1902/2023
Förderprogramm Gleichstellung von Frauen und Männern 2022 - Sachberichte
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 5 Sachbericht Frauen Beratungszentrum Köln e.V.
1597 Zeichen
Frauen Beratungszentrum Köln e.V. Verwendungsnachweis zum Förderprogramm Gleichstellung von Frauen und Männern der Stadt Köln Projekt „WER LAUT WIRD, IST KEIN LEICHTES OPFER!“ Sachbericht: Ziel unseres Projekts war und ist es das Sicherheitsempfinden von Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum zu stärken. So wurden viele hunderte Trillerpfeifen im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen zum 25.11., dem internationalen Tag gegen Frauen und Mädchen verteilt. Gleichzeitig profitieren unsere Klientinnen in der Beratung von der Trillerpfeife und stößt auf großes Interesse. Gerade wenn Passantinnen bei den Verteilaktionen proaktiv angesprochen wurden, entstand ein wertvoller Kontakt. Viele Frauen fanden sich angesprochen und berichteten oft über Situationen, in denen sie eine Trillerpfeife hätten gebrauchen können. Dadurch entstanden gute Gespräche, wodurch die Frauen gestärkt wurden und wortwörtlich etwas mitnehmen konnten. Dies macht deutlich, wie wenig gesellschaftlich über das Thema Sicherheit bzw. Übergriffe im öffentlichen Raum gesprochen wird, in Relation zu den vielen Situationen, von denen alle Frauen aus eigener Erfahrung sprechen konnten. Das Projekt trägt an dieser Stelle nachhaltig dazu bei, öffentliche Diskussionsprozesse anzuregen, um das Thema weiter zu enttabuisieren. Deshalb gilt es unseren Dank an den Ausschuss zur Gleichstellung von Frauen und Männern auszusprechen. Dank der Finanzierung wurde ein Teil dazu beigetragen, dass Frauen und Mädchen sich frei und empowert im Kölner Stadtgebiet bewegen können. Vielen Dank! © Frauenberatungszentrum Köln e.V.
Anlage 6 Sachbericht LILA IN KÖLN
2645 Zeichen
la in Köln Bündnis auterumer Frauerprojchte pegen Gewalt an Frauen und Mädchen Verwendungsnachweis zum Förderprogramm Gleichstellung von Frauen und Männern Projekt „WIR NEHMEN UNS DIE NACHT!“ Sachbericht: Am 25.11.2022, dem Tag gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen*, hat das Bündnis LILA in Köln eine öffentlichkeitswirksame und friedliche Demonstration als Zeichen gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* abgehalten. An der Demonstration nahmen laut Polizei etwa 500 Personen teil. Die Demonstration bestand aus Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und aus diversen Kontexten. Es war eine Demonstration großer Solidarität mit Opfern patriarchaler Gewalt und zugleich ein klares Zeichen für Gleichstellung von Männern, Frauen und Menschen aller Geschlechter. Die Startkundgebung fand auf dem Hans-Böckler-Platz statt, dort begrüßten zwei Vertreter*innen des Bündnisses LILA in Köln die Demonstrationsteilnehmer*innen. Es wurden Redebeiträge zu den Themen Gewalt und Trauma bei älteren und hochaltrigen Frauen* und dem Kampf für Frauenrechte in Afghanistan gehalten. Außerdem gab es einen musikalischen Beitrag mit feministischem Rap, der für empowernde Stimmung sorgte. Die Demonstration zog dann über den Friesenplatz los durch die Stadt. Das Motto "Wir nehmen uns die Nacht" wurde auf vielen Transparenten aufgegriffen, und es wurde gemeinsam für die Rechte von Frauen* und Mädchen* skandiert. Passant*innen wurden über die Inhalte der Demonstration mit Flugblättern aufgeklärt. Vom Frontwagen aus wurde Musik abgespielt und es wurde von den Veranstalter*innen via Mikrofon über den Kampf gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* aufmerksam gemacht. © BrittaL.QL Die Abschlusskundgebung fand auf dem Breslauer Platz statt. Auch dort wurden Redebeiträge gehalten, unter anderem zur Situation von Frauen und der feministischen Revolution im Iran. Zudem trat das Kölner HipHop-Duo JaHa auf mit bestärkendem Text zu Selbstbestimmung und Feminismus. la in Köln Bogen Gewalt an Frauen und Madchen Das Bündnis LILA in Köln freut sich über die erfolgreiche Aktion zum Tag gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen*. Positiv gewertet wurde die Professionalität der Soundsysteme, und die entsprechend gute Hörbarkeit von Musik und Redebeiträgen. Dies hat die Reichweite der Veranstaltung erhöht und viele Inhalte gut verständlich für die Demonstrationsteilnehmer*innen gemacht. Auch die ansprechende Beleuchtung hat für niedrigschwelligen Zugang zur Veranstaltung und ein erhöhtes Sicherheitsgefühlt der Teilnehmer*innen gesorgt. In die technische Ausstattung der Demonstration wurde ein Großteil der städtischen Fördermittel investiert. © Britta LQL
Anlage 2 Sachbericht Kölner Frauengeschichtsverein e.V.
