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V/0352/2022

Jahresabschluss 2021 der AirportPark FMO GmbH

Vorlagen 20.05.2022

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Anlage 1 zur Vorlage V_0352_2022

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 1 zur Vorlage V_0352_2022

43857 Zeichen

Anlage 1 zur Vorlage V/0352/2022

Dr. Merschmeier + Partner GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft

ANLAGEN

Dr. Merschmeier + Partner GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft
Anlage 1

Bilanz zum 31. Dezember 2021
AirportPark FMO GmbH, Greven

Dr. Merschmeier + Partner GmbH ' Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ' Steuerberatungsgesellschaft

Bilanz zum 31. Dezember 2021

AirportPark FMO GmbH, Greven

Aktiva Stand
31.12.2021
€

Stand
31.12.2020
€

Anlagevermögen

I.  Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie

Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.822,00 9.071,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.226,00 49.343,29
Il. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 150,00 150,00
.....28.364,29

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen . 5.564.351,77 6.154.787,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.544,75 4.864,48
2. Sonstige Vermögensgegenstände 8.911,97 3.225,93
III. Guthaben bei Kreditinstituten 483.872,47 191.745,72
....0.062.680,96' .....0:394.623,80,

C. Rechnungsabgrenzungsposten

6.126.751,07 6.434.365,20

Dr. Merschmeier + Partner GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft

Anlage I
Passiva Stand Stand
31.12.2021 31.12.2020

€ €

Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 6.300.000,00 6.000.000,00
III. Verlustvortrag . 4.506.681,27 .l. 4.080.698,44
VI. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 496.757,00 J._425.982,83

B. Rückstellungen

1. Sonstige Rückstellungen .....37.200,00, „13.700,00.

C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 308.441,95
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 49.880,78 (Vj. € 48.861,47) .
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.004,61
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 43.004,61 (Vj. € 14.925,46)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.128.028,78
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 128.891,44 (Vj. € 128.375,41)
- davon aus Steuern:
€ 3.227.93 (Vj. € 2.619,11)

1.357.303,42

14.925,46

=

3.253.117,59

....3:419.475,34, | _...4.625.346,47.
6.126.751,07 6.434.365,20

Dr, Merschmeier + Partner GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft

Anlage 2
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1. - 31.12.2021
AirportPark FMO GmbH, Greven
1.1. - 1.1. -
31.12.2021 31.12.2020.
€ €
1. Umsatzerlöse , 1.940.014,63 388.075,01
2. Verminderung des Bestands in Ausführung befindlicher Bauaufträge 590.435,90 90.612,01
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.285,33 3.121,68
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe .
und für bezogen Waren 2.500,00 3.980,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 150.833,77 27.170,25
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 183.666,65 143.450,86
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 23.905,96 21.977,15
- davon für Altersversorgung:€ 1.730,00 (Vj. € 1.800,00)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen 11.852,44 9.270,99
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 336.851,42 364.441,24
8.  Betriebsergebnis 645.253,82 J. 269.705,81
9. Erträge aus Beteiligungen 4,50 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 132.606,14 140.124,77
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 J. 0,50
12. Ergebnis nach Steuern 512.652,18 .J.  409.830,08
13. Sonstige Steuern 15.895,18 16.152,75

14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 496.757,00 J. __425.982,83

AirportPark FMO GmbH Anlage 3

. Blatt .1
Anhang zum 31. Dezember 2021

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der AirportPark FMO GmbH wurde auf der Grundiage der Rechnungslegungs-
vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht
werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt:

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang
ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung
gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in $ 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesell-
schaft.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt entsprechend den Regelungen des Gesellschafts-
vertrages nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft nimmt für Zwecke der Offenlegung des Jahresabschlusses die Erleichterungen des

8 326 HGB in Anspruch. Größenabhängige Eneieheängen gemäß $ 288 HGB wurden teilweise in
Anspruch genommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma: AirportPark FMO GmbH
Sitz: Greven
Registergericht: Amtsgericht Steinfurt

Register-Nr.: HRB 6107

AirportPark FMO GmbH Anlage 3

Blatt 2
Anhang zum 31. Dezember 2021

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der
Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit
abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermö-
gensgegenstände linear vorgenommen.

Für. bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als
Euro 250,00 Euro aber nicht mehr als Euro 1.000,00 zu wurde ein Sammelposten gebildet und
linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Zinsen für Fremdkapital
wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei
wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anlage 3
Blatt

3

GEHIT'85 00'866 Z0‘L69’yhZ 82'998°6 ELWZE'SEZ  ZO'BBLEBZ Z0'6B2'E6Z
0'0SL __0D'osı 000 000 oo’osı 00'0SL e DEIUEZUE WE Sun)
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AirportPark FMO GmbH Anlage 3

Blatt 4
Anhang zum 31. Dezember 2021

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten
enthalten:

Art der Rückstellung Stand zum Stand zum
31.12.2021 31.12.2020

TEuro TEuro

Abschluss- und Prüfungskosten 17,0 15,5
Tantieme 40,0 0,0
sonstige Rückstellungen 0,2 0,2
Sonstige Rückstellungen 57,2 15,7

Restlaufzeitvermerke zu Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 221.776,83 Euro
(Vorjahr: 192.162,34 Euro).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 3.257.698,51 Euro
(Vorjahr: 4.433.184,13 Euro).

Betrag der Verbindlichkeiten
mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
beträgt 2.604.802,93 Euro (Vorjahr: 3.760.978,08 Euro).

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbun-
den: Kommunalbürgschaft der Gesellschafter zu je einem Drittel

AirportPark FMO GmbH Anlage 3

Blatt 5
Anhang zum 31. Dezember 2021

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte
mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführ-
ten Verbindlichkeiten. i

Restlaufzeit

Art der Verbindlichkeit größer 5 Jahre Sicherung
Betrag ‘ Betrag Vermerk
Euro Euro
gegenüber Kreditinstituten 48.412,93 6.020.000,00 6
gegenüber Gesellschaftern 2.556.390,00 3.882.390,00
Summe 2.604.802,93 9.902.390,00

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen

3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten

4 = Sicherungsübereignung Vorräte

5 = Sicherheitsabtretung Forderungen

6 = Kommunalbürgschaft der Gesellschafter zu je einem Drittel

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 3.066.390,00 Euro (Vor-
jahr: 3.173.390,01 Euro).

