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Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinderfreundliche Kommune“

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 0961/2022 vom 15.06.2022

Stand: Am 20.06.2022 im Rat geändert beschlossen.

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  • Beschlussvorlage Rat

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/51 Vorlagen-Nummer 0961/2022 Freigabedatum 25.03.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinderfreundliche Kommune„ Beschlussorgan Rat Gremium Datum Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 31.03.2022 Jugendhilfeausschuss 05.04.2022 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 07.04.2022 Bezirksvertretung 7 (Porz) 07.04.2022 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 07.04.2022 Sportausschuss 07.04.2022 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 07.04.2022 Stadtentwicklungsausschuss 07.04.2022 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 28.04.2022 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 02.05.2022 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 02.05.2022 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 02.05.2022 Integrationsrat 10.05.2022 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 10.05.2022 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 12.05.2022 Digitalisierungsausschuss 16.05.2022 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 16.05.2022 Ausschuss Schule und Weiterbildung 16.05.2022 Gesundheitsausschuss 17.05.2022 2 Beschluss: Der Rat der Stadt Köln nimmt den 2. Aktionsplan „kinder - und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit dessen Umsetzung ab Juli 2022. Verkehrsausschuss 17.05.2022 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 19.05.2022 Ausschuss Kunst und Kultur 31.05.2022 Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender 14.06.2022 Rat 20.06.2022 3 Begründung Der 1. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2018- 2021“ wurde am 19. Dezember 2017 durch den Rat der Stadt Köln beschlossen (Session 2668/2017). Die erste Siegelphase endete zum 20. Mai 2021. In der anschließenden einjährigen Verlängerungsphase, in der ein neuer Aktionsplan zu beschließen ist, kann das Siegel weiter geführt werden. Das Siegel Kinderfreundliche Kommune hat eine übergreifende Bedeutung bei der Umsetzung der UN- Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene. Mit der Entscheidung des Rats der Stadt Köln, sich um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ zu bewerben, bekennt sich Köln dazu, Kinderrechte im Bereich der kommunalen Zuständigkeit verbindlich umzusetzen. Dies wurde durch die Aufnahme der Kinder- und Jugendfreundlichkeit in die Hauptsatzung unter §12b nochmals bekräftigt. Die Kinder - und Jugendfreundlichkeit ist daher als Querschnittsaufgabe für alle Verwaltungsressorts zu betrach- ten und es gilt entspreche nde Strukturen zu schaffen und diese unabhängig von handelnden Perso- nen abzusichern. Aufbauend auf den Erfahrungen der ersten Siegelphase gilt es nun im 2. Aktionsplan zentrale strate- gische Fragen für Kinder und Jugendliche in der Stadt Köln zu beantworten. Der Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ stellt sich der Herausforderung eine strategische Struktur zu entwickeln, mit der die Ziele der Kinderfreundlichen Kommune als Querschnittsaufgabe der gesamten Verwaltung dauerhaft im städtischen Denken und Handeln der Millionenstadt verankert werden kön- nen. Der hier vorliegende Aktionsplan schließt unmittelbar an den ersten Aktionsplan an, greift Ziele und Handlungsempfehlungen auf und erweitert das Maßnahmenspektrum in Feldern, die in der Auswer- tung der ersten Siegelphase als Handlungsbedarfe sichtbar wurden. Die sechs Handlungsfelder lauten: 1. Strukturelle Partizipation von Kindern und Jugendlichen 2. Räume eröffnen für Kinder und Jugendliche 3. Verankerung von Kinderrechten im städtischen Handeln 4. Zielgruppengerechte Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit 5. Kinder-, Jugend- und Gesundheitsschutz 6. Vielfalt & Chancengerechtigkeit Bei der Erstellung der Handlungsfelder ist beachtet worden, dass sich Lebens - und Aktionsbereiche der Zielgruppen nicht analytisch voneinander trennen lassen. Die Stadt Köln verfügt bereits über einen umfassenden Handlungskatalog für Kinder und Jugendliche aus den verschiedensten Ämtern und Dezernaten der Stadtverwaltung. Sie verfolgt diesen Hand- lungskatalog in verschiedenen übergreifenden, strategischen Prozessen, Planungen und Strategien. Um ein ganzheitliches Verständnis in Bezug auf die Kinder - und Jugendfreundlichkeit in Köln zu er- zielen, besteht die Zielsetzung einer integrierten Planungs- und Handlungsstrategie, wie sie bereits im aktuellen Kinder- und Jugendförderplan 2021- 2025 beschrieben wurde. Im Sinne einer integrierten Planung gilt es Verbindungslinien herzustellen, um Synergieeffekte nutzbar zu machen. Der Aktionsplan versteht sich als „Steuerrad“ zur praktischen und überprüfbaren Umsetzung der UN- Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene. Er beschreibt die kommunale Strategie, sowie Maßnah- men, mit denen das Ziel erreicht werden soll. Die neue Struktur des Aktionsplans erscheint geeignet, die Kinderrechte auf lokaler Ebene langfristig tiefer zu verankern und ein Mitdenken von Kindern und Jugendlichen, in allen sie betreffenden Prozessen oder Handlungen, zu erreichen. Dabei erhebt er nicht den Anspruch sämtliche Handlungserfordernisse, die sich in einem Planungszeitraum ergeben könnten, gedanklich abschließend vorwegzunehmen und im Detail festzulegen. Der Aktionsplan lebt vielmehr von einer fortlaufenden Weiterentwicklung. Der Aktionsplan wurde seitens des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V. und seitens der beiden vom Verein eingesetzten Sachverständigen vorgeprüft und wurde für eine Folgezertifizierung als ge- eignet eingeschätzt. 4 Finanzielle Auswirkungen: Mit dem Beschluss dieser Vorlage sind keine unmittelbaren finanziellen Auswirkungen verbunden. Die gegebenenfalls für die Umsetzung des Aktionsplans erforderlichen Einzelmaßnahmen notwendi- gen Finanzmittel sind von den betroffenen Fachämtern aus dem laufenden Haushaltsbudget zu tra- gen. Anlagen: Anlage 1: Aktionsplans „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ Anlage 2: Abschlussberichte der ersten Siegelphase  Abschlussbericht in Kurzform (kinder- und jugendgerechte Version)  Abschlussbericht in Langform Dringlichkeitsbegründung: Auf Grund von Abstimmungserfordernissen mit dem Verein Kinderfreundliche Kommu nen e.V. hat sich die Vorlage verzögert. Die vorläufige Siegelphase endet zum 20. Mai 2022. Nach Abstimmung mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. wird die Verlängerung der vorläufigen Siegelphase um einen weiteren Monat, bedingt durch die umfangreiche Gremienfolge mitgetragen. Um eine nahtlose Folgezertifizierung der Stadt Köln zur Kinderfreundlichen Kommune durch den Ver- ein sicherzustellen, ist daher ein Beschluss der Vorlage durch den Rat der Stadt Köln in seiner Sit- zung am 21.06.2022 dringend erforderlich. Anlagen
  • Anlage 11, Auszug Sportausschuss 07.04.2022

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    Die Oberbürgermeisterin Geschäftsführung Sportausschuss Herr Willms Telefon: (0221) 221 31203 Fx : (0221) 221 31244 E-Mail: peter.willms@stadt-koeln.de Datum: 10.06.2022 Auszug aus der Niederschrift der Sitzung des Sportausschusses vom 07.04.2022 öffentlich 4.1 Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinderfreundli- che Kommune“ - 0961/2022 RM Breite erläutert, dass er sich bei Abstimmung enthalten wird, gerade mit Blick auf die Diskussion zu TOP 3.4. Auch wenn die Projektumsetzung erstrebenswert ist, so müssen doch unter Hinweis auf den damit verbundenen hohen Arbeitsaufwand an- dere Prioritäten in der Verwaltung gesetzt werden. RM Haeming teilt die Auffassung von RM Breite, unterstützt aber den Aktionsplan, insbesondere mit Blick auf das Leit- ziel 2, das ja bereits in der Praxis Anwendung findet. RM Klemm und RM Philippi signalisieren auch Zustimmung für den Aktionsplan. Es besteht interfraktionell Einvernehmen, dem geänderten Beschuss des Jugendhil- feausschusses zu folgen. Anschließend stellt RM Seeck den geänderten Beschluss des Jugendhilfeausschus- ses zur Abstimmung: Geänderter Beschluss: Der Rat der Stadt Köln nimmt den 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit dessen Umsetzung ab Juli 2022. Bei der Umsetzung sollen Kinder und Jugendliche mit Behinderung stärker be- rücksichtigt werden. Abstimmungsergebnis: Einstimmig bei Enthaltung FDP zugestimmt
  • Anlage 2: KFK_Kinder- und Jugendversion

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    Abschlussbericht WIE WIRD EINE STADT KINDERFREUNDLICH? Aktionsplan 2018–2021 – Kinderfreundliche Kommune Köln Seite 3 Inhalt 4 Liebe junge Kölner*innen, 5 Liebe junge Kölner*innen, 7 Ziele für unsere Stadt 8 Der Kölner Aktionsplan 10 Aber wie verändert man eine Stadt? 11 Leben in der Großstadt Köln 13 In einer Stadt gibt es sehr viel zu tun 14 Wer hat hier den Überblick? 16 Wer kümmert sich um Kinder und Jugendliche? 17 Was bedeutet das? 18 Was ist eine kinderfreundliche Kommune? 20 11 Meilensteine: Köln ist auf dem richtigen Weg 22 1. Meilenstein: Kinderfreundlichkeit steht in der Haupt- satzung 23 2. Meilenstein: Kölner Jugendbefragung 24 3. Meilenstein: Das Kinder- und Jugendbüro eröffnet 25 4. Meilenstein: Das Qualitätshandbuch der städtischen Kitas erscheint 27 5. Meilenstein: Die Kinderrechte feiern Geburtstag 28 6. Meilenstein: DER „Child Friendly Cities Summit“ fin- det statt 30 7. Meilenstein: Das Stadtgespräch Jugend findet statt 31 8. Meilenstein: Das Amt für Kinder, Jugend und Familie beschreibt seine Werte 33 9. Meilenstein: Das Familienbüro eröffnet 34 10. Meilenstein: Die Kölner Kinderstadtpläne 36 11. Meilenstein: Auf Kölner Nacken – Geld für Gutes 38 Und wie geht es jetzt weiter? 39 Die Kinderfreundliche Kommune und Corona 41 Ein neuer Aktionsplan entsteht Seite 4 Liebe junge Kölner*innen, im Jahr 2018 hat die Stadt Köln entschieden, dass sie mehr für die Rechte von Kindern und Jugendlichen tun möchte. Deshalb macht sie mit bei einem großen Projekt, das sich „Kinderfreundliche Kommune“ nennt. Wir möchten, dass sich Kinder und Jugendliche als ein wichtiger Teil von Köln fühlen und dass sie daran mit- arbeiten können, ihre Stadt zu einem besseren Ort zu machen. Und wir wollen, dass das für alle Kinder und Jugendliche gilt – egal auf welche Schule sie gehen, in welchem Stadtteil sie wohnen, wie viel Geld ihre Eltern haben oder wie gut ihre Noten sind. Aber was genau brauchen junge Menschen, damit sie dazu in der Lage sind? Wir haben Kinder und Jugend- liche danach gefragt. Wir haben mit ihren Eltern ge- sprochen. Und wir haben mit Personen geredet, die mit Kindern, Jugendlichen und Familien arbeiten. Die Antworten auf diese Fragen haben wir gesammelt und darüber nachgedacht. Aus den Antworten und unseren Gedanken dazu haben wir vor drei Jahren einen großen Aktionsplan geschrieben. Darin steht, wie Köln kinder- und jugendfreundlicher werden kann. Wir haben uns dafür elf Ziele gesetzt, über die wir euch auf den nächs- ten Seiten berichten werden. Köln hat sich auf den Weg gemacht, diese Ziele zu er- reichen. In manchen Bereichen sind wir bestimmt noch weit davon entfernt, wirklich kinderfreundlich zu sein. Manche Themen haben wir vielleicht noch gar nicht im Blick, obwohl sie für eine kinderfreundliche Kom- mune wichtig wären. Eines ist für uns klar: Kinder und Jugendliche wissen am besten, was sie möchten und brauchen. Deshalb haben wir uns vorgenommen, euch immer wieder zu fragen und viel mit euch zu sprechen. Eure Meinung ist wichtig für Köln. Mit euch zusammen möchten wir die Zukunft unserer Stadt gestalten. Henriette Reker Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Seite 5 Liebe junge Kölner*innen, unser Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ wur- de im Februar 2012 gegründet. Wir können also bald ein kleines Jubiläum feiern. Seit fast zehn Jahren helfen wir Städten und Gemeinden in ganz Deutschland, auf die Kinderrechte zu achten und sie im Alltag zu leben. Wir haben viel gelernt in dieser Zeit, denn wir sprechen ganz regelmäßig mit den Menschen in den Kommunen und lassen sie berichten, wie es bei ihnen läuft: Welche Fortschritte haben sie gemacht? Wo gibt es Probleme? Welche Erfahrungen möchten sie gern mit anderen teilen? Wo brauchen sie einen Rat? So machen wir es auch in Köln, der ersten Millionenstadt im Programm „Kinderfreundliche Kommune“. Nicht jede Stadt oder Gemeinde auf dem Weg zu mehr Kinderfreundlichkeit muss das Rad neu erfinden. Wir können uns gegenseitig weiterhelfen und voneinander lernen. Unser Verein ist dafür die Schnittstelle. Wir verbinden Kommunen miteinander und bringen sie ins Gespräch. Wir helfen dabei, gute Konzepte und Ideen auszutauschen. Wir begleiten und beraten die Kom- munen. Wir schauen uns die Situation genau an und geben Empfehlungen. Wir bieten Fortbildungen an und stellen den Menschen in den Kommunen Fachleute an die Seite. Durch unsere Arbeit stärken wir gemeinsam mit sehr vielen Menschen in Deutschland und darüber hinaus die UN-Kinderrechtskonvention. Wir wollen, dass sie die Grundlage für unser Miteinander ist. Von einer kinder- freundlichen Kommune profitieren nämlich nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern alle. Das spürt ihr hoffentlich auch schon in eurer Heimatstadt Köln. Wir sind auf diesem Weg gern an eurer Seite. Anne Lütkes Vorstandsvorsitzende Kinderfreundliche Kommunen e. V. Seite 6 ZIELE FÜR UNSERE STADT Seite 8 Der Kölner Aktionsplan 1. Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche gesund auf- wachsen. Sie sollen wissen, wie sie ihre Gesundheit schützen können. Sie sollen eine gute Behandlung bekommen, wenn sie krank sind. Außerdem wollen wir, dass sie in Kitas, Schulen, Museen, Theatern, Bücherei- en und an anderen Orten wichtige Dinge für ihr Leben lernen. 2. Wir wollen mehr Sportmöglichkeiten für Kinder und Ju- gendliche schaffen. Das sind nicht nur Sporthallen oder Sportplätze, sondern auch öffentliche Plätze, an denen man gut spielen und sich bewegen kann. 3. Wir wollen jungen Menschen einen guten Umgang mit dem Internet und mit sozialen Medien vermitteln. Sie sollen wissen, welche Regeln gelten und wo mögliche Gefahren sind. Niemand soll Angst vor Cybermobbing oder anderen Angriffen haben müssen. 4. Wir wollen alle jungen Kölner*innen einbeziehen. Es macht keinen Unterschied, aus welchem Land sie oder ihre Eltern ursprünglich kamen. Es macht keinen Unter- schied, ob sie ein Handicap haben. Es macht keinen Unterschied, in wen sie sich verlieben. Für uns sind alle gleich viel wert. 5. Wir wollen Orte, an denen junge Menschen unterwegs sind, besser gestalten. Kinder und Jugendliche sollen sich auf Straßen und Plätzen, in Parks und auf Radwe- gen, an Bus- und Bahnstationen sicher fühlen und sich gut zurechtfinden. 6. Wir wollen etwas gegen Armut und die Folgen davon machen. Kinder und Jugendliche, die in ärmeren Fami- lien leben, sollen gute Chancen für ihre Zukunft haben. Wir wollen sie deshalb beim Lernen und bei der Suche nach dem richtigen Beruf unterstützen. 7. Wir wollen bei allen Entscheidungen in der Stadtver- waltung und der Stadtpolitik immer daran denken, was diese Entscheidungen für Kinder und Jugendliche be- deuten. 8. Wir wollen, dass alle Menschen, die bei der Stadt arbei- ten, die Kinderrechte gut kennen und danach handeln. 9. Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche in unserer Stadt mitbestimmen können. Wir wollen nicht nur ihre Meinung hören, sondern sie sollen dabei sein, wenn wir etwas planen oder entscheiden müssen, was ihr Leben betrifft. 10. Wir wollen, dass unsere Stadt mit ihren Straßen, Plät- zen, Parks und Häusern nicht nur für Erwachsene, son- dern auch für die Bedürfnisse von Kindern und Jugend- lichen geplant und gebaut wird. 11. Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche und die ganze Stadtgesellschaft über Kinderrechte Bescheid wissen. Nur dann können sie bemerken, wenn die Kinderrechte nicht beachtet werden, und etwas dagegen tun. Seite 10 ABER WIE VERÄNDERT MAN EINE STADT? Leben in der Großstadt Köln 1.088.040 Menschen leben in Köln. 185.000 davon sind Kinder und Jugendliche 250.000 davon sind älter als 60 Jahre Es gibt über 100.000 Haushalte in Köln, in denen Men- schen mit Kind leben. Fast ein Viertel davon sind Mütter oder Väter, die alleine erziehen. In 290.000 Haushalten lebt ein Mensch allein Jedes Jahr kommen in Köln 11.000 Babys auf die Welt. Köln hat … … 297 Schulen mit 152.049 Schüler*innen … 685 Kitas mit 41.986 Kita-Kindern … 918 T agesmütter und Tagesväter, die 3.397 Kinder betreuen Menschen aus über 180 Ländern leben in Köln. 40,4 Prozent der Kölner*innen haben einen Migrations- hintergrund. Sie selber, ihre Eltern oder Großeltern sind in einem anderen Land geboren und irgendwann nach Deutschland eingewandert. Seite 12 Die Stadt hat neun Stadtbezirke: Innenstadt, Rodenkirchen, Lindenthal, Ehrenfeld, Nip- pes, Chorweiler, Porz, Kalk und Mülheim. In den Stadt- bezirken gibt es 86 Stadtteile. Die Menschen nennen ihren Stadtteil oft „Veedel“. Das ist das kölsche Wort für Stadtviertel. In einer Stadt gibt es sehr viel zu tun Über eine Million Menschen leben in Köln. Sie alle brauchen Raum – zum Wohnen, zum Arbeiten, zum Spielen, zum Ausruhen, für Treffen … Sie drehen das Wasser in ihren Badezimmern auf. Sie laden ihre Han- dys. Ihr Müll wird abgeholt. Straßen und Radwege werden gebaut oder repariert. Bäume in Parks werden beschnitten, Rasenflächen gemäht. Junge Menschen besuchen Schulen und Kitas. Alte Menschen treffen sich in Senioreneinrichtungen. Menschen mit einer Krank- heit bekommen Hilfe. Manchmal gehen Leute ins Thea- ter oder ins Museum oder in die Bücherei. Oft fährt man mit der Bahn oder dem Bus irgendwohin. Wenn es in der Stadt einen Notfall gibt, muss die Feuerwehr oder der Rettungsdienst kommen. Es gibt Turnhallen, Sportplätze und Schwimmbäder in der Stadt. Im Rat- haus bekommt man Führerscheine, Ausweise, Reise- pässe. Babys kommen zur Welt. Menschen sterben und werden beerdigt … Je länger man über das Stadtleben nachdenkt, desto größer und wimmeliger wird das Bild. Die Stadt ist wie eine große, komplizierte Maschine, in der ein Rädchen ins andere greift. Seite 14 Wer hat hier den Überblick? Den Überblick hat die Verwaltung der Stadt Köln. Sie organisiert unser Zusammenleben. Und weil es so viele Dinge in einer Stadt zu regeln gibt, braucht es viele Leu- te, die das machen: 20.000 Menschen arbeiten bei der Stadt Köln. Sie kümmern sich um Kunst und Kultur, Um- welt und Klima, Wirtschaft und Digitalisierung, Bauen und Wohnen, Gesundheit und Mobilität, Bildung und Sport, Kinder und Familien, Finanzen und Gesetze, Ord- nung und Sicherheit … und das sind noch längst nicht alle Themen. Die Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist die Chefin der gesamten Stadtverwaltung – also von 20.000 Menschen! Damit all diese Menschen gut zusammenarbeiten können und wissen, wofür sie verantwortlich sind, gibt es in der Stadtverwaltung Dezernate, Ämter und Abtei- lungen. Ihr könnt euch das vielleicht wie einen großen Schrank mit vielen Schubladen und Fächern vorstellen. Was ist eigentlich eine Verwaltung? Schaut doch mal auf die Seite www.Hanisauland.de. Die Kinderseite der Bundeszentrale für politische Bildung erklärt viele Begriffe und Zusammenhänge. Seite 15 Köln hat neun große Fächer, das sind die Dezernate, plus ein weiteres Fach für die Oberbürgermeisterin. Auf einem steht zum Beispiel „Allgemeine Verwaltung und Ordnung“. In diesem Fach haben wir eine große Schublade mit vier Unterteilungen für Feuerwehr, Feuerschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz. Außerdem haben wir eine Schublade für das Ordnungs- amt und eine für das Ausländeramt. Wir können eine Tür öffnen, auf der „Bürgerämter“ steht. Hinter dieser Tür sehen wir neun Regalbretter – jeweils eines für das Bürgeramt in der Innenstadt, Rodenkirchen, Lindenthal, Ehrenfeld, Nippes, Chorweiler, Porz, Kalk und Mülheim. Wenn man die große Schublade mit der Aufschrift „Bür- gerdienste“ öffnet, dann sieht man dort wieder viele Unterteilungen für die einzelnen Aufgaben, die dieses Amt hat. Und so geht es immer weiter … Weil der Schrank gut aufgeräumt und beschriftet ist, finden sich die Menschen zurecht und wissen, wer welche Aufga- ben hat. Wenn sich etwas verändert, muss im Schrank umsortiert werden. Oft dauert es ein bisschen, bis man sich an eine neue Ordnung gewöhnt hat. Es gibt neun Dezernate plus eins für die Oberbürgermeisterin: 1. Dezernat I – Allgemeine Verwaltung und Ordnung 2. Dezernat II – Finanzen und Recht 3. Dezernat III – Mobilität 4. Dezernat IV – Bildung, Jugend und Sport 5. Dezernat V – Soziales, Gesundheit und Wohnen 6. Dezernat VI – Planen und Bauen 7. Dezernat VII – Kunst und Kultur 8. Dezernat VIII – Umwelt, Klima und Liegenschaften 9. Dezernat IX – Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales plus das Dezernat OB – das ist das Fach der Oberbürgermeisterin. Wer kümmert sich um Kinder und Jugendliche? Es gibt im Fach „Bildung, Jugend und Sport“ eine Schublade, auf der „Amt für Kinder, Jugend und Fami- lie“ steht. Es ist das größte Amt der Stadtverwaltung – dort arbeiten 5.500 Menschen. Sie haben viele ver- schiedene Aufgaben. Sie kümmern sich um Spielplätze, Ferien- und Freizeitangebote, Jugendzentren, Kinder- gärten, Pflegefamilien, Jugendschutz, Hilfe in Krisen, Ausbildungsförderung … Außerdem achtet das Amt für Kin- der, Jugend und Familie darauf, dass die Stadt Köln Schritt für Schritt kinder- und jugendfreundlicher wird. Vor ein paar Jahren wurde das in der Stadtverwaltung so entschie- den: Köln will die Rechte von Kin- dern und Jugendlichen gemäß der UN-Kinderrechtskonvention stärken und eine „Kinderfreundliche Kom- mune“ werden. Seite 17 Was bedeutet das? Kinder und Jugendliche haben eigene Rechte. Obwohl sie „Kinderrechte“ genannt werden, gelten sie für junge Menschen von der Geburt bis zum Erwachsenwerden. Kinder und Jugendliche haben zum Beispiel ein Recht auf Bildung, auf Gesundheit, auf Gleichheit, auf Schutz vor Gewalt und Krieg, auf Spiel und Freizeit, auf freie Meinungsäußerung und Beteiligung, auf Informationen, auf Privatsphäre, Würde und Fürsorge. UNICEF hat die Kinderrechte hier verständlich für Kinder beschrieben. Ihr könnt sie über diesen QR-Code herunterladen. www.unicef.de In der UN-Kinderrechtskonvention sind diese und viele weitere Rechte vor über 30 Jahren aufgeschrieben worden. Fast alle Länder der Erde haben unterschrie- ben, dass sie die Kinderrechte achten wollen – 195, um genau zu sein. Auch Deutschland gehört dazu. Alle diese Länder müssen den Vereinten Nationen regelmä- ßig Bericht darüber erstatten, wie sie die Kinderrechte einhalten. Kinderrechte sind also geltendes Recht in Deutsch- land. Trotzdem haben Kinder und Jugendliche auch in unserem Land manchmal ein Problem damit, ihre Rechte durchzusetzen. Die meisten Entscheidungen zum Beispiel werden von Erwachsenen getroffen. Und die fragen oft nicht danach, wie Kinder und Jugend- liche zu einer Sache stehen. Selbst dann nicht, wenn es bei dieser Sache um etwas geht, was die Kinder und Jugendlichen direkt betrifft. In der „Kinderfreundlichen Kommune“ soll das anders sein, denn auf Beteiligung haben Kinder und Jugendliche ein Recht. Seite 18 Was ist eine kinderfreundliche Kommune? Es gibt einen Verein in Deutschland, der heißt „Kinder- freundliche Kommune e.V.“. Er hilft Städten und Ge- meinden dabei, die Kinderrechte im Alltag umzusetzen und dadurch kinder- und jugendfreundlicher zu werden. Dieser Verein hat beschrieben, was eine kinderfreund- liche Kommune ausmacht: Der Verein „Kinderfreundliche Kommune e.V.“ wurde von Unicef und dem Deutschen Kinderhilfswerk gegründet. Städte und Gemeinden können hier mitmachen. Sie müs- sen beschreiben, wie sie kinderfreundlicher werden wol- len, und bekommen dann ein Siegel. Damit zeigen sie allen, dass sie mit dem Verein zusammenarbeiten. www.kinderfreundliche-kommunen.de 1. Eine kinderfreundliche Kommune denkt bei allen Ent- scheidungen immer an die Interessen und Rechte von Kindern und Jugendlichen. Sie fragt sich, welche Aus- wirkungen jede Entscheidung auf das Leben von jungen Menschen haben kann. 2. In der kinderfreundlichen Kommune wissen Kinder und Jugendliche, an wen sie sich wenden können, wenn sie etwas besprechen möchten, wenn sie Hilfe brauchen, wenn sie etwas in ihrem Umfeld verändern möchten oder wenn sie Informationen suchen. Die kinderfreund- liche Kommune hat ein großes Netz von gut sichtbaren Anlaufstellen für Kinder, Jugendliche und Familien. KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln 3. In der kinderfreundlichen Kommune machen Kinder und Jugendliche bei Entscheidungen mit. Erwachsene finden ihre Wünsche, Einstellungen und Bedürfnisse wichtig und hören ihnen zu. Sie glauben, dass junge Menschen ihre Stadt mitgestalten können und sollen. 4. Die kinderfreundliche Kommune will, dass junge Men- schen über ihre Rechte Bescheid wissen. Und sie will, dass Kinder und Jugendliche gut erkennen, wie und wo sie ihre Rechte im Alltag umsetzen können. Wo finden sie Informationen? Wie können sie sich gegen Unrecht wehren? Wo können sie mitgestalten? Auf der Seite der Stadt Köln findet ihr Infos und einen Film zum Thema. www.stadt-koeln.de/artikel/68837/ index.html Seite 20 11 MEILEN- STEINE: KÖLN IST AUF DEM RICHTIGEN WEG Seite 21 Die Stadt Köln möchte, dass sich unsere Gesellschaft verändert und kinderfreundlicher wird. Deshalb ist sie „Kinderfreundliche Kommune“ geworden und hat damit versprochen, in allen Lebensbereichen, für die sie als Stadt verantwortlich ist, auf die Kinderrechte zu achten. Eine so große Stadt wie Köln in eine kinderfreundliche Kommune umzuwandeln, ist jedoch ein weiter Weg. Manche Veränderungen brauchen viel Zeit und man sieht oft lange gar nicht, dass überhaupt etwas pas- siert. Das ist ein bisschen wie auf hoher See: Ein kleines Sportboot ist schnell und wendig. Ein Supertanker wie Köln braucht sehr viel länger, um die Richtung zu wechseln. Aber zum Glück gibt es unterwegs auch richtige Meilen- steine, die schon von Weitem zu sehen sind. Meilen- steine weisen einem den Weg. Sie zeigen allen, wie die kinderfreundliche Kommune sein kann. Und wie gut es sich in ihr leben lässt. Seite 22 1. MEILENSTEIN: KINDERFREUNDLICHKEIT STEHT IN DER HAUPTSATZUNG Die Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist die Chefin der Stadtverwaltung. Aber kann sie deshalb über alles bestimmen, was in der Stadt gemacht wird? Nein, das kann sie nicht. Es gibt in Köln einen Stadt- rat, der über die wichtigen Fragen der Stadt redet und Entscheidungen trifft. Alle fünf Jahre findet eine Kom- munalwahl statt, bei der der Stadtrat gewählt wird. Alle Kölner*innen ab 16 Jahren dürfen mitwählen. Wie der Stadtrat miteinander arbeitet und welche Regeln hier gelten, das steht alles in der Hauptsatzung. Und seit dem 21. Juni 2018 gibt es darin einen neuen Satz: § 12b Kinder- und Jugendfreundlichkeit „Die Stadt Köln ist eine kinder- und jugendfreund- liche Stadt.“ Für die Stadt Köln ist dieser kleine Satz eine große Sa- che, denn die Kinderfreundlichkeit wird durch ihn eine Vorschrift und gilt für alle Bereiche in der Verwaltung und in der Politik. Seite 23 2. MEILENSTEIN: KÖLNER JUGENDBEFRAGUNG Zum ersten Mal hat die Stadt Köln im Jahr 2018 junge Menschen zwischen 14 und 20 Jahren danach gefragt, wie es ihnen in ihrer Stadt geht und was sie sich für Köln in der Zukunft wünschen. Die Befragung ging über verschiedene Bereiche ihres Lebens: Alltag, Politik, Engagement und Freizeit. Mehr als 5.000 Jugendliche haben mitgemacht und ihre Meinung gesagt. Über die Ergebnisse der Befragung gibt es einen Be- richt, der für alle interessierten Menschen im Internet veröffentlicht wurde. Zusätzlich wurde er an alle Men- schen weitergegeben, die in der Stadt arbeiten und die an Entscheidungen beteiligt sind. Sie sollen nachlesen können, was junge Leute denken und wollen. Und wenn es wieder etwas zu entscheiden oder zu planen gibt, dann sollen die Bedürfnisse der Jugendlichen beachtet werden. Ihr findet alle Infos zur Jugend- befragung und die Ergebnisse online: www.jugendbefragung.koeln Seite 24 3. MEILENSTEIN: DAS KINDER- UND JUGENDBÜRO ERÖFFNET Auf dem Alter Markt ganz in der Nähe vom Rathaus gibt es ein Büro, das für die Kinderrechte zuständig ist. Kinder und Jugendliche können einfach vorbeikommen und über ihre Ideen, Meinungen, Wünsche, aber auch Probleme oder Schwierigkeiten sprechen. Sie be- kommen hier die Informationen, die sie brauchen. Sie erfahren hier, wo sie etwas mitgestalten können. Wenn sie eine gute Idee haben, bekommen sie hier Hilfe bei der Umsetzung. Das Kinder- und Jugendbüro ist ein riesiger und sehr wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur kinderfreund- lichen Kommune. Du kannst dich im Kinder- und Jugendbüro melden, wenn du daran mitarbeiten willst, dass unsere Stadt kinder- und jugendfreundlicher wird. Kooperatives Kinder- und Jugendbüro Alter Markt 62–64 50667 Köln Telefon 0221/221-314 60 jugendbuero@stadt-koeln.de www.stadt-koeln.de/artikel/71108/ index.html Seite 25 4. MEILENSTEIN: DAS QUALITÄTSHAND- BUCH DER STÄDTISCHEN KITAS ERSCHEINT Was sollen die Menschen, die in einer Kindertagesstätte arbeiten, über Kinderrechte wissen? Welche Einstellung müssen sie Kindern gegenüber haben? Wovor müssen sie Kinder schützen? Wie sollen sie Kinder behandeln? Was sollen sie Kindern beibringen? Wie sollen sie mit Kindern sprechen? Diese Fragen hat sich die Stadt Köln gestellt und mit den Erzieher*innen und Kindern in über 200 städti- schen Kindertagesstätten besprochen. Das Ergebnis ist ein Qualitätshandbuch, in dem steht, was für die Stadt Köln gute pädagogische Arbeit in ihren Kindertages- stätten eigentlich genau bedeutet. Für die Menschen, die in den Kitas arbeiten, gibt es Leit- linien, die diese Gedanken zusammenfassen und an die sich alle halten müssen. Darin versprechen Erzieher*in- nen, dass sie Kinder mit Respekt und Wertschätzung ansprechen und behandeln. Sie wollen Kinder ernst nehmen, ihnen zuhören und auf ihre Bedürfnisse ach- ten. Sie wollen die Stärken eines Kindes in den Vorder- grund stellen und nicht seine Schwächen. Sie wollen, dass Kinder sich selbst mögen und achtsam mit sich und anderen umgehen. Und sie versprechen, Kinder zu beschützen und sich darum zu kümmern, wenn jemand Grenzen überschreitet. Seite 26 Die Leitlinien wurden auf Lein- wände gedruckt, die jetzt in allen Kitas hängen. Sie erinnern im Alltag immer daran, wie Erzieher*innen in einer kinderfreundlichen Kommune mit ihren Kindern und Familien um- gehen wollen. Seite 27 5. MEILENSTEIN: DIE KINDERRECHTE FEIERN GEBURTSTAG Im November 2019 war es genau 30 Jahre her, dass die Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention beschlossen haben. Dieser runde Geburtstag wurde in Köln das ganze Jahr über mit vielen Aktionen und Ver- anstaltungen gefeiert. Es ist sogar ein Film-Clip entstan- den, in dem Kinder die Kinderrechte erklären. Dieser Film lief im Kölner Kino Cinedom bis Ende 2019 bei allen Filmen als Vorfilm. Auf YouTube könnt ihr den Film anschauen: www.youtube.com/watch?v=ovUpyh 5BDf4 Es gab 2019 auch wieder ein großes Weltkindertag-Fest im Rheingarten und in der Altstadt, auf dem das Kinder- rechte-Jubiläum mit vielen tausend kleinen und großen Menschen gefeiert wurde. In den vergangenen zwei Jahren haben wir wegen Corona das große Weltkinder- tag-Fest anders gefeiert als sonst. Was für 2022 geplant ist, erfahrt ihr unter www.weltkindertag-koeln.de 6. MEILENSTEIN: DER „CHILD FRIENDLY CITIES SUMMIT“ FINDET STATT Weil die Kinderrechte in fast allen Ländern der Welt gel- ten, gibt es sehr viele und sehr unterschiedliche Städte und Gemeinden, die kinder- und jugendfreundlicher werden wollen. Da liegt es doch nahe, zu fragen, wie die anderen das machen, oder? Genau das ist vom 15. bis 18. Oktober 2019 passiert: Im Kölner Gürzenich kamen mehr als 550 internationale Gäste zusammen. Sie haben miteinander geredet und gearbeitet. Dabei waren Bürgermeister*innen, Fachleu- te sowie Kinder und Jugendliche aus über 60 Ländern. Weil diese Menschen viele unterschiedliche Sprachen sprechen, hat man der Veranstaltung einen englischen Namen gegeben: Child Friendly Cities Summit. Das be- deutet: Gipfeltreffen der kinderfreundlichen Städte. Seite 29 Das Ziel des Gipfels war es, Erfahrungen, Ideen und Wege auszutauschen, wie das Aufwachsen in Städten und Gemeinden kinderfreundlicher gestaltet werden kann. Die Kinder und Jugendlichen selber stellten ihre Forderungen an eine kinderfreundliche Kommune in einem Manifest vor unter dem Titel Our cities. Our lives. Our future – Unsere Städte. Unsere Leben. Unsere Zu- kunft. Rund 120.000 junge Menschen hatten sich im Vorfeld an weltweiten Umfragen und Diskussionsrun- den zum Aufwachsen in Städten beteiligt und konnten ihre Meinung beitragen. Zum Abschluss des Gipfels unterzeichneten mehr als 100 Stadtoberhäupter aus über 40 Ländern die Cologne Child Friendly Cities Mayors’ Declaration, die Kölner Erklä- rung für mehr Kinderfreundlichkeit. Der Kölner Gipfel brachte zum ersten Mal Städte und Kommunen zusam- men, um die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonven- tion weiter voranzutreiben. Ihr könnt die Kölner Erklärung für mehr Kinderfreundlichkeit hier herunterladen. www.unicef.de/blob/202038/93243 b1e71b31531bc5769ea687f8812/ mayors-declaration-data.pdf Seite 30 7. MEILENSTEIN: DAS STADTGESPRÄCH JUGEND FINDET STATT Eine kinderfreundliche Kommune kann nicht entstehen ohne die Beteiligung und die Meinung von Kindern und Jugendlichen. Aus diesem Grund hat am 13. Feb- ruar 2020 im Historischen Rathaus das „Stadtgespräch Jugend“ stattgefunden. Unsere Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte unter dem Hashtag #DeineStadt- DeineThemen dazu eingeladen. Sie selber und einige andere aus dem Team der Stadt- verwaltung haben mit jungen Menschen über deren Erfahrungen, Ideen und Vorschläge für die Stadt Köln gesprochen. Und sie haben vor allem zugehört. Diese Themen waren den Kindern und Jugendlichen be- sonders wichtig: • die Ausstattung von Schulen und Jugendzentren • die be sondere Verkehrsproblematik für Kinder und Jugendliche • die Sicherheit im öffentlichen Raum • der Einsatz von Pferden in Karnevalszügen • me hr außerschulische Gedenkstättenfahrten in Zei - ten zunehmender rechtsextremer Gewalttaten Stadtgespräche finden regelmäßig in Köln statt. Men- schen bekommen hier die Möglichkeit, mit Politik und Verwaltung über ihre Themen zu sprechen. Das Stadt- gespräch Jugend war das erste, zu dem Kinder und Jugendliche eingeladen waren. 8. MEILENSTEIN: DAS AMT FÜR KINDER, JUGEND UND FAMILIE BESCHREIBT SEINE WERTE Über 5.500 Menschen arbeiten im Amt für Kinder, Jugend und Familie. Sie wissen sehr viel über die Be- dürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen und ihre Arbeit ist wichtig für die Beachtung der Kinder- rechte. Sie haben fast jeden Tag mit jungen Menschen zu tun. Oft sind sie der direkte Kontakt zwischen Politik, Verwaltung und Kindern oder Jugendlichen. Im Jahr 2020 haben sie darüber gesprochen, mit welcher Haltung und in welcher Form sie auf Kinder, Jugendliche oder Familien zugehen möchten und wie sie ihre Arbeit verstehen. Ganz ähnlich wie im 4. Meilen- stein, dem Qualitätshandbuch für die Kitas, haben sie das in ihren Leitlinien genau beschrieben. Beraten, Begleiten & Handeln mit Respekt und Wertschätzung Unter dieser Überschrift versprechen die Menschen, die im Amt für Kinder, Jugend und Familie arbeiten, dass sie die Kinderrechte kennen und sich an diese gebunden fühlen. Sie wollen Kinder und Jugendliche schützen und dafür sorgen, dass sie gut aufwachsen können. Sie wollen ihnen und ihren Familien mit Wertschätzung und Respekt begegnen. Sie nehmen ihre Anliegen ernst, hören ihnen zu und unterstützen sie dabei, gute Lösungen und Wege zu finden. Sie schauen nach den Stärken der Menschen und möchten diese noch stärker machen. Sie wollen keine Vorurteile haben und Men- schen nicht in Schubladen stecken. Und sie wollen sich selbst beobachten und immer wieder über ihr Handeln nachdenken und miteinander sprechen. Seite 33 9. MEILENSTEIN: DAS FAMILIENBÜRO ERÖFFNET Wo finde ich eine passende Kinderbetreuung? Wie lerne ich andere Familien kennen? Wir streiten in der Familie so viel, wer kann uns weiterhelfen? Ist mit meinem Kind alles in Ordnung? Es weint so viel. Familienleben ist nicht immer einfach und Mütter und Väter haben viele Fragen. Dass sie die richtigen Antworten bekommen und auch die nötige Hilfe, ist für ein gutes und gesun- des Aufwachsen von Kindern sehr wichtig. In Köln gibt es viele Ämter, Einrichtungen und Organisa- tionen, die Antworten geben können und ganz prak- tisch weiterhelfen. Gefehlt hat bis zum 17. Juni 2020 immer eine zentrale Anlaufstelle, an die sich Eltern wenden können und die sie mit den richtigen Ansprech- partner*innen für ihre Fragen vernetzt. Das neue Fa- milienbüro im Kalk Karree ist eine solche Stelle. Mütter und Väter aus allen Kölner Stadtbezirken können mit ihren Kindern hierhin kommen und sich beraten lassen. Und wenn ihnen der Weg zu weit ist, können sie eine Onlineberatung im Videochat bekommen. Familienbüro Köln Ottmar-Pohl-Platz 1 51103 Köln Telefon 0221/221-212 21 familienbuero@stadt-koeln.de Seite 34 10. MEILENSTEIN: DIE KÖLNER KINDERSTADTPLÄNE Was ist los in meiner Stadt? Wo ist der nächste Spiel- platz? Wo finde ich eine Tischtennisplatte in Ehrenfeld, Mülheim oder einem anderen Veedel? Welches ist das nächste Schwimmbad? Wo gehe ich zur Schule? Gibt es in meiner Nachbarschaft einen Bolzplatz? Kinder erkunden ihre Welt mit jedem Lebensjahr ein bisschen mehr, lernen ihre Nachbarschaft, ihr Veedel und ihre Stadt kennen. Dabei werden sie nun von den neuen Kinderstadtplänen der Stadt Köln unterstützt. Das Amt für Kinder, Jugend und Familie hat sie sich zu- sammen mit KÄNGURU, dem Stadtmagazin für Fami- lien, ausgedacht. Die schönen Zeichnungen auf den Plänen stammen von Frau Sonnenberg, die auch die Zeichnungen in dieser Broschüre gemacht hat. Für jeden der neun Stadtbezirke gibt es einen eigenen Plan, denn Köln ist eine so große Stadt, dass die vielen Informationen nicht auf einen Plan passen würden. Lindenthal – Kalk – Innenstadt – Ehrenfeld – Porz – Mülheim – Rodenkirchen – Nippes – Chorweiler Die Kinderstadtpläne gibt es in allen Bezirksjugendämtern, im Familienbüro in Kalk, im Kinder- und Jugendbüro am Alter Markt und im Känguru Colonia Verlag in Ehrenfeld. www.kinderstadtplan.koeln Seite 36 11. MEILENSTEIN: AUF KÖLNER NACKEN – GELD FÜR GUTES Wer eine gute Idee hat und sie umsetzen möchte, braucht oft Geld dafür. Erwachsene und Unternehmen können zu einer Bank gehen und dort erklären, was sie planen. Wenn sie die Bank von ihrer Idee überzeugen, bekommen sie Geld geliehen. Für Kinder und Jugend- liche funktioniert dieser Weg nicht. Einige junge Menschen aus dem Kölner Jugendring haben sich deshalb etwas überlegt. Sie wollen selber die Möglichkeit haben, Kindern und jungen Leuten mit guten Ideen Geld zu geben, damit die ihre Pläne um- setzen können. Menschen aus Köln zwischen sechs und 25 Jahren sollen deshalb ihre Projektvorschläge beim Jugendring einreichen und von ihrer Idee berichten und überzeugen. Wenn das geschafft ist, bekommen sie bis zu 500 Euro Förderung für ihr Projekt. Das Besondere an diesem Meilenstein ist, dass es sich von der Idee bis zur Umsetzung um ein Projekt von Jugendlichen handelt. Es zeigt sehr gut, wie viel man Kindern und Jugendli- chen zutrauen kann und ist deshalb einer der 11 Mei- lensteine. Kinder und Jugendliche mit einer guten Idee können sich hier um eine Förderung bewerben: www.koelner-jugendring.de/auf-koelner-nacken Nicht jeder Schritt auf dem Weg zur kinderfreundli- chen Kommune ist ein Meilenstein. Es gibt daneben noch viele andere Maßnahmen, die dabei helfen sollen, die Ziele für eine kinderfreundliche Kommu- ne zu erreichen. 58 – um genau zu sein. Im großen Abschlussbericht sind alle 58 Maßnahmen beschrieben. Ihr findet ihn auf der Seite der Kinderfreundlichen Kommune Köln. www.stadt-koeln.de/artikel/ 68837/index.html Seite 38 UND WIE GEHT ES JETZT WEITER? Seite 39 Die Kinderfreundliche Kommune und Corona Seitdem Köln das Siegel als Kinderfreundliche Kommune bekommen hat und daran arbeitet, eine solche zu werden, ist viel passiert. Es geht voran – das zeigen uns die 11 Meilensteine und die vielen anderen Maßnahmen, die durchgeführt worden sind. Aber es gab in den letzten beiden Jahren auch eine Sache, die die Kinderfreundliche Kommune sehr ausgebremst hat: Corona. Corona ist manchmal wie eine Lupe. Probleme in unserer Gesellschaft werden durch Corona größer und sichtbarer. Das hat auch Kinder und Jugendli- che sehr betroffen. Seite 40 Sollen die Schulen und Kitas geschlossen werden? Was bedeutet das für den Alltag von Kindern? Wie kommen junge Menschen mit der Isolierung klar? Wie gut kön- nen sie zu Hause lernen? Haben sie alles, was sie dafür brauchen? Wie verstehen sie sich mit ihren Eltern? Junge Menschen konnten bei diesen Fragen oft nicht mitreden. Viele Corona-Entscheidungen wurden ge- troffen, ohne dass sie ihre Meinung dazu gesagt haben. Das ist natürlich nicht das, was eine kinderfreundliche Kommune will. Zur Erklärung: Die Corona-Pandemie hat einfach alles auf den Kopf gestellt. Sehr schnelle Entscheidungen wa- ren notwendig. Weil es keine festen Regeln und Struk- turen für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an solchen Entscheidungsprozessen gibt, war keine Zeit da, diese aufzubauen. So etwas dauert. Aber die Stadt Köln hat in einigen Bereichen gut und kreativ reagiert. Sie hat verschiedene digitale Betei- ligungsformate geschaffen und ein großes Sommer- ferienprogramm in den Stadtteilen organisiert. Sie hat die Spielplätze und die Sportanlagen in den Parks im zweiten Lockdown offen gehalten. Sie hat versucht, die Schulen und Kitas nicht zu schließen. Die Stadt Köln hat sich vorgenommen, aus der Corona- Krise zu lernen. Sie will die Lebensbereiche von Kindern und Jugendlichen verbessern, in denen sich eine beson- ders starke Beteiligung durch Corona gezeigt hat. Sie will dafür sorgen, dass jetzt an den festen Regeln und Strukturen für die Beteiligung von Kindern und Jugend- lichen an Entscheidungen gearbeitet wird. Sie will die di- gitale Ausrüstung in Schulen und bei den Kindern selber ausbauen. Sie will die Hilfen für junge Menschen in ihren Stadtteilen verbessern. Und sie setzt sich dafür ein, dass die Kinderrechte im Grundgesetz stehen. Ein neuer Aktionsplan entsteht Die Stadt Köln möchte am Thema Kinderfreundlichkeit dranbleiben. Wir wollen gern weiter mit dem Verein Kinderfreundliche Kommune zusammenarbeiten und einen neuen Aktionsplan für ein kinder- und jugend- freundliches Köln aufstellen. Dabei möchten wir Kinder und Jugendliche einbeziehen, sie nach ihren Ideen und ihrer Meinung fragen. Ein paar Ansätze für den neuen Aktionsplan gibt es schon: 1. Wie sieht die Kinderfreundliche Kommune Köln eigent- lich genau aus, wenn sie fertig ist? Zusammen mit Menschen aller Altersgruppen wollen wir einmal unsere Fantasie reisen lassen und die ideale kinderfreundliche Stadt so gut und konkret wie möglich beschreiben. Wir wollen ein Leitbild dafür schaffen, das sichtbar ist und zu dem die Menschen Ja sagen. 2. Ohne eine gute Kommunikation funktioniert die Kin- derfreundliche Kommune nicht. Über das Thema muss in der Stadtgesellschaft und in der Verwaltung viel mehr gesprochen werden. Alle sollten darüber Bescheid wissen. 3. Kinder und Jugendliche brauchen zusätzlich eine direk- te Kommunikation mit der Politik und Verwaltung. Sie benötigen eigene Informationen, mit denen sie etwas anfangen können. Wir müssen sie an politischen Prozes- sen, Sitzungen und Planungsgesprächen auf Augenhö- he teilhaben lassen. 4. Junge Menschen haben noch sehr viel Zukunft vor sich, die sie gestalten müssen – zuerst für sich und dann für ihre Kinder und Enkel. Das ist eine große Aufgabe, für die sie Respekt und Wertschätzung, Förderung, Unter- stützung und Raum brauchen – Raum zum Spielen, Raum zum Zusammenkommen, Raum fürs Kind-Sein. Den Raum wollen wir ihnen gern geben, aber er ist sehr knapp geworden in unserer dicht bebauten Stadt voller Menschen. 5. Ein sehr großes, schwieriges und wichtiges Thema ist der Verkehr in Köln. Wie kommen Kinder und Jugend- liche sicher und komfortabel von A nach B? Wie können wir sicherstellen, dass sie saubere Luft atmen können? Wie können wir sie vor Unfällen schützen? Wie verteilen wir den knappen Raum in der Stadt gerecht? 6. Eine kinder- und jugendfreundliche Stadt endet nicht am Spielplatzzaun. Sie hat mit allen Lebensbereichen zu tun. Deshalb ist es wichtig, dass alle Dezernate und Ämter in unserer Stadt gut zusammenarbeiten. Sie müssen miteinander reden, Ideen austauschen und sich gemeinsam verändern wollen. So, und jetzt krempeln wir die Ärmel hoch und machen weiter. Hilf uns doch dabei! Wenn du eine eigene Meinung dazu hast, was Köln ändern muss, um kinderfreund- licher zu werden, dann arbeite mit uns am neuen Aktionsplan. Einfach schreiben, anrufen oder vorbeikom- men! Kontakt und Impressum Fragen zum Aktionsplan und zur Kinderfreundliche Kommune Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie Ottmar-Pohl-Platz 1 51103 Köln Telefon 0221/221-211 96 kinderfreundliche-kommune@stadt-koeln.de Fragen zu Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche: Kooperatives Kinder- und Jugendbüro Alter Markt 62–64 50667 Köln Telefon 0221/221-31 46-0/-1/-2 Mobil 0177/699 65 17 jugendbuero@stadt-koeln.de Instagram @jugendbuerokoeln Amt für Kinder, Jugend und Familie Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Text & Gestaltung Känguru Colonia Verlag GmbH www.kaenguru-colonia-verlag.de Büro für junge Sprache: Petra Hoffmann Illustration: Petra Sonnenberg (www.frausonnenberg.de) Layout: Annette Süß (www.annettesuess.de) Druck Buch- und Offsetdruckerei Häuser KG 13-CS/51/50/11.2021 KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Es ist eure Stadt – macht mit! Aktionsplan 2022–2025 Kinderfreundliche Kommune Köln
  • Anlage 9, Auszug AVR 10.05.2022 Vorabauszug zu TOP 10.1

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    Geschäftsführung Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales Frau Siemon Telefon: (0221) 221 25001 Fax : (0221) 221 22026 E-Mail: anja.Siemon@STADT-KOELN.DE Datum: 30.05.2022 Auszug aus der Niederschrift der Sitzung des Ausschusses Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales vom 10.05.2022 öffentlich 10.1 Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinderfreundli- che Kommune“ 0961/2022 Beschluss wie im Jugendhilfeausschuss: Der AVR empfiehlt dem Rat wie folgt zu beschließen: Der Rat der Stadt Köln nimmt den 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit dessen Umsetzung ab Juli 2022. Bei der Umsetzung sollen Kinder und Jugendliche mit Behinderung stärker be- rücksichtigt werden. Abstimmungsergebnis: Einstimmig beschlossen.
  • Anlage 10, Auszug aus dem Beschlussprotokoll 31.05.2022 Ausschuss Kunst und Kultur

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    Geschäftsführung Ausschuss Kunst und Kultur Herr Weis Telefon: (0221) 221-23657 Fax : (0221) 221-24141 E-Mail: Manuel.Weis@STADT-KOELN.DE Datum: 09.06.2022 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der 11. Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 31.05.2022 öffentlich 4.2 Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinderfreundli- che Kommune“ 0961/2022 Der Ausschuss Kunst und Kultur empfiehlt dem Rat, wie folgt zu beschließen: Geänderter Beschluss: (in der Fassung des Ausschusses Klima, Umwelt und Grün) Der Rat der Stadt Köln nimmt den 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit dessen Umset-zung ab Juli 2022. Bei der Umsetzung sollen Kinder und Jugendliche mit Behinderung stärker be- rücksichtigt werden. Bei der Umsetzung des KJFG ist die Situation bzw. Lebenswirklichkeit der Kin- der und Jugendlichen mit internationaler Familiengeschichte stärker zu be- rück-sichtigen. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert im neuen KJFP die Thematik "Empower- ment von BiPOC und Rassismuskritische Ansätze" in allen Bereichen der Ju- gendförderung zu verankern und als eine Maßnahme eine Fachberatungsstelle bei einem migrantischen Jugendzentrum einzurichten. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt.
  • Anlage, 14 Auszug aus dem Beschlussprotokoll Ausschuss Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden vom 13.06.2022

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    Anlage 14 Geschäftsführung Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden Frau Möller Telefon: (0221) 221-26144 Fax : (0221) E-Mail: julia.moeller@stadt-koeln.de Datum: 14.06.2022 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der 11. Sitzung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden vom 13.06.2022 öffentlich 4.1 Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinderfreundli- che Kommune“ 0961/2022 Geänderter Beschluss: Der Ausschuss Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden schließt sich der Beschlussempfehlung des Verkehrsausschusses an und empfiehlt dem Rat wie folgt zu beschließen: Der Rat der Stadt Köln nimmt den 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit dessen Umsetzung ab Juli 2022. Bei der Umsetzung sollen Kinder und Jugendliche mit Behinderung stärker berück- sichtigt w erden. Bei der Umsetzung des KJFG ist die Situation bzw . Lebensw irklichkeit der Kinder und Jugendlichen mit internationaler Familiengeschichte stärker zu berücksichtigen. Die Stadtverw altung w ird aufgefordert im neuen KJFP die Thematik "Empow erment von BiPOC und Rassismuskritische Ansätze" in allen Bereichen der Jugendförderung zu verankern und als eine Maßnahme eine Fachberatungsstelle bei einem migranti- schen Jugendzentrum einzurichten. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt.
  • Anlage 4: Auszug Beschlussprotokoll Jugendhilfeausschuss 05.04.2022 zu TOP 4.1

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    G eschäftsführung Jugendhilfeausschuss Frau Wolf Telefon: (0221) 221 24954 E-Mail: karin.wolf1@stadt-koeln.de D atum: 06.04.2022 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 05.04.2022 öffentlich 4.1 Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinderfreundliche Kommune“ 0961/2022 Geänderter Beschluss: Der Rat der Stadt Köln nimmt den 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit dessen Umsetzung ab Juli 2022. Bei der Umsetzung sollen Kinder und Jugendliche mit Behinderung stärker be- rücksichtigt werden. Abstimmungsergebnis: • 13 Zustimmungen: Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen (3), SPD-Fraktion (1), CDU-Fraktion (2), FDP-Fraktion (1), Fraktion Die Linke. (1), AWO Kreisver- band Köln e.V. (1), BDKJ Erzdiözese Köln e.V. (1), Caritasverband Köln e.V. (1), Der Paritätische NRW Kreisgruppe Köln e.V. (1), Sportjugend Köln e.V. (1) • keine Gegenstimmen • keine Enthaltungen Einstimmig z ugestimmt. F rau Körfgen (Evangelische Jugend in Köln) stimmt stellvertretend ab für Herrn Ka- ven (BDKJ Erzdiözese Köln e.V.). Frau Schönhals (Evangelischer Kirchenverband Köln und Region) stimmt stellvertre- tend ab für Frau Volland-Dörmann (AWO Kreisverband Köln e.V.). Anlage 4
  • Anlage 6 Auszug aus dem Beschlussprotokoll Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 12.05.2022

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    Anlage 6 Geschäftsführung Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren Frau Rieckborn Telefon: (0221) 221 27467 Fax : (0221) 221 27447 E-Mail: Alexandra.Rieckborn@stadt-koeln.de Datum: 18.05.2022 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der 12. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren vom 12.05.2022 öffentlich 5.2 Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinderfreundli- che Kommune“ 0961/2022 Der Ausschuss Soziales, Seniorinnen und Senioren empfiehlt dem Rat den Be- schlüssen des Jugendhilfeausschusses und des Integrationsrates zu folgen und wie folgt zu beschließen. Geänderter Beschluss: Der Rat der Stadt Köln nimmt den 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit dessen Umsetzung ab Juli 2022. Bei der Umsetzung sollen Kinder und Jugendliche mit Behinderung stärker be- rücksichtigt werden. Bei der Umsetzung des KJFG ist die Situation bzw. Lebenswirklichkeit der Kin- der und Jugendlichen mit internationaler Familiengeschichte stärker zu be- rücksichtigen. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert im neuen KJFP die Thematik "Empower- ment von BiPOC und Rassismuskritische Ansätze" in allen Bereichen der Ju- gendförderung zu verankern und als eine Maßnahme eine Fachberatungsstelle bei einem migrantischen Jugendzentrum einzurichten. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt.
  • Anlage 13, Vorabauszug TOP 7.1 Digitalisierungsausschuss 2022-05-16

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    Geschäftsführung Digitalisierungsausschuss Frau Marusich Telefon: (0221) 221-31544 Fax: (0221) 221-22845 E-Mail: olga.marusich@stadt-koeln.de Datum: 10.06.2022 (Vorab-)Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 9. Sitzung des Digitalisierungsauss chusses vom 16.05.2022 öffentlich 7.1 Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinder- freundliche Kommune“ 0961/2022 Beschluss wie im Jugendhilfeausschuss: Der Digitalisierungsausschuss empfiehlt dem Rat wie folgt zu beschließen: Der Rat der Stadt Köln nimmt den 2. Aktionsplan „kinder - und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit dessen Umsetzung ab Juli 2022. Bei der Umsetzung sollen Kinder und Jugendliche mit Behinderung stärker be - rücksichtigt werden. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt
  • Anlage 12 , Auszug Gesundheitsausschuss 17.05.2022

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    Geschäftsführung Gesundheitsausschuss Frau Niemeyer Telefon: (0221) 23820 Fax : (0221) E-Mail: Sabine.Niemeyer@STADT-KOELN.DE Datum: 10.06.2022 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der 11. Sitzung des Gesundheitsausschusses vom 17.05.2022 öffentlich 5.1 Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinderfreundli- che Kommune“ 0961/2022 Der Gesundheitsausschuss empfiehlt dem Rat den Beschlüssen des Jugendhilfeausschus- ses, des Integrationsrates und des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren zu folgen und wie folgt zu beschließen. Geänderter Beschluss: Der Rat der Stadt Köln nimmt den 2. Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit dessen Umsetzung ab Juli 2022. Bei der Umsetzung sollen Kinder und Jugendliche mit Behinderung stärker berück- sich-tigt werden. Bei der Umsetzung des KJFG ist die Situation bzw. Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen mit internationaler Familiengeschichte stärker zu berücksichtigen. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert im neuen KJFP die Thematik "Empowerment von BiPOC und Rassismuskritische Ansätze" in allen Bereichen der Jugendförderung zu ver-ankern und als eine Maßnahme eine Fachberatungsstelle bei einem migrantischen Ju-gendzentrum einzurichten. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt
  • Anlage 8, Auszug Beschlussprotokoll 19.05.2022 AKUG TOP 4.1.1 Kinderfreundliche Kommune

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    Anlage 8 Geschäftsführung Ausschuss Klima, Umwelt und Grün Frau Bültge-Oswald Telefon: (0221) 221-23702 E-Mail: barbara.bueltge-oswald@stadt -koeln.de Datum: 25.05.2022 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Aussch usses Klima, Umwelt und Grün vom 19.05.2022 öffentlich 4.1.1 Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinderfreundli- che Kommune“ 0961/2022 Der Ausschuss Klima, Umwelt und Grün empfiehlt dem Rat, wie folgt zu be- schließen: Geänderter Beschluss: (in der Fassung des Ausschusses Soziales, Seniorin- nen und Senioren) Der Rat der Stadt Köln nimmt den 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit dessen Umsetzung ab Juli 2022. Bei der Umsetzung sollen Kinder und Jugendliche mit Behinderung stärker be- rücksichtigt werden. Bei der Umsetzung des KJFG ist die Situation bzw. Lebenswirklichkeit der Kin- der und Jugendlichen mit internationaler Familiengeschichte stärker zu be- rücksichtigen. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert im neuen KJFP die Thematik "Em- powerment von BiPOC und Rassismuskritische Ansätze" in allen Bereichen der Jugendförderung zu verankern und als eine Maßnahme eine Fachbera- tungsstelle bei einem migrantischen Jugendzentrum einzurichten. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt
  • Anlage 3: KFK_Erwachsenenversion

