Darmstadt

2006/0211

Rahmenkonzeption für die städtischen Kindertagesstätten

Magistratsvorlage 15.03.2006

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2006/0211

4532 Zeichen

Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
 
Magistratsvorlage 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
an den Magistrat Beteiligt vor Dezernat V 
Amt: Schulamt 
 zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
Magistrats-
beschlussfassung: 
Dezernat V  
Vorlage-Nr. 2006/0211 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
 
  
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
 OBW zur Befassung 
 zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
 zur abschließenden Beschluss- 
 fassung Fachausschuss 
Internet  ja  nein 
 
Tagesordnung  I  II 
Verteiler: 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung 
Magistrat 
 
Betreff: Rahmenkonzeption für die städtischen Kindertagesstätten 
 
Vorlage vom: 15.03.2006 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Der Magistrat nimmt Kenntnis von der vorgelegten Rahmenkonzeption sowie dem Hortprofil 
mit dem Leistungsprofil und Bildungsauftrag der städtischen Kindertagesstätten und stimmt 
diesen zu. 
 
 
Anlagen: Die städtischen Kindertagesstätten als Ausbildungsstätten 
Rahmenkonzept 
Leistungsprofil und Bildungsauftrag der städt. Kinderhorte 
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
Begründung: 
 
 
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist Träger von derzeit 26 Kindertageseinrichtungen und 
nimmt damit einen wichtigen gesellschaftlichen Bildungsauftrag wahr, wie er auch in § 22 
Absatz 1 – 3 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes formuliert ist. 
 
Seit rund 5 Jahren wird die Bildungsfunktion von Kindertagesstätten verstärkt thematisiert. 
Durch neuere wissenschaftliche Untersuchungen (z. B. Pisa oder OECD Studie) ist eine 
Diskussion um den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Kindertagesstätten in Gang 
gekommen, die der pädagogischen Diskussion auch in den städtischen Kindertagesstätten 
neue Impulse gegeben hat. 
In den obengenannten Studien wird den deutschen Kindertageseinrichtungen der Vorwurf 
gemacht, Kinder zu sehr in Abgrenzung zu schulischen Lernprozessen in  
einem pädagogischen „Schutzraum“ bewahrt zu haben. Es wird die Frage diskutiert, ob 
Kinder in den Kindertageseinrichtungen nicht umfassender und leistungs- 
orientierter in ihren sozialen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten gefördert  
werden können, um in ihrem späteren Leben den Anforderungen in Beruf und Gesellschaft 
gerecht zu werden. 
In Hessen wurde ausgelöst durch die Diskussion im Frühjahr 2005 der Entwurf eines 
Bildungsplanes für Kinder von 0 – 10 Jahren vorgelegt. Der Plan befindet sich zur Zeit in der 
Erprobungsphase. 
 
Dieser Diskussion mit ihren Voraussetzungen und Konsequenzen hat sich im Zuge der 
Qualitätssicherung für Kindertagesstätten, Krippen und Horte eine Projektgruppe der Abt. 
Kindertagesstätten des Schulamtes, bestehend aus der Abteilungsleitung, der Fachberaterin 
und Leiterinnen und Leitern von Einrichtungen, gestellt und die vorgelegte 
Rahmenkonzeption in einem mehrjährigem intensiven Arbeits- und Diskussionsprozess 
entwickelt. Anschließend daran wurde in einem weiteren Entwicklungsprozess als 
Ergänzung zur Rahmenkonzeption das Hortprofil und der Bildungsauftrag der Kinderhorte 
formuliert. 
Das Rahmenkonzept und das Hortprofil begründen Ziele, Arbeitsformen und  
Perspektiven der pädagogischen Arbeit in den Kindertagesstätten der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt. Sie schreiben Qualitätsstandards unter Berücksichtigung der ge- 
gebenen Rahmenbedingungen fest, die in einigen Kindertagesstätten und Horten  
bereits umgesetzt sind oder noch entwickelt werden müssen. 
Sie sollen als eine verbindliche Grundlage der Arbeit für die Mitarbeiterinnen und Mit- 
arbeiter in den Kindertagesstätten und die Abt. Kindertagesstätten des Schulamtes dienen. 
Dabei sind sie ein Rahmen, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Raum für die 
Gestaltung bzw. Fortschreibung der Konzeption jeder einzelnen Einrichtung mit ihren 
Besonderheiten und Schwerpunkten ermöglicht. 
Sie sind eine Orientierungshilfe für Erzieher, Eltern und Öffentlichkeit und schaffen damit 
Transparenz, Klarheit, Struktur und Verbindlichkeit. 
Mit der Rahmenkonzeption und dem vorgelegten Hortprofil wird der derzeitige Stand der 
Konzeptionsentwicklung für die Kindertagesstätten der Wissenschaftsstadt  
Darmstadt dokumentiert.

3 
... 
 
Gesellschaftliche und bildungspolitische Entwicklungen werden die Standards der 
Rahmenkonzeption und des Hortprofils immer wieder auf den Prüfstand stellen. 
Die Aktualisierung ist eine verbleibende Aufgabe für die Stadt und ihre pädagogischen 
Fachkräfte. 
 
 
Darmstadt, den 15.03.2006 
 
 
Dezernat V 
 
 
 
 
 
Daniela Wagner 
Stadträtin 
 
 
Anlage 
Rahmenkonzeption und Hortprofil der städtischen Kindertageseinrichtungen

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Wissenschaftsstadt Darmstadt

Die städtischen Kindertagesstätten als
Ausbildungsstätten





-	Richtlinien der städtischen Kindertagesstätten für das Berufspraktikum

-	Rechte und Pflichten von Berufspraktikantinnen/
Berufspraktikanten














Wissenschaftsstadt Darmstadt

Die städtischen Kindertagesstätten als
Ausbildungsstätten


Richtlinien








Anforderungsprofil: TRÄGER


Der Träger sollte den Einrichtungen gegenüber die notwendigen Bedingungen für eine professionelle Praxisanleitung und kontinuierliche Ausbildung ermöglichen.
Dies umfasst:

In der Regel eine wöchentliche Vorbereitungszeit für Praxisan-leitung und Praktikantinnen und Praktikanten.
Fortbildungen zur Praxisanleitung sollten weiter ausgebaut werden, mit dem Ziel eines jährlichen Fortbildungsangebotes. Über die Verpflichtung der Teilnahme entscheidet die Leitung.
Träger und Einrichtung übernehmen gemeinsam Verantwortung für die Qualität der Ausbildung. Maßgeblich hierbei ist die fachkompetente Begleitung vor Ort durch Praxisanleitung bzw. Leitung. Bei auftretenden Krisen währen des Berufspraktikums ist es die Aufgabe der Fachberatung unterstützend zu wirken, notfalls zu vermitteln und im Interesse einer qualifizierten Ausbildung sich um Regelungen zu kümmern. Dies beinhaltet insbesondere: Unterstützun der Praktikantinnen und Praktikanten bei Abbruch bzw. bei Schwierigkeiten innerhalb des Berufspraktikums, aber auch der Einrichtung in ihrer Einschätzung eines nicht erfolgreichen Abschlusses des Berufspraktikums.
Organisierte Treffen aller beschäftigten Praktikantinnen und Praktikanten im Anerkennungsjahr zur Vermittlung träger-spezifischer Strukturen.































Seite 2
Anforderungsprofil: LEITUNG
Leiterin und Leiter/Stellvertretende Leiterin und stellvertretender Leiter


Der Leitung obliegt die Fürsorgepflicht, sowie die Fach- und Dienstaufsicht für die Kolleginnen und Kollegen.
Sie sollte darauf achten, dass zwischen der Anleiterin/dem Anleiter und der Praktikantin/dem Praktikanten ein positives und produktives Arbeitsklima geschaffen wird.
Sie sollte gute Arbeitsbedingungen schaffen, sowie im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten angemessene Vorbereitungszeit, regel-mäßige Anleitungs- und Reflexionsgespräche und das benötigte Zeitpotential bereit stellen.
Bei Vorstellungsgesprächen ist die vorgesehene Anleiterin/der Anleiter ebenfalls zugegen und auch entscheidungsbefugt, da sie/er besonders intensiv mit der Praktikantin/dem Praktikanten zusammenarbeiten muss (Hospitation vor Zusage des Praktikums).
In Abständen kommt die Leitung zu einem Praxisanleitungsgespräch dazu, wobei die Praktikantin/der Praktikant Probleme ihrer/seiner Arbeit ausführen kann. Die Leitung bietet Hilfestellung und Beratung an (Entwicklungsgespräche, Leitung bekommt eine Übersicht) und macht nach Ermessen ihre Arbeit der Praktikantin/dem Praktikanten gegenüber transparent (z. B. Einblick in die Verwaltungs- und Organisationsbereiche etc.)
Die Leitung interveniert im Falle einer Krise zwischen Anleiterin/Anleiter und Praktikantin/Praktikant.
Die Leitung hat den Überblick über die Personalentwicklung, d. h. sie schätzt ein ob die Kollegin/Kollege befähigt ist anzuleiten, bzw. eine Fortbildung benötigt.
Die Leitung kann gegebenenfalls die Praxisanleitung auf eine andere befähigte Person übertragen.

























Seite 3
Anforderungsprofil: PRAXISANLEITUNG

Die Praxisanleitung stellt für die Praktikantin/den Praktikanten im Anerkennungsjahr beim Einstieg in die beruflich-praktische Tätigkeit und bei der Durchführung des gesamten Praktikums eine unverzichtbare Hilfe dar.

Praxisanleitung können vollberufstätige, staatlich anerkannte Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen, Sozialarbeiterinnen/Sozial-arbeiter und Erzieherinnen/Erzieher –jeweils mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung- leisten.
Von der Praxisanleiterin/Praxisanleiter wird erwartet, dass sie/er in der unmittelbaren sozialpädagogischen Arbeit gemeinsam mit der Praktikantin/dem Praktikanten tätig ist.
Die Auseinandersetzung mit dem Bereich Praxisanleitung ist unerlässlich. Die Praxisanleiterin/der Praxisanleiter soll zum fachlichen Austausch, zur beruflichen Fortbildung und zur Annahme bestehender Angebote bereit sein.
Zu einer fachgerechten Praxisanleitung gehören die Erstellung eines Ausbildungsplans und regelmäßige Anleitungsgespräche.
Wesentliche Inhalte der Anleitungsgespräche sind:

... während der Orientierungsphase

Austausch der gegenseitigen Erwartungen
Informationen über strukturelle, organisatorische und konzeptionelle Bedingungen der Einrichtung
Einführung in die Gruppenarbeit

... während der Einarbeitungsphase

Darstellen und Begründen der sozialpädagogischen Arbeit der Praxisanleiterin/des Praxisanleiters
gemeinsames planen und reflektieren sozialpädagogischen Handelns

... während der Verselbstständigungsphase

Gemeinsames Festlegen eigenständiger Handlungsbereiche und Hilfen zur Bewältigung der Aufgabengebiete
Reflexion über die besonderen Fähigkeiten der Praktikantin/ des Praktikanten im Anerkennungsjahr und Einschätzung des individuellen Lernprozesses
Der Praktikantin/dem Praktikanten muss ein eigener kontinuierlicher Erfahrungsraum in der Gruppe bereit gestellt werden.
Es muss genügend persönliche Offenheit gewährleistet sein, so dass Ideen und Anregungen der Praktikantin/des Praktikanten ernst genommen und nicht ohne inhaltliche Auseinandersetzung abgewiesen werden.
Kriterium für gemeinsame Entscheidungsfindungen sollte immer die Erziehung zum Wohle des Kindes sein.






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Fortbildung „Praxisanleitung“, das Jahrespraktikum begleitend sollte wahrgenommen werden.
Regelmäßiger Austausch mit der Fachschule/Fachhochschule (nach jeder der drei Ausbildungsphasen) und Mitarbeit in Gremien (Beirat, Zukunftswerkstatt, Prüfungskommission,...) sollte stattfinden.
Die Fachberatung sollte in Anspruch genommen werden.




















































Seite 5
Anforderungsprofil: PRAKTIKANTINNEN UND PRAKTIKANTEN IM ANERKENNUNGSJAHR

Die Praktikantin/der Praktikant hat persönlich entscheidenden Anteil am Gelingen des Praktikums. Grundlegende Kenntnisse der theoretischen Ausbildung, aber auch die Bereitschaft sich persönlich weiter zu entwickeln sollen mit gebracht werden.

Die Praktikantin/der Praktikant im Anerkennungsjahr erkennt die Ausbildungsbedingungen der Fachschule/Fachhochschule und der Einrichtung an und verpflichtet sich damit verantwortlich umzugehen.
Engagement in den verschiedenen Bereichen der Ausbildungsstätte sind wünschenswert, außerdem Motivation und das Bewusstsein Vorbild zu sein.
Wichtig ist das Interesse am Beruf und am Umgang mit Menschen (Kindern, Team, Eltern).
Sie/er entwickelt wachsende Offenheit und Kontaktfähigkeit und Bereitschaft zur Kritikfähigkeit im Team, in der Zusammenarbeit mit Eltern, Kinder etc.
Teamfähigkeit ist unerlässlich.
Sie/er muss die Kinder mit ihren familiären Hintergründen sehen und Einblick in die verschiedenen Lebensbereiche nehmen und das eigene Handeln danach ausrichten.
Sie/er muss sich mit Theorie und Fachliteratur und deren Umsetzung in die Praxis auseinandersetzen, z. B. eigenes pädagogisches Handeln begründen können, didaktische Angebote planen können, Ziele benennen und kritisch reflektieren können.
Es muss sich ein Verantwortungsgefühl für die Gruppe entwickeln (Überblick haben), für sich selbst (Eigenverantwortung, z. B. Grenzen aufzeigen, Gespräch/Austausch suchen) und für einrichtungsinterne Belange.

























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Anforderungsprofil: FACHSCHULE/FACHHOCHSCHULE


Über die Ausbildungsverordnung hinaus ist es notwendig:

Praxis und Theorie sollen verknüpft werden.
Praxisorientierte Theorie!
Vermitteln von Verantwortungsbewusstsein für diesen Beruf.
Im Lehrplan sollte verstärkt auf die Persönlichkeitsentwicklung hin gewirkt werden.
Zu Beginn des Anerkennungsjahres/Orientierungsphase:
Kennenlernen der zuständigen Praxisanleitung.
Regelmäßige Treffen in der Einrichtung – nach jeder Ausbildungsphase.
Sofortiges Treffen bei auftretenden Problemen.
Gleiche Standards der schulischen Ausbildung/Absprachen der Schulen untereinander.
Mehr Austausch zwischen Schulen und Einrichtung über das Praktikum, über dessen Verlauf und Entwicklung.
Kontaktbereitschaft von Seiten der Schule in Bezug auf Probleme während der Ausbildungsphase sollte ausgebaut werden.




































