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0057/2022

Zweite digitale Konferenz Interkulturelles Köln am 05.11.2021 – Dokumentation

Mitteilung Ausschuss 10.03.2022

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Dokumentation_KIK_Nov_2021

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Dokumentation_KIK_Nov_2021

19428 Zeichen

Büro der Oberbürgermeisterin 
Amt für Integration und Vielfalt 
Kommunales Integrationszentrum 
Frau Kolping 
Telefon:  (0221) 221 29293 
E-Mail:  sabine.kolping@stadt-koeln.de 
Datum: 22.11.2021 
Dokumentation der Digitalen Konferenz Interkulturelles Köln 
von Freitag, den 05.11.2021

Dokumentation zur Digitalen KIK am 05.11.2021 
 
  2 
Inhalt         Seite: 
 
Vorwort         3 
 
Begrüßung durch die Oberbürgermeisterin    4 
 
Workshops         
 Empowerment für Menschen mit Rassismuserfahrungen 5 
 Als Organisation rassismuskritisch handeln   6 
 Der zweite Blick: Komplexität und Intersektionalität in der    
rassismuskritischen Bildungsarbeit“    7 
 Diskriminierungssensible Sprache – warum lohnt   9 
sich die Mühe?“ 
 Allyship        10 
 
 
Resümee         11

Dokumentation zur Digitalen KIK am 05.11.2021 
 
  3 
Vorwort 
Die Konferenz Interkulturelles Köln (KIK)  ist seit Jahren eine wichtige Veranstaltung, 
um insbesondere Akteur*innen aus den Bereichen Migration und Integration zu ver -
netzen und Impulse für die weitere Zusammenarbeit zu geben . 
Pandemiebedingt fand sie als digitales Format und als Fortsetzung der Veranstaltung 
im Januar am 05.11.2021 statt. 
Der Titel lautete: „Solidarische Stadtgesellschaft – eine Millionen gegen Rassismus!“. 
Die Veranstaltung hatte die Themen Anti -Rassismus und Zivilcour age in den Fokus 
genommen und war rassismuskritisch angelegt und entsprechend mit einem Awaren-
ess-Konzept ausgestattet. Diese Ausrichtung zeigte sich unter anderem in der diver-
sen Besetzung der Planungsgruppe, an der Verpflichtung eines Awareness -Teams, 
der Beteiligung von Referent*innen of Color und an der Ergänzung des Programms 
durch einen Empowerment-Workshop für Menschen mit Rassismus-Erfahrungen. 
Die Konferenz war das Resultat einer engen und effektiven Zusammenarbeit und Vor-
bereitung mit einer Gruppe von Kölner Expert*innen zu dem Thema. An dieser Stelle 
soll diesen Personen gedankt werden, denn ohne ihren fachlichen und menschlich 
wertvollen Input hätte die Veranstaltung nicht das hohe Niveau und die rassismuskriti-
sche Ausrichtung gehabt.  
Ein herzliches Dankeschön geht an: Elizaveta Khan (Inhaus e.V), Helene Batemona-
Abeke (Pamoja Afrika e.V.), Eli Abeke (Bündnis 14 Afrika e.V.) und Serge Palasie (Ei-
ne-Welt-Netz NRW e.V.).  
Ein ebenso herzlicher Dank wird auch der vom Rat der Stadt K öln ernannten Steue -
rungsgruppe ausgesprochen. Dieses Gremium setzt sich zusammen aus Vertre -
ter*innen des Integrationsrates, des Runden Tischs für Integration, verschiedener Be-
hörden wie BAMF und Ausländerbehörde sowie Vertreter*innen Interkultureller Zen-
tren der Stadt und Kölner Integrationsagenturen. 
Dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) im Amt für Integration und Vielfalt der 
Stadt Köln war es als Veranstalterin der Konferenz wichtig, dass die digitale KIK ein 
sicherer und diskriminierungssensibler Or t für alle ist. Um dies zu ermöglichen, wurde 
die Konferenz von einem Awareness-Team begleitet.  
Sechs geschulte Mitarbeiter*innen des Teams von Pamoja Afrika e.V. unter der Lei-