AirportPark FMO GmbH Anlage 3

Anhang zum 31. Dezember 2021

Mit Kaufvertrag vom 14.10.2004 hat die AirportPark FMO GmbH Grundstücke von der WestGkA und
der Stadt Greven gekauft. Gemäß Vereinbarung in den politischen Gremien ist im Kaufvertrag gere-

* gelt, das für die Flächen, für die Planungsrecht geschaffen wird (verbindliche Bauleitplanung/ Vorha-
ben- und Erschließungsplan) von der AirportPark FMO GmbH weitere 5 € je qm an die Stadt Greven
zu zahlen sind. Diese zukünftige Verpflichtung entsteht erst dann, wenn für die über den jetzigen
Flächennutzungsplan hinausgehend für weitere Flächen Planungsrecht geschaffen wird. Gegenüber
der Stadt Greven besteht noch eine Restverbindlichkeit in Höhe von T€ 183,0.

Aufgrund bestehender Leasing- und Mietverträge ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen
kalenderjährlich zurzeit von rund 27,3 T€.

Aufgrund des mit der Naturschutzstiftung Kreis Steinfurt in 2007 geschlossenen Vertrages über die
Durchführung und Refinanzierung von Kompensationsmassnahmen zum Bebauungsplan Nr. 80
ergaben sich maximale finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 2.540. Die darin ent-
haltenen Flächensicherungskosten sind insgesamt abgerechnet, sodass von dem Ursprungsbetrag
nur noch laufende Pflege und Entwicklungsmassnahmen anlassbezogen anfallen.

Mit notarieller Urkunde vom 19. Juli 2008 (UR 67/2008 Notar Hubertus Bange) wurde zwischen der
AirportPark FMO GmbH und der Stadt Greven ein Erschließungs- und Städtebaulicher Vertrag auf
der Grundlage von $$ 1 und 129 BauBG geschlossen. Die Stadt Greven überträgt die Erschließung
des Vertragsgebietes auf die AirportPark FMO GmbH als Erschließungsträger. Diese hat die Erschlie-
Rung auf eigene Kosten vorzunehmen. Die Stadt Greven begleitet die Bauleitung des Erschließungs-
trägers und überprüft die Leistungen auf Einhaltung der Qualitäten und Quantitäten sowie der Ter-
mine. Dafür erhält die Stadt Greven eine pauschale Vergütung in Höhe von 200.000,00 Euro. Hiervon
wurden bereits 135.000,00 Euro gezahlt. Die Erschließungsanlagen sind nach Fertigstellung kosten-
frei auf die Stadt Greven zu übertragen. Für die Gewährleistung gelten die Bestimmungen der VOB.

Der Erschließungsträger hat die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen i.S.v. & 11 BewG auf eigene
Kosten durchzuführen.

Hinsichtlich des Brandschutzes im Vertragsgebiet hat die AirportPark FMO GmbH eine Kostenerstat-
tung für Personalkosten der Stadt Greven zu leisten sowie ein Löschfahrzeug anzuschaffen und der
Stadt Greven zu übereignen. Das Löschfahrzeug ist im Geschäftsjahr 2014 angeschafft worden. Die
Erstattung der Personalkosten erfolgte erstmals im Berichtsjahr 2012. Im Berichtsjahr 2021 wurden
159,5 T€ gezahlt.

Bei der Kreissparkasse Steinfurt besteht ein Konsortialkredit in Höhe von 4.920.000,00 €. Der Kredit
wird als Girokonto geführt. Die Inanspruchnahme in Höhe von 1,0 Mio Euro zum 31.12.2020 konnte
aufgrund der Verkaufserlöse im Berichtsjahr zurückgeführt werden. Der Kreditranmen besteht weiter-
hin in voller Höhe. Die Gesellschafter haften zu je einem Drittel.

AirportPark FMO GmbH Anlage 3

. Blatt 7
Anhang zum 31. Dezember 2021

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen be-
schäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 1,00
leitende Angestellte 1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich

beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 2,0

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Person geführt:

Diplom-Geograph Udo Schröer

AirportPark FMO GmbH

Anhang zum 31. Dezember 2021

Mitglieder des Aufsichtsrates
Dem Aufsichtsrat (Stand 31.12.2021) gehören an:

Aufsichtsrat:

Vorsitzender
Dietrich Aden
Vertreter: Robin Denstorff

Für die Stadt Greven:
Dietrich Aden

Vertreter: Cosimo Palomba
Johannes Hennigfeld
Vertreter: Philipp Wimber
Dr. Christian Kriegeskotte
Vertreter: Monika Erben
Janina Rebholz

Vertreter: Manfred Zilske

Für die Stadt Münster:
Robin Denstorff
Vertreterin: Christine Zeller
Jan Gebker

Vertreter: Markus Johow
Sandra Beer

Vertreter: Philipp Hagemann
Carsten Peters
Vertreterin: Anne Herbermann

Für den Kreis Steinfurt:

Dr. Martin Sommer

Vertreter: Alexandra Dorndorf
Manfred Kleimeyer

Vertreter: Wilfried Grunendahl
Matthias Himmelreich
Vertreter: Jürgen Coße

Dr. Jan-Philip Zimmermann
Vertreter: Wiltrud Kampling

Vergütungen der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden Euro 111.074,11 Beträge ge-

währt.

Anlage 3

Blatt

Bürgermeister Greven
Stadtbaurat Münster

Bürgermeister

Erster Beigeordneter

Dipl. Kaufmann i. R.
Geschäftsführer

Schulleiter

Dipl. Theologin i. R.
Rechtsanwaltsfachangestellte
Pensionär

Stadtbaurat
Stadtkämmerin

Geschäftsführer/Verwaltungsleiter

Bauingenieur

Leiterin Beratungs- und
Trainingsinstitut Münster
Rechtsanwalt
Geschäftsführer
Dozentin/Bildungsreferentin

Landrat

Kreisdirektorin

Selbst. Versicherungsmakler
Kaufmann

Wirtschaftsjurist

Angestellter

Leiter einer Bildungseinrichtung
Dozentin/Erwachsenenbildung

8

AirportPark FMO GmbH Anlage 3

Blatt 9
Anhang zum 31. Dezember 2021

Vergütung des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat erhält für seine geleistete Tätigkeit im Berichtsjahr Euro 525,00. Im Einzelnen:

Jan Gebker 70,00 Euro
Carsten Peters 35,00 Euro
Manfred Kleimeyer 70,00 Euro
Jürgen Coße 70,00 Euro
Jan-Philip Zimmermann 70,00 Euro
Johannes Hennigfeld 70,00 Euro
Dr. Christian Kriegskotte 70,00 Euro
Janina Rebholz 70,00 Euro

Honorar des Abschlussprüfers

Die "sonstigen betriebliche Aufwendungen" enthalten das als Aufwand erfasste Honorar des Ab-
schlussprüfers in Höhe von Euro 4.475,00.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahrs nicht ergeben.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisver-
wendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 496.757,00 Euro und soll mit dem Verlustvortrag in Höhe von Euro
4.506.681,27 verrechnet werden.

