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2009/0053

Bundeswettbewerb 'Energieeffiziente Stadtbeleuchtung'

Magistratsvorlage 11.02.2009

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2009/0053

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2009/0053

12253 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
12.02.2009 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat VI  an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Straßenverkehrs- und 
Tiefbauamt  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2009/0053  
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Bundeswettbewerb "Energieeffiziente Stadtbeleuchtung" 
 
Vorlage vom: 11.02.2009 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Magistrat stimmt der Teilnahme am Bundeswettbewerb „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ zu. 
 
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 11. Februar 2009  
 
 
Begründung: 
 
 
Rund ein Drittel der Straßenbeleuchtung in Deutschland ist 20 Jahre alt und älter. Nicht dem heutigen 
Stand entsprechende Technik verursacht unnötig hohe Energiekosten und ist sehr wartungsanfällig. 
Dies gilt vor allem für den Ersatz der noch weit verbreiteten Quecksilberhochdruckdampflampen, 
diese verbrauchen besonders viel Energie (in Darmstadt liegt ihr Anteil noch bei ca. 28 %).  
 
Das kostet Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger Geld und schadet dem Klima erheblich. In 
Deutschland werden für die Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Brücken jedes Jahr drei bis vier 
Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht; so viel wie rund eine Million Haushalte benötigen. Dies 
führt zu einem klimaschädlichen CO
2-Ausstoß von über zwei Millionen Tonnen pro Jahr. 
 
Bereits mit der heute verfügbaren und in Darmstadt bereits mehrfach eingesetzten Technik könnte der 
CO
2-Ausstoß halbiert und gleichzeitig die Lichtqualität deutlich verbessert werden. Bislang werden 
aber jährlich nur rund drei Prozent der Straßenbeleuchtung in Deutschland erneuert. 
 
Die Europäische Union bereitet eine Reglung vor, welche die Stromeffizienz der Stadtbeleuchtung 
verbessern und die dazu führen soll, dass die Quecksilberdampf-Hochdrucklampen in den nächsten 
Jahren vom Markt verschwinden. Im September hat hierzu das „Regulatory Commitee“ getagt und die 
vorgenannte Verordnung bereits beschlossen. Somit wird das EU-Parlament voraussichtlich im 
Frühjahr 2009 die Verordnung beschließen. Mit einer Übergangsfrist von 6 Jahren dürfen also ab 
Frühjahr 2015 keine Quecksilberdampf-Hochdrucklampen mehr in den Handel gebracht werden. 
 
Auf Grund der finanziellen Situation vieler Kommunen gibt es einen Investitionsstau bei der 
öffentlichen Beleuchtung, d. h. es werden nur die nötigsten Maßnahmen ergriffen und größere 
Erneuerungen häufig verschoben. In Darmstadt orientiert sich sie Anschaffung neuer 
Beleuchtungstechnik bereits seit Anfang der Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts in erster Linie 
an der Leuchten-Effizienz unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten unter Einbeziehung der 
Betriebskosten. Bei steigenden Energiepreisen bedeuten ineffiziente Beleuchtungsanlagen jedoch 
wachsende finanzielle Belastungen. 
 
Um auf die Möglichkeiten aufmerksam zu machen, wie Kommunen Energie einsparen und damit ihre 
Betriebskosten langfristig senken können, haben das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und 
Reaktorsicherheit (BMU), die KfW Förderbank und das Umweltbundesamt (UBA) im Rahmen der 
Klimaschutzinitiative des BMU den Bundeswettbewerb „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ initiiert.

3 
... 
 
Der erste Teil des geplanten Bundeswettbewerbs richtete sich an die Anbieter moderner 
Beleuchtungstechnik. Im Ergebnis dieses Technikwettbewerbs wurde eine Sammlung am Markt 
verfügbarer, energieeffizienter Techniken für die Stadtbeleuchtung vorgelegt, die den Kommunen 
bereitgestellt wurde. Nach Durchsicht dieser Sammlung, können wir für die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt feststellen, dass die meisten der von uns eingesetzten Leuchten diesen Anforderungen 
entsprechen.  
 
