3683/2017
Vorschau auf die Sonderausstellungen und Sammlungspräsentationen des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud 2018
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4510 Vorlagen-Nummer 28.11.2017 3683/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Betriebsausschuss Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud 05.12.2017 Vorschau auf die Sonderausstellungen und Sammlungspräsentationen des Wallraf-Richartz- Museums & Fondation Corboud 2018 Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud wird in 2018 wieder mit einer Vielzahl von Ausstellungen und Sammlungspräsentationen hervortreten. Die große Herbstausstellung wird im Winter 2018/19 eine große Überblicksausstellung der US -amerikanischen Kunst von 1650 bis 1950 sein. Di e Schau beginnt mit Werken aus der Kolonialzeit bis hin zu den Meistern des amerikanischen Realismus und endet mit Beispielen des Abstrakten Expressionismus. Mehr als 120 Leihgaben aus den renommiertesten Sammlungen und Museen der Vereinigten Staaten holt das Wallraf für „Es war einmal in Amerika“ erstmals nach Köln und führt diese hier zu einer spektakulären Ausstellung zusammen. Zuvor widmet sich das Museum im Frühjahr 2018 erstmals überhaupt seinem namensgebenden Sammler und Stifter Ferdinand Franz Wallraf (1754-1824), der am 9. Mai 1818 sein drittes und letzt- gültiges Testament zu Gunsten der Stadt Köln unterzeichnet hat. Die 200. Wiederkehr dieses Datums ist der willkommene Anlass für die Ausrichtung einer Ausstellung über Ferdinand Franz Wallraf. Als Kölner „Erzbürger“ und Urgründer fast aller musealen Sammlungen der Stadt ist Wallraf für die Stadt Köln von überragender Bedeutung. Es folgt eine Aufstellung der Ausstellungen und Galeriepräsentationen im Überblick, nachfolgend dann einzeln mit erläuternden Texten: Sonderausstellung, die noch in 2017 eröffnet wurde: Tintoretto A Star was Born noch bis 28. Januar 2018 Sonderausstellungen 2018: Wallrafs Erbe Ein Bürger rettet Köln 23. März bis 8. Juli 2018 Es war einmal in Amerika 300 Jahre US-amerikanische Kunst 23. November 2018 bis 24. März 2019 2 Sammlungspräsentationen, die noch in 2017 eröffnet wurde: Eine graphische Revolution Der italienische Farbholzschnitt des 16. Jahrhunderts noch bis 14. Januar 2018 (Graphisches Kabinett) Wundervoll Honthorsts Anbetung der Hirten noch bis 4. Februar 2018 Heiter bis wolkig Naturschauspiele in der niederländischen Malerei noch bis 1. Juli 2018 Sammlungspräsentationen: Der Brief und die Zeichnung 23. Februar bis 21. Mai 2018 (Graphisches Kabinett) Rubens, Jordaens & Co Zeichnende Meister aus Flandern 15. Juni bis 9. September 2018 (Graphisches Kabinett) Sonntag des Lebens Lifestyle im Barock 13. Juli 2018 bis 30. Juni 2019 Schatten im Blick? 28. September 2018 bis 13. Januar 2019 (Graphisches Kabinett) Gez. Laugwitz-Aulbach 3 Sonderausstellung, die noch in 2017 eröffnet wurde: Tintoretto – A star was born 6. Oktober 2017 – 28. Januar 2018 Als erstes Museum startet das Wallraf im kommenden Jahr den internationalen Reigen von hochkarä- tigen Ausstellungen zum 500. Geburtstag des Malergenies Jacopo Tintoretto (*1518/19 Venedig – Venedig 1594). In seiner großen Sonderschau „Tintoretto – A star was born“ widmet sich die Kölner Gemäldegalerie erstmals dem hinreißenden Früh werk des italienischen Meisters, der zu den produ k- tivsten und einflussreichsten Künstlern