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1313/2018

Nutzung von Fernwärme in öffentlichen Gebäuden

Mitteilung Ausschuss 25.05.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 29.05.2018, TOP 3.2

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

4552 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/V/7 
 
Vorlagen-Nummer 25.05.2018 
 1313/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 28.05.2018 
Ausschuss für Umwelt und Grün 29.05.2018 
 
Nutzung von Fernwärme in öffentlichen Gebäuden 
Die Stadt Köln will die Klimaziele 2020 (20% CO2 Minderung laut Bürgermeisterkonvent) und 2030 
(50% CO2 Minderung laut Klimabündnis) erreichen. Bis 2020 sind noch 300.000 Tonnen CO2 zu re-
duzieren, bis 2030 3,9 Mio Tonnen.  
 
Das größte Potential selber aktiv die CO2-Minderung anzugehen bietet neben der Umsetzung von 
Energieeffizienzmaßnahmen die Nutzung von Fern- und Nahwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung mit 
CO2-armen oder -freien Energieträgern. 
 
In Köln steht die Entscheidung an, die Europaschule Köln Zollstock mit einer neuen Wärmeversor-
gung auszustatten. Die direkte CO2-Einsparung der Fernwärme gegenüber Erdgas wird auf rund 300 
t/a geschätzt. Die RheinEnergie nimmt hierfür eine Vorstreckung von 200 Metern vor und hofft im 
Anschluss weitere Fernwärmeanschlüsse in Zollstock zu realisieren um weiteres CO2 und andere 
Schademissionen zu vermeiden. 
 
Dabei werden die Vollkosten der Wärmeversorgung mit einem Erdgas-Brennwertkessel und mit 
Fernwärme betrachtet. Die Fernwärmelösung ist bei den jetzigen aktuell niedrigen Erdgaspreisen 
nach Berechnung der RheinEnergie um rund 12.000 Euro im Jahr teurer (64.000 Euro nach Berech-
nung der Gebäudewirtschaft wegen unterschiedlicher Berechnungsparameter). Bei diesem Vergleich 
ist bereits die CO2 Einsparung in Höhe von 80 Euro pro Tonne CO2 berücksichtigt. 
 
Die Gebäudewirtschaft betreibt und errichtet die städtischen Immobilien jedoch nach wirtschaftlichen 
Gesichtspunkten. Am hier aufgezeigten Beispiel stellt der Erdgas-Brennwertkessel die wirtschaftlichs-
te Lösung da und wäre umzusetzen. 
  
Die Koordinationsstelle Klimaschutz weist darauf hin, dass mit dieser Entscheidung eine langfristige 
Festlegung auf einen fossilen Energieträger fällt. In 2050 soll jedoch der Kölner Gebäudebestand 
nahezu CO2-neutral sein. Dafür müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Eine spätere Umrüstung 
auf CO2 arme Versorgung ist teurer.  
  
Die gem. EU-KWK-Richtlinie hocheffiziente Fernwärmeversorgung in Köln ist eine zukunftsorientierte 
Wärmeversorgung. Durch die Substitution einer Kesselanlage auf z.B. Gasbasis werden bis zu 40% 
der CO2 Emissionen nicht nur eingespart, sondern auch aus dem z. B. Innenstadtbereich entfernt. 
Dies gilt umso mehr für Vermeidung zahlreicher kleiner weniger effizienten Emittenten und der zentra-
len Wärmebereitstellung vor den Toren Kölns, mit deutlich höheren Anforderungen aus dem Bundes-
Immissionsschutzgesetz. Durch den sukzessiven Ausbau der Fernwärmeversorgung hat die Rhein-
Energie damit einen wesentlichen Beitrag geleistet, die CO2 Ziele des Kyoto-Protokolls und auch die 
Ziele aus dem letzten Pariser Abkommen für die Region Köln zu erreichen. Im Schulterschluss von 
Stadt Köln, dem Stadtwerke-Konzern und seinen Beteiligungsgesellschaften kann ein wertvoller Bei-

2 
 
trag zur CO2-Minderung und Luftreinhaltung geleistet werden.  
 
Eine Investition in die CO2-Minderung ist somit eine nachhaltige Investition in die Zukunft der Bürge-
rinnen und Bürger Kölns. Durch diesen Nachhaltigkeitsansatz kann sich Köln nicht nur regional, son-
dern auch überregional einem Städtevergleich stellen, denn CO2 macht vor einer Stadtgrenze nicht 
halt. CO2 ist ein überregionales Thema und wird in Zukunft zu einem Standortvorteil und Wettbe-
werbsvorteil für die Ansiedlung großer Unternehmen, die sich dem nachhaltigen Handeln verpflichtet 
haben. Zusätzlich muss man der Fernwärme eine höhere Versorgungssicherheit gegenüber dezent-
ralen Lösungen unterstellen, da die back-up-Kapazitäten kosteneffizient zentral vorgehalten werden. 
  
Eine Entscheidung für die Zukunft Köln steht hiermit an. Jetzt müssen die Weichen für den nahezu 
CO2 neutralen Gebäudebestand in Köln getroffen werden. Hierfür ist die Nutzung der Fern- und 
Nahwärmepotentiale in Köln Voraussetzung. Zusätzlich zu den genannten ökologischen und wirt-
schaftlichen Gesichtspunkten ist die Vorbildwirkung der Stadt zum Thema wichtig. Nur wenn sich die 
Stadt im eigenen Gebäudebestand für den Klimaschutz entscheidet, werden auch die Kölner Bürge-
rinnen und Bürger mitgenommen. Weitere Argumente für die Fernwärme sind geringerer Betriebs- 
und Wartungsaufwand und der Wegfall der Schadstofferzeugung beim Verbraucher, weil keine Ver-
brennung im Haus erfolgt.  
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (2)

28.05.2018 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft
TOP 7.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
29.05.2018 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 3.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1313/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
25.05.2018
Erstellt
20.04.2018 12:17