2648/2022
Verbesserung der Verpflegungsqualität des Mittagessens an Kölner Schulen
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/400/2 Vorlagen-Nummer 2648/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Schule und Weiterbildung 26.09.2022 Ergebnisse des Projektes „Verbesserung der Verpflegungsqualität des Mittagessens an Kölner Gesamtschulen„ Das Amt für Schulentwicklung hat ein Projekt zur Verbesserung der Verpflegungsqualität des Mitta- gessens an den Schulen der Stadt Köln von Mai 2021 bis März 2022 durchgeführt. Zunächst wurde ein Pilot-Projekt an allen 15 Gesamtschulen durchgeführt. Das Projektteam bestand aus Vertreterin- nen und Vertretern des Fachbereichs Ganztag, Schulbau und –betreuung, Schülerbeförderung und – mittagessen, einem Projektmanager und den Ernährungsfachkräften vom Amt für Schulentwicklung sowie vom Amt für Kinder, Jugend und Familie. Im Rahmen des Projektes hat das Projektteam vom 27.10. bis 17.11.2021 mit Unterstützung der Ab- teilung Statistik und Informationsmanagement im Amt für Stadtentwicklung und Statistik eine Online- Umfrage zur Verpflegungssituation durchgeführt, an der alle 15 Kölner Gesamtschulen teilgenommen haben. Die Fragen umfassten die Themen Rahmenbedingungen, Kommunikation und Wertschät- zung, Herausforderungen sowie Unterstützungsbedarfe. Im Durchschnitt nehmen 529 Schüler*innen an den Gesamtschulen in einer Schulwoche an dem Mit- tagessen teil. Das sind im Durchschnitt 106 Schüler*innen am Tag pro Gesamtschule bei einer Ge- samtschülerzahl von durchschnittlich 1.028. Der Essenspreis variiert von 2,60 € bis 4,00 € und liegt im Durchschnitt bei 3,44 €. An 13 von 15 Gesamtschulen gibt es einen regelmäßigen Austausch zum Thema Verpflegung in der Schule. Elternvertretung, Lehrkräfte, Sc hülervertretung, Schulleitung und Cateringunternehmen tauschen sich regelmäßig aus. Vier Gesamtschulen haben ein Verpflegungs- konzept, bei zwei ist es in Erarbeitung und bei sechs ist es geplant. In einem Verpflegungskonzept soll die Organisation und Gestal tung der Schulmahlzeiten schriftlich verankert und pädagogisch im Ganztagsschulkonzept eingebettet werden. Als größte Herausforderung bei der Verpflegung bei den Gesamtschulen wird die Verbesserung der Speisenqualität genannt. Weitere häufige Nennungen sind Akzeptanz der Schüler*innen für die Mittagsverpflegung und gesunde Pausensnacks. Als Unterstüt- zungsbedarf wurde der Ausbau des Qualitätsmanagements (Audits vor Ort, Speiseplankontrollen), Ideen für Aktionen mit den Schüler*innen zur Akzeptanz - und Attraktivitätssteigerung und Vorlagen für Befragungen von Schüler*innen angegeben. Aus der Umfrage konnte das Projektteam wichtige Erkenntnisse sowie Handlungsbedarfe und Maß- nahmen ableiten. Der Ausbau des Qualitätsmanagements und die damit einhergehende Verbe sse- rung der Speisenqualität werden besonders in den Fokus genommen. Das Qualitätsmanagement beim Amt für Schulentwicklung im Sachgebiet Schülerbeförderung und -mittagessen soll daher um zusätzliche Prüfaspekte zur Qualitätssicherung erweitert werden. Bei d en Schulen, bei denen die Verpflegungsdienstleistung durch die Stadt vergeben wird, stellt ein System zur Qualitätssicherung sicher, dass die Vertragsunterlagen vom Cateringunternehmen eingehalten werden. Des Weiteren wurden den Schulen Möglichkeiten aufgezeigt, das Kioskangebot hinsichtlich der Aus- wahl an gesundheitsförderlichen Pausensnacks im Rahmen der Verpflegungsdienstleitung zu gestal- ten und somit bei Bedarf verbindlich für die Vergabeunterlagen zu konkretisieren. Eine Auflistung mit 2 Ideen und Projekten zum Thema Ernährung wird den Schulen im Schuljahr 2022/2023 vom Projekt- team zur Verfügung gestellt. Des Weiteren sollen Ideen zur Akzeptanz - und Attraktivitätssteigerung der Verpflegung gesammelt werden und den Schulen zur Verfügung gestellt werden. V orlagen für Befragungen von Schüler*innen stehen den Schulen bereits zur Verfügung und wurden bereits einge- setzt. Durch Mensabesuche an den Gesamtschulen konnte das Projektteam einen Einblick in die Verpfle- gungssituation vor Ort gewinnen. Zum einen zu den bestehenden Organisationsstrukturen, zur Deko- ration in der Mensa und die Integration der Mensa in das Schulleben und zum anderen zu den Be- schwerden über die Essensqualität und die Altersstruktur der Essensteilnehmer. Den Schulen wurden die Chancen einer gelungenen Schulverpflegung aufgezeigt und an einigen Schulen wurden hierfür bereits gute Beispiele vorgefunden. Diese werden anderen Schulen als sogenannte Praxisbeispiele zur Verfügung gestellt. Ein weiteres Ziel im Projekt war es, die Kommunikation all er Akteure rund um die Schulverpflegung zu fördern und die Akzeptanz für die Mittagsverpflegung zu steigern. Hierfür wird das Projektteam tIPS (technikgestützte Informationsplattform Schulen) zum Thema Schulverpflegung ausbauen und weitere Unterstützungsmaterialien zur Verfügung stellen. Das Projektteam plant weitere Nachhaltigkeitskriterien in die Vergabeunterlagen aufzunehmen. Bis- her war es den Schulen möglich im Vorfeld der Ausschreibung in einem Kriterienkatalog den Anteil von biologisch erzeugten Leb ensmitteln zu wünschen. Zukünftig soll der Einsatz von biologisch er- zeugten Lebensmitteln unter Berücksichtigung der Vergaberichtlinien in den Vergabeunterlagen fest verankert werden. Der Einsatz von Seefisch aus bestandserhaltender und nachhaltiger Fischerei und Produkte aus fairem Handel werden zukünftig gefordert. Entsprechend dem erfolgreich abgeschlossenem Projekt bezüglich der Verbesserung der Verpfle- gungsqualität des Mittagessens an den Gesamtschulen wird in einem nächsten Schritt ein Projekt bezogen auf die Grundschulen gestartet. Im Rahmen eines Pilot -Projekts wird hierfür exemplarisch ein Stadtbezirk (Chorweiler) ausgewählt. Der Ausschuss Schule und Weiterbildung wird über die Ergebnisse selbstverständlich informiert.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2648/2022
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 20.09.2022
- Erstellt
- 17.08.2022 18:27