0129/2020
Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Verkehr - Wie engagiert werden in Köln Verbesserungen umgesetzt?
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/66/660/1 Vorlagen-Nummer 20.01.2020 0129/2020 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 21.01.2020 Jugendhilfeausschuss 28.01.2020 Ausschuss Schule und Weiterbildung 09.03.2020 Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Verkehr - Wie engagiert werden in Köln Verbesserungen umgesetzt? hier: Anfrage der SPD-Fraktion in der Sitzung des Verkehrsausschusses am 02.12.2019, TOP 5.2.1 Die SPD-Fraktion bittet um die Beantwortung folgender Fragen: 1. „Wann ist mit ersten Ergebnissen bei der Erarbeitung von Qualitätsstandards insbesondere für die Neuplanung kinderfreundlicher Wohnsiedlungen und für kommunale Verkehrsvorhaben zu rechnen? 2. Wie ist der aktuelle Stand zu Schulwegplänen: gibt es inzwischen erste Schulwegpläne an Kölner Schulen? 3. Geht die Verwaltung von sich aus auf Kölner Schulen zu, um die Erstellung von Schulwegplä- nen zu unterstützen und unterbreiten die verkehrslenkenden Dienststellen dabei mit Blick auf die o.g. Aufträge des Verkehrsausschusses konkrete Vorschläge für die jeweilige Situation der Schulen? 4. Welche städtische Dienstelle ist in der Verwaltung federführend, um das Thema „Schulwegsi- cherung“ durch Unterstützung der Schulen bei der Entwicklung von Schulwegplänen voranzu- bringen? Nutzt die Verwaltung als Mitglied im „Zukunftsnetzwerk Mobilität“ in Trägerschaft des VRS die dortige Kompetenz in Fragen der Schulwegsicherheit für Austausch und Kooperati- on? 5. Welche Bedarfe sieht die Verwaltung, um die Aufgabe „Unterstützung der Schulen bei der Entwicklung von Schulwegplänen“ aktiv und engagiert bearbeiten zu können und die Sicher- heit von Kölner Schüler*innen in Straßenverkehr zu verbessern? Wir bitten, die Beantwortung der Anfrage auch dem Ausschuss Schule und Weiterbildung sowie dem Jugendhilfeaus- schuss zur Kenntnis zu geben.“ Antwort der Verwaltung: Das Siegel zur Kinderfreundlichen Kommune erhielt die Stadt Köln aufgrund ihres Aktionsplans, der Ende 2017 durch den Rat beschlossen wurde (s. Vorlagen-Nr.: 2668/2017). Besondere Schwerpunkte sind Kinder- und Jugendrechte, beispielsweise das Recht auf Beteiligung. Es ist geplant, eine Arbeitsgruppe zur Verkehrssicherheit für Kinder und Jugendliche einzuberufen, in 2 der Jugendliche, der Kölner Jugendring, Träger der freien Jugendhilfe und Fachkräfte der Stadt aus verschiedenen Ämtern beteiligt sind. Meinungen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen wurden im Rahmen der Befragung zum Aktionsplan und auch in der Jugendbefragung eingeholt, initiiert durch die Jugendhilfepla- nung. Fragen und Anregungen zur Sicherheit im Verkehr waren hier zentrale Anliegen von Kin- dern und Jugendlichen. Daher sprach sich die Steuerungsgruppe aus Jugendpolitik, Verwaltung und Träger der freien Ju- gendhilfe, Jugendring, Jugendliche sowie das Amt der Oberbürgermeisterin für diesen ersten Themenschwerpunkt aus. Das Amt für Kinder, Jugend und Familie lädt zeitnah zu einem ersten Arbeitstreffen, gemeinsam mit dem Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung, ein. Zu Frage 1: Bei Neuplanungen wird grundsätzlich besonderes Augenmerk auf kurze, sichere und komfortable Wege zu Schulen und Kitas gelegt. Für die Erarbeitung spezieller evt. weitergehender Qualitäts- standards bei der Neuplanung kinderfreundlicher Wohnsiedlungen bedarf es einer dezernats- übergreifenden Abstimmung, die im Jahre 2020 begonnen werden soll. Zu Fragen 2 und 3: Das Schulamt der Stadt Köln führte im letzten Jahr eine Bedarfsabfrage an den Kölner Schulen durch. Ergebnis ist, dass es an etlichen Grundschulen die Bereitschaft gibt das Thema Schulweg- pläne anzugehen. Daraufhin wurde an der Rheinschule, Gemeinschaftsgrundschule Mülheimer Freiheit, ein erster Schulwegplan erarbeitet. Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung beriet und unterstützte die Schule bei der Ausarbeitung des Planes. Darüber hinaus führt das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung jedes Jahr zum Schulbeginn Elternbefragungen durch mit dem Ziel, das Schulumfeld kindersicherer zu gestalten. In diesem Zusammenhang wurde das Konzept des „Kinderzebrastreifens“ entwickelt, das den Kindern eine aktive Mitgestaltung ermöglicht und die Akzeptanz der verkehrstechnischen Maßnahmen im Schulumfeld erhöht, so bereits umgesetzt in Immendorf und für die Grundschule in Neubrück in Planung. Zu Frage 4: Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung ist über Verkehrssicherheitsaktionen am „Zu- kunftsnetzwerk NRW“ beteiligt und in regelmäßigem Austausch. Laufende Verkehrssicherheitsak- tionen, die auch durch das Zukunftsnetzwerk NRW empfohlen werden, sind z. B. die „Tote Win- kel“-Aktion an den Kölner Schulen und die Fahrradchecks, bei denen Fahrräder kostenlos auf die Verkehrssicherheit überprüft werden können. Zu Frage 5: Beim Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung wurde für die Thematik der "Schulwegsicherung“ eine zusätzliche Stelle eingerichtet, die sich in der Besetzung befindet. Die Frage wird seitens der Verwaltung nach Vorliegen der ersten Erfahrungen nach Besetzung der zusätzlichen Stelle un- aufgefordert beantwortet. gez. Blome
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0129/2020
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 20.01.2020
- Erstellt
- 15.01.2020 15:04