2557 Zeichen
1
Sachstandsbericht „Digitalisierung und Erfassung der Sendungsmitschnitte
von „Radio Lästerher(t)z“
Die Digitalisierung und Erfassung der Sendungsmitschnitte von „Radio Lästerher(t)z“,
wie im Zuwendungsbescheid des Amtes für Gleichstellung vom 14.9.2022
befürwortet, wurde fristgerecht und erfolgreich abgeschlossen.
Das bedeutete im Einzelnen:
Zunächst wurden Mitschnitte der Sendungen von Radio Lästerher(t)z aus den Jahren
1992-2006 von den ehemaligen Redakteurinnen der Sendung Claudia Friedrich und
Katerina Katsatou angekauft: insgesamt 120 Magnettonbänder sowie digitale
Mitschnitte. Darüber wurde ein Vertrag abgeschlossen, der auch die Nutzungsrechte
für den Kölner Frauengeschichtsverein regelt. 11 Magnettonbänder befanden sich
bereits im Bestand des Kölner Frauengeschichtsvereins. Die Kaufsumme von
insgesamt 2000 Euro wurde zum überwiegenden Teil aus dem Etat des Kölner
Frauengeschichtsvereins als Eigenanteil am Projekt bezahlt.
Die insgesamt 131 Magnettonbänder wurden von Mitarbeiterinnen des Vereins
aufgelistet und mit vorläufigen Signaturen versehen, um später die Digitalisate
eindeutig zuordnen zu können (ebenfalls eine Eigenleistung des Vereins).
Die Digitalisierung der Magnettonbänder (im wav-Format und im mp3-Format), sowie
weiterer 60 Audiokassetten mit ungeschnittenen Originalinterviews, aus denen die
Sendebeiträge gestaltet wurden, erfolgte durch die Firma Pluto, die über die nötige
Fachkompetenz und das entsprechende Equipment an Rundfunk-Bandmaschinen
verfügt.
Die weitere Verarbeitung erfolgte in den Vereinsräumen durch die wissenschaftliche
Archivarin Nina Matuszewski auf Honorarbasis. Das bedeutete: Festlegung der
Verzeichnungsgrundsätze und der endgültigen Signatur. Umetikettierung der
Originalbänder mit der neuen Signatur. Verzeichnung der Basisdaten in der
Datenbank FAUST. Anhand der Sendeankündigungen (so vorhanden) und den
Einträgen in der Wordtabelle mit der Übersicht zu den Sendungen wurde eine erste
grobe Verschlagwortung vorgenommen.
Die Datensätze wurden mit den entsprechenden Tondateien verknüpft. Das heißt, die
Sendungen können über die Datenbank sowohl recherchiert als auch direkt angehört
werden. Im Anschluss daran wurden die 22 bereits digital vorhandenen Sendungen
nach den gleichen Grundsätzen verzeichnet.
Alle Dateien wurden auf einer externen Festplatte und auf Datensticks doppelt
gesichert. Die Originalbänder verbleiben als Eigentum in den Archivräumen des
Vereins.
Gabriela Schaaf, Projektleitung
Köln, 24.3.2023
Anlage 4 Sachbericht FrauenLeben e.V.
