0694/2022
Mündliche Anfragen zu TOP 8.1 VO 3127/2021 - Fortschreibung des Gesamtkonzeptes Kulturelle Bildung - KuBiK
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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/40/404 3127/2021 Vorlagen-Nummer 17.03.2022 0694/2022 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Si tzung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 05.04.2022 Ausschuss Schule und Weiterbildung 16.05.2022 Anfragen zu TOP 8.1 VO 3127/2021 - Fortschreibung des Gesamtkonzeptes Kulturelle Bildung - KuBiK Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen (Frau von Bülow) bittet um die Beantwortung der folgenden mündlichen Anfragen TOP 8.1 „Bewerbung um Fördermittel des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen - Fortschreibung des Gesamtkonzeptes Kultu- relle Bildung – KuBiK“: Wir begrüßen sehr, dass das Konzept der Kulturellen Bildung weiterentwickelt wurde, bzw. wird und die neuen gesellschaftlichen Herausforderungen analysiert und die Handlungsfelder entsprechend reflektiert werden. Ebenso begrüßen wir, dass Musenkuss sehr gut aufgebaut und weiter entwickelt wurde, die Aktivitä- ten zahlreicher Kultur-Akteure einsehbar und abrufbar sind. Wir bedauern es, dass im Konzept nicht noch viel mehr in Köln stattfindende Aktivitäten der kulturel- len Bildung Erwähnung und Berücksichtigung gefunden haben. Denn Köln hat noch viel mehr zu bieten, als in dem Konzept beschrieben! Dies zu benennen halten wir für wichtig! 1. Ab S. 11 wird die szenische Vernetzung von KUBIK beschrieben und ein Schaubild erstellt. a. Neben einzelnen Trägern tauchen gleichberechtigt Einrichtungen auf – wie ist diese Systematik gedacht? b. Wieso fehlen die städtischen Institutionen mit ihren eigenen hervorragenden Program- men der Vermittlung wie die Bühnen der Stadt und das Gürzenich Orchester? c. Wieso fehlen wichtige Akteure der kulturellen Bildung wie LitKid, Cinepänz,WDR, ZAK etc.? d. Wie sieht die Verbindung und der Austausch mit der RheinEnergie Stiftung Kultur als größtem Förderer kultureller Bildung aus? 2. Zu S. 16: wie findet die Verzahnung/Vernetzung mit dem Referat für kulturelle Teilhabe statt? 3. Zu S. 19: Es wird ein einzelnes Projekt an den Bühnen beschrieben- wieso nicht weitere? Es gibt tatsächlich viele weitere Kooperationen und Projekte, auch mit Schulen, die keine Er- wähnung finden. 4. Zu S. 21 ff: Die Landesprogramme werden beschrieben incl. einer Schwachstellenanalyse, die verdeutlicht, dass die Programme nicht passgenau auf die Bedarfe z.B. von Schulen zu- geschnitten sind, was sich mit unseren Praxiserfahrungen deckt. 2 a. Gibt es daher Überlegungen seitens Kubik hier passgenaue Möglichkeiten zu schaffen, ggf. fehlenden Möglichkeiten der Landesprogramme zu kompensieren und eine Ände- rung der Programme einzufordern? b. Auf der Homepage zum Kulturrucksack ist nur ein Projekt für 2020 erwähnt, das letzte davor im Oktober 2019. Wie sieht es derzeit mit Projekten aus – trotz Corona läuft ja dennoch einiges in kultureller Bildung? c. Wieso fehlt bei der Erwähnung der Landesprogramme JEKITS? d. Wie schafft es KUBIK, dass die Informationen auf Musenkuss regelmäßig aktualisiert werden? 5. Zu PUNKT 6.4 kulturelle Bildung in der Schule : Programme und Projekte kultureller Bildung, die nicht über die Landesprogramme laufen, werden in KUBIK nicht aufgeführt. (S. 23 f). Dennoch gibt es viele Aktivitäten an Kölner Schulen, wie kulturelle Schwerpunktsetzungen und Projekte jenseits der Landesprogram- me. Wir möchten darum bitten, dass Sie diese erheben und in einer Übersicht auflisten incl. der Finanzierung, um auch dies als Teil kultureller Bildung in Köln abbilden zu kön- nen. 6. Auf Seite 50 des Konzeptes wird über eine Befragung zur kulturellen Bildung informiert. Wir möchten fragen, ob diese in Zeiten von Corona stattfinden konnte? 7. Wir möchten insgesamt darum bitten, dass Sie das Konzept mit Zahlen hinterlegen und die einzelnen Aktivitäten noch einmal tabellarisch erfassen, incl. der unter 5 erbetenen Über- sicht zu Kölner Schulen. Stellungnahme der Verwaltung Hintergrund des Konzeptes Mit Ratsbeschluss vom Februar 2009 wurde die Verwaltung beauftragt, ein Gesamtkonzept zur kultu- rellen Bildung in Köln zu erarbeiten. Gleichzeitig stimmte der Rat zur Umsetzung des Ratsauftrags und der Gesamtkoordination des Themas „Kulturelle Bildung“ der Freigabe einer Stelle zu. Zunächst im Kulturdezernat angesiedelt sollte die Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung im Zweijahres- Rhythmus zwischen Dezernat VII und Dezernat IV wechseln, blieb aber nach dem ersten Wechsel im Amt für Schulentwicklung im Dezernat Bildung, Jugend und Sport. Nach Übernahme der Federführung im Jahr 2012 durch das Amt für Schulentwicklung wurde in enger Abstimmung mit dem Museumsdienst und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie im gleichen Jahr das kommunale Gesamtkonzept vorgelegt, welches die heutige