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1539/2021

Jahresbericht 2018 Bezirk 2 West Frau Fontes

Mitteilung BV 08.06.2021

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Mitteilung BV

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Jahresbericht 2018 Bezirk 2 West Frau Fontes

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Mitteilung BV

2393 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 1539/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 28.06.2021 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 06.09.2021 
 
Jahresbericht 2018 Bezirk 2 West Frau Fontes 
In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2018 der Naturschutzwacht, Frau Fontes, für den Bezirk 
2 (West) 
  
 
 
Stellungnahme der Verwaltung: 
 
Die Untere Naturschutzbehörde bedankt sich bei Frau Fontes für Ihren Einsatz als Naturschutzwart. 
Die Veraltung nimmt wie folgt Stellung: 
 
Anlage und Pflege von Blühstreifen: 
Es wird befürwortet, dass die von Frau Fontes angestoßenen Projekte zur Anlage von Blühstreifen 
und deren Pflege weiter fortgeführt und umgesetzt werden. 
 
Beschilderung Schutzgebiete: 
 
Im Zuge eines Werkvertrages wurden alle Schutzgebietsschilder in Naturschutzgebieten 2020 erfasst 
und Empfehlungen ausgesprochen, fehlende Schilder zu ersetzten und beschmutzte Schilder reini-
gen zu lassen. 
Dies soll nun zeitnah geschehen.  
Sollten Schilder in weiteren Schutzgebieten beschädigt sein, so werden diese nach Meldung bei der 
Unteren Naturschutzbehörde ebenfalls ersetzt. 
 
Inhalt des Werkvertrages war es weiterhin für die Stadt Köln geeignete Piktogramme abzustimmen. 
Diese werden 2021 fertig und als zusätzliche Informationen an geeigneten Stellen angebracht. Die 
Untere Naturschutzbehörde wird sich der Umsetzung annehmen. 
 
Informationstafel NSG N6 Kiesgruben Meschenich: 
 
Eine Ausbesserung der Informationstafel wurde in 2018 und 2019 nicht umgesetzt, da neue Informa-
tionstafeln für die Naturschutzgebiete der Stadt Köln geplant sind. In 2021 werden neue Tafeln für 12 
Naturschutzgebiete (NSG) entwickelt. Das NSG Kiesgruben Meschenich gehört ebenfalls dazu. 
 
Zerschnittener Maschendrahtzaun: 
 
Der zerschnittene Maschendrahtzaun soll im Mai/Juni 2021 ersetzt werden. 
 
Zugewachsene Aussichtsplattform:

2 
 
 
Ein Freischnitt der Aussichtsplattform ist im Herbst 2021, nach der Vogelbrutzeit, geplant. 
 
Temporäre Laichpfützen  
Die Untere Naturschutzbehörde wird sich die Flächen kurzfristig anschauen und daraufhin Maßnah-
men formulieren. 
 
Krötentümpel: 
Es wurden neue Folien eingezogen und das Gewässer wurde dauerhaft mineralisch abgedichtet 
 
Lichtverschmutzung: 
Mit der Fima Basell wird der Betrieb der Beleuchtung abgestimmt.

Jahresbericht 2018 Bezirk 2 West Frau Fontes

18236 Zeichen

Seite 1 von 15 
 
 
 
Jahresbericht 2018 für den Bezirk 2 (Rodenkirchen-West) 
 
 
Thema Positives, Missstände und Fehlentwicklungen in den Freiräumen 
Meschenich, Immendorf und Rondorf und Empfehlungen zu deren 
Behebung 
Datum 09.09.2019 
Ort Rodenkirchen West 
Verfasser Marlies Fontes Naturschutzwacht für Rodenkirchen-West 
 
Verteiler Untere Naturschutzbehörde 
 Herr Bracke 
   
  
  
  
  
  
  
  
  
 
TOP 
 
Thema Problem und Empfehlung 
1. 
 