6917 Zeichen
Sachbericht zur Consent-Kampagne in KVB-Bahnen Am 25. November 2021 startete die Consent-Kampagne mit einer ersten Plakataktion, seitdem werden verschiedene Aktionen und Veranstaltungen im Rahmen der Kampagnenarbeit realisiert. Dank der Förderung durch das Förderprogramm „Gleichstellung von Frauen und Männern“ der Stadt Köln konnte rund um den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25.11.) in 2022 die Kampagne weiter ausgeweitet und neu platziert werden: In den öffentlichen Verkehrsmitteln der Kölner Verkehrs-Betriebe konnten so die wichtigen Inhalte der Consent-Kampagne auf knapp 195 Deckenscheibenplakaten in verschiedenen Stadtbahnen deutlich sichtbar gemacht werden. Dabei hing jedes der Plakate mindestens einen Monat ab November (zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen*), über Restflächennutzung wurde ein Großteil der Plakate jedoch über zwei bis drei Monate verbreitet, einzelne Plakate sogar noch vier Monate später. Die Stadtbahnen wurden dabei auf verschiedenen Linien eingesetzt, sodass das gesamte KVB-Gebiet mit den Inhalten abgedeckt werden konnte. Deckenflächenplakate eignen sich mit dem prominenten Platz über den Fenstern im Sitzbereich der Bahnen besonders, um neben auffälligen Plakaten auch tiefergehende Informationen zu vermitteln. So haben wir uns nach professioneller Beratung durch die Flächenvermietung bewusst für diese Option entschieden, um gezielt Inhalte im Bereich Consent zu vermitteln und zum Nach- und Umdenken anzuregen. Die Inhalte der Deckenflächenplakate wurden von der kooperierenden Graphikagentur ergänzt, neu aufbereitet und auf die notwendigen Formate angepasst und umstrukturiert. Wie auch schon in vorherigen Plakataktionen wurden alle vier Plakatdesigns genutzt – drei Plakate zu je einem Bereich von Consent (Beziehung, Aussehen, Alltag) sowie ein Ergänzungsplakat mit weiteren Kontexten. „Eine Beziehung ist kein Ja“ stärkt das Thema Consent und Einverständnis in Dating, Beziehung und Ehe mit folgender Message: „Von Dating bis Ehe – egal, wie oft du in der Vergangenheit schon Ja gesagt hast. Du hast in jedem Moment das Recht, dich anders zu entscheiden. Ohne dein Ja geht nichts. Denn alles andere ist Gewalt.“ Weiterhin findet die meiste Gewalt durch das nahe Umfeld der Betroffenen statt, auch wenn der Mythos vom „fremden Mann im Park“ sich weiter als Bedrohungsszenario hält. Daher möchten wir mit diesem Plakat nochmal explizit sensibilisieren, dass es im Nahfeld oft besonders schwierig sein kann, Grenzen zu setzen und auch in langjährigen Beziehungen oder Ehen sexualisierte Gewalt stattfindet. „Ein Outfit ist kein Ja“ bezieht sich auf den Bereich von Aussehen, Kleidungsstil und optischen Aspekten. Bis heute fällt die Frage „Was hattest du an?“, statt deutlich zu machen, dass ein Outfit niemals automatisch als Einverständnis gewertet werden kann. „Egal, was du trägst und wie viel Haut du zeigst. Du hast in jedem Moment das Recht, dich neu zu entscheiden. Ohne dein Ja geht nichts. Denn alles andere ist Gewalt“ kämpft als Botschaft aktiv gegen die weit verbreiteten Mythen von Schuld und Victim Blaming. Das dritte genutzte Plakatmotiv bezieht sich auf Alltagssituationen und ergänzt das Thema Consent auch für weniger intime Bereiche. „Ein Lächeln ist kein Ja“ beschreibt hierbei die strukturell verortete Verzerrung, dass Höflichkeit oder Freundlichkeit als eine Einladung für weitere Schritte interpretiert werden. Gerade für weiblich gelesene Menschen können vermeintlich „harmlose“ Situationen unangenehm und grenzüberschreitend werden, wenn beispielsweise aus freundlichem Verhalten direkt weitere Absichten unterstellt werden. „Egal wie du dich verhältst und wie offen du bist. Du hast in jedem Moment das Recht, dich frei zu