Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO NRW „Tanzquartier Köln“, Aktenzeichen: 62/23
Mitteilung BV 2032/2023 vom 26.06.2023
Stand: Am 24.08.2023 in der Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Engagieren Sie sich mit uns 1de der Tanzkunst für Geschichte und am Deutschen Tanzarchiv Köln TRETEN Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden Stadt Köln Mn Rathaus SEE 50667 Köln Eingang | 8, April 2093 Bürgeramt Innenstadi Poststelle Ludwigstr. & Die Oberbürgermeisterin Sehr geehrte Damen und Herren, am 30. November 2022 hat die UNESCO die Praxis des Modernen Tanzes in Deutschland in die Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Die Weltkulturorganisation würdigt damit eine kreative Ausdrucksform, die den Tanz von Grund auf verändert hat und heute Bühnen wie Tanzausbildung gleichermaßen prägt. Die Freunde der Tanzkunst am Deutschen Tanzarchiv Köln widmen sich seit 1997 nicht nur der Bewahrung der Geschichte des Tanzes, sondern in vielfältiger Weise auch dem aktuellen Tanzgeschehen der Stadt und ihres Umlandes. Wir nehmen die letztjährige Würdigung des Modernen Tanzes in Deutschland zum Anlass für einen Vorschlag, den Kölner Anteil an dieser großen Tradition in der Nachkriegszeit im Stadtbild sichtbar zu machen. Wir schlagen deshalb vor, in einem der in Planung befindlichen neuen a Stadtviertel Deutzer Hafen und Parkstadt Süd durch einschlägige . —\, Straßennamen ein „Tanzquartier Köln“ entstehen zu lassen, das sich durch die alltägliche Nutzung ebenso ins kollektive Stadtgedächtnis einschreibt wie das Dichter- oder das Komponistenviertel und andere. Mit den neuen j Erschließungsstraßen und Plätzen bietet sich in den nächsten Jahren so die FREUNDE DER TANZKUNST einmalige Chance, einen signifikanten Aspekt des vielfältigen und a an Maßstäbe setzenden Kölner Kulturlebens der Nachkriegszeit in die c/a Deutsches Tanzarchiv Köln lebendige Gegenwart der Stadt zu integrieren. e 49) (221) 888.98 Aus verhaltenen Anfängen entwickelte sich Köln seit Mitte der 60er Jahre E-mail: info@freunde-der-tanzkunnt.de des 20. Jahrhunderts geradezu eruptiv zu einem der maßgeblichen SEHON TTELNSBFUSE TANSRUREUR europäischen Zentren des modernen Tanzes mit internationaler Bürozeiten: Strahlkraft. Entscheidend dafür war der geradezu revolutionäre Schritt von freitags, 10-13 Uhr Kulturverwaltung und Intendanz der städtischen Bühnen mit dem Tanz- Vorstands Forum die erste ausschließlich dem zeitgenössischen Tanz verpflichtete Casio Kürten (1. Vorsitzende) städtische Kompagnie zu etablieren. Die So€mmerakademie des Tanzes an en nebst angeschlossenem Festival und die Etablierung eines Instituts für Bühnentanz an der Rheinischen Musikschule taten ein Übriges, nicht zu vergessen die Etablierung des von Kurt Peters gegründeten Deutschen Fr Tanzarchivs in der Domstadt. Von der Verankerung des Tanzes in der Er Kölner Bürgergesellschaft zeugen aber auch Handwerksunternehmen wie Thomas Thorausch iSchriftführer) Freunde der Tanzkunst am Deutschen Tanzarchiv Köln Ballettschuh Pauls, das seit mehr als 100 Jahren nicht nur Profitänzer, sondern die gesamte Bandbreite des Tanzes als Breitensport ausstattet. Alsgeeignetster Ortfür das „Tanzquartier Köln“ erscheintuns der Deutzer Hafen, ganz besonders, weil sich dieser neue Stadtteil in unmittelbarer Näher der Tanzfaktur befindet, diesichin den 15 Jahrenihres Bestehens