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Darmstadt


















Rahmenkonzeption




für die städtischen Kindertagesstätten




Vorwort 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist Träger von 26 Tageseinrichtungen für Kinder.Sie nimmt damit einen wichtigen gesellschaftlichen Bildungsauftrag wahr. Durch neuere wissenschaftliche Untersuchungen (z.B. PISA oder OECD Studie) ist eine Diskussion um den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Kindertagesstätten in Gang gekommen, die der pädagogischen Diskussion auch in den städtischen Einrichtungen neue Impulse gegeben hat.Den deutschen Kindertageseinrichtungen wird in den Studien der Vorwurf gemacht, Kinder zu sehr in Abgrenzung zu schulischen Lernprozessen in einem pädagogischen Schutzraum „bewahrt“ zu haben. Die Frage, ob Kinder in den Kindertagesseinrichtungen nicht umfassender und leistungsorientierter in ihren sozialen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten gefördert werden könnten, um in ihrem späteren Leben den Anforderungen in Beruf und Gesellschaft erfolgreicher gewachsen zu sein, wird diskutiert.In Hessen ist durch diese Diskussion ein verbindlicher Bildungskanon für die Erziehung der Kinder bis zum 10. Lebensjahr erstellt worden. Dieser Diskussion mit ihren Voraussetzungen und Konsequenzen hat sich im Zuge der Qualitätssicherung für Kindertagesstätten, Krippen und Horte eine Projektgruppe der Abteilung Kindertagesstätten des Schulamtes, bestehend aus Abteilungsleitung, der Fachberaterin und einigen Leiterinnen und Leitern von Einrichtungen gestellt und diese Rahmenkonzeption in einem dreijährigen intensiven Arbeits- und Diskussionprozeß entwickelt.Sie begründet die Ziele, Arbeitsformen und Perspektiven der pädagogischen Arbeit in den Kindertageseinrichtungen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt.Sie schafft Orientierung, Transparenz, Klarheit, Struktur und Verbindlichkeit für den Träger, die pädagogischen Fachkräfte, Eltern und die Öffentlichkeit.Mit dieser Rahmenkonzeption haben alle o.g. Einrichtungen eine Grundlage, auf der die jeweiligen spezifischen Konzeptionen für die einzelnen Arbeitsfelder, die sich durch Standort und soziales Umfeld, Größe und betreute Altersgruppen, Betreuungszeiten und bauliche Gegebenheiten vielfältig unterscheiden, entwickelt werden können.Die Erarbeitung dieses Rahmens in einem dreijährigen intensiven Diskussionsprozeß hat durch den regelmäßigen Austausch und die intensiven Diskussionen in der Projektgruppe und der Leiterinnenrunde Denk- und Lernprozesse in Gang gesetzt, die für die Qualifizierung der Mitarbeittenden und die aktuelle und zukünftige pädagogische Arbeit in den Einrichtungen neue Qualitätsmaßstäbe setzen kann.Dieser Arbeitsprozeß führte zur stärkeren Vernetzung der Einrichtungen und wird es zukünftig weiter erleichtern, die vorhandenen Ressourcen der Kindertageseinrichtungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Bezug auf pädagogisches Fachwissen, Erfahrungen, besondere Ausstattungen und Arbeitsmöglichkeiten besser zu nutzen. Darmstadt im März 2006
 
Rahmenkonzeption - Gliederung 
der Tageseinrichtungen für Kinder der Wissenschaftsstadt Darmstadt

1.				 HYPERLINK  \l "Einleitung" Einleitung 							Seite  1
2.				 HYPERLINK  \l "Lebenssituation" Lebenssituation von Kindern in 
der gegenwärtigen Gesellschaft  				Seite  2
3.				 HYPERLINK  \l "KonzeptionelleÜberlegungen" Konzeptionelle Überlegungen 				Seite  4
3.1. 		 HYPERLINK  \l "Situationsorientierter" Situationsorientierter Ansatz 				Seite  43.1.1.	 HYPERLINK  \l "Gesundheit" Gesundheit 							Seite  53.1.2.	 HYPERLINK  \l "Vorbereitung" Vorbereitung auf die Schule 				Seite  63.1.3.	 HYPERLINK  \l "Geschlechterdifferenziertes" Geschlechtsdifferenziertes Arbeiten 			Seite  73.1.4.	 HYPERLINK  \l "Interkulturelle" Interkulturelle Arbeit					Seite  83.1.5.	 HYPERLINK  \l "Integration" Integration 							Seite 103.1.6.	 HYPERLINK  \l "Umwelt" Umwelt 								Seite 113.1.7.	 HYPERLINK  \l "Straßenverkehr" Straßenverkehr 							Seite 123.1.8.	 HYPERLINK  \l "Medien" Medien 								Seite 133.1.9.	 HYPERLINK  \l "LerneninErfahrungsz" Lernen in Erfahrungszusammenhängen			Seite 13
3.1.10.	 HYPERLINK  \l "Lerneninaltersgemischten" Lernen in altersgemischten Gruppen 			Seite 14
3.1.11.	 HYPERLINK  \l "Mitwirkung" Mitwirkung von Eltern 					Seite 15
3.1.12.	 HYPERLINK  \l "Einbindung" Einbindung der Kindertagesstätten 
in ihr Umfeld  							Seite 16
3.2. 		 HYPERLINK  \l "Spezifische" Spezifische Gesichtspunkte zu Arbeitsfeldern	Seite 173.2.1.	 HYPERLINK  \l "Krippe" Krippe								Seite 17
3.2.2.	 HYPERLINK  \l "Kindergarten" Kindergarten							Seite 18
3.2.2.1	 HYPERLINK  \l "Flexi" Flexibilisierung							Seite 203.2.3.	 HYPERLINK  \l "Hort" Hort 									Seite 214.				 HYPERLINK  \l "PädagogischeFachkräfte" Pädagogische Fachkräfte 					Seite 23
4.1.			 HYPERLINK  \l "Leitungsprofil" Leitungsprofil							Seite 23
4.2.			 HYPERLINK  \l "Erzieherprofil" Erzieher/innen-Profil						Seite 24
4.3.			 HYPERLINK  \l "Gesamtteam" Zusammenarbeit im Team 					Seite 24
4.4.			 HYPERLINK  \l "PädagogischeTage" Pädagogische Tage 						Seite 25
4.5.			 HYPERLINK  \l "Fortbildung" Fortbildung 							Seite 26
4.6.			 HYPERLINK  \l "StädtKitas" Die Kindertagesstätte als Ausbildungsstätte	Seite 26
5.				 HYPERLINK  \l "Literaturhinweise" Literaturhinweise						Seite 29
													Seite 30
6.				Anhang 				Richtlinien zur Ausbildung in den städtischen 
				Kindertagesstätten





im Text aus Gründen besserer Lesbarkeit im folgenden auch Kindertagesstätten genannt







1. Einleitung 
Die Rahmenkonzeption benennt den Auftrag und die Ziele der Kindertagesstätten der Wissenschaftsstadt Darmstadt konkreter und differenzierter, als dies in gesetzlichen Grundlagen und Richtlinien vorgesehen ist.Sie schreibt Qualitätsstandards unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen fest, die in einigen Kindertagesstätten bereits umgesetzt oder angestrebt werden, in anderen aber erst noch entwickelt werden müssen.Sie ist eine verbindliche Grundlage der Arbeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kindertagesstätten und die Abteilung Kinder-tagesstätten des Schulamtes der Stadt.Dabei ist sie ein Rahmen, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Raum für die Gestaltung bzw. Fortschreibung der Konzeption jeder einzelnen Einrichtung mit ihren Besonderheiten und Schwerpunkten ermöglicht.Sie ist eine Orientierungshilfe für Eltern und die Öffentlichkeit.
Zur Entstehung:Die Idee der Entwicklung einer Rahmenkonzeption wurde von der Fachberaterin auf einer Leiterinnenbesprechung 1999 vorgestellt, diskutiert und durch die Bildung einer Projektgruppe vorangetrieben.Diese Gruppe entwickelte die Konzeption mit ihren inhaltlichen Schwerpunkten und stellte ihre Teilergebnisse und Texte der Leiterinnenrunde zur Diskussion vor. Deren Diskussionsergebnisse wurden wiederum in die entstehende Teilabschnitte eingearbeitet.Einige Themen wurden in mehreren halb- teils ganztägigen Arbeitstreffen gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Kindertagesstätten des Schulamtes erarbeitet.Die Projektgruppe bereitete die Leitungsrunden vor, entwickelte Arbeitsmaterialien und stellte diese zur Diskussion. 
Zur Entwicklung einzelner Themen wurden aktuelle Untersuchungen in ausgewählten Kindertageseinrichtungen durchgeführt, um die entstehende Konzeption mit konkreten Daten aus der Praxis anzureichern. (z.B. Erzieher/innenprofil) Bei der Bearbeitung einzelner thematischer Schwerpunkte konnte auf bereits vorhandenes Material als Arbeitsgrundlage zurückgegriffen werden (z.B. auf das Fortbildungskonzept der Fachberatung). Die redaktionell aufbereiteten Abschnitte wurden allen am Erarbeitungs-prozess Beteiligten jeweils nach Abschluss eines inhaltlichen Schwerpunkts vorgelegt und von ihnen verabschiedet. Diese diskursive, intensive und durch breite Beteiligung gekenn-zeichnete Entwicklung der Rahmenkonzeption ist ein gelungenes Beispiel für eine demokratische Leitungskultur.Sie wurde von allen an der Entwicklung Beteiligten konstruktiv, kreativ und motivierend erlebt und konnte das gegenseitige Verständnis, das Wissen um die spezifischen Anforderungen der einzelnen Einrichtungen vergrößern und so die gemeinsame Verantwortung in diesem Arbeitsfeld fördern. 




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Auch die Zusammenarbeit der Leitungskräfte und pädagogischen Teams untereinander und mit der Abteilung Kindertagesstätten des Schulamtes der Stadt wurde gestärkt.Die Rahmenkonzeption dokumentiert den derzeitigen Stand der Konzeptionsentwicklung für die Kindertagesstätten der Wissenschafts-stadt Darmstadt. Dieser Prozess ist nicht abgeschlossen. Gesellschaftliche Veränderungen werden die für heute und die nächste Zukunft entwickelten Standards der Rahmenkonzeption immer wieder auf den Prüfstand stellen. Die Aktualisierung der Konzeption ist eine bleibende Aufgabe für die Stadt und ihre pädagogischen Fachkräfte.


2.	Die Lebenssituation von Kindern in der gegenwärtigen Gesellschaft
Gesellschaftliche und familiäre Wandlungsprozesse und die daraus resultierenden veränderten Lebensbedingungen von Kindern fordern eine ständige Überprüfung und eventuelle Neuorientierung der pädagogischen Arbeit in den Kindertageseinrichtungen.
Die Lebenswelt von Kindern heute in der Familie und ihrem räumlichen und sozialen Umfeld und die zukünftigen Anforderungen an soziale, ethische, intellektuelle und emotionale Kompetenzen der heranwachsenden Generation weisen den Kindertageseinrichtungen neue Aufgaben zu. 
Die Familie als erster und wichtigster Erfahrungsbereich für die soziale, physische und psychische Entwicklung der Kinder ist durch Anforderungen aus dem soziokulturellen Umfeld, ökonomischen und beruflichen Bedingungen wie den vielfältigsten Lebensentwürfen der Eltern immer differenzierter und prekärer geworden.Die Selbstverständlichkeit früherer Familien- und Erziehungsmodelle ist einer Vielfalt gewichen, die viele Chancen aber auch Risiken für die Kindererziehung mit sich bringt. Nicht immer wird die nötige Beziehungs-Qualität von Eltern zu ihren Kindern sichergestellt, die für deren positive Entwicklung notwendig ist. Eltern brauchen daher in den Tageseinrichtungen Anregung und Unterstützung für grundlegende Erziehungsaufgaben. Das heißt: die Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften muss neu bestimmt werden.Neben unterschiedlichen individuellen Bedingungen, in denen Kinder heute aufwachsen, wie Familienform, Sozialstatus, Bildungsniveau, regionales Umfeld, u.a.m. zeigen sich gemeinsame Merkmale eines familiären Strukturwandels:
-	Immer mehr Kinder wachsen in 1- oder 2-Kind-Familien auf, immer weniger mit mehreren Geschwistern; generationsübergreifende Erfahrungen sind selten. Die Zahl der Ein-Eltern-Familien nimmt zu; Alleinerziehende sind vorrangig Mütter.
Vermehrt erleben Kinder die Scheidung oder Trennung ihrer leiblichen Eltern; eine wachsende Zahl von Kindern lebt in einer Stieffamilie oder anderen Lebensformen. Sie müssen mit Verlust fertig werden, mit der Neuordnung der Familienverhältnisse, meist auch mit einer neuen ökonomischen Lage.




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-	Die Zahl der Familien wächst, in denen beide Elternteile berufstätig sind und eine außerfamiliäre Betreuung nötig wird. Besonders für Frauen hat neben ökonomischen Gründen die Berufstätigkeit in den letzten Jahrzehnten zunehmend an Bedeutung für ihren individuellen Lebensentwurf und ihre Selbstverwirklichung gewonnen. 
-	Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist im Vergleich zu früher partnerschaftlicher geworden, der Erziehungsstil liberaler. Kinder erleben veränderte Machtverhältnisse zwischen ihnen und den Erwachsenen und lernen aufgrund eines größeren Mitspracherechts bei der eigenen Lebensgestaltung einen eigenen Standpunkt zu entwickeln und zu vertreten.
-	Die Verunsicherung vieler Eltern bezüglich des “richtigen” Erziehungsstils, eine zu liberale Erziehung ohne Grenzen, aber auch eine zu enge emotionale Beziehung zwischen Mutter und Kind können zu Überforderung und einer Hemmung der kindlichen Entwicklung führen.
-	Gestiegen ist die Erwartungshaltung der Eltern betreffend der bestmöglichen Förderung ihrer Kinder. Sie bestimmt die Erwartungen an die Kindertageseinrichtungen, wie die Gestaltung des übrigen Lebensalltags der Kinder, mit Angeboten zur musikalischen, sportlichen und intellektuellen Entwicklung, mit dem Ziel, ihnen in der Leistungsgesellschaft einen vorderen Platz zu sichern.
In ihrer Wohnumwelt haben Kinder heute immer seltener Gelegenheit zu spontanen und unbeobachteten Aktivitäten, zu einer spielerischen Selbsterkundung und Eroberung der Nahräume. Auf Grund der lauernden Gefahren durch den Straßenverkehr sind nur wenige Plätze und Straßen für Erlebnis- und Spielräume zu nutzen. Die Konsequenzen sind “verinselte Lebensräume”, in denen Kinder oft große Entfernungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder, besonders bei jüngeren Kindern, bevorzugt im Auto der Eltern zurück-legen, um die ihren unterschiedlichen Bedürfnissen entsprechenden Betätigungsfelder zu erreichen. Nur wenige Kinder wachsen in einem Gebiet mit einer günstigen Infrastruktur auf, die mit Spielstraßen, organisierten Nachbarschafts-gruppen, kleinen Läden und Betrieben sowie Stadtteil- und Straßenfesten eine “kinderfreundliche Stadt” realisiert. Dem entgegen steht das immer weitere Auseinanderdriften von Wohnquartieren, Gewerbeflächen, Einkaufszentren und Kulturstätten, die einen weiter ansteigenden Verkehr zur Folge haben und den Aktionsradius der Kinder begrenzen.
Die verinselte Kindheit und die institutionalisierte Kindheit auf Grund der oben beschriebenen Wohn- und Familiensituation bedingen einen zeitlich streng organisierten Tagesablauf für Eltern und Kinder; die Familie wird zunehmend zum “Kleinunternehmen”. Arbeitsrhythmen, feste Termine und Telefonabsprachen führen zu einem Zeitraster, dass sich über Beruf, Kindertageseinrichtungen und die Freizeit spannt und nur ungenügend Raum für den eigenen Rhythmus lässt. 
Die innerfamiliäre Freizeit der Kinder heute zeichnet sich durch ein großes Angebot an vorgefertigtem Spielzeug und vielfältigen Medien in den Kinderzimmern aus.





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Studien und Untersuchungen zu Medien haben gezeigt, dass Kinder dann in der Lage sind, dieses Angebot sinnvoll zu nutzen und das Gesehene zu verarbeiten, wenn dieser Medienkonsum vorwiegend ergänzend zu anderen 
-unmittelbaren, persönlichen und direkten- Umwelterfahrungen steht und die Eltern bereit und fähig sind, mit den Kindern über das Geschehen in den Medien zu kommunizieren. Die Gefahr besteht in Überforderung und Überreizung der Kinder durch unverstandene Eindrücke und oft bedenkliche Werte und Leitbilder. Die für die kindliche Entwicklung notwendigen Sinneserfahrungen und Aneignungsprozesse entbehren oft der Primärerfahrung, sie werden zu einem “Erlebnis aus zweiter Hand”.
In der Konsumgesellschaft sind Kinder ein wichtiger Werbe- und Wirtschaftsfaktor. Sie werden durch die Umwelt und die Medien sehr früh an Mode- und Geschmacksfragen herangeführt, orientieren sich an Trends und zeigen ein entsprechendes Konsumverhalten.
Kinder erleben die multikulturelle Gesellschaft hautnah. Sie werden mit Kulturen fremder Länder, unterschiedlichen Nationalitäten und Religionen, aber auch mit Vorbehalten, Ablehnung und Angst konfrontiert. Auf Grund des Wertepluralismus entsteht eine Vielfalt von Normen, die sich unter Umständen widersprechen können und den Kindern die Orientierung in der Gesellschaft erschweren. Die Entwicklung des eigenen Wertesystems ist abhängig von dem Vorbild der Erwachsenen.Konsequenzen:Tageseinrichtungen für Kinder haben nicht mehr nur eine familien-ergänzende, sondern zunehmend eine familienstützende und –fördernde Funktion. Die unterschiedlichen Lebenssituationen, in denen Kinder heute aufwachsen, im Kontext gesellschaftspolitischer Veränderungen, stellen einen hohen Anspruch an die Entwicklung angemessener Angebote der Kinder- und Jugendbetreuung. Aber auch Politik und Gesellschaft sind gefordert, den Bedürfnissen von Familien und Kindern mehr Rechnung zu tragen.