Greven, 24. März 2022

der

Diplom-Geograph Udo Schröer

Anlage 4
Blatt 1

Lagebericht der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2021

Grundlage

Die AirportPark FMO GmbH wurde durch die Stadt Greven, die Stadt Münster und den Kreis Steinfurt
im Jahr 2004 gegründet. Die gemeinsamen Planungsziele wurden seinerzeit in einem mehrstufigen
Entwicklungskonzept (Strukturkonzept, städtebauliche Rahmenplanung, Erschließungskonzept, vor-
bereitende und verbindliche Bauleitplanung) erarbeitet. Planerische Grundlage ist der von der Region
aufgestellte Regionalplan Münsterland, der für den AirportPark FMO eine Entwicklungsfläche von
rund 200 Hektar ausweist. Diese Ausweisung ist in der zuletzt aktualisierten Fassung von 2014 fort-
geschrieben worden:

Mit dem Bebauungsplan Nr. 80 „AirportPark FMO* ist im August 2008 verbindliches Planungsrecht
für den I. Realisierungsabschnitt in einer Größenordnung von ca. 48 Hektar geschaffen worden. Mit
dem im Jahr 2014 festgesetzten Bebauungsplan „VEP SchuPa Il“ in Verbindung mit der Ansiedlung
von Schumacher Packaging vergrößerte sich die planungsrechtlich gesicherte Fläche um rund 8 Hek-
tar sowie 2018 mit dem Bebauungsplan „VEP Hermes“ mit der Ansiedlung des Hermes Logistik-Cen-
ters um weitere rund 4 Hektar auf insgesamt derzeitig etwa 60 Hektar. Als übergeordnete Zielgruppe
soll sogenanntes „Flughafenaffines Gewerbe“ angesiedelt werden. Hierunter sind Betriebe und Un-
ternehmen zu verstehen, die die Flughafeninfrastruktur nutzen und Kundenbeziehungen und/oder
Warenströme über den Flugbetrieb unterhalten, d.h. einen nutzungsstrukturellen Bezug zum Flugha-
fen aufweisen. Das Konzept eines hochwertigen Gewerbe- und Dienstleistungsstandortes soll mit
den besonderen Standortvorteilen des Flughafens eine überregional ausgerichtete Gewerbeflächen-
nachfrage ansprechen. Der AirportPark FMO soll hierbei nicht als Konkurrenzstandort für die lokalen
Gewerbestandorte in der Region auftreten, sondern vielmehr eine Ergänzung der vorhandenen An-
gebote zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft darstellen.

Als weitere Geschäftsgrundlage für die Aktivitäten der AirportPark FMO GmbH ist der zwischen der
Stadt Greven und der Gesellschaft im Jahr 2008 geschlossene Erschließungs- und städtebauliche
Vertrag maßgeblich, in welchem die Erschließung des Gebietes auf die Gesellschaft übertragen wor-
den ist. Damit hat die AirportPark FMO GmbH die Erstellung der Erschließungsanlagen sowie der
Grün- und Gewässerbereiche im eigenen Namen und auf eigene Rechnung übernommen. Die Er-
schließungskosten finden in den Grundstückskaufpreisen Berücksichtigung. Nach Fertigstellung von

Anlage 4
Blatt 2

wesentlichen bzw. zusammenhängenden Teilen werden die Anlagen sukzessive kostenfrei in das
Vermögen der Stadt Greven übertragen. Eine erste Übernahme von’ Teilen eines Gewässers und
eines Kanalisationsabschnittes für Regen- und Schmutzwasser ist durch die Technischen Betriebe
. Greven zum 01.01.2015 erfolgt.

Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgesche-
hen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation
und zunehmender Liefer- und Materialengpässe war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen
Jahr um 2,7% höher als 2020. Allerdings erreichte das Wachstum noch nicht wieder den Wert von
2019 (4,7%), dem Jahr vor der Krise.

Erfreulicherweise hat sich die Wirtschaftsleistung in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht, ohne je-
doch das Vorkrisenniveau zu erreichen. So nahm die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienst-
leister um 5,4% zu, während im Bereich „Handel, Verkehr und Gastgewerbe“ das Plus mit 3% verhal-
tener ausfiel. Im Sektor „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ wurde der Rückgang
der Wirtschaftsleistung 2020 im Jahr 2021 nahezu kompensiert. Das Baugewerbe und der Bereich
Information und Kommünikation konnten sich in der Pandemie behaupten und ihre Wirtschaftsleis-

tung im Vergleich zu 2019 sogar merklich steigern.

Die Konsumausgaben des Staates waren auch im Berichtsjahr eine Wachstumsstütze der deutschen
Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus um weitere 3,4% und sind insbeson-
dere von solchen Maßnahmen beeinflusst, die die Corona-Pandemie bekämpfen oder ihre Folgen
mindern sollen. Dagegen konnten sich die privaten Konsumausgaben lediglich auf dem niedrigen
Niveaü von 2020 stabilisieren. Grund hierfür waren unter anderem Sättigungseffekte beim Kauf lang-
lebiger Gebrauchsgüter, die vielfach bereits im ersten Pandemiejahr erfolgten. Kurzlebige Konsum-
güter, wie beispielsweise Bekleidung, Schuhe und auch Reisen wurden wieder etwas mehr nachge-
fragt. Eine weitere Veränderung im Konsumverhalten war die merkliche Zunahme des Online-Han-
dels.

Der Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte
9,4% mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe wuchsen um 8,6%. Damit
lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch geringfügig unter dem Niveau des Jahres 2019.