1.1 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
L18, AKTIV FÜR DEN WEGESRAND 
 
blütenreiches Wegebankett entlang des städt. 
Wirtschaftsweges Meschenicher Str. in Köln 
Immendorf 
 
 
 
 
Auf Grund meiner Initiative erfolgt 
seit 2018 auf dem ehemals intensiv 
gepflegten Wegsaum entlang des 
Firmengeländes von Lyondellbasell 
eine naturschutzorientierte extensive 
Pflege durch die vorgenannte Firma. 
Der Saum wird nur noch 2 x im Jahr 
gemäht mit anschließendem 
Abräumen des Mahdgutes.  
 
Flächengröße: ca. 1400 qm  
 
 
Empfehlung: 
Fortführung der ökologischen 
Pflege auf den angrenzenden 
städt. Wegebanketten

Seite 2 von 15 
 
 
1.2 L18 Wirtschaftsweg Meschenicher Str. 
 
Angrenzend zum naturnahen Wegsaum, ist das 
überackerte städt. Wegebankett  
 
 
 
 
zerfahrendes und zerstörtes städt. 
Wegebankett verursacht durch den 
Landwirt in einer Breite von ca. 3 m, 
auf einer Fläche von 800 qm. 
 
Empfehlung:  
Überprüfung der Fremdnutzung 
vor Ort, tatsächlichen 
Grenzverlauf auspflocken, 
Neueinsaat eines krautigen 
Wegrandstreifens und geeignete 
naturschutzgerechte Pflege 
festlegen. 
 
PS: Das städt. Wegebankett wurde 
auf meine Bitte hin zwischenzeitlich 
ausgemessen und mit 
Einverständnis des 
Grünflächenamtes dem neu 
angelegten Blühstreifen 
(Kompensation) von Lyondellbasell  
angerechnet. 
1.3 L18 Wirtschaftsweg Meschenicher Str. 
 
Angelegter Blühstreifen/Wegebankett am 
städt.Wirtschaftsweg Meschenicher Str .   
     
              
 
2018 geplanter und 2019 von der 
Fa. Lyondellbasell umgesetzter 6 m 
breiter mehrjähriger 
Blühstreifen/Wegebankett mit 
standortgerechten Wildkräutern 
Naturschutzgerechte Pflege durch 
Lyondellbasell 
 
Fläche: ca. 1600 qm  
 
Empfehlung: 
 
Fortführung der ökologischen 
Pflege auf den angrenzenden 
städt. Wegebanketten

Seite 3 von 15 
 
1.4 L18 Wirtschaftsweg Meschenicher Str. 
 
Neue temporäre Baustraße entlang des 
Wirtschaftsweges Meschenicher Str.   
 
 
 
 
 
Aufgeschütteter Erdwall zwischen 
Wirtschaftsweg und temporärer 
Baustraße (für Kieslaster) 
Auf meine Anfrage hin, sponserte der 
Kiesgrubenbetreiber Horst 
regionales Wildkräutersaatgut . 
Bezugsquelle Biostation Bonn zur 
naturnahen Begrünung des Erdwalls 
 
Fläche: ca. 1000 qm   
 
 
Empfehlung: 
 
Fortführung der ökologischen 
Pflege auf den angrenzenden 
städt. Wegebanketten 
 
 
 
1.5.  L 18 , Blühstreifen Meschenicher Str.  
 
Ehrenamtliche Naturschutzwarte der Stadt 
Köln arbeiten Hand in Hand für die Natur 
( Iris Esser, Joachim Jonas, Marlies Fontes) 
 
 
Fazit: 
 
Ich konnte  mit Unterstützung der 
ortsansässigen Unternehmen in der  
ausgeräumten Immendorfer Feldflur, 
durch naturschutzgerechte Pflege u. 
Einsaat von regionalen Wildkräutern, 
naturnahe u. insektenfreundliche 
Weg-u. Feldsäume entlang des städt. 
Wirtschaftsweges, in einer 
Gesamtlänge von ca. 4000 qm 
einrichten.  
 
Empfehlung 
 
Konsequentes, schnelles u. 
aktives Handeln aller 
verantwortlichen Personen, damit 
unsere Kulturland schaft nicht 
vollends verödet!

