3075/2021
Strategiepapier zu Führen in Teilzeit
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Anlage 1 - Führen in Teilzeit 2021
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Führen in Teilzeit Führen in Teilzeit Seite 3 Seite 2 Die Oberbürgermeisterin Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gestaltung Zentrale Dienste der Stadt Köln Bildnachweis Titel: ©istock/xavierarnau 13-US / I-1 / 017-21 / 02.2021 Kontakt Stadt Köln Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern Projektteam Bündnis BerufLeben Willy-Brandt-Platz 3 50679 Köln Telefon 0221/221-26491, -24682, -34123 berufleben@stadt-koeln.de Inhalt Führen in Teilzeit 4 1. Hintergrund . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 2. Zahlen und Fakten zur Teilzeitarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 3. Grundvoraussetzungen und Resultate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 4. Abgeleitete Handlungsstrategien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Anlage 1: Übersicht von Chancen und Herausforderungen von Führen in Teilzeit . . . . . . . . . 13 Anlage 2: Checkliste für Vorgesetzte von Führungskräften in Teilzeit . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Anlage 3: Selbstreflexion und -prüfung im Vorfeld zu Führen in Teilzeit . . . . . . . . . . . . . . . 20 Anlange 4: Checkliste bei Aufnahme einer Führungsaufgabe in Teilzeit ohne Jobsharing oder Ermittlung des Status Quo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Anlage 5: Checkliste zur Vorbereitung von Führungskräften in Teilzeit mit Jobsharing oder Ermittlung des Status Quo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Anlage 6: Erste Dienstbesprechung im neuen Team. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 Seite 4 Seite 5 Die Zertifizierung der Stadt Köln als familienfreundliche Arbeitgeberin zeigt, dass unsere Unterneh- menskultur von einem großen Familienbewusstsein geprägt ist und Vereinbarkeit von Beruf und Leben bereits einen großen Stellenwert genießt. „Führen in Teilzeit“ hat jedoch noch viel Potential. Dieses Konzept verdeutlicht, dass sich die Stadt Köln intensiv mit den Möglichkeiten und Chancen des Instruments „Führen in Teilzeit“ auseinandersetzt. Dabei ist es wichtig, den steigenden Ansprüchen in diesem Bereich auch zukünftig gerecht zu werden und mit den Entwicklungen Schritt zu halten. In diesem Sinne ist dieses Konzept nicht als starres Regelwerk zu verstehen, sondern soll stets an die aktuellen Arbeitsbedingungen und Bedürfnisse angepasst und weiterentwickelt werden. Die Checklisten bieten darüber hinaus eine Möglichkeit, den eigenen Umgang zum Thema „Führen in Teilzeit“ zu reflektieren, das Instrument bewusster und zielorientierter umzusetzen sowie in den einzelnen Dienststellen weiterzuentwickeln. Vorwort Liebe Leser*innen, „Führen in Teilzeit“ ist bei der Stadt Köln kein neues Thema, sondern seit vielen Jahren in verschiedenen Modellen gelebte Praxis. Gleichwohl werden Führungskräfte immer wieder mit der Vorstellung konfrontiert, dass gute Führung nur durch ständige Präsenz und Erreichbarkeit möglich und deshalb nur schwer mit einer Teilzeitbeschäftigung vereinbar sei. Viele gute Beispiele in unserer Stadtverwaltung beweisen Tag für Tag das Gegenteil! Für die Stadt Köln als moderner Arbeitgeberin ist die Verein- barkeit von Beruf und Familie unverändert ein wichtiges Ziel und gilt selbstverständlich gleichermaßen für Führungskräfte wie für Mitarbeiter*innen ohne Führungsaufgaben. Die persönliche Arbeitszeit ist dabei eine wesentliche, oftmals die entscheidende Komponente. Dabei geht es nicht allein darum, durch Teilzeit eine bessere Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Kinderbetreuung zu ermöglichen. Auch die Pflege von Angehörigen, die Möglichkeit, parallel zur Arbeit ein Studium zur beruflichen Weiterentwicklung zu absolvieren oder mehr Zeit für ehrenamtliches Engagement zu haben sind wichtige Anliegen unserer Mitarbeiter*innen. Führen in Teilzeit ist keine „Gefälligkeit“ der Arbeitgeberin, sondern als Zielsetzung sowohl im Landesgleichstellungsgesetz NRW als auch im Teilzeit- und Befristungsgesetz verankert. Bettina Mötting Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Köln und Leiterin des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern Hannes Ganze stellvertretender Amtsleiter Personal- und Verwaltungsmanagement Bettina Mötting Hannes Ganze Seite 7 Seite 6 Führen in Teilzeit 1. Hintergrund Die Arbeitszeit ist eine entscheidende Komponente zur Vereinbarung von Beruf und den beste- henden Fürsorgepflichten von Frauen und Männern. Und dies macht vor den Führungsetagen nicht Halt. Führen in Teilzeit ist daher ein wichtiges Instrument, um Arbeit mit den sich verän- dernden Lebensrealitäten