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1377/2020

Waldlabor Köln: Untersuchung des Wachstums der Klimawaldbäume

Mitteilung Ausschuss 08.06.2020

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Kurzfassung des Abschlussberichtes zum Projekt Klimawald Köln 2019

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Kurzfassung des Abschlussberichtes zum Projekt Klimawald Köln 2019

23415 Zeichen

Kurzfassung des Abschlussberichtes zum Projekt Klimawald Köln 2019: 
Untersuchungen an neun Baumarten im Klimawald des Waldlabors Köln, 
durch die Technische Universität Dresden, Institut für Forstbotanik und Forstzoologie. 
Fachliche Leitung: Prof. Dr. Andreas Roloff 
Projektbearbeitung: Melanie Forker 
 
 
Das Waldlabor Köln und sein Klimawald 
Der Klimawald mit einer 1,5 ha umfassenden Fläche ist Teil des Waldlabors Köln, einem 
Gemeinschaftsprojekt von Toyota, RheinEnergie und der Stadt Köln, in dem seit 2010 neue 
Gehölze und Waldbilder angelegt und untersucht werden. Im Klimawald wurden Bäume 
gepflanzt, die besonders robust gegenüber dem Klimawandel sein sollen. Die Auswahl der 
Baumarten basierte auf einem Gutachten von Prof. Andreas Roloff (Roloff 2008), in dem als 
wesentliches Auswahl-Kriterium die Toleranz gegenüber andauernden Trockenphasen, aber 
auch die Frostresistenz (gegenüber Winterfrösten und Spätfrostereignissen) herangezogen 
wurde. In der vorliegenden Studie wurden neun Klimabaumarten untersucht. Davon wachsen 
sechs in den Einarthainen des Klimawaldes (Elsbeere, Echte Mehlbeere, Flaumeiche, 
Walnuss, Küstentanne, Paulownie). Weitere drei Baumarten wachsen in ähnlichen, kleinen 
Reinbeständen im „Wandelwald“ auf dem Gelände des Waldlabors (Birke, Kirsche, 
Esskastanie). Die Einarthaine sind als quadratische Flächen von 50 mal 50 Metern angelegt 
worden. 
 
 
 
Abbildung: Lage der einzelnen Aufnahmeflächen, v.l.n.r.: Birke, Esskastanie im Wandelwald (W), Mehlbeere, 
Esskastanie im Energiewald (E), Kirsche, Blauglockenbaum, Walnuss, Walnuss aut., Flaumeiche, Elsbeere, 
Küstentanne.

Standortbedingungen 
Klima 
Die Auswertung der Temperaturdaten ergab, dass die Jahre 2016 und 2018 und das Jahr 
2019 relativ trocken waren. Die Jahreswerte für Niederschlag (durchschnittlich 574 mm) und 
Temperatur (durchschnittlich 11°C) für den Zeitraum des Bestehens des Waldlabors ergaben 
ein Auf- und Ab im Hinblick auf den Jahresniederschlag in den letzten zehn Jahren, 
wohingegen die Jahresmitteltemperatur einen leichten Aufwärtstrend verzeichnet. 
 
Boden 
Der Boden des Waldlabors ist eine Parabraunerde, ohne Staunässe. Der Boden ist über das 
gesamte Gebiet des Waldlabors sehr einförmig. Bis in genau 40 cm Tiefe zeigt sich aufgrund 
der Jahrhunderte andauernden ackerbaulichen Nutzung ein homogener Pflughorizont (AP), 
darunter liegt ein BT (Tonanreicherungshorizont). Ein organischer Auflagehorizont ist nicht 
vorhanden. Die Bodendichte nimmt mit zunehmender Tiefe zu. Die Bewurzelung durch 
Feinwurzeln der Bäume und Wurzeln der Krautschicht ist sichtbar in den oberen 20 cm. Sie 
nimmt nach unten ab und ist im BT praktisch nicht vorhanden. Nur bei der Küstentanne 
wachsen einige Wurzeln sichtbar bis in den BT. An den anderen Probeentnahmestandorten 
ist dies nicht der Fall. 
Der pH-Wert (6,6 im Oberboden) liegt im neutralen Bereich, an der Grenze zu sehr schwach 
sauer. Die Nährstoffgehalte sind insgesamt als niedrig einzustufen. Die 
Standortbedingungen sind optimal für Wald. Lediglich der Stauhorizont aufgrund der 
Pflugsohle in 40 cm Tiefe kann die Wurzelbildung in der Tiefe behindern und zur Ausbildung 
zu flacher Wurzelteller führen. 
 