aller Zeiten gehört. Dafür holt das Wallraf zahlreiche kostbare Leihgaben aus den großen Museen, u.a. in Amsterdam, Budapest, London, Madrid, Mailand, Rom, Venedig, Washington und Wien, an den Rhein. Die Ausstellung bietet den Besuchern nicht nur weltberühmte Werke des jungen, malwütigen und einfallsreichen Tintoretto, sondern auch brandneue Forschungsergebnisse. So fand Kurator Roland Krischel unter anderem heraus, da ss ein großes und rätselhaftes Gemälde aus der Sammlung der britischen Königin nicht etwa von einem flämischen Maler stammt, sondern vom jungen Tintoretto. Das Wallraf zeigt das „Liebeslabyrinth“ der Royal Collection erstmals im Dialog mit gleichzeitig en t- standenen Meisterwerken des Italieners. Die Kölner Jubiläumsschau läuft vom 6. Oktober 2017 bis zum 28. Januar 2018 und ist anschließend im ältesten Museum Frankreichs zu Gast, dem Musée du Luxembourg in Paris. Jacopo Tintoretto kommt 1518/19 in Venedig al s Sohn eines Färbers zur Welt - auf ein präzises G e- burtsdatum hat sich die Forschung bisher nicht einigen können. Ohne Rücksicht auf sein finanzielles Auskommen und getrieben von unbändigem Ehrgeiz malt der junge Mann wie ein Besessener. Er verwandelt die Kirchen, Häuser und Paläste der Lagunenstadt mit traumhaften Parallelwelten, bevö l- kert von Mensch und Tier: riesige Leinwände voller Zeichen und Wunder, historischen Begebenheiten und Visionen - darunter das kolossale „Paradies“ aus dem Dogenpalast, eines der größten je gema l- ten Ölbilder. Schon in seinem Frühwerk zeigt Tintoretto eine unnachahmliche Erzählkunst, die ihm bei Jean-Paul Sartre den Ehrentitel des „ersten Filmregisseurs“ eintrug. Wie kein anderer venezianische Maler reflektiert Tintoretto die Lebenswirklichkeit seiner Heimat. Auf durchaus riskante Weise spiegelt er auch die sozialen und religiösen Spannungen seiner Zeit. So zeugen seine Bilder vom Glanz und Elend einer untergehenden Großmacht am Mittelmeer. Religiöse, allegorische, erotische Gemälde sowie Porträts des jungen Tintoretto kommen in der Köl- ner Ausstellung nicht nur erstmals zusammen, sondern begegnen auch verwandten Werken seiner künstlerischen Vorbilder und Konkurrenten wie zum Beispiel Andrea Schiavone und Paris Bordone. Ausgewählte Zeichnungen, Druckgraphiken und Skulpturen verdeutlichen darüber hinaus den weiten kulturellen Horizont des aufstrebenden Malers. Einst selbst ein „Moderner“, wurde Tintoretto zum zeit- losen Vorbild und blieb es bis heute. 4 Sonderausstellungen 2018: Wallrafs Erbe Ein Bürger rettet Köln 23. März bis 8. Juli 2018 Am 9. Mai 1818 unterzeichnet der Theologe, Universalgelehrte, Universitätsrektor und Sammler Ferdinand Franz Wallraf (1748 -1824) sein Testament zugunsten der Stadt Köln. Sein letzter Wille besagt, dass seine umfangreiche und vielfältige Sammlung „zu ewigen Tagen“ in seiner Heimatstadt „zum Nutzen der Kunst und Wissenschaft“ verbleibt. Heute, 200 Jahre später, ist es an der Zeit, diesen außergewöhnlichen Menschen zu feiern. Das Wallraf -Richartz-Museum widmet ihm deshalb eine eigene Ausstellung über Leben und Werk seines ersten Stifters und Namensgebers. Gemeinsam mit der Universität zu Köln und dem Kölnischen Stadtmuseum würdigt das Haus nicht nur Wallrafs Leistung für die Stadt, sondern fragt auch nach seiner B e- deutung heute. Ohne seinen leidenschaftlichen Einsatz in bewegten Zeiten unter französischer und später preußischer