Jahresbericht 2018 Bezirk 2 West Frau Fontes
Mitteilung BV 1539/2021 vom 08.06.2021
Stand: Am 06.09.2021 in der Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57/571 Vorlagen-Nummer 1539/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 28.06.2021 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 06.09.2021 Jahresbericht 2018 Bezirk 2 West Frau Fontes In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2018 der Naturschutzwacht, Frau Fontes, für den Bezirk 2 (West) Stellungnahme der Verwaltung: Die Untere Naturschutzbehörde bedankt sich bei Frau Fontes für Ihren Einsatz als Naturschutzwart. Die Veraltung nimmt wie folgt Stellung: Anlage und Pflege von Blühstreifen: Es wird befürwortet, dass die von Frau Fontes angestoßenen Projekte zur Anlage von Blühstreifen und deren Pflege weiter fortgeführt und umgesetzt werden. Beschilderung Schutzgebiete: Im Zuge eines Werkvertrages wurden alle Schutzgebietsschilder in Naturschutzgebieten 2020 erfasst und Empfehlungen ausgesprochen, fehlende Schilder zu ersetzten und beschmutzte Schilder reini- gen zu lassen. Dies soll nun zeitnah geschehen. Sollten Schilder in weiteren Schutzgebieten beschädigt sein, so werden diese nach Meldung bei der Unteren Naturschutzbehörde ebenfalls ersetzt. Inhalt des Werkvertrages war es weiterhin für die Stadt Köln geeignete Piktogramme abzustimmen. Diese werden 2021 fertig und als zusätzliche Informationen an geeigneten Stellen angebracht. Die Untere Naturschutzbehörde wird sich der Umsetzung annehmen. Informationstafel NSG N6 Kiesgruben Meschenich: Eine Ausbesserung der Informationstafel wurde in 2018 und 2019 nicht umgesetzt, da neue Informa- tionstafeln für die Naturschutzgebiete der Stadt Köln geplant sind. In 2021 werden neue Tafeln für 12 Naturschutzgebiete (NSG) entwickelt. Das NSG Kiesgruben Meschenich gehört ebenfalls dazu. Zerschnittener Maschendrahtzaun: Der zerschnittene Maschendrahtzaun soll im Mai/Juni 2021 ersetzt werden. Zugewachsene Aussichtsplattform: 2 Ein Freischnitt der Aussichtsplattform ist im Herbst 2021, nach der Vogelbrutzeit, geplant. Temporäre Laichpfützen Die Untere Naturschutzbehörde wird sich die Flächen kurzfristig anschauen und daraufhin Maßnah- men formulieren. Krötentümpel: Es wurden neue Folien eingezogen und das Gewässer wurde dauerhaft mineralisch abgedichtet Lichtverschmutzung: Mit der Fima Basell wird der Betrieb der Beleuchtung abgestimmt. -
Jahresbericht 2018 Bezirk 2 West Frau Fontes
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Seite 1 von 15 Jahresbericht 2018 für den Bezirk 2 (Rodenkirchen-West) Thema Positives, Missstände und Fehlentwicklungen in den Freiräumen Meschenich, Immendorf und Rondorf und Empfehlungen zu deren Behebung Datum 09.09.2019 Ort Rodenkirchen West Verfasser Marlies Fontes Naturschutzwacht für Rodenkirchen-West Verteiler Untere Naturschutzbehörde Herr Bracke TOP Thema Problem und Empfehlung 1. 