und modernen Berufswelten in Einklang zu bringen. Daher soll Führen in Teilzeit bei der Stadt Köln weiter ausgebaut und als feste Größe in der Karriereentwicklung etabliert werden. Die Rahmenbedingungen für integrierte Familienpolitik haben mit dem gesellschaftlichen Wandel nicht Schritt gehalten, so wurde die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und das Führen in Teilzeit aber von höchster Ebene (§ 6 Teilzeit- und Befristungsgesetz, § 13 Abs. Abs. 8 LGG) eindeutig als wichtiges Ziel identifiziert. Heute weiß man, dass der beste Schutz vor Familien- und Altersarmut die egalitäre Erwerbstätigkeit beider Lebenspartner*innen ist. Zeit ist hierbei eine zentrale Ressource für Fürsorge, deshalb ist Familienpolitik auch Zeitpolitik. Daher gilt es qualitätsorientierte Strukturen für die Umsetzung neuer Möglichkeiten zu schaffen. Ein Weg und damit eine klare Win-Win-Lösung ist mit der Ausweitung des Instrumentes „Führen in Teilzeit“ gegeben. Notwendige Voraussetzungen sind eine professionelle Planung, Umsetzung und Begleitung. Warum ist Führen in Teilzeit dann heute zum überwiegenden Teil noch immer weiblich und hat weiterhin gegen Vorbehalte und Ressentiments anzukämpfen? Das traditionelle Bild der Führungskraft zeichnet eine Person, die ständig für ihre Arbeit verfügbar ist und keine anderweitigen Verpflichtungen – auch keine privaten – zu haben scheint und daher eine ausgeprägte und stete örtliche Anwesenheit zeigen kann. Dieses Bild ist überholt und im Wandel begriffen. Zielerreichung hat sich vor die Präsenzpflicht gestellt, aber es nährt sich weiter- hin von alten gelebten Rollenbildern und traditionellen Arbeitsweisen. Es steht außer Frage, dass es noch nie eine so gut ausgebildete und erwerbsorientierte Frauen- generation gegeben hat. Daher lässt sich grundsätzlich gerade bei der jungen Generation, gesellschaftlich ein neues breites Verständnis über eine gleichberechtigte Teilhabe am Berufs- leben feststellen. Zunehmend wird eine egalitäre Partnerschaft angestrebt, in dem sich beide Partner*innen die Familien- und Erwerbsarbeit teilen. Die Corona-Pandemie hat uns jedoch auch gezeigt wie schnell in schwierigen Zeiten alte Muster wieder aufleben, daher ist es bedeutsam für moderne Rollenbilder einen krisenfesten Unterbau zu schaffen. Die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als Richtschnur für eine zeitgemäße Personal- politik trifft nicht nur bei Familien und Teilzeitführung auf reine „Frauen / Mütter-Themen“ zu. Auch junge Väter, ältere Arbeitnehmer*innen, Mitarbeitende mit Weiterbildungsambitionen oder mit zeitintensiven Hobbies zeigen großes Interesse an verantwortungsvollen, aber zeitlich reduzierten Arbeitszeitmodellen. Work-Life-Balance hat nicht umsonst Einzug in die Arbeitswelt gehalten und sich zunehmend etabliert. Wir stehen mit Führen in Teilzeit (FiT) bei der Stadt Köln nicht am Anfang, es hat aber noch ein großes Potential zur Weiterentwicklung. In diesem Zusammenhang ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass für die Stadt Köln Familie da stattfindet, wo Menschen in auf Dauer ange- legten Lebensbündnissen, mit enger persönlicher Bindung – auch generationenübergreifend – Verantwortung füreinander übernehmen. Das erfordert keine verwandtschaftliche oder gesetzliche Legitimation. Über die ‚klassische‘ Familie hinaus sind damit auch Alleinerziehende, nichteheliche und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit und ohne Kinder, sowie Patchwork- und Pflegefamilien gemeint. Für die Stadt bedeutet Führen in Teilzeit, dass vorhandenes Wissen, ausgebaute Kompetenzen und Arbeitsidentitäten durch Role Models nicht nur erhalten, sondern auch weitergegeben werden wollen und sollen. Als moderne Arbeitgeberin öffnet sie sich der Weiterentwicklung neuer Strukturen. Eng behaftet mit dem Thema „Führen in Teilzeit“ ist auch die Auseinander- setzung mit der Überschrift „Mobiles Arbeiten“. Seite 8 2. Zahlen und Fakten zur Teilzeitarbeit Die nachfolgenden Auswertungen beziehen sich auf den Stichtag 31.12.2020. 2.1 Statistik Die Teilzeitquote aller städtischen Mitarbeitenden liegt mit 32,9 % über dem Bundesdurchschritt (28,8 % in 2019). Damit hat sich die Teilzeitquote bei der Stadt in den letzten drei Jahren mit einer Erhöhung von 3 % stabilisiert. Eine beständige Teilzeitquote von fast 33 % zeigt zudem, wie etabliert dieses Instrument als solches in der städtischen Berufswelt ist. Wie die nachfolgende Tabelle zeigt, arbeiten 37,15 % der Teilzeitmitarbeitenden vollzeitnah, das heißt mit einem wöchentlichen Stundenanteil von 30 bis unter 39 Stunden. Demzufolge macht die klassische 50 % Regelung mit 19,1 % nur eine von vielzähligen Teilzeitvarianten aus. Übersicht zeitlicher Umfang der Teilzeitarbeit Teilzeit / Geschlecht