Herrschaft würde die vielfältige Kölner Museumslandschaft heute so nicht existieren. Darüber hinaus beleuchtet die Ausst ellung den Sammler aus politischer wie kulturpolitischer Perspektive, um eine Neubewertung seiner Person zu erreichen Um die vielen Facetten von Ferdinand Franz Wallraf präsentieren zu können, hat Kölns ältestes Museum alle Institutionen, die mit der urspr ünglichen Wallraf-Sammlung verbunden sind, einge- laden, sich an „Wallrafs Erbe“ zu beteiligen: dazu gehören die Universitäts - und Stadtbibliothek, das Historische Archiv der Stadt Köln, das Römisch -Germanische Museum, das Museum Schnütgen und das Museum für Angewandte Kunst. Dank dieser großangelegten Kooperation zeigt die Ausstellung eine Vielzahl von Gemälden, Zeichnungen, antiken Werken, naturwisse n- schaftlichen Geräten und Apparaturen, kostbaren Büchern und Handschriften, Skulpturen und kunstgewerblichen Gegenständen. Zudem dienen zeitgenössische Darstellungen und Bes u- cherberichte als Leitfaden, dem Sammler Wallraf einen „Hausbesuch“ abzustatten. 5 Es war einmal in Amerika 300 Jahre US-amerikanische Kunst 23. November 2018 bis 24. März 2019 Im Winter 2018/19 widmet sich das Wallraf -Richartz-Museum mit einer großen Überblicksau s- stellung der US -amerikanischen Kunst von 1650 bis 1950. Die Schau beginnt mit Werken aus der Kolonialzeit bis hin zu den Meistern des amerikanischen Realismus und endet mit Beisp ie- len des Abstrakten Expressionismus. Mehr als 120 Leihgaben aus den renommiertesten Sammlungen und Museen der Vereinigten Staaten und Europa holt das Wallraf für „Es war einmal in Amerika“ nach Köln. Die meisten davon waren bisher nur selten oder noch nie in Deutschland zu sehen. Dank der herausragenden Qualität der Exponate erhalten die Besucher einen einzigartigen Einblick in die faszinierende Vielfalt von drei Jahrhunderten US -amerikanischer Kunst. Wie l e- bendig, innovationsbereit und experimentierfreudi g diese war, veranschaulichen hierzulande kaum bekannte wie weltberühmte Gemälde, Skulpturen und Fotografien sowie Beispiele der Native American Art. Aufgeteilt in acht Ausstellungskapitel spiegeln die Exponate in chronolog i- scher Abfolge grundlegende künst lerische Entwicklungen und Strömungen. Die Schau beweist eindrucksvoll, dass es nicht „die eine“ US -amerikanische Kunstgeschichte gibt, sondern eine Vielzahl derer. „Es war einmal in Amerika“ bietet einem breiten Publikum die einmalige Chance, der US - amerikanischen Kunst mit einem aktuellen Blick zu begegnen und nicht zuletzt auch das jeweils eigene Amerikabild zu erweitern. Nach Inhalt und Umfang wird die Sonderschau im Wallraf die erste ihrer Art in Deutschland sein. Die Ausstellung wird gefördert von der Kunststiftung NRW. 6 Sammlungspräsentationen, die noch in 2017 eröffnet wurde: Eine graphische Revolution Der italienische Farbholzschnitt des 16. Jahrhunderts noch bis 14. Januar 2018 (Graphisches Kabinett) Kaum eine andere Drucktechnik hat die graphische Kunst so intensiv und nachhaltig beeinflusst wie die Erfindung des Farbholzschnittes durch den italienischen Künstler Ugo da Carpi aus dem Jahr 1516. Anhand von dreißig Blättern zeigt das Wallraf wie die Technik den Künstlern völlig neue, expressive Ausdrucksformen ermöglichte. Vor allem das differenzierte Spiel mit Licht und Schatten begründete den besonderen Reiz des Farbholzschnittes. Die neue Technik verbreitete