1.1 L18, AKTIV FÜR DEN WEGESRAND blütenreiches Wegebankett entlang des städt. Wirtschaftsweges Meschenicher Str. in Köln Immendorf Auf Grund meiner Initiative erfolgt seit 2018 auf dem ehemals intensiv gepflegten Wegsaum entlang des Firmengeländes von Lyondellbasell eine naturschutzorientierte extensive Pflege durch die vorgenannte Firma. Der Saum wird nur noch 2 x im Jahr gemäht mit anschließendem Abräumen des Mahdgutes. Flächengröße: ca. 1400 qm Empfehlung: Fortführung der ökologischen Pflege auf den angrenzenden städt. Wegebanketten Seite 2 von 15 1.2 L18 Wirtschaftsweg Meschenicher Str. Angrenzend zum naturnahen Wegsaum, ist das überackerte städt. Wegebankett zerfahrendes und zerstörtes städt. Wegebankett verursacht durch den Landwirt in einer Breite von ca. 3 m, auf einer Fläche von 800 qm. Empfehlung: Überprüfung der Fremdnutzung vor Ort, tatsächlichen Grenzverlauf auspflocken, Neueinsaat eines krautigen Wegrandstreifens und geeignete naturschutzgerechte Pflege festlegen. PS: Das städt. Wegebankett wurde auf meine Bitte hin zwischenzeitlich ausgemessen und mit Einverständnis des Grünflächenamtes dem neu angelegten Blühstreifen (Kompensation) von Lyondellbasell angerechnet. 1.3 L18 Wirtschaftsweg Meschenicher Str. Angelegter Blühstreifen/Wegebankett am städt.Wirtschaftsweg Meschenicher Str . 2018 geplanter und 2019 von der Fa. Lyondellbasell umgesetzter 6 m breiter mehrjähriger Blühstreifen/Wegebankett mit standortgerechten Wildkräutern Naturschutzgerechte Pflege durch Lyondellbasell Fläche: ca. 1600 qm Empfehlung: Fortführung der ökologischen Pflege auf den angrenzenden städt. Wegebanketten Seite 3 von 15 1.4 L18 Wirtschaftsweg Meschenicher Str. Neue temporäre Baustraße entlang des Wirtschaftsweges Meschenicher Str. Aufgeschütteter Erdwall zwischen Wirtschaftsweg und temporärer Baustraße (für Kieslaster) Auf meine Anfrage hin, sponserte der Kiesgrubenbetreiber Horst regionales Wildkräutersaatgut . Bezugsquelle Biostation Bonn zur naturnahen Begrünung des Erdwalls Fläche: ca. 1000 qm Empfehlung: Fortführung der ökologischen Pflege auf den angrenzenden städt. Wegebanketten 1.5. L 18 , Blühstreifen Meschenicher Str. Ehrenamtliche Naturschutzwarte der Stadt Köln arbeiten Hand in Hand für die Natur ( Iris Esser, Joachim Jonas, Marlies Fontes) Fazit: Ich konnte mit Unterstützung der ortsansässigen Unternehmen in der ausgeräumten Immendorfer Feldflur, durch naturschutzgerechte Pflege u. Einsaat von regionalen Wildkräutern, naturnahe u. insektenfreundliche Weg-u. Feldsäume entlang des städt. Wirtschaftsweges, in einer Gesamtlänge von ca. 4000 qm einrichten. Empfehlung Konsequentes, schnelles u. aktives Handeln aller verantwortlichen Personen, damit unsere Kulturland schaft nicht vollends verödet! Seite 4 von 15 2. N6 Meschenich Beschilderung Die Beschilderung am Schutzgebiet ist zum Teil zugewachsen, zerschossen oder mit Farbe verschmiert. Personen mit Migrationshintergrund verstehen häufig den Symbolcharakter des Schildes nicht. Empfehlung: Freischneiden der Schilder, sowie Erneuerung mit informativeren Schildern z.B. mit Piktogrammen „Betretungs-, Angel- und Badeverbot“ 3. N6 Meschenich Informationstafel Aussichtsplattform Zerstörte, rußgeschwärzte Informationstafel an der Aussichtsplattform hinterlässt vernachlässigten Eindruck Empfehlung: Gründliche Säuberung der sonst sehr informativen Tafel, sowie zügige Erneuerung der gebrochenen Plexiglasscheibe zur Verhinderung der völligen Zerstörung! Seite 5 von 15 4. N6 Meschenich Zerschnittener Maschendrahtzaun Der Maschendrahtzaun angrenzend zu den gefährlichen Steilböschungen wird immer wieder mutwillig zerstört, die Verkehrssicherheit ist hierdurch nicht mehr gegeben Empfehlung: Maschendrahtzaun mindestens1x im Jahr kontrollieren und ausbessern. Anstelle von Maschendraht gerne dekorative und sinnvolle Holzbalustraden an den Aussichtspunkten installieren, da diese eine höhere Akzeptanz aufweisen! PS: Gleicher Vorschlag aus dem Jahresbericht 2017 wurde leider nicht umgesetzt. 