entscheiden. Ohne dein Ja geht nichts. Denn alles andere ist Gewalt“ beschreibt genau diese Message. Im vierten Plakat werden neben den drei Kerninhalten „Eine Beziehung ist kein Ja“, „Ein Outfit ist kein Ja“ und „Ein Lächeln ist kein Ja“ weitere Inhalte geteilt, um zu signalisieren, wie vielfältig und breit anwendbar das Konzept von Consent ist. Wir freuen uns und möchten uns nochmal explizit bedanken, durch der Förderung der Stadt Köln mit dieser Aktion die Möglichkeit erhalten zu haben, viele Menschen in unter- schiedlichen Kontexten zu erreichen: Auf dem Weg zur Arbeit, bei der Erledigung alltäglicher Aufgaben usw. Die Nutzung von Werbeflächen in den öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglicht das Ansprechen einer breiten Zielgruppe über verschiedene Dimensionen wie Alter, Geschlecht, Kultur-, Schicht- oder Religionszugehörigkeit hinweg. Damit konnte unsere Botschaft NUR JA HEISST JA noch mehr Menschen erreichen und sensibilisieren und das Thema Consent weiter sichtbar machen. Die Aktion wurde auch medial in der lokalen Presse aufgegriffen, u. A. wurde bei mitvergnügen als "Good News des Tages" über die Consent-Kampagne berichtet und damit explizit ein junges Publikum zusätzlich angesprochen. Wie wichtig die Aktion in den öffentlichen Verkehrsmitteln der KVB zum Thema Consent war, konnten wir auch anhand der positiven, berührenden Rückmeldungen vieler Kölner*innen erkennen: So wurden einige Frauen durch die Plakate in ihrer Haltung gestärkt und meldeten sich dadurch motiviert in der Beratungsstelle, um Unterstützung bei der Verarbeitung von erlebten Grenzüberschreitungen zu erhalten. Dabei wurde mehr als einmal betont, dass die klare Haltung „NUR JA HEISST JA“ den ersten Schritt, Unterstützung anzunehmen und über erlebte Gewalt zu sprechen, erleichtert hat und internalisierte Schuld und Scham verringert hat. Zwei Beratungen ergaben sich sehr akut am nächsten Tag nach erlebter sexualisierter Gewalt, da die beiden Betroffenen durch die Plakate empowert waren, sich direkt zu melden. Doch nicht nur von Betroffenen haben wir positives Feedback bekommen, es meldeten sich auch verschiedene Fachkräfte, welche durch die KVB-Aktion auf die Kampagne aufmerksam geworden sind und nun auch in ihren Einrichtungen zum Thema Consent arbeiten. Viele Einrichtungen meldeten sich mit der Frage, ob wir Ihnen unsere Materialien zur Nutzung im Rahmen ihrer Arbeit zur Verfügung stellen könnten. Dies bewog uns dazu, weitere Plakate und Postkarten drucken zu lassen, um sie den unterschiedlichsten Einrichtungen zur Verfügung stellen zu können. Das vergrößert erneut die Reichweite der Consent Kampagne. Darüber hinaus meldeten sich Eltern, die dank der Anregung durch die Plakate mit ihren Kindern ein Gespräch über Grenzsensibilität begonnen haben und sich dafür bedankten. Natürlich ist dies nur anekdotisches Feedback, dennoch freut uns jede einzelne positive Rückmeldung und die Breite der Personen, die sich gemeldet hat (hinsichtlich Alter, Geschlecht, Hintergrund etc.) zeigt, dass unser Ziel, durch die KVB-Aktion nochmal ein breiteres Publikum anzusprechen, erfolgreich war.
Anlage 3 Sachbericht Hennamond - WIR SCHWEIGEN NICHT!
11699 Zeichen
Institution | Beratungsstelle HennaMond e.V. Mut, Rat und Lebenshilfe Sachstandbericht Wanderausstellung „WIR SCHWEIGEN NICHT!“ des HennaMond e.V. Projektskizze Mit der Wanderausstellung „WIR SCHWEIGEN NICHT!“ sollen die Themen patriarchale Gewalt, Zwangsheirat, weibliche Genitalbeschneidung und sogenannter Ehrenmord in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Die Ausstellung beinhaltet verschiedene Holzfiguren, welche, gemeinsam mit einem Infoblatt die angesprochenen Themen repräsentieren. In einer zugehörigen Broschüre werden die Inhalte noch einmal genauer behandelt und es finden sich weiterführende Informationen. „WIR SCHWEIGEN NICHT!