Männer Frauen Summe < 0,5 340 853 1193 0,5 148 1180 1328 0,51 - 0,74 289 1561 1850 > 0,75 363 2219 2582 Summe 1140 5813 6953 Teilzeit Vollzeit 67,1 % 32,9% Abbildung 1: Gesamtstädtische Teilzeitquote Teilzeit Männer Teilzeit Frauen 84 % 16 % Abbildung 2: Verteilung Teilzeit nach Geschlecht Seite 9 Die Verteilung der Teilzeit nach Geschlechtern zeigt im Anteil der Männer zwar mit 16 % eine Steigerung von 3% zum Vorjahr, jedoch ist unschwer zu erkennen, dass Teilzeit immer noch ausgeprägt weiblich ist. Aus gleichstellungspolitischer Sicht kann Teilzeitarbeit durchaus ambivalent betrachtet werden. Den verbesserten Möglichkeiten einer Teilhabe am Erwerbsleben und den vielfältigeren Optionen der Lebensgestaltung stehen deutliche Risiken in der Benachteiligung entgegen, beispielsweise beim beruflichen Aufstieg und bei den Ansprüchen aus den sozialen Sicherungssystemen. Auch im Hinblick auf die spätere Rente kann eine langjährige Teilzeitbeschäftigung das Budget er- heblich schmälern, nicht umsonst sind von der Altersarmut besonders Frauen betroffen. Anfang des Jahres 2020 machte der Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, deutlich: „Altersarmut wird in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren noch mal sehr, sehr deutlich zunehmen, weil wir immer mehr Menschen haben, die zu geringen Löhnen oder in Teilzeit arbeiten oder unterbrochene Erwerbsbiografien haben.“ Dies sollte bei dem Thema „Führen in Teilzeit“ berücksichtigt werden, indem zum Beispiel ein periodisches noch zu entwickelndes Kontrollinstrument, zur Überprüfung einer Erhöhung der wöchentlichen Arbeitsstundenzahl aufgrund veränderter individueller Rahmenbedingungen, etabliert wird. 15,5 % aller Führungskräfte arbeiten in Teilzeit. Somit ist Führen in Teilzeit bei der Stadt Köln kein Einzelfall, sondern es gibt bereits ein solides Fundament. Ein Fokus sollte künftig auch auf der Teilzeitquote von männlichen Führungskräften liegen, um ein positives Signal zur Förderung und Unterstützung von egalitären Partnerschaften zu setzen. 13 % Führen in Teilzeit Führen in Vollzeit 15,9 % 15,5% 84,5 % Abbildung 3: Teilzeitquote in Führungspositionen Führen in Teilzeit Männer Führen in Teilzeit Frauen 23,9 % 76,1 % Abbildung 4: Verteilung Führen in Teilzeit nach Geschlecht Seite 10 Seite 11 2.2 Varianten von Führung in Teilzeit Führen in Teilzeit findet in sehr unterschiedlichen Zeitkorridoren statt. Die als klassisch wahr- genommene Halbtagsbeschäftigung (50 % der regulären Wochenarbeitszeit), macht hierbei nur eine von vielen Varianten aus. Vollzeitnahe Führung Eines der am häufigsten umgesetzten Teilzeitarbeitsmodelle ist die vollzeitnahe Teilzeitarbeit. Hier- bei liegt die wöchentliche Arbeitszeit bei 30 bis unter 39 Stunden. Die Verteilung der Arbeitszeit kann hierbei individuell gestaltet werden, sodass die Führungskraft mehrere Tage in der Woche in Teilzeit anwesend ist bzw. bis zu vier Tage ganztägig arbeitet. Stellvertreter*innen Modell Im Stellvertreter*innen Modell ist es üblich, dass die zweite Person nicht das gleiche Führungslevel trägt und als Assistenz für die Teilzeitkraft zu sehen ist. Diese Variante bietet eine feste Vertretung, die in alle relevanten Vorgänge eingebunden ist, sodass für andere Kolleg*innen keine Einschränkun- gen festzustellen sind. Eine Vertretungsregelung im Urlaub ist gegeben und im Falle eines Stellen- wechsels bleibt das implizite Wissen im Aufgabenbereich erhalten. Unter besonderer Betrachtung wird deutlich, dass dieses Instrument neben der Teilzeit-Führung ebenfalls eine Nachwuchsförderung ist, wobei junge, talentierte Mitarbeitende von erfahrenen Kolleg*innen langfristig begleitet werden können, um dadurch eigene Kompetenzen für eine spätere, alleinige Führungstätigkeit zu erwerben. Job-/ Topsharing und Job-/ Topsplitting Ebenfalls populär ist das sog. Jobsharing bzw. Top-Sharing oder „Job-Splitting-Modell“. Hierbei teilen sich mindestens zwei Führungskräfte der gleichen Hierarchiestufe eine Führungstätigkeit. Sie arbeiten zu unterschiedlichen Zeiten mit angepassten Überschneidungen für den gemein- samen Austausch und Dienstbesprechungen. Sie erledigen die gleichen Aufgaben oder teilen sich das Aufgabengebiet auf. Das kann in der 50 / 50-Aufteilung einer Vollzeitstelle geschehen – das gemeinsame Arbeitszeit- volumen kann aber auch ebenso gut darunter oder darüber liegen bzw. asymmetrisch aufgeteilt werden. So können sich auch z. B. drei Führungskräfte in Teilzeit gemeinsam zwei Führungsstellen in individuellen Zeitmodellen teilen. 3. Grundvoraussetzungen und Resultate In der fachlichen wie praktischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Führen in Teilzeit“ haben sich zur Weiterentwicklung folgende Eckpunkte herausgestellt: 1. Führen in Teilzeit ist ein wichtiges Vereinbarungsthema. 