2014/2019
Bericht Antirassismus-Trainings 2018
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Anlage Mitteilung Antirassismusarbeit
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Anlage Förderung von " Antirassismus-Trainings" 2018 Träger/Institution Projekttitel Zuschüsse in Euro Handlungsfeld Teilnehmen- de/ erreichte Zielgruppe Rückmeldungen / Fazit 1. 1 1 Integrationshaus e.V. ‚Solidarisches Köln – Stadt für alle‘ 12.490,00 Gesamtgesell- schaft/ Zivilgesell- schaft ca. 60 Perso- nen Das Planspiel „Solidarisches Köln“ wurde vom Integrationshaus in Koope- ration mit der AG Bleiben der Will- kommensinitiativen entwickelt und in unterschiedlichen Kreisen (Willkom- mensinitiative Mülheim, Studierende Uni Bonn, Teilnehmende Integrations- kurs) vorgestellt und gespielt. Das Spiel hat eine positive Resonanz be- kommen. Aktuell wird das Spiel in un- terschiedlichen Arbeitskreisen und Gruppen weitergespielt, um Rückmel- dungen für eine eventuelle Anpassung des Materials zu sammeln. Gewünscht ist auch eine mehrsprachige Online- Version des Spiels, um Menschen ein- zubinden, die die deutsche Sprache noch nicht ausreichend beherrschen. 1. 2 Kölner Flüchtlingsrat e.V ‚Bildungsprojekt Brücken- bauer‘ 10.000,00 Bildung/Schule Über 400 Schülerinnen und Schüler erreicht Es wurden fünf verschiedene altersge- rechte Bildungspakete für interkulturel- le und politische Bildungsarbeit jeweils für die 3. bis 11. Klassen für die Durch- führung von Workshops erstellt. Der Bedarf ist so hoch, dass andere Fi- nanzmittel akquiriert werden und die Schulen derzeit selbst eine Refinanzie- rung evaluieren. Das Interesse bei den Jugendlichen ist so groß, dass im Schuljahr 2019/2020 vier bis sechswö- chige AGs für engagierte Jugendliche an Kölner Schulen angeboten werden. 2. NS- Dokumentationszentrum der Stadt Köln „Erweiterung der Work- shops im Geschichtslabor: Arbeit mit Schülerinnen und Schülern zum Thema Rechtsextremismus, Ras- sismus und Antisemitis- mus“ 10.00,00 Bildung/Schule Mehrere Test- klassen der 9. Klassen Der Workshop „Rechtsextremismus“ im Geschichtslabor des NS- Dokumentationszentrums wurde we- sentlich durch Schwerpunktthemen (antimuslimischer Rassismus, Rassis- mus gegen Schwarze, NSU-Anschlag Keupstr., Rassismus gegen Geflüchte- te und Antisemitismus) ergänzt, erwei- tert und mit Testklassen ausprobiert und entsprechend überarbeitet. Die Ergebnisse flossen in das verste- tigte Angebot des NS- Dokumentationszentrums für Kölner Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse ein. 3. SeniorenNetzwerk der Arbeiterwohlfahrt Antirassismus-Trainings für Senior*innen in den Senio- renNetzwerken Porz und Mülheim 2.400,00 Seniorinnen und Senioren Ca. 10 Perso- nen Das Ziel, die eigenen Denkmuster und festverwurzelte Vorurteile kritisch zu hinterfragen, wurde in der Gruppe durch den Workshop sehr gut erreicht. Viele Seniorinnen und Senioren konn- ten nach eigener Einschätzung Bedeu- tendes für den Alltag mitnehmen. Das Projekt wurde so gut angenommen, dass die AWO eine Fortführung mit eigenen Mitteln anstrebt. 4. 180GradWende / Jubigo e.V. ‚Kick it against hate‘ 2.100,00 Sport Ca. 90 Perso- nen Das Turnier wurde von Keinkick.TV begleitet. Die Ansprache von Mimoun Berrissoun, gegen Fremdenfeindlich- keit, Diskriminierung und Hass vorzu- gehen, wurde von den Spielern positiv aufgenommen. Die hohe Nachfrage an Anmeldungen und eine Warteliste von mehreren Mannschaften, die aufgrund der begrenzten Kapazitäten nicht zu- gelassen werden konnten, zeigen ei- nen großen Bedarf an diesem Format. Städte wie Leverkusen und Bonn sind daran interessiert, auch strukturierte und themenbezogene Turniere anzu- bieten. Der Träger hat den Wunsch, weitere Turniere mit folgenden The- men anzubieten: Mobbing und Gleich- berechtigung von Frauen. 5. Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V. Netzwerktreffen für Schwarze Menschen und People of Color und Infor- mationsabend mit der Initi- ative „In Gedenken an Ou- ry Jalloh“ 2.100,00 Gesamtgesell- schaft/Zivilgesellsch aft 90 Personen Die Veranstaltung zeigt, dass es wich- tig ist, dass Personen ihre zivilgesell- schaftlichen und rechtsstaatlichen Möglichkeiten zur Verteidigung der eigenen Rechte kennen. Der „Justizfall Oury Jalloh“ macht deutlich, wie wich- tig eine rassismuskritische Auseinan- dersetzung und Aufklärung innerhalb von (Polizei-) Behörden ist. Einige Teilnehmende berichteten, dass für sie der Austausch über eigene Rassis- muserfahrung, vor allem im geschütz- ten Raum, sehr wichtig gewesen sei. 6. Caritas - Integrationsagentur „Dissen - mit mir nicht - Kreativ gegen Rassismus und Diskriminierung" 2.000,00 Bildung/Schule Abschlussver- anstaltung ca. 150 Personen Der Kreativwettbewerb wird bereits seit über 10 Jahren in Köln in verschiede- nen Veedeln mit unterschiedlichen Kooperationspartnern durchgeführt. Die Zahl der teilnehmenden Schülerin- nen und Schüler und die eingereichten Beträge im Rahmen des Wettbewerbs zeigen deutlich das große Interesse, sich kreativ gegen Rassismus und Dis- kriminierung zu positionieren und zu engagieren. Der Einsatz neuer Medien begünstigt die positive Entwicklung. 7. Kölner Flüchtlingsrat e.V. Stärkung der Arbeitsstruk- tur des ‚Kölner Forums gegen Rassismus und Dis- kriminierung‘ 1.945,45 Stärkung der Netz- werkstrukturen / Mit der Honorarstelle konnten die Sprecherinnen des Forums deutlich entlastet werden. Sie konnten hier- durch ihre inhaltliche Arbeit intensivie- ren. Die Arbeitsabläufe, die Kommuni- kation sowie die Koordination der Mit- glieder des Forums haben sich ver- bessert. Ein Aufgabenbereich der Ho- norarkraft war die Öffentlichkeitsarbeit, so wurden Veranstaltungen in unter- schiedlichen Kanälen beworben, eine Internetseite sowie eine Broschüre sind in der Planung. Es kann festge- stellt werden, dass das Interesse von Akteuren an einer Mitgliedschaft im Forum gegen Rassismus und Diskri- minierung gestiegen ist. 8. Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V. ‚We Can Do It! – Ein Em- powerment Workshop für Frauen mit Rassismuser- fahrungen‘ 900,00 Frauen 19 Frauen Im Workshop wurde der große Bedarf an Schutzräumen für Frauen mit Ras- sismuserfahrungen deutlich. Das Inte- resse an dem Workshop war sehr groß, es werden Wartelisten für Folge- veranstaltungen geführt. Insbesondere besteht der Bedarf, das Angebot für minderjährige Frauen und Mädchen anzubieten. Ein positiver Nebeneffekt war, dass die Teilnehmerinnen bis dato unbekannte Antidiskriminierungsbüros als Unterstützungsangebot kennen- lernten. 9. Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V. „Afrodeutsche und Schwarze Kinder in Deutschland stark machen für Eltern und Verwandte Schwarzer Kinder“ (2.722,00) (die städti- schen Mittel wurden nicht benötigt) Eltern -/- Die Veranstaltung wurde nicht durch- geführt
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/16/162 Vorlagen-Nummer 17.06.2019 2014/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 17.06.2019 Ausschuss Soziales und Senioren 24.06.2019 Bericht Antirassismus-Trainings 2018 Seit 2007 fördert die Stadt Köln Maßnahmen aus den Mitteln für Antirassismus-Training. Sowohl die zunehmende Sensibilität unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure gegenüber den unterschiedli- chen Erscheinungsformen von Rassismus und Diskriminierung als auch die positive Bewertung der bereits erreichten Ergebnisse führen dazu, dass Maßnahmenträger weitere Präventionsmaßnahmen in Form von Fortsetzungs- und Aufbauprojekten planen und in ihrem Vorgehen inhaltliche und me- thodische Vielfalt sowie innovative Elemente anwenden. Die öffentliche und teilweise sehr polarisie- rend geführte Debatte um Migration zeigt, dass der Bedarf nach Maßnahmen zur Prävention von Rassismus und Diskriminierung nach wie vor hoch ist. Im Haushaltsplan 2018 waren 10.000 € für Antirassismus-Projekte veranschlagt. Zusätzlich stehen weitere 40.000 € im Rahmen der Mittel aus dem Integrationsbudget zur Verfügung. Die Vorlage zur Verteilung der Mittel aus dem Integrationsbudget (0344/2018) wurde bereits am 20.03.2018 be- schlossen. Aus den zur Verfügung stehenden Mitteln wurden im Jahr 2018 insgesamt 43.935,45 Euro verausgabt. Die geförderten Träger verfügen über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der vernetzten inter- kulturellen Arbeit. Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit sind ihre zentralen Aufgaben. Sie sind breit vernetzt mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren in Köln. Neben den Themen der klassischen Antirassismus-Arbeit im Bildungsbereich werden dabei auch weitere Diversity- Dimensionen wie z. B. Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, Alter und religiöse bzw. weltanschauliche Vielfalt in Projekten mit selbstreflexivem Anteil gefördert. Im Rahmen der fachlichen Steuerung dieser Projekte über die stattfindenden Projektberatungsgespräche konnten gemeinsam mit den Trägern neue Schwerpunkte gesetzt und Maßnahmen (weiter-) entwickelt oder an die aktuellen Bedarfslagen angepasst werden. Von den zehn bewilligten Projekten (siehe Anhang) wurden neun Projekte durchgeführt. Rund ein Drittel der geförderten Mittel sind dem Handlungsfeld Bildung zuzuordnen, die übrigen Projekte den Bereichen Sport, Frauen, Senioren und Gesamtgesellschaft/ Zivilgesellschaft. Drei der bewilligten Projekte wurden im Bezirk Mülheim durchgeführt, die übrigen Projekte verteilen sich über das Stadt- gebiet. Die Formate der geförderten Projekte waren sehr facettenreich. Neben Workshops, Informati- onsveranstaltungen und einem Kreativwettbewerb wurde ein Planspiel entwickelt und ein Fußballtur- nier mit 12 Mannschaften durchgeführt. Die Verwaltung plant derzeit für das Jahr 2020 eine Richtlinie zur Vergabe der Mittel, um die fachli- chen Strategien und Ziele, die im Konzept innovative Stadtgesellschaft festgehalten sind, bei der För- derung von Rassismus-kritischer Arbeit effektiver umzusetzen. Mit der neuen Richtlinie soll ein aktua- lisierter Rahmen für die Bedarfe der Stadtgesellschaft geschaffen werden, der auch die verwaltungs- mäßig aufwändigen Förderprozesse optimiert. Die Mittel, die im Rahmen des Antirassismus-Trainings zur Verfügung stehen, werden mittels des 2 Internetauftritts der Stadt Köln, der Website des Kommunalen Integrationszentrums Köln und der um- fassenden Netzwerkarbeit mit weiteren Akteuren der Antidiskriminierungs- und Antirassismus-Arbeit beworben. Anhang: Bericht über die durchgeführten Projekte 2018 Gez. Reker
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2014/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 17.06.2019
- Erstellt
- 06.06.2019 12:12