“ soll aufklären und sensibilisieren; Themen, die meist eher marginal betrachtet werden, sollen dadurch in den Fokus der gesellschaftlichen Wahrnehmung gerückt werden. Aufklärung ist ein wichtiger Grundpfeiler der Gewaltprävention, weshalb die Wanderausstellung ein aktiver Part in der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen sein soll. Gleichzeitig soll die Ausstellung eine Fürsprecherin für Betroffene sein. Eine öffentlichkeitswirksame Vernissage zu Projektbeginn diente zur Bekanntmachung der Ausstellung und zur Vernetzung. Projektziele Das Hauptziel von „WIR SCHWEIGEN NICHT!" sollte Aufklärung und Sensibilisierung für patriarchale Gewalt bzw. Gewalt gegen Frauen, insbesondere hinsichtlich der Themen Zwangsheirat, weibliche Genitalbeschneidung und sogenanntem Ehrenmord, sein. Die Thematisierung von Gewalt gegen Frauen und die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie der Abbau von Benachteiligungen in der Lebenssituation von Frauen sind Ziele des Förderprogramms des Amts für Gleichstellung von Frauen und Männern der Stadt Köln, welche allesamt durch Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit fokussiert werden. Gleichzeitig soll durch die geförderten Projekte Teilhabe ermöglicht werden, was bei „WIR SCHWEIGEN NICHT!" insofern umgesetzt werden konnte als dass die Ausstellung innerhalb der Stadt an verschiedenen öffentlichen Standorten gezeigt wurde und somit für unterschiedliche Bürger_innen erreichbar war. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde die HenniaMond e.V. — Mut, Rat & Lebenshilfe Wilhelm-Sollmann-Straße 103 50737 Köln 0221-16993101 % Institution | Beratungsstelle ZI HennaMond e.V. \ Mut, Rat und Lebenshilfe Ausstellung sowohl linksrheinisch (Nippes) als auch rechtsrheinisch (Köln-Mülheim) gezeigt und konnte somit einem relativ breiten und diversen Publikum zur Verfügung stehen. Die gezeigten Ausstellungsstücke, die zugehörigen Infografiken sowie ausführliche Infotexte, welche sowohl schriftlich innerhalb einer kostenfreien Broschüre als auch mittels QR-Code als Audiodateien verfügbar waren, dienten als Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaterial für die Besucher_innen. Zugleich wurden dadurch verschiedene Lebensrealitäten von betroffenen Mädchen und Frauen repräsentiert, was abermals ein Ziel des Projektes war. Die Ausstellung wurde weiterhin von unterschiedlichen Personengruppen, unter anderem Fachkräften, welche potenziell mit Betroffenen arbeiten besucht, wodurch ein gemeinsamer, fachlicher Austausch möglich war, welcher für alle Parteien gewinnbringend war und der kontinuierlichen Verbesserung des Projekts dient. Das Ziel als niedrigschwelliges Bildungsangebot insbesondere Schülerinnen und Schüler zu erreichen konnte im Förderzeitraum leider nicht umgesetzt werden. In Zukunft sollen Schulen als Zielgruppe der Wanderausstellung jedoch vermehrt fokussiert werden, sodass dieses Ziel zukünftig umgesetzt werden kann. Maßnahmen Das Projekt „WIR SCHWEIGEN NICHT!“ beinhaltete die Umsetzung verschiedener Maßnahmen. Zum einen wurde ein fünftes Werkstück gefertigt, welches patriarchale Gewalt im Allgemeinen repräsentiert und die anderen Werkstücke ergänzt sowie zur Aufklärung und Sensibilisierung hinsichtlich dieses speziellen Themas beiträgt. Die Ausstellung wurde im Förderzeitraum an drei verschiedenen Standorten mit unterschiedlichen Zielgruppen gezeigt. Die Eröffnungsveranstaltung fand als Vernissage im großen Rahmen im Clouth Quartier in Köln-Nippes statt und war für geladene Gäste zugängig. Zielgruppe waren hierbei Akteur_innen aus der Kölner Stadtpolitik, Fachkräfte Kölner sozialer wie wirtschaftlicher Institutionen