5. N6 Meschenich Zugewachsene Aussichtsplattform Schlechte Sicht in das Naturschutzgebiet wegen zu hoher Vegetation an der Aussichtsplattform Empfehlung: Rückschnitt der Strauchvegetation außerhalb der Brutzeit an den markanten Aussichtspunkten PS: Die Rückschnitte Frühjahr 2019 waren unvollständig, Seite 6 von 15 6. N6 Meschenich Schleichwege ins NSG 3 ausgetretene (Haupt-)Schleich- wege führten in die Kernzone des Naturschutzgebietes und erhöhten den rücksichtslosen Freizeitdruck im Gebiet. Zwischenzeitlich wurden alle 3 Wege auf mein Anraten hin vom Grünflächenamt mit großen Baumstubben verschlossen. Empfehlung: Jährliche Kontrolle der Barrieren, mit entsprechender Ausbesserung, damit Wildangler, Hundebesitzer, Badegäste und sonstige Personen die nunmehr unbequemen Schleichwege nicht mehr nutzen können. PS: Die Störungen in der Kernzone des Naturschutzgebietes sind durch die intensiven Kontrollen des Ordnungsamtes, sowie durch die Gehölzbarrieren u. durch meine Öffentlichkeitsarbeit (Führung, Aushänge, Berichterstattung in der Presse) weniger geworden 7. Geschützter Landschaftsbestandteil „Alt-Engeldorfer Hof“ Großes zweites Reitturnier in der „Reitanlage Brüse“ in Köln – Meschenich, am 12. - 16.09.2018. Hierbei wurden die Wiesenflächen des angrenzenden geschützten Landschaftsbestandteil „Alt- Engeldorfer Hof“ mit zahlreichen Autos und großen Pferdetransportern beparkt. Empfehlung: Ordnungsbehördliche Überprü- fung der Zweckentfremdung Seite 7 von 15 8. Kompensationsfläche von Straßen NRW im Landschaftsschutzgebiet Engeldorfer Berg / In der Hell Hier werden wegen der o. a. Reitveranstaltung auf einem ca. 6 m breiten Grünstreifen der Kompensationsfläche Besucherfahrzeuge abgestellt, teilweise auch im Wurzelbereich der gepflanzten Bäume. Empfehlung: Ordnungsbehördliche Überprüfung dieses Mißstandes und der Zweckentfremdung PS: Für 2020 ist ein erneutes großes Reitturnier in dem Bereich geplant. 9. Brache neben der Alberty(Basell) Fläche/ im Landschaftsschutzgebiet Illegaler Wirtschaftsweg Durch die Brache führt mittig ein nicht legaler Wirtschaftsweg durch das Grünland, da der angrenzende reguläre Wirtschaftsweg mit Findlingen bzw. aktuell durch eine Schranke des Kiesgrubenbetreibers Horst verschlossen wurde. Empfehlung: Ordnungsbehördliche Überprüfung, Verursacher voraussichtlich der Landwirt, Eigentümer der Fläche Lyondellbasell. PS: Hat der Landwirt einen Schlüssel für die Schranke ausgehändigt bekommen? Seite 8 von 15 Legaler Wirtschaftsweg versperrt mit Schranke 10. Alberty(Basell) Fläche / Landschaftsschutzgebiet Jagdunterstand Auf der vorgenannten Fläche wurde allem Anschein nach ein Hochstand errichtet. Dieser wäre somit neben zwei schon vorhandenen Jagdansitzen der dritte(!!) Jagdansitz auf der relativ kleinen naturnahen Fläche. M.E. führt dieses zu einer nicht vertretbaren Beunruhigung der wenigen Brutpaare der Feldlerche und der Kiebitze, die das Gelände zur Aufzucht ihrer Brut nutzen. Empfehlung: Prüfung der Rechtmäßigkeit bzw. der Notwendigkeit der