sich im Italien der Renaissance rasend schnell und erreichte seinen ästhetischen Höhepunkt vor allem in Venedig und Parma, aber auch im Kreis der römischen Raffael -Schule. Die Kab i- nettausstellung mit mehr als 30 Blättern von bekannten Holzschneidern wie Ugo da Carpi, A n- tonio da Trento oder Andrea Andriani läuft noch bis zum 14. Januar 2018. Wundervoll Honthorsts „Anbetung der Hirten“ noch bis 4. Februar 2018 Die „Anbetung der Hirten“ von Gerrit van Honthorst ist einer der absoluten Publikumslieblinge im Wallraf-Richartz-Museum – und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Der intime Blick des hol- ländischen Meisters auf die Krippenszene macht das Bild zu einer der faszinierendsten Anb e- tungsszenen der Kunstgeschichte. Mehr als ein Jahr war das Gemälde nicht mehr im Wallraf zu sehen, da es umfänglich restauriert und erforscht wurde. Dank des v om Land NRW unterstüt z- ten Restaurierungsprojektes erstrahlt das fast 400 Jahre alte Bild in neuem Glanz: heller, farb i- ger und sogar noch größer. Wie es dazu kam und welche erstaunlichen Geheimnisse das Fo r- schungsteam dank moderner Methoden wie Röntgen, Mik roskopie und Infrarotuntersuchung lüften konnte, präsentiert das Kölner Museum in einer eigenen Sonderschau. Heiter bis wolkig Naturschauspiele in der niederländischen Malerei noch bis 1. Juli 2018 Der Wind peitscht Wellen über das Meer, zerrt an den S egeln eines Schiffes und die Seeleute trotzen den Gewalten, während sich am Himmel riesige Wolken übereinander türmen. Der M a- ler dieser Szenerie, Ludolf Backhuyzen, war einer von vielen niederländischen Barockkünstlern, die den Himmel nicht mehr als bloße Hintergrundkulisse nutzten, sondern ihn zu einer großen Bühne machten. Auf ihr traten erstmals imposante Wetterphänomene wie Wolkenwirbel, So n- nenglut und Unwetter ins Rampenlicht und wurden zu bewunderten Hauptdarstellern einer ne u- en Kunstrichtung. Zwanzig solcher faszinierenden „Himmelsbilder“ von Meistern wie Cuyp, 7 Backhuyzen, Ruisdael oder Goyen zeigt das Wallraf noch bis zum 1. Juli 2018 in der Sonde r- präsentation „Heiter bis wolkig“. Allesamt exzellente Beispiele für die bedeutende und vielfältige Rolle, die Himmel und Wetter in der niederländischen Landschaftsmalerei des Barock spielen. Sammlungspräsentationen: Der Brief und die Zeichnung 23. Februar bis 21. Mai 2018 (Graphisches Kabinett) Wer schreibt in Zeiten von WhatsApp, Twitter und Instagram eigentlich noch einen Brief und verziert ihn womöglich sogar mit einer eigenen Zeichnung, um das Gesagte zu unterstreichen? Was heute kaum mehr stattfindet, war im analogen Zeitalter noch weit verbreitet. So finden sich in der 65.000 Blatt umfass enden Graphischen Sammlung des Wallraf -Richartz-Museums zahl- reiche Zeichnungen und Briefe, die die Wechselbeziehung zwischen beiden Medien eindruck s- voll veranschaulichen und die Frage aufwerfen: Wann wird der Brief zur Zeichnung und wann die Zeichnung zum Brief? Diese Frage rückt das Museum nun in den Mittelpunkt einer eigenen Ausstellung, in der Kabinett neben persönlichen Schreiben von Peter Paul Rubens und Johann Wolfang Goethe auch außergewöhnliche Künstlerbriefe von Justinus Kerner und Johann de Peters sowie selbst bemalte Postkarten von Emil Orlik und Lovis Corinth zu sehen sein werden. Rubens, Jordaens & Co Zeichnende Meister aus Flandern 15. Juni bis 9. September 2018 (Graphisches