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3854/2017

Zentrales Migrationsmuseum in Köln

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 05.01.2018

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 06.02.2018, TOP 10.10

Antrag Zentrales Migrationsmuseum im IR am 04.12.2017

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Auszug aus Beschlussprotokoll des IR am 4.12.17 - Zentrales Migrationsmuseum

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Beschlussvorlage Rat

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Antrag Zentrales Migrationsmuseum im IR am 04.12.2017

9098 Zeichen

Herr Keltek (Vorsitzender IR)        27.11.2017 
Herr Edis (stellvertretender Vorsitzender) 
Frau Giurano (stellvertretende Vorsitzende) 
Frau Maleki (stellvertretende Vorsitzende) 
Herr Erkelenz (migrationspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion) 
Herr Joisten (migrationspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion) 
Herr Yurtsever (migrationspolitischer Sprecher Fraktion Die Grünen) 
Frau Tokyürek (migrationspolitische Sprecherin Fraktion Die Linke) 
Frau Hoyer (migrationspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion) 
Koordinierungsrunde Integrationsrat  
 
 
 
 
An den  
Vorsitzenden des Integrationsrates 
 
 
An die  
Geschäftsstelle des Integrationsrates 
Herrn Andreas Vetter 
 
Antrag nach § 12 GeschO Rat (Dringlichkeitsantrag) 
 
Gremium Datum der Sitzung 
Integrationsrat 04.12.2017 
 
Zentrales Migrationsmuseum in Köln 
 
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, 
 
es wird gebeten folgenden Beschluss zur Abstimmung zu stellen: 
 
 
Beschluss: 
Der Integrationsrat beschließt, den Rat zu bitten, 
 die Ansiedlung eines ‚Zentralen Migrationsmuseums‘ (Arbeitstitel) am Standort Köln 
grundsätzlich zu befürworten, 
 die Verwaltung zu beauftragen, in Kooperation mit DOMiD mögliche Standorte im Kölner 
Stadtgebiet in Hinsicht auf ihre grundsätzliche Eignung (Verfügbarkeit, Planungsrecht, 
verkehrliche Anbindung) für ein Zentrales Migrationsmuseum. Dabei soll auch der Stadt-
bereich Kalk-Süd einschließlich der denkmalgeschützten KHD-Hallen betrachtet werden. 
 die Verwaltung zu beauftragen, Investitionsfinanzierung durch Landes-, Bundes-, Stif-
tungs- und private Mittel sowie Trägerschaft und zukünftigen Betrieb des Museums näher 
zu ermitteln und darzustellen. Dabei wird davon ausgegangen, das DOMiD Träger des 
Migrationsmuseums ist.   
 Die Ergebnisse sind dem Integrationsrat und den zuständigen Fachausschüssen zur wei-
teren Beratung vorzulegen. 
 
Begründung: 
Zur Ratssitzung am 12.11.2015 erging folgende Bitte an den Rat der Stadt Köln:

„Der Integrationsrat bittet den Rat der Stadt Köln die Verwaltung zu beauftragen, eine 
Unterstützung für die Ansiedlung des geplanten ‚Zentralen Migrationsmuseums in 
Deutschland‘ des DOMID (Dokumentationszentrum und Museum über die Migration 
in Deutschland e.V.) im Stadtgebiet Köln zu prüfen. Zu diesem Zweck soll die Verwal-
tung gebeten werden, entsprechende Gespräche mit Bund und Land aufzunehmen, 
um eine Finanzierung sicherzustellen. Ferner soll die Verwaltung Überlegungen zu 
einem möglichen Standort anstellen und die anstehenden städtischen Neubauprojek-
te dahingehend prüfen, ob in diesen ein Migrationsmuseum integriert werden kann, 
wobei eine möglichst zentrale Lage angestrebt 
wird.“ 
Der Rat hatte diese Initiative des Integrationsrates ausdrücklich begrüßt und folgendes be-
schlossen:  
„Der Integrationsrat wird gebeten, das Ergebnis der von DomiD beauftragten Mach-
barkeitsstudie unmittelbar nach Veröffentlichung zu beraten und dem Rat eine Emp-
fehlung auszusprechen. Mit dieser Empfehlung wird sich der Rat dann unmittelbar 
befassen.“ 
Lt. DOMiD besteht auf Bundesebene auf verschiedenen Seiten bereits Unterstützung für die 
Gründung eines ‚Zentralen Migrationsmuseums‘1 in Deutschland. Dies wurde in zahlreichen 
Besuchen bei DOMiD von prominenten Politikerinnen und Politikern (u.a. Aydan Özoguz, 
Peter Tauber, Katarina Barley, Christian Wulff) sehr deutlich.  
Durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Integration und Flüchtlinge erhält 
DOMiD ab November 2017 eine Projektförderung mit drei zusätzlichen Personalstellen.  
Das Land NRW hat sich durch die Finanzierung der Machbarkeitsstudie und die Aufnahme 
des Projekts in den Koalitionsvertrag ebenfalls bereits klar positioniert und würde sich ent-
sprechend beteiligen.  
Im Dezember 2016 hatten sich alle im Landtag NRW vertretenen Fraktionen in einem 
Schreiben an die Bundesregierung für den Standort NRW ausgesprochen. 
Die IHK Köln / Herr Reichardt hat in einem ausführlichen Schreiben an Frau Bundeskanzlerin 
Merkel deutlich gemacht, wie wichtig ein solches Museum für Köln beim ‚Kampf um die bes-
ten Köpfe‘ und für das Image der Stadt wäre und bittet Frau Merkel um Unterstützung bei der 
Realisierung.  
Die HWK Köln / Herr Wollseifer signalisiert Unterstützung und befürwortet eine Umsetzung in 
Köln.  
Familie DuMont ist ebenfalls interessiert und im Unterstützerkreis des Museums engagiert. 
Letztendlich stellt sich aktuell ‚nur‘ noch die Frage nach dem konkreten Standort.  
Andere Kommunen in NRW haben bereits Interesse geäußert das von DOMiD geplante Mig-
rationsmuseum zu realisieren. Allerdings drängt sich ein Verbleib von DOMiD bzw. dem Bau 
des Museums am Standort Köln auf, da DOMiD seit 2010 vom Land NRW mit mittlerweile 6 
Personalstellen institutionell gefördert und von der Stadt Köln durch die Übernahme der Mie-
te und Nebenkosten für die Räumlichkeiten im Bezirksrathaus Ehrenfeld bezuschusst wird.  
Köln ist die größte Stadt in NRW und zentral und verkehrsgünstig gelegen. Es gibt keine an-
dere deutsche Millionenstadt mit einer über 2000jährigen Geschichte, die seit der Gründung 
so von Migration geprägt ist. Im Land NRW und hier wiederrum in der Stadt Köln lebt in ab-
soluten Zahlen der größte Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Die Stadt 
Köln war historisch gesehen mit Ford und Klöckner Humboldt Deutz der zentrale Ort der 
Gastarbeiterzuwanderung in Deutschland – der 1. Millionste Gastarbeiter stieg in Köln-Deutz 
aus dem Zug.  
Die Stadt Köln steht für kulturelle Vielfalt und Toleranz.  
                                                 
1
 dies ist ein Arbeitstitel – möglich wäre z.B. auch ‚Zentrum für die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Migrationsgesell-
schaft‘

