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1138/2018

Beantwortung der Fragen aus der 27. Sitzung des Betriebsausschusses Bühnen der Stadt Köln vom 06.03.2018 bezüglich des 4. Quartalsberichts und vorläufigen Jahresabschlusses der Bühnen Köln für die Spielzeit 2016/17, Vorlagen-Nummer 3592/2017

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 12.04.2018

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln, Sitzung am 17.04.2018

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

6634 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/46 
 
Vorlagen-Nummer  12.04.2018 
 1138/2018 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 17.04.2018 
 
Beantwortung der Fragen aus der 27. Sitzung des Betriebsausschusses Bühnen der Stadt 
Köln vom 06.03.2018 bezüglich des 4. Quartalsberichts und vorläufigen Jahresabschlusses 
der Bühnen Köln für die Spielzeit 2016/17, Vorlagen-Nummer 3592/2017 
1) Platzsperren 
 
FRAGE:  
Aus der Besucherstatistik (Anlage 3 zum 4. Quartalsbericht 2016/17, Vorlagen -Nr. 
3592/2017) ist ersichtlich, dass bei einigen Produktionen der Oper (z.B. „Die Antilope“, „Die 
Gezeichneten“, „Oberon“)  die Platzkapazität der Säle I, II und III im Staatenhaus 
(I=850/II=800/III=200) nicht voll ausgeschöpft wurde. In der Besucherstatistik werden keine 
Platzsperren ausgewiesen. 
a) Wodurch waren diese Platzsperren bedingt? 
b) Warum werden die Platzsperren nicht in der Besucherstatistik ausgewiesen? 
 
 
ANTWORT zu a) 
 
Platzsperren sind in jedem Theater -, Opern- und Konzertsaal üblich. Die Gründe hierfür sind vie l-
fältig; nur einige Beispiele: Einzelne Plätze sind grundsätzlich für Theaterarzt, Abenddienste, 
Feuerwehr und weitere Dienstplätze für den Verkauf gesperrt. Für einzelne Ve ranstaltungen, Auf-
führungen und Konzerte werden darüber hinaus Plätze aus künstlerischen Gründen für den Ve r-
kauf gesperrt, dies in erster Linie aus Sichtgründen und manchmal auch, weil Plätze in das Bü h-
nengeschehen eingebunden sind. 
 
Konkret zu den o.g. Produktionen: 
 
 Bei der deutschen Erstaufführung von „Die Antilope“ von Johannes Staud handelte es sich 
um eine Koproduktion von Lucerne Festival, Theater Luzern und Oper Köln. Die Urauffü h-
rung für das Luzerner Theater war für insgesamt maximal 481 Plätze konzipiert. Um die In-
timität dieser Aufführung zu erhalten, wurden im Staatenhaus Saal 2 maximal 573 Karten 
in den Verkauf gegeben (Ausnahme Premiere: 619 Karten aufgrund der hohen Nachfr a-
ge). 
 „Die Gezeichneten“ von Franz Schreker war die Adaptierung einer Pr oduktion aus dem 
Palladium, die dort für zwei gegenüberliegende Tribünen à 260 Plätze (insgesamt 520 
Plätze) konzipiert war. Bei der Übertragung vom Palladium ins Staatenhaus stand ‚nur‘ e i-
ne große Tribüne für 800 Zuschauer in Saal 2 zur Verfügung. Aus Sic htgründen wurden 
davon maximal 581 Plätze freigegeben und die hinteren Reihen gesperrt. Trotz der Spe r-
rung der hinteren Reihen gab es für einige Zuschauer eine Sichtbehinderung. Gleichzeitig 
ist es für die Oper wichtig, möglichst viel von dem vorhandenen R epertoire aus früheren 
Spielstätten verwenden zu können, da selbstverständlich nicht alle Produktionen im Sta a-

2 
 
tenhaus Premieren sein können. Immer wieder muss man bei der Adaptierung von Repe r-
toire Stücken daher (kleine) Kompromisse eingehen.  
 Für die konz ertanten Aufführungen von Carl Maria von Webers „Oberon“ wurden die u r-
sprünglichen Dialoge durch den Schauspieler August Zirner hochvirtuos zusammenfa s-
send vorgetragen. Für diesen intimen, konzertanten Aufführungsrahmen wurden ebenfalls 
die letzten Reihen gesperrt. 
 