2. Die weitere Etablierung von Führen in Teilzeit liegt insbesondere bei den Vorgesetzten. 3. Die reduzierte Arbeitszeit sagt nichts über das persönliche Engagement aus. 4. Die Akzeptanz der begrenzten Stundenzahl und die Berücksichtigung derer im Auf gabenvolumen ist eine wichtige Grundvoraussetzung in der Weiterentwicklung dieses Vereinbarkeitsthemas. 5. Die Arbeitsergebnisse sind im Verhältnis zum zeitlichen Arbeitsumfang und nicht zu den Anwesenheitszeiten zu bewerten. 6. Im Geben und Nehmen muss auch eine Führungskraft in Teilzeit (FKiT) eine gewisse Flexibilität zeigen. 7. Von Beginn an muss sowohl von den Vorgesetzten der FKiT als auch von den FKiT selber auf einen guten Informationsfluss geachtet werden. 8. Führen in Teilzeit bedeutet auch die interessanten Aufgaben loslassen zu können. 9. Vertrauen ist bei Führen in Teilzeit eine wichtige Grundbasis in alle Richtungen. 10. Bereits im Vorfeld der Arbeitsaufnahme ist ein gut strukturierter und durchdachter Arbeitsrahmen aufzustellen Seite 12 Seite 13 3.1 Erkenntnisse aus den durchgeführten Workshops Der Herausarbeitung des aktuellen Status Quo von Teilzeitführung in der Stadt Köln, wurde sich in drei Workshops von Dezember 2019 bis Januar 2020 unter der Leitung von Prof. Dr. Karlshaus aus folgenden Perspektiven gewidmet: – Mitarbeiter*innen der Teilzeitführungskraft – Teilzeitführungskraft – Vorgesetzte der Teilzeitführungskraft An den Workshops nahmen die folgenden Pilotämter teil: – Büro der Oberbürgermeisterin – Personal- und Verwaltungsmanagement – Amt für Soziales, Arbeit und Senioren – Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen – Ausländeramt In den Ergebnissen aller Workshops gab es eine gemeinsame Schnittmenge der festgestellten zentralen Vorteile und Handlungsfelder, die in der nachfolgenden Übersicht zusammengetragen wurden. Zentrale Vorteile Zentrale notwendige Handlungsfelder Steigerung der Arbeitgeberinnenattraktivität Verdichtetes und hohes Arbeitspensum für Führungskräfte in Teilzeit Sicherung und Bindung von internen, sowie Anwerbung von externen Führungskräften Fehlende und unklare Strukturen, Informations-, Kommunikations- und Entscheidungsprozesse Aktivierung von Zufriedenheit und Motivation Teilweise fehlende IT-Infrastruktur und mobile Arbeitsmöglichkeiten Teamentwicklung und -förderung Förderung egalitärer Lebenspartnerschaften Alles war geprägt von einem intensiven, nach vorne gerichteten Austausch, sodass sich für jeden Bereich Ansatzpunkte zur Auseinandersetzung mit dem Thema „Führen in Teilzeit“ ergaben und auch unterstützende Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden konnten. Ein Gesamtüberblick der Chancen und Herausforderungen zu Führen in Teilzeit ist der Anlage 1 zu entnehmen. Diesen Nutzen und die Lösungswege für die Weiterentwicklung von Führen in Teilzeit für alle transparent zu machen sowie Handlungsempfehlungen und Beratungsangebote zu unterbreiten, ist die Aufgabe des nächsten Abschnittes. 4. Abgeleitete Handlungsstrategien Führen in Teilzeit ist kein Projekt, das es in einem bestimmten Zeitraum umzusetzen gilt, sondern ein Prozess mit vielen dynamischen Teilfaktoren. Hier gilt es sich periodisch ständig neuen Auf- gaben zur Umsetzung zu stellen und zu schauen, wo neue Anpassungen vorgenommen werden sollten. Diese werden in regelmäßigen Abständen im Intranet veröffentlicht. 2020 2021 / 2022 Aufnahme der Weiterentwicklung von Führen in Teilzeit (FiT) als ein Ziel in der Zertifizierung zum familienfreundlichen Unternehmen über die berufundfamilie GmbH Genaue Formulierung in den Ausschreibungen, in welcher Form die Führungsaufgabe auch in Teilzeit wahrgenommen werden kann, z. B. mit mindestens 30 Wochenstunden etc. Ausbau von Homeoffice und virtueller Kommunikation Einbettung des Vereinbarungsthemas in die Personal- und Klimagespräche und das Beurteilungsverfahren Das Projektteam BerufLeben unterstützt bei der Einrichtung von Führungsstellen in Teilzeit bei Bedarf mit begleitenden Workshops. Darüber hinaus werden Checklisten für die Vorgesetzten von FKiT und FKiT zu folgenden Themen zur Verfügung gestellt: – (Vorab-) Selbstreflexion – Einstieg und strukturierte Umsetzung von FiT für Vorgesetzte und FKiT – Drehbuch für die erste Dienstbesprechung Schaffung von flexibleren und kreativen Teilzeitmodellen, z. B. – Jobsplitting – Mitarbeitende als Stellvertretung kreative und proaktive FiT-Neuausschreibungen Bedarfsgerechte Workshops, Vorhaltung entsprechender IT-Infrastruktur Entwicklung einer Jobsharingbörse Verbesserung der aktiven Informationspolitik Stand 07 / 2020 Seite 14 Seite 15 Die Weiterentwicklung von Führen in Teilzeit als eine Maßnahme des Zielekatalogs in der Zertifizierung zum familienfreundlichen