Bei dem im Herbst 2008 anschließenden zweiten Teil, dem Kommunenwettbewerb, sind Kommunen 
aufgefordert, Konzepte zur Erneuerung ihrer Stadtbeleuchtung vorzulegen. Die besten Konzepte 
werden ausgezeichnet. Diese Kommunen können für deren Umsetzung eine Investitionsförderung aus 
dem Umweltinnovationsprogramm des BMU erhalten. Durch das bei den Betriebskosten eingesparte 
Geld sind Kommunen langfristig in der Lage, ihre finanzielle Situation zu verbessern und einen 
entscheidenden Beitrag zur Verminderung der CO
2-Emissionen zu leisten. Beide Teilwettbewerbe 
werden durch eine Fachjury begleitet, für die Vertreter aus einschlägigen Verbänden gewonnen 
werden konnten. Mit der Begleitung des Bundeswettbewerbs wurde die Berliner Energieagentur (BEA) 
beauftragt.  
 
Energieeffiziente Beleuchtungssysteme und –komponenten sollen sich auch durch niedrige 
Betriebskosten und damit hohe Wirtschaftlichkeit sowie durch eine hohe Qualität der 
Beleuchtungstechnik (Lebensdauer, Wartungsintervalle) auszeichnen. Die Betrachtung der gesamten 
Betriebskosten und nicht nur der Investitionskosten für Stadtbeleuchtung verdeutlicht, dass sich die 
Investition in energiesparende Technik langfristig lohnt. Ein reduzierter Verbrauch führt zu sinkenden 
Betriebskosten und weniger Treibhausgasemissionen.  
 
 
Information zum Kommunenwettbewerb 
 
Auf Grund steigender Energiepreise belasten die Betriebskosten von ineffizienten 
Beleuchtungsanlagen die Haushalte der Kommunen immer stärker. Zudem erhöht die 
Wartungsanfälligkeit veralteter Anlagen zunehmend die Betriebskosten. Ziel des 
Kommunenwettbewerbs ist es dabei, den Einsatz energieeffizienter Stadtbeleuchtungstechnik zu 
forcieren. 
 
Durch den Wettbewerb werden beispielhafte Projekte unterstützt, die eine sehr gute Energieeffizienz, 
Wirtschaftlichkeit sowie eine hohe Qualität der Beleuchtungstechnik erreichen und als Vorbild für 
andere Kommunen dienen sollen. Die ausgezeichneten Kommunen können Fördermittel aus dem 
Umweltinnovationsprogramm des BMU für die Umsetzung ihrer Konzepte erhalten. Der Wettbewerb 
legt dabei ein besonderes Augenmerk auf die zeitnahe Umsetzung der Konzepte. 
 
Weiteres Vorgehen 
 
Der Leuchten Bestand in Darmstadt besteht, nach den Festlegungen des eingangs genannten 
Technikwettbewerbs, bereits heute zu ca. 50% aus „energieeffizienten Leuchten“. Und selbst die 
anderen installierten, nicht ganz so effizienten Leuchten, in Darmstadt sind in Ihrer Effizienz schon so 
gut, dass die Inanspruchnahme anderer Fördertöpfe wie z.B. der „Wettbewerb Kommunaler 
Klimaschutz“ oder „Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung“ keine Förderung erbringen würde. 
Denn es muss eine Einsparung von 30% realisiert werden und dies ist unter Einhaltung der DIN EN 
13201 nicht möglich.

4 
... 
Dies ist ein Beleg für die planvolle und moderate Erneuerung des städtischen Straßenleuchten-
Bestandes, gleichwohl verbleiben ca. 50 % an Leuchten die zum Austausch in den nächsten Jahren 
anstehen. 
 