Seite 4 von 15 
 
 
 
2. N6 Meschenich 
 
Beschilderung  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Beschilderung am Schutzgebiet 
ist zum Teil zugewachsen, 
zerschossen oder mit Farbe 
verschmiert. Personen mit 
Migrationshintergrund verstehen 
häufig den Symbolcharakter des 
Schildes nicht. 
 
 
Empfehlung: 
 
Freischneiden der Schilder, sowie 
Erneuerung mit informativeren 
Schildern z.B. mit Piktogrammen 
„Betretungs-, Angel- und 
Badeverbot“ 
 
 
 
3.  N6 Meschenich 
Informationstafel Aussichtsplattform 
 
Zerstörte, rußgeschwärzte 
Informationstafel an der 
Aussichtsplattform hinterlässt  
vernachlässigten Eindruck 
 
 
Empfehlung: 
 
Gründliche Säuberung der sonst 
sehr informativen Tafel, sowie 
zügige Erneuerung der 
gebrochenen Plexiglasscheibe 
zur Verhinderung der völligen 
Zerstörung!

Seite 5 von 15 
 
 
 
4. N6 Meschenich 
Zerschnittener Maschendrahtzaun 
 
 
 
 
 
 
Der Maschendrahtzaun angrenzend 
zu den gefährlichen 
Steilböschungen wird immer wieder 
mutwillig zerstört, 
die Verkehrssicherheit ist hierdurch 
nicht mehr gegeben 
 
 
Empfehlung: 
 
Maschendrahtzaun mindestens1x 
im Jahr kontrollieren und 
ausbessern. 
Anstelle von Maschendraht gerne 
dekorative und sinnvolle 
Holzbalustraden an den 
Aussichtspunkten installieren, da 
diese eine höhere Akzeptanz 
aufweisen! 
 
 
PS: 
Gleicher Vorschlag aus dem 
Jahresbericht 2017 wurde leider 
nicht umgesetzt. 
5. N6 Meschenich 
 
Zugewachsene Aussichtsplattform 
 
 
 
 
 
Schlechte Sicht in das 
Naturschutzgebiet wegen zu hoher 
Vegetation an der Aussichtsplattform 
 
 
Empfehlung:  
 
Rückschnitt der 
Strauchvegetation außerhalb der 
Brutzeit an den markanten 
Aussichtspunkten 
 
PS: 
Die Rückschnitte Frühjahr 2019 
waren unvollständig,

Seite 6 von 15 
 
6.  N6 Meschenich 
Schleichwege ins NSG 
  
 
3 ausgetretene (Haupt-)Schleich-
wege führten in die Kernzone des 
Naturschutzgebietes und erhöhten 
den rücksichtslosen Freizeitdruck im 
Gebiet. Zwischenzeitlich wurden alle 
3 Wege auf mein Anraten hin vom 
Grünflächenamt mit großen 
Baumstubben verschlossen. 
 
Empfehlung: 
 
Jährliche Kontrolle der Barrieren, 
mit entsprechender 
Ausbesserung, damit Wildangler, 
Hundebesitzer, Badegäste und 
sonstige Personen die nunmehr 
unbequemen Schleichwege nicht 
mehr nutzen können.  
 
 
PS: 
Die Störungen in der Kernzone des 
Naturschutzgebietes sind durch die 
intensiven Kontrollen des 
Ordnungsamtes, sowie durch die 
Gehölzbarrieren u. durch meine 
Öffentlichkeitsarbeit (Führung, 
Aushänge, Berichterstattung in der 
Presse) weniger geworden 
7. Geschützter Landschaftsbestandteil  
„Alt-Engeldorfer Hof“ 
 
 
 
Großes zweites Reitturnier in der 
„Reitanlage Brüse“ in Köln – 
Meschenich, am 12. - 16.09.2018. 
Hierbei wurden die Wiesenflächen 
des angrenzenden geschützten 
Landschaftsbestandteil „Alt-
Engeldorfer Hof“ mit zahlreichen 
Autos und großen 
Pferdetransportern beparkt. 
 
