1539/2021
Jahresbericht 2018 Bezirk 2 West Frau Fontes
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Mitteilung BV
2393 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57/571 Vorlagen-Nummer 1539/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 28.06.2021 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 06.09.2021 Jahresbericht 2018 Bezirk 2 West Frau Fontes In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2018 der Naturschutzwacht, Frau Fontes, für den Bezirk 2 (West) Stellungnahme der Verwaltung: Die Untere Naturschutzbehörde bedankt sich bei Frau Fontes für Ihren Einsatz als Naturschutzwart. Die Veraltung nimmt wie folgt Stellung: Anlage und Pflege von Blühstreifen: Es wird befürwortet, dass die von Frau Fontes angestoßenen Projekte zur Anlage von Blühstreifen und deren Pflege weiter fortgeführt und umgesetzt werden. Beschilderung Schutzgebiete: Im Zuge eines Werkvertrages wurden alle Schutzgebietsschilder in Naturschutzgebieten 2020 erfasst und Empfehlungen ausgesprochen, fehlende Schilder zu ersetzten und beschmutzte Schilder reini- gen zu lassen. Dies soll nun zeitnah geschehen. Sollten Schilder in weiteren Schutzgebieten beschädigt sein, so werden diese nach Meldung bei der Unteren Naturschutzbehörde ebenfalls ersetzt. Inhalt des Werkvertrages war es weiterhin für die Stadt Köln geeignete Piktogramme abzustimmen. Diese werden 2021 fertig und als zusätzliche Informationen an geeigneten Stellen angebracht. Die Untere Naturschutzbehörde wird sich der Umsetzung annehmen. Informationstafel NSG N6 Kiesgruben Meschenich: Eine Ausbesserung der Informationstafel wurde in 2018 und 2019 nicht umgesetzt, da neue Informa- tionstafeln für die Naturschutzgebiete der Stadt Köln geplant sind. In 2021 werden neue Tafeln für 12 Naturschutzgebiete (NSG) entwickelt. Das NSG Kiesgruben Meschenich gehört ebenfalls dazu. Zerschnittener Maschendrahtzaun: Der zerschnittene Maschendrahtzaun soll im Mai/Juni 2021 ersetzt werden. Zugewachsene Aussichtsplattform: 2 Ein Freischnitt der Aussichtsplattform ist im Herbst 2021, nach der Vogelbrutzeit, geplant. Temporäre Laichpfützen Die Untere Naturschutzbehörde wird sich die Flächen kurzfristig anschauen und daraufhin Maßnah- men formulieren. Krötentümpel: Es wurden neue Folien eingezogen und das Gewässer wurde dauerhaft mineralisch abgedichtet Lichtverschmutzung: Mit der Fima Basell wird der Betrieb der Beleuchtung abgestimmt.
Jahresbericht 2018 Bezirk 2 West Frau Fontes
18236 Zeichen
Seite 1 von 15
Jahresbericht 2018 für den Bezirk 2 (Rodenkirchen-West)
Thema Positives, Missstände und Fehlentwicklungen in den Freiräumen
Meschenich, Immendorf und Rondorf und Empfehlungen zu deren
Behebung
Datum 09.09.2019
Ort Rodenkirchen West
Verfasser Marlies Fontes Naturschutzwacht für Rodenkirchen-West
Verteiler Untere Naturschutzbehörde
Herr Bracke
TOP
Thema Problem und Empfehlung
1.
1.1
L18, AKTIV FÜR DEN WEGESRAND
blütenreiches Wegebankett entlang des städt.
Wirtschaftsweges Meschenicher Str. in Köln
Immendorf
Auf Grund meiner Initiative erfolgt
seit 2018 auf dem ehemals intensiv
gepflegten Wegsaum entlang des
Firmengeländes von Lyondellbasell
eine naturschutzorientierte extensive
Pflege durch die vorgenannte Firma.
Der Saum wird nur noch 2 x im Jahr
gemäht mit anschließendem
Abräumen des Mahdgutes.
Flächengröße: ca. 1400 qm
Empfehlung:
Fortführung der ökologischen
Pflege auf den angrenzenden
städt. Wegebanketten
Seite 2 von 15
1.2 L18 Wirtschaftsweg Meschenicher Str.
Angrenzend zum naturnahen Wegsaum, ist das
überackerte städt. Wegebankett
zerfahrendes und zerstörtes städt.
