3222/2017
Aufhebungen, Einbeziehungen und Neubenennungen im Baugebiet MesseCity Köln in Köln-Deutz
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Beschlussvorlage Bezirksvertretung
5498 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/23/235/1 Vorlagen-Nummer 3222/2017 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Aufhebungen, Einbeziehungen und Neubenennungen im Baugebiet MesseCity Köln in Köln- Deutz Beschlussorgan Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Innenstadt beschließt die Aufhebung der Straßenbezeichnungen Leichlinger Straße, Vohwinkler Straße, Lenneper Straße und Barmer Platz in Köln-Deutz. Gleichzeitig beschließt die Bezirksvertretung Innenstadt folgende Benennungen: 1. die Verlängerung der Barmer Straße, die als Haupterschließungsstraße südlich der Messe Köln von der Deutz-Mülheimer Straße in das Baugebiet führt, nach etwa 80 Metern in nordwestliche Rich- tung abknickt und nach etwa 330 Metern in einem Kreisel endet (im Plan mit A gekennzeichnet), in die Barmer Straße einzubeziehen. 2. die Planstraße B, die nördlich der Bahngleise von der Deutz-Mülheimer Straße in westliche Rich- tung abgeht, nach etwa 140 Metern in nördliche Richtung abknickt und in die Barmer Straße mündet, in Freya-von-Moltke-Straße zu benennen. 3. die Planstraße C, die in der Verlängerung der Freya-von-Moltke-Straße auf einer Länge von etwa 250 Metern entlang der Bahngleise in westliche Richtung verläuft und an den Bahngleisen am Auen- weg endet, in Luise-Straus-Ernst-Straße zu benennen. 4. die Platzfläche D, die südwestlich der Barmer Straße bis an die Luise-Straus-Ernst-Straße reicht, also der sogenannte Messebalkon einschließlich der Rampe/Treppe, in Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 07.12.2017 2 Johannes-Rau-Platz zu benennen. 5. die Planstraße E, die vom Kreisel der Barmer Straße in südliche Richtung abgeht und nach etwa 100 Metern in die Louise-Straus-Ernst-Straße mündet, in Deutzer Allee zu benennen. 3 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Im Zuge der Umwandlung des ehemaligen Wohngebietes Barmer Viertel in den Bürostandort MesseCity Köln werden Veränderungen bei den Straßenbezeichnungen erforderlich. Das Plangebiet liegt zwischen den Gleisanlagen der Deutschen Bahn AG im Westen und Süden mit dem Bahnhofsgebäude, der KölnMesse mit der Logistikzone im Norden und der Deutz-Mülheimer Straße im Osten im Stadtteil Köln-Deutz. Dieser Bereich wird als Gewerbegebiet festgesetzt. Nach den Nutzungsüberlegungen sowie der eu- ropaweiten Ausschreibung zur Baukonzession “MesseCity Köln“ sind die überwiegenden Flächen für gewerbliche Zwecke (Büro/ Dienstleistungen/ Hotel/ Einzelhandel/ Gastronomie) vorgesehen mit dem Schwerpunkt Dienstleistungen/ Büronutzung. Die Erschließung des Plangebietes erfolgt über die Deutz-Mülheimer Straße im Osten des Plangebie- tes. Diese stellt die Verbindung zu den rechtsrheinischen Stadtteilen her, aber auch zur linksrheini- schen Innenstadt über die Severinsbrücke und Deutzer Brücke im Süden sowie die Zoobrücke im Norden. Zu den Personen: Freya von Moltke wurde am 29.03.1911 in Köln geboren und verstarb am 01.01.2010 in Nor- wich/Vermont/USA. Freya von Moltke, geborene Deichmann, wurde 1911 als Tochter einer Bankiersfamilie geboren. Ih- ren späteren Ehemann Helmuth James Graf von Moltke lernte sie im Alter von 18 Jahren kennen. Sie heirateten 1931. Vier Jahre später promovierte Freya von Moltke an der juristischen Fakultät in Berlin. Gemeinsam mit ihrem Mann gründete sie auf dem Gut Kreisau nahe Breslau den "Kreisauer Kreis", der ein Zentrum des Widerstandes gegen Hitler war. Freya von Moltke widmete sich nach Kriegsende publizistisch und verlegerisch der Geschichte des Widerstandes. Den ehemaligen Moltkeschen Gutshof stellte sie für die Begegnung deutscher und polnischer Jugendlicher zur Verfügung. Im Jahr 1960 kam sie nach Norwich in Vermont. Freya von Moltke hat 1989 den Geschwister-Scholl-Preis erhalten. Luise Straus Ernst wurde am 02.12.1893 in Köln geboren und verstarb 1944 im Konzentrationslager Auschwitz. Luise Straus Ernst war Kunsthistorikerin, Verfasserin von Kurzgeschichten, Reportagen, Romanen und Rundfunk-Autorin der ersten Stunde. Sie war eine der ersten promovierten Kunsthistorikerinnen in Deutschland und leitete im Ersten Weltkrieg außerdem kommissarisch das Wallraf-Richartz- Museum. Ihre Ehe mit Max Ernst hielt nur wenige Jahre. Ihn zog es hinaus nach Paris, während sie mit Sohn Jimmy in Köln blieb. 1933 emigrierte sie nach Frankreich. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges versteckte sie sich in einem Hotel in der Provence, wo sie ihre Autobiographie schrieb. Im Frühling 1944 wurde sie deportiert. Johannes Rau wurde am 16.01.1931 in Wuppertal geboren und verstarb am 27.01.2006 in Berlin. Johannes Rau war deutscher Politiker der SPD, von 1999 bis 2004 war er der achte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Von 1978 bis 1998 wurde er fünfmal in Folge zum Ministerpräsiden- ten von Nordrhein Westfalen gewählt. Er war außerdem Oberbürgermeister von Wuppertal (1969/70) und Minister für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW (1970 bis 1978). Zudem war er unter anderem Ehrendoktor der Philo- sophischen Fakultät Haifa in Israel und der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen erhielt er im Jahre 2005 auch den Deutsch- 4 Türkischen Freundschaftspreis. Johannes Rau erhielt das große Bundesverdienstkreuz (1969) mit Stern (1975) und Schulterband (1980). Anlage: Plan
Plan MesseCity Köln
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Messe Köln JJ Deutzer Allee Johannes-Rau-Platz Louise-Straus-Ernst-Straße Freya-von-Moltke-Straße Barmer Straße Anlage N A A E B C D B C D E
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (9)
- Deutz-Mülheimer Straße
- Barmer Straße
- Luise-Straus-Ernst-Straße
- Deutzer Allee
- Johannes-Rau-Platz
- Freya-von-Moltke-Straße
- Severinsbrücke
- Deutzer Brücke
- Zoobrücke
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Details
- Aktenzeichen
- 3222/2017
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 21.11.2017
- Erstellt
- 19.10.2017 09:56