2738/2022
Optimierung der musealen Depots, Fortscheibung
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4514 Vorlagen-Nummer 29.08.2022 2738/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 30.08.2022 Optimierung der musealen Depots, Fortscheibung Ausgangspunkt ist die Beschlussvorlage “Optimierung der musealen Depots“ (BV 3347/2020). Im Fortgang des Beschlusses hat sich das Projekt, wie im Folgenden darge- stellt, weiterentwickelt bzw. modifiziert. „Teilprojekt 1: Grundlagenermittlung Zentraldepot“ Aktueller Sachstand: Der verantwortungsbewusste und bewahrende Umgang mit Kunstwerken nach den Stan- dards der UNESCO und ICOM-CC gehört zum Selbstverständnis der Kölner Museen. Um dieser Verantwortung auch aktuell gerecht zu werden, wurde ein Zeit- und Maßnahmenplan zur Grundlagenermittlung für die Planung eines zentralen Museumsdepots für die Museen der Stadt Köln erarbeitet. Um eine zeitgemäße Planung zu gewährleisten, erfolgte hierbei eine bewusste Schwer- punktsetzung auf die Aspekte Klimaschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Dies bein- haltet: Die Entwicklung eines nachhaltigen und modularen/sektionsweisen Bau- und Nut- zungskonzeptes Die Erfüllung der konservatorischen Anforderungen sowie der Vorgaben des GEG des Bundes für ein Niedrigenergiedepot mit langfristig reduzierten Betriebskosten Ziele des Zentraldepots: Kostenreduzierung durch konservatorisch und energetisch optimierte Unterbringung der Exponate Einsparungen durch die Aufgabe von angemieteten Außendepots oder Flächen in Kunstspeditionen sowie durch Reduzierung der Instandhaltungs- und Aufbewahrungs- kosten Lösung räumlicher Engpässe in den Museen und Umnutzung von frei werdenden Flä- chen für eine zeitgemäße Museumsprogrammatik im Sinne der Öffnung der Museen für eine diverse Gesellschaft Sicherstellung der adäquaten Unterbringung der Exponate in Hinblick auf deren spezi- fische konservatorische und sicherheitstechnische Anforderungen Anschaffung von museal geeigneten Depoteinrichtungen entsprechend der material- und gattungsspezifischen Anforderungen 2 Nachhaltige und dauerhafte Erhaltung der Exponate (Vermeidung von aufwändigen Restaurierungs- und Sicherungsmaßnahmen durch ungeeignete Lagerung) Optimierung der Organisation und Logistik für die Sammlungspflege und den Leihver- kehr Herstellung von Synergien durch zentrale Bündelung von Funktionsbereichen (Res- taurierungswerkstätten, Lager für Ausstellungsmaterialien wie Vitrinen, Transportkis- ten, Stellwänden zwecks nachhaltiger Wiederverwendung) Schaffung von bislang nicht für alle Museen vorhandenen aber erforderlichen „Vorbe- reitungs- und Behandlungsräumen“ (Quarantäne, Fotoraum etc.) Zentrale Betreuung durch qualifizierte Depot-/Sammlungsverwalter*innen und – arbeiter*innen Verbesserung der generellen musealen Standards bzw. Vereinheitlichung der Stan- dards Zeitgemäße digitale Standortverwaltung Der aktuell geschätzte Flächenbedarf für das Zentraldepot beläuft sich auf 50.000 qm. Von dem in der BV 3347/2020 dargestellten dreistufigen Verfahren soll nun Stufe 2 in Angriff genommen werden. Hierfür wurde der für eine belastbare Grundlagenermittlung und Projekt- konzeptionierung nötige Zeit- und Maßnahmenplan erstellt, den die Museen in Zusammenar- beit mit einem externen Depotplanungsbüro in den nächsten Monaten umsetzen werden. Die Ergebnisse der Grundlagenermittlung und der Projektkonzeptionierung dienen dann als ver- bindliche Grundlage für die Klärung von Fördermöglichkeiten bzw. die Beantragung von För- dergeldern. Die Klärung der Standortfrage erfolgt parallel durch die Verwaltung. Der Maßnahmenplan umfasst folgende Leistungen: 1. Finale Ermittlung der Nutzeranforderungen an die Sammlungsbestände (Mengenge- rüste, Materialgruppen, Lagertechnik, Stellflächenbedarfe etc.) 2. Ermittlung der Nutzeranforderungen an die Funktionsflächen (Büros, Restaurierungs- werkstätten, Lager, Technik, Quarantäne, IPM etc.) 3. Instrumentelle Bestimmung des Kontaminationsgrades mit Gefahrstoffen (Screenings) an den Objekten für eine fundierte Betriebskostenreduzierung durch minimal erforder- lichen Einsatz von Raumlufttechnik 4. Ermittlung des Anforderungsprofils an das Gebäude (Bauqualität, Lastenheft) 5. Definition der baulichen, technischen, energetischen, konservatorischen und wirt- schaftlichen Anforderungen 6. Zusammenstellung des Raumprogramms mit notwendigen Technik-, Verkehrs- und Nebenflächen 7. Erarbeitung eines Betriebskonzeptes (Facility Management, Sicherheitsmanagement, IPM-Management) mit Ermittlung der laufenden Betriebskosten, des Personalbedarfs samt Erstellung eines Personalplans und Organigramms 8. Erarbeitung einer Umzugsstrategie einschließlich Projektstrukturplan sowie Kalkulation der Umzugskosten Die Grundlagenermittlung dient ebenfalls zur Identifizierung von Synergien und als Basis für die Erstellung eines detaillierten Leistungsverzeichnisses für die nachfolgende Bauplanung. 3 Teilprojekt 2: Anmietung Interimsdepot: Aufgrund der Inbetriebnahme des Neubaus des Historischen Archivs wurden Flächen des ehemaligen RDZ in Porz frei, die aktuell für die Entlastung der Museen mit den zeitlich dring- lichsten Baumaßnahmen bzw. Raumbedarfen bis zur Einrichtung des Zentraldepots genutzt werden können, ohne dass im RDZ größere (finanziell relevante) konservatorische Anpas- sungen erforderlich sind. Genutzt wird das ehemalige RDZ aktuell vom Römisch- Germanischen Museum, NS Dokumentationszentrum, Museum Ludwig und der Kunst- und Museumsbibliothek. Der Mietvertrag wurde verlängert. Die Umzugsvorbereitungen bzw. die Umzüge laufen seit Juni 2022. Gez. Charles
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2738/2022
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 29.08.2022
- Erstellt
- 23.08.2022 10:34