Wegebankett verursacht durch den
Landwirt in einer Breite von ca. 3 m,
auf einer Fläche von 800 qm.
Empfehlung:
Überprüfung der Fremdnutzung
vor Ort, tatsächlichen
Grenzverlauf auspflocken,
Neueinsaat eines krautigen
Wegrandstreifens und geeignete
naturschutzgerechte Pflege
festlegen.
PS: Das städt. Wegebankett wurde
auf meine Bitte hin zwischenzeitlich
ausgemessen und mit
Einverständnis des
Grünflächenamtes dem neu
angelegten Blühstreifen
(Kompensation) von Lyondellbasell
angerechnet.
1.3 L18 Wirtschaftsweg Meschenicher Str.
Angelegter Blühstreifen/Wegebankett am
städt.Wirtschaftsweg Meschenicher Str .
2018 geplanter und 2019 von der
Fa. Lyondellbasell umgesetzter 6 m
breiter mehrjähriger
Blühstreifen/Wegebankett mit
standortgerechten Wildkräutern
Naturschutzgerechte Pflege durch
Lyondellbasell
Fläche: ca. 1600 qm
Empfehlung:
Fortführung der ökologischen
Pflege auf den angrenzenden
städt. Wegebanketten
Seite 3 von 15
1.4 L18 Wirtschaftsweg Meschenicher Str.
Neue temporäre Baustraße entlang des
Wirtschaftsweges Meschenicher Str.
Aufgeschütteter Erdwall zwischen
Wirtschaftsweg und temporärer
Baustraße (für Kieslaster)
Auf meine Anfrage hin, sponserte der
Kiesgrubenbetreiber Horst
regionales Wildkräutersaatgut .
Bezugsquelle Biostation Bonn zur
naturnahen Begrünung des Erdwalls
Fläche: ca. 1000 qm
Empfehlung:
Fortführung der ökologischen
Pflege auf den angrenzenden
städt. Wegebanketten
1.5. L 18 , Blühstreifen Meschenicher Str.
Ehrenamtliche Naturschutzwarte der Stadt
Köln arbeiten Hand in Hand für die Natur
( Iris Esser, Joachim Jonas, Marlies Fontes)
Fazit:
Ich konnte mit Unterstützung der
ortsansässigen Unternehmen in der
ausgeräumten Immendorfer Feldflur,
durch naturschutzgerechte Pflege u.
Einsaat von regionalen Wildkräutern,
naturnahe u. insektenfreundliche
Weg-u. Feldsäume entlang des städt.
Wirtschaftsweges, in einer
Gesamtlänge von ca. 4000 qm
einrichten.
Empfehlung
Konsequentes, schnelles u.
aktives Handeln aller
verantwortlichen Personen, damit
unsere Kulturland schaft nicht
vollends verödet!
Seite 4 von 15
2. N6 Meschenich
Beschilderung
Die Beschilderung am Schutzgebiet
ist zum Teil zugewachsen,
zerschossen oder mit Farbe
verschmiert. Personen mit
Migrationshintergrund verstehen
häufig den Symbolcharakter des
Schildes nicht.
Empfehlung:
Freischneiden der Schilder, sowie
Erneuerung mit informativeren
Schildern z.B. mit Piktogrammen
„Betretungs-, Angel- und
Badeverbot“
3. N6 Meschenich
Informationstafel Aussichtsplattform
Zerstörte, rußgeschwärzte
Informationstafel an der
Aussichtsplattform hinterlässt
vernachlässigten Eindruck
Empfehlung:
Gründliche Säuberung der sonst
sehr informativen Tafel, sowie
zügige Erneuerung der
gebrochenen Plexiglasscheibe
zur Verhinderung der völligen
Zerstörung!
Seite 5 von 15
4. N6 Meschenich
Zerschnittener Maschendrahtzaun
Der Maschendrahtzaun angrenzend
zu den gefährlichen
Steilböschungen wird immer wieder
mutwillig zerstört,
die Verkehrssicherheit ist hierdurch
nicht mehr gegeben
Empfehlung:
Maschendrahtzaun mindestens1x
im Jahr kontrollieren und
ausbessern.
