sowie die Verbesse- rung der Gewässerdynamik und Auenvernetzung geschaffen. Diese führt zu einer deutlichen Verbes- serung des ökologischen Potentials und eine Zielerreichung nach der EG-Wasserrahmenrichtlinie ist wahrscheinlich. - Nächsten Schritte An den Wehren Sudmühle und Havichhorster Mühle sind kurzfristige Maßnahmen zur Sanie- rung/Erneuerung der Wehre erforderlich. Dazu sind weitere bzw. sofortige Planungen erforderlich, die die im Gutachten vorgeschlagenen Varianten zur Erneuerung/Sanierung der Wehre inclusive der Ab- senkung des Stauziels aufgreifen. Kurzfristig soll ein Ingenieurbüro auf Grundlage der Machbarkeits- studie und vorhandener Planungen zur Erneuerung der Wehre für beide Wehrstandorte und für die Planung des Organismenaufstieges Sudmühle einen Planungsauftrag erhalten. Dieser Planungsauf- trag wird die Erarbeitung mehrerer Varianten beinhalten. Im weiteren Verfahren wird die insgesamt geeignetste Variante mit allen Beteiligten festgelegt. Nach Abschluss der Entwurfsplanung erfolgen die weiteren Schritte zur Umsetzung der Planung. - 7 - V/0919/2018 Die politischen Gremien werden über die weiteren maßgeblichen Schritte zur Sanierung der Wehre und ökologischen Verbesserung des Werse informiert. Inwieweit die Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen an den Wehren förderfähig sind, wird einzelfall- bezogen durch die Bezirksregierung Münster geprüft. Eine Förderfähigkeit für den Organismenauf- stieg/Umgehungsgerinne und die Maßnahmen am Gewässerlauf wird unter Berücksichtigung der fördertechnischen Vorgaben in Aussicht gestellt. In Vertretung gez. Denstorff Stadtbaurat Anlage Power Point Machbarkeitsstudie
AUKB_V_0919_2018_Werse_Machbarkeitsstudie_Anlage_Plan
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Sudmühle
Havichhorster Mühle
32409500
32409500
32410000
32410000
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32410500
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32411000
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32411500
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5761000
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5761500
5762000
5762000
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5762500
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5763000
5763500
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5764000
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5764500
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13,1
13,2
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13,4
13,5
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13,9
14,1
14,2
14,3
14,4
14,5
Pleister Mühle
32410000
32410000
32410500
32410500
32411000
32411000
5757000
5757000
5757500
5757500
5758000
5758000
5758500
5758500
5759000
5759000
5759500
5759500
5760000
5760000
5760500
5760500
5761000
5761000
0
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15
16
0,1
0,2
0,3
0,3
0,2
0,1
0,1
0,2
0,3
0,4 0,5
0,6
0,7
0,8
14,5
14,6
14,7
14,8
14,9
15,1
15,2
15,3
15,6
15,5 15,4
15,7
15,9
15,8
16,1
16,2
16,3
16,4
16,5
16,6
16,7
32409500
32409500
32410000
32410000
32410500
32410500
32411000
32411000
5756000
5756000
5756500
5756500
Abschnitt 1 (Stat. 1,45 - 4,2)
- Sohlanhebung / Profileinengung in Kombination mi t
- Vorlandabtrag für Sekundäraue (abschnittsweise nur linksseitig)
und/oder (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen
Weitere Maßnahmen:
- Totholz einbringen
- Gewässer- / Auenstrukturen schützen / erhalten
- Reaktivierung von Auengewässern
Havichhorster Mühle
- Ökologisch orientierte Wehrsteuerung
- Gewährleistung der Durchgängigkeit
am Umgehungsgerinne
Sudmühle
- Ökologisch orientierte Wehrsteuerung
- Umgehungsgerinne zur Herstellung der
Durchgängigkeit
Legende
Maßnahmen
Abschnitt 5 (Stat. 8,4 - 9,3)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen (auf einem Abschnitt rechtsseitig)
- Ufer abflachen / aufweiten (partiell)
- Wege (ggf. Nutzungen) abrücken
Abschnitt 7 (Stat. 10,32 - 11,87)
Vorzugsraum für
- Sohlanhebung / Profileinengung in Kombination mi t
- Vorlandabtrag für Sekundäraue
und/oder (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen
Weitere Maßnahmen:
- Totholz einbringen
- Strukturierung der Sohl- und Uferbereiche
Abschnitt 3 (Stat. 5,4 - 7,1)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen
Weitere Maßnahmen:
- Ufer abflachen / Profil aufweiten (Stat. 6,2 - 6 ,4 re)
- Gewässer- / Auenstrukturen schützen / erhalten
Abschnitt 2 (Stat. 4,2 - 5,4)
Vorzugsraum für
- Sohlanhebung / Profileinengung in Kombination mi t
- Vorlandabtrag für Sekundäraue (beidseitig, nahezu im ges. Abschnitt)
und/oder (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen
Weitere Maßnahmen:
- Totholz einbringen
- Strukturierung Sohl- und Uferbereiche
- Naturnahe Anbindung der Nebengewässer