Kabinett) Von vielen flämischen Künstlern besitzt das Wallraf -Richartz-Museum neben wunderbaren G e- mälden auch großartige Zeichnungen und oft stehen beide in einer engen Beziehung zueina n- der. Wer wissen möchte, wie zum Beispiel das wunderbare Rubensgemälde „Juno und Argus“ entstand, der sollte sich mit den Zeichnungen des Meisters beschäftigen, denn sie verraten sehr viel über den kreativen Schaffensprozess. Um neben Rubens auch noch andere flämische Meister des 17. und 18. Jahrhunderts besser kennenlernen zu können, präsentiert das Wallraf seinen Besuchern im Sommer 2018 e ine große Auswahl an Zeichnungen von Jacob Jordaens, Caspar de Crayer, Gerard Seghers und David Teniers. In der Ausstellung sind alle Zeichnung s- typen vertreten: von der spontan aufs Papier geworfenen Skizze über die mit großer Akribie ausgeführte Kopie, de r minutiösen Detail - oder Portraitstudie bis hin zum fertigen Komposit i- onsentwurf. Höhepunkt sind zwei im Jahre 2007 entdeckte Kreidezeichnungen von Peter Paul Rubens. 8 Sonntag des Lebens Lifestyle im Barock 13. Juli 2018 bis 30. Juni 2019 Rauschende Roben, vornehme Kulissen, exotische Früchte und edle Accessoires - Porträts und Stillleben der Barockzeit spielen meist auf der Sonnenseite des Lebens. Doch verbergen sich hinter den dargestellten Personen und dekorativen Arrangements nicht selt en abenteuerliche Schicksale und doppelbödige Geschichten. In seiner neuen Sammlungspräsentation „Sonntag des Lebens“ bietet das Wallraf besonders reizvollen, selten gezeigten oder frisch restaurierten Gemälden eine eigene Bühne. Auf ihr treten ausnahmslos schillernde Persönlichkeiten auf, die sich von Meistern wie Tintoretto, Nicolaes de Largillière, Jan Mijtens und Nicolaes Verkolje m a- len ließen. Ein besonderes Ausstellungshighlight bildet die „gemalte Biografie“ von Everhard Jabach. Vier Porträts präsent ieren den berühmten Kölner Bankier und Sammler in verschied e- nen Lebensphasen. Besonders prunkvoll erscheint dabei eine Leihgabe aus belgischem Priva t- besitz, die den jugendlichen Jabach zeigt, so wie ihn der flämische Starporträtist Anthonis van Dyck einst sah. Schatten im Blick 28. September 2018 bis 13. Januar 2019 (Graphisches Kabinett) Im Herbst 2018 begibt sich das Wallraf auf Spurensuche nach einem besonders flüchtigen und schwierig darzustellenden Phänomen: dem Schatten. Die Besucher werden auf ei ne (kunst - )historische Entdeckungsreise eingeladen, die in der frühen Neuzeit startet. Künstler wie Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer widmen sich als Erste der geometrischen Konstruktion von Schatten. Die bei genauer Betrachtung „konfusen“ Schattenränder und Schlagschatten stellen viele andere Künstler vor eine große Herausforderung. Wie die Graphikschau zeigt, entwickelt sich erst im 17. Jahrhundert ein eigenes Verständnis für das Phänomen des Schattens, das die besonderen Projektionsverhältnisse im Sonnenlicht berücksichtigt. Anhand von dreißig druckgraphischen Blättern aus dieser Zeit wird die Entwicklung der Schattendarstellung anschaulich nachgezeichnet. Die Ausstellung wird kuratiert von Tim Otto Roth, Konzeptkünstler, Kunst - und Wissenschaftshistor iker sowie Experte auf dem Gebiet der Schattendarstellungen.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3683/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 28.11.2017
- Erstellt
- 27.11.2017 12:22