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    Abschlussbericht Kapitel Seite 1 Die Oberbürgermeisterin Abschlussbericht Abschlussbericht des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln 2018–2021“© ClaraNila – stock.adobe.com Seite 2 Seite 3 Inhalt 4 Vorwort von Henriette Reker 6 Vorwort von Anne Lütkes 9 1. Ausgangssituation 16 2. Aktueller Stand: Wo steht Köln auf dem Weg zur Kinderfreundlichen Kommune? 21 3. Meilensteine im Kölner Gesamtprozess 36 4. Elf Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen – Rückblick, Bestandsaufnahme und Auswertung 37 Leitziel 1: Bildung und Gesundheit fördern 40 Leitziel 2: Ausbau von Sporteinrichtungen und -angeboten 45 Leitziel 3: Vermittlung von Medienkompetenz 48 Leitziel 4: Einbezug zugewanderter Kinder und Jugendlicher 53 Leitziel 5: Gestaltung kinderfreundlicher Lebensräume 56 Leitziel 6: Wirken gegen die Folgen von Kinderarmut 58 Leitziel 7: Kinder- und Jugendrechte im Verwaltungshandeln stärken 64 Leitziel 8: Kinderrechte in Aus- und Fortbildung platzieren 65 Leitziel 9: Partizipation langfristig etablieren und stärken 76 Leitziel 10: Einbezug der Kinder- und Jugendinteressen in die Stadtplanung 80 Leitziel 11: Kinder, Jugendliche und Öffentlichkeit informieren 87 5. Besondere Herausforderungen 87 5.1 Umsetzung des Querschnittsthemas „Kinderfreundlichkeit“ in einer Millionenstadt 90 5.2 Kinderrechte in der Coronapandemie 95 6. Abschluss und Ausblick: Ein neuer Aktionsplan für die Kinderfreundliche Kommune Köln 102 7. Anlagen Kontakte und Ansprechpersonen Abkürzungsverzeichnis 104 Impressum Seite 4 Sehr geehrte Leser*innen, die Stadt Köln hat sich im Jahr 2018 auf den Weg gemacht, die Rechte von Kindern und Jugendlichen gemäß der UN-Kin- derrechtskonvention weiter zu stärken. Die Teilnahme an dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ eröffnete für unse- re Stadt neue Möglichkeiten, verwaltungsinterne Strukturen nachhaltig kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten und alle Beteiligten intensiver für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren. Die Stadt Köln hatte sich für den Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ elf Leitziele gesetzt. Zum Erreichen dieser Leitziele wurden insgesamt 58 Maßnahmen verfolgt. Im Februar 2021 haben wir im Rahmen einer digitalen Zu- kunftswerkstatt nach drei Jahren Bilanz gezogen. Wir haben große Meilensteine, wie die Aufnahme der Kinder- und Ju- gendfreundlichkeit in die Hauptsatzung der Stadt Köln, die Eröffnung des kooperativen Kinder- und Jugendbüros am Alter Markt und die Eröffnung des Familienbüros, gesetzt. Wir waren Gastgeberin und es war uns eine große Freude, den ersten internationalen Kinderrechtegipfel „Child Friendly Cities Sum- mit“ im Oktober 2019 mitauszurichten. Mit ihm haben wir ein wichtiges Signal für mehr Kinderfreundlichkeit in Kommunen gesetzt. Die Bilanz in der Zukunftswerkstatt hat uns aber auch gezeigt, dass wir nicht nachlassen dürfen und unser Ziel, die Kinder- und Jugendfreundlichkeit als Querschnittsthema in allen Verwal- tungsressorts fest zu verankern, weiter beharrlich verfolgen müssen. Auch die Coronapandemie hat uns in unseren Bemühungen, schnell und gezielt Fortschritte zu bewirken, gebremst. Gleich- zeitig sind wir durch die Pandemie mit neuen Fragen und Pro- blemstellungen der Kinderfreundlichkeit konfrontiert worden. Die Pandemie funktioniert wie eine Lupe – und macht unsere Stärken, aber auch unsere Systemschwächen deutlich sichtbar. Ich bin dankbar für die kurzfristigen, kreativen und digitalen Lösungen, die für viele Herausforderungen und Problemlagen bereits gefunden wurden. Vorwort von Henriette Reker Seite 5 Mit dem ersten Aktionsplan konnten wir bereits viele Erfah- rungen sammeln und dürfen nun auf eine solide Grundlage aufbauen. Es gilt nun, stadtweite und zukunftsfähige Formate zu entwickeln, die nachhaltig dazu beitragen, Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt eine Stimme zu geben und somit die Kinder- und Jugendfreundlichkeit als wichtigen Standortfak- tor in Köln strukturell zu verankern. Ich möchte an dieser Stelle die jungen Kölner*innen herzlich dazu einladen, sich an der Erstellung des neuen Aktionsplans zu beteiligen und so aktiv daran mitzuwirken, Köln wieder ein Stück besser zu machen. Ich bedanke mich bei den zahlreichen Akteur*innen, insbeson- dere bei den Kindern und Jugendlichen, die mit ihrem großen Engagement zum Gelingen des Vorhabens „Kinderfreundliche Kommune“ beitragen. Henriette Reker Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Seite 6 Sehr geehrte Leser*innen, im Jahr 2012 startete unser deutschlandweites Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ mit dem Anliegen, die UN-Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene umzusetzen. Die Stadt Köln schloss sich als eine von sechs Pilotkommunen diesem Ziel an und arbeitet seither ambitioniert darauf hin, ihre Angebote, Planungen und Strukturen auf die Kinderrechte auszurichten. Die Ergebnisse der digitalen Zukunftswerkstatt im Februar 2021 haben gezeigt, dass sich bereits mehrere Dezernate und Ämter mit dem Aktionsplan intensiv befasst und an seiner Umsetzung maßgeblich beteiligt waren. Die Stadt Köln konnte bereits zahlreiche Maßnahmen umsetzen und erfolgreiche Er- gebnisse erzielen. Damit hat sich ein neuer Blick auf die Bedürf- nisse von Kindern und Jugendlichen entwickelt. Die Meinungen von Kindern und Jugendlichen werden verstärkt in verwal- tungsinternen Prozessen und Planungen miteinbezogen. Ebenso ist es positiv zu bewerten, dass der Stellenwert und die Sichtbarkeit des Themas Kinderrechte in der Stadtgesellschaft gestiegen sind. Dies ist auf eine Vielzahl an Angeboten zum Thema Kinderrechte aus der Trägerlandschaft, aber auch auf eine breit angelegte Kinderrechtekampagne zurückzuführen. Die Coronapandemie hat uns aktuell noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt, wie wichtig fest etablierte Beteiligungs- strukturen sind, damit Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, ihre Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse einzubrin- gen und sich Gehör zu verschaffen. Einen Höhepunkt der ersten Siegelphase stellte das internatio- nale Gipfeltreffen „Child Friendly Cities Summit“ im Oktober 2019 dar, auf dem Kinder und Jugendliche, Stadtoberhäupter sowie Verwaltungsakteurinnen und Verwaltungsakteure aus aller Welt in Köln zusammenkamen, um sich über die Erfolge und Herausforderungen in der lokalen Umsetzung der Kin- derrechte auszutauschen. Die Stadt Köln hat gemeinsam mit UNICEF international und den Kinderfreundlichen Kommunen der Welt ein wichtiges Zeichen gesetzt. Vorwort von Anne Lütkes Seite 7 In der Zukunftswerkstatt wurde aber auch deutlich, dass wei- terhin eine gezielte und kreative Öffentlichkeitsarbeit erfolgen muss, um über Kinderrechte, die Maßnahmen im Aktionsplan, Beteiligungsmöglichkeiten und das Kinder- und Jugendbüro zu informieren. Dazu wurden in der Zukunftswerkstatt bereits viele Ideen erarbeitet, die auf ihre Umsetzbarkeit im neuen Aktionsplan geprüft werden sollten. Für die weitere Umsetzung wünschen wir uns von der Stadt Köln, den neuen Aktionsplan strategischer auszurichten und zu prüfen, inwiefern die Kinder- und Jugendfreundlichkeit als Querschnittsthema mit anderen stadtweiten Konzepten und Plänen (noch enger) verknüpft werden kann. Der Verein unter- stützt die Forderung, den Blickwinkel für den neuen Aktions- plan zu ändern: Nicht die Erwachsenen wissen, was für Kinder und Jugendliche gut ist, sondern Kinder und Jugendliche soll- ten am zweiten Aktionsplan als Expertinnen und Experten ihrer Lebenswelt mitschreiben. Wir wünschen der Stadt Köln, dass sie den weiteren Weg des Programms „Kinderfreundliche Kom- munen“ weiterhin so erfolgreich umsetzt. Der Verein „Kinder- freundliche Kommunen“ steht ihr bei allen weiteren Schritten gerne unterstützend zur Seite und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. Anne Lütkes Vorstandsvorsitzende des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen“ Seite 8 Kinder und Jugendliche sind Träger ei- gener Rechte. Diese Rechte sind fest- gehalten im „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“ der Vereinten Nationen, kurz der UN- Kinderrechts- konvention. Sie beschreibt die Rechte zur Teilhabe, Förderung und Partizi- pation von Kindern und Jugendlichen bis zur Volljährigkeit. Deutschland hat die UN-Kinderrechtskonvention 1992 unterzeichnet und sich damit ver- pflichtet, diese zu verwirklichen. Seite 9 Abschlussbericht 1. Ausgangssituation 1. Ausgangssituation Die UN-Kinderrechtskonvention Die UN-Kinderrechtskonvention ist in unserem Land geltendes Recht. Aktuell haben ihr weitere 195 Staaten zugestimmt und sie gilt damit für rund 2,35 Milliarden Kinder und Jugendliche weltweit. Alle Staaten, die die UN-Kinderrechtskonvention unterschrieben haben, müssen dem Kinderrechteausschuss der Vereinten Nationen regelmäßig Berichte darüber abliefern, was bei ihnen für die Einhaltung der Rechte der Kinder getan wird. In dem UN-Kinderrechteausschuss sitzen 18 gewählte Expert*innen aus verschiedenen Ländern. Ihre Aufgabe ist es, diese Berichte zu lesen und zu prüfen, ob die UN-Kinderrechts- konvention eingehalten wird. Köln als „Kinderfreundliche Kommune“ Die Stadt Köln hat sich für die Teilnahme am Programm „Kin- derfreundliche Kommune“ entschieden, um die Kinderrechte in unserer wachsenden Millionenstadt umzusetzen und zu leben. Kinder und Jugendliche finden hier sehr unterschiedliche Bedingungen und Lebenswelten vor, je nachdem, wo und wie sie aufwachsen. In manchen Stadtteilen gibt es viele Angebo- te und tolle Projekte für Kinder und Jugendliche, in anderen „Veedeln“ sind es weniger. Jedes Kind und jede*r Jugendliche bringt eigene Interessen, Fähigkeiten und Ideen mit, wächst in einer individuellen Familiensituation auf, spricht eine andere Sprache, gehört einer bestimmten Religion an. Die Ausgangs- bedingungen für ihr Aufwachsen sind also sehr unterschiedlich, die Kinderrechte gelten jedoch für alle gleich. Köln als „Kinderfreundliche Kommune“ möchte erreichen, dass möglichst alle Kinder und Jugendlichen ihre Rechte kennen und durch sie geschützt leben. Nur dann können sie sich für diese einsetzen oder wissen, wo sie sich Unterstützung holen kön- nen, wenn diese Rechte nicht beachtet werden. Seite 10 Der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. Unterstützung bekommt die Stadt Köln in diesem Prozess durch den Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“, der seit 2012 deutschlandweit Städte wie Köln dabei unterstützt und berät, Kinderrechte auf kommunaler Ebene einzuhalten und zu leben. Der Verein beschreibt dafür vier Schwerpunkte einer kinderfreundlichen Kommune: 1. den Vorrang des Kindeswohls 2. eine kinderfreundliche Rahmengebung 3. die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen 4. das Recht auf Information und Monitoring Das Dach des Vorhabens „Kinderfreund- liche Kommunen“ in Deutschland bildet die internationale „Child Friendly Cities Initiative (CFCI)“ von UNICEF, die seit 1996 international daran arbeitet, Kommunen kinderfreundlicher zu gestalten. https://childfriendlycities.org Zu Beginn der Kölner Teilnahme am Programm „Kinderfreund- liche Kommune“ führte der Verein eine Kinderbefragung sowie eine Befragung von Verwaltungsmitarbeiter*innen durch und leitete aus den Ergebnissen Empfehlungen für die Stadt ab. Auf Basis dieser Empfehlungen beauftragte der Rat der Stadt Köln im Juli 2017 die Stadtverwaltung mit der Aufstellung des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“. Darin wurden elf Leitziele formuliert sowie 58 Maßnahmen beschrie- ben, mit denen die vier Schwerpunkte einer kinderfreundli- chen Kommune in Köln besser umgesetzt werden können. Der Aktionsplan wurde vom Rat der Stadt Köln im Dezember 2017 verabschiedet. Im Februar 2018 erfolgte die feierliche Überga- be des Siegels „Kinderfreundliche Kommune“. Seite 11 Abschlussbericht 1. Ausgangssituation Vier Schwerpunkte einer kinderfreundlichen Kommune Der Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ entwickelte auf Grundlage der UN- Kinderrechtskonvention und aus den Erfahrungen der internationalen Child Friendly Cities Initiative vier Schwerpunkte für die kinder- und jugendfreundliche Kom- mune. 1. Schwerpunkt: Vorrang des Kindeswohls Das Kindeswohl soll in allen Verwaltungsentscheidungen mit Vorrang berücksichtigt werden. Es umfasst alle Lebensbedin- gungen junger Menschen, also die gesundheitlichen Bedingun- gen, den Schutz vor Gewalt, sichere Räume, Bewegungs-, Spiel- und Freizeitmöglichkeiten und vieles mehr. Die Stadt Köln möchte den Vorrang des Kindeswohls in allen Verwaltungsentscheidungen wahren, das heißt, wenn Ent- scheidungen der Verwaltung einen Einfluss auf das Leben von Kindern haben, soll den Interessen von Kindern im Abwägungs- prozess Vorrang eingeräumt werden. Es soll aber auch gewähr- leistet werden, dass Kinder und Jugendliche bei Entscheidun- gen der Verwaltung einbezogen werden. In vielen Bereichen der Stadtverwaltung haben Kinderrechte schon Eingang in das tägliche Verwaltungshandeln gefun- den. Es gibt eine Vielzahl von Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung von Kindern und ihren Rechten in den neun Stadtbezirken. Ebenso bestehen stadtweite Konzepte, unter anderem zu den Themen der Inklusion, der Integration, der Nach der Prüfung eines Aktionsplans durch den Verein wird das Siegel „Kinderfreund- liche Kommune“ verliehen. Es steht für den Prozess, der damit angestoßen wurde, und darf in der sogenannten Siegelphase drei Jahre getragen werden. Es ist zugleich Her- ausforderung, Verpflichtung und Ansporn für die Umsetzung des Aktionsplans und kann dabei helfen, Kinderrechte in einer Stadt sichtbarer zu machen. Zu Beginn der Teilnahme wird eine Stadt also nicht für das Ergebnis „Kinderfreundlichkeit“ ausgezeichnet, sondern für die Ent- scheidung dafür und den konkreten Aktionsplan, der dorthin führt. Seite 12 Gewaltprävention, der Jugendhilfe und Schulentwicklung sowie zur Spielplatzentwicklung. Zudem werden Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt. Aus diesem Grunde erzielte die Stadt Köln in der Bewertung des Themen- gebiets „Vorrang des Kindeswohls“ zu Beginn des Programms „Kinderfreundliche Kommunen“ bereits einen Wert von 76%. Die verbleibenden 24 % werden im Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ adressiert. Die UN-Kinderrechtskonvention und damit auch der Kölner Aktionsplan verstehen Kin- deswohl nach der englischen Originalfassung „the best interests of the child“ als die Sum- me aller Rechte und Interessen eines Kindes. Im deutschen Recht wird der Begriff „Kin- deswohl“ mitunter anders definiert und oft mit Kindeswohlgefährdung durch Gewalt, Vernachlässigung oder schädliches Verhalten gegenüber Kindern in Verbindung gebracht. 2. Schwerpunkt: Kinderfreundliche Rahmengebung Eine kinderfreundliche Kommune schafft einen verbindlichen Rahmen für die Vertretung und Durchsetzung von Kinderinte- ressen. Dazu gehören beispielsweise vielfältige und sichtbare Anlaufstellen in der Stadt, an die sich Kinder und Jugendliche mit ihren Anliegen wenden können. In Köln wurden in den letzten drei Jahren zwei solcher Anlauf- stellen neu eröffnet, die wesentlich zu einer kinderfreundlichen Rahmengebung beitragen: das Kinder- und Jugendbüro am Alter Markt und das Familienbüro in Kalk. Beide unterstützen Kinder und Jugendliche beziehungsweise ihre Familien durch Information und Beratung bei der Durchsetzung ihrer Rechte. Durch die Schaffung solcher Anlaufstellen können Netzwerke verstärkt oder weiter ausgearbeitet werden, in denen gemein- sam mit Vertreter*innen freier Träger, Kinderrechtsorganisa- tionen oder anderen Partner*innen an einem verbindlichen Rahmen für die Umsetzung der Kinderrechte gearbeitet wird. Zu Beginn des Programms „Kinderfreundliche Kommune“ erreichte die Stadt Köln eine Bewertung von 67 % im Schwer- punkt kinderfreundliche Rahmengebung und hatte damit bereits eine gute Basis für den weiteren Ausbau. Die verblei- benden 33 % adressiert der Aktionsplan „Kinder- und jugend- freundliches Köln“. Seite 13 Abschlussbericht 1. Ausgangssituation 3. Schwerpunkt: Beteiligung von Kindern und Jugendlichen Eine kinderfreundliche Kommune zeichnet sich dadurch aus, dass Kinder und Jugendliche vielfältige Beteiligungs- oder Partizipationsmöglichkeiten haben und ihre Wünsche und Be- dürfnisse gehört werden. Bei Verwaltungsentscheidungen, die sie betreffen, werden sie eingebunden und können sich aktiv in die Gestaltung ihrer Kommune einbringen. Sie haben das Recht auf Gehör und Berücksichtigung. Es ist entscheidend, dass ihre Interessen in die Interessensabwägung einer Entschei- dung eingeflossen sind. Das bedeutet nicht, dass jede Ent- scheidung zugunsten von Kindern oder Jugendlichen ausfallen muss. Ihre Bedürfnisse und Interessen müssen gegenüber den Bedürfnissen und Interessen anderer Menschen, zum Beispiel älterer Menschen oder Menschen mit einer Behinderung, je- doch abgewogen werden. In Köln gibt es bereits eine vielfältige Beteiligungslandschaft. Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit, sich regelmäßig in den bezirklichen Kinder- und Jugendforen oder der Jugend- verbandsarbeit einzubringen. Darüber hinaus können sie auch in kurzfristigen Beteiligungsinitiativen aktiv an einem Projekt mitwirken. In Kooperation mit dem Kölner Jugendring e.V. wurde im Rahmen der Kinderfreundlichen Kommune zudem das Projekt „Auf Kölner Nacken“ initiiert, in dem Kinder und Jugendliche ein eigenes Budget verwalten und so selbst Pro- jekte von und für Kinder und Jugendliche in ihrer Stadt fördern können. Für den Themenbereich „Partizipation von Kindern und Ju- gendlichen“ erzielte die Stadt Köln zu Beginn des Programms bereits 79 % in der Bewertung. Der Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ zielt auf die verbleibenden 21 %. 4. Schwerpunkt: Recht auf Information und Monitoring Der vierte Schwerpunkt einer kinderfreundlichen Kommune ist das Recht auf Information und Monitoring. Kinder und Jugend- liche sollten ihre Rechte kennen und wissen, wie sie mitwirken, mitgestalten, sich informieren oder sich gegen Rechtsverlet- zungen wehren können. Denn nur wer die eigenen Rechte und die Rechte anderer kennt, kann diese auch aktiv einfordern. Zur lokalen Umsetzung der Kinder- und Jugendrechte ist zu- dem eine umfassende Information von Verwaltung und Öffent- lichkeit erforderlich. Seite 14 Vor allem Kinder, Jugendliche und ihre Familien in schwieri - gen oder besonderen Lebenssituationen benötigen Informati - onen über Beratungsangebote, Unterstützungsmöglichkeiten und Anlaufstellen in ihrer Umgebung. Dabei müssen sozial und/oder aufgrund von Behinderungen benachteiligte junge Menschen besonders in den Blick genommen werden. Sie benötigen Maßnahmen, die zu einer erleichterten Inklusion verhelfen. Die Stadt Köln informiert bereits auf verschiedenen Wegen zu Kinderrechten, Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten sowie Freizeit- und Kulturangeboten und verbreitet diese Informa- tionen. Auch dieser Abschlussbericht zur Kinderfreundlichen Kommune erscheint unter dem Titel „Wie wird eine Stadt kin- derfreundlich?“ zeitgleich in einer Variante für junge Leser*in- nen, die Hintergründe erklärt und Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigt. Seite 1 Abschlussbericht Aktionsplan 2018–2021 – Kinderfreundliche Kommune Köln WIE WIRD EINE STADT KINDERFREUNDLICH? WIE WIRD EINE STADT Hier gibt es die Broschüre als E-Magazin. https://www.yumpu. com/de/document/ read/65987627/wie-wird- eine-stadt-kinderfreundlich Aufgrund der Vielfalt der Angebote auf diesem Gebiet erreich- te die Stadt Köln zu Beginn des Programms bereits einen Wert von 81 %. Der Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ adressiert die verbleibenden 19 %. Die erreichten hohen Prozentzahlen bei der Anfangsbewertung machen deutlich, dass die Stadt Köln 2018 bereits auf einer soliden Grundlage in den Schwerpunkten einer kinderfreund- lichen Kommune aufbauen konnte. Dennoch gibt es natürlich vieles, was noch verbessert werden kann. Seite 15 Abschlussbericht 1. Ausgangssituation Seite 16 2. Aktueller Stand: Wo steht Köln auf dem Weg zur Kinderfreundlichen Kommune? Am 1. und 2. Februar 2021 fand eine digitale Zukunftswerk- statt für Jugendliche und Erwachsene statt, in der die Stadt Köln die Umsetzung des Aktionsplans „Kinder- und jugend- freundliches Köln“ nach dreijähriger Siegelphase ausgewertet hat. Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Anne Lütkes, Vorsitzende des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“, begrüßten die Teilnehmenden zur Veranstaltung. Neben Ju- gendlichen und jungen Erwachsenen nahmen Vertreter*innen aus verschiedenen Bereichen der Verwaltung, der Politik, der Jugendhilfe und der freien Träger, des Kölner Jugendrings e. V., des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ sowie die Köl- ner Sachverständigen Erik Flügge (Squirrel & Nuts, Gesellschaft für strategische Beratung mbH) und Frank Lehmann (Bundes- zentrale für gesundheitliche Aufklärung) teil. Aufgrund des Online-Formats konnten nicht alle Akteur*innen des ersten Ak- tionsplans zur Veranstaltung eingeladen werden, ihre Expertise soll jedoch in die Planung der zweiten Siegelphase einfließen. Alle Beteiligten an der digitalen Zukunftswerkstatt waren sich einig: „In Köln hat sich im Sinne der Kinder- und Jugendfreundlich- keit bereits viel getan, aber wir können und wollen noch viel besser werden.“ Vor der digitalen Zukunftswerkstatt der Jugendlichen sollte eine (in Teilen) digitale Kinder-Zukunftswerkstatt für Teil- nehmende ab 8 Jahren durchgeführt werden. Diese musste aufgrund der Coronapandemie mehrmals abgesagt und ver- schoben werden. Sie wird nachgeholt, sobald die Pandemie dies zulässt. Die Kinder stehen in den Startlöchern, die Bastel- kisten liegen in den beteiligten Jugendeinrichtungen bereit und alle Beteiligten freuen sich sehr auf eine Durchführung. Die Ergebnisse der Kinder-Zukunftswerkstatt werden, wie auch die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt der Jugendlichen, in die weitere Planung des Gesamtvorhabens „Kinderfreundliche Kommune“ einfließen. Eine Beschreibung und Auswertung der elf Leitziele und der damit verbundenen 58 Maßnahmen aus dem ersten Aktionsplan werden ab Seite 36 ausführlich dargestellt. Seite 17 Abschlussbericht 2. Aktueller Stand „In Köln hat sich im Sinne der Kinder- und Jugendfreundlichkeit bereits viel getan, aber wir können und wollen noch viel besser werden.“ Fazit der Teilnehmenden an der Zukunftswerkstatt Seite 18 Die Teilnehmer*innen der Zukunftswerkstatt waren sich einig, dass das Thema „Kinder- und Jugendrechte“ durch die Teilnah- me am Programm „Kinderfreundliche Kommune“ in der Stadt- gesellschaft angekommen ist. Es besteht ein großes Interesse an den und ein steigendes Bewusstsein für die Themen der Kinder und Jugendlichen und ihre Beteiligung an Planungen und Prozessen. Als besonders positiv ist hier das erprobte Verfahren der Kinder- und Jugendbeteiligung bei Spielplatzpla- nungen sowie im Rahmen der Qualitätsoffensive in den Kinder- tageseinrichtungen hervorzuheben. Parallel zum Aktionsplan reihen sich viele Projekte in den Prozess der kinderfreundlichen Kommune Köln ein und werden neu und weiter im Sinne der Kinderrechte gedacht. In Köln ist ein Austausch zwischen vielen verschiedenen Ebe- nen in Gang gekommen – Kinder, Jugendliche, erwachsene Bürger*innen, Politik, Jugendhilfe, Verbände, Verwaltung und viele mehr. Dabei ist es schön zu sehen, wie viele unterschied- liche Menschen, Ämter und Interessensvertretungen gemein- sam an dem Thema arbeiten. Nicht zuletzt durch die Aufnah- me der Kinder- und Jugendfreundlichkeit in die Hauptsatzung der Stadt Köln wird deutlich, dass sich auch die lokale Politik in Köln aktiv für die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein- setzt (weitere Infos auf Seite 58). Im Rahmen der ersten Siegelphase konnten zwei zentrale Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche und ihre Familien in unserer Stadt geschaffen werden. Im Jahr 2019 wurde das kooperative Kinder- und Jugendbüro am Alter Markt eröffnet und im Jahr 2020 folgte dann das Familienbüro in Kalk. Die Er- öffnung der Kölner Jugendberufsagentur (JBA) als eine weitere Anlaufstelle erfolgte im Mai 2021. Dieses zusätzliche Angebot der Arbeitsagentur Köln, des Jobcenters Köln und der Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Köln will die Integration in Ausbil- dung und Arbeitsmarkt für junge Menschen verstärken, gerade wenn sie Unterstützung bei mehreren Themen brauchen. Zudem sind in den letzten Jahren viele Werbemittel und Materialien entstanden, die auf einfache Weise wichtige Bot- schaften in die Gesellschaft tragen und die vielfältig genutzt werden. Dazu gehören zum Beispiel Filme zum Thema Kinder- rechte oder Plakate im Rahmen einer Kinderrechtekampagne. Allein hierüber wurden gute Gedanken, Diskussionen und neue Prozesse angestoßen. Seite 19 Abschlussbericht 2. Aktueller Stand Es ist und bleibt jedoch eine große Herausforderung, das Quer- schnittsthema Kinder- und Jugendfreundlichkeit in einer Mil- lionenstadt wie Köln ämter- und dezernatsübergreifend sowie in der Stadtgesellschaft zu verankern. Viele Prozesse wurden angestoßen, allerdings dauert es mitunter sehr lange, bis sicht- bare Ergebnisse greifbar werden. Die stadtweite Ausdehnung erfolgreicher Maßnahmen benötigt immer auch entsprechen- de Ressourcen. Es ist zudem eine nie endende Aufgabe, die engagierten Angebote, Projekte und Maßnahmen des Aktions- plans bekannt zu machen und in die Zielgruppe zu bringen. Es braucht einen langen Atem, um die strukturelle Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Planungen und Prozessen weiter voranzubringen und gegebenenfalls auch ablehnende oder misstrauische Haltungen diesbezüglich zu verändern. Dafür brauchen wir gute Ideen, kreative Konzepte sowie nied- rigschwellig zugängliche Angebote und Beteiligungsmöglich- keiten, die transparent dargestellt und sichtbar sind. Letzteres ist unbedingt notwendig, damit auch sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche einen Zugang finden. Es sind struktu- relle Beteiligungsformen zu etablieren, in denen die aktive Mit- bestimmung von Kindern und Jugendlichen als fester Baustein verankert und nicht in die Beliebigkeit gestellt wird. Dazu sollte ein stadtweites Beteiligungskonzept entwickelt werden, aus dem hervorgehen muss, auf welcher Partizipationsebene sich ein Prozess befindet und wo die jeweiligen Begrenzungen von Beteiligungen liegen. Auch die indirekte Partizipation durch Eltern, gerade bei jüngeren Kindern, sollte noch weiter ausge- baut werden. Für den weiteren Prozess muss geprüft werden, inwiefern die Möglichkeit besteht, das Gesamtvorhaben „Kinderfreundli- che Kommune“ noch stärker mit anderen gesamtstädtischen Prozessen und Planungen zu verschränken. Die stärkere Ver- zahnung zwischen dem Aktionsplan „Kinder- und jugend- freundliches Köln“ und anderen Planungen und Prozessen, wie dem Stadtentwicklungsprozess „Kölner Perspektiven 2030+“, dem „Kommunalen Kinder- und Jugendförderplan“, der „Spiel- platzbedarfsplanung“ oder „kinderstark – NRW schafft Chan- cen“, könnte zu positiven Synergieeffekten führen. Auch eine stärkere Einbindung von freien Trägern in das Gesamtvorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ wird angestrebt. Seite 20 Es konnten bereits zahlreiche der insgesamt 58 Maßnahmen aus dem ersten Aktionsplan erfolgreich abge- schlossen werden. Das Gesamtvor- haben „Kinderfreundliche Kommune Köln“ ist jedoch mehr als die Sum- me von 58 Maßnahmen. Die Kölner Stadtgesellschaft einschließlich der Stadtverwaltung ist in Bewegung ge- kommen und hat sich dem Thema Kinder- und Jugendfreundlichkeit zu- gewandt. Wie einschneidend und grundsätzlich diese Entwicklungen sind und auch noch sein werden, zeigt sich besonders an einigen stra- tegischen Meilensteinen, die wir im Prozess identifizieren konnten. Einige davon finden sich unter den 58 ge- planten Maßnahmen, andere sind parallel dazu entstanden. Seite 21 3. Meilensteine im Kölner Gesamtprozess 1. Meilenstein: Aufnahme der Kinder- und Jugendfreundlichkeit in die Hauptsatzung der Stadt Köln Am 21. Juni 2018 wurde die Hauptsatzung der Stadt Köln durch den Rat geändert. In § 12b wurde die Kinder- und Jugendfreundlichkeit wie folgt aufgenommen: S. 22 in der Kin- der- und Jugendver- sion des Abschluss- berichts Die Aufnahme der Kinder- und Jugendfreundlichkeit in die Hauptsatzung schafft eine verbindliche Verankerung als stadtweites und ressortübergreifendes Thema. § 12b Kinder- und Jugendfreundlichkeit „Die Stadt Köln ist eine kinder- und jugendfreundliche Stadt. Sie wirkt im Rahmen ihrer Befugnisse auf die Berücksichtigung der Rechte von Kindern und Jugendlichen hin. In den Bezirken werden geeignete Beteiligungsforen für Kinder und Jugendliche gebildet.“ Abschlussbericht 3. Meilensteine im Kölner Vorhaben Seite 22 Den vollständigen Ergebnisbericht der Jugendbefragung gibt es unter www.jugendbefragung.koeln „Mehr öffentliche Verkehrsmittel. Bessere Anbindungen. Weniger stinkende Autos. Mehr in E-Mobilität, Hybrid, Rad investieren. Die Stadt mal von allem Müll säubern. Höhere Strafen für Müllsünder. Mehr Personal, das kontrolliert (Müll im Park, an Straßen etc.).“ (Zitat aus der Jugendbefragung auf die Frage: „Das würde ich in Köln besser machen …“) 2. Meilenstein: Kölner Jugendbefragung vom 9. April bis 1. Juli 2018 Vom 9. April bis 1. Juli 2018 fragte die integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung in Kooperation mit dem Kölner Jugendring alle jungen Kölner*innen im Alter zwischen 14 und einschließlich 20 Jahren nach ihrer Meinung zu den Themenfel- dern „Leben in Köln“, „politische Beteiligung“, „Engagement“ und „Freizeitgestaltung“. Begleitet wurde diese Online-Befragung durch qualitative Workshops vor, während und nach der Befragungsphase, um den Jugendlichen eine direkte Beteiligung zu jedem Zeitpunkt der Befragung zu ermöglichen. Ziel war es, zu erfahren, wie Köln jugendgerechter gemacht werden kann. Den Jugendli- chen sollte so die Möglichkeit gegeben werden, ihre Stadt aktiv mitzugestalten und Einfluss auf die Handlungen der Stadtver- waltung und Stadtpolitik zu nehmen. 5.094 Jugendliche nahmen an der Befragung teil. Die Ergeb- nisse wurden am 19. März 2019 im Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Sie bildeten die Grundlage für anschließende poli- tische und stadtgesellschaftliche Diskussionen. Der Ergebnis- bericht wurde an alle entscheidenden Akteur*innen aus der Stadtgesellschaft mit der Bitte um Prüfung und Rückmeldung verschickt. Gleichzeitig wurden die Prüfempfehlungen ver- waltungsintern auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft. Der Er- gebnisbericht ist für alle Jugendlichen im Internet verfügbar. Die Ergebnisse stellen zudem die Basis für den kommenden Kinder- und Jugendförderplan der Stadtverwaltung dar, der am 9. November 2021 vom Rat beschlossen wurde. Dieser wird in verschiedenen Ausschüssen und auf der Website der Stabsstelle „Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung“ ver- öffentlicht. Es ist geplant, diese Detailauswertung der Jugend- befragung erneut auf der Jugendbefragungswebsite zu veröf- fentlichen. Weitere Kommunikationswege und -kanäle werden ebenfalls in Erwägung gezogen. S. 23 in der Kin- der- und Jugendver- sion des Abschluss- berichts Seite 23 Abschlussbericht 3. Meilensteine im Kölner Vorhaben Unter dem Leitziel 7 „Kinder- und Jugendrechte im Verwal- tungshandeln stärken“ auf Seite 60 wird noch einmal aus- führlicher auf das Kinder- und Jugendbüro eingegangen. 3. Meilenstein: Eröffnung des kooperativen Kinder- und Jugendbüros Das kooperative Kinder- und Jugendbüro wurde als zentrale Anlaufstelle und Interessenvertretung für Kölner Kinder und Jugendliche am 19.3.2019 eröffnet. Die Stadtverwaltung und der Kölner Jugendring e.V. arbeiten darin gleichberechtigt zusammen. Das Kinder- und Jugendbüro bietet jungen Men- schen einen verbindlichen Rahmen, in dem sie ihre Ideen, Meinungen, Wünsche, aber auch Probleme oder Schwierig- keiten anbringen können. Sie erhalten hier Informationen zu ihren Rechten, außerdem Unterstützung und den Zugang zu einem Netzwerk von Anlaufstellen. Das Büro informiert über Mitgestaltungsmöglichkeiten und bietet jungen Menschen den Raum, eigene Projektideen zu besprechen, Projekte mitzuent- wickeln oder sich an bestehenden Projekten zu beteiligen. Seit Anfang März 2020 wurde die Arbeit jedoch in erheblichem Maß durch die Coronapandemie beeinflusst. S. 24 in der Kin- der- und Jugendver- sion des Abschluss- berichts Seite 24 4. Meilenstein: Qualitätsoffensive in den Kitas Die Qualitätsoffensive startete im Sommer 2018 für alle 226 städtischen Kindertageseinrichtungen. Sie zielte darauf ab, Qualitätsansprüche festzulegen und ein verbindliches Quali- tätshandbuch zu erstellen. Letzteres konnte erfolgreich im Jahr 2019 veröffentlicht werden. Die Leitlinien „Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand“ spiegeln die Haltung des Trägers wider und sind ein Werkzeug für die Pädagog*innen, fortlaufend ihre Haltung und ihr Handeln den Kindern gegenüber zu reflektieren. Damit liefern sie auch einen wichtigen Beitrag zum Kinderschutz. Als Aushängeschild für alle städtischen Kitas wurden Leinwän- de mit den Leitlinien erstellt. Die erste davon wurde im Februar 2020 von Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Rahmen einer Pressekonferenz in einer der Kitas aufgehängt. Mittler- weile sind die Leinwände gut sichtbar in allen städtischen Kitas angebracht. Sie sollen dazu anregen, über die Themen ins Gespräch zu kommen – mit Kolleg*innen, mit Eltern und vor al- lem auch mit den Kindern. Um den Kindern die Leitlinien noch besser erklären zu können, ist geplant, ihren Inhalt kindgerecht aufzubereiten und darzustellen. S. 25 in der Kin- der- und Jugendver- sion des Abschluss- berichts Das Qualitäts- handbuch der städtischen Kinder- tageseinrichtungen erschien 2019. Seite 25 Abschlussbericht 3. Meilensteine im Kölner Vorhaben Die Pädagog*innen tragen die gemeinsame Verantwortung für die Einhaltung der Leitlinien. Sie sind verpflichtet, sich für die Rechte der Kinder einzusetzen und sofort zu intervenieren, wenn die Leitlinien missachtet werden. Im Umgang mit den Leitlinien soll das eigene Verhalten und das der Kolleg*innen regelmäßig mit Blick auf die Rechte der Kinder reflektiert werden. Außerdem ist ein Verfahren in der Entwicklung, mit dem sich Kolleg*innen gegenseitig konstruktiv auf Fehlverhal- ten hinweisen und im Sinne des Kinderschutzes intervenieren können. Auszug aus dem Qualitätshand- buch: Leitlinien der Kindertageseinrich- tungen der Stadt Köln, Seite 8 Leitlinien der Kindertageseinrichtungen der Stadt Köln 1. Kinder werden von mir wertschätzend angesprochen und behandelt. Ich lasse nicht zu, dass Kinder diskriminierend, respektlos, demütigend, übergriffig oder unhöflich behandelt werden. 2. Ich nehme Kinder ernst und höre ihnen zu. Ich lasse nicht zu, dass Äußerungen und Verhalten von Kindern ignoriert werden und auf verbale und nonverbale Äußerungen der Kinder herabset- zend, übergriffig oder ausgrenzend reagiert wird. 3. Ich hebe die individuellen Stärken jedes Kindes heraus und benenne sie. Ich lasse nicht zu, dass Produkte und Leistungen von Kindern entwertend und entmutigend kommentiert werden. 4. Ich leite Kinder zur Selbstachtung und Anerkennung der Anderen an. Ich lasse nicht zu, dass körperliche, verbale oder seelische Verletzungen, weder zwischen Kindern noch zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbei- tern und Kindern ignoriert werden. 5. Ich stelle bei Rückmeldungen an die Kinder, Eltern/Erziehungsbe- rechtigte oder Dritte das bereits Erreichte in den Vordergrund. Ich dokumentiere und bespreche die Schritte zur guten Weiterentwicklung. 6. Ich achte auf die Interessen, Freuden, Bedürfnisse und Nöte der Kinder. Ich bin liebevolle Bezugsperson und Unterstützerin oder Unterstützer der Kinder. Ich interveniere sofort bei Fehlverhalten Einzelner und Nichteinhal- tung der Leitlinien, um die Situation zu verbessern. Das Qualitätshandbuch der städtischen Kindertagesein- richtungen kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/ pdf51/kitas/qualitaetshandbuch-01-2020.pdf Seite 26 5. Meilenstein: Geburtstag der Kinderrechte – 30 Jahre UN-Kinderrechts- konvention Im November 1989 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention. Der 30. Geburtstag der Konvention war für Köln ein ganz beson- derer Geburtstag, der mit Kindern, Jugendlichen und Familien gebührend gefeiert wurde. Im Jahresverlauf 2019 wurden ge- meinsam mit zahlreichen Akteur*innen viele Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt. Über Kinderrechte informieren und diese erlebbar machen stand dabei im Vordergrund. Unter Beteiligung verschiedener Ämter, Dienststellen, der Bezirks- schüler*innen-Vertretung, der Stadtschulpflegschaft sowie Trä- gern der freien Jugendhilfe konnte eine breit angelegte Kinder- rechtekampagne umgesetzt werden. Die entstandenen Plakate zur Kampagne wurden in Workshops mit Kindern und Jugend- lichen thematisch entwickelt. Zudem entwickelte ROOTS & ROUTES Cologne e.V. gemeinsam mit dem Amt für Kinder, Ju- gend und Familie und der städtischen Kindertageseinrichtung Jesuitengasse einen Film-Clip zum Thema „Kinder erklären Kinderrechte“. Ende Juni 2019 fand eine große Premierenvor- stellung vor über 300 kleinen und großen Zuschauer*innen im Kölner Kino Cinedom statt. Anschließend lief der Film bis Ende 2019 als Vorspann vor allen Filmen im Kölner Cinedom. S. 27 in der Kin- der- und Jugendver- sion des Abschluss- berichts © Birgit Jansen www.buergie.de (2019) kinderrechte.koeln KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Seite 27 Abschlussbericht 3. Meilensteine im Kölner Vorhaben 6. Meilenstein: Child Friendly Cities Summit Ihren Höhepunkt fand die Kinderrechtekampagne im ersten internationalen Gipfeltreffen Kinderfreundlicher Kommunen (Child Friendly Cities Summit), den UNICEF und die Stadt Köln vom 15. bis zum 18. Oktober 2019 gemeinsam ausrichteten. Mehr als 550 internationale Gäste, darunter Bürgermeister*in- nen, Fachleute sowie Kinder und Jugendliche aus Städten und Gemeinden aus über 60 Ländern kamen im Kölner Gürzenich zusammen. Das Ziel des Gipfels war es, Netzwerke aufzubauen sowie Erfahrungen, Strategien und Wege auszutauschen, wie das Aufwachsen in Städten und Gemeinden kinderfreundlicher gestaltet werden kann und demnach die Rechte von Kindern und Jugendlichen im Alltagsleben besser umgesetzt werden können. S. 28 f. der Kin- der- und Jugendver- sion des Abschluss- berichts Our Cities. Our Lives. Our future. Seite 28 Graphic Recording von Zey, Schwanen- berg und Jürgens Der Kölner Gipfel brachte erstmalig Städte und Kommunen zu- sammen, um die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention kommunal weiter voranzutreiben. Der „Child Friendly Cities Summit“ setzte ein wichtiges inter- nationales Zeichen für die Stärkung von Kinderfreundlichkeit in Kommunen auf der ganzen Welt. Mehr als 100 Bürger- meister*innen aus über 40 Ländern weltweit haben dort eine „Kölner Erklärung“ (Originaltitel: „Cologne Child Friendly Cities Mayors Declaration“) für mehr Kinderfreundlichkeit unterzeich- net. Zum Abschluss des Gipfels präsentierten die teilnehmen- den Kinder und Jugendlichen ihre Forderungen in einem Mani- fest unter dem Namen „Our cities. Our lives. Our future“. Das Manifest beinhaltet Eckpunkte, um die Kinderrechte zum Maß- stab kommunaler Politik zu machen. 120.000 junge Menschen aus aller Welt haben sich im Vorfeld des Gipfels an Umfragen und Diskussionsrunden zum Aufwachsen in Städten beteiligt. Ihre Botschaften flossen ebenfalls in das Manifest ein. Seite 29 Abschlussbericht 3. Meilensteine im Kölner Vorhaben 7. Meilenstein: Stadtgespräch Jugend Auf Einladung der Oberbürgermeisterin Henriette Reker fand am 13. Februar 2020 das „Stadtgespräch Jugend“ in der Piaz- zetta des Historischen Rathauses statt. Frau Reker tauschte sich mit Jugendlichen über deren aktuelle Erfahrungen, Ideen und Vorschläge für die Stadt Köln aus. Die Kinder und Jugendlichen sprachen über die vorab ge- sammelten und mit Jugendlichen im Kinder- und Jugendbüro partizipativ entwickelten Schwerpunktthemen. Wesentliche Themenschwerpunkte des Austauschs stellten die Ausstattung von Schulen und Jugendzentren, die besondere Verkehrsproble- matik für Kinder und Jugendliche, die Sicherheit im öffentlichen Raum, der Einsatz von Pferden in Karnevalszügen und die Aus- weitung des Angebots an außerschulischen Gedenkstättenfahr- ten in Zeiten zunehmender rechtsextremer Gewalttaten dar. S. 30 in der Kin- der- und Jugendver- sion des Abschluss- berichts www.stadt-koeln.de/ stadtgespraech-jugend Donnerstag, 13. Februar 2020 18:30 – 21 Uhr Historisches Rathaus 50667 Köln mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker Deine Stadt – Deine Themen #DeineStadtDeineThemen Seite 30 8. Meilenstein: Selbstverständnis des Amtes für Kinder, Jugend und Familie Im Jahr 2020 wurde ein Selbstverständnis diskutiert und for- muliert, das beschreibt, wie und mit welcher Grundhaltung die Mitarbeiter*innen und Leitungskräfte des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln auf Kinder, Jugendliche oder Familien zugehen. Das Selbstverständnis definiert eine Grund- haltung der Wertschätzung, des gegenseitigen Respekts und der Akzeptanz und grundsätzlichen Offenheit für unterschied- liche Lebensentwürfe, Religionen oder Lebenssituationen. Es stellt darüber hinaus eine Reflexionsmöglichkeit für das eigene Handeln dar und bietet die Chance, eigene Grenzen und Vor- urteile zu überdenken und gegebenenfalls Kolleg*innen oder Vorgesetzte darauf aufmerksam zu machen, wenn sie von der Grundhaltung abweichen. Diese Haltung ist besonders dann wichtig, wenn Familien auf die Unterstützung und Begleitung angewiesen sind, sei es im Bereich von Hilfen zur Erziehung, in Form von niedrigschwelli- gen, präventiven Angeboten und Beratung oder wenn es um die Sicherstellung des Kinderschutzes geht. S. 31 f. in der Kin- der- und Jugendver- sion des Abschluss- berichts Selbstverständ- nis des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln – Handlungs- maximen für alle Mitarbeitenden (Seite 1) Beraten, Begleiten & Handeln mit Respekt und Wertschätzung Selbstverständnis des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln – Handlungsmaximen für alle Mitarbeitenden Die folgenden Handlungsmaximen gelten für alle Mitarbeitenden des Amtes für Kinder, Jugend und Familie: Ich kenne die UN-Kinderrechte und fühle mich in meinem Handeln an diese Rechte gebunden. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie deren gelingendes Aufwachsen sind verbindliche Grundlagen meines Handelns. Ich gehe davon aus, dass alle Bürgerinnen und Bürger, mit denen ich in Kontakt trete oder auf die mein Handeln ausgerichtet ist, grundsätzlich danach streben, die Regeln unserer demokratischen Gesellschaft zu be- achten. Ebenso vertraue ich darauf, dass Eltern ihre Kinder gut und gewaltfrei erziehen und für ihre bestmögliche Entwicklung sorgen sowie als Familie ein eigenständiges und eigenverantwortliches Leben führen wollen. Ich unterstütze Eltern partnerschaftlich dabei, ihrem Erziehungsauftrag ge- recht zu werden. Selbstverständ- nis des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln – Handlungs- maximen für alle Mitarbeitenden (Seite 2) Seite 31 8. Meilenstein: Selbstverständnis des Amtes für Kinder, Jugend und Familie Im Jahr 2020 wurde ein Selbstverständnis diskutiert und for- muliert, das beschreibt, wie und mit welcher Grundhaltung die Mitarbeiter*innen und Leitungskräfte des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln auf Kinder, Jugendliche oder Familien zugehen. Das Selbstverständnis definiert eine Grund- haltung der Wertschätzung, des gegenseitigen Respekts und der Akzeptanz und grundsätzlichen Offenheit für unterschied- liche Lebensentwürfe, Religionen oder Lebenssituationen. Es stellt darüber hinaus eine Reflexionsmöglichkeit für das eigene Handeln dar und bietet die Chance, eigene Grenzen und Vor- urteile zu überdenken und gegebenenfalls Kolleg*innen oder Vorgesetzte darauf aufmerksam zu machen, wenn sie von der Grundhaltung abweichen. Diese Haltung ist besonders dann wichtig, wenn Familien auf die Unterstützung und Begleitung angewiesen sind, sei es im Bereich von Hilfen zur Erziehung, in Form von niedrigschwelli- gen, präventiven Angeboten und Beratung oder wenn es um die Sicherstellung des Kinderschutzes geht. S. 31 f. in der Kin- der- und Jugendver- sion des Abschluss- berichts Selbstverständ- nis des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln – Handlungs- maximen für alle Mitarbeitenden (Seite 1) Beraten, Begleiten & Handeln mit Respekt und Wertschätzung Selbstverständnis des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln – Handlungsmaximen für alle Mitarbeitenden Die folgenden Handlungsmaximen gelten für alle Mitarbeitenden des Amtes für Kinder, Jugend und Familie: Ich kenne die UN-Kinderrechte und fühle mich in meinem Handeln an diese Rechte gebunden. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie deren gelingendes Aufwachsen sind verbindliche Grundlagen meines Handelns. Ich gehe davon aus, dass alle Bürgerinnen und Bürger, mit denen ich in Kontakt trete oder auf die mein Handeln ausgerichtet ist, grundsätzlich danach streben, die Regeln unserer demokratischen Gesellschaft zu be- achten. Ebenso vertraue ich darauf, dass Eltern ihre Kinder gut und gewaltfrei erziehen und für ihre bestmögliche Entwicklung sorgen sowie als Familie ein eigenständiges und eigenverantwortliches Leben führen wollen. Ich unterstütze Eltern partnerschaftlich dabei, ihrem Erziehungsauftrag ge- recht zu werden. Selbstverständ- nis des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln – Handlungs- maximen für alle Mitarbeitenden (Seite 2) Unabhängig davon, ob ich mittelbar oder unmittelbar in meinem Ar- beitsalltag mit Kindern, Jugendlichen und Eltern in Kontakt stehe, gelten für mich als Mitarbeitende im Jugendamt folgende Leitlinien: Respekt & Werte Ich kenne meine eigenen Werte und Vorurteile gegenüber Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sozialisation und reflektiere diese. Ich begegne Kindern, Jugendlichen, Eltern und Kooperationspartnern, gleich welcher Herkunft und Sozialisation, mit Respekt und Wertschät- zung. Ich respektiere das Autonomiestreben von Kindern und Jugendlichen und unterstütze sie und ihre Familien bei der Findung eines guten Mit- einanders. Ich stelle Ressourcen und Stärken der Kinder, Jugendlichen und Eltern heraus. Ich gebe ihnen Rückmeldungen und stelle dabei die erreichten Fortschritte in den Vordergrund. Transparenz Ich informiere Kinder, Jugendliche und Eltern offen und transparent über die Möglichkeiten und Grenzen der Jugendhilfe und über die nächsten Schritte, die ich mit ihnen gehen möchte. Verantwortung Ich schaffe und schütze Räume für ein gewaltfreies Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt. Ich nehme Kinder, Jugendliche und Eltern in ihren Anliegen ernst, höre ihnen zu und bin ihr Ansprechpartner/ihre Ansprechpartnerin in allen Fragen, die das Zusammenleben von Eltern und Kindern betreffen. Kooperation Als Teil einer Verantwortungsgemeinschaft für Kinder und Jugendliche bin ich jederzeit bereit, Kooperationen mit Partnern einzugehen, die mich bei meiner Arbeit im Sinne der Kinder, Jugendlichen und Familien unterstützen können. Partizipation Ich biete Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zur Partizipation und zur gesellschaftlichen Teilhabe. Ich setze und kommuniziere dafür einen klaren Rahmen, innerhalb dessen ich ihre Meinung und ihre Rückmel- dungen wertschätzend umsetze Abschlussbericht 3. Meilensteine im Kölner Vorhaben Seite 32 9. Meilenstein: Eröffnung des Familienbüros Das Familienbüro wurde am 17. Juni 2020 als zentrale Anlauf- stelle für Familien mit Kindern von 0 bis 6 Jahren eröffnet. Aktuell leben rund 65.000 Kinder im Alter von bis zu 6 Jahren in Köln. Eltern erhalten im Familienbüro unter anderem Infor- mation und Orientierung zu Kitas in Köln, persönliche Beratung bei Fragen zu Vormerkung und Anmeldung eines Kita-Platzes, Unterstützung bei der Anwendung des Programms „LITTLE BIRD“ oder Hilfe bei der Suche nach einer Tagesmutter oder einem Tagesvater. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Vernetzungsarbeit. Eltern sind oft nicht hinreichend darüber informiert, welche Unter- stützungsmöglichkeiten sie in Anspruch nehmen können. Hier klärt das Familienbüro auf und übernimmt zusätzlich bei Bedarf eine Art Lotsenfunktion, um den Zugang zu allen be- stehenden Beratungs- und Hilfsangeboten sicherzustellen. Das Spektrum möglicher Fragen ist breit gefächert. Es reicht von den Regelungen zu Unterhaltszahlungen, Elterngeld und Elternbeiträgen über die Unterstützung für Kinder mit Förder- bedarf, den Gesundheitsschutz und das Bildungs- und Teilhabe- paket bis zu Freizeitangeboten. S. 33 der Kinder- und Jugendversion des Abschlussbe- richts 17. Juni 2020: Eröffnung des Familienbüros, © Stadt Köln Das Familienbüro bietet seit dem 1. November 2020 auch eine Onlineberatung per Videotelefonie an. Mit diesem zusätzlichen Serviceangebot reagiert die Stadt auf die veränderten Bedarfe der Familien an ortsungebundenen und flexiblen Beratungsfor- men. Seite 33 StadtplanMach mit! Tiere Lindenthaler Tierpark Marcel-Proust-Promenade 1 / Kitschburger Straße 50935 Köln Jugend- & Bürgerzentren 1 Jugendzentrum Stolberger Straße 403 50933 Köln 2 Jugendwerkstatt Klettenberg Rhöndorfer Straße 6 50939 Köln 3 Jugendzentrum Sülz Sülzburgstraße 112-118 50937 Köln Vorübergehend in der Kyllburger Straße 1-3 4 Kinder – und Jugendhaus „Alte Schule“ Widdersdorf An den Kastanien 7-9 50859 Köln 5 Kinder- und Jugendzentrum Weiden Ostlandstraße 39 50858 Köln Spielplätze 1 An der Ronne/ Brauweiler Straße Lövenich 2 Auerbachplatz, Sülz 3 Baesweilerhof/Wegbergstraße Braunsfeld 4 Dr .-Johannes-Honnef-Straße/ Paulipark, Lövenich 5 Dukatenweg/Groschenweg Lövenich 6 Elisabeth-Schiemann-Weg Müngersdorf 7 Erkelenzhofweg, Weiden 8 Eschenweg/Ulmenweg Junkersdorf 9 Fontanestraße Weiden 10 Freiburger Straße/ Potsdamer Straße Weiden 11 Fuchsweg Lövenich 12 Geilenkircher Straße/ Paulistraße Braunsfeld 13 Groschenweg, Lövenich 14 Hans-Katzer-Straße/ Kaserne Haelen Süd Junkersdorf 15 Kapellenhofweg Weiden 16 Kölner Platz Junkersdorf 17 Kronstädter Straße/ Innenbereich, Weiden 18 Neuenhöfer Allee/ Beethovenpark Nord, Sülz 19 Paula-Kleinmann-Weg Sülz 20 Rankestraße/Curtiusstraße Sülz 21 Regina-Isecke-Straße Junkersdorf 22 Rudolf-Amelunxen-Straße/ Innenbereich, Sülz 23 Rudolf-Amelunxen-Straße/ Weißhausstraße Sülz 24 Schillerstraße/Arndtstraße Weiden 25 Schulstraße/Ostlandstraße Weiden 26 Sigmaringer Straße/ Hohentwielstraße Lindenthal 27 St.-Georg-Straße Lövenich 28 Stolberger Straße/ Geilenkircher Straße Braunsfeld 29 Von-Nell-Breuning-Straße/ Kaserne Haelen Nord Junkersdorf 30 Willi-Lauf-Allee Junkersdorf 31 Wupperstraße Lövenich 32 Am Aspelkreuz/ Englischer Garten Widdersdorf 33 Luxemburger Straße Klettenbergpark Nord Klettenberg 34 Zum Dammfelde/ Buchenweg Widdersdorf 35 Jakobusweg Widdersdorf 36 Auf der Aspel/Jakobspark Widdersdorf Liebe Kinder, wir alle haben Lieblingsorte – ihr sicher auch! Der Stadt Köln und mir als Oberbürgermeisterin unserer kinderfreundlichen Kommune ist eure Beteiligung an neuen Ideen sehr wichtig. Deshalb haben wir euch und eure Eltern unter anderem auf Instagram dazu eingeladen, bei der Erstellung des Kinderstadtplans mitzumachen. Mein Lieblingsort in Lindenthal ist übrigens der Tierpark. Dort trefft ihr Esel, Ziegen, Damwild, Schafe und viele andere Tiere. Es gibt ein Streicheltierge- hege und manche Tiere laufen sogar über die Fußwege und dürfen gefüttert werden. Direkt neben dem Tierpark ist ein großer Spielplatz zum Toben und Turnen. Im großen Stadtpark, der den Tierpark umgibt, könnt ihr picknicken und auf dem Weiher Tretboot fahren. Der Tierpark ist nur ein Beispiel für die vielen Möglichkeiten, in Lindenthal Abenteuer zu erleben und den Alltag bunter zu machen. Nun wünsche ich euch viel Vergnügen mit dem neuen Kinderstadtplan und viele spannende Erlebnisse auf euren Entdeckertouren im Stadtbezirk. Eure Henriette Reker Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Deine Lieblingsorte Auf dem Stadtplan findest du bekannte und beliebte Orte im Veedel. Was sind deine Lieblingsorte in der Nachbarschaft? Wo spielst du am liebsten mit deinen Freunden und Freundinnen? Wo ist es besonders ruhig? Hast du einen Lieblingsbaum? Oder weißt du, wo es das beste Eis zu kaufen gibt? Ergänze den Stadtplan mit deinen Lieblingsorten! Du kannst sie mit bunten Klebe- punkten markieren oder zeichnen. Ich sehe was, was du nicht siehst Viele Dinge sieht man erst, wenn man genau hinschaut. Geh mit offenen Augen durch dein Viertel und suche ... ... Zahlen von 1 bis 20 ... etwas Dreieckiges ... etwas Rotes ... etwas aus Eisen ... etwas, das aussieht wie ein Gesicht ... etwas ganz Verrücktes Besonders viel Spaß macht die Suche zusammen mit Familie oder Freund*innen. Bestimmt habt ihr noch mehr Ideen, wonach ihr suchen könnt! Entdecke deine Stadt! Köln Lindenthal Entdecke deine Stadt! Köln Lindenthal Entdecke deine Stadt und teile deine Eindrücke mit uns! #kinderstadtplanköln 3 Bezirk Kreative Aufgaben Fortanlagen Fort Deckstein/ Fort VI, 50935 Köln Bahnhöfe bahn.de Bahnhof Köln Weiden-West Neue Sandkaul 4 50859 Köln S-Bahnhof Lövenich 50859 Köln S-Bahnhof Müngersdorf S-Bahn Technologiepark 50933 Köln Spiel- & Sport 1 Else-Lang-Straße Junkersdorf 2 Kronstädter Straße/ Grünzug Weiden 3 Am Heidstamm Lövenich 4 De-Noel-Platz Sülz 5 Dürener Straße/ Stadtwaldgürtel Lindenthal 6 Im Rapsfeld/Egelspfad Müngersdorf 7 Immermannstraße Lindenthal 8 Kämpchensweg Müngersdorf 9 Kronstädter Straße/ Bistritzer Straße Weiden 10 Linzer Straße/ Düstemichstraße Sülz 11 Losheimer Straße Braunsfeld 12 Manstedter Weg Müngersdorf 13 Münstereifeler Platz Sülz 14 Otterweg Lövenich 15 Stormstraße/ Ludwig-Jahn-Straße Weiden 16 Bethlehem-Platz Widdersdorf 17 Neue Sandkaul Widdersdorf 18 Alsdorfer Str Braunsfeld 19 Am Mertenshof Lövenich 20 An der Ronne Nord Lövenich 21 An der Ronne Süd Lövenich 22 Auf der Aspel/ Sibilla-Sester-Straße, Lövenich 23 Blumenallee/Ginsterstraße Junkersdorf 24 Brucknerstraße/ Karl-Schwering-Platz Lindenthal 25 Eichenweg Widdersdorf 26 Feldhasenweg Widdersdorf 27 Iltisweg Widdersdorf 28 Im Buschfelde Widdersdorf 29 Lahnstraße/Rurseeallee Lövenich 30 Lortzingplatz Lindenthal 31 Marie-Hüllenkremer-Straße Lövenich 32 Mittelweg/Nerzweg Lövenich 33 Pauliplatz Braunsfeld 34 Stadtwald/Wildpark Lindenthal 35 Vogelsanger Platz Junkersdorf 36 Mommsenstraße/ Gleueler Straße Lindenthal 37 Frechener Platz, Lindenthal 38 Lindenthalgürtel/ Hans-A.-Müllerheim-Park Lindenthal 39 Hochwaldstraße, Sülz 40 Euskirchener Straße/ Hollerather Straße Sülz 41 Münstereifeler Straße/ Sülzburgstraße Sülz 42 Manderscheiderplatz Sülz 43 Neuenhöfer Allee/ Beethovenpark Süd Sülz 44 Nikolausplatz, Sülz 45 Honnefer Platz Klettenberg 46 Asbergplatz, Sülz 47 Siebengebirgsallee/ Klettenbergpark Süd Klettenberg 48 Geisbergstraße Klettenberg Theater 1 Casamax Theater Berrenrather Str . 177 50937 Köln casamax-theater .de Kino 1 Weisshaus Kino Luxemburger Str . 253 50939 Köln weisshaus-kino.de Indoorspielplatz Silly Billy’s Indoor-Spielpark Ottostraße 14 50859 Köln Minigolf 1 Minigolf Alter Militäring Aachener Str . 703 50933 Köln 2 Minigolf Lindenthal Bachemer Landstraße 420 50935 Köln Seit 2011 verzaubert das metropol Theater in der Kölner Südstadt Groß und Klein. Das Programm umfasst sowohl Literaturklassiker als auch kreativ inszenierte Märchen, sowie regel- mäßige Gastspiele auf Burg Satz- vey in der Eifel. metropol Theater Eifelstraße 33 50677 Köln metropol-theater-koeln.de An der Kölner Musikakademie unterrichten nur diplomierte Musikpädagogen mit langjähriger Unterrichtserfahrung. Einzel- oder Gruppenunterricht, Work- shops sowie mehrere Schüler- vorspiele im Jahr . Keine Jahresverträge und keine Anmeldegebühr . Jetzt auch Onlineunterricht. Kölner Musikakademie Dürenerstr . 71-73 50931 Köln Tel.: 0221-168 244 08 koelner-musikakademie.de 1 Grundschulen 1 GGS Albert Schweitzer-Schule Breslauer Straße 11 50858 Köln 2 GGS Bachemer Straße 69 50931 Köln 3 KGS Berrenrather Straße 179 50937 Köln 4 GGS Clarenhofschule Schulstraße 2, 50859 Köln 5 GGS & KGS Hans-Christian-Andersen- Schule Freiligrathstraße 60 50935 Köln 6 GGS Braunsfeld Geilenkircher Straße 52 50933 Köln 7 GGS Müngersdorf Wendelinstraße 64 50933 Köln 8 GGS Heliosschule Kaisersescher Straße 5 50935 Köln 9 GGS Ildefons-Herwegen- Schule Kirchweg 138 50858 Köln 10 GGS Johanniter-Schule Kölner Straße 37 50859 Köln 11 KGS Lindenburger Allee 38 50931 Köln 12 KGS, Lohrbergstraße 46 50939 Köln 13 GGS Manderscheider Platz Berrenrather Straße 352 50931 Köln 14 GGS Mommsenstraße 5-11 50935 Köln 15 GGS Olympia-Schule Neue Sandkaul 23 50859 Köln 16 GGS Pater-Delp-Schule Im Kamp 14 50859 Köln 17 GGS Stenzelbergstraße 3-7 50939 Köln 18 BilinGO - Bilinguale Grundschule Stolberger Straße 311 50933 Köln 19 Internationale Friedensschule Grundschule Neue Sandkaul 29 50859 Köln 20 Kölner Domsingschule Clarenbachstraße 5-15 50931 Köln Lernen Freiluga Belvederestraße 159 50933 Köln schulbio-freiluga.de WissenschaftsScheune Carl-von-Linne-Weg 50829 Köln wissenschaftsscheune.de Kinderuni kinderuni.uni-koeln.de 1 Lesen stbib-koeln.de 1 Stadtteilbibliothek Sülz Wichterichstraße 1 50937 Köln 1 Erkunde Köln mit uns auf ganz besondere Weise! Mache einen Ausflug zum Schokoladenmu- seum oder sage den Tieren im Kölner Zoo Hallo – mit der Bimmelbahn wird selbst die Fahrt dorthin zum Erlebnis! Unsere Haltestellen findest du am Kölner Dom, am Schokoladenmu- seum und am Kölner Zoo. Wolters Reisen Köln Robert-Perthel-Str . 58 - 62 50739 Köln www.bimmelbahnen.de Museen 1 Museum des 1. FC Köln im RheinEnergie-Stadion Köln 50858 Köln 1 Schwimmen koelnbaeder .de 1 Stadionbad Olympiaweg 20, 50933 Köln Sport & Freizeit 1 RheinEnergieStadion Aachener Straße 999 50933 Köln 1 Polizei Feuerwehr polizei.nrw.de feuerwehr-nrw.de 1 Polizeiwache Sülz Rhöndorfer Str . 16 50939 Köln 2 Polizeiwache Weiden Aachener Str . 127 4 50859 Köln 3 Freiwillige Feuerwehr Widdersdorf Neue Sandkaul 11 50859 Köln 4 Feuerwache 14 Richard-Wagner-Straße 26-32 50859 Köln 5 Feuer- und Rettungswache Gleueler Str . 223 - 225 50935 Köln IV Krankenhäuser 1 Malteser Krankenhaus St. Hildegardis Bachemer Str . 29-33 50931 Köln 2 Uniklinik Köln Bettenhaus Kerpener Str . 62 50937 Köln 3 St. Elisabeth Krankenhaus Hohenlind Werthmannstraße 1 50935 Köln 4 Ev. Klinikum Köln Weyertal 76 50931 Köln 5 Kinderklinik Uniklinik Köln Kerpener Str . 62, 50937 Köln 1 1 1 1 1 1 1 1 Skaten 1 Friedrich-Schmidt-Straße/ Stadtwald Lindenthal Beratung 1 Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD) Aachener Straße 220 50931 Köln 0221 - 221 - 939 99 2 DRK Familienladen Sülz Berrenrather Straße 181 50937 Köln 0221 - 168 202 50 Nummer gegen Kummer anonym und kostenlos vom Handy und Festnetz Kinder und Jugendtelefon: 116 111 Mo-Sa von 14-20 Uhr Elterntelefon: 0800 111 0 550 Mo-Fr von 9-11 Uhr Di+Do von 17-19 Uhr 1 Stadt Köln 1 Bezirksrathaus Lindenthal Aachener Straße 220 50931 Köln 1 1 Dieser Plan ist Teil einer Stadtplanreihe für Kinder . Die Stadt Köln und das Familienstadtmagazin KÄNGURU stellen die neun Stadtbezirke Kölns speziell für junge Kölnerinnen und Kölner vor . Herausgeberin: Stadt Köln KÄNGURU ist das Stadtmagazin für Menschen in Köln, Bonn und der Region, die mit Kindern leben oder arbeiten. Es informiert über spezielle Veranstal- tungen für Kinder und Familien, Neuigkeiten aus der Region und aktuelle Familienthemen aus Bildung, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur . kaenguru-online.de KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Dieses Projekt wurde möglich durch die freundliche Unterstützung von: Kunst, Kultur und Stadtgeschichte könnt ihr auch vor Ort entdecken! museenkoeln IN DER BOX bringt die Kölner Museen zu euch. Mit mobilen Ausstellungen, Workshops und Mitmach-Ideen in eurem Viertel. museenkoeln.de/portal/museenkoeln-IN-DER-BOX COLONIA VERLAG Liebe Kinder, auch KÄNGURU-Maskottchen Karla verrät euch ihre Lieblingsorte in Lindenthal. Welche das sind, könnt ihr auf der Planseite entdecken. Viel Spaß unterwegs wünscht euch das KÄNGURU-Team! Anzeigen 1 Abschlussbericht 3. Meilensteine im Kölner Vorhaben 10. Meilenstein: Kinderstadtpläne Seit Juni 2020 wurden in Kooperation mit dem KÄNGURU Colonia Verlag erstmals Kinderstadtpläne für die neun Bezirke Kölns veröffentlicht. Gestartet wurde mit den Bezirken Innen- stadt, Kalk und Lindenthal, Anfang 2021 folgten Mülheim, Porz und Ehrenfeld und im Sommer 2021 die Bezirke Rodenkirchen, Chorweiler und Nippes. Die Kinderstadtpläne geben Kindern und Jugendlichen einen Überblick zu Angeboten und Anlaufstellen in ihrem Bezirk. Spielplätze, Bolzplätze, Grundschulen, Museen, Skate-Anlagen und viele weitere spannende Orte sind in den Plänen zu finden. Oberbürgermeisterin Henriette Reker und das Maskottchen Karla das Känguru geben Tipps zu Lieblingsorten im Bezirk. S. 34 in der Kin- der- und Jugendver- sion des Abschluss- berichts Illustration: Frau Sonnenberg Die Kinderstadtpläne sind in den neun Bezirksjugend- ämtern, im Familienbüro, im Kinder- und Jugendbüro oder direkt beim KÄNGURU Colonia Verlag erhältlich. Weitere Infos gibt es unter www.stadt-koeln.de/artikel/69791/ index.html Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Eure Liebe Kinder, wir alle haben Lieblingsorte – ihr sicher auch! Der Stadt Köln und mir als Oberbürgermeisterin unserer kinderfreundlichen Kommune ist eure Beteiligung an neuen Ideen sehr wichtig. Deshalb haben wir euch und eure Eltern in den sozialen Medien dazu eingeladen, bei der Erstel- lung des Kinderstadtplans mitzumachen. Mein Lieblingsort in Chorweiler ist übrigens der Fühlinger See. Vielleicht be- sucht ihr einmal den Spielplatz auf der Ruderinsel am Fühlinger See. Er bietet euch eine Seilpyramide zum Klettern, lustige Federwippen und ein buntes Spielhaus, das mich an eine Weltraumkapsel er- innert. Über die Stufen erklimmt ihr den höchsten Punkt – und gleich danach saust ihr mit Schwung die schöne Rutsche hinunter . Ab sofort heißt es also: „Raketenstart!“ zu Spiel und Bewegung im Freien. Eure Eltern und großen Geschwister können währenddessen Volleyball spielen – ein fest installiertes Netz steht in unmittelbarer Nähe für einen fröhlichen Ballabschlag zur Verfügung. Der Kinderstadtplan lädt euch dazu ein, Neues im Stadtbezirk kennenzulernen. Ich wünsche euch viel Spaß auf euren Entdeckertouren! Jugend- & Bürgerzentren Jugendzentren Köln: jugz.eu 1 Bür gerzentrum Chorweiler P ariser Platz 1 50 765 Köln buergerzentrum-chorweiler .de Kinder - und Jugendtreff P egasus im Bürgerzentrum Chorweiler P ariser Platz 1 50 765 Köln 2 Kinder - und Jugend- einrich tung Blu4Ju Langenber gstr . 144 50 765 Köln 3 B lumenberg Kolpingjugend Pr ojekt Blumenberg S chneebergstraße 63a 50 765 Köln kolpingjugend.koeln 4 Kinder - und Jugend- einrich tung Northside Ne tzestr . 4, 50769 Köln 5 O T Esch Mar tinusstr . 28 50 765 Köln 6 Of fenes Kinder- und Jugend- z entrum MAGNET Has elnussweg 21 50 767 Köln diakonie-michaelshoven.de 7 O T Lino-Club & Kinder- und Jugendcir cus Linoluckynelli Unnauer W eg 96a 50 767 Köln lino-club.de 8 Jugendangebo t Bauwagen & B egegnungshaus W alter-Dodde-Weg 2 50 769 Köln skm-koeln.de 9 B au- und Abenteuerspielplatz „Der B au“ Abendr othstr . 7a 50 769 Köln diakonie-michaelshoven.de 10 Of fene Tür „Die Villa“ V olkhovener Weg 218 50 765 Köln skm-koeln.de 11 Jugend- und K ulturzentrum Krebelshof F urther Weg 1 50 769 Köln krebelshof-guja.de ......Sonstige Angebote ......... 12 Kindernöte Flor enzer Str . 20 50 765 Köln kindernoete.de 13 In ternationales Zentrum Phoenix T iberstr . 3 50 765 Köln 14 S ozialraumbüro „Die Treppe“ W eserplatz 5, 50765 Köln 15 S tiftung Leuchtfeuer P aul-Löbe-Weg 36 50 769 Köln 16 B egegnungszentrum der S ynagogen Gemeinde P ariser Platz 30 50 765 Köln 17 Parea Flor enzer Str . 32 50 765 Köln parea.de Stadtplan Beratung 1 B ezirksjugendamt im B ezirksrathaus Chorweiler P ariser Platz 1 50 765 Köln T el. 0221 - 221 - 96 260 2 F amilienberatung und S chulpsychologischer Dienst A thener Ring 4 50 765 Köln 3 pr o familia A thener Ring 3b 50 765 Köln profamilia.de 4 Z entrum für Frühbehandlung und F rühförderung GmbH Elbe allee 19, 50765 Köln fruehbehandlung.de Kinder- und Jugendbüro der Stadt Köln Alter Markt 62-64 50667 Köln Tel. 0221 - 221 - 314 60 Familienbüro der Stadt Köln Kalk Karree Ottmar-Pohl-Platz 1 51103 Köln Tel. 0221 – 221 - 2 12 21 Spiel- & Sport Blumenberg 1 Geiersbergstraße 2 W eichselring/Blumenberg Süd 3 Ernstbergstraße 4 Weichselring/ Langenbergstraße 5 Langenber gstraße Süd (Eimer) 6 Arembergstraße/ Malbergstraße Chorweiler 7 Muldeweg 8 Elbeallee 9 L eineweg Ost 10 S winestraße - Nord 11 W illi-Suth-Allee Nord 12 Tiberstraße/Olof-Palme-Park 13 Osloer S traße/Athener Ring 14 S tockholmer Allee/ Polizeiwache Esch/Auweiler 15 Gr eesberger Straße 16 Martinusstraße/Meisenweg 17 Andreasstraße 18 Hermann-Löns-Straße/ Am Köchho f 19 A uweiler Dorfplatz/ Auweilerstraße Fühlingen 20 Feldblumenweg 21 Fühlinger S ee/Bootshaus Heimersdorf 22 Oleanderweg 23 Alt enhofer Weg 24 Stallagsweg Lindweiler 25 Pingenweg 26 Marienber ger Weg 27 Erb acher Weg 28 Hartenfelsweg Merkenich 29 K asselberger Weg/ Merk enicher Hauptstraße (Hin term Deich) 30 Merk enicher Hauptstraße Kaplanshof 31 Hit dorfer Fährweg/ Am Königs weg Pesch 29 K asselberger Weg/ Merk enicher Hauptstraße (Hin term Deich) 30 Merk enicher Hauptstraße/ Kaplanshof 31 Hit dorfer Fährweg/ Am Königs weg Roggendorf/Thenhoven 35 S traberger Weg/ Elvira-Tuszik-Straße 36 Sinner sdorfer Straße 65 Seeberg 37 Karl-Marx-Allee/Merianstraße/ Grünz ug Seeberg 38 Karl-Marx-Allee/ Otto-Braun-Straße/ Grünz ug Seeberg 39 Abendrothstraße 40 Geranienweg 41 Karl-Marx-Allee/ Otto-Braun-Straße Volkhoven/Weiler 42 P escher Holzweg/ Toni-Welter-Straße 43 Wezelostraße/ Windröschenweg 44 Gertrud-Bollenrath-Weg Worringen 45 Hackhaus er Weg 46 Bolligstraße 47 Krebelspfad/ Ernst-Wolff-Straße Basketballfeld Chorweiler Liller Straße, 50765 Köln 6 Bezirk Spielplätze Blumenberg 1 Langenber straße Nord/ Grünzug 2 Teufelsbergstraße Chorweiler 3 Unstrutweg 4 Spr eeweg Ost 5 Spr eeweg West 6 Boberweg 7 Diemelw eg Nord 8 S winestraße - Süd 9 W illi-Suth-Allee Süd 10 Osloer S traße 11 Flor enzer Straße Esch/Auweiler 12 Ahornstraße 13 Johannes-Prassel-Straße 14 Heinrich-Zille-Straße 15 Johannes-Prassel-Straße/ Chorbuschstraße 16 Am S cheidweg 17 Am P almkäulchen 18 Boskoopweg 19 Akazienstraße Heimersdorf 20 Gier shausener Weg 21 Am Eichelber g Lindweiler 22 Marienber ger Hof Merkenich 23 A uf dem Alten Weerth 24 Rheindamm/Fährgasse 25 K asselberger Weg/ F eldkasseler Weg Pesch 26 Nelkenweg/Behringweg 27 Offenbachstraße 28 Sauerbruchstraße 29 P escher Straße/Pescher See 30 Franz-Grillparzer-Ring 31 Fröbelstraße 32 Gaußstraße 33 Kästnerstraße Roggendorf/Thenhoven 34 Gutnickstraße 35 Rotmilanweg 36 Georg-Winter-Straße (Mottenkaul) Seeberg 37 Mataréweg 38 Riphahnstraße/ Grünz ug Seeberg 39 Zörgiebelstraße 40 Magnolienweg 41 Paul-Löbe-Weg 42 Z ur alten Gärtnerei/ Am He tzepetsch Volkhoven/Weiler 43 Ludwig-Heinrich-Straße Worringen 44 St.-Tönnis-Straße 45 Heinrich-Gellissen-Straße Entdecke deine Stadt und teile deine Eindrücke mit uns! #kinderstadtplanköln Kostenlose Nachhilfe! Erhalten Sie staatliche Unterstüt- zung wie zum Beispiel Wohngeld, Leistungen von Jobcenter oder Kindergeldzuschlag? Dann haben Sie bei uns die Möglichkeit kos- tenlose Nachhilfe zu bekommen. Wir beraten Sie gerne. Lernwerkstatt Asbacher Weg 1 50767 Köln Tel. 0157 - 73 54 59 90 Lernwerkstatt-koeln.de teamZUKUNFT organisiert in den Oster-, Sommer- und Herbst- ferien Ferienfreizeiten mit viel Spannung, Spaß und Bewegung. Aber nicht nur in den Ferien sind wir aktiv: Wir sind auch deine Experten rund um das Thema: Erlebnispädagogische Klassen- fahrten. Gemeinsam verbringen wir unvergessliche Erlebnisse! teamZUKUNFT gGmbH Adamsstraße 1a, 51063 Köln Tel. 0221 – 96 81 94 90 ferienfreizeiten.online ifbe-klassenfahrten.de Was passiert mit dem Abwasser , nachdem du die Spültaste ge- drückt hast? Das erfährst du mit allen Sinnen auf dem Klärwerk Stammheim. Neben der Führung über Kölns größte Kläranlage, kannst du mittels Experimenten selbst versuchen schmutziges Wasser zu reinigen, bevor du dein W issen per IPad und Quiz auf unserem interaktiven Lehrpfad überprüfst. Wasserschule Köln Klärwerk Stammheim c/o Wasserforum Köln e.V. Egonstraße 21 51061 Köln Grundschulen 1 GG S Merianstr . 7-9 50 765 Köln 2 GG S Ernstbergstr . 2 50 765 Köln 3 GG S Konrad-Adenauer Mar tinusstr . 28, 50765 Köln 4 GG S Erich-Ohser-Schule S chulstr . 16, 50767 Köln 5 GG S Soldiner Str . 68 50 767 Köln 6 GG S, KGS Lebensbaumweg 51 50 767 Köln 7 K GS St. Martin-Schule B alsaminenweg 52 50 769 Köln 8 GG S Riphahnstr . 40a 50 769 Köln 9 K GS Gutnickstr . 37 50 769 Köln 10 GG S Spoerkelhof 50 769 Köln 11 GG S, KGS An den K aulen 62-64 50 769 Köln ......Förderschulen: ......... 14 FL, Ger trud-Bollenrath-Schule S oldiner Str . 68, 50767 Köln 1 Lesen 1 S tadtteilbibliothek Chorweiler P ariser Platz 1 50 769 Kölnb 2 minibib neben dem Spielplat z Osloer S traße (Nr .10) 1 Kinder brauchen Bewegung und diese am besten mit Gleichalt- rigen und unter fachkundiger Anleitung. Beim Dünnwalder TV erhält Ihr Kind eine optimale spie- lerische Förderung mit viel Spaß und Freude an der Bewegung. Wir bieten Schnupperstunden an. Dünnwalder Turnverein 1905 e.V. Zeisbuschweg 50 51061 Köln Tel. 0221 – 63 85 66 duennwalder-tv.de Kennt ihr schon die AWB? Die AWB macht die Straßen sauber , holt den Müll ab und befreit im Winter die Straßen von Eis und Schnee. Schaut doch mal auf un- sere Homepage. Dort gibt es viel zu entdecken, z.B. Videos mit dem Raben Hugo zur Mülltrennung, Ausmalbilder oder Bastelange- bote. AWB Köln GmbH Maarweg 271 50825 Köln nissi@awbkoeln.de awbkoeln.de Klettern 1 C anyon Chorweiler StadtteilWerkstatt W eichselring 6a, 50765 Köln 2 B lackfoot Hochseilgarten S tallagsbergweg 1 50 769 Köln Für Kinder und Eltern zeigt das Cassiopeia Theater liebevoll in- szenierte musikalische Theater- spiele mit lebensgroßen Puppen. In den großzügigen Räumen des Theatercafés sind auch Kinder- geburtstage und Sonderveran- staltungen möglich. Auf Wunsch kommt das Theater auch zu Ihnen. Cassiopeia Bühne Bergisch Gladbacher Str . 499-501 51067 Köln Tel. 0221 – 937 87 87 cassiopeia-buehne.de Polizei Feuerwehr polizei.nrw.de feuerwehr-nrw.de 1 F euerwache 6 V olkhovener Weg 184 50 765 Köln 2 P olizeiwache Chorweiler S tockholmer Allee 1 50 765, Köln Natur & Tiere Gartenclub Querwaldein e.V. Kopenhagener Straße 50765 Köln Gartenclub Querwaldein e.V. Chorweiler Nord Moldaustr ./ Weserplatz 50765 Köln http://blog.gartenclubs.de/ueber- uns/ hier habe ich folgende Entdecke deine Stadt! Entdecke deine Stadt! Köln Chorweiler Bahnhöfe bahn.de 1 BF Dormagen-Chemp ark 2 Köln- Worringen (S) 3 Köln B lumenberg (S) 4 Köln Chorw eiler Nord (S) 5 Köln Chorw eiler 6 Köln L ongerich 1 Theater & Kultur 1 Simultanhalle V olkhovener Weg 209 50 765 Köln 1 Schwimmen 1 Chorweilerbad Liller S traße 50 765 Köln koelnbaeder .de 2 A QUALAND Freizeitbad Merians traße 1 50 765 Köln aqualand.de 3 Fühlinger S ee Stallagsbergweg 50 769 Köln B lackfoot Beach Fühlinger S ee S tallagsbergweg 1 50 769 Köln blackfoot.de 4 S trandbad Sundown B each Club am Escher See Am B aggerfeld 4 50 767 Köln sundown-beach.de Sonstiges OBI Machbar am Blackfoot Beach Stallagsbergweg 1, 50769 www.obimachbar .de Rheinfähre Langel - Hitdorf Hitdorfer Fährweg 50769 Köln Hofladen Fuchs Kasselberger Weg 157 50769 Köln spargel-fuchs.de 1 1 Skaten 1 C ST Köln e.V. Gauß str . 65 50 767 Köln 2 Sk atepark Park Blumenberg Langenbergstraße 50 765 Köln 3 B asketballfeld Park Blumenberg Langenbergstraße 50 765 Köln 1 1 Mach mit! Kreative Aufgaben Anzeigen Dieser Plan ist Teil einer Stadtplanreihe für Kinder . Die Stadt Köln und das Familienstadtmagazin KÄNGURU stellen die neun Stadtbezirke Kölns speziell für junge Kölnerinnen und Kölner vor . Herausgeberin: Stadt Köln KÄNGURU ist das Stadtmagazin für Menschen in Köln, Bonn und der Region, die mit Kindern leben oder arbeiten. Es informiert über spezielle Veranstal- tungen für Kinder und Familien, Neuigkeiten aus der Region und aktuelle Familienthemen aus Bildung, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur . kaenguru-online.de KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Kunst, Kultur und Stadtgeschichte könnt ihr auch vor Ort entdecken! museenkoeln IN DER BOX bringt die Kölner Museen zu euch. Mit mobilen Ausstellungen, Workshops und Mitmach-Ideen in eurem Viertel. museenkoeln.de/portal/museenkoeln-IN-DER-BOX COLONIA VERLAG Dieses Projekt wurde möglich durch die freundliche Unterstützung von: Liebe Kinder, auch KÄNGURU-Maskottchen Karla verrät euch ihre Lieblingsorte in Chorweiler . Welche das sind, könnt ihr auf der Planseite entdecken. Viel Spaß unterwegs wünscht euch das KÄNGURU-Team! Köln Chorweiler Straßenkunst Graffitis und bunte Wandgemälde: In der Stadt kannst Du sie an vielen Ge- bäuden entdecken. Manche sind riesig, andere winzig klein. Einige sind mit Spraydosen an Mauern und Zäune gesprüht, andere mit Schablonen aufge- tragen. Und wieder andere wurden auf Papier , Holz oder Pappe gemalt und an die Wand geklebt. Halte Ausschau nach Straßenkunst in deinem Viertel und fotografiere die schönsten, buntesten und ungewöhnlichsten Kunstwerke! Wilde Tiere in der Stadt Marienkäfer , Hummeln, Tauben, Eichhörn- chen, Kaninchen – auch in der Großstadt leben viele wilde Tiere. Mit etwas Glück kannst du sogar einen Fuchs beobachten oder Fledermäuse entdecken. Erstelle eine Liste mit allen kleinen und großen Tieren, die dir in deinem Stadtteil begegnen. Oder schreibe und zeichne einen Steckbrief zu deinem Lieblingstier . 1 Spielplatzsuche online spielplaetze.koeln 1 1 21 Lesen 1 Stadtteilbibliothek Rodenkirchen S chillingsrotter Str . 38 5099 6 Köln 1 Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Eure Liebe Kinder, wir alle haben Lieblingsorte – ihr sicher auch! Der Stadt Köln und mir als Oberbürgermeisterin unserer kinderfreundlichen Kommune ist eure Beteiligung an neuen Ideen sehr wichtig. Deshalb haben wir euch und eure Eltern in den sozialen Medien dazu eingeladen, bei der Erstel- lung des Kinderstadtplans mitzumachen. Mein Lieblingsort in Rodenkirchen ist übrigens die Riviera. Ich freue mich immer besonders, wenn ich Familien am Rhein sehe, die dort das Flair genießen und gemeinsam Zeit verbringen. Der Kinderstadtplan lädt euch dazu ein, Neues im Stadtbezirk kennenzulernen. Ich wünsche euch viel Spaß auf euren Entdeckertouren! Jugend- & Bürgerzentren 1 Bür gerhaus Zollstock R osenzweigweg 3 509 69 Köln 2 Jugend- und K ulturzentrum Weiß Geor gstr . 2 50999 Köln jugz.de 3 Kinder - und Jugendzentrum Z ollstock eichi Höninger W eg 381 509 69 Köln 4 Kinder - und Jugendzentrum Meschenich Brühler Lands tr . 428 5099 7 Köln jugz-meschenich.de 5 Jugendhaus Sür th F ronhofstr . 42 50999 Köln miteinander-leben.com 6 Haus der F amilie e.V R eiherstr . 21 5099 7 Köln hdf.koeln 7 Jugendz entrum Rheinstein – Of fene Tür Raderberg Rheins teinstr . 4a 509 68 Köln 8 In terkulturelles Zenztrum am Kölnber g Alt e Brühler Str . 10 5099 7 Köln 9 Diak onie Michaelshoven e. V. P farrer-Te-Reh-Str . 1 50999 Köln diakonie-michaelshoven.de 10 C aritas-Zentrum Meschenich Brühler Lands tr . 425 5099 7 Köln 11 IF GMZ HOLLA e.V. Indus triestr . 131c 5099 6 Köln holla-ev.de 12 Jugend-K unstschule Roden- kir chen e. V. Kierber ger Str . 2 509 69 Köln jks-rodenkirchen@t-online.de Stadtplan Beratung 1 Bezirksjugendamt R odenkirchen – Stadt Köln In terimsquartier bis zum Neub au: Industriestr . 161 50999 Köln 2 SP Z Rodenkirchen „K ontenpunkt 27“ Rings tr . 49-55 5099 6 Köln plan27-proberaum@ alexianer .de 3 Ambulan ter Kinder-u.Jugend- ho spizdienst (AKHD) Markusstr .53 509 68 Köln deutscher-kinderkospiz- verein.de 4 Kinder schutzbund Köln Geschäftsstelle B onner Str . 151 509 68 Köln kinderschutzbund-koeln.de Spiel- & Sport Bayenthal 1 Alt eburger Straße 2 Mathiaskirchplatz Godorf 3 Katharinenstraße 4 Godorf er Hauptstraße Immendorf 5 Wiechertstraße 6 E uskirchener Straße Meschenich 7 Zaunhofstraße 8 Am Magerho f Raderberg 9 Rheinsteinstraße Raderthal 10 W eilerswister Straße Rodenkirchen 11 Kyllstraße/Siegstraße 12 Uferstraße 13 Barbarastraße 14 Sür ther Feldallee/ Feldhamsterstraße Rondorf 15 R ondorfer Hauptstraße 16 Weißdornweg 17 Sperberweg 18 Waldkauzweg/Reiherstraße Sürth 19 Rheinaustraße 20 Heinrich-Erpenbach-Straße/ Elisabeth-Selbert-Straße 21 Grüner W eg 22 Schlehenweg Weiß 23 Z um Hedelsberg/Im Salzgrund Zollstock 24 Rosenzweigweg/ B ornheimer Platz 25 K alscheurer Weg 26 Neuenahr er Straße/ Vorgebirgspar 27 S chwalbacher Straße 28 Kierber ger Straße/ Vorgebirgspark 29 Kr euznacher Straße/ Vorgebirgspark 30 Theophanoplatz 31 Hombur ger Straße/ Vorgebirgspark 2 Bezirk Spielplätze Godorf 1 Otto-Hahn-Straße/Amselweg Immendorf 2 Dauner S traße Marienburg 3 Am Südp ark 4 Gaedestraße-West 5 Gaedestraße-Ost 6 Reiterstaffelplatz-West 7 Reiterstaffelplatz-Ost Meschenich 8 Klosterstraße 9 Teutonenstraße 10 Alt e Kölnstraße/wird mit Hilfe v on EFRE neu gestaltet 11 Pfarrer-Heinrich-Fuchs-Straße Raderthal 12 Impek ovener Straße 13 Oedek ovener Straße/ Uedorf er Straße 14 Fritz-Encke-Volkspark 15 Markusplatz Rodenkirchen 16 Kiefernweg 17 Friedenswäldchen Rondorf 18 Erlengrund 19 Adlerstraße/Reiherstraße Sürth 21 Rotdornallee 22 Peter-Koep-Straße 23 Seniorenweg Weiß 24 Robertstraße 25 A uf der Ruhr Zollstock 26 Marienhof Entdecke deine Stadt und teile deine Eindrücke mit uns! #kinderstadtplanköln Wir bringen mit euch das Blech zum Klingen! Egal ob Posaune, Trompete, Euphonium oder Horn – auch in außergewöhnlichen Zei- ten sind wir euer professioneller Ansprechpartner in Sachen Blech- blasinstrumentalunterricht. Vereinbart jetzt eine Probestunde mit uns! Dein Klang Raum - Instrumentalunterricht & Dispokinesis Dellbrücker Mauspfad 241 51069 Köln-Dellbrück Tel. 0221 - 960 022 75 dein-klang-raum.de teamZUKUNFT organisiert in den Oster-, Sommer- und Herbst- ferien Ferienfreizeiten mit viel Spannung, Spaß und Bewegung. Aber nicht nur in den Ferien sind wir aktiv: Wir sind auch deine Experten rund um das Thema: Erlebnispädagogische Klassen- fahrten. Gemeinsam verbringen wir unvergessliche Erlebnisse! teamZUKUNFT gGmbH Adamsstraße 1a, 51063 Köln Tel. 0221 – 96 81 94 90 ferienfreizeiten.online ifbe-klassenfahrten.de Was passiert mit dem Abwasser , nachdem du die Spültaste ge- drückt hast? Das erfährst du mit allen Sinnen auf dem Klärwerk Stammheim. Neben der Führung über Kölns größte Kläranlage, kannst du mittels Experimenten selbst versuchen schmutziges Wasser zu reinigen, bevor du dein W issen per IPad und Quiz auf unserem interaktiven Lehrpfad überprüfst. Wasserschule Köln Klärwerk Stammheim c/o Wasserforum Köln e.V. Egonstraße 21 51061 Köln Grundschulen 1 K GS Franziskus-Schule, GG S Maria-Sybilla- Merian-Schule Cäs arstr . 21 509 68 Köln 2 GG S Godorfer Hauptstr . 73 5099 7 Köln 3 GG S (Verb.) Schule IM Süden K ettelerstr . 14 5099 7 Köln 4 GG S Annastr . 63 509 68 Köln 5 E GS Ernst-Moritz-Arndt-Schule, K GS Grüngürtelschule Mains tr . 75 5099 6 Köln 6 GG S Anne-Frank-Schule A dlerstr . 13 5099 7 Köln 7 GG S Brüder-Grimm Sür ther Hauptstr . 149 50999 Köln 8 GG S Albert-Schweitzer (Weiß) Z um Hedelsberg 13 50999 Köln 9 GG S Sankt-Nikolaus-Schule B ernkasteler Str . 9 509 69 Köln 10 GGS R osenzweigweg 3 509 69 Köln 11 GG S Freiherr-vom-Stein-Schule Godorf er Str . 29 5099 7 Köln 1 Fort Zwischenwerk VIIIb Militärringstraße, 50939 Köln Fort VIII Am Forstbotanischen Garten Musik 1 Rheinis che Musikschule - R egionalschule Rodenkirchen Sür ther Str . 55, 50996 KölnMuseum Kölner Festungsmuseum Militärringstraße 10, 50996 Köln Kinder brauchen Bewegung und diese am besten mit Gleichalt- rigen und unter fachkundiger Anleitung. Beim Dünnwalder TV erhält Ihr Kind eine optimale spie- lerische Förderung mit viel Spaß und Freude an der Bewegung. Wir bieten Schnupperstunden an. Dünnwalder Turnverein 1905 e.V. Zeisbuschweg 50 51061 Köln Tel. 0221 – 63 85 66 duennwalder-tv.de Kennt ihr schon die AWB? Die AWB macht die Straßen sauber , holt den Müll ab und befreit im Winter die Straßen von Eis und Schnee. Schaut doch mal auf un- sere Homepage. Dort gibt es viel zu entdecken, z.B. Videos mit dem Raben Hugo zur Mülltrennung, Ausmalbilder oder Bastelange- bote. AWB Köln GmbH Maarweg 271 50825 Köln nissi@awbkoeln.de awbkoeln.de Wassersport 1 K anu Club Grün-Gelb Köln e.V. Uf erstr . 81 5099 6 Köln kcg.de 2 K anuclub Blau-Weiss Köln Uferstraße 50999 Köln blauweisskoeln.de 3 Kölner R uderverein von 1877 B arbarastr . 47-49 5099 6 Köln krv77 .de Für Kinder und Eltern zeigt das Cassiopeia Theater liebevoll in- szenierte musikalische Theater- spiele mit lebensgroßen Puppen. In den großzügigen Räumen des Theatercafés sind auch Kinder- geburtstage und Sonderveran- staltungen möglich. Auf Wunsch kommt das Theater auch zu Ihnen. Cassiopeia Bühne Bergisch Gladbacher Str . 499-501 51067 Köln Tel. 0221 – 937 87 87 cassiopeia-buehne.de Polizei Feuerwehr 1 P olizeiwache Köln- Rodenkirchen Nibelungen weg 2a 5099 6 Köln koeln.polizei.nrw 2 P olizeiinspektion 2 Rhöndorf er Str . 1 509 39 Köln 3 P olizei Station Fuhr An der F uhr 4 5099 7 Köln 4 F euer- und Rettungswache 2 S chillingsrotter Weg 8-12 509 68 Köln 5 F reiwillige Feuerwehr Köln – Lös chgruppe Rodenkirchen S chillingsrotter Str . 36 5099 6 Köln ff-rodenkirchen.de Natur & Tiere Finkens Garten Friedrich-Ebert-Straße 49 50996 Köln finkensgarten.org Forstbotanischer Garten und Friedenswald Schillingsrotter Str . 100 50996 Köln Kiosk & Bootsverleih Kalscheurer Weiher Militärringstraße 50997 Köln kalscheurer-weiher .de Entdecke deine Stadt! Entdecke deine Stadt! Köln Rodenkirchen Fortanlagen koelner-festungsbauten.de Fort XI, Holweide Fort XII, Stammheim Bahnhöfe KVB 1 Theater NN Theater Köln Am Sonnenhang 9 50996 Köln nntheater .de 1 Schwimmen Rodenkirchenbad Mainstr . 67 50996 Köln koelnbaeder .de 1 1 Skaten Skatepark Zollstock (im Vorgebirgspark) Kierberger Straße 50969 Köln 1 1 Mach mit! Kreative Aufgaben Anzeigen Dieser Plan ist Teil einer Stadtplanreihe für Kinder . Die Stadt Köln und das Familienstadtmagazin KÄNGURU stellen die neun Stadtbezirke Kölns speziell für junge Kölnerinnen und Kölner vor . Herausgeberin: Stadt Köln KÄNGURU ist das Stadtmagazin für Menschen in Köln, Bonn und der Region, die mit Kindern leben oder arbeiten. Es informiert über spezielle Veranstal- tungen für Kinder und Familien, Neuigkeiten aus der Region und aktuelle Familienthemen aus Bildung, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur . kaenguru-online.de KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Kunst, Kultur und Stadtgeschichte könnt ihr auch vor Ort entdecken! museenkoeln IN DER BOX bringt die Kölner Museen zu euch. Mit mobilen Ausstellungen, Workshops und Mitmach-Ideen in eurem Viertel. museenkoeln.de/portal/museenkoeln-IN-DER-BOX COLONIA VERLAG Dieses Projekt wurde möglich durch die freundliche Unterstützung von: Liebe Kinder, auch KÄNGURU-Maskottchen Karla verrät euch ihre Lieblingsorte in Rodenkirchen. Welche das sind, könnt ihr auf der Planseite entdecken. Viel Spaß unterwegs wünscht euch das KÄNGURU-Team! Köln Rodenkirchen Sonstiges Süds tadion Vorgebirgstr . 76 50969 Köln koelnersportstaetten.de Camping Berger Uferstr . 71 50996 Köln camping-berger-koeln.de Fähre Weiß-Zündorf Krokodil Weißer Leinpfad 50999 Köln faehre-koelnkrokodil.de Eltern Kinder Café Baumhaus Brühler Str . 26 50968 Köln cafe-baumhaus.de IKEA Einrichtungshaus Köln-Godorf Godorfer Hauptstr . 171 50997 Köln ikea.com Jackelino Safari Otto-Hahn-Str . 6-8 50997 Köln jackelino-safari.de Minigolf Mini Golf Platz Rodenkirchen Uferstr . 70 50996 Köln mini-golf-platz-rodenkirchen. eatbu.com 1 Dein Reiseführer Kein Urlaub in Sicht? Wie wäre es dann einmal mit eine Reise ins eigene Stadtviertel? Sammle Informationen über dein Veedel und schreibe einen kleinen Reiseführer . Dafür kannst Du ein Notizbuch nehmen oder ein Heft selber basteln, indem du mehrere Seiten Papier in der Mittel faltest und zusammenheftest. Wie viele Ein- wohner hat dein Stadtviertel und wie ist sein Name entstanden? Gibt es eine Bibliothek oder ein Schwimmbad? Wo gibt es die leckersten Brötchen und die besten Pommes Frites? Fotos oder Zeichnungen machen deine Reiseführer noch spannender! Dem Müll den Kampf ansagen Coladosen, Plastiktüten, Eisstiele: Vieles, das in den Mülleimer gehört, landet auf der Straße, im Wald oder im Blumenbeet. Das sieht nicht nur hässlich aus, sondern ist auch schlecht für die Umwelt. Dagegen kannst Du etwas machen: Nimm dir vor , jeden Tag drei Teile Müll aufzusammeln und in den nächsten Abfalleimer zu werfen. Oder verabrede dich mit einem Freund oder einer Freundin, um ein Stück Wiese oder euren Spielplatz von Müll zu be- freien. Nehmt dafür eine Mülltüte mit und zieht Handschuhe an oder benutzt eine Greifzange. 1 Spielplatzsuche online spielplaetze.koeln Krankenhäuser 1 Ale xianer Zentrum Rodenkirchen Brück enstr . 45 5099 6 Köln alexianer-koeln.de 2 S t. Antonius-Krankenhaus S chillerstr . 23 509 68 Köln 3 Klinik LINK S VOM RHEIN S chillingsrotter Str . 39-41 5099 6 Köln links-vom-rhein.de 1 1 1 Sonstiges Sürther Bootshaus Sürther Leinpfad 0 50999 Köln-Sürth IV 1 1 Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Eure Liebe Kinder, wir alle haben Lieblingsorte – ihr sicher auch! Der Stadt Köln und mir als Oberbürgermeisterin unserer kinderfreundlichen Kommune ist eure Beteiligung an neuen Ideen sehr wichtig. Deshalb haben wir euch und eure Eltern in den sozialen Medien dazu eingeladen, bei der Erstel- lung des Kinderstadtplans mitzumachen. Meinen Lieblingsort in Mülheim habe ich ganz überraschend entdeckt – ich habe dort einmal einer Frau zu ihrem 100. Geburtstag gratuliert. Es war ihr Garten, der mich begeistert hat. Fasziniert war ich auch von ihrem Einsatz. Sie ist mit ihren 100 Jahren noch in eine politische Partei eingetreten. Das finde ich toll und es zeigt: Egal wie alt (oder jung) man ist – wir können uns immer für unsere Stadt einsetzen! Auch ihr könnt etwas bewegen – besucht doch zum Beispiel einfach mal das Kinder- und Jugendbüro am Alter Markt in der Innenstadt. Der Kinderstadtplan lädt euch dazu ein, Neues im Stadtbezirk kennenzulernen. Ich wünsche euch viel Spaß auf euren Entdeckertouren! Jugend- & Bürgerzentren 1 Area51 Galileistraße 8, 51065 Köln kja-koeln.de 2 Bürgerhaus Mütze Berliner Str . 77 , 51063 Köln muetze-buergerhaus.de 3 Don-Bosco-Club Haus der offenen Tür e.V. Tiefentalstraße 38, 51063 Köln don-bosco-club.de 4 Jugend- und Nachbarschaftshaus / AWO Bodestraße 18, 51061 Köln awo-koeln.de 5 Jugend- und Nachbarschaftshaus Am Donewald Henry‘s Hope Auguste-Kowalski-Straße 84a, 51069 Köln csh-koeln.de 6 Jugendeinrichtung August-Bebel-Haus / AWO Krahnenstraße 1, 51063 Köln awo-koeln.de 7 Jugendhaus Treffer Guilleaumestraße 16 51065 Köln treffer-buchheim.de 8 Jugendzentrum Höhenhaus Johannesweg 5C, 51061 Köln salamander .jugz.de 9 Jugendzentrum Pauline Paulinenhofstraße 32 51061 Köln pauline.jugz.de 12 Jugendtreff HKS51 Heinz-Kühn-Straße 41 51067 Köln kja.de 13 Kinder- und Jugendtreff Picco Piccoloministraße 528 51067 Köln 14 Kölner Selbsthilfe e.V. Rixdorfer Str . 52, 51063 Köln koelnerselbsthilfe.de 15 Kölner Jugendpark Sachsenbergstraße 51063 Köln koelner-jugendpark.eu 16 Mädchenzentrum I / Lobby für Mädchen Buchheimer Str . 56 51063 Köln-Mülheim Tel. 0221 - 22 20 70 57 17 Offene Tür „St. John“ Ricarda-Huch-Straße 5a 51061 Köln ot-stammheim.de 18 OT Haus der Jugend Lippeweg 29, 51061 Köln kja-koeln.de 19 Support51 - KJA Köln Charlierstraße 11, 51065 Köln 20 TeeNTown Ulitzkastraße 34, 51063 Köln kja-koeln.de Jugendzentren Köln: jugz.eu Stadtplan Beratung 1 Bezirksjugendamt im Bezirksrathaus Mülheim Wiener Platz 2a 51065 Köln Tel. 0221 - 221-99 999 Kinder- und Jugendbüro der Stadt Köln Alter Markt 62-64 50667 Köln Tel. 0221 - 221 - 314 60 Familienbüro der Stadt Köln Kalk Karree Ottmar-Pohl-Platz 1 51103 Köln Tel. 0221 – 221 - 2 12 21 Spiel- & Sport Buchforst 1 Kopernikusstraße 2 Im Bischofsacker 3 Rudolf-Clausius-Straße Buchheim 4 Wichheimer Straße 5 Kattowitzer Straße/ Beuthener Straße 6 Silesiusstraße Dellbrück 7 Hasenacker 8 Unterste Sauerwiese 9 Brambachstraße 10 Rommerscheider Straße 11 Hochwinkel/Folwiese 12 Dabringhauser Straße/ Dellbrücker Mauspfad 13 Hyazinthenweg 14 Wiesenstraße Dünnwald 15 Embergweg 16 Am Katzenberg 17 Gerbirgis-Weg 18 Von-Diergardt-Straße Flittard 19 Im Weingartskamp 20 Paracelsusplatz 21 Hubertusstraße Höhenhaus 22 Von-Bodelschwingh-Straße 23 Glockenblumenweg 24 Am Kiefernwald 25 Am Flachsrosterweg 26 Am Emberg 27 Am Rosenmaar 28 Katzenbuschweg Holweide 29 Kühzällerweg 30 Wallensteinstraße/ Holweider Marktplatz 31 Märchenstraße/ Andersenstraße 32 Hermann-Stehr-Straße 33 Walter-Meckauer-Straße/ Piccoloministraße 34 Schlagbaumsweg 35 Bergisch Gladbacher Straße/ Am Marienstift 36 Ringenstraße Mülheim 37 Buchholzstraße 38 Rendsburger Platz 39 Am Faulbach/ Düsseldorfer Straße 40 Böckingstraße/Böcking-Park 41 Keupstraße 42 Holweider Straße 43 Ratsstraße/Stürmerstraße 44 Bruder-Klaus-Platz 45 Berliner Straße/Bürgerpark 46 Im Winkel 47 Knauffstraße 48 Mülheimer Stadtgarten 49 Präses-Richter-Platz 50 Familienpark 51 Rixdorfer Straße Stammheim 52 Wiesdorfer Straße/ Am Wasserturm 53 Egonstraße 54 Am Oberhof 55 Düsseldorfer Straße/Fort XII 56 Ricarda-Huch-Straße 9 Bezirk Spielplätze Buchheim 1 Gauweg 2 Malteserstraß 3 Rybniker Straße Dellbrück 4 Strundener Straße 5 Pfarrer-Buchbender-Weg/ Radiumstraße 6 Kopischstraße 7 Untereschbacher Straße Dünnwald 8 Bunzlauer Straße 9 Schweidnitzer Straße 10 Im Leuchterbruch 11 Am Donewald Flittard 12 Fritz-Haber-Straße Höhenhaus 13 Fixheider Weg/ Höhenhauser Weg 14 Malvenweg 15 Pfarrer-Maybaum-Weg 16 Eddaweg/Peter-Kütter-Weg 17 Sigwinstraße/Jasminweg Holweide 18 Karl-Höher-Straße 19 August-Strindberg-Straße/ Ernst-Cassel-Straße 20 Siebenschönweg 21 Heinz-Kühn-Straße Mülheim 22 Deutz-Mülheimer Straße/ Am Rheinkai 23 Overbergstraße 24 Schleiermacherstraße 25 Peter-Müller-Straße/Kohlplatz 26 Windmühlenstraße 27 Berliner Straße/Marktplatz 28 Genovevastraße 29 Holsteinstraße 30 Bachstraße Entdecke deine Stadt und teile deine Eindrücke mit uns! #kinderstadtplanköln Wir bringen mit euch das Blech zum Klingen! Egal ob Posaune, Trompete, Euphonium oder Horn – auch in außergewöhnlichen Zei- ten sind wir euer professioneller Ansprechpartner in Sachen Blech- blasinstrumentalunterricht. Vereinbart jetzt eine Probestunde mit uns! Dein Klang Raum - Instrumentalunterricht & Dispokinesis Dellbrücker Mauspfad 241 51069 Köln-Dellbrück Tel. 0221 - 960 022 75 dein-klang-raum.de teamZUKUNFT organisiert in den Oster-, Sommer- und Herbst- ferien Ferienfreizeiten mit viel Spannung, Spaß und Bewegung. Aber nicht nur in den Ferien sind wir aktiv: Wir sind auch deine Experten rund um das Thema: Erlebnispädagogische Klassen- fahrten. Gemeinsam verbringen wir unvergessliche Erlebnisse! teamZUKUNFT gGmbH Adamsstraße 1a, 51063 Köln Tel. 0221 – 96 81 94 90 ferienfreizeiten.online ifbe-klassenfahrten.de Was passiert mit dem Abwasser , nachdem du die Spültaste ge- drückt hast? Das erfährst du mit allen Sinnen auf dem Klärwerk Stammheim. Neben der Führung über Kölns größte Kläranlage, kannst du mittels Experimenten selbst versuchen schmutziges Wasser zu reinigen, bevor du dein Wissen per IPad und Quiz auf unserem interaktiven Lehrpfad überprüfst. Wasserschule Köln Klärwerk Stammheim c/o Wasserforum Köln e.V. Egonstraße 21 51061 Köln Grundschulen 1 GGS Am Rosenmaar 3 51061 Köln 2 GGS Köln-Flittard Am Feldrain 10, 51061 Köln 3 GGS Johannesschule Honschaftsstr . 312, 51061 Köln 4 KGS Diependahlstr . 12 51061 Köln 5 GGS Ricarda-Huch-Str . 60 51061 Köln 6 GGS Von-Bodelschwingh-Str . 24 51061 Köln 7 GGS Mülheimer Freiheit 99 51063 Köln 8 GGS Montessori Ferdinandstr . 43, 51063 Köln 9 KGS Horststr . 1, 51063 Köln 10 KGS Langemaß 21, 51063 Köln 11 KGS, GGS Sankt-Mauritius Alte Wipperfürther Str . 49-51 51065 Köln 12 GGS Kopernikusstr . 40-42 51065 Köln 13 GGS LOGOS Arnsberger Str . 11 51065 Köln 14 KGS Friedlandstr . 5 51067 Köln 15 GGS An St. Theresia 1 51067 Köln 16 KGS Neufelder Str . 2-4 51067 Köln 17 GGS Berthold-Otto-Schule Buschfeldstr . 46 51067 Köln 18 KGS Am Portzenacker 1b 51069 Köln 19 KGS Dellbrück Thurner Str . 23 51069 Köln 20 GGS Regenbogenschule Dellbrücker Hauptstr . 16-18 51069 Köln 21 GGS Leuchterstr . 25 51069 Köln ...... Förderschulen: ......... 22 FE Berliner Str . 975 51069 Köln 23 FL Thymianweg 1a, 51061 Köln 1 Lesen 1 Stadtteilbibliothek Mülheim Wiener Platz 2A, 51065 Köln stbib-koeln.de 1 Kinder brauchen Bewegung und diese am besten mit Gleichalt- rigen und unter fachkundiger Anleitung. Beim Dünnwalder TV erhält Ihr Kind eine optimale spie- lerische Förderung mit viel Spaß und Freude an der Bewegung. Wir bieten Schnupperstunden an. Dünnwalder Turnverein 1905 e.V. Zeisbuschweg 50 51061 Köln Tel. 0221 – 63 85 66 duennwalder-tv.de Museen 1 Straßenbahnmuseum Thielenbruch Otto-Kayser-Straße 2c 51069 Köln hsk-koeln.de 2 Radiomuseum Waltherstraße, 51069 Köln 3 Karnevalsmuseum Dünnwalder Mauspfad 391 51069 Köln 1 Kennt ihr schon die AWB? Die AWB macht die Straßen sauber , holt den Müll ab und befreit im Winter die Straßen von Eis und Schnee. Schaut doch mal auf un- sere Homepage. Dort gibt es viel zu entdecken, z.B. Videos mit dem Raben Hugo zur Mülltrennung, Ausmalbilder oder Bastelange- bote. AWB Köln GmbH Maarweg 271 50825 Köln nissi@awbkoeln.de awbkoeln.de Klettern 1 Kletterhalle Dellbrück Waltherstraße 49/Halle 12 51069 Köln kletterhalle-dellbrueck.de 2 Stuntwerk Köln Schanzenstraße 6-20/ Carlswerk, 51063 Köln stuntwerk-koeln.de Für Kinder und Eltern zeigt das Cassiopeia Theater liebevoll in- szenierte musikalische Theater- spiele mit lebensgroßen Puppen. In den großzügigen Räumen des Theatercafés sind auch Kinder- geburtstage und Sonderveran- staltungen möglich. Auf Wunsch kommt das Theater auch zu Ihnen. Cassiopeia Bühne Bergisch Gladbacher Str . 499-501 51067 Köln Tel. 0221 – 937 87 87 cassiopeia-buehne.de Polizei Feuerwehr polizei.nrw.de feuerwehr-nrw.de 1 Polizeiinspektion 5 Clevischer Ring 123 51063 Köln 2 Feuerwache 9 Bergisch Gladbacher Str . 179 51063 Köln 3 Freiwillige Feuerwehr Köln Löschgruppe Dellbrück Urnenstraße 9, 51069 Köln feuerwehr-dellbrueck.de 4 Freiwillige Feuerwehr Köln Löschgruppe Dünnwald Rönsahler Str . 30, 51069 Köln feuerwehr-duennwald.de 5 Freiwillige Feuerwehr Köln Löschgruppe Strunden Gierather Str . 16, 51069 Köln feuerwehr-strunden.de Krankenhaus 1 Krankenhaus Holweide Neufelder Str . 32, 51067 Köln kliniken-koeln.de Natur & Tiere Wildpark Dünnwald Dünnwalder Mauspfad 230 51069 Köln wildpark-duennwald.de VHS-Biogarten Thurner Hof Mielenforster Str . 1 51069 Köln (Dellbrück) biogarten-thurnerhof.de Carlsgarten Schanzenstr . 6-20, 51063 Köln carlsgarten.koeln Entdecke deine Stadt! Entdecke deine Stadt! Köln Mülheim Fortanlagen koelner-festungsbauten.de Fort XI, Holweide Fort XII, Stammheim IV Bahnhöfe bahn.de 1 S-Bahnhof Buchforst 51065 Köln 2 S-Bahnhof Stammheim 51061 Köln 3 Bahnhof Mülheim Montanusstraße, 51065 Köln 4 Bahnhof Holweide 5 Bahnhof Dellbrück 6 Leverkusen Chempark 1 Theater 1 Cassiopeia Theater Bergisch Gladbacher Str . 499/501 51067 Köln cassiopeia-buehne.de 2 Dellbrücker Theaterclub e.V. Klapperkasten Bergisch Gladbacher Str . 1006, 51069 Köln klapperkasten.de 3 Hafenakademie und Lindgens Lokschuppen Hafenstraße 7 , 51063 Köln hafen-akademie.de 4 Kulturbunker Köln-Mülheim e.V. Berliner Str . 20, 51063 Köln kulturbunker-muelheim.de 5 Schauspiel Köln Schanzenstraße 6-20/ Carlswerk, 51063 Köln schauspiel.koeln 1 Schwimmen 1 Genovevabad Bergisch Gladbacher Str . 67 51065 Köln koelnbaeder .de 2 Waldbad Dünnwald Peter-Baum-Weg 20 51069 Köln waldbad-camping.de Minigolf 1 Waldbad Dünnwald Peter-Baum-Weg 20 51069 Köln waldbad-camping.de 2 Jugendpark, unter der Zoobrücke 1 1 Skaten 1 Skatepark unter der Zoobrücke 1 1Mach mit! Kreative Aufgaben Anzeigen Dieser Plan ist Teil einer Stadtplanreihe für Kinder . Die Stadt Köln und das Familienstadtmagazin KÄNGURU stellen die neun Stadtbezirke Kölns speziell für junge Kölnerinnen und Kölner vor . Herausgeberin: Stadt Köln KÄNGURU ist das Stadtmagazin für Menschen in Köln, Bonn und der Region, die mit Kindern leben oder arbeiten. Es informiert über spezielle Veranstal- tungen für Kinder und Familien, Neuigkeiten aus der Region und aktuelle Familienthemen aus Bildung, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur . kaenguru-online.de KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Kunst, Kultur und Stadtgeschichte könnt ihr auch vor Ort entdecken! museenkoeln IN DER BOX bringt die Kölner Museen zu euch. Mit mobilen Ausstellungen, Workshops und Mitmach-Ideen in eurem Viertel. museenkoeln.de/portal/museenkoeln-IN-DER-BOX COLONIA VERLAG Dieses Projekt wurde möglich durch die freundliche Unterstützung von: Liebe Kinder, auch KÄNGURU-Maskottchen Karla verrät euch ihre Lieblingsorte in Mülheim. Welche das sind, könnt ihr auf der Planseite entdecken. Viel Spaß unterwegs wünscht euch das KÄNGURU-Team! Köln Mülheim Zirkus 1 Schulcircus Radelito Willy-Brandt-Gesamtschule Höhenhaus Im Weidenbruch 214, 51061 Köln radelito.de 2 Schulcircus Zappelino Gesamtschule Holweide Burgwiesenstraße 125 51067 Köln web-gehw.de 3 Die Zirkusfabrik / Kulturarena Bergisch Gladbacher Straße 1007a, 51069 Köln diezirkusfabrik.com 1 1 Frottage Kopfsteinpflaster , Stufen aus Beton, Holzbänke oder Blechschilder: Vor deiner Haustür kannst du viele unterschiedliche Oberflächen finden. Manche sind glatt, manche sind rau, manche haben Rillen oder Muster . Mit Hilfe der Durch- reibe-Technik oder Frottage kannst du die Oberflächen ganz einfach auf ein Blatt Papier übertragen. Du brauchst dazu Zeichenpapier und einen möglichst weichen Bleistift oder Buntstift. Lege das Papier auf den Untergrund, den du übertragen willst. Halte den Stift schräg und reibe ihn mit der Breitseite über dein Blatt. Je rauer die Oberfläche ist, desto mehr Spuren wirst du auf dem Papier erkennen! Schnelle Skizze Im Stadtviertel kannst du an jeder Ecke Ideen für eigene Zeichnungen finden. Schnapp dir ein Notizbuch und ein paar Stifte und leg los! Du kannst den Blick aus deinem Fenster skizzieren, einen Gemüsestand auf dem Wochenmarkt, ein parkendes Auto … Zeichne mit lockeren Strichen und versuche, das Wesentliche an deinem Motiv einzufangen. Mache am besten mehrere, schnelle Skizzen hinter- einander – es muss nicht perfekt werden! 1 Spielplatzsuche online spielplaetze.koeln Wasserforum Köln e.V. 1 1 1 Polizei Feuerwehr polizei.nrw.de feuerwehr-nrw.de 1 Polizeiwache Porz Ernst-Mühlendyck-Straße 4-6 51143 Köln 2 Polizei NRW Terminal 1C/ Flughafen Köln/Bonn Kennedystraße 7 , 51147 Köln 3 Feuer- und Rettungswache 7 Kaiserstraße 69, 51145 Köln 1 Liebe Kinder, wir alle haben Lieblingsorte – ihr sicher auch! Der Stadt Köln und mir als Oberbürgermeisterin unserer kinderfreundlichen Kommune ist eure Beteiligung an neuen Ideen sehr wichtig. Deshalb haben wir euch und eure Eltern in den sozialen Medien dazu eingeladen, bei der Erstellung des Kinderstadtplans mitzumachen. Mein Lieblingsort in Porz ist übrigens die Groov. Ob an einem der Sandstrände oder am Yachthafen – die Freizeitinsel am Rhein hat viel zu bieten. Der Kinderstadtplan lädt euch dazu ein, Neues im Stadtbezirk kennenzuler- nen. Ich wünsche euch viel Spaß auf euren Entdeckertouren! Spielplätze Eil 1 Constanzeweg 2 Gut Leidenhausen 3 Besenbinderstraße Elsdorf 4 Tiergartenstraße/ Robert-Stern-Weg Ensen 5 Schildgenweg Finkenberg 6 Platz der Kulturen Lind 7 Nibelungenstraße Poll 8 Am Weizenacker 9 Am Rolshover Hof Porz 10 Bennauerstraße Wahn 11 Im Lochgarten Westhoven 12 Am Westhover Berg/ Viktoriastraße 13 André-Citroën-Straße 14 Berliner Straße Zündorf 15 Hinter dem Heckelsberg 16 Alte Apotheke 17 Houdainer Straße (Schulge- lände) 18 Kinkelsmaarweg Stadtplan Spiel- & Sport Eil 1 Hirschgraben (Mitte) 2 Martin-Luther-Straße/ Frankfurter Straße Ensen 3 Annastraße/Leonorenweg Finkenberg 4 Stresemannstraße Gremberghoven 5 Auf dem Streitacker Grengel 6 Akazienweg/Hermann-Löns- Straße Langel 7 Am Weißen Stein 8 An der Mühle 9 Frongasse Libur 10 Liburer Straße WEG 11 Pastor-Huthmacher-Straße/ Freiheit Poll 12 Müllergasse 13 Käulchensweg 14 Mendener Straße 15 Im Forst 16 An den Maien 17 Krückelstraße Porz 18 Glashüttenstraße 19 Friedrichstraße/Klingerstraße 20 Planckstraße/Bonner Straße 21 Aachener Straße/Krefelder Straße 22 Ampérestraße 23 Dorotheenstraße Urbach 24 Am Urbacher Wall 25 Mühlenweg/Pappelallee Wahn 26 S-Bahnhof Wahn 27 Hinter den Höfen Wahnheide 28 Bieselweg (Neue Heide) 29 Senkelsgraben Zündorf 30 An der Groov 31 An der Wielermaar 32 Alfons-Kafka-Straße 33 Loorweg Theater 1 Eltzhof Sankt-Sebastianus-Straße 10 51147 Köln eltzhof-kulturgut.de Lesen 1 Stadtteilbibliothek Porz Friedrich-Ebert-Ufer 64-70, 51143 Köln stbib-koeln.de 2 Kath. öffentliche Bücherei Heidestraße 12, 51147 Köln 3 Kath. öffentliche Bibliothek St. Mariä Geburt Hauptstraße 143, 51143 Köln 7 Bezirk Entdecke deine Stadt und teile deine Eindrücke mit uns! #kinderstadtplanköln Mach-mit-Küche Kinder in die Küche! Es gibt für jeden etwas zu tun. Man lernt Lebensmittel kennen und erfährt, wie man sie zubereitet. Es wird geschnippelt, gerührt, geknetet, gekocht und gebacken. Auch die Geburtstagsparty kann in der Küche gefeiert werden. Mach-mit-Küche Dipl.oec.troph. Anja Roth Sportplatzstr 18 51147 Köln mach-mit-kueche.de Jugend- & Bürgerzentren 1 Bauspielplatz am Senkelsgraben Gernotstraße 10, 51147 Köln bauspielplatz-senkelsgraben.de 2 Bürgerzentrum Ahl-Poller-Schull e.V. und OT Poll Poller Hauptstraße 65 51105 Köln bueze-aps.de 3 Bürgerzentrum Engelshof Oberstraße 96, 51149 Köln engelshof.net 4 Bürgerzentrum Finkenberg Stresemannstraße 6A 51149 Köln parisozial-koeln.de 5 Deutsch - Griechisches Kulturzentrum Köln-Porz e.V. Mühlenstraße 40, 51143 Köln 6 Familienwelt e. V Bonner Str . 47 , 51145 Köln familienwelt-koeln.de 7 Grembox Auf dem Streitacker 2 51149 Köln rheinflanke.de 8 Inklusive OT Ohmstraße Ohmstraße 83, 51145 Köln ot-ohmstrasse.de 9 Jugendclub Lukaskirche Mühlenstraße 4, 51143 Köln 10 Jugendhilfe Afrika Hauptstraße 424, 51143 Köln Tel. 02203 – 89 27 00 11 Jugendtreff im SKM-Familienzentrum Poll Poller Holzweg / Am Rolshover Hof 12 51105 Köln 12 Jugend- und Gemeinschafts- zentrum Glashütte Glashüttenstraße 20 51143 Köln glashuette-porz.de 13 Jugend- und Gemeinschafts- zentrum Grengel Friedensstraße 29, 51147 Köln jugendzentrumgrengel.de 14 Jugendwerkstatt Porz Brüsseler Str . 161, 51149 Köln jw-porz.de 15 OT Arche Nova Theodor-Heuss-Straße 9A 51149 Köln ot-arche-nova.de 16 Pro Humanitate e.V. Christrosenweg 2-4 51143 Köln pro-humanitate-koeln.de 17 Solibund e.V. Friedrichstraße 39-41 51143 Köln solibund.de Grundschulen 1 KGS Janusz-Korczak Am Altenberger Kreuz 14 51105 Köln 2 GGS Poller Hauptstr . 61-65 51105 Köln 3 GGS Irisweg 2, 51143 Köln 4 KGS Hinter der Kirche 3-5 51143 Köln 5 GGS Schmittgasse 66 51143 Köln 6 GGS Hauptstr . 432, 51143 Köln 7 GGS Unter Birken Schulstr . 23, 51145 Köln 8 GGS Don-Bosco-Schule Humboldtstr . 81-83 51145 Köln 9 KGS Kupfergasse 31 51145 Köln 10 GGS Heideschule Neue Heide 25-27 , 51147 Köln 11 GGS Peter Petersen Friedensstr . 41-45, 51147 Köln 12 GGS Adolph-Kolping-Str . 41 51147 Köln 13 GGS Friedrich-List-Schule Stresemannstr . 15 51149 Köln 14 GGS Konrad-Adenauer-Str . 20 51149 Köln 15 GGS Hohe Str . 77-79 51149 Köln ...... Förderschulen: ......... 16 FE Eduard-Mörike-Schule Mörikeweg 2-6, 51147 Köln eduard-moerike-schule-koeln.de 17 Finkenbergschule Berliner Str . 36, 51149 Köln finkenberg-schule.de 18 FG Pestalozzischule Sportplatzstraße 82 - 86 51147 Köln pestalozzischule-koeln.de 19 FGE Schule Auf dem Sandberg 120 51105 Köln schule-sandberg.de 1 1 Kung Fu für Kinder Wir unterrichten Selbstvertei- digung für Kinder und stärken so ihr Selbstbewusstsein. Disziplin und Respekt kom- men dabei auch nicht zu kurz. Und das alles mit Spaß, auf spielerische Art und Weise! Lok Yiu Wing Chun Schule Köln-Porz Bartholomäusstr . 26 51145 Köln Tel. 0221 - 858 114 wingchun-koeln.de Museen 1 Museum Zündorfer Wehrturm Hauptstraße 181, 51143 Köln zuendorfer-wehrturm.de 2 Theaterwissenschaftliche Sammlung Universität zu Köln Schloss Wahn Burgallee 2, 51147 Köln Sonstiges AWB Wertstoff-Center Gremberghoven August-Horch-Str . 3 , 51149 Köln awbkoeln.de Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Linder Höhe, 51147 Köln dlr .de Flughafen KölnBonn Kennedystraße, 51147 Köln koeln-bonn-airport.de 1 Kennt ihr schon die AWB? Die AWB macht die Straßen sauber , holt den Müll ab und befreit im Winter die Straßen von Eis und Schnee. Schaut doch mal auf unsere Homepage. Dort gibt es viel zu entdecken, z.B. Videos mit dem Raben Hugo zur Mülltren- nung, Ausmalbilder oder Bastel- angebote. AWB Köln GmbH Maarweg 271, 50825 Köln T el. 02 21 - 922 22 88 nissi@awbkoeln.de awbkoeln.de Kino 1 DRIVE IN Autokino Rudolf-Diesel-Straße 36 51149 Köln autokino-koeln.de Entdecke deine Stadt! Entdecke deine Stadt! Köln Porz Musik 1 Rheinische Musikschule Josefstraße 57 , 51143 Köln 1 Fortanlagen Fort IX Porzer Ringstraße, 51149 Köln koelner-festungsbauten.de IV Krankenhaus 1 Krankenhaus Porz am Rhein Urbacher Weg 19, 51149 Köln khporz.de 1 1 Schwimmen koelnbaeder .de 1 Wahnbad Albert-Schweitzer-Straße 8 51147 Köln 2 Zündorfbad Trankgasse 10a, 51143 Köln 1 Natur und Tiere Zündorfer Groov Am Markt 1, 51143 Köln Gut Leidenhausen 51147 Köln gut-leidenhausen.de Rolfs Streichelzoo Köln e.V. Tulpenweg 25-27 , 51143 Köln streichelzoo-koeln.de Wahner Heide 51147 Köln wahnerheide.net Bahnhöfe bahn.de 1 S-Bahnhof Porz (Rhein) 51145 Köln 2 S-Bahnhof Steinstraße 51149 Köln 3 S-Bahnhof Porz Wahn 51147 Köln 4 Bahnhof Flughafen Köln/Bonn 5 S-Bahnhof Airport Businesspark 1 Beratung 1 Bezirksjugendamt im Bezirksrathaus Porz Friedrich-Ebert-Ufer 64-70 51143 Köln Tel. 0221 - 221-972 67 2 Caritas Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder Rathausstr . 8, 51145 Köln Tel. 02203 – 550 01 beratung-in-porz.de Kinder- und Jugendbüro der Stadt Köln Alter Markt 62-64 50667 Köln Tel. 0221 - 221-31460 Familienbüro der Stadt Köln Kalk Karree Ottmar-Pohl-Platz 1 51103 Köln Tel. 0221 – 221-2 12 21 1 Mach mit! Kreative Aufgaben Anzeigen Dieser Plan ist Teil einer Stadtplanreihe für Kinder . Die Stadt Köln und das Familienstadtmagazin KÄNGURU stellen die neun Stadtbezirke Kölns speziell für junge Kölnerinnen und Kölner vor . Herausgeberin: Stadt Köln KÄNGURU ist das Stadtmagazin für Menschen in Köln, Bonn und der Region, die mit Kindern leben oder arbeiten. Es informiert über spezielle Veranstal- tungen für Kinder und Familien, Neuigkeiten aus der Region und aktuelle Familienthemen aus Bildung, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur . kaenguru-online.de KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Kunst, Kultur und Stadtgeschichte könnt ihr auch vor Ort entdecken! museenkoeln IN DER BOX bringt die Kölner Museen zu euch. Mit mobilen Ausstellungen, Workshops und Mitmach-Ideen in eurem Viertel. museenkoeln.de/portal/museenkoeln-IN-DER-BOX COLONIA VERLAG Dieses Projekt wurde möglich durch die freundliche Unterstützung von: Liebe Kinder, auch KÄNGURU-Maskottchen Karla verrät euch ihre Lieblingsorte in Porz. Welche das sind, könnt ihr auf der Planseite entdecken. Viel Spaß unterwegs wünscht euch das KÄNGURU-Team! Köln Porz Nachgefragt In einem Stadtteil leben viele verschiedene Menschen zusammen. Manche sind neu in der Stadt, manche leben schon seit vielen Jahren in der gleichen Gegend. Wenn du mehr über deinen Stadtteil herausfinden willst, starte doch einfach eine Umfrage in deiner Schule, bei deinen Eltern, oder in deiner Nachbarschaft. Du kannst sie fragen: Was ist dein Lieblingsort im Stadtteil? Was stört oder ärgert dich? Was fehlt noch in unserer Nachbarschaft? Wo triffst du dich am liebsten mit Freunden? Vielleicht fallen dir noch mehr Fragen ein? Fotosafari Hast du ein Handy mit Fotofunktion oder eine Digitalkamera? Dann geh doch mal auf Fotosafari in deiner Nachbarschaft! Du kannst dich auf die Suche nach Farben und Formen machen oder verschiedene Blätter , Steine oder Fahrradklingeln fotografieren. Bestimmt hast du noch mehr Ideen für deine Fotosafari! Versuche auch, Fotos mit einem ungewöhnlichen Blickwinkel oder Ausschnitt zu machen, indem du beim Fotografieren in die Hocke gehst, dich auf eine Bank stellst oder ganz nah an dein Objekt heranzoomst. Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Eure Schwimmen und Planschen könnt ihr in vielen Kölner Bädern, die sich auf euren Besuch freuen. Im Sommer ins Freibad, im Winter ins Hallenbad, zum Eislaufen oder in die Sauna - die KölnBäder haben für Kölner Familien viel zu bieten. KölnBäder GmbH Kämmergasse 1 50676 Köln Tel. 0221 - 670 292 92 info@koelnbaeder .de koelnbaeder .de 1 Spielplatzsuche online spielplaetze.koeln Woher kommt das Wasser aus dem Hahn eigentlich? Dieser Frage kannst du im Wasserwerk Westhoven auf den Grund gehen. Schau dort hinter die Kulissen deines Wasserversorgers und tauch ein in die Welt unseres Trinkwassers - spielerisch, mit Experimenten, anschaulichen Ma- terialien wie einer Quiz-App und unserem interaktiven Lehrpfad! Wasserschule Köln Wasserwerk Westhoven Porzer Ringstraße 1 51149 Köln wasserschule-koeln.de Wasserwerk Westhoven 1 1 1 Anzeigen 34 Falckensteinstraße, Kalk 35 Homarstraße/Kampgass Vingst 36 Humboldtpark Humboldt/Gremberg 37 Josef-Boschbach-Weg Vingst 38 Kalker Markt Kalk 39 Kuthstraße Vingst 40 Marktplatz Vingst Vingst 41 Merheimer Heide Höhenberg 42 Nohlenweg/Fort X Merheim 43 Odenwaldstraße/Taunusstraße Humboldt/Gremberg 44 Paul-Klee-Straße Neubrück 45 Hövilandweg Ostheim 46 Steprathstraße Kalk 47 Veilchenweg Rath/Heumar 48 Walnussweg Merheim 49 Weimarer Platz Höhenberg 50 Westerwaldstraße/ Am Grauen Stein Humboldt/Gremberg Sport Abenteuerhalle Kalk Skaten, BMX, Klettern, Artistik Christian-Sünner-Straße 8 Kalk Liebe Kinder, wir alle haben Lieblingsorte – ihr sicher auch! Der Stadt Köln und mir als Oberbürgermeisterin unserer kinderfreundlichen Kommune ist eure Beteiligung an neuen Ideen sehr wichtig. Deshalb haben wir euch und eure Eltern unter anderem auf Instagram dazu eingeladen, bei der Erstellung des Kinderstadtplans mitzumachen. Mein Lieblingsort in Kalk ist übrigens der Königsforst. Das ist ein richtig großer Wald, in dem ihr mit eurer Familie einen Ausflug zum Wandern, Laufen oder Radfahren machen könnt. An der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 9 beginnt ein Waldlehrpfad, auf dem ihr etwas über den Königsforst erfahrt. Weil der Wald mit seinen vielen Tieren und verschiedenen Baumarten so be- sonders ist, steht er übrigens unter Naturschutz. Und der Königsforst ist auch nur ein Beispiel für die vielen Möglichkeiten, in Kalk Abenteuer zu erleben und den Alltag bunter zu machen. Nun wünsche ich euch viel Vergnügen mit dem neuen Kinderstadtplan und viele spannende Erlebnisse auf euren Entdeckertouren im Stadtbezirk. Eure Henriette Reker Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Überall Buchstaben In der Stadt sind wir von Schildern, Werbeplakaten und Leuchtreklamen umgeben. Überall findest du Buchstaben und Wörter . Schau dich in deinem Viertel um und suche so viele Buchstaben wie möglich! Vielleicht findest du welche in verschiedenen Formen und Farben oder Wörter in unterschiedlichen Sprachen? Sammele alle Wörter und Buchstaben in einem Notizbuch oder fotografiere sie. Mehr Grün! Natur tut gut, gerade in der Stadt. Zum Glück gibt es in vielen Stadtteilen einen Park, in dem du spielen, toben oder faulenzen kannst. Kleine grüne Oasen findest du aber auch anderswo in deiner Nachbarschaft. Schau dich einmal um! Entdeckst Du einen Balkonkasten mit beson- ders schönen Blumen? Oder eine kleine Wiese zwischen zwei Parkplätzen? Vielleicht hast du auch selber Lust, für mehr Grün zu sorgen und etwas zu pflanzen! Köln Kalk StadtplanMach mit! Entdecke deine Stadt und teile deine Eindrücke mit uns! #kinderstadtplanköln 8 Bezirk Entdecke deine Stadt! Kreative Aufgaben Entdecke deine Stadt! Fortanlagen Fort X Frankfurter Straße, Kalk Tiere Wildpark Brück Brücker Mauspfad 203 51109 Köln Bahnhöfe bahn.de Bahnhof Köln Trimbornstr . Trimbornstraße, 51105 Köln Beratung 1 Familienberatung Kalk Rolshover Straße 11 51105 Köln Tel. 0221 – 221 - 310 90 2 Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD) Kalker Hauptstraße 247-273 51103 Köln 0221 / 221 - 989 99 3 Familienbüro Köln Kalk Karree - Eingang Familienbüro Ottmar-Pohl-Platz 1, 51103 Köln 0221 / 221 - 212 21 Nummer gegen Kummer anonym und kostenlos vom Handy und Festnetz Kinder und Jugendtelefon: 116 111 Mo-Sa von 14-20 Uhr Elterntelefon: 0800 111 0 550 Mo-Fr von 9-11 Uhr Di+Do von 17-19 Uhr Spiel- & Sport 1 Camberger Straße Humboldt/Gremberg 2 Kannebäckerstraße Humboldt/Gremberg 3 Limbachstraße/Homarstraße Vingst 4 Marktplatz Vingst 5 Walnussweg Bolzplatz Merheim 6 Würzburger Straße/ Bayreuther Straße, Vingst 7 Merheimer Heideweg Frankfurter Straße Höhenberg 8 Alter Friedhofsweg/ Ökumenenweg, Merheim 9 Am Gräfenhof/Flehbachaue Brück 10 An der Lenzwiese Humboldt/Gremberg 11 An St. Theodor , Vingst 12 Änne-Schulte-Straße Merheim 13 Böhmweg Neubrück 14 Burgenlandstraße Humboldt/Gremberg 15 Bürgerpark Kalk, Kalk 16 Engelsstraße, Kalk 17 Eythstraße Kalk 18 Georgestraße Neubrück 19 Göttinger Straße Höhenberg 20 Höhenberger Straße Höhenberg 21 Mathias-Kann-Pfad Höhenberg 22 Moosweg/ An der Fock Rath/Heumar 23 Roddergasse Humboldt/Gremberg 24 Servatiusstraße- Uckermannstraße Ostheim 25 Taunusplatz Humboldt/Gremberg 26 Vingster Berg Ostheim 27 Würzburger Straße/ Oranienstraße, Vingst 28 Albermannstraße, Kalk 29 An der Rather Burg Rath/Heumar 30 An St. Adelheid, Neubrück 31 Augsburger Straße Höhenberg 32 Brückenauer Straße Höhenberg 33 Buchheimer Weg Ostheim Kino 1 Lichtspiele Kalk Kalk-Mülheimer-Str . 130-132, 51103 Köln lichtspiele-kalk.de Spielplätze 1 Auf dem Eichenbrett Merheim 2 Barcelona-Allee, Kalk 3 Bennoplatz, Höhenberg 4 Brettener Straße, Ostheim 5 Dinkelsbühler Straße Höhenberg 6 Fuldaer Straße Höhenberg 7 Geraer Platz Höhenberg 8 Gertrud-Luckner-Karree Ostheim 9 Kalker Stadtgarten, Kalk 10 Ludwig-Quidde-Platz/ Bergengruenstraße Neubrück 11 Nesselweg, Merheim 12 Ostheimer Straße Warendorfer Straße, Merheim 13 Schmalkalder Weg, Höhenberg 14 Stadtplatz, Merheim 15 Theodor-Haecker-Straße Neubrück 16 Vietorstraße/ Peter-Stühlen-Straße Kalk 17 Walhallaplatz, Rath/Heumar 18 Wolfgang-Borchert-Weg Neubrück 19 Seligenthaler Straße Humboldt/Gremberg 20 Astrid-Lindgren-Allee Brück 21 Amalie-Struve-Weg Ostheim Hier könnt ihr spielerische (Wort-) Schätze entdecken, abenteuerliche Sätze sprechen und Zungenturnen lernen. Wir helfen bei Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen, myofunktionellen Störungen (MFT), Stottern und Störung der Schriftsprache (LRS). Praxis für Logopädie - Guido P. Schneider Oranienstr . 45 51103 Köln-Vingst Tel. 0221 - 719 60 70 logopaedie-koeln.net Magische Filmerlebnisse in den Lichtspielen Kalk: Regelmäßig zeigen wir am Nachmittag für unsere jungen Besucher ein interessantes, spannendes und lustiges Programm! Dazu gibt es an unserer Kinotheke Pop- corn, Nachos, Snacks und eine große Auswahl an Getränken! Lichtspiele Kalk Kalk-Mülheimer Str . 130/132 51103 Köln lichtspiele-kalk.de 1 Jugend- & Bürgerzentren 1 HöVi-Land Hövilandweg, 51107 Köln www.hoevi-land.de 2 Pavillon Merheim Walnussweg 2, 51109 Köln 3 Jugend- und Gemeinschafts- zentrum Neubrück Neubrücker Ring 30 51109 Köln 4 Jugendtreff Waldbadviertel Hans-Offermann-Straße 2 51107 Köln 5 Jugendzentrum Gremberg Odenwaldstraße 98 51105 Köln 6 Bürgerzentrum Vingst „et Sozi“ Heßhofstraße 43, 51107 Köln 7 Pavillon e.V. - Verein für Jugendarbeit in Köln-Kalk Manteuffelstraße 13 51103 Köln 8 Ev. Jugendzentrum Kalk-Humboldt Lilienthalstraße 4-8 51103 Köln 9 Bürgerhaus Kalk Kalk-Mülheimer Straße 58 51103 Köln Grundschulen 1 KGS Andreas-Hermes-Straße 2-4 51109 Köln 2 GGS Diesterwegstraße 69 51109 Köln 3 GGS Europaring 51 bis 53 51109 Köln 4 KGS Forststraße 20 51107 Köln 5 KGS Fußfallstraße 55 51109 Köln 6 GGS + KGS Grünebergschule Kapitelstraße 24-26 51103 Köln 7 GGS Heinzelmännchenschule Heßhofstraße 45 51107 Köln 8 GGS + KGS James-Krüss-Schule Zehnthofstraße 22-24 51107 Köln 9 GGS Lohmarer Straße 11 51105 Köln 10 GGS Lustheider Straße 43 51103 Köln 11 KGS Olpener Straße 930 51109 Köln 12 GGS Volberger Weg 17 51107 Köln 13 GGS Weimarer Straße 28 51103 Köln 14 GGS Westerwaldstraße 90 51105 Köln Stadt Köln 1 Bezirksrathaus Kalk Kalker Hauptstraße 247-273 51103 Köln 1 Lesen stbib-koeln.de 1 Stadtteilbibliothek Kalk Kalker Hauptstraße 247-273 51103 Köln 2 Stadtteilbibliothek Neubrück An Sankt Adelheid 2-8 51109 Köln 3 minibib im Wasserturm Kalker Hauptstraße 55 51103 Köln 1 Ihr wünscht euch schon immer eine ganz eigene PLAYMOBIL - Figur? Die könnt ihr euch im PLAYMOBIL®-FunStore zusam- menstellen! Außer der coolen „Männchen-Mach-Maschine“ erwarten euch auf 110 m 2 alle bekannten PLAYMOBIL -Spiel- welten. Kommt vorbei! PLAYMOBIL®-FunStore Köln Köln-Arcaden, Basement Kalker Haupstraße 55 51103 Köln koeln-arcaden.de/store/Playmobil Museen 1 Odysseum Das Abenteuermuseum Corintostraße 1, 51103 Köln odysseum.de 1 1 Krankenhäuser 1 Krankenhaus Merheim Ostmerheimer Str . 200 51109 Köln 2 Evangelisches Krankenhaus Kalk Buchforststraße 2 51103 Köln IV 1 Polizei Feuerwehr polizei.nrw.de feuerwehr-nrw.de 1 Polizeipräsidium Köln Walter-Pauli-Ring 2-6 51103 Köln 2 Freiwillige Feuerwehr Köln – Löschgruppe Brück Hovenstraße 38-42 51109 Köln 3 Feuerwehr Köln – Löschgruppe Heumar Forststraße 20 51107 Köln 4 Feuer- und Rettungswache 8 Hardtgenbuscher Kirchweg 10 51107 Köln 5 Feuer- und Rettungswache 10 Freiwillige Feuerwehr - Löschgruppe Kalk Gummersbacher Str . 33 50679 Köln 1Schwimmen 1 Höhenbergbad Schwarzburger Str . 4 51103 Köln 2 Naturfreibad Vingst Vingster Ring, 51107 Köln 1 11 1 Skaten 1 Merheimer Heideweg Frankfurterstraße Merheim 1 Köln Kalk 1 1 1 Dieser Plan ist Teil einer Stadtplanreihe für Kinder . Die Stadt Köln und das Familienstadtmagazin KÄNGURU stellen die neun Stadtbezirke Kölns speziell für junge Kölnerinnen und Kölner vor . Herausgeberin: Stadt Köln KÄNGURU ist das Stadtmagazin für Menschen in Köln, Bonn und der Region, die mit Kindern leben oder arbeiten. Es informiert über spezielle Veranstal- tungen für Kinder und Familien, Neuigkeiten aus der Region und aktuelle Familienthemen aus Bildung, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur . kaenguru-online.de KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Kunst, Kultur und Stadtgeschichte könnt ihr auch vor Ort entdecken! museenkoeln IN DER BOX bringt die Kölner Museen zu euch. Mit mobilen Ausstellungen, Workshops und Mitmach-Ideen in eurem Viertel. museenkoeln.de/portal/museenkoeln-IN-DER-BOX COLONIA VERLAG Liebe Kinder, auch KÄNGURU-Maskottchen Karla verrät euch ihre Lieblingsorte in Kalk. Welche das sind, könnt ihr auf der Planseite entdecken. Viel Spaß unterwegs wünscht euch das KÄNGURU-Team! Dieses Projekt wurde möglich durch die freundliche Unterstützung von: Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Eure Liebe Kinder, wir alle haben Lieblingsorte – ihr sicher auch! Der Stadt Köln und mir als Oberbürgermeisterin unserer kinderfreundlichen Kommune ist eure Beteiligung an neuen Ideen sehr wichtig. Deshalb haben wir euch und eure Eltern in den sozialen Medien dazu eingeladen, bei der Erstel- lung des Kinderstadtplans mitzumachen. Mein Lieblingsort in Nippes ist übrigens das Bürgerzentrum „Alten- berger Hof“. Dort findet ihr zahlreiche Mitmachangebote. Schaut doch mal ins Programm! Der Kinderstadtplan lädt euch dazu ein, Neues im Stadtbezirk kennenzulernen. Ich wünsche euch viel Spaß auf euren Entdeckertouren! Jugend- & Bürgerzentren 1 Bür gerzentrum Nippes / Alt enberger Hof Mauenheimer S tr . 92 50 733 Köln 2 Bür gerzentrum Nippes Turmstraße T urmstr . 3-5 50 733 Köln 3 Kinder - und Jugendhaus Flemingstraße Flemings traße 2, 50735 Köln jugz.eu 4 Kinder - und Jugendzentrum DachloW , Dachlow Mobil Neus ser Str . 731 - 733 50 737 Köln dachlow.de 5 Gemeinwesenzentrum Etzelstraße E tzelstraße 250 50 739 Köln aak-koeln.de 6 Kölner S elbsthilfe e. V. Heck weg 30 50 739 Köln k oeln-freiwillig.de 7 O T Werkstattstr . W erkstattstr . 75 0 733 Köln ot-nippes.kirche-koeln.de 8 Geschwister-Scholl-Haus W irtsgasse 14, 50739 Köln lino-club.de/gsh 9 T ake Five & T ake Five Mauenheim Neue K empener Str . 217a 50 739 Köln skm-koeln.de 10 L uckys Haus, Mittwochsmaler , T reff im Truck Am B ilderstöckchen 58a 50 739 Köln skm-koeln.de 11 Jugendladen Nippe s K empener Strasse 95 50 733 Köln nippes.jugend-nrw.de 12 K ellerladen e.V. Alz eyerstrasse 5 50 739 Köln kellerladen-ev.de Jugendzentren Köln: jugz.eu ...... S onstige Angebote: ........ 13 Jugendv erkehrsgarten Köln Neus ser Str . 164 50 733 Köln jugendhilfe-koeln.de 14 Kölner Spiele werkstatt L uftschiff-Platz 5 50 733 Köln spielewerkstatt.de 15 jf c Medienzentrum e.V. S eekabelstr . 4 50 733 Köln .jfc.info Stadtplan Beratung 1 B ezirksjugendamt im B ezirksrathaus Nippes Neus ser Str . 450 50 733 Köln T el. 0221 - 221- 95 999 Kinder- und Jugendbüro der Stadt Köln Alter Markt 62-64 50667 Köln Tel. 0221 - 221 - 314 60 Familienbüro der Stadt Köln Kalk Karree Ottmar-Pohl-Platz 1 51103 Köln Tel. 0221 – 221 - 2 12 21 Spiel- & Sport Bilderstöckchen 1 Altleinigenweg/ Gertrud-Robertz-Platz 2 Vogesenstraße 3 Am B ilderstöckchen 4 B lücherpark I/Am Plateau 5 B lücherpark III/Lindenplatz 6 S tuttgarter Straße/ R eutlinger Straße 7 Eber sbacher Straße 8 Geldernstraße Longerich 9 Scheinerstraße 10 B ielefelder Straße 11 Wilhelm-Leuschner-Straße 12 Hansenstraße 13 Gloedenstraße 14 Lohmüllerstraße 15 Am B alsamhof 16 Heckweg Mauenheim 17 Brunhildplatz 18 Etzelstraße 19 Bergstraße Niehl 20 Spechtstraße 21 Scheibenstraße 22 Pastor-Wolff-Straße 23 Niehler Damm Nippes 24 Hartwichstraße 25 Auerstraße/Lis-Böhle-Park 26 L eipziger Platz 27 Neus ser Straße/ Inner e Kanalstraße 28 Niehler S traße/ Inner er Grünzug 29 Niehler Kir chweg/ Nippe ser Tälchen 30 X antener Straße/ Johannes-Giesberts-Park 31 Nordpark/ Ams terdamer Straße 32 Am Nor dpark/ Ams terdamer Straße 33 P arkgürtel/Kempener Straße/ Nippe ser Bürgerpark 34 Lokomotivstraße/ An der alt en Kantine Riehl 35 Brehmstraße 36 Garthestraße 37 Pionierstraße 38 Riehler A ue Weidenpesch 39 Leuthenstraße/ Neus ser Straße 40 Kösliner Straße/ An den Kr eutzmorgen 5 Bezirk Spielplätze Bilderstöckchen 1 B lücherpark II/ An der A utobahn 2 B lücherpark IV/ Am Spor tplatz 1 3 B lücherpark V/ Am Spor tplatz 2 Longerich 4 Graseggerstraße 5 Meerfeldstraße 6 Klausenerstraße/ Lohmüllerstraße 7 Eugen-Sänger-Straße Mauenheim 8 Irnfriedweg 9 Kriemhildplatz Niehl 10 Duisbur ger Straße 11 Friedrich-Karl-Straße/ Niehler Kir chweg 12 Königsber ger Straße Nippes 14 Wartburgplatz 15 Franziskastraße 16 Erzbergerplatz 17 Bülowstraße 18 Gustav-Nachtigal-Straße 19 Gustav-Cords-Straße/ Florastraße 20 Am Alt en Stellwerk/ Am A usbesserungswerk Riehl 21 Florastraße/ B otanischer Garten 22 An der S chanz/Freibad Riehl 23 Naumannstraße Weidenpesch 24 Rennbahnstraße/ W eidenpescher Park 25 Hohenfriedbergstraße Entdecke deine Stadt und teile deine Eindrücke mit uns! #kinderstadtplanköln Wir bringen mit euch das Blech zum Klingen! Egal ob Posaune, Trompete, Euphonium oder Horn – auch in außergewöhnlichen Zei- ten sind wir euer professioneller Ansprechpartner in Sachen Blech- blasinstrumentalunterricht. Vereinbart jetzt eine Probestunde mit uns! Dein Klang Raum - Instrumentalunterricht & Dispokinesis Dellbrücker Mauspfad 241 51069 Köln-Dellbrück Tel. 0221 - 960 022 75 dein-klang-raum.de teamZUKUNFT organisiert in den Oster-, Sommer- und Herbst- ferien Ferienfreizeiten mit viel Spannung, Spaß und Bewegung. Aber nicht nur in den Ferien sind wir aktiv: Wir sind auch deine Experten rund um das Thema: Erlebnispädagogische Klassen- fahrten. Gemeinsam verbringen wir unvergessliche Erlebnisse! teamZUKUNFT gGmbH Adamsstraße 1a, 51063 Köln Tel. 0221 – 96 81 94 90 ferienfreizeiten.online ifbe-klassenfahrten.de Was passiert mit dem Abwasser , nachdem du die Spültaste ge- drückt hast? Das erfährst du mit allen Sinnen auf dem Klärwerk Stammheim. Neben der Führung über Kölns größte Kläranlage, kannst du mittels Experimenten selbst versuchen schmutziges Wasser zu reinigen, bevor du dein W issen per IPad und Quiz auf unserem interaktiven Lehrpfad überprüfst. Wasserschule Köln Klärwerk Stammheim c/o Wasserforum Köln e.V. Egonstraße 21 51061 Köln Grundschulen 1 GG S, KGS Lukas-Schule Alz eyer Str . 12, 50739 Köln 2 K GS Osterather Str . 13 50 739 Köln 3 GG S Gartenstadt K GS Marienschule Alt onaer Str . 32,50737 Köln 4 KGS L ongericher Hauptstr . 83-85 50 739 Köln 5 GG S Nibelungenstr . 50a 50 739 Köln 6 GG S Halfengasse 25 50 735 Köln 7 GG S Nesselrodestr . 15 50 735 Köln 8 GG S Mathilde-von-Mevissen Geller tstr . 4-6, 50733 Köln 9 K GS Maternus-Schule Bülo wstr . 90, 50733 Köln 10 GG S Köln-Nippes Kr etzerstr . 5-7 , 50733 Köln 11 GG S Steinbergerstr . 40 50 733 Köln 12 GG S, KGS Otfried-Preußler Gar thestr . 20-24, 50735 Köln 13 GG S Florianschule Neus ser Str . 605, 50737 Köln ......Förderschulen: ........ 14 För derschule emotionale und s oziale Entwicklung A uguststraße 1, 50733 Köln 15 För derschule Sprache Br ehmstr . 2, 50735 Köln 1 Lesen 1 S tadtbibliothek Nippes Neus ser Str . 450 1 Musik 1 Rheinis che Musikschule R egionalschule Nord - Longerich Meerf eldstraße 52 50 737 Köln 2 Rheinis che Musikschule - R egionalschule Nord - Nippes T urmstraße 3-5 50 733 Köln Kinder brauchen Bewegung und diese am besten mit Gleichalt- rigen und unter fachkundiger Anleitung. Beim Dünnwalder TV erhält Ihr Kind eine optimale spie- lerische Förderung mit viel Spaß und Freude an der Bewegung. Wir bieten Schnupperstunden an. Dünnwalder Turnverein 1905 e.V. Zeisbuschweg 50 51061 Köln Tel. 0221 – 63 85 66 duennwalder-tv.de Museen 1 Rheinis ches Industriebahn- Museum L ongericher Str . 214 50 739 Köln rimkoeln.de 1 Kennt ihr schon die AWB? Die AWB macht die Straßen sauber , holt den Müll ab und befreit im Winter die Straßen von Eis und Schnee. Schaut doch mal auf un- sere Homepage. Dort gibt es viel zu entdecken, z.B. Videos mit dem Raben Hugo zur Mülltrennung, Ausmalbilder oder Bastelange- bote. AWB Köln GmbH Maarweg 271 50825 Köln nissi@awbkoeln.de awbkoeln.de Für Kinder und Eltern zeigt das Cassiopeia Theater liebevoll in- szenierte musikalische Theater- spiele mit lebensgroßen Puppen. In den großzügigen Räumen des Theatercafés sind auch Kinder- geburtstage und Sonderveran- staltungen möglich. Auf Wunsch kommt das Theater auch zu Ihnen. Cassiopeia Bühne Bergisch Gladbacher Str . 499-501 51067 Köln Tel. 0221 – 937 87 87 cassiopeia-buehne.de Polizei Feuerwehr polizei.nrw.de feuerwehr-nrw.de 1 F euer- und Rettungswache 5 S cheibenstr . 13 50 737 Köln 2 P olizeiwache Nippes Niehler S tr . 308-310 50 735 Köln Krankenhaus 1 Kinderklinik Ams terdamer Str . 59 50 735 Köln kliniken-koeln.de 2 S t. Vinzenz-Hospital Merheimer S tr . 221-223 50 733 Köln vinzenz-hospital.de 3 Heilig Geis t-Krankenhaus Gr aseggerstr . 105 50 737 Köln hgk-koeln.de 4 S t. Agatha Krankenhaus Köln F eldgärtenstr . 97 50 735 Köln 5 T agesklinik Pionierstraße T agesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Pionier str . 19 50 735 Köln tagesklinik-pionierstrasse.de Entdecke deine Stadt! Entdecke deine Stadt! Köln Nippes Fortanlagen Fort X Neusser Wall 33 50670 Köln IV Bahnhöfe bahn.de 1 Köln, Nippe s S-Bahn Liebigstraße 50 739 Köln 2 Köln L ongerich S-Bahn Grethenstraße 50 739 Köln 1 Theater & Kultur 1 TPZAK An der S chanz 6 50 735 Köln tpzak.de 2 K ulturkirche Köln Nippes Sieb achstr . 85 50 733 Köln kulturkirche-koeln.de -----Weitere-- Skulpturenpark Elsa-Branström-Straße 9 50668 Köln skulpturenparkkoeln.de 1 1 1 Skaten 1 Nor th Brigade Skatepark S cheibenstr . 13a 50 737 Köln Inline-Speedskatingbahn de s SSC Köln Scheibenstraße 50 737 Köln ssc-koeln.org C oole Skatepark like Melina Scheibenstraße 2 Lohserampe Neus ser Str . 153 50 733 Köln 3 L entpark Sonstiges Biergarten „Schwimmbad“ An der Schanz 2a 50735 Köln koeln-biergarten.de Emmaus Gemeinschaft Köln e. V. second-hand-markt Geestemünder Str . 42 50735 Köln emmaus-koeln.de DJH Jugendherberge Köln-Riehl An der Schanz 14 50735 Köln koeln-riehl.jugendherberge.de Müllverbrennungsanlage AVG Köln, Geestemünder Straße 23, 50735 Köln 1 1 Mach mit! Kreative Aufgaben Anzeigen Dieser Plan ist Teil einer Stadtplanreihe für Kinder . Die Stadt Köln und das Familienstadtmagazin KÄNGURU stellen die neun Stadtbezirke Kölns speziell für junge Kölnerinnen und Kölner vor . Herausgeberin: Stadt Köln KÄNGURU ist das Stadtmagazin für Menschen in Köln, Bonn und der Region, die mit Kindern leben oder arbeiten. Es informiert über spezielle Veranstal- tungen für Kinder und Familien, Neuigkeiten aus der Region und aktuelle Familienthemen aus Bildung, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur . kaenguru-online.de KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Kunst, Kultur und Stadtgeschichte könnt ihr auch vor Ort entdecken! museenkoeln IN DER BOX bringt die Kölner Museen zu euch. Mit mobilen Ausstellungen, Workshops und Mitmach-Ideen in eurem Viertel. museenkoeln.de/portal/museenkoeln-IN-DER-BOX COLONIA VERLAG Dieses Projekt wurde möglich durch die freundliche Unterstützung von: Liebe Kinder, auch KÄNGURU-Maskottchen Karla verrät euch ihre Lieblingsorte in Nippes. Welche das sind, könnt ihr auf der Planseite entdecken. Viel Spaß unterwegs wünscht euch das KÄNGURU-Team! Köln Nippes Natur & Tiere Jugendfarm Wilhelmshof e.V. Bergheimer Weg 27 50737 Köln jugendfarm-wilhelmshof.de Kölner Zoo Riehler Str . 173 50735 Köln koelnerzoo.de Flora und Botanischer Garten Alter Stammheimer Weg 50735 Köln botanischer-garten.koeln Tierschutz und Umwelt e.V.-Köl- ner Schutzhof für Pferde Auf dem Ginsterberg 2 50739 Köln pferdeschutzhof.info Galopprennbahn Rennbahnstr . 152 50737 Köln Kunst natürlich! Hast Du schon einmal etwas von Land Art gehört? Das sind Kunstwerke, die aus dem ge- macht wird, was Du in der Natur finden kannst. Probiere es doch selber einmal aus! Du kannst Spiralen aus bunten Blättern legen, Türme aus Steinen bauen oder einen Traumfänger aus Federn basteln. Sicher findest Du im Park oder im Wald noch anders Material. Erschaffe dein Kunstwerk direkt vor Ort! Achte aber darauf, die Natur nicht verletzen – also keine Pflanzen herauszureißen oder Äste abzuknicken. Der Spielplatz meiner Träume Gibt es einen tollen Spielplatz in deiner Nachbarschaft? Was gefällt dir an ihm besonders? Und wie sieht der Spielplatz deiner Träume aus? Gibt es dort ein Baumhaus? Eine Halfpipe zum Skateboard fahren? Oder ein riesiges Piratenschiff? Zeichne deinen Traumspielplatz so genau wie möglich auf ein Blatt Papier . Wenn du magst, kannst Du auch ein Modell deines Spielplatzes aus Pappe, leeren Verpackungen, Toilettenpapierrollen und anderen Dingen, die nicht mehr gebraucht werden, basteln. 1 Spielplatzsuche online spielplaetze.koeln 1 1 1 Schwimmen 1 L entpark S chwimmbad und EIshalle L entstraße 30, 50668 Köln 2 1 Stadtplan Fortanlagen Fort I Hans-Abraham-Ochs-Weg 1 50678 Köln Fort Paul oder Fort IV Eifelstraße 39, 50677 Köln Fort V Zülpicher Str . 47 , 5067 4 Köln Fort X Neusser Wall 33, 50670 Köln Bahnhöfe bahn.de Bahnhof Köln Süd 5067 4 Köln Bahnhof Köln Hauptbahnhof Trankgasse 11, 50667 Köln Bahnhof Köln Messe Deutz 50679 Köln S-Bahnhof Köln Hansaring 50670 Köln Bahnhof Köln West Hans-Böckler-Platz, 50672 Köln Beratung 1 Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD) Ludwigstraße 8, 50667 Köln 0221 - 221 - 919 99 2 Familienberatung Innenstadt Schaevenstraße 1a 50676 Köln 0221 - 221 - 249 23 3 Familienberatung Stadthaus Deutz - Ostgebäude Willy-Brandt-Platz 3 50679 Köln 0221 – 221 - 290 53 Nummer gegen Kummer anonym und kostenlos vom Handy und Festnetz Kinder- und Jugendtelefon: 116 111 Mo-Sa von 14-20 Uhr Elterntelefon: 0800 111 0 550 Mo-Fr von 9-11 Uhr Di+Do von 17-19 Uhr Spiel- & Sport 1 Buschgasse/An der Eiche Altstadt/Süd 2 Fort X Neusser Wall Ost/West Neustadt/Nord 3 Hansaplatz, Altstadt/Nord 4 Helenenwallstraße, Deutz 5 Im Dau, Altstadt/Süd 6 Klingelpützanlage Altstadt/Nord 7 Rathenauplatz Neustadt/Süd 8 Schmalbeinstraße/ Innerer Grüngürtel Süd Neustadt/Nord 9 Spichernstraße/Stadtgarten Neustadt/Nord 10 Trude Herr Park Altstadt/Süd 11 Vorgebirgsstraße Neustadt/Süd 12 Zugweg, Neustadt/Süd 13 Agrippinaufer Neustadt/Süd 14 An der Bottmühle Altstadt/Süd 15 Hafenpark/Festplatz Deutz Deutz 16 Holzmarkt, Altstadt Süd 17 Venloer Straße Innerer Grüngürtel Neustadt/Nord 18 August-Sander-Park 1/ Erftstraße, Neustadt/Nord 19 Alte Wallgasse Altstadt/Nord 20 Bebelplatz, Deutz 21 Brüsseler Platz Neustadt/Nord 22 Claudiusstraße/Römerpark Neustadt/Süd 23 Fernmeldeturm/ Innerer Grüngürtel Neustadt/Nord 24 Huhnsgasse, Altstadt/Süd 25 Jean-Jülich-Weg/ Stollwerckhof, Altstadt/Süd 26 Marienplatz/Mühlenbach Altstadt/Süd 27 Melchiorstraße, Neustadt/Nord 28 Ohmstraße, Neustadt/Süd 29 Perlengraben, Altstadt/Süd 30 Peter-Dedenbach-Straße/ Innerer Grüngürtel-Nord Neustadt/Nord 31 Prälat-Otto-Müller-Platz Neustadt/Nord 32 Quentelstraße, Altstadt/Süd 33 Rothgerberbach, Altstadt/Süd 34 Rubensstraße/Oskar Platz Altstadt/Süd 35 Suevenstraße, Deutz 36 Theodor-Heuss-Ring Süd Altstadt/Nord 37 Ubierring, Neustadt/Süd 38 Volksgartenstraße Neustadt/Süd 39 Trimm-dich-Pfad Innerer Grüngürtel Neustadt/Nord Theater 1 Kinderoper Rheinparkweg 1, 50679 Köln oper .koeln 2 Freies Werkstatt Theater Köln Zugweg 10, 50677 Köln fwt-koeln.de 3 COMEDIA Theater Vondelstraße 4-8, 50677 Köln comedia-koeln.de 4 metropol Theater Köln Eifelstraße 33, 50677 Köln metropol-theater-koeln.de 5 Hänneschen Theater Eisenmarkt 2-4, 50667 Köln haenneschen.de 6 Horizont Theater Thürmchenswall 25 50668 Köln horizont-theater .de 7 Die Wohngemeinschaft Richard-Wagner-Str . 39 5067 4 Köln die-wohngemeinschaft.net Kino 1 ODEON Severinstraße 81 50678 Köln odeon-koeln.de 2 Metropolis Ebertplatz 19 50668 Köln metropolis-koeln.de 3 Cinedom Im Mediapark 1 50670 Köln cinedom.de 4 Residenz Kaiser-Wilhelm-Ring 30 - 32 50672 Köln koeln.premiumkino.de 5 Rex Am Ring Hohenzollernring 60 50672 Köln rex-koeln.de 6 Cineplex Filmpalast Hohenzollernring 22 50672 Köln cineplex.de Lesen 1 Zentralbibliothek Josef-Haubrich-Hof 1 50676 Köln stbib-koeln.de 2 Stadtteilbibliothek Haus Balchem Severinstraße 15 50678 Köln 3 Junges Literaturhaus Köln Großer Griechenmarkt 39 50676 Köln junges-literaturhaus.de Skaten 1 Skatepark am Lentpark 50670 Köln 2 Skateanlage im Klingelpützpark 50670 Köln 3 Skatepark unter der Zoobrücke, 50679 Köln 4 KAP686 Skateplaza Agrippinaufer , 50678 Köln kap686.de 1 Bezirk Spielplätze 1 Rheinpark, Deutz 2 Vogelsanger Straße/ Innerer Grüngürtel Neustadt/Nord 3 Deutzer Stadtgarten, Deutz 4 Theodor-Heuss-Ring Neustadt/Nord 5 Oberländer Wall, Neustadt/Süd 6 Bachemer Straße Hiroshima-Nagasaki-Park Neustadt/Süd 7 Eifelstraße, Neustadt Süd 8 Venloer Straße/Kreutzer- straße/Innerer Grüngürtel Neustadt/Nord 9 Vor den Siebenburgen Altstadt/Süd 10 Schnurgasse, Altstadt/Süd 11 Elisabeth-Treskow-Platz Neustadt Süd 12 Von-Sandt-Platz, Deutz 13 Reichsplatz, Deutz 14 Arminiusstraße, Deutz 15 Otto-Gerig-Straße, Deutz 16 Im Hafenpark/ An der Drehbrücke, Deutz 17 Am Römerturm/ Auf dem Berlich Altstadt/Nord 18 August-Sander-Park 2 Maybachstraße Neustadt/Nord 19 Kartäuserwall Altstadt/Süd 20 Kunibertskloster Altstadt/Nord 21 Ursulagartenstraße Altstadt/Nord 22 Ursulaplatz/Am Salzmagazin Altstadt/Nord Musik 1 Tanzbrunnen Rheinparkweg 1, 50679 Köln 2 Philharmonie Bischofsgartenstraße 1 50667 Köln koelner-philharmonie.de 3 Lanxess Arena Willy-Brandt-Platz 3 50679 Köln lanxess-arena.deLiebe Kinder, wir alle haben Lieblingsorte – ihr sicher auch! Der Stadt Köln und mir als Oberbürgermeisterin unserer kinderfreundlichen Kommune ist eure Beteiligung an neuen Ideen sehr wichtig. Deshalb haben wir euch und eure Eltern unter anderem auf Instagram dazu eingeladen, bei der Erstellung des Kinderstadtplans mitzumachen. Meinen Lieblingsort in der Innenstadt kann ich gar nicht nennen – es wäre viel zu schwer , mich da festzulegen. Dort arbeite ich jeden Tag im Historischen Rathaus und sehe so viel Interessantes: Den Rheinauhafen zum Beispiel mit dem Schokoladenmuseum und dem Sportmuseum, das Rheinufer mit den vielen Schiffen, die ihr dort beobachten könnt, die Poller Wiesen in Deutz, auf denen ihr picknicken, Ballspielen oder einen Drachen steigen lassen könnt und natürlich am Alter Markt das Kinder- und Jugendbüro, das sich über euren Besuch freut. Und das sind auch nur einige Beispiele für die vielen Möglichkeiten, in der Innenstadt Abenteuer zu erleben und den Alltag bunter zu machen. Nun wünsche ich euch viel Vergnügen mit dem neuen Kinderstadtplan und viele spannende Erlebnisse auf euren Entdeckertouren im Stadtbezirk. Eure Henriette Reker Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Zeitreise Jedes Stadtviertel hat eine Geschichte. Einige Häuser stehen schon lange dort, andere wurden erst in den letzten Jahren gebaut. Gibt es in deiner Nachbarschaft ein besonders altes Gebäude oder Denkmal? Was hat es wohl schon alles erlebt? Kannst du herausfinden, wie alt es ist? Vielleicht findest du Informationen im Internet. Oder du fragst deine Eltern, eine Lehrerin oder einen Nachbarn. An manchen alten Gebäuden ist ein Blechschild mit dem Wort „Denkmal“ angebracht. Findest du ein solches Schild? Entdecke deine Stadt und teile deine Eindrücke mit uns! #kinderstadtplanköln Die Kinderoper Köln zeigt seit mehr als 20 Jahren erstklassige Opernproduktionen für ein junges Publikum. Die Bandbreite reicht von Märchenopern über Barock- opern, Werken der Klassik und Romantik bis zu zeitgenössischen Stücken und Uraufführungen. Oper Köln im Staatenhaus Rheinparkweg 1 50679 Köln Tel. 0221 - 221 28400 oper .koeln Im Hänneschen-Theater erleben die Geschwister Hänneschen und Bärbelchen mit ihren Freunden aus Knollendorf immer tolle und verrückte Geschichten auf Kölsch. Und das schon seit 1802. Ein Spaß für große und kleine Pänz. Kutt doch ens vürbei! Hänneschen-Theater Eisenmarkt 2-4 50667 Köln haenneschen.de 1 Jugend- & Bürgerzentren 1 Bauspielplatz Friedenspark Hans-Abraham-Ochs-Weg 1 50678 Köln baui.jugz.de 2 Bürgerhaus Stollwerck Dreikönigenstraße 23 50678 Köln buergerhaus-stollwerck.de 3 Evangelisches Jugend- pfarramt Kartäuserwall 24 b 50678 Köln jupf.de 4 Freizeitanlage Klingelpütz Vogteistraße 17 , 50670 Köln klingelpuetz.jugz.de 5 girlspace – Medientreff für Mädchen und junge Frauen Kartäusergasse 7a 50678 Köln girlspace.de 6 jfc Medienzentrum Hansaring 84-86 50670 Köln jfc.info 7 Jugendcafé Bugs Lindenstraße 51, 5067 4 Köln 8 Kinder- und Jugendzentrum GOT Elsaßstraße Elsaßstraße 43, 50677 Köln 9 Bürgerzentrum Alte Feuerwache Köln Melchiorstraße 3, 50670 Köln altefeuerwachekoeln.de 10 Offene Tür - Quäker Nachbarschaftsheim e.V. Kreutzerstraße 5-9 50672 Köln quaeker-nbh.de 11 Bürgerzentrum Deutz Tempelstraße 41-43 50679 Köln buergerzentrum-deutz.de 12 Kölner Jugendpark Sachsenbergstraße 51063 Köln koelner-jugendpark.eu Grundschulen 1 GGS Antwerpener Straße 19-29 50672 Köln 2 GGS Balthasarstraße 87 50670 Köln 3 GGS Freinet-Schule Köln Dagobertstraße 79 50668 Köln 4 KGS und GGS Gotenring 5 50679 Köln 5 GGS Loreleystraße 3-5 50677 Köln 6 KGS Mainzer Straße 30-34 50678 Köln 7 Montessori-Grundschule Gilbachstraße 20 50672 Köln 8 KGS Nikolaus-Groß-Schule Bernhard-Letterhaus-Straße 17 50670 Köln 9 GGS Pfälzer Straße 30-34 50677 Köln 10 GGS Stephan-Lochner-Schule Lochnerstraße 13-15 5067 4 Köln 11 KGS Trierer Straße 8 50676 Köln 12 KGS Zugweg Zugweg 42-44 50677 Köln 13 GGS Zwirnerstraße 15-17 50678 Köln 14 Förderschule Sprachen Alter Mühlenweg 2 50679 Köln 15 Michaeli Schule Köln - Freie Waldorfschule Vorgebirgswall 4-8 50677 Köln Stadt Köln 1 Rathaus Köln Rathausplatz 2, 50667 Köln 0221 - 2210 stadt-koeln.de 2 Kinder- und Jugendbüro der Stadt Köln Alter Markt 62-64 50667 Köln 0221 - 221 - 314 60 1 1 Das COMEDIA Theater in der Südstadt ist das Zentrum der Kultur für junges Publikum in Köln! Theater für alle ab 4; Clubs, in denen Kinder selber spielen; Festivals wie SPIELARTEN, WEST- WIND und BOHEI. Ihr könnt mitbestimmen im Kinderbeirat. COMEDIA Theater Vondelstraße 4–8 50677 Köln comedia-koeln.de 3 Museen museenkoeln.de 1 Kölnisches Stadtmuseum Zeughausstraße 1-3 50667 Köln 2 Sport & Olympia Museum Rheinauhafen 1, 50678 Köln 3 Schokoladen Museum Am Schokoladenmuseum 1a 50678 Köln 4 Wallraf-Richartz-Museum Martinstr . 39, 50667 Köln 5 Römisch-Germanisches Museum Roncalliplatz 4, 50667 Köln Interim im Belgischen Haus: Cacilienstraße 46, 50667 Köln 6 Museum Ludwig Heinrich-Böll-Platz 1 50667 Köln 7 Museum für Angewandte Kunst An der Rechtschule 7 , 50667 Köln 8 EL -DE-Haus / NS-Dokumentationszentrum Appellhofplatz 23 50667 Köln 9 Rautenstrauch-Joest- Museum Leonhard-Tietz-Str . 10 50667 Köln 10 Museum Schnütgen Cäcilienstr . 29, 50667 Köln 11 Käthe Kollwitz Museum Neumarkt 24, 50667 Köln 12 Museum für Ostasiatische Kunst Universitätsstr . 100 5067 4 Köln 13 Tanzmuseum und Photographische Sammlung Im Mediapark 7 , 50670 Köln 14 Kolumba Kolumbastraße 4 50667 Köln 1 So wird Schokolade gemacht! Das Schokoladenmuseum im Rheinau- hafen zeigt euch die 5.000-jährige Geschichte des Kakaos und der Schokolade. In der gläsernen Schokoladen- fabrik könnt ihr riechen und schmecken, wie Schokolade gemacht wird. Am Schokoladen- brunnen dürft ihr gerne naschen. Schokoladenmuseum Am Schokoladenmuseum 1a 50678 Köln schokoladenmuseum.de Schwimmen koelnbaeder .de 1 Agrippabad Kämmergasse 1, 50676 Köln 2 Lentpark Freibad, Hallenbad, Schlittschuhbahn Lentstraße 30, 50668 Köln Klettern Boulderhalle K11 Kyllstrasse 11, 50678 Köln k11-koeln.de 1 Bei Ortloff gibt es nicht nur die coolsten Ranzen, sondern auch stylische Schulhefte und alles was in das Mäppchen gehört. Wer unseren Schullisten-Service nutzt, gibt die Liste der Lehrerinnen und Lehrer einfach bei uns ab und holt die zusammengestellten Produkte zwei Tage später bei uns ab. Ortloff GmbH Zeppelinstrasse 4 50667 Köln ortloff-koeln.de DENKMAL Polizei Feuerwehr polizei.nrw.de feuerwehr-nrw.de 1 Polizeiwache Mitte Stolkgasse 47 , 50667 Köln 2 Polizeiwache Deutz Siegburger Straße 195a 50679 Köln 3 Feuer- und Rettungswache 1 Agrippastraße 18 50676 Köln 4 Wasserschutzpolizei-Wache Alfred-Schütte-Allee 2-4 50679 Köln Krankenhäuser 1 St. Marien-Hospital Kunibertskloster 11-13 50668 Köln 2 Eduardus-Krankenhaus Custodisstraße 3-17 50679 Köln 3 Krankenhaus der Augustinerinnen Jakobstraße 27-31, 50678 Köln Entdecke deine Stadt! Entdecke deine Stadt! Köln Innenstadt Köln Innenstadt 1 IV 1 1 1 1 11 1 1 1 1 Mach mit! Kreative Aufgaben Anzeigen Dieser Plan ist Teil einer Stadtplanreihe für Kinder . Die Stadt Köln und das Familienstadtmagazin KÄNGURU stellen die neun Stadtbezirke Kölns speziell für junge Kölnerinnen und Kölner vor . Herausgeberin: Stadt Köln KÄNGURU ist das Stadtmagazin für Menschen in Köln, Bonn und der Region, die mit Kindern leben oder arbeiten. Es informiert über spezielle Veranstal- tungen für Kinder und Familien, Neuigkeiten aus der Region und aktuelle Familienthemen aus Bildung, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur . kaenguru-online.de KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Kunst, Kultur und Stadtgeschichte könnt ihr auch vor Ort entdecken! museenkoeln IN DER BOX bringt die Kölner Museen zu euch. Mit mobilen Ausstellungen, Workshops und Mitmach-Ideen in eurem Viertel. museenkoeln.de/portal/museenkoeln-IN-DER-BOX COLONIA VERLAG Dieses Projekt wurde möglich durch die freundliche Unterstützung von: Liebe Kinder, auch KÄNGURU-Maskottchen Karla verrät euch ihre Lieblingsorte in der Innenstadt. Welche das sind, könnt ihr auf der Planseite entdecken. Viel Spaß unterwegs wünscht euch das KÄNGURU-Team! Lesen stbib-koeln.de 1 Stadtteilbibliothek Ehrenfeld Subbelrather Straße 247-249 50825 Köln stbib-koeln.de 2 Stadtteilbibliothek Bocklemünd Görlinger-Zentrum 13-15 50829 Köln 1 Fortanlagen koelner-festungsbauten.de Fort III Waldschule Zwischenwerk IIIb 50829 Köln Fort IV, 50829 Köln IV Beratung 1 Bezirksjugendamt im Bezirksrathaus Ehrenfeld Venloer Straße 419-421 50825 Köln Tel. 0221 – 221-9 32 71 2 Familienberatungsstelle Helmholtzplatz Helmholzstr . 76 Tel. 0221 – 221-3 06 20 3 F.I.Z. ( Familien im Zentrum ) Görlinger-Zentrum 5-7 50829 Köln fiz-familienhaus.de Tel. 0221 – 34 66 51 22 4 SKM Familienzentrum Ossendorfpark Franz-Raveaux-Straße 5a/b 50827 Köln skm-koeln.de Tel. 0221 94656241 5 Zentrum für Frühbehandlung und Frühförderung Görlinger-Zentrum 3 50829 Köln Tel. 0221- 995 095-0 Kinder- und Jugendbüro der Stadt Köln Alter Markt 62-64 50667 Köln Tel. 0221 - 221-31460 Familienbüro der Stadt Köln Kalk Karree Ottmar-Pohl-Platz 1 51103 Köln Tel. 0221 – 221-2 12 21 Liebe Kinder, wir alle haben Lieblingsorte – ihr sicher auch! Der Stadt Köln und mir als Oberbürgermeisterin unserer kinderfreundlichen Kommune ist eure Beteiligung an neuen Ideen sehr wichtig. Deshalb haben wir euch und eure Eltern in den sozialen Medien dazu eingeladen, bei der Er- stellung des Kinderstadtplans mitzumachen. Mein Lieblingsort in Ehrenfeld ist übrigens der Neptunplatz mit dem Neptunbad. So verbinde ich damit viele Erinnerungen aus meiner Kindheit, denn im Neptunbad habe ich das Schwimmen gelernt. Auf dem Neptunplatz findet übrigens jeden Freitag ein Wochenmarkt statt. Der Kinderstadtplan lädt euch dazu ein, Neues im Stadtbezirk kennenzuler- nen. Ich wünsche euch viel Spaß auf euren Entdeckertouren! Spielplatzsuche online spielplaetze.koeln Sonstiges KÄNGURU Stadtmagazin für Familien Hansemannstr . 17-21 50823 Köln kaenguru-online.de AWB Wertstoff-Center Ossendorf Butzweilerstraße 50, 50829 Köln AWB Hauptverwaltung Maarweg 271 50825 Köln awbkoeln.de Zentralmoschee Köln Venloer Str . 