- Wege (ggf. Nutzungen) abrücken
Abschnitt 4 (Stat. 7,1 - 8,4)
Vorzugsraum für
- Sohlanhebung / Profileinengung (nur partiell) in Kombination mit
- Vorlandabtrag für Sekundäraue (abschnittsweise nur rechtsseitig)
und/oder (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen
Weitere Maßnahmen:
- Totholz einbringen
- Strukturierung der Sohl- und Uferbereiche
- Naturnahe Anbindung an Nebengewässer
- Wege (ggf. Nutzungen) abrücken
Abschnitt 8 (Stat. 11,87 - 12,3)
- Sohlanhebung / Profileinengung in Kombination mi t
- Vorlandabtrag für Sekundäraue (kurzer Abschnitt linksseitig)
und/oder (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen
Weitere Maßnahmen:
- Naturnahe Anbindung Nebengewässer
Abschnitt 9 (Stat. 12,3 - 13,1)
Vorzugsraum für
- Sohlanhebung / Profileinengung in Kombination mi t
- Vorlandabtrag für Sekundäraue (vornehmlich rechtsseitig)
und/oder (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen
Weitere Maßnahmen:
- Totholz einbringen
- Strukturierung der Sohl- und Uferbereiche
- Naturnahe Anbindung Nebengewässer
- Reaktivierung von Auengewässern
- Wege (ggf. Nutzungen) abrücken
Pleistermühle
- Ökologisch orientierte Wehrsteuerung
- Gewährleistung der Durchgängigkeit
am Umgehungsgerinne
© Geobasisdaten der Kommunen und des Landes © Geobasis NRW 2018
Totholz einbringen
Ufer abflachen / Profil aufweiten
Strukturierung der Sohl- und Uferbereiche
Naturnahe Anbindung der Nebengewässer
Gewässer- / Auenstrukturen schützen/erhalten
Reaktivierung von Auengewässern
Wege (ggf. Nutzungen) abrücken
Keine verortete Darstellung folgender Maßnahmen
(s. Kapitel 5.2 der textl. Vorlage)
(Die Abgrenzung von Sekundäraue und Uferstreifen erfolgt im
Längsverlauf. Die Breitenausdehnung muss im Rahmen konkreter
Planungen ermittelt werden.)
Abschnitt 6 (Stat. 9,3 - 10,32)
- Sohlanhebung / Profileinengung in Kombination mi t
- Vorlandabtrag für Sekundäraue (abschnittsweise nur linksseitig)
und/oder (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen
Weitere Maßnahmen:
- Totholz einbringen
- Strukturierung der Sohl- und Uferbereiche
Abschnitt 10 Forts. (Stat. 13,1 - 15,0)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen
- Totholz einbringen
- Ufer abflachen / Profil aufweiten
- Gewässer- / Auenstrukturen schützen / erhalten
Abschnitt 11 (Stat. 15,0 - 15,7)
Vorzugsraum für
- Sohlanhebung / Profileinengung in Kombination mi t
- Vorlandabtrag für Sekundäraue
und/oder (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen
Weitere Maßnahmen:
- Totholz einbringen
- Gewässer- / Auenstrukturen schützen / erhalten
- Wege (ggf. Nutzungen) abrücken
Abschnitt 12 (Stat. 15,7 - 16,3)
- Gewässer- / Auenstrukturen schützen / erhalten
Abschnitt 13 (Stat. 16,3 - 16,7)
- Sohlanhebung / Profileinengung in Kombination mit
- Vorlandabtrag für Sekundäraue (nur linksseitig)
und/oder (in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen
Weitere Maßnahmen:
- Totholz einbringen
- Naturnahe Anbindung Nebengewässer
- Gewässer- / Auenstrukturen schützen / erhalten
Abschnitt 10 (Stat. 13,1 - 15,0)
- Uferstreifen anlegen / ergänzen
- Totholz einbringen
- Ufer abflachen / Profil aufweiten
- Gewässer- / Auenstrukturen schützen / erhalten
Karte 1 Karte 2
Karte 3
¯
0 90 180 270 360 45
Meter
0 90 180 270 360 45
Meter ¯
0 90 180 270 36045
Meter ¯
1
2
3
Machbarkeitsstudie
Entwicklung der unteren Werse
im Stadtgebiet Münster
GEWKZ3C 32
Maßnahmenplan
Maßstab: 1 : 5.000
gezeichnet:
geprüft:
Datum Name
bearbeitet:
genehmigt:
Münster den,
Tiefbauamt
i.A.
Projekt Nr.: 04_063
Plan Nr.: WL 57 2016
Blatt Nr.:
Str. Schlüssel
Anlage Nr.: 3
Art der Änderung Nr. Name Datum
Untersuchungsgebiet (= festgesetztes
Überschwemmungsgebiet)
Werse und Nebengewässer
Stationierung (GSK Auflage 3c)
!( Mühlenstandorte
Naturschutzgebiet
gesetzl. geschütztes Biotop
Trinkwasserschutzgebiet
Maßnahmenabschnitte
Uferstreifen anlegen / ergänzen
Vorhandenen Uferstreifen schützen
Sohlanhebung / Profileinengung in Kombination
mit Vorlandabtrag für Sekundäraue
Vorzugsraum für Sohlanhebung
Altlast
Edelbach
Hombach
Lammerbach
Juffernbach
Hammebach
B51
Schmorbach
Graebach
Kreuzbach
Pleistermü hlenbach
Laerbach
Wersebach
Honebach
Wolbecker Straße
Sudmühlenstraße
Bahnlinie Münster-Osnabrück
Schulstrasse 37
D-40 721 Hilden
Tel.:
Fax:
+49 (0) 2103/90 88 4 - 0
+49 (0) 2103/90 88 4 - 19
Datum Name
has 10/2018 bearbeitet
goh 10/2018 geprüft:
Hilden, 12.11.2018
has 10/2018 gezeichnet:
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (9)
- Sudmühlenstraße
- Havichhorster Mühle
- Wolbecker Straße
- An den Mühlen
- Schulstraße 37d
- Edelbach
- Lammerbach
- Kreuzbach
- Werse
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0919/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 09.10.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37