Im Bewusstsein des drohenden Verbotes der Quecksilberdampf-Hochdrucklampen durch die 
europäische Gemeinschaft und der gleichzeitigen Zielsetzung der Bundesregierung, die 
Treibhausgasemissionen bis 2020 auf 40 % unter das Niveau von 1990 zu senken, muss die 
bisherige Praxis des eher bedarfsorientierten Austausches veralteter Leuchten aufgegeben werden. 
Straßenleuchten sind gemeinhin langlebige Wirtschaftsgüter bei denen von einer Lebenserwartung 
von ca. 25 Jahren auszugehen ist, im Gegensatz dazu ist die Abschreibung auf 16 Jahre vertraglich 
festgeschrieben. 
 
Um den sich ändernden technischen Anforderungen, zumindest im Zeitraum der Lebenserwartung 
einer Leuchte nachkommen zu können, wird es erforderlich, künftig jährlich mindestens 600 veraltete 
Leuchten gegen neue Leuchten auszutauschen, damit der Leuchten-Bestand von derzeit ca. 15.000 
Leuchten nicht überaltert. Die Finanzierung erfolgt über den Beleuchtungsvertrag mit der HEAG 
Südhessischen Energie AG (HSE), sofern Zuschüsse aus unterschiedlichen Fördertöpfen möglich 
sind, werden diese angefordert und mit der Restschuld bei der HSE AG verrechnet. 
In der Straßenbeleuchtung werden die Leuchten nach ihrer Bauform unterschieden. Die häufigsten 
Bauformen sind Kofferleuchten, Bogenleuchten, Pilzleuchten, Laternen und Langfeldleuchten. Bereits 
in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde von der damaligen HEAG, gemeinsam mit 
der Stadt ein Leuchtenkatalog mit derzeit 12 Leuchten aufgestellt (vgl. Magistratsbeschluss 220 vom 
11. März 1992) 
 
Der Beitrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 
Für die Teilnahme am Kommunen Wettbewerb sollen die nachfolgenden Straßen, in denen Leuchten 
mit einer 80 Watt Quecksilberdampf-Hochdrucklampe verbaut sind, mit neuen Leuchten die über 
optische Systeme zur Lichtlenkung, Leistungsreduzierung und elektronischen Vorschaltgeräten 
versehen sind, ausgerüstet werden. Die Auswahl der Leuchten richtet sich nach dem Leuchten-
Katalog der HSE, den örtlichen Gegebenheiten, wie z.B. dem Mastabstand, der Fahrbahnbreite usw. 
und den jeweiligen lichttechnischen Anforderungen für die betreffende Straße. 
• Bornstraße   (20 Leuchten) 
• Felchesgasse   (14 Leuchten) 
• Gerhart-Hauptmann-Straße (12 Leuchten) 
• Greinstraße   (15 Leuchten) 
• Im Erlich   (29 Leuchten) 
• Lindenweg   (12 Leuchten) 
• Messeler Straße  (10 Leuchten) 
• Rodgaustraße   (20 Leuchten) 
• Römerstraße   (19 Leuchten) 
Insgesamt werden in den 9 Straßen des Ortsteil Darmstadt-Arheilgen damit 151 Leuchten gewechselt.

5 
... 
 
Bei den nun ausgewählten Straßen sind ausschließlich Kofferleuchten verbaut und sie werden auch 
gegen Kofferleuchten ausgetauscht. Für die Auswahl eines Produktes dient der Leuchten-Katalog der 
HSE, der dem Kommunenwettbewerb vorgelagerte Technikwettbewerb mit einer Vielzahl von 
Leuchten-Modellen und eine Beurteilung der Leuchten-Effizienz, der Wartungsfreundlichkeit, der 
technischen Vorgaben und der Wirtschaftlichkeit gemeinsam mit der TUD, HSE und Stadt. Hierbei 
fließen die Ergebnisse des zurzeit laufenden Pilotprojektes in der Grillparzerstraße direkt mit ein. 
 