Anlage 4
Blatt 3

Auch das Kerngeschäft der AirportPark FMO GmbH mit der Entwicklung, Erschließung und dem Ver-
kauf von Grundstücksflächen hat sich den pandemiebedingten Umständen nicht entziehen können.
Vor allem im Vorjahr hat das Vermarktungsgeschäft aufgrund der spürbar reduzierten Grundstücks-
anfragen deutlich gelitten. Manche Investoren haben Besichtigungs- und Verhandlungstermine ver-
schoben oder zunächst zurückgestellt. Dies war ursächlich dafür, dass die Gesellschaft nach drei
positiven Jahresergebnissen in Folge im Jahr 2020 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 426,0 T€
ausgewiesen hat. Im Berichtsjahr hat sich.die Nachfrage tendenziell wieder verstärkt, was auch An-
lass für eine optimistische Zukunftserwartung gibt.

Vermarktung

Im ersten Quartal 2021 erwarb die Firma WMK Trading GmbH ein 25.393 m? großes Grundstück in
zentraler Ecklage an der Joan-Joseph-Fiege-/ Elly Beinhorn-Straße. Das junge E-Commerce-Unter-
nehmen ist seit 2016 in vier angemieteten Lagerstandorten in Altenberge, Münster, Kamen und Ham-
burg kontinuierlich gewachsen und fasst diese nunmehr am neuen Hauptsitz im AirportPark FMO
weitestgehend zusammen. Das Sortiment besteht aus über 400 verschiedenen Artikeln und umfasst
im Wesentlichen die Segmente Garten, Home & Living, Sport & Freizeit, Tierbedarf, Kinder& Baby
sowie Consumer Electronics. Die Waren werden ausschließlich in Fernost produziert, dort kooperiert

das Unternehmen mit über 150 Manufakturen.

Das erworbene Grundstück wurde im Berichtsjahr mit einem kompakten Büro- und Hallenkomplex
von rund 18.000 m? Betriebsfläche bebaut. Die auf zwei Mezzanin-Ebenen integrierte Bürofläche be-
trägt rund 2.100 m?. Für den neuen Hauptsitz ist mittelfristig eine Arbeitsplatzzahl von 300 Mitarbei-
ter*innen geplant. Vor dem Hintergrund, dass WMK alle Arbeitsbereiche „In-House“ organisiert hat,
ist eine vielschichtige Arbeitsplatzstruktur von der Verwaltung über das Lager und dem Kundenser-
vice, dem Vertrieb, das Marketing und Key-Account Management bis zur IT- und Web-Entwicklung
gegeben. Mit der Standortwahl im AirportPark FMO soll besonders die Internationalisierung und Er-
schließung weiterer Marktplätze, zunächst europaweit und langfristig weltweit, verstärkt werden. Die
direkte Nähe zum Flughafen FMO ermöglicht regelmäßige Besuche der Manufakturen und Kunden
sowie einen schnelleren Versand von Express-Sendungen.

Das Projekt von WMK ist durch das Bauunternehmen Goldbeck, Niederlassung Münster, zügig um-
gesetzt worden und war zum Jahresende 2021 bis auf Restarbeiten im Innenausbau nahezu fertig-
gestellt. Der Neubaubezug erfolgte sukzessive im ersten Quartal des laufenden Jahres.

Anlage 4
Blatt __4

Im Mai 2021 hat die K&H Immo GmbH vorzeitig ein bereits im Grundstückskaufvertrag von 2019
bestehendes Kaufangebot über eine Zusatzfläche von rund 4.037 m? angenommen und notariell be-
urkundet. Damals wurde an der Joan-Joseph-Fiege-Straße bzw. westlich der Fiege Systemzentrale
zunächst eine Fläche von rund 4.000 m? Größe erworben. Das von zwei Architektur- und Ingenieur-
büros aus Greven und Münster neu gegründete Gemeinschaftsunternehmen will im AirportPark FMO
einen gemeinsamen Firmensitz schaffen. Auf einer Gesamtfläche von nunmehr rund 8.037 m? Grund-
stücksgröße errichtet das Unternehmen im ersten Bauabschnitt ein architektonisch attraktives Büro-
gebäude von rund 1.550 m? Nutzfläche für etwa 70 Mitarbeiter*innen. Der Baustart soll im zweiten
Quartal 2022 erfolgen.

Die Schumacher Packaging Gruppe, einer der europaweit führenden Hersteller für Verpackungslö-
sungen aus Well- und Vollpappe, baut ihr Werk in Greven stetig weiter aus. Die geplanten Ausbau-
stufen erfolgen im Zeitablauf unmittelbar nacheinander, um so die durch den E-Commerce-Boom
steigende Nachfrage nach maßgeschneiderten Verpackungslösungen kurz- und langfristig bedienen
zu können. Ende des Berichtsjahres wurde bereits mit dem VI. Bauabschnitt begonnen. Vor diesem
Hintergrund hat das Unternehmen im Ill. Quartal 2021 vorzeitig ein zuvor vertraglich reserviertes
Grundstück von rund 8.328 m? für den Bau von Mitarbeiterparkplätzen erworben. Bis Ende 2023 be-
steht noch ein weiteres Verkaufsangebot für eine Fläche von rund 24.315 m? an der westlich gelege-
nen Unternehmensseite. Unter Einbeziehung dieser Reservierung beträgt die gesamte Betriebsfläche
dann mehr als 175.000 m?.

Nach Firmenangaben soll die bei der Erstplanung des Unternehmens avisierte Schaffung von 500
Arbeitsplätzen sukzessive in den nächsten Jahren erreicht werden. Ziel des familiengeführten Unter-
nehmens ist es, das Werk im AirportPark FMO zu einem Multi-Mega-Werk der nächsten Generation
auszubauen, Bis Ende 2022 soll es eine der weltweit größten Produktionsstätten sein und den
Stammsitz Ebersdorf mit einer Kapazität von 600 Millionen Quadratmetern pro Jahr als das bisher
größte Wellpappe-Werk Europas ablösen. Die Schumacher Packaging Gruppe erhofft sich durch
diese Investitionsoffensive, den Kunden langfristig Planungs- und Versorgungssicherheit bieten zu
können und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter zu steigern.

Die seit Oktober 2020 im Bau befindliche Automatentankstelle der Marke ‚tankpool 24“ wurde im April
2021 fertiggestellt. Die Tankstelle befindet sich in zentraler Lage auf einem rund 2.249 m? großen
Grundstück an der Otto-Lilienthal-Straße gegenüber von Schumacher Packaging und ist Anlaufstelle
für die im AirportPark FMO ansässigen Unternehmen. Dabei profitieren diese nicht nur von günstigen
Kraftstoffen, sondern optional auch von einem detailliertem Datenmanagement für das Controlling.
Europaweit gibt es mittlerweile bereits mehr als 1.000 „tankpool 24“ Tankstellen in Gewerbegebieten.

