AFW/0005/2020
Anfrage zur künftigen Nutzung / Zwischennutzung des Schulzentrums Roxel
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Originalanfrage
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FDP in der BV West • Rothenburg 20/21 • 48143 Münster FDP in der Bezirksvertretung West Rothenburg 20/21 48143 Münster Tel. 0251 - 987 30 60 Fax: 0251 - 987 30 61 Email: bv-west@fdp-ms.de www.bvwest.fdp-ms.de Peter Koch-Tölken Bezirksvertreter Münster, 10.08.2020 Herrn Bezirksbürgermeister Bezirksverwaltung Münster-West -per Mail- Anfrage zur zukünftigen Nutzung/ Zwischennutzung des Schulzentrums Roxel Die Verwaltung wird gebeten, der Bezirksvertretung Auskunft darüber zu geben, inwieweit die mit dem Auslaufen sukzessiv freiwerdenden Klassenräume de r Hundertwasser -Schule Roxel der ursprünglich festgesetzten Bestimmung zugeführt werden , also auch weiterhin als Unterrichtsräume genutzt werden können. Deshalb soll geprüft werden, ob diese Sc hulräume den anderen im Ortsteil ansässigen Schulformen zur Verfügung gestellt werden können , wenn sich – wie z. B. derzeit im Rahmen der Corona-Bedingungen – die Notwendigkeit einer räumlichen Entzerrung von Schülergruppen ergibt. Es wird weiterhin darum gebeten, in die Prüfung mit einzubeziehen, inwieweit die räumlich sehr ausgelastete Erich -Klausener-Realschule ggf. freiwerdende Räume nutzen könnte. Es wird mit Blick auf die Beantwortung der Vorlage A -W/0012/2018 (Anträge der Bezirksvertretung zeitnah bearbeiten) ausdrücklich darum gebeten, der Bezirksvertretung in ihrer ersten Arbeits-Sitzung nach der Kommunalwahl einen Zwischenbericht zu diesem Prüfauftrag zu präsentieren. Begründung: Angesichts der derzeit notwendigen „Entzerrung“ von Schüler -Gruppen ist es nicht verantwortbar, wenn im in den 70er Jahren gegründeten Schulzentrum, das ausdrücklich für Roxeler und Albachtener Schülerinnen und Schüler gebaut wurde, Klassenräume leer stehen sollten. Freiwerdende und nicht genutzte Klassenräume könnten helfen, im Fall einer "z weiten Coronawelle" die Klassenverbände der bestehenden Schulen zu entzerren. Dies hätte auch den Vorteil, dass die Unterrichtenden keine weiteren Dienstfahrten unternehmen müssten. Jüngste Erhebungen haben gezeigt, dass Präsenzunterricht dem Home schooling vorzuziehen ist. Gerade die noch nicht vollständig durchgeführte Glasfase rverkabelung in Münsters Westen ist ein weiterer Grund, den Schülerinnen und Schülern Unterricht unter Corona -konformen Bedingungen in Schulgebäuden zu ermöglichen. Peter Koch-Tölken FDP in der Bezirksvertretung West
Antwort der Verwaltung vom 30.11.2020
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Stadt Münster - 30.11.2020 Der Oberbürgermeister Amt für Schule und Weiterbildung 48127 Münster Bezirksvertretung West über Amt für Bürger- und Ratsservice Bezirksverwaltung West Geschäftsstelle der Bezirksvertretung West Stellungnahme der Verwaltung zum Anfrage Ifd. Nr. AFW/0005/2020 - Antrag der FDP in der Bezirksvertretung West Anfrage zur zukünftigen Nutzung/Zwischennutzung des Schulzentrums Roxel In der Anfrage der FDP in der Bezirksvertretung West wird die Verwaltung gebeten, der Be- zirksvertretung Auskunft darüber zu geben, inwieweit die mit dem Auslaufen sukzessiv frei- werdenden Klassenräume der Hundertwasser-Schule Roxel der ursprünglich festgesetzten Bestimmung zugeführt werden, also auch weiterhin als Unterrichtsräume genutzt werden. Deshalb soll geprüft werden, ob diese Schulräume den anderen im Ortsteil ansässigen Schul- formen zur Verfügung gestellt werden können, wenn sich — wie z. B. derzeit im Rahmen der Corona-Bedingungen — die Notwendigkeit einer räumlichen Entzerrung