Ergebnisse  
Birke, Betula pendula 
Alter (Jahr der Pflanzung):  13 Jahre 
(2010) 
BHD Maximum: 15,5 cm 
Eingemessene Individuen 
(Birke): 
65 BHD Mittelwert (n = 
62) : 
9,8 cm 
Individuenzahl gesamt: 73 Höhe Maximum: 15 m 
Aktuelle Bestandsdichte 
(Reinbestand): 
2890 Ind./ha Höhe Mittelwert (n = 
62) : 
12,1 m 
Gesamtbestandsdichte: 3245 Ind./ha Herkunft: norddt. Tiefland, Sortiment 3j. 1/2 
Weitere Gehölzarten: Acer campestre, A. Pseudoplatanus, Viburnum lantana 
 
Die Fläche weist wenig nicht angepflanzte Bäume auf. Insgesamt nur 8 Individuen von Berg- 
und Feldahorn und dem Wolligen Schneeball stehen zwischen den Reihen. Der BHD erreicht 
bei den Birken im Mittel bereits fast 10 cm, der Maximalwert lag bei 15,5 cm.  
Die Jahreszuwächse des Höhenwachstums in den zurückliegenden 6 Jahren betragen im 
Mittel jedes Jahr rund 1 m (2019: 1,2 m. 2018: 0,9 m, 2017: 1,0 m. 2016: 1,1 m. 2015: 1,0 m. 
2014: 1,1 m.). Eine leichte Abweichung nach unten ist im trockenen Jahr 2018 zu 
beobachten.

Die gemessenen Werte übertreffen sogar die besten Bonitäten von zum Vergleich aus der 
Literatur herangezogenen ertragskundlichen Untersuchungen zur Birke. Die Phase mit 
raschem Höhenzuwachs wird allerdings im Waldlabor bald beendet sein. Ein Blick auf den 
Radialzuwachs zeigt, dass dieser den Höhepunkt bereits überschritten hat. Ein Vergleich mit 
den Klimadaten zeigt, wie empfindlich die jungen Birken auf überdurchschnittlich trockene 
Jahre (2013, 2016 und 2018) reagieren: der Radialzuwachs fällt in den Folgejahren deutlich 
ab. Das Jahr 2017 reihte sich trotz durchschnittlicher Jahresniederschlagssumme in diesen 
negativen Trend ein. 
 
Kirsche, Prunus avium  
Alter (Jahr der Pflanzung):  12 Jahre (2010) BHD Maximum: 12,6 cm 
Eingemessene Individuen 
(Kirsche): 
119 BHD Mittelwert (n = 
62) : 
6,3 cm 
Individuenzahl gesamt: 161 Höhe Maximum: 10 m 
Aktuelle Bestandsdichte 
(Reinbestand): 
4800 Ind./ha Höhe Mittelwert (n = 
62) : 
7,6 m 
Gesamtbestandsdichte: 6500 Ind./ha Herkunft: 81401 norddt. Tiefland, Sortiment 
2j. 1/1 
Weitere Gehölzarten: Acer platanoides, Betula pendula, Fraxinus excelsior, Quercus robur, 
Rhamnus cathartica, Salix caprea 
 
Die Kirsche zeigt im Waldlabor Köln einen sehr gleichmäßigen Höhenzuwachs über alle 
untersuchten Individuen hinweg. Der mittlere Jahreszuwachs lang in den letzten sechs 
Jahren mit geringer Streuung bei rund 83 cm (2019, 2018: 80 cm. 2017: 90 cm. 2016: 100 
cm. 2015: 70 cm. 2014: 80 cm). Das trockene Jahr 2018 zeigt bei den Zuwachsdaten keine 
besonderen Auffälligkeiten.  
Verglichen mit einer Studie aus Bayern liegt die Wuchsleistung der Kirschen in Köln 
ebenfalls im oberen Bereich.  
 