Empfehlung: 
Ordnungsbehördliche Überprü- 
fung der Zweckentfremdung

Seite 7 von 15 
 
8. Kompensationsfläche von Straßen NRW im 
Landschaftsschutzgebiet 
Engeldorfer Berg / In der Hell 
 
  
 
Hier werden wegen der o. a. 
Reitveranstaltung auf einem ca. 6 m 
breiten Grünstreifen der 
Kompensationsfläche 
Besucherfahrzeuge abgestellt, 
teilweise auch im Wurzelbereich der 
gepflanzten Bäume. 
 
 
Empfehlung: 
 
Ordnungsbehördliche 
Überprüfung dieses Mißstandes 
und der Zweckentfremdung 
 
 
PS: 
Für 2020 ist ein erneutes großes 
Reitturnier in dem Bereich geplant. 
9. Brache neben der Alberty(Basell) Fläche/ 
im Landschaftsschutzgebiet 
Illegaler Wirtschaftsweg 
 
  
  
 
Durch die Brache führt mittig ein 
nicht legaler Wirtschaftsweg durch 
das Grünland, da der angrenzende 
reguläre Wirtschaftsweg mit 
Findlingen bzw. aktuell durch eine 
Schranke des Kiesgrubenbetreibers 
Horst verschlossen wurde.  
 
 
Empfehlung: 
 
Ordnungsbehördliche 
Überprüfung, Verursacher 
voraussichtlich der Landwirt, 
Eigentümer der Fläche 
Lyondellbasell. 
 
 
PS: 
Hat der Landwirt einen Schlüssel für 
die Schranke ausgehändigt 
bekommen?

Seite 8 von 15 
 
Legaler Wirtschaftsweg versperrt mit 
Schranke 
 
 
10. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
Alberty(Basell) Fläche / 
Landschaftsschutzgebiet 
Jagdunterstand 
 
 
 
 
 
Auf der vorgenannten Fläche wurde 
allem Anschein nach ein Hochstand 
errichtet. Dieser wäre somit neben 
zwei schon vorhandenen 
Jagdansitzen der dritte(!!) 
Jagdansitz auf der relativ kleinen 
naturnahen Fläche. M.E. führt 
dieses zu einer nicht vertretbaren 
Beunruhigung der wenigen 
Brutpaare der Feldlerche und der 
Kiebitze, die das Gelände zur 
Aufzucht ihrer Brut nutzen.  
 
 
Empfehlung: 
 
Prüfung der Rechtmäßigkeit bzw. 
der Notwendigkeit der zahlreichen 
Jagdansitze in dem naturnahen 
Gelände, das ohnehin von einer 
eher faunistisch verarmten und 
als naturfeindlich zu 
bezeichnenden Feldflur umgeben 
ist.

Seite 9 von 15 
 
11. Alberty(Basell) Fläche/ 
Landschaftsschutzgebiet  
Wechselkrötenhabitat 
 
 
In Vegetation verborgener Tümpel 
 
 
 
Gehölzaufwuchs 
 
 
 
 
Das Gelände wurde als 
wahrscheinlich größtes 
Wechselkrötenhabitat des Kölner 
Südens bezeichnet. Leider ist im 
vorderen Bereich der verfüllten 
Grube ein starker Gehölzaufwuchs 
und somit eine dichte Vegetation, 
insbesondere an den Wasserstellen 
entstanden. Die Silberpappel 
vermehrt sich rasant. Die im hinteren 
Bereich befindlichen, sehr flachen 
Tümpel trocknen auf Grund der 
zunehmenden niederschlagsarmen 
Perioden sehr schnell aus. Der 
Fortbestand der Wechselkröte ist bei 
einem zu starken Zuwachsen ihrer 
Lebensräume und zu kurzer 
Wasserführung der Laichgewässer 
gefährdet und hat letztendlich ihr 
Verschwinden zur Folge. 
 
