AN/1911/2017
Sachstand zur nutzungsunabhängigen Haldenstabilisierung des Kalkbergs und Prüfung alternativer Standorte einer Hubschrauberbetriebsstation in Köln
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SPD Anfrage nach § 4
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An den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses Herrn Dr. Ralf Unna An den Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt und Grün Herrn Rafael Struwe An den Vorsitzenden des Bauausschusses Herrn Dr. Martin Schoser Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 22.12.2017 AN/1911/2017 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Gesundheitsausschuss 16.01.2018 Ausschuss für Umwelt und Grün 18.01.2018 Bauausschuss 29.01.2018 Sachstand zur nutzungsunabhängigen Haldenstabilisierung des Kalkbergs und Prüfung alternativer Standorte einer Hubschrauberbetriebsstation in Köln Sehr geehrte Herren Ausschussvorsitzende, Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, in seiner Sitzung am 15.12.2015 hat der Rat der Stadt Köln einen Baustopp für die Hubschrauberbetriebsstation auf dem Kalkberg und die nutzungsunabhängige Stabilisierung des Kalkbergs zur unmittelbaren Gefahrenabwehr beschlossen. In der Sitzung am 15.03.2016 hat der Rat diesen Beschluss bekräftigt und die Ver- waltung einstimmig aufgefordert, alternative Standorte für eine Hubschrauberbe- triebsstation in Köln zu prüfen und dem Rat die Ergebnisse der Prüfung vorzule- gen. Zudem sind Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und Sicherung der Kalkberg- Deponie dem Rat zur Entscheidung vorzulegen und die Kosten für diese Maß- nahme darzulegen. Der lokalen Presse und einzelnen Mitteilungen der Verwaltung ist derzeit zu ent- nehmen, dass es bei der nutzungsunabhängigen Sanierung des Kalkbergs zu - 2 - weitreichenderen Maßnahmen als ursprünglich Seitens der Verwaltung geplant und damit verbundenen erheblichen Mehrkosten kommt. Die Verwaltung wird vor diesem Hintergrund gebeten folgende Fragen zu beantworten: 1. Bestehen derzeit mittelbare oder unmittelbare Gefahren für die Bevölke- rung in den angrenzenden Wohnbereichen? Kann sicher ausgeschlossen werden, dass die bisher im Inneren der Kalkbergdeponie entdeckten Che- mikalien und chemischen Verbindungen nicht miteinander in Berührung kommen und reagieren und neue umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe und Verbindungen bilden? 2. Wie ist der aktuelle Sachstand bei der Sanierung der Kalkbergdeponie? Ist davon auszugehen, dass alle aktuell vorgesehenen Maßnahmen weiterhin unabhängig von einer weiteren Nutzung für eine Hubschrauberbetriebssta- tion geplant und durchgeführt werden müssen? Ist auf Grundlage der nun bereits gewonnen Erkenntnisse mit weiteren zeitlichen Verzögerungen bei den nötigen baulichen Sicherungsmaßnahmen zu rechnen? Ist davon aus- zugehen, dass der aktuell mitgeteilte Kostenrahmen eingehalten werden kann? Falls nein, von welchem Umfang an Kostenerhöhung ist auszuge- hen? 3. Wie ist das derzeitige Verhältnis zwischen Stadtverwaltung und bisher in der Angelegenheit Kalkberg tätigen Gutachters? Gib es Seitens der Verwal- tung Bestrebungen, Schadensersatzansprüche gegen die an Planung und Bau des Kalkbergs Beteiligten anzustrengen? Falls ja, welche Unternehmen sind davon betroffen und wie ist der Sachstand? Wird Seitens der Fach- verwaltung weiterhin wie in der Presse angedeutet auf den fachlichen Rat- schlag des Gutachters zurückgegriffen? 4. Wie ist der Sachstand der Prüfung der alternativen Standorte für eine Hub- schrauberbetriebsstation in Köln? Hat sich durch die zwischenzeitlich ent- deckten Umweltgifte im Inneren des Kalkbergs, die damit zusammenhän- gende Neubewertung der Statik, Umwelt- und Gesundheitsgefährdung am Standort Kalkberg auch eine Neubewertung der alternativen Standorte im Vergleich zur letzten vorgenommenen Bewertung ergeben? Wenn ja, wie äußert sich diese? Wann werden Ergebnisse einer Prüfung der Alternativ- standorte vorgelegt? 5. Wie weit fortgeschritten sind die Bemühungen der Verwaltung für den Be- trieb einer möglichen alternativen Hubschrauberstation, auch eine dann nötige Betriebsgenehmigung zu erwirken. Werden dazu parallel zur Prü- fung der Alternativstandorte Gespräche mit den zuständigen Landesbehör- den geführt, um ggf. unnötige Verzögerungen bereits im Vorfeld zu ver- meiden. - 3 - Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke SPD-Fraktionsgeschäftsführerin
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zur weiteren Bearbeitung in die Verwaltung überwiesen
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1911/2017
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 22.12.2017
- Erstellt
- 21.12.2017 16:08