160, 50823 Köln zentralmoschee-koeln.de Stadtplan Spiel- & Sport Bickendorf 1 Max-Fremery-Straße 2 Erlenweg/ Grüner Brunnenweg 3 Grüner Brunnenweg 4 Mühlenweg/Westendstraße 5 Rotdornweg Bocklemünd/Mengenich 6 Börnestraße/Michelsweg (Vogelwäldchen) Ehrenfeld 7 Takufeld II 8 Glasstraße/Wißmannstraße 9 Hansemannstraße/ Philippstraße 10 Fröbelplatz 11 Goswin-Peter-Gath-Straße/ Thielenstraße/Marienstraße 12 Leo-Amann-Park/ Venloer Straße 13 Helmholtzplatz 14 Takufeld I/ Subbelrather Straße 15 Schönsteinstraße 16 Lessingstraße 17 Fröbelstraße 18 Everhardstraße/ Christian-Schult-Straße Neuehrenfeld 19 Hans-Wild-Straße 20 Liebigstraße/Herkulesstraße 21 Rektor-Schmitz-Straße/ Vastersstraße 22 Nußbaumer Straße/ Herkulesstraße Ossendorf 23 Rochusstraße 24 Peter-Röser-Straße 25 König-Baudouin-Platz 26 Gerhard-Bruders-Straße/ Jüssenstraße 27 Am Pistorhof 28 Willi-Sieke-Straße 29 Butzweilerhof/ Rita-Maiburg-Straße 30 Butzweilerhofallee Vogelsang 31 Meisenweg/Stieglitzweg 32 Goldhähnchenweg Theater /Kultur 1 ehrenfeldstudios Wißmannstraße 38 50823 Köln ehrenfeldstudios.de 2 Kölner Künstler Theater Grüner Weg 5, 50825 Köln k-k-t.de 3 Urania Theater Platenstraße 32, 50825 Köln uraniatheater .de Sonstige Angebote: Odonien Hornstraße 85 50823 Köln odonien.de Kino 1 Cinenova Herbrandstraße 11 50825 Köln cinenova.de 4 Bezirk Spielplätze Bickendorf 1 Heimstättenweg 2 Johann-Brinck-Platz 3 Am Rosenhof Bocklemünd/Mengenich 4 Görlinger-Zentrum 5 Buschweg/Nüssenberger Busch (Waldschule) 6 Mengenicher Straße/ Kurt-Weill-Weg Ehrenfeld 7 Christianstraße/ Leyendeckerstraße 8 Stammstraße- Gutenbergstraße Neuehrenfeld 9 Äußere Kanalstraße/ Jakob-Schupp-Straße 10 Brandtsplatz/Siemensstraße Vogelsang 11 Akazienweg/Reiherweg/ Biesterfeldstraße 12 Rotschwänzchenweg/ Goldammerweg Musik 1 Rheinische Musikschule Vogelsanger Str . 28-32 50823 Köln Rochus-Musikschule e.V. Rochusstr . 100 50827 Köln rochusmusikschule.de Entdecke deine Stadt und teile deine Eindrücke mit uns! #kinderstadtplanköln Zwischen Konfetti und Kamelle – Im Karnevalsmuseum könnt ihr in die bunte Welt des Fastelovends eintauchen. Seit wann gibt es Karneval und was bedeutet er? Die Ornate des Kölner Dreige- stirns, verrückte Orden oder alte Masken – das könnt ihr hier haut- nah erleben. Kölner Karnevalsmuseum Maarweg 134 50825 Köln koelnerkarneval.de Das KKT versteht sich als Theater der Vielfalt und bietet Kunst, Kultur und Unterhaltung für alle Menschen. Das Kinder- und Jugendtheater erzählt Geschichten, die be- rühren: fantasievoll, poetisch, interaktiv, inklusiv und sinnlich erfahrbar . KKT. Kölner Künstler:innen Theater Grüner Weg 5 50825 Köln Tel. 0221 - 51 07 686 k-k-t.de Jugend- & Bürgerzentren 1 Bürgerzentrum Ehrenfeld BÜZE (s. Tipps) Venloer Str . 429, 50825 Köln bueze.de 2 Cafe Bickolo Clemens-Hastrich-Str . 11 50827 Köln bickolo.de 3 Die Arche Venloer Straße 417 50825 Köln-Ehrenfeld kinderprojekt-arche.eu 4 Jugendtreff Bocklemünd/ SKM , Kurt-Weill-Weg 19, 50829 Köln skm-koeln.de 5 Jugendtreff VikoPlus / KJA Goldammerweg 24 50829 Köln 6 Jugendwerkzentrum / KJA Geisselstraße 1, 50823 Köln 7 Jugendzentrum OT Nonni Helmholtzplatz 11, 50825 Köln kja-koeln.de 8 Kinder und Jugendforum Bickendorf, Ossendorfer Weg 1 50827 Köln 9 Kinder- und Jugendtreff im Bürgerschaftshaus Görlinger Zentrum 11-15 50829 Köln buergerschaftshausev.de 10 KINGZ Jugendtreff / SKM Franz-Raveaux-Str . 5c 50827 Köln 11 Kölner Appell gegen Rassismus e.V. Venloer Str . 429, 50825 Köln koelnerappell.de 12 Lobby für Mädchen e.V. Fridolinstraße 14, 50823 Köln lobby-fuer-maedchen.de 13 Offene Tür St. Anna/KJA Schadowstr . 28-30 50823 Köln kja-koeln.de 14 Jugendeinrichtung 8zwo7 Frohnhofstr . 140 50827 Köln 15 Jugendeinrichtung Westend Ossendorfer Weg 15 Sonstige Angebote: 16 Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. Liebigstr . 120 b, 50823 Köln bfmf-koeln.de 17 Jugendfreizeitwerk Köln / Töpferei für Kinder Simrockstr . 23, 50823 Köln jugend-freizeitwerk-koeln.de 18 Jüdisches Wohlfahrtszentrum Ottostr . 85, 50823 Köln Tel. 0221 – 71 66 25 60 Grundschulen 1 KGS, GGS Vincenz-Statz Lindenbornstr . 15-19 50823 Köln 2 GGS Paul-Klee-Schule Ottostr . 76 50823 Köln 3 KGS Everhardstr . 60 50823 Köln 4 JG Lauder-Morijah-Schule Ottostr . 85 50823 Köln 5 KGS Michael-Ende Platenstr . 7-9 50825 Köln 6 GGS Nußbaumerstr . 254 - 256 50825 Köln 7 KGS Baadenberger Str . 111 50825 Köln 8 GGS Astrid-Lindgren Borsigstr . 13 50825 Köln 9 GGS Maria-Montessori Am Pistorhof 11 50827 Köln 10 KGS, GGS Erlenweg 16 50827 Köln 11 KGS Wilhelm-Schreiberstr . 56 50827 Köln 12 GGS Schule Kunterbunt Kolkrabenweg 8-10 50829 Köln 13 KGS Kardinal-Frings-Schule Vogelsanger Str . 453 50829 Köln 14 KGS Mengenicher Str . 28 50829 Köln 15 GGS Aktive Schule (ASK) Wasseramselweg 11 50829 Köln ...... Förderschulen: ......... 16 FE Lindweiler Hof Rochusstr . 80, 50827 Köln 17 FGE Kolkrabenweg 8-10 50829 Köln 18 FL Wilhelm-Leyendecker- Schule Leyendecker Str . 20 - 22 50825 Köln 1 Von Babyalter bis T eenager: Die schönsten Bücher gibt’s im Kinderbuchladen Knirps & Riese, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchhandlungspreis 2020. Knirps & Riese Gutenbergstraße 30 50823 Köln T el. 0221 - 29 44 834 knirps-und-riese.buchhandlung.de DER KINDERBUCHLADEN IN EHRENFELD Museen 1 Kölner Karnevalsmuseum Maarweg 134-136, 50825 Köln koelnerkarneval.de 2 Michael-Schumacher-Museum Butzweilerstraße 35-39 50829 Köln privatecollection.ms 1 In der Rochus-Musikschule erfahrt ihr die ganze Welt der Musik. Im Einzelunterricht, in Bands und Orchestern, in der Musikalischen Früherziehung oder beim T anzen könnt ihr euer T alent entfalten oder im Schnupperkarussell Instrumente ausprobieren. Rochus-Musikschule e. V . Rochusstr . 100 50827 Köln T el. 0221 - 97 999 694 rochusmusikschule.de Klettern 1 Boulderplanet Oskar-Jäger-Straße 143H, 50825 Köln sportall-gmbh.de 2 Kletterfabrik Köln Oskar-Jäger-Straße 173 50825 Köln kletterfabrik.koeln 1 Beim Kölner Spielecircus könnt ihr alles rund um den Zirkus selbst ausprobieren. Es gibt Kurse, Ferien- aktionen, Kindergeburtstage oder ihr macht einen Ausflug mit eurer ganzen Klasse. Los geht´s: Mitmachen, Mitlachen – Ausprobieren, Selbermachen! Kölner Spielecircus Am Wassermann 5 50829 Köln Tel. 0221 - 3 558 16 80 spielecircus.de Die ehrenfeldstudios sind ein von Künstler*innen gemeinschaftlich geleitetes Theater . Mit der Reihe QUERFELDEIN und den Produktio- nen von tanzfuchs PRODUKTION und Silke Z. & Die Metabolisten bieten sie ein regelmäßiges und in Köln einzigartiges Tanz-Bühnen- programm für junges Publikum an. ehrenfeldstudios Wissmannstraße 38 50823 Köln ehrenfeldstudios.de Entdecke deine Stadt! Entdecke deine Stadt! Köln Ehrenfeld 1 Krankenhäuser 1 St. Franziskus-Hospital Schönsteinstraße 63 50825 Köln stfranziskus.de 1 Polizei Feuerwehr polizei.nrw.de feuerwehr-nrw.de 1 Feuerwehr Wache 4 Äußere Kanalstraße 67 50827 Köln 2 Polizeiwache Ehrenfeld Venloer Str . 354, 50825 Köln 1 1 Schwimmen 1 Ossendorfbad Äußere Kanalstraße 191 50827 Köln koelnbaeder .de 1 Springen 1 JUMP House Köln Köhlstraße 10, 50827 Köln jumphouse.de Bahnhöfe bahn.de 1 Bahnhof Ehrenfeld Stammstr . 1 / Venloer Str . 50823 Köln 2 Köln-Müngersdorf Technologiepark Vitalisstr . 50829 Köln 1 Skaten 1 Salatschüssel Skatepark Subbelrather Str . 488 50825 Köln 1 1 Mach mit! Kreative Aufgaben Anzeigen Dieser Plan ist Teil einer Stadtplanreihe für Kinder . Die Stadt Köln und das Familienstadtmagazin KÄNGURU stellen die neun Stadtbezirke Kölns speziell für junge Kölnerinnen und Kölner vor . Herausgeberin: Stadt Köln KÄNGURU ist das Stadtmagazin für Menschen in Köln, Bonn und der Region, die mit Kindern leben oder arbeiten. Es informiert über spezielle Veranstal- tungen für Kinder und Familien, Neuigkeiten aus der Region und aktuelle Familienthemen aus Bildung, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur . kaenguru-online.de KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Kunst, Kultur und Stadtgeschichte könnt ihr auch vor Ort entdecken! museenkoeln IN DER BOX bringt die Kölner Museen zu euch. Mit mobilen Ausstellungen, Workshops und Mitmach-Ideen in eurem Viertel. museenkoeln.de/portal/museenkoeln-IN-DER-BOX COLONIA VERLAG Dieses Projekt wurde möglich durch die freundliche Unterstützung von: Liebe Kinder, auch KÄNGURU-Maskottchen Karla verrät euch ihre Lieblingsorte in Ehrenfeld. Welche das sind, könnt ihr auf der Planseite entdecken. Viel Spaß unterwegs wünscht euch das KÄNGURU-Team! 1 Köln Ehrenfeld Mein Schulweg Gehst du zu Fuß zur Schule oder fährst du mit dem Rad? Auch wenn du deinen Schulweg gut kennst, kannst du noch etwas Neues entdecken, wenn du ganz genau hinschaust: Wo steht der größte Baum? Kommst du an einem besonders schönen Gebäude vorbei? Begegnet dir ein Hund oder ein anderes Tier? Vielleicht entdeckst du auch etwas ganz Ungewöhnliches oder Verrücktes! Wenn du magst, kannst du deinen Schulweg und alle deine Beobachtungen in den Stadtplan zeichnen. Fotosafari Hast du ein Handy mit Fotofunktion oder eine Digitalkamera? Dann geh doch mal auf Foto- safari in deiner Nachbarschaft! Du kannst dich auf die Suche nach Farben und Formen machen oder verschiedene Blätter , Steine oder Fahr- radklingeln fotografieren. Bestimmt hast du noch mehr Ideen für deine Fotosafari! Versuche auch, Fotos mit einem ungewöhnlichen Blick- winkel oder Ausschnitt zu machen, indem du beim Fotografieren in die Hocke gehst, dich auf eine Bank stellst oder ganz nah an dein Objekt heranzoomst. Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Eure 1 1 Zirkus 1 Spielecircus Am Wassermann 5, 50829 Köln 1 1 Seite 34 11. Meilenstein: „Auf Kölner Nacken – Geld für Gutes“ Das Projekt „Auf Kölner Nacken – Geld für Gutes“ des Kölner Jugendring e.V. wird durch die kinderfreundliche Kommune ge- fördert. Junge Kölner*innen (6 bis 25 Jahre) können Projektvor- schläge einreichen, die mit bis zu 500 Euro gefördert werden. Das Besondere an dem Projekt: Das Konzept selbst wurde von jungen Menschen aus dem Arbeitskreis Partizipation entwi- ckelt, der ein offenes Gremium für junge Menschen aus Köln ist und sich regelmäßig alle vier Wochen trifft. Über die Förderung der eingereichten Mikroprojekte entscheidet der Arbeitskreis Partizipation ebenfalls eigenständig, auf Grundlage selbst er- arbeiteter und festgelegter Teilnahme- und Förderungsbedin- gungen. Es handelt sich also um ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche. Das Projekt kann somit auf vielfältige Weise dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche positive Selbstwirk- samkeitserfahrungen machen. S. 36 in der Kin- der- und Jugendver- sion des Abschluss- berichts Weitere Informationen zum Arbeitskreis Partizipation sowie zur Förderung und den Teilnahmebedingungen sind auf der Website des Kölner Jugendrings zu finden. www.koelner-jugendring.de Im Jahr 2020 wurden 15 Projektanträge von jungen Kölner*in- nen gestellt. Bis Ende 2020 wurden davon bereits sechs Pro- jektanträge bewilligt, unter anderem für Verkehrsmännchen, die Anlegung eines Hochbeets und Sportequipment. Einige An- träge mussten aufgrund fehlender Voraussetzungen abgelehnt werden. Aufgrund der positiven Resonanz wurde das Projekt im Jahr 2021 fortgeführt. © Robin Kiesel Seite 35 Abschlussbericht 3. Meilensteine im Kölner Vorhaben Seite 36 Die Stadt Köln hatte sich für den Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ elf Leitziele gesetzt: 1. Bildung und Gesundheit fördern 2. Ausbau von Sporteinrichtungen und -angeboten 3. Vermittlung von Medienkompetenz 4. Einbezug zugewanderter Kinder und Jugendlicher 5. Gestaltung kinderfreundlicher Lebensräume 6. Wirken gegen die Folgen von Kinderarmut 7. Kinder- und Jugendrechte im Verwaltungshandeln stärken 8. Kinderrechte in Aus- und Fortbildung platzieren 9. Partizipation von Kindern und Jugendlichen langfristig etablieren und stärken 10. Einbezug der Kinder- und Jugendinteressen in die Stadtplanung 11. Kinder, Jugendliche und Öffentlichkeit über Kinderrechte und den Prozess der Kinder- und jugendfreundlichen Kommune informieren 4. Elf Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen – Rückblick, Bestandsaufnahme und Auswertung Unter der Federführung der Stadt Köln und in Kooperation mit verschiedenen Trägern, Vereinen, Initiativen und Organisatio- nen wurden 58 Maßnahmen entwickelt, um die Leitziele zu erreichen. Seit Februar 2018 werden sie umgesetzt – Zeit für einen Rückblick, eine Bestandsaufnahme und eine Auswertung. Vorab sei bemerkt, dass der Maßnahmenplan sehr anspruchs- voll war und nicht alle Maßnahmen vollständig umgesetzt werden konnten. Einige haben sich im Laufe der vergangenen drei Jahre weiterentwickelt, andere sind noch im Prozess. Auf- grund einer veränderten Bedarfslage haben sich neue Themen und Maßnahmen ergeben. Die Coronapandemie hatte auf die Umsetzbarkeit bestehender Maßnahmen einen großen Einfluss und hat gleichzeitig neue Bedarfe geschaffen, mehr dazu unter dem Punkt 5.2 „Kinderrechte in der Coronapandemie“ ab Seite 90. Zusammenfassend können wir jedoch für alle bislang geplanten und realisierten Projekte sagen, dass sich die betei- ligten Kinder und Jugendlichen als Expert*innen für das Gestal- ten ihres Lebensraumes erwiesen haben. Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 37 Maßnahme 1: Entwicklung von Projekten zur Gesundheitsprävention Federführung Das Netzwerk GoJa (Gesundheitsorientierte Jugendarbeit) wird vom Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Kinderinteressen und Jugendförderung, in Kooperation mit dem SKM Köln e.V. (Sozialdienst Katholischer Männer e.V.) koordiniert. Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Gesundheitsorientierte Jugendarbeit (GoJa) ist ein Programm zur Gesundheits- förderung in Kölner Jugendeinrichtungen. Seit dem Jahr 2006 folgt GoJa den Standards der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemäß dem „GUT DRAUF“-Zertifizierungs- und Schulungsverfahren. Gesunde Ernäh- rung, ausreichende Bewegung und gezielte Entspannung wirken wechselseitig und werden in den beteiligten Jugendeinrichtungen nachhaltig umgesetzt. Im Jahr 2018 wurden 15 Jugendeinrichtungen zertifiziert. Die zertifizierten Jugendeinrichtungen qualifizieren sich fortlaufend in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Entspannung. Im Jahr 2019 wurde die Netzwerkarbeit verstetigt. Zudem wurde ein stadtwei- ter „GoJa-Gesundheitstag“ für das Jahr 2020 geplant, der aufgrund der Corona- pandemie jedoch leider nicht wie geplant durchgeführt werden konnte. 2020 wurde eine „GoJa-Gut-Drauf-Fachtagung“ durchgeführt. Das Netzwerk arbeitete sowohl die aktuelle gesundheitliche Situation der Kinder und Jugend- lichen in den Einrichtungen als auch den Umgang mit der Coronasituation im ersten Lockdown inhaltlich auf. Vielerlei konkrete und kreative Handlungsemp- fehlungen wurden geteilt. Hier konnten unter anderem im ersten Lockdown sogenannte Anti-Langeweile-Päckchen an die Besucher*innen verteilt werden. Evaluation 2021 Die Netzwerkarbeit von GoJa verläuft weiterhin sehr erfolgreich und wurde ver- stetigt. Die Maßnahme gilt daher als abgeschlossen. Zum Nachlesen www.bildung.koeln.de/gesundheit_bildung/gesunde_lebenswelten/freizeit/ goja/index.html Leitziel 1: Bildung und Gesundheit fördern Seite 38 Leitziel 1: Bildung und Gesundheit fördern Maßnahme 3: Umwelt und Natur nachhaltig schützen und bewahren Federführung Umwelt- und Verbraucherschutzamt; Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine 2018 wurden insgesamt 20 Kochevents für 300 Schüler*innen zwischen 14 und 17 Jahren zum Thema „Nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln und gesunde Ernährung“ umgesetzt. Im Folgejahr wurden ein Wildbienenprojekt und ein Spatzenprojekt gestartet mit dem Ziel, nachhaltige Strukturen für Naturerleben und praxisorientierten Unterricht zu schaffen. 2020 wurde ein Leitfaden zur spatzengerechten Schulhofgestaltung in Koope- ration mit der Universität Köln erstellt. Derzeit befinden sich 30 Nisthilfen im Aufbau. Wildbienenwiesen sind in Planung. Ziel der Maßnahmen ist die Sensibi- lisierung für ökologische Zusammenhänge und Naturschutz. Evaluation 2021 Es werden fortlaufend Projekte zur ökologischen Bildung umgesetzt. Zum Nachlesen www.stadt-koeln.de/artikel/03356/index.html Maßnahme 2: Professionalisierung situationsbezogener Gesundheits- förderung mit Kindern und Jugendlichen Federführung Dezernat für Bildung, Jugend und Sport; Amt für Kinder, Jugend und Familie; Lernende Region Netzwerk Köln e.V.; Beteiligte Fachämter in Kooperation mit den Fachstellen in NRW und der Drogenhilfe Köln Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Es wurde unter anderem ein Methodenkoffer zur Alkoholprävention in Zusam- menarbeit mit den Fachstellen in NRW entwickelt, die durch die Drogenhilfe Köln professionalisiert wurden. Zur Professionalisierung und Schulung stadt- interner Mitarbeiter*innen und externer Hauptamtler*innen wurden zahlreiche Fortbildungen in den Fortbildungskatalog des Amtes für Kinder, Jugend und Familie aufgenommen. Aufgrund des Pandemiegeschehens konnten im Jahr 2020 Fortbildungen und Fachtage nicht oder nur eingeschränkt durchgeführt werden. Evaluation 2021 Die Maßnahme verläuft weiterhin erfolgreich und wurde verstetigt. Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 39 Leitziel 1: Bildung und Gesundheit fördern Maßnahme 4: „LeseMentor Köln“ Federführung Amt für Weiterbildung/Volkshochschule in Kooperation mit dem Netzwerk Lernende Region e.V.; Büro für Bürgerengagement der AWO Köln und der Spar- kasse KölnBonn Stiftung; Arbeiterwohlfahrt Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Ziel von „LeseMentor Köln“ ist es, Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 16 Jahren dabei zu unterstützen, ihre Lese-, Schreib- und Sprachkompetenz zu verbessern. Dadurch wird nicht nur der Umgang mit der deutschen bzw. der Muttersprache gefördert, sondern auch das Selbstvertrauen und die Sozialkom- petenz der jungen Menschen gestärkt. Von 2018 bis 2021 wurden ca. 2.180 Kinder und Jugendliche mit der Maßnahme erreicht. Aktuell engagieren sich ca. 600 Lesementor*innen für 700 Kinder. Evaluation 2021 Die Maßnahme verläuft sehr erfolgreich und wurde verstetigt. Zum Nachlesen www.lesementorkoeln.de Maßnahme 5: Erziehende im Aufbruch Federführung Jobcenter Köln; Amt für Weiterbildung/Volkshochschule in Kooperation mit Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V.; „Vingster Treff“ Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Zielgruppe des Projektes „Erziehende im Aufbruch“ sind Leistungsbeziehende mit Familienverantwortung (Kindererziehung) und mit Vermittlungshemm- nissen. Das Projekt startete unter dem Titel „Verbesserung der Situation von Alleinerziehenden und deren Kindern“ und wurde dann umbenannt. Die Maßnahme ist eine Kombination aus Elementen zur Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie der Feststellung, Verringerung oder Be- seitigung von Vermittlungshemmnissen. Das Maßnahme-Angebot für die Teilnehmenden gliedert sich in ein Basismodul, ein Aufbaumodul mit inkludierten Qualifizierungsmaßnahmen sowie eine direkt anschließende, individuell abgestimmte Nachbetreuungsphase. Hier geht es zum Film des Jobcenters über das Projekt: Seite 40 Maßnahme 6: Sportorientierte Jugendarbeit Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie; Sportamt in Kooperation mit der Sportju- gend Köln e.V. Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Das Projekt „Sportorientierte Jugendarbeit“ beinhaltet sozial- und sportbe- zogene Bildungsarbeit unter den Aspekten der Gesundheitsförderung und Partizipation. Es wird bereits seit dem Jahr 2016 in wechselnden Bezirken und in unterschiedlicher Trägerschaft durchgeführt, seit Oktober 2019 durch die Sportjugend Köln e.V. Derzeit werden in den Kölner Bezirken Ehrenfeld, Nippes und Chorweiler Ange- bote mit Sportbezug in Anbindung an und in Kooperation mit örtlichen Kinder- und Jugendeinrichtungen zur Förderung der Teilhabe geschaffen. Im zweiten Schritt sollen Vereinsmitgliedschaften von Kindern und Jugendli- chen gefördert werden, um ihnen den Vereinssport näherzubringen. Weitere wichtige Zielinhalte stellen die unterstützende Persönlichkeitsentwick- lung und Stärkung sozialer Kompetenzen und Verhaltensweisen dar. Über die Einbindung der örtlichen Politik und Bezirksjugendpflege sowie orts- ansässiger Partner*innen, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Sportvereine wird eine Vernetzung vor Ort im Veedel gefördert. Evaluation 2021 Das Projekt „Sportorientierte Jugendarbeit“ wurde trotz des Pandemiegesche- hens in den Stadtteilen Ehrenfeld, Nippes und Chorweiler weitergeführt. Die Durchführung war jedoch erschwert und es gestaltete sich mitunter schwierig, mit allen Kindern und Jugendlichen im Kontakt zu bleiben. Leitziel 2: Ausbau von Sporteinrichtungen und -angeboten Die VHS Köln übernimmt in der Maßnahme den Teil der Qualifizierung. Die Ko- operationspartner „Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V.“ sowie „Vingster Treff“ führen die anderen Maßnahmeninhalte in Abstimmung untereinander und mit der VHS Köln durch. Evaluation 2021 Die Maßnahme wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Zum Nachlesen https://vhs-koeln.de/Artikel/titel-Erziehende+im+Aufbruch/ cmx591d7200e78f6.html Leitziel 1: Bildung und Gesundheit fördern Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 41 Leitziel 2: Ausbau von Sporteinrichtungen und wangeboten Maßnahme 7: Einrichtung eines Sportnetzwerks „Sport in Metropolen“ Federführung Sportamt Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Das Ziel von „Sport in Metropolen“ ist es, die Sportaktivität der Bevölkerung zu erhöhen, indem Sport und Bewegung in den Lebensalltag integriert werden. Die Möglichkeiten, die der Sport für die Stadt bietet, sollen gefördert und aus- gebaut werden. Mögliche Akteur*innen sind Sportvereine, Schulen, Jugendein- richtungen, Kindergärten und viele mehr. Dabei sollen Projektvorhaben möglichst unterstützt werden. Dies kann dadurch erfolgen, dass die Netzwerke von „Sport in Metropolen“ und „Sport und Be- wegung“ hinzugezogen werden und sich verschiedene Potenziale unterschied- licher Akteur*innen ergänzen. Der Fokus der Arbeit von „Sport in Metropolen“ lag im Jahr 2020 infolge der Coronapandemie auf der Unterstützung digitaler Sportprojekte, zum Beispiel von „fit für 100“ oder dem „TuS rrh“. Evaluation 2021 Der Projektstatus von „Sport in Metropolen“ wurde aufgehoben und die Netz- werkarbeit durch Beschluss des Sportausschusses als dauerhafte Aufgabe an- erkannt. Zum Nachlesen www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/sportstadt/sport- metropolen-und-das-netzwerk-sport-und-bewegung In der Bilanz des gesamten Projektzeitraums lässt sich festhalten, dass das Pro- jekt sehr erfolgreich verläuft und sich in einer guten Vernetzungsstruktur in den Veedeln etabliert hat. Der Projektzeitraum läuft noch bis März 2022. Zum Nachlesen www.sportjugend-koeln.de/handlungsfelder/sportorientierte-jugendarbeit Maßnahme 8: Sportförderprojekte im „Pro Veedel Programm“ Federführung Sportamt Planung 2018 Seite 42 Leitziel 2: Ausbau von Sporteinrichtungen und -angeboten Maßnahme 9: „Kids in die Clubs“ Federführung Sportamt Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Die positiven Auswirkungen einer Mitgliedschaft in einem Sportverein auf die körperlichen, sozialen und geistigen Entwicklungen sind unbestritten. Zahlreiche Kinder und Jugendliche, junge Erwachsene sowie Senior*innen in Köln können sich jedoch eine Mitgliedschaft in einem Sportverein nicht leisten. Um zunächst Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an einem Vereinssportangebot zu er- möglichen, wurde das Projekt „Kids in die Clubs“ im Jahr 2009 geschaffen. Mitt- lerweile ist das Projekt auf junge Erwachsene erweitert worden und seit 2018 auch für Senior*innen als „Senioren in die Clubs“ zugänglich. Die Kölner Sportvereine, die Mitglied im Stadtsportbund Köln e. V. sind und eine Kooperationsvereinbarung zur Teilnahme an diesem Projekt mit dem Sportamt ab- schließen, erhalten einen einmaligen pauschalen Zuschuss in Höhe von 500 Euro. In den Jahren 2018 bis 2020 konnten 139 Kinder und Jugendliche gefördert werden. Evaluation 2021 Das Projekt wird fortgesetzt. Entsprechende Haushaltsmittel stehen zur Verfü- gung. Zum Nachlesen www.stadt-koeln.de/artikel/05415/index.html Umsetzung/Meilensteine Durch das Sportförderprogramm „Pro Veedel“ werden sport- und bewegungs- bezogene Maßnahmen gefördert. Im Jahr 2018 konnten vier Anträge und im Jahr 2020 sechs Anträge bewilligt werden. Bei den Anträgen handelt es sich unter anderem um Inklusionsangebote, eine „Bambini-Liga“ im Fußball und ein Schwimmangebot. Alle offenen Angebote verzeichnen großen Zulauf. Im Jahr 2020 kam es aufgrund von Corona zu Veränderungen. Die Maßnahmen, wie zum Beispiel die „Bambini-Liga“, konnten anteilig umgesetzt werden. Die Events und Inklusionsmaßnahmen wurden in Teilen in Ferienmaßnahmen unter Coronaschutzbedingungen umgewidmet, die vor allem in den Sommer- und Herbstferien umgesetzt wurden. Während des Lockdowns gab es für die Ziel- gruppe digitale Angebote zu Hause. Evaluation 2021 Das stadtweilte Sportförderprogramm „Pro Veedel“ existiert seit ca. 20 Jahren und wird weitergeführt. Die Maßnahme verläuft weiterhin sehr erfolgreich und ist verstetigt. Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 43 Leitziel 2: Ausbau von Sporteinrichtungen und -angeboten Maßnahme 10: Spiel und Sport in der Freizeit Federführung Sportamt Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Der Start erfolgte im Jahr 2018 zunächst in drei Bezirken. Bis Ende 2019 konn- ten zwölf Angebote in sechs Bezirken etabliert werden, 2020 folgten 21 An- gebote in neun Stadtbezirken. Die Angebote konnten in Teilen digital oder als kontaktfreier Sport oder Outdoor-Sport unter Einhaltung der Coronaregeln an den Standorten weiter umgesetzt werden. Evaluation 2021 Das Gesamtziel, von 2018 bis 2020 in jedem Kölner Bezirk ein offenes Sport- und Bewegungsangebot zu installieren, konnte erfolgreich umgesetzt werden. Über eine tragfähige Partnerstruktur wurde ein breites Spektrum mit 21 Maßnah- men an offenen Sport- und Bewegungsangeboten finanziert oder kofinanziert. Die Maßnahmen verlaufen weiterhin sehr erfolgreich und werden verstetigt. Maßnahme 11: Eltern-Kind-Turnen Federführung Sportamt in Kooperation mit verschiedenen Trägern und Partner*innen, hier unter anderem Kitas, Familienzentren und Flüchtlingsunterkünften Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine In jedem Bezirk der Stadt Köln soll mindestens ein offenes Spiel- und Bewegungsangebot pro Woche für Eltern mit ihrem noch nicht im Kindergarten betreuten Kind angeboten werden. Um eine bessere Niedrigschwelligkeit zu erreichen, werden die Angebote teilweise im ersten Schritt als Pilotangebote für drei Monate beworben. Die Angebote im Bereich Eltern-Kind-Tur- nen benötigen eine lange Vernetzungs- und Anlaufzeit. In den Jahren 2018/2019 wurden 59 Eltern-Kind-Konstellatio- nen in sechs Bezirken erreicht. 2020 nahmen 89 Eltern und 92 Kinder in neun Bezirken an digitalen Angeboten teil. Seite 44 Leitziel 2: Ausbau von Sporteinrichtungen und -angeboten Maßnahme 12: „Kölner KinderSportFest“ Federführung Sportamt Planung 2010 Umsetzung/Meilensteine Beim „Kölner KinderSportFest“ (KKSF) handelt es sich um ein sportliches und inklusives Mitmachprogramm. Im Jahr 2018 und 2019 nahmen rund 9.000 Kinder teil. 120 Kinder waren als Sporthelfer*innen aktiv in die Veranstaltung eingebunden und konnten im Rahmen des „Kölner KinderSportFestes“ ihre Ausbildung als Sporthelfer*in abschließen. Die Ziele des KKSF sind, Interesse an sportlicher Bewegung zu wecken, Kontakt zu möglichen Sportanbietern herzu- stellen sowie ein inklusives Miteinander zu erreichen. Im Jahr 2020 konnte das KKSF aufgrund des Pandemiegeschehens nicht statt- finden. Evaluation 2021 Aufgrund der Coronapandemie konnte das „KölnerKinderSportFest“ auch im Jahr 2021 nicht in gewohnter Form stattfinden. Daher wurde eine Alternative entwickelt. Von September bis zum Jahresende 2021 konnten Kinder und Ju- gendliche auf der Homepage des KKSF kostenlose Schnuppertermine in zahlrei- chen Sportarten buchen. Das KKSF findet jährlich statt und ist verstetigt. Zum Nachlesen www.koelner-kindersportfest.de Evaluation 2021 Das Gesamtziel, pro Haushaltsjahr drei Bezirke mit Angeboten zu versorgen, konnte erfolgreich umgesetzt werden. Bis Ende 2020 konnten 16 Maßnahmen in neun Bezirken installiert und umgesetzt werden. Der Träger sucht aktuell nach einer Ko- oder Anschlussfinanzierung, da die Mit- tel immer auf ein Jahr für drei Bezirke beschränkt sind. Die Maßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt und sollen nach Möglichkeit (Anschlussfinanzierung) verstetigt werden. Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 45 Leitziel 2: Ausbau von Sporteinrichtungen und -angeboten Maßnahme 13: Baumaßnahmen Sportstätten Federführung Sportamt Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Es werden kleinere Baumaßnahmen im ungebundenen Freizeit- und Breiten- sport gefördert. Benachteiligte Stadtteile werden im Bewilligungsverfahren be- vorzugt. Voraussetzung ist die Zugänglichkeit der geförderten Baumaßnahmen für alle. In den Jahren 2018 bis 2020 wurden verschiedene Maßnahmen gefördert. Zum Beispiel wurden die Einrichtung eines inklusiven Spieletreffs im Bürgerzentrum Chorweiler oder die Bezuschussung eines Cardiogerätes und zweier Tore für den Bolzplatz eines für alle zugänglichen Fitnessbereichs im Jugendzentrum Me- schenich bewilligt. Zudem wurde ein dynamischer Gehtrainer bewilligt, der ein inklusives Angebot für Kinder ermöglicht. Evaluation 2021 Das Förderprogramm soll weitergeführt werden. Die Maßnahme wird weiterhin erfolgreich umgesetzt und gilt als verstetigt. Maßnahme 14: Medienbildung als Voraussetzung für erfolgreiches Aufwachsen – Sicherheit im Umgang mit Medien erlangen Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie in Kooperation mit der Fachstelle für Ju- gendmedienkultur NRW, dem Computerprojekt Köln e.V. und verschiedenen Partnerinstitutionen aus Jugendhilfe und Schule Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt das Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln in enger Zusammenarbeit mit der „Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW“ jedes Jahr die Broschüre „Digitale Spiele pädagogisch beurteilt“. Diese gibt Eltern, Fach- kräften und Interessierten einen Überblick über die aktuelle Spielelandschaft. Leitziel 3: Vermittlung von Medienkompetenz Seite 46 Eine Beschreibung der Spiele und die Beurteilung der Spielinhalte mit Alters- empfehlungen dienen als pädagogischer Leitfaden. Informationen zu Chatmög- lichkeiten, unvorhergesehenen Zusatzkosten oder gefährdenden Inhalten ge- ben zusätzliche Hinweise, um Kinder und Jugendliche vor möglichen Gefahren in Spielen zu schützen. Bei der Erstellung der Broschüre wird grundsätzlich viel Wert auf einen partizipativen Ansatz gelegt: Kinder und Jugendliche probieren unter Anleitung medienerfahrener Pädagog*innen die Spiele aus und berichten und beurteilen sie aus eigener Sicht. In Verantwortung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie werden in Koope- ration mit dem Computerprojekt Köln e.V. regelmäßig offene Angebote zum kreativen Umgang mit Medien und zum Medienschutz durchgeführt. Besonders erfolgreich war das Projekt „Chance durch Medienbildung – Medienkompetenz für Bilderstöckchen“. 2019 konnten 300 Teilnehmer*innen erreicht werden. Während der Coronapandemie und des Lockdowns wurde ein Online-Angebot erstellt, um den Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen zu halten und weiter- hin Angebote machen zu können. Dies wurde gut angenommen. Evaluation 2021 Die Broschüre „Digitale Spiele pädagogisch beurteilt“ wird jedes Jahr erstellt. Im Jahr 2021 ist die Jubiläumsausgabe „30 Jahre Digitale Spiele pädagogisch beurteilt“ erschienen. Zum Nachlesen Alle Bände der Broschüre „Digitale Spiele pädagogisch beurteilt“ können unter folgendem Link abgerufen werden: www.stadt-koeln.de/artikel/01224/index.html Leitziel 3: Vermittlung von Medienkompetenz Maßnahme 15: Schutz vor Gefahren im Umgang mit Medien Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie in Kooperation mit verschiedenen Trägern der Medienpädagogik Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Das Spektrum der Angebote des Jugendmedienschutzes wird vom Amt für Kinder, Jugend und Familie gemeinsam mit verschiedenen Trägern der Medien- pädagogik auf der „gamescom“, der weltweit größten Fachmesse für Compu- ter- und Videospiele, vorgestellt. Im Jahr 2020 wurde die „gamescom“ aufgrund der Coronapandemie aus- schließlich digital angeboten. Durch die Stadt Köln und verschiedene Part- ner*innen wurden daher verschiedene Online-Angebote entwickelt. Neben kreativen Videos wurden viele Quiz- und Mitmachangebote erstellt, welche von Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 47 Leitziel 3: Vermittlung von Medienkompetenz den Besucher*innen gerne angenommen wurden. Zudem wurden Präsentatio- nen zu Themenstellungen wie „barrierefreies Gaming“, „gesundes Aufwachsen mit Medien“, „Umgang miteinander in Spielen“ und vieles mehr präsentiert. 2021 fand die „gamescom“ pandemiebedingt zum zweiten Mal als digitale Ver- anstaltung statt. Das Jugendforum NRW zog daher auf den erstmals eröffneten, digitalen gamescom campus und sendete live aus seinem Studio im Belgischen Viertel. Evaluation 2021 Die Maßnahme verläuft sehr erfolgreich und gilt als verstetigt. Zum Nachlesen www.jugendforum-nrw.de Maßnahme 16: Entwicklung eines Konzepts „Medienpädagogik“ für Köln Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie in Kooperation mit Trägern der AG § 78 SGB VIII. Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Es hat ein enger Austausch zwischen der Stadt Köln, den medienrelevanten Trägern der Stadt Köln und darüber hinaus stattgefunden. Die Fachstelle Medien beim Amt für Kinder, Jugend und Familie war seit Herbst 2019 unbesetzt. Die Aufgaben dieses Bereiches werden von Mitarbeiter*innen zusätzlich bearbeitet. Die Stelle wurde zum 1. April 2021 neu besetzt. Evaluation 2021 Das Medienkonzept konnte aufgrund der Stellenvakanz der Fachstelle „Medienpädago- gik, Medienschutz“ noch nicht fertiggestellt werden. Ein konkreter Zeitpunkt der Fertigstel- lung kann noch nicht benannt werden. Die Maßnahme konnte noch nicht vollständig umgesetzt werden und wird fortgeführt. Seite 48 Maßnahme 17: Angebote zur Integration für zugewanderte Kinder und Jugendliche Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie in Kooperation mit verschiedenen Jugend- hilfeträgern Planung 2015 Umsetzung/Meilensteine Seit 2015 werden rund 100 Mikroprojekte für zugewanderte Kinder und Ju- gendliche schwerpunktmäßig von Einrichtungen aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit durchgeführt. Im Rahmen des Landesprogramms „Wertevermitt- lung und Prävention in der und durch die Jugendhilfe“ wird das Projekt „Gender Fair Play – Stärkung der geschlechtersensiblen sexualpädagogischen Arbeit/se- xuellen Bildungsarbeit“ in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) umgesetzt und fortgeführt. Die geförderten Jugendhilfeträger erlebten coronabedingt im Jahr 2020 große Einschränkungen in der Umsetzung ihrer Angebote. Die Lockdown-Unterbre- chungen wurden vielfach dazu genutzt, Angebote auf alternative, digitale Formate umzustellen und das Personal entsprechend weiterzuqualifizieren. Einige Angebote mussten jedoch gänzlich eingestellt werden, manche zeitwei- se. Dies machte sich bei festen Gruppenangeboten und in Beratungssituationen bemerkbar. Die betroffenen Träger arbeiteten mit großem Engagement daran, ihre Angebote baldmöglichst coronakonform fortzusetzen. Insbesondere im Bereich der geschlechtersensiblen, sexualpädagogischen Angebote zur Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung besteht Bedarf an einer Fortsetzung. Einzelne Träger haben geplant, ihr Reper- toire dahingehend zu erweitern bzw. ihre Angebote zu spezifizieren. Ebenso ist der Bedarf an Fachkräfte-Coaching gestiegen. Das Angebot wurde im Jahr 2021 entsprechend fortgesetzt. Im Förderzeitraum 2021 wurden insgesamt 64 Angebote von 30 Trägern durch- geführt. Evaluation 2021 Die Maßnahmen im Rahmen des Projektes „Gender-Fair-Play“ werden weiterge- führt. Zum Nachlesen Download des Schaubilds „Gender Fair Play“ (Stand 2018) unter https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=674279&type=do Leitziel 4: Einbezug zugewanderter Kinder und Jugendlicher Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Leitziel 4: Einbezug zugewanderter Kinder und Jugendlicher Maßnahme 18/1: Integrationshilfen für Kinder und Eltern in Gemeinschaftsunterkünften/Frühe Bildung für Flüchtlingskinder Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Im Bereich Familienbildung wurde ein Stufenkonzept „Frühe Bildung für Flücht- lingskinder“ entwickelt, um Chancengleichheit in der frühen Bildung zwischen neu zugewanderten Kindern bzw. Familien und sehr lange hier lebenden Fa- milien herzustellen. Das Konzept beinhaltet die Koordination der sogenann- ten Brückenprojekte, einen sehr hohen Anteil an Netzwerkarbeit sowie einen Arbeitskreis. Die Brückenprojekte werden vom Landesministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Sie haben das Ziel, Kinder in institutionelle Kinderbetreuung überzuleiten, in- dem Kinder und Eltern mit dem frühkindlichen Bildungssystem in NRW vertraut gemacht werden. Angeboten werden Spielgruppen, Eltern-Kind-Gruppen sowie mobile Angebote. Evaluation 2021 Die seit 2017 stetig wachsenden Angebote verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet und finden in den Wohnräumen für Geflüchtete, bei Sprachkursanbietern sowie in den Veedeln statt. Im Schnitt führen 15 Träger die ca. 60–65 Projekte im Jahr durch. So haben mittlerweile mehr als 600 Kinder im Jahr die Möglichkeit, ein Brückenprojekt zu besuchen. Viele der Kinder und Familien konnten gut vorbereitet in eine institutionelle Einrichtung übergeleitet werden. Aus der Durch- führung der Brückenprojekte sind zudem Netzwerke entstan- den, die es ermöglichten, seit 2018 mehr als 200 Kinder in Ein- richtungen freier Träger zu vermitteln. Ebenso wurden Kinder in Projekte zur Vorbereitung auf die Schule übergeleitet oder in eine alternative Betreuungsform. Im Rahmen der Netzwerkarbeit (Teilnahme an Arbeitskreisen/ Austauschtreffen) werden Bedarfe benannt bzw. herausge- arbeitet. Gemeinsam mit Kooperationspartner*innen wird versucht, ein bedarfsgerechtes Angebot für die Kinder und Familien zu installieren. Seite 50 Leitziel 4: Einbezug zugewanderter Kinder und Jugendlicher Maßnahme 18/2: Integrationshilfen für Kinder und Eltern in Gemeinschaftsunterkünften/Projekt Bildungslots*innen Federführung Dezernat für Bildung, Jugend und Sport; Kommunales Integrationszentrum der Stadt Köln (KI); Interkultureller Dienst in Kooperation mit Trägern der freien Jugendhilfe Planung 2020 Umsetzung/Meilensteine Bei diesem Projekt handelt es sich um einen Baustein des gesamtstädtischen Programms „Kinderstark“ im Rahmen Kommunaler Präventionsketten, an wel- chem verschiedene städtische Ämter beteiligt sind. Das Projekt wird finanziert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Bildungslots*innen werden von den Trägern als Brücke zwischen Unterkunft Geflüchteter, Schule, Elternhaus und Schüler*innen eingesetzt. Sie leisten wich- tige Präventionsarbeit und stellen sicher, dass geflüchtete Familien mit Kindern in der Altersgruppe zwischen 6 und 10 Jahren einen Zugang zu technischen Hilfsmitteln sowie regelmäßige Unterstützung bei den Hausaufgaben erhalten. Darüber hinaus tragen sie die Angebote der Träger an geflüchtete Familien heran, machen diese bekannt und erleichtern die Teilnahme. Bildungslots*innen sind Honororkräfte, die größtenteils Erfahrungen mit der Zielgruppe haben und die über digitale Medienkompetenzen, pädagogische Grundkenntnisse sowie diverse Sprachkenntnisse verfügen. Sie wurden von Lehrkräften des Kommunalen Integ- rationszentrums (KI) zu Beginn der Projektphase in zwei Schulungen qualifiziert. Das Projekt will geflüchteten Kindern einen gleichberechtigten Zugang zu Bil- dung geben und ihre Integration ins Regelsystem fördern. Rückstände, welche durch die Coronapandemie entstanden sind, sollen aufgeholt werden, um diese Bildungschancen zu verbessern. Zusätzlich findet eine Stärkung der Medien- kompetenz von Eltern und Kindern statt. Eltern werden in die Lernhilfen für die Kinder einbezogen und Familien bekommen weiterführende Unterstützungsan- gebote vermittelt. Evaluation 2021 In den ersten Monaten des Projekts wurden Familien identifiziert und kontak- tiert. Das Vertrauen zu den Bildungslots*innen musste zunächst hergestellt und das Vorhaben erklärt werden. Die Angebote wurden je nach sozialräumlicher Orientierung in den Räumen der Träger, der Grundschulen oder in den Unter- künften selbst angeboten. Das Projekt wird fortgesetzt. Zum Nachlesen www.ki-koeln.de/aufgaben/ikd/familienbegleitende-integrationsangebote/ bildungslotsen Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Leitziel 4: Einbezug zugewanderter Kinder und Jugendlicher Maßnahme 19: Interkulturelle Suchtprävention – Neue Aufgaben durch Zuwanderung von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt durch Träger der Suchtprävention. Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Für eine interkulturelle Suchtprävention vernetzten sich Fachkräfte und er- arbeiteten Präventionsmaterial in verschiedenen Sprachen – unter anderem zu „Konsum und Sucht“. Ebenso wurden Kurzzeitschulungen für das Personal und ehrenamtliche Helfer*innen angeboten. Es findet Suchtberatung vor Ort in Ein- richtungen der Geflüchtetenhilfe, in Wohnheimen, in Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit oder in der „Jugend Sucht Beratung Köln“ (JSBK) statt. Nach Bedarf erfolgt eine Weiterleitung in andere Hilfeeinrichtungen. Die ur- sprünglich für 2020 geplante Schulung im Bereich „Traumapädagogik“ konnte aufgrund der Coronapandemie nicht stattfinden. Evaluation 2021 Bezogen auf die weitere Planung wird am bestehenden Ansatz festgehalten. Als zentrales Veränderungsmoment ist ange- strebt, die Arbeit mit den Mitarbeiter*innen und den Besu- cher*innen in den Einrichtungen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit zu intensivieren, um so ein weiteres Feld zu er- schließen und geflüchtete Jugendliche und junge Erwachsene zu erreichen. Die konkrete Umsetzung muss und wird sich an der aktuellen Corona-Schutzverordnung orientieren. Die bishe- rigen Ergebnisse sollen gesichert und bedarfsorientiert weiter- entwickelt werden. Exemplarisch seien hier einige Planungen benannt: – Einbeziehung von jungen Geflüchteten in die präventive Arbeit („Peer-to-Peer“) – Erweiterung der Suchtberatung durch traumapädagogische Inhalte – Überleitung von jungen Geflüchteten in andere Unterstüt- zungsangebote (zum Beispiel Freizeitangebote, alltagsprak- tische Förderung, Informations- und Beratungsangebote) im Sinne einer „Lots*innenfunktion“ Seite 52 Maßnahme 20: Sport und Bewegung für geflüchtete Kinder und Jugendliche Federführung Sportamt Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Unter der Federführung des Sportamtes wurden sportpädagogische Angebo- te in verschiedenen Sportarten stadtweit initiiert. Dazu gehören Tischtennis, Eltern-Kind-Turnen, Mitternachtsfußball, Selbstverteidigung/-behauptung für Mädchen und vieles mehr. Bezuschusst werden Honorarkosten in Höhe von maximal 25 € pro Stunde und Gruppe sowie Sachkosten in Höhe von 100 € pro Jahr und Gruppe. Die sportliche Leitung soll den Anforderungen, die die Betreu- ung einer solchen Gruppe voraussetzt, durch entsprechende Vorerfahrungen und eine adäquate Ausbildung gewachsen sein. Im Jahr 2018 wurden stadtweit 15 sportpädagogische Angebote gefördert, im Jahr 2019 insgesamt 30. Evaluation 2021 Die Maßnahme wird fortgeführt. Leitziel 4: Einbezug zugewanderter Kinder und Jugendlicher Maßnahme 21: TalentCAMPus „Kultur macht stark“ Federführung Amt für Weiterbildung (Volkshochschule Köln) in Kooperation mit Lernende Region Netzwerk Köln e.V. und dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) der Stadt Köln. Planung 2012 Umsetzung/Meilensteine Die Volkshochschule (VHS) richtet jährlich über Bundesmittel des Programms „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Sommer den sogenannten talentCAMPus aus. Das 14-tägige Ferien- angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren. Der talentCAMPus fand 2020 in den ersten beiden Wochen der Sommerferien in der Gesamtschule Rendsburger Platz in Köln-Mülheim statt. 120 Kinder und Jugendliche aus insgesamt 35 verschiedenen Nationen konnten teilnehmen. Der überwiegende Teil der Kinder kam aus dem arabischen Raum, vor allem aus dem Irak und Syrien. Aufgrund der coronabedingten Anpassun- gen wurden Kleingruppen und feste Lernbausteine installiert, die in allen Kur- sen trotz der Abstands- und Maskenpflicht zu einer sehr freien und konzentrier- ten Atmosphäre beitrugen. Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 53 Leitziel 4: Einbezug zugewanderter Kinder und Jugendlicher Das Projekt ist für viele Kinder zu einer festen Anlaufstelle geworden. Die Erweite- rung und Vertiefung der sprachlichen, sozialen und interkulturellen Kompetenzen wurde in allen Kursen, besonders den kreativen Deutschkursen, gefördert. Ein weiteres Projekt zur digitalen Grundbildung mit dem Titel „MediaLab wird I-Blog“ ist in den Osterferien 2020 in einem Online-Format durchgeführt worden. Evaluation 2021 Die Maßnahme verläuft sehr erfolgreich und wurde im Jahr 2021 fortgeführt. Entsprechende Fördermittel aus dem Programm „Kultur macht stark“ des BMBF stehen zur Verfügung. Der „TalentCAMPus“ fand erneut in den ersten beiden Wochen der Sommerferien (5. bis 16. Juli 2021) statt. Zum Nachlesen Hier geht es zum Dokumentationsfilm „talentCAMPus for future“ 2020: www.youtube.com/watch?v=f-F1zabnaKE Leitziel 5: Gestaltung kinderfreundlicher Lebensräume Maßnahme 22: Abbau von Angsträumen im öffentlichen Raum Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 2020 Umsetzung/Meilensteine Die Maßnahme zielte auf den Ausbau einer sichereren Wegevernetzung der Spielräume ab. Das Thema Sicherheit und Angsträume war auch in der Jugend- befragung ein großes Thema. Erste Lösungsansätze wurden bereits identifiziert: Aufklärungskampagnen in Schulen oder Werbekampagnen, die die Öffentlichkeit für das Thema sensibi- lisieren sollen. Im Jahr 2020 war zum Thema Angsträume eine Ausstellung im Kinder- und Jugendbüro geplant. Diese konnte aufgrund der pandemischen Einschränkungen nicht umgesetzt werden. Evaluation 2021 Das Thema „Angsträume – Sicherheit im öffentlichen Raum“ wurde im Rahmen der Rathausschule aufgegriffen. Eine 12. Klasse eines Kölner Berufskollegs er- arbeitete einen Fraktionsantrag zu diesem Thema für den „Tag der Jugend im Rathaus“ und diskutierte ihr Anliegen und die persönlichen Erfahrungen der Schüler*innen im Unterricht mit Vertreter*innen von Polizei, Ordnungsamt, dem Aufsuchenden Suchtclearing des Gesundheitsamts und der Leiterin des Zentrums für Kriminalprävention und Sicherheit. Seite 54 Leitziel 5: Gestaltung kinderfreundlicher Lebensräume Der Antrag wurde nach der pandemiebedingten Absage des „Tag der Jugend im Rathaus“ im Dezember 2020 in einem „digitalen Tag der Jugend“ im Frühjahr 2021 an die Stadtpolitik herangetragen. Die Vorstellung und Abstimmung des Fraktionsantrags fand dieses Jahr online über Instagram und die Website des jfc-Medienzentrums statt. Die Maßnahme konnte noch nicht vollständig umgesetzt werden und wird weiterverfolgt. Es ist geplant, das Thema auch bei der Erarbeitung des neuen Aktionsplans nochmals aufzugreifen. Maßnahme 23: „Gute Schule 2020“ – Schulgeländegestaltung Federführung Amt für Schulentwicklung Planung 2017 Umsetzung/Meilensteine Im Rahmen des Förderprogramms „Gute Schule 2020“ erhielt die Stadt Köln in den Jahren 2017 bis 2020 jährlich rund 25 Millionen Euro zur Verbesserung der Schulinfrastruktur in den Kölner Schulen. Der Rat der Stadt Köln hatte in seiner Sitzung im April 2017 einen Maßnahmenkatalog zur Umsetzung des Förderprogramms beschlossen. Gemäß des Ratsbeschlusses sollen zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation auf den Kölner Schulhöfen durch- geführt und über das Förderprogramm finanziert werden. In diesem Rahmen sind bis heute etwa 1.800 Anträge beim Amt für Schulentwicklung der Stadt Köln eingegangen. Hierbei handelt es sich um Schulhofgestaltungen wie die Entsiegelung von Flächen für Schulgärten, das Rückschneiden von Gehölzen, das Anlegen von Beeten und Hochbeeten, das Einfrieden von Schulgärten und Beetflächen, das Schaffen von neuen Aufenthaltsbereichen mit Sitzgelegenhei- ten, die Montage von Fahrrad- und/oder Rollerständern, die Lieferung und die Montage von Sportgeräten wie Tischtennisplatten, Basketballkörben und Out- door-Kickern und vieles mehr. Bei der Antragsstellung der Schulen wurden oftmals die Wünsche und Interes- sen der Schüler*innen, Eltern der Schulpflegschaft oder von Schülerparlamen- ten berücksichtigt. Ein verbindliches Verfahren zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen besteht jedoch nicht. Evaluation 2021 Bis zum Ende des Jahres 2020 wurden bereits 600 Einzelmaßnahmen erfolg- reich umgesetzt. Aufgrund der Vielzahl der beantragten Schulhofmaßnahmen wird die Umsetzung aller genehmigten Bedarfe bis Mitte des Jahres 2022 an- dauern. Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 55 Leitziel 5: Gestaltung kinderfreundlicher Lebensräume Maßnahme 24: Einarbeitung der Kinder- und Jugendrechte in das Verkehrskonzept Federführung Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine In Zusammenarbeit mit Schulen oder aufgrund von Hinweisen von Kindern und Jugendlichen wurden zahlreiche Maßnahmen zum Fahrradparken und -fahren getätigt. So wurde beispielsweise das Fahrradparken an der Geschwister- Scholl- Realschule ausgebaut, die Radwege wichtiger Schulwegrouten in Ehrenfeld saniert sowie eine Informationsaktion an der Gesamtschule Wasseramselweg veranstaltet. Außerdem beteiligt sich die Stadt im Rahmen des Radverkehrskonzeptes Eh- renfeld an der Verkehrssicherheitskampagne „Liebe braucht Abstand“, die für die Einhaltung des notwendigen und gesetzlich vorgeschriebenen Abstands zwischen Verkehrsteilnehmer*innen sensibilisiert. Geplant sind im Verlauf der Kampagne unter anderem eine Verkehrssicherheitskonferenz mit Vertreter*in- nen der verschiedenen Verkehrsarten und mehrere Aktionstage. An der Ver- kehrssicherheitskonferenz sollen auch Kinder und Jugendliche beteiligt werden, um deren Sichtweise auf den Radverkehr einzubinden. Der Rat hat das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung mit der Erstellung ei- nes SUMP („Sustainable Urban Mobility Plan“) zur Fortschreibung des Gesamt- verkehrskonzepts der Stadt Köln beauftragt. Dieses Verfahren richtet sich nach EU-Verfahren („SUMP-Guidelines“) und sieht eine Öffentlichkeitsbeteiligung vor. Bei dem „SUMP“ handelt es sich um eine langfristig angelegte Planung. Für die Umsetzung wurden drei neue Planstellen im Amt für Verkehrsentwicklung ge- schaffen. Evaluation 2021 Die Maßnahme konnte nicht wie geplant umgesetzt werden und soll im neuen Aktionsplan verändert fortgesetzt werden. Als Zielfeld im SUMP-Prozess wurde bereits die Stärkung der Beteiligungskultur und Kinderrechte definiert. Im Laufe des Erstellungsprozess sollen konkrete Maßnahmen generiert werden. Zum Nachlesen Mehr Infos zur Kampagne „Liebe braucht Abstand“ gibt es unter www.liebe-braucht-abstand.de/stadt-koeln Seite 56 Maßnahme 25: Weiterentwicklung der kommunalen Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken – 184 Tausend junge Chancen fördern“ Federführung Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung in Zusammenarbeit mit weiteren relevanten Dezernaten und Ämtern Planung 2017 Umsetzung/Meilensteine Die Stadt Köln nimmt seit 2017 am Landesprogramm „Kommunale Präven- tionsketten“ teil und fördert damit Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Kindern und Jugendlichen in Köln. Das Programm zielt darauf ab, allen Kindern und Jugendlichen gleiche Chancen auf gutes Aufwachsen, auf Bildung und auf gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, unabhängig von deren sozialer Herkunft oder der finanziellen Situation der Eltern. Mit dem Förderprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen“ unterstützt das Ministerium für Kinder, Ju- gend und Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI) beim Auf- und Ausbau von kommunalen Präventionsketten. Am 12.12.2019 hat der Rat der Stadt Köln die kommunale Präventionsstrategie „Kölner Kinder stärken – 184 Tausend junge Chancen fördern“ beschlossen. Mit dem vorliegenden Strategiepapier, welches in einem breiten Beteiligungsver- fahren interkommunal erarbeitet wurde, liegen nun ein Leitbild, ein strategi- sches Zielsystem und ein Monitoring vor, mit dem Denken, Planen und Handeln gegen Kinder-, Jugend- und Familienarmut einen orientierenden Rahmen erhal- ten. Innerhalb des beschlossenen Maßnahmenportfolios ist auch die Weiterent- wicklung des „Bildungs- und Teilhabemonitorings“ hinterlegt. Evaluation 2021 Die kommunale Koordinierung „kinderstark“/Kölner Kinder stärken“ über- nimmt auf strategisch-struktureller Ebene sowohl die Aufgabe der Weiter- entwicklung der kommunalen Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken – 184 Tausend junge Chancen fördern“ als auch auf der praktischen Ebene die Ab- wicklung rund um den Förderaufruf der Landesregierung „kinderstark – NRW schafft Chancen“. Mit der inhaltlichen Klammer der kommunalen Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken – 184 Tausend junge Chancen fördern“ konnte in Köln im Jahr 2020 durch die Förderung des Ministeriums für Kinder, Familien, Flüchtlinge und Inte- gration des Landes NRW in Höhe von rund 867.000 Euro mit dem Aufbau struk- turbildender Maßnahmen begonnen werden. Dazu zählen u. a. die Entwicklung von Familiengrundschulzentren an neun Grundschulen, Bildungslots*innen für Kinder mit Fluchterfahrungen, Lots*innen für das Kölner Familienbüro und die Kölner Familienhäuser und der Ausbau des Tools „Guter Start NRW“ unter ande- rem zum Auf- und Ausbau der kommunalen Präventionsketten in Köln. Die im Jahr 2020 begonnenen strukturbildenden Maßnahmen wurden im Jahr 2021 fortgeführt. Leitziel 6: Wirken gegen die Folgen von Kinderarmut Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 57 Leitziel 6: Wirken gegen die Folgen von Kinderarmut Eine Entscheidung hinsichtlich der priorisierten Maßnahmen zur Weiterentwick- lung der kommunalen Gesamtstrategie wird durch den Steuerungskreis „kin- derstark/Kölner Kinder stärken“ herbeigeführt werden. Bei der kommunalen Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken“ handelt es sich um einen längerfristig angelegten und fortlaufenden Prozess. „kinderstark – NRW schafft Chancen“ Die Stadt Köln nimmt seit Frühjahr 2017 am Landesprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen“ teil. Das Landesprogramm startete ursprünglich unter dem Titel „Kommunale Prä- ventionsketten“. Im Rahmen dieses auf einen Strukturbildungsprozess angelegten Landespro- gramms wird die Stadt Köln seitens des Landes Nordrhein-Westfalen beim Auf- und Ausbau der kommunalen Präventionsketten unterstützt, um die Chancen auf gelingendes Aufwachsen und gesellschaftliche Teilhabe für Kinder, Jugendliche und deren Familien, insbesondere in benach- teiligten Lebenslagen, zu verbessern. So konnten in der Vergangenheit die Entwicklung eines Präventionsleitbilds und strategischer Ziele in einem ämter- und dezernatsübergreifenden Pro- zess abgeschlossen werden sowie der Aufbau eines sozialräumlichen Präventionsmonitorings im Rahmen der Kölner Gesamtstrategie vorangetrieben werden. Der Rat der Stadt Köln hat am 12. Dezember 2019 die Umsetzung der Kölner Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern“ als zentrales Handlungskonzept zur Bekämpfung der negati- ven Folgen und Auswirkungen von Kinder-, Jugend- und Familienarmut einstimmig beschlossen. Durch die erfolgreiche Beteiligung der Stadt Köln am Landesprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen“ mit der Umsetzung der Kölner Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken!“ erhält die Stadt Köln Fördermittel des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integra- tion des Landes Nordrhein-Westfalen zum Auf- und Ausbau der Präventionskette vor Ort. Maß- nahmen, die hierdurch u.a. umgesetzt werden konnten, lauten wie folgt: – die konzeptionelle Entwicklung von neun Familiengrundschulzentren in Köln in Stadtteilen mit einem erhöhten Armutsrisiko (Auswahl erfolgte nach Schulsozialindex), – die Einrichtung von Gesundheitslots*innendiensten, die an die Familiengrundschulzentren angedockt sind, – die verstärkte Umsetzung des Online-Tools „Guter Start NRW“, mit dem ein Familienwegwei- ser in Köln aufgebaut wird, – Erst-, Ergänzungs- und Ersatzbeschaffungsmaßnahmen sowie die konzeptionelle Weiterent- wicklung des Familienbüros der Stadt Köln, – der Ausbau aufsuchender Angebote, wie die Bildungslots*innen für Kinder mit Fluchterfah- rung, Lots*innen, die an die Familienhäuser in Köln oder das Kölner Familienbüro angedockt sind sowie die Entwicklung von digitalen Tutorials des Museumsdienstes Köln zur Förderung der kulturellen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen. Seite 58 Maßnahme 26: Aufnahme des Themas in die Hauptsatzung der Stadt Köln Federführung Dezernat für Bildung, Jugend und Sport; Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 2017 Umsetzung/Meilensteine Der Rat der Stadt Köln hat im Juni 2018 die Aufnahme der „Kinder- und Jugend- freundlichkeit“ in die Hauptsatzung der Stadt Köln beschlossen. Im §12b heißt es seither: „Die Stadt Köln ist eine kinder- und jugendfreundliche Stadt. Sie wirkt im Rahmen ihrer Befugnisse auf die Berücksichtigung der Rechte von Kin- dern und Jugendlichen hin. In den Bezirken werden geeignete Beteiligungsforen für Kinder und Jugendliche gebildet.“ Der Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ wird seit 2018 gesamt- städtisch umgesetzt. Vgl. hierzu auch „Meilensteine im Kölner Vorhaben“ auf Seite 21 Evaluation 2021 Im Amt für Kinder, Jugend und Familie wurde die strukturelle Verankerung der „Kinder- und Jugendfreundlichkeit“ bereits durch folgende Dinge erreicht: Das Selbstverständnis des Jugendamtes ist neu ausgerichtet. Im Rahmen der Qualitätsoffensive in den städtischen Kinderta- gesstätten wurden verbindliche Leitlinien festgelegt. Es wur- den neue Anlaufstellen für Familien, Kinder und Jugendliche geschaffen. Für die zweite Siegelphase möchten wir den Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln“ stärker mit anderen städtischen Planun- gen und Prozessen verschränken und somit weiter strukturell verankern. Dafür wird eine intensiviertere ämter- und dezernatsübergrei- fende Zusammenarbeit angestrebt. Zudem möchten wir auch die Kooperation mit freien Trägern und anderen externen Partner*innen ausbauen. Erste Grundsteine hierfür wurden bereits gelegt, die es in den kommenden Jah- ren auszubauen gilt. Zudem möchten wir ein Leitbild eines kinder- und jugendfreundlichen Köln entwickeln, welches einen Zielzustand definiert und somit auch einen Handlungsrah- men für ein zukünftiges Handeln von Politik und Verwaltung vorgeben kann. Leitziel 7: Kinder- und Jugendrechte im Verwaltungs- handeln stärken Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 59 Leitziel 7: Kinder- und Jugendrechte im Verwaltungshandeln stärken Maßnahme 27: Einrichtung einer Steuerungsgruppe zur Umsetzung des Aktionsplans Federführung Dezernat für Jugend, Bildung und Sport; Amt für Kinder, Jugend und Familie Geschäftsführung: Koordination Kinderfreundliche Kommune Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Im Jahr 2019 wurde eine Steuerungsgruppe zur Begleitung und Umsetzung des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ eingerichtet. Im Septem- ber 2020 fand eine teilweise Um- bzw. Neubesetzung der Mitglieder der Steue- rungsgruppe statt, um eine ressortübergreifende Besetzung zu gewährleisten. Neben Vertreter*innen aus der Verwaltung nehmen auch Vertreter*innen aus der freien Jugendhilfe, dem Kölner Jugendring e.V., jugendpolitische Spre- cher*innen aus dem Jugendhilfeausschuss sowie Kinder und Jugendliche aus den städtisch geförderten Kinder- und Jugendforen, der Bezirksschüler*innen- vertretung und dem Arbeitskreis Partizipation teil. Evaluation 2021 Die Steuerungsgruppe „Kinderfreundliche Kommune“ tagt halbjährlich. Zudem besteht die Möglichkeit, Unterarbeitsgruppen zu bestimmten Schwerpunktthe- men zu bilden. Die Geschäftsführung der Steuerungsgruppe obliegt der Koordi- nationsstelle Kinderfreundliche Kommune. Es ist beabsichtigt, die ressortüber- greifende Besetzung der Steuerungsgruppe noch weiter auszubauen. Maßnahme 28: Entwicklung von Qualitätskriterien zur Überprüfung der Kinder- und Jugendfreundlichkeit Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine In der Ursprungsplanung war angedacht, dass die Steuerungsgruppe Kinder- freundliche Kommune mit der Entwicklung von Standards, einer Prüfmatrix, sowie Qualitätskriterien anhand der ersten Schwerpunktsetzung „Einarbeitung der Kinder- und Jugendrechte in das Verkehrskonzept“ beginnt. Aufgrund viel- fältiger Faktoren, unter anderem durch den Wechsel der Koordination des Vor- habens Kinderfreundliche Kommune, die Neubesetzung der Steuerungsgruppe, die Coronapandemie sowie die anstehenden großen Veränderungsprozesse des Verkehrsentwicklungskonzeptes der Stadt Köln, konnte dies nicht wie geplant umgesetzt werden (vgl. hierzu auch Seite 99, Mobilität). Seite 60 Leitziel 7: Kinder- und Jugendrechte im Verwaltungshandeln stärken Evaluation 2021 Die Maßnahme soll im neuen Aktionsplan in modifizierter Form fortgeführt werden. In der Zukunftswerkstatt wurde die Idee entwickelt, ein Leitbild für ein kinder- und jugendfreundliches Köln zu erstellen, aus dem sich auch verbindliche Quali- tätskriterien ableiten lassen. Maßnahme 29: Einrichtung eines kooperativen Kinder- und Jugendbüros Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Das kooperative Kinder- und Jugendbüro wurde als zentrale Anlaufstelle und Interessenvertretung für Kölner Kinder und Jugendliche am 19. März 2019 eröffnet. Es beruht auf zwei Säulen: der Stadtverwaltung und dem Kölner Jugendring e.V., die gleichberechtigt zusammenarbeiten. Im Frühjahr 2020 er- arbeiteten die Mitarbeiter*innen konzeptionelle Ansätze zur inhaltlichen Neu- ausrichtung der Aufgaben und Personalstellen im Kinder- und Jugendbüro. Die Interessen und Rechte junger Kölner*innen bekommen mit dem Kinder- und Jugendbüro eine nachhaltige institutionelle Verankerung mitten in der Stadt. Die Aufgabe „Koordination Kinderfreundliche Kommune“ wurde zum 1. Juli 2020 aus dem Kinder- und Jugendbüro als Stabsstelle zur Amtsleitung des Am- tes für Kinder, Jugend und Familie verlagert. Seit Anfang März 2020 wurde die Umsetzung der geplanten Maßnahmen in erheblichem Maß durch die Corona- pandemie beeinflusst. Evaluation 2021 Die Maßnahme „Einrichtung eines Kinder- und Jugendbüros“ wurde erfolgreich abgeschlossen. Seit Herbst 2021 werden Schüler*innen der Jahrgänge 7 und 8 zum Projekt „Junge Visionen für Köln – Deine Idee. Dein Plan. Deine Aktion.“ zu „Stadtgestal- ter*innen-Workshops“ und einer anschließenden „Projektwerkstatt“ ins Kinder- und Jugendbüro eingeladen. Das Projekt wird gemeinsam mit der jungen Stadt Köln e.V. umgesetzt. Es ist geplant, dass die neue Stelle „Partizipation in den Bezirken“ die Kontakte mit den bezirklichen Jugendpflegen und Bezirksvertretun- gen aufnimmt, um Formate der Jugendbeteiligung in den Bezirken zu entwickeln. Zum Nachlesen: www.stadt-koeln.de/artikel/71108/index.html Vgl. hierzu auch „Meilensteine im Kölner Vorhaben“ auf Seite 23 Seite 61 Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Leitziel 7: Kinder- und Jugendrechte im Verwaltungshandeln stärken Maßnahme 30: Fortschreibung des Aktionsplans Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie; Koordination Kinderfreundliche Kommune Köln Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Zum 1. Juli 2020 wurde eine übergeordnete, nicht an eine Maßnahme des Aktionsplans gebundene Koordinationsstelle für das Gesamtvorhaben „Kinder- freundliche Kommune“ der Stadt Köln geschaffen. Mit der zusätzlich vorge- nommenen Anbindung der Koordinationsstelle an die Leitung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie wurde auch die Wichtigkeit des Querschnittsthemas „Kinder- und Jugendfreundlichkeit“ nochmals hervorgehoben. Die Erstellung des neuen Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ obliegt der Ko- ordinationsstelle. Im Februar 2021 fand eine digitale Zukunftswerkstatt statt, in der die erste Sie- gelphase bilanziert und erste Schwerpunktthemen für den neuen Aktionsplan definiert wurden (zur Zukunftswerkstatt siehe auch Seite 16). Evaluation 2021 In der Auswertung der ersten Siegelphase wurde deutlich, dass es für die zwei- te Siegelphase einer stärkeren strategischen Ausrichtung und einer breiteren ressortübergreifenden Zusammenarbeit bedarf. Für den neuen Aktionsplan wird eine Fokussierung auf weniger, dafür sehr nachhaltige Maßnahmen angestrebt. Zudem soll durch smartere Zielformulie- rung und klar definierte Qualitäts- und Quantitätsstandards die Wirksamkeits- prüfung der Maßnahmen verbessert werden. Zukünftig wird angestrebt, eine zusätzliche kinder- und jugendgerechte Version des Aktionsplans zu erstellen, um auch der Zielgruppe einen besseren Zugang zu ermöglichen. Seite 62 Leitziel 7: Kinder- und Jugendrechte im Verwaltungshandeln stärken Maßnahme 31: Kinderrechte werden 2018 das Schwerpunktthema der Familienbildung Federführung Katholische Familienbildung Köln e.V. Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine In den Programmheften der Familienbildung wurde durch die Übernahme des Logos „Kinderfreundliche Kommune Köln“ darauf hingewiesen, dass Familien- bildung mit ihrem Weiterbildungsangebot der Lebensaufgabe „Leben mit Kindern“ dient. Sie vermittelt vor allem den Eltern das Wissen, um ihren Kin- dern in der Zeit des Heranwachsens ausreichend Fürsorge und Unterstützung zu geben. Familienbildung trägt dazu bei, dass Eltern auch unter den heutigen Lebensbedingungen ihre vielfältigen Aufgaben in der Familie sicher, gelassen und mit Freude erfüllen können. Es werden verschiedene Eltern-Kind-Kurse angeboten. Sie alle stellen einen eigenen Beitrag zur Unterstützung von Elternkompetenz, von Eltern-Kind-Bezie- hung und von kindlichem Lernen dar. Die Ziele der Elternkurse sind vielfältig, unter anderem das Einbringen von Offenheit, Klarheit und Humor in den Er- ziehungsalltag, die Stärkung des Selbstvertrauens der Eltern als Erziehende, die Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses und der Kommunikation in der Familie, die Stärkung der Rechte und Bedürfnisse der Kinder (auch im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention) sowie die Verwirklichung von Mitbestimmungs- und Gestaltungsmöglichkeiten in der Familie. Ein stark nachgefragtes Angebot im Programm der Familienbildung im Bereich Elternsein und Erziehung ist beispielsweise der Kurs „Starke Eltern – Starke Kin- der®“, der auf einem Konzept des Deutschen Kinderschutzbundes beruht. Der Kurs unterstützt die Erziehungsfähigkeiten der Eltern und richtet den Blick auf die Stärken der Eltern und der Kinder. Evaluation 2021 Die Maßnahmen laufen auch weiterhin sehr erfolgreich und sind verstetigt. Durch den pandemiebedingten Lockdown konnten nicht alle Veranstaltungen so durchgeführt werden wie geplant. Die Familienbildung ist durch WhatsApp- Gruppen, Gartenzaungespräche und Online-Angebote jedoch mit vielen Fami- lien im Kontakt geblieben und konnte sie so durch diese harte Zeit begleiten. Zum Nachlesen: https://bildung.erzbistum-koeln.de/familienbildung-koeln Seite 63 Leitziel 7: Kinder- und Jugendrechte im Verwaltungshandeln stärken Maßnahme 32: Die Kölner kultur- und medienpädagogischen Fachein- richtungen entwickeln Projekte zum Thema Kinder- und Jugendrechte Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie in Kooperation mit GGS Mommsenstraße, OT Take Five, Kinder- und Jugendprojekt DachloW, OT Lucky’s Haus, Kölner Jugendpark Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine In Kooperation zwischen dem Träger einer Jugendeinrichtung und einem kultur- pädagogischen Träger wurden Videos gedreht, in denen Kinder verschiedene Kinderrechte in ihren eigenen Worten erklären. Diese Videos wurden im Zu- sammenhang mit dem Weltkindertag 2019 veröffentlicht. Im Rahmen eines mehrjährigen Projektes zum Thema „Intersektionalität“ werden Kinder- und Jugendrechte fortlaufend thematisiert. Den Schwerpunkt bilden Themen wie geschlechtliche Vielfalt, Diskriminierung oder Rassismus, die im Rahmen inhalt- licher und künstlerischer Arbeit in verschiedenen Stadtteilen umgesetzt werden. Das Projekt ist durchgängig partizipativ ausgerichtet und ermöglicht Inklusion und Akzeptanz queerer Personen. Evaluation 2021 Aufgrund der Coronapandemie konnten die kulturpädagogischen Träger ihre Projekte nicht im ursprünglich geplanten Umfang durchführen. Es wurden digitale Formate ent- wickelt, um den Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen zu halten und sie auch in Zeiten von Kontaktverboten und „Homeschooling“ zu unterstützen. Zum Nachschauen Hier geht’s zu einem Filmbeitrag „Kinder- und jugendfreundliches Köln“, der im Rahmen des Weltkindertags veröffentlicht wurde: www.youtube.com/watch?v=Po3rTZHtHEk Seite 64 Maßnahme 33: Schulung des Personals der Stadtverwaltung Köln Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie in Kooperation mit dem Deutschen Kinder- hilfswerk und UNICEF Köln Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Ziel ist die Sensibilisierung und Schulung aller Mitarbeiter*innen in den unter- schiedlichen Dezernaten und Ämtern zum Thema „Vorrang des Kindeswohls“, damit sie die Kinderfreundlichkeit und Kinderrechte als Leitprinzipien ihres Verwaltungshandelns verstehen und anwenden lernen. Es wurden mehrere Ter- mine einer Fortbildung für Fach- und Verwaltungskräfte des Amtes für Kinder, Jugend und Familie in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk konzi- piert und durchgeführt. Zentrale Themenstellungen des Fortbildungskonzepts sind: – Betrachtung des Transfers der UN-Kinderrechtskonvention in das Handeln der Ressorts sowie ämterübergreifende Verfahren – Kennenlernen von Möglichkeiten und Instrumenten für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Verwaltungshandeln – Berücksichtigung des Kindeswohls und von Kinderinteressen bei Entscheidun- gen – Herstellung von Transparenz der Prozesse für Kinder und Jugendliche Aufgrund der Coronapandemie musste die Fortbildung mehrmals verschoben werden. Anfang 2021 ist es gelungen, die Veranstaltung in ein digitales Format zu übersetzen. Evaluation 2021 Aufgrund der Größe der Stadtverwaltung und der Vielzahl an Mitarbeiter*innen (ca. 20.000) gilt es, andere oder zusätzliche Formate zu finden (zum Beispiel Schulung von Multiplikator*innen), mit denen eine flächendeckende Informa- tion und Sensibilisierung aller Mitarbeiter*innen sämtlicher Bereiche der Stadt- verwaltung gewährleistet werden kann. Für Oktober 2022 ist eine Kinderrechtewoche im Amt für Kinder, Jugend und Familie geplant. Angedacht sind Halbtagesworkshops für alle Abteilungen (jeweils 20 Mitarbeitende pro Abteilung). Die Ergebnisse aus den Abteilungen sollen am Ende der Woche gebündelt und allen Mitarbeiter*innen im Amt für Kinder, Jugend und Familie vorgestellt werden. Die Maßnahme soll weiterverfolgt werden. Es gilt, weitere, gegebenenfalls auch digitale, Formate (E-Learning-Modell) zu prüfen. Leitziel 8: Kinderrechte in Aus- und Fortbildung platzieren Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 65 Leitziel 8: Kinderrechte in Aus- und Fortbildung platzieren Maßnahme 34: Aufnahme des Themas in die Ausbildung in Verwaltungs- bereichen der Stadtverwaltung Köln Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Im Jahr 2018 hat jeweils ein Workshop zu den Themen „Kinderrechte“ und „Vorrang des Kindeswohls“ stattgefunden. Im Jahr 2019 und im Februar 2020 konnten weitere Workshops durchgeführt werden. Aufgrund der Coronapande- mie mussten alle weiteren Termine für 2020 abgesagt werden. Evaluation 2021 Aufgrund der Größe der Stadtverwaltung sowie der Vielzahl an Mitarbeiter*in- nen (rund 20.000) gilt es, andere oder darüber hinaus zusätzliche Formate zu finden, wie eine flächendeckende Information und Sensibilisierung aller Mitarbei- ter*innen aller Bereiche der Stadtverwaltung gewährleistet werden kann (s.o.) Die Maßnahme soll weiterverfolgt werden. Es gilt, weitere, gegebenenfalls auch digitale, Formate zu prüfen. Leitziel 9: Partizipation langfristig etablieren und stärken Maßnahme 35: Durchführung einer Jugendbefragung Federführung Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung in Kooperation mit dem Kölner Jugendring e.V. Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Vom 9. April bis Juli 2018 hat die integrierte Jugendhilfe- und Schulentwick- lungsplanung in Kooperation mit dem Kölner Jugendring e.V. alle jungen Kölner*innen im Alter zwischen 14 und einschließlich 20 Jahren nach ihrer Meinung gefragt. Es gab Fragen aus den Themenfeldern „Leben in Köln“, „poli- tische Beteiligung“, „Engagement“ und „Freizeitgestaltung“. Begleitet wurde die Online-Befragung durch qualitative Workshops vor, während und nach der Befragungsphase. 5.094 Jugendliche haben an der Befragung teilgenommen. Ziel war es, zu erfahren, wie Köln ein Stück jugendgerechter gemacht werden kann. Den Jugendlichen sollte so die Möglichkeit gegeben werden, ihre Stadt Vgl. hierzu auch „Meilensteine im Kölner Vorhaben“ auf Seite 22 Seite 66 Leitziel 9: Partizipation langfristig etablieren und stärken Maßnahme 36: Ausbau der Kinder- und Jugendforen in allen neun Stadtbezirken Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie; Kinder- und Jugendbüro Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Die Maßnahme zielte darauf ab, in jedem der neun Stadtbezirke ein Verfahren zur örtlichen Partizipation von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln, an dem sich die Bezirksjugendpflegen, die Bezirksvertretungen, im Bezirk aktive Träger der freien Jugendhilfe, Streetwork und die Bezirksschüler*innenvertretung be- teiligen. Die Kölner Kinder- und Jugendforen wurden Anfang 2020 vom kooperativen Kinder- und Jugendbüro stark in die Entwicklung und Umsetzung des Formats „Stadtgespräch Jugend“ eingebunden. Für die Förderung der Kölner Kinder- und Jugendforen in den einzelnen Stadtbezirken wurde im Jahr 2021 ein entspre- chendes Förderprogramm entworfen. Seit Dezember 2020 hat das kooperative Kinder- und Jugendbüro die inhaltliche Begleitung der geförderten Kinder- und Jugendforen übernommen. Im Jahr 2021 ist auch die Koordination der Kinder- freundlichen Kommune in die inhaltliche Begleitung der Kinder- und Jugendfo- ren eingestiegen. aktiv mitzugestalten und Einfluss auf die Handlungen der Stadtverwaltung und Stadtpolitik zu nehmen. Die Ergebnisse der Befragung wurden am 19. März 2019 im Jugendhilfeausschuss vorgestellt und an alle entscheidenden Akteur*innen aus der Stadtgesellschaft mit der Bitte um Prüfung und Rückmel- dung verschickt. Gleichzeitig wurden die Prüfempfehlungen verwaltungsintern auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft. Der Ergebnisbericht ist für alle offen zu- gänglich im Internet verfügbar. Evaluation 2021 Die Maßnahme wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse fließen in weitere Planungen und Prozesse ein. Die Ergebnisse stellen zudem die Basis für den kommenden Kinder- und Jugend- förderplan (2021–2025) der Stadtverwaltung dar. Es ist beabsichtigt, den neuen Kinder- und Jugendförderplan in verschiedenen Ausschüssen und auf der Web- site der Stabsstelle „Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung“ zu veröffentlichen. Weiterhin ist geplant, diese Detailauswertung der Jugendbefra- gung erneut auf der Website zur Jugendbefragung zu veröffentlichen. Weitere Kommunikationswege und -kanäle werden ebenfalls in Erwägung gezogen. Zum Nachlesen: www.jugendbefragung.koeln Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Leitziel 9: Partizipation langfristig etablieren und stärken Evaluation 2021 Die Maßnahme wurde noch nicht vollständig umgesetzt und wird weiterge- führt. Weiterführende Ziele: – partizipative Weiterentwicklung von Qualitätsstandards im Hinblick auf die Förderrichtlinien – eine regelmäßige gemeinsame Evaluation – Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit – Förderung der Zusammenarbeit untereinander und mit den bezirklichen Strukturen Zum Nachlesen: Eine Übersicht über die städtisch geförderten Kinder- und Jugendforen findet sich unter: www.stadt-koeln.de/artikel/71506/index.html Maßnahme 37: „Auf Kölner Nacken – Geld für Gutes“ Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie; Kölner Jugendring e.V.; Arbeitskreis (AK) Partizipation Planung 2018 Die Maßnahme startete unter dem Ursprungstitel: Vorhaben „Geld in die Hand von Jugendlichen“ Vgl. hierzu auch „Meilensteine im Kölner Vorhaben“ auf Seite 34 Umsetzung/Meilensteine Das Projekt „Auf Kölner Nacken – Geld für Gu- tes“ des Kölner Jugendring e.V. wird durch die „Kinderfreundliche Kommune Köln“ gefördert. Junge Kölner*innen (6 bis 25 Jahre) können Projektvorschläge einreichen, die mit bis zu 500 Euro gefördert werden. Im Rahmen des Arbeitskreises (AK) Partizipation wurden das Konzept, eine Geschäftsordnung und die Teil- nahmebedingungen zur Vergabe von Förderun- gen partizipativ entwickelt. Im vierten Quartal 2020 wurden die ersten Mikroprojekte von jun- gen Kölner*innen niedrigschwellig beantragt und durch den AK Partizipation bewilligt. Seite 68 Leitziel 9: Partizipation langfristig etablieren und stärken Maßnahme 38: Konzeptionelle Weiterentwicklung der Rathausschule Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 1992 Umsetzung/Meilensteine Die Rathausschule existiert seit 1992 mit der Zielsetzung, bei Kindern und Ju- gendlichen das Interesse für politische Zusammenhänge zu wecken, kommunal- politische Entscheidungsprozesse transparent zu machen und Handwerkszeug für demokratisches Handeln zu vermitteln. Die konzeptionelle und inhaltliche Weiterentwicklung der Rathausschule obliegt dem kooperativen Kinder- und Jugendbüro. Das Format „Tag der Jugend im Rathaus“ wird innerhalb der „Rathausschule“ umgesetzt. Kölner Schulklassen lernen Ratsmitglieder und Vertreter*innen der Stadtverwaltung live im Unterricht und vor Ort im Rathaus kennen und sprechen mit ihnen über kommunalpolitische Themen, die von ihnen selbst eingebracht werden. Daraus entstehen Fraktionsanträge. Diese diskutieren die Schulklassen dann im Ratssaal der Stadt Köln und stimmen demokratisch dazu ab. Die Schüler*innen erleben so, wo, wie, für wen und mit wem kommunale Politik gemacht wird. Der „Tag der Jugend im Rathaus“ war ursprünglich für Dezember 2020 ge- plant. Ab Anfang September 2020 bereiteten sich rund 80 Schüler*innen mit Unterstützung des kooperativen Kinder- und Jugendbüros, den begleitenden Ratsmitgliedern und themenbezogenen Fachstellen in wöchentlichen Unter- richtsterminen oder Videokonferenzen auf den „Tag der Jugend im Rathaus“ vor. Pandemiebedingt wurde er zunächst verschoben. Da die Pandemie eine Durchführung in Präsenz weiterhin nicht zulässt, wurde ein alternatives digita- les Konzept erarbeitet. Die Vorstellung und Abstimmung der Fraktionsanträge fand im Mai 2021 online statt. Evaluation 2021 „Auf Kölner Nacken – Geld für Gutes“ ist ein Projekt von Jugendlichen für Ju- gendliche und kann somit als „Leuchtturmprojekt“ eine Vorreiterrolle für wei- tere partizipativ zu entwickelnde Konzepte einnehmen. Es kann auf vielfältige Weise dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche positive Selbstwirksamkeits- erfahrungen machen. Die Maßnahme wird weiterhin erfolgreich umgesetzt. Zum Nachlesen www.koelner-jugendring.de Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 69 Leitziel 9: Partizipation langfristig etablieren und stärken Evaluation 2021 Die Maßnahme konnte noch nicht vollständig abgeschlossen werden. Über die Besetzung der Stelle „Partizipation in den Bezirken“ im kooperativen Kinder- und Jugendbüro sollen neue Ansätze zur Beteiligung von Kindern und Jugend- lichen entwickelt werden. Zum Nachlesen www.jfc.info/tag-der-jugend-im-rathaus Maßnahme 39: „Future Kids 2021“ Federführung Amt für Weiterbildung (Volkshochschule) Planung 2019 Die Maßnahme startete unter dem Titel: „Demokratieführerschein – Lerne Dei- ne Beteiligungsmöglichkeiten kennen!“ Umsetzung/Meilensteine Die Weiterführung des Projekts „Demokratie- führerschein – Lerne Deine Beteiligungsmög- lichkeiten kennen“ wurde 2019 zugunsten des jugendgerechteren niedrigschwelligen For- mats „Future Kids“ ausgesetzt. „Future Kids“ stärkt und fördert Kinder und Jugendliche (mit oder ohne Migrations- und Fluchthintergrund) durch Rappen und Tanzen. Spielerisch setzen sie sich mit Themen wie Klimawandel, Respekt, Demokratie und Teil- habe sowie Migration auseinander. Im Team übernehmen Kinder und Jugendliche Verant- wortung füreinander und für die Ausarbeitung des Raps. 2019 fanden zwei Veranstaltungen für die „FutureMusicKids“ statt. Im Jahr 2020 bekamen die Teilnehmer*innen besondere Anerkennung durch einen Auftritt im Rahmen des Festaktes zur Hundertjahrfeier der Volks- hochschule Köln. Seite 70 Leitziel 9: Partizipation langfristig etablieren und stärken Evaluation 2021 Die Maßnahme verläuft sehr erfolgreich, wird jährlich umgesetzt und gilt als verstetigt. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des „Kinder- und Jugendplans“ des Bun- desministeriums. Das Projekt „FutureMusicKids“ läuft bereits seit 2017 und wurde auf Bundes- ebene bereits als „Best-Practice“-Modell vorgestellt. Maßnahme 40: Entwicklung eines Beschwerdeverfahrens für stationäre Einrichtungen in den „Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtungen der Stadt Köln“ (KidS) am Beispiel des KidS-Plakatwettbewerbs Federführung Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtungen der Stadt Köln (KidS) Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Die „Kinder- und Jugendpädagogischen Ein- richtungen der Stadt Köln“ (KidS) haben ein Beschwerdeverfahren für ihre stationären Gruppen eingeführt. Die Zielsetzung bestand darin, die betreuten Kinder und Jugendli- chen nachhaltig und altersgemäß über das Beschwerdeverfahren und die Gremien der Partizipation zu informieren und die Kinder und Jugendlichen für eine aktive Teilnahme zu gewinnen. Der hierzu ausgerufene Plakatwettbewerb „Beschweren erwünscht“ fand unter großer Beteiligung der Kinder und Jugendlichen statt. Eine Jury, ebenfalls bestehend aus Kindern und Jugendlichen, prämierte die Gewinnerplakate. Aus den grafischen Elementen der Gewinner- plakate wurde ein Gesamtplakat gestaltet, welches seit Juli 2018 in allen Standorten und Gruppen von „KidS“ sichtbar aushängt. Evaluation 2021 Die Maßnahme wurde bereits 2019 erfolg- reich abgeschlossen. Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 71 Leitziel 9: Partizipation langfristig etablieren und stärken Maßnahme 41: Selbstorganisierte Zeltlager Federführung Mitgliedsorganisationen des Kölner Jugendring e.V. Hier: Sozialistische Jugend, Die Falken, Kreisverband Köln Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Die Zeltlager werden von jungen Menschen mit einer JuLeiCa-Ausbildung (Ju- gendleitercard) vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet. Die jungen Men- schen übernehmen Verantwortung als Gruppenhelfer*innen und in der Lager- leitung, die auch Finanzentscheidungen trifft. Die Maßnahme zielt darauf ab, dass Kinder und Jugendliche durch die Form der Selbstorganisation ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit erleben. In den Jahren 2018 und 2019 wurde jeweils ein selbstorganisiertes Ferienlager durchgeführt. Im „Coronajahr“ 2020 musste das Zeltlager leider abgesagt wer- den. Stattdessen fand ein Zeltlager in Essen für über 15-jährige Kölner Jugend- liche statt. Neben dem hohen Anteil an Selbstorganisation bei Planung und Durchführung mussten 2021 auch die sehr dynamischen Hygienebestimmungen aufgrund der Pandemie beachtet und umgesetzt werden. Die unter 15-jährigen Kölner*innen blieben in der Stadt und verlebten schöne Sommertage bei einer Stadtranderholung mit Ausflügen und Tagesaktionen zum Thema „Jugend im Nationalsozialismus“. Evaluation 2021 Die Maßnahme verläuft weiterhin erfolgreich. Unter normalen Umständen findet das Zeltla- ger jährlich statt. Die Maßnahme gilt somit als verstetigt. Zum Nachlesen https://falken-koeln.de/category/sommer/ Seite 72 Maßnahme 42: Partizipation als Strukturmerkmal im Amt für Kinder, Jugend und Familie und als Schwerpunktthema in Fachgesprächen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine 2018 und 2019 legte die „Arbeitsgemeinschaft Offene Tür“ (AGOT) ein Schu- lungsprogramm zur Partizipation von 56 Jugendeinrichtungen auf. Vorhandene Partizipationsstrukturen und prinzipielle Zugänge zur Beteiligung sind für alle Kinder und Jugendlichen einsehbar und verständlich. Jugendliche bringen ihre Themen, Wünsche und Interessen ein. Konflikthafte Auseinandersetzungen und Aushandlungsprozesse werden als Chance verstanden. Kinder und Jugendliche erhalten zudem die notwendige Unterstützung bei der Vertretung ihrer Inter- essen. In allen Jugendeinrichtungen in den Stadtbezirken bestehen zudem, in unterschiedlicher Ausprägung, Partizipationsgremien. Auch das Programm der Einrichtungen wird partizipativ gestaltet. Evaluation 2021 Die Maßnahme wurde erfolgreich abgeschlossen. Das Thema Partizipation ist als Querschnittsaufgabe Bestandteil des Leistungs- katalogs und findet im Rahmen des Wirkungsdialogs Eingang in die jährlichen Fachgespräche. Leitziel 9: Partizipation langfristig etablieren und stärken Maßnahme 43: Vernetzung der Kinder- und Jugendinteressen mit dem aktuellen Prozess zur Bürgerbeteiligung der Oberbürgermeisterin Federführung Dezernat für Bildung, Jugend und Sport; Amt für Kinder, Jugend und Familie; Kinder- und Jugendbüro Planung 2019 Umsetzung/Meilensteine Auf Einladung von Oberbürgermeisterin Reker fand am Donnerstag, dem 13. Februar 2020, das „Stadtgespräch Jugend“ in der Piazzetta des Historischen Rathauses statt. 250 Jugendliche nahmen an der Veranstaltung teil und tausch- ten sich mit Frau Reker und Vertreter*innen der Verwaltung und Politik über ihre Themen aus. Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 73 Leitziel 9: Partizipation langfristig etablieren und stärken Die Nachbereitung der Veranstaltung erfolgte durch das kooperative Kinder- und Jugendbüro. Das kooperative Kinder- und Jugendbüro war aktiv in die Vorbereitung und Umsetzung des Stadtgesprächs eingebunden und mit einem interaktiven Infostand vor Ort. Zahlreiche Kinder und Jugendliche nahmen außerdem an einer begleitenden Fotoaktion zum Thema Kinderrechte „Was ich mir für Köln wünsche“ teil. Evaluation 2021 Die Maßnahme wurde im Jahr 2020 erfolgreich abgeschlossen. Maßnahme 44: Partizipation und Beteiligungskultur im „Kita-Alltag“ leben und gestalten Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine In der Verantwortung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie werden als fester Baustein des Fortbildungsprogramms in der Abteilung Kindertageseinrichtungen regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen zum Thema „Partizipation im Alltag leben“ für Mitarbeitende in städtischen Kindertageseinrichtungen angeboten. Im Sommer 2018 startete eine Qualitätsoffensive für alle 226 städtischen Kindertageseinrichtungen. Es wurden Qualitätsansprüche und Leitlinien unter dem Titel „Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand“ und ein ver- bindliches Qualitätshandbuch entwickelt. Umfangreiche Beteiligungsformate wie Kinderbefragungen und Beteiligungsforen für Fachkräfte begleiteten den Prozess der Erstellung. Im Jahr 2020 konnten viele Veranstaltungen aus dem Fortbildungsprogramm der Abteilung „Tageseinrichtungen und Tagesbetreuung für Kinder“ aufgrund des Pandemiegeschehens nicht stattfinden. Dazu gehörte die für den März 2020 geplante Veranstaltung für 136 Auszubildende und Berufspraktikant*in- nen zu den Themen „Kinderrechte“ und „Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand – Leitlinien der Kindertageseinrichtungen der Stadt Köln“. Auch die Beteiligungsforen für Mitarbeiter*innen aus den städtischen Kitas und für Eltern haben nicht stattgefunden. Diese Formate werden wieder angeboten, sobald Großveranstaltungen möglich sind. Evaluation 2021 Die Qualitätsoffensive in den städtischen Kitas kann als „Leuchtturmprojekt“ des ersten Aktionsplans wichtige Erkenntnisse zur strukturellen Verankerung einer Grundhaltung und verbindlicher Leitlinien geben. Diese Expertise sollte unbe- dingt in die Erstellung eines Leitbilds „Kinderfreundliche Kommune“ einfließen. Seite 74 Leitziel 9: Partizipation langfristig etablieren und stärken Das Qualitätshandbuch und die enthaltenen Leitlinien wurden als verbindliche Handlungsgrundlage für alle städtischen Kindertageseinrichtungen eingeführt und spiegeln die Haltung des Trägers wider. Zur fortlaufenden Schulung der Mitarbeiter*innen werden mehrere Fortbildungsangebote zum Thema Partizi- pation angeboten. Die Maßnahme wurde erfolgreich abgeschlossen und verstetigt. Maßnahme 45: Partizipation in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie; Arbeitsgemeinschaft Offene Tür Köln (AGOT Köln) in Kooperation mit Lernende Region Netzwerk e.V. Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Im Zeitraum von August 2018 bis November 2019 wurde die Coaching-Maß- nahme „Wenn nicht jetzt, wann dann – Partizipation in Einrichtungen der OKJA“ von der Arbeitsgemeinschaft Offene Tür (AGOT Köln) durchgeführt. Die Maßnahme hatte zum Ziel, eine exemplarische Auswahl von drei Einrichtun- gen bei der Überprüfung bisheriger Konzepte zur Partizipation der Besucher*in- nen sowie der Entwicklung und Umsetzung neuer Methoden und Instrumente mithilfe von im Thema erfahrenen Coaches zu unterstützen. Für den Prozess waren folgende vier Fragen handlungsleitend: 1. Wie kann ein Konzept zur Partizipation für und mit Besucher*innen der OKJA entwickelt und umgesetzt werden? 2. Wie gelingt die Umsetzung im pädagogischen Alltag einer Einrichtung? 3. Wie können Besucher*innen für demokratische Partizipation interessiert werden? 4. Welche Unterstützung brauchen die Einrichtung – das pädagogische Fach- personal – und der Träger? Aus den Ergebnissen hat die AGOT ein Positionspapier mit den wichtigsten Erkenntnissen und Anregungen entwickelt, um zukünftige Partizipation von Kindern und Jugendlichen in allen offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen sowohl inhaltlich als auch strukturell zu verankern. Ein Abschlussbericht des Prozesses liegt ebenfalls vor. Evaluation 2021 Die Maßnahme wurde erfolgreich abgeschlossen. Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 75 Leitziel 9: Partizipation langfristig etablieren und stärken Maßnahme 46: „Ferien mit der Guilleaume-Stiftung“ – aktive Programmgestaltung mit Kindern und Jugendlichen Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Das Ferienprogramm „Ferien mit der Guilleaume-Stiftung“ richtet sich an Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung. Kinder und Jugendliche sollen im Rahmen des Programms Kenntnisse über Kinderrechte erlangen und lernen, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Anliegen zu formulieren und in Gruppen zu vertreten. Aufgrund der Coronapandemie mussten für das Ferienprogramm 2020 spe- zielle Hygienekonzepte erstellt werden. Im Jahr 2020 konnte 80 Kindern und Jugendlichen eine Teilnahme ermöglicht werden. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen haben, entsprechend ihrer kommunikativen Fähigkeiten, anhand von Piktogrammen und Bildtafeln an Diskussionen teilgenommen und gelernt, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Anliegen zu formulieren und zu vertreten. Evaluation 2021 Das Programm „Ferien mit der Guilleaume- Stiftung“ wird in den Sommerferien weiter- hin mit großem Erfolg umgesetzt. Das Pro- gramm wird sehr gerne angenommen und ist in der Regel immer ausgebucht. Die Maßnahme wird jährlich erfolgreich umgesetzt und gilt als verstetigt. Seite 76 Maßnahme 47: Berücksichtigung von Kinder- und Jugendinteressen bei der Umsetzung von Projekten „Soziale Stadt“ Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie; Bezirksjugendpflegen in Kooperation mit den Trägern der jeweiligen Projekte Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Im definierten Sozialraum Meschenich gab es von November 2019 bis Dezem- ber 2020 vier Antragsphasen, in denen 18 Projekte beantragt wurden. Die Trä- ger der jeweiligen Projekte sind nahezu ausschließlich im Sozialraum Mesche- nich ansässig. Die meisten Projekte konnten trotz oder gerade wegen Corona an den Start gehen, jedoch haben sich ihre Rahmenbedingungen deutlich ver- ändert. Es wurden für das Jahr 2020 insgesamt 16 Projekte über das integrierte Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ als förderfähig erachtet und durch das beratende Gremium im Stadtteil befürwortet. Darüber hinaus fanden mehrere generationsübergreifende Projekte statt. Synergieeffekte in puncto „Unterstützung der Erziehungsfähigkeit“ oder „Gesundheitsförderung“ sowie „Erkennen von Bedürfnissen auch älterer Menschen“ und „Bereitschaft zum ko- operativen Handeln“ ließen sich hierdurch nachhaltig erzielen. Evaluation 2021 Der Aktivierungsfonds und damit die Förderung lokaler Projekte und Initiativen wurden ab Juni 2019 fortgesetzt. Der Aktivierungsfonds wird in den drei Sozialräumen „Bilderstöckchen“, „Bock- lemünd und Mengenich“ sowie „Höhenberg und Vingst“ neu aufgelegt. Ins- gesamt standen für die Jahre 2019 bis 2021 pro Sozialraum 30.000 Euro zur Verfügung. Engagierte Bürger*innen, aber auch Initiativen, Einrichtungen und Bewohner*innen-Gruppen, die mit guten Ideen das Miteinander im Veedel stär- ken möchten, konnten Fördermittel aus dem Aktivierungsfonds beantragen. Im definierten Sozialraum Meschenich werden weiterhin zahlreiche Projekte durch das Programm „Starke Veedel“ umgesetzt. Zum Nachlesen Infos zu Aktivierungsfonds: www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/ stadtentwicklung/starke-veedel-starkes-koln/aktivierungsfonds Verfügungsfonds-Projekte in Meschenich: www.starke-veedel-meschenich.de/ verfuegungsfonds Leitziel 10: Einbezug der Kinder- und Jugendinteressen in die Stadtplanung Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 77 Maßnahme 48: Kinder- und Jugendbeteiligungsverfahren in der Stadtplanung Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie in Kooperation mit dem Stadtplanungsamt Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Seit der Änderung von § 3 Baugesetzbuch (BauGB) ist eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Bauleitplanung verpflichtend geregelt. Die Maßnahme zielte darauf ab, sinnvolle Methoden, Ziele, Kooperationswege und Evaluationskriterien als zukünftige Standards festzulegen, um einen frühzeiti- gen, kontinuierlichen und langfristigen Beteiligungsprozess in der Stadtentwick- lungsplanung zu implementieren sowie verbindliche Schnittstellen festzulegen. Von 2018 bis 2020 wurden verschiedene Modellprojekte initiiert oder weiter- verfolgt und verschiedene Beteiligungsformate angewendet. So wurde bei- spielsweise der Grünzug Westerwaldstraße in Kalk mit Spiel- und Aktionsflä- chen für Kinder und Jugendliche im Jahr 2020 fertiggestellt. Die Maßnahme wurde im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ (EFRE) durchgeführt. Evaluation 2021 Eine weitere geplante Maßnahme dieses Förderprogramms ist die Neugestal- tung der Parkanlage Porz-Mitte mit Spiel-, Bolz- und Trendsportanlage. Das erste Beteiligungsverfahren hierzu wurde im Jahr 2020 durchgeführt. Darauf aufbauende Beteiligungsverfahren folgten im Laufe des Jahres 2021. Die Abteilung Kinderinteressen und Jugendförderung erarbeitet derzeit ein Kon- zept zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Gestaltung des Ebert- platzes. Kooperationspartner vor Ort ist die Bildungslandschaft Altstadt-Nord. Die Maßnahme wird in Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt durchgeführt. Hier geht es zu einem Filmbeitrag über Quartiersmanagement und Verfügungs- fonds im Soziale-Stadt-Gebiet Meschenich: https://youtu.be/AxO56XWodZM Leitziel 10: Einbezug der Kinder- und Jugendinteressen in die Stadtplanung Seite 78 Maßnahme 50: Spielraumplanung im öffentlichen Raum Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine In den Jahren 2018 und 2019 wurden insgesamt 208 Baumaßnahmen auf öffentlichen Spiel-, Bolz- und Bewegungsflächen mit zahlreichen Kindern partizi- pativ durchgeführt, wobei Art und Umfang der Maßnahmen stark variieren. Bei den Baumaßnahmen handelt es sich sowohl um Neu- und Umgestaltungsmaß- nahmen als auch um klassische Ersatzbeschaffungen und Erweiterungs- bzw. Aufwertungsmaßnahmen. Als Highlights der im Jahr 2020 gesamtstädtisch fertiggestellten Maßnahmen sind hier beispielhaft die Sanierung und Umgestal- tung des Spielplatzes „Rathenauplatz“ in der Neustadt-Süd und die Fertigstel- lung des Wasserspielplatzes im Inneren Grüngürtel zu nennen. Leitziel 10: Einbezug der Kinder- und Jugendinteressen in die Stadtplanung Maßnahme 49: Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Planung einer Grünfläche am Beispiel Butzweilerhof Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Unter Federführung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie wurde im Stadt- teil Ossendorf eine etwa 17.000 Quadratmeter große öffentliche Freifläche mit integriertem Spielplatz (etwa 4.000 Quadratmeter) für Kinder und Jugendliche an der neu entstanden Butzweilerhof-Allee geplant. Eine intensive Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen begleitete den Planungsprozess. Die Ergebnisse der Beteiligungsformate flossen in die Erarbeitung von drei un- terschiedlichen Vorentwürfen ein. In einer öffentlichen Veranstaltung wurden die Vorentwürfe präsentiert und nochmals zur Diskussion gestellt. Das Konzept „Grünbögen“ ging bei diesem Prozess als eindeutiger Favorit hervor. Evaluation 2021 Die öffentliche Grünfläche mit Spielplatz und einem Bolzplatz wurde am 3. Mai 2019 eingeweiht. Der Spiel- und Bolzplatz hat durch seine attraktive Gestaltung eine hohe Bedeutung und Akzeptanz im Wohnumfeld gewonnen und bietet den Kindern und Jugendlichen im neu entstandenen Wohngebiet wichtige Spielmöglichkeiten. Die Maßnahme wurde erfolgreich abgeschlossen. Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 79 Evaluation 2021 Seit rund 30 Jahren werden in Köln bei allen Baumaßnahmen auf öffentlichen Spiel- und Bolzplätzen Kinder und Jugendliche beteiligt. Die Spielraumplanung nimmt somit als herausragendes „Leuchtturmprojekt“ eine Vorreiterrolle ein und kann als „Best-Practice“-Beispiel wertvolle Expertise für andere Ressorts geben. Pädagogische Leitlinien für Planung und Bau von Spiel-, Bewegungs- und Ak- tionsflächen sowie zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen sind jeweils in der aktuellen Spielplatzbedarfsplanung der Stadt Köln festgehalten, zurzeit in der Fassung von Dezember 2018. Zum Nachlesen Download unter https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=681723&type=do Leitziel 10: Einbezug der Kinder- und Jugendinteressen in die Stadtplanung Maßnahme 51: Aktualisierung der Spielplatzbedarfsplanung Federführung Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung in enger Abstimmung mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Ein aktueller Sachstand der Spielplatzbedarfsplanung ist geplant. Hier wird zur Umsetzung der Baumaßnahmen im Spielplatzbereich und zu Maßnahmen zur Verbesserung der aktuellen Versorgungsquote Auskunft erteilt werden. Bereits heute zeigt sich, dass die Bereitstellung von ausreichendem Spielraum für Kinder und Jugendliche nach der Selbstverpflichtung der Stadt Köln in der Spielplatzbedarfsplanung aufgrund der starken Flächenkonkurrenz nur unzu- reichend umgesetzt werden kann und eine der großen Zukunftsaufgaben sein wird. Das Stadtstrategiekonzept „Kölner Perspektiven 2030+“ liegt seit September 2020 vor. Es bildet die zentrale Grundlage für die Kölner Stadtentwicklung der nächsten Jahre. Hier wird auf die knappe Ressource „Fläche“ vielfach hingewie- sen und der Umgang damit als Schlüssel für eine nachhaltige Stadtentwicklung definiert. In dieser 360-Grad-Perspektive finden sich vielfältige Zielsetzungen, so auch für die Förderung einer kinder-, jugend- und familienfreundlichen Stadt. Sie wird als Querschnittsaufgabe definiert, auch in Bezug auf die städtebauliche Entwicklung. Spiel-, Bewegungs- und Aktionsangebote bedarfsgerecht aus- zubauen ist explizit als Ziel benannt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung und Ausweitung der Partizipations- und Gestaltungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen. Seite 80 Bei dem Projekt „Bewegungsräume im Veedel“ handelt es sich um die Bereit- stellung von überdachten, klimaoffenen Sport- und Aktionsflächen für Jugend- liche in den Sozialräumen. Bisher liegt eine abgeschlossene Planung für einen überdachten Soccer-Cage in Chorweiler-Mitte vor. Es ist vorgesehen, die Fläche durch einen Wohnungsbau-Vorhabenträger öffentlich zugänglich auszubauen. Weitere Maßnahmen sind in Planung. Evaluation 2021 Erstmals wurde eine Sportentwicklungsplanung für alle Bevölkerungsgruppen erstellt, die enge Bezüge zur Freiraum-, Stadt- sowie Jugend- und Schulent- wicklungsplanung für das Kölner Stadtgebiet hat. Unter den Aspekten des sich verändernden Sportverhaltens und der wachsenden Bevölkerung sind bisherige Konzepte überdacht worden und neue Ideen in zukünftige Planungen eingeflos- sen. Im Rahmen des zweijährigen Prozesses wurde unter anderem eine Bevöl- kerungsbefragung durchgeführt. Eines der zentralen Ergebnisse daraus ist, dass mehr als zwei Drittel der Kölner*innen Sport im öffentlichen Raum treiben. Als ein Modellprojekt wurde die Modernisierung der Bolzplätze am Rends- burger Platz umgesetzt. Diese sollten möglichst eine klimaoffene, überdachte und frei zugängliche Sportanlage darstellen. Im Vorfeld fand eine umfangreiche Öffentlichkeitsbeteiligung statt, bei der die Nutzer*innen (Kinder und Jugend- liche) ihre Ideen und Vorstellungen einbringen konnten. Zum Nachlesen: www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/sportstadt/sanierung- des-rendsburger-platzes Ein aktueller Sachstand der Spielplatzbedarfsplanung ist in Planung. Die Maß- nahme wird fortgeführt. Leitziel 10: Einbezug der Kinder- und Jugendinteressen in die Stadtplanung Leitziel 11: Kinder, Jugendliche und Öffentlichkeit informieren Maßnahme 52: Aufbau einer Website mit Informationen Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie in Kooperation mit dem Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine In der ursprünglichen Maßnahmenplanung war vorgesehen, eine Website mit Informationen zu den Kinderrechten seitens des Kinder- und Jugendbüros zu Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 81 Leitziel 11: Kinder, Jugendliche und Öffentlichkeit informieren erarbeiten. Anstelle einer Website wurde der Instagram-Kanal des Jugendbüros weiter aufgebaut. Er liefert regelmäßig Informationen zu Aktionen, Projek- ten und aktuellen Entwicklungen. Unter anderem wurde für Social Media das Format „Kinder- und Jugendbüro meets Verwaltung“ als Insta-Live gemeinsam mit dem Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit entwickelt. 2020 wurden drei Live-Diskussionen unter anderem zu den Themen „Corona und Schule“ und „Radverkehr“ geführt. Evaluation 2021 Im Rahmen des Verwaltungsreformprojekts Kinderfreundliche Kommune wird die Maßnahme ebenfalls weiterverfolgt. Zielsetzung des Verwaltungsreform- projektes ist es, die zielgruppenspezifische Kommunikation und Information (unter anderem für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern, aber auch Träger, Politik und Stadtgesellschaft) zu verbessern. Das hierarchie- und ämterübergreifende Projektteam hat die verschiedenen Zielgruppen bereits zu Beginn in Form von Leitfadeninterviews in den Prozess eingebunden. Aufgrund der Coronapandemie ist der Prozess verzögert worden. Die Maßnahme konnte daher noch nicht vollständig umgesetzt werden und wird weiterverfolgt. Zum Nachlesen: www.instagram.com/jugendbuerokoeln www.innovative-stadt.koeln/kinderfreundliche-kommune- zielgruppenspezifische-kommunikation Maßnahme 53: Entwicklung einer Kinderrechtskampagne Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie in Kooperation mit verschiedenen Trägern der freien Jugendhilfe Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Anlässlich des 30. Geburtstags der UN-Kinderrechtskonvention wurde 2019 eine breit angelegte Kampagne zur Sensibilisierung für Kinderrechte entwickelt. Die entstandenen Plakate zur Kampagne wurden in Workshops mit Kindern und Ju- gendlichen thematisch erarbeitet. Zudem entwickelte ROOTS & ROUTES Cologne e.V. gemeinsam mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie und der städtischen Kindertageseinrichtung Jesuitengasse einen Filmclip zum Thema „Kinder erklären Kinderrechte“. Ende Juni 2019 fand eine große Premierenvorstellung vor über 300 kleinen und großen Zuschauer*innen im Kölner Kino Cinedom statt. An- schließend lief der Clip bis Ende 2019 als Vorspann vor allen Filmen im Cinedom. Seite 82 Leitziel 11: Kinder, Jugendliche und Öffentlichkeit informieren Evaluation 2021 Die Maßnahme wurde erfolgreich abgeschlossen. Neben der Kampagne konnten und können sich Bürger*innen auf der städti- schen Internetseite über die Kinderrechte, die Geschichte der UN-Kinderrechts- konvention sowie die Kampagne informieren. Zum Nachlesen: www.stadt-koeln.de/artikel/68232/index.html Maßnahme 54: Weltkindertag in Köln Federführung Der Weltkindertag in Köln wird veranstaltet von UNICEF Deutschland, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie, sowie vielen weiteren Akteur*innen. Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Der Weltkindertag wird seit fast drei Jahrzehnten mit einem großen Fest im Rheingarten und auf dem Heumarkt gefeiert. Es wirken viele Institutionen, Ini- tiativen, Vereine, Verbände, freie Träger und mehr an der Gestaltung des Fests mit und bieten ein buntes Mitmach- und Informationsangebot an. 2020 wurde das Weltkindertag-Fest aufgrund der Coronapandemie in der ge- wohnten Form abgesagt. Es konnte aber eine tolle Alternative auf die Beine gestellt werden. Unter „Kinderrechte schaffen Zukunft“ wurde vom 14. bis 20. September 2020 eine Motto-Woche mit vielzähligen Veranstaltungen in den Kölner Stadtbezirken umgesetzt. Damit ist es erfolgreich gelungen, den Welt- kindertag in Köln in die Stadtteile zu tragen und die Bedeutung von Kinderrech- ten gerade in Krisenzeiten zu unterstreichen. In allen neun Stadtbezirken gab es Motto-Stände und Veranstaltungen zu den Kinderrechten wie eine „Glücksrad- Tombola“, Kreativwerkstätten im Atelier der Kinderrechte, verschiedene Sport- aktionen und vieles mehr. Bereits im Vorfeld des Weltkindertages hatten sich Kindergruppen in allen neun Stadtbezirken mit den Kinderrechten befasst. In 20 Kinder- und Jugendeinrich- tungen setzten sie sich kreativ und interaktiv mit jeweils einem ausgewählten Kinderrecht auseinander. Die Ergebnisse wurden in der Aktionswoche rund um den Weltkindertag als „Wand der Kinderrechte“ für alle öffentlich auf dem Neu- markt präsentiert. Sie zieht nun als Wanderausstellung weiter durch die Stadt. Teil der Ausstellung sind auch Videos, in denen Kinder des Kinderrates der Ge- meinschaftsgrundschule Merianstraße die Kinderrechte erklären. Vgl. hierzu auch „Meilensteine im Kölner Vorhaben“ ab Seite 26 Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 83 Leitziel 11: Kinder, Jugendliche und Öffentlichkeit informieren Evaluation 2021 Der Weltkindertag ist ein fester Bestandteil des Engagements für Kinder und ihre Rechte in Köln und Umgebung. Das Fest wird jährlich veranstaltet und gilt als verstetigt. Zum Nachlesen www.weltkindertag-koeln.de Eindrücke vom Weltkindertag 2020 in Köln können unter folgendem Link abge- rufen werden: www.weltkindertag-koeln.de/videos Maßnahme 55: Erstellung eines Leitfadens für Kinder und Jugendliche zur Nutzung unterschiedlicher Partizipationsmöglichkeiten Federführung Kinder- und jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln (KidS) Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Es wurde eine grafisch ansprechende Orientierungshilfe für Kinder und Jugend- liche bei KidS erstellt. Mit dieser werden Kinder und Jugendliche bei Aufnahme über das Beschwerdeverfahren und die dazu gehörenden Gremien der Partizi- pation informiert. Darüber hinaus wurde ein Einlegeblatt angefertigt, welches die Kinder und Jugendlichen individuell über ihre Ansprechpersonen sowie Be- schwerdemöglichkeiten aufklärt. Evaluation 2021 Die Maßnahme wurde bereits 2018 erfolgreich abgeschlossen. Der Leitfaden wird den Kindern bei Aufnahme in eine Gruppe von KidS ausge- händigt, erläutert und in den regelmäßig stattfindenden Kinderteamsitzungen, Standortkonferenzen und im KidS-Parlament immer wieder aufgegriffen. Zusätzlich ist das Material im neu eingeführten „MeinBuch“-Kinderordner ent- halten. Der „MeinBuch“-Kinderordner unterstützt die in den Wohngruppen bei KidS untergebrachten Kinder in der Auseinandersetzung mit ihrer Lebensge- schichte und dient unter anderem als Informationsplattform für Beteiligungs- und Beschwerdematerialien. Seite 84 Maßnahme 57: Entwicklung und Bereitstellung altersgerechter Informationen über Kinderrechte Federführung Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Das kooperative Kinder- und Jugendbüro informiert durch verschiedene Ma- terialien zu den Kinderrechten. Im Rahmen der Azubiworkshops und der Fort- bildung „Vorrang des Kindeswohls“ wurden die Kinderrechte kreativ und inter- aktiv thematisiert. Mit einzelnen Kindergruppen wurde in den Sommerferien 2020 unter Einhaltung der AHA-Regeln bedürfnisorientiert über die Kinderrech- te gesprochen. Das Infomaterial wurde in den Fensterflächen nach außen prä- sentiert und auf einem Infotisch im Außenbereich zur Mitnahme bereitgestellt. Evaluation 2021 Die Entwicklung eines eigenen Materialbestandes stellt eine fortlaufende Aufga- be der Mitarbeiter*innen des kooperativen Kinder- und Jugendbüros dar. Zum Nachlesen: Gemeinsam mit dem Kölner Jugendring e.V. und der Jugendeinrichtung DachloW-Jugendprojekt Weidenpesch konnte ein jugendgerechter Comic zum Thema „Deine 10 wichtigsten Grundrechte“ erstellt werden: https://www.koelner-jugendring.de/wp-content/uploads/2019/04/comic_ rechte_web-1.pdf Maßnahme 56: Verbreitung des bereits erstellten Kinderrechtekatalogs und der „Verhaltensampel“ als Basis für soziales Miteinander Federführung Kinder- und jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Jedes Kind bei KidS erhält bei Aufnahme in die Einrichtung einen Kinderrech- tekatalog und eine „Verhaltensampel“. Die Materialien werden erläutert und immer wieder, unter anderem in verschiedenen Beteiligungsgremien, aufge- griffen. Zusätzlich sind die Materialien fester Bestandteil des neu eingeführten „MeinBuch“-Kinderordners. Evaluation 2021 Die Maßnahme wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Verhaltensampel wurde fest etabliert. Leitziel 11: Kinder, Jugendliche und Öffentlichkeit informieren Abschlussbericht Kapitel 4: 11 Leitziele und 58 Einzelmaßnahmen Seite 85 Leitziel 11: Kinder, Jugendliche und Öffentlichkeit informieren Maßnahme 58: Regelmäßige Berichterstattung über die Lage von Kindern und Jugendlichen sowie Pressekonferenz Federführung Dezernat für Bildung, Jugend und Sport; Amt für Kinder, Jugend und Familie Planung 2018 Umsetzung/Meilensteine Es war bei der Aufsetzung der Maßnahme ursprünglich geplant, dass das ko- operative Kinder- und Jugendbüro einen Bericht über seine Arbeit für den Rat der Stadt Köln, die Fachausschüsse sowie die Bezirksausschüsse erstellt und zu einer Pressekonferenz einlädt. Im fortlaufenden Prozess hat sich jedoch ein an- deres Vorgehen etabliert. So ist das Gesamtvorhaben „Kinderfreundliche Kom- mune“ sowohl Leitziel des Dezernates für Bildung, Jugend und Sport als auch ein Verwaltungsreformprojekt. In einem Transparenzbericht werden die Ergeb- nisse des Verwaltungsreformprozesses den Bürger*innen zugänglich gemacht. Zudem dienen auch Zwischenbericht und Abschlussbericht als Rückmeldung zum aktuellen Umsetzungsstand der Maßnahmen. Im Rahmen des Verwaltungsreformprojekts existiert außerdem ein umfang- reiches städtisches Berichtswesen. In der „Jahres-Auftakt-Pressekonferenz“ am Anfang des Jahres sowie in der „Jahres-Bilanz-Pressekonferenz“ der Oberbür- germeisterin und des Verwaltungsvorstandes am Ende des Jahres erfolgt auch nochmals eine Information zum Sachstand im Gesamtvorhaben Kinderfreund- liche Kommune. Evaluation 2021 Die Maßnahme hat sich im Verlauf der Umsetzungszeit verändert. Es wurde eine andere verbindliche Berichterstattung etabliert. Zukünftig gilt es jedoch, neben der Information über den Social-Media-Kanal des kooperativen Kinder- und Jugendbüros noch weitere Formate zu entwi- ckeln, die darauf abzielen, die verschiedenen Zielgruppen transparenter über Angebote, Projekte, Beteiligungsformate und den Umsetzungsstand von Pla- nungen zu informieren (vgl. hierzu auch den bereits angestoßenen Prozess „Verbesserung der zielgruppenspezifischen Kommunikation“). Seite 86 Seite 87 Abschlussbericht Kapitel 5: Besondere Herausforderungen 5.1 Umsetzung des Querschnittsthemas „Kinderfreundlichkeit“ in einer Millionenstadt In den Empfehlungen des Vereins „Kinderfreundliche Kommu- nen“ unter Mitwirkung von Mitgliedern der Sachverständigen- kommission heißt es: 5. Besondere Herausforderungen Der Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ und die Sachver- ständigen empfahlen einen Stadtratsbeschluss zur Anerken- nung und Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Köln, um der Berücksichtigung der Kinderrechte im Verwaltungshan- deln Nachdruck zu verleihen. Dies konnte mit der Aufnahme der Kinder- und Jugendfreundlichkeit unter §12b in die Haupt- satzung der Stadt Köln am 21. Juni 2018 erfolgreich umgesetzt werden. Mit der Verankerung in der Hauptsatzung war dieser Prozess jedoch nicht abgeschlossen. Sie bildete vielmehr die Grundlage dafür, verbindlicher auf andere Ressorts der Stadtverwaltung zuzugehen. Dies ist ein wichtiger Schritt, denn im unmittelba- ren Lebensumfeld entscheidet sich, ob die Rechte von Kindern und Jugendlichen umgesetzt werden. Städten und Gemeinden kommt daher eine besondere Schlüsselrolle bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene zu. In Köln ist, wie eingangs bereits dargestellt, ein guter Aus- tausch zwischen vielen verschiedenen Ebenen, Kindern, Jugendlichen, Bürger*innen, Politik, Verbänden, freien Trä- gern, Verwaltung und Stadtgesellschaft über Kinderrechte in Gang gekommen. Das Interesse an dem Thema ist groß und ist daher in vielen Bereichen bereits gut „gesetzt“. Ein neues Bewusstsein für Kinderrechte im Verwaltungshandeln und im Alltag hat sich gebildet. „Zentrales Thema im Vorhaben ‚Kinderfreundliche Kommunen‘ ist eine ämterübergreifende Vermittlung der Inhalte der UN-Kinder- rechtskonvention und ihre Umsetzung in das Verwaltungshandeln aller Ressorts. Das Kindeswohl, seine Rahmenbedingungen in der Stadt und insbesondere die Mitwirkung von Kindern und Jugend- lichen sind ein roter Faden in den Empfehlungen für kinderfreund- liche Kommunen.“ Seite 88 Dass dieser Prozess allerdings seine Zeit braucht, wird deut- lich, wenn man sich die Komplexität der Stadtgesellschaft und ihrer Strukturen vor Augen führt. Laut Amt für Stadtentwick- lung und Statistik lebten zum 31. Dezember 2020 insgesamt 1.088.040 Menschen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Köln. 2020 betrug der Anteil der Kölner*innen mit Migrationshin- tergrund 40,4 Prozent. In Köln leben Menschen aus über 180 Nationen. Die Stadt Köln gliedert sich in neun Stadtbezirke auf, die sich in Bezug auf Fläche, Einwohneranzahl und strukturelle Gegebenheiten unterscheiden. Es leben insgesamt etwa 185.000 Kinder und Jugendliche in Köln. Zum jetzigen Stand (Mai 2021) gibt es in Köln insgesamt 297 Schulen mit 152.049 Schüler*innen, 685 Kitas mit 41.986 Kita-Kindern und 918 Tagespflegepersonen beziehungsweise Großtagespflegestellen, die 3.397 Kinder betreuen. Die Stadtverwaltung der Stadt Köln gliedert sich in neun Dezernate plus das Dezernat der Oberbürgermeisterin auf. Insgesamt arbeiten etwa 20.000 Mitarbeiter*innen in rund 70 Ämtern und Dienststellen. Das Amt für Kinder, Jugend und Familie ist mit ungefähr 5.500 Mitarbeiter*innen an 245 Standorten das größte Amt der Stadtverwaltung und deckt ein breites Aufgabenspektrum ab. Es teilt sich nochmals in sieben Abteilungen mit unterschiedlichen Arbeitsbereichen auf. Beispielhaft dafür seien die Abteilung „Kinderinteressen und Jugendförderung“, die Abteilung „Bezirksjugendämter und Pflegekinderdienst“ und die Abteilung „Kindertageseinrichtun- gen“ genannt. Neben pädagogischen Fachkräften arbeiten hier auch Verwaltungsfachkräfte in unterschiedlichen Bereichen, wie zum Beispiel der Beistandschaft der Bezirksjugendämter, der Personalstelle des Jugendamtes oder der wirtschaftlichen Jugendhilfe. Durch die Größe und Komplexität der Stadt und der Stadtver- waltung ist es also nicht immer leicht, alle wichtigen Gruppen oder Interessensvertretungen zu identifizieren, den Überblick bei den vielzähligen Planungen zu behalten oder Begegnungs- und Kommunikationsanlässe zu schaffen. Weiterhin sind auf- grund der Größe und der Vielzahl der Ämter nicht alle Prozesse und Planungen flächendeckend bekannt. Erst im Austausch miteinander können gemeinsame Zielsetzungen festgestellt und Verknüpfungen von Planungen hergestellt werden. Seite 89 Durch die Coronapandemie, die anderthalb Jahre der dreijähri- gen Siegelphase maßgeblich beeinflusst hat, war es deutlich er- schwert, übergreifende (neue) Planungen voranzubringen und Gesprächs- und Kommunikationsanlässe zu schaffen. Persön- licher Austausch und Begegnungen waren nahezu unmöglich. Übergreifende Fachtage, Workshops, Arbeitskreise oder an- dere Veranstaltungsformen fanden gar nicht oder lediglich im digitalen Raum statt. Die Gremien- und Netzwerkarbeit wurde zeitweise ausgesetzt. Die Bewältigung der Krise und die Auf- rechterhaltung des eigenen Dienstbetriebs standen für Dienst- stellen und Ämter im Vordergrund. Auch der Kontakt zu den Zielgruppen war und ist erschwert. Die Zugänge – vor allem die zu Kindern und Jugendlichen – entstehen oftmals nur durch persönliche Kontakte und Begegnungen. Um den Prozess „Kinderfreundliche Kommune“ in Köln zu gestalten und voranzubringen, ist die Verbesserung der In- formation und Kommunikation über das Querschnittsthema Kinder- und Jugendfreundlichkeit unerlässlich. Es gilt, Multipli- kator*innen in den Ämtern zu identifizieren und die Netzwerk- und Gremienarbeit aus- und teilweise aufzubauen. Die bereits erfolgte Verankerung von Kinder- und Jugendfreundlichkeit als Leitziel in verschiedenen Stadtentwicklungsprogrammen und Prozessen stellt hierfür bereits eine gute Grundlage dar. Pers- pektivisch soll sie auf weitere Planungen und Prozesse ausge- weitet werden. Abschlussbericht Kapitel 5: Besondere Herausforderungen Seite 90 5.2 Kinderrechte in der Coronapandemie Die Coronapandemie und die damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 betreffen das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen und das Leben ihrer Familien. Kinder und Jugendliche sind und waren vielen Belastungen und Einschränkungen ausgesetzt: Distanz zu Angehörigen und Freund*innen, Beschränkung von Spiel- und Freizeitmöglichkei- ten sowie Einschränkung von Bildungsgelegenheiten sind nur einige davon. Wir beobachten die Zunahme familiärer Konflik- te und Spannungen, die Angst vor einer Covid-Erkrankung oder davor, andere anzustecken, und wir sehen Kinder und Jugend- liche, die Verluste erlitten und Angehörige in der Pandemie verloren haben. Auch zum aktuellen Zeitpunkt (Mai 2021) bestehen einschrän- kende Maßnahmen und es können nicht alle Inhalte und An- gebote einer regulären Kinder- und Jugendarbeit gemäß SGB VIII (Sozialgesetzbuch Acht) umgesetzt werden. Umso notwen- diger ist es, dass die Bedürfnisse und Interessen von Kindern im Fokus stehen. Die Einhaltung der Kinderrechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe gerade in dieser Ausnahmesituation sollte Priorität haben und ein vorrangig zu berücksichtigender Aspekt bleiben. In den vergangenen Jahren stellte die Coronapandemie alles auf den Kopf, selbstverständlich auch die öffentliche Verwal- tung, da diese maßgeblich dazu beiträgt, die öffentliche Ord- nung und Sicherheit auch in Krisenzeiten aufrecht zu erhalten. Der Stadtverwaltung Köln ist es gelungen, in dieser Ausnahme- situation einen funktionierenden Betrieb sicherzustellen und kreative und kurzfristige Lösungen für ständig neue Heraus- forderungen sowie sich ändernde Vorschriften und Schutzver- ordnungen zu finden. Im Hinblick auf Kinder und Jugendliche in der Pandemie wurden auch kurzfristig zahlreiche Aktionen, Projekte und Maßnahmen entwickelt und durchgeführt. Hier einige Beispiele: Seite 91 Abschlussbericht Kapitel 5: Besondere Herausforderungen „Kinder- und Jugendbüro meets Verwaltung“ Im Sommer 2020 konnte das Kinder- und Jugendbüro in Koope- ration mit dem Social-Media-Team der Stadt Köln kurzfristig ein neues digitales Beteiligungsformat als Pilotprojekt in der Coro- nazeit auf den Weg bringen: „Kinder- und Jugendbüro meets Verwaltung“. Hierbei konnten sich Kinder und Jugendliche mit Vertreter*innen aus der Verwaltung zu ihren Themen live über Instagram austauschen. Im Juni fand der erste Instagram-Live-Austausch zwischen Oberbürgermeisterin Reker und der Bezirksschülervertretung Köln (BSV) zum Thema „Corona & Schule“ statt. Es folgte im September das Thema „Radverkehr“ mit dem Gespräch zwi- schen einem 12jährigen Fahrradaktivisten und dem Fahrradbe- auftragten der Stadt Köln. Im Januar 2021 hat die Oberbürgermeisterin zu einer digitalen Expert*innenkonferenz zum Thema „Kita und Familie“ im Rah- men des Krisenstabes der Stadt Köln eingeladen, bei der unter anderem Jugendliche mittels Videostatements die Möglichkeit hatten, ihre zentralen Themenstellungen und Forderungen direkt in das Expert*innenteam einzubringen. Als ein Ergebnis der Expert*innenkonferenz wurden seitens des Kinder- und Jugendbüros kurzfristig ein neues digitales Beteiligungsformat „Deine Story – Jugend spricht!“ sowie digitale Sprechstunden auf die Beine gestellt. „Deine Story – Jugend spricht!“ Das digitale Beteiligungsformat „Deine Story – Jugend spricht!“ wendet sich an junge Menschen im Alter zwischen 14 und 27 Jahren. Unabhängig von ihrem sozialen Status, ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder religiösen Aus- richtung sollen Jugendliche das Podium des Instagram-Live- Interviews nutzen können, um ihre Sichtweisen und Haltungen zu aktuellen Themen und Ereignissen zu äußern. Die Ziele des Formats sind vielfältig. Zum einen soll Jugendlichen ein digitaler Raum für freie Meinungsäußerung bereitgestellt werden. Zum anderen sollen ihre Interessen, Bedürfnisse und Haltungen so auch in der Stadt Köln transparenter für die Erwachsenenwelt werden. Durch die Vernetzung mit den Jugendeinrichtungen besteht die Zielsetzung, die Reichweite und die Bekanntheit des Instagram-Accounts des Kinder- und Jugendbüros zu erhöhen. (@jugendbuerokoeln) www.instagram.com/jugendbuerokoeln Ein Video zu „Deine Story“ – Jugend spricht!“ gibt es unter www.youtube.com/ watch?v=49cRtcm_EnY © Michelle Titzer Seite 92 Sommerferienprogramm 2020 Aufgrund der Coronapandemie konnten die Kölner Ferienan- gebote 2020 nicht wie gewohnt stattfinden. Daher haben sich die Stadt Köln und rund 60 freie Träger zusammengetan, um kreativ und kurzfristig neue Angebote für Kinder und Jugend- liche von 6 bis 18 Jahren auf die Beine zu stellen und die Ferien- maßnahmen an die aktuellen Vorgaben für Hygiene und Min- destabstand anzupassen. Als Ergebnis standen rund 100 neue Ferienangebote für mehrere tausend Teilnehmende auf dem Programm, um die freie Zeit vielseitig mit Sport, Kreativität und viel Spaß sinnvoll zu gestalten. Ein besonderes Highlight stellte dabei die Aktionswoche „Veedel Ferien Feez – Entdecke deine Stadt!“ dar. Dabei standen in der zweiten Sommerferienwoche von Mon- tag bis Samstag von 13 bis 18 Uhr auf 30 Spielplätzen in allen Stadtbezirken verschiedene Spiel-, Sport- und Rätselaktionen auf dem Programm. Hier hieß es: Einfach nachmittags vorbei- kommen, mitspielen und rätseln, Spaß haben, Stempel sam- meln und gewinnen. Die KÄNGURU-Illustratorin Frau Sonnen- berg hat für die Stadt einen Übersichtsplan mit allen Infos gestaltet, der in den Bezirksämtern, im Kinder- und Jugendbüro und in der KÄNGURU-Redaktion abgeholt werden konnte. Auf- grund der erfolgreichen Durchführung im Jahr 2020 wurden auch im Jahr 2021 „Veedel Ferien Feez“- Aktionswochen durch- geführt. Dies sind nur einige der zahlreichen Aktionen, Projekte und Maßnahmen, die im Rahmen der Coronapandemie entwickelt und durchgeführt wurden. In der Auswertung der 58 Einzel- maßnahmen ab Seite 36 finden sich weitere Beispiele. Weitere Informationen zum Programm „Veedel Ferien Feez“ gibt es unter www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/ veranstaltungen/daten/29770/index.html Seite 93 Abschlussbericht Kapitel 5: Besondere Herausforderungen Was kommt nach Corona? Ein kurzer Ausblick: Für die Kinderfreundliche Kommune Köln gilt es jetzt, den Blick nach vorne zu richten und gemeinsam mit allen Akteur*innen zu analysieren, welche Herausforderungen und Bedarfe in den vergangenen Monaten entstanden sind, aber auch, welche Chancen möglicherweise darin stecken. Die Covid-Pandemie hat uns bereits deutlich vor Augen geführt, dass gelingende Bildungsverläufe weiterhin stark von sozialer Herkunft und fa- miliären Ressourcen abhängig sind. Es gilt daher, Bildungs- und Teilhabechancen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachse- ne gerecht und flächendeckend zu gestalten. Auch das neue Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) fokussiert auf junge Menschen, die benachteiligt sind und unter belastenden Le- bensbedingungen aufwachsen. Zudem müssen präventive so- zialräumliche Angebote als niedrigschwellige Unterstützungs- angebote weiter ausgebaut und gestärkt werden. Die digitale Gleichberechtigung muss vorangetrieben werden. Zugänge zu Medien müssen sichergestellt und die digitale Infrastruktur muss ausgebaut werden, um Bildungsnachteile zu verhindern. Es gilt, verbindliche Beteiligungsstrukturen weiter auszubauen und zu verankern. Zudem sind Strategien zur Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit zu entwickeln und der Zugang zu Bildung und Gesundheit für vulnerable oder marginalisierte Gruppen zu verbessern. Weitere Herausforderungen, Aufgaben, Defizite und Chancen werden sich bei der Aufarbeitung der Pandemie sicher noch ergeben. Wir sehen in der expliziten Verankerung der Kinder- rechte durch Aufnahme in das Grundgesetz eine Stärkung der Situation von Kindern und Jugendlichen und werden uns dafür einsetzen, wo immer es möglich ist. Seite 94 Seite 95 Abschlussbericht Kapitel 6: Abschluss und Ausblick Ein neuer Aktionsplan für die Kinderfreundliche Kommune Köln Viele Maßnahmen des ersten Aktionsplans konnten inner- halb der Umsetzungsfrist realisiert werden. Festzustellen ist, dass sich ein neuer Blick auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen entwickelt hat. Die Meinungen von Kindern und Jugendlichen werden verstärkt in verwaltungsinterne Prozesse und Planungen einbezogen, wenngleich das an vielen Stellen noch ausgebaut werden kann. Kinder- und Jugendfreundlichkeit ist ein gesellschaftliches Thema, das kontinuierlich weiterentwickelt werden muss. Wie schnell sich neue Gegebenheiten und Bedarfe ergeben können, hat uns die Coronapandemie eindrucksvoll gezeigt. Und sie be- legt, wie wichtig es ist, fortlaufend zeitgemäße und zukunfts- weisende Formate zur Beteiligung von Kindern und Jugendli- chen zu schaffen. Die Stadt Köln möchte an dem Thema dranbleiben und sich deshalb nach Ablauf der ersten Siegelphase mit einem zweiten Aktionsplan beim Verein Kinderfreundliche Kommunen e. V. bewerben. Die erste Siegelphase endete zum 20. Mai 2021. Der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. hat einer vorläufigen Verlängerung bereits zustimmt. Daher möchte die Stadt Köln im Zeitraum vom 20. Mai 2021 bis zum 20. Mai 2022 einen neuen Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ entwickeln. Mit dem ersten Aktionsplan wurde bereits eine gute Basis ge- schaffen und es konnte vieles ausprobiert werden. Der Fokus des zweiten Aktionsplans soll nun vor allem auf eine strukturelle, gesamtstädtische Verankerung von Kinder- und Jugendfreund- lichkeit abzielen. Dafür gilt es, den neuen Aktionsplan insgesamt strategischer auszurichten und mit anderen städtischen Planun- gen und Prozessen der Stadt Köln stärker zu verschränken. Insgesamt soll der neue Aktionsplan „verschlankt“ werden. Dafür wird eine Fokussierung auf weniger, dafür nachhaltigere Maßnahmen angestrebt. Die in der Zukunftswerkstatt entstan- dene Idee einer zielgruppenspezifischen Aufschlüsselung von Maßnahmen zum Beispiel nach Altersgruppen soll dabei mit- gedacht werden. Das Monitoring des neuen Aktionsplans sollte mit anderen Prozessen und Planungen verschränkt werden. So können Synergieeffekte genutzt und Maßnahmen sinnvoll mit- einander verknüpft werden. Marginalisierte und benachteiligte Gruppen gilt es dabei besonders in den Fokus zu nehmen. Erste Vereinbarungen zur Verschränkung des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ mit dem „Kommunalen Kinder- und Jugendförderplan (KJFP)“ wurden bereits getroffen und sind in die Planungen des KJFP 2021–2025 bereits einge- flossen. Für den Prozess „kinderstark – NRW schafft Chancen“ wird dies ebenfalls angestrebt. 6. Abschluss und Ausblick: Seite 96 Noch nicht erreichte Ziele aus dem ersten Aktionsplan sollen im Sinne der Messbarkeit noch einmal nachgeschärft und ge- gebenenfalls mit veränderter Fokussierung fortgeführt werden. Geschaffene Strukturen sollen verstetigt sowie weitere Struktu- ren auf- oder ausgebaut werden. Einige Themen konnten wir bereits identifizieren, die in den kommenden Monaten im Rahmen von Workshops und Betei- ligungsformaten zum neuen Entwurf des Aktionsplans weiter- entwickelt werden sollen: Ausbau der internen und externen Öffentlichkeitsarbeit Eine weitere Verankerung der Kinder- und Jugendfreundlich- keit in der Stadt Köln erfordert, dass sie als Querschnittsthema mehr in das Bewusstsein von Planer*innen und Entscheider*in- nen in der Verwaltung, aber auch in Politik und Stadtgesell- schaft rückt. Dafür braucht es eine gute interne und externe Öffentlichkeitsarbeit, in der über Angebote, Maßnahmen und Projekte sowie über Kinderrechte fortlaufend informiert wird. Kindern und Jugendlichen wollen wir einen möglichst niedrig- schwelligen Zugang zu Informationen ermöglichen. Die bishe- rigen städtischen Formate und Möglichkeiten sehen wir hierfür als nicht ausreichend an, obgleich der Ausbau insbesondere der Social-Media-Kanäle der Stadt Köln und des kooperativen Kinder- und Jugendbüros wichtige Schritte in die richtige Rich- tung darstellen. Die gute Kooperation mit dem Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sei hier nochmals herausgestellt. Aus unserer Sicht braucht es zukünftig ein Informations-, Kom- munikations- und Beteiligungstool, welches einfach und ver- ständlich aufgebaut, intuitiv bedienbar und auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und Jugendlichen zugeschnitten ist. Sie könnten hierüber zum Beispiel die Möglichkeit erhalten, bei Planungen und Entscheidungen ihre Meinungen und Positio- nen einfließen zu lassen. Es muss gut überlegt und vorbereitet werden, wie ein solches Tool gestaltet und mit bestehenden Kanälen der Stadt Köln in Einklang gebracht werden kann. Im Rahmen eines ämterübergreifenden Projektteams bestehend aus Mitarbeiter*innen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Jugendhilfeplanung sowie unterschiedlicher Ressorts des Jugendamtes wird derzeit an einem Prototyp für ein Informati- ons-, Kommunikations- und Beteiligungstool gearbeitet. Kinder und Jugendliche wurden und werden in diesen Prozess direkt zu Beginn in Form von Leitfrageninterviews einbezogen und sind selbstverständlich auch an der weiteren Planung und Ent- wicklung beteiligt. Seite 97 Abschlussbericht Kapitel 6: Abschluss und Ausblick Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung von Kindern und Jugendlichen Eine weitere Zielsetzung besteht in einer verstärkten Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für die Belange und eine sich verän- dernde Lebenswirklichkeit von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Dies muss sich in der Prioritätensetzung bei öffent- lichen Planungen ebenso widerspiegeln wie bei der Sensibili- sierung und der erhöhten Toleranz für die Rechte, Bedürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt- gesellschaft. So gilt es beispielsweise, Kindern und Jugend- lichen die Möglichkeit zur Aneignung öffentlicher Räume zu geben, in denen sie sich ausleben dürfen, ohne befürchten zu müssen, von Anwohner*innen, Ordnungshüter*innen oder an- deren Gruppen vertrieben zu werden. Hierfür wollen wir kreati- ve Konzepte entwickeln. Die Idee einer „Imagekampagne“ für Jugendliche im öffentlichen Raum soll ebenfalls weiterverfolgt werden. Das Ziel „Räume für Kinder und Jugendliche eröffnen“ findet sich auch bereits in der Maßnahmenplanung des Kom- munalen Kinder- und Jugendförderplans 2021–2025 wieder. Entwicklung eines stadtweiten Leitbilds „Kinder- und jugend- freundliches Köln“ In der Zukunftswerkstatt Kinderfreundliche Kommune im Feb- ruar 2021 entstand die Idee, ein stadtweites Leitbild zu erarbei- ten, welches einen Idealzustand Kölns als kinderfreundliche Kommune zeichnet und somit einen Handlungs- und Orien- tierungsrahmen für das künftige Politik- und Verwaltungshan- deln vorgeben kann. Da das Leitbild das Ideal von Zielzustand und Haltung definiert, kann es zeigen, an welchen Stellen der Paradigmen- und Perspektivwechsel noch erfolgen muss. Das Leitbild soll partizipativ mit allen relevanten Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft, unter Einbindung von Interessenvertretungen für Kinder und Jugendliche und freien Trägern erarbeitet werden. Kinder und Jugendliche sol- len bei der Erstellung unmittelbar beteiligt werden. Damit das Leitbild eine Bedeutung und Wirksamkeit bei der Zielgruppe und in der Stadtgesellschaft haben kann, müssen so viele (jun- ge) Menschen wie möglich am Prozess beteiligt werden. Dies erhöht aus unserer Sicht auch die Identifikation mit dem Leit- bild. Das Leitbild sollte stadtweit sichtbar werden und in allen Kinder- und Jugendeinrichtungen, in allen Schulgebäuden und Betreuungseinrichtungen und an allen Frequenz- und Warte- orten der Stadt Köln ausgehängt werden. Somit kann es zu- sätzlich einen Beitrag zur Verbesserung der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit für Kinder, Jugendliche und Familien über Kinderrechte leisten. Seite 98 Verbesserung der ämter- und dezernatsübergreifenden Zusammenarbeit Unser Ziel ist, dass alle Mitarbeiter*innen der Verwaltung die UN-Kinderrechtskonvention und somit auch die Kinderrechte kennen und sie ganz selbstverständlich in ihrem beruflichen Alltag berücksichtigen. Dafür braucht es neben dem Wissen über Kinderrechte starke Netzwerke und Kooperationen, die sie dafür sensibilisieren, sich mit jungen Anliegen und Perspek- tiven auseinanderzusetzen. Es gilt, eine Haltung einzunehmen, in der Kinder und Jugendliche als Expert*innen ihrer Lebens- welt angesehen werden. Diese Haltung stellt die Grundlage für konkrete Beteiligungsprozesse dar, die sich ämter- und dezer- natsübergreifend denken lassen müssen. Partizipation stärken und strukturell verankern Es stellt ein wesentliches Ziel dar, Kinder und Jugendliche früh- zeitig und in geeigneter Weise aktiv an gesellschaftlichen Pro- zessen, Planungen oder Entscheidungen zu beteiligen. Formen der Mitwirkung müssen daher gestärkt werden und können nicht in das Belieben von Planer*innen oder Entscheider*in- nen gestellt werden. Es braucht fest etablierte und verankerte Strukturen, um die anlassbezogene, zielgruppenspezifische analoge und digitale Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu gewährleisten. Dafür gilt es, passende Informationszugänge zu schaffen (vergleiche hierzu auch Informations-, Kommuni- kations- und Beteiligungstool, S. 96), bestehende Beteiligungs- strukturen zu stärken und politische Bildung zu unterstützen. Wir möchten uns zudem klare und messbare Ziele für Beteili- gung setzen und auch die digitale Partizipation stärker in den Fokus nehmen. Wünschenswert wäre zudem ein stadtweit etabliertes Beteiligungsformat, welches Kindern und Jugend- lichen ermöglicht, ihre Themen, Wünsche und Forderungen einfließen zu lassen. Eigenständige und einmischende Jugendpolitik ermöglichen Jugendliche haben nicht dieselben (Einfluss-)Möglichkeiten, sich politisch zu beteiligen wie Erwachsene. So dürfen Jugend- liche beispielsweise auf kommunaler Ebene erst ab 16 Jahren und auf Landesebene erst ab 18 Jahren an Wahlen teilnehmen. Gleichzeitig sind viele junge Menschen grundsätzlich an ge- sellschaftspolitischen Themen und politischer Mitbestimmung interessiert. Politische Bildung für junge Menschen stellt daher eine besondere Verantwortung dar, die dazu beitragen kann, Selbstwirksamkeitserfahrungen aus- und Ohnmachtsgefühle abzubauen. Seite 99 Abschlussbericht Kapitel 6: Abschluss und Ausblick Die Coronapandemie und die damit einhergehenden Beschrän- kungen haben sehr deutlich gezeigt, dass Kinder und Jugendli- che in gesellschaftlichen Debatten und Diskursen oftmals nicht oder nur wenig einbezogen werden. Hier wurde deutlich, wie wichtig die „Anwaltsfunktion für Kinder- und Jugendinteres- sen“ durch die Verwaltung, aber auch durch Jugendverbände, freie Träger und andere Interessensvertretungen ist. Diese gilt es zu erhalten und zu stärken sowie die politische Bildung von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen. Jugendfreundliche Gremienarbeit stärken Es ist nicht nur wichtig, dass handelnde Personen in Politik und Verwaltung fortlaufend für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen sensibilisiert werden. Ebenso notwendig müssen Wege gefunden werden, wie Kinder und Jugendliche an politi- schen Prozessen oder in Gremien beteiligt werden können. Um jungen Menschen den Zugang zu erleichtern, müssen Antrags- vorgänge ebenso wie Verwaltungsverfahren vereinfacht wer- den. Die Beteiligung an Planungs- und Entscheidungsprozessen kann den positiven Effekt verstärken, dass sich Kinder und Jugendliche mit ihrer Stadt oder ihrem Stadtviertel mehr iden- tifizieren. Ein erster Schritt ist zum Beispiel das Streaming von Ausschuss-Sitzungen, das einen einfachen Zugang ermöglicht. Aber auch die Sprache und Form der Sitzungen müssten an die Bedürfnisse von jungen Menschen angepasst werden. Mobilität von Kindern und Jugendlichen gestalten Es ist geplant, das Thema Verkehr im neuen Aktionsplan „Kin- der- und jugendfreundliches Köln“ weiter zu konkretisieren, auch im Hinblick auf den SUMP-Prozess (Sustainable Urban Mobility Plan). Dazu gehören die Berücksichtigung der beson- deren Mobiltätswünsche und -bedürfnisse von Kindern, Ju- gendlichen und deren Familien ebenso wie eine stärkere Beach- tung und verbindliche Berücksichtigung der Perspektive von Kindern und Jugendlichen als Verkehrsteilnehmer*innen. Der Ausbau des ÖPNV-Angebots unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien, insbesondere von Personen mit Behinderungen oder Einschrän- kungen, und die Verminderung gesundheitli- cher Gefährdung und Schädigung von Kindern und Jugendlichen durch den Verkehr (Reduzie- rung von Unfallgefahren, Luftverschmutzung und Lärmbelästigung) stehen im Fokus, dar- über hinaus der Ausbau von Fahrradstraßen, Radwegen und Schnellwegrouten, die Einfüh- rung von Schulstraßen und mehr. Essenziell im Sinne der kinderfreundlichen Kommune ist in diesem Prozess die verbindliche Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Planungen und Prozessen rund um das Thema „Verkehr“. Seite 100 In Abstimmung mit dem Amt für Straßen und Verkehrsent- wicklung als federführendes Amt für das Thema „Verkehr“ muss geschaut werden, zu welchen Themenstellungen bereits im Vorgriff des anstehenden SUMP-Prozesses eine Zusammen- arbeit erfolgen kann. Im Rahmen der Erstellung des neuen Aktionsplans soll geprüft werden, inwiefern die genannten Themenstellungen als kon- krete Maßnahmen in den neuen Aktionsplan einmünden kön- nen. Die Aufzählung versteht sich daher nicht als abschließend. Unsere Erfahrungen aus der ersten Siegelphase zeigen, dass sich weitere Themen in den verschiedenen Arbeitsgruppen und Beteiligungsformaten zum neuen Aktionsplan-Entwurf noch entwickeln können. Außerdem wissen wir, dass sich im wei- teren Prozess auch Maßnahmen über den Aktionsplan hinaus entwickeln können. Zur Zusammenarbeit mit dem Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ und den Sachverständigen Die Zusammenarbeit mit dem Verein „Kinderfreundliche Kom- munen e.V.“ und den Sachverständigen gestaltete sich stets positiv und konstruktiv. Der Austausch im Rahmen der halb- jährlich stattfindenden, zuletzt digitalen, Dialogforen bot eine Vielzahl an Anregungen und Impulsen für die eigene Tätig- keit. Insbesondere der interkommunale Austausch, auch zum Thema Kinder- und Jugendrechte in Zeiten einer Pandemie, erwies sich als sehr wertvoll. Der regelmäßige und intensive Dialog mit den Mitarbeiter*innen des Vereins „Kinderfreund- liche Kommunen e.V.“ wurde stets durch eine wertschätzende Haltung getragen, in der auch die Herausforderungen zur Um- setzung des Vorhabens offen kommuniziert werden konnten. Für Anregungen, zum Beispiel zur Anpassung der Zeitschiene der Re-Zertifizierung, zeigte sich der Verein stets offen. Perspektivisch ist die Stadt Köln sehr daran interessiert, intensi- ver mit den Sachverständigen zusammenzuarbeiten, um deren Fachexpertise in die weitere Umsetzung des Aktionsplans „Kin- der- und jugendfreundliches Köln“ stärker einfließen zu lassen. Positiv herausstellen möchten wir in diesem Zusammenhang die wertvollen Anregungen, Impulse und Kritik für und an unserem Prozess, die uns dabei helfen, uns weiterzuentwickeln und besser zu werden. Seite 101 Abschlussbericht Kapitel 6: Abschluss und Ausblick Danksagung Das Amt für Kinder, Jugend und Familie be- dankt sich bei allen Vertreter*innen der Ver- waltung und den politischen Vertreter*innen, die den Prozess der kinderfreundlichen Kom- mune aktiv unterstützt haben und weiterhin unterstützen. Darüber hinaus möchten wir uns beim Kölner Jugendring e.V., bei den Vertreter*innen der freien Träger und den weiteren Akteur*innen bedanken, die mit großem Engagement Maß- nahmen unterstützt haben oder noch aktiv mitgestalten. Zu guter Letzt möchten wir uns natürlich und vor allem bei allen Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden bedanken, die uns tatkräf- tig bei der Erstellung des Aktionsplans oder im laufenden Prozess unterstützen. Ein ganz besonderer Dank gilt darüber hinaus all jenen, die sich mit ihrem Engagement für die Verbesserung der Kinder- und Jugend- freundlichkeit in Köln einsetzen. Seite 102 Abkürzungsverzeichnis AK Arbeitskreis BauGB Baugesetzbuch BSV Bezirksschülervertretung BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung BzgA Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung CFCI Child Friendly Cities Initiative DKHW Deutsches Kinderhilfswerk e.V. GFB Gesundheitsorientierte Familienbegleitungen GoJa Gesundheitsorientierte Jugendarbeit JBA Kölner Jugendberufsagentur JSBK Jugend Sucht Beratung Köln JuLeiCa Jugendleitercard KFK Kinderfreundliche Kommune Köln KI Kommunales Integrationszentrum der Stadt Köln KidS Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln KJB (Kooperatives) Kinder- und Jugendbüro KKSF Kölner KinderSportFest MKFFI Ministerium für Kinder, Jugend und Familie, Flüchtlinge und Integration (des Landes Nord- rhein-Westfalen) OKJA Offene Kinder- und Jugendarbeit SUMP sustainable urban mobility plan TuS Turn- und Sportverein UN United Nations UNICEF United Nations Children’s Fund VHS Volkshochschule Kontakte und Ansprechpersonen Koordination des Siegelverfahrens und des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ kinderfreundliche-kommune@stadt-koeln.de Anica Latzer – Amt für Kinder, Jugend und Familie Tel. 0221/221-211 96 Weitere Infos gibt es unter folgendem Link: https://www.stadt-koeln.de/artikel/68837/index.html Kooperatives Kinder- und Jugendbüro Alter Markt 62–64 50667 Köln jugendbuero@stadt-koeln.de jugendbuero@koelner-jugendring.de Yvonne Lemke Tel. 0221/221-314 60 Willi Becker – Amt für Kinder, Jugend und Familie Tel. 0221/221-314 61 Michelle Titzer – Amt für Kinder, Jugend und Familie Tel. 0221/221-314 62 Christina Bergmann – Kölner Jugendring e.V. Tel. 0177/699 65 17 Instagram: Jugendbüro Köln (jugendbuerokoeln) Weitere Infos gibt es unter folgendem Link: www.stadt-koeln.de/service/adressen/10573/index.html Familienbüro Köln Ottmar-Pohl- Platz 1 51103 Köln familienbuero@stadt-koeln.de Tel. 0221/221-212 21 Weitere Infos gibt es unter folgendem Link: www.stadt-koeln.de/service/adressen/10644/index.html 7. Anlagen Die Oberbürgermeisterin Amt für Kinder, Jugend und Familie Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Text & Gestaltung Känguru Colonia Verlag GmbH www.kaenguru-colonia-verlag.de Petra Hoffmann Illustration: Petra Sonnenberg (www.frausonnenberg.de) Layout: Annette Süß (www.annettesuess.de) Druck inpuncto:asmuth druck + medien gmbh 13-CS/51/500/01.2022 Impressum
  • Anlage 5, Auszug Integrationsrat 10.05.2022