sowie unterschiedliche Unterstützer_innen des HennaMond e.V.. Dieser Abend diente besonders dazu die Ausstellung innerhalb dieses Personenkreises vorzustellen, sodass die Gäste die Inhalte weiter in ihren Netzwerken streuen konnten. Die Ausstellung war hier nur für den einen Abend zu sehen und wurde — HennaMond e.V. — Mut, Rat & Lebenshilfe Wilhelm-Sollmann-Straße 103 50737 Köln 0221-16993101 Institution | Beratungsstelle HennaMond e.V. Mut, Rat und Lebenshilfe begleitet durch ein umfangreiches Rahmenprogramm bestehend aus Reden, Fachvorträgen, Musik und gemeinsamen Austausch - erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Weiterhin stand die Ausstellung für einen Monat (Februar bis März) im Foyer des Bürgeramts Nippes und konnte dort während der Öffnungszeiten besucht werden. Eröffnet wurde die Ausstellung auch hier mit einer Vernissage, bei der Bezirksbürgermeisterin Dr. Diana Siebert eine einleitende Rede hielt und die Mitarbeiterinnen des HennaMond e.V. in die Themen der Ausstellung einführten. Gäste waren hierbei hauptsächlich Mitarbeitende der Stadt und Akteur_innen aus der Kommunalpolitik. Da die Ausstellung jedoch während des Ausstellungszeitraums für die Allgemeinheit zugänglich war, konnten noch weitere Personen erreicht werden, wodurch sich die Zielgruppe des Standorts vergrößerte. Als Abschlussveranstaltung wurde der 08.03 (Weltfrauentag) gewählt, bei welchem die Mitarbeiterinnen des HennaMond e.V. den kompletten Vormittag im Stadthaus vor Ort waren und mit Passant_innen ins Gespräch kamen sowie diese für die Themen der Ausstellung sensibilisierten‘und darüber aufklärten. Sowohl die weiterführenden Texte innerhalb der Broschüren als auch die Anwesenheit der Mitarbeiter_innen des HennaMond e.V. sorgten dafür, dass die transportierten Inhalte für verschiedene Personengruppen mit unterschiedlichem Vorwissen zur Verfügung gestellt werden konnten. Des Weiteren wurden an den Ausstellungsorten immer auch Flyer mit Kontaktmöglichkeiten ausgelegt, sodass etwaige Rückfragen oder Gesprächsbedarf geäußert werden konnten. Zur Repräsentation der Inhalte konnten eine Broschüre, Flyer, Postkarten und ein Aufsteller gefertigt werden. Als besonders geeignete Maßnahmen erwiesen sich die Vernissagen und die Finissage, da durch den gemeinsamen Austausch zwischen Besucher_innen und Mitarbeiter_innen das Ziel der Aufklärung und Sensibilisierung bestmöglich umgesetzt werden konnte. Diese Maßnahme soll auch weiterhin Umsetzung finden und eventuell ausgebaut werden, insofern die Deckung der Personalkosten dies zulässt. Zielgruppen Die erreichten Zielgruppen wurden im Punkt Maßnahmen schon näher erläutert und unterschieden sich teilweise an den jeweiligen Standorten des Projekts. HennaMond e.V. - Mut, Rat & Lebenshilfe Wilhelm-Sollmann-Straße 103 50737 Köln 0221-16993101 U) Institution | Beratungsstelle | HennaMond e.V. \ h Mut, Rat und Lebenshilfe Hervorzuheben ist, dass im Bürgerzentrum Mülheim ein Großteil der Besucher_innen der Vernissage aus Nutzer_innen des Bürgerzentrums, insbesondere der ansässigen Frauengruppe, bestand. Diese berichteten zum Teil selbst betroffen zu sein oder Betroffene zu kennen und betonten daher die Wichtigkeit der Ausstellung und der Fokussierung derartiger Themen. Die Zielgruppe wurde primär in den Stadtbezirken Nippes und Mülheim erreicht. Da die Ausstellung dort jedoch wie zuvor beschrieben nicht nur für geladene Gäste, sondern für die Öffentlichkeit zugänglich war, konnten auch Bürger_innen, die nicht in den Stadtteilen wohnen erreicht werden. Durch lokal ungebundene Zeitungsartikel (KSTA, Nippes Magazin) konnten weiterhin Menschen erreicht werden, welche die Ausstellung nicht selbst besuchen konnten. Auch auf dem Hennamond Instagram Account (hennamond_verein) wurde