 
ANTWORT zu b)  
 
Platzsperren müssen in die Besucherstatistik händisch eingepflegt werden. Aufgrund der wec h-
selnden Raumsituationen im Interim ist der Aufwand nicht unerheblich. Das Einpflegen wurde 
auch aufgrund personeller Engpässe im Bereich der Kasse in den letzten Jahren zunächst z u-
rückgestellt. Hierzu gab es in den vergangenen Jahren keinen Anlass zu Beanstandungen. 
Die Bühnen werden sich hinsichtlich des Umgangs mit Platzsperren und deren Darstellung bei 
anderen (städtischen) Kultureinrich tungen informieren, und die Sperren sodann entsprechend 
ausweisen. 
 
 
2) Ausgefallene Vorstellungen 
 
FRAGE:  
Wie viele Vorstellungen der Oper sind in der Spielzeit 2016/17 ausgefallen und welche B e-
sucher-/Einnahmeverluste sind durch die Absagen entstanden? 
 
Die Abstimmung hinsichtlich der Disposition von Veranstaltungen zwischen Oper und Tanzbru n-
nen funktioniert routiniert und partnerschaftlich. Bei zwei kollidierenden Terminen mussten de n-
noch Vorstellungen der Oper nach der Veröffentlichung im Spielzeitheft ab gesagt werden. Sämtli-
che zu diesem Zeitpunkt bereits verkauften Tickets wurden in diesem Zusammenhang rückabg e-
wickelt. Exakte Besucher -/Einnahmeverluste sind aus diesem Grunde auch nicht genau zu bezi f-
fern, da nicht in jedem Fall nachzuvollziehen ist, ob e in Kunde von einer in eine andere Vorste l-
lung getauscht hat oder sich seine Eintrittskarte tatsächlich hat erstatten lassen. Dies liegt an den 
verschiedenen Vorverkaufsstellen und den verschiedenen Ticketsystemen. Es ist darüber hinaus 
keine seriöse Progno se möglich, wie viele Besucher zu den Vorstellungen gekommen wären, 
wenn diese wie geplant stattgefunden hätten.  
 
 
3) Einnahmen pro Besucher 
 
FRAGE: 
Bei 6 Produktionen der Oper liegt die durchschnittliche Einnahme pro Besucher unter 20 €. 
Wie ist dieser niedrige Betrag zu erklären? 
 
 „Adam Schaf hat Angst“ von Georg Kreisler war ein Einpersonenstück, begleitet von einem 
(mitspielenden) Pianisten. Die Kartenpreise lagen bei 25,- € bzw. 12.50 € ermäßigt.  
 „Benvenuto Cellini“ (Hector Bérlioz) hatte vier Vorstellu ngen, davon eine als Operntag. Am 
Operntag gilt ein Einheitspreis von 15,- € auf allen Plätzen. 
 Eine Vorstellung von „Das schlaue Füchslein“ von Leoš Janáček war eine Vormittagsvorste l-
lung für Schüler und Studenten zum Preis von je 10 €, die mit 86,75% Aus lastung besonders 
gut besucht war. Insgesamt wurde im Gesamtkartenverkauf bei dieser Produktion ein Anteil 
von 35% an Schüler- und Studententickets erreicht.  
 „Die Gezeichneten“ von Franz Schreker hatten fünf Vorstellungen, davon eine als Operntag. 
 „La voix humaine/Blaubarts Burg“ hatten ebenfalls fünf Vorstellungen, davon ebenfalls eine als 
Operntag. 
 „Die weiße Rose“ von Udo Zimmermann war in Saal 3 in erster Linie für Schülerinnen und 
Schüler konzipiert. Aus diesem Grund waren die Ticketpreise an Schülerg ruppen orientiert. 
Für Schüler: 10,-€ auf allen Plätzen, für Erwachsene 30,- €.

3 
 
 
Ein hoher Anteil an Schüler - und Studentenkarten, Operntage (Einheitspreis 15, - €) sowie eine 
insgesamt niedrige Kartenpreiskategorie wie bei „Adam Schaf hat Angst“ senken de n durc h-
schnittlichen Einnahmebetrag pro Zuschauer. Gleichzeitig wird möglichst vielen Bürgerinnen und 
Bürgern der Stadt ein Opernbesuch ermöglicht. Die hohe Auslastung aller Operntage zeigt, dass 
das Angebot in hohem Maße vom Publikum angenommen wird. 
 
 
 
gez. Wasserbauer

Beratungsverlauf (1)

17.04.2018 Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1138/2018
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
12.04.2018
Erstellt
11.04.2018 10:30