als wichtiges ZentrumtänzerischerPraxis etabliert hat. Esbietet heute neben abwechslungsreichen Bühnenprogrammen einbreitgefächertes inklusives Angebot an Workshops und Kursen im Geiste des von der UNESCO ausgezeichneten Kulturerbes und der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts an. Auf diese Weise könnten sich Erbe und Gegenwart zu einer zukunftsstiftenden Einheit verbinden. Zwar wird biszur Fertigstellung desneuen Stadtquartiersnoch einige Zeit ins Land gehen, doch sprechen verschiedene Faktoren dafür, mit einer ersten Richtungsentscheidung bereits 2024 vor die städtische Öffentlichkeit zu treten. Entscheidend ist dafür zum einen der 80. Geburtstag des 2012 verstorbenen Gründers und langjährigen künstlerischen Leiters des Tanz-Forums Jochen Ulrich (1979-1999), zum anderen die 60. Wiederkehr der Gründung des Choreografischen Experimentiertheaters, das als Urzelle des Tanz-Forums letztlich der Auslöser des Tanzbooms derfolgenden Jahrzehnte war. Diesem Aufbruch der jungen Choreografen wird das Deutsche Tanzarchiv Köln seine Jahresausstellung 2024/25 widmen. Wir fügen diesem Schreiben eine alphabetische Liste von neun ° Persönlichkeiten bei, die den Tanz und die Tanzszene in Köln in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt haben und durchihre Lebensleistung für die Namensgebung von Straßen und Plätzen des „Tanzquartiers Köln“ geeigneterscheinen. Zentrale Bedeutung haben dabei der Tänzer und Choreograph Jochen Ulrich, der Akademie- und Festivalgründer HeinzLaurenzen, der Gründer des Deutschen Tanzarchivs Kurt Peters und der Kölner Verleger und Publizist Rolf Garske. Ihnen gesellen sich die Kölner Ballettdirektorinnen Emmy Köhler-Richter, Lisa Kretschmar und Gise Furtwängler sowie ihr Vorgänger Karl Bergeest zu, schließlich Tinni Engeln-Bruns, die als Chefin des Kölner Traditionshauses Ballett Pauls Jahrzehnte lang eine der zentralen Persönlichkeiten des Breitentanzes der Stadt war. Als Freundes- und Unterstützerkreis des Deutschen Tanzarchivs Köln fühlen wir uns der Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Tanzes in all seinen Ausdrucksformen ebenso verpflichtet wie unserer Heimatstadt als Engagieren Sie sich mit uns für Geschichte und Gegenwart des Tanzes! P) F , } FREUNDE DER TANZKUNST AM DEUTSCHLN TANZARCMIV RÜLN EN. c/o Deutsches Tanzarchiv Köln Im iMediapark 7 D-50670 Köln Tei.: (49) (221) 888 95-400 E-mail: info@freunde-der-tanzkunst.de www.freunde-der-tanzkunst.de Bürozeiten: freitags, 10-13 Uhr Vorstand: Cassia Kürten (1. Vorsitzende) Guenter krumm (2. Vorsitzender und Schatzmeister) Thomas Thorausch (Schriftführer) Vereinsregister-Nr.: VR 12624 Freunde der Ta nzkunst Engagieren Sie sich mit uns für Geschichte und am Deutschen Tanzarchiv Köln Gegenwart des Tanzes! kulturelles Oberzentrum in der Mitte Europas. Mit unserer Initiative glauben wir, einer weiterhin fruchtbaren Kölner Tradition historisch angemessene Sichtbarkeit in der Stadttopographie der kommenden Jahrzehnte sichern zu können, die Besuchern und Bewohnern der Stadt diesen strahlkräftigen Aspekt im vielgestaltigen Kulturleben der Stadt lebendig vor Augen zu führen vermag. Mit freundlichen Grüßen 21. April 2023 Cassia Kürten Vorstand der Freunde der Tanzkunst am Deutschen Tanzarchiv Köln Cassia Kürten - Guenter Krumm - Thomas Thorausch > — FREUNDE DER TANZKUNST AM DEUTSCHEN TANZARCHIV KÖLN E.V. c/o Deutsches