Unternehmen über berufundfamilie GmbH hat bereits stattgefunden. Ebenfalls sind die Teilzeit-Checklisten als Einstieg in die Umsetzung und zur Selbst- reflexion sowie ein Drehbuch für die erste Dienstbesprechung in den Anlagen 2 – 6 beigefügt. Über die weiteren Fortschritte zum Thema wird regelmäßig informiert. Fragen und Anmerkungen können direkt an das Projektteam BerufLeben gestellt werden. berufleben@stadt-koeln.de Anlage 1: Übersicht von Chancen und Herausforderungen von Führen in Teilzeit Chancen Herausforderungen Für die Stadt Köln Frauenförderung und Förderung eines modernen Männerbildes sowie egalitärer Partnerschaften Eingeschränkte Verfügbarkeit der FKiT Sicherung und Bindung von (internem und externem) Fachkräfte- und Führungskräfte- potential Sicherstellung des Informationsflusses, Entscheidungs- / Vertretungsprozesse, Aufgabenzuschnitte, Kultur / Akzeptanz Wissenssicherung und Nachwuchsarbeit Verdichtetes und hohes Arbeitspensum für Führungskräfte in Teilzeit Vermeidung von Fluktuation und Einsparung bei Rekrutierungskosten Erhöhter Abstimmungs- und Koordinations- aufwand Steigerung der Arbeitgeberinnen-Attraktivität Beim Jobsharing uneinheitliche Führung Erhöhte Zufriedenheit, Motivation, Performance, Produktivität, Kreativität Bei einem Führungsduo muss die Chemie stimmen Teamentwicklung und -förderung Vertrauensvorschuss Ausstrahlungseffekte hin zu agileren, transpa- renten Arbeitsmethoden und -prozessen Es gibt keine Standardlösungen Steigerung der Akzeptanz von Teilzeit Teilweise fehlende IT-Infrastruktur und mobile Arbeitsmöglichkeiten durch Endgeräte ersetzen. Für die in Teilzeit arbeitende Führungskraft (FKiT) Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Work-Life-Balance, höhere Flexibilität Zeitmanagement: Priorisierung; Transparenz über Anwesenheit; Terminfindung und -wahrnehmung Aktivierung von Zufriedenheit und Motivation Geringere Einflussmöglichkeiten Bei Beurlaubten, frühere Rückkehr ins Berufsleben Mehrbelastung durch Arbeitsverdichtung Kontinuität im Arbeitsleben: Karriere- entwicklung „trotz“ Kindern und familiären Verpflichtungen Fehlende Akzeptanz und Teameinbindung sowie fehlende Rollenvorbilder Seite 16 Seite 17 Einkommenssicherung in der Familienphase Umgang mit Vertretung, Verantwortung und fehlender Kontrolle Selber für andere ein Rollenvorbild zu werden Karrierenachteile (Zeit zum Netzwerken fehlt; Spagat zwischen Beruf und Familie), tradierte Rollenbilder Für Mitarbeiter*innen / Team / Umfeld Mehr Selbstständigkeit, Verantwortung (Empowerment) – bedeutet mehr Wertschätzung Fehlende Entscheidungsbefugnis im Team Selbstmanagement wird gefördert Belastung durch mehr Eigenverantwortung Aufwertung der Tätigkeit Aufbau von Vertrauensverhältnissen zur FKiT bei reduzierten Präsenzzeiten Entwicklungsmöglichkeit für die Stellvertretung Beim Jobsharing „Ausspielen“ der Führungs- kräfte gegeneinander Frühere Karrierechancen Fehlende bzw. unklare Strukturen, Informations-, Kommunikations- und Entscheidungsprozesse Erwerb zusätzlicher Qualifikation Verlagerung von FK-Arbeit ins Team bei fehlendem Kapazitätsausbau/ -ausgleich Vergrößerung des Wirkungskreises Größerer Zusammenhalt, Teamspirit – (dadurch) auch erhöhte Arbeitszufriedenheit, Motivation Eigeninitiative, Empowerment führen zu Kostenersparnis und bessere Qualität FKiT als Vorbild (Role Model), den Work-Life- Balance-Spagat zu meistern Wie hoch ist der Anteil an Führungs- und strategischen Aufgaben im Verhältnis zum gesamten Aufgabenspektrum? % Notiz: Können die in der Arbeitsplatzbeschreibung hinterlegten Führungs- und strategischen Aufgaben so strukturiert werden, dass eine geringere tägliche Arbeitszeit als 8 Stunden für beide Seiten sinnvolle Abläufe ergibt? Notiz: Wie hoch schätzen Sie die notwendige tägliche Mindeststundenanzahl ein, damit die Teilzeit noch einen sinnvollen Inhalt und Umfang hat? Std. / Tag Notiz: Anlage 2: Checkliste für Vorgesetzte von Führungskräften in Teilzeit Die Grundlage für die Auseinandersetzung mit der Umsetzbarkeit von Führen in Teilzeit ist die Arbeitsplatzbeschreibung. Seite 18 Seite 19 Können die in der Arbeitsplatzbeschreibung hinterlegten Führungs- und strategischen Arbeiten so strukturiert werden, dass eine geringere Wochen- arbeitszeit als 39 / 41 Stunden für beide Seiten sinnvolle Abläufe ergibt? Notiz: Kann die Arbeit so gegliedert werden, dass eventuell saisonal bedingte Hochzeiten abgedeckt werden können? Welche Voraussetzungen müssten hierfür erfüllt sein? Ist die Führungsposition auch im Job-/ Topsharing zu besetzen? Was spricht dafür? Was spricht dagegen? Notwendige Voraussetzungen: Ist die Führungsaufgabe auch in anteiligem Homeoffice erfüllbar? Welche Rahmenbedingungen für eine Handlungssicherheit müssen bei einer Teilzeitführung