Empfehlung: 
 
Entfernen der Gehölze und 
Entkrauten und Vertiefen der 
Wasserstellen, insbesondere im 
vorderen Bereich. Vermehrte 
Schaffung von vegetationslosen 
Bereichen, um steppenartigen 
Landlebensraum zu schaffen.  
Die Verbindungswege zwischen 
der Alberty(Basell) Fläche und der 
noch im Betrieb befindlichen 
Kiesgrube sollten für die 
„Abgrabungsamphibien „ offen 
gehalten werden, zur Zeit bildet 
sich hier leider eine dichte 
Gehölzzone   
 
PS: 
Aktuell habe ich auf Grund des 
ökologisch sehr wertvollen 
Alberty-Geländes bei der Unteren 
Naturschutzbehörde u. des 
Naturschutzbeirates die Anfrage 
gestellt, ob und wann diese 
Fläche zum Naturschutzgebiet 
erklärt wird, im Gespräch ist 
dieses schon seit Längerem. 
Hierzu bin ich über jedwede 
Unterstützung dankbar!

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12. Feldwege Nähe Alberty(Basell)Fläche 
/Landschaftsschutzgebiet 
Temporäre Laichpfützen  
  
 
 
 
 
 
 
 
 
Temporäre Laichgewässer auf den 
Wirtschaftswegen trocknen leider 
häufig zum Ende des 
Larvenstadiums der Wechselkröte 
aus.  
Oftmals wurden die Larven aber 
auch wegen des schnellen 
Durchfahrens mit schweren 
Fahrzeugen (Landwirt, Jäger) aus 
der Pfütze herauskatapultiert und 
vertrockneten. 
 
Empfehlung: 
 
Vorübergehende Sperrung des 
Wirtschaftsweges, der ohnehin 
durch den Kiesabbau zur 
Sackgasse wurde, mit 
Flatterband. Eventuelle Vertiefung 
der Laichpfütze, um schnelles 
Austrocken zu verhindern. 
 
PS: 
 
Die Empfehlung hat sich erledigt, 
da Anfang 2019 die von der 
Wechselkröte jedes Jahr gut 
besuchte temporäre Laichpfütze 
mit Kies zugeschüttet wurde und 
eine Baustraße für Kieslaster 
entstand. 
 
Ggf. bei Rückbau der temporären 
Baustraße, neue Anlage einer 
Laichpfütze in diesem Bereich

Seite 11 von 15 
 
13. L18 Landschaftsschutzgebiet 
 
Kiesgrube 2.12 a in Köln – Meschenich, 
Landschaftsschutzgebiet  
„vorübergehende Ausgleichsmaßnahme“ in 
Form von 4 Krötentümpeln  
 
 
Frei liegende, mit Vegetation 
durchwachsene Teichfolie 
 
 
 
 
 
Die Grube wird derzeit von den 
Eisenwerken Brühl verfüllt. Randlich 
der Grube wurden 2017 von 
„Colonia Recyling“ in Absprache mit 
dem Umweltamt vier Krötentümpel 
für bedrohte Amphibien angelegt. 
Die Laichgewässer unterliegen 
keiner Pflegemaßnahme und 
verbuschen zunehmend. Die zu 
dünne Plane reißt an vielen Stellen 
und die Winter- und 
Sommerquartiere der Kröten 
wachsen zu. Diese wichtige 
Naturschutzmaßnahme (die Tümpel 
wurden 2017/2018 von Kreuzkröten 
angenommen) wird wegen der 
fehlenden Pflege entwertet.  
 
Empfehlung:   
 
Jährliche Pflegemaßnahme 
festschreiben, ggf. Plane 
instandsetzen. Ich persönlich 
habe in dem Zeitraum 2017-2018 
schon über 200 junge Gehölze 
zumeist Buddleias im direkten 
Umfeld der Tümpel per Hand 
entfernen müssen!  
 
PS: 
Nachdem wegen der schlechten 
Qualität des Materials und der 
mangelnden Pflege schon im ersten 
Jahr ein Tümpel trocken fiel, ereilte 
dieses Schicksal in den 
darauffolgenden 2 Jahren auch die 
restlichen drei Tümpel! Im Frühjahr 
2019 verlor der letzte Tümpel, trotz 
starkem Frühjahrsregen stetig sein 
Wasser u. alle Larven der 
angelockten Kreuzkröte, 
vertrockneten. Funktioniert hat hier 
leider gar nichts u. die Tiere tappten 
in Todesfallen! Das darf 2020 nicht  
mehr passieren!!