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    Geschäftsführung Integrationsrat Frau Arikan Telefon: (0221) 29725 Fax : (0221) E-Mail: Neslihan.Arikan@STADT-KOELN.DE Datum: 17.05.2022 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Integrationsrates vom 10.05.2022 öffentlich 8.1 Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinderfreundli- che Kommune“ 0961/2022 8.1.1 Änderungsantrag zum Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinder-freundliche Kommune“ 0961/2022 AN/1022/2022 Beschluss: Der Rat der Stadt Köln nimmt den „2. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit dessen Umsetzung ab Juli 2022. Bei der Umsetzung des KJFG ist die Situation bzw. Lebenswirklichkeit der Kin- der und Jugendlichen mit internationaler Familiengeschichte stärker zu be- rücksichtigen. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert im neuen KJFP die Thematik "Empower- ment von BiPOC und Rassismuskritische Ansätze" in allen Bereichen der Ju- gendförderung zu verankern und als eine Maßnahme eine Fachberatungsstelle bei einem migrantischen Jugendzentrum einzurichten. Abstimmungsergebnis: Einstimmig dem geänderten Änderungsantrag zugestimmt Diskussionsgrundlage des Beschlusses war ein Änderungsantrag des FachAK 3
  • Anlage 7, Auszug Verkehrsausschuss 17.05.2022

