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1356/2017

Abfall Karneval

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 04.05.2017

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln, Sitzung am 04.05.2017, TOP 6.1

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

4459 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
I/32/327 
 
Vorlagen-Nummer  04.05.2017 
 1356/2017 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln 04.05.2017 
 
Abfall Karneval 
TOP 7.2 aus der Sitzung vom 16.03.2017 
 
Der sachkundige Bürger Herr Donath bittet um Mitteilung der Müllbilanz des diesjährigen Karnevals - 
insbesondere des Rosenmontagszuges –. Es habe Meldungen gegeben, dass die Menge gegenüber 
dem Vorjahr angestiegen sei. 
 
Darüber hinaus erkundigt er sich nach dem Erfolg der Aktion „Mehr Spaß ohne Glas“ (keine Glasfla-
schen zum Zug mitbringen). An seinem Standplatz (Friesenplatz) habe sich kein Rückgang an Glas-
flaschenabfall feststellen lassen. 
„Unattraktives“ süßes Wurfmaterial werde nach seiner Wahrnehmung bereits am Zugweg oft nicht 
eingesammelt und zertreten. Kamellen fangen – Jagdinstinkt! - mache Spaß und es würden übervolle 
Plastikbeutel nach Hause geschleppt. Nach ein zwei Wochen landeten sie dann doch sehr oft in der 
Restmülltonne – wie er selber in einem Mehrfamilienhaus mit kleinen Kindern habe feststellen kön-
nen. 
In diesem Zusammenhang erkundigt er sich nach möglichen Bestrebungen, die Menge an Wurfmate-
rial zurück zu fahren, dafür aber die Qualität zu erhöhen, damit die Müllquote sinke. Was sei z.B. aus 
dem Projekt der Kölner Agenda „Faire Kamellen/Jecke Fairsuchung“ geworden. 
 
Mitteilung der Verwaltung:  
zur Abfallmengen: 
Die Gesamtabfallmenge des diesjährigen Karnevals hat sich gegenüber der Vorjahresmenge  
(2016: 440,31 Tonnen) leicht erhöht (2017: 456,12 Tonnen).  
An Rosenmontag selbst ist die Abfallmenge jedoch stark angestiegen (2016: 99,43 Tonnen und  
2017: 175,31 Tonnen). 
Das Gewicht des Abfalls ist jedoch auch immer von den Witterungsbedingungen abhängig. Bei Re-
gen beispielweise erhöht sich die Tonnage automatisch durch das vom Müll aufgesogene Wasser 
teilweise deutlich. Zum Ende des Rosenmontagszuges 2017 kam es zu heftigen Regenschauern. 
Hinzu kommt der Müll, den die Besucherinnen und Besucher an der Zugwegstrecke hinterlassen. 
Dieser ist stark von der Anzahl der Besucherinnen und Besucher abhängig. 
zum Glasverbot:

2 
 
Die Glasverbotszonen werden aus Gründen der Gefahrenabwehr im Rahmen des Straßenkarnevals 
seit Jahren ausschließlich im Bereich der Altstadt und des Zülpicher Viertels erfolgreich zu folgenden 
Zeiten eingerichtet: 
 Weiberfastnacht von 8:00 Uhr bis Karnevalsfreitag um 8:00 Uhr 
 Karnevalssamstag von 15:00 Uhr (Zülpicher Viertel) bzw. 18.00 Uhr (Altstadt) bis Karnevals-
sonntag um 8:00 Uhr  
 Rosenmontag von 15 Uhr bis Karnevalsdienstag 08:00 Uhr (nur Zülpicher Viertel) 
Für eine Glasverbotszone an anderen Stellen fehlen die rechtlichen Voraussetzungen. 
zum Wurfmaterial: 
Das Festkomitee Kölner Karneval hat zusammen mit seinen angeschlossenen Gesellschaften in den 
letzten Jahren enorme Anstrengungen unternommen die Menge des – leider unvermeidlichen – Ver-
packungsmülls zu reduzieren. 
So wird vielfach das in großen Gebinden angelieferte Wurfmaterial beim Verladen auf die Festwagen 
in Stapelboxen umgepackt. So wird bereits im Vorfeld der Verpackungsmüll aus dem Rosenmontags-
zug entnommen. 
Die vom Festkomitee Kölner Karneval angebotene Möglichkeit eines zentralen Einkaufs von Wurfma-
terial konnte die Art der Lieferung, in größeren Einheiten, zusätzlich stärken und somit Müll reduzie-
ren. 
 
Der Rosenmontagszug hat in den letzten Jahren seine Zugkraft als Event für die ganze Familie 
enorm gesteigert und damit auch das Image der Stadt Köln nach außen positiv gestärkt. Damit ver-
bunden ist aber auch, dass die Mehrzahl an Besucherinnen und Besucher des Straßenkarnevals, 
viele davon Kinder, einen Mehreinsatz von Wurfmaterial erforderlich macht. Die Menge von derzeit 
etwa 300 Tonnen Süßigkeiten, Blumen und kleinen Stofffiguren als Wurfmaterial wird von den Mit-
gliedern der Gesellschaften selbst festgelegt und finanziert – hier wird viel Geld in Form von Kamelle 
verteilt. 
 
Bestrebungen für ein Projekt „Fair Trade“ im Zusammenhang mit Wurfmaterial werden derzeit nicht 
weiterverfolgt. 
 
Die Wahrnehmung, dass Wurfmaterial oftmals am Zugweg schon nicht eingesammelt wird, kann von 
den Abfallwirtschaftsbetrieben (AWB) so pauschal nicht bestätigen werden. Dies ist bei den 72 von 
der AWB begleiteten Zügen von Zug zu Zug und Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich. 
 
Gez. Dr. Keller

Beratungsverlauf (1)

04.05.2017 Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln
TOP 6.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Friesenplatz
  • Zugweg

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Details

Vorlagen-Nr.
1356/2017
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
04.05.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27