von Schülergruppen ergibt. Es wird weiterhin darum gebeten, in die Prüfung mit einzubeziehen, inwieweit die räum- lich sehr ausgelastete Erich-Klausener-Realschule ggf. freiverdende Räume nutzen könnte. Die Verwaltung nimmt zum o.g. Antrag wie folgt Stellung. Die Verwaltung arbeitet bekanntlich auf der Grundlage einer anlassbezogenen Schulentwick- lungsplanung daran, am Standort Schulzentrum Roxel eine 3. städtische Gesamtschule ein- zurichten. Damit ist die geplante künftige Nutzung des Schulzentrums Roxel strategisch for- muliert und definiert. Die Friedensreich-Hundertwasser-Schule, Städtische Sekundarschule wird auslaufend aufge- löst und hat zum Schuljahr 2020/21 erstmalig keine Eingangsklassen im 5 Jahrgang mehr gebildet. Im Schuljahr 2020/21 werden 351 Schülerinnen und Schüler in 17 Klassen unterrich- tet. Die zur Verfügung stehenden Räume im Schulzentrum Roxel werden somit noch von der Friedensreich-Hundertwasser-Schule genutzt und die zur Verfügung stehenden Räume er- möglichen es, den hohen Anforderungen der Inklusion und der erforderlichen Differenzierung gerecht zu werden. Ein kompletter Gebäudetrakt des Schulzentrums Roxel wird seit einigen Jahren vom Ludwig- Erhard-Berufskolleg genutzt. Das Ludwig-Erhard-Berufskolleg bildet in der Außenstelle in Ro- xel einen teilautonomen Standort für einzelne Klassen der Höheren Berufsfachschule (Höhere Handelsschule). Über die reine Deckung des Raumbedarfes des Berufskollegs hinaus besteht der große Nutzen darin, dass beide Schulen seit mehreren Jahren eng kooperieren. Aktuell hat das Ludwig-Erhard-Berufskolleg aus schulorganisatorischen Gründen die Nutzung in Roxel ausgesetzt, um den Schulbetrieb am Hauptstandort abzusichern. Kurzfristig eingetretene personelle Veränderungen führten zu einem Engpass und Unterrichts- umverteilungen. Zusätzlich ist der Vertretungsbedarf corona-bedingt stetig gestiegen, sodass unter diesen Bedingungen der Unterrichtsbetrieb am Teilstandort nicht weitergeführt werden kann. Dieser Gebäudetrakt ist damit bis Mitte 2021 nicht genutzt. Das Organisationsmodell einer Klassenteilung bei voller Stundenzahl und Präsenz aller Schü- lerinnen und Schüler ist an den meisten Schulstandorten aufgrund der räumlichen Situation nicht umsetzbar. Eine parallele Unterrichtung geteilter Klassen ist durchgängig aber auch schon aufgrund der Lehrerversorgung nicht möglich. Bekanntlich bestehen Raumbedarfe an weiteren städtischen Schulstandorten, die allerdings Z.T. sehr weit vom Schulzentrum Roxel entfernt sind. Teilstandorte, dezentrale Schulstandorte bzw. ausgelagerte Klassen stellen für Schulen immer dann eine echte Entlastung dar, wenn sie relativ autonom sind. Eine Autonomie setzt jedoch eine Mindestgröße voraus. Eine Ausla- gerung nur weniger Klassen einer bzw. mehrerer Schulen stellt eine enorme schulorganisato- rische Hürde aufgrund von u.a. Wegezeiten, Stundenplangestaltung, Sicherstellung von Ver- tretungszeiten etc. dar. Die Schulverwaltung hat die Situation aber im Blick und ist dazu auch im Gespräch mit der Erich-Klausener-Schule, die aktuell jedoch keine Verbesserung durch eine Raumnutzung im Schulzentrum Roxel sieht. Sofern sich im Zuge der weiteren Entwicklung der Pandemie die Notwendigkeit/der Bedarf für eine sinnvolle Nutzung der Räumlichkeiten im Schulzentrum Roxel ergibt, werden die Räume als Ausweichräume in Anspruch genommen. Thomas Paal Stadtdirektor
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Rothenburg 20
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Details
- Aktenzeichen
- AFW/0005/2020
- Typ
- Anfrage in der BV West
- Datum
- 10.08.2020
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37