Dokumentation zur Digitalen KIK am 05.11.2021 
 
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tung von Helene Batemona -Abeke stellten als Awareness-Team sicher, dass die digi-
tale KIK ein diskriminierungssensibler Ort für alle war und Schutzräume verfügbar wa-
ren. Sie nahmen als Beobachter*innen an den Workshops teil – immer bereit einzu-
greifen, wenn Rassismen oder Diskriminierungen drohten oder sich jemand aufgrund 
der Geschehnisse unwohl fühlt e. Sowohl der Veranstalterin, den Referent*innen als 
auch den Teilnehmer*innen gab dies Sicherheit und dies wurde im Feedback zur Kon-
ferenz als sehr positiv erwähnt. 
Auch diesem Team sei herzlich für seinen wertvollen Beitrag zum Gelingen der Konfe-
renz gedankt! 
 
Begrüßung durch die Oberbürgermeisterin Henriette Reker 
 
Alle fünf Workshops wurden von einer Video -Botschaft der Oberbürgermeisterin Hen-
riette Reker eingeleitet, die wie folgt lautete: 
„Liebe Teilnehmende, 
ich freue mich, dass ich auch den zweiten Teil der Digitalen Konferenz Interkulturelles 
Köln mit einer Videobotschaft eröffnen darf. 
Die Themen Anti -Rassismus und Rassismus -Kritik, die bei dieser Konferenz im Mit -
telpunkt stehen, liegen mir als Oberbürge rmeisterin unserer durch Vielfalt geprägten 
Stadt sehr am Herzen. 
Köln hat sich der Idee der „Offenen Stadtgesellschaft“ verschrieben und entwickelt sie 
laufend weiter: Es gibt bereits eine ganze Reihe von Ansätzen, bei denen der Rat, die 
Verwaltung und ic h als Oberbürgermeisterin uns positioniert haben und akti engagie-
ren. Zu nennen sind da etwa die Ächtung des N -Wortes, eine aktive Aus -
einandersetzung mit unserem postkolonialen Erbe, die Unterstützung von Projekten 
zu den Themen Anti -Rassismus und Rassis mus-Kritik, schließlich die ersten Schritte 
Richtung „Interkulturelle und diskriminierungssensible Öffnung der Stadtverwaltung“. 
Diese Konferenz fördert und begleitet seit Jahren den Diskurs zwischen verschiede -
nen Akteur*innen. Wie bei der ersten Veransta ltung im Januar, die digital lief, trägt sie

Dokumentation zur Digitalen KIK am 05.11.2021 
 
  5 
den Titel: „Solidarische Stadtgesellschaft – Eine Million gegen Rassismus!“ 
Sehr gerne stelle ich mich hinter diese Forderung, denn nach wie vor prägt Alltags -
rassismus das Leben vieler Menschen in Köln. Große S orge bereiten mir die antise -
mitischen Vorfälle, die sich in Deutschland und leider auch in Köln ereignen. 
Es sind Gründe , warum jede und jeder seine und ihre persönlichen Anschauungen 
und Sprachgewohnheiten immer wieder einmal selbstkritisc h hinterfragen und hinter-
fragen lassen sollte. Es geht darum, das eigene Bewusstsein zu schärfen und eine 
klare Haltung gegen Rassismus zu entwickeln. Wir sind alle aufgerufen, solidarisch zu 
handeln und Zivilcourage zu entwickeln. 
Ich würde mich sehr freu en, wenn diese Konferenz und die sich daraus entwickeln -
den Impulse unser Zusammengehörigkeitsgefühl stärken würden und die Vernetzung 
von Gleichgesinnten gefestigt wird. 
Und ich freue mich besonders, wenn wir uns im kommenden Jahr, dann hoffentlich 
wieder in Präsenz, sehen können und die Konferenz auch live Diskurse anregt und die 
Vernetzung fördert. 
Abschließend bedanke ich mich bei den Kolleg*innen des Kommunalen Integrati -
onszentrums für die Organisation der heutigen Veranstaltung und bei dem Awaren -
ess-Team von Pamoja Afrika e.V. für ihre Begleitung. Ich wünsche allen Teilneh -
menden eine gute Konferenz mit intensivem Austausch und nachhaltigen Eindrü -
cken.“ 
 
 
Workshops 
 
Workshop 1: „Empowerment für Menschen, die Rassismus erfahren 
haben“ von 09:30 – 12:00h 
Der erste Workshop mit dem Titel: „Empowerment für Menschen mit Rassismuserfah -
rungen“ fand unter der Leitung von Tsepo Bollwinkel statt. Er ist freiberuflicher Trainer 
und Bildungsreferent aus Braunschweig. Den Vorbereitenden war wic htig, dieses Mal