Anlage 4
Blatt 5

Im März 2020 hat das Unternehmen Bäumer online GmbH (vormals Hubertus Bäumer GmbH) auf
einem 8.541 m? großen Grundstück an der Elly-Beinhorn-Straße ein Büro-, Ausstellungs-, Versand-
und Lagergebäude fertiggestellt. Das Gebäude umfasst rund 350 m? Büro und rund 2.500 m? Lager-
und Werkstattfläche. Die Firma ist der deutsche Generalvertreter mit Exklusiv-Vertrieb der Gartenge-
rätemarke „HECHT made for garden” aus Tschechien und der eigenen Marke „Zooprinz" für Zooarti-
kel. Derzeitig beschäftigt das Unternehmen rund 40 Mitarbeiterinnen und befindet sich in einem star-

ken Wachstumsprozess.

Der im Jahr 2017 mit der Firma geschlossene Grundstückskaufvertrag beinhaltet zusätzlich ein
Kaufangebot für eine angrenzende Fläche von ca. 7.238 m? Größe zur späteren Entwicklungsnut-
zung. Aufgrund der sehr positiven Geschäftsentwicklung seit Bezug der Immobilie hat das Unterneh-
men die Option vorzeitig im Januar 2022 angenommen und notariell beurkundet. Geplant ist der Bau-
beginn für ein zusätzliches Hallengebäude mit einer Größe von rund 2.500 m? etwa ab Mitte des

Jahres.

Zum Jahresende 2021 stehen im I. Realisierungsabschnitt nur noch zwei Grundstücke in einer Größe
von 11.965 m? und 6.152 m? sowie drei kaufvertraglich reservierte Flächen von insgesamt rund
39.900 m? zur Vermarktung zur Verfügung. Von den Reservierungen wurden zwischenzeitlich bereits
zwei Flächen mit einer Gesamtgrößenordnung von 15.568 m? angenommen. Es ist zu erwarten, dass
die verbleibenden Restflächen noch im Jahr 2022 veräußert werden können. "

Erweiterung des AirportPark FMO

Der I. Realisierungsabschnitts im AirportPark FMO umfasst einschließlich der arrondierten Planungs-
flächen für Schumacher Packaging und Hermes rund 60 Hektar. Das hieraus entwickelte Netto-Bau-
land beträgt rund 416.500 m?. Wie zuvor dargestellt sind diese Flächen weitestgehend vermarktet.

Diese in den letzten Jahren bereits absehbare erfolgreiche Entwicklung hat die Geschäftsführung
veranlasst, die in der ursprünglichen Konzeption geplante Flächenentwicklung von insgesamt rund
200 Hektar mit einer 1. Ausbaustufe zum Il. Realisierungsabschnitt weiterzuentwickeln. Es handelt
sich hierbei um bereits im Eigentum der GmbH befindliche ehemalige landwirtschaftliche Grundstü-
cke nördlich und östlich der Hermes-Ansiedlung in einer Größenordnung von rd. 15 Hektar. Die Stadt
Greven hat hierzu im Oktober 2019 die erforderlichen Aufstellungsbeschlüsse für die Planverfahren

gefasst.

Anlage 4
Blatt 6

Nach der Vorentwurfsplanung beläuft sich die Nettobaulandfläche im Plangebiet auf rd. 117.000 m?,
aufgeteilt in zwei nördlich der geplanten Verlängerung der Otto-Lilienthal-Straße befindliche Teilflä-
chen von ca. 22.400 m? und ca. 36.500 m? Größe sowie in zwei südlich dieser Erschließungsstraße
liegende Flächen von ca. 6.600 m? und ca. 51.450 m? Größe. Die drei größeren Areale sind flexibel

teilbar.

Die frühzeitig veranlasste 1. Stufe der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung ist im September
2020 abgeschlossen worden. Private Bedenken und Anregungen sind nicht eingegangen. Bei den
behördlichen Bedenken hat die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Steinfurt wegen potenziell
vorkommender Vogelarten, wie z.B. Schleiereule, Kiebitz, Nachtigall und Gartenrotschwanz, eine ver-
tiefende Artenschutzprüfung, die sogenannte ASP Il, für erforderlich gehalten. Diese gutachterliche
Prüfung ist in der Zeit von Februar bis Oktober 2021 erfolgt. Der hieraus resultierende Umweltbericht
liegt inzwischen vor. Die Naturschutzstiftung hat Ende Februar dieses Jahres die notwendigen Aus-
gleichsflächen für die Erweiterungen benannt, die entsprechende vertragliche Vereinbarung hierzu
wird derzeitig erarbeitet. Alle Beteiligten sind bemüht, den betroffenen Tierarten die notwendigen Er-

satzlebensräume zur Verfügung zu stellen.

Das bestehende Planungs- und Vermarktungskonzept sieht nach wie vor als übergeordnetes Ziel die
Ansiedlung von flughafenaffinen Unternehmen vor, d.h. es sind nur solche Dienstleistungs- und ge-
werblich-logistische Nutzungen zulässig, die einen räumlichen und nutzungsstrukturellen Bezug zum
Flughafen nachweisen können. Bei jeder Ansiedlung ist dieser Nachweis gegenüber der Bezirksre-

gierung Münster zu führen.

Derzeitig wird davon ausgegangen, dass das Planungsrecht voraussichtlich zur Mitte des Jahres
2022 festgesetzt werden kann. Um die Teilgrundstücke nach Festsetzung des Bebauungsplanes ver-
äußern zu können, ist das Plangebiet zunächst mit einer Baustraße sowie Regen- und Schmutzwas-
serkanalisation zu erschließen. Die hierfür notwendige Ausführungsplanung ist beauftragt, die kon-
kreten Baumaßnahmen sind für das Ill. Quartal vorgesehen.

Vor dem Hintergrund der zuvor beschriebenen Planungs- und Erschließungsschritte bzw. der aus
heutiger Sicht zu erwartenden Festsetzung des Bebauungsplans bis Juli 2022 werden erste Vermark-
tungserlöse aus dem neuen Plangebiet voraussichtlich noch im Il. Halbjahr 2022 generiert werden
können. Zurzeit liegen für einen Großteil der künftigen Gewerbegrundstücke schon konkrete Interes-
sensbekundungen vor. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung, dass sämtliche neuen Gewerbe-

grundstücke bereits in den nächsten zwei bis drei Jahren ebenfalls verkauft sein werden.