Esskastanie, Castanea sativa  
Esskastanie im Wandelwald (W) 
Alter (Jahr der Pflanzung):  11 Jahre (2010) BHD Maximum: 13,0 cm 
Eingemessene Individuen 
(Essk.): 
50 BHD Mittelwert (n = 50) : 5,7 cm 
Individuenzahl gesamt: 75 Höhe Maximum: 9 m 
Aktuelle Bestandsdichte 
(Reinbest.): 
2900 Ind./ha Höhe Mittelwert (n = 50) 
: 
6,1 m 
Gesamtbestandsdichte: 4400 Ind./ha Herkunft: 80802, übriges Bundesgebiet. 
Sortiment 1j. 1/0 
Weitere Gehölzarten: Acer pseudoplatanus, Betula pendula, Clematis vitalba, Prunus spec., 
Rhamnus cathartica, Rosa spec., Salix caprea

Esskastanie im Energiewald (E) 
Alter (Jahr der Pflanzung):  11 Jahre (2010) BHD Maximum: 13,3 cm 
Eingemessene Individuen 
(Essk): 
105 BHD Mittelwert (n = 
105) : 
6,6 cm 
Individuenzahl gesamt: 142 Höhe Maximum: 8,5 m 
Aktuelle Bestandsdichte 
(Reinbest.): 
4400 Ind./ha Höhe Mittelwert (n = 
105) : 
6,7 m 
Gesamtbestandsdichte: 5900 Ind./ha Herkunft: 80802, übriges Bundesgebiet. 
Sortiment 1j. 1/0 
Weitere Gehölzarten: Betula pendula, Coryllus avellana, Rhamnus cathartica, Salix caprea 
 
Vergleich der Esskastanien-Bestände 
Die Esskastanie wurde bei der Inventur auf zwei Probeflächen des Wandelwaldes und des 
Energiewaldes gemessen. Der auffälligste Unterschied zwischen den Esskastanien im 
Wandelwald und denen im Energiewald ist die Bestandsdichte. Während der Bestand im 
Wandelwald mit 2900 Ind./ha relativ licht erscheint, stehen die Bäume im Energiewald mit 
4400 Ind./ha deutlich enger zusammen. Im Mittel erreichen die Bäume des Energiewaldes 
größere Höhen, der maximale Höhenwert wird jedoch im Wandelwald von zwei Individuen 
mit 9 m Höhe erreicht. 
Der durchschnittliche BHD der Esskastanien im Energiewald liegt mit 6,6 cm fast um einen 
ganzen Zentimeter über dem Wert von 5,7 cm des Wandelwaldes. Die Bäume dort sind also 
sowohl höher als auch dicker.   
Bei der Esskastanie ist zum ersten Mal eine Auffälligkeit beim durchschnittlichen Zuwachs im 
trockenen Jahr 2018 zu beobachten: er liegt deutlich höher als in den Jahren davor und auch 
als im Jahr 2019. In den Jahren 2016, 2017 und 2019 betrug der Zuwachs im Mittel 98 cm, in 
den Jahren 2015 und 2014 sogar nur 66 bzw. 75 cm; während er 2018 mit 136 cm 
erstaunlich hoch ist. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass die Esskastanie als Klimabaumart 
sehr gut geeignet ist; denn scheinbar hat sie gerade in dem Jahr prosperiert, in dem andere 
Bäume unter Trockenstress und Hitze litten. Berücksichtigen muss man bei diesen 
Ergebnissen allerdings auch den engen Pflanzverband von 2 x 1 m und das junge Alter der 
Bäume, die sich gerade in der raschwüchsigen Jungphase befinden. 
 