zahlreichen Jagdansitze in dem naturnahen Gelände, das ohnehin von einer eher faunistisch verarmten und als naturfeindlich zu bezeichnenden Feldflur umgeben ist. Seite 9 von 15 11. Alberty(Basell) Fläche/ Landschaftsschutzgebiet Wechselkrötenhabitat In Vegetation verborgener Tümpel Gehölzaufwuchs Das Gelände wurde als wahrscheinlich größtes Wechselkrötenhabitat des Kölner Südens bezeichnet. Leider ist im vorderen Bereich der verfüllten Grube ein starker Gehölzaufwuchs und somit eine dichte Vegetation, insbesondere an den Wasserstellen entstanden. Die Silberpappel vermehrt sich rasant. Die im hinteren Bereich befindlichen, sehr flachen Tümpel trocknen auf Grund der zunehmenden niederschlagsarmen Perioden sehr schnell aus. Der Fortbestand der Wechselkröte ist bei einem zu starken Zuwachsen ihrer Lebensräume und zu kurzer Wasserführung der Laichgewässer gefährdet und hat letztendlich ihr Verschwinden zur Folge. Empfehlung: Entfernen der Gehölze und Entkrauten und Vertiefen der Wasserstellen, insbesondere im vorderen Bereich. Vermehrte Schaffung von vegetationslosen Bereichen, um steppenartigen Landlebensraum zu schaffen. Die Verbindungswege zwischen der Alberty(Basell) Fläche und der noch im Betrieb befindlichen Kiesgrube sollten für die „Abgrabungsamphibien „ offen gehalten werden, zur Zeit bildet sich hier leider eine dichte Gehölzzone PS: Aktuell habe ich auf Grund des ökologisch sehr wertvollen Alberty-Geländes bei der Unteren Naturschutzbehörde u. des Naturschutzbeirates die Anfrage gestellt, ob und wann diese Fläche zum Naturschutzgebiet erklärt wird, im Gespräch ist dieses schon seit Längerem. Hierzu bin ich über jedwede Unterstützung dankbar! Seite 10 von 15 12. Feldwege Nähe Alberty(Basell)Fläche /Landschaftsschutzgebiet Temporäre Laichpfützen Temporäre Laichgewässer auf den Wirtschaftswegen trocknen leider häufig zum Ende des Larvenstadiums der Wechselkröte aus. Oftmals wurden die Larven aber auch wegen des schnellen Durchfahrens mit schweren Fahrzeugen (Landwirt, Jäger) aus der Pfütze herauskatapultiert und vertrockneten. Empfehlung: Vorübergehende Sperrung des Wirtschaftsweges, der ohnehin durch den Kiesabbau zur Sackgasse wurde, mit Flatterband. Eventuelle Vertiefung der Laichpfütze, um schnelles Austrocken zu verhindern. PS: Die Empfehlung hat sich erledigt, da Anfang 2019 die von der Wechselkröte jedes Jahr gut besuchte temporäre Laichpfütze mit Kies zugeschüttet wurde und eine Baustraße für Kieslaster entstand. Ggf. bei Rückbau der temporären Baustraße, neue Anlage einer Laichpfütze in diesem Bereich Seite 11 von 15 13. L18 Landschaftsschutzgebiet Kiesgrube 2.12 a in Köln – Meschenich, Landschaftsschutzgebiet „vorübergehende Ausgleichsmaßnahme“ in Form von 4 Krötentümpeln Frei liegende, mit Vegetation durchwachsene Teichfolie Die Grube wird derzeit von den Eisenwerken Brühl verfüllt. Randlich der Grube wurden 2017 von „Colonia Recyling“ in Absprache mit dem Umweltamt vier Krötentümpel für bedrohte Amphibien angelegt. Die Laichgewässer unterliegen keiner Pflegemaßnahme und verbuschen zunehmend. Die zu dünne Plane reißt an vielen Stellen und die Winter- und Sommerquartiere der Kröten wachsen zu. Diese wichtige Naturschutzmaßnahme (die Tümpel wurden 2017/2018 von Kreuzkröten angenommen) wird wegen der fehlenden Pflege entwertet. Empfehlung: Jährliche Pflegemaßnahme festschreiben, ggf. Plane instandsetzen. Ich persönlich habe in dem Zeitraum 2017-2018 schon über 200 junge Gehölze zumeist Buddleias im direkten Umfeld der Tümpel per Hand entfernen müssen! PS: Nachdem wegen der schlechten Qualität des Materials und der mangelnden Pflege schon im ersten Jahr ein Tümpel trocken fiel, ereilte dieses Schicksal in den darauffolgenden 2 Jahren auch die restlichen drei Tümpel! Im Frühjahr 2019 verlor der letzte Tümpel, trotz starkem Frühjahrsregen stetig sein Wasser u. alle Larven der angelockten Kreuzkröte, vertrockneten. Funktioniert hat hier leider gar nichts u. die Tiere tappten in Todesfallen! Das darf 2020 nicht mehr passieren!! Seite 12 von 15 14. Landschaftsschutzgebiet Immendorfer Feldflur Wirtschaftsweg Meschenicher Str. Zunahme des illegalen Autoverkehrs auf dem Feldweg um z.B. den Stau auf der L 150 zu umfahren, hierbei wird die Schranke umkurvt (gerne auch vom Landwirt) und über das Feld gefahren - siehe Fahrspur auf dem Foto Empfehlung: Verschließen der illegalen Durchfahrt am Ortsausgang Immendorf (Höhe Tennishalle) mit städtischen Findlingen, die seit Jahren funktionslos in der angrenzenden Böschung liegen. Sie wurden vom Landwirt dort abgelegt, da sie ihn störten. 15. L 18 Landschaftsschutzgebiet bei Meschenich Illegaler Grünlandumbruch von ca. 1000 qm 2018 fiel mir während eines Dienstganges der Umbruch eines bis dahin extensives Grünlandes mit Einsaat von Winterweizen auf. Meine Meldung bei der Unteren Naturschutzbehörde bestätigte meinen Verdacht, dass es sich hier um eine geschützte Ausgleichsfläche handelte. Der Landwirt wurde von der UNB aufgefordert, den rechtswidrigen Umbruch rückgängig zu machen und dann die Fläche mit standortgerechten Kräutern einzusäen. Empfehlung: Zur besseren Kontrolle, Information u. Schutz der Ausgleichsflächen, Hinweisschilder für den Bürger, Fachpersonal u. gedankenlose Landwirte aufstellen. Übersichtskarte der Ausgleichs- flächen auf der städt. Internetseite für jeden Interessierten veröffentlichen. Seite 13 von 15 16. N7 Am Vogelacker Lichtüberflutung durch die Firma Basell Starke Lampen überfluten das angrenzende Naturschutzgebiet und die Feldflur mit Halogen-Licht. Viele Tiere (Fledermaus, Eule, Nachtfalter….) sind gegen diese Lichtüberflutung hoch empfindlich. Aber auch Fahrradfahrer und Spaziergänger werden durch die starken Lampen in den frühen Morgen- und Abendstunden immens geblendet. Empfehlung: Ein eher gelbliches Licht anbringen, das nach unten abstrahlt - keine Abstrahlung in die Landschaft! 17. L 18 Freiräume Meschenich, Immendorf u. Rondorf, N6 und N7 Weg- und Feldsäume Weg- und Feldsäume können naturnahe Verbindungskorridore zwischen den Naturschutzgebieten für bedrohte Tiere und Pflanzen sein. Empfehlung Extensive, naturnahe Pflege der städtischen Wegebankette gem. Kölner Landschaftsplan, zur ökologischen Aufwertung des Gebietes und hierdurch Aufhebung der Verinselung der naturnahen Bereiche PS: Siehe hierzu Punkt 1.1 bis 1.5 Aktiv für den Wegesrand Seite 14 von 15 18. L 18 Freiräume um Meschenich, Immendorf und Rondorf Ausgleichs- bzw. Kompensationsflächen Ausgleichsfläche Köln - Rondorf, Westerwaldstr., vergraste , artenarme Langgraswiese (Mulchmahd) Musterschild „Kompensationsfläche“ An ausgewählten Stellen wurden hierzu