2011/0210
Nachtragshaushalt 2011 hier: Mehrkosten von 148.500 Euro bei Kostenstelle 041-040-1000
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2011/0210
4278 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
12.07.2011
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Kulturamt
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2011/0210
Magistratsbeschluss-Nr.
Betreff: Nachtragshaushalt 2011
hier: Mehrkosten von 148.500 Euro bei Kostenstelle 041-040-1000
Vorlage vom: 27.06.2011
Beschlussvorschlag:
I. Die Zuweisung an das Land Hessen für das Staatstheater, 041-040-1000 Sachkonto 7121020
wird im Haushaltsjahr 2011 um 148.500 Euro für die technische Umrüstung der Mikroport-
anlage erhöht.
2. Die zusätzlich notwendigen Haushaltsmittel werden im Rahmen eines Nachtragshaus-
haltes 2011 etatisiert.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Beschluss des Magistrats vom
2
...
Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 27.06.2011:
Begründung:
Die Tonübertragung (Sprache/Gesang) bei Theateraufführungen erfolgt drahtlos per Funk mittels sog.
Mikroportanlagen. Die Regulierungsbehörde der Bundesnetzagentur hat die Funkfrequenzen an Mo-
bilfunkunternehmen verkauft und neu verteilt. Mit den nunmehr zugeteilten Frequenzen kann die im
Staatstheater vorhandene Mikroportanlage nicht mehr betrieben werden. Eine technische Umrüstung
ist erforderlich.
Die Problematik betrifft deutschlandweit alle Veranstalter, die drahtlose Mikroportanlagen nutzen
(Theater, Stadthallen, Sportstätten, Kirchen …). Die Länder hatten im Bundesrat ihre Zustimmung zur
‚Änderung der Frequenzbereichszuweisungsplanung’ von einer Unterstützung des Bundes zu den
Umstellungskosten abhängig gemacht. Die Richtlinie liegt nun im Entwurf vor. Jedoch sind die Vor-
aussetzungen derart ausgestaltet, dass das Staatstheater hieraus keine Ausgleichsmittel erwarten
kann.
Es war nach den vorliegenden Informationen zunächst nicht davon auszugehen, dass die Umstellung
der Frequenzen bis zum Sommer 2011 und vor abschließender Behandlung der Ausgleichsregelung
flächendeckend umgesetzt wird. Zwischenzeitlich haben aber die Mobilfunkunternehmen - ungeachtet
dieser Fragestellungen - bereits mit der Umstellung der Frequenzen begonnen. Aufgrund befürchteter
Wettbewerbsnachteile sind die Unternehmen nicht bereit, den tatsächlichen Zeitpunkt der Umstellung
zu benennen. Für die betroffenen Veranstalter ergibt sich hieraus großer Handlungsdruck. Durch den
flächendeckenden Ausbau des Breitbandnetzes drohen Störungen und Totalausfall der drahtlosen
Mikrofonanlagen schon in der Sommersaison 2011. Nach Mitteilung des deutschen Bühnenvereins ist
es in einigen Theatern schon zu Störungen beim Betrieb der Übertragungsanlagen gekommen. Der
Deutsche Bühnenverein empfiehlt seinen Mitgliedern daher dringend die sofortige
technische Umrüs-
tung der Anlagen. Andernfalls sind geplante Aufführungen gefährdet.
Die Kosten für die technische Umrüstung der Mikroportanlage des Staatstheaters belaufen sich auf
309.400 Euro. Die Mehrausgaben können vom Theater im Haushaltsvollzug 2011 nicht erwirtschaftet
werden.
Gemäß Theatervertrag von 1971 werden die Kosten für den Betrieb des Staatstheaters, die nicht aus
eigenen Einnahmen gedeckt werden können, von Stadt und Land im Verhältnis 48/52 getragen. Der
Landesanteil für die Umrüstung der Mikroportanlage in Höhe 160.888 Euro wurde als überplanmäßige
Ausgabe bewilligt unter der Maßgabe, dass der städtische Anteil in Höhe von 148.500 Euro ebenfalls
bereitgestellt wird.
Die Maßnahme kann nicht aufgeschoben werden. Wenn die technische Umrüstung nicht erfolgt, kön-
nen nach Frequenzumstellung keine Aufführungen im Sprech- und Musiktheater stattfinden. Der Ein-
nahmeverlust durch den Vorstellungsausfall kann für drei Monate auf bis zu 200.000 Euro beziffert
werden.
Darmstadt, den 27.06.2011
41 501015 Ar Nst.: 3341
Der Dezernent I Der Dezernent III
Jochen Partsch Andre Schellenberg
Oberbürgermeister
Kämmerer
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2011/0210
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 27.06.2011
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00