Blauglockenbaum, Paulownia tomentosa  
Alter (Jahr der Pflanzung): 11 Jahre 
(2010) 
BHD Maximum: 24,3 cm 
Eingemessene Individuen: 24 BHD Mittelwert (n = 62) 
: 
18,2 cm 
Individuenzahl gesamt: 25 Höhe Maximum: 10 m 
Aktuelle Bestandsdichte 
(Reinbestand): 
670 Ind./ha Höhe Mittelwert (n = 
62) : 
8,5 m 
Gesamtbestandsdichte: 700 Ind./ha Herkunft: Uni Bonn, einjährige Sämlinge

Weitere Gehölzarten: Rhamnus cathartica 
 
Die Paulownie wurde in weiteren Abständen als in den anderen Einarthainen gepflanzt. Der 
Pflanzabstand betrug in alle Richtungen 4 m. Somit ist die Dichte des Bestandes verglichen 
mit allen anderen Flächen am geringsten. Trotz der weiten Pflanzabstände ist der 
Kronenschluss des Bestandes schon erreicht. Die durchschnittliche Höhe beträgt dabei 8,5 
m, maximale Höhe sind 10 m. Der durchschnittliche BHD liegt bei 18,2 cm, wobei ein 
Maximum von 24,3 cm gemessen wurde. Damit bestätigt der Bestand die allgemein schnelle 
Wuchsleistung von Paulownia tomentosa. 
Verglichen mit den Werten aus der Literatur zeigen die Individuen des Blauglockenbaumes 
im Waldlabor Wuchsleistungen, wie sie unter günstigen Bedingungen beschrieben werden.  
 
Elsbeere, Sorbus torminalis  
Alter (Jahr der Pflanzung): 12 Jahre (2010) BHD Maximum: 7,8 cm 
Eingemessene Individuen 
(Elsbeere): 
108 BHD Mittelwert (n = 62) : 5,0 cm 
Individuenzahl gesamt: 250 Höhe Maximum: 6,5 m 
Aktuelle Bestandsdichte 
(Reinbestand): 
2700 Ind./ha Höhe Mittelwert (n = 62) 
: 
4,8 m 
Gesamtbestandsdichte: 6250 Ind./ha Herkunft:  unbekannt 
Weitere Gehölzarten: Acer pseudoplatanus, Betula pendula, Carpinus betulus, Fraxinus excelsior, 
Fraxinus ornus, Populus spec., Prunus padus, Prunus spec., Prunus spinosa, Rhamnus 
cathartica, Salix caprea, Sorbus aucuparia, Tilia platyphyllos 
 
Die Elsbeere im Einarthain hat eine geringe Bestandsdichte. In der Fläche wächst ein hoher 
Anteil anderer Arten aus Naturverjüngung.  
Eine weitere Besonderheit zeichnete die Elsbeeren aus: viele Individuen sind bereits auf 
geringer Höhe stark verzweigt bzw. wiesen einen oder mehrere Zwiesel auf. Dies betrifft 
60% aller Elsbeeren der Probefläche, nur 40% zeigten einen verzweigungsfreien Stamm. 
Der Längenzuwachs der Elsbeere zeigt sich unbeeinflusst von den trockenen Jahren 2016, 
2018 und 2019. Die durchschnittlichen Höhenzuwächse in den letzten sieben Jahren lagen 
jeweils zwischen 40 (2013 und 2016), 50 cm (2014, 2015 und 2017)und 60 cm (2018 und 
2019). Der Radialzuwachs ging 2016 und 2017 allerdings von 7,5 mm zurück auf 6 bzw. 4 
mm. Auch für 2019 war ein geringerer Radialzuwachs als im Vorjahr zu verzeichnen.  
 
Flaumeiche, Quercus pubescens Willd. 
Alter (Jahr der Pflanzung): 12 Jahre (2010) BHD Maximum: 11,3 cm 
Gemessene Individuen 
(Flaumeiche): 
80 BHD Mittelwert (n = 78) 
: 
6,4 cm 
Individuenzahl gesamt: 90 Höhe Maximum: 9 m

Aktuelle Bestandsdichte 
(Reinbest.): 
4000 Ind./ha Höhe Mittelwert (n = 
78) : 
6,1 m 
Gesamtbestandsdichte: 4500 Ind./ha Herkunft: CH, Neuchateler See, 600m, 
Sortiment: 2j. 2/0 
Weitere Gehölzarten: Betula pendula, Prunus spec., Rhamnus cathartica, Salix caprea 
 