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einen Empowerment-Workshop ins Programm aufzunehmen, um den Bedarf – auch 
innerhalb der Stadtverwaltung – zwar nicht zu decken, aber zumindest aufzugreifen. 
Da der Workshop einen „safe space“, einen sicheren Raum für Erlebtes bieten sollt e, 
gibt es davon keine inhaltliche Zusammenfassung. Der Referent selber beschreibt den 
Inhalt folgendermaßen: „Das alltägliche Erleben von Rassismus ist vor allem eins: 
furchtbar anstrengend. Ein Empowerment -Raum ist deshalb vor allem eine Gelegen-
heit zur Erholung von diesem Dauerstress, ein Raum des ungestörten Austau sches 
und der Vernetzung. 
Gleichzeitig bedeutet Empowerment, das, was so anstrengend ist, zu verstehen. 
Wenn nicht mehr die Belastung durch Rassismus als ein persönliches Defizit erlebt 
wird, können andere, stärkende Formen des Umgangs entwickelt werden. Das ge-
meinsame Wissen schafft Entlastung. Das wichtigste Wissen, das in diesem Work -
shop geteilt wird, ist das Wissen um Möglichkeiten des Überlebens, der Widerstän -
digkeit, des Feierns unserer gemeinsamen Erfahrungen und Errungenschaften.“ 
Im Feedback und in persönlichen Gesprächen nach dem Workshop mit einigen Teil -
nehmenden wurde ein durchweg positives Resümee gezogen: Die liebevolle und un-
terstützende Atmosphäre hätte dazu angeregt, eigen es Erleben offen auszusprechen. 
Die Teilnehmenden waren sich einig, dass es dringend notwendig sei, unab hängige 
Beratungs- und Beschwerdestellen einzurichten, bei denen an der Arbeits-stelle erfah-
rene Rassismen bearbeitet werden könnten. 
 
Workshop 2: „Als Organisation rassismuskritisch Handeln", mit Jo-
sephine Apraku, Bildungsreferent*in und Autor*in (maximal 25 Per-
sonen) von 10:00 – 12:00h 
Die Referentin sagt selber über ihren Workshop: Oft sind es Einzelpersonen, die sich 
in ihrer Organisati on dafür einsetzen, dass Rassismus gemeinsam angegangen wird. 
Wenn rassistischer Diskriminierung in Organisationen nachhaltig und ganzheitl ich be-
gegnet werden soll, muss Rassismuskritik institutionalisiert werden. Sprich: Kritik an 
Rassismus muss zu einer Gemeinschaftsaufgabe werden, in der das Handeln von 
Einzelpersonen gegen Rassismus durch die Strukturen der Organisationen auf allen 
Ebenen gestützt wird.

Dokumentation zur Digitalen KIK am 05.11.2021 
 
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Im Workshop wurde ein kritischer Blick auf den eigenen Arbeitskontext geworfen und 
Handlungsoptionen überlegt, um Rassismus etwas entgegenzusetzen.  Die Teilneh-
menden wurden in die Lage versetzt, anhand von Fragen „Schwachpunkte“ in ihrem 
Arbeitsalltag aus rassismuskritischer Sicht zu beleuchten.  
- Gibt es geschützte Räume, in denen sich Personen mit Rassi smuserfahrungen 
austauschen können? 
- Stehen für die rassismuskritische Öffnung finanzielle Mittel bereit? 
- Werden Selbstbezeichnungen wi e People of Color oder Schwarze Deutsche 
genannt oder eher Fremdbezeichnungen wie Migrant*in oder Flüchtling? 
- Werden Weiße Mitarbeitende verpflichtet, sich mit Rassismus auseinanderzu-
setzen? 
- Welche Bilder werden für Plakate oder Flyer verwendet? Was sind Beispiele für 
Fragen, die Hilfestellung bei der rassismuskritischen Beleuchtung des eigenen 
Arbeitskontextes geben konnten. 
Die Teilnehmenden haben die praktische und alltagsnahe Ausrichtung des Work-
shops sehr geschätzt und hätten sich mehr Zeit gewünscht, um weiter in die Tiefe 
gehen zu können. 
 