erfüllt sein? Sind festgelegte Zeiten für gemeinsame Besprechungen auch als Telefon- und Videokonferenz durchführbar? Festgelegte Zeiten für Teambesprechungen? Vertretung für arbeitsfreie Zeiten? Arbeitsflexibilität in Notfällen (Prinzip Geben und Nehmen) Seite 20 Seite 21 Besteht das Vertrauen, die Stelleninhaber*innen nicht an der Anwesenheit, sondern an Arbeitsergebnissen zu messen? Was könnten in diesem Aufgabengebiet mögliche Messinstrumente sein? Welche Kernkompetenzen in welcher Ausprägung fordert diese Stelle? Gibt es schon Vorüberlegungen wie freie Zeitkontingente genutzt werden können? Wichtige Erkenntnisse zum Ausschreibungstext: Wie könnte ein möglicher individueller Hinweis zur Führung in Teilzeit in der Ausschreibung aussehen? Offene Fragen: Fazit: (Ausführliche Begründung, wenn kein Führen in Teilzeit möglich sein sollte.) Seite 22 Seite 23 Anlage 3: Selbstreflexion und -prüfung im Vorfeld zu Führen in Teilzeit Warum möchte ich in Teilzeit führen? 1. 2. 3. 4. 5. Was sind für mich die klaren Vorteile? 1. 2. 3. 4. 5. Welche Nachteile ergeben sich für mich? 1. 2. 3. 4. 5. Wie kann ich diesen Nachteilen eventuell vorbeugen? 1. 2. 3. 4. 5. Wie viel Geld möchten Sie mindestens verdienen? Euro Meine wöchentliche Stundenzahl beläuft sich auf Arbeitsstunden. Klare Vorstellung von Informationswegen Ich halte mich über die verschiedenen auch digitalen Kommunikationswege stets auf dem Laufenden und integriere meine daraus gewonnenen Erkenntnisse bewusst und zielorientiert in meine Arbeit. Sozialkompetenz Ich bin in der Lage, Beziehungen zu anderen Menschen situations- und zielgruppenadäquat aufzubauen sowie eigene Vorurteile gegenüber anderen Menschen zu reflektieren und Unterschiede wertzuschätzen. Fähigkeit andere Menschen mitnehmen und bewegen zu können Ich habe in der Vergangenheit wiederholt bewiesen, dass ich andere Personen mit meiner Begeisterungsfähigkeit und Überzeugungskraft zu einem Thema so mitnehmen kann, dass deren Bereitschaft zu einem Change-Prozess geweckt und in Gang gesetzt wurde. Bereitschaft des Loslassens und die Bereitschaft auch interessante Aufgaben abzugeben Mir ist wichtig, dass alle Teammitglieder an ihren Aufgaben wachsen und sichtbar werden. Umgang mit modernen Medien Mir ist die Bedeutung des Einsatzes von „neuen Medien“ im alltäglichen Arbeitsablauf bewusst und ich habe die Offenheit, mich mit den neuesten Entwicklungen stets auseinanderzusetzen. Konfliktmanagement Ich reflektiere das eigene Kommunikationsverhalten und weise Teammitglieder explizit und bewusst auf persönliche Handhabungen hin. Konflikte auch in digitalen und sozialen Medien – also im virtuellen Raum – weiß ich offen, direkt und angemessen zu thematisieren. zutreffend eher zutreffend eher nicht zutreffend nicht zutreffend zutreffend eher zutreffend eher nicht zutreffend nicht zutreffend zutreffend eher zutreffend eher nicht zutreffend nicht zutreffend zutreffend eher zutreffend eher nicht zutreffend nicht zutreffend zutreffend eher zutreffend eher nicht zutreffend nicht zutreffend zutreffend eher zutreffend eher nicht zutreffend nicht zutreffend Seite 24 Seite 25 Selbstanalyse: Auf welche Stärken kann ich mich verlassen? Wo bin ich gut aufgestellt? An welchen Punkten möchte ich mich noch weiterentwickeln? Welche Personalentwicklungsmaßnahme würde mich hierbei unterstützen? □ Coaching □ Kollegiale Beratung □ Tandemarbeit □ Mentoring □ regelmäßiges Feedback von vertrauten Kolleginnen / Kollegen / der Führungskraft Qualifizierung, welche □ Übernahme von Sonderaufgaben, welche □ Mitarbeit in einem Projekt; mit welchem Schwerpunkt □ Bildung von Netzwerken, welche Wie sieht Ihre Arbeitszeitgestaltung aus? Meine Anwesenheit im Büro und eventuell Homeoffice verteilt sich wie folgt: Uhrzeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag 6 Uhr 7 Uhr 8 Uhr 9 Uhr 10 Uhr 11 Uhr 12 Uhr 13 Uhr 14 Uhr 15 Uhr 16 Uhr 17 Uhr 18 Uhr 19 Uhr 20 Uhr In diesen Zeitfenstern wäre ich noch für besondere Bedarfe flexibel: Uhrzeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag 6 Uhr 7 Uhr 8 Uhr 9 Uhr 10 Uhr 11 Uhr 12 Uhr 13 Uhr 14 Uhr 15 Uhr 16 Uhr 17 Uhr 18 Uhr 19 Uhr 20 Uhr Seite 26 Seite 27 Wobei benötige ich noch weitere Unterstützung und von wem? (auch eventuell privat) Fazit: Anlage 4: Checkliste bei Aufnahme einer Führungsaufgabe in Teilzeit ohne Jobsharing oder Ermittlung des Status Quo Die Grundlage für die Auseinandersetzung mit der Umsetzbarkeit von „Führen in Teilzeit“ ist die Arbeitsplatzbeschreibung. Analyse der Struktur der Führungsaufgabe Zeitanteile der Arbeitsaufgabe in der Gesamttätigkeit Hauptaufgaben Führungsaufgaben in Prozent 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Seite 28 Seite 29 Welche inhaltlichen Zuständigkeiten haben die Mitarbeitenden? MA 1 MA 2 MA 3 MA 4 MA 5 Kernthema Schwerpunkt 1 Schwerpunkt 2 Schwerpunkt 3 Schwerpunkt 4 Schwerpunkt 5 Notwendige Fachexpertise Gremienarbeit Netzwerke MA 6 MA 7 MA 8 MA 9 MA 10 Kernthema Schwerpunkt 1 Schwerpunkt 2 Schwerpunkt 3 Schwerpunkt 4 Schwerpunkt 5 Notwendige Fachexpertise Gremienarbeit Netzwerke Rahmenbedingungen der Arbeit Anzahl der unterstellten Mitarbeitenden: Verteilung der Arbeitszeit der Mitarbeitenden nach Büro und Homeoffice (HO): Uhrzeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Büro HO Büro HO Büro HO Büro HO Büro HO 6 Uhr 7 Uhr 8 Uhr 9 Uhr 10 Uhr 11 Uhr 12 Uhr 13 Uhr 14 Uhr 15 Uhr 16 Uhr 17 Uhr 18 Uhr 19 Uhr 20 Uhr Seite 30 Seite 31 MA 11 MA 12 MA 13 MA 14 MA 15 Kernthema Schwerpunkt 1 Schwerpunkt 2 Schwerpunkt 3 Schwerpunkt 4 Schwerpunkt 5 Notwendige Fachexpertise Gremienarbeit Netzwerke MA 16 MA 17 MA 18 MA 19 MA 20 Kernthema Schwerpunkt 1 Schwerpunkt 2 Schwerpunkt 3 Schwerpunkt 4 Schwerpunkt 5 Notwendige Fachexpertise Gremienarbeit Netzwerke An welcher Stelle in Ihrem Aufgabengebiet gibt es Planungsunsicherheit? 1. 2. 3. 4. 5. 6. Gibt es Variationen der Arbeitsmenge im Zeitablauf? □ Konstant □ Periodisch schwankend, welche Aufgaben sind das? 1. 2. 3. 4. 5. □ Unvorhersehbar schwankend, welche Aufgaben könnten das sein? 1. 2. 3. 4. 5. An welchen Stellen könnte es arbeitsbedingten Zeitdruck geben? 1. 2. 3. 4. 5. Seite 32 Seite 33 Was könnten nicht planbare Unterbrechungen sein und welche Strategien könnten helfen, damit umzugehen? Aktionen und Maßnahmen zur Sicherstellung der eigenen Informationsgewinnung: 1. 2. 3. 4. 5. Aktionen und Maßnahmen für den eigenen Informationsfluss zu Teammitgliedern und Führungs- kraft? 1. 2. 3. 4. 5. Anwesenheiten Welche Aufgaben machen meine Anwesenheit erforderlich, wie hoch ist der ungefähre Zeitanteil? 1. Std. / Woche 2. Std. / Woche 3. Std. / Woche 4. Std. / Woche 5. Std. / Woche Welche Aufgaben machen meine Anwesenheit nicht unbedingt erforderlich, wie hoch ist der ungefähre Zeitanteil? 1. Std. / Woche 2. Std. / Woche 3. Std. / Woche 4. Std. / Woche 5. Std. / Woche Welches Stundenkontingent mit welchen Aufgaben kann von mir nicht abgedeckt werden? Wie sehen alternative Lösungen aus? Aufgabe Zeitanteil Lösung Beteiligte Welche Aufgaben können in welchem Umfang von mir auch im Homeoffice bearbeitet werden? Aufgabe Zeitanteil Seite 34 Seite 35 Was sind wichtige Informationen für die erste Dienstbesprechung / den ersten Teamtag? 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Was sind meine Prioritäten / Ziele für die ersten drei Monate? 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Fazit: Anlage 5: Checkliste zur Vorbereitung von Führungskräften in Teilzeit mit Jobsharing oder Ermittlung des Status Quo Die Grundlage für die Auseinandersetzung mit der Umsetzbarkeit von Führen in Teilzeit ist die Arbeitsplatzbeschreibung. Verteilung der anteiligen Arbeitszeit: Meine Arbeitszeit Arbeitszeit Partner*in Aufgabe Zeit- anteil Anteilige Führungsaufgaben Federführung A Federführung B 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Seite 36 Seite 37 Anwesenheitszeiten mit Markierungen der gemeinsamen Austauschzeiten und -formen beider Jobsharingpartner*innen (JSP): Uhrzeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag JSP A JSP B JSP A JSP B JSP A JSP B JSP A JSP B JSP A JSP B 6 Uhr 7 Uhr 8 Uhr 9 Uhr 10 Uhr 11 Uhr 12 Uhr 13 Uhr 14 Uhr 15 Uhr 16 Uhr 17 Uhr 18 Uhr 19 Uhr 20 Uhr An welcher Stelle in Ihrem Aufgabengebiet gibt es Planungsunsicherheit? 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Gibt es Variationen der Arbeitsmenge im Zeitablauf? □ Konstant □ Periodisch schwankend, welche Aufgaben sind das? 1. 2. 3. 4. 5. □ Unvorhersehbar schwankend, welche Aufgaben könnten das sein? 1. 2. 3. 4. 5. An welchen Stellen könnte es arbeitsbedingten Zeitdruck geben? 1. 2. 3. 4. 5. Seite 38 Seite 39 Nicht planbare Unterbrechungen und Strategien damit umzugehen: Aktionen und Maßnahmen zur Sicherstellung der gemeinsamen Informationsgewinnung: 1. 2. 3. 4. 5. Aktionen und Maßnahmen für den gemeinsamen Informationsfluss zu Teammitgliedern und Führungskraft: 1. 2. 3. 4. 5. Anwesenheiten Wer übernimmt welche Gremienarbeit, Ausschüsse, Netzwerke? Gremium Zeitanteil Name Welche Aufgaben machen meine Anwesenheit erforderlich, wie hoch ist der ungefähre Zeitanteil? 1. Std. / Woche 2. Std. / Woche 3. Std. / Woche 4. Std. / Woche 5. Std. / Woche Welche Aufgaben machen meine Anwesenheit nicht unbedingt erforderlich, wie hoch ist der ungefähre Zeitanteil? 1. Std. / Woche 2. Std. / Woche 3. Std. / Woche 4. Std. / Woche 5. Std. / Woche Seite 40 Seite 41 Welche Aufgaben machen eine gemeinsame Anwesenheit oder Arbeitszeit erforderlich? 