Tanzarchiv Köln Im Mediapark 7 D-50670 Köln Tel.:(49) (221) 988 35-100 E-mail: info@lreunde-dertanzkunst.de wwesfreunde-ter-tanzkunst.de Bürozeiten: freitags, 10:13 Uhr Vorstand: Cassia Kürten {1. Vorsitzende) Guenter Krumm (2. Vorsitzender und Schatzmeister) Thomas Thorausch (Schriftführer) Vereinsregister-Nr.: VR 12624 Freunde der Tanzkunst am Deutschen Tanzarchiv Köln Anlage zum Schreiben Kölner Tanzquartier Deutzer Hafen Vorschlagsliste für Straßen-Namensgeber aus der Tradition des Modernen Tanzes der Nachkriegszeit in Köln Karl Bergeest 5.1.1904 - 21.7.1983 1951-1956 Ballettmeister an den Bühnen der Stadt Köln Karl Bergeest erhielt seine Tanzausbildung ab 1922 an der Hamburger Laban-Schule. In der Saison 1929/30 war der junge Tänzer Mitglied des Ballettcorps der Kölner Oper und tanzte hier in der Erstaufführung von Strawinskys Sacre du Printemps. Dann wechselte erzur Tanzgruppe von Kurt Jooss, wo er für dessen Ballett Der Grüne Tisch die Rolle des Kriegsgewinnlers kreierte. Zusammen mit Jooss verließ er Deutschland 1933, kehrte allerdings 1937 wieder zurück und wirkte in den folgenden Jahren als freischaffender Tänzer und Ballettmeister in Berlin, Zürich, Graz und Danzig, Sein erstes Nachkriegsengagement führte ihn 1949 nach Heidelberg, bevor er 1951 die Kompagnie des Opernhauses Köln übernahm. Bereits in seinem ersten Kölner Ballettabend schloss er mit der chorischen Tanz-Suite Reigen der Zeit an das Formenvokabular des Ausdruckstanzes an und widmete sich gesellschaftspolitischen Themen der Zeit. In den folgenden Jahren führte er diesen Ansatz fort, brachte neben modernen Handlungsballetten aber auch Ballettklassiker auf die Bühnen. Nach seiner Kölner Zeit wirkte Bergeest als Tanzhistoriker und Tanzpädagoge und starb im Alter von 79 Jahren in Hamburg. Tinni Engeln-Bruns 23.4.1925 - 15.6.2019 Inhaberin des Kölner Traditionshauses Ballett Pauls Als Tochter des Firmengründers Theo Pauls übernahm Tinni Engeln-Bruns gemeinsam mit ihrer Mutter 1948 die Leitung des Kölner Traditionshauses, dessen handgefertigte Ballettschuhe das Unternehmen in ganz Europa bekannt gemacht hatten. Als ausgebildete Tänzerin und für einige Jahre auch Mitglied der Kompagnie der Bühnen der Stadt Köln wusste sie auch in Engagieren Sie sich mit uns für Geschichte und Gegenwart des Tanzes! 2 \ FREUNDE DER TANZKUNST AM DEUTSCHEN TANZARCHIV KÖLN E.V. c/o Deutsches Tanzarchiv Ki Im Mediapark 7 D-50670 Köln Tel.: (49) (224) E-mail; info@fr www.freunde-der-tanzkunst.ck Bürozeiten: freitags, 10-13 Uhr Vorstand: Cassia Kürten (1. Vorsitzende) Guenter Krumm (2. Vorsitzender und Schatzmeister) Thomas Thorausch (Schriftführer) Vereinsregister-Nr.: VR 12624 n de der Ta nzkunst Engagieren Sie sich mit uns für Geschichte und )eutschen Tanzarchiv Köln Gegenwart des Tanzes! den schwierigen Nachkriegsjahren, worauf es ankam, um den Ruf des Unternehmens zu wahren und zu festigen. Erfolgreich führte sie das Haus bis ins hohe Alter und erweiterte das Angebot des Geschäfts auf die gesamte weite Palette des Tanzbedarfs für alle Genres dieser Kunst vom Spitzentanz über die verschiedenen Formen des modernen Bühnentanzes bis hin zu Tanzgymnastik und Gesellschaftstanz. Bis heute ist das Geschäftshaus in der Streitzeuggasse gegenüber der Oper Anlaufstelle für alle aktiven Tanzenthusiasten der Region, eine Kölner Institution im besten Sinne des Wortes und beredtes Beispiel für das fruchtbare Miteinander von Handwerk, Kaufmannsgeist und Kunstpraxis in der Domstadt. Gise Furtwängler 25.9.1917 1.9.1979 1965 - 1969 Ballettdirektorin an den Bühnen der Stadt Köln Gise Furtwängler erhielt ihre Ausbildung bei Max Terpis und Tamara Rauser. Zunächst wirkte sie in Berlin, nach 1945 dann als Ballettmeisterin in Wuppertal, Bonn und Heidelberg. 