3.	Konzeptionelle Überlegungen

3.1.	Situationsorientierter Ansatz
In den Tageseinrichtungen für Kinder “soll die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit gefördert werden.“ (KJHG § 22)Der situationsorientierte Ansatz ist die Basis für die Arbeit in den städtischen Kindertagesstätten. In ihm dokumentiert sich eine pädagogische Grundhaltung, die auf eine ganzheitliche Förderung der Kinder abzielt und die Kindertagesstätten als Teil einer umfassenden Lebenswelt der Kinder betrachtet.





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Ausgangspunkt aller Überlegungen ist die gegenwärtige Lebenssituation und das Umfeld der Kinder. In den Kindertagesstätten sollen diese in die Lage versetzt werden, eigene lebenspraktische Fähigkeiten aufzubauen und zu erweitern, ihre Selbständigkeit weiterzuentwickeln und sich selbst als Teil einer Gemeinschaft zu begreifen. 
Der situationsorientierte Ansatz geht von der Autonomie des Kindes aus und betrachtet es entsprechend seiner altersgemäßen Möglichkeiten als gleichberechtigt. Er verfolgt das Ziel, Kinder unterschiedlicher sozialer Herkunft, Sprache, Kultur, Religion und verschiedener Lebensgeschichten zu befähigen in Situationen ihres gegenwärtigen und zukünftigen Lebens, möglichst autonom, kompetent und solidarisch denken und handeln zu können. Lernen aus den alltäglichen, eigenen Lebenssituationen ist die Maxime. Dazu wird die aktuelle pädagogische Arbeit durch die Fachkräfte so geplant und strukturiert, dass sie Ereignisse, Erlebnisse und Erfahrungen der Kinder, die sie erfreuen, anregen, beunruhigen, ängstigen oder in anderer Form beschäftigen, aufnehmen und im Spiel, Projekt, Gespräch etc. pädagogisch umsetzen. So wird den Kindern ermöglicht, Ereignisse und Situationen, die sie beschäftigen, nachzuerleben (emotionale Ebene), zu verstehen (kognitive Ebene) und aufzuarbeiten bzw. zu verändern (Handlungsebene). Handlungskompetenz wird erreicht mit dem Erlernen von Ich-, Sozial- und Sachkompetenz. Die fünf wichtigsten Merkmale des situationsorientierten Ansatzes sind:1. Bezug zu den Lebenssituationen der Kinder2. Lernen in Erfahrungszusammenhängen 3. Lernen in altersgemischten Gruppen 4. Mitwirkung der Eltern bei der sozialpädagogischen Arbeit 5. Engere Verbindung von Kindergarten und Gemeinwesen 1Sie werden im folgenden in Bezug zu den Lebensituationen als Lernfelder und Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit für die städtischen Kindertagesstätten konkretisiert: 
3.1.1	Gesundheit
Gesundheitserziehung in den Kindertagesstätten verstehen wir als fortlaufenden Prozess der Förderung von Gesundheit. Der Begriff Gesundheit umfasst: sich wohl fühlen, die eigene Lebendigkeit spüren, Energie haben, sich im Gleichgewicht empfinden. 
Der Situationsorientierte Ansatz bietet hier die Möglichkeit, gesundheitsbelastende Aspekte im Leben der Kinder aufzuspüren und im Sinne des Präventionsgedankens auf eine Verbesserung der Lebenssituation einzuwirken. 
Gesundheitsförderung in den Kindertagesstätten bedeutet Raum und Zeit für Versorgung und Pflege der Kinder, für Bewegung und Aktivität, für Entspannung und Ruhe, für Körpererleben und Sexualität zu bieten. 



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In der Praxis sieht das im Einzelnen so aus: 
Der Tagesablauf in der Kindertagesstätte ist auf die kindlichen Bedürfnisse ausgerichtet. Es wird für
   1 vgl.: Armin Krenz, Der “Situationsorientierte Ansatz” im   Kindergarten, Herder 1992
  eine Ausgewogenheit von Spannung und Entspannung im Tagesrhythmus und für Ruhephasen gesorgt.

 -	Die tägliche Verweildauer der Kinder in der Kindertagesstätte wird in Abstimmung mit den Eltern festgelegt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Betreuungszeit dem individuellen Entwicklungsstand des jeweiligen Kindes angemessen ist. 
-	Die Räume sind altersgerecht möbliert und bieten ausreichend Platz für Bewegung und Spiel. Sie sind warm und einladend gestaltet, hell und sauber. 
-	Das Essen, das die Kindern bekommen, ist kindgerecht, reichhaltig, abwechslungsreich und ausgewogen. Es wird darauf geachtet, dass die jeweiligen kulturell oder religiös bestimmten Essgewohnheiten Berücksichtigung finden. Bei Allergien oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen wird soweit als möglich besondere Kost angeboten. 
-	Die Kinder werden in Zusammenarbeit mit den Eltern zu eigenverantwortlicher Körperpflege angeleitet. 
-	Die Kinder haben die Freiheit, sich weitgehend selbstbestimmt ihre Umwelt in der Einrichtung durch Bewegung zu erobern. 
-	Bewegungsfördernde Materialien für altersentsprechende Entwicklung von Grob- und Feinmotorik werden angeboten. 
-	Angeleitete Bewegungsangebote schaffen zusätzliche Anreize, zum Beispiel zur Sensibilisierung der Körperwahrnehmung. 
-	Kindliche Sexualität und die Vielfalt ihrer Ausdrucksformen werden wahrgenommen und respektiert. 
-	Ein Rahmen für kindgemäße Formen körperlicher Begegnungen wird geschaffen, in dem eine positive Wahrnehmung von Körper und Gefühlen begünstigt wird. Dabei wird Rücksicht genommen auf individuelle oder kulturell bedingte unterschiedliche Umgangsweisen der Jungen und Mädchen. 
-	Im Alltagsgeschehen wird das Thema Sexualität situativ aufgenommen. Ziel dabei ist, die Kinder bei der Erkenntnis der Unterschiede der Geschlechter zu unterstützen und den Prozess der Fortpflanzung kind- und sachgemäß zu begreifen (Zeugung, Schwangerschaft, Geburt). 
-	Problemfelder der Sexualität (Sexualdelikte, Aids, Diskriminierung von Homosexualität, Verhütung) werden in den Kindertagesstätten situativ und altersgerecht thematisiert. Dabei ist auf kulturelle und religiöse Traditionen Rücksicht zu nehmen.  

3.1.2.	Vorbereitung auf die Schule
Vorschulerziehung als klassischer Bestandteil der allgemeinen Kindergartenpädagogik wird seit vielen Jahren diskutiert – oft kontrovers, je nach Zeitgeist, Interessenslage von Eltern, Erzieherinnen und Erziehern, Schule und Gesellschaft. 



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Vorschulerziehung in den städtischen Kindertagesstätten wird verstanden als ein Lernen, das über den gesamten Zeitraum des Aufenthalts im Kindergarten stattfindet. 
Vorschulisches Lernen umfasst soziale, kognitive und emotionale Aspekte. Die Kinder machen im Laufe dieser Zeit wichtige Erfahrungen in und mit Gruppen und erwerben grundlegende Fähigkeiten, wie beispiels-weise das Verhandeln über unterschiedlichen Standpunkte, die Fähigkeit Wünsche und Bedürfnisse adäquat auszudrücken oder sich mit anderen Kindern auseinander zu setzen. Diese Fähigkeiten sind grundlegende Qualifikationen für ihr zukünftiges Leben in den verschiedensten Situationen und Aufgabenstellungen. 
Ganz besonders wichtig ist die Förderung des Selbstbewusstseins und Selbstvertrauens der Kinder, aber auch die Stärkung ihrer Frustrationstoleranz, damit sie sich später in dem Lern- und Lebensfeld Schule behaupten können. 
Ausgehend von heutigen Erkenntnissen über kindliche Entwicklung und kindliches Lernen steht im Mittelpunkt des pädagogischen Handelns nicht das Einüben und Beibringen bestimmter Fähigkeiten und Kenntnisse, sondern die Förderung von Neugier, Lust an neuen Erfahrungen und kindgerechter Leistungserbringung. Die Kinder sollen ermutigt werden eigene Lernwege zu gehen. 
Aus der Perspektive der pädagogischen Fachkräfte heißt dies: 
-	Individuelle Förderung der Kinder aufgrund der Kenntnis ihrer persönlichen Vorlieben, Kenntnisse, Charaktereigenschaften, evt. Problemlagen etc. 
-	Angebot von Projekten, die die Kinder herausfordern und ihre Untersuchungs- und Entdeckungslust ansprechen (z.B. auf naturwissenschaftlichem oder ökologischem Gebiet) 
-	Angebot eines Projekts für die zukünftigen Schulanfänger im Jahr vor ihrer Einschulung, um den Übergang in die Grundschule vorzubereiten. 
Vorschulerziehung in den Kindertageseinrichtungen ist Erfahrungslernen: Erfahrungen mit der eigenen Person, mit anderen Menschen, mit ihrer Umwelt. Die Kenntnisse, die die Kinder dabei erwerben sind lebensnah, konkret, ganzheitlich und exemplarisch.3.1.3.	Geschlechterdifferenziertes Arbeiten
Neben den für alle Kinder geltenden Zielvorstellungen der pädagogischen Arbeit in den Kindertageseinrichtungen gibt es für Jungen und Mädchen geschlechtsspezifische Aspekte, die berücksichtigt werden sollen.Die Kindern sollen spielerisch gestärkt werden, eine eigene Geschlechtsidentität als Mädchen bzw. als Junge zu entwickeln und zu finden. Dabei sollen sie Kenntnisse über sich selbst und das jeweils andere Geschlecht erwerben, gegenseitigen Respekt entwickeln und die überkommenen Rollen spielerisch erweitern.







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Allein der Anspruch, Mädchen und Jungen gleich zu erziehen, wird keine Chancengleichheit herstellen können. Die geschlechtspezifischen Unterschiede im Verhalten und in Interessen von Jungen und Mädchen müssen thematisiert werden, wenn sie aufgebrochen werden sollen.Sensibel ist dieses Feld, weil  
-	es die kritische Reflexion der eigenen männlichen und weiblichen Entwicklungsgeschichte der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet
-	es sich im Kindertagesstättenbereich um einen weiblich dominierten Lebensraum handelt. Männliche Erzieher sind unterrepräsentiert oder fehlen häufig ganz. Das erschwert nicht nur den Jungen die Identitätsentwicklung, sondern beeinträchtigt auch die der Mädchen. 
-	die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Kinder in einer multikulturellen Gesellschaft gerade in den geschlechtsspezifischen Aspekten der Persönlichkeitserziehung einen behutsamen Umgang erfordern
	Damit die geschlechterspezifischen Rollen der Mädchen wie der Jungen weder verdrängt, noch in ihren Entwicklungen eingeschränkt werden, ist in der pädagogischen Praxis darauf zu achten, dass
-	manchmal Räume und Regeln verändert werden müssen; 
-	Schutzräume angeboten werden, damit Kinder auch geschlechtsuntypische Verhaltensweisen ausprobieren können (z.B. Kochgruppen nur für Jungen oder Fußballtraining nur für Mädchen) 
-	das Materialangebot  in den verschiedenen Funktionsbereichen so verändert wird, dass auch das jeweils “andere Geschlecht” einen Zugang dazu finden kann; ( z.B. Verkleidungsecke so gestalten, dass sie auch für Jungen attraktiv sind etc.) 
-	Strukturen geschaffen werden, in denen die gemeinsamen Interessen von Mädchen und Jungen im Vordergrund stehen. 
Eine große gesellschaftspolitische Aufgabe in diesem Feld besteht darin, Kindertagesstätten so zu gestalten und zu verändern, dass in naher Zukunft auch Männer (Väter, Partner, Mitarbeiter,...) genau so wie gegenwärtig die Frauen (als Mitarbeiterinnen, Mütter und Hauspersonal) hier arbeiten und mitgestalten können. 

3.1.4.	Interkulturelle Arbeit 
Durch zunehmende Migrationsbewegungen werden immer mehr Kinder unterschiedlicher Herkunft und Prägung in unseren Kindertagesein-richtungen betreut und erzogen. Diese Entwicklung bringt viele Chancen, erweiterte Kontakte, aber auch Konflikte mit sich. Es ist daher heute von großer Bedeutung, die Kinder handlungsfähig für das Leben in der multikulturellen Gesellschaft zu machen. 





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Diese Arbeit in den städtischen Einrichtungen bezieht sich in ihren Zielvorstellungen auf die Charta der Vereinten Nationen über die Rechte der Kinder vom 20.11.1989.In ihr wird in Artikel 2 festgehalten, das jedem Kind “... ohne jede Diskriminierung unabhängig von der Rasse, der Hautfarbe dem Geschlecht, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen, ethnischen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, einer Behinderung, der Geburt oder eines sonstigen Status des Kindes, seiner Eltern oder seines Vormundes” ein Recht auf Erziehung und Bildung gewährleistet wird. 
Interkulturelle Erziehung verstehen wir von daher als Bestandteil des pädagogischen Gesamtkonzepts. Sie beschränkt sich weder auf Kinder-tagesstätten mit einem hohen Ausländeranteil noch ist sie eine Sondermaßnahme. 
Interkulturelle Erziehung möchte anregen zu gegenseitiger Erfahrung und Begegnung der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität. Eine Mitwirkung aller Beteiligten –Kinder, Eltern, Pädagogisches Fachpersonal, Politisches und Soziales Umfeld- ist daher eine Grundvoraussetzung. Im Rahmen der Kindertagesstättenarbeit werden Möglichkeiten geschaffen, sich zu treffen und Erfahrungen auszutauschen. Nur so kann ein Dialog des gegenseitigen Verständnisses und der Toleranz in Gang gesetzt werden. Interkulturelle Erziehung ist wirkungsvoller, wenn sie offen zum familiären Umfeld und zum Stadtteil hin ist. Auch die Zusammenarbeit mit Grundschulen, interkulturellen Initiativen und Projekten oder anderen geeigneten Institutionen ist dabei wichtig.
Die genannten Grundsätze können in den Kindertagesstätten verwirklicht werden, wenn die Themen aus dem Erfahrungsbereich der Kinder in Projekten aufgegriffen werden, die grundsätzlich auf interkulturelle Verständigung, den Schutz kultureller Eigenheiten und die Förderung gesellschaftlicher Integration abzielen. 
Interkulturelles Lernen findet in einem Spannungsfeld statt, welches immer wieder u.a. folgende konkrete Fragestellungen überprüft: 
-	Werden alle Kinder gleich behandelt, unabhängig ihrer Herkunft, ihres Aussehens? 
-	Sind Spiele, Bücher und Musikkassetten vorhanden, die Kinder anderer Herkunft, Kultur und Religion behandeln? Sind sie geeignet, das Selbstwertgefühl der Kinder zu fördern, statt die Andersartigkeit zu problematisieren oder sogar abzuwerten? 
-	Wie sieht es in den Rollenspielecken aus? Können sich die Kinder in der Hautfarbe und im Aussehen der Puppen wiedererkennen? 
-	Regen Bilder an den Wänden zur interkulturellen Begegnung und Erfahrung an? 
Werden die unterschiedlichen Religionen ( Festtage, Rituale etc.) in das Zusammenleben mit einbezogen?







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Ausdrucks- und Verhaltensweisen aufgrund sozialer und kultureller Unterschiede (z.B. Kleidung, Essen, etc.) werden im Erziehungsalltag besonders gewürdigt und geben willkommene Kontakt- und Lernanlässe statt möglicher Diskriminierung. Im Rahmen der Möglichkeiten werden Hilfen angeboten, die den Kindern die Integration erleichtern, z. B. eine Sprachförderung oder die Rücksichtnahme auf bestimmte Speisegewohnheiten.°2 In der Interkulturellen Erziehung sind die Eltern der Kinder eine große Hilfe. Sie können in vielen kleinen Gestaltungselementen des multikulturellen Alltags die Erzieherinnen unterstützen und so zu einer Atmosphäre des Respekts und der Achtsamkeit im Umgang miteinander beitragen. 2 vgl.: Otto Filtzinger, Interkulturelle Erziehung und situationsorientierter Ansatz. In: RAA: Die Zukunft gestalten.    Essen 1999, S5-18

3.1.5.Integration
Alle Kinder haben ab dem vollendeten 3.Lebensjahr bis zum Schuleintritt nach gängiger Rechtsauffassung § 24 Abs. 1 SGB VIII einen Rechts-anspruch auf einen 4 stündigen Kindergartenplatz. Einzelintegrationsmaßnahmen für Kinder mit einer Behinderung oder von einer Behinderung bedroht werden unterstützt, indem der Träger die personellen und räumlichen Rahmenbedingungen dafür schafft:
-	die Gruppenstärke soll die Zahl von 20 Kindern nicht überschreiten 
die Einstellung einer zusätzlichen Fachkraft mit 15 Wochenstunden zur Betreuung eines Kindes mit Behinderung wird gewährleistet. 