Der Flaumeichenbestand ist recht homogen. Auf der Fläche wachsen nur wenige Gehölze 
aus natürlicher Ansamung. Der mittlere BHD beträgt 6,4 cm; der größte gemessene BHD auf 
der Probefläche betrug 11,3 cm. Die beiden höchsten Flaumeichen der Fläche maßen 9 m, 
darunter diejenige mit dem maximalen BHD. Im Mittel betrug die Höhe 6,1 m. Einige der 
Bäume zeigten einen Zwiesel. Dies betrifft rund 14% der Individuen. Die Jahrringe zeigen 
eine deutliche negative Reaktion auf die trockenen Jahre 2016 und 2018 und zwar jeweils im 
Folgejahr. Die Reaktion auf das Trockenjahr 2019 wird also in der Vegetationsperiode 2020 
zu messen sein. 
Im Vergleich zu einer Studie aus der Schweiz sind die Flaumeichen im Waldlabor mit einer 
Durchschnittshöhe von 6,1 m im Alter von 12 Jahren auf gutem Wege überdurchschnittliche 
Wachstumswerte zu erreichen.  
 
Küstentanne, Abies grandis  
Alter (Jahr der Pflanzung): 13 Jahre 
(2010) 
BHD Maximum: 12 cm 
Gemessene Individuen 
(Küstentanne): 
102 BHD Mittelwert (n = 
78) : 
7,2 cm 
Individuenzahl gesamt: 120 Höhe Maximum: 7,5 m 
Aktuelle Bestandsdichte 
(Reinbest.): 
3900 Ind./ha Höhe Mittelwert (n = 
78) : 
5,7 m 
Gesamtbestandsdichte: 4600 Ind./ha Herkunft: 83001, norddt. Tiefland. Sortiment: 
3j. 2/1 
Weitere Gehölzarten: Acer pseudoplatanus, Betula pendula, Carpinus betulus, Fraxinus 
excelsior, Populus spec., Rhamnus cathartica, Salix aurita, Salix caprea 
 
Der Bestand ist relativ homogen, mit wenigen Ausfällen innerhalb der Pflanzreihen. Das 
Kronenbild zeigt, dass der Bestand den Kronenschluss fast erreicht hat. Eine erste 
Läuterung des Bestandes sollte demnächst umgesetzt werden.  
Die mittleren Längenzuwächse sind mit steigendem Alter kontinuierlich leicht gestiegen: von 
rund 40 cm (2012, 2013) über 50 cm (2014, 2015), 70 cm (2016) und 80 cm (2017) bis hin 
zu 90 cm (2018, 2019). Eine negative Auswirkung der trockenen und heißen Jahre auf den 
Längenzuwachs lässt sich somit nicht feststellen. Die bisherige Höhenentwicklung entspricht 
den Werten aus der Literatur. 
Der Zuwachs der Jahrringe zeigt einen etwas anderen Trend. Zum einen sind die radialen 
Zuwächse seit 2015 nicht mehr gestiegen. Zum anderen gibt es einen leichten Kick im Jahr 
2016 sowie einen etwas stärken Abfall von 2017 zu 2018. Die trockenen Sommer 2016, 
2018 und 2019 zeigten offenbar durchaus einen Effekt auf das Wachstum der Küstentannen, 
und zwar noch im Laufe des jeweiligen Jahres.

Mehlbeere, Sorbus aria  
Alter (Jahr der Pflanzung): 14 Jahre (2010) BHD Maximum: 9,5 cm 
Gemessene Individuen 
(Mehlbeere): 
119 BHD Mittelwert (n = 78) 
: 
5,1 cm 
Individuenzahl gesamt: 125 Höhe Maximum: 6 m 
Aktuelle Bestandsdichte 
(Reinbest.): 
5000 Ind./ha Höhe Mittelwert (n = 
78) : 
4,8 m 
Gesamtbestandsdichte: 5200 Ind./ha Herkunft: unbekannt. Sortiment: 4j. 2/2 
Weitere Gehölzarten: Acer pseudoplatanus, Clematis vitalba, Fraxinus excelsior, Rhamnus 
cathartica, Salix caprea 
 