Workshop 3: „Der zweite Blick: Komplexität und Intersektionalität in 
der rassismuskritischen Bildungsarbeit“ mit Serçe Berna Öznar-
çiceği, pädagogische Leitung von „Čirikli“ und Timm Therre, KI Köln 
von 10:00 – 12.00h 
Der Begriff der Intersektionalität hat seinen Ursprung in den marginalisierten Wider-
ständen. Wie sahen bzw. sehen diese marginalisierten Kämpfe aus? Wie haben sie 
sich auf die rassismuskritische Bildungsarbeit ausgewirkt? Oftmals werden Wider-
stände, aber auch Menschen eindimensional betrachtet und es wird vielleicht erst mit 
dem zweiten Blick gesehen, welche Komplexit ät sie innehaben. Ziel des Workshops 
war es, den Teilnehmenden einen Einblick in Errungenschafts - und Verdrängungspro-
zessen im Rahmen dieser Kämpfe und darüber hinaus zu geben. Zudem w urden die 
Teilnehmenden im Rahmen des Workshops durch Methoden in einem selbstreflexiven

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Prozess hinsichtlich der Thematik angeregt.  
In dem Workshop „Der zweite Blick: Komplexität und Intersektionalität in der rassis-
muskritischen Bildungsarbeit“ wurde das Thema vielschichtig bearbeitet. Um die 
Komplexität zu verdeutlichen, ging es im ersten Teil um die Frage „Was sind Identitä-
ten?“ und die damit verknüpften kollektiven Identitäten. Nachdem diese Phänomene 
erläutert wurden, folgte eine exemplarische Darlegung einiger bekannte r „kollektiver 
Kämpfe“. 
Im ersten Schritt wurd e von den Referent*innen eine Selbstreflexion der Teilnehmen-
den zum Thema Identitäten und die Beschäftigung mit den eigenen Privilegien ange-
leitet, um ein Bewusstsein für das Thema Identitäten in Verbindung mit Intersektionali-
tät zu schaffen und die eigene  Auseinandersetzung mit Identitätszugehörigkeiten zu 
erkennen.  
Dem folgte ein Diskurs zur „Identitätspolitik“ mit Begriffserläuterungen wie Identitäten, 
Intersektionalität, Fremdzuschreibung und Eindimensionalität.  
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurd en fünf „Kollektive Kämpfe“ exemplarisch vor-
gestellt: Gastarbeiter*innen (z. B. Ford Streiks und die damit in Verbindung stehende 
Ermächtigung aus der Kollektivität) , Neue Schwarze Bewegung (Fr auenbewe-
gung/Black Lives Matter / Eine emanzipierte Sprache ent steht/Selbstbezeichnung ent-
steht- Progressivität – Begriff „Weiß“ wird eingeführt) , Antifaschistische Selbstorgani-
sation, Selbstorganisation von Geflüchteten  und Jüdische Selbstorganisation nach 
1945 dargestellt. 
Als Beispiel eines kollektiv intersektionale n Kampfes wurde der „Stonewall -Aufstand“ 
und dessen Entwicklung bzw. Auswirkungen bis heute näher erläutert. Hier wurde 
deutlich gemacht, dass der Ursprung des Aufstandes von Transmenschen of Color 
hervorging. Dieser Widerstand wurde von einem Narrativ, da s von weißen homosexu-
ellen Cis -Menschen dominiert wurde, zunehmend verdrängt. Dies verdeutlichten die 
Referierenden anhand von Fotos des 50 Jährigen Stone Wall Jubiläums in Köln. Der 
Ursprung der Pride Bewegung ist in Vergessenheit geraten. Zudem ist die s tarke 
Kommerzialisierung des Themas (Rainbow Washing) nachdrücklich dargelegt worden, 
welche vor allem durch die CSD -Parade und die damit verbundenen Bilder in dem 
Vortrag verdeutlicht wurde.

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Im letzten Teil des Workshops sind die Teilnehmenden angeleitet worden, ihre eigene 
rassismuskritische Arbeit zu hinterfragen und die daraus resultierenden Auswirkungen 
auf ihre eigene pädagogische Arbeit zu zeichnen. Hierzu gehörten die Auseinander-
setzung mit den eigenen Privilegien und die Methode des Perspektivwechsels.  
 