Anstelle von Maschendraht gerne
dekorative und sinnvolle
Holzbalustraden an den
Aussichtspunkten installieren, da
diese eine höhere Akzeptanz
aufweisen!
PS:
Gleicher Vorschlag aus dem
Jahresbericht 2017 wurde leider
nicht umgesetzt.
5. N6 Meschenich
Zugewachsene Aussichtsplattform
Schlechte Sicht in das
Naturschutzgebiet wegen zu hoher
Vegetation an der Aussichtsplattform
Empfehlung:
Rückschnitt der
Strauchvegetation außerhalb der
Brutzeit an den markanten
Aussichtspunkten
PS:
Die Rückschnitte Frühjahr 2019
waren unvollständig,
Seite 6 von 15
6. N6 Meschenich
Schleichwege ins NSG
3 ausgetretene (Haupt-)Schleich-
wege führten in die Kernzone des
Naturschutzgebietes und erhöhten
den rücksichtslosen Freizeitdruck im
Gebiet. Zwischenzeitlich wurden alle
3 Wege auf mein Anraten hin vom
Grünflächenamt mit großen
Baumstubben verschlossen.
Empfehlung:
Jährliche Kontrolle der Barrieren,
mit entsprechender
Ausbesserung, damit Wildangler,
Hundebesitzer, Badegäste und
sonstige Personen die nunmehr
unbequemen Schleichwege nicht
mehr nutzen können.
PS:
Die Störungen in der Kernzone des
Naturschutzgebietes sind durch die
intensiven Kontrollen des
Ordnungsamtes, sowie durch die
Gehölzbarrieren u. durch meine
Öffentlichkeitsarbeit (Führung,
Aushänge, Berichterstattung in der
Presse) weniger geworden
7. Geschützter Landschaftsbestandteil
„Alt-Engeldorfer Hof“
Großes zweites Reitturnier in der
„Reitanlage Brüse“ in Köln –
Meschenich, am 12. - 16.09.2018.
Hierbei wurden die Wiesenflächen
des angrenzenden geschützten
Landschaftsbestandteil „Alt-
Engeldorfer Hof“ mit zahlreichen
Autos und großen
Pferdetransportern beparkt.
Empfehlung:
Ordnungsbehördliche Überprü-
fung der Zweckentfremdung
Seite 7 von 15
8. Kompensationsfläche von Straßen NRW im
Landschaftsschutzgebiet
Engeldorfer Berg / In der Hell
Hier werden wegen der o. a.
Reitveranstaltung auf einem ca. 6 m
breiten Grünstreifen der
Kompensationsfläche
Besucherfahrzeuge abgestellt,
teilweise auch im Wurzelbereich der
gepflanzten Bäume.
Empfehlung:
Ordnungsbehördliche
Überprüfung dieses Mißstandes
und der Zweckentfremdung
PS:
Für 2020 ist ein erneutes großes
Reitturnier in dem Bereich geplant.
9. Brache neben der Alberty(Basell) Fläche/
im Landschaftsschutzgebiet
Illegaler Wirtschaftsweg
Durch die Brache führt mittig ein
nicht legaler Wirtschaftsweg durch
das Grünland, da der angrenzende
reguläre Wirtschaftsweg mit
Findlingen bzw. aktuell durch eine
Schranke des Kiesgrubenbetreibers
Horst verschlossen wurde.
Empfehlung:
Ordnungsbehördliche
Überprüfung, Verursacher
voraussichtlich der Landwirt,
Eigentümer der Fläche
Lyondellbasell.
PS:
Hat der Landwirt einen Schlüssel für
die Schranke ausgehändigt
bekommen?
Seite 8 von 15
Legaler Wirtschaftsweg versperrt mit
Schranke
10.
Alberty(Basell) Fläche /
Landschaftsschutzgebiet
Jagdunterstand
Auf der vorgenannten Fläche wurde
allem Anschein nach ein Hochstand
errichtet. Dieser wäre somit neben
zwei schon vorhandenen
Jagdansitzen der dritte(!!)
Jagdansitz auf der relativ kleinen
naturnahen Fläche. M.E. führt
dieses zu einer nicht vertretbaren
Beunruhigung der wenigen
Brutpaare der Feldlerche und der
Kiebitze, die das Gelände zur
Aufzucht ihrer Brut nutzen.