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    Anlage 7 Geschäftsführung Verkehrsausschuss Frau Krause Telefon: (0221) 221-25909 Fax : (0221) 221-24447 E-Mail: angela.krause@stadt-koeln.de Datum: 18.05.2022 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 14. Sitzung des Verkehrsausschusses vom 17.05.2022 öffentlich 4.4 Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinderfreundli- che Kommune“ 0961/2022 RM Lorenz schlägt seitens der SPD-Fraktion vor, sich den Voten des Jugendhil- feausschusses sowie des Integrationsrates anzuschließen. Geänderter Beschluss: Der Verkehrsausschuss empfiehlt dem Rat wie folgt zu beschließen: Der Rat der Stadt Köln nimmt den 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit dessen Umsetzung ab Juli 2022. Bei der Umsetzung sollen Kinder und Jugendliche mit Behinderung stärker berück- sichtigt w erden. Bei der Umsetzung des KJFG ist die Situation bzw . Lebensw irklichkeit der Kinder und Jugendlichen mit internationaler Fami liengeschichte stärker zu berücksichtigen. Die Stadtverw altung w ird aufgefordert im neuen KJFP die Thematik "Empow erment von BiPOC und Rassismuskritische Ansätze" in allen Bereichen der Jugendförderung zu verankern und als eine Maßnahme eine Fachberatungsstelle bei einem migranti- schen Jugendzentrum einzurichten. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt
  • Anlage 15 ,Auszug Beschlussprotokoll StadtAG LST 14.06.2022