1950 wechselte sie als Solotänzerin zur Komischen Oper Berlin, seit 1955 auch als Choreographin. Daneben wirkte sie als Dozentin für Choreographie an der Palucca-Schule Dresden und an der Sommerakademie des Tanzes in Krefeld. Von 1961- bis 1966 war sie dann als Ballettmeisterin in Oberhausen und Münster tätig. In Köln u konzentrierte sich die Arbeit Gise Furtwängler auf die strukturelle Stärkung der Tanzkompagnie des Opernhauses und ihre Etablierung als künstlerisch selbständige Einheit an den Kölner Bühnen. Zwar ! scheiterte ihre ambitionierte Initiative einer Fusionierung mit der FREUNDE DER TANZKUNST Kompagnie der Düsseldorfer Oper am Widerstand der dortigen Opernintendanz, doch gelang es ihr neben eigenen Arbeiten auch «/o Deutsches Tanzarchiv Köln bedeutende internationale Choreographen wie John Cranko für die a D-5067C h Arbeit mit der Kölner Kompagnie zu gewinnen und das tänzerische Profil des Balletts zu schärfen. Damit schuf sie für das Publikum einen Orientierungspunkt in der sich in den 60er Jahren deutlich differenzierenden lebendigen Kölner Tanzszene und die Basis für die Bürozeiten: Neuorientierung des institutionellen Tanzes der Domstadt in den Bea ES FE 1970er Jahren. Nach dem Ende ihrer Tätigkeit in Köln folgten Vorstand: Engagements in Krefeld und Hannover, wo sie mit nur 62 Jahren starb. Cassia Kürten (1. Vorsitzende) Guenter Krumm (2. Vorsitzender und Schatzmeister) Thomas Thorausch (Schnfifuhrer) Rolf Garske 21.7.1952 - 11.3.1996 Vereinsregister Nr.: Be YR 12624 Kölner Tanzverleger fi 8 Freunde der Tanzkunst am Deutschen Tanzarchiv Köln 1976 rief Rolf Garske in Köln mit Hedwig Müller, Birgit Kirchner, Norbert Servos und anderen zunächst eine Förderinitiative für das Tanz-Forum Köln ins Leben. Hierdurch half er der 1967 gegründeten ersten Stadttheaterkompanie mit ausschließlich modernem Repertoire ein dauerhaftes Publikum zu sichern. Bald gründete er die Deutsche Ballett- Bühne e.V. als überregionale Förderorganisation und den Ballett-Bühnen- Verlag. Er organisierte in Köln Abende für junge Choreographen, bei denen Vertreter*innen des zeitgenössischen Tanzes ebenso wie solche des klassischen Balletts ihre Arbeiten präsentieren konnten. Sein Verlag produzierte 1979 das erste Buch über Pina Bausch und das Wuppertaler Tanztheater, aber auch über Kurt Jooss oder Hans van Manen. Im Februar 1977 erschienen die ersten noch hektographierten Info-Blätter zum aktuellen Tanzgeschehen, die sich schon bald zu einer kleinen Zeitschrift, dem Ballett-Info entwickelten und ab Januar 1982 zweisprachig als ballett international fortgeführt wurden und eine ganze Generation von Tanzbegeisterten prägte. 