V/0830/2013
Skulptur "Münsters Geschichte von unten" (Paul Wulf von Silke Wagner)
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Beschlussvorlage
4474 Zeichen
V/0830/2013 DER OBERBÜRGERMEISTER Kulturamt Betrifft Skulptur "Münsters Geschichte von unten" (Paul Wulf von Silke Wagner) hier: Verlängerung der Aufstellung der Skulptur auf dem Servatiiplatz bis zur nächsten "Skulpturprojekte 2017" Beratungsfolge 21.11.2013 Kulturausschuss Vorberatung 03.12.2013 Bezirksvertretung Münster-Mitte Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Verlängerung der Aufstellung des Kunstwerkes „Münsters Geschichte von unten“ (Paul Wulf) auf dem Servattiplatz (mit einer dauerhaften Plakatierung) bis zur nächsten „Skulp- tur.Projekte 2017“ wird zugestimmt. 2. Damit sind beide Punkte des Antrags A-M/0005/2013 der SPD Fraktion in der BV-Mitte abgearbeitet und erledigt. II. Finanzielle Auswirkungen: 1.000 € werden verwendet für die fortwährende Aktualisierung der Informationen des QR Codes, die von dem Freundeskreis Paul Wulf in Absprache mit der Künstlerin durchgeführt wird. Dieses wird aus dem dafür bereitstehenden Etat der Villa ten Hompel finanziert (Zeile 16). Bauunterhaltungsarbeiten werden vom Amt für Immobilienmanagement durchgeführt und fina n- ziert (Zeile 13). Alle vorgenannten Mittel stehen im Haushalt bereit. Teilergebnisplan Nr. Bezeichnung Haushaltsjahr Betrag € Produktgruppe 0408 Geschichtsort Villa ten Hompel Zeile 16 Sonstige ordentliche Aufwendungen 2014 – 2017 Je 1.000 € Produktgruppe 0111 Immobilienmanagement Zeile 13 Aufwendungen für Sach- und Dienst- leistungen 2014 ff. Je 1.850 € Vorlagen-Nr.: V/0830/2013 Auskunft erteilt: Frau Dr. Kirkpatrick Ruf: 492-4191 E-Mail: Kirkpatrick@stadt-muenster.de Datum: 06.11.2013 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0830/2013 Begründung: Die Skulptur „Münsters Geschichte von unten“ (Paul Wulf) ist von der Künstlerin Silke Wagner für die Skulptur.Projekte 2007 konzipiert worden. Das Kunstwerk ist ein „Portrait“ des Münsteraner Bürgers Paul Wulf und thematisiert sein persönliches Schicksal, das geradezu als symbolis ch für „Münsters Geschichte von unten“ verstanden werden kann. 1938 wurde Paul Wulf im Alter von 16 Jahren im Landeskrankenhaus Paderborn aufgrund von diagnostiziertem „Schwachsinn“ zwangssterilisiert. Der Körper der Figur Paul Wulf, der wie eine Litfaßsäu le gestaltet worden ist, wurde wechselhaft plakatiert mit Dokumentationen, die die politische Zeitgeschichte „von u nten“ zum Beispiel des Häuserkampfes in der Stadt oder die Anti -AKW-Bewegung schilderte. Seit An- fang November 2013 ist die Skulptur mit einer dauerhaften, mit der Künstlerin abgesproch enen, Plakatierung und einem QR Code versehen. Mit der Künstlerin ist abgesprochen, dass die Skulp- tur zunächst bis 2017 an ihrem jetzigen Standort verbleiben soll. Nachdem eine Finanzierung für den Erwerb der Sku lptur durch den Förderverein Villa ten Ho m- pel/Paul Wulf und die wechselnde Plakatierung sichergestellt wurde, hat die BV -Mitte (Vorlagen V/0002/2008 + V/0428/2010) entschieden, das Kunstwerk für die Dauer von drei Jahren von 2010 bis 2013 auf dem Servatiip latz aufstellen zu lassen und anschli eßend dauerhaft vor der Villa ten Hompel aufzustellen. Nach dem Erwerb der Skulptur durch den Förde rverein hat dieser der Stadt Münster die Skulptur geschenkt. Das Kunstwerk „Münsters G eschichte von unten“ befindet sich somit im städtischen Eigentum (Vorlage V/0354/2010). Wegen der Umgestaltung und Neukonzeption der Dauerausstellung im Gesichtsort Villa ten Ho m- pel ist ab 2015 die exponierte Präsenz der Paul Wulf Skulptur vor dem Gebäude der Villa ten Hompel jedoch nicht mehr sinnvoll. Das Kunstwerk könnte Erwartungen der Besucher wecken, die inhaltlich in der Ausstellungskonzeption des Hauses nicht erfüllt werden. Die Geschichte von Paul Wulf wird inhaltlich nur am Rande der Dauerausstellung in der Villa ten Ho mpel erwähnt und nicht ausführlich behandelt. Das Kunstwerk - vor dem Eingang der Villa ten Ho mpel positioniert - würde das Gegenteil implizieren. Für das Jahr 2017 ist vorgesehen, Gespräche mit der Künstlerin Silke Wagner, dem Freundeskreis Paul Wulf, der Villa ten Hompel wiederaufzunehmen, um den weiteren Umgang mit der Skulptur zu erörtern. Das Amt für Immobilienmanagement hat bereits Kontakt mit dem Eigentümer des Iduna - Hochhauses aufgenommen. Der Eigentümer ist mit dem Verbleib der Skulptur an der jetzigen Stel- le bis 2017 einverstanden. I. V. gez. Dr. Hanke Stadträtin
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Servatiiplatz
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0830/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 28.10.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37