V/0352/2022
Jahresabschluss 2021 der AirportPark FMO GmbH
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Anlage 1 zur Vorlage V_0352_2022
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Anlage 1 zur Vorlage V/0352/2022 Dr. Merschmeier + Partner GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft ANLAGEN Dr. Merschmeier + Partner GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft Anlage 1 Bilanz zum 31. Dezember 2021 AirportPark FMO GmbH, Greven Dr. Merschmeier + Partner GmbH ' Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ' Steuerberatungsgesellschaft Bilanz zum 31. Dezember 2021 AirportPark FMO GmbH, Greven Aktiva Stand 31.12.2021 € Stand 31.12.2020 € Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.822,00 9.071,00 II. Sachanlagen 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.226,00 49.343,29 Il. Finanzanlagen 1. Genossenschaftsanteile 150,00 150,00 .....28.364,29 B. Umlaufvermögen I. Vorräte 1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen . 5.564.351,77 6.154.787,67 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.544,75 4.864,48 2. Sonstige Vermögensgegenstände 8.911,97 3.225,93 III. Guthaben bei Kreditinstituten 483.872,47 191.745,72 ....0.062.680,96' .....0:394.623,80, C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.126.751,07 6.434.365,20 Dr. Merschmeier + Partner GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft Anlage I Passiva Stand Stand 31.12.2021 31.12.2020 € € Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00 II. Kapitalrücklage 6.300.000,00 6.000.000,00 III. Verlustvortrag . 4.506.681,27 .l. 4.080.698,44 VI. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 496.757,00 J._425.982,83 B. Rückstellungen 1. Sonstige Rückstellungen .....37.200,00, „13.700,00. C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 308.441,95 - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 49.880,78 (Vj. € 48.861,47) . 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.004,61 - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 43.004,61 (Vj. € 14.925,46) Sonstige Verbindlichkeiten 3.128.028,78 - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 128.891,44 (Vj. € 128.375,41) - davon aus Steuern: € 3.227.93 (Vj. € 2.619,11) 1.357.303,42 14.925,46 = 3.253.117,59 ....3:419.475,34, | _...4.625.346,47. 6.126.751,07 6.434.365,20 Dr, Merschmeier + Partner GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft Anlage 2 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1. - 31.12.2021 AirportPark FMO GmbH, Greven 1.1. - 1.1. - 31.12.2021 31.12.2020. € € 1. Umsatzerlöse , 1.940.014,63 388.075,01 2. Verminderung des Bestands in Ausführung befindlicher Bauaufträge 590.435,90 90.612,01 3. Sonstige betriebliche Erträge 5.285,33 3.121,68 4. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe . und für bezogen Waren 2.500,00 3.980,00 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 150.833,77 27.170,25 5. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 183.666,65 143.450,86 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 23.905,96 21.977,15 - davon für Altersversorgung:€ 1.730,00 (Vj. € 1.800,00) 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 11.852,44 9.270,99 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 336.851,42 364.441,24 8. Betriebsergebnis 645.253,82 J. 269.705,81 9. Erträge aus Beteiligungen 4,50 0,00 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 132.606,14 140.124,77 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 J. 0,50 12. Ergebnis nach Steuern 512.652,18 .J. 409.830,08 13. Sonstige Steuern 15.895,18 16.152,75 14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 496.757,00 J. __425.982,83 AirportPark FMO GmbH Anlage 3 . Blatt .1 Anhang zum 31. Dezember 2021 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der AirportPark FMO GmbH wurde auf der Grundiage der Rechnungslegungs- vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt: Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in $ 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesell- schaft. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt entsprechend den Regelungen des Gesellschafts- vertrages nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gesellschaft nimmt für Zwecke der Offenlegung des Jahresabschlusses die Erleichterungen des 8 326 HGB in Anspruch. Größenabhängige Eneieheängen gemäß $ 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firma: AirportPark FMO GmbH Sitz: Greven Registergericht: Amtsgericht Steinfurt Register-Nr.: HRB 6107 AirportPark FMO GmbH Anlage 3 Blatt 2 Anhang zum 31. Dezember 2021 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermö- gensgegenstände linear vorgenommen. Für. bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als Euro 250,00 Euro aber nicht mehr als Euro 1.000,00 zu wurde ein Sammelposten gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Anlage 3 Blatt 3 GEHIT'85 00'866 Z0‘L69’yhZ 82'998°6 ELWZE'SEZ ZO'BBLEBZ Z0'6B2'E6Z 0'0SL __0D'osı 000 000 oo’osı 00'0SL e DEIUEZUE WE Sun) 00'054 00'051 000 00'0 00'0SL 00'051 Sjlaesyeyosusssousg usßejuezueulg SZ’EHESP__00'92T0H 19'sz1°65 GZ'ZLLE _2E'800°95__LI'LSE'SOL LO'LSE'SOL vaßejueyaeg aulung BZ’EVEGF D0'IZZ’OH L9'szL’6s SZLLLE ZE'800°99 LELSE'SOL L9'Lse'sol Buhpejssnesyeyoseg pun -sgaujsg 'ueßejuy auspue \ usßelueyseg 0'206 oo'zze'z Aw'sap'ser O0'6z’9 _W'SLz'SZL LP'2Bz'BBL 1'L82'88, apumsuahaßsusßguuan sıaayeu aulung uspayy PUn uajyosy Ualjpjos U LezUaZI] amos Spam PLN SIyaSy SyoNUye pun tyseızınyas 00'L20'& [1274:74 Lr'ger'ser 00'6r2’9 Mr'aLz’6ll IW'LBZB8L [8.21.7411 aypıqlamaß 'usuolssazuoy] susglomie yoıyaBjus Spuejsusßsßsusßeuusg ajlausfeww voßgussrabeguy una una una una una una una una una un3 una una una 0202 zı \E LZOZZI LE vzuz’zııE +202'L0',0 va0z'zı Le kzoz’L0',0 usjsoy usısoy JyeloA Ayelsyryasag Iyelsyryosag Bungiasyosqy Labunys Ayeisyaysses) Öungiauyosqy -sÖunjejseH uaßunyo -sbunllajsiaH yamyong yamyong Bunglasyosnz ayeinwny nqun sBurßqy Bungiaiyasgqy spenwny '-sBunyeyosuy -nqun eBugdgy abueßnz '-sÖunyeyssuy B AirportPark FMO GmbH Anlage 3 Blatt 4 Anhang zum 31. Dezember 2021 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Art der Rückstellung Stand zum Stand zum 31.12.2021 31.12.2020 TEuro TEuro Abschluss- und Prüfungskosten 17,0 15,5 Tantieme 40,0 0,0 sonstige Rückstellungen 0,2 0,2 Sonstige Rückstellungen 57,2 15,7 Restlaufzeitvermerke zu Verbindlichkeiten Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 221.776,83 Euro (Vorjahr: 192.162,34 Euro). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 3.257.698,51 Euro (Vorjahr: 4.433.184,13 Euro). Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 2.604.802,93 Euro (Vorjahr: 3.760.978,08 Euro). Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbun- den: Kommunalbürgschaft der Gesellschafter zu je einem Drittel AirportPark FMO GmbH Anlage 3 Blatt 5 Anhang zum 31. Dezember 2021 Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführ- ten Verbindlichkeiten. i Restlaufzeit Art der Verbindlichkeit größer 5 Jahre Sicherung Betrag ‘ Betrag Vermerk Euro Euro gegenüber Kreditinstituten 48.412,93 6.020.000,00 6 gegenüber Gesellschaftern 2.556.390,00 3.882.390,00 Summe 2.604.802,93 9.902.390,00 Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten: 1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen 2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen 3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten 4 = Sicherungsübereignung Vorräte 5 = Sicherheitsabtretung Forderungen 6 = Kommunalbürgschaft der Gesellschafter zu je einem Drittel Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 3.066.390,00 Euro (Vor- jahr: 3.173.390,01 Euro). AirportPark FMO GmbH Anlage 3 Anhang zum 31. Dezember 2021 Mit Kaufvertrag vom 14.10.2004 hat die AirportPark FMO GmbH Grundstücke von der WestGkA und der Stadt Greven gekauft. Gemäß Vereinbarung in den politischen Gremien ist im Kaufvertrag gere- * gelt, das für die Flächen, für die Planungsrecht geschaffen wird (verbindliche Bauleitplanung/ Vorha- ben- und Erschließungsplan) von der AirportPark FMO GmbH weitere 5 € je qm an die Stadt Greven zu zahlen sind. Diese zukünftige Verpflichtung entsteht erst dann, wenn für die über den jetzigen Flächennutzungsplan hinausgehend für weitere Flächen Planungsrecht geschaffen wird. Gegenüber der Stadt Greven besteht noch eine Restverbindlichkeit in Höhe von T€ 183,0. Aufgrund bestehender Leasing- und Mietverträge ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen kalenderjährlich zurzeit von rund 27,3 T€. Aufgrund des mit der Naturschutzstiftung Kreis Steinfurt in 2007 geschlossenen Vertrages über die Durchführung und Refinanzierung von Kompensationsmassnahmen zum Bebauungsplan Nr. 80 ergaben sich maximale finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 2.540. Die darin ent- haltenen Flächensicherungskosten sind insgesamt abgerechnet, sodass von dem Ursprungsbetrag nur noch laufende Pflege und Entwicklungsmassnahmen anlassbezogen anfallen. Mit notarieller Urkunde vom 19. Juli 2008 (UR 67/2008 Notar Hubertus Bange) wurde zwischen der AirportPark FMO GmbH und der Stadt Greven ein Erschließungs- und Städtebaulicher Vertrag auf der Grundlage von $$ 1 und 129 BauBG geschlossen. Die Stadt Greven überträgt die Erschließung des Vertragsgebietes auf die AirportPark FMO GmbH als Erschließungsträger. Diese hat die Erschlie- Rung auf eigene Kosten vorzunehmen. Die Stadt Greven begleitet die Bauleitung des Erschließungs- trägers und überprüft die Leistungen auf Einhaltung der Qualitäten und Quantitäten sowie der Ter- mine. Dafür erhält die Stadt Greven eine pauschale Vergütung in Höhe von 200.000,00 Euro. Hiervon wurden bereits 135.000,00 Euro gezahlt. Die Erschließungsanlagen sind nach Fertigstellung kosten- frei auf die Stadt Greven zu übertragen. Für die Gewährleistung gelten die Bestimmungen der VOB. Der Erschließungsträger hat die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen i.S.v. & 11 BewG auf eigene Kosten durchzuführen. Hinsichtlich des Brandschutzes im Vertragsgebiet hat die AirportPark FMO GmbH eine Kostenerstat- tung für Personalkosten der Stadt Greven zu leisten sowie ein Löschfahrzeug anzuschaffen und der Stadt Greven zu übereignen. Das Löschfahrzeug ist im Geschäftsjahr 2014 angeschafft worden. Die Erstattung der Personalkosten erfolgte erstmals im Berichtsjahr 2012. Im Berichtsjahr 2021 wurden 159,5 T€ gezahlt. Bei der Kreissparkasse Steinfurt besteht ein Konsortialkredit in Höhe von 4.920.000,00 €. Der Kredit wird als Girokonto geführt. Die Inanspruchnahme in Höhe von 1,0 Mio Euro zum 31.12.2020 konnte aufgrund der Verkaufserlöse im Berichtsjahr zurückgeführt werden. Der Kreditranmen besteht weiter- hin in voller Höhe. Die Gesellschafter haften zu je einem Drittel. AirportPark FMO GmbH Anlage 3 . Blatt 7 Anhang zum 31. Dezember 2021 Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen be- schäftigt: Arbeitnehmergruppen Zahl Angestellte 1,00 leitende Angestellte 1,00 Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 2,0 Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt: Diplom-Geograph Udo Schröer AirportPark FMO GmbH Anhang zum 31. Dezember 2021 Mitglieder des Aufsichtsrates Dem Aufsichtsrat (Stand 31.12.2021) gehören an: Aufsichtsrat: Vorsitzender Dietrich Aden Vertreter: Robin Denstorff Für die Stadt Greven: Dietrich Aden Vertreter: Cosimo Palomba Johannes Hennigfeld Vertreter: Philipp Wimber