Empfehlung:
Prüfung der Rechtmäßigkeit bzw.
der Notwendigkeit der zahlreichen
Jagdansitze in dem naturnahen
Gelände, das ohnehin von einer
eher faunistisch verarmten und
als naturfeindlich zu
bezeichnenden Feldflur umgeben
ist.
Seite 9 von 15
11. Alberty(Basell) Fläche/
Landschaftsschutzgebiet
Wechselkrötenhabitat
In Vegetation verborgener Tümpel
Gehölzaufwuchs
Das Gelände wurde als
wahrscheinlich größtes
Wechselkrötenhabitat des Kölner
Südens bezeichnet. Leider ist im
vorderen Bereich der verfüllten
Grube ein starker Gehölzaufwuchs
und somit eine dichte Vegetation,
insbesondere an den Wasserstellen
entstanden. Die Silberpappel
vermehrt sich rasant. Die im hinteren
Bereich befindlichen, sehr flachen
Tümpel trocknen auf Grund der
zunehmenden niederschlagsarmen
Perioden sehr schnell aus. Der
Fortbestand der Wechselkröte ist bei
einem zu starken Zuwachsen ihrer
Lebensräume und zu kurzer
Wasserführung der Laichgewässer
gefährdet und hat letztendlich ihr
Verschwinden zur Folge.
Empfehlung:
Entfernen der Gehölze und
Entkrauten und Vertiefen der
Wasserstellen, insbesondere im
vorderen Bereich. Vermehrte
Schaffung von vegetationslosen
Bereichen, um steppenartigen
Landlebensraum zu schaffen.
Die Verbindungswege zwischen
der Alberty(Basell) Fläche und der
noch im Betrieb befindlichen
Kiesgrube sollten für die
„Abgrabungsamphibien „ offen
gehalten werden, zur Zeit bildet
sich hier leider eine dichte
Gehölzzone
PS:
Aktuell habe ich auf Grund des
ökologisch sehr wertvollen
Alberty-Geländes bei der Unteren
Naturschutzbehörde u. des
Naturschutzbeirates die Anfrage
gestellt, ob und wann diese
Fläche zum Naturschutzgebiet
erklärt wird, im Gespräch ist
dieses schon seit Längerem.
Hierzu bin ich über jedwede
Unterstützung dankbar!
Seite 10 von 15
12. Feldwege Nähe Alberty(Basell)Fläche
/Landschaftsschutzgebiet
Temporäre Laichpfützen
Temporäre Laichgewässer auf den
Wirtschaftswegen trocknen leider
häufig zum Ende des
Larvenstadiums der Wechselkröte
aus.
Oftmals wurden die Larven aber
auch wegen des schnellen
Durchfahrens mit schweren
Fahrzeugen (Landwirt, Jäger) aus
der Pfütze herauskatapultiert und
vertrockneten.
Empfehlung:
Vorübergehende Sperrung des
Wirtschaftsweges, der ohnehin
durch den Kiesabbau zur
Sackgasse wurde, mit
Flatterband. Eventuelle Vertiefung
der Laichpfütze, um schnelles
Austrocken zu verhindern.
PS:
Die Empfehlung hat sich erledigt,
da Anfang 2019 die von der
Wechselkröte jedes Jahr gut
besuchte temporäre Laichpfütze
mit Kies zugeschüttet wurde und
eine Baustraße für Kieslaster
entstand.
Ggf. bei Rückbau der temporären
Baustraße, neue Anlage einer
Laichpfütze in diesem Bereich
Seite 11 von 15
13. L18 Landschaftsschutzgebiet
Kiesgrube 2.12 a in Köln – Meschenich,
Landschaftsschutzgebiet
„vorübergehende Ausgleichsmaßnahme“ in
Form von 4 Krötentümpeln
Frei liegende, mit Vegetation
durchwachsene Teichfolie
Die Grube wird derzeit von den
Eisenwerken Brühl verfüllt. Randlich
der Grube wurden 2017 von
„Colonia Recyling“ in Absprache mit
dem Umweltamt vier Krötentümpel
für bedrohte Amphibien angelegt.