über die Ausstellung berichtet und somit noch einmal mehr Menschen erreicht. Gleichzeitig haben Besucher_innen sowie andere Institutionen etc. auf ihren Social Media Kanälen über die Ausstellung berichtet und somit die Inhalte in eine noch breitere Zielgruppe getragen. Da keine Besucher_innenlisten geführt wurden und aufgrund der Weiterverbreitung durch Social Media, Mundpropaganda etc. ist nicht festzustellen, wie viele Personen genau mit dem Projekt erreicht werden konnten. (Zwischen-)Ergebnis Die geförderte Ausstellung wurde an den Ausstellungsorten sehr gut angenommen. Die verschiedenen Zielgruppen wurden dementsprechend gut erreicht, wodurch das Projekt dem Ziel als Bildungsmöglichkeit entsprach. Bisher wurde die Ausstellung jedoch noch nicht in Schulen ausgestellt und die Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler als Besucher_innen der Ausstellung unterrepräsentiert waren. In Zukunft soll aktiv in den Kölner Schulen Werbung für die Wanderausstellung gemacht werden. Eine Evaluation des Projekts konnte durch das direkte Feedback bei den Vernissagen und bei der Finissage erreicht werden. Es wurde festgestellt, dass die durch die Ausstellung angesprochenen Themen ansonsten marginal in der Öffentlichkeit repräsentiert werden und die Ausstellung daher besonders wichtig ist. Gleichzeitig wurde rückgemeldet, dass die Ausstellung und insbesondere die zugehörige Teste noch niedrigschwelliger (einfachere HennaMond e.V. — Mut, Rat & Lebenshilfe Wilhelm-Sollmann-Straße 103 50737 Köln 0221-16993101 Institution | Beratungsstelle HennaMond e.V. Mut, Rat und Lebenshilfe Sprache, verschiedene Übersetzungen etc.) zur Verfügung gestellt werden sollen, um noch mehr Menschen zu erreichen. Dies soll in Zukunft umgesetzt werden, sodass sich der Wirkungskreis der Ausstellung noch einmal erhöht. Es gab bei dem Projekt leichte Abweichungen vom vorgesehenen Finanzierungsplan. Dies lag einerseits daran, dass die Transportkosten geringer als geplant ausfielen, da der Transport der Ausstellung teilweise privat übernommen wurde und somit weniger Kosten durch den HennaMond e.V. bzw. die Fördermittel gedeckt werden mussten. Zum anderen fielen insbesondere die Kosten für die Materialien und die Vernissage höher aus als geplant. Bei der Vernissage lag dies beispielsweise daran, dass die Raummiete höher als veranschlagt war und dass eine Sprecherin zum Thema weibliche Genitalbeschneidung eingeladen wurde, welche im Vorhin nicht eingeplant war. Dies war jedoch wichtig, um — dem Ziel des Projekts entsprechend — weitere Betroffene zu Wort kommen zu lassen und noch eindrücklicher Aufklärung im Rahmen der Vernissage zu betreiben. Die Abweichungen vom Finanzierungsplan waren leider nicht voraus zu sehen, waren jedoch in Hinblick auf die “ Ziele des Projekts nötig. „WIR SCHWEIGEN NICHT!“ ist während des Förderzeitraums auf positive Resonanz gestoßen. Viele Einzelpersonen und verschiedene Einrichtungen haben Interesse an der Buchung der Ausstellung gezeigt. Aktuell ist die Ausstellung beispielsweise schon für den Novembermonat angefragt worden und wird abermals in einem Kölner Stadtteil (voraussichtlich Agnesviertel) ausgestellt werden. Das Ziel der Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit kann somit auch in Zukunft als nachhaltige Auswirkung des Projekts weiter entsprochen werden. Die Förderung des Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern war wichtig um die Wanderausstellung „WIR SCHWEIGEN NICHT!“ erstmalig zu fertigen und zu veröffentlichen und somit den Grundstein für die weitere Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit zu schaffen. HennaMond e.V. - Mut, Rat & Lebenshilfe Wilhelm-Sollmann-Straße 103 50737 Köln 0221-16993101
Anlage 1 Sachbericht Paula e.V.