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    Geschäftsführung Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender Herr Burghof-Parkin Telefon: (0221) 221-21087 Fax : (0221) 221-29166 E-Mail: thiemo.burghof-parkin@stadt-koeln.de Datum: 15.06.2022 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der 6. Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender vom 14.06.2022 öffentlich 2.1 Aktionsplan zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als „Kinderfreundli- che Kommune“ 0961/2022 Ergänzungsantrag des rubicon e.V. zur Beschlussvorlage 0961/2022 I. Abstimmung über den Ergänzungsantrag des rubicon e.V. Beschluss: Die Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender empfiehlt dem Rat, folgenden ergänzenden Beschluss zu fassen: In dem vorgelegten Entwurf des „Aktionsplans zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als Kinderfreundliche Kommune“ sind an folgenden Stellen Ergänzungen vorzuneh- men: 1. Im Handlungsfeld: „Chancengerechtigkeit Vielfalt“, Seite 65/ letzter Absatz, nach dem 2. Satz wird eingefügt: …an Förderschulen stärken. Ein dritter Fokus besteht im Schutz vor Diskriminierung und Gewalt der Zielgruppe von trans, nichtbinä- ren und intergeschlechtlichen Kindern (s. SGB VIII § 9) sowie die Unterstützung dieser Kinder, deren Familien und der sie begleitenden Kinderhilfeeinrichtun- gen (Kitas etc). In den anderen… 2. Nach Seite 69 wird Maßnahme 16 ergänzt und wie folgt eingefügt: Abstimmungsergebnis: einstimmig zugestimmt II. Abstimmung über den Beschluss des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren Beschluss: Die Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender empfiehlt dem Rat der Stadt Köln, dem Beschluss des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Seni- oren zu folgen und wie folgt zu beschließen: Der Rat der Stadt Köln nimmt den 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit dessen Umsetzung ab Juli 2022. Bei der Umsetzung sollen Kinder und Jugendliche mit Behinderung stärker be- rücksichtigt werden. Bei der Umsetzung des KJFG ist die Situation bzw. Lebenswirklichkeit der Kin- der und Jugendlichen mit internationaler Familiengeschichte stärker zu be- rücksichtigen. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert im neuen KJFP die Thematik "Empower- ment von BiPOC und Rassismuskritische Ansätze" in allen Bereichen der Ju- gendförderung zu verankern und als eine Maßnahme eine Fachberatungsstelle bei einem migrantischen Jugendzentrum einzurichten. Abstimmungsergebnis: einstimmig zugestimmt III. Abstimmung über die Vorlage in der Fassung der geänderten Beschlüsse: Beschluss: Die Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender empfiehlt dem Rat der Stadt Köln, wie folgt zu beschließen: Der Rat der Stadt Köln nimmt den 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit dessen Umsetzung ab Juli 2022. Ergänzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender: Bei der Umsetzung sollen Kinder und Jugendliche mit Behinderung stärker be- rücksichtigt werden. Bei der Umsetzung des KJFG ist die Situation bzw. Lebenswirklichkeit der Kin- der und Jugendlichen mit internationaler Familiengeschichte stärker zu be- rücksichtigen. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert im neuen KJFP die Thematik "Empower- ment von BiPOC und Rassismuskritische Ansätze" in allen Bereichen der Ju- gendförderung zu verankern und als eine Maßnahme eine Fachberatungsstelle bei einem migrantischen Jugendzentrum einzurichten. In dem vorgelegten Entwurf des „Aktionsplans zur Folgezertifizierung der Stadt Köln als Kinderfreundliche Kommune“ sind an folgenden Stellen Ergänzungen vorzunehmen: 1. Im Handlungsfeld: „Chancengerechtigkeit Vielfalt“, Seite 65/ letzter Absatz, nach dem 2. Satz wird eingefügt: …an Förderschulen stärken. Ein dritter Fokus besteht im Schutz vor Diskriminierung und Gewalt der Zielgruppe von trans, nichtbinären und intergeschlechtlichen Kindern (s. SGB VIII § 9) sowie die Un- terstützung dieser Kinder, deren Familien und der sie begleitenden Kinderhil- feeinrichtungen (Kitas etc). In den anderen… 2. Nach Seite 69 wird Maßnahme 16 ergänzt und wie folgt eingefügt: Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt
  • Anlage 1: 2. Aktionsplan KFK 2022- 2025