1993 musste Garske aus wirtschaftlichen und gesundheitlichen Gründen seine Zeitschrift verkaufen. Am 11. März 1996 starb Rolf Garske an den Folgen einer schweren Erkrankung im Alter von nur 43 Jahren. Als Verleger und Förderer trug er in den goldenen Jahren des Tanzes in Köln entscheidend dazu bei, ein begeistertes Publikum für den zeitgenössischen Tanz zu schaffen. Emmy Köhler-Richter 9.2.1918 - 11.9.2013 1947-1951 Ballettmeisterin an den Bühnen der Stadt Köln Emmy Köhler -Richter erhielt ihr Tanzausbildung an der Mary-Wigman- Schule in Dresden, wo sie auch ihren späteren Ehemann, den Tänzer und Choreographen Johannes Richter kennenlernte. Beide gingen 1937 zunächst nach Bonn, dann an die Staatsoper Berlin. Mit Kriegsbeginn wurde Johannes Richter zum Militärdienst eingezogen, für Emmy Köhler folgten Engagements in Straßburg und Leipzig. Nach dem Krieg begannen beide gemeinsam in Leipzig mit der Zusammenstellung von Kammertanzprogrammen, bis sie gemeinsam 1947 das Kölner Ballett übernahmen. In ihrer Arbeit strebten sie durch eine organische | Verbindung von Ballett und modernem Tanz die Entwicklung einer neuen Form des Bühnentanzes an und versuchten, diesen aus seiner Rolle als Anhängsel der Oper zu emanzipieren. Unter ihrer Leitung wurde nicht nur im November 1948 die Kölner Tanzakademie gegründet, sondern sie initiierte gemeinsam mit Else Lang und Anita Bell den Tänzerbund als ersten Versuch einer Interessensvertretung aller Tanzschaffenden. Beide Initiativen waren allerdings nur von kurzer Engagieren Sie sich mit uns für Geschichte und Gegenwart des Tanzes! 2 FREUNDE DER TANZKUNST AM DEUTSCHEN TANZARCHIV KÖLN EV. c/o Deutsches Tanzarchiv Köln Im Mediapark 7 D-50670 Köln Tel.: (49) {221}: E-mail Bürozeiten: freitags, 10-13 Uhr Vorstand: 155ia Kürten (1. Vorsitzende) ter Krumin (2. Vorsitzender un Schatzmeister) Thomas Thorausch (Schuifttuhrer) Vereinsregister-Nr.i VR 12624 für Geschichte und Deutschen Tanzarchiv Köln Gegenwart des Tanzes! Dauer und sollten als Idee in Köln erst später, dann aber umso reichere Früchte tragen. Nach ihrem Weggang aus Köln verlegten Emmy Köhler- Richter und ihr Mann ihren Lebens- und Schaffensmittelpunkt bald nach Leipzig, wo Emmy Köhler-Richter bis 1978 Ballettdirektorin an der Städtischen Oper blieb. Lisa Kretschmar 19.12.1918 - 14.12.1988 1956 - 1959 Ballettmeisterin an den Bühnen der Stadt Köln Lisa Kretschmar erhielt ihre Tanzausbildung in der Schule von Günter Hess in Chemnitz. Nach ihrem Debut als Tänzerin am dortigen Zentraltheater 1934 folgten Engagements in Wuppertal und Hannover. 1939 gründete sie mit Ihrem Lehrer ein Tanzduo, das erfolgreiche Tourneen im In-und Ausland unternahm. Nach dem Krieg setze sie ihre Solokarriere fort bis sie 1951 Ballettmeisterin am Nationaltheater Mannheim wurde. Dem eher traditionverhafteten Kölner Publikum näherte sie sich zunächst vorsichtig mit Gastspielen renommierter internationale klassischer Kompagnien wie dem Royal Ballet London und Altmeister*innen des Ausdruckstanzes wie Dore Hoyer und Harald Kreuzberg sowie der eigenen Inszenierung von Schwanensee an, bevor Sie 1958 einen Abend ganz der zeitgenössischen Moderne widmete mit Choreographien zu Musik von Hans Werner Henze, Marcel Mihalovici und Bernd Alois > Zimmermann und machte damit den entscheidenden ersten Schritt zur = ästhetischen Neuorientierung des Kölner Bühnentanzes im folgenden Jahrzehnt. Nach ihrem Abschied aus Köln ging Lisa Kretschmar zunächst als Ballettmeisterin nach Heidelberg und übernahm 1963 die Leitung der ' Akademie des Tanzes an der Hochschule für Theater und Musik in FREUNDE DER TANZKUNST Mannhein, wo sie kurz vor ihrem 70. Geburtstag starb. ee c/o Deutsches Tanzarchiv Köln Im Mediapark 7 . D-50670 Koln Heinz