Seite 12 von 15 
 
   
14. Landschaftsschutzgebiet  Immendorfer 
Feldflur 
Wirtschaftsweg Meschenicher Str. 
 
  
 
 
Zunahme des illegalen 
Autoverkehrs auf dem Feldweg um 
z.B. den Stau auf der L 150 zu 
umfahren, hierbei wird die 
Schranke umkurvt (gerne auch 
vom Landwirt) und über das Feld 
gefahren - siehe Fahrspur auf dem 
Foto 
 
Empfehlung: 
 
 
Verschließen der illegalen 
Durchfahrt am Ortsausgang 
Immendorf (Höhe Tennishalle) 
mit städtischen Findlingen, die 
seit Jahren funktionslos in der 
angrenzenden Böschung liegen. 
Sie wurden vom Landwirt dort 
abgelegt, da sie ihn störten. 
 
 
15. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
L 18 Landschaftsschutzgebiet bei 
Meschenich 
 
Illegaler Grünlandumbruch von ca. 1000 qm 
 
 
 
2018 fiel mir während eines 
Dienstganges der Umbruch eines 
bis dahin extensives Grünlandes 
mit Einsaat von Winterweizen auf.  
Meine Meldung bei der Unteren 
Naturschutzbehörde bestätigte 
meinen Verdacht, dass es sich hier 
um eine geschützte 
Ausgleichsfläche handelte. Der 
Landwirt wurde von der UNB 
aufgefordert, den rechtswidrigen 
Umbruch rückgängig zu machen 
und dann die Fläche mit 
standortgerechten Kräutern 
einzusäen.  
 
Empfehlung: 
 
Zur besseren Kontrolle, 
Information u. Schutz der 
Ausgleichsflächen, 
Hinweisschilder für den Bürger, 
Fachpersonal u. gedankenlose 
Landwirte aufstellen. 
Übersichtskarte der Ausgleichs- 
flächen auf der städt. 
Internetseite für jeden 
Interessierten veröffentlichen.

Seite 13 von 15 
 
16. N7 Am Vogelacker 
Lichtüberflutung durch die Firma Basell 
 
 
 
 
 
Starke Lampen überfluten das 
angrenzende Naturschutzgebiet 
und die Feldflur mit Halogen-Licht. 
Viele Tiere (Fledermaus, Eule, 
Nachtfalter….) sind gegen diese 
Lichtüberflutung hoch empfindlich. 
Aber auch Fahrradfahrer und 
Spaziergänger werden durch die 
starken Lampen in den frühen 
Morgen- und Abendstunden 
immens geblendet. 
 
Empfehlung:  
 
Ein eher gelbliches Licht 
anbringen, das nach unten 
abstrahlt - keine Abstrahlung in 
die Landschaft! 
 
 
 
17. L 18 Freiräume Meschenich, Immendorf u. 
Rondorf, N6 und N7 
Weg- und Feldsäume  
 
 
 
 
Weg- und Feldsäume können 
naturnahe Verbindungskorridore 
zwischen den Naturschutzgebieten 
für bedrohte Tiere und Pflanzen 
sein. 
 
Empfehlung 
 
Extensive, naturnahe Pflege der 
städtischen Wegebankette gem. 
Kölner Landschaftsplan, zur 
ökologischen Aufwertung des 
Gebietes und hierdurch 
Aufhebung der Verinselung der 
naturnahen Bereiche 
 
 
PS:  
 
Siehe hierzu Punkt 1.1 bis 1.5 
Aktiv für den Wegesrand

Seite 14 von 15 
 
18. L 18 Freiräume um Meschenich, Immendorf 
und Rondorf 
Ausgleichs- bzw. Kompensationsflächen 
 
 
Ausgleichsfläche Köln - Rondorf, 
Westerwaldstr., vergraste , artenarme 
Langgraswiese (Mulchmahd) 
 
 
 
 
Musterschild „Kompensationsfläche“ 
 
 
An ausgewählten Stellen wurden 
hierzu ehemalige Rasen- oder 
Ackerflächen im Rahmen einer 
Ausgleichsmaßnahme in 
extensives Grünland bzw. 
Naturwiesen umgewandelt. 
Aufgrund einer falschen bzw. 
unzureichenden Pflege, (z. B. 
Mulchmahd) entwickeln sich die 
Flächen zu einem artenarmen, 
monotonen Langgrasbestand der 
keinesfalls zur Artenvielfalt auf der 
Fläche beiträgt.  
Ökologische Zielvorgabe u. Praxis 
stimmen vielfach nicht mehr 
überein u. die Ausgleichsmaß- 
nahme muss als gescheitert 
angesehen werden! 
 