Weitere Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integrationsarbeit im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung sind: 
-	die Vorhaltung praxisbegleitender Beratungsangebote
-	fachliche Begleitung der Mitarbeiter/innen einer integrativ arbeitenden Kindertagesstätte durch die Fachberatung der örtlichen Frühförderstelle 
-	Zusammenarbeit mit den für die betreffenden Kinder notwendigen therapeutischen Fachkräften, Logopäden, Ergotherapeuten, etc. 
-	sowie eine intensive Elternarbeit. 
Integration braucht, wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, keine Sonderkonzepte, sondern gelingt durch die konsequente Umsetzung des Situationsansatzes. 
Das bedeutet für integrative Arbeit, dass Kinder in ihrer jeweiligen Unterschiedlichkeit angenommen und ressourcenorientiert gefördert werden und nicht aufgrund ihrer sozialen Herkunft, ihren Fähigkeiten oder Schwächen oder in ihrer Behinderung bewertet oder ausgegrenzt werden. Alle Kinder der Integrationsgruppe erhalten die Möglichkeit Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten, Stärken und Schwächen durch gemeinsames Spiel und Zusammenleben zu erfahren und so die Grundlagen für gegenseitige Akzeptanz und Solidarität zu lernen. 




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Die pädagogischen Fachkräfte gestalten in der Integrationsgruppe einen Alltag, in dem alle Kinder selbstverständlich miteinander in der Gemeinschaft leben. So kann es gelingen, Kindern mit Behinderungen einen Weg in Gemeinschaft, Gesellschaft und Zukunft zu ermöglichen. 
Das ganze Team einer Einrichtung wird durch die Einzelintegration stark herausgefordert. Sie bedeutet eine ständige Auseinandersetzung mit diesem Thema unter fachlicher Begleitung, sowie die Verankerung dieses besonderen pädagogischen Auftrages in der Konzeption der Kindertagesstätte. 

Für pädagogische Fachkräfte in der Integrationsgruppe bedeutet diese Aufgabe ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, Kreativität, Teamfähigkeit, Engagement und Reflexionsbereitschaft, damit sie die Kinder angemessen fördern und den Schwierigkeiten begegnen können. Dazu gehört die Bereitschaft regelmäßig an geeigneten Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen. 
Einzelintegrationsmaßnahmen unter den oben beschriebenen Rahmen-bedingungen werden zurzeit nur im Kindergartenbereich finanziell unterstützt. Für Kinder anderer Altersstufen (Krippe und Hort) ist dies aufgrund fehlender gesetzlicher Regelungen bisher nicht vorgesehen. 
3.1.6.	Umwelt
Eine wichtige Aufgabe der städtischen Kindertageseinrichtungen ist es, die Kinder zur Mitverantwortung für den Erhalt und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zu erziehen. Das bedeutet, dass die Entwicklung von positiven Werthaltungen und ein nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen der Natur im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes gefördert werden. Die einzelne Kindertagesstätte versteht sich dabei selbst als Öko-System, in dem Natur sinnlich erfahrbar ist, umweltschonend gewirtschaftet wird und aktiv gestaltend, schützend in die Natur eingegriffen wird. 
Sie ermöglicht Kindern und Erwachsenen positive ganzheitliche Naturerfahrungen: 
So finden Freispiel und auch angeleitete Aktivitäten, wann immer möglich, in der Natur statt. Bei Exkursionen und Freizeitaktivitäten sind Naturbeobachtungen und Spiele, die die Natur mit allen Sinnen erfahrbar machen, ein wichtiger Aspekt. Nachhaltig prägenden Einfluss auf Grundeinstellung und Verhalten der Kinder haben solche Aktivitäten besonders, wenn auch die Eltern einbezogen werden.









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In den Kindertagesstätten wird unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte gewirtschaftet: 
-	bei der Planung und Durchführung von Ausflügen - umweltschonende Verkehrsmittel z.B. ÖPNV
-	Material- und Lebensmitteleinkäufe werden nach Möglichkeit bei örtlichen oder regionalen Anbietern besorgt. 
-	Im Haus wird Energie und Wasser gespart, sorgsam mit Material umgegangen und Abfall von Wertstoffen getrennt. 
-	Wegen der Vorbildfunktion der Erwachsenen hat die Entwicklung von Umweltbewusstsein im Team einen hohen Stellenwert. 
Pädagogische Projekte zu ökologischen Themen in den Kindertagesstätten bedeuten aktive Auseinandersetzung mit der Natur in konkreten Handlungszusammenhängen: 
-	Die Kinder sollen ökologische Zusammenhänge begreifen und sich im Bewusstsein des Zusammenspiels von Mensch und Umwelt als Teil der Natur erkennen. Zum Beispiel können die Kinder bei einer naturnahen Gestaltung des Außengeländes ihrer Kindertagesstätte beteiligt werden. 
Ökologische Bildung sollte sich der Unterstützung von externen Fachleuten bedienen, z.B. durch die Vernetzung mit örtlichen Fachstellen und Umweltverbänden. 
Die Kindertagesstätten können sich so zu Orten entwickeln, an denen ökologische Modellprojekte durchgeführt werden. 
3.1.7.	Straßenverkehr
Eine im Rahmen des situationsorientierten Ansatzes stattfindende Erziehung fördert die Verkehrssicherheit des Kindes als gegenwärtigem und zukünftigem Verkehrsteilnehmer.Um verkehrsgerechtes Verhalten mit Kindern einzuüben, ist die Verkehrserziehung vielfältig und anwendungsbezogen zu gestalten, zum Beispiel durch Erkundung des Stadtteils, in der Bewegungserziehung und in der Entwicklung der Sinneswahrnehmungen. Konkret bedeutet dies, z.B. durch Rollerfahren, Skateboard benutzen, die Nutzung von Wippen und Schaukeln, den Kindern die Möglichkeiten zu verschaffen, ihre Erfahrungen stetig zu erweitern. Auch Angebote einer Bewegungsbaustelle oder Kletterwand können zur Erhöhung der Verkehrssicherheit  genutzt werden, da sie die körperlichen und sinnlichen Wahrnehmungen der Kinder verbessern. Bei Ausflügen mit Bus oder Bahn erhalten die Kinder Gelegenheit, verkehrsgerechtes Verhalten lebensnah zu üben.  Hierbei können sie durch die Anleitung der pädagogischen Fachkräfte erleben, ob und wie ihnen die Einschätzung von Verkehrssituationen gelingt. Auch ihre Orientierungsfähigkeit können sie gemeinsam mit den übrigen Gruppenmitgliedern bei diesen Gelegenheiten ausprobieren. Geleitete Fahrradtouren oder Inlineskating in die nähere Umgebung für die größeren Kinder sind weitere Experimentierfelder. 



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Die Zusammenarbeit mit  entsprechenden Organisationen wie z.B. der Jugend-Verkehrsschule, ist wichtig, um sowohl Kindern als auch Eltern immer wieder die nötigen sachbezogenen Informationen nahe zu bringen. 
3.1.8.	Medien
Kindheit heute ist einem großen Einfluss von Medien und neuen Technologien ausgesetzt.
Medien dienen den Kindern und allen Menschen:
-	als Kommunikationsmittel (z.B. das Internet, das Telefon....), 
-	als Ausdrucksmittel (z.B. Filmen, Fotografieren...), 
-	als Arbeitsmittel (z.B. Computer, Bilderbücher, Kassettenrekorder...), 
-	als Informationsmittel (z.B. Zeitung, Bücher, Radio, Fernsehen...).
-	als Konsummittel (im Rahmen der Freizeitgestaltung z. B. Musik hören, einen Film anschauen, um zu entspannen und abzuschalten u.a.m.)
Aufgabe der Kindertagesstätten ist es, den Kindern Medienkompetenz zu vermitteln, indem die Vielfalt der verschiedenen Medien und deren Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt, sowie ein aktiver und kreativer Umgang damit vermittelt wird. Medienerziehung hat das Ziel, im Umgang mit Medien Chancengleichheit für alle Kinder zu fördern und die Möglichkeiten der Nutzung über den Konsum hinaus zu entwickeln. So können z.B. Schulkinder für ihre Hortzeitung fotografieren und die Bilder selbst entwickeln und bearbeiten.Angestrebt wird in den städtischen Kindertageseinrichtungen eine mediengerechte und auf das Alter der Kinder abgestimmte Ausstattung als Voraussetzung für den Erwerb von Medienkompetenz. Die Hilfestellung des pädagogischen Fachpersonals zur Be- und Verarbeitung des Medienkonsums der Kinder geschieht im alltäglichen, situationsgerechten Aufgreifen der Themen und Ereignisse in den Einrichtungen. Medienerziehung ist ein wichtiger Aspekt in der Zusammenarbeit mit den Eltern. Die Einrichtungen können diese beim kritischen Umgang mit Medien unterstützen und zum gemeinsamen Gespräch mit ihren Kindern über Medienkonsum ermutigen.   3.1.9.	Lernen in Erfahrungszusammenhängen
Kinder lernen ganzheitlich, d.h. mit allen Sinnen und überwiegend über praktische Erfahrungen. Das Spiel und die Bewegung sind dabei die elementaren Ausdrucksformen der Kinder, denen viel Raum und Zeit in den Kindertagesstätten gegeben werden soll. 
Die Kindertagesstätten sind pädagogisch gestaltete Erfahrungsräume. Kinder sollen hier in sozialer Einbindung in die Gemeinschaft ihre Kompetenzen möglichst selbstbestimmt, kreativ, sachgerecht und solidarisch entwickeln und erweitern können. 




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Sowohl dem Freispiel, das einen großen zeitlichen Rahmen einnimmt, als auch der Projektarbeit kommen dabei besondere Bedeutung zu. Das soziale Lernen steht hier im Vordergrund: 
-	Im gemeinsamem Spiel, Lernen und Leben werden Konflikte miteinander ausgetragen, Regeln aufgestellt, wieder verworfen und neue aufgestellt. Kinder erfahren die Konsequenzen ihres Handelns unmittelbar und ziehen daraus Schlüsse für ihr zukünftiges Verhalten. 
-	Im Freispiel entscheiden die Kinder selbst, wann, mit wem und was sie spielen wollen. 
Die pädagogischen Fachkräfte beobachten und unterstützen die Kinder in diesen Situationen. Sie geben Hilfestellungen und Anregungen, wenn sie erforderlich sind. Ihre Beobachtungen und Gespräche lassen wichtige Rückschlüsse auf die Themen und Dinge zu, die die Kinder zur Zeit besonders beschäftigen. Pädagogische Interventionen und Projekten schließen daran an.In Projekten arbeiten die Kinder über einen längeren Zeitraum und mit dem Einsatz verschiedener Arbeitsformen und -mittel an einem Thema. Hier kann die Kooperation mit Eltern und anderen Beteiligten ( ausdem Stadtteil, aus der Arbeitswelt, Fachleuten, Multiplikatoren etc.) sinnvoll sein. Wichtig beim ganzheitlichen und situationsgerechten Lernen ist, dass sich spezifische Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Kinder sich anzueignen haben, aus Lebenszusammenhängen ergeben und nicht isoliert eingeübt werden. Die pädagogischen Fachkräfte greifen die Interessen der Kinder auf, stellen Bezüge zur gegenwärtigen Alltagswelt und kulturellen Umwelt her und vermitteln damit nachvollziehbare, ganzheitliche Sinnzusammenhänge. 
3.1.10. Lernen in altersgemischten Gruppen
In den städtischen Kindertagesstätten wird in altersgemischten Gruppen vom 3. - 6. Lebensjahr gearbeitet und damit ein Akzent des situationsorientierten Ansatzes umgesetzt. 
Das Zusammenleben von Kindern unterschiedlichen Alters unterstützt die individuellen Entwicklungsprozesse durch vielfältige Entwicklungs-anreize im sozial-emotionalen, kognitiven und motorischen Bereich. 
In alltäglichen Situationen erleben sich Kinder in unterschiedlichen Rollen: 
-	Ältere und jüngere Kinder lernen miteinander und voneinander. 
-	In der Rolle des jüngeren, gleichaltrigen und älteren Spielpartners lernen sie, sich in einer Gruppe zurechtzufinden. Ältere bzw. erfahrenere Kinder helfen beispielsweise neuen Kindern dabei, sich in die Gruppe einzuleben und die Regelungen des Zusammenlebens kennen zu lernen. 
-	Die jüngeren Kinder lernen, sich größeren gegenüber zu behaupten oder sich mit ihnen zu messen. 






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Alltagssituationen fordern gegenseitige Hilfe und Rücksichtnahme der Kinder heraus, fördern aber auch die Fähigkeit des Einzelnen sich und seine Interessen durchzusetzen. 
Auch Konfliktsituationen sind wichtige Lernfelder für Kinder und bieten vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten. Es bietet sich ihnen hier die Chance, Schritt für Schritt ein Gespür für altersbedingte und individuelle Unterschiede und Eigenheiten zu bekommen. Sie lernen, im Aushandeln von Interessen zunehmend einfühlsam mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen umzugehen, und entwickeln in diesem Prozess einen Sinn für Gerechtigkeit und Solidarität. 
In altersgemischten Gruppen wird der altersspezifische Vergleich und damit das Konkurrenzverhalten der Kinder untereinander eingeschränkt und ein Verständnis für Verschiedenartigkeit und Individualität gefördert. 
Unabhängig vom Alter können sich Kinder ihrem individuellen Entwicklungsstand entsprechend Spielpartner und Freunde suchen. Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder behinderte Kinder können so besser in die Gruppe integriert werden. 3.1.11.	Mitwirkung von Eltern Die Mitwirkung von Eltern wird in den städtischen Kindertagesstätten erwartet und gefördert. Die Elternarbeit kann von den pädagogischen Fachkräften in vielfältiger Weise gestaltet und gefördert werden. Dies geschieht durch Aktivierung der Elternschaft für verschiedenen Belange der Einrichtungen, z.B. Feste, Projekte etc. und ist umgekehrt offen für Anregungen von ihr.Dazu sollten die MitarbeiterInnen als eine Grundlage ihrer Arbeit die Lebenssituationen der Familien und Kinder in ihrem Einzugsgebiet kennen oder sich bemühen, einen Einblick zu bekommen. Diese Untersuchung ist eine wichtige Datenbasis für die Ausrichtung des pädagogischen Angebots und der Nutzung der Fähigkeiten, Kenntnisse und Verbindungen der Eltern für die Arbeit.Die internsive und reiche praktische Erfahrung, die Eltern in Bezug auf Kindererziehung mitbringen, kann auf diese Weise von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtungen erkannt und genutzt werden. Eltern und Fachpersonal bilden eine Erziehungspartnerschaft, die auf beiderseitigem Vertrauen basiert. Dies geschieht in erster Linie dadurch, dass die Arbeit in den Kindertagesstätten den Eltern gegenüber transparent gemacht wird: 
-	Die Eltern haben Einblick in die Konzeption der Einrichtung, 
-	sie werden durch Infowände und Elternbriefe über Termine und Entwicklungen auf dem laufenden gehalten und 
sie werden in Entscheidungsprozesse so weit als möglich einbezogen. 





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Besonders intensiv eingebunden werden die Eltern bei der Durchführung von Projekten, Ausflügen, Spielnachmittagen und bei Festen, wobei dies individuell und je nach Einrichtung sehr unterschiedlich aussehen kann. Die partnerschaftliche Sichtweise ermöglicht es hierbei die Ressourcen der Eltern zu nutzen: 
-	Besondere Fähigkeiten und Möglichkeiten einzelner Eltern oder ihre jeweiligen Kontakte können die Planung und Durchführung von Aktivitäten mit den Kindern nicht nur vereinfachen sondern auch bereichern. 
Die Bildung von Elternbeiräten in den Kindertagesstätten ist gesetzlich geregelt. Die pädagogischen Fachkräfte unterstützen diese wichtige Beiratsarbeit durch Information, Beratung und Mitarbeit. 