Anlage 4
Blatt 7

Insofern ist es sinnvoll, sowohl aus Vermarktungs- bzw. Nachfragesicht als auch vor dem Hintergrund
der mittlerweile länger anzusetzenden Planungszeiträume, zeitnah weitere neue Entwicklungsschritte
im insgesamt rund 200 Hektar großen Plangebiet in die konkrete Planung einzubeziehen. Ansonsten
besteht die Gefahr, dass der AirportPark FMO GmbH mittelfristig keine Grundstücke mehr zur Ver-
marktung zur Verfügung stehen. Die bisherigen Untersuchungen haben ergeben, dass ein weiterer
Entwicklungsabschnitt von bis zu 30 Hektar südlich angrenzend an das heutige Gebiet bzw. beider-
seits der Airportallee Richtung Autobahn in die konkrete Entwicklung genommen werden kann. Erste
Gespräche hierzu sind im Berichtsjahr geführt worden und sollen im Jahr 2022 intensiviert werden.

Infrastruktur

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr erfolgten keine Investitionen im Straßenbau. Es ergaben sich aus-
schließlich Kosten durch kleinere Einzelmaßnahmen und Planungsleistungen sowie Kompensations-
maßnahmen der Naturschutzstiftung in Höhe von insgesamt 153,3 TE.

Der Investitionsplan für den Zeitraum 2022 — 2026 umfasst Baumaßnahmen in Höhe von insgesamt
4.851,4 T€. Ebenfalls bereits eingestellt sind die voraussichtlichen Kosten in Höhe von 796,3 T€ zur
Refinanzierung von naturschutzrechtlichen Maßnahmen der Naturschutzstiftung des Kreises Steinfurt
im Hinblick auf die beschriebene Erweiterung der ersten Ausbaustufe zum zweiten Realisierungsab-
schnitt. Eine mögliche Ausgleichszahlung an die Stadt Greven wegen der noch ausstehenden End-
abrechnung der Kosten der Abwassererschließung für die Flächen im Bebauungsplan Nr. 80 (I. Re-
alisierungsabschnitt) wurde mit 720,0 T€ berücksichtigt.

Im Geltungsbereich des I. Realisierungsabschnittes sind die Kostenansätze für den Endausbau der
Joan-Joseph-Fiege-Straße und der Elly-Beinhorn-Straße bis zum Anschluss an die Otto-Lilienthal-
Straße einschließlich zugehöriger Zufahrten und Hausanschlüsse enthalten. Die Baumaßnahmen ha-
ben Anfang Februar 2022 begonnen und sollen bis zur Jahresmitte fertiggestellt sein. Für 2023 ist
der Endausbau der August-Euler-Straße vorgesehen. Das Investitionsvolumen für diese Maßnahmen
einschließlich der LED-Straßenbeleuchtung wurde mit 1.922,1 T€ kalkuliert.

Darüber hinaus berücksichtigt der Investitionsplan die Planungs- und Erschließungskosten für die
östliche Erweiterung des AirportPark FMO in Höhe von 2.929,3 T€.- Um die Grundstücke vermarkten
zu können, soll das Plangebiet im Il. Halbjahr 2022 mit einer Baustraße sowie Regen- und Schmutz-
wasserkanalisation erschlossen werden. Des Weiteren sind Kostenannahmen im Jahr 2023 und 2024
für den Straßenendausbau sowie für Hausanschlüsse und Zufahrten in den Plandaten enthalten.

Anlage 4
Blatt _ 8

Ferner ist noch die sukzessive Ausstattung bereits erschlossener Areale mit einer LED-Straßenbe-
leuchtung vorgesehen. Sollten die Grundstücksverkäufe in diesem Bereich im Zeitablauf nicht wie
geplant erfolgen, so würden sich die beschriebenen Investitionsmaßnahmen gleichermaßen auf ei-

nen späteren Zeitpunkt verschieben.

Insgesamt hat die AirportPark FMO GmbH bis Ende 2021 für den Grunderwerb, für Planungs- und
Erschließungsmaßnahmen, für die Kostenbeteiligung an der Airportallee sowie für Ausgleichsmaß-
nahmen des Naturschutzes rd. 16,7 Mio. € investiert. Aus Grundstücksverkäufen hat die Gesellschaft
bis Ende 2021 rund 18,4 Mio. € vereinnahmen können und damit das Volumen der bisherigen inves-

tiven Maßnahmen bereits übertroffen.

Jahresergebnis und Liquidität

Nachdem die AirportPark FMO GmbH in den Kalenderjahren 2017 bis 2019 jeweils einen Jahres-
überschuss erwirtschaftete, wurde das Kalenderjahr 2020 spürbar von den Auswirkungen der
Coronavirus-Pandemie betroffen, was in der Folge zu einem Jahresfehlbetrag von 426,0 T€ führte.
Im Berichtsjahr sind dann — wie dargestellt - zwei Grundstücksverkäufe erfolgreich realisiert worden.
Der hieraus resultierte Überschuss ist maßgeblich dafür, dass die Gesellschaft für das Kalenderjahr
2021 einen Jahresüberschuss von 496,7 T€ ausweisen kann. Im Wirtschaftsplan 2021 ist aufgrund
angenommener geringerer Verkaufserlöse noch mit einem Jahresfehlbetrag von 134,3 TE gerechnet

worden.

Aufgrund weiterer Sparmaßnahmen im Bereich der Anzeigenwerbung sowie dem Pandemie beding-
ten Ausfall und Teilnahmeverzicht von Messen, Kongressen und sonstigen Veranstaltungen konnten
die Sachaufwendungen gegenüber dem Vorjahr nochmals reduziert werden. Sie betrugen unter Ein-
beziehung der Personalkosten 703,3 T€. Der Wirtschaftsplan 2021 veranschlagte noch Gesamtauf-
wendungen von 748,8 T€, sodass die Einsparungen insgesamt 45,5 T€ betrugen.

Der Gesellschaftsvertrag der AirportPark FMO GmbH sieht vor, dass Aufwendungen der Gesell-
schaft, soweit sie nicht aus den Erträgen gedeckt werden können, bis zu einer Höhe von 100,0 TE je
Gesellschafter und Geschäftsjahr von den Gesellschaftern zu übernehmen sind. Angesichts der Jah-
resüberschüsse 2017 bis 2019 erfolgten in den Jahren 2018 bis 2020 keine Zuführungen durch die
Gesellschafter in die Kapitalrücklage. Infolge des Jahresfehlbetrages im Jahr 2020 fand im Juli des
Berichtsjahres eine Erhöhung der Rücklage je Gesellschafter um 100,00 T€ statt.