Empfehlung 
 
Stärkere Kontrolle der 
ökologischen Pflegevorgaben 
auf den Kompensationsflächen 
z. B. durch die Naturschutz-
wacht. 
Hinweistafel anbringen, so dass 
die Maßnahme ausgewiesen und 
somit überprüfbarer ist. 
Übersichtskarte aller 
Ausgleichsflächen ins städt. 
Internet stellen

Seite 15 von 15 
 
Ich würde mich freuen, wenn die von mir aufgeführten Empfehlungen zur Entwicklung 
meines Dienstbezirkes in Ihr Planungsgespräch 2019/ 2020 einfließen und somit zur 
Verbesserung der Gesamtsituation führen könnten. 
Selbstverständlich stehe ich für eine gemeinsame, zeitnahe Gebietsbegehung und 
Dienstbesprechung zur Vertiefung meiner Ausführungen, nach entsprechender 
Terminabsprache, Ihrem Amt gerne zur Verfügung. 
 
Köln, 09.09.2019 
 
gez. Marlies Fontes  
Naturschutzwacht Köln Rodenkirchen-West 
 
 
PS: 
In Hinblick darauf, dass hier im Kölner Süden geradezu ein Bauboom ausgebrochen ist und 
geplante und schon begonnene Bauprojekte wie Wohnanlagen, Umgehungsstraßen, 
Gewerbegebiets- und Brückenplanungen anstehen bzw. schon umgesetzt werden, ist zu 
befürchten, dass der Freiraum auch des Landschaftsschutzgebietes L 18 immer mehr 
beeinträchtigt, zerschnitten und versiegelt wird. Diese Beobachtung passt leider zu der 
Aussage, dass täglich in Deutschland um die 64 ha Freiraum- und Grünlandflächen versiegelt 
werden.  In Anbetracht dieser Tatsache ist m. E. auch im Kölner Süden schnelles 
konsequentes Handeln gefordert, um schützenswerte Lebensräume auch langfristig zu 
schützen. Der Freiraum L 18, wozu auch die Alberty Fläche (TOP 11) zählt, weist noch eine 
größere zusammenhängende Kulturlandschaft in Form von Äckern und 
Renaturierungsflächen wie Wiesen, Feldgehölzen etc. auf, infolge des Kiesabbaus und 
umsichtiger Entscheidung der Stadt Köln sind hier u.a. zwei Naturschutzgebiete festgesetzt 
worden und somit wertvolle Rückzugsräume entstanden. Eine Unterschutzstellung dieses 
Landschaftsbereiches, mit entsprechenden naturnahen Vernetzungskorridoren halte ich daher 
für sehr wichtig. Die hier noch vorkommenden und allesamt schon gefährdeten Tiere wie die 
Wechselkröte, die Haselmaus, der Kiebitz, die Feldlerche, der Neuntöter, der 
Flußregenpfeiffer, der Wiesenpieper, die Heidelerche etc. ..., sollten m. E. Grund genug sein, 
im Rahmen des Biodiversitätsvertrages, den die Stadt Köln 2017 unterzeichnete, die noch 
bestehenden naturnahen Lebensbereiche unserer gefährdeten Tiere und Pflanzen hier im 
Kölner Süden im Rahmen eines Gesamtkonzeptes der Biotopvernetzung rasch unter Schutz zu 
stellen.

Beratungsverlauf (2)

23.08.2021 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
06.09.2021 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 10.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1539/2021
Typ
Mitteilung BV
Datum
08.06.2021
Erstellt
22.04.2021 11:24