Dr. Christian Kriegeskotte Vertreter: Monika Erben Janina Rebholz Vertreter: Manfred Zilske Für die Stadt Münster: Robin Denstorff Vertreterin: Christine Zeller Jan Gebker Vertreter: Markus Johow Sandra Beer Vertreter: Philipp Hagemann Carsten Peters Vertreterin: Anne Herbermann Für den Kreis Steinfurt: Dr. Martin Sommer Vertreter: Alexandra Dorndorf Manfred Kleimeyer Vertreter: Wilfried Grunendahl Matthias Himmelreich Vertreter: Jürgen Coße Dr. Jan-Philip Zimmermann Vertreter: Wiltrud Kampling Vergütungen der Geschäftsführer Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden Euro 111.074,11 Beträge ge- währt. Anlage 3 Blatt Bürgermeister Greven Stadtbaurat Münster Bürgermeister Erster Beigeordneter Dipl. Kaufmann i. R. Geschäftsführer Schulleiter Dipl. Theologin i. R. Rechtsanwaltsfachangestellte Pensionär Stadtbaurat Stadtkämmerin Geschäftsführer/Verwaltungsleiter Bauingenieur Leiterin Beratungs- und Trainingsinstitut Münster Rechtsanwalt Geschäftsführer Dozentin/Bildungsreferentin Landrat Kreisdirektorin Selbst. Versicherungsmakler Kaufmann Wirtschaftsjurist Angestellter Leiter einer Bildungseinrichtung Dozentin/Erwachsenenbildung 8 AirportPark FMO GmbH Anlage 3 Blatt 9 Anhang zum 31. Dezember 2021 Vergütung des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat erhält für seine geleistete Tätigkeit im Berichtsjahr Euro 525,00. Im Einzelnen: Jan Gebker 70,00 Euro Carsten Peters 35,00 Euro Manfred Kleimeyer 70,00 Euro Jürgen Coße 70,00 Euro Jan-Philip Zimmermann 70,00 Euro Johannes Hennigfeld 70,00 Euro Dr. Christian Kriegskotte 70,00 Euro Janina Rebholz 70,00 Euro Honorar des Abschlussprüfers Die "sonstigen betriebliche Aufwendungen" enthalten das als Aufwand erfasste Honorar des Ab- schlussprüfers in Höhe von Euro 4.475,00. Vorgänge von besonderer Bedeutung Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahrs nicht ergeben. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisver- wendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt 496.757,00 Euro und soll mit dem Verlustvortrag in Höhe von Euro 4.506.681,27 verrechnet werden. Greven, 24. März 2022 der Diplom-Geograph Udo Schröer Anlage 4 Blatt 1 Lagebericht der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2021 Grundlage Die AirportPark FMO GmbH wurde durch die Stadt Greven, die Stadt Münster und den Kreis Steinfurt im Jahr 2004 gegründet. Die gemeinsamen Planungsziele wurden seinerzeit in einem mehrstufigen Entwicklungskonzept (Strukturkonzept, städtebauliche Rahmenplanung, Erschließungskonzept, vor- bereitende und verbindliche Bauleitplanung) erarbeitet. Planerische Grundlage ist der von der Region aufgestellte Regionalplan Münsterland, der für den AirportPark FMO eine Entwicklungsfläche von rund 200 Hektar ausweist. Diese Ausweisung ist in der zuletzt aktualisierten Fassung von 2014 fort- geschrieben worden: Mit dem Bebauungsplan Nr. 80 „AirportPark FMO* ist im August 2008 verbindliches Planungsrecht für den I. Realisierungsabschnitt in einer Größenordnung von ca. 48 Hektar geschaffen worden. Mit dem im Jahr 2014 festgesetzten Bebauungsplan „VEP SchuPa Il“ in Verbindung mit der Ansiedlung von Schumacher Packaging vergrößerte sich die planungsrechtlich gesicherte Fläche um rund 8 Hek- tar sowie 2018 mit dem Bebauungsplan „VEP Hermes“ mit der Ansiedlung des Hermes Logistik-Cen- ters um weitere rund 4 Hektar auf insgesamt derzeitig etwa 60 Hektar. Als übergeordnete Zielgruppe soll sogenanntes „Flughafenaffines Gewerbe“ angesiedelt werden. Hierunter sind Betriebe und Un- ternehmen zu verstehen, die die Flughafeninfrastruktur nutzen und Kundenbeziehungen und/oder Warenströme über den Flugbetrieb unterhalten, d.h. einen nutzungsstrukturellen Bezug zum Flugha- fen aufweisen. Das Konzept eines hochwertigen Gewerbe- und Dienstleistungsstandortes soll mit den besonderen Standortvorteilen des Flughafens eine überregional ausgerichtete Gewerbeflächen- nachfrage ansprechen. Der AirportPark FMO soll hierbei nicht als Konkurrenzstandort für die lokalen Gewerbestandorte in der Region auftreten, sondern vielmehr eine Ergänzung der vorhandenen An- gebote zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft darstellen. Als weitere Geschäftsgrundlage für die Aktivitäten der AirportPark FMO GmbH ist der zwischen der Stadt Greven und der Gesellschaft im Jahr 2008 geschlossene Erschließungs- und städtebauliche Vertrag maßgeblich, in welchem die Erschließung des Gebietes auf die Gesellschaft übertragen wor- den ist. Damit hat die AirportPark FMO GmbH die Erstellung der Erschließungsanlagen sowie der Grün- und Gewässerbereiche im eigenen Namen und auf eigene Rechnung übernommen. Die Er- schließungskosten finden in den Grundstückskaufpreisen Berücksichtigung. Nach Fertigstellung von Anlage 4 Blatt 2 wesentlichen bzw. zusammenhängenden Teilen werden die Anlagen sukzessive kostenfrei in das Vermögen der Stadt Greven übertragen. Eine erste Übernahme von’ Teilen eines Gewässers und eines Kanalisationsabschnittes für Regen- und Schmutzwasser ist durch die Technischen Betriebe . Greven zum 01.01.2015 erfolgt. Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgesche- hen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr um 2,7% höher als 2020. Allerdings erreichte das Wachstum noch nicht wieder den Wert von 2019 (4,7%), dem Jahr vor der Krise. Erfreulicherweise hat sich die Wirtschaftsleistung in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht, ohne je- doch das Vorkrisenniveau zu erreichen. So nahm die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienst- leister um 5,4% zu, während im Bereich „Handel, Verkehr und Gastgewerbe“ das Plus mit 3% verhal- tener ausfiel. Im Sektor „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ wurde der Rückgang der Wirtschaftsleistung 2020 im Jahr 2021 nahezu kompensiert. Das Baugewerbe und der Bereich Information und Kommünikation konnten sich in der Pandemie behaupten und ihre Wirtschaftsleis- tung im Vergleich zu 2019 sogar merklich steigern. Die Konsumausgaben des Staates waren auch im Berichtsjahr eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus um weitere 3,4% und sind insbeson- dere von solchen Maßnahmen beeinflusst, die die Corona-Pandemie bekämpfen oder ihre Folgen mindern sollen. Dagegen konnten sich die privaten Konsumausgaben lediglich auf dem niedrigen Niveaü von 2020 stabilisieren. Grund hierfür waren unter anderem Sättigungseffekte beim Kauf lang- lebiger Gebrauchsgüter, die vielfach bereits im ersten Pandemiejahr erfolgten. Kurzlebige Konsum- güter, wie beispielsweise Bekleidung, Schuhe und auch Reisen wurden wieder etwas mehr nachge- fragt. Eine weitere Veränderung im Konsumverhalten war die merkliche Zunahme des Online-Han- dels. Der Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte 9,4% mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe wuchsen um 8,6%. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch geringfügig unter dem Niveau des Jahres 2019. Anlage 4 Blatt 3 Auch das Kerngeschäft der AirportPark FMO GmbH mit der Entwicklung, Erschließung und dem Ver- kauf von Grundstücksflächen hat sich den pandemiebedingten Umständen nicht entziehen können. Vor allem im Vorjahr hat das Vermarktungsgeschäft aufgrund der spürbar reduzierten Grundstücks- anfragen deutlich gelitten. Manche Investoren haben Besichtigungs- und Verhandlungstermine ver- schoben oder zunächst zurückgestellt. Dies war ursächlich dafür, dass die Gesellschaft nach drei positiven Jahresergebnissen in Folge im Jahr 2020 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 426,0 T€ ausgewiesen hat. Im Berichtsjahr hat sich.die Nachfrage tendenziell wieder verstärkt, was auch An- lass für eine optimistische Zukunftserwartung gibt. Vermarktung Im ersten Quartal 2021 erwarb die Firma WMK Trading GmbH ein 25.393 m? großes Grundstück in zentraler Ecklage an der Joan-Joseph-Fiege-/ Elly Beinhorn-Straße. Das junge E-Commerce-Unter- nehmen ist seit 2016 in vier angemieteten Lagerstandorten in Altenberge, Münster, Kamen und Ham- burg kontinuierlich gewachsen und fasst diese nunmehr am neuen Hauptsitz im AirportPark FMO weitestgehend zusammen. Das Sortiment besteht aus über 400 verschiedenen Artikeln und umfasst im Wesentlichen die Segmente Garten, Home & Living, Sport & Freizeit, Tierbedarf, Kinder& Baby sowie Consumer Electronics. Die Waren werden ausschließlich in Fernost produziert, dort kooperiert das Unternehmen mit über 150 Manufakturen. Das erworbene Grundstück wurde im Berichtsjahr mit einem kompakten Büro- und Hallenkomplex von rund 18.000 m? Betriebsfläche bebaut. Die auf zwei Mezzanin-Ebenen integrierte Bürofläche be- trägt rund 2.100 m?. Für den neuen Hauptsitz ist mittelfristig eine Arbeitsplatzzahl von 300 Mitarbei- ter*innen geplant. Vor dem Hintergrund, dass WMK alle Arbeitsbereiche „In-House“ organisiert hat, ist eine vielschichtige Arbeitsplatzstruktur von der Verwaltung über das Lager und dem Kundenser- vice, dem Vertrieb, das Marketing und Key-Account Management bis zur IT- und Web-Entwicklung gegeben. Mit der Standortwahl im AirportPark FMO soll besonders die Internationalisierung und Er- schließung weiterer Marktplätze, zunächst europaweit und langfristig weltweit, verstärkt werden. Die direkte Nähe zum Flughafen FMO ermöglicht regelmäßige Besuche der Manufakturen und Kunden sowie einen schnelleren Versand von Express-Sendungen. Das Projekt von WMK ist durch das Bauunternehmen Goldbeck, Niederlassung Münster, zügig um- gesetzt worden und war zum Jahresende 2021 bis auf Restarbeiten im Innenausbau nahezu fertig- gestellt. Der Neubaubezug erfolgte sukzessive im ersten Quartal des laufenden Jahres. Anlage 4 Blatt __4 Im Mai 2021 hat die K&H Immo GmbH vorzeitig ein bereits im Grundstückskaufvertrag von 2019 bestehendes Kaufangebot über eine Zusatzfläche von rund 4.037 m? angenommen und notariell be- urkundet. Damals wurde an der Joan-Joseph-Fiege-Straße bzw. westlich der Fiege Systemzentrale zunächst eine Fläche von rund 4.000 m? Größe erworben. Das von zwei Architektur- und Ingenieur- büros aus Greven und Münster neu gegründete Gemeinschaftsunternehmen will im AirportPark FMO einen gemeinsamen Firmensitz schaffen. Auf einer Gesamtfläche von nunmehr rund 8.037 m? Grund- stücksgröße errichtet das Unternehmen im ersten Bauabschnitt ein architektonisch attraktives Büro- gebäude von rund 1.550 m? Nutzfläche für etwa 70 Mitarbeiter*innen. Der Baustart soll im zweiten Quartal 2022 erfolgen. Die Schumacher Packaging Gruppe, einer der europaweit führenden Hersteller für Verpackungslö- sungen aus Well- und Vollpappe, baut ihr Werk in Greven stetig weiter aus. Die geplanten Ausbau- stufen erfolgen im Zeitablauf unmittelbar nacheinander, um so die durch den E-Commerce-Boom steigende Nachfrage nach maßgeschneiderten Verpackungslösungen kurz- und langfristig bedienen zu können. Ende des Berichtsjahres wurde bereits mit dem VI. Bauabschnitt begonnen. Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen im Ill. Quartal 2021 vorzeitig ein zuvor vertraglich reserviertes Grundstück von rund 8.328 m? für den Bau von Mitarbeiterparkplätzen erworben. Bis Ende 2023 be- steht noch ein weiteres Verkaufsangebot für eine Fläche von rund 24.315 m? an der westlich gelege- nen Unternehmensseite. Unter Einbeziehung dieser Reservierung beträgt die gesamte Betriebsfläche dann mehr als 175.000 m?. Nach Firmenangaben soll die bei der Erstplanung des Unternehmens avisierte Schaffung von 500 Arbeitsplätzen sukzessive in den nächsten Jahren erreicht werden. Ziel des familiengeführten Unter- nehmens ist es, das Werk im AirportPark FMO zu einem Multi-Mega-Werk der nächsten Generation auszubauen, Bis Ende 2022 soll es eine der weltweit größten Produktionsstätten sein und den Stammsitz Ebersdorf mit einer Kapazität von 600 Millionen Quadratmetern pro Jahr als das bisher größte Wellpappe-Werk Europas ablösen. Die Schumacher Packaging Gruppe erhofft sich durch diese Investitionsoffensive, den Kunden langfristig Planungs- und Versorgungssicherheit bieten zu können und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter zu steigern. Die seit Oktober 2020 im Bau befindliche Automatentankstelle der Marke ‚tankpool 24“ wurde im April 2021 fertiggestellt. Die Tankstelle befindet sich in zentraler Lage auf einem rund 2.249 m? großen Grundstück an der Otto-Lilienthal-Straße gegenüber von Schumacher Packaging und ist Anlaufstelle für die im AirportPark FMO ansässigen Unternehmen. Dabei profitieren diese nicht nur von günstigen Kraftstoffen, sondern optional auch von einem detailliertem Datenmanagement für das Controlling. Europaweit gibt es mittlerweile bereits mehr als 1.000 „tankpool 24“ Tankstellen in Gewerbegebieten. Anlage 4 Blatt 5 Im März 2020 hat das Unternehmen Bäumer online GmbH (vormals Hubertus Bäumer GmbH) auf einem 8.541 m? großen Grundstück an der Elly-Beinhorn-Straße ein Büro-, Ausstellungs-, Versand- und Lagergebäude fertiggestellt. Das Gebäude umfasst rund 350 m? Büro und rund 2.500 m? Lager- und Werkstattfläche. Die Firma ist der deutsche Generalvertreter mit Exklusiv-Vertrieb der Gartenge- rätemarke „HECHT made for garden” aus Tschechien und der eigenen Marke „Zooprinz" für Zooarti- kel. Derzeitig beschäftigt das Unternehmen rund 40 Mitarbeiterinnen und befindet sich in einem star- ken Wachstumsprozess. Der im Jahr 2017 mit der Firma geschlossene Grundstückskaufvertrag beinhaltet zusätzlich ein Kaufangebot für eine angrenzende Fläche von ca. 7.238 m? Größe zur späteren Entwicklungsnut- zung. Aufgrund der sehr positiven Geschäftsentwicklung seit Bezug der Immobilie hat das Unterneh- men die Option vorzeitig im Januar 2022 angenommen und notariell beurkundet. Geplant ist der Bau- beginn für ein zusätzliches Hallengebäude mit einer Größe von rund 2.500 m? etwa ab Mitte des Jahres. Zum Jahresende 2021 stehen im I. Realisierungsabschnitt nur noch zwei Grundstücke in einer Größe von 11.965 m? und 6.152 m? sowie drei kaufvertraglich reservierte Flächen von insgesamt rund 39.900 m? zur Vermarktung zur Verfügung. Von den Reservierungen wurden zwischenzeitlich bereits zwei Flächen mit einer Gesamtgrößenordnung von 15.568 m? angenommen. Es ist zu erwarten, dass die verbleibenden Restflächen noch im Jahr 2022 veräußert werden können. " Erweiterung des AirportPark FMO Der I. Realisierungsabschnitts im AirportPark FMO umfasst einschließlich der arrondierten Planungs- flächen für Schumacher Packaging und Hermes rund 60 Hektar. Das hieraus entwickelte Netto-Bau- land beträgt rund 416.500 m?. Wie zuvor dargestellt sind diese Flächen weitestgehend vermarktet. Diese in den letzten Jahren bereits absehbare erfolgreiche Entwicklung hat die Geschäftsführung veranlasst, die in der ursprünglichen Konzeption geplante Flächenentwicklung von insgesamt rund 200 Hektar mit einer 1. Ausbaustufe zum Il. Realisierungsabschnitt weiterzuentwickeln. Es handelt sich hierbei um bereits im Eigentum der GmbH befindliche ehemalige landwirtschaftliche Grundstü- cke nördlich und östlich der Hermes-Ansiedlung in einer Größenordnung von rd. 15 Hektar. Die Stadt Greven hat hierzu im Oktober 2019 die erforderlichen Aufstellungsbeschlüsse für die Planverfahren gefasst. Anlage 4 Blatt 6 Nach der Vorentwurfsplanung beläuft sich die Nettobaulandfläche im Plangebiet auf rd. 117.000 m?, aufgeteilt in zwei nördlich der geplanten Verlängerung der Otto-Lilienthal-Straße befindliche Teilflä- chen von ca. 22.400 m? und ca. 36.500 m? Größe sowie in zwei südlich dieser Erschließungsstraße liegende Flächen von ca. 6.600 m? und ca. 51.450 m? Größe. Die drei größeren Areale sind flexibel teilbar. Die frühzeitig veranlasste 1. Stufe der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung ist im September 2020 abgeschlossen worden. Private Bedenken und Anregungen sind nicht eingegangen. Bei den behördlichen Bedenken hat die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Steinfurt wegen potenziell vorkommender Vogelarten, wie z.B. Schleiereule, Kiebitz, Nachtigall und Gartenrotschwanz, eine ver- tiefende Artenschutzprüfung, die sogenannte ASP Il, für erforderlich gehalten. Diese gutachterliche Prüfung ist in der Zeit von Februar bis Oktober 2021 erfolgt. Der hieraus resultierende Umweltbericht liegt inzwischen vor. Die Naturschutzstiftung hat Ende Februar dieses Jahres die notwendigen Aus- gleichsflächen für die Erweiterungen benannt, die entsprechende vertragliche Vereinbarung hierzu wird derzeitig erarbeitet. Alle Beteiligten sind bemüht, den betroffenen Tierarten die notwendigen Er- satzlebensräume zur Verfügung zu stellen. Das bestehende Planungs- und Vermarktungskonzept sieht nach wie vor als übergeordnetes Ziel die Ansiedlung von flughafenaffinen Unternehmen vor, d.h. es sind nur solche Dienstleistungs- und ge- werblich-logistische Nutzungen zulässig, die einen räumlichen und nutzungsstrukturellen Bezug zum Flughafen nachweisen können. Bei jeder Ansiedlung ist dieser Nachweis gegenüber der Bezirksre- gierung Münster zu führen. Derzeitig wird davon ausgegangen, dass das Planungsrecht voraussichtlich zur Mitte des Jahres 2022 festgesetzt werden kann. Um die Teilgrundstücke nach Festsetzung des Bebauungsplanes ver- äußern zu können, ist das Plangebiet zunächst mit einer Baustraße sowie Regen- und Schmutzwas- serkanalisation zu erschließen. Die hierfür notwendige Ausführungsplanung ist beauftragt, die kon- kreten Baumaßnahmen sind für das Ill. Quartal vorgesehen. Vor dem Hintergrund der zuvor beschriebenen Planungs- und Erschließungsschritte bzw. der aus heutiger Sicht zu erwartenden Festsetzung des Bebauungsplans bis Juli 2022 werden erste Vermark- tungserlöse aus dem neuen Plangebiet voraussichtlich noch im Il. Halbjahr 2022 generiert werden können. Zurzeit liegen für einen Großteil der künftigen Gewerbegrundstücke schon konkrete Interes- sensbekundungen vor. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung, dass sämtliche neuen Gewerbe- grundstücke bereits in den nächsten zwei bis drei Jahren ebenfalls verkauft sein werden. Anlage 4 Blatt 7 Insofern ist es sinnvoll, sowohl aus Vermarktungs- bzw. Nachfragesicht als auch vor dem Hintergrund der mittlerweile länger anzusetzenden Planungszeiträume, zeitnah weitere neue Entwicklungsschritte im insgesamt rund 200 Hektar großen Plangebiet in die konkrete Planung einzubeziehen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der AirportPark FMO GmbH mittelfristig keine Grundstücke mehr zur Ver- marktung zur Verfügung stehen. Die bisherigen Untersuchungen haben ergeben, dass ein weiterer Entwicklungsabschnitt von bis zu 30 Hektar südlich angrenzend an das heutige Gebiet bzw. beider- seits der Airportallee Richtung Autobahn in die konkrete Entwicklung genommen werden kann. Erste Gespräche hierzu sind im Berichtsjahr geführt worden und sollen im Jahr 2022 intensiviert werden. Infrastruktur Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr erfolgten keine Investitionen im Straßenbau. Es ergaben sich aus- schließlich Kosten durch kleinere Einzelmaßnahmen und Planungsleistungen sowie Kompensations- maßnahmen der Naturschutzstiftung in Höhe von insgesamt 153,3 TE. Der Investitionsplan für den Zeitraum 2022 — 2026 umfasst Baumaßnahmen in Höhe von insgesamt 4.851,4 T€. Ebenfalls bereits eingestellt sind die voraussichtlichen Kosten in Höhe von 796,3 T€ zur Refinanzierung von naturschutzrechtlichen Maßnahmen der Naturschutzstiftung des Kreises Steinfurt im Hinblick auf die beschriebene Erweiterung der ersten Ausbaustufe zum zweiten Realisierungsab- schnitt. Eine mögliche Ausgleichszahlung an die Stadt Greven wegen der noch ausstehenden End- abrechnung der Kosten der Abwassererschließung für die Flächen im Bebauungsplan Nr. 80 (I. Re- alisierungsabschnitt) wurde mit 720,0 T€ berücksichtigt. Im Geltungsbereich des I. Realisierungsabschnittes sind die Kostenansätze für den Endausbau der Joan-Joseph-Fiege-Straße und der Elly-Beinhorn-Straße bis zum Anschluss an die Otto-Lilienthal- Straße einschließlich zugehöriger Zufahrten und Hausanschlüsse enthalten. Die Baumaßnahmen ha- ben Anfang Februar 2022 begonnen und sollen bis zur Jahresmitte fertiggestellt sein. Für 2023 ist der Endausbau der August-Euler-Straße vorgesehen. Das Investitionsvolumen für diese Maßnahmen einschließlich der LED-Straßenbeleuchtung wurde mit 1.922,1 T€ kalkuliert. Darüber hinaus berücksichtigt der Investitionsplan die Planungs- und Erschließungskosten für die östliche Erweiterung des AirportPark FMO in Höhe von 2.929,3 T€.- Um die Grundstücke vermarkten zu können, soll das Plangebiet im Il. Halbjahr 2022 mit einer Baustraße sowie Regen- und Schmutz- wasserkanalisation erschlossen werden. Des Weiteren sind Kostenannahmen im Jahr 2023 und 2024 für den Straßenendausbau sowie für Hausanschlüsse und Zufahrten in den Plandaten enthalten. Anlage 4 Blatt _ 8 Ferner ist noch die sukzessive Ausstattung bereits erschlossener Areale mit einer LED-Straßenbe- leuchtung vorgesehen. Sollten die Grundstücksverkäufe in diesem Bereich im Zeitablauf nicht wie geplant erfolgen, so würden sich die beschriebenen Investitionsmaßnahmen gleichermaßen auf ei- nen späteren Zeitpunkt verschieben. Insgesamt hat die AirportPark FMO GmbH bis Ende 2021 für den Grunderwerb, für Planungs- und Erschließungsmaßnahmen, für die Kostenbeteiligung an der Airportallee sowie für Ausgleichsmaß- nahmen des Naturschutzes rd. 16,7 Mio. € investiert. Aus Grundstücksverkäufen hat die Gesellschaft bis Ende 2021 rund 18,4 Mio. € vereinnahmen können und damit das Volumen der bisherigen inves- tiven Maßnahmen bereits übertroffen. Jahresergebnis und Liquidität Nachdem die AirportPark FMO GmbH in den Kalenderjahren 2017 bis 2019 jeweils einen Jahres- überschuss erwirtschaftete, wurde das Kalenderjahr 2020 spürbar von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie betroffen, was in der Folge zu einem Jahresfehlbetrag von 426,0 T€ führte. Im Berichtsjahr sind dann — wie dargestellt - zwei Grundstücksverkäufe erfolgreich realisiert worden. Der hieraus resultierte Überschuss ist maßgeblich dafür, dass die Gesellschaft für das Kalenderjahr 2021 einen Jahresüberschuss von 496,7 T€ ausweisen kann. Im Wirtschaftsplan 2021 ist aufgrund angenommener geringerer Verkaufserlöse noch mit einem Jahresfehlbetrag von 134,3 TE gerechnet worden. Aufgrund weiterer Sparmaßnahmen im Bereich der Anzeigenwerbung sowie dem Pandemie beding- ten Ausfall und Teilnahmeverzicht von Messen, Kongressen und sonstigen Veranstaltungen konnten die Sachaufwendungen gegenüber dem Vorjahr nochmals reduziert werden. Sie betrugen unter Ein- beziehung der Personalkosten 703,3 T€. Der Wirtschaftsplan 2021 veranschlagte noch Gesamtauf- wendungen von 748,8 T€, sodass die Einsparungen insgesamt 45,5 T€ betrugen. Der Gesellschaftsvertrag der AirportPark FMO GmbH sieht vor, dass Aufwendungen der Gesell- schaft, soweit sie nicht aus den Erträgen gedeckt werden können, bis zu einer Höhe von 100,0 TE je