Grundlage des koordinierten Han- delns bildet. Hierbei werden die konkreten Maßnahmen und Interventionen jeweils als Bestandteile eines dynamischen und dauerhaften Entwicklungsprozesses verstanden. Das vorliegende Konzept Kulturelle Bildung in Köln von 2021 ist die 2. Fortschreibung dieses Ge- samtkonzeptes von 2012. Eine umfassende große Bestandsaufnahme und Analyse Kultureller Bil- dung in Köln ist für eine Neuauflage des Gesamtkonzeptes 2023 geplant. Zu 1a. Die Grafik auf S. 11 des Konzepts von 2021 beschreibt die aktuelle Vernetzung von KuBiK auf der Arbeitsebene. Der innere Kreis zeigt die Aktivitäten innerhalb des Steuerungskreises (Museums- dienst, Kulturamt, Stadtbibliothek, Amt f. Schulentwicklung, VHS, Rheinische Musikschule, Amt f. Kinder, Jugend u. Familie, Amt f. Integration u. Vielfalt) und den beiden Arbeitsgruppen zu Musen- kuss, der interkommunale Steuerkreis Düsseldorf, München, Köln und den Kölner interdisziplinären Arbeitskreis, der die Kölner freie Szene miteinbezieht. Im äußeren Kreis finden sich Träger, Schulen (als übergeordneter Begriff) und Institutionen des Landes, die für die bisherige Arbeit der Koordinie- rungsstelle von Bedeutung sind oder z.B. im Rahmen von Projekten eine Rolle spielen. Zu 1b u. c. Die städtischen Kultureinrichtungen, als Leuchttürme der Kulturellen Bildung fest veran- kert und etabliert in Umfang und Ausrichtung, werden in den Konzepten als beispielgebende Einrich- tungen aufgeführt. Die Grafik auf S. 11 gibt die aktuellen Verknüpfungen bis 2021 wieder und stellt keine abschließende Übersicht über die Protagonisten Kultureller Bildung in der Stadt dar. Mit den Bühnen der Stadt Köln, dem Gürzenich Orchester und der Philharmonie ist eine Zusammenarbeit im Rahmen des Landesprogramms „Kulturstrolche“ geplant. 3 Zu 1d. Zur RheinenergieStiftung Kultur wurde kurz vor der Pandemie Kontakt aufgebaut und ein re- gelmäßiger Austausch im Steuerungskreis vereinbart. In dem nun geplanten Fachaustausch des Steuerungskreises KuBiK soll die RheinergieStiftung Kultur ebenfalls vertreten sein (Konzept S. 12 u. S. 49). Zu 2. Mit dem Referat Kulturelle Teilhabe gibt es eine Arbeitsbeziehung über die Steuerungsgruppe KuBiK hinaus Aus diesem Gremium hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, um gemeinsame Veranstal- tungen zu entwickeln. Dort ist auch das Referat Kulturelle Teilhabe vertreten. Auch findet Zusam- menarbeit in der Jury zu den Kulturrucksack-Projekten statt. Zu 3. Die vorliegende Fortschreibung des Konzeptes von 2021 konzentriert sich beispielhaft auf Ent- wicklungen seit 2018. Das zitierte Projekt auf S. 19 war ein Vorhaben des Kommunalen Integrations- zentrums im Amt für Integration und Vielfalt. Eine umfassende Bestandsaufnahme benötigt bestimmte Ressourcen und soll daher 2022 erfolgen. Zu 4a. Die Koordinierungsstelle KuBiK ist mit der Bezirksregierung und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft zur Weiterentwicklung der Landesprogramme Kultur und Schule und Kulturruck- sack im Gespräch. Zu 4b. Auf der Internetseite des Landesprogramms Kulturrucksacks NRW werden alle Kölner Ange- bote präsentiert. Musenkuss verlinkt dorthin. Trotz der pandemiebedingten Einschränkungen konnten 2020 insgesamt 37 Projekte stattfinden. Analog, digital oder hybrid. 2021 waren es immerhin wieder 43 Angebote. Zu 4c. Jekits befindet sich in der Umstrukturierung. Das Programm wird seit der Auflösung der Stif- tung im Herbst 2021 als Landesprogramm NRW von der Bezirksregierung organisiert und seit dem Schuljahr 2021/22 sukzessive auf 4 Jahre ausgeweitet, bei unveränderter Anzahl von Schulen. In Köln ist noch die Rheinische Musikschule Ansprechpartnerin. Zu 4d. Musenkuss ist so programmiert, dass veraltete Angebote Kultureller Bildung automatisch ge- löscht werden. Redaktionelle Informationen werden durch die Online Redakteurin eingepflegt. Zu 5. Programme und Projekte Kultureller Bildung außerhalb der Landesprogramme, die Angebote Kultureller Bildung an Kölner Schulen und kulturelle Schwerpunktsetzungen an Schulen sollen mit der für dieses Jahr 2022 geplanten großen Bestandsanalyse Kultureller Bildung in Köln erfasst werden. Zu 6. Zur Vorbereitung einer erweiterten Neuauflage des Gesamtkonzeptes KuBiK ist pandemiebe- dingt nun für 2022 geplant, eine umfassende Bestandsaufnahme der Akteur*innen Kultureller Bildung, der Aktivitäten, Angebote und Bedarfe zu erheben. Zu 7. Das Konzept 2021 verfolgte das Ziel Erreichtes, Entwicklungen und Handlungsbedarfe der Kul- turellen Bildung in Köln zu benennen. Die für 2022 geplante Befragung soll im Ergebnis eine mit Zah- len belegte, umfassende Bestandsanalyse werden. In dem Zusammenhang werden die Aktivitäten tabellarisch erfasst und mit Zahlen hinterlegt, auch die Kölner Schulen berücksichtigt. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0694/2022
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 17.03.2022
- Erstellt
- 24.02.2022 20:34