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V/0603/2006

Jahresbericht 2005 der Stadtteilwerkstatt Nord

Vorlage 12.09.2006

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Nächste Beratung: Ausschuss für Schule und Weiterbildung, Sitzung am 24.10.2006, TOP 7

Berichtsvorlage

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Berichtsvorlage

5985 Zeichen

V/0603/2006 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
AIM jugend+ 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jahresbericht 2005 der Stadtteilwerkstatt Nord 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
12.09.2006 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht 
13.09.2006 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 
14.09.2006 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 
26.09.2006 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Begründung: 
 
Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Münster-Nord bildete die Ausgangslage für die Einrichtung der 
Stadtteilwerkstatt Nord als niedrigschwelliges Angebot der Jugendberufshilfe. Das Amt für Kin-
der, Jugendliche und Familien ist Träger der Einrichtung, direkter Kooperationspartner ist das 
Jugendausbildungszentrum gGmbH (JAZ). 
 
Das Konzept der Stadtteilwerkstadt Nord orientiert sich fachlich an den Inhalten und Zielsetzun-
gen des SGB VIII zur Förderung von benachteiligten jungen Menschen, insbesondere § 13 Ju-
gendsozialarbeit, und ist somit organisatorischer Bestandteil des öffentlichen Trägers der Ju-
gendhilfe. Im Zuge der Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik wurden die Aufgaben der Jugend-
berufshilfe gebündelt mit den arbeitsmarktpolitischen Initiativen für Jugendliche (AIM jugend+). 
 
Wesentliche Zielsetzung der Stadtteilwerkstatt Nord ist es, jungen Menschen zum Ausgleich so-
zialer Benachteiligungen zu verhelfen und Hilfen anzubieten, die ihrer beruflichen Ausbildung und 
Eingliederung in den Arbeitsmarkt dienen sowie ihre soziale Integration zu fördern. Zur Errei-
chung dieser Ziele verfügt die Stadtteilwerkstatt Nord über verschiedene Werkbereiche. Insge-
samt stehen 15 Plätze zur Verfügung. Die Teilnehmenden werden pädagogisch betreut und fach-
lich in den jeweiligen Werkbereichen angeleitet. Die Leitung und pädagogische Betreuung wird 
von städtischen Mitarbeitern und die Werkanlei tung von beim JAZ beschäftigten Fachkräften 
wahrgenommen.  
 
Zielgruppe der Stadtteilwerkstatt Nord sind junge Männer und Frauen, die arbeitslos sind und 
ohne eine intensive Unterstützung und Betreuung keine Chancen auf Arbeit und Ausbildung ha-
ben. Dies können sowohl Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II sein, als auch Ju-
gendliche, die nicht in einer Bedarfsgemeinschaft leben, aber einen erhöhten Unterstützungsbe-
darf haben. Erreicht werden auch junge Erwachsene, die nicht mehr berufsschulpflichtig  sind 
Vorlagen-Nr.: 
V/0603/2006 
Auskunft erteilt: 
Frau Dr. Ringbeck 
Ruf: 
492 28 80 
E-Mail: 
aim@stadt-muenster.de 
Datum: 
27.07.2006 
Öffentliche Berichtsvorlage

