0187/2017
Beantwortung der mündlichen Nachfrage aus der Sitzung des Integrationsrates am 28.11.2016 zum TOP 1.1 zur Qualifizierung von herkunftssprachlichen Zuwanderern als "Integrationslotsen im Gesundheitswesen"
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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
3391 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/53/530/1 Vorlagen-Nummer 0187/2017 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung öffentlicher Teil Gremium Datum Gesundheitsausschuss 14.03.2017 Integrationsrat 20.03.2017 Beantwortung der mündlichen Nachfrage aus der Sitzung des Integrationsrates am 28.11.2016 zum TOP 1.1 zur Qualifizierung von herkunftssprachlichen Zuwanderern als "Integrationslotsen im Gesundheitswesen" Zur Sitzung des Integrationsrates am 28.11.2016 wurde die Anfrage AN 1627/2016 schriftlich beant- wortet (3531/2016). Zu dieser Beantwortung wurde in der oben genannten Sitzung von Frau Maleki folgende mündliche Nachfrage gestellt: IRM Frau Maleki beklagt, dass aus der Beantwortung nicht zweifelsfrei hervorgeht, inwieweit das Ge- sundheitsamt das Projekt ‚Integrationslotsen im Gesundheitswesen‘ weiter umsetzen will und bittet deshalb um die Beantwortung der Frage, ob das Gesundheitsamt beabsichtigt, das Projekt ‚Integrati- onslotsen im Gesundheitswesen‘ im Jahr 2017 fortzusetzen? Die Verwaltung beantwortet die Frage wie folgt: Da das ursprüngliche Projekt „MIMI“ seinerzeit vor 2015 konzipiert wurde, ist zunächst die veränderte aktuelle Bedarfslage im Gesundheitsversorgungsbereich innerhalb der Stadt Köln in Bezug auf die Sprach- und Integrationsmittlung mit den verschiedenen Akteuren zu diskutieren bzw. zu ermitteln. Vor diesem Hintergrund wurde mit verschiedenen Experten aus anderen Städten, die Gemeinde- Dolmetscherdienste vorhalten, sowie den Universitäten Hamburg und Mainz und der BZgA ein Dis- kussionsprozess geführt, um ein Modellprojekt unter Einbeziehung der Regelversorgung in Köln auf den Weg zu bringen. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass das Gesundheitswesen auf unterschiedlichen Säulen be- ruht. Neben dem öffentlichen Gesundheitsdienst, dessen Aufgaben durch das Gesundheitsamt wahr- genommen werden, wird das durch die gesetzlichen Krankenkassen finanzierte Gesundheitswesen – bestehend aus der ambulanten medizinischen Versorgung, dem Krankenhaus-Sektor sowie der am- bulanten und stationären Rehabilitation - im Diskussionsprozess durch die jeweiligen Institutionen eingebunden. So wurden Gespräche mit den Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Krankenhauszweckverband Köln begonnen, um eine Kooperation für Integrationslotsen innerhalb des Gesundheitswesens in Köln insgesamt auszuloten. Anzumerken ist, dass, obwohl die Thematik in allen Kommunen aktuell eine Rolle spielt, innerhalb der Gebietskörperschaften individuelle Lösungen gefunden werden müssen. Erst wenn dieser Prozess abgeschlossen ist und die Bedarfs- und Finanzierungslage ermittelt bzw. geklärt sind, kann eine zeitgemäße Neuauflage eines Projektes erfolgen, das die grundlegende Prob- lematik der Sprach- und Kulturmittlung für das Gesundheitswesen berücksichtigt. 2 Eine unveränderte Fortführung des „alten“ MIMI-Ansatzes erscheint im Hinblick auf die seither verän- derten Rahmenbedingungen nicht zielführend. Dem Konzeptionsprozess des (veränderten) Sprach- und Integrationsmittlungsprojektes sollte nach Auffassung der Verwaltung die erforderliche Entwick- lungszeit eingeräumt werden, damit ein zukunftsfähiges Projekt entstehen kann. In Anbetracht des laufenden Diskussionsprozesses ist eine konkrete Zeitschiene im Jahr 2017 noch nicht absehbar.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0187/2017
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 25.04.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27