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    2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 2 2. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025 Hinweise: Die Vorwörter von Oberbürgermeisterin Frau Reker und Frau Lütkes werden hier in der abgestimmten Fassung des neuen Aktionsplans noch ergänzt. Die grafische Gestaltung, auch im Sinne der CI der Kinderfreundlichen Kommune erfolgt ebenso erst nach dem erfolgten Gremienlauf. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 3 Inhalt 1) Einführung ................................ ................................ ................................ ......................... 4 2) Selbstverständnis des Gesamtvorhabens „Kinderfreundliche Kommune Köln“ .................11 3) Unser Steuerrad - Der Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln“ .......................12 4) Neuausrichtung/ Strategie ................................ ................................ ................................ 12 5) Handlungsfelder ................................ ................................ ................................ ...............16 5.1 Handlungsfeld: Strukturelle Partizipation von Kindern und Jugendlichen ....................16 5.1.1 Maßnahmen ................................ ................................ ................................ .........20 5.2 Handlungsfeld: Räume eröffnen für Kinder und Jugendliche ................................ .......25 5.2.1 Maßnahmen ................................ ................................ ................................ .........31 5.3 Handlungsfeld: Verankerung von Kinderrechten im städtischen Handeln ...................37 5.3.1 Maßnahmen ................................ ................................ ................................ .........40 5.4 Handlungsfeld: Zielgruppengerechte Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ..........46 5.4.1 Maßnahmen ................................ ................................ ................................ .........49 5.5 Handlungsfeld: Kinder-, Jugend- und Gesundheitsschutz ................................ ...........55 5.5.1 Maßnahmen ................................ ................................ ................................ .........58 5.6 Handlungsfeld: Chancengerechtigkeit und Vielfalt ................................ ......................62 5.6.1 Maßnahmen ................................ ................................ ................................ .........66 6) Evaluation und Monitoring ................................ ................................ ................................ 70 7) Anhang ................................ ................................ ................................ .............................71 Abkürzungsverzeichnung ................................ ................................ ................................ ..71 Übersicht Ansprechpersonen „Kinderfreundliche Kommune Köln“ ................................ ....71 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 4 Eine Stadt für alle A child-friendly city ensures that the voices, needs, piorities and rigthts of children are an integral part of a public policies, programmes and decisions. Thus, a „child-friendly city“ is a city that is fit for all.“1 „Eine kinderfreundliche Stadt stellt sicher, dass die Stimmen, Bedürfnisse, Prioritäten und Rechte von Kindern ein integraler Bestandteil der öffentlichen Politik, Programme und Entscheidungen sind. Eine „kinderfreundliche Stadt“ ist also eine Stadt, die für alle geeignet ist.“ 1) Einführung Köln ist die viertgrößte Stadt Deutschla nds und größte Stadt Nordrhein -Westfalens. Untergliedert in neun Stadtbezirke besteht sie aus insgesamt 86 Stadtteilen. Zum Stichtag 31.12.2020 lebten insgesamt 1.088.040 Menschen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Köln. 2 Vielfalt gehört mit einem Anteil von 40,4 Prozent Kölner*innen mit Migrationshintergrund fest zum Alltag. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bilden mit über 16 Prozent eine wichtige Größe der Stadtgesellschaft. Durch schnittlich wächst die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen um jährlich 11.000 Babys, die in Köln auf die Welt kommen. Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistisches Informationssystem): Kölner Monatszahlen. Link: https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/koelner-monatszahlen 1 CFCI/ UNICEF (2018) Link: https://www.unicefusa.org/mission/usa/childfriendlycities/cfci-faqs 2 Amt für Stadtentwicklung und Statistik (2021): Kölner Statistische Nachrichten; Ausgabe 03/2021. Link: http://intranet.verwaltung.stadtkoeln.de/imperia/md/content/themen/zahlen_statistik/ksn2021/kurzinformation_bev%C3%B6lkeru ng_3_2021.pdf 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 5 Den Ergebnissen der städtischen Bevölkerungsvorausberechnung zufolge werden im Jahr 2030 rund 1 120 000 Menschen mit Hauptwohnsitz in Köln leben. Die Vorausberechnung geht davon aus, dass bis 2040 mehr Kinder und Jugendliche in Köln leben werden als heute 3. Bei einem prognostizierten Anstieg um circa 4,2 Prozent, werden die Kinder und Jugendlichen ein Fünftel der Stadtgesellschaft ausmachen. Bevölkerungsprognosen zeichnen sich aufgrund der trägen Bevölkerungsentwicklung durch ihre langfristige Treffsicherheit aus. 4 Gerade deshalb ist es wichtig, die Verbesserung der Lebensqualität für Kinder und Jugen dliche in den Fokus zu nehmen. Hierfür steht das Gesamtvorhaben Kinderfreundliche Kommune. Durch den strategischen Prozess die UN - Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene umzusetzen, sollen Kinder und Jugendliche ihren gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft finden. Mit d er Entscheidung des Rats der Stadt Köln , sich um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ zu bewerben, bekennt sich Köln dazu, Kinderrechte im Bereich der kommunalen Zuständigkeit verbindlich umzusetzen. Es gilt eine kinder - und jugendf reundliche Grundhaltung in der Stadtverwaltung zu verankern und entsprechende Strukturen zu schaffen und diese unabhängig von handelnden Personen abzusichern. Der hier vorliegende Aktionsplan schließt unmittelbar an den ersten Aktionsplan an, greift Ziele und Handlungsempfehlungen auf und erweitert das Maßnahmenspektrum in Feldern, die in der Analyse des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V. als Handlungsbedarfe sichtbar wurden. Für die Begleitung des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune wurde eine Steuerungsgruppe konstituiert, die sich aus Akteur*innen aus der Verwaltung, Politik und Kinder- und Jugendhilfe, sowie Kindern und Jugendlichen aus der Bezirksschüler*innenvertretung, des Arbeitskreises Partizipation des Kölner Jugendring e.V. und den st ädtisch geförderten Kinder - und Jugendforen zusammensetzt. Für d ie fachliche Begleitung der Erstellung des Aktionsplans wurde zudem ein Lenkungskreis eingerichtet. Wesentliche Empfehlungen durch den Verein Kinderfreundliche Kommunen e. V. Der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. gliedert seine Empfehlungen zur Umsetzung der K inderrechte auf lokaler Ebene in vier Schwerpunkte . Den Ausgangspunkt dieser Schwerpunkte bilden die neun internationale n Bausteine der „Child-friendly Cities“-Initiative. Diese setzen direkt a n der UN -Kinderrechtskonvention an. Die vier Schwerpunkte lauten: 3 Amt für Stadtentwicklung und Statistik (2019): Kölner Statistische Nachrichten: Ausgabe 4/2019. Bevölkerungsprognose für Köln 2018 bis 2040 mit kleinräumigen Berechnungen bis 2030. Link: https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/statistik-einwohner-und- haushalte/bev%C3%B6lkerungsprognose_f%C3%BCr_k%C3%B6ln_2018_bis_2040_- _mit_kleinr%C3%A4umigen_berechnungen_bis_2030_ew_ksn_4_2019.pdf 4 Vgl. Ritz, A., Sinelli, P.: Talent Management – Überblick und konzeptionelle Grundlagen, in: Ritz, A., Thom, N. (Hrsg.), Talent Management, 3. Auflage, Wiesbaden 2018, S. 3 – 32, hier: S. 4. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 6 „Vorrang des Kindes wohls“, „kinderfreundliche Rahmenbedingungen“, „Partizipation“ und „Information“. Grundlagen der Empfehlungen für die teilnehmenden Kommunen im Programm „Kinderfreundliche Kommune n“ bilden die Auswer tung des Verwaltungsfragebogens, zusätzliche Informationen oder Materialien der Kom mune, Ergeb nisse von Kinder- und Jugendbefragungen, sowie Vor- Ort- Gespräche oder Austauschgespräche. Vorrang des Kindeswohls „Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.“ (Artikel 3 Absatz 1 UN-KRK) Das Kindeswohl soll in allen Verwaltungsentscheidungen mit Vorrang berücksichtigt werd en. Es umfasst alle Lebensbedingungen junger Menschen, also die gesundheitlichen Bedingun - gen, den Schutz vor Gewalt, sichere Räume, Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten, Bewegungs-, Spiel-und Freizeitmöglichkeiten und vieles mehr. Die Stadt Köln möchte den Vorrang des Kindeswohls in allen Verwaltungsentscheidun gen wahren, das heißt, wenn Ent scheidungen der Verwaltung einen Einfluss auf das Leben von Kindern und Jugendlichen haben, soll den Kinder- und Jugendinteressen im Abwägungs - prozess Vorrang eingeräumt werden. „Dies bedeutet nicht, dass die Interessen von Kindern stets und immer zum Zug kommen, aber die Vorrangst ellung von Kinderinteressen erfordert einen besonderen Abwägungs - und Begründungsaufwand, wenn sie nicht zum Zug kommen.“5 Es soll aber auch gewähr leistet werden, dass Kinder und Jugendliche bei Entscheidungen der Verwaltung einbezogen werden. Der Verein bewertete in der Auswertung der ersten Siegelphase positiv, dass sich bereits mehrere Dezernate und Ämter mit dem ersten Aktionsplan intensiv befasst haben und an seiner Umsetzung maßgeblich beteiligt waren. Die Einrichtung des neuen Kinder - und Jugendbüros, die Aufnahme der Kinderrechte in die Hauptsatzung und die breite Jugendbefragung 2018 sind nur einige Beispiele der erreichten Meilensteine. In vielen Bereichen der Stadtverwaltung haben Kinderrechte schon Eingang in das täg liche Verwaltungshandeln gefunden. Es gibt eine Vielzahl von Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung von Kindern und ihren Rechten in den neun Stadtbezirken. Ebenso bestehen stadtweite Konzepte, unter anderem zu den Themen der Inklusion, der Integration, der Gewaltprävention, der Jugendhilfe und Schulentwicklung sowie zur Spielplatzbedarfsplanung. 5 Roth, Roland: Auf dem Weg zur Kinderfreundlichen Kommune- Konzepte und Handlungsstrategien in: In: Bär, Dominik; Roth Roland, Csaki, Friderike (HG.): Kinderfreundliche Kommunen. Kinderrechte kommunal verwirklichen. Frankfurt/M. S.108 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 7 Für den neuen Aktionsplan empfehlen der Verein und die Sachverständigen darauf abzuzielen erfolgreiche Maßnahmen noch mehr in der Breite, nach Möglichkeit gesamtstädtisch umzusetzen. Im neue n Aktionsplan soll deshalb ein besonderer Fokus auf die Themenbereiche „öffentliche Räume“ und „Verkehr“ gelegt werden. Hierbei sollen kreative Konzepte entwickelt werden, wie Kindern und Jugendlichen sich beispielsweise öffentliche Räume zur Nutzung a neignen können. Weiterhin soll geschaut werden, wie Daten zum Beispiel über das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum oder Straßenverkehr aus Sicht der Kinder und Jugendlichen gewonnen werden können. Zum Schwerpunkt „Vorrang des Kindeswohls“ gehören schwerpu nktmäßig die Handlungsfelder „Räume eröffnen“, „Kinder -, Jugend - und Gesundheitsschutz“ und „Chancengerechtigkeit und Vielfalt.“ Die Maßnahmen 6, 7, und 12 sind diesem Schwerpunkt zugeordnet. Partizipation Das Recht auf Beteiligung bildet eines der drei Grundprinzipien der Kinderrechte und strahlt als Querschnittsthema auch auf alle anderen Rechte aus und durchdringt sie. Eine Kinderfreundliche Kommune zeichnet sich dadurch aus, dass Kinder und Jugendliche vielfältige Partizipationsmöglichkeite n haben und ihre Wünsche und Be dürfnisse gehört werden. Dabei gilt es die Formate an das Alter, den Entwicklungsstand und das Bildungsniveau von Kindern und Jugendliche n anzupassen. Zielsetzung sind niedrigschwellige Zugangsmöglichkeiten, die eine breite Beteiligung und einen inklusiven und barrierefreien Beteiligungsprozess ermöglichen sollen. J unge Menschen müssen in ihren Mitgestaltungswünschen unterstützt werden und sollen früh die Erfahrung machen, dass sie sich aktiv in die Gestaltung ihrer Lebenswelt einbringen können. „Da es auch für Kinder keine Pflicht zur Partizipation gibt, geht es stets darum, Kinder zu motivieren und sie von der Sinnhaftigkeit ihrer Mitsprache und ihres Mitwirkens zu überzeugen. Dazu sind gleiche Augenhöhe und die Erfahrung von Selbstwi rksamkeit unabdingbar.“ 6 Die wichtigen Bedingungen für erfolgreiche Partizipationsprozesse von Kindern und Jugendlichen stellen verbindliche Regelungen und Strukturen, frühze itige, kontinuierliche sowie lang fristige Beteiligungsprozesse und qualifizierte M itarbeiter*innen in der Stadtverwaltung beziehungsweise in den Einrichtungen dar. 7 Echte Kinder- und Jugendbeteiligung kann nur gelingen, wenn Transparenz und Offenheit herrscht , gepaart mit strukturell verankerten Partizipationsrechten. Dabei stellt insbesondere eine klare und ehrliche Kommunikation bezüglich Verantwortungs - und Entscheidungsspielräumen einen wesentlichen Gelingens- Faktor dar. 6 Roth, Roland: Auf dem Weg zur Kinderfreundlichen Kommune- Konzepte und Handlungsstrategien in: In: Bär, Dominik; Roth Roland, Csaki, Friderike (HG.): Kinderfreundliche Kommunen. Kinderrechte kommunal verwirklichen. Frankfurt/M. S.116 7 Vgl. Kinderfreundliche Kommunen, Empfehlungen für den Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune“, Berlin 2018, S. 3. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 8 In Köln gibt es bereits eine vielfältige Beteiligungslandschaft. So haben Kinder und Jugendliche beispielsweise die Möglichkeit, sich regelmäßig in den bezirklichen Kinder - und Jugendforen, politischen Formaten wie dem „Tag der Jugend im Rathaus“, der Jugend - verbandsarbeit oder zahlreichen Angeboten der offenen Kinder - und Jugendarbeit einzubringen. Darüber hinaus können sie auch in kurzfristigen Beteiligungsinitiativen aktiv an konkreten Projekten oder Planungen mitwirken. Entwicklungsbedarf sehen der Verein Kinderfreundliche Kommunen e. V. und die beiden Sachverständigen im Hinblick auf die Etablierung einer standa rdisierten, verfahrensbezogenen Kinder- und Jugendbeteiligung, insbesondere in Bezug auf die Stadt - oder Verkehrsplanung. Der Verein empfiehlt, ak tuelle Planungsvorhaben kindgerechter zugänglich zu machen, indem kinder- und jugendgerechte Informationswege noch besser erschlossen werden. In der Zukunftswerkstatt wurde gefordert, Beteiligung zukünfti g mit messbaren Zielen zu untersetzen, um Erfolge besser evaluieren zu können. Insbesondere bei Bauvorhaben (und ihrer Kommunikation) sollte auf „lebensrealistisc he Zeitsch ienen“ von Kindern und Jugendlichen geachtet werden. Das Handlungsfeld Partizipation enthält Maßnahmen zu diesem Schwerpunkt thema. Da es sich bei der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen jedoch gleic hzeitig um ein e Querschnittaufgabe handelt, finden sich auch in den anderen Handlungsfeldern und Maßnahmen partizipatorische Elemente wieder. Die Maßnahmen 1, 2, 5 und 14 sind diesem Schwerpunkt zugeordnet. Kinderfreundliche Rahmenbedingungen Eine Kinderfreundliche Kommune schafft einen verbindlichen Rahmen für die Vertretung und Durchsetzung von Kinderinte ressen. Dazu gehören beispielsweise vielfältige und sichtbare Anlaufstellen in der Stadt, an die sich Kinder und Jugendliche mit ihren Anliegen wenden können. In Köln wurden im Rahmen der erste n Siegelphase zwei Anlaufstellen geschaffen, die eine institutionelle Verankerung von Kinderrechten in der Stadt schaffen : das kooperative Kinder- und Jugendbüro und das Familienbüro . Beide Einrichtungen unterstützen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzun g Kinder und Jugendliche beziehungsweise ihre Familien durch Information und Beratung bei der Durchsetzung ihrer Rechte. Kinder können ihre Interessen nicht gleichberechtigt einbringen, wie Erwachsene daher benötigen sie, wie andere vulnerable Bevölkerungs gruppen eigene Vertretungs - und Unterstützungs formen.“8 Weiterhin sind unter kinderfreundlichen Rahmenbedingungen aber auch Strukturen zu verstehen, die eine Interessensvertretung für Kinder und Jugendliche gewährleisten. In Köln wurde eine hauptamtliche Vollzeitstelle 8 Vgl. Roth, Roland: Auf dem Weg zur Kinderfreundlichen Kommune- Konzepte und Handlungsstrategien in: In: Bär, Dominik; Roth Roland, Csaki, Friderike (HG.): Kinderfreundliche Kommunen. Kinderrechte kommunal verwirklichen. Frankfurt/M. S.113 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 9 für die Koordination des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune geschaffen, ebenso wurden das Kooperative Kinder- und Jugendbüro und das Familienbüro personell und finanziell ausgestattet. Für den Schwerpunkt „Kinderfreundliche Rahmenbedi ngungen“ wird vom Verein Kinderfreundliche Kommune n e.V. g efordert, die ämter - und dezernatsübergreifende Zusammenarbeit zu stärken. Um einen stärkeren Bezug zu den Kinderrechten und eine persönliche Motivation von Mitarbeiter*innen aus anderen Dezernaten und Ämtern zu erreichen, empfiehlt der Verein, die interne Kommunikation zu intensivieren und Schulungen für Multiplikator*innen anzubieten. Der Schwerpunkt „Kinderfreundliche Rahmenbedingungen“ findet sich größtenteils in der Maßnahmenplanung des Handlung sfeldes „ Verankerung im städtischen Handeln“ wieder. Es finden sich jedoch auch in anderen Handlungsfeldern Elemente wieder, die auf diesen Schwerpunkt abzielen. Die Maßnahmen 3,4, und 8 sind diesem Schwerpunkt zugeordnet. Information und Monitoring Der v ierte Schwerpunkt einer K inderfreundlichen Kommune ist das Recht auf Information. Kinder und Jugend liche sollten ihre Rechte kennen und wissen, wie sie mitwirken, mitgestalten, sich informieren oder sich gegen Rechtsverletzungen wehren können. Denn nur wer die eigenen Rechte und die Rechte anderer kennt, kann diese auch aktiv einfordern. Zur lokalen Umsetzung der Kinder - und Jugendre chte ist zu dem eine umfassende, generationenübergreifende Information von Verwaltung und Öffent lichkeit erforderlich. Vor allem Kinder, Jugendlich e und ihre Familien in schwieri gen oder besonderen Lebenssituationen benötigen Informati onen über Beratungsangebote, Unterstützungsmöglichkeiten und Anlaufstellen in ihrer Umgebung. Dabei müssen sozial und/ oder aufgrund von Behinderung en benachteiligte junge Menschen besonders in den Blick genommen werden. Sie benötigen Maßnahmen, die zu einer erleichterten Inklusion verhelfen. Die Stadt Köln informiert bereits auf verschiedenen Wegen zu Kinderrechten, Hilfs - und Unterstützungsmöglichkeiten sowie Freizeit - und Kulturangeboten und verbreitet d iese Informationen. Auch der Abschlussbericht zur Kinderfreundlichen Kommune erschien deshalb zeitgleich in einer Variante für junge Leser*innen. Der Verein Kinderfreundliche Kommunen e. V und die Sa chverständigen betonen, dass weiterhin eine gezielte und auch kreative Öffentlichkeitsarbeit erfolgen muss, um innerhalb der Verwaltung und in der Zivilgesellschaft über Kinderrechte, die Maßnahmen im Aktionsplan und das Kinder - und Jugendbüro zu informier en. Um Kindern und Jugendlichen einen guten Zugang zu Informationen ermöglichen zu können, sollen neue Informationswege erschlossen werden und eine einfache und präzise Sprache standardmäßig eingeführt werden. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 10 Bei dem Schwerpunkt „Information und Monitori ng“ geht es jedoch nicht nur um Öffentlichkeitsarbeit, sondern auch um Evaluation der Maßnahmen und Datenbeschaffung, die für evidenzbasierte Planungen notwendig sind. Der Aktionsplan verfolgt den Schwerpunkt „Information und Monitoring“ umfassend im Handlungsfeld „Zielgruppengerechte Kommunikation und Information“. Da es sich bei der Öffentlichkeitsarbeit jedoch gleichzeitig um ein Querschnittsthema handelt, finden sich auch in den anderen Handlungsfeldern und Maßnahmen Elemente davon wieder. Das Monitoring wird in allen Handlungsfeldern umgesetzt. Die Maßnahmen 9,10,11,13 und 15 sind diesem Schwerpunkt zugeordnet. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 11 2) Selbstverständnis des Gesamtvorhabens „Kinderfreundliche Kommune Köln“ Unser Flaggschiff - das Gesamtvorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ - steht für den strategischen Prozess die UN-Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene ressort-, ämter- und dezernatsübergreifend umzusetzen. Wir setzen Partizipation als Querschnittsthema um. Durch die aktive Einbeziehung der in Köln lebenden Kinder und Jugendliche soll sich ein Paradigmen- und Perspektivwechsel vollziehen, mit dem die Sichtweisen, Bedürfnisse und Belange von jungen Menschen zur Grundlage von Entscheidungen gemacht werden. Dazu gehört auch andere zu befähigen kinder - und jugendfreundlich zu denken, in dem wir Informationen zur Verfügung stellen und für Kinderrechte und ihre Umsetzung sensibilisieren. Wir leben Kinderrechte. Der Alltag von Kindern und Jugendlichen ist in der Regel stärker ortsgebunden und lokal geprägt als der von vielen Erwachsenen. Wir in Köln holen die Kinderrechte in die Stadt und setzen uns dafür ein die Kinderrechte in der unmittelbaren Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen, also „vor Ort“ zu stärken. Wir schaffen Verbindungslinien zu anderen Prozessen und Planungen. Unser Flaggschiff „Kinderfreundliche Kommune“ segelt nicht alleine, sondern es gibt eine Reihe weiterer kommunaler Flaggschiffe, also weitere Prozess - und Planungsvorhaben der Stadt Köln, die neben unserem Prozess bereits wichtige Impulse zur Kinder - und Jugendfreundlichkeit setzen. Die erfolgreiche Umsetzung der Kinder - und Jugendfreundlichkeit ist davon abhängig gemeinsam zu handeln, Synergieeffekte herzustellen und Netzwerke aufzubauen. Die Herstellung von Verbindungslinien ermöglicht es uns gute Praxis sichtbar(er) zu machen und mögliche Doppelstrukturen zu vermeiden. Wir entdecken Bedarfe und ergänzen bestehende Strukturen sinnvoll. In den einzelnen Planungsvorhaben und strategischen Prozessen werden Bedarfe entdeckt, aber auch durch die Verknüpfung bereits bestehender Planungsvorhaben zum Thema „Kinder- und Jugendfreundlichkeit“ werden Bedarfe sichtbarer. Bereits bestehende Strukturen können so im Sinne von Effizienz und Effektivität und gemeinsamer Zielführung sinnvoll ergänzt werden. Wir unterstützen und bringen kreative und innovative Ideen ein. Es gilt die Impulse der Zeit zu erfassen, um auf die vielfältige und dynamische Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen mit kreativen Ideen agieren zu können. Hierzu braucht es ein gesamtstädtisches Handeln, welches durch Offenheit, Innovation und Mut geprägt ist und die Zielgruppe der nachfolgenden Generationen mitdenkt. Wir schaffen neue Möglichkeiten und Wege. Neue Wege können sich nur dort erschließen, wo verschiedenste Ideen zwischen den unterschiedlichen Akteur*innen ausgetauscht werden. Das Flaggschiff der Kinderfreundlichen Kommune arbeitet deshalb an der Etablierung fester Netzwerke und vermag es durch die Schaffung von Informations- und Kommunikationskanälen die Aufmerksamkeit für die Kinder und Jugendlichen innerhalb der Kommune zu steigern. Wir entwickeln uns fortlaufend weiter. Kinder und Jugendliche sind die Akteur*innen des Aktionsplans „kinder - und jugendfreundliches Köln“. Unser Aktionsplan lebt von einer fortlaufenden Entwicklung und wir verstehen ihn als nicht abschließend oder vollständig. Wir kommen diesem Selbstanspruch 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 12 nach, indem wir kontinuierlich die Qualität unserer kinderrechtsbasierten Arbeit in allen Bereichen reflektieren und Kinder und Jugendliche strukturell einbeziehen. 3) Unser Steuerrad - Der Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln“ Der vorliegende Aktionsplan fußt auf Erfahrungen aus dem ersten Aktionsplan und ist im Sinne eines partizipatorischen Planungsprozesses auch unter Einbezug der Ansichten von Kinde rn und Jugendlichen, sowie von Fachkräften aus allen Handlungsfelde rn der Kinder - und Jugendhilfe entstanden. Der Aktionsplan ist unser „Steuerrad“ zur praktischen und überprüfbaren Umsetzung der UN- Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene. Er beschreibt u nsere kommunale Strategie sowie konkrete operative Maßnahmen, mit denen wir unser Ziel erreichen wollen. Die neue Struktur des Aktionsplans erscheint geeignet, die Kinderrechte auf lokaler Ebene langfristig tiefer zu verankern und ein Mitdenken von Kinder n und Jugendlichen, in allen sie betreffenden Prozessen oder Handlungen, zu erreichen. Er erhebt dabei nicht den Anspruch sämtliche Handlungserfordernisse, die sich in einem Planungszeitraum ergeben könnten, gedanklich abschließend vorwegzunehmen und im Detail festzulegen. Der Aktionsplan lebt vielmehr von einer fortlaufenden Weiterentwicklung. Der 1. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2018-2021" und seine Mittel wurden am 19. Dezember 2017 durch den Rat der Stadt Köln beschlossen. Nach positiver Prüfung des vorliegenden Aktions plans durch den Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ sowie der Sachverständigen und Beschluss des Rates im Jahr 2022 wird das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ erneut für drei Jahre verliehen. Darauf folgt die Umsetzung der im Aktionsplan beschriebenen Maßnahmen. 4) Neuausrichtung/ Strategie Mit dem ersten Aktionsplan „K inder- und jugendfreundliches Köln“ 2018 bis 2021 konnte bereits ein erster guter Aufschlag gemacht werden . Viele Maßnahmen der Planung konnten innerhalb der dreijährigen Umsetzungsphase realisiert werden. Positiv zu bewerten ist, dass sich ein neuer Blick auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen entwickelt hat. Zudem werden ihre Meinungen verstärkt in verwaltungsinterne Prozesse und Planungen einbezogen. Aufbauend auf den Erfahrungen der ersten Siegelphase gilt es nun im zweiten Aktionsplan zentrale strategische Fragen für Kinder und Jugendliche in unserer Stadt zu beantworten. Der zweite Aktionsplan stellt sich der Herausforderung eine strategis che Struktur zu entwickeln, mit der die Ziele der Kinderfreundlichen Kommune als Querschnittsaufgabe dauerhaft im städtischen Denken und Handeln der Millionenstadt verankert werden können. Die Segel hierfür konnten bereits vor Erstellung dieses Aktionspla ns gesetzt werden. Mit Veröffentlichung der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ findet die Kinder -, Jugend- und Familienfreundlichkeit Einzug in den Kompass für eine zukunftsausgerichtete, strategische und nachhaltige Stadtentwicklung. Nun gilt es e inen Weg aufzuzeigen, wie die Strategie zielorientiert umgesetzt werden kann. Der neue Ansatz in der folgenden Planung zielt im Kern auf eine Struktur ab, die als Grundorientierung für eine Fortschreibung des Aktionsplans dient und langfristig be ibehalten wird. Um eine kinder- und jugendfreundlichere Stadt zu schaffen sind mehrere Ebenen parallel zu betrachten. Die folgende Abbildung visualisiert die Abhängigkeit der Ebenen und verdeutlicht die dem Aktionsplan zugrunde liegende Struktur. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 13 Abbildung: Eigene Darstellung, Amt für Kinder, Jugend und Familie Erste Ebene: Leitbild kinder- und jugendfreundliche Kommune Köln Um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen, braucht es eine einheitliche Vision die von allen Akteur*innen mitgetragen wird. Deshalb steht im Zen trum der neuen strategisch ausgerichteten Struktur auf der ersten Ebene ein Leitbild, dass die Vision einer kinder - und jugendfreundlichen Kommune darstellt und Zielformulierungen beinhaltet. Die in § 12 b der Hauptsatzung verankerte Kinder - und Jugendfreundlichkeit wird so weiter ausdifferenziert. Das Leitbild formuliert gleichzeitig eine Selbstverpflichtung, an der sich kommunales Handeln messen lassen muss. Um das Leitbild mit Leben zu füllen, muss bei den verschiedenen Akteur*innen in Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft ein Verständnis erzielt werden, wie sie in ihrem Handeln dem Vorrang des Kindeswohls gerecht werden können. Dies setzt zum einen eine Kenntnis der UN- Kinderrechtskonvention, als auch die nötige Sensibilität einschätzen zu können, b ei welchen Entscheidungen Kinderinteressen berührt werden, voraus. Um zu erreichen, dass das Leitbild eine breite Zustimmung erzielt und von allen Akteur*innen mitgetragen wird, wird es mit breiter Öffentlichkeitsbeteiligung, insbesondere der Beteiligung von jungen Kölner*innen entwickelt. Es kann somit zum gemeinsamen Bezugspunkt kommunalen Handelns werden. Um das Leitbild verbindlich und nachhaltig zu verankern, ist geplant es vom Rat abschließend verabschieden zu lassen. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 14 Das Leitbild wird von Allgemeing ültigkeit und Langfristigkeit geprägt sein, sodass auf den darunter liegenden operativen Ebenen eine flexible Zielverfolgung fortlaufend, auch über den aktuellen Aktionsplan hinaus, ermöglicht wird. Dies schafft eine Strategieentwicklung, welche unabhängig von den dynamischen Umweltänderungen Bestand haben kann. Zweite Ebene: Basis einer Kinderfreundlichen Kommune Auf zweiter Ebene befinden sich die vom Verein Kinderfreundliche Kommunen e. V. zur Umsetzung und Stärkung der UN -Kinderrechte empfohlenen vier Schwerpunkte des Programms. Auf die vier Schwerpunkte wurde bereits eingangs ausführlich eingegangen, daher wird an dieser Stelle auf eine Wiederholung verzichtet und nur verkürzt erinnert: Die Schwerpunkte bilden die Basis der Verankerung der UN-Kinderrechte und werden bei allen Prozessen und Maßnahmen mitgedacht. In der Praxis lassen sich die Maßnahmen jedoch nicht unbedingt immer nur einem der Schwerpunkte einer kinderfreundlichen Kommune zuordnen, sondern berühren oft mehrere gleichzeitig.9 Dritte Ebene: Sechs Handlungsfelder der Kinderfreundlichen Kommune Köln Auf der dritten Ebene stehen die sechs Handlungsfelder der Kinderfreundlichen Kommune Köln, welche im neuen Aktionsplan fokussiert bearbeitet werden sollen. Die Handlungsfelder fußen auf den Erfahrungen aus der ersten Siegelphase, der Auswertung in den beiden durchgeführten Zukunftswerkstätten sowie intensiven Arbeits - und Austauschprozessen mit internen und externen Akteur*innen und Gespräche mit Kindern und Jugendlichen selbst. Sie beschreiben somit die wichtigsten Handlungserfordernisse, die für eine strukturelle 9 Vgl. Roth, Roland: Auf dem Weg zur Kinderfreundlichen Kommune- Konzepte und Handlungsstrategien in: In: Bär, Dominik; Roth Roland, Csaki, Friderike (HG.): Kinderfreundliche Kommunen. Kinderrechte kommunal verwirklichen. Frankfurt/M. S.107 Kindeswohl hat Vorrang Sicherstellung und Bekenntnis die Interessen von Kindern und Jugendlichen im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention in allen Handlungen der Verwaltung und der Politik einfließen und verankern zu lassen. Kinderfreundliche Rahmenbedingungen Die Kommune handelt ressortübergreifend und berücksichtigt Kinder- und Jugendinteressen in allen sie betreffenden Angelegenheiten. Beteiligung ermöglichen und fördern Entwicklung von standardisierten Partizipationsprozessen für Kinder und Jugendliche, die sich durch eine altersgerechte und sinngemäße Beteiligung auszeichnen. Informationen bereitstellen Generationenübergreifende Information und Sensibilisierung über die UN- Kinderrechte sowie Berichte über die Situation der Kinder und Jugendliche 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 15 Verankerung der Kinderrechte auf lokaler Ebene in den kommenden Jahren für die Stadt Köln wichtig sind. Die Anzahl der Handlungsfelder wurde bewusst niedrig gehalten, um deren Bedeutung als strategische, übergreifende Bereiche zu stärken. Sie bestehen aus verschiedenen Lebens - oder Aktionsbereichen von Kindern, Jugendlichen und Familien. Durch gezielte Maßnahmen in den verschiedenen Feldern soll eine Verknüpfung, Etabl ierung und Akzeptanz der Kinderrechte, sowie der Interessen von Kindern und Jugendlichen erreicht werden. Die sechs Handlungsfelder lauten: 1. Strukturelle Partizipation von Kindern und Jugendlichen schaffen und stärken 2. Räume eröffnen für Kinder und Jugendliche 3. Verankerung von Kinderrechten im städtischen Handeln 4. Zielgruppengerechte Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit 5. Kinder-, Jugend- und Gesundheitsschutz 6. Vielfalt & Chancengerechtigkeit Bei der Erstellung der Handlungsfelder ist beachtet worden, dass sich Lebens- und Aktionsbereiche der Zielgruppen nicht analytisch voneinander trennen la ssen. Die Handlungsfelder werden im Weiteren näher beschrieben und durc h konkrete Maßnahmen weiter operationalisiert. Die Konkretisierung durch Maßnahmen zeigt auf, wie die formulierten Ziele erreicht werden sollen. Damit bilden sie bereits ein erstes Bindeglied zwischen dem angestrebten Leitbild „kinder- und jugendfreundliches Köln“ und seiner Umsetzung. Die Stadt Köln verfügt bereits über einen umfassenden Handlungskatalog für Kinder und Jugendliche aus den verschiedensten Ämtern und Dezernaten der Stadtverwaltung. Sie verfolgt diesen Handlungskatalog in verschiedenen übergreifenden, strategischen Prozessen, Planungen und Strategien. Um ein ganzheitliches Verständnis in Bez ug auf die Kinder - und Jugendfreundlichkeit in Köln zu erzielen, besteht die Zielsetzung einer integrierten Planungs- und Handlungsstrategie, wie sie bereits im aktuellen Kinder- und Jugendförderplan 2021- 2025 beschrieben wurde. Im Sinne einer integrierten Planung gilt es Verbindungslinien herzustellen, um Synergieeffekte nutzbar zu machen. In den Handlungsfeldern werden die anderen Flaggschiffe teilweise bereits aufgegriffen. So soll ein ganzheitlicheres Bild entstehen. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 16 5) Handlungsfelder Unter Handlungsfeldern werden hier zusammengehörige, mehrdimensionale Themenbereiche verstanden. Ziel der Bündelung in thematische Handlungsfelder ist es, verschiedene Lebensbereiche zu beschreiben, fachspezifisch die richtigen Beteiligten zusammen zu bringen und dami t eine gezielte Umsetzung der Maßnahmen zu verfolgen. Die Zuordnung der Maßnahmen zu den sechs Handlungsfelder erfolgte in dem Bewusstsein, dass sich die konkreten Situationen und die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen nicht analytisch trennen lassen, so dass es immer auch vielfältige Überschnei dungen und Wechselwirkungen geben wird. Somit wären auch andere Abgrenzungen der Handlungsfelder denkbar gewesen. Der Aktionsplan teilt sich in sechs Handlungsfelder auf. Die Handlungsfelder werden im Folgenden ausführlich dargestellt. Hierbei werden, wie bereits beschrieben, unter anderem Querverweise zu anderen kommunalen Prozessen und Planungen hergestellt, die ebenfalls (teils federführend) in diesen Handlungsfeldern arbeiten. Die Auswahl der sechs Handlungsfelder erfolgte auf Grundlage der Auswertung der ersten Siegelphase, der stattgefundenen Zukunftswerkstätten im Februar und November 2021, sowie auf Grundlage umfassender Abstimmungsprozesse mit verschiedenen Hierarchieebenen, verschiedenen internen und externen Partner*innen und der Zielgruppe selbst. Die Handlungsfelder werden in Maßnahmen weiter operationalisiert. Hier wurde auch ei ne Zuordnung zu der UN - Kinderrechtskonvention und den Schwerpunkten der Kinderfreundlichen Kommune vorgenommen. Für jede Maßnahme erfolgte auch eine Risikoanalyse. Diese ist als Ausgangsbasis zu verstehen und dient dazu in den beschriebenen Maßnahmen die Risik en abzuwenden, zu minimieren oder durch andere Methoden den Risiken möglichst effizient zu begegnen. Die Risikoanalyse als Bestandteil des Risikomanagements beschreibt Risiken also transparent, um so eine Möglichkeit des Handlungsspielraumes und der Anwendung von Sicherheitsmaßnahmen zu schaffen. 5.1 Handlungsfeld: Strukturelle Partizipation von Kindern und Jugendlichen Kinder und Jugendliche haben zu vielen Themen eine Meinung. Sie wünschen sich, dass sie ihre Stimme häufiger einbringen und damit auch konkret Einfluss nehmen können. Denn alle politischen Entscheidungen, die heute in Köln getroffen werden, haben Einfluss auf die nächsten Generationen, betreffen junge Menschen also direkt oder indirekt. Kinder und Jugendliche sammeln ihre ersten Erfahru ngen mit Politik und Demokratie in der Stadt, in der sie leben und aufwachsen. Um aber demokratische Prozesse zu verinnerlichen, müssen sie von klein auf gelebt und gelernt werden. Kinder und Jugendliche sind Expert*innen 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 17 ihrer Anliegen und brauchen ein Ra um zur Beteiligung. Um Kinder - und Jugendbeteiligung verbindlich zu verankern, müssen jedoch auch Erwachsene einen Lernprozess durchlaufen. „Ein Kernelement für eine nachhaltige Verankerung von Kinder- und Jugendbeteiligung ist die Verknüpfung von Demokrat iebildung und aktiver Beteiligung. Zentrale Kriterien für Planung und Umsetzung sind für die jungen Bürger_innen 10 hierbei Fairness und Gleichberechtigung, Raum für Selbstbestimmung, Kommunikation auf Augenhöhe, sowie reale Entscheidungsbefugnisse.“11 Wenn K inder und Jugendliche die Erfahrung machen, dass ihre Ideen, Anliegen und Bedürfnisse ernst genommen und gehört werden, erhöht das ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Das Erleben von Selbstwirksamkeit kann maßgeblich zu ihrem Bildungserfolg beitragen und kann zugleich die Wahrscheinlichkeit steigern, dass sich diese Kinder und Jugendlichen auch als Erwachsene aktiv an der Mitgestaltung des demokratischen Gemeinwesens beteiligen. Ein Großteil der Kölner Kinder und Jugendlichen, möchte sich beteiligen und bei Entscheidungen, die sie selbst und ihre Umwelt betreffen, mitreden. Viele nutzen die Beteiligungsmöglichkeiten, die es in Köln bereits gibt. Es bereits vielfältige Formate, unterschiedliche Ansätze und Strukturen, sowie innovative Projekte zur För derung und Ermöglichung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen. Viele Kölner Kinder und Jugendliche en gagieren sich auch ehrenamtlich (beispielsweise bspw. Jug endverbände, Jugendzentren und viele mehr). Die Stadt Köln legt großen Wert auf die Ausei nandersetzung mit mündigen Bürger*innen. Daher unternimmt sie viele Anstrengungen, um junge Menschen zu befähigen sich aktiv mit ihren Belangen einzubringen. So werden Kinder - und Jugendliche seit über 30 Jahren bei jeder Planung von Spiel -, Bewegungs- und Aktionsflächen beteiligt. Partizipation erfolgt zudem in der offenen Kinder - und Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit, in den Kindertageseinrichtungen, in den Einrichtungen der stationären Kinder - und Jugendhilfe der Stadt Köln sowie in langfristigen und kurzfristigen Beteiligungsinitiativen. Im Jahr 2019 wurde das kooperative Kinder - und Jugendbüro als zentrale Anlaufstelle und Interessenvertretung für Kölner Kinder - und Jugendliche eröffnet. Hier arbeiten Mitarbeiter*innen der Stadt Köln gemeinsam mit dem Kölner Jugendring e. V. daran, unsere Stadt kinder- und jugendfreundlicher zu machen. Die Kinderrechte erfahren hier somit auch eine strukturelle Verankerung in unserer Stadt. Der Kölner Jugendring e.V. hat beispielsweise seine Fachaufsicht der Mit arbeitenden an ein ehrenamtliches Gremium (AK PARTIzipation) übergeben. 10 Schreibweise im Zitat übernommen 11 Kegelmann, Jürgen; Schweizer, Christina (2021): Kinderbeteiligung in der Verwaltungsausbildung. In: Bär, Dominik; Roth Roland, Csaki, Friderike (HG.): Kinderfreundliche Kommunen. Kinderrechte kommunal verwirklichen. Frankfurt/M. S. 558. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 18 Auch in den jeweiligen Stadtbezirken existieren vielfältige Partizipationsangebote sowie partizipationsfördernde Strukturen. Das Format der Kinder und Jugendforen hat in Köln eine bis in die 90er Jahre zurückreichende Tradition. Auf deren Ausweitung wurde seither im Zuge der Diskussion von Partizipationsformaten unter Beteiligung der Trägerlandschaft und der Mitglieder des Jugendhilfeausschusses (2007, 2012, 2017) ein Schwerpunkt geset zt. Die Kinder- und Jugendforen auf bezirklicher Ebene zeichnen sich im Besonderen dadurch aus, das hier durch den niederschwelligen Ansatz in den Stadtvierteln vor allem Kinder und Jugendliche, die sonst Partizipationsangebote nicht nutzen, angesprochen u nd zur Teilhabe motiviert werden. Auch der aktuelle kommunale Kinder - und Jugendförderplan 2021 bis 2025 formuliert Beteiligung und Mitbestimmung als Querschnittsaufgabe, die in der Umsetzung aller Maßnahmen immer zu berücksichtigen ist. Kinder und Jugendl iche werden unter anderem auch in dem eingerichteten Begleitgremium zur Umsetzung des Kinder - und Jugendförderplans direkt beteiligt. Darüber hinaus gibt es auch Projekte, die sich dafür einsetzen, dass Kinder und Jugendliche bereits früh (ohne Altersbegrenzung) mit unserem Wahlsystem vertraut gemacht werden, wie zum Beispiel die sogenannten U-Wahlen, koordiniert vom Kölner Jugendring e.V.. Im Jahr 2021 haben bei diesem Projekt zur Bundestagswahl 10.887 Kölner Kinder und Jugendliche mitgemacht. Dafür wurd en 79 Wahllokale in ganz unterschiedlichen Bereichen (Schule, Jugendzentren, Jugendverbände und viele mehr) Standorte gefunden. Die Kinderfreundliche Kommune hat die Aktionen „Politik zum Anfassen“ in der Wahlwoche unterstützt. Die Etablierung verbindlicher und struktureller Beteiligungsstrukturen muss zunächst von allen gewollt sein. Dafür ist eine unterstützende Haltung ebenso unerlässlich wie die aktive Auseinandersetzung mit Werten und Sichtweisen, Vertrauen und Zutrauen, sowie einer Kommunikation auf Augenhöhe. Kinder und Jugendliche müssen als Expert*innen für ihre Lebenswirklichkeit wahr - und mit ihren Ideen auch jenseits „klassischer“ Kinder - und Jugendthemen ernstgenommen werden. „Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist eine Querschnitts aufgabe und kann als Essenz des Prozesses Kinderfreundlicher Kommunen bezeichnet werden. Mit der aktiven Einbeziehung der in der Kommune lebenden Kinder und Jugendliche soll sich ein Perspektivwechsel vollziehen, mit dem die Sicht, die Belange und die Bedü rfnisse von Kindern und Jugendlichen erkannt und zur Grundlage administrativer Entscheidungen gemacht werden können.“12 12 Sedlmayr Sebastin (2021): Die „Child Friendly Citiies Initative“ ein Instrument zur lokalen Umsetzung der UN- Kinderrechtskonvention . In: Bär, Dominik; Roth Roland, Csaki, Friderike (HG.): Kinderfreundliche Kommunen. Kinderrechte kommunal verwirklichen. Frankfurt/M. S. 30. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 19 Für die Entwicklung einer Partizipationskultur bedeutet dies, dass in einer großen und vielfältigen Stadt wie Köln vielschichtige Partizi pationsmöglichkeiten und –gelegenheiten mitgedacht werden müssen, um gleichzeitig eine möglichst breite und zumindest zum Teil auch niedrigschwellige Beteiligung zu erreichen. Das Spektrum reicht hier von strukturell verankerten bis hin zu ad -hoc-Maßnahmen in verschiedenen Themenfeldern und auf unterschiedliche Arten und Weisen (analog, digital, bezirklich, gesamtstädtisch, politisch und vieles mehr). Echte Kinder- und Jugendbeteiligung kann nur gelingen wenn Transparenz und Offenheit herrscht und Partizipationsrechte strukturell verankert sind. Die Voraussetzung dieser Bestrebungen ist, dass Kinder und Jugendliche auf verschiedenen Wegen, über diverse Medien und durch zielgruppengerechte Ansprache über ihre Rechte, aber auch über ihre Beteiligungsmöglichkeiten informiert werden. Denn nur wer seine Rechte kennt, kann sich auch dafür einsetzen und nur wer weiß wie, kann sich auch beteiligen.13 Ausblick: Die Beteiligung von jungen Menschen hat in vielerlei Hinsicht eine große Bedeutung, wenn Köln kinder- und jugendfreundlicher werden möchte. Es gibt in Köln, wie dargestellt, bereits viele gelungene Beispiele dieser unterschiedlichen Formate, die in den letzten Jahren etabliert oder erfolgreich fortgesetzt wurden: Von der politischen Beteiligung im Rahmen der „Rathausschule“ bis hin zu den Kinder- und Jugendforen in den Stadtbezirken vor Ort. Dennoch fehlt es an einigen Stellen noch an strukturellen und nachhaltig verankerten Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen städtischer Planungsprozesse. Die Corona- Pandemie hat nochmal deutlich gezeigt, dass es einer nachhaltigen Verankerung von Partizipationsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen bedarf, um diese krisensicher abzusichern.14 Kinder und Jugendliche sollen als Expert*innen für ihre Belange anerkannt und zu allen Angelegenheiten gehört werden, die sie betreffen. Daher konzentriert sich der neue Aktionsplan auf wenige, dafür nachhaltige und übergreifende Maßnahmen, von denen sich die Kinderfreundliche Kommune Köln langfristige, positive Auswirkungen verspricht. Umfassende Partizipation kann jedoch nie alleine durch verschiedene Einzelmaßnahmen gelingen, sondern muss immer auch als Querschnittsthema in allen Handlungsfeldern mitgedacht und umgesetzt werden. 13 Vgl. hierzu auch Handlungsfeld „Zielgruppengerechte Kommunikation und Information“ 14 Vgl. hierzu Policy-Paper von UNICEF: https://www.unicef.de/download/263888/14e35167d0514dd1f4e02861705f2987/policy- paper-download-data.pdf 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 20 5.1.1 Maßnahmen Operationalisierte Maßnahmen im Handlungsfeld Strukturelle Partizipation 1 Maßnahmentitel Etablierung eines stadtweiten, bezirklichen Beteiligungsformats für Kinder- und Jugendliche Artikel-UN-KRK Artikel 12: Berücksichtigung des Kindeswillens, Recht auf Beteiligung Zuordnung zu Handlungsfeld: „Strukturelle Partizipation“ Weitere Schnittstellen- Handlungsfelder:  Verankerung im städtischen Handeln  Räume eröffnen  Zielgruppengerechte Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit  Chancengerechtigkeit und Vielfalt Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Partizipation Maßnahmenkurzbeschreibung In Köln gibt es bereits vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, Bislang gibt es jedoch kein stadtweit etabliertes bezirkliches Beteiligungsformat, welches möglichst niedrigschwellig alle Kölner Kinder und Jugendliche adressiert. Aus diesem Grund werden wir im 1. Quartal 2022 ein zweistufiges Beteiligungsverfahren für Kinder und Jugendliche im Pilotbezirk Köln-Mülheim erproben: Den sogenannten „Veedels- Check“ unter dem Titel „HEY Mülheim - Check mit uns dein Veedel!“ Bei dem „Veedels-Check“ handelt es sich um eine begleitete Sozialraumbegehung. Multiplikator*innen begleiten Kinder und Jugendliche auf Quartiersspaziergängen, auf denen der Stadtraum durch Kinder und Jugendliche mittels digitaler und/oder analoger Instrumente bewertet und dokumentiert wird. Ziel und Beteiligungsgegenstand sind, konkrete Verbesserungsvorschläge für das Veedel aus der Perspektive der Kinder und Jugendlichen zu erhalten. Es sollen zudem Projekte und Maßnahmen identifiziert werden, die schnell umgesetzt werden können (sogenannte „Quick wins“). Der zweite Baustein des Formats besteht aus einer sogenannten „Veedels-Konferenz“. Zur „Veedels-Konferenz“ werden neben am „Veedels-Check“ beteiligten Kindern und Jugendlichen und Multiplikator*innen auch relevante Akteur*innen aus Politik und Verwaltung eingeladen. Die Ergebnisse des „Veedels-Checks“ werden auf der Konferenz vorgestellt und auf Basis der Auswertung sogenannte „Quick-Win“-Maßnahmen generiert. Weitere Maßnahmen- Ideen sollen in bestehende oder zukünftige Planungsvorhaben einmünden. Das Beteiligungsverfahren kann zum einen Raum für die Perspektiven und Belange von Kindern und Jugendlichen ermöglichen, indem ihre Stimme als Expert*innen für ihre Lebenswelt Gehör findet. Zum anderen sollen Kinder und Jugendliche zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Stadt selbstwirksam beitragen können. Die verwaltungsseitige stadtweite Unterstützung für die Umsetzung, der aus dem Prozess entwickelten Maßnahmen, ist durch den Verwaltungsvorstand und somit durch alle Dezernenten im Vorhinein gesichert worden. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 21 Maßnahmenziel Ziel: Die Etablierung eines skalierbaren und standardisierten Formats zur systematischen Implementierung der Kinder- und Jugendperspektive in die städtischen Planungen, Konzepte und Leitlinien. Sicherung durch den Verwaltungsvorstand. 1) 2021: In einem interdisziplinären Projektteam wurde ein Konzept zu einem möglichen standardisierten Beteiligungsformat für Kinder und Jugendliche entwickelt. Die Zielgruppe wurde bereits im Entwicklungsprozess beteiligt. 2) 2022: Das zweistufige Beteiligungsformat „Veedels-Check“ wird bis Ende Mai 2022 im Stadtbezirk Mülheim mit Beteiligung von mindestens 200 Teilnehmer*innen durchgeführt. 3) 2023: Es wurden mindestens 10 Projekte und Maßnahmen identifiziert, welche innerhalb von 100 Tagen umgesetzt werden können (sogenannte „Quick wins“). Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Maßnahmen liegt bei den federführenden Ämtern. 4) Bis Ende 2022 wird das Potenzial des „Veedels-Checks“ mit seinen zwei Bausteinen (Vor-Ort-Quartiersbegehung und Großgruppenkonferenz) als möglicher standardisierter Ansatz für alle anderen Veedel bzw. Bezirke der Stadt Köln reflektiert und diskutiert. 5) 2023: Sofern das Prüfergebnis für das Ausrollen des Formats auf andere Veedel bzw. Bezirke positiv ausfällt, werden durch einen verwaltungsinternen Beschluss interne Mittel oder durch eine gesonderte Entscheidung in den zuständigen politischen Gremien (Fachausschuss oder Rat) zusätzliche finanzielle und /oder personelle Ressourcen beantragt. Sofern Ressourcen bereitgestellt werden, wird im Jahr 2023 das Format in einem der anderen acht Stadtbezirke durchgeführt. Sofern das Prüferergebnis negativ ausfällt, soll ein abgewandeltes oder alternatives Beteiligungsformat entwickelt werden. Zielgruppe Pilotformat: Alle Kölner Kinder und Jugendliche aus dem Stadtbezirk Köln- Mülheim (Zielgruppe 3 bis bis 18 Jahre) Perspektivisch: Alle Kölner Kinder und Jugendliche Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation Start: 2021 2022 2022 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n  Kölner Perspektiven 2030+ hier: Leitziel 3.2: Köln fördert die kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt  Kommunaler Kinder- und Jugendförderplan 2022- 2025  Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung Zuständigkeit Koordination Kinderfreundliche Kommune, Kooperatives Kinder- und Jugendbüro Prozessbeteiligte  Verwaltungsvorstand  Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung (BÖB)  Agenturen: Zebralog und Frischer Wind  Relevante Ämter und Dienststellen der Stadt Köln 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 22  Schulen  Kitas  Vertreter*innen freier Träger  Kölner Jugendring e.V.  Jugendverbände  Politische Vertreter*innen (u.a. bezirkspolitische Vertreter*innen, jugendpolitische Sprecher*innen)  Sonstige (unter anderem Initiativen, Vereine, Interessensvertretungen für Kinder und Jugendliche) Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation    Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit  Einbindung Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  Erstellung einer Artikelseite auf der Stadt Köln Homepage  Erstellung einer Informationsseite auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln  Erstellung und Aushang von Plakaten im Bezirk  Bewerbung/ Aufruf zur Beteiligung am Format über den Stream des Jugendzentrums digital (Peer to Peer Ansatz)  Aktions- Stand in Mülheim während der Veedels- Spaziergänge inklusiver Aktionen vor Ort  Einbindung des Meinungs- Mobils am Stand  Flankierung der Aktionswochen über den Instagram Kanal des Kinder- und Jugendbüros  Pressemitteilung Monitoring Status Der Prüfauftrag ist im laufenden Geschäft möglich. Für das Pilotformat stehen Mittel zur Verfügung. Mit dem Pilotverfahren wird ein Grundstein geschaffen und Wissen in der Stadtverwaltung aufgebaut. In der Auswertung des Pilot - Verfahrens erfolgt die Prüfung, inwieweit das Format auch auf andere Stadtbezirke ausgerollt werden kann. Für das Ausrollen des Formates auf andere Stadtbezirke müssen durch einen verwaltungsinternen Beschluss interne Mittel oder durch eine gesonderte Entscheidung in den zuständigen politischen Gremien (Fachausschuss oder Rat) zusätzliche finanzielle oder personelle Ressourcen berei tgestellt werden. Risikoanalyse  Verzögerung der Zeitschiene durch die Corona Pandemie  Fehlende Kooperation oder Unterstützung bei der Umsetzung der generierten Quick-Wins durch die federführenden Ämter  Fehlende finanzielle oder personelle Ressourcen für das Ausrollen des Formats auf andere Stadtbezirke 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 23 2 Maßnahmentitel Qualitative Weiterentwicklung der systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung in Bezug auf Kinder- und Jugendbeteiligung Artikel-UN-KRK Artikel 12, 13, 14 und 17: Kinder haben das Recht, bei allen Fragen, die sie betreffen, sich zu informieren, mitzubestimmen und zu sagen, was sie denken ( Berücksichtigung des Kindeswillens, Recht auf Beteiligung) Zuordnung zu Handlungsfeld: „Strukturelle Partizipation“ Weitere Schnittstellen- Handlungsfelder:  Verankerung im städtischen Handeln  Räume eröffnen  Zielgruppengerechte Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit  Chancengerechtigkeit und Vielfalt Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Partizipation Maßnahmenkurzbeschreibung Die Basis der Systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung bildet ein Beschluss des Rates der Stadt Köln vom 12. Mai 2015. Dieser umfasste die Entwicklung von Leitlinien zur Beteiligung von Bürger*innen, in einem trialogischen Prozess. Die Leitlinien und Qualitätsstandards für Öffentlichkeitsbeteiligung, wurden 2018 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Köln zielt auf eine zukunftsfähige Beteiligungskultur, die auf Transparenz, Dialog und einem verlässlichen Miteinander von Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung fußt. Für die Umsetzung hat die Stadt Köln ein kooperatives Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung im Dezernat der Oberbürgermeisterin eingerichtet. Neben den städtischen Mitarbeiter*innen arbeitet ein zivilgesellschaftlicher Teil in Trägerschaft der Kölner Freiwilligen Agentur e. V. Der trialogisch besetzte Beirat Öffentlichkeitsbeteiligung, begleitet das Verfahren und prüft die Einhaltung der Leitlinien und Qualitätsstandards. Ebenso ist er für die stetige Weiterentwicklung dieser verantwortlich. In den Verfahren der Kölner Öffentlichkeitsbeteiligung werden die Interessen und Perspektiven möglichst aller von dem Projekt betroffenen Gruppen gehört. Dafür werden offene, allgemein zugängliche und zielgruppengerechte Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen. Darüber hinaus setzt sich die Stadt Köln zum Ziel, solche Gruppen zur Teilnahme zu bewegen, die erfahrungsgemäß eher selten bei Beteiligungsverfahren mitmachen. Um eine nachhaltige Beteiligungskultur zu schaffen, fließen die Erfahrungen aus vergangenen Beteiligungsverfahren in die Anwendung beziehungsweise Weiterentwicklung der Kölner Leitlinien ein. Die Erfahrungen aus dem Pilot- Format „Hey Mülheim“ fließen somit in die Arbeit des Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung und somit in die qualitative Weiterentwicklung der Beteiligungsformate in Köln ein. Hierbei muss neben der Zugänglichkeit der Formate auch die zielgruppengerechte Kommunikation geprüft werden. Zentral ist es Kenntnisse zu gewinnen, welche Kanäle Kinder und Jugendliche zur Information über Beteiligungsmöglichkeiten bei Planungsverfahren der Stadt Köln nutzen und wie diese Informationen möglichst niedrigschwellig für Kölner Kinder und Jugendliche zugänglich gemacht werden können. Die Evaluationsergebnisse werden dem Beirat Öffentlichkeitsbeteiligung vorgelegt. Der Beirat wird die Erkenntnisse aus dem Pilotverfahren im Hinblick auf die Formate der Öffentlichkeitsbeteiligung prüfen und diese auch in Bezug auf die Leitlinien reflektieren. Maßnahmenziel 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 24 Ziel: Im Rahmen der Systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung werden Kinder und Jugendliche als besondere Zielgruppen erkannt. Die Beteiligungsformate und zielgruppengerechte Kommunikationsplanung für Kinder und Jugendliche werden bis 2025 weiterentwickelt. 1) 2022: Durchführung des Pilot- Beteiligungsverfahrens „Hey Mülheim“ im 1. Halbjahr 2022. 2) 2022: Vorstellung der Evaluationsergebnisse aus dem Pilotverfahren in dem Beirat Öffentlichkeitsbeteiligung im 2. Halbjahr 2022. 3) 2022: Auf Grundlage der Erfahrungen aus dem „Veedels- Check“ erfolgt eine Weiterentwicklung spezieller Formate der Beteiligung für Kinder und Jugendliche, als auch die Weiterentwicklung regulärer Formate, in denen Kinder und Jugendliche eine von vielen angesprochenen Zielgruppen sind. 4) 2025: Bis 2025 ist eine Erweiterung des Methodenkoffers des Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung um mindestens zwei weitere Formate für Kinder und Jugendliche erfolgt. Zielgruppe Perspektivisch: Alle Kölner Kinder und Jugendliche Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation 2022 2023 und fortlaufend 2023 / 2025 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n  Kölner Perspektiven 2030+ hier: Leitziel 3.2: Köln fördert die kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt  Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung Zuständigkeit Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Prozessbeteiligte  Beirat für Öffentlichkeitsbeteiligung  Koordination Kinderfreundliche Kommune  Kooperatives Kinder- und Jugendbüro  Beirat für Öffentlichkeitsbeteiligung Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation nein wird angestrebt wird angestrebt Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit  Gegebenenfalls Einbindung Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für weitere Kommunikationsmaßnahmen zum Beispiel über Social Media Kanäle  Weitere Maßnahmen können sich im Prozess ergeben Monitoring Status Im laufenden Geschäft umsetzbar. Risikoanalyse  Verzögerung der Zeitschiene durch die Corona Pandemie 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 25 5.2 Handlungsfeld: Räume eröffnen für Kinder und Jugendliche Das Vorhandensein öffentlichen Raums stellt eine wesentliche Voraussetzung für städtisches Leben dar; denn durch den öffentlichen Raum wird die Stadt erst wirklich zur Stadt. Hier treffen alle in einer Kommune lebenden oder arbeitenden Menschen und damit auch die Interessen unterschiedlicher Nutzer*innen aufeinander. Der öffentliche Raum kann somit auch als ein Verhandlungsraum bezeichnet werden, in welchem die Berücksichtigung verschiedener und teilweise sogar widersprüchlicher Interessen und Wertvorstellungen ausgehandelt werden muss. Der Alltag von Kindern und Jugendlichen ist in der Regel stärker ortsgebunden und lokal geprägt als der von vielen Erwachsenen. Daher nehmen Kommunen in der Lebenswelt von jungen Menschen einen wichtigen Stellenwert ein. 15 Die Stadt Köln setzt sich dafür ein di e Kinderrechte in der unmittelbaren Lebenswelt der Kinder und Jugendlic hen, also „vor Ort“ zu stärken. Kinder und Jugendliche sind tagtäglich im öffentlichen Raum unterwegs, ob auf dem Weg zu Kindertagesstätte, Schule oder Ausbildungsstätte, Sportverein od er Spielplatz. Der Bewegungsradius steigt hierbei mit zunehmendem Alter der Kinder und Jugendlichen. Jugendliche müssen beispielsweise weitere Wege zur Schule oder zum Ausbildungsbetrieb zurücklegen und sind insgesamt deutlich mobiler.16 Zum Stadtraum oder dem öffentlichen Raum in der Stadt gehören unter anderem öffentliche Verkehrsflächen für Fußgänger*innen, Fahrrad - und Kraftfahrzeugverkehr, Parkanlagen, Plätze, Grünflächen , sowie Spiel -, Sport - und Trendsportflächen. Für die Aufgabenfelder Gestaltung, Sicherheit und Sauberkeit ist die Stadt Köln als Kommune zuständig. Spielräume sind Schutzräume für Kinder und Jugendliche und als Teil des öffentlichen Raums auch Bestandteil der Stadtplanung. Da die Zahl der Kinder und Jugendlichen in Köln rasant und stet ig steigt, gewinnen die öffentlichen Spielflächen als Faktor für ein kinder - und jugendfreundliches Aufwachsen in der Millionenstadt Köln immer weiter an Bedeutung. Die Stadt stellt sich dieser Aufgabe im Hinblick auf Kinder und Jugendliche bereits mit ei nem großen kommunalen Flaggschiff – der Spielplatzbedarfsplanung. Sie stellt die Arbeitsgrundlage für die Planung und Gestaltung öffentlicher Spiel - Bewegungs- und Aufenthaltsflächen im Stadtgebiet Köln dar. Die Vertretung der Interessen der Kinder und Jugendlichen hinsichtlich Quantität und Qualität öffentlicher Räume stellt eine grundlegende Zielformulierung der Spielplatzbedarfsplanung dar. Hier finden sich die entsprechenden für Planung und Bau bedarfsgerechter Spiel -, Bewegungs- und Aufenthaltsflächen entwickelten pädagogischen Leitlinien, Richtwerte und 15 Vgl. Bär, Dominik; Roth Roland: Kinderrechte kommunal verwirklichen (2021). In: Bär, Dominik; Roth Roland, Csaki, Friderike (HG.): Kinderfreundliche Kommunen. Kinderrechte kommunal verwirklichen. Frankfurt/M. S. 13. 16 Vgl. Klikar, Clemens; Fuchs, Susanne (2021): Öffentliche Räume, in denen sich Kinder und Jugendliche sicher und wohl fühlen. In: Bär, Dominik; Roth, Roland; Csaki, Friderike (Hrsg.): Kinderfreundliche Kommunen. Kinderrechte kommunal verwirklichen. Frankfurt/M. S.407 f. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 26 Qualitätsstandards, aber auch ganz konkret die Maßnahmenplanung für die einzelnen Stadtteile. Die Spielplatzbedarfsplanung war daher auch bereits Teil des vergangenen Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“. Eine große Herausforderung für die dicht besiedelte und wachsende Millionenstadt stellen die knappen Flächenressourcen dar, die es erschweren, den Bedürfnissen und Interessen aller Zielgruppen gerecht zu werden. Schon bei der ersten Spielplatzbedarfsanalyse zu Beginn der 2000er Jahre zeigte sich ein erheblicher Mangel an ausgewiesenen bzw. vorhandenen Spielflächen, welcher bis heute nicht annähernd ausgeglichen werden konnte. Darum legte die Kinder- und Jugendverwaltung 2018 erstmalig einen quantitativen Bedarfswert von 2 qm Spielfläche je Einwohner*in als verbindliche Planungsgröße fest .17 Im Rahmen der aktuell anstehenden Fortschreibung der Spielplatzbedarfsplanung für die Laufzeit 2023 bis 2027 wird überprüft werden, inwieweit man sich di eser Zielgröße in den vergangenen Jahren auf Stadtteil-, Bezirks - und Gesamtstadtebene hat nähern können. Die Auswertung der quantitativen Richtzielerreichung wird durch die Evaluation der in den vergangenen Jahren erreichten Entwicklung des Spielwertes au f den Spiel-, Bewegungs- und Aktionsflächen der Stadt als qualitatives Kriterium zur Beschreibung der Spielraumsituation vervollständigt. Im Zusammenspiel beider Dimensionen können so die für die Folgejahre erforderlichen Maßnahmenplanungen im Hinblick auf eine bedarfsgerechte Ausgestaltung von Spielräumen gesteuert werden. In der Spielplatzbedarfsplanung sind auch die Qualität und Standards festgehalten. Die Güte der Spielflächen – also der Spielwert – muss belastbar beurteilt werden können. Ein Bewertungsschema ermöglicht die differenzierte Einschätzung von Qualität und Quantität, um die Versorgungslage mit Spielflächen auf den Ebenen Gesamtstadt, Stadtbezirk und Stadtteil differenziert beschreiben zu können. Die Spielplatzbedarfsplanung befasst sich weite rhin thematisch insbesondere mit pädagogischen Aspekten der Spielplatzplanung und -gestaltung. Partizipation hat in der Spielraumplanung in Köln eine lange Tradition. Für Kinder und Jugendliche ist es eine wichtige Erfahrung, als gleichberechtigter Teil d er Gesellschaft den öffentlichen Raum mit gestalten und hierbei auch zielgruppenspezifische Nutzungsinteressen vertreten zu können. Einerseits lernen die jungen Menschen so, sich für eigene Interessen einzusetzen, zum anderen können sie im Zusammenhang mit den erforderlichen Aushandlungsprozessen mit anderen Nutzer - oder Altersgruppen ein demokratisches Verständnis entwickeln. Das Konzept der Ganzheitlichkeit der Baumaßnahmen, nämlich in multiprofessionell kooperierenden Teams von der Bedarfsfeststellung u nd -planung bis hin zur Fertigstellung 17 Spielplatzbedarfsplanung 2018 – Rahmenkonzept sowie Bezirksplanungen: https://www.stadt- koeln.de/leben-in-koeln/bildung-und-schule/integrierte-jugendhilfe-und-schulentwicklungsplanung 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 27 „alles in einer Hand“ zu haben, ist immer noch überzeugend, weil auf diese Weise am besten gewährleistet werden kann, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in der Planung berücksichtigt und ihre Ideen und Wünsche im Zuge des Ausbaus der Spielfläche Realität werden. In den Jahren 2016 bis 2020 konnten insgesamt 459 Baumaßnahmen im Spielplatzbereich erfolgreich abgeschlossen werden. Spielplätze sind immer Orte der Gemeinschaft. Dies implizie rt auch den Gedanken der Inklusion. Darüber hinaus sind sie Orte der Begegnung für alle Bürger*innen, unabhängig von ihrem Alter, und tragen daher zur Lebensqualität im Stadtteil bei. Viele Flächen bieten zudem im Sommer einen Ausgleich zu den Hitze ausstrahlenden versiegelten Flächen der Stadt. In der Vergangenheit sowie zukünftig war und ist auch die Planung und Gestaltung von Flächen für ältere Kinder und Jugendliche von besonderer Bedeutung da Angehörige dieser Altersgruppen einen nicht unerheblichen Te il ihrer Freizeit im öffentlichen Raum verbringen. Diese werden nach Möglichkeit mit einer Angebotsvielfalt und für multifunktionale Nutzungen geplant und gestaltet. Das Spektrum reicht hier von „Urban Sports“ bis hin zu Freiräumen zum Chillen, klassischen Bolzplätzen und Fitnessangeboten. Auch mit der bereits veröffentlichten Kölner Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ nimmt die Stadt Köln Kinder und Jugendliche mehr in den Fokus. So sieht sie unter anderem eine Öffnung und Mehrfachnutzung von Sport - und Freiflächen vor, um das Angebot für Spiel, Bewegung und Aktionen von Kindern und Jugendlichen im öffentlichen Raum weiter auszubauen. Eine aus diesem erklärten Ziel der Stadt Köln stammende Maßnahme ist der Modellversuch der Schulhoföffnung 18. Zielgru ppe sind insbesondere diejenigen Kinder und Jugendlichen, die sich in einem erweiterten öffentlichen Raum treffen, spielen, bewegen oder toben möchten. Dies ist oftmals aufgrund der dichten Bebauung der Stadt ansonsten nur begrenzt möglich. Gestartet im v ierten Quartal 2021, sieht das Pilotprojekt vor, Kölner Bürger*innen durch die Öffnung von Schulhöfen werktags nach der Unterrichtszeit sowie an Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien die Nutzung dieses öffentlichen Raumes für Spiel, Sport und Bewegung zu ermöglichen. Zur Verfügung gestellt werden das Schulhofgelände sowie die hier vorhandenen stationären Spielgeräte. Der Modellversuch umfasst zunächst jeweils eine ausgewählte Schule pro Stadtbezirk. Entsprechend der Idee der Rahmenkonzeption zum Modellprojekt soll die Modellphase unter anderem genutzt werden, um gangbare und schulindividuelle Lösungen für weitere Schulhoföffnungen im Stadtgebiet auszuloten. Gemäß Konzeptidee sollte die Idee der Multifunktionalität von Schulflächen für verschiedene Nutzungsbedarfe der Stadtgesellschaft zudem perspektivisch bereits in Planaufstellungen im Rahmen der Stadtplanung verfolgt werden. Im Kommunalen Kinder- und Jugendförderplan wir 18 Ratsbeschluss zum Projekt Modellhafte Öffnung von Schulhöfen: https://buergerinfo.stadt- koeln.de/to0050.asp?__ktonr=331106 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 28 dieses Konzept durch die Ideen möglicher flankierender Begleitung der Schulhoföffnungen durch zum Beispiel mobile Jugendangebote sowie der Schaffung von Schulhofpatenschaften analog zu Spielplatzpatenschaften ebenso aufgegriffen. Darüber hinaus gibt es jedoch noch w eitere Themenfelder im öffentlichen Raum , die Kinder und Jugendliche ebenfalls betreffen. Diese sollen im Folgenden kurz angeschnitten werd en, können aufgrund des Umfangs jedoch nicht vollumfänglich behandelt werden. Klima, Umwelt, Sauberkeit und Nachhaltigkeit Dass „Klima“ für junge Menschen ein wichtiges Thema ist, zeigen d ie „Fridays for Future - Gemeinsam gegen den Klimawandel“ -Demonstrationen eindeutig. Die Stadt Köln hat sich, auch mit Blick auf die Generationengerec htigkeit dazu verpflichtet ihre CO2-Emissionen bis 2030 (gegenüber 1990) um 50 Prozent zu reduzieren. Mit d em Beschluss des Rates zur Ausrufung des Klimanotstandes im Juni 2019 werden die ambitionierten Klimaziele zusätzlich unterstrichen und bekräftigt, dass die Eindämmung des Klimawandels hohe Priorität hat. Auch das Thema „Sauberkeit“ ist für Kölner Kinder und Jugendliche ein wichtiges Thema. Kinder und Jugendliche wünschen sich, dass in der Stadt Köln weniger Müll herumliegt, aber generell auch, dass weniger Müll entsteht. Der Rat der Stadt Köln hat sich am 6. Mai 2021 entschieden, dass für Köln bis spätest ens 2022 ein „Zero Waste-Konzept“ erarbeitet werden soll, welches die Stadt Köln dem Zertifikat der Zero Waste City näher bringen soll. Ziel ist es Abfälle zu vermieden, Ressourcen zu schonen, verantwortungsvoll zu produzieren, nachhaltig zu konsumieren und sinnvoll wiederzuverwerten. Die Themenfelder finden sich auch im Zielgerüst der Kölner Perspektiven 2030+ wieder. Sicherheit im öffentlichen Raum Nicht alle Kinder und Jugendliche fühlen sich überall in unserer Stadt wohl. Dieses Gefühl kann ganz persönliche Gründe haben, aber auch zum Beispiel durch mangelnde Beleuchtung oder belagerte Plätze entstehen. Diese Orte werden manchmal auch Angsträume genannt und können sich im direkten Umfeld, aber auch auf dem Weg zur Schule oder zur Jugendeinrichtung befinden. Zur Vorbeugung von Straftaten hat die Stadt Köln seit 2019 ein Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit (ZKS). Das ZKS ist Anlaufstelle für alle Sicherheits- und Präventionsthemen und arbeitet mit unterschiedlichen Netzwerken zusammen. Die Kooperation mit Netzwerken und die Koordination von Fachthemen werden stets von Fachleuten aus der Wissenschaft begleitet, sodass eine hohe fachliche Qualität gewährleistet ist. Die Gründung eines Kriminalpräventiven Rates Köln (KPR Köln) basiert auf dem einve rnehmlichen Wunsch der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln und des Kölner Polizeipräsidenten, ein Gremium zu schaffen, das sich aus gesamtstädtischer Perspektive mit der sicherheitsrelevanten Präventionsarbeit befasst. Bezogen auf Kinder und Jugendliche gilt 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 29 es Orte zu identifizieren, an denen sich Kinder und Jugendliche unwohl fühlen und daraus Handlungserfordernisse abzuleiten.19 Verkehr und Mobilität Die Stadt Köln verfolgt eine konsequente Verkehrswende, weg vom motorisierten Individualverkehr hin zu nachhaltigen Mobilitätsangeboten. „Integraler Teil der Verkehrswende ist aber auch die Neubewertung und Reorganisation des Straßenverkehrs und seiner Infrastrukturen. Das städtische Straßensystem soll zukünftig gleichrangig unterschiedlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung stehen und den Anforderungen an einen qualitätsvollen, multifunktionalen öffentlichen Raum entsprechen.“20 Der Straßenverkehr hat erheblichen Einfluss auf die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen. Verkehrssicherheitsarbeit erfordert , dass Erwachsene die Perspektive wechseln, um so auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im Straßenverkehr bestmöglich eingehen zu können. „So sehen Kinder aufgrund ihrer Körpergröße alles aus einer anderen Perspektive. Sie können kaum über parkende Autos hinwegsehen, nehmen kaum herannahende Autos wahr, werden selbst gar nicht oder erst zu spät gesehen . Kinder machen kleinere Schritte als Erwachsene, sind so bei einer Fahrbahnquerung länger im Gefahrenbereich.“ 21 Umso wichtiger ist es, Kinder und Jugendliche in Planungsprozesse zu beteiligen.22 Spiel, Sport, Kultur und Freizeit Die Stadt Köln hat als vielfältige Metropole für Kinder und Jugendliche viel zu bieten. In unterschiedlichsten Angeboten in den Kinder - und Jugend einrichtungen, k ultur- und medienpädagogischen Einrichtungen, Jugendverbänden oder Jugendwerkeinrichtungen und vielen mehr, aber auch im öffentlichen Raum, in Parks, Grünanlagen oder auf Plätzen können Kinder und Jugendliche ihre Freizeit attraktiv gestalten. „Als ein wichtiger Teilbereich des Handlungsfeldes „Jugendarbeit“ fördert die kulturelle Bildung die künstlerisch -mediale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit verschiedenen Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten, z.B. in den Bereichen Akrobatik, Bildende Kun st, Literatur, Medien, Musik, Spiel, Tanz und Theater. Hiermit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur individuellen und sozialen Entwicklung junger Menschen. Die kulturpädagogischen Fach- einrichtungen in Köln verfügen über entsprechende Fachkompetenz, ang emessene Fach - räume, sowie eine geeignete Ausstattung.“23 19 Vgl. hierzu Maßnahme: Etablierung eines stadtweiten bezirklichen Beteiligungsformats. 20 Vgl. Stadt Köln: Kölner Perspektiven 2030+. Link: https://www.stadt- koeln.de/mediaasset/content/pdf15/kp2030/stadtstrategie.pdf S. 127. 21 Schröder, Richard: Kinder im Verkehr (2021). In: Bär, Dominik; Roth Roland, Csaki, Friderike (HG.): Kinderfreundliche Kommunen. Kinderrechte kommunal verwirklichen. Frankfurt/M. S. 485. 22 Vgl. hierzu Maßnahme: Kinder- und Jugendbeteiligung an der Gestaltung der Mobilitätswende der Stadt Köln 23 Kinder- und Jugendförderplan 2021- 2025, S. 71 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 30 Im Strategiepapier der „Kölner Perspektiven 2030+“ heißt es dazu: „ In einer Großstadt sind die räumlichen Ressourcen naturgemäß häuf ig knapp. Hallen und Plätze müssen klug gemanagt und für vielfältige Nutzungen geöffnet werden. Gleichzeitig gilt es, auch öffentliche Räume so zu gestalten, dass sie zu Bewegung und Erholung im Alltag und Sport in der Freizeit anregen. Vor dem Hintergrund der Zunahme von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen, aber auch der integrativen Kraft der Sportvereine, ist es besonders wichtig, dem Nachwuchs ein vielfältiges Angebot, auch in Verbindung mit Bildungsangeboten, zu bieten.“24 Es gibt bereits umfangreiche Bildungs- und/ oder Mitmach - Angebote für Kinder und Jugendliche: Hier seien über die bereits benannten hinaus exemplarisch die Angebote des Amt für Weiterbildung (VHS), den Stadtteilbibliotheken oder Museen in Köln benannt. Weiterhin gibt es große Feste, die sich an Kinder und J ugendliche adressieren, wie zum Beispiel den Weltkindertag oder das Kölner Kindersportfest, sowie ein umfangreiches Ferienprogramm. Ausblick: Wir möchten uns auch im neuen Aktionsplan „kinder - und jugendfreundliches Köln“ dafür einsetzen, dass junge Menschen die Möglichkeit erhalten ihr Umfe ld und ihre Stadt aktiv mitzugestalten. Hierfür haben wir Maßnahmen unter den Handlungsfeldern „Räume eröffnen“, „Strukturelle Partizipation“, „Verankerung von Kinderrechten im städtischen Handeln“ und „Zielgruppengerechte Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“ entwickelt. 24 Stadt Köln: Kölner Perspektiven 2030+: Link: https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/kp2030/stadtstrategie.pdf S.115 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 31 5.2.1 Maßnahmen Operationalisierte Maßnahmen im Handlungsfeld „Räume eröffnen für Kinder und Jugendliche“ 3 Maßnahmentitel Aktionen zur Inanspruchnahme des öffentlichen Raums hier am Beispiel: Elfried - Der elfte Elf Artikel-UN-KRK Artikel 12,13,14 und 17: Berücksichtigung des Kindeswillens; Meinungs- und Informationsfreiheit; Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; Zugang zu den Medien Zuordnung zu Handlungsfeld: „Räume eröffnen für Kinder und Jugendliche“ Weitere Schnittstellen- Handlungsfelder:  Strukturelle Partizipation  zielgruppengerechte Kommunikation & Information  Vielfalt & Chancengerechtigkeit Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Kinderfreundliche Rahmenbedingungen Maßnahmenkurzbeschreibung In der Session 2022/ 2023 feiert der Kölner Karneval“ sein 200. Jubiläum. Dies ist guter Grund, an die ursprünglichen Gedanken des „Fastelovend“ anzuknüpfen und Kölner Kindern und Jugendlichen mit viel Spaß und Remmidemmi eine Stimme zu verleihen. Verpackt in einer lustigen Geschichte vom „elften Elf“ Elfried sollen im Laufe des Jahres 2023 bunte, lustige „Krachparaden“ durch Kölner Stadtbezirke durchgeführt werden, in denen Kinder „einfach mal Krach machen“ und so auf sich und ihre Bedürfnisse aufmerksam machen können. Die Teilnahme soll kostenlos, barrierefrei und coronakonform draußen für alle leicht zugänglich, mit viel „Spaß an der Freud“ stattfinden. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen sollen aber auch noch anders hörbar werden. Auf Pop-up Bühnen und in anschließenden Podcast- Episoden geben wir Kindern eine Stimme. Sie dürfen sagen, was ihnen nach zwei Jahren Corona Pandemie unter den Nägeln brennt und wieder laut, fröhlich, lustig singen, tanzen und zusammen sein. Für ältere Kinder und Jugendliche ist darüber hinaus eine digitale Schnitzeljagd per QR- Code angedacht, in der sie sich gemeinsam mit Elfried auf karnevalistisch-kriminalistische Mission begeben und den „Frohsinn“ aufspüren können. Der ist nämlich verloren gegangen. Der "elfte Elf" gibt Tipps, wie wir ihn wiederfinden und mit ihm zusammen feiern können. Dazu bekommen die Kinder und Jugendlichen ganz nebenbei eine Menge lustiger, spannender und interessanter Informationen zur Kölner Stadt- und Karnevalsgeschichte und ihren Kinderrechten vermittelt. Der elfte Elf soll zudem als Taschenbuch mit multimedialer Metaebene per QR-Codes konzipiert werden, hinter denen sich Audio-, Video- und Fotomaterial verbergen. Das Buch soll am 11.11.2022 im himmelbau-Verlag erscheinen. Maßnahmenziel Ziel: Kinder und Jugendliche lernen spielerisch ihre Rechte kennen. Es werden Krachparaden in den Kölner Stadtbezirken durchgeführt. Die Ergebnisse werden in einem begleitenden Podcast aufbereitet. Das Ziel soll durch folgende nächste Schritte erreicht werden: 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 32 1. Akquise von Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen für das Projekt; Fördermittelakquise im 1. Halbjahr 2022. 2. Konzeptentwicklung für die Durchführung der Krachparaden, Pop-up Bühnen und Podcast- Episoden bis Ende des Jahres 2022. 3. Durchführung von Krach-Paraden in den Kölner Stadtbezirken im Jahr 2023. 4. Nachhaltige Ergebnissicherung durch die Aufbereitung der Podcast- Episoden und die Bereitstellung der QR- Code Schnitzeljagd 5. Eine Weiterentwicklung und Fortbestand des „elften Elf“ über die Jubiläumssession hinaus wird in der Auswertung geprüft und evaluiert. Zielgruppe Kinder im Alter von 3 bis circa 12 Jahren (+ Karnevalist*innen aller Altersgruppen) Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation 2021/ 2022 Auftakt zum Weltkindertag geplant 2023+ (Jubiläumssession) 2023 / 2025 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n  Kölner Perspektiven 2030+ hier: Köln fördert die kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt Zuständigkeit Kunstkönner e.V. Köln in Kooperation mit Koordination Kinderfreundliche Kommune Köln Prozessbeteiligte Geplant:  Einbindung relevanter interner und externer Akteur*innen  Einbindung Kitas und Grundschulen Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation wird angestrebt ja wird angestrebt Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit  Information über die städtische Website  Weitere Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit werden im Prozess entwickelt Monitoring Status Planung ist gestartet. Risikoanalyse  Verzögerte Zeitplanung aufgrund der Corona Pandemie  Fehlende finanzielle Ressourcen zur Umsetzung aller angedachten Bausteine 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 33 4 Maßnahmentitel Einführung einer kommunalen Familienkarte „FamilienPluspunkt“ Artikel-UN-KRK Artikel 31: Beteiligung an Freizeit, kulturellem und künstlerischen Leben, staatliche Förderung Zuordnung zu Handlungsfeld: „Räume eröffnen“ Weitere Schnittstellen- Handlungsfelder:  Strukturelle Partizipation  Zielgruppengerechte Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit  Chancengerechtigkeit & Vielfalt Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Kinderfreundliche Rahmenbedingungen Maßnahmenkurzbeschreibung Unter dem Leitsatz „Köln, eine Familiensache“ soll mit der Einführung der Kölner Familienkarte „FamilienPlusPunkt“ eine flächendeckende Forcierung nachhaltiger, familienfreundlicher Angebote quer durch alle Akteur*innengruppen (beispielsweise Einzelhandel, Sportvereine, Kultureinrichtungen) der Stadtgesellschaft erreicht werden. Durch die Gewinnung von Unternehmen, Organisationen und Vereinen als Kooperationspartner*innen soll eine breite und bedarfsgerechte Förderung und Unterstützung von Familien in Köln erreicht werden. Die Maßnahme „FamilienPlusPunkt“ versteht sich als ein additives kommunales Angebot, um insbesondere die Kinder- und Familienfreundlichkeit in Köln weiter zu stärken. Der Erhalt dieser Karte soll unbürokratisch, bürger*innenfreundlich und barrierefrei erfolgen. Neben einer Internetpräsenz wird eine deutliche Sichtbarkeit der „FamilienPlusPunkt“ im öffentlichen Raum zudem durch das Anbringen einer Plakette, zum Beispiel in Schaufenstern, erreicht. Maßnahmenziel Ziel: Durch die „FamilienPlusPunkt“- Karte wird die Kinder- und Familienfreundlichkeit nachhaltig als Standortfaktor gestärkt und in der Stadtgesellschaft verankert. 1) 2022: Die Maßnahme „FamilienPlusPunkt“ startet im Jahr 2022 mit mindestens 50 Kooperationspartner*innen. 2) 2023: Bis Ende 2023 haben mindestens 10.000 in Köln lebende Familien, Elternteile/ Lebensgemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen Kind die „FamilienPlusPunkt“-Karte beantragt und profitieren von den Vorteilen. (Die Anzahl entspricht ca. 10% der aktuell in Köln bestehenden Haushalte mit Kindern (Aktuell circa 104.000 (Stand: Februar 2022). 3) 2024: Bis Ende 2024 konnten die Kooperationspartner*innen auf mindestens 150 erweitert werden. 2025: Bis zur Evaluation der Maßnahme konnten insgesamt mindestens 20.000 in Köln lebende Familien, Elternteile/ Lebensgemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen Kind mit der „FamilienPlusPunkt“-Karte erreicht werden. (Die Anzahl entspricht ca. 20 % der aktuell in Köln bestehenden Haushalte mit Kindern (Aktuell circa 104.000 (Stand: Februar 2022). Zielgruppe 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 34 Alle in Köln lebende Familien, Elternteile/ Lebensgemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen Kind. Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation Start: 2021 Start: 2. Halbjahr 2022/ fortlaufend 2023 / 2025 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n  Kölner Perspektiven 2030+ hier: Leitziel 3.4: Köln fördert die kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt Zuständigkeit Amt für Kinder, Jugend und Familie hier: 516/ Familienservice; Familienlots*innen Prozessbeteiligte  Koordination Kinderfreundliche Kommune  Einbezug relevanter Akteur*innen aus der Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation nein wird angestrebt wird angestrebt Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit  breite städtische Öffentlichkeitskampagne, digital und analog  über die teilnehmenden Kooperationspartner*innen  Siegel KFK wird sichtbar bei teilnehmenden Partner*innen gemacht Monitoring Status Die Umsetzung ist bereits festgelegt wie beschrieben festgelegt. Risikoanalyse  Verzögerte Zeitplanung aufgrund der Corona Pandemie 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 35 5 Maßnahmentitel Erschließung von Freiflächen zur Nutzung für Graffiti/ Streetart im öffentlichen Raum. Artikel-UN-KRK Artikel 31: Beteiligung an Freizeit, kulturellem und künstlerischen Leben, staatliche Förderung Zuordnung zu Handlungsfeld: „Räume eröffnen“ Weitere Schnittstellen- Handlungsfelder:  Strukturelle Partizipation  Verankerung im städtischen Handeln  Chancengerechtigkeit & Vielfalt Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Partizipation Maßnahmenkurzbeschreibung Öffentliche Räume sind nicht nur Aufenthaltsorte von jungen Menschen, sondern darüber hinaus wichtige Erfahrungs- und Lernorte. Gerade in einer Großstadt wie Köln, in der freie Flächen knapp sind, sind öffentliche Räume unverzichtbar für ein gelingendes Aufwachsen. Junge Menschen brauchen Frei-(Räume) zur Entfaltung und zum Ausprobieren. Es ist wichtig, Kindern und Jugendlichen gleichberechtigte Teilhabe am Leben im öffentlichen Raum zu ermöglichen. Dies kann unter anderem dadurch erfolgen, dass sie an der Gestaltung des Stadtraumes beteiligt werden und auch Jugendkultur im Stadtraum sichtbar wird. Die Aneignung oder Gestaltung von Freiflächen im öffentlichen Raum kann einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Integration in das Gemeinwesen und zur Entwicklung eines Demokratieverständnisses leisten. Im Stadtbezirk Mülheim wurde in den Jahren 2019 bis 2021 das Graffiti-Jugendevent „Veedel-Stars“ unter Beteiligung von Jugendlichen geplant und umgesetzt. Daraus entstand bei den jungen Menschen die Idee, an diesem Standort eine „Hall of Fame“, also eine freie und legale Fläche für die ständige Gestaltung durch Graffiti und Streetart, zu schaffen und perspektivisch weitere Flächen zu erschließen. Die „Hall of Fame Kalkberg“ wird nach der Eröffnung im ersten Halbjahr 2022 legal, dauerhaft und uneingeschränkt für künstlerische Gestaltungen zur Verfügung stehen. Es ist beabsichtigt weitere öffentliche (Wand-) Flächen im Stadtgebiet zu ermitteln und für die beschriebene Nutzung zu sichern. Bei der Auswahl der Flächen soll die Zielgruppe nach Möglichkeit einbezogen werden. Hier werden sowohl langfristige als auch temporäre Flächennutzungen und die Gewinnung weiterer Kooperationspartner*innen in der Stadtverwaltung, bei Unternehmen und in der Bürgerschaft angestrebt. Der Einbezug von Jugendlichen in die Flächenakquise, die folgenden Abstimmungsprozesse und die Konzepterstellung zur jeweiligen Nutzung stellt dabei eine Voraussetzung für eine gelingende Umsetzung dar. Maßnahmenziel (SMART) Ziel: Durch die Erschließung und Nutzung von weiteren Freiflächen zur kreativen Gestaltung im Stadtgebiet werden junge Menschen an der Gestaltung des öffentlichen Raums dauerhaft beteiligt. Jugendkultur erfährt somit zudem eine Sichtbarkeit im Stadtraum. 1) 2022: Im ersten Halbjahr 2022 wird die „Hall of Fame Kalkberg“ eröffnet. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 36 2) 2023: Die Nutzung der „Hall of Fame Kalkberg“ wird evaluiert und falls nötig konzeptionell angepasst. 3) 2024/ 2025: Weitere Freiflächen zur Nutzung für Graffiti/ Streetart im öffentlichen Raum wurden erschlossen. Einrichtung/ Akquise von Flächen wird in möglich vielen Stadtbezirken angestrebt. Zielgruppe Alle Kölner Jugendliche Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation 2021 2022 ff. 2023 / 2025 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n  Kommunaler Kinder- und Jugendförderplan 2022 bis 2025  Spielplatzbedarfsplanung der Stadt Köln Zuständigkeit Amt für Kinder, Jugend und Familie Prozessbeteiligte  Bezirksvertretungen  Amt für Brücken-, Tunnel- & Stadtbahnbau  Amt für Öffentliche Ordnung  KASA (Kölner Anti-Sprayaktion)  Sozialdienst Katholischer Männer e.V.  Amt für Kinder, Jugend und Familie Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation ja ja ja Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit  Pressekonferenzen im Rahmen von Aktionen vor Ort  Vorstellung von Planungen in den Bezirksvertretungen  Information und Werbung über Social Media Monitoring Status Wird teilweise bereits umgesetzt Risikoanalyse  Verzögerte Zeitplanung durch die Corona Pandemie  Schwierigkeiten bei der Fördergeldakquise  Wetterbedingte Verzögerungen von Inbetri ebnahme neuer Flächen 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 37 5.3 Handlungsfeld: Verankerung von Kinderrechten im städtischen Handeln Eine kinder - und jugendfreundliche Stadt berührt alle Lebensbereiche und ist daher gleichzeitig eine familienfreundliche Stadt für Jung und Alt. Eben eine S tadt, in der das Wohnumfeld den Bedürfnissen aller Altersgruppen gerecht wird und als Begegnungsort für viele dient. Entscheidungen aus Verwaltung und Politik nehmen einen starken Einfluss auf die städtische Entwicklung und die Lebensqualität der Bürger*in nen. Daher ist es eine Querschnittsaufgabe für alle Akteur*innen des städtischen Handelns sich Kinder - und Jugendfreundlichkeit in allen lokalen Handlungsfeldern zu erschließen und sie in Themenfeldern wie beispielsweise medizinische Versorgung, soziale In frastruktur, (Aus - )Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten oder städtebaulicher Entwicklung einfließen zu lassen. Bereits am 21. Juni 2018 gelang der Stadt Köln ein wichtiger Meilenstein der Verankerung im städtischen Handeln. Unter § 12 b wurde die Kinder- und Jugendfreundlichkeit in die Hauptsatzung der Stadt aufgenommen. Der Passus in der Hauptsatzung lautet: „Die Stadt Köln ist eine kinder- und jugendfreundliche Stadt. Sie wirkt im Rahmen ihrer Befugnisse auf die Berücksichtigung der Rechte von Kindern und Jugendlichen hin. In den Bezirken werden geeignete Beteiligungsforen für Kinder und Jugendliche gebildet“25 Diese Aufnahme schafft eine erste verbindliche Verankerung als stadtweites sowie ressortübergreifendes Thema. „Für die Verankerung der Querschnit tsaufgabe Kinderrechte kann das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ einen wichtigen Impuls setzen. Um das Programm möglichst effektiv und ressortübergreifend umzusetzen, sind die teilnehmenden Kommunen aufgefordert, vor Ort eine Steuerungsgruppe einzuric hten.“26 Die Einrichtung der Steuerungsgruppe zur Begleitung und Umsetzung des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune erfolgte bereits im Jahr 2019. Sie tagt halbjährlich. Es ist beabsichtigt die ressortübergreifende Besetzung der Steuerungsgruppe im Rahmen der zweiten Siegelphase noch weiter auszubauen. Dem Ziel der strukturellen Verankerung konnte auch durch die Eröffnung verschiedener Einrichtungen im Kölner Stadtgebiet bereits näher gerückt werden. Neue Anlaufstellen richten sich eng an den Bedürfnis sen von Kindern, Jugendlichen sowie Familien aus. So konnte für 25 § 12 b der Hauptsatzung der Stadt Köln vom 10. Februar 2009 in der Fassung der 25. Satzung zur Änderung der Hauptsatzung der Stadt Köln vom 9. September 2021. 26 Vgl. Roth, Roland (2021): Auf dem Weg zur kinderfreundlichen Kommune- Konzepte und Handlungsstrategien in: In: Bär, Dominik; Roth Roland, Csaki, Friderike (HG.): Kinderfreundliche Kommunen. Kinderrechte kommunal verwirklichen. Frankfurt/M. S. 128. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 38 die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen am 19. März 2019 in Kooperation mit dem Kölner Jugendring e. V. das Kinder - und Jugendbüro mitten im Herzen der Kölner Altstadt eröffnet werden. Es fungiert hier als Schnittstelle zwischen Kindern und Jugendlichen, Verwaltung und Politik und versteht sich als Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche. Für Fragen rund um Familie und Kinder bis zu sechs Jahre gelang mit der Eröffnung des Familienbü ros ein wichtiger Meilenstein. Als feste Anlaufstellen für Themen rund um Elternbeiträge, Unterstützungen für Kinder mit Förderbedarf, Regelungen zu Unterhaltszahlungen oder Elterngeld und vieles mehr, stehen die Kolleg*innen für die Kölner Bürger*innen be reit. Um Jugendliche und junge Erwachsene beim Übergang von Schule und Beruf zu unterstützen wurde in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Jobcenter Köln die Jugendberufsagentur am 27.05.2021 eröffnet. Im Jahr 2020 ging das Amt für Kinder, Jugend und Familie darüber hinaus mit gutem Beispiel voran und erstellte für sich ein Selbstverständnis. Dieses definiert eine Grundhaltung der Wertschätzung, des gegenseitigen Respekts und der Akzeptanz sowie der grundsätzlichen Offenheit für unterschied liche Lebensentwürfe, Religionen oder Lebenssituationen. Diese Haltung ist besonders dann wichtig, wenn Familien auf die Unterstützung und Begleitung durch das Amt für Kinder, Jugend und Familie angewiesen sind. Als wichtige Voraussetzung und Handlungsmaxime sollen sich die Mitarbeiter*innen des Amtes die UN -Kinderrechte deshalb bewusst machen und ihre Handlungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, sowie deren gelingendes Aufwachsen ausrichten. Die Kinder - und Jugendfreundlichkeit erfährt zudem in üb ergreifenden oder anderen strategischen Planungen und Prozessen eine Verankerung. So hat sie unter anderem im Ziel 3.4 Einzug in die Kölner Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ gefunden. Hier heißt es: „Köln fördert die kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt“27 Dieser Leitsatz ist einer von insgesamt 27 Leitsätzen und formulieren Vorgaben für einzelne Bereiche der Stadtentwicklung. Sie zeigen auf, welche konkreten Vorgaben sich die Stadt Köln für eine nachhaltige zukünftige Entwicklung setzt. Auch im Kommunalen Kinder - und Jugendförderplan 2021 - 2025 wurden bereits gesamtstädtische integrierte Planungs - und Handlungsstrategie sowie Förderziele ausgewiesen, die eine Reihe von Verbindungen zu den Leitzielen weiterer städtischen Planungen, Konzepte und Programmen aufweisen. „Hier geht es um eine Haltung, welche dazu beiträgt, im Zusammenspiel aller Fachämter der Verwaltung sowie in Kooperation mit Trägern der freien Jugendhilfe, Verbänden, Vereinen und weiteren Akteur*innen der 27 Vgl. Stadtstrategie Kölner Perspektiven 2030+ https://www.stadt- koeln.de/mediaasset/content/pdf15/kp2030/stadtstrategie.pdf 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 39 Stadtgesellschaft ein ganzheitliches Verständnis von bedarfsgerechter Stadt -, Raum - und Angebotsplanung und -gestaltung für Kinder und Jugendliche zu entwickeln und umzusetzen.“28 Ausblick: Für den zweiten Aktionsplan ist es daher unser Ziel, die Kinder- und Jugendfreundlichkeit als Querschnittsthema in allen Verwaltungsressorts fest zu verankern. Wir möchten erreichen, dass die Kinderrechte noch mehr in das Bewusstsein von Planer*innen und Entscheider*innen in der Verwaltung rücken und ganz selbstverständlich im beruflichen A lltag berücksichtigt werden. Dafür möchten wir die Verbindungslinien des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune zu anderen städtischen Prozessen, Planungen und Programmen stärken und ausbauen. Weiterhin möchten wir ein stadtweites Leitbild partizipativ entwickeln und somit die unter §12b verankerte Kinder- und Jugendfreundlichkeit weiter mit Leben füllen. 28 Vgl. Kommunaler Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Köln 2021-2025, S. 11f. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 40 5.3.1 Maßnahmen Operationalisierte Maßnahmen im Handlungsfeld „Verankerung im städtischen Handeln“ 6 Maßnahmentitel Entwicklung eines stadtweiten Leitbilds „kinder- und jugendfreundliches Köln“ Artikel-UN-KRK Artikel 1 bis Artikel 54 Zuordnung zu Handlungsfeld: „Verankerung von Kinderrechten im städtischen Handeln“ Weitere Schnittstellen- Handlungsfelder:  Strukturelle Partizipation  Räume eröffnen  Zielgruppengerechte Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit  Kinder-, Jugend- und Gesundheitsschutz  Chancengerechtigkeit & Vielfalt Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Kindeswohl hat Vorrang Maßnahmenkurzbeschreibung Auf den Erkenntnissen der ersten Siegelphase aufbauend möchten wir innerhalb der zweiten Siegelpahse ein Leitbild für ein „kinder- und jugendfreundliches Köln“ entwickeln. Wir wollen damit unsere Zielsetzung weiter schärfen und die unter §12b der Hauptsatzung verankerte Kinder- und Jugendfreundlichkeit weiter mit Leben füllen. Das Leitbild soll eine zentrale, langfristige und möglichst konsensfähige Vision für die Kinder- und Jugendfreundlichkeit in Köln darstellen und ist als qualitative Beschreibung der angestrebten Zukunft zu verstehen („Wie sieht die ideale kinder- und jugendfreundliche Kommune Köln aus, wenn sie „fertig“ ist?“). Das Leitbild soll partizipativ entwickelt und durch Ziele konkretisiert werden, die die Ausrichtung vorgeben, wie die angestrebte Zukunft erreicht werden soll („Was muss zur Erreichung umgesetzt werden?“). Der im Leitbild beschriebene Idealzustand kann somit einen Handlungs- und Orientierungsrahmen für das zukünftige Politik- und Verwaltungshandeln vorgeben und aufzeigen an welchen Stellen der Paradigmen- und Perspektivwechsel noch erfolgen muss. Den Ausgangspunkt für unser Leitbild stellt die UN Kinderrechtskonvention dar. Damit das Leitbild eine Bedeutung und Wirksamkeit bei der Zielgruppe und in der Stadtgesellschaft haben kann, ist es unsere Zielsetzung, dass so viele (junge) Kölner*innen wie möglich am Prozess beteiligt werden. In die Leitbilderstellung werden Vertreter*innen aller Dezernate und Ämter eingebunden, damit es von allen mitgetragen und umgesetzt wird. Nach Fertigstellung des Leitbilds soll es die zentrale Grundlage und den Ausgangspunkt für die Maßnahmen des Aktionsplans 2025- 2028 darstellen. Maßnahmenziel Ziel: Es wurde ein Leitbild „kinder- und jugendfreundliches Köln“ partizipativ entwickelt und beschlossen, welches Vision, Mission und Werte schafft und die Grundlage für weitere strategische Planungen zu diesem Thema darstellt. Das Ziel soll durch folgende konkrete Schritte erreicht werden: 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 41 1) Bis Ende 2022 wurde eine Arbeitsgruppe zur „Entwicklung eines Leitbilds/ einer Zielvision für ein „kinder- und jugendfreundliches Köln“ eingerichtet und ein regelmäßiger Sitzungsturnus etabliert. 2) In der Arbeitsgruppe wurde eine Projektskizze (Ablauf- und Terminplanung, Ressourcen- und Kostenplanung, Beteiligungsformen etc.) entwickelt. 3) Bis Ende 2024 wurde in umfangreichen Beteiligungsprozessen ein Entwurf des Leitbilds erarbeitet. 4) Das Leitbild „kinder- und jugendfreundliches Köln“ wird vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Zielgruppe Die Zielgruppe des Leitbilds muss im Planungsprozess definiert werden. Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation Start: 2021 Start: 2022 2023 / 2025 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n  Kölner Perspektiven 2030+ hier: Leitziel 3.4: Köln fördert die kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt Zuständigkeit Koordination Kinderfreundliche Kommune Prozessbeteiligte  Stadtentwicklungsteam  Steuerungsgruppe Kinderfreundliche Kommune Köln  Kinder- und Jugendförderplanung  Weitere relevante Vertreter*innen aus der Verwaltung, Politik, Trägerlandschaft & Stadtgesellschaft, hier insbesondere Kölner Kinder und Jugendliche  Projektkooperation: Soziales Zentrum Lino Club/ KJF Chorweiler Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation wird angestrebt wird angestrebt wird angestrebt Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit  Stadtweite Verbreitung des Leitbilds  Weitere Maßnahmen werden im Laufe des Prozesses der Erstellung entwickelt Monitoring Status Die Maßnahme hat noch nicht begonnen. Risikoanalyse  Verzögerte Zeitplanung aufgrund der Corona Pandemie  Fehlende personelle Ressourcen in der Koordination des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune Köln 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 42 7 Maßnahmentitel Kinder- und Jugendbeteiligung an der Gestaltung der Mobilitätswende der Stadt Köln Artikel-UN-KRK Artikel 12: Berücksichtigung des Kindeswillens, Recht auf Beteiligung Zuordnung zu Handlungsfeld: „Verankerung von Kinderrechten im städtischen Handeln“ Weitere Schnittstellen- Handlungsfelder:  Strukturelle Partizipation  Räume eröffnen  Zielgruppengerechte Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit  Kinder-, Jugend- und Gesundheitsschutz  Chancengerechtigkeit & Vielfalt Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Kindeswohl hat Vorrang Maßnahmenkurzbeschreibung Am 06.02.2020 erteilte der Rat der Stadt Köln den Auftrag zur Erarbeitung eines Sustainable Urban Mobility Plans (SUMP) für Köln, der sich am SUMP -Leitfaden der Europäischen Union (EU) orientieren soll. Mit diesem Ansatz wird das Ziel verfolgt, das Mobilitätsverhalten mit einer integrierten und l angfristig angelegten Strategie zu steuern, den Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel zu fördern und dadurch die städtische Lebensqualität zu verbessern. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der umfassenden Beteiligung der breiten Öffentlichkeit sowie der intensiven Evaluation der Umsetzung von Maßnahmen. Der SUMP soll die Fortschreibung für das Gesamtverkehrskonzept und die Weiterentwicklung von „Köln Mobil 2025“ und damit den strategischen Rahmen für die weitere Gestaltung der Mobilitätswende in Köln darstellen. Der SUMP wird zudem auf den Grundsätzen der „Kölner Perspektiven 2030+“ aufbauen und die hier enthaltenen Ziele und Inhalte für den Bereich Mobilität vertiefend behandeln. Zu Beginn der SUMP-Erarbeitung werden in einem Leitbildprozess eine Vision für die Zukunft der Mobilität sowie strategische Ziele definiert. Dabei wird auch die Stärkung der Kinderrechte sowie der Beteiligungskultur berücksichtigt. Im Rahmen des SUMP- Prozesses ist eine umfangreiche Öffentlichkeitsbeteiligung geplant. Ein Beteiligungs- verfahren soll auch explizit Kinder und Jugendliche adressieren. Hier kann auf die bereits gesammelten Erfahrungen aus dem Großgruppenbeteiligungsverfahren „Veedels- Check“ zurückgegriffen werden. Maßnahmenziel Ziel: Kinder und Jugendliche werden als eine wichtige Zielgruppe am SUMP- Prozess beteiligt. Die Ergebnisse der Beteiligung fließen in die weitere Erarbeitung des SUMP ein. 1) 2023/ 2024: Bis Ende 2024 wurden Kinder und Jugendliche an der Erarbeitung der ersten Stufe (Leitbildprozess, Analyse und Strategieentwicklung) des im Jahr 2022 gestarteten SUMP-Prozesses beteiligt. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 43 2) 2025 f.: Die Ergebnisse aus der Kinder- und Jugendbeteiligung fließen in die Erarbeitung der zweiten Stufe des SUMP (Erarbeitung eines Handlungs-, Umsetzungs- und Evaluationskonzepts) ein. Zielgruppe Alle Kölner Kinder und Jugendliche Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation im AP KFK: 2020 (Ratsbeschluss) 2022 bis 2035+ 2023 / 2025 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n  Kölner Perspektiven 2030+ Zuständigkeit Amt für Straßen- und Verkehrsentwicklung; Projektleitung: SUMP- Team Prozessbeteiligte  Rat  Verkehrsausschuss  Bezirksvertretungen  In Planung: Projektgruppe aus Mitarbeiter*innen aus verschiedenen Ämtern  In Planung: Lenkungskreis mit Dezernent*innen und Amtsleitungen  In Planung: Einrichtung eines Mobilitätsbeirat zur Beratung  weitere Stakeholder, die für den Prozess wichtig sind Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation nein ja wird angestrebt Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit  Zielgruppenorientierte Öffentlichkeitsarbeit  Aufruf zur Beteiligung auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln  Weitere Kommunikationsmaßnahmen ergeben sich im Projektverlauf Monitoring Status Die Maßnahme hat noch nicht begonnen. Risikoanalyse  Verzögerte Zeitplanung aufgrund der Corona Pandemie 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 44 8 Maßnahmentitel Verankerung des Querschnittsthemas „Kinder- und Jugendfreundlichkeit“ in allen Verwaltungsressorts Artikel-UN-KRK Artikel 3, 4: Wohl des Kindes, Verwirklichung der Kinderrechte Zuordnung zu Handlungsfeld: „Verankerung im städtischen Handeln“ Weitere Schnittstellen- Handlungsfelder:  Strukturelle Partizipation  Räume eröffnen  Chancengerechtigkeit & Vielfalt Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Kinderfreundliche Rahmenbedingungen Maßnahmenkurzbeschreibung Es ist und bleibt eine große Herausforderung in einer so großen Stadt(-verwaltung) das Querschnittsthema Kinder- und Jugendfreundlichkeit ämter- und dezernats-übergreifend zu verankern. Daher werden wir weiterhin Konzepte entwickeln und Möglichkeiten schaffen, wie uns dies (noch besser) gelingen kann. Eine kinder- und jugendfreundliche Stadt hat mit allen Lebensbereichen zu tun- Es ist uns daher ein großes Anliegen, dass alle Dezernate und Ämter in unserer Stadt an diesem Thema zusammenarbeiten. Aus diesem Grund haben wir im Dezember 2021 das Gesamtvorhaben Kinderfreundliche Kommune auch nochmal im Verwaltungsvorstand vorgestellt. Für den zweiten Aktionsplan ist es unser Ziel, die Kinder- und Jugendfreundlichkeit als Querschnittsthema in allen Verwaltungsressorts strukturell zu verankern. Wir möchten erreichen, dass die Kinderrechte noch mehr in das Bewusstsein von Planer*innen und Entscheider*innen in der Verwaltung rücken und ganz selbstverständlich im beruflichen Alltag berücksichtigt werden. Akteur*innen in der Verwaltung müssen sich fortlaufend in ihren Arbeitsbereichen mit ändernden Gesetzgebungen auseinandersetzen, um ihr Verwaltungshandeln entsprechend anzupassen. Daher ist es auch bezogen auf die Kinderrechte wichtig Mitarbeiter*innen für Kinderrechte und die rechtliche Verbindlichkeit des Kindeswohlvorrangs zu sensibilisieren. Dies gilt insbesondere für Bereiche, die nicht auf den ersten Blick mit Kinderrechten zu tun haben. Weiterhin möchten wir die zweite Siegelphase dafür nutzen das Gesamtvorhaben Kinderfreundliche Kommune noch stärker mit anderen stadtweiten Prozessen und Planungen zu verschränken. Die Verbindungslinien zu anderen Planungen können dabei helfen ein ganzheitliches Verständnis zu entwickeln und umzusetzen. So können Synergieeffekte hergestellt und nutzbar gemacht werden. Im neuen Kinder- und Jugendförderplan ist diese Verschränkung bereits angelegt. Für weitere städtische Prozesse und Planungen ist dies bereits in Planung oder wird angestrebt. Maßnahmenziel Ziel: Bis 2025+ wurde das Querschnittsthema Kinder- und Jugendfreundlichkeit in allen Verwaltungsressorts der Stadtverwaltung Köln fest verankert. Dies soll im ersten Schritt durch folgende Maßnahmen erreicht werden: 1) Es besteht die Zielsetzung das Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune Köln mit anderen stadtweiten Planungen und Prozessen verschränkt werden. Die Herstellung von Verbindungslinien ermöglicht es Doppelstrukturen zu vermeiden und Synergieeffekte hinsichtlich der gemeinsamen Zielerreichung herzustellen. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 45 2) Für die Umsetzung des Kindeswohlvorrangs werden aus allen Fachämtern verbindliche Ansprechpersonen benannt. Die Ansprechpersonen fungieren als Multiplikator*innen zum Thema Kinderrechte und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aus ihrem jeweiligen Fachbereich. 3) Es besteht die Zielsetzung die Steuerungsgruppe Kinderfreundliche Kommune um fehlende Verwaltungsressorts zu ergänzen. Dadurch soll der gesamtstädtische Austausch über Kinderrechte und die Umsetzung der Kinder- und Jugendfreundlichkeit verbessert werden. 4) Entwicklung und Durchführung eines Schulungskonzepts zur Information und Sensibilisierung von Multiplikator*innen für die Umsetzung von Kinderrechten im Verwaltungshandeln. Die geschulten Multiplikator*innen können dann als Expert*innen zum Thema Kinderrechte und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nach innen in ihre Ämter wirken. 5) Eine weitere Verankerung wird auch durch die Erstellung eines stadtweiten Leitbilds eines kinder- und jugendfreundliches Köln erreicht. Zielgruppe Alle relevanten Ämter und Dienststellen der Stadt Köln Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation Start: 2021 2022 bis 2025+ 2023 / 2025 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n  Stadtstrategie Kölner Perspektiven 2030+  Kommunaler Kinder- und Jugendförderplan 2022- 2025  Aktionsplan LSBTI  Spielplatzbedarfsplanung  SUMP-Prozess Zuständigkeit Koordination Kinderfreundliche Kommune Prozessbeteiligte  Verwaltungsvorstand  Alle Dezernate & Ämter  Stadtentwicklungsteam Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation nicht umsetzbar nicht umsetzbar nicht umsetzbar Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit Entfällt, da es sich um einen internen Prozess handelt. Monitoring Status Maßnahme ist im laufenden Geschäft umsetzbar. Risikoanalyse  Fehlende personelle Ressourcen in der Koordination des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 46 5.4 Handlungsfeld: Zielgruppengerechte Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Eine wichtige Zielsetzung des Programms Kinderfreundliche Kommunen ist die generationenübergreifende Information, Bekanntmachung und Sensibilisierung für Kinderrechte. Die Kommunikation muss dabei an den Zielgruppen und ihren Informations- und Kommunikationswegen ausgelegt und möglichst nutzer *innenfreundlich sein. Zielgruppengerecht bedeutet also, dass die Sprache, Ansprache, Bilder, die Kampagne oder sonstige öffentlichkeitswirksame Maßnahmen auf die Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen. Menschen sind verschieden: Sie beherrschen Sprachen unterschiedlich gut, bringen unterschiedliche Bildungsniveaus mit und haben andere Interessensgebiete oder Vorlieben. Bei Kindern und Jugendlichen ist die Vielfältigkeit der Adressat*innengruppe zudem durch die verschiedenen Alters - und Entwicklungsstufen gegeben. Verständliche Informationen in zielgruppen- oder adressatengerechter Sprache sind der Schlüssel, damit ein Verständnis erzielt werden kann. Hierfür müssen wir auch die bevorzugten Kommunikationskanäle unserer Zielgruppen kennen und nutzen. Kommunikative Maßnahmen sind nur erfolgreich, wenn die Zielgruppen auch tatsächlich erreicht werden . Die bevorzugten Kommunikationskanäle können sich dann je nach Alter noch einmal voneinander unterscheiden. Das Amt für Presse - und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Köln nutzt bereits vielfältige Kommunikations- und Informationskanäle, um die Bürger*innen zu informieren. 29 Digital werden die Informationen über die Stadt Köln Homepage, die Social- Media Kanäle der Stadt (hier: Instagram, Twitter), sow ie über den städtischen YouTube -Kanal verbreitet. Analog informiert die Stadt Köln aber auch durch Printmedien, wie die Herausgabe von Informationsflyern, Broschüren oder Berichten. Zudem werde n, neben einer regelmäßigen Informationsweitergabe an unterschiedliche Pressevertreter*innen durch Pressemitteilungen, Pressekonferenzen oder andere Formate, plakative Stadtinformationskampagnen im ganzen Stadtgebiet geschaltet, um Bürger*innen über aktuel le Aktionen oder Maßnahmen zu informieren. Einige der genannten Formate dienen ausschließlich der Information, andere der Kommunikation und wieder andere sollen einen Dialog anregen. Darüber hinaus konnte auch das Kooperative Kinder - und Jugendbüro einen eigenen Instagram- Account aufbauen und liefert regelmäßig Informationen zu Aktionen, Projekten und aktuellen Entwicklungen für die Zielgruppe der Jugendlichen . Der Account dient auch als Plattform für digitale Formate, wie „Deine Story- Jugend spricht!“, digitale Sprechstunden oder den in 2021 stattgefundenen digitalen „Tag der Jugend im Rathaus“. 29 An dieser Stelle seien einige der bereits genutzten Kanäle benannt, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 47 Im Rahmen einer Veränderungswerkstatt beschäftigte sich ein ämter - und dezernatsübergreifendes Projektteam bereits mit der Frage, wie die Stadt Köln ihre Kommunikation mit der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen noch weiter verbessern kann. Um sich dem Thema zu nähern, wurden zunächst altersdifferenzierte Befragungen der vorab definierten und unterschiedlichen Zielgruppen durchgeführt. Exemplarisch sei hier au f zwei der herausgefilterten Zielgruppen weitergehend Bezug genommen. Im Jahr 2021 wurden über 50 Kinder (bis sechs Jahre) und ihre Erzieher*innen aus verschiedenen städtischen Kindertageseinrichtungen befragt. Dabei wurden die Rückmeldungen gegeben, dass Plakate und Schilder eher nicht von Kindern unter sechs Jahren wahrgenommen werden, da sie oftmals nicht auf Kinderhöhe angebracht sind. Die befragten Kinder wünschen sich eine Gestaltung der Schilder, Plakate und Umgebung mit kindgerechten Motiven, Bilde rn, Piktogrammen, ansprechenden Farben und wenig Text. Auf die an Kinder gerichtete Frage woher sie wissen, dass zum Beispiel ein Fest für Kinder in Köln stattfindet oder das ein Zirkus in der Stadt ist, waren die häufigsten Antworten der Kinder unter sechs Jahren, dass sie davon von ihren Eltern, Geschwistern oder in der Kita erfahren haben. Nur einige wenige Kinder antworteten zudem, dass sie über das Internet, Fernsehen oder über das Radio ihre Informationen erhalten. Die Ergebnisse der älteren Kinder und Jugendlichen (12 bis 18 Jahre) unterschieden sich von den Ergebnissen der Befragungen der kleineren Kinder deutlich. Sie wünschten sich eine übersichtliche, kompakte, einfache, intuitiv zu bedienende (bar rierefreie) mobile Applikation (kurz App), welche auch die Möglichkeit für Filteroptionen enthalten soll, beispielsweise für Stadtteile oder für Interessensgebiete. Weiterhin wurde benannt, dass „Push -up Benachrichtigungen“ toll wären, sobald etwas Neues in der App beziehungsweise im präferierten Theme nbereich geschieht, ohne die Anwendung öffnen zu müssen. Darüber hinaus wünschten sich die befragten Kinder und Jugendlichen in der App Informationen zu Anlaufstellen, Ansprechpersonen, Beteiligungsmöglichkeiten, Vera nstaltungen und „Safe Spaces“30. Auch Ku rzinformationen zu aktuellen Themen z.B. warum gerade ein Spielplatz geschlossen ist, sowie fachlichen Input („erklär mir mal…“) wurden benannt. Der Bedarf eines solchen digitalen Informationskanales kristallisierte sich 2018 in der Kölner Jugendbefragung schon heraus und fand daher bereits Einzug in die Maßnahmenplanung des aktuellen Kinder- und Jugendförderplan 2021- 2025. Neben den oben dargestellten von den Kindern und Jugendlichen spezifizierten Nutzungsbedarfen wird im Kinder - und Jugendförderplan auch auf eine Ermöglichung von Online-Befragungen hingewiesen, um bei 30 Als “Safe Space” werden Räume und Räumlichkeiten bezeichnet, in die sich Menschen zurückziehen dürfen, die sich marginalisiert oder diskriminiert fühlen. An diesen Orten sind Aussagen und Taten verboten, die andere als diskriminierend oder abwertend empfinden. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 48 aktuellen Themen - und Fragestelllungen eine schnellere Rückkopplung mit Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen. Ausblick In der Auswertung der bisherigen Kommunikationswege hat sich kla r aufgezeigt, dass die Stadt Köln, insbesondere den Jugendlichen, einen noch leichteren und niedrigschwelligeren Zugang zu Informationen ermöglichen müssen, da die bisherigen Strukturen nicht oder kaum genutzt werden . Hierfür braucht es kreative neue Kommu nikationswege. Kinder und Jugendliche sollten als Expert*innen in die Entwicklung der Informations - und Kommunikationswege einbezogen werden, um eine möglichst authentische Formulierung, ein kinder- und jugendgerechtes Design sowie relevante Themen fokussieren zu können. Eine weitere Zielsetzung besteht parallel in einer verstärkten Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für die Belange und die sich verändernde Lebenswirklichkeit von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Dies muss sich in der Prioritätense tzung bei öffentlichen Planungen ebenso widerspiegeln wie bei der Sensibilisierung und der erhöhten Toleranz für die Rechte, Bedürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen in unserer Stadtgesellschaft. Es stellt daher eine Zielsetzung des zweiten Aktionsplans dar, die „Stimmen“ von jungen Menschen in Köln sichtbarer und „lauter“ zu machen. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 49 5.4.1 Maßnahmen Operationalisierte Maßnahmen im Handlungsfeld „Zielgruppengerechte Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“ 9 Maßnahmentitel Strukturelle Stadtinformationskampagnen (SIKA) zur Information und Sensibilisierung der Kölner Stadtgesellschaft. Artikel-UN-KRK Artikel 12, 13, 14 und 17: Berücksichtigung des Kindeswillens, Meinungs- und Informationsfreiheit, Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit, Zugang zu den Medien Zuordnung zu Handlungsfeld: „zielgruppengerechte Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“ Weitere Schnittstellen- Handlungsfelder:  Strukturelle Partizipation  Räume eröffnen  Kinder-, Jugend- und Gesundheitsschutz  Chancengerechtigkeit & Vielfalt Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Information und Monitoring Maßnahmenkurzbeschreibung In der Stadt Köln leben 111.506 Menschen im Alter von 6 bis 18 Jahren (Stand November 2021). Köln ist für viele Menschen ein attraktiver Wohn - und Lebensraum. Dies kann man auch an der stetig wachsenden Bevölkerungszahl ablesen. In unserer Metropole gibt es viel zu erleben, zu sehen und auch zu entscheiden. Heute werden die Weichen für das Leben von Morgen gestellt. Viele der politischen Entscheidungen haben langfristige Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen. In einer kinder- und jugendfreundlichen Kommune soll alle n Bürger*innen bewusst sein , dass junge Menschen e igene Rechte haben . Daf ür muss eine Beschäftigung mit ihren Rechten, Anliegen und Themen erfolgen Es bedarf eines respektvollen Umgangs mit ihrer aktuellen Lebenssituation und ihrer Zukunft, damit junge Menschen auch weiterhin gut und in einer auch für sie lebenswerten Stadt aufwachsen können. Deshalb ist im Jahr 2021 unter dem Titel „HEY Köln“ eine erste Stadtinformations-kampagne gestartet. Die Kampagne zielte darauf ab die Kölner Stadtgesellschaft über Kinderrechte und die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu informieren und zu sensibilisieren. Auf diese erste Stadtinformationskampagne soll nu n au fgesetzt und die strukturelle Informationsverbreitung stadtweit stärker genutzt werden. Für die kommenden Jahre besteht daher die Zielsetzung in einem jährlichen Turnus zu aktuellen Themen von Kindern und Jugendlic hen oder Kinderrechten weitere Stadtinformationskampagnen zu starten. Maßnahmenziel (SMART) Ziel: Es werden jährliche Stadtinformationskampagnen zur Information und Sensibilisierung der Kölner Stadtgesellschaft durchgeführt. Die Stimmen von jungen Menschen in unserer Stadt werden hör- und sichtbar(er). Das Ziel soll durch folgende Teilschritte erreicht werden: 1) Jährliche Anmeldung einer SIKA Kampagne für die Kinderfreundliche Kommune Köln 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 50 2) Partizipative Entwicklung der Kampagnen mit Kindern und Jugendlichen 3) Umsetzung einer zielgruppen- und adressatengerechten Kampagne 4) Bewerbung der Kampagne und Hinterlegen von Informationen zur Kampagne auf der Stadt Köln-Homepage. 5) Es sollen Kommunikationsanlässe geschaffen werden, in denen ein generationenübergreifender Austausch stattfindet. Zielgruppe Alle Kölner*innen/ Kölner Stadtgesellschaft Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation Start: 2021 2022 ff. 2023 / 2025 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n  Kölner Perspektiven 2030+ Hier: Ziel 3.4 Köln fördert die kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt Zuständigkeit Amt für Kinder, Jugend und Familie, Koordination Kinderfreundliche Kommune Köln Prozessbeteiligte  Amt für Presse und Öffentlichkeitsarbeit  Weitere relevante interne oder externe Akteur*innen Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation ja jat wird angestrebt Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit  Schaltung stadtweiter Stadtinformationskampagnen  Begleitende Information zu den stadtweiten Kampagnen auf einer Artikelseite der Stadt Köln  Weitere Kommunikationsmaßnahmen können sich im Prozess ergeben Monitoring Status Die Planung für 2022 ist bereits gestartet. Risikoanalyse  Fehlende finanzielle Ressourcen  Fehlende personelle Ressourcen in der Koordination des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune Köln  Begrenzte Nutzungsmöglichkeiten und ressortübergreifende Nutzung der Stadtinformationskampagne-Flächen 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 51 10 Maßnahmentitel Digitalisierung der Kinderstadtpläne zur Verbesserung des Zugangs zu relevanten Informationen Artikel-UN-KRK Artikel 12,13,14 und 17: Berücksichtigung des Kindeswillens; Meinungs- und Informationsfreiheit; Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; Zugang zu den Medien Zuordnung zu Handlungsfeld: „Zielgruppengerechte Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit“ Weitere Schnittstellen- Handlungsfelder:  -Strukturelle Partizipation  -Räume eröffnen  -Chancengerechtigkeit & Vielfalt Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Information und Monitoring Maßnahmenkurzbeschreibung In der ersten Siegelphase wurden für alle neun Stadtbezirke Kinderstadtpläne entwickelt. Die Kinderstadtpläne geben Kindern (und Jugendlichen) einen Überblick zu Angeboten und Anlaufstellen in ihrem Bezirk. Für die zweite Siegelphase möchten wir die Kinderstadtpläne digitalisieren und so das Angebot noch erweitern. Die digitalen Kinderstadtpläne sollen intuitiv bedienbar sein und einen leichten und niedrigschwelligen Zugang zu Informationen gewährleisten. Es soll im Rahmen der Erstellung geprüft werden, inwiefern Filteroptionen eingebaut werden können. Angebote könnten so zum Beispiel nach Entfernung, Alter, Interessensgebiet, Barrierefreiheit oder drinnen/ draußen gefiltert werden und so Familien einen bestmöglichen Überblick geben. Die Kinderstadtpläne verfolgen das Ziel Kindern (und Familien) zu helfen ihren Stadtteil besser kennenzulernen und den eigenen Bewegungsradius zu vergrößern. Sie können dazu beitragen einen Wohnort- und Sozialraumbezug herzustellen. Die zukünftige Einbindung beziehungsweise Anbindung der digitalen Kinderstadtpläne befinden sich derzeit noch in der Klärung/ Abstimmung. Maßnahmenziel (SMART) Ziel: Bis 2025 wurden alle 9 Kinderstadtpläne digitalisiert und stehen allen Familien und Kindern als dauerhaftes, kostenfreies Informationstool zur Verfügung. Die Aktualität wird regelmäßig überprüft. Das Ziel soll durch folgende Teilschritte erreicht werden: 1) Es wurde eine Projektskizze erstellt, in der grundlegende Fragestellungen beantwortet werden und erste grundlegende Funktionen für die Basis- Anwendung enthalten sind. 2) Anhand der Projektskizze werden sukzessive alle 9 Kinderstadtpläne digitalisiert. 3) Die Implementierung der digitalen Kinderstadtpläne werden fortlaufend evaluiert (mit der Zielgruppe) 4) Auf Basis der Evaluation werden mögliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten festgelegt. Zielgruppe 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 52 Kölner Kinder und Jugendliche (Hauptzielgruppe: Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren, Familien) Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation Start: 2021 / 2022 2022 ff. 2023 / 2025 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n Entfällt. Zuständigkeit Amt für Kinder, Jugend und Familie Prozessbeteiligte  Amt für Presse und Öffentlichkeitsarbeit  Känguru Colonia Verlag  Weitere relevante interne oder externe Akteur*innen Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation nein ja ja Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit  werden im Prozessverlauf entwickelt Monitoring Status Die Planung ist gestartet. Risikoanalyse  verzögerte Zeitplanung durch die Corona Pandemie  fehlende finanzielle Ressourcen  fehlende personelle Ressourcen zur fortlaufenden Pflege und Aktualisierung 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 53 11 Maßnahmentitel Erschließung neuer Informations- und Kommunikationskanäle für Kinder und Jugendliche Artikel-UN-KRK Artikel 12, 13, 14 und 17: Berücksichtigung des Kindeswillens, Meinungs- und Informationsfreiheit, Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit, Zugang zu den Medien Zuordnung zu Handlungsfeld: „zielgruppengerechte Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“ Weitere Schnittstellen- Handlungsfelder:  Strukturelle Partizipation  Chancengerechtigkeit & Vielfalt Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Information und Monitoring Maßnahmenkurzbeschreibung Eine kinder - und jugendfreundliche Stadt zeichnet sich dadurch aus, dass sie über Kinderrechte informiert und dafür zielgruppengerechte, niedrigschwellige und transparente Kommunikations- und Informationskanäle nutzt. Dies ermöglicht Kindern und Jugendlichen sich zu beteiligen. Im Jahr 2021 wurde daher in einem hierarchieübergreifenden und interdisziplinären Projektteam an neuen Wegen und Möglichkeiten gearbeitet, wie vorhandene Barrieren der Kommunikationsstruktur behoben werden könnten. Hierzu wurde zunächst ein gemeinsames Verständnis für die Zielgruppe entwickelt, indem die Stakeholder analysiert wurden. Nach Durchführung von qualitativen Interviews zeichnete sich schnell ab, dass sich die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und junge Erwachsenen je nach Alter stark unterscheiden. Zu entwickelnde Maßnahmen werden daher im weiteren Prozess voneinander getren nt betrachtet, um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Vor allem für die Altersgruppe von 12 bis 27 Jahren besteht großer Bedarf die Kommunikationswege zielgruppengerechter auszubauen. Neue, insbesondere digitale Plattformen sind aus dem Alltag der jungen Generationen nicht mehr wegzudenken. Die Interviews mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen bestätigten dies und ergaben, dass die Stadt Köln gerade im Bereich der digitalen Informations- und Kommunikationsformate bezogen auf die bena nnten Zielgruppen bisher noch nicht ausreichend aufgestellt ist. Die Erschließung neuer Informations- und Kommunikationskanäle birgt große Optimierungspotenziale und hat bereits ebenfalls Berücksichtigung im Maßnahmenkatalog des neuen kommunalen Kinder- und Jugendförderplan gefunden. Die Schaffung neuer Informations- und Kommunikationszugänge soll daher als gemeinsamer langfristig angelegter Prozess verfolgt werden. Maßnahmenziel (SMART) Ziel: Bis 2025+ konnten neue Informations- und Kommunikationskanäle entwickelt werden, die zu einer niedrigschwelligen, partizipativen und zielgruppenspezifischen Kommunikation mit der Zielgruppe beitragen. Das Ziel soll durch folgende Teilschritte erreicht werden: 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 54 1) 2022: Entwicklung eines Konzeptes mit Ansätzen für neue Informations- und Kommunikationskanäle auf Grundlage der Erkenntnisse aus dem Verwaltungsreformprojekt 2) 2023: Erste Entwicklung eines digitalen Tools, Erstellung eines „Minimum viable Products“ 3) 2024: Feedback-Schleifen mit den Nutzer*innen 4) 2025+: Umsetzung des erhaltenen Feedbacks und Herausgabe der neuen Kommunikations- und Informationskanäle Zielgruppe Kölner Kinder und Jugendliche (Hauptzielgruppe: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 27 Jahren) Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation Start: 2021 2022 ff. 2023 / 2025 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n Kommunaler Kinder- und Jugendförderplan 2021-2025 Zuständigkeit Amt für Kinder, Jugend und Familie, Koordination Kinderfreundliche Kommune Köln Prozessbeteiligte  Amt für Presse und Öffentlichkeitsarbeit  Weitere relevante interne oder externe Akteur*innen Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation in Form von Interviews wird angestrebt wird angestrebt Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit  werden im Prozessverlauf entwickelt Monitoring Status Die Planung ist gestartet. Risikoanalyse  Verzögerte Zeitplanung durch die Corona Pandemie  Fehlende finanzielle Ressourcen  Fehlende personelle Ressourcen zur fortlaufenden Pflege und Aktualisierung  Begrenzungsrahmen der Umsetzungsmöglichkeiten durch rechtliche Vorgaben (bspw. Datenschutz) 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 55 5.5 Handlungsfeld: Kinder-, Jugend- und Gesundheitsschutz Kommunen sind als öffentliche Träger der Jugendhilfe verpflichtet die in § 2 Sozialgesetzbuch Achtes Buch (SGB VIII) benannten Aufgaben zu erfüllen. Der Kinderschutz hat seine verfassungsrechtliche Grundlage in Artikel 6 Absatz 2 Grundgesetz (GG). Der staatliche Schutzauftrag umfasst den präventiven und intervenierenden Kinderschutz. „Das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen unterliegt risikobehafteten, komplexen Entwicklungsprozessen, welche zur Abfederung vielschichtige und präventive Konzepte erfordern. Daher ist der erzieherische Kinder - und Jugendschutz als Querschnittaufgabe eingebettet in viele Bereiche der Kinder- und Jugendförderung.“31 Der erzieherische Kinder - und Jugendschutz ist ständigen Veränderungsprozessen sowie wissenschaftlichen Diskursen unterworfen, und muss seine zielgrup penspezifischen Präventionsangebote entsprechend fortlaufend entwickeln und vorhalten. Zu wichtigen Jugendschutzthematiken zählen insbesondere Sucht und Drogen, Persönlichkeitsverletzungen, Gewalt und Mobbing, neue Medien, Liebe/ Sexualität, Sekten, Kulte und (Rechts)Extremismus, Kindeswohlgefährdung im Kontext der §§ 8a und 72a SGB VIII, sexualisierte und körperliche Gewalt, Gefährdungen in der Freizeit sowie Gesundheitsförderung. Die Struktur des erzieherischen Kinder - und Jugendschutz ist in der Abteilun g Kinderinteressen und Jugendförderung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie verortet. Hier finden sich Fachstelle n für Jugendmedienschutz und Medienpädagogik, Gewalt - und Salafismusprävention, Demokratieförderung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“, Suchtprävention und Gesundheitsförderung, sowie der Bereich Streetwork, welches als niedrigschwelliges Angebot problembelastete Zielgruppen in prekären Lebenslagen unterstützt.32 Der intervenierende Kinderschutz wird in Köln durch die Bezirksjugendämter sichergestellt. In jedem der neun Bezirke befindet sich ein Bezirksjugendamt als zentrale Anlaufstelle für Familien, Kinder und Jugendliche im Stadtbezirk. Die Aufgaben des Allgemeine n Sozialen Dienstes finden sich im Sozialgesetzbuch Achtes Buch (SGB VIII) wieder und beinhalten neben der Beratung von hilfesuchenden Eltern, Kindern und Familien die Gewährung von Jugend- und Eingliederungshilfen und die Mitwirkung in familiengerichtlichen Verfahren. Die Stadt Köln hat 2008 zudem einen Spezialdienst für den Kinderschutz eingerichtet: Den Gefährdungsmeldungssofortdienst (GSD). Der GSD verstärkt den Allgemeinen Sozialen Dienst, in dem er die Erreichbarkeit der Bezirksjugendämter an 365 Tage n rund um die Uhr gewährleistet und Meldungen bei Verdacht auf Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung entgegen nimmt. Bei akutem Handlungsbedarf leistet der GSD 31 Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Köln 2021-2025, S. 79 32 Vgl. Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Köln 2021- 2025, S. 80ff. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 56 unmittelbar Hilfestellung und verfügt über die erforderliche Entscheidungskompetenz. Als letztes Mittel kann ein gefährdetes Kind auch in Obhut genommen werden. Der Gefährdungsmeldungssofortdienst berät als insoweit erfahrene Fachkraft auch im Sinne des § 8b SGB VIII. Fachkräfte von freien Trägern, Lehrer*innen oder andere Personen, die beruflich in Kontakt mit Kindern oder Jugendlichen stehen, können sich bei der Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung im Einzelfall beraten lassen. Der intervenierende Kinderschutz in Köln wird durch zahlreiche Netzwerke wie Frühe Hilfen, Netzwerk in Schule (N EIS) und Kooperationsvereinbarungen unter anderem mit den Kinder - und Jugendpsych iatrien, den Schulen und Kindertageseinrichtungen, den Beratungsstellen ,dem Gesundheitsamt, der Polizei und vielem mehr verstärkt. Aber auch die Stärkung der Kinderrechte insgesamt führt zu mehr Kinder- und Jugendschutz. Hier kann Partizipation als Qualitätsmerkmal ein unterstützender Faktor sein. Durch die Verankerung einer Grundhaltung, die sich auf die Kinderrechte stützt, wie zum Beispiel die im Rahmen der Qualitätsoffen sive der städtischen Kindertageseinrichtungen entstanden Leitlinien „Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand“, erfolgt eine fortlaufende Auseinandersetzung der Pädagog*innen über ihre Haltung und ihr Handeln den Kindern gegenüber. Dies kann somit einen wichtigen Beitrag zum Kinderschutz liefern. Im Artikel 24 der UN- Kinderrechtskonvention werden die Gesundheitsvorsorge und das Recht des Kindes auf ein Höchstmaß an Gesundheit beschrieben. Wie eingangs im Bereich des Kinder- und Jugendschutz au sgeführt, kann auch im Bereich Gesundheit zwischen präventiven Maßnahmen und Maßnahmen zum Gesundheitsschutz unterschieden werden. Die Wissensvermittlung von Grundkenntnissen über Gesundheit und Ernährung der Kinder und die Aufklärung von Eltern und Kinder über Gesundheitsthemen stellt bereits eine wichtige präventive Arbeit für mehr Gesundheitsschutz dar. Das Kölner Gesundheitsamt bietet ernährungsmedizinische Beratungen an und bietet praktische Informationen rund um das Thema an. Innerhalb der Stadt Köln besteht zudem eine breite Netzwerkarbeit für die Umsetzung von gesundheitsförderlichen und präventiven Maßnahmen. So setzen sich Arbeitskreise wie der Arbeitskreis „Ess -Störungen“ oder Netzwerke wie das „Netzwerk Gesundheitsbildung“ dafür ein , Informationen und Angebote der Prävention und Gesundheitsförderung zu bündeln. Im aktuellen Kinder- und Jugendförderplan 2021- 2025 heißt es dazu: „Schutz bedarf es auch in Hinblick auf vielfältige Einflüsse, welchen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsenen in ihren unterschiedlichen Lebenswelten ausgesetzt sind, und die zur Bedrohung ihrer physischen und psychischen Gesundheit führen können. Hier gilt es, bedarfsgerechte Präventionsangebote zu entwickeln und gesundheitsfördernde Anreize zu setzen.33 33 Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Köln 2021- 2025, S. 25. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 57 Aufgrund der Viel falt der Präventionsangebote innerhalb der Stadt Köln können diese nicht vollumfänglich an dieser Stelle dargestellt werden. Daher werden exemplarisch nur zwei große strategische Prozesse herausgegriffen: Der Rat der Stadt Köln hat am 12. Dezember 2019 die Umsetzung der Kölner Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken!- 184 Tausend junge Chancen fördern“ als zentrales Handlungskonzept zur Bekämpfung der negativen Folgen und Auswirkungen von Kinder -, Jugend – und Familienarmut einstimmig beschlossen. Im Rahmen des Programms konnten unter anderem Gesundheitslots*innendienste, welche an Familiengrundschulzentren angedockt sind, eingerichtet werden. Im Rahmen des Programms "Lebenswerte Veedel – Bürger*innen- und Sozialraum - orientierung in Köln" wird seitens des Dezernates V- Soziales, Gesundheit und Wohnen in den Jahren 2021 und 2022 das Schwerpunktthema Kinder- und Jugendgesundheit bearbeitet. Eine Analyse der Kinder- und Jugendgesundheit in Köln hat gezeigt, dass die gesundheitliche Lage der Kinder und Jugendliche n, die in den Sozialraumgebieten leben, weniger gut ist als im gesamtstädtischen Durchschnitt. Bei einer zweiteiligen Auftaktveranstaltung zum Thema wurde zum einen über mögliche Gründe und Ursachen für die schlechteren Werte in den Sozialraumgebieten und zum anderen über strategische Ansätzen zur Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit diskutiert und gemeinsam nächste Schritte entwickelt. Gesundheitsförderung findet sich auch in einem breiten Sport - und Bewegungsangebot wieder. Ausblick: Im Rahmen des vorliegenden Aktionsplans wird im Handlungsfeld „Kinder -, Jugend - und Gesundheitsschutz“ ein Fokus auf die Sicherstellung des Kinderschutzes für besonders herausfordernde Kinder und Jugendliche im Spannungsfeld zwischen Jugendhilfe und Gesundheitshilfe und die zielgruppengerechte Vermittlung von Information gelegt. Das Handlungsfeld findet sich auch in Maßnahmen anderer Handlungsfelder als Querschnittsthema wieder. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 58 5.5.1 Maßnahmen Operationalisierte Maßnahmen zum Handlungsfeld Kinder-, Jugend- und Gesundheitsschutz 12 Maßnahmentitel Sicherstellung des Kinderschutzes für besonders herausfordernde Kinder und Jugendliche im Spannungsfeld zwischen Jugendhilfe und Gesundheitshilfe Artikel-UN-KRK Artikel 18, 19 und 20: Verantwortung für das Kindeswohl; Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung und Verwahrlosung; Artikel 24: Gesundheitsvorsorge Zuordnung zu Handlungsfeld: „Kinder- , Jugend- und Gesundheitsschutz“ Weitere Schnittstellen-Handlungsfelder:  Chancengerechtigkeit & Vielfalt  Verankerung im städtischen Handeln Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Kindeswohl hat Vorrang Maßnahmenkurzbeschreibung Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die die bestehenden Hilfesysteme mit ihren erzieherischen und psychologisch-psychiatrischen Bedarfen an ihre Grenzen bringen, steigt in der Stadt Köln sukzessive. Hierbei ist insbesondere in den letzten 2 Jahren, unter anderem verstärkt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, zunehmend festzustellen, dass auch jüngere Jugendliche (ab 10 Jahren), mit selbst- und fremdgefährdenden Verhalten und massiven Verhaltensauffälligkeiten, pädagogische Settings in Schule, Jugendhilfe und Gesundheitshilfe überfordern. Es handelt sich häufig um Kinder und Jugendliche, die sich mit ihrer Problematik an der Schnittstelle zwischen den Angeboten von Jugendhilfe und Psychiatrie befinden, jedoch keinem dieser Systeme konkret und passgenau zuzuordnen sind. Um auf die Bedarfe dieser herausfordernden Kinder und Jugendlichen adäquat reagieren zu können und ihnen einen Weg in eine regelkonforme gesellschaftliche Teilhabe zu ebnen, bedarf es einer engen Verzahnung der Hilfesysteme, bis hin zur Entwicklung eines systemübergreifenden belastbaren pädagogischen Angebotes. Maßnahmenziel (SMART) Ziel: Der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Spannungsfeld zwischen Jugendhilfe und Gesundheitshilfe ist sichergestellt; die Basis für eine regelkonforme gesellschaftliche Teilhabe ist geschaffen. Dieses Ziel soll durch folgende Schritte angegangen werden: 1) Kontaktaufnahme des Jugendamtes mit potentiellen Kooperationspartner*innen mit dem Ziel des Abgleichs von Aufgabenbereichen, Zuständigkeiten und Schnittstellen. 2) Betrachtung und Verifizierung von Stolpersteinen in der Kooperation und Lücken in der Angebotsstruktur 3) Gemeinsame Entwicklung eines Konzeptes zur Optimierung der Kooperation Ggf. Konzeptionierung eines pädagogischen Angebotes 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 59 Zielgruppe Kinder und Jugendliche mit einem Hilfebedarf an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Gesundheitshilfe Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation Start: 2022 2022 ff. 2023 / 2025 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n entfällt Zuständigkeit Amt für Kinder, Jugend und Familie, hier konkret: 511 Abteilung Pädagogische Dienste Prozessbeteiligte  Koordination Kinderfreundliche Kommune  Akteur*innen der Gesundheitshilfe und Jugendhilfe,  Einbezug weiterer Akteur*innen im Laufe des Prozesses denkbar, wie zum Beispiel der Polizei Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation nein wird angestrebt wird angestrebt Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit  können sich im Planungsprozess entwickeln Monitoring Status Die Maßnahme ist noch nicht gestartet. Risiken  Fehlende finanzielle Ressourcen  Verzögerung in der Zeitplanung aufgrund der Corona Pandemie 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 60 13 Maßnahmentitel Erstellung eines Erklärfilms für Kinder zu den Leitlinien „Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand“ Artikel-UN-KRK Artikel 12,13, 14 und 17: Berücksichtigung des Kindeswillens, Recht auf Beteiligung; Meinungs- und Informationsfreiheit; Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; Zugang zu Medien, Kinder- und Jugendschutz Zuordnung zu Handlungsfeld: „Kinder-, Jugend- und Gesundheitsschutz“ Weitere Schnittstellen- Handlungsfelder:  Strukturelle Partizipation  Verankerung im städtischen Handeln  Zielgruppengerechte Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit  Chancengerechtigkeit & Vielfalt Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Information und Monitoring Maßnahmenkurzbeschreibung Die Qualitätsoffensive startete im Sommer 2018 für alle 224 städtischen Kindertageseinrichtungen. Sie zielte unter anderem darauf ab, in einem großen partizipativen Prozess Qualitätsansprüche zu erarbeiten und ein verbindliches Qualitätshandbuch zu erstellen. Letzteres konnte erfolgreich im Jahr 2019 veröffentlicht werden. Die Leitlinien „Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand“ spiegeln den pädagogischen Ansatz der städtischen Kindertageseinrichtungen wider und richten sich an den UN-Kinderrechten und Reckahner Reflexionen aus. Sie beschreiben eine respektvolle und wertschätzende Haltung den Kindern gegenüber und unterstützen die Pädagog*innen darin, ihre Haltung und ihr Handeln fortlaufend zu reflektieren. Sie machen deutlich, dass Kinder Pädagog*innen brauchen, die sie liebevoll begleiten, fördern und vor schädlichen Einflüssen bewahren. Damit liefern die Leitlinien einen wichtigen Beitrag zum Kinderschutz. Als Aushängeschild für alle städtischen Kindertageseinrichtungen wurden die Leitlinien auf Leinwänden festgehalten. Die erste Leinwand wurde im Februar 2020 von Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Rahmen einer Pressekonferenz in einer der Kindertageseinrichtungen aufgehängt. Mittlerweile sind die Leinwände gut sichtbar in allen städtischen Kindertageseinrichtungen angebracht. Sie sollen dazu anregen, über die Themen ins Gespräch zu kommen – mit Kolleg*innen, mit Eltern und vor allem auch mit den Kindern. Um bei Kindern ein Bewusstsein ihrer Rechte zu schaffen, müssen sie entsprechend informiert werden. Daher ist geplant den Inhalt der Leitlinien in einem Erklärfilm kindgerecht aufzubereiten und darzustellen. Maßnahmenziel (SMART) Ziel: Alters- und zielgruppengerechte Vermittlung der Leitlinien „Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand“ zur niedrigschwelligen Information von Kindern über ihre eigenen Rechte und ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten in den städtischen Kindertageseinrichtungen. Dieses Ziel soll durch folgende Schritte erreicht werden: 1) Erstellung eines zielgruppengerechten Drehbuchs für den Kinder-Erklärfilm. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 61 2) Beauftragung eines Filmemachers zur Erstellung des Erklärfilms. Nach Möglichkeit soll das Einsprechen der Texte durch ein Kind erfolgen. 3) Der Film wird einer Gruppe von Kita- Kindern im „Pre-Test“ präsentiert und auf Verständlichkeit hin überprüft und gegeben falls nachbearbeitet. 4) Der Kinder-Erklärfilm wird zunächst den erwachsenen Fachkräften auf Leitungskonferenzen am 06.05. und 13.05.2022 vorgestellt. 5) Einführung des Kinder-Erklärfilms als verbindlicher Baustein im Kita- Alltag aller 224 städtischen Kindertageseinrichtungen. Zielgruppe Alle Kinder in städtischen Kindertageseinrichtungen (Aktuell: 17.000 Kinder (Stand: März 2022)) Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation Start: 2021 / 2022 2022 ff. 2023 / 2025 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n  Kölner Perspektiven 2030+ hier Leitziel 3.4: Köln fördert die kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt Zuständigkeit Amt für Kinder, Jugend und Familie hier: 513 Kindertageseinrichtungen Prozessbeteiligte  Koordination Kinderfreundliche Kommune Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation nein wird angestrebt wird angestrebt Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit  ergeben sich im Prozessverlauf  Veröffentlichung des Kinder-Erklärfilms soll auch auf dem städtischen YouTube-Kanal erfolgen Monitoring Status Das Konzept wird derzeit erstellt. Risikoanalyse  Verzögerung in der Zeitplanung durch die Corona-Pandemie 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 62 5.6 Handlungsfeld: Chancengerechtigkeit und Vielfalt Chancengerechtigkeit Artikel 2 der UN -Kinderrechtskonvention garantiert jedem Kind das Recht auf Nicht - Diskriminierung als übergreifendes Grundprinzip, welches im Zusammenspiel mit jedem anderen Einzelrecht der UN-Kinderrechtskonvention angewendet werden kann. Die Chancen der in Köln lebenden jungen Menschen sind auf vielfältige Weise sehr unterschiedlich. Geschlecht, Sprache, Herkunft, körperliche Einschränkungen, Bildung, finanzielle Lage und vieles mehr unterscheiden die Ausgang ssituationen. Chancengerechtigkeit bedeutet, für jeden eine Chance und Perspektive zu schaffen, unabhängig der angeborenen Voraussetzungen. Dafür braucht es Regeln, die keinen Menschen ausschließen, Voraussetzungen die jede*r erfüllen kann, Angebote, welche Defizite kompensieren können und ein Verständnis für die Individualität eines jeden Menschen. Als kinderfreundliche Kommune ist Köln darauf bedacht, ein Bewusstsein zu schaffen und eben jene Faktoren sichtbar zu machen, um darauf reagieren zu können. Chancengerechtigkeit für jedes Kölner Kind bedeutet langfristig auch gesamtgesellschaftlich mehr Zufriedenheit und mehr Lebensqualität für die Kölner Bevölkerung. Um allen Kindern, Jugendlichen und Familien in Köln eine Chance auf Teilhabe und Schutz vor Diskriminierung zu ermöglichen, ist es erforderlich, dass auch die sexuelle, die geschlechtliche und die familiäre Vielfalt der Gesellschaft in den Angeboten und Leitbildern der Kinder - und Jugendarbeit, sowie der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Berücksichtigung findet.34 Inklusion bedeutet sinngemäß übersetzt „Zugehörigkeit“ und damit das Gegenteil von Ausgrenzung. Wenn also jeder Mensch, unabhängig seiner Individualität, Herkunft, Weltanschauung, Religion, sexuellen Orientierung, seines Geschlechts oder e iner Beeinträchtigung, am Leben in der Gesellschaft teilnehmen kann, ob am Arbeitsplatz, am Bildungsangebot, am Alltagsleben in der Nachbarschaft oder der Freizeit, kann von einer inklusiven Gesellschaft gesprochen werden. Die Stadt Köln nimmt seit Frühjah r 2017 am Landesprogramm „kinderstark - NRW schafft Chancen“ teil. Im Rahmen des Landesprogramms wird die Stadt Köln seitens des Landes Nordrhein- Westfalen beim Auf- und Ausbau der kommunalen Präventionsketten unterstützt. Die Kölner Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken!-184 Tausend junge Chancen fördern“ mit dem entwickelten Leitbild stellen das zentrale Handlungskonzept zur Bekämpfung der negativen Folgen und Auswirkungen von Kinder-, Jugend- und Familienarmut dar und bilden die Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen auf der Praxisebene.35 34 Vgl. Stadt Köln: LSBT*Q* Aktionsplan: Handlungsfeld 1 Kinder, Jugend und Familie S. 10 35 Vgl. Stadt Köln: Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern! https://ratsinformation.stadt- koeln.de/getfile.asp?id=744499&type=do 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 63 Seit 2020 engagiert sich die Stadt Köln innerhalb des Aufrufs „Förderung des Aufbaus kommunaler Präventionsketten" des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein Westfalen, um das Strukturprogramm mit erweiterten Mitteln für die Praxis zu unterstützen und mittels eines Maßnahmenpakets „Erfolgsinseln“ zu schaffen. Es werden Maßnahmen an Regelinstitutionen in benachteiligten Quartieren gefördert, die die Entwicklungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen verbessern sollen, beispielhaft sind hier die Entwicklung von Familiengrundschulzentren, Lotsendienste in Verbindung mit Kinder - und Jugendarztpraxen, die konzeptionelle Weiterentwicklung des Kommunalen Familienbüros und der Ausbau aufsuchender Angebote zu nennen. Teilhabechancen flächendeckend und bedarfsgerecht anbieten zu können, setzt weiterhin eine Flexibilität der Angebotslandschaft voraus. Es braucht passgenaue und lebendige Angebote, welche den un terschiedlichen Lebenswelten und Kulturen unterschiedlicher Zielgruppen gerecht werden. 36 Daher unterstützen die Fachkräfte der freien Träger der Jugendhilfe aus den Bereichen der Jugendarbeit, Jugendverbandarbeit und Jugendsozialarbeit im Rahmen der täglic hen Arbeit, sowie in spezialisierten Angeboten und Projekten das inklusive Miteinander. „Da gelingende Bildungsverläufe immer noch stark abhängig von sozialer Herkunft und familiären Ressourcen sind, benötigen insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus benachteiligten Lebensverhältnissen niederschwellige und kostenfreie Beratungs- und Unterstützungsangebote durch vertraute Ansprechpartner*innen. Es geht um Schützen, Stärken und segregativen Prozessen entgegenwirken. Gerade hier kann die Förderung non -formaler Bildung als Ausgleich zu formalen Bildungsanforderungen Erfolgserlebnisse vermitteln und neuen Perspektiven Raum schenken.“37 Die Covid - Pandemie hat uns nochmal verstärkt vor Augen geführt, dass Bildungs - und Teilhabechancen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gerecht und flächendeckend gestaltet werden müssen. Hierfür müssen unter anderem präventive und sozialräumliche Angebote als niedrigschwellige Unterstützungsangebote weiter ausgebaut und gestärkt werden. Ebenso muss die digitale Gleichberechtigung vorangetrieben werden. Hierfür müssen Zugänge zu Medien sichergestellt werden. Vielfalt Die Stadt Köln hat als erste Stadt Deutschlands per Ratsbeschluss am 13. März 2007 die Charta der Vielfalt unterzeichnet und entschied sich zur Erstellung eines städtischen Diversity- Konzeptes. Im Dezember 2018 wurde das Amt für Integration und Vielfalt gegründet, welches dem Dezernat der Oberbürgermeisterin zugeordnet ist. Im Amt für Integration und Vielfalt ist 36 Vgl. Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Köln 2021-2025, S. 25 37 Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Köln 2021- 2025, S. 25 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 64 unter anderem das Büro der*d es Behindertenbeauftragten, die Fachstelle für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und intergeschlechtliche Menschen und das Büro für Diversity Management verortet . Das Büro des*der Behindertenbeauftragten und die Fachstelle für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und intergeschlechtliche Menschen vertreten die Interessen ihrer jeweiligen Zielgruppe und vermitteln zwischen Behörden, Politik und Stadtgesellschaft. Sie arbeiten strategisch auf Grundlage ihrer jeweiligen Konzepte samt Maßnahmenkatalog. Hier sind unter anderem das Handlungskonzept zur Kölner Behindertenpolitik "Köln überwindet Barrieren - eine Stadt für alle“, sowie der Aktionsplan LSBTI „ Selbstverständlich unterschiedlich: Aktionsplan der Stadt Köln zur Akzeptanz sexueller und geschl echtlicher Vielfalt" zu nennen. Das Büro für Diversity Management arbeitet zielgruppenübergreifend und intersektional. Aktivitäten und Maßnahmen erfolgen auf Grundlage des Diversity Konzeptes "2020: Köln l(i)ebt Vielfalt". Das Büro agiert verwaltungsintern und ämterübergreifend, um das Thema in seiner Wichtigkeit als Querschnittsaufgabe innerhalb der Verwaltung zu platzieren. Zum Büro für Diversity Management gehören die Stelle zum Abbau von Intoleranz, Diskriminierung und Ausgrenzung (IDA) und die Geschäftsführung des Rats der Religionen.38 Das Kommunale Integrationszentrum Köln (KI), als eine Abteilung der städtischen Dienststelle Diversity, existiert seit dem 1. August 2013. Das KI verfolgt das Ziel der gleichberechtigtem Teilhabe und einer gelingenden Integration der Kölner*innen mit Zuwanderungsgeschichte. „Um diskriminierungsfreies Aufwachsen zu ermöglichen und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern, bedarf es einer wertegeleiteten, demokratischen Grundhaltung und der eindeutigen Bekenntnis zu Toleranz in allen Belangen der Stadtgesellschaft. Kinder- und Jugendförderung trägt hierzu bei, indem sie sich gender- und diversitätssensibel aufstellt und Inklusion konzeptionell verankert.“39 2019 lebten in Köln 68.234 Jugendliche im Alter von 14 bis einschl ießlich 20 Jahren 40. Eine Studie der Stadt Köln hat gezeigt, dass sich 2017 in Köln 10,6 Prozent der Bevölkerung zwischen 18 und 75 Jahren als lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter* oder queer (LSBTIQ) bezeichnet haben. Bundesweit lag der Anteil an LSB TI in der Gesamtbevölkerung bei dieser Studie bei 6,9 Prozent. Der Umgang mit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt gewinnt in bildungspolitischen und wissenschaftlichen Debatten zunehmend an Bedeutung. Noch immer werden nicht-heteronormative Lebensweisen abgewertet, mit weitreichenden Folgen für die individuelle Identitätsentwicklung der Jugendlichen. Es gibt daher noch viel zu tun, um lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und queeren Jugendliche ein unbeschwertes Aufwachsen zu ermöglichen. 38 Vgl. Stadt Köln https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/diversityvielfalt/abteilung-vielfalt-entstehung-aufgaben 39 Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Köln 2021-2025, S.25 40 Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stand 31.12.2019 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 65 Daher setzt sich die Stadt Köln im neuen Kinder - und Jugendförderplan besonders dafür ein die Thematik „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ in allen Bereichen der Jugendförderung zu verankern und richtet als eine Maßnahme eine Fachberatungsstelle beim Jugendz entrum anyway e.V. ein. Durch die Einrichtung der Fachberatungsstelle kann die Expertise der Facheinrichtung für LSBTI Jugendliche und junge Erwachsene nutzbar gemacht werden. Fachkräfte aus allen Handlungsfeldern der Jugendhilfe können so für Themen sexue ller und geschlechtlicher Vielfalt sensibilisiert und informiert werden. Die Fachberatung kann somit zur strukturellen Verankerung der gender - und diversitätssensiblen Kinder - und Jugendarbeit beitragen. Ausblick: Für den zweiten Aktionsplan „Kinderfreund liche Kommune“ möchten wir einen besonderen Fokus auf die „Herstellung eines barrierefreien Zugangs für Kinder und Jugendliche zu relevanten Informationen“ legen. Zudem möchten wir die Mitbestimmungsrechte von Kindern und Jugendlichen an Förderschulen stär ken. In den anderen Handlungsfeldern und Maßnahmen ist das Handlungsfeld „Chancengerechtigkeit und Vielfalt“ als Querschnittsthema ebenfalls berücksichtigt. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 66 5.6.1 Maßnahmen Operationalisierte Maßnahmen zum Handlungsfeld Chancengerechtigkeit und Vielfalt 14 Maßnahmentitel Etablierung von regelmäßigen Kinderrechte- Workshops mit dem Schwerpunkt Mitbestimmung an Förderschulen der Stadt Köln Artikel-UN-KRK Artikel 12: Berücksichtigung des Kindeswillens, Recht auf Beteiligung, Recht auf Information Zuordnung zu Handlungsfeld: „Chancengerechtigkeit und Vielfalt“ Weitere Schnittstellen- Handlungsfelder:  Strukturelle Partizipation  Verankerung von Kinderrechten im städtischen Handeln  Räume eröffnen für Kinder und Jugendliche Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Partizipation Maßnahmenkurzbeschreibung Der Arbeitskreis Partizipation (AK PARTI) steuert inhaltlich die Stelle des Kölner Jugendring e.V. im kooperativen Kinder- und Jugendbüro. Die im AK PARTI vertretenden Kinder und Jugendlichen setzen sich für ihre Themen und Anliegen in Köln ein. Die jungen Menschen sind teilweise auch in der Bezirksschüler*innen-vertretung (BSV) aktiv. Selbstkritisch setzt sich der AK mit der eignen Diversität und der Interessensvertretung aller jungen Menschen aus Köln auseinander. In Köln besuchen circa 4.560 Kinder und Jugendliche Förderschulen. Diese werden aktuell nicht im gewünschten Rahmen erreicht bzw. vertreten. Daraus entstand seitens der Kinder und Jugendlichen die Idee, sie direkt vor Ort an ihren Schulen anzusprechen. Dafür haben Fachkräfte mit Jugendlichen aus der BSV einen Workshop konzipiert, der sich mit folgenden Themen und Fragen beschäftigt: - Köln: wie geht’s Euch in Köln? Was findet Ihr gut/ schlecht? Was würdet Ihr ändern? - Mitbestimmung: Was heißt das für Euch? Wo bestimmt ihr mit? - Schule: Was und wo könnt ihr in der Schule mitbestimmen? Was macht eine (B)SV? Im Rahmen der zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Ressourcen kann zunächst nur ein Workshop gemeinsam durchgeführt werden (Pilot). In der Auswertung des Workshops soll geschaut werden, inwiefern sich das Format für ein Ausrollen auf alle Förderschulen eignet. Zudem muss die Finanzierung geklärt werden. Maßnahmenziel (SMART) Ziel: Die Etablierung des Workshops im Peer-to-Peer Ansatz an allen 23 Förderschulen in Köln. Die Andockung des Formates an einen Träger, der im Bereich Inklusion verortet ist, wird angestrebt. Ziele des Workshops:  Aufklärung über die eigenen (Beteiligungs-)Rechte  Information zu vorhandenen Mitbestimmungsmöglichkeiten  Förderung von Selbstorganisation 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 67  Abbau von möglichen Vorurteilen im Peer-to-Peer Ansatz  Kontaktaufnahme zu marginalisierten Gruppen von Kindern und Jugendlichen Zielgruppe Das Pilotformat adressiert Kinder und Jugendliche an einer Förderschule (Pilot). Perspektivisch: Alle Kölner Kinder und Jugendliche, die eine Förderschule besuchen. Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation Start: 2021 2022 bis 2025 2023 / 2025 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n  Kölner Perspektiven 2030+ hier Leitziel 3.4: Köln fördert die kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt Zuständigkeit Pilotprojekt:  AK PARTI  BSV Köln  Kölner Jugendring e.V. Perspektivisch besteht die Zielsetzung den Workshop bei einem Fachträger für Inklusion zu verorten. Prozessbeteiligte  Koordination Kinderfreundliche Kommune Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation ja ja ja Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit  werden im Prozessverlauf entwickelt Monitoring Status Für eine Durchführung stehen personelle Ressourcen zur Verfügung. Für die weitere Durchführung der Workshops an allen Förderschulen müssen zusätzliche finanzielle oder personelle Ressourcen bereitgestellt werden. Risikoanalyse  Verzögerung der Zeitschiene durch die Corona Pandemie  Fehlende finanzielle oder personelle Ressourcen für die Durchführung an allen Förderschulen 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 68 15 Maßnahmentitel Herstellung eines barrierefreien Zugangs für Kinder und Jugendliche zu relevanten Informationen Artikel-UN-KRK Artikel 12,13,14 und 17: Berücksichtigung des Kindeswillens; Meinungs- und Informationsfreiheit; Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; Zugang zu den Medien Zuordnung zu Handlungsfeld: „Chancengerechtigkeit & Vielfalt“ Weitere Schnittstellen- Handlungsfelder:  Strukturelle Partizipation  Zielgruppengerechte Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit Zuordnung zu KFK Schwerpunkt: Information und Monitoring Maßnahmenkurzbeschreibung Kinder und Jugendliche benötigen einen gleichberechtigten Zugang zu für sie relevanten Informationen. Barrierefreiheit unterstützt die soziale Inklusion für Kinder und Jugendliche mit Behinderung, aber auch für andere Nutzer*innengruppen. Der gleichberechtigte Zugang zu Informationen gibt Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung die Möglichkeit sich aktiver am Zusammenleben in der Gesellschaft zu beteiligen. Die Website der Stadt Köln ist barrierefrei gestaltet. Dokumente der Kinderfreundlichen Kommune werden als barrierefreie PDFs zur Verfügung gestellt. Weiterhin wurde im Rahmen der 1.Siegelphase ein Erklär-Film erstellt, der zielgruppengerecht darüber aufklärt, was eine Kinderfreundliche Kommune ist und was genau diese ausmacht. Der Abschlussbericht der 1. Siegelphase wurde zudem in zwei Varianten erstellt: Einer Kurzfassung für Kinder und Jugendliche und einer Langfassung für Erwachsene. Die Kurzfassung ist in leichter Sprache unter Verwendung von Bildsprache verfasst. Zukünftig sollen alle Druckerzeugnisse der Kinderfreundlichen Kommune Köln in zwei Varianten erfolgen. Für den neuen Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ ist dies bereits berücksichtigt. Maßnahmenziel (SMART) Ziel: Kinder und Jugendliche erhalten einen barrierefreien Zugang zu relevanten Informationen der Kinderfreundlichen Kommune Köln. Dieses Ziel wird durch folgende Teilschritte erreicht: 1) Erstellung und Bereitstellung von Druckerzeugnissen in zwei Varianten. Eine Variante adressiert Kinder und Jugendliche und ist in leichter Sprache verfasst. 2) Erschließung neuer Informations- und Kommunikationskanäle für Kinder und Jugendliche. (Vgl. hierzu Maßnahme im Feld zielgruppengerechte Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit) Zielgruppe Kölner Kinder und Jugendliche Zeitschiene Planung Umsetzung Evaluation Start: 2021 / 2022 2022 ff. 2023 / 2025 Verbindungslinien zu kommunaler/n Strategie/n 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 69 entfällt Zuständigkeit Amt für Kinder, Jugend und Familie Prozessbeteiligte  Amt für Presse und Öffentlichkeitsarbeit  Känguru Colonia Verlag  Weitere relevante interne oder externe Akteur*innen Querschnittsthemen im Handlungsfeld Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung bei der Umsetzung bei der Evaluation wird angestrebt wird angestrebt wird angestrebt Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit  werden im Prozessverlauf entwickelt Monitoring Status Die Planung ist gestartet. Risikoanalyse  Verzögerte Zeitplanung durch die Corona Pandemie  Fehlende finanzielle Ressourcen  Fehlende personelle Ressourcen zur fortlaufenden Pflege und Aktualisierung 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 70 6) Evaluation und Monitoring Die Umsetzung des Aktionsplanes erfolgt nach Beschlussfassung des Rates der Stadt Köln. Der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. sieht ein jährliches Monitoring vor. Das Monitoring vor Ort erfolgt über die eingerichtete Steuerungsgruppe. Über die Steuerungsgruppe werden auch Kinder und Jugendliche an dem Monitoring der Maßnahmen beteiligt. Die Koordination der Kinderfreundlichen Kommune Köln berichtet dem Jugendhilfeausschuss mindestens im halbjährlichen Rhythmus über die erzielten Fortschritte im Vorhaben Kinderfreundliche Kommune Köln. In der Maßnahmenplanung erfolgte bereits eine Risikobewertung der Maßnahmen. Diese fließt in die Auswertung der Maßnahmen mit ein . Im Rahmen der e ntsprechenden Maßnahmenplanung im Kommunalen Kinder- und Jugendförderplan, ist die Entwicklung eines geeigneten Tools zur Messung von Wirksamkeit von Kinder - und Jugendförderung unter anderem in Zusammenarbeit mit der kommunalen Stabsstelle Integrierte Jugendhilfe - und Schulentwicklungsplanung geplant. Im Sinne der hier propagierten Verschränkung gemeinsamer Prozesse und Planungen sollen auch hier Ideen für ein einheitliches Monitoring entlang objektiv messbarer Größen und Indikatoren für die Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen des Aktionsplanes geschaffen wer den. Als Querschnittsaufgabe der Förderplanung wird auch hier der explizite Einbezug von Kinder und Jugendlichen als Nutzer*innen der Förderangebote herausgestellt. 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 71 7) Anhang Abkürzungsverzeichnung AK Arbeitskreis BauGB Baugesetzbuch BSV Bezirksschülervertretung CFCI Child Friendly Cities Initiative JuLeiCa Jugendleitercard KFK Kinderfreundliche Kommune Köln KI Kommunales Integrationszentrum der Stadt Köln KidS Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln KJB (Kooperatives) Kinder- und Jugendbüro LSBTI Die Abkürzung LSBTI steht für Lesben, Schwu le, bisexuelle, transgender und intergeschlechtliche Menschen. OKJA Offene Kinder- und Jugendarbeit SUMP „sustainable urban mobility plan“ UN United Nation UNICEF e.V. United Nations Children's Fund VHS Volkshochschule Übersicht Ansprechpersonen „Kinderfreundliche Kommune Köln“ Kontaktdaten Koordination des Siegelverfahrens und des Aktionsplans „kinder- und jugendfreundliches Köln“ kinderfreundliche-kommune@stadt-koeln.de Anica Latzer - Amt für Kinder, Jugend und Familie Tel. 0221-221-21196 Weitere Infos gibt es unter folgendem Link: https://www.stadt-koeln.de/artikel/68837/index.html