3109 Zeichen
Paula e.V., Köln von 1 2 Sachbericht von Paula e.V. zum Zuwendungsbescheid vom 14.9.2022, Ihr Zeichen 03 Ko Förderprogramm Gleichstellung von Frauen und Männern, Förderung unseres Projektes: „Entwicklung eines Konzeptes für eine Projektbeantragung einer traumsensiblen Wohngemeinschaft für Frauen ab 60, die aktuell oder früher von Gewalterlebnissen betroffen waren oder sind“ Der Verein Paula e.V. wurde 2010 mit Sitz in Köln gegründet als Trägerstruktur einer Beratungsstelle für Frauen ab 60 Jahren. Die Beratungsstelle Paula e.V. wurde 2011 mit dem Ziel gegründet, ältere bis hochaltrige Frauen, die in ihrem Leben Gewalt erlebt haben oder aktuell erleben, zu unterstützen. Da viele der heute älteren bis hochaltrigen Frauen von vielfältigen belastenden bis hin zu traumatischen Gewalterlebnissen betroffen sind, bietet Paula e.V. schwerpunktmäßig Traumafachberatung zu diesen Themen an: Häusliche Gewalt, Sexualisierte Gewalt, Gewalt im Pflegekontext, Gewalt in Erziehungseinrichtungen, Kriegs- und Nachkriegserlebnisse u.v.a.m. an. Die Mitarbeiterinnen bieten persönliche Traumafachberatungen in der Beratungsstelle in Köln an, telefonische und Videoberatungen können bundesweit genutzt werden. Die Angebote der Beratungsstelle richten sich sowohl an Frauen über 60 Jahren und ihre (pflegenden) Angehörige und Freund*innen als auch an Mitarbeiter*innen von anderen Beratungsstellen und an Fachkräfte aus Gesundheits- und Pflegeberufen. Im Rahmen unseren langjährigen Beratungstätigkeit wurde uns von Seiten der älteren Frauen und auch deren Angehörigen seit Jahren der Bedarf nach einer traumsensibel begleiteten Wohnform genannt. Durch die Bewilligung von Fördermitteln aus dem Förderprogramm des Amtes für Gleichstellung der Stadt Köln konnten wir ein Konzept und einen Antrag mit Hilfe einer externen Beraterin schreiben, um diesen Bedarf hoffentlich verwirklichen zu können. Dazu wurden (s. Anlage) Fahrtkosten in Höhe von € 873,60 und Honorarkosten in Höhe von (s.Anlage) € 9.758,00 ausgegeben. Fachliteratur wurde keine benötigt. An 14 Arbeitstagen wurden in Zusammenarbeit mit Frau Weiling in Recklinghausen und weiteren 12 Arbeitstagen Paula e.V., Köln von 2 2 in Köln insgesamt 130 Arbeitsstunden in Eigenleistung von Paula e.V. (a € 10,00) für € 1.300,00 erbracht. Die Gesamtausgaben beliefen sich also auf: € 11.931,60. Der Antrag wurde gestellt an das Ministerium Arbeit, Gesundheit und Soziales, Landesförderplan „Alter und Pflege“ des Landes Nordrhein-Westfalen und wurde am 19.4.2023 inkl. aller erforderlichen Unterlagen postalisch und online an die Bezirksregierung Düseldorf gesendet. ( https://www.mags.nrw/sites/default/ files/asset/document/ pflege_landesfoerderplan_2018.pdf) Im Juni 2023 wird für die WDR Sendung Frau TV ein Beitrag mit Paula e.V. gedreht, in dem auch die Konzeptidee dieser traumsensiblen WG benannt werden wird. Wir danken für die Zuweisung dieser Mittel und hoffen auf eine Verwirklichung unseres Vorhabens. Gerne stellen wir bei einer Antragsbewilligung durch das MAGS NRW das Projekt im Amt für Gleichstellung vor.
Mitteilung Ausschuss
1521 Zeichen
Dezernat, Dienststelle II/03 Vorlagen-Nummer 12.06.2023 1902/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 12.06.2023 Förderprogramm Gleichstellung von Frauen und Männern 2022 - Sachberichte Der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern hat am 5. September 2022 sechs Förderanträge (2609/2023) und am 15. September 2022 einen Förderantrag (2947/2022) beschlossen. Hennamond e.V. hat den Zeitpunkt bzgl. der Umsetzung des am 15. September 2022 be- schlossenen Förderantrages „YOU GROW!“ in Abstimmung mit der Verwaltung auf den 31. Dezember 2023 verschoben; der Sachbericht wird im Februar 2024 vorliegen. Zu den sechs anderen Förderanträgen liegen die Berichte vor. 1. Paula e.V. Schaffung einer Grundlage für die Initiierung einer Wohnmöglichkeit für Frauen ab 60 Jahren, die von Traumata durch Gewalt betroffen sind. 10.000 €. 2. Kölner Frauengeschichtsverein e.V. Digitalisierung und Erfassung der Sendungsmitschnitte von „Radio Lästerher(t)z“ 7.123,90 € 3. Henna Mond e.V. Wanderausstellung "Wir schweigen nicht" 9.000 € 4. FrauenLeben e.V. Plakatkampagne im ÖPNV „Nur Ja heißt Ja“ 10.000 € 5. Frauen Beratungszentrum Köln e.V. Trillerpfeifen zur Stärkung des Sicherheitsempfindens bei Frauen und Mädchen 2.131,20 € 6. Bündnis LILA IN KÖLN Organisation und Durchführung einer Demonstration zum 25.11.2022 (Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen) 5.440,86 € Gez. Prof. Dr. Diemert
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1902/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 12.06.2023
- Erstellt
- 05.06.2023 19:18