Workshop 4: „Diskriminierungssensible Sprache – warum lohnt sich 
die Mühe?“ Oyindamole Alashe, freie Journalistin und Beraterin von 
13:30 – 15:30 h 
Sprache ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Sie bildet unsere Realitäten ab und 
zeigt, welche M achtverhältnisse sich in der Vergangenheit gebildet haben und bis 
heute herrschen. Sprache ist auch ein Ausdruck von gesellschaftlichen Normvorstel-
lungen. Sprache ist kraftvoll, aber sie alleine kann keine gesellschaftlichen Verhältnis-
se verändern. Diskriminierungssensible Sprache ist trotzdem ein wichtiges Instrument, 
um Ungerechtigkeiten sichtbar zu machen , sich krit isch damit auseinanderzusetzen 
und um Ausgrenzungen zu vermeiden und Teilhabe für möglichst alle zu ermöglichen. 
Folgende Formen von Diskrimi nierung durch Sprache können unterschieden werden:  
Abwertung, Homogenisierung durch Verallgemeinerungen (Die Muslime) und dadurch 
Entmenschlichung, Schimpfworte und negative Verwendung neutraler Begriffe , Ver-
niedlichung (z.B. Frauen als „Mädels/ Girls“ be zeichnen), Othering (jemand „fremd 
machen“ mit Hilfe von Sprache, wie z.B.  „Woher kommst Du?“ ), j emand zu r Ex-
pert*in/verantwortlich machen für sein vermeintliches/zugeschriebenes Herkunftsland 
(z.B. zu Politik Erdogans),  
Einer der Fragen, die sich Mens chen stellen sollten : In welcher Gesellschaft möchte 
ich leben? Die Antwort auf diese Frage zeigt die eigene Haltung und Sprache kann – 
diskriminisierungssensibel und inklusiv verwendet - ein positives Klima schaffen. 
Fazit des Workshops: Sprache formt Wirklichkeiten, alle haben so die Macht, die Rea-
lität mitzugestalten. 
Zum Schluss stellte Frau Alashe ihren 6 Punkte-Plan für eine diskriminierungssensible 
Sprache vor:

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1. Haltung entwickeln 
2. Marginalisierte Gruppen mit einbeziehen (aus dem Team / Expert *innen 
von außen) 
3. Weiterbildung / Schulung von Mitarbeitenden 
4. Leitfäden entwickeln 
5. Auf dem Laufenden bleiben 
6. Fehlerkultur entwickeln 
 
Workshop 5: „Allyship“ mit Dr. Jule Bönkost, Berlin von 14:00 – 
16:00h 
Wer in unserer Gesellschaft weiß positioniert ist bzw. weiß gelesen wird, hat Privile-
gien – mehr Teilhabechancen und stößt weniger auf Vorurteile. Diese Positionierung 
und die damit verbundenen Privilegien lassen sich ebenso wenig selbstbestimmt aus-
suchen wie abstreifen. Das zu akzeptieren, ist nicht leich t – aber Voraussetzung für 
das Konzept „Allyship“, dem sich im Rahmen der KIK insgesamt 15 Teilnehmende aus 
Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft unter Anleitung von Frau Dr. Bönkost annä-
herten.  
Die Referentin begann mit einem kurzen Input zur Herlei tung. „Allyship“, ein engli-
scher Begriff, der sich nicht ganz passgenau ins Deutsche übersetzen lässt, hat in den 
USA eine sehr viel längere Tradition als in Deutschland. „Allyship“ – in etwa: Verbün-
dete*r für von Rassismus negativ Betroffene sein – geht über eine Selbstinszenierung 
als Antirassist*in hinaus. In dem Begriff vereint sich der Wille, Ungleichheit im Rah-
men von Rassismus zu überwinden, mit dahingehend tatsächlich verändertem Han-
deln.  
Mithilfe eines Stufenmodells stellte Frau Dr. Bönkost die ty pischen Stadien in der 
Auseinandersetzung von Weißen mit Rassismus dar: Beginnend mit Abwehr, über 
Zorn, Schuldgefühle, Scham und Anerkennung , schließlich hin zu Akzeptanz und Ge-
staltung. Anhand des Stufenmodells überlegten die Teilnehmenden in Kle ingruppen, 
welche Stadien sie von sich selbst kennen und wo sie sich aktuell verorten.