Beratungsverlauf

  1. 31.03.2022

    Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik

    TOP 2.7, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  2. 05.04.2022

    Jugendhilfeausschuss

    TOP 4.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: geändert beschlossen
  3. 07.04.2022

    Stadtentwicklungsausschuss

    TOP 6.3, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  4. 07.04.2022

    Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)

    TOP 3.7, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  5. 07.04.2022

    Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)

    TOP 9.2.5, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  6. 07.04.2022

    Sportausschuss

    TOP 4.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: geändert beschlossen
  7. 07.04.2022

    Bezirksvertretung 8 (Kalk)

    TOP 8.2.6, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  8. 07.04.2022

    Bezirksvertretung 7 (Porz)

    TOP 7.8, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  9. 28.04.2022

    Bezirksvertretung 5 (Nippes)

    TOP 9.2.4, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  10. 02.05.2022

    Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)

    TOP 9.2.6, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  11. 02.05.2022

    Bezirksvertretung 9 (Mülheim)

    TOP 9.2.6, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  12. 02.05.2022

    Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)

    TOP 9.2.5, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  13. 10.05.2022

    Integrationsrat

    TOP 8.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: Alternative beschlossen
  14. 10.05.2022

    Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales

    TOP 10.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: geändert beschlossen
  15. 12.05.2022

    Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

    TOP 5.2, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: geändert beschlossen
  16. 16.05.2022

    Ausschuss Schule und Weiterbildung

    TOP 6.3, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  17. 16.05.2022

    Digitalisierungsausschuss

    TOP 7.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  18. 16.05.2022

    Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)

    TOP 10.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  19. 17.05.2022

    Verkehrsausschuss

    TOP 4.4, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: mit Änderungen empfohlen
  20. 17.05.2022

    Gesundheitsausschuss

    TOP 5.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: mit Änderungen empfohlen
  21. 19.05.2022

    Ausschuss Klima, Umwelt und Grün

    TOP 4.1.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: mit Änderungen empfohlen
  22. 31.05.2022

    Ausschuss Kunst und Kultur

    TOP 4.2, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: mit Änