Mandari Insight

2014/2019

Bericht Antirassismus-Trainings 2018

Mitteilung Ausschuss 17.06.2019

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 24.06.2019, TOP 13.11

Anlage Mitteilung Antirassismusarbeit

· application/pdf

Ansehen

Mitteilung Ausschuss

· application/pdf

Ansehen

Anlage Mitteilung Antirassismusarbeit

6720 Zeichen

Anlage Förderung von " Antirassismus-Trainings" 2018 
 
 Träger/Institution  Projekttitel Zuschüsse 
in Euro  
Handlungsfeld  Teilnehmen-
de/ erreichte 
Zielgruppe  
Rückmeldungen / Fazit  
1. 1
1 
Integrationshaus e.V. ‚Solidarisches Köln – Stadt 
für alle‘ 
12.490,00 Gesamtgesell-
schaft/ Zivilgesell-
schaft  
ca. 60 Perso-
nen  
Das Planspiel „Solidarisches Köln“ 
wurde vom Integrationshaus in Koope-
ration mit der AG Bleiben der Will-
kommensinitiativen entwickelt und in 
unterschiedlichen Kreisen (Willkom-
mensinitiative Mülheim, Studierende 
Uni Bonn, Teilnehmende Integrations-
kurs) vorgestellt und gespielt. Das 
Spiel hat eine positive Resonanz be-
kommen. Aktuell wird das Spiel in un-
terschiedlichen Arbeitskreisen und 
Gruppen weitergespielt, um Rückmel-
dungen für eine eventuelle Anpassung 
des Materials zu sammeln. Gewünscht 
ist auch eine mehrsprachige Online-
Version des Spiels, um Menschen ein-
zubinden, die die deutsche Sprache 
noch nicht ausreichend beherrschen. 
1. 2 Kölner Flüchtlingsrat e.V ‚Bildungsprojekt Brücken-
bauer‘ 
10.000,00 Bildung/Schule Über 400 
Schülerinnen 
und Schüler 
erreicht  
Es wurden fünf verschiedene altersge-
rechte Bildungspakete für interkulturel-
le und politische Bildungsarbeit jeweils 
für die 3. bis 11. Klassen für die Durch-
führung von Workshops erstellt. Der 
Bedarf ist so hoch, dass andere Fi-
nanzmittel akquiriert werden und die 
Schulen derzeit selbst eine Refinanzie-

rung evaluieren. Das Interesse bei den  
Jugendlichen ist so groß, dass im 
Schuljahr 2019/2020 vier bis sechswö-
chige AGs für engagierte Jugendliche 
an Kölner Schulen angeboten werden.  
2.  NS-
Dokumentationszentrum 
der Stadt Köln  
„Erweiterung der Work-
shops im Geschichtslabor: 
Arbeit mit Schülerinnen 
und Schülern zum Thema 
Rechtsextremismus, Ras-
sismus und Antisemitis-
mus“ 
10.00,00 Bildung/Schule Mehrere Test-
klassen der 9. 
Klassen 
Der Workshop „Rechtsextremismus“ 
im Geschichtslabor des NS-
Dokumentationszentrums wurde we-
sentlich durch Schwerpunktthemen 
(antimuslimischer Rassismus, Rassis-
mus gegen Schwarze, NSU-Anschlag 
Keupstr., Rassismus gegen Geflüchte-
te und Antisemitismus) ergänzt, erwei-
tert und mit Testklassen ausprobiert 
und entsprechend überarbeitet.  
Die Ergebnisse flossen in das verste-
tigte Angebot des NS-
Dokumentationszentrums für Kölner 
Schülerinnen und Schüler ab der 9. 
Klasse ein. 
3.  SeniorenNetzwerk der 
Arbeiterwohlfahrt 
Antirassismus-Trainings für 
Senior*innen in den Senio-
renNetzwerken Porz und 
Mülheim 
2.400,00 Seniorinnen und 
Senioren 
Ca. 10 Perso-
nen  
Das Ziel, die eigenen Denkmuster und 
festverwurzelte Vorurteile kritisch zu 
hinterfragen, wurde in der Gruppe 
durch den Workshop sehr gut erreicht. 
Viele Seniorinnen und Senioren konn-
ten nach eigener Einschätzung Bedeu-
tendes für den Alltag mitnehmen. Das 
Projekt wurde so gut angenommen, 
dass die AWO eine Fortführung mit 
eigenen Mitteln anstrebt.

4.  180GradWende / Jubigo 
e.V. 
‚Kick it against hate‘ 2.100,00 Sport  Ca. 90 Perso-
nen  
Das Turnier wurde von Keinkick.TV 
begleitet. Die Ansprache von Mimoun 
Berrissoun, gegen Fremdenfeindlich-
keit, Diskriminierung und Hass vorzu-
gehen, wurde von den Spielern positiv 
aufgenommen. Die hohe Nachfrage an 
Anmeldungen und eine Warteliste von 
mehreren Mannschaften, die aufgrund 
der begrenzten Kapazitäten nicht zu-
gelassen werden konnten, zeigen ei-
nen großen Bedarf an diesem Format. 
Städte wie Leverkusen und Bonn sind 
daran interessiert, auch strukturierte 
und themenbezogene Turniere anzu-
bieten. Der Träger hat den Wunsch, 
weitere Turniere mit folgenden The-
men anzubieten: Mobbing und Gleich-
berechtigung von Frauen.  
5.  Öffentlichkeit gegen 
Gewalt e.V. 
Netzwerktreffen für 
Schwarze Menschen und 
People of Color und Infor-
mationsabend mit der Initi-
ative „In Gedenken an Ou-
ry Jalloh“ 
2.100,00 Gesamtgesell-
schaft/Zivilgesellsch
aft 
90 Personen  Die Veranstaltung zeigt, dass es wich-
tig ist, dass Personen ihre zivilgesell-
schaftlichen und rechtsstaatlichen 
Möglichkeiten zur Verteidigung der 
eigenen Rechte kennen. Der „Justizfall 
Oury Jalloh“ macht deutlich, wie wich-
tig eine rassismuskritische Auseinan-
dersetzung und Aufklärung innerhalb 
von (Polizei-) Behörden ist. Einige 
Teilnehmende berichteten, dass für sie 
der Austausch über eigene Rassis-
muserfahrung, vor allem im geschütz-
ten Raum, sehr wichtig gewesen sei.

6.  Caritas -
Integrationsagentur 
„Dissen - mit mir nicht - 
Kreativ gegen Rassismus 
und Diskriminierung" 
2.000,00 Bildung/Schule  Abschlussver-
anstaltung ca. 
150 Personen 
Der Kreativwettbewerb wird bereits seit 
über 10 Jahren in Köln in verschiede-
nen Veedeln mit unterschiedlichen 
Kooperationspartnern durchgeführt. 
Die Zahl der teilnehmenden Schülerin-
nen und Schüler und die eingereichten 
Beträge im Rahmen des Wettbewerbs 
zeigen deutlich das große Interesse, 
sich kreativ gegen Rassismus und Dis-
kriminierung zu positionieren und zu 
engagieren. Der Einsatz neuer Medien 
begünstigt die positive Entwicklung.  
7.  Kölner Flüchtlingsrat 
e.V. 
Stärkung der Arbeitsstruk-
tur des ‚Kölner Forums 
gegen Rassismus und Dis-
kriminierung‘ 
1.945,45 Stärkung der Netz-
werkstrukturen  
  /   Mit der Honorarstelle konnten die 
Sprecherinnen des Forums deutlich 
entlastet werden. Sie konnten hier-
durch ihre inhaltliche Arbeit intensivie-
ren. Die Arbeitsabläufe, die Kommuni-
kation sowie die Koordination der Mit-
glieder des Forums haben sich ver-
bessert. Ein Aufgabenbereich der Ho-
norarkraft war die Öffentlichkeitsarbeit, 
so wurden Veranstaltungen in unter-
schiedlichen Kanälen beworben, eine 
Internetseite sowie eine Broschüre 
sind in der Planung. Es kann festge-
stellt werden, dass das Interesse von 
Akteuren an einer Mitgliedschaft im 
Forum gegen Rassismus und Diskri-
minierung gestiegen ist.

8.  Öffentlichkeit gegen 
Gewalt e.V. 
‚We Can Do It! – Ein Em-
powerment Workshop für 
Frauen mit Rassismuser-
fahrungen‘ 
900,00 Frauen  19 Frauen  Im Workshop wurde der große Bedarf 
an Schutzräumen für Frauen mit Ras-
sismuserfahrungen deutlich. Das Inte-
resse an dem Workshop war sehr 
groß, es werden Wartelisten für Folge-
veranstaltungen geführt. Insbesondere 
besteht der Bedarf, das Angebot für 
minderjährige Frauen und Mädchen 
anzubieten. Ein positiver Nebeneffekt 
war, dass die Teilnehmerinnen bis dato 
unbekannte Antidiskriminierungsbüros 
als Unterstützungsangebot kennen-
lernten.  
9.  Öffentlichkeit gegen 
Gewalt e.V. 
„Afrodeutsche und 
Schwarze Kinder in 
Deutschland stark machen 
für Eltern und Verwandte 
Schwarzer Kinder“  
(2.722,00) 
(die städti-
schen Mittel 
wurden nicht 
benötigt) 
Eltern     -/- Die Veranstaltung wurde nicht durch-
geführt

Mitteilung Ausschuss

3668 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
OB/16/162 
 
Vorlagen-Nummer  17.06.2019 
 2014/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 17.06.2019 
Ausschuss Soziales und Senioren 24.06.2019 
 
Bericht Antirassismus-Trainings 2018 
Seit 2007 fördert die Stadt Köln Maßnahmen aus den Mitteln für Antirassismus-Training. Sowohl die 
zunehmende Sensibilität unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure gegenüber den unterschiedli-
chen Erscheinungsformen von Rassismus und Diskriminierung als auch die positive Bewertung der 
bereits erreichten Ergebnisse führen dazu, dass Maßnahmenträger weitere Präventionsmaßnahmen 
in Form von Fortsetzungs- und Aufbauprojekten planen und in ihrem Vorgehen inhaltliche und me-
thodische Vielfalt sowie innovative Elemente anwenden. Die öffentliche und teilweise sehr polarisie-
rend geführte Debatte um Migration zeigt, dass der Bedarf nach Maßnahmen zur Prävention von 
Rassismus und Diskriminierung nach wie vor hoch ist.  
Im Haushaltsplan 2018 waren 10.000 € für Antirassismus-Projekte veranschlagt. Zusätzlich stehen 
weitere 40.000 € im Rahmen der Mittel aus dem Integrationsbudget zur Verfügung. Die Vorlage zur 
Verteilung der Mittel aus dem Integrationsbudget (0344/2018) wurde bereits am 20.03.2018 be-
schlossen. Aus den zur Verfügung stehenden Mitteln wurden im Jahr 2018 insgesamt 43.935,45 Euro 
verausgabt.  
 
Die geförderten Träger verfügen über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der vernetzten inter-
kulturellen Arbeit. Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit sind ihre zentralen Aufgaben. Sie 
sind breit vernetzt mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren in Köln. Neben den Themen der 
klassischen Antirassismus-Arbeit im Bildungsbereich werden dabei auch weitere Diversity-
Dimensionen wie z. B. Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, Alter und religiöse bzw. weltanschauliche 
Vielfalt in Projekten mit selbstreflexivem Anteil gefördert. Im Rahmen der fachlichen Steuerung dieser 
Projekte über die stattfindenden Projektberatungsgespräche konnten gemeinsam mit den Trägern 
neue Schwerpunkte gesetzt und Maßnahmen (weiter-) entwickelt oder an die aktuellen Bedarfslagen 
angepasst werden. 
 
Von den zehn bewilligten Projekten (siehe Anhang) wurden neun Projekte durchgeführt. Rund ein 
Drittel der geförderten Mittel sind dem Handlungsfeld Bildung zuzuordnen, die übrigen Projekte den 
Bereichen Sport, Frauen, Senioren und Gesamtgesellschaft/ Zivilgesellschaft. Drei der bewilligten 
Projekte wurden im Bezirk Mülheim durchgeführt, die übrigen Projekte verteilen sich über das Stadt-
gebiet. Die Formate der geförderten Projekte waren sehr facettenreich. Neben Workshops, Informati-
onsveranstaltungen und einem Kreativwettbewerb wurde ein Planspiel entwickelt und ein Fußballtur-
nier mit 12 Mannschaften durchgeführt.  
Die Verwaltung plant derzeit für das Jahr 2020 eine Richtlinie zur Vergabe der Mittel, um die fachli-
chen Strategien und Ziele, die im Konzept innovative Stadtgesellschaft festgehalten sind, bei der För-
derung von Rassismus-kritischer Arbeit effektiver umzusetzen. Mit der neuen Richtlinie soll ein aktua-
lisierter Rahmen für die Bedarfe der Stadtgesellschaft geschaffen werden, der auch die verwaltungs-
mäßig aufwändigen Förderprozesse optimiert.  
 
Die Mittel, die im Rahmen des Antirassismus-Trainings zur Verfügung stehen, werden mittels des

2 
 
Internetauftritts der Stadt Köln, der Website des Kommunalen Integrationszentrums Köln und der um-
fassenden Netzwerkarbeit mit weiteren Akteuren der Antidiskriminierungs- und Antirassismus-Arbeit 
beworben.  
 
Anhang: Bericht über die durchgeführten Projekte 2018 
 
 
Gez. Reker

Beratungsverlauf (2)

17.06.2019 Integrationsrat
TOP 5.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung
24.06.2019 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 13.11 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2014/2019
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
17.06.2019
Erstellt
06.06.2019 12:12