Die Mehlbeere wächst in einem sehr homogenen Bestand mit vergleichsweise wenigen 
Fremdgehölzen in oder zwischen den Reihen. Die Mehlbeeren haben zum Teil einen 
krummen Stammfuß, wie von schief gestellten Jungpflanzen, die sich nach und nach wieder 
aufgerichtet haben. Einen zwieseligen Wuchs zeigt rund die Hälfte des Bestandes. Die 
Kronen sind bei der Mehlbeere noch nicht so ausladend, dass sie sich zwischen den Reihen 
berühren. Manche Bäume haben bereits Früchte getragen. Es gibt einige wenige Bäume mit 
stattlichem BHD (Max.: 9,5 cm), der Mittelwert lag jedoch bei 5,1 cm. Bezüglich der Höhe 
ragte der höchste Baum mit 6 m nur unwesentlich über die mittlere Bestandshöhe von 4,8 m 
hinaus. 
Die Mehlbeere zeigt im Mittel einen relativ gleichmäßigen Längenzuwachs über die letzten 
Jahre von 40 cm (2014), 60 cm (2015), 50 cm (2016, 2017) und 40 cm (2018 und 2019). Der 
Radialzuwachs hat bis zum Jahr 2015 zugenommen und ging in den darauf folgenden 
Jahren langsam zurück, mit Einbußen von um 1 mm in den Jahren 2016 und 2019. Für die 
Mehlbeere konnten keine Vergleichswerte in der Literatur gefunden werden. 
 
Walnuss, Juglans regia  
Walnuss  
Alter (Jahr der Pflanzung): 12 Jahre (2010) BHD Maximum: 8,5 cm 
Eingemessene Individuen (J. 
regia): 
107 BHD Mittelwert (n = 
107) : 
4,1 cm 
Individuenzahl gesamt: 157 Höhe Maximum: 5,6 m 
Aktuelle Bestandsdichte 
(Reinbest.): 
 4500 Ind./ha Höhe Mittelwert (n = 
107) : 
4,4 m 
Gesamtbestandsdichte:  6500 Ind./ha Herkunft: unbekannt. Sortiment: 2j. 1/1 
Weitere Gehölzarten: Betula pendula, J. ailanthifolia, Prunus spec., Rhamnus cathartica, Ribes 
spec., Salix caprea

Walnuss, autochthone Herkunft 
Alter (Jahr der Pflanzung):  12 Jahre 
(2010) 
BHD Maximum: 7,2 cm 
Eingemessene Individuen (J. 
regia aut.): 
99 BHD Mittelwert (n = 99) 
: 
4,1 cm 
Individuenzahl gesamt: 119 Höhe Maximum: 6,6 m 
Aktuelle Bestandsdichte 
(Reinbest.): 
4700 Ind./ha Höhe Mittelwert (n = 99) 
: 
4,3 m 
Gesamtbestandsdichte: 5700 Ind./ha Herkunft: Klonansaat aut., aus Indien/Pakistan 
Weitere Gehölzarten: Acer pseudoplatanus, Betula pendula, J. ailanthifolia, Prunus armeniaca, 
Rhamnus cathartica,   Salix caprea 
 
Die Walnuss wurde bei der Inventur auf zwei Probeflächen innerhalb des Einarthaines 
gemessen, da dort auf einer Teilfläche autochtone Pflanzen aus dem natürlichen 
Herkunftsgebiet gepflanzt worden sind. Beide Bestände der Walnuss ähnelten einander vom 
visuellen Eindruck stark. Die Walnuss aut. bleibt in der Wuchsleistung leicht hinter der 
Walnuss zurück. Im Mittel liegt die authochthone Herkunft sowohl bei der Höhe als auch bei 
BHD minimal unter der Walnuss. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass sich diese 
Unterschiede in Zukunft noch verwachsen werden, besonders wenn durch 
Pflegemaßnahmen die schwachen, unterdurchschnittlichen Individuen entfernt werden. Im 
Vergleich mit Anpflanzungen andernorts ist die Bestandsdichte sehr hoch. 
Bei der Walnuss gehen die Längenzuwächse in den letzten Jahren im Mittel langsam zurück, 
von 70 cm (2016), über 60 cm (2017) und 50 cm (2018) bis hin zu 40 cm im aktuellen Jahr. 
Die Durchschnittswerte verschleiern allerdings eine starke Streuung der Werte. Der 
Längenzuwachs der Walnuss aut. ist im Jahr 2018 mit durchschnittlich 20 cm im Vergleich 
zu je 50 cm im Vorjahr und im Jahr 2019 deutlich zurück geblieben. Diesen Trend setzten 
drei von fünf Individuen, also ist auch hier eine sichere Aussage zur Antwort der Walnuss 
aut. auf das trockene Jahr 2018 nicht möglich. 
Aus Untersuchungen zur Standorteignung der Walnuss lässt sich ableiten, dass der Standort 
des Waldlabors in der Eignung für die Walnuss zwischen optimal und hinreichend liegt. 
Perspektivisch können sich die Walnussbäume auf dem Standort also gut entwickeln, eine 
entsprechende Läuterung der engen Pflanzung vorausgesetzt. 
 