Ein ‚Zentrales Migrationsmuseum Deutschland‘ in Köln würde diesen Ruf der Weltoffenheit 
und Toleranz sehr deutlich nach außen transportieren und Köln als Wirtschaftsstandort für 
ausländische Unternehmen attraktiv machen.  
Es sollte in der Diskussion außerdem nicht unterschätzt werden, dass im Ausland bzw. von 
ausländischen Firmen sehr genau ausländerfeindliche Ausschreitungen in Deutschland, der 
NSU-Prozess etc. beobachtet wird. Der Umgang von Politik und Behörden wird registriert 
und ist für Standortentscheidungen relevant. Es wäre schwer eine Stadt Köln mit einem sol-
chen ‚Museum‘ mit Ausländerfeindlichkeit in Verbindung zu bringen. 
In der deutschen Museumslandschaft ist ein ‚Zentrales Migrationsmuseum‘ in der vorliegen-
den Konzeption einmalig!  
Es ist nicht ein weiteres Museum für mittelalterliche, moderne, kunstgewerbliche o.ä. Kunst 
oder ein weiteres historisches Museum, sondern ein thematisch in Deutschland einzigartiges 
Museum. Ähnliche Häuser gibt es bislang lediglich in New York, Paris oder Melbourne.  
Bezogen auf die deutsche und Kölner migrantische Community wäre eine Ansiedlung in Köln 
eine klare Positionierung und deutliches bundesweites Signal für unsere gemeinsame Ge-
schichte und Zukunft. 
Grundsätzlich hat die Sammlung von DOMID und eine zeitgemäße museale Aufbereitung in 
einem Zentralen Migrationsmuseum - über die historisch gesellschaftliche Bedeutung hinaus 
- eine sehr große Bedeutung als konkreter Akt der Wertschätzung der Zuwanderinnen und 
Zuwanderer für Köln und Deutschland. Sie ermöglicht diesen die Teilhabe an der Geschichte 
in Deutschland. Diese Form einer Wertschätzung von Zuwanderung ist längst fälliger und 
sehr wichtiger Beitrag der Anerkennung und damit Stärkung der Identität der zugewanderten 
Community. 
Ein solches Museum bietet die Möglichkeit, das Faktum Migration zu entdramatisieren und 
die Potentiale und den gesellschaftlichen Zugewinn von Zuwanderung sichtbar zu machen. 
Es besteht die Möglichkeit, das Denken in ‚Wir‘ und ‚Ihr‘ zu überwinden und ein gemeinsa-
mes ‚Wir‘ zu finden. Gleichzeitig wird das sich wandelnde Selbstverständnis von Gesellschaft 
und ihrem Zusammenleben verdeutlicht. 
Die Machbarkeitsstudie zeigt, dass ein Haus, in dem das Thema Migration verhandelt und 
als Normalfall dargestellt wird, ein neues Geschichtsverständnis fördert, allen Menschen 
Teilhabe an der Geschichte bietet und damit eine hohe gesellschaftliche Relevanz besitzt.  
 
Mit freundlichen Grüßen 
Herr Keltek (Vorsitzender IR) 
Herr Edis (stellvertretender Vorsitzender) 
Frau Giurano (stellvertretende Vorsitzende) 
Frau Maleki (stellvertretende Vorsitzende) 
Herr Erkelenz (migrationspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion) 
Herr Joisten (migrationspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion) 
Herr Yurtsever (migrationspolitischer Sprecher Fraktion Die Grünen) 
Frau Tokyürek (migrationspolitische Sprecherin Fraktion Die Linke) 
Frau Hoyer (migrationspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion) 
 
 
 
Begründung der Dringlichkeit: 
Die Diskussion um den Standort eines Zentralen Migrationsmuseums in Deutschland bzw. 
NRW wird aktuell auch in mehreren anderen Städten geführt. Um die Chancen für eine An-
siedlung in Köln durch Abgabe eines Votums gegenüber DOMiD zu wahren, ist eine kurzfris-
tige Behandlung im Integrationsrat erforderlich, damit dem Rat noch in 2017 die gewünschte 
Empfehlung gegeben werden kann.

Auszug aus Beschlussprotokoll des IR am 4.12.17 - Zentrales Migrationsmuseum

1298 Zeichen

Geschäftsführung  
Integrationsrat 
Frau Ehinger 
Telefon:  (0221) 0221/221-29580  
Fax       :  (0221) 0221/221-29166 
E-Mail:  Simone.Ehinger@STADT-KOELN.DE 
Datum: 06.12.2017 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Integrationsrates vom 
04.12.2017 
öffentlich 
6.5 Zentrales Migrationsmuseum in Köln 
AN/1826/2017 
 