Dokumentation zur Digitalen KIK am 05.11.2021 
 
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Anschließend gab die Referentin den Teilnehmenden mehrere Fragen zur Selbstver-
ortung in der weißen Bündnisarbeit gegen Rassismus an die Hand, etwa „Wie reagie-
re ich, wenn mir jemand sagt, dass eine Aussage oder Handlung von mir auf rassisti-
schen Vorurteilen basiert?“ oder „Setze ich meine weißen Privilegien als Ressource 
für mein rassismuskritisches Handeln ein?“. Die persönlichen Erfahrungen, Entwick-
lungen, aber auch Herausforderungen und Schwierigkeiten in Bezug auf diese Fragen 
wurden nach einer Selbstreflexion ebenfalls in einer Kleingruppe diskutiert.  
In der Schlussrunde äußerten sich die Teilnehmenden zu nächsten Schritten, die sie 
sich selbst im Anschlus s an den Workshop vornahmen. Die Vorsätze reichten von 
„mehr und bewusst Zeit für die Auseinandersetzung mit Rassismus nehmen“ über 
„mehr mit Betroffenen selbst sprechen“ hin zu „mehr Einschreiten, auch in rein weißen 
Kontexten“.  
Insgesamt bot der Worksho p den Teilnehmenden viele neue Denkanstöße und kon-
krete Ideen für verändertes eigenes Handeln in Bezug auf Rassismus.   
 
Resümee: 
Die Veranstalterin, die Referent*innen, Organisator*innen und Unterstützer*innen wa-
ren insgesamt zufrieden mit der zweiten digitalen Konferenz in 2021. Das Feed -Back 
der Teilnehmenden war ebenfalls insgesamt positiv und konstruktiv.  
Das Thema Rassismus und die Strategien, mit der eine Stadtgesellschaft dem entge-
gentreten und handeln muss, sind unbedingte Erfordernisse. Es geht alle an! Selbst  
die Akteur*innen, die professionell im Bereich Integration tätig sind, müssen fortwäh-
rend ihre Haltung hinterfragen und mehr Zivilcourage entwickeln. 
Die Bereicherung der Konferenz durch einen Empowerment -Workshop für Menschen 
mit Rassismuserfahrungen hat deutlich gezeigt, dass Alltagsrassismus sich auch am 
Arbeitsplatz zeigt und dass die Arbeitgeber*innen unabhängige Beschwerdestellen 
schaffen müssten, um die Betroffenen zu schützen.

Mitteilung Ausschuss

1399 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
OB/16/162/4 
 
Vorlagen-Nummer  17.01.2022 
 0057/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 08.02.2022 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 10.02.2022 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 07.03.2022 
Runder Tisch für Flüchtlingsfragen  13.05.2022 
 
Zweite digitale Konferenz Interkulturelles Köln am 05.11.2021 – Dokumentation 
Die Konferenz Interkulturelles Köln (KIK), seit Jahren eine wichtige Veranstaltung, um insbesondere 
Akteur*innen aus den Bereichen Migration und Integration zu vernetzen und Impulse für die weitere 
Zusammenarbeit zu geben, fand pandemiebedingt erneut in digitaler Form statt. Wie bei der ersten 
KIK im Januar 2021 lautete der Titel der rassismuskritisch und mit Awareness-Konzept ausgerichte-
ten Veranstaltung: „Solidarische Stadtgesellschaft – eine Million gegen Rassismus!“ Die Ausrichtung 
zeigte sich unter anderem in der diversen Besetzung der Planungsgruppe, an der Begleitung durch 
ein Awareness-Team, der Verpflichtung von Referent*innen of Color und an der Ergänzung des Pro-
gramms durch einen Empowerment-Workshop für Menschen mit Rassismus-Erfahrungen. 
 
Die ausführliche Dokumentation ist dieser Mitteilung als Anlage beigefügt und auf der Seite 
https://www.ki-koeln.de/aufgaben/querschnitt/kik/ zu finden. 
 
Gez. Reker

Beratungsverlauf (4)

08.02.2022 Integrationsrat
TOP 5.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
10.02.2022 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 2.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.03.2022 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 4.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
Kenntnisnahme (Mitteilung)

Details

Aktenzeichen
0057/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
10.03.2022
Erstellt
06.01.2022 09:10