Vergleich der Baumarten 
Aus den Inventurdaten lassen sich vier Gruppen unterscheiden: die kleinste Baumart sowohl 
nach der Höhe als auch nach dem BHD ist die Walnuss, die mit beiden Herkünften die 
letzten Plätze einnimmt. Die vorletzten Plätze werden von Mehlbeere und Elsbeere 
eingenommen: dabei ist der BHD der Elsbeere etwas größer als der der Mehlbeere; 
bezüglich der Höhe verhält es sich genau umgekehrt. Auf den mittleren Plätzen folgt eine 
größere Gruppe aus 5 Baumarten, von denen Kirsche und Küstentanne ein 
entgegengesetztes Verhältnis zwischen BHD und Höhe haben: die Kirsche ist mit relativ 
geringem BHD dennoch die dritthöchste Baumart im Waldlabor. Die Küstentanne rangiert mit 
dem BHD auf Platz 3, bleibt jedoch im Längenwachstum nur auf Platz 7 aller Baumarten. Die 
Flaumeichen und Esskastanien aus Wandelwald und Energiewald befinden sich sowohl mit 
dem BHD als auch mit ihrer Höhe im Mittelfeld aller gemessenen Baumarten. Die 
Spitzengruppe stellen Birke und Blauglockenbaum: Die Birken sind mit Abstand die höchsten

Bäume des Waldlabors, wohingegen die Blauglockenbäume die stärksten 
Durchmesserzuwächse zeigen. 
In ihrem Radialzuwachs reagieren die Baumarten nach unterschiedlicher Zeit auf 
Trockenjahre. Manche der untersuchten Baumarten reagieren noch im selben Jahr durch 
einen vergleichsweise geringen Zuwachs, so geschehen 2016: die Küstentanne, die 
Walnuss oder mit geringerer Intensität auch die Mehlbeere. Einige der untersuchten 
Baumarten reagieren auf den sommerlichen Trockenstress jedoch erst im Folgejahr 2017 mit 
einer geringeren Jahrringbreite: Birke, Esskastanie und Flaumeiche. Bei Elsbeere und 
beiden Walnussarten setzt sich der Trend eines geringeren Zuwachses im Jahr 2017 fort. 
Die Kirsche zeigte bereits seit 2015 eine Abnahme bei den neuen Jahrringen, Ursache ist 
hier vermutlich ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren (zu hohe Dichte, Kronenschluss, 
Zuwachskulmination, Konkurrenz durch Salweide). 
Im Jahr 2018 haben vier Baumarten wieder einen Zugewinn in ihrer Jahrringbreite, trotz des 
trockenen Sommers: Flaumeiche, Esskastanie, Elsbeere und Walnuss. Alle vier sind 2019 
jedoch wieder rückläufig in ihrem Radialzuwachs. 
Im Jahr 2019 hatte jede Baumart einen geringeren Radialzuwachs als 2018. Das kann an 
dem voraus gegangenen Trockenjahr 2018 liegen. Die Bäume kommen mit 12-13 Jahren 
jedoch auch langsam in das Alter, indem die raschwüchsige Jugendphase in einen 
geringeren jährlichen Zuwachs übergeht. 
 