Die Laichgewässer unterliegen
keiner Pflegemaßnahme und
verbuschen zunehmend. Die zu
dünne Plane reißt an vielen Stellen
und die Winter- und
Sommerquartiere der Kröten
wachsen zu. Diese wichtige
Naturschutzmaßnahme (die Tümpel
wurden 2017/2018 von Kreuzkröten
angenommen) wird wegen der
fehlenden Pflege entwertet.
Empfehlung:
Jährliche Pflegemaßnahme
festschreiben, ggf. Plane
instandsetzen. Ich persönlich
habe in dem Zeitraum 2017-2018
schon über 200 junge Gehölze
zumeist Buddleias im direkten
Umfeld der Tümpel per Hand
entfernen müssen!
PS:
Nachdem wegen der schlechten
Qualität des Materials und der
mangelnden Pflege schon im ersten
Jahr ein Tümpel trocken fiel, ereilte
dieses Schicksal in den
darauffolgenden 2 Jahren auch die
restlichen drei Tümpel! Im Frühjahr
2019 verlor der letzte Tümpel, trotz
starkem Frühjahrsregen stetig sein
Wasser u. alle Larven der
angelockten Kreuzkröte,
vertrockneten. Funktioniert hat hier
leider gar nichts u. die Tiere tappten
in Todesfallen! Das darf 2020 nicht
mehr passieren!!
Seite 12 von 15
14. Landschaftsschutzgebiet Immendorfer
Feldflur
Wirtschaftsweg Meschenicher Str.
Zunahme des illegalen
Autoverkehrs auf dem Feldweg um
z.B. den Stau auf der L 150 zu
umfahren, hierbei wird die
Schranke umkurvt (gerne auch
vom Landwirt) und über das Feld
gefahren - siehe Fahrspur auf dem
Foto
Empfehlung:
Verschließen der illegalen
Durchfahrt am Ortsausgang
Immendorf (Höhe Tennishalle)
mit städtischen Findlingen, die
seit Jahren funktionslos in der
angrenzenden Böschung liegen.
Sie wurden vom Landwirt dort
abgelegt, da sie ihn störten.
15.
L 18 Landschaftsschutzgebiet bei
Meschenich
Illegaler Grünlandumbruch von ca. 1000 qm
2018 fiel mir während eines
Dienstganges der Umbruch eines
bis dahin extensives Grünlandes
mit Einsaat von Winterweizen auf.
Meine Meldung bei der Unteren
Naturschutzbehörde bestätigte
meinen Verdacht, dass es sich hier
um eine geschützte
Ausgleichsfläche handelte. Der
Landwirt wurde von der UNB
aufgefordert, den rechtswidrigen
Umbruch rückgängig zu machen
und dann die Fläche mit
standortgerechten Kräutern
einzusäen.
Empfehlung:
Zur besseren Kontrolle,
Information u. Schutz der
Ausgleichsflächen,
Hinweisschilder für den Bürger,
Fachpersonal u. gedankenlose
Landwirte aufstellen.
Übersichtskarte der Ausgleichs-
flächen auf der städt.
Internetseite für jeden
Interessierten veröffentlichen.
Seite 13 von 15
16. N7 Am Vogelacker
Lichtüberflutung durch die Firma Basell
Starke Lampen überfluten das
angrenzende Naturschutzgebiet
und die Feldflur mit Halogen-Licht.
Viele Tiere (Fledermaus, Eule,
Nachtfalter….) sind gegen diese
Lichtüberflutung hoch empfindlich.
Aber auch Fahrradfahrer und
Spaziergänger werden durch die
starken Lampen in den frühen
Morgen- und Abendstunden
immens geblendet.
Empfehlung:
Ein eher gelbliches Licht
anbringen, das nach unten
abstrahlt - keine Abstrahlung in
die Landschaft!
17. L 18 Freiräume Meschenich, Immendorf u.
Rondorf, N6 und N7
Weg- und Feldsäume
Weg- und Feldsäume können
naturnahe Verbindungskorridore
zwischen den Naturschutzgebieten
für bedrohte Tiere und Pflanzen
sein.
Empfehlung
Extensive, naturnahe Pflege der
städtischen Wegebankette gem.