Laurenzen Tel: (49) (221) 8.1.1930 - 16.6.2005 E-mail: infowotre Gründer und Leiter der Sommerakademie des Tanzes; langjähriger Leiter 3 des Instituts für Bühnentanz und der Rheinischen Musikschule Kördseiten: freitags, 10-13 Uhr eunde-der- 1954 gründete der gebürtige Krefelder in seiner Heimatstadt die Vorstand: Gesellschaft zur Förderung des Künstlerischen Tanzes e.V. , die sich die Cassia Kürten (1. Vorsitzende} Unterstützung der Tanzkunst im allgemeinen und die Förderung des De en IRLNAFSIRRNNER UnN ü i R Schatzmeister) künstlerischen Nachwuchses im Besonderen zur Aufgabe gemacht hatte. Thomas Tharausch (Schnftluhrer) Sie richtete seit 1957 die Internationale Sommerakademie des Tanzes aus. - Auf Initiative des Kölner Ballettdirektors Aurel von Miloss zog die ra Sommerakademie zusammen mit ihrem Gründer 1961 nach Köln und machte Köln für die folgenden Jahrzehnte zu einem Fortbildungs- und Freut de der Tanzku nst Engagieren Sie sich mit uns für Geschichte und am Deutschen Tanzarchiv Köln Gegenwart.des Tanzes Informationszentrum von internationaler Strahlkraft. Auch der angeschlossene choreografische Wettbewerb genoss höchstes Ansehen. Bereits 1962 gesellte sich der Akademie ein Festival hinzu, das dem Publikum bis zum Ende des Jahrhunderts in Köln einen repräsentativen Querschnitt zeitgenössischen Tanzschaffens auf internationalem Niveau bot. Ein Übriges tat die Akademie des Tanzes, die bald als Institut für Bühnentanz der Rheinischen Musikschule angeschlossen wurde, aus der 2009 die Hochschule für Musik und Tanz hervorging. Laurenzen leitete in den ıg6oer Jahren das Institut für Bühnentanz und die Musikschule und bis in die 1990er Jahre die Sommerakademie des Tanzes. Nicht zuletzt seinem unermüdlichen Schaffen ist der Ruf Kölns als Weltstadt des Tanzes zu verdanken, den die Stadt über Jahrzehnte genoss. Für seine Verdienste wurde er 1986 mit dem Deutschen Tanzpreis ausgezeichnet. Kurt Peters 10.8.1915 - 2.2.1996 1965-1979 Dozent, später Leiter des Kölner Instituts für Bühnentanz; Gründer des Deutschen Tanzarchivs Köln Kurt Peters erhielt eine klassische Tanzausbildung in Hamburg, die er mit Kursen an der dortigen Labanschule ergänzte und war danach an verschiedenen Bühnen als Tänzer, Solotänzer und Ballettmeister tätig. Infolge einer Kriegsverletzung beendete er 1946 seine aktive Tänzerlaufbahn und widmete sich im Folgenden ausschließlich der Lehre und der Schärfung und Bewahrung des historischen und aktuellen Profils ! der Tanzkunst. Angesichts des kriegsbedingten Totalverlusts des von FREUNDE DER TANZKUNST Rudolf von Laban begründeten und von Fritz Böhme geleiteten Deutschen er Tanzarchivs Berlin und fehlender öffentlicher Mittel ergriff Peters 1948 die c/o Deutsches Tanzarchiv köln Initiative, aus eigenen Kräften ein neues Tanzarchiv aufzubauen. Kurt a Peters ging es nie um privaten Besitzstolz, eigene Eitelkeiten und eine Tel.:(99) (221) 88 05.409 Verbindung der Sammlung mit seinem Namen: Sein erklärtes Ziel war der E-mail info@freu Wiederaufbau und laufende Betrieb eines zentralen öffentlichen u la a Tanzarchivs in Deutschland. 1965 holte der damalige Ballettdirektor Aurel Bürozeiten: von Milloss Kurt Peters mit seinem inzwischen deutlich angewachsenen al Archiv von Hamburg nach Köln. Zuerst im Stadion Müngersdorf untergebracht, überführte Peters es bald in eine eigens privat angemietete Wohnung und machte es dort Interessierten 20 Jahre lang zugänglich. 