V/0492/2010
Bericht zum Antrag der SPD Fraktion an den ASSVW vom 3.03.2010 "Pünktlichkeit sichern, ÖPNV-Attraktivität steigern- Busbevorrechtigung an Ampeln sicherstellen."
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... Anlage 2 2
Berichtsvorlage
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V/0492/2010
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Betrifft
Bericht zum Antrag der SPD Fraktion an den ASSVW vom 3.03.2010 "Pünktlichkeit sichern,
ÖPNV-Attraktivität steigern- Busbevorrechtigung an Ampeln sicherstellen."
Beratungsfolge
30.06.2010 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht
Bericht:
Der Antrag der SPD-Fraktion an den ASSVW „Pünktlichkeit si chern, ÖPNV-Attraktivität
steigern- Busbevorrechtigung an Ampeln sic herstellen.“ vom 03.03.2010 ist diesem Be-
richt in der Anlage 1 beigef ügt. Zu den angeregten Punkten bezieht die Verwaltung in
Einvernehmen mit den Stadtwerken Münster GmbH wie folgt Stellung:
Zu 1:
„gemeinsam mit den Stadtwerken Münster Veränderungen mit Blick auf die Pünktlichkeit
der Busse auf der Achse Albersloher Weg vor und nach der Einführung des neuen Ver-
kehrsteuerungssystems (VSS) darzustellen und dem ASSVW zu berichten,“
Stellungnahme:
Mit der Vorlage V/0717/2005 wurde der Lehrstuhl der Ruhr Universität Bochum beauf-
tragt, eine unabhängige Erfolgskontrolle zur M odellachse Albersloher Weg als Vorher-/
Nachhervergleich durchzuführ en. Die Ergebnisse wurden de n Ausschussmitgliedern in
der öffentlichen Sitzung des ASSVW am 05.02.2009 mit der Vorl age V/01058/2008 vor-
gestellt. Die Kernaussagen zum Busverkehr aus dem Vortrag sind in der Anlage 2 die-
sem Schreiben beigefügt. Die Langfassung der Untersuchung und die Vorlage sind auch
als Download unter folgender Adresse im Internet veröffentlicht.
http://www.muenster.de/stadt/stadtplanung/pdf/albersloher-weg_lsa_bericht 2009-01.pdf
Die von Prof. Dr. Brilon ausgewertete n ÖPNV-Daten der Vorher und Nachher-
messungen wurden freundlicherweis e von den Stadtwerken Münster GmbH (Linie 6, 8)
und von der RVM (Linie S30) zu Verfügung gestellt.
Zusammengefasst haben sich die Reisezeiten der Busse im Vorher-Nachhervergleich
um ca. 25 Prozent verringert und es wur de eine nennenswerte Verbesserung für den
Linienbusverkehr festgestellt.
Vorlagen-Nr.:
V/0492/2010
Auskunft erteilt:
Herr Pott
Ruf:
492 61 85
E-Mail:
Pott@stadt-muenster.de
Datum:
11.06.2010
Öffentliche Berichtsvorlage
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In den letzten Monaten haben sich jedoch Fehler bei der Übertragung der ÖPNV-
Funktelegramme ergeben, die den Anmel devorgang und die Busbe schleunigung behin-
dert haben. Dies ist erkannt und Stadtwerke und Stadt arbeiten intensiv an einer Behe-
bung.
Zu 2:
„sicher zu stellen, dass beim weiteren Ausbau des VSS und der Ausweitung auf weitere
Achsen die Busbevorrechtigung möglichst im bisherigen Umfang bestehen bleibt,“
Stellungnahme:
Die auch in der Begründung zum SPD-Antrag zi tierten Verpflichtungen aus dem 2. Nah-
verkehrsplan zur ÖPNV-Beschleunigung sind bei den umgesetzten VSS-Achsen unein-
geschränkt berücksichtigt und es bestehen auch keine Absichten, dieses bewährte Ver-
fahren zu verlassen. Sämtliche Maßnahmen im Bereich der Busbeschleunigung erfolgen
in enger Abstimmung zwischen der Verwaltung und dem Verkehrsbetrieb der Stadtwerke
Münster (auch als Vertreter für die Partnerbetriebe RVM, Westfalenbus und Weilke).
Es ist das gemeinsame Anliegen von St adtverwaltung und den Stadtwerken Münster
GmbH, die Pünktlichkeit im Busverkehr durch angepasste Busbeschleunigungs-
maßnahmen fortlaufend zu optimieren.
Zu 3:
„dem ASSVW darzustellen, an welchen Stellen im Stadtgebiet die Pünktlichkeit im ÖPNV
durch längere Halte an ampelgesteuerten Knotenpunkten beeinträchtigt wird“
Stellungnahme:
Zur Qualitätssicherung werden von den Stadtwerken Müns ter mit dem Rechnergestütz-
tem Betriebsleitsystem (RBL) und der F ahrzeugausrüstung laufend Messungen durchge-
führt. Durch eine neue Software bei den Stadtwerken GmbH sind präzisiere Auswertun-
gen zur Pünktlichkeit möglich.
Die Ergebnisse dieser Messungen sind komplex und sollten nicht isoliert betrachtet wer-
den, da eine Ampelschal tung immer nur ein möglichst ausgewogener Kompromiss aller
Verkehrsarten (Fußgänger, Radfahrer, Linienbusverkehr, Kraftfahrzeugverkehr), der Ver-
kehrssicherheit und der verkehrlichen Bedeut ung/Belastung der jeweiligen Haupt- und
Nebenrichtungen sein kann. Besonders in den Hauptverkehrszeiten können an den wich-
tigen innerstädtischen Ampelkreuzungen Verlustz eiten für Linienbusse vor roten Ampeln
nicht völlig vermieden werden, zumal viele dieser Ampeln auch von Linienbussen in kon-
kurrierenden Fahrtrichtungen befahren werden.
Bezogen auf die einzelne Am pel sind dabei die verkehr lichen Randbedingungen und die
gemessenen Ampelverlustzeiten der einzelnen Bu slinien individuell zu bewerten, zu in-
terpretieren und zu beurteilen, ob sich di e Ampelverlustzeiten in einem angemessenen
Rahmen befinden.
Aktuell werden Messungen im Busverkehr durchgeführt und von der Fachverwaltung und
den Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Münster GmbH analysiert und bewertet. Die Ergeb-
nisse sollen als Bericht dem ASSVW in einer der nächsten Sitzungen vorgelegt werden.
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Zu 4:
„wo Zielkonflikte zwischen „Grüner Welle “ und Busbevorrechtigung bestehen und wie
diese zu lösen sind.“
Stellungnahme:
Mit der unter Punkt 2 beschreiben Busbesch leunigung mit Bake-Funk-Technik können
sich Linienbusse im bestimmten Rahmen Grünzeitverlängerungen und Sonderfreigaben
für die Haltestellenausfahrt und Abbiegebe ziehungen weitgehend unabhängig von der
„Grünen Welle“ schalten. Eine „Kern Grüne Welle“ für den Kfz-Verkehr bleibt dabei erhal-
ten. Dieses Schaltungsprinzip hat sich nach Ansicht der Verwaltung und der Verkehrsbe-
triebe bewährt. Ein grundsätzlicher Konflikt zwischen der Busbeschleunigung und der
„Grünen Welle“ wird daher aktuell nicht gesehen.
I.V.
gez.
Schultheiß
Stadtdirektor
Anlagen: 1. Antrag der SPD-Fraktion an den ASSVW
2. Auszug Vortrag Prof. Dr. Brilon zum Vorher-Nachhervergleich
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3503 Zeichen
...
Anlage 1
SPD-Fraktion
im Rat der Stadt Münster
Münzstr. 15
48143 Münster
Telefon: 0251/ 45 314
Fax: 0251/ 511 750
spdfrak@muenster.de
Antrag an den ASSVW www.spd-muenster.de
03.03.2010
Pünktlichkeit sichern, ÖPNV-Attraktivität steigern –
Busbevorrechtigung an Ampeln sicherstellen.
Der Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
möge beschließen:
Die Busbevorrechtigung an Ampeln hat mit der Einführung eines rechnergestützten Betriebs-
leitsystems (RBL) der Stadtwerke Münster für eine Beschleunigung des Öffentlichen Nah-
verkehrs und vor allem für eine höhere Fahrplansicherheit und Pünktlichkeit für die Fahrgäs-
te gesorgt.
Die Verwaltung wird beauftragt,
gemeinsam mit den Stadtwerken Münster Veränderungen mit Blick auf die Pünktlichkeit
der Busse auf der Achse Albersloher Weg vor und nach der Einführung des neuen Ver-
kehrssteuerungssystems (VSS) darzustellen und dem ASSVW zu berichten,
sicher zu stellen, dass beim weiteren Ausbau des VSS und der Ausweitung auf weitere
Achsen die Busbevorrechtigung möglichst in bisherigem Umfang bestehen bleibt,
dem ASSVW darzustellen, an welchen Stellen im Stadtgebiet die Pünktlichkeit im ÖPNV
durch längere Halte an ampelgesteuerten Knotenpunkten beeinträchtigt wird und
wo Zielkonflikte zwischen „Grüner Welle“ und Busbevorrechtigung bestehen und wie die-
se zu lösen sind.
Begründung:
Der Rat hat mit dem 2. Nahverkehrsplanes der Stadt Münster auch über die Ampelbeein-
flussung durch die Busse zur Erhöhung von Fahrplansicherheit und Pünktlichkeitsqualität
beschlossen. Im Einzelnen heißt es dazu im Nahverkehrsplan (S. 166):
„An Lichtsignalanlagen mit vorhandenen ÖPNV-Beeinflussungen und Funk-Bake-Technik
wird diese in das neue System übernommen. Bei Bedarf wird die ÖPNV-Software an
Veränderungen angepasst und optimiert.
Lichtsignalanlagen, die nicht über eine ÖPNV-Beeinflussung verfügen, werden im Rah-
men der anstehenden Überarbeitungen mit der dafür notwendigen Funk-Bake-Technik
nachgerüstet, sofern diese Lichtsignalanlagen von Linienbussen regelmäßig befahren
werden.“
b.w.
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Im Zuge der Ausstattung des Albersloher Weges mit neuen Ampeln und dem Anschluss an
das neue Verkehrssteuerungssystem ist jedoch festzustellen, dass die Busse in diesem
nachfragestarken Korridor häufig nicht von der „Grünen Welle“ profitieren, sondern vor roten
Ampeln stehen. Dieses hat negative Auswirkungen auf die Pünktlichkeit und Verlässlichkeit
des Nahverkehrs und auf die Beförderungsgeschwindigkeit im ÖPNV.
Diese Wahrnehmung soll durch eine Vorher-Nachher-Analyse der Politik und Öffentlichkeit
dargestellt werden und Handlungsleitlinien entwickelt werden, wie auf der Achse Albersloher
Weg und den neu an das VSS anzuschließenden Achsen wieder für mehr Pünktlichkeit und
Verlässlichkeit im Nahverkehr gesorgt werden kann.
gez.
Thomas Fastermann
Wolfgang Heuer
Inge Jachmann
Friedhelm Schade
Karl-Heinz Winter
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Münzstraße 15
- Albersloher Weg
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0492/2010
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 11.06.2010
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37