1. Std. / Woche 2. Std. / Woche 3. Std. / Woche 4. Std. / Woche 5. Std. / Woche In welchen Zeiten und Umfang ist Homeoffice für beide Jobsharingpartner*innen (JSP) möglich? Uhrzeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag JSP A JSP B JSP A JSP B JSP A JSP B JSP A JSP B JSP A JSP B 6 Uhr 7 Uhr 8 Uhr 9 Uhr 10 Uhr 11 Uhr 12 Uhr 13 Uhr 14 Uhr 15 Uhr 16 Uhr 17 Uhr 18 Uhr 19 Uhr 20 Uhr Was sind wichtige Informationen für die erste gemeinsame Dienstbesprechung / den ersten Teamtag? 1. 2. 3. 4. 5. 6. Was sind unsere Prioritäten / Ziele für die ersten drei Monate? 1. 2. 3. 4. 5. 6. Was sind wichtige Informationen für die gemeinsame Führungskraft? Wer ist für den Transfer verantwortlich? 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Fazit: Seite 42 Anlange 6: Erste Dienstbesprechung im neuen Team Zielsetzung: Die Teammitglieder lernen die neue Führungskraft in Teilzeit kennen, erhalten erste Grundsatz- informationen zu den Rahmenbedingungen der neuen Führungskraft und gehen miteinander in den Austausch Inhalte sind: – gegenseitiges Kennenlernen über Fragen insbesondere im Hinblick auf die künftigen Wünsche und Erwartungen in der Zusammenarbeit – Information der FK zu ihren Arbeitszeiten und den Umgang mit Abwesenheitszeiten – Fragen und Bedürfnisse der Teammitglieder – Aufstellen der gemeinsamen Regeln Uhrzeit in Minuten Programmpunkt Inhalte / Methode 10 Begrüßung Kurzes Setting 45 Teammitglieder (TM) bringen erste Wünsche und Erwartungen in den Raum Die TM bringen über die Beantwortung von verschiedenen Fragen ihre eignen Ansichten in den Raum: – Mit welchen Gedanken habe ich mich heute hier hin auf den Weg gemacht? – Meine Wünsche und Erwartungen an den Tag und überhaupt – Wie lange bin ich schon im Aufgabengebiet und was sind meine Kompetenzen fürs Team? – Meine wichtigsten Erkenntnisse aus dem letzten Jahr im Arbeitsbereich. – Zwei Dinge, die ich über mich verraten möchte. 45 TM erhalten Informa- tionen zum neuen Arbeitsfeld Die TM erhalten einen Überblick zu: – den Anwesenheitszeiten der FK – Umgang mit Abwesenheitszeiten der FK – angedachte Zeiten für Dienstbesprechungen – Fachthemen und sonstige Infos 20 Fragen aus dem Team Klären von Fragen einzelner Teammitglieder 30 Festlegen gemeinsa- mer Spielregeln Die FK legt gemeinsam mit den TM die Eckpunkte für die gemeinsame Arbeit fest.
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle II/03 Vorlagen-Nummer 03.09.2021 3075/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 13.09.2021 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 25.10.2021 Strategiepapier zu Führen in Teilzeit „Führen in Teilzeit“ ist bei der Stadt Köln kein neues Thema, sondern seit vielen Jahren in verschiedenen Modellen gelebte Praxis. Gleichwohl werden Führungskräfte immer wieder mit der Vorstellung konfrontiert, dass gute Führung nur durch ständige Präsenz und Er- reichbarkeit möglich und deshalb nur schwer mit einer Teilzeitbeschäftigung vereinbar sei. Viele gute Beispiele in unserer Stadtverwaltung beweisen Tag für Tag das Gegen teil! Für die Stadt Köln als moderne Arbeitgeberin ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unverändert ein wichtiges Ziel und gilt selbstverständlich gleichermaßen für Führungskräf- te wie für Mitarbeiter*innen ohne Führungsaufgaben. Die persönliche Ar beitszeit ist dabei eine wesentliche, oftmals die entscheidende Komponente. Dabei geht es nicht allein da- rum, durch Teilzeit eine bessere Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Kinderbetreuung zu ermöglichen. Auch die Pflege von Angehörigen, die Möglichkeit , parallel zur Arbeit ein Studium zur beruflichen Weiterentwicklung zu absolvieren oder mehr Zeit für ehrenamtli- ches Engagement zu haben, sind wichtige Anliegen unserer Mitarbeiter*innen. Das Strategiepapier „Führen in Teilzeit“ soll Unterstützung bei de n Vorüberlegungen zur Besetzung einer Führungsstelle in Teilzeit bieten, Handlungsoptionen eröffnen und Hilfestellung bei der Übernahme einer neuen Führungsstelle in Teilzeit bieten. Das Strategiepapier wurde im Rahmen der Stabsstelle des Bündnisses „BerufLeben“, einer Kooperation des Amts für Gleichstellung von Frauen und Männern und dem Personal- und Verwaltungsmanagement, erarbeitet und in Form einer Online-Broschüre aufgelegt, in der auch integrierte Checklisten und Tabellen digital ausgefüllt werden k önnen. Das Konzept versteht sich als ein lebendes Papier, das in regelmäßigen Abständen an die aktuelle Si- tuation und den sich verändernden Bedürfnissen anzupassen ist. Die Anlage dieser Vorlage steht im Ratsinformationssystem zur Verfügung und wird aus Gründen der Ressourcenschonung nicht gedruckt. Gez. Prof. Dr. Diemert
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3075/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 30.09.2021
- Erstellt
- 25.08.2021 16:33