1985 ll = erwarb die SK-Stiftung Kultur das Archiv, um einer Abwanderung in die Thomas Thorausch (Schriftführer) Niederlande zuvorzukommen. Bis 1979 blieb Kurt Peters Leiter des Kölner Instituts für Böhnentanz und war bis zu seinem Tode von Köln aus unermüdlich in Verbänden und Vereinen sowie mit Publikationen für Tanz und Tänzer*innen aktiv. > dertunzkansi.de Vorstand: rten (1. \ Vereinsregister-Nr.; VR 12624 de der Tanzkunst )eutschen Tanzarchiv Köln Jochen Ulrich 3.8.1944 — 10.11.2012 1967-1997 Tänzer und Choreograph in Köln; Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Tanzforums Nach seiner Ausbildung am Kölner Institut für Bühnentanz debütierte Jochen Ulrich 1967 in der Compagnie der Kölner Oper. Er blieb der Domstadt als Tänzer, Choreograph und schließlich ab 1979 als künstlerischer Leiter des Kölner Tanz-Forums treu und prägte wie keine andere Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts den Ruf der Stadt als eins der entscheidenden Zentren des modernen Tanzes weltweit. Seine zahllosen Schöpfungen für das Tanz-Forum sind vielen Kölnern und Kölnerinnen auch heute noch in lebendiger Erinnerung. In den für den Tanz in Köln bewegten und bewegenden Späten 6oer Jahren stellte er seine erste selbständige Arbeit 1967 im dem choreographischen Experiment gewidmeten Ballettstudio vor und konnte nur drei Jahre später gemeinsam mit Helmut Baumann, Jürg Burth und Gray Veredon die künstlerische Federführung bei der Umwandlung des Opernballetts der Stadt zum Kölner Tanz-Forum übernehmen, der ersten deutschen Kompagnie, die sich ausschließlich dem modernen Tanz verschrieb. Seit 1979 fungierte er als deren alleiniger künstlerischer Leiter. Mit großem erzählerischem Talent schuf Ulrich gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern der Kompagnie ein unverwechselbares Tanzidiom, das nicht nur deutschlandweit stilbildend wirkte und über seine Schüler Eingang in zahlreiche andere Kompagnien fand. In den goer Jahren trotzte er heldenhaft der fortschreitenden Finanzkrise der Kölner Bühnen, die schließlich 1999 aber doch zur Auflösung der Kompagnie führte. Ab 2000 wirkte Jochen Ulrich mit großem Erfolg in Innsbruck und Linz, wo 2012 nach langer schwerer Krankheit starb. Engagieren Sie sich mit uns für Geschichte und Gegenwart des Tanzes! FREUNDE DER TANZKUNST AM DEUTSCHEN TAN ZARCHIV KOLN L.V Tel.: (48) (221) 888 95-400 E-mail: info@freunde-demtanzkunst.d www.fteunde-der-tanzkunst.d Bürozeiten: freitags, 10-13 Uhr Schatzmeist Thomas Thorausch (Schaftführer) ‚gister-Nr.: -
Mitteilung BV
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Dezernat, Dienststelle I/02/02-1 Vorlagen-Nummer 2032/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 21.08.2023 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 24.08.2023 Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO NRW „Tanzquartier Köln„, Aktenzeichen: 62/23 Die Bürgereingabe und das Antwortschreiben werden den Bezirksvertretungen Rodenkirchen und Innenstadt hiermit zur Kenntnis gegeben. Hinweis: Sofern eine Beschlussvorlage gewünscht wird, kann diese über die Geschäftsführung der Be- zirksvertretung mit einem entsprechenden Auszug aus der Niederschrift bei der Geschäfts- stelle für Anregungen und Beschwerden angefordert werden. Darüber hinaus steht es der Bezirksvertretung selbstverständlich frei - auch ohne Vorliegen einer Beschlussvorlage – die Petenten oder die Fachverwaltung zur Sitzung einzuladen und einen politischen Beschluss zu fassen. gez. Dr. Ulrich Höver -