Kölner Landschaftsplan, zur
ökologischen Aufwertung des
Gebietes und hierdurch
Aufhebung der Verinselung der
naturnahen Bereiche
PS:
Siehe hierzu Punkt 1.1 bis 1.5
Aktiv für den Wegesrand
Seite 14 von 15
18. L 18 Freiräume um Meschenich, Immendorf
und Rondorf
Ausgleichs- bzw. Kompensationsflächen
Ausgleichsfläche Köln - Rondorf,
Westerwaldstr., vergraste , artenarme
Langgraswiese (Mulchmahd)
Musterschild „Kompensationsfläche“
An ausgewählten Stellen wurden
hierzu ehemalige Rasen- oder
Ackerflächen im Rahmen einer
Ausgleichsmaßnahme in
extensives Grünland bzw.
Naturwiesen umgewandelt.
Aufgrund einer falschen bzw.
unzureichenden Pflege, (z. B.
Mulchmahd) entwickeln sich die
Flächen zu einem artenarmen,
monotonen Langgrasbestand der
keinesfalls zur Artenvielfalt auf der
Fläche beiträgt.
Ökologische Zielvorgabe u. Praxis
stimmen vielfach nicht mehr
überein u. die Ausgleichsmaß-
nahme muss als gescheitert
angesehen werden!
Empfehlung
Stärkere Kontrolle der
ökologischen Pflegevorgaben
auf den Kompensationsflächen
z. B. durch die Naturschutz-
wacht.
Hinweistafel anbringen, so dass
die Maßnahme ausgewiesen und
somit überprüfbarer ist.
Übersichtskarte aller
Ausgleichsflächen ins städt.
Internet stellen
Seite 15 von 15
Ich würde mich freuen, wenn die von mir aufgeführten Empfehlungen zur Entwicklung
meines Dienstbezirkes in Ihr Planungsgespräch 2019/ 2020 einfließen und somit zur
Verbesserung der Gesamtsituation führen könnten.
Selbstverständlich stehe ich für eine gemeinsame, zeitnahe Gebietsbegehung und
Dienstbesprechung zur Vertiefung meiner Ausführungen, nach entsprechender
Terminabsprache, Ihrem Amt gerne zur Verfügung.
Köln, 09.09.2019
gez. Marlies Fontes
Naturschutzwacht Köln Rodenkirchen-West
PS:
In Hinblick darauf, dass hier im Kölner Süden geradezu ein Bauboom ausgebrochen ist und
geplante und schon begonnene Bauprojekte wie Wohnanlagen, Umgehungsstraßen,
Gewerbegebiets- und Brückenplanungen anstehen bzw. schon umgesetzt werden, ist zu
befürchten, dass der Freiraum auch des Landschaftsschutzgebietes L 18 immer mehr
beeinträchtigt, zerschnitten und versiegelt wird. Diese Beobachtung passt leider zu der
Aussage, dass täglich in Deutschland um die 64 ha Freiraum- und Grünlandflächen versiegelt
werden. In Anbetracht dieser Tatsache ist m. E. auch im Kölner Süden schnelles
konsequentes Handeln gefordert, um schützenswerte Lebensräume auch langfristig zu
schützen. Der Freiraum L 18, wozu auch die Alberty Fläche (TOP 11) zählt, weist noch eine
größere zusammenhängende Kulturlandschaft in Form von Äckern und
Renaturierungsflächen wie Wiesen, Feldgehölzen etc. auf, infolge des Kiesabbaus und
umsichtiger Entscheidung der Stadt Köln sind hier u.a. zwei Naturschutzgebiete festgesetzt
worden und somit wertvolle Rückzugsräume entstanden. Eine Unterschutzstellung dieses
Landschaftsbereiches, mit entsprechenden naturnahen Vernetzungskorridoren halte ich daher
für sehr wichtig. Die hier noch vorkommenden und allesamt schon gefährdeten Tiere wie die
Wechselkröte, die Haselmaus, der Kiebitz, die Feldlerche, der Neuntöter, der
Flußregenpfeiffer, der Wiesenpieper, die Heidelerche etc. ..., sollten m. E. Grund genug sein,
im Rahmen des Biodiversitätsvertrages, den die Stadt Köln 2017 unterzeichnete, die noch
bestehenden naturnahen Lebensbereiche unserer gefährdeten Tiere und Pflanzen hier im
Kölner Süden im Rahmen eines Gesamtkonzeptes der Biotopvernetzung rasch unter Schutz zu
stellen.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1539/2021
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 08.06.2021
- Erstellt
- 22.04.2021 11:24