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V/0603/2006 
 
(über 18 Jahre) und für die Angebote nach SGB III nicht in Frage kommen, weil sie arbeitsmarkt-
fern sind, die Fördervoraussetzungen der Arbeit sverwaltung nicht (mehr) erfüllen und/ oder die 
einen höheren Bedarf an sozialpädagogischer Betreuung haben. Dies gilt v.a. vor dem Hinter-
grund einer restriktiveren Handhabung bei den Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) 
der Agentur für Arbeit. In der Regel ist nur eine zeitlich begrenzte Teilnahme möglich, d.h. bei 
Ausschöpfung des Förderzeitraumes von zehn Monaten ist keine weitere Förderung möglich.  
Auch für Jugendliche, die den Anforderungen der BvB nicht entsprechen und bei denen im Vor-
feld bereits ein Misserfolg zu erwarten ist, muss eine Förderung vorgeschaltet werden, um ihre 
zukünftigen Chancen zu verbessern. Für diesen Personenkreis bietet die Stadtteilwerkstatt Hilfe 
und Unterstützung an, mit dem Ziel, sie in Arbeit und Ausbildung zu integrieren bzw. sie zu befä-
higen, an weiterführenden Maßnahmen (z.B. BvB, Landesprogramm „Werkstattjahr“ etc.) teilzu-
nehmen. Ebenso ist das Angebot für Jugendliche, die in einer Einrichtung der Jugendhilfe leben 
und keinen Anspruch auf Förderung nach dem SGB II oder III haben. 
 
Im Berichtsjahr wurden mehr Jugendliche erreicht als in den Vorjahren. Auffällig in diesem Zu-
sammenhang ist, dass die Zahl der Mädchen, die die Angebote der Stadtteilwerkstatt nutzen ab-
solut und prozentual steigt (von 27,1 % im Jahr 2003 auf 37,3 % im Jahr 2005), während die Zahl 
der Jungen nahezu (2003, 35; 2004 32; 2005 37) konstant ist. Die schulischen Voraussetzungen 
die die Jugendlichen mitbringen werden von Jahr zu Jahr schlechter. Ein Drittel der Teilnehmen-
den hat ein Abgangszeugnis einer Förderschule und der Anteil derjenigen, die einen Hauptschul-
abschluss mitbringen sinkt (s. Anlage „Jahresbericht 2005“). In diesem Zusammenhang ist eben-
falls eine Veränderung festzustellen, wenn differenziert wird nach Geschlecht. Auch hier werden 
die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen geringer. In den letzten Jahren war der Anteil 
der Mädchen o. Abschlusszeugnis einer Förderschule deutlich niedriger (2003 1:8; 2004 2004 3: 
11, 2005 6:14) als der der Jungen. Ursachen für die negative Entwicklung bei den Mädchen sind 
nicht bekannt. Die Verwaltung wird diese Entwicklungen sehr genau beobachten, Ursachen su-
chen und analysieren, um präventive Strategien entwickeln zu können. Der Zeitraum von drei 
Jahren, in dem vergleichbare Daten vorliegen, lässt noch keine gültige Interpretation zu. 
 
Beachtlich ist, dass trotz der schwierigen Ausgangsvoraussetzungen, die die Jugendlichen mit-
bringen und der ungünstigen Situation auf dem Arbeitsmarkt sehr gute Erfolge erzielt wurden. So 
wurden ca. 39 % der Teilnehmenden erfolgreich vermittelt, entweder in Ausbildung und Arbeit im 
1. Arbeitsmarkt, oder in weiterführende Maßnahmen (s. Anlage).  
 
Die Finanzierung der Stadtteilwerkstatt erfolgte bis 2004 aus kommunalen Mitteln, Mitteln der 
Agentur für Arbeit und Stiftungsmitteln. Im Berichtsjahr beteiligte sich die Arbeitsgemeinschaft 
Münster an den kommunal nicht gedeckten Kosten in Höhe von rd. 70.000 €. Im Zuge der Neu-
ausrichtung der kommunalen Arbeitsmarktpolitik und der neuen Schwerpunktsetzung der AIM 
jugend+ gelang es, die Finanzierung der Stadtteilwerkstatt Nord ab 2006 vollständig im städti-
schen Haushalt abzusichern. 
 
 
 
i.V. 
 
 
gez. 
Dr. Klein 
Stadträtin

Beratungsverlauf (5)

13.09.2006 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 6 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
14.09.2006 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
26.09.2006 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
24.10.2006 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
24.10.2006 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 3.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0603/2006
Typ
Vorlage
Datum
12.09.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37