3.1.12.	Einbindung der Kindertagesstätten in ihr UmfeldDie städtischen Kindertagesstätten sind Teil des Stadtteils und Gemeinwesens, in dem sie ihren Standort haben. Nach diesem Selbst-verständnis wird das Umfeld der Einrichtung als realer Lebenshinter-grund der Kinder in die pädagogische Arbeit einbezogen und damit eine Öffnung und Verbindung zum Stadtteil angestrebt.
Auf vielfältige Weise sollen die Kinder befähigt werden, sich ihren Lebensraum auch außerhalb der Kindertagesstätte zu erschließen: 
-	Bei Exkursionen lernen sie die Infrastruktur kennen und sich im Stadtteil zu orientieren 
-	Sie erfahren etwas über die Geschichte des Wohngebiets und nehmen Anteil an Veränderungsprozessen. 
-	Sie stellen fest, dass ihre Freunde ganz in der Nähe wohnen und entdecken, dass es weitere interessante Spielplätze und Angebote für Kinder gibt. 
Die Kinder werden so allmählich mit dem Stadtteil rund um ihre Kindertagesstätte vertraut und können ihren Aktionsradius schrittweise erweitern. 
Eine Öffnung zum Stadtteil als konzeptioneller Grundsatz der Kindertagesstätten bedeutet, dass die pädagogischen Angebote der Öffentlichkeit gegenüber bekannt und transparent gemacht werden und sich die Einrichtung am Stadtteilleben beteiligt. 
-	Die Kindergärten, Krippen und Horte informieren interessierte Eltern und Bürger aus dem Stadtteil über Zielvorstellungen und Arbeits-weisen der Einrichtung
-	Darüber hinaus werden Anlässe zum gegenseitigen Kennenlernen angestrebt - gemeinsame Veranstaltungen, Tage der offenen Tür ...
Öffnung zum Stadtteil bedeutet, dass die Kindertagesstätten sich aktiv in das Netzwerk der verschiedenen sozialpädagogischen Angebote im Stadtteil einbringen.






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-	Eine Zusammenarbeit aller am Erziehungsprozess Beteiligten wird durch Projekte, wie die Kooperation von Kindertagesstätte und Grundschule, Kontakte zur Erziehungsberatungsstelle und städtischem Sozialdienst, Angeboten der Frühförderung und anderen Institutionen im Bereich Kinder- und Jugendhilfe sichergestellt. 
Stadtteilrunden dienen dazu die Ressourcen zur Steigerung der Lebensqualität der Kinder zusammenzuführen und trägerübergreifend zu koordinieren. 

3.2. 	Spezifische Gesichtspunkte zu den Arbeitsfeldern
3.2.1.	Krippe
In den Krippen der Wissenschaftsstadt Darmstadt werden in begründeten Fällen Kinder vom 1. bis zum vollendeten 3. Lebensjahr betreut. 
Bei den Krippeplätzen wird zukünftig im Rahmen des Projektes Flexibilisierung eine Grundbetreuungszeit von 08:00 bis 14:00 Uhr angeboten. Der reguläre Zukauf von Betreuungsstunden in der Zeit von 07:00 bis 08:00 Uhr und von 14:00 bis 17:00 Uhr ist bis spätestens freitags für die kommende Woche möglich.
In den Krippen der Stadt Darmstadt arbeiten vorrangig Erzieherinnen.
Die Gruppen sind altersgemischt und umfassen je nach räumlichen Voraussetzungen maximal 10 Kinder. Während der Kernzeit sind alle Gruppen doppelt mit Fachkräften besetzt. 
Die Krippen werden von einem Kinderarzt betreut. 
Im Kleinkindalter erlernen die Kinder elementare Fähigkeiten und Fertigkeiten wie laufen, sprechen, essen u.a.m. Mit allen Sinnen wird die Umwelt entdeckt und erforscht. Diese Entwicklungsschritte werden begleitet, indem die Kinder z.B.
-	in ihren Selbständigkeitsbestrebungen unterstützt und gefördert werden - (Motto: hilf mir, es selbst zu tun!) 
durch anregende Raumgestaltung, Regelmäßigkeit im Tagesablauf und feste Bezugspersonen Orientierung, Sicherheit und Geborgenheit bekommen 
-	durch themenbezogene Aktivitäten angeregt werden
Der Aufbau einer kontinuierlichen Bindung zwischen Erzieherin und Kind ist Voraussetzung für positive Entwicklungsprozesse der Kinder in diesem Alter. Da Kleinkinder mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen im jetzt, hier und heute leben, müssen die Erzieherinnen die jeweiligen aktuellen Gefühls- und Lernbedürfnisse aufgreifen und alters- und kindgerechte Angebote unterbreiten.Frühkindliche Forschungen zeigen an, dass Kleinstkinder mehr Entwicklungschancen haben, wenn sie in einem größeren sozialen und kommunikativen Umfeld Anregungen bekommen, als dies in den Kleinfamilien möglich ist. Die Erziehung in Krippen kann diesbezüglich viele Chancen bieten. 






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Alle Krippen der Stadt Darmstadt haben ein pädagogisches Konzept, in dem Schwerpunkte auf folgende Bereiche gelegt werden: 
-	die Zusammenarbeit mit den Eltern; 
-	die Erziehung zur Selbständigkeit; 
-	die Förderung der motorischen Entwicklung; 
-	die Förderung des Sozialverhaltens; 
-	die Förderung der sprachlichen Entwicklung; 
-	die Sauberkeitserziehung. Der pflegerische Anteil der Arbeit in der Krippe hat einen hohen Stellenwert. 
-	Die Sauberkeitserziehung der Kinder erfolgt dabei ganz selbstverständlich in dem alltäglichen Ablauf, z.B. beim Wickeln, dem Essen, dem Händewaschen und Zähneputzen. 
-	Das Wickeln der Kinder ist neben der pflegerischen Tätigkeit immer eine Zeit der intensiven Beziehungspflege. Die Kinder erleben individuelle Zuwendung und Hautkontakt. 
-	Der selbständige Gang zur Toilette soll grundsätzlich erst dann unterstützt werden, wenn das Kind die Bereitschaft dazu zeigt. Es wird kein Druck auf die Kinder ausgeübt. Dabei wird davon ausgegangen, dass dieser Entwicklungsschritt in Absprache zwischen Eltern und Betreuerinnen und Betreuern erfolgt. Aufgrund des Imitationslernens in altersgemischten Gruppen, der Neugierde der Kinder und dem Wunsch nach dem “Groß-sein-wollen” vollziehen Kinder diesen Schritt in der Regel ohne Probleme.
	Die Zusammenarbeit mit den Eltern nimmt aufgrund des Alters der Kinder einen breiten Raum ein. Sie gehört mit zu den wichtigsten Aufgaben in der Krippenarbeit. 

Eingewöhnungszeit:Um eine Beziehung zum Kind, gegenseitiges Vertrauen und Verständnis zwischen Eltern und Betreuungspersonen aufzubauen, ist ein Einführungsgespräch, sowie eine Eingewöhnungszeit von in der Regel mindestens 14 Tagen, in der Eltern ihre Kinder nach Absprache im Krippenalltag begleiten, verbindlich vorgesehen. Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Betreuungspersonen ist die Teilnahme an Elternabenden, Eltern-Kind-Spielnachmittagen und Einzelgesprächen verpflichtend. 

3.2.2.	Kindergarten
In den Kindergärten der Stadt Darmstadt werden Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung, in der Regel in Gruppen mit zwanzig Kindern, betreut. (Ausnahmen: Kindervilla, Max-Ratschow-Weg, Rasp-Nuri Haus mit 25 Kindern pro Gruppe)
Alle dreijährigen Kinder haben nach gängiger Praxis und Rechtssprechung einen gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz von 4 Std. täglich. Dies ist in der Regel von 8.00 - 12.00 Uhr. Bei der Vergabe der Mittagessens- und Ganztagsplätze wurde bisher nach sozialen Kriterien und Notwendigkeit entschieden.
Dies entfällt bei Einführung flexibler Betreuungszeiten


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In den Kindergärten wird in der Regel kein Frühstück gestellt, aber alle Einrichtungen bieten den Kindern Zeit und Raum für den Verzehr eines mitgebrachten Frühstücks. Gewöhnlich frühstücken die Kinder in selbstgewählten, variablen Kleingruppen zu einem freigewählten Zeitpunkt bis etwa 10.00 Uhr.  Bei besonderen Anlässen findet dieses Frühstück mit allen Gruppenmitgliedern gemeinsam statt. Hier gelingt das Knüpfen von sozialen Kontakten und das Festigen von Freundschaften besonders leicht. 
Das Mittagessen wird von verschiedenen Anbietern als Tiefkühlware oder täglich in Thermoporten angeliefert und in der Kindertagesstätte aufbereitet und ggf. ergänzt. Gegessen wird möglichst in kleinen Gruppen. Dabei wird besonderer Wert auf ausreichend Zeit, entsprechende Rituale und eine entspannte Atmosphäre gelegt. 
Für die Ganztagskinder gibt es nach dem Mittagessen sowohl eine Ruhe- als auch eine Schlafgruppe, die den Kindern je nach Bedürfnis offen steht. Auf diese Weise wird kein Kind zum Schlafen gezwungen, aber jedes bekommt die nötige Ruhe. 
Nach dem Vormittag in der Großgruppe bieten wir den Kindern nachmittags verstärkt Rückzugsmöglichkeiten und einen kleineren Bezugsrahmen, wenn der Personalstand dies zulässt.
Wenn ein Kind neu in einem Kindergarten aufgenommen wird, beginnt in Absprache mit den Eltern eine individuell auf das jeweilige Kind abgestimmte Eingewöhnungszeit. Diese soll dem Kind die Loslösung von den Eltern und das Fußfassen in einer neuen Umgebung und in einer neuen sozialen Gruppe ermöglichen. Um den Übergang sanft zu gestalten, bleiben die Eltern zunächst bei dem Kind im Kindergarten und ziehen sich in den folgenden Tagen schrittweise zurück, bis das Kind sich sicher genug fühlt und Vertrauen zu den Erzieherinnen hat, um allein in der Einrichtung zu bleiben. 
Neben den im allgemeinen Teil dieser Konzeption ausführlich erläuterten Schwerpunkten der pädagogischen Arbeit wird der Kindergartenalltag durch die Bedeutung, die die Selbständigkeitsförderung in dieser Altersstufe hat, stark geprägt. Die Kinder lernen in dieser Zeit mit Unterstützung der Erzieherinnen den selbständigen Gang zur Toilette, das An- und Ausziehen vor allem von Mützen, Jacken und Schuhen. Sie werden ermutigt, mit Messer und Gabel zu essen und einfache häusliche Tätigkeiten wie Tischdecken, Aufräumen, Einkaufen, Kochen und Backen zu erledigen. Oftmals haben die Kinder im Kindergarten erstmals Gelegenheit, Stifte, Pinsel und Farben, Knete, Kleber und Scheren auszuprobieren. 
Mit dem letzten Kindergartenjahr kommt die Vorschulerziehung zum Abschluss, die schon in der Krippe begonnen hat und über die gesamte Kindergartenzeit fortgeführt wurde. Durch die vielfältigen Lernanreize- etwa zur Fein- und Grobmotorik, zur Schulung der Sinneswahrnehmung, zur Auseinandersetzung mit Natur und Umwelt etc. - und den sozialen Erfahrungen in der Gruppe und mit sich selbst wird in der Regel die Schulreife erreicht.




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In allen Einrichtungen laufen im letzten Jahr vor der Einschulung besondere Ausflüge, Projekte und Aktionen, um speziell die älteren Kinder entsprechend ihres Entwicklungsstandes und Interesses anzusprechen und ihnen Raum für aktive Mitgestaltung zu geben. Dabei sollen sie nicht zuletzt auch auf die Loslösung vom Kindergarten und die Einschulung vorbereitet werden. 
Ein wichtiger Teil der Kindergartenarbeit  ist deshalb die Kooperation mit der Grundschule.Diese Kooperation wurde ins Leben gerufen, damit Schule und Kinder-garten in ihren Aufgaben von einander profitieren können und den Kindern den Übergang erleichtern. Dies geschieht durch Gespräche zwischen Erzieherinnen und Lehrkräften der zukünftigen ersten Klassen und Besuche in der Schule am Kennenlerntag, die die Kinder auf die neue Situation und Umgebung einstimmen sollen. 

Flexibilisierung

Die Inanspruchnahme und Akzeptanz von Kindertageseinrichtungen hängt im Wesentlichen von ihren Öffnungs- und Betreuungszeiten ab. Die Bereit-stellung von familienfreundlichen Öffnungszeiten ist für alle Eltern notwendig um die Zeithektik in einem immer komplexer werdenden Alltag zu verringern. Eine differenzierte Angebotspalette von Betreuungszeiten ist somit die familienpolitische Antwort auf die Arbeitsflexibilität und die Vielfalt von Familienformen, die wir in der heutigen Gesellschaft vorfinden.
Immer mehr Eltern streben nach einem Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Privatleben. Aus diesem Grund benötigen erwerbstätige Väter und Mütter individuelle und flexible Öffnungs- und Betreuungszeiten in Kindertageseinrichtungen.

Aus den vorgenannten Gründen hat sich die Stadt Darmstadt entschlossen in zurzeit 12 Kindertagesstätten im Kindergarten- und Krippebereich ausgehend von einem Grundmodell, flexible Öffnungs- und Betreuungszeiten für Eltern und Kinder anzubieten.

In diesem Modell das von einer Grundbetreuungszeit von 08:00 – 12:00 Uhr ausgeht ist der reguläre Zukauf von Betreuungsstunden von 07:00 – 08:00 Uhr und von 12:00 – 17:00 Uhr bis spätestens Freitags für die kommende Woche zu einem Preis von zurzeit 0,50 Euro pro Stunde möglich. Der Zukauf von Mittagessen ist dabei immer verbunden mit dem Zukauf von Betreuungsstunden.
Der spontane Zukauf von Betreuungsstunden ist in dem gleichen Zeitraum zum Preis von zurzeit 2,50 Euro je Stunde kurzfristig und unbürokratisch möglich, wodurch sich in hohem Maße die Zeithektik im Familienalltag verringert und man dem allgemein gestiegenen Nachfragepotenzial der Eltern nach Mittagessens- und Ganztagesplätzen gerecht wird.

Die Stadt Darmstadt wird voraussichtlich ab dem Kindergartenjahr 2006/2007 das Angebot auf alle städtische Kindertagesstätten im Kindergarten – und Krippebereich auszuweiten, um möglichst vielen Familien die Möglichkeit zu geben, sich entsprechend ihrer Bedürfnisse Betreuungszeiten für ihre Kinder zu sichern.
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Auf Grund der zwischenzeitlich gemachten Erfahrungen des Betreuungs-angebots der unter 3-jährigen, ist beabsichtigt, die Kernzeit auf 
6 Std. täglich von 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr zu korrigieren.
Hierfür waren insbesondere ein verändertes Nachfrageverhalten von Seiten der Eltern als auch pädagogische Gründe maßgeblich.

3.2.3.	Hort
In den Horten werden schulpflichtige Kinder bis zum 12. Lebensjahr, in pädagogisch begründeten Ausnahmefällen  auch bis zum 15 Lebensjahr in einer Gruppe von 15 Kindern vor und nach der Schule sowie in den Ferien betreut und gefördert. 
Sie erhalten ein Mittagessen und werden, neben der Unterstützung bei den Hausaufgaben, durch fachliche Betreuung bei kreativen Aktivitäten und beim Spielen vielfältig gefördert. Horte eröffnen den Kindern altersgemäße Freiräume, in denen sie im Rahmen ihrer immer größer werdenden Selbständigkeit Interessen und Fähigkeiten entdecken und entfalten können. Im täglichen Zusammenleben der Gruppe, bei der Bildung von Freundschaften und Spielgruppen, beim Diskutieren und Aushandeln von Bedingungen und Regeln machen sie Erfahrungen, die für ihre persönliche Entwicklung, ihre soziale Verantwortung und ihr Demokratieverständnis von großer Wichtigkeit sind. 
Die Förderung von Selbständigkeit hat in den städtischen Horten 
zentrale Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. In 
ihrem altersgemäßen Streben nach Selbstbestimmung werden die Kinder in 
den Horten von ihren Erzieherinnen und Erziehern unterstützt. Es werden ihnen individuelle Möglichkeiten eröffnet, ihre Lebenssituationen zu vernetzen und sich ihren Lebensraum auch außerhalb des Hortes und unabhängig von lückenloser Betreuung zu erschließen. Die Horte pflegen zum Beispiel Kontakte zu Sportvereinen, die für viele Hortkinder zu einem weiteren Standbein im Wohnviertel werden können. Nach Absprache zwischen Einrichtung und Eltern, machen die größeren Kinder in Gruppen oder auch allein Einkäufe und Besorgungen für die Hortgemeinschaft oder nutzen Freizeitangebote der  näheren Umgebung. Damit bieten die Horte besonders den älteren Kindern konkrete Ablösungshilfen für den Zeitpunkt, an dem sie aus der Einrichtung herausgewachsen sein werden.
 