Zusammenfassung 
Das öffentliche Interesse an „Klimabaumarten“ ist aus gutem Grund hoch und durch die 
Anlage des Waldlabors wurde Pionierarbeit geleistet. Während der Zustand des deutschen 
Waldes 2019 für jede Menge negative Schlagzeilen sorgte, gingen die Klimabaumarten im 
Waldlabor Köln in ihr zehntes Jahr und zeigten sich mehrheitlich vital. Der Standort, ein 
ehemaliger Ackerstandort mit einer Parabraunerde mit ausreichender Nährstoff- und 
Wasserversorgung trug sicher seinen Teil zum Gedeihen der jungen Bäume bei.  
Wo Vergleichswerte zum Wachstum junger Bäume in der Literatur zu finden waren, lagen 
die im Waldlabor erzielten Wuchsleistung zumeist oberhalb diese Werte, sowohl in Bezug 
auf den Höhen- als auch den Radialzuwachs. Keine Baumart des Waldlabors hat 
schlechtere Wachstumswerte erzielt, als bereits in Vorstudien veröffentlicht wurden. Im 
Allgemeinen ist die Literaturgrundlage aber als eingeschränkt zu bezeichnen, da 
Veröffentlichungen zur Wuchsleistung heimischer Baumarten meist die Hauptbaumarten des 
Forstes (Fichte, Kiefer, Buche, Eiche) zum Gegenstand haben. Die wenigen verfügbaren 
Daten aus der Literatur wurden meist in einem ähnlichen Setting wie im Waldlabor erhoben 
(also im Rahmen von Versuchsanpflanzungen auf wenigen ha), so dass sie entsprechend 
gut auswertbar sind. 
Abschließend wurde in dieser Studie die Wuchsleistung aller Baumarten miteinander 
verglichen. Ein Fazit aus dieser Untersuchung ist, dass die jungen Bäume gut gerüstet sind, 
um auch vom Durchschnitt abweichende Klimaereignisse, wie die relativ trockenen Sommer 
2016, 2018 und 2019 zu überstehen. Von den gewählten Baumarten zeichnete sich hier 
besonders die Esskastanie aus, die im Jahr 2018 ihre stärksten Trieblängenzuwächse 
vorzuweisen hatte. 
Es fehlen häufig noch langfristige Erfahrungen im Anbau von Klimabaumarten. Viele offene 
Fragen in Bezug auf Anpassungsfähigkeit und Ertrag werden erst in der Zukunft beantwortet 
werden können. Einen ersten Beitrag zur Beantwortung von Fragen dieser Art will die 
vorliegende Untersuchung leisten. Eine fortgesetzte wissenschaftliche Begleitung der 
Entwicklung der Klimabaumarten im Waldlabor Köln in den kommenden Jahren ist aufgrund 
dessen wünschenswert.

Die vollständige Studie mit allen Graphiken, Fotos und Literaturnachweisen kann auf Anfrage 
als pdf-Datei zur Verfügung gestellt werden. 
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen 
Forstverwaltung 
Willy-Brandt-Platz 2 
50679 Köln  
Telefon: 0221/221 25151 
Telefax: 0221/221 25664 
e-mail: markus.bouwman@stadt-koeln.de

Mitteilung Ausschuss

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Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/67/671/2 
 
Vorlagen-Nummer 08.06.2020 
 1377/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Umwelt und Grün 27.08.2020 
 
Waldlabor Köln: Untersuchung des Wachstums der Klimawaldbäume 
Das Waldlabor wurde im Jahr 2010 angelegt. Zentrales Thema ist die Anpassung des Waldes an die 
Folgen des Klimawandels. Deshalb wurden Baumarten gepflanzt, die besonders gut mit Trockenheit 
zurechtkommen. Um festzustellen, wie die Bäume sich im letzten Jahrzehnt am Standort entwickelt 
haben und daraus erste Erkenntnisse über die Eignung der Klimawaldbaumarten zu gewinnen, wurde 
das Wachstum der Bäume untersucht. Die Studie wurde von Prof. Dr. Andreas Roloff, Institut für 
Forstbotanik der Technischen Universität Dresden, im Herbst 2019 durchgeführt. Die Ergebnisse 
können der beigefügten Anlage entnommen werden. 
 
 
gez. Greitemann

Beratungsverlauf (1)

27.08.2020 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
1377/2020
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
08.06.2020
Erstellt
08.05.2020 16:25