Anlage 2 Antwortschreiben
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Stadt Köln Die Oberbürgermeisterin Bürgeramt Innenstadt Anregungen und Beschwerden an Rat und Bezirksvertretungen Bezirksrathaus Innenstadt Stadt Köln, 02-1-4, 50605 Köln Ludwigstraße 8, 50667 Köln www.stadt.koeln Auskunft geschaeftsstelle-anregungen-beschwerden@stadt- koeln.de Sprechzeiten Montag bis Freitag : 08.00 bis 12.00 Uhr und nach Vereinbarung Ihr Schreiben Mein Zeichen Datum 62/23 13.06.2023 Bürgereingabe nach $ 24 GO- „Tanzquartier Köln“, Aktenzeichen: 62/23 S Sehr geehrte, vielen Dank für Ihr Schreiben vom 11.04.2023. Sie regen an, in einem der in Planung befindlichen neuen Stadtviertel Parkstadt Süd und Deutzer Hafen - vorzugsweise aber in Letzterem - durch einschlägige Straßennamen ein „Tanzquartier Köln“ entstehen zu lassen und machen konkrete Namensvorschläge. Das Zentrale Namensarchiv hat ihr Anliegen geprüft und teilt mit, dass gemäß der Zu- ständigkeitsordnung der Stadt Köln, die Bezirksvertretungen - unter Beachtung der Belange der gesamten Stadt, im Rahmen der vom Rat erlassenen allgemeinen Richtli- nien - in allen Angelegenheiten, deren Bedeutung nicht wesentlich über den Stadtbe- zirk hinausgeht, entscheiden. Dem Entscheidungsrecht der Bezirksvertretungen unterliegen insbesondere die Be- nennung und Umbenennung öffentlicher Einrichtungen des Bezirks (Straßen, Wege, Plätze, Schulen, Friedhöfe, Bäder u.a.) in Abstimmung mit dem Zentralen Namensar- chiv (7.2). E Da es noch eine Zeit dauern wird bis die Baumaßnahmen am Deutzer Hafen konkret werden, steht zur jetzigen Zeit noch keine Namensgebung der Planstraßen an. Das Zentrale Namensarchiv nimmt Ihre Namensvorschläge auf die Vorschlagsliste für Straßenbenennungen auf und wird diese zur gegebenen Zeit der Bezirksvertretung zur Beratung vorlegen. Ihre Eingabe sowie dieses Antwortschreiben erhält die Bezirksvertretung Innenstadt zur Kenntnis. Die Ämter und Dienststellen der Stadtverwaltung finden Sie unter www.stadt-koeln.de. Fragen zu den Dienstleistungen der Stadt Köln beantwortet Ihnen montags - freitags von 7 - 18 Uhr das Bürgertelefon unter der einheitlichen Behördenrufnummer 115 oder 0221/221-0 12 Stadt Köln Die Oberbürgermeisterin Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben. Sollten Sie noch fachliche Fragen haben, können Sie sich direkt wenden an das Zentrale Namensar- chiv per E-Mail: liegenschaften-vermessung-kataster@stadt-koeln.de. Sollten Sie eine Beratung der Angelegenheit in der Bezirksvertretung Innenstadt wün- schen, teilen Sie dies bitte der Geschäftsstelle für Anregungen und Beschwerden an Rat und Bezirksvertretung, geschaeftsstelle-anregungen-beschwerden@stadt- koeln.de mit. Für Ihr bürgerschaftliches Engagement danke ich Ihnen. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag gez. Dr. Ulrich Höver
Beratungsverlauf
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21.08.2023
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 10.2.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
24.08.2023 zuletzt
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 9.9, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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