Das Demokratieverständnis wird bei den Hortkindern durch die Praxis demokratischer Verfahren im Alltag und die Einbeziehung der Kinder in Entscheidungsprozesse entwickelt. Kinder finden im Hort Strukturen vor, die ihnen Möglichkeiten geben, Regeln für das tägliche Zusammenleben mit zu gestalten, zu hinterfragen und zu ändern. Wünsche, Anregungen und Kritik kommen in wöchentlichen Besprechungen oder der Kinderkonferenz zur Sprache. In der Hort-Gemeinschaft haben die Kinder Rechte, für die sie einzutreten lernen, und auch Pflichten, die ihnen ihre Mitverantwortung für das Gemeinwohl bewusst machen. Die Hausaufgaben werden im Hort unter möglichst individueller Anleitung bearbeitet. Es wird darauf geachtet, dass sie weitgehend vollständig und richtig gemacht werden; es wird aber auch berücksichtigt, dass die Hausaufgaben den Lehrerinnen und Lehrern, wie auch den Eltern eine wichtige Rückmeldung über die Leistungsfähigkeit eines Kindes geben sollen. 
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Die Hausaufgabenbetreuung findet in Gruppen und in einem abgesteckten zeitlichen Rahmen statt; Eigeninitiative, Verantwortungs-bewusstsein und Hilfsbereitschaft der Kinder untereinander wird gefördert. Lernschwächen und Motivationsprobleme einzelner Kinder können nur in Zusammenarbeit mit der Schule und vor allem gemeinsam mit den Eltern angegangen werden. Dazu muss den Eltern ihre eigene Verantwortlichkeit für die schulischen Belange ihrer Kinder bewusst gemacht werden. 
Ein Nachmittag in der Woche ist in den Horten hausaufgabenfrei, um Zeit für gemeinschaftliche Unternehmungen zu haben. Freizeit gestalten sich die Hortkinder, im Rahmen der Möglichkeiten unserer Einrichtungen, in erster  Linie nach ihren eigenen Vorstellungen. Ihre Anregungen werden von den Erzieherinnen und Erziehern aufgenommen und es werden Impulse für eine kreative Freizeitgestaltung gegeben. Dabei ordnen sich die Kinder Interessengemeinschaften und Arbeitsgruppen zu. In der Freizeitgestaltung wird ein vielseitiges und ausgeglichenes Angebot angestrebt: es kann getobt und auch gefaulenzt werden; es wird gearbeitet und es wird gespielt. Kinder zu körperlichen und sportlichen Aktivitäten zu bewegen ist den Horten ein wichtiges Anliegen.In den Schulferien haben die Kinder, wie Erwachsene in ihrem Urlaub, Anspruch auf Erholung. Die Ferien machen eine spontane und flexible Gestaltung des Tagesablaufs im Hort möglich. Ein ausgewogenes Ferienprogramm bietet den Kindern die Gelegenheit die Möglichkeiten der Einrichtung unbelastet von schulischen Anforderungen zu nutzen. Ausflüge, Unternehmungen in der Natur, Übernachtungen und besonders Hortfreizeiten stärken das Gemeinschaftsgefühl der Kinder. Arbeitsgemeinschaften und Projektarbeit sind Schwerpunkte der Organisation und Gestaltung des Hortalltags. Arbeits- und Interessengemeinschaften strukturieren den Tagesablauf im Hort. Kreative Ausdrucksmöglichkeiten werden zum Beispiel in einer Theater-AG geübt oder es wird an einer Hort-Zeitung gearbeitet. 
Projekte leiten sich aus der Lebenssituation der Kinder ab und ermöglichen ihnen in diesen Situationen zu lernen, wobei das kindliche Umfeld in den Lernprozess einbezogen wird, z.B. ein Projekt zum Kennenlernen der unterschiedlichen Kulturen, die im Hort vertreten sind.











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4.  	Pädagogische Fachkräfte
4.1.	Leitungsprofil 
Die Leitung einer Kindertagesstätte ist auf der Grundlage der “Allgemeinen Geschäftsanweisung” der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie der Rahmenkonzeption für die Betriebsführung und die pädagogische Arbeit verantwortlich. Das ihr übertragene Aufgabengebiet nimmt sie mit Fachkompetenz und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Eltern und Kindern wahr. Sie fördert innovative Entwicklungen in der Tagesstätte und unterstützt die Fachkräfte in der Weiterentwicklung ihrer fachlichen Kompetenzen. 
Die Leitung übt eine demokratische und kooperative Führung aus, welche die Grundlage für sachgerechte, vertrauensvolle und verbindliche Zusammenarbeit bildet. Sie thematisiert Konflikte im Team mit dem Ziel einer konstruktiven Konfliktbearbeitung. Zur Weiterentwicklung ihres Führungsstils gehört auch die professionelle Auseinandersetzung mit der eigenen Leitungsrolle und ihrer Position zwischen Träger, Team und Eltern. 
Gemeinsam mit dem Team erstellt sie auf dem Hintergrund dieser Rahmenbestimmungen die Konzeption der Kindertagesstätte, welche fortlaufend zu reflektieren und weiterzuentwickeln ist. Fachliche Standards zur Beurteilung und Überprüfung der Arbeit werden von der Leitung zusammen mit dem Team erarbeitet und angewandt. Dafür ist das Studium von Fachliteratur, das Aufgreifen neuer, kreativer Modellprojekte der Arbeit und die Berücksichtigung gesellschaftlicher Veränderungen der Lebenswelt von Kindern unabdingbar. 
Die Leitung sorgt für Transparenz der Abläufe innerhalb der Einrichtung und dokumentiert Entwicklungen und Ergebnisse gegenüber den verantwortlichen Personen und Institutionen. Zum Aufgabenbereich der Leitung gehört die Darstellung der Kindertagesstätte nach außen ( unter Beachtung der Vorgaben der Öffentlichkeitsarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt), die Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat, sowie die Kooperation und Vernetzung mit Institutionen, Behörden und sozialen Einrichtungen im Umfeld der Kindertagesstätte. 
Bei ihren Aufgaben hat die Leitung eine besondere Verantwortung  sowohl für die eigene Qualifikation und Fortbildung als auch der des Teams zu übernehmen. 
Die Leitung trägt Verantwortung für die sachgerechte Verwendung des Etats, für Sicherheit und Hygiene in der Kindertagesstätte sowie für deren Pflege und Instandhaltung. 
Sie ist zuständig für die Aufnahme von Kindern und daraus resultierenden Aufgaben. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt stellt den Leitungen zur Wahrnehmung von organisatorischen und administrativen Aufgaben ausreichend Zeitkontingente zur Verfügung.







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4.2.	Erzieher/innen-Profil 
Eine abgeschlossene pädagogische Ausbildung mit staatlicher Anerkennung wird vorausgesetzt. 
Die Erzieherin / der Erzieher muss 
-	Freude an der Arbeit mit Kindern haben, 
-	den situationsorientierten Ansatz als Basis ihrer Arbeit verstehen, 
-	Interesse daran haben sich mit Trendthemen der Kinder auseinander zu setzen, 
-	sich im Team als selbständig und eigenverantwortlich arbeitendes Mitglied verstehen, 
-	die Bereitschaft mitbringen in den Prozess der Entwicklung einer Konzeption einzusteigen und diese gemeinsam und konstruktiv weiterzuentwickeln, 
-	konstruktiv und kreativ mit Konflikten umgehen können, 
-	Interesse an den Belangen der Gesamteinrichtung haben und bereit sein sich auch bereichsübergreifend einzusetzen, 
-	die Bereitschaft haben den Blick über die eigene Einrichtung hinaus zum Umfeld zu öffnen (Vernetzung Außenkontakte und aktive Öffentlichkeitsarbeit), 
-	die Bereitschaft und Eigeninitiative zu Fortbildung und persönlicher Weiterentwicklung mitbringen, 
-	die eigene Arbeit und die eigene Rolle regelmäßig reflektieren, 
-	in der Lage sein, durch Weiterentwicklung des Fachwissen und durch persönliche Belastbarkeit, auch mit schwierigen Situationen konstruktiv umzugehen, 
-	die notwendige fachliche Kompetenz zur konstruktiven und kreativen Zusammenarbeit mit den Eltern haben, 
-	die eigene Arbeit darstellen, transparent machen und vor anderen vertreten können, 
-	sich Visionen erhalten und Ideen entwickeln, die sich in die Realität umsetzen lassen, 
die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft mit ihren verschiedenen Lebensentwürfen und Kulturkreisen als Bereicherung verstehen und in ihre / seine Arbeit einbeziehen können·	
4.3. Gesamtteam
Das Gesamtteam einer Kindertagesstätte setzt sich zusammen aus der Leiterin, dem Leiter, den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Hauswirtschaftskräften. Grundlage für die Zusammenarbeit im pädagogischen Team ist eine gemeinsam erarbeitete Konzeption. Aus dem Auftrag des KJHG ergeben sich komplexe Aufgaben, in deren Kontext das Team gemeinsame Ziele definiert. 
Jedes Mitglied trägt Verantwortung für das Erreichen der Arbeitsziele zum Beispiel durch flexibles Handeln, die Beachtung festgelegter Zuständigkeiten und die Bereitschaft zu persönlicher Weiterentwicklung. Die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Teammitglieder und ihre Unterschiedlichkeiten werden akzeptiert und somit produktiv genutzt und als Bereicherung erlebt.




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Die Reflexion der eigenen Persönlichkeit sowie die kritische Auseinandersetzung mit der pädagogischen Arbeit der Einrichtung kennzeichnen den Beitrag, den jedes Teammitglied zur Teamarbeit leisten muss. 
Teamarbeit setzt gute Kommunikationsmöglichkeiten und Kommunikationsfähigkeit der Einzelnen voraus. Jedes Teammitglied übernimmt Verantwortung für eine offene, vertrauensvolle und konstruktive Arbeitsatmosphäre und leistet einen persönlichen Beitrag zu einer positiven Streitkultur. Die Leitung, als Teil des Teams, hat in besonderem Maße Verantwortung für die Förderung von Offenheit und Vertrauen und sie trägt Sorge für Transparenz aller Abläufe in der Einrichtung. 
Regelmäßige Teambesprechung mit festgelegtem Zeitrahmen ist der notwendige und wichtige Ort für fachlichen Austausch, Zielentwicklung und organisatorische Absprachen. Ein planvoller und zielgerichteter Ablauf ist gekennzeichnet durch festgelegte Strukturen, Diskussionsleitung und vorher angekündigte Tagesordnung. Für die zu besprechenden Themen sind die Informationen für alle Teilnehmenden verfügbar und transparent. Alle Teammitglieder haben gleiches Beteiligungsrecht und legen gemeinsam das Verfahren der Entscheidungsfindung fest. Ergebnisse werden dokumentiert, sind verbindlich und werden auf ihre Einhaltung hin überprüft.·Die Leiterin hat die Rechtmäßigkeit zu gewährleisten.	4.4. Pädagogische Tage
Der Betreuungsvertrag sieht vor, dass die Kindertagesstätten für 2 Tage im Jahr zur Fortentwicklung des pädagogischen Konzepts geschlossen werden können. Die Schließung, gegebenenfalls auch nur einzelner Bereiche, organisiert die Einrichtungsleitung in Absprache mit dem Elternbeirat. 
Die Ausgestaltung der pädagogischen Tage liegt in der Hand der pädagogischen Teams der Einrichtungen. Die Leitung strukturiert und steuert den inhaltlichen Verlauf. Themen ergeben sich im Rahmen der Aktualisierung des Einrichtungskonzepts aus der jeweiligen Situation der Kindertagesstätte und ihrem Umfeld. 
Bei Bedarf ist eine fachliche Begleitung der pädagogischen Tage möglich, wobei auf die Ressourcen des Schulamtes und seiner angeschlossenen Einrichtungen zurückgegriffen werden sollte. In diesem Zusammenhang ist auch ein gegenseitiger fachlicher Austausch mit anderen Einrichtungen und Institutionen in der Region denkbar. 
Die Arbeitsergebnisse der pädagogischen Tage werden gegenüber dem Träger und für die Einrichtung in schriftlicher Form dokumentiert, so dass sie direkt in das Einrichtungskonzept eingefügt werden können. 
Jedes Team entwickelt einen einrichtungsspezifischen Kontrollmechanismus, mit dem turnusmäßig überprüft werden kann, ob die erzielten Ergebnisse in der Praxis greifen bzw. an welcher Stelle aktualisiert werden muss. ·





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4.5. Fortbildung
Um qualifizierte Kindertagesstättenarbeit leisten zu können, ist regelmäßige fachliche Fortbildung unabdingbar. Dies erfordert eine Selbstverpflichtung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Teilnahme an Fortbildungen. Gleichzeitig soll der Träger für ein entsprechendes, umfangreiches, qualitativ hochwertiges Angebot an Fortbildungsmöglichkeiten sorgen. 
Im Zusammenwirken aller Beteiligter ist dafür Sorge zu tragen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Teilnahme an Fortbildungen in die Lage versetzt werden, bestmöglich zur Qualitätssicherung und -weiterentwicklung in den Kindertagesstätten beizutragen. 
Die praktizierten Formen der Fortbildungen sind: -	Einzelfortbildungen -	Themenorientierte Fortbildungsgruppen -	Kindertagesstätteninterne Fortbildungen mit Referenten -	Aufgabenorientierte Fortbildungen 
Weiterbildungen und der Erwerb von Zusatzqualifikationen werden mit dem Träger individuell vereinbart. 
Beratung für einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie auch Teamberatung, wird als notwendig erachtet. Dabei werden Beratungsangebote städtischer Dienststellen genutzt (z.B. Fachberatung, Erziehungsberatung). Darüber hinaus können auch Beratungsmöglichkeiten freier Träger, wie Pro Familia, Frühförderstelle, Kinderschutzbund, Drogenberatung etc. in Anspruch genommen. Dies geschieht in Kooperation mit der Fachabteilung.
Supervision als präventive Maßnahme wird für alle Kindertagesstätten als sinnvoll erachtet und angestrebt. Die Ausweitung dieser begleitenden Maßnahme muss sich an den hierfür bereitstehenden Finanzmitteln orientieren. Als Form der professionellen Qualifizierung sollte sie als Einzel-, Gruppen- und Teamsupervision angeboten werden. Supervision setzt Freiwilligkeit der Teilnehmenden voraus. 
Arbeitsgemeinschaften als Form des einrichtungsübergreifenden Erfahrungsaustausches der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nach Bedarf eingerichtet. Sie dienen dem Erfahrungslernen, sind keine Fortbildung, haben jedoch auch fortbildende Wirkung. Aktuell finden die AG der Stellvertretenden Leiterinnen und Leiter sowie die AG der Leiterinnen und Leiter regelmäßig statt.4.6. Städtische Kindertagesstätten als AusbildungstättenDie städtischen Kindertagesstätten haben die Verantwortung und die Verpflichtung zur Ausbildung von Praktikantinnen und Praktikanten aller sozialpädagogischen Berufe. 
Ausbildung in den Kindertagesstätten ist ein Merkmal der Qualitätssicherung. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt stellt qualitätssichernder Rahmenbedingungen (soweit als möglich) zur Verfügung.  
Im Rahmen der gültigen Ausbildungsverordnungen bieten die Kindertagesstätten eine qualitativ hochwertige Praxisbegleitung an. 