ehemalige Rasen- oder Ackerflächen im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme in extensives Grünland bzw. Naturwiesen umgewandelt. Aufgrund einer falschen bzw. unzureichenden Pflege, (z. B. Mulchmahd) entwickeln sich die Flächen zu einem artenarmen, monotonen Langgrasbestand der keinesfalls zur Artenvielfalt auf der Fläche beiträgt. Ökologische Zielvorgabe u. Praxis stimmen vielfach nicht mehr überein u. die Ausgleichsmaß- nahme muss als gescheitert angesehen werden! Empfehlung Stärkere Kontrolle der ökologischen Pflegevorgaben auf den Kompensationsflächen z. B. durch die Naturschutz- wacht. Hinweistafel anbringen, so dass die Maßnahme ausgewiesen und somit überprüfbarer ist. Übersichtskarte aller Ausgleichsflächen ins städt. Internet stellen Seite 15 von 15 Ich würde mich freuen, wenn die von mir aufgeführten Empfehlungen zur Entwicklung meines Dienstbezirkes in Ihr Planungsgespräch 2019/ 2020 einfließen und somit zur Verbesserung der Gesamtsituation führen könnten. Selbstverständlich stehe ich für eine gemeinsame, zeitnahe Gebietsbegehung und Dienstbesprechung zur Vertiefung meiner Ausführungen, nach entsprechender Terminabsprache, Ihrem Amt gerne zur Verfügung. Köln, 09.09.2019 gez. Marlies Fontes Naturschutzwacht Köln Rodenkirchen-West PS: In Hinblick darauf, dass hier im Kölner Süden geradezu ein Bauboom ausgebrochen ist und geplante und schon begonnene Bauprojekte wie Wohnanlagen, Umgehungsstraßen, Gewerbegebiets- und Brückenplanungen anstehen bzw. schon umgesetzt werden, ist zu befürchten, dass der Freiraum auch des Landschaftsschutzgebietes L 18 immer mehr beeinträchtigt, zerschnitten und versiegelt wird. Diese Beobachtung passt leider zu der Aussage, dass täglich in Deutschland um die 64 ha Freiraum- und Grünlandflächen versiegelt werden. In Anbetracht dieser Tatsache ist m. E. auch im Kölner Süden schnelles konsequentes Handeln gefordert, um schützenswerte Lebensräume auch langfristig zu schützen. Der Freiraum L 18, wozu auch die Alberty Fläche (TOP 11) zählt, weist noch eine größere zusammenhängende Kulturlandschaft in Form von Äckern und Renaturierungsflächen wie Wiesen, Feldgehölzen etc. auf, infolge des Kiesabbaus und umsichtiger Entscheidung der Stadt Köln sind hier u.a. zwei Naturschutzgebiete festgesetzt worden und somit wertvolle Rückzugsräume entstanden. Eine Unterschutzstellung dieses Landschaftsbereiches, mit entsprechenden naturnahen Vernetzungskorridoren halte ich daher für sehr wichtig. Die hier noch vorkommenden und allesamt schon gefährdeten Tiere wie die Wechselkröte, die Haselmaus, der Kiebitz, die Feldlerche, der Neuntöter, der Flußregenpfeiffer, der Wiesenpieper, die Heidelerche etc. ..., sollten m. E. Grund genug sein, im Rahmen des Biodiversitätsvertrages, den die Stadt Köln 2017 unterzeichnete, die noch bestehenden naturnahen Lebensbereiche unserer gefährdeten Tiere und Pflanzen hier im Kölner Süden im Rahmen eines Gesamtkonzeptes der Biotopvernetzung rasch unter Schutz zu stellen.
Beratungsverlauf
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23.08.2021
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
06.09.2021 zuletzt
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 10.2.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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