 
Der Integrationsrat beschließt, den Rat zu bitten, 
 die Ansiedlung eines ‚Zentralen Migrationsmuseums‘ (Arbeitstitel) am Standort 
Köln grundsätzlich zu befürworten, 
 die Verwaltung zu beauftragen, in Kooperation mit DOMiD mögliche Standorte im 
Kölner Stadtgebiet in Hinsicht auf ihre grundsätzliche Eignung (Verfügbarkeit, 
Planungsrecht, verkehrliche Anbindung) für ein Zentrales Migrationsmuseum. 
Dabei soll auch der Stadtbereich Kalk-Süd einschließlich der denkmalgeschützten 
KHD-Hallen betrachtet werden. 
 die Verwaltung zu beauftragen, Investitionsfinanzierung durch Landes-, Bundes-, 
Stiftungs- und private Mittel sowie Trägerschaft und zukünftigen Betrieb des Mu-
seums näher zu ermitteln und darzustellen. Dabei wird davon ausgegangen, das 
DOMiD Träger des Migrationsmuseums ist.   
 Die Ergebnisse sind dem Integrationsrat und den zuständigen Fachausschüssen 
zur weiteren Beratung vorzulegen. 
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt.

Beschlussvorlage Rat

9234 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/5001/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 3854/2017 
Freigabedatum 05.01.2018 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Zentrales Migrationsmuseum in Köln 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Der Integrationsrat hat in seiner Sitzung am 4.12.2017 einstimmig beschlossen, den Rat zu bitten, 
folgenden Beschluss zu fassen: 
Beschluss: 
Der Rat beschließt, 
 die Ansiedlung eines ‚Zentralen Migrationsmuseums‘ (Arbeitstitel) am Standort Köln grundsätzlich 
zu befürworten, 
 die Verwaltung zu beauftragen, in Kooperation mit DOMiD mögliche Standorte im Kölner Stadtge-
biet in Hinsicht auf ihre grundsätzliche Eignung (Verfügbarkeit, Planungsrecht, verkehrliche An-
bindung) für ein Zentrales Migrationsmuseum zu prüfen. Dabei soll auch der Stadtbereich Kalk-
Süd einschließlich der denkmalgeschützten KHD-Hallen betrachtet werden. 
 die Verwaltung zu beauftragen, Investitionsfinanzierung durch Landes-, Bundes-, Stiftungs- und 
private Mittel sowie Trägerschaft und zukünftigen Betrieb des Museums näher zu ermitteln und 
darzustellen. Dabei wird davon ausgegangen, das DOMiD Träger des Migrationsmuseums ist.   
 Die Ergebnisse sind dem Integrationsrat und den zuständigen Fachausschüssen zur weiteren 
Beratung vorzulegen. 
 
Alternative: 
Der Rat verzichtet darauf, sich um eine Ansiedlung des Zentralen Migrationsmuseums am Standort 
Köln zu bewerben. 
 
Rat 06.02.2018

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Hintergrund: 
Zur Ratssitzung am 12.11.2015 erging folgende Bitte an den Rat der Stadt Köln:  
„Der Integrationsrat bittet den Rat der Stadt Köln die Verwaltung zu beauftragen, eine Unter-
stützung für die Ansiedlung des geplanten ‚Zentralen Migrationsmuseums in Deutschland‘ des 
DOMID (Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V.) im 
Stadtgebiet Köln zu prüfen. Zu diesem Zweck soll die Verwaltung gebeten werden, entspre-
chende Gespräche mit Bund und Land aufzunehmen, um eine Finanzierung sicherzustellen. 
Ferner soll die Verwaltung Überlegungen zu einem möglichen Standort anstellen und die an-
stehenden städtischen Neubauprojekte dahingehend prüfen, ob in diesen ein Migrationsmu-
seum integriert werden kann, wobei eine möglichst zentrale Lage angestrebt wird.“ 
 