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Sie ist geprägt von einem hohen Maß an persönlicher, fachlicher und professioneller Kompetenz. Praxisanleitung übernehmen aus- und fortgebildete Erzieherinnen und Erzieher mit Berufserfahrung und der Bereitschaft zur Kooperation und Reflexion mit allen an der Ausbildung Beteiligten. 
Mit dem Anspruch der Vernetzung von Theorie und Praxis gelingt es gute Ausbildungsinhalte zu vermitteln. Durch die Offenheit für neue pädagogische Impulse profitieren alle am Ausbildungsprozess Beteiligten. Dies führt zu einer Qualifizierung der Kindertagesstätten auch in dem Sinne, dass der Nachwuchs an qualifizierten Fachkräften gesichert wird. 
In jeder unserer Kindertagesstätten und in allen Betreuungsbereichen gibt es Ausbildungsstellen für Praktikantinnen und Praktikanten im Anerkennungsjahr, für Sozialassistentinnen und Sozialassistenten sowie für alle unterrichtsbegleitenden Praktika. 
Nach der Ausbildung bestehen Übernahmechancen nach Maßgabe des jeweils gültigen Stellenplans.
Das Personal der Kindertagesstätten kooperiert mit allen an der Ausbildung beteiligten Institutionen in der Region. Dabei sollte eine inhaltliche und organisatorische Abstimmung stattfinden. Eine Zusammenarbeit gibt es beispielsweise bei gemeinsamen Projekten im Rahmen der Verknüpfung von Lernerfahrungen in Theorie und Praxis. Außerdem arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in pädagogischen Fachgremien an den Fachschulen mit. 
Mit unseren einrichtungsübergreifenden Richtlinien zur Ausbildung in den städtischen Kindertagesstätten (siehe Anhang) werden Rahmenbedingungen definiert und Qualitätsstandards festgeschrieben. Anhang:Verfahren zur Ermittlung des Fortbildungsbedarfs und zur Festlegung des Fortbildungsangebots für die Kindertagesstätten: 
In den Teams der Kindertagesstätten werden im Frühjahr Fortbildungswünsche für das folgende Kalenderjahr ermittelt. Die Fachberatung fragt diese schriftlich bei den Leitungen ab. Eine Rückmeldung über Themen und die gewünschte Form der Fortbildung ist für jede Kindertagesstätte bis zum 31.5. jedes Jahres verpflichtend. 
Im Anschluss an die erfolgten Rückmeldungen wird in der Dienstbesprechung mit allen Leiterinnen und Leitern gemeinsam eine Prioritätenliste der Fortbildungsthemen erstellt. Die Prioritätenliste versteht sich als Meinungsbild, woraus die Fachberatung ein vorläufiges Fortbildungsprogramm für das folgende Haushaltsjahr entwickelt (ohne Termine, vorbehaltlich der Finanzierbarkeit). Dieses wird den Kindertagesstätten zur Kenntnis gegeben. 
Die Fachberatung organisiert in Absprache mit der Fachabteilung einzelne Fortbildungen und schickt entsprechende Ausschreibungen für jedes Fortbildungsangebot an alle Kindertagesstätten. Anmeldungen einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen in schriftlicher Form auf dem Dienstweg erfolgen. 




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Ergänzend zum jährlichen Fortbildungsangebot können nach Bedarf Arbeitsgemeinschaften mit  thematischen Schwerpunkten eingerichtet werden. (Beispiel: Fallbesprechungen, Erfahrungsaustausch für Berufsanfänger, ...) 
Supervision als Langzeitbegleitung bzw. Krisenintervention ist auf Initiative der einzelnen Kindertagesstätten und in Absprache mit der Fachabteilung im Rahmen der Kapazitäten der Erziehungsberatungsstelle abrufbar. ·





























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5. 	Literaturhinweise 
Verwendete bzw. weiterführende Literatur: 

Berry und Pesch
Welche Horte brauchen Kinder? 
Verlag Lachterhand 1996

Hrsg.: vom Minister f. Arbeit, Gesundheit + soziales des Landes NRW 1980
Arbeitshilfen zur Planung der Arbeit im Kindergarten
Deutscher Gemeindeverlag Verlag W. Kohlhammer

Armin Krenz
Der „Situationsorientierte Ansatz“ im Kindergarten
Herder 1991

Blank und Eder
Zusammenarbeit mit Eltern in Kindertageseinrichtungen
Carl-Link-Verlag 1999

Rieder-Aigner
Zunkunftshandbuch Kindertageseinrichtungen Band I.
Walhalla Verlag 2001

Rieder-Aigner
Zunkunftshandbuch Kindertageseinrichtungen Band II.
Walhalla Verlag 2001

Frithjof Oertel u. a.
Konzept und Methoden elemtarer Sozialerziehung
Hrsg. Juventa 1993

Gisela Piefel
Grundbedürfnisse der Kinder
Hrsg. Verlag W. Kollhammer 1993

L. Miedaner
Gemeinsame Erziehung behinderter + nichtbehinderter Kinder DJI Materialien
Hrsg. Verlag DJI – München 1991

Kronberger Kreis
Qualität im Dialog entwickeln
Kallmeyersche Verlagsbuchhandlung

Fthenakis W. E. und Eirick H.
Erziehungsqualität in Kindergärten
Hrsg. Freiburg – Lambertus 1998


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Colberg, Schrader, Krug
Arbeitsfeld Kindergarten Reihe DJI
Juventa 1991

Arbeitsgemeinschaft f. Jugendhilfe, Deutsches Nationalkomitee d. Weltorganisation f. frühkindliche Erziehung
Workshop zur Qualitätsdiskussion in Tageseinrichtungen für Kinder
Verlag A6J – Bonn 1999

Meinhold, Marianne
Qualitätssicherung + Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit
Lambertus

Kaplan/Becker Gebhard
Handbuch der Hortpädagogik
Lambertus 1997

Ziesch/Gebauer-Jorzick
Qualitätswerkstatt Kita
Bildungsprozesse in Kindertagesstätten
Luchterhand 2002

Hessisches Sozialministerium
Hessisches Kultusministerium
Bildung von Anfang an
Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder
von 0 bis 10 Jahren in Hessen
Stand August 2005

TPS-Theorie und Praxis der Sozialpädagogik
Heft 9 Oktober 2004
Wie Kinder sich entwickeln

Hans-Jürgen Laewen/Andres B.
Bildung und Erziehung in der frühen Kindheit
Bausteine zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen
Beltz Verlag 2002

R. Strätz u. a.
Qualität für Schulkinder in Tageseinrichtungen
Beltz Verlag 2003






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GesamtteamPädagogischeTageFortbildung
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23609 Zeichen

Die städtischen Kinderhorte
Wissenschaftsstadt
Darmstadt
„ Leistungsspektrum
„ Bildungsauftrag
„ Perspektiven

Die städtischen Kinderhorte
Städtische Kinderhorte -  Selbstverständnis 
 Leistungsspektrum -  Die Kinderhorte bieten
-  Fazit
 Bildungsauftrag -  Bildungsbereiche
-  Ganzheitliche Förderung
 Perspektiven -  Zielvorgabe
-  Entwicklungspotenzial
-  Rahmenbedingungen
Inhaltsverzeichnis
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die städtischen Kinderhorte
„ In den Horten werden schulpflichtige Kinder bis 12 Jahre (bei
pädagogischer Notwendigkeit auch bis 14 Jahre) vor und nach der
Schule sowie in den Ferien betreut und gefördert. Sie erhalten ein
Mittagessen und werden, neben der Unterstützung bei den
Hausaufgaben, durch fachliche Betreuung bei kreativen Aktivitäten
und beim Spielen vielfältig gefördert. Horte eröffnen den Kindern
altersgemäße Freiräume, in denen sie im Rahmen ihrer immer
größer werdenden Selbständigkeit Interessen und Fähigkeiten
entdecken und entfalten können. Im täglichen Zusammenleben der
Gruppe, bei der Bildung von Freundschaften und Spielgruppen,
beim Diskutieren und Aushandeln von Bedingungen und Regeln
machen sie Erfahrungen, die für ihre persönliche Entwicklung, ihre
soziale Verantwortung und ihr Demokratieverständnis von großer
Wichtigkeit sind.
(Auszug aus der Rahmenkonzeption der städtischen Kindertagesstätten)
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Rahmenbedingungen
„ Die städtischen Kinderhorte bieten Platz für nahezu 600
Darmstädter Schülerinnen und Schüler.
„ Horte gibt es als Angebotsform in mehrgliedrigen
Kindertagesstätten, wie auch als eigenständige Einrichtung nur für
Schulkinder.
„ Die meisten städtischen Horte praktizieren offene Arbeitsformen, in
denen sich die Kinder an wechselnden pädagogischen Angeboten
orientieren.
„ Alle städtischen Kinderhorte sind wochentags, wie auch in den
Ferien, ganztags geöffnet (07:00 – 17:00 Uhr)*.
„ Für die Eltern kostet der Platz im Kinderhort 101€ zuzüglich 40€ für
das Essen (Stand 01 2005)*.
* abweichende Bedingungen in der Lern- und Spielstube
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die städtischen Kinderhorte
Das
Leistungsspektrum
„ Verbindliche Beziehungen
„ Einzelfallhilfe und Beratung
„ Freiräume zur Verselbständigung
„ Gesundes kindgerechtes Essen
„ Schulwegbegleitung
„ Hausaufgabenbetreuung
„ Freizeit, Kultur, Kreativität
„ Ablösungshilfen
„ Ferienprogramme
„ Interkult. Erfahrungsfelder
„ Geschlechterdiff. Erziehung
„ Gewaltprävention
„ Suchtprävention
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten heute
„ Verbindliche Beziehungen für Kinder
und Eltern
¾ Verlässliche Bindung der Kinder an ihr
„zweites Zuhause“ mit familiärer Atmosphäre
¾ Qualifiziertes Personal mit Betreuungs-,
Erziehungs- und Bildungsauftrag
¾ Intensive, kontinuierliche, vertrauensvolle
Zusammenarbeit mit den Eltern
¾ Stärkung elterlicher Kompetenzen
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten ...
„ Einzelfallhilfe und Beratung
¾ Hilfe für benachteiligte und gefährdete Kinder
in Zusammenarbeit mit Jugendhilfe und
städtischem Sozialdienst
¾ Beratung der Eltern bzw. Vermittlung von
Hilfsangeboten und Beratung bei individuellen
Problemen in Elternhaus und Schule
¾ Nutzung vorhandener Vernetzungsstrukturen
im Stadtteil
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten ...
„ Freiräume zur Verselbständigung
innerhalb der Einrichtung
¾ Kinder übernehmen zunehmend
Verantwortung in der Organisation des
Hortalltags.
¾ Mit wachsendem Regelverständnis und
Verantwortungsbewusstsein können die Kinder
bestimmte Angebote und Räumlichkeiten
selbständig nutzen.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten ...
„ Freiräume zur Verselbständigung nach
außen
¾ Kinder lernen zunehmend eigenständig ihre
Anlaufpunkte im Wohnviertel zu vernetzen.
¾ Nach Einschätzung des Entwicklungsstandes
und in Absprache mit den Eltern dürfen Kinder
den Hort verlassen.
¾ Kinder lernen ihre Termine zu koordinieren
(Sportverein,...) und Verabredungen zu treffen
(Freunde in den Hort einladen,...).
¾ Kinder lernen Verkehrsmittel zu nutzen.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten ...
„ Gesundes kindgerechtes Essen
¾ Wir reichen ein abwechslungsreiches
Mittagessen mit ausgewogenen hochwertigen
Komponenten.
¾ Bei Bedarf wird ein Nachmittagsimbiss
angeboten; bei Ausflügen gibt es Lunchpakete
für unterwegs.
¾ Kinder können Einfluss auf den Speiseplan
nehmen und sich in den Ferien an der
Essenszubereitung beteiligen.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten ...
„ Schulwegbegleitung
¾ Schulanfänger werden bis 3 Wochen nach
Schuljahresbeginn auf ihrem Weg zwischen
Schule und Hort begleitet.
¾ In dieser Zeit  üben wir verkehrsgerechtes
Verhalten mit den Kindern ein und machen auf
Besonderheiten des Schulweges aufmerksam.
¾ Ziel der Schulwegbegleitung ist es, Kinder zu
befähigen den Schulweg selbständig zu
bewältigen.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten ...
„ Hausaufgabenbetreuung
¾ Beratung der Kinder bei der Bewältigung ihrer
Hausaufgaben
¾ Unterstützung von Kindern mit Lernschwächen
nach Möglichkeit der jeweiligen Einrichtung
¾ Reflexion des Leistungsstandes mit Kindern,
Eltern und Lehrern
¾ Bei Bedarf Aufzeigen externer Hilfsangebote
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten ...
„ Freizeit, Kultur, Kreativität
¾ Vielfältiges Bewegungsangebot, sportliche
Aktivitäten, Theater, Musizieren, Spiel und
Tanz
¾ kreativer Umgang mit den unterschiedlichsten
Materialien und kunsthandwerklichen
Techniken
¾ Nutzung von Freizeit- und Kulturangeboten in
der Umgebung des Hortes
¾ Feste und Feiern
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten ...
„ Vermittlung von Sport- und
Freizeitangeboten
¾ Aufbau von Kontakten zu Sportvereinen und
Jugendgruppen
¾ Beratung der Eltern und Empfehlung
geeigneter Angebote
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten ...
„ Ferienprogramme
¾ Ferienaktivitäten im Zeitraum der täglichen
Öffnungszeiten von 07:00 bis 17:00 Uhr
¾ Sicherstellung eines Betreuungsangebots
während der dreiwöchigen Schließzeit
¾ Ausflüge, Fahrten und Freizeiten über die
Stadtgrenzen hinaus
¾ Beteiligung der Kinder an der Planung von
Ferienaktivitäten
¾ Zeit für Projektarbeit und Angebote in
Kleingruppen
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten ...
„ Interkulturelle Erfahrungsfelder
¾ Die Hortgemeinschaft ist ein Spiegel unserer
multikulturellen Gesellschaft. Es gibt Raum für
Individualität und Vielfalt, den wir gemeinsam
gestalten.
¾ Die Kinder erleben so den Einfluss
verschiedener Kulturen in unserer Gesellschaft
als Bereicherung für ihre eigene Entwicklung.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten ...
„ Geschlechterdifferenzierte Erziehung
¾ Es gibt pädagogische Angebote für Kinder in
unterschiedlichen Gruppenkonstellationen.
¾ Wir unterstützen und begleiten die Kinder bei
der Entwicklung ihrer eigenen Sexualität und
Rollenfindung.
¾ Die pädagogischen Fachkräfte sind
Vertrauenspersonen für Kinder in der Pubertät.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten ...
„ Konzepte zur Gewaltprävention
¾ Wir schaffen eine familiäre Atmosphäre im Hort,
die eine aggressionsarme Grundstimmung
begünstigt.
¾ Wir bieten Raum und Zeit für das Abbauen und
Kanalisieren von Aggressionen.
¾ Wir fördern individuelle innere Stärke, Toleranz,
Zusammengehörigkeitsgefühl und Solidarität.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten ...
„ Konzepte zur Suchtprävention
¾ Wir unterstützen die Kinder dabei, eigene
Gefühle zu erkennen und auszudrücken.
¾ Wir fördern die Entwicklung von
empathischem Verhalten bei den Kindern.
¾ Wir unterstützen Kinder in der Entwicklung von
Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.
¾ Wir klären Kinder über Drogen und Folgen des
Konsums auf.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Kinderhorte bieten ...
„ Ablösungshilfen für die Zeit nach
dem Hort
¾ Im Einzelfall können Kinder auch nach ihrer
Abmeldung den Hort als Anlaufstelle nutzen.
¾ Älteren Kindern werden größtmögliche
Freiheiten bei der selbständigen Organisation
ihres Alltags zugestanden.
¾ Es werden weiterführende Angebote der
Jugendhilfe, von Vereinen und Organisationen
vermittelt.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Fazit
„ Der Hort versteht sich als Bindeglied zwischen
Schule und Familie. Er vermittelt, informiert,
berät und vernetzt die unterschiedlichen
Lebensbereiche des Kindes.
„ In vielen Stadtvierteln werden seit Jahren
erfolgreiche Kooperationsmodelle zwischen
Schule und Hort praktiziert.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Fazit ...
„ Mit den Horten besteht ein gut funktionierendes,
stark nachgefragtes Betreuungs- und
Bildungsangebot für Schulkinder zwischen 6 und
12 Jahren.
„ Im Rahmen der familiären Atmosphäre des
Hortes wird wertvolle Beziehungsarbeit auf der
Grundlage seines familienergänzenden Auftrags
geleistet.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Fazit ...
„ Horte halten ein umfangreiches Angebot von
familienunterstützenden Dienstleistungen vor.
Dafür besteht ein funktionierendes, bewährtes
Netzwerk von familienorientierten
Hilfssystemen.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die städtischen Kinderhorte
Der
Bildungsauftrag
„ Medien„ Computerpraxis
„ Bewegung,Körpererfahrung,
Gesundheit
„ Kommunikation, Sprache ,
Schrift, Literatur
„ Natur und Umwelt
„ Eigenes Wohnumfeld
„ Gestaltung und Handwerk „ Musik, Theater, Ausdruck
„ Soziale und kulturelle Umwelt,
Geschichte
„ Wissenschaft und Technik
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Der Bildungsauftrag
„ Über die Wissensvermittlung hinaus
„zielt Bildung auf die Entwicklung der
gesamten Persönlichkeit, die Teilhabe
an der Gesellschaft und die
Vorbereitung auf künftige
Lebensabschnitte“ (Forum Bildung)
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