Anlage 4
Blatt _ 9

Unter Einbeziehung des Jahresüberschusses im Berichtsjahr 2021 von 496,7 T€, des Stammkapitals
von 300,0 T€ und der Kapitalrücklage von 6,3 Mio. € sowie des Verlustvortrages von 4.506,7 Mio. €
hat sich das Eigenkapital der Gesellschaft zum Jahresende 2021 auf 2.590,1 T€ erhöht. Dies ent-
spricht einer soliden wirtschaftlichen Eigenkapitalquote von 42,3 %. Der Durchschnittswert der Unter-
nehmen in Deutschland betrug nach Angaben der Deutschen Bundesbank vergleichsweise lediglich
31,5%.

Vor dem Hintergrund der angenommenen Grundstücksverkäufe ergibt sich in den Jahren 2022 bis
2024 kein Zuführungsbedarf durch die Gesellschafter. Für das Wirtschaftsjahr 2022 wird mit einem
Jahresüberschuss in Höhe von 1.266,1 T€ gerechnet. Für 2025 und 2026 ist vorsorglich wieder eine
Zuführung zur Kapitalrücklage eingeplant worden.

Die drei Gesellschafter haben der GmbH im Jahr 2008 jeweils ein Gesellschafterdarlehen über

1.294,1 TE mit einer 10-jährigen Zinsfestschreibung gewährt, welche im Jahr 2018 ausgelaufen ist.

Die neue Anschlussfinanzierung ist zu einem Festzins in Höhe von 25% mit einer Laufzeit bis zum

31.07.2028 vereinbart worden. Für die weitere Tilgung der Gesellschafterdarlehen ist im Wirtschafts-

plan 2022 bis 2026 wie in den Vorjahren ein Betrag von 102,0 T€ pro Jahr eingestellt worden. Die
Darlehen valutieren zum 31.12.2021 noch mit insgesamt 3.066,4 T€.

Die Planwerte für die Verkaufserlöse in den Jahren 2022 bis 2026 gehen von der Erwartung aus,
dass in diesem Zeitraum etwa 90 % der unter Einbeziehung des neuen Plangebietes zur Verfügung
stehenden Flächen verkauft werden können. In diesem Zusammenhang ist grundsätzlich bezüglich
der Risiken für die Gesellschaft darauf hinzuweisen, dass Grundstücke nicht in dem geplanten Zeit-
fenster und Umfang vermarktet werden könnten. Mit Blick auf den Planungshorizont bis Ende 2026
ist dessen ungeachtet aus heutiger Sicht zu konstatieren, dass die Liquidität der Gesellschaft auf der
Grundlage der Plandaten der Gesellschaft und der Möglichkeit der variablen Inanspruchnahme der
Kreditlinie im Rahmen des bestehenden Konsörtialkreditverhältnisses ausreichend gegeben sein

wird.

Das Vermögen der Gesellschaft besteht im Wesentlichen mit einem Betrag von 5.564,4 T€ aus dem
Wert der Zu vermarktenden Grundstücke. Die Kapitalstruktur besteht vornehmlich aus Eigenkapital
und Gesellschafterdarlehen sowie langfristigen Bankverbindlichkeiten. Letztere sind durch Bürg-

schaften der Gesellschafter abgesichert.

Anlage 4
Blatt 10

Ausblick

Der Russland-Ukraine-Krieg ändert die geopolitischen und ökonomischen Rahmenbedingungen in
diesen Wochen grundlegend. Deutschlands exportorientierte Wirtschaft ist durch den russischen An-
griffskrieg spürbar betroffen. Dazu belasten die westlichen Sanktionen gegen Russland auch deut-
sche Firmen. Insbesondere verstärkt sich der Inflationsdruck und die bereits bestehenden Störungen
in den Lieferketten nehmen weiter zu. Europa und speziell Deutschland sind zu einem Großteil ab-
hängig vom russischen Gas. Die Ukraine ist zudem die Kornkammer Europas, Weizen und Mais wer-
den sich weiter erheblich verteuern. Diese Preissteigerungen werden früher oder später an die End-
verbraucher weitergegeben und die Kaufkraft der Verbraucher zusätzlich schwächen. Vor diesem
Hintergrund haben viele Volkswirtschaftler die Wachstumsprognosen für dieses Jahr deutlich ge-
senkt. Andererseits gehen die Experten davon aus, dass der Ukraine-Konflikt wirtschaftlich nicht mit
den immensen Folgen der Null-COVID-Strategie vergleichbar ist, da die wirtschaftlichen Verflechtun-

gen mit Russland nicht diese Dimensionen erreichen.

Bei der Vermarktung des AirportPark FMO kommen die besonderen Standortvorzüge vermehrt zum
Tragen. So hat sich der Gewerbepark in den letzten Jahren zu einem Premiumstandort für das ge-
samte Münsterland und die angrenzenden Regionen entwickelt. Die direkte Lage vor dem Flughafen
Münster/Osnabrück, die sonstigen sehr guten Verkehrsbedingungen, das nachhaltige Konzept mit
großzügigen Grünbereichen und Wasserläufen sowie die zahlreichen infrastrukturellen Mehrwerte
bieten beste Voraussetzungen für die angesiedelten Unternehmen und deren Wachstumschancen.
Dazu ist darauf hinzuweisen, dass die münsterländischen Kommunen vermehrt von Flächenengpäs-
sen betroffen sind. Viele Umlandgemeinden müssen schon jetzt Gewerbeflächenanfragen von au-
Rerhalb ablehnen, um zumindest den bereits angesiedelten Unternehmen bzw. lokalen Neugründun-
gen noch Grundstücke anbieten zu können. Der AirportPark FMO stellt dagegen unter Einbeziehung
seiner Wachstumsmöglichkeiten als einer der wenigen Gewerbestandorte in der Region ein attrakti-
ves Entwicklungsgebiet mit weiterhin großen Flächenpotenzialen dar.