Der Rat hatte diese Initiative des Integrationsrates ausdrücklich begrüßt und folgendes beschlossen:  
„Der Integrationsrat wird gebeten, das Ergebnis der von DomiD beauftragten Machbarkeits-
studie unmittelbar nach Veröffentlichung zu beraten und dem Rat eine Empfehlung auszu-
sprechen. Mit dieser Empfehlung wird sich der Rat dann unmittelbar befassen.“ 
Begründung: 
Im Dezember 2016 haben sich alle im Landtag NRW vertretenen Fraktionen in einem gemeinsamen 
Schreiben an die Bundesregierung für eine Ansiedelung eines Zentralen Migrationsmuseums im Land 
NRW, aufbauend auf der bereits bestehenden Sammlung des Dokumentationszentrums und Muse-
ums über die Migration in Deutschland e. V (DOMiD), ausgesprochen. In diesem Zusammenhang 
wird DOMiD als idealer Partner zur Umsetzung dieses Projektes bezeichnet. 
Im Koalitionsvertrag für Nordrhein-Westfalen 2017 – 2022 ist festgehalten „das Vorhaben eines zent-
ralen Migrationsmuseums von DOMiD konstruktiv (zu) begleiten.“ 
Das Land NRW fördert DOMiD seit vielen Jahren über das Ministerium für Arbeit, Integration und So-
ziales bzw. Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, sowie über NRW-Stiftung Na-
tur, Heimat, Kultur.  
Im Jahr 2016 hat das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-
Westfalen und die NRW-Stiftung eine innovative Machbarkeitsstudie für ein zentrales Migrationsmu-
seum finanziert, dessen Ergebnisse am 05.10.2017 im Integrationsrat vorgestellt wurden. Mit Blick 
auf einen Standort empfiehlt die Studie eine von Migration geprägte Großstadt oder einen entspre-
chenden Ballungsraum mit historischen Anknüpfungspunkten zur Einwanderung. Damit bieten sich 
Nordrhein-Westfalen und die Stadt Köln als Standort an.  
Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Integration und Flüchtlinge unterstützt DOMiD seit 
Dezember 2017 durch eine mehrjährige Förderung mit drei zusätzlichen Personalstellen für das Pro-
jekt ‚Migration als Normalfall vermitteln‘. 
Die Stadt Köln fördert das Zentrum ebenfalls seit vielen Jahren durch Finanzierung der Mietkosten. 
Lt. DOMiD wurde auf Bundesebene von verschiedenen Seiten Unterstützung für die Gründung eines 
‚Zentralen Migrationsmuseums‘1 in Deutschland signalisiert und bei Besuchen bei DOMiD von promi-
nenten Politikerinnen und Politikern (u.a. Aydan Özoguz, Peter Tauber, Katarina Barley, Christian 
Wulff) bekräftigt.  
DOMiD beschreibt, dass die IHK Köln / Herr Reichardt in einem ausführlichen Schreiben an Frau 
Bundeskanzlerin Merkel deutlich gemacht hat, wie wichtig ein solches Museum für Köln beim ‚Kampf 
um die besten Köpfe‘ und für das Image der Stadt sei und Frau Merkel um Unterstützung bei der 
Realisierung gebeten wurde. Ebenfalls soll die HWK Köln / Herr Wollseifer Unterstützung signalisiert 
                                                 
1
 dies ist ein Arbeitstitel – möglich wäre z.B. auch ‚Zentrum für die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Migrationsgesellschaft‘

