1446/2019
Jahresbericht 2018 der Naturschutzwacht, Bezirk 7 Süd
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Anlage 1: Jahresbericht 2018 Bez. 7 Süd
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Dieter Witt Jahresbericht 2018 i Eingang; 2 g. HSPZ ?!l1.q 7. Bezirk VII, Porz-Süd DIETER WITT 57 Umweit- und Verbraucherschut 7nn-i: In 2018 ist in den Schutzgebieten, an Straßen- und Wegrändern viel Plastikmüll angefallen. Auch der Rhein führt große Mengen an Plastikmüll mit, die sich dann am Ufer ablagern. Gelegentlich kam es in den Schutzgebieten meines Zuständigkeitsbereichs wieder zu illegalen Müllabladungen. An der der Poststr., am Langeier Sportplatz und den Wirtschaftswegen wurden unter anderem Möbel, Bauschutt, Sperrmüll und Autoreifen gefunden. Der Abtransport dieses Mülls an eine Sammelstelle nahm einige Tage in Anspruch. Im Auenwald wurde an Silvester ein größeres Feuerwerk abgebrannt, die Hinterlassenschaften habe ich eingesammelt, insgesamt 2 große Müllsäcke voll. Am Langeier Sportplatz liegen seit Januar 2018 15 Eisenbahnschwellen, die von der AWB immer noch nicht abtransportiert wurden. Der private PKW-Verkehr auf den Wirtschaftswegen hat im vergangenen Jahr in den Schutzgebieten wieder zugenommen. Oft werden Fahrzeuge auch für längere Zeit im Landschaftsschutzgebiet abgestellt. In diesen Fällen klemme ich einen entsprechenden Hinweiszettel hinter den Scheibenwischer. Bei Stromkilometer 674,7 (NATO-Rampe) war im Sommer während der Nachtstunden reger Autoverkehr, wie sich am Müllaufkommen feststellen ließ. Es wäre daher weiterhin empfehlenswert die Zufahrtswege mit Pfosten abzusperren. Die Zustände wurden im vergangenen Jahr von Mitarbeitern des Ordnungsamts in Augenschein genommen. Ordnungsamt und die AWB wurden darauf hingewiesen, daß am Rhein zwischen Langel und Zündorf auf einer Strecke von ca. 2 km weder Bänke noch Mülleimer stehen. Am Langeier Sportplatz stehen seit 2018 fünf neue Bänke, die Mülleimer hat man jedoch leider vergessen. Bei den Freizeitreitern wird der Kennzeichnungspflicht mit Plaketten nach wie vor nicht ernst genommen. Auf Nachfrage versichern die Reiter (-innen), dass die Plaketten in Stall hängen uns lediglich vergessen wurde ihre Pferde entsprechend zu kennzeichnen. Dieter Witt Auch in 2018 haben sich die aufgestellten Großraummüllbehälter an den bekannten Grillplätzen wieder bewährt. Allerdings wurde erneut in größerem Umfang Hausmüll und Bauschutt in und vor diesen Containern abgeladen. Das Lehren der Behälter findet leider immer noch in sehr unregelmäßigen Abständen statt. Der Müllbehälter auf dem Langeier Festplatz wird ebenfalls regelmäßig von den Mitarbeitern der AWB geleert. Da der Platz wegen der Steinbarrikaden nicht befahrbar ist, wird der Platz oft über die benachbarten Felder angefahren. Bei großer Nässe haben sich die AWB-Mitarbeiter dabei auch einmal fest-gefahren. Der betroffene Landwirt hat den entstandenen Flurschaden bei der AWB angezeigt. Im extrem heißen und trockenen Sommer wurden trotz Brandgefahr zahlreiche Lagerfeuer entfacht. Da meine Hinweise nicht entsprechend befolgt wurden, habe ich das Ordnungsamt eingeschaltet. Die Mitarbeiter(-innen) des Ordnungsamts haben dann das Löschen der Feuer angeordnet und entsprechende Bußgelder verhängt. Die Zahl der freilaufenden Hunde hat erneut in 2018 deutlich zugenommen. Wildtiere werden hierdurch massiv gestört und bedroht. Auf entsprechende Hinweise meinerseits reagierten die Hundehalter oft uneinsichtig und in einigen Fällen sogar aggressiv. Das Grünflächenamt hat im vergangenen Jahr den Überhang zu den Wegen sorgfältig geschnitten. Für den Überhang zu den Ackerflächen blieben erneut die betroffenen Landwirte zuständig. Das Rasenmähen und der Gehölzschnitt beim Wegkreuz am Holzweg führe ich zusammen mit einem weiteren Helfer durch, dabei leeren wir auch den Papierkorb regelmäßig. Eine zusätzliche Bank fehlt leider immer noch. Am schlechten Zustand der landwirtschaftlichen Wirtschaftswege hat sich leider auch im vergangenen Jahr nichts geändert. Es wird nach wie vor von den Landwirten nur notdürftig mit Schotter ausgebessert. Dem Befahren mit schwerem Gerät, insbesondere bei der Rübenernte, halten diese behelfsmäßigen Reparaturen aber meist nur eine Saison stand. Die üblichen Verschmutzungen der Wirtschaftswege durch die landwirt schaftliche Tätigkeit werden von den Landwirten in der Regel zeitnah beseitigt. Die Zusammenarbeit mit ortsansässigen Landwirten und dem Dorfpolizisten Herrn Attemeier und seinen Kollegen, war auch in 2018 sehr angenehm.
Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57/571 Vorlagen-Nummer 1446/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 20.05.2019 Bezirksvertretung 7 (Porz) 13.06.2019 Jahresbericht 2018 der Naturschutzwacht, Bezirk 7 Porz-Süd In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2018 des ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten Herrn Witt für den Bezirk 7 Süd zur Kenntnis. Stellungnahme der Verwaltung zu den genannten Missständen: 1. Illegale Müllablagerungen Die Problematik der illegalen Abfallentsorgung stellt im gesamten Kölner Stadtgebiet ein großes Prob- lem dar, selbst wenn geeignete Müllbehälter aufgestellt werden. Im Bezirk Porz Süd werden kleine Abfallmengen von dem dort tätigen ehrenamtlichen Naturschutz- beauftragten, Herrn Witt, selber entsorgt bzw. an mit der AWB vereinbarte Sammelstellen gebracht. Von dort wird der Müll von der AWB dann abgefahren. Leider ist es der AWB nicht immer möglich, auf Meldungen zeitnah zu reagieren. Bezüglich der Ei- senbahnschwellen wurde die AWB an die Abholung erinnert. Die Eisenbahnschwellen wurden da- raufhin zügig entfernt. 2. Feuerwerk im Bereich des Langeler Auwaldes Der Langeler Auwald im Überschwemmungsgebiet des Rheins sowie die angrenzenden Bereiche sind ein ökologisch hochwertvoller und sensibler Landschaftsraum mit seltenen Tier- und Pflanzenar- ten, wie Pirol, Flussregenpfeifer, diversen Wasservogelarten, Fledermausarten etc.. Das Gebiet dient darüber hinaus als wichtiger Rast- und Überwinterungsraum für Zugvögel und Wintergäste. Nicht um- sonst wurde der Langeler Auwald als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Teilbereiche stellen zudem gesetzlich geschützte Biotope dar. Die zum Rhein vorgelagerte Weichholzaue zählt sogar zu dem FFH-Gebiet „Rhein-Fischschutzzonen zwischen Emmerich und Bad Honnef“. Diesem FFH-Gebiet kommt eine europaweite Bedeutung zu. Gerade in einem solchen sensiblen Bereich bzw. unmittelbar angrenzend sind vermeidbare Störun- gen, wie beispielsweise durch ein Feuerwerk unbedingt zu unterlassen. Wegen des Feuerwerks wurde ein ordnungsbehördliches Verfahren eingeleitet. Das Verfahren muss- te aber eingestellt werden, da die Verursacher nicht ermittelt werden konnten. 3. Pkw-Verkehr im Bereich der Nato-Rampe Die Anregung von Herrn Witt, die Zuwegung zur Nato-Rampe mit Pollern abzusperren, wurde von der Verwaltung geprüft. Eine Sperrung des Bereichs mit verkehrstechnischen Mitteln (Absperrpfosten o.ä.) kommt nicht in 2 Betracht zum einen wegen der Notwendigkeit einer Zufahrtsmöglichkeit für land- und forstwirtschaftli- che Fahrzeuge und zum anderen wegen des bestehenden Durchfahrtsverbots. Wegen des illegalen Fahrens und Parkens wurde das Amt für Sicherheit und Ordnung gebeten, dort verstärkt Kontrollen durchzuführen. 4. Reiten ohne Reitplakette Die in dem Bezirk befindlichen Reiterhöfe werden angeschrieben mit der Bitte, die Reiterinnen und Reiter an die Kennzeichnungspflicht der Pferde bei Ausritten zu erinnern. 5. Großraummüllbehälter an Grillstellen Wegen des unregelmäßigen Leerens der Großraummüllbehälter wurde die AWB angeschrieben.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1446/2019
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 03.05.2019
- Erstellt
- 18.04.2019 15:24