„ Horte bieten lebenspraktische Lernfelder:
¾ Es gibt Exkursionen, Arbeitsgemeinschaften
und Projekte mit vielfältigen Bildungsanreizen.
¾ Lernen findet in Alltagssituationen und
Sinnzusammenhängen statt.
Der Bildungsauftrag der Horte ...
¾ Das Angebotsspektrum aus verschiedenen
Bildungsbereichen orientiert sich an der
Lebenssituation der Kinder bzw. an den
Anforderungen der heutigen
Wissensgesellschaft.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

„ Medien
¾ Den Kindern wird mit einem vielfältigen
Bücherangebot zum Selbstlesen und durch
Vorlesen die Welt der Literatur erschlossen.
¾ Kinder werden spielerisch an die Möglichkeiten
der neuen Medien am Computer herangeführt.
¾ Musik- und Hörspielangebote, Hortzeitung,
Kinderkino, Video-Projekte usw. fördern den
kritischen Umgang mit Medien.
Die Bildungsbereiche
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

„ Computerpraxis
¾ Hort-Kinder lernen den Umgang mit den
Hardwarekomponenten und Peripherie-
Geräten des Computers.
¾ Sie werden an die Möglichkeiten des
Computers als Arbeitsmittel, zum kreativen
Gestalten und zum Spielen herangeführt.
¾ Sie nutzen Software der Bereiche
Unterhaltung/Spielen, Wissen/Information,
Lernen/Forschen, Präsentation/Gestaltung.
Internetzugang wird langfristig angestrebt.
Die Bildungsbereiche ...
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

„ Kommunikation, Sprache,
Schrift, Literatur
¾ Kommunikationskultur wird in der Gruppe
gefördert und von den Erwachsenen vorgelebt.
Die Bildungsbereiche ...
¾ Sprachfördernde Situationen werden im Alltag,
Projekten, Rollenspielen usw. geschaffen.
¾ Schriftkultur wird in Infos, Aushängen,
Textgestaltung am Computer usw. praktiziert.
¾ Die Hort-Bibliothek mit altersgerechtem Angebot
regt zum Lesen an.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

„ Bewegung, Körpererfahrung,
Gesundheit
¾ Die Ausprägung aller Gehirnfunktionen ist an
eine altersgemäße Entwicklung motorischer
Fähigkeiten gekoppelt.
Die Bildungsbereiche ...
¾ Das Kind lernt den eigenen Körper, seine
Möglichkeiten und Grenzen kennen.
¾ Bewegungsangebote im Hort sind Ausgleich
zum meist sitzenden Schul- und
Hausaufgabenalltag der Kinder.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

„ Natur und Umwelt
¾ Unternehmungen in der Natur gehören zum
regelmäßigen Angebot im Alltag und im
Ferienprogramm.
¾ In Projekten wird das Umweltbewusstsein
gefördert und Naturschutz praktiziert.
¾ Eine Vielzahl von Naturerfahrungen ist in den
meist großzügig angelegten Außengeländen
möglich.
Die Bildungsbereiche ...
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

„ Eigenes Wohnumfeld
¾ Hort-Kinder erkunden im Alltag und in Projekten
selbsttätig ihr Lebensumfeld.
Die Bildungsbereiche ...
¾ Den Kindern werden Angebote in ihrem
Wohnumfeld bekannt gemacht.
¾ Die Kinder dürfen, abhängig von ihrem
Entwicklungsstand und in Absprache mit den
Eltern, den Hort verlassen, um Freunde zu
besuchen. Nach Absprache dürfen sie ihre
Freunde in den Hort einladen.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

„ Gestaltung und Handwerk
¾ Im Hort gibt es angeleitete Angebote und
Möglichkeiten zur selbständigen Beschäftigung
mit vielfältigen Materialien und Techniken.
Die Bildungsbereiche ...
¾ Der Werkbereich ist mit Werkzeugen und
Materialien altersgerecht ausgestattet.
¾ Die Kinder erhalten Einblick in die Arbeit von
Handwerkern und Künstlern im Alltag wie auch
bei Exkursionen in den Ferien.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

„ Musik, Theater, Ausdruck
¾ Musik und Möglichkeiten sich auszudrücken
haben unbestrittenen Einfluss auf die
Entwicklung von Intelligenz und Sprache.
Die Bildungsbereiche ...
¾ Möglichkeiten zu musizieren gehören, wie das
Konsumieren von Musik, zum Alltag im Hort.
¾ Theaterbesuche und Theaterprojekte im Hort
fördern das Verständnis für darstellende Kunst.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

„ Wissenschaft und Technik
¾ Gezielte Anregungen und die Unterstützung des
Forscherdrangs der Kinder gewährleisten ihre
Teilhabe an zukünftigen Entwicklungen.
Die Bildungsbereiche ...
¾ Die Kinder erhalten Zugang zu den technischen
Geräten im Hort (Computer, Stereoanlage,
Telefon, Fax usw.).
¾ Es gibt im Hort Freiräume für Kinder zum
Experimentieren, auch ohne Anleitung von
Erwachsenen.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

„ Soziale und kulturelle Umwelt, Geschichte
¾ Das Kind erwirbt Grundkenntnisse
über  gesellschaftliche Entwicklungen
und historische Ereignisse.
Die Bildungsbereiche ...
¾ Nicht mehr zeitgemäße Rollenklischees
relativieren sich durch Vorleben der
Erwachsenen und geschlechterspezifische
Förderung der Kinder.
¾ Die Kinder lernen die Chancen einer
multikulturellen Gesellschaft zu erkennen,
Möglichkeiten zu nutzen und Probleme
anzugehen. 
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

„ Zur Bewältigung ihrer Entwicklungs-
und Bildungsaufgaben brauchen Kinder
in der Schule, wie im Hort eine
ganzheitliche Förderung.
Ganzheitliche
Förderung im Hort
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Ganzheitliche
Förderung im Hort ...
„ Besondere Merkmale der
pädagogischen Arbeit im Hort sind:
• Hoher Stellenwert der Beziehungsarbeit der
Erwachsenen
• Die Gruppe der 6-12 Jährigen als Lernfeld zur
Entwicklung sozialer Kompetenz
• Möglichkeit selbstbestimmten Lernens in
verschiedenen Erfahrungsbereichen
• Unterstützung der Kinder beim Entwickeln
eines positiven Selbstbildes
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Ganzheitliche
Förderung im Hort ...
„ Besondere Merkmale der
pädagogischen Arbeit im Hort sind:
• Freiwilligkeit der Teilhabe am
Angebotsspektrum des Hortes
• Hoher Stellenwert von Individualität und
Vielfalt
• Mitbestimmung und Mitverantwortung im
Hort
• Flexibilität im pädagogischen Alltag
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Beziehungsarbeit
„ Ohne Bindung keine Bildung ...
... deshalb ist eine der wichtigsten erzieherischen
Aufgaben der Aufbau und die Pflege der Beziehung
zum Kind, um sichere Bindungen zu gewährleisten.
• Die erwachsenen Bezugspersonen, mit ihrer
Lebenserfahrung, ihrer Bildung, ihren Fähigkeiten,
ihrer Autorität und ihrer Zuneigung, sind für die
Kinder wichtige Menschen, die sie auf ihrem
Lebensweg, hin zu einer gebildeten Persönlichkeit,
begleiten.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Beziehungsarbeit ...
„ Aufgaben der erwachsenen Bezugspersonen:
¾ sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit in die Beziehung
zu den Kindern einbringen, authentisch sein
¾ in verschiedenen Fachgebieten kompetente
Ansprechpartner sein, von denen die Kinder in
vielfacher Hinsicht profitieren können
¾ Interesse zeigen für Themen und Trends, die die
Kinder täglich in den Hort mitbringen
¾ zuverlässige und für die Kinder berechenbare
Vertrauenspersonen sein
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Beziehungsarbeit ...
¾ transparente und strukturierte Abläufe in der
Einrichtung garantieren, die den Kindern Sicherheit und
Geborgenheit geben
¾ modellhaft solidarische Beziehungen untereinander
vorleben, Interesse für die Befindlichkeiten der anderen
zeigen
¾ individuelle Unterschiede schätzen, Stärken nutzen und
mit Schwächen umgehen
„ Aufgaben der erwachsenen Bezugspersonen:
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Beziehungsarbeit ...
¾ mit Eltern und Lehrern im Erziehungs- und
Bildungsprozess partnerschaftlich zusammenarbeiten
¾ die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft mit ihren
verschiedenen Lebensentwürfen und Kulturkreisen als
Bereicherung für ihre persönliche Weiterentwicklung
ansehen
¾ mit fachlicher Kompetenz und mit Freude an der Pflege
menschlicher Beziehungen eine  konstruktive und
kreative Zusammenarbeit anstreben
„ Aufgaben der erwachsenen Bezugspersonen:
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Selbstbestimmtes Lernen
• Der Hort bietet den gesicherten Rahmen und den
Rückhalt, in dem die Kinder angstfrei und mit Lust
lernen und erfahren können.
„ Möglichkeit selbstbestimmten Lernens in
verschiedenen Erfahrungsbereichen
• Kinder verstehen ihre Umwelt nach ihrem eigenen
Tempo und nach ihren Bedürfnissen, Neigungen und
Interessen.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Selbstbestimmtes Lernen ...
„ Aufgaben der erwachsenen Bezugspersonen:
¾ erfahrbare Sinnzusammenhänge ermöglichen
¾ Möglichkeiten schaffen und Raum geben für kreatives
Denken und Handeln
¾ anregende Materialien in vielfältigen
Erfahrungsbereichen bereitstellen
¾ die Kinder motivieren Neues oder Ungewohntes
auszuprobieren und mit Rat und Tat zur Seite stehen
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Selbstbestimmtes Lernen ...
¾ Beschaffen von Hintergrundinformationen und
Aneignen von Fachwissen zu aktuellen, die Kinder
betreffenden Themen
¾ den Kindern ermöglichen im Hort und der näheren
Umgebung selbständig vielseitige Erfahrungen zu
sammeln
„ Aufgaben der erwachsenen Bezugspersonen:
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Gruppe der 6-12 Jährigen
• Für Kinder im Hortalter ist diese Peer Group der
wichtigste Erfahrungsraum. Kinder lernen am Vorbild.
„ Die Gruppe der 6-12 Jährigen als Lernfeld
zur Entwicklung sozialer Kompetenz
• In der Peer Group machen Kinder soziale Erfahrungen:
- Konfliktverhalten trainieren
- Freundschaften pflegen
- Rücksicht und Toleranz üben
- solidarisches Verhalten lernen
- Kritik äußern und aushalten
- sich gemeinsam für etwas stark machen
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die Gruppe der 6-12 Jährigen ...
„ Aufgaben der erwachsenen Bezugspersonen:
¾ Gruppenprozesse beobachten und kritisch reflektieren
¾ in Konfliktsituationen konstruktiv unterstützen
¾ sich als Erwachsener in der Gruppe auch
zurücknehmen können
¾ altersspezifische Angebote unterbreiten und
entsprechende Räume zur Verfügung stellen
¾ den Hortalltag so gestalten, dass die Kinder
selbständig miteinander umgehen und lernen können
¾ Rückzugsmöglichkeiten bieten
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Entwickeln eines
positiven Selbstbildes
„ Unterstützung der Kinder beim Entwickeln
eines positiven Selbstbildes
• Die Kinder können sich in verschiedenen Bereichen
und Beziehungen erproben, ihre Stärken, Neigungen
und Grenzen kennen lernen und so ihr Selbstbild
festigen.
• Ein positives Körpergefühl zu entwickeln ist gerade in
der Pubertät äußerst wichtig, um die Veränderungen
des Körpers und der Seele besser verstehen und vor
allem annehmen zu können.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Entwickeln eines
positiven Selbstbildes ...
„ Aufgaben der erwachsenen Bezugspersonen:
¾ das Kind in seiner ganzen Person, so wie es ist,
annehmen
¾ die Stärken der Kinder erkennen und in
Zusammenarbeit mit allen am Erziehungsprozess
Beteiligten fördern
¾ Situationen schaffen, in denen die Kinder sich
reflektieren und hinterfragen können, ihre Stärken
erkennen und lernen mit ihren Schwächen umzugehen
¾ individuelle Entwicklungsschritte unterstützen
¾ den Kindern positiv zugewandt sein
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Freiwilligkeit
• Kinder lernen freiwillig und entscheiden selbst, was
sie aus dem Angebotsspektrum des Hortes wählen.
„ Freiwilligkeit der Teilhabe am
Angebotsspektrum des Hortes
• Im Hort gibt es keinen Bewertungszwang und keine
Noten. Kinder können deshalb frei von Leistungsdruck
lernen.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Freiwilligkeit ...
„ Aufgaben der erwachsenen Bezugspersonen:
¾ Projekte, Angebote und Aktionen ansprechend und
attraktiv gestalten
¾ Wissen kindgerecht vermitteln
¾ die Kinder motivieren sich auf Lernprozesse
einzulassen
¾ mit individuellem Leistungsvermögen sensibel umgehen
¾ der Gesamtgruppe eine positive Einstellung zum
Umgang mit Stärken und Schwächen vermitteln
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Mitbestimmung
„ Möglichkeiten, demokratische Verfahren
zu praktizieren
• Kinder lernen, dass sie in unserer Gesellschaft
garantierte Rechte haben.
• Kinder erleben Partizipation in Kinderkonferenzen oder
anderen Mitbestimmungsmodellen und übernehmen
Verantwortung.
• Kinder erhalten Einblick in Entscheidungsstrukturen der
Einrichtung und werden an vielen Planungen und
Entscheidungen beteiligt.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Mitbestimmung ...
„ Aufgaben der erwachsenen Bezugspersonen:
¾ Kindliche Bedürfnisse und Wünsche ernst nehmen
¾ verantwortungsvolle Aufgaben an Kinder übertragen
¾ Kinderkonferenzen oder andere Foren organisieren, in
denen Kinder ihre Meinung äußern können
¾ Kinder für diese Möglichkeit der Einflussnahme
sensibilisieren
¾ Kindern Entscheidungen zutrauen und sie im
Entscheidungsprozess begleiten
¾ Formen der Entscheidungsfindung aufzeigen
¾ Konsequenzen verdeutlichen und auf Veränderbarkeit
von Entscheidungen hinweisen
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Flexibilität
• Im Hort wird situationsorientiert gearbeitet. Dies
eröffnet große Freiräume zur Gestaltung von
Bildungsangeboten und des Tagesablaufs.
„ Flexibilität im pädagogischen Alltag der
Horte
• Auf akute Situationen einzelner Kinder, wie auch der
Gesamtgruppe kann unmittelbar reagiert werden.
Geplante Aktivitäten werden gegebenenfalls
zurückgestellt.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Flexibilität ...
„ Aufgaben der erwachsenen Bezugspersonen:
¾ Bedürfnisse, Spiel- und Lernsituationen von Kindern
wahrnehmen, beobachten und analysieren
¾ daraus hervorgehende Erkenntnisse in entsprechende
Angebote und Strukturen umsetzen
¾ sich auf akute Situationen und die aktuelle
Bedürfnislage einzelner Kinder bzw. der Kindergruppe
auch spontan einlassen
¾ sich in Situationen einfühlen, Bedürfnisse der Kinder
einschätzen und die Planung der pädagogischen
Arbeit darauf abstimmen
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Die städtischen Kinderhorte
Die
Perspektiven
„ Der Hort als eigenständiges
Betreuungs- und Bildungsangebot
„ Entwicklung von
Kooperationsmodellen mit den
Schulen
„ Veränderung des derzeitigen
Leistungsspektrums und
Bildungsangebotes
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Ausgangslage
„ Der Hort soll, abhängig von Standort
und Bedarf, als eigenständiges
Betreuungs- und Bildungsangebot,
neben den Ganztags-Schulmodellen
weiterbestehen.
(Frau Stadträtin Wagner im November 2003)
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Zielvorgabe
„ Im Rahmen eines konsistenten
Gesamtkonzeptes von „Bildung,
Erziehung und Betreuung“ sollen
Kooperationsmodelle zwischen
kommunalen Betreuungsangeboten
und Schulen
entwickelt werden.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt

Entwicklungspotenzial
„ Im Zuge einer Verzahnung mit den
Bildungs- und Betreuungsangeboten
der Schulen ist ein
Ausbau bzw. eine Veränderung des
derzeitigen Leistungsspektrums
und Bildungsangebotes der Horte
möglich.
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Beratungsverlauf (5)

TOP 6
TOP 6
TOP 4
TOP 4
TOP 182 beschließend

Details

Vorlagen-Nr.
2006/0211
Typ
Magistratsvorlage
Datum
15.03.2006
Erstellt
29.09.2026 00:00