Gesellschafter und Geschäftsjahr von den Gesellschaftern zu übernehmen sind. Angesichts der Jah- resüberschüsse 2017 bis 2019 erfolgten in den Jahren 2018 bis 2020 keine Zuführungen durch die Gesellschafter in die Kapitalrücklage. Infolge des Jahresfehlbetrages im Jahr 2020 fand im Juli des Berichtsjahres eine Erhöhung der Rücklage je Gesellschafter um 100,00 T€ statt. Anlage 4 Blatt _ 9 Unter Einbeziehung des Jahresüberschusses im Berichtsjahr 2021 von 496,7 T€, des Stammkapitals von 300,0 T€ und der Kapitalrücklage von 6,3 Mio. € sowie des Verlustvortrages von 4.506,7 Mio. € hat sich das Eigenkapital der Gesellschaft zum Jahresende 2021 auf 2.590,1 T€ erhöht. Dies ent- spricht einer soliden wirtschaftlichen Eigenkapitalquote von 42,3 %. Der Durchschnittswert der Unter- nehmen in Deutschland betrug nach Angaben der Deutschen Bundesbank vergleichsweise lediglich 31,5%. Vor dem Hintergrund der angenommenen Grundstücksverkäufe ergibt sich in den Jahren 2022 bis 2024 kein Zuführungsbedarf durch die Gesellschafter. Für das Wirtschaftsjahr 2022 wird mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.266,1 T€ gerechnet. Für 2025 und 2026 ist vorsorglich wieder eine Zuführung zur Kapitalrücklage eingeplant worden. Die drei Gesellschafter haben der GmbH im Jahr 2008 jeweils ein Gesellschafterdarlehen über 1.294,1 TE mit einer 10-jährigen Zinsfestschreibung gewährt, welche im Jahr 2018 ausgelaufen ist. Die neue Anschlussfinanzierung ist zu einem Festzins in Höhe von 25% mit einer Laufzeit bis zum 31.07.2028 vereinbart worden. Für die weitere Tilgung der Gesellschafterdarlehen ist im Wirtschafts- plan 2022 bis 2026 wie in den Vorjahren ein Betrag von 102,0 T€ pro Jahr eingestellt worden. Die Darlehen valutieren zum 31.12.2021 noch mit insgesamt 3.066,4 T€. Die Planwerte für die Verkaufserlöse in den Jahren 2022 bis 2026 gehen von der Erwartung aus, dass in diesem Zeitraum etwa 90 % der unter Einbeziehung des neuen Plangebietes zur Verfügung stehenden Flächen verkauft werden können. In diesem Zusammenhang ist grundsätzlich bezüglich der Risiken für die Gesellschaft darauf hinzuweisen, dass Grundstücke nicht in dem geplanten Zeit- fenster und Umfang vermarktet werden könnten. Mit Blick auf den Planungshorizont bis Ende 2026 ist dessen ungeachtet aus heutiger Sicht zu konstatieren, dass die Liquidität der Gesellschaft auf der Grundlage der Plandaten der Gesellschaft und der Möglichkeit der variablen Inanspruchnahme der Kreditlinie im Rahmen des bestehenden Konsörtialkreditverhältnisses ausreichend gegeben sein wird. Das Vermögen der Gesellschaft besteht im Wesentlichen mit einem Betrag von 5.564,4 T€ aus dem Wert der Zu vermarktenden Grundstücke. Die Kapitalstruktur besteht vornehmlich aus Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen sowie langfristigen Bankverbindlichkeiten. Letztere sind durch Bürg- schaften der Gesellschafter abgesichert. Anlage 4 Blatt 10 Ausblick Der Russland-Ukraine-Krieg ändert die geopolitischen und ökonomischen Rahmenbedingungen in diesen Wochen grundlegend. Deutschlands exportorientierte Wirtschaft ist durch den russischen An- griffskrieg spürbar betroffen. Dazu belasten die westlichen Sanktionen gegen Russland auch deut- sche Firmen. Insbesondere verstärkt sich der Inflationsdruck und die bereits bestehenden Störungen in den Lieferketten nehmen weiter zu. Europa und speziell Deutschland sind zu einem Großteil ab- hängig vom russischen Gas. Die Ukraine ist zudem die Kornkammer Europas, Weizen und Mais wer- den sich weiter erheblich verteuern. Diese Preissteigerungen werden früher oder später an die End- verbraucher weitergegeben und die Kaufkraft der Verbraucher zusätzlich schwächen. Vor diesem Hintergrund haben viele Volkswirtschaftler die Wachstumsprognosen für dieses Jahr deutlich ge- senkt. Andererseits gehen die Experten davon aus, dass der Ukraine-Konflikt wirtschaftlich nicht mit den immensen Folgen der Null-COVID-Strategie vergleichbar ist, da die wirtschaftlichen Verflechtun- gen mit Russland nicht diese Dimensionen erreichen. Bei der Vermarktung des AirportPark FMO kommen die besonderen Standortvorzüge vermehrt zum Tragen. So hat sich der Gewerbepark in den letzten Jahren zu einem Premiumstandort für das ge- samte Münsterland und die angrenzenden Regionen entwickelt. Die direkte Lage vor dem Flughafen Münster/Osnabrück, die sonstigen sehr guten Verkehrsbedingungen, das nachhaltige Konzept mit großzügigen Grünbereichen und Wasserläufen sowie die zahlreichen infrastrukturellen Mehrwerte bieten beste Voraussetzungen für die angesiedelten Unternehmen und deren Wachstumschancen. Dazu ist darauf hinzuweisen, dass die münsterländischen Kommunen vermehrt von Flächenengpäs- sen betroffen sind. Viele Umlandgemeinden müssen schon jetzt Gewerbeflächenanfragen von au- Rerhalb ablehnen, um zumindest den bereits angesiedelten Unternehmen bzw. lokalen Neugründun- gen noch Grundstücke anbieten zu können. Der AirportPark FMO stellt dagegen unter Einbeziehung seiner Wachstumsmöglichkeiten als einer der wenigen Gewerbestandorte in der Region ein attrakti- ves Entwicklungsgebiet mit weiterhin großen Flächenpotenzialen dar. In diesem Zusammenhang muss auch die aktuelle und zukünftige Entwicklung am Flughafen Müns- ter-Osnabrück (FMO) mit einbezogen werden. Insbesondere durch ein sehr erfreuliches Wachstum im zweiten Halbjahr des Berichtsjahres konnte die Passagierzahl für 2021 trotz der anhaltenden Corona-Pandemie um 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 362.100 Fluggäste gesteigert werden. Für das Jahr 2022 haben Fluggesellschaften und Reiseveranstalter ihre Kapazitäten deutlich ausgeweitet. Darin sieht die Geschäftsführung des FMO eine gute Grundlage für weiter steigende Fluggastzahlen. Bedeutsam war auch die Entscheidung des Bundes im Februar 2021, den FMO als Flughafen mit verkehrspolitisch hoher Bedeutung einzustufen und ihn als einen von 12 deutschen Anlage 4 Blatt _ 11 Flughäfen finanziell zu unterstützen. So ist der FMO der einzige Flughafen in Westfalen, der vom Bund und vom Land NRW zu gleichen Teilen zusammen 5 Millionen Euro erhielt. Breite Unterstützung erfährt der Flughafen zudem bei seinem ehrgeizigen Ziel, bis zum Jahr 2030 zu einem klimaneutralen Airport zu werden. Zusammengefasst ist die Erwartungshaltung der Geschäftsführung der AirportPark FMO GmbH ver- halten zuversichtlich. Dies ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass die 1. Ausbaustufe im Il. Re- alisierungsabschnitt beginnend im II. Halbjahr 2022 sukzessive vermarktet werden kann und die ver- schiedenen erfolgversprechenden Gespräche der vergangenen Monate ein großes Kaufinteresse er- warten lassen. Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Greven, den 24. März 2022 Udo Schröer Geschäftsführer
Anlage A
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Anlage A zur V/0352/2022 Kurzüberblick Jahresabschluss 2021 der AirportPark FMO GmbH inkl. der Ermächtigung des Vertreters der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung Ziele/Teilziele/Zielerreichung Zustimmung der Gesellschafterin Stadt Münster zum Jahresabschluss Finanzierung Produktgruppe: 1501 Anteile an Unternehmen Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig freiwillig HGB, GO NRW, Satzung der Gesellschaft Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Keine
Beschlussvorlage
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V/0352/2022 V/0352/2022 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Jahresabschluss 2021 der AirportPark FMO GmbH Beratungsfolge 09.06.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Die Vertretung der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der AirportPark FMO GmbH wird ermächtigt folgende Entscheidungen zu treffen: a) Dem Jahresabschluss der AirportPark FMO GmbH, abschließend in der Bilanz zum 31. Dezember 2021 bei Aktiva und Passiva mit 6.126.751,07 € sowie einem in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020 ausgewiesenen Jahresüberschuss von 496.757,00 € ist von der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft am 25.03.2022 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt worden; er wird entsprechend festgestellt. b) Dem Aufsichtsrat wird für das Geschäftsjahr 2021 Entlastung erteilt. c) Der Jahresüberschuss in Höhe von 496.757,00 € wird mit dem Verlustvortrag von 4.506.681,27 € auf neue Rechnung vorgetragen. II. Finanzielle Auswirkungen: Keine Amt für Finanzen und Beteiligungen 24.05.2022 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Schlüter T elefon:492-2008 SchlueterT@stadt- muenster.de - 2 - V/0352/2022 Begründung: Die Stadt Münster ist – wie auch die Stadt Greven und der Kreis Steinfurt – zu einem Drittel (100.000 €) am Stammkapital der 2004 gegründeten AirportPark FMO GmbH beteiligt. Wesentlicher Gegenstand des Unternehmens ist die Vorbereitung, Erreichung und Umsetzung aller planerischen Voraussetzungen für das regionale Gewerbegebiet am Flughafen Münster/Osnabrück sowie die Entwicklung, Erschließung und Vermarktung dieses Gewerbegebietes zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft. Gemäß § 11 Abs. 1 Buchstaben c) und e) des Gesellschaftsvertrages der AirportPark FMO GmbH entscheidet die Gesellschafterversammlung über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses sowie die Entlastung des Aufsichtsrates. Die Umsatzerlöse des Vorjahres in Höhe von 388 T€ wurden im Geschäftsjahr 2021 mit 1.940 T€ deutlich übertroffen Es konnten mit zwei Ansiedlungen und Grundstücksverkäufen Flächen mit einer Größe von 29.430 qm veräußert werden. Insgesamt weist der Jahresabschluss einen Überschuss in Höhe von 497 T€ aus. Der Fehlbetrag des Vorjahres betrug 414 T€. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 6.127 T€. Das Vorratsvermögen beträgt 5.564 T€ Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 2.590 T€. Unter Einbeziehung der Restvaluten der mit Rangrücktritt ausgestatten Gesellschafterdarlehen, weist die Gesellschaft ein positives wirtschaftliches Eigenkapital von 5.656,5 T€ aus. Die langfristigen Verbindlichkeiten betragen 3.258 T€. Weitere Einzelheiten zum Jahresabschluss der Gesellschaft können den Anlagen entnommen werden. Der Jahresabschluss wurde von der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. In den Gremien der Gesellschaft wurden die obigen Beschlüsse bereits am 24.05.2022 gefasst. Das Votum der Vertretung der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung stand dabei unter dem Vorbehalt einer entsprechenden Ermächtigung durch den Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft. Einschätzung des Beteiligungsmanagements zum Jahresabschluss Nach Prüfung des Jahresabschlusses durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr.Merschmeier + Partner GmbH, Münster haben sich aus Sicht des Beteiligungsmanagements keine Einwendungen gegen diesen oder zusätzliche Hinweise zu diesem ergeben. Unter Berücksichtigung des vorgelegten und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlussberichtes erscheint der Jahresabschluss plausibel und vermittelt ein hinreichend nachvollziehbares Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AirportPark FMO GmbH zum Bilanzstichtag. i.V. gez. Christine Zeller Stadtkämmerin Anlagen: Anlage A Anlage 1 zur Vorlage V/0352/2022
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0352/2022
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.05.2022
- Erstellt
- 18.05.2022 11:45