3 
und eine Umsetzung in Köln befürwortet haben.  
Familie DuMont ist ebenfalls interessiert und im Unterstützerkreis des Museums engagiert. 
Aus Sicht des Integrationsrates stellt sich letztendlich aktuell ‚nur‘ noch die Frage nach dem konkre-
ten Standort des Museums. 
Im Antragstext des Integrationsrates wird folgendes ausgeführt: 
„Andere Kommunen in NRW haben bereits Interesse geäußert das von DOMiD geplante Migrations-
museum zu realisieren. Allerdings drängt sich ein Verbleib von DOMiD bzw. dem Bau des Museums 
am Standort Köln auf, da DOMiD seit 2010 vom Land NRW mit mittlerweile 6 Personalstellen instituti-
onell gefördert und von der Stadt Köln durch die Übernahme der Miete und Nebenkosten für die 
Räumlichkeiten im Bezirksrathaus Ehrenfeld bezuschusst wird.  
Köln ist die größte Stadt in NRW und zentral und verkehrsgünstig gelegen. Es gibt keine andere 
deutsche Millionenstadt mit einer über 2000jährigen Geschichte, die seit der Gründung so von Migra-
tion geprägt ist. Im Land NRW und hier wiederrum in der Stadt Köln lebt in absoluten Zahlen der 
größte Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Die Stadt Köln war historisch gesehen mit 
Ford und Klöckner Humboldt Deutz der zentrale Ort der Gastarbeiterzuwanderung in Deutschland – 
der 1. Millionste Gastarbeiter stieg in Köln-Deutz aus dem Zug.  
Die Stadt Köln steht für kulturelle Vielfalt und Toleranz.  
Ein ‚Zentrales Migrationsmuseum Deutschland‘ in Köln würde diesen Ruf der Weltoffenheit und Tole-
ranz sehr deutlich nach außen transportieren und Köln als Wirtschaftsstandort für ausländische Un-
ternehmen attraktiv machen.  
Es sollte in der Diskussion außerdem nicht unterschätzt werden, dass im Ausland bzw. von ausländi-
schen Firmen sehr genau ausländerfeindliche Ausschreitungen in Deutschland, der NSU-Prozess etc. 
beobachtet wird. Der Umgang von Politik und Behörden wird registriert und ist für Standortentschei-
dungen relevant. Es wäre schwer eine Stadt Köln mit einem solchen ‚Museum‘ mit Ausländerfeind-
lichkeit in Verbindung zu bringen. 
In der deutschen Museumslandschaft ist ein ‚Zentrales Migrationsmuseum‘ in der vorliegenden Kon-
zeption einmalig!  
Es ist nicht ein weiteres Museum für mittelalterliche, moderne, kunstgewerbliche o.ä. Kunst oder ein 
weiteres historisches Museum, sondern ein thematisch in Deutschland einzigartiges Museum. Ähnli-
che Häuser gibt es bislang lediglich in New York, Paris oder Melbourne.  
Bezogen auf die deutsche und Kölner migrantische Community wäre eine Ansiedlung in Köln eine 
klare Positionierung und deutliches bundesweites Signal für unsere gemeinsame Geschichte und 
Zukunft. 
Grundsätzlich hat die Sammlung von DOMID und eine zeitgemäße museale Aufbereitung in einem 
Zentralen Migrationsmuseum - über die historisch gesellschaftliche Bedeutung hinaus - eine sehr 
große Bedeutung als konkreter Akt der Wertschätzung der Zuwanderinnen und Zuwanderer für Köln 
und Deutschland. Sie ermöglicht diesen die Teilhabe an der Geschichte in Deutschland. Diese Form 
einer Wertschätzung von Zuwanderung ist längst fälliger und sehr wichtiger Beitrag der Anerkennung 
und damit Stärkung der Identität der zugewanderten Community. 
Ein solches Museum bietet die Möglichkeit, das Faktum Migration zu entdramatisieren und die Poten-
tiale und den gesellschaftlichen Zugewinn von Zuwanderung sichtbar zu machen. Es besteht die 
Möglichkeit, das Denken in ‚Wir‘ und ‚Ihr‘ zu überwinden und ein gemeinsames ‚Wir‘ zu finden. 
Gleichzeitig wird das sich wandelnde Selbstverständnis von Gesellschaft und ihrem Zusammenleben 
verdeutlicht. 
Die Machbarkeitsstudie zeigt, dass ein Haus, in dem das Thema Migration verhandelt und als Nor-
malfall dargestellt wird, ein neues Geschichtsverständnis fördert, allen Menschen Teilhabe an der 
Geschichte bietet und damit eine hohe gesellschaftliche Relevanz besitzt.“ 
 
Anlagen: 
 Antrag in der Sitzung des Integrationsrates 
 Auszug aus dem Beschlussprotokoll 
 
 
Gez. OB Reker

Beratungsverlauf (1)

06.02.2018 Rat
TOP 10.10 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3854/2017
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
05.01.2018
Erstellt
06.12.2017 08:57