In diesem Zusammenhang muss auch die aktuelle und zukünftige Entwicklung am Flughafen Müns-
ter-Osnabrück (FMO) mit einbezogen werden. Insbesondere durch ein sehr erfreuliches Wachstum
im zweiten Halbjahr des Berichtsjahres konnte die Passagierzahl für 2021 trotz der anhaltenden
Corona-Pandemie um 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 362.100 Fluggäste gesteigert
werden. Für das Jahr 2022 haben Fluggesellschaften und Reiseveranstalter ihre Kapazitäten deutlich
ausgeweitet. Darin sieht die Geschäftsführung des FMO eine gute Grundlage für weiter steigende
Fluggastzahlen. Bedeutsam war auch die Entscheidung des Bundes im Februar 2021, den FMO als
Flughafen mit verkehrspolitisch hoher Bedeutung einzustufen und ihn als einen von 12 deutschen

Anlage 4
Blatt _ 11

Flughäfen finanziell zu unterstützen. So ist der FMO der einzige Flughafen in Westfalen, der vom
Bund und vom Land NRW zu gleichen Teilen zusammen 5 Millionen Euro erhielt. Breite Unterstützung

erfährt der Flughafen zudem bei seinem ehrgeizigen Ziel, bis zum Jahr 2030 zu einem klimaneutralen

Airport zu werden.

Zusammengefasst ist die Erwartungshaltung der Geschäftsführung der AirportPark FMO GmbH ver-
halten zuversichtlich. Dies ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass die 1. Ausbaustufe im Il. Re-
alisierungsabschnitt beginnend im II. Halbjahr 2022 sukzessive vermarktet werden kann und die ver-
schiedenen erfolgversprechenden Gespräche der vergangenen Monate ein großes Kaufinteresse er-

warten lassen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Greven, den 24. März 2022

Udo Schröer
Geschäftsführer

Anlage A

719 Zeichen

Anlage A zur V/0352/2022
Kurzüberblick
Jahresabschluss 2021 der AirportPark FMO GmbH inkl. der Ermächtigung des Vertreters der
Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
Zustimmung der Gesellschafterin Stadt Münster zum Jahresabschluss
Finanzierung
Produktgruppe: 1501 Anteile an Unternehmen
Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung
ist
x vollständig
pflichtig
überwiegend
pflichtig
überwiegend
freiwillig
vollständig
freiwillig
HGB, GO NRW, Satzung der Gesellschaft
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Keine

Beschlussvorlage

3922 Zeichen

V/0352/2022
V/0352/2022
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Jahresabschluss 2021 der AirportPark FMO GmbH
Beratungsfolge
09.06.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
Die Vertretung der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der AirportPark FMO GmbH wird
ermächtigt folgende Entscheidungen zu treffen:
a) Dem Jahresabschluss der AirportPark FMO GmbH, abschließend
in der Bilanz zum 31. Dezember 2021 bei Aktiva und Passiva mit 6.126.751,07 €
sowie einem in der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr 2020 ausgewiesenen Jahresüberschuss von 496.757,00 €
ist von der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft am 25.03.2022 ein
uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt worden; er wird entsprechend festgestellt.
b) Dem Aufsichtsrat wird für das Geschäftsjahr 2021 Entlastung erteilt.
c) Der Jahresüberschuss in Höhe von 496.757,00 € wird mit dem Verlustvortrag von
4.506.681,27 € auf neue Rechnung vorgetragen.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Keine
Amt für Finanzen und
Beteiligungen
24.05.2022
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Schlüter
T elefon:492-2008
SchlueterT@stadt-
muenster.de

- 2 -
V/0352/2022
Begründung:
Die Stadt Münster ist – wie auch die Stadt Greven und der Kreis Steinfurt – zu einem Drittel
(100.000 €) am Stammkapital der 2004 gegründeten AirportPark FMO GmbH beteiligt. Wesentlicher
Gegenstand des Unternehmens ist die Vorbereitung, Erreichung und Umsetzung aller planerischen
Voraussetzungen für das regionale Gewerbegebiet am Flughafen Münster/Osnabrück sowie die
Entwicklung, Erschließung und Vermarktung dieses Gewerbegebietes zur Stärkung der regionalen
Wirtschaftskraft. Gemäß § 11 Abs. 1 Buchstaben c) und e) des Gesellschaftsvertrages der AirportPark
FMO GmbH entscheidet die Gesellschafterversammlung über die Feststellung des
Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses sowie die Entlastung des Aufsichtsrates.
Die Umsatzerlöse des Vorjahres in Höhe von 388 T€ wurden im Geschäftsjahr 2021 mit 1.940 T€
deutlich übertroffen Es konnten mit zwei Ansiedlungen und Grundstücksverkäufen Flächen mit einer
Größe von 29.430 qm veräußert werden. Insgesamt weist der Jahresabschluss einen Überschuss in
Höhe von 497 T€ aus. Der Fehlbetrag des Vorjahres betrug 414 T€. Die Bilanzsumme beläuft sich auf
6.127 T€. Das Vorratsvermögen beträgt 5.564 T€ Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag
2.590 T€. Unter Einbeziehung der Restvaluten der mit Rangrücktritt ausgestatten
Gesellschafterdarlehen, weist die Gesellschaft ein positives wirtschaftliches Eigenkapital von 5.656,5
T€ aus. Die langfristigen Verbindlichkeiten betragen 3.258 T€.
Weitere Einzelheiten zum Jahresabschluss der Gesellschaft können den Anlagen entnommen
werden.
Der Jahresabschluss wurde von der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit
einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. In den Gremien der Gesellschaft wurden
die obigen Beschlüsse bereits am 24.05.2022 gefasst. Das Votum der Vertretung der Stadt Münster in
der Gesellschafterversammlung stand dabei unter dem Vorbehalt einer entsprechenden
Ermächtigung durch den Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft.
Einschätzung des Beteiligungsmanagements zum Jahresabschluss
Nach Prüfung des Jahresabschlusses durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr.Merschmeier + Partner GmbH, Münster haben sich aus Sicht des Beteiligungsmanagements keine
Einwendungen gegen diesen oder zusätzliche Hinweise zu diesem ergeben. Unter Berücksichtigung
des vorgelegten und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen
Jahresabschlussberichtes erscheint der Jahresabschluss plausibel und vermittelt ein hinreichend
nachvollziehbares Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AirportPark FMO GmbH zum
Bilanzstichtag.
i.V.
gez.
Christine Zeller
Stadtkämmerin
Anlagen:
Anlage A
Anlage 1 zur Vorlage V/0352/2022

Beratungsverlauf (1)

09.06.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 7.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0352/2022
Typ
Vorlagen
Datum
20.05.2022
Erstellt
18.05.2022 11:45