Perspektive 
Perspektivisch sollen spätestens 2010 in den nachfolgenden 21 Straßen der Heimstätten-Siedlung 
insgesamt 267 Leuchten ausgewechselt werden. 
• Finkenweg   (16 Leuchten) 
• Amselweg   (13 Leuchten) 
• Drosselweg   (5 Leuchten) 
• Am Pelz   (29 Leuchten) 
• Am Kaiserschlag  (22 Leuchten) 
• Geschwister-Scholl-Weg (13 Leuchten) 
• In der Köhlertanne  (20 Leuchten) 
• Am Klingsacker  (9 Leuchten) 
• Am Eichbaumeck  (16 Leuchten) 
• Reichenbergerweg  (9 Leuchten) 
• Unter den Golläckern  (10 Leuchten) 
• An der Flachgewann  (12 Leuchten) 
• Karlsbader Straße  (8 Leuchten) 
• Forstweg   (10 Leuchten) 
• Am Sandacker   (12 Leuchten) 
• Am Blauen Stein  (12 Leuchten) 
• An der Maitanne  (9 Leuchten) 
• Hermannstädter Weg  (8 Leuchten) 
• Am Burgwald   (8 Leuchten) 
• Siebenbürgenstraße  (8 Leuchten) 
• Winkelschneise  (18 Leuchten) 
 
Bei den ausgewählten Straßen sind fast ausschließlich Pilzleuchten verbaut und sie werden auch 
gegen Pilzleuchten ausgetauscht. Auch hier erfolgt die Auswahl des Produktes unter Beachtung von 
Leuchten-Effizienz, der Wartungsfreundlichkeit, der technischen Vorgaben und der Wirtschaftlichkeit. 
 
Das Wichtigste in aller Kürze
 
 
- keine Mehrkosten für Stadt, da im Umfang des Beleuchtungsvertrages enthalten 
- die Auswahl der zum Austausch genannten Straßen erfolgte aufgrund des Alters der dort 
vorhandenen Leuchten und zur Kosteneffizienz im räumlichen Zusammenhang 
- zur Erfüllung der Teilnahmebedingungen zum Wettbewerb sind in Darmstadt mindestens 
141 Leuchten (1:1000 der Einwohnerzahl) zu erneuern. 
 
 
 
 
Aufgrund der seit rund 20 Jahren betriebenen Sanierung des Darmstädter Leuchtenbestandes 
entspricht rund die Hälfte dem heutigen Stand der Technik. Damit nimmt Darmstadt zumindest im

6 
... 
regionalen Vergleich eine beleuchtungstechnologische Spitzenposition ein, welche eine Förderung 
aus diesem Wettbewerb hoffen lässt. 
 
Darmstadt, 11.02.2009  
VI-66/2 S-Fu-Wg 
Nst. 2821  
 
Der Dezernent VI Der Dezernent III 
 
 
 
Dipl.-Ing. Dieter Wenzel Klaus Feuchtinger 
Stadtrat Stadtrat

Beratungsverlauf (1)

TOP 79 beschließend

Orte (29)

  • Bornstraße
  • Felchesgasse
  • Gerhart-Hauptmann-Straße
  • Greinstraße
  • Messeler Straße
  • Rodgaustraße
  • Römerstraße
  • Grillparzerstraße
  • Karlsbader Straße
  • Siebenbürgenstraße
  • Lindenweg
  • Finkenweg
  • Amselweg
  • Geschwister-Scholl-Weg
  • Forstweg
  • Hermannstädter Weg
  • Am Pelz
  • Am Kaiserschlag
  • Am Klingsacker
  • Am Eichbaumeck
  • An der Flachgewann
  • Am Sandacker
  • Am Blauen Stein
  • An der Maitanne
  • Am Burgwald
  • In der Köhlertanne
  • Unter den Golläckern
  • Winkelschneise
  • Im Erlich

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Details

Vorlagen-Nr.
2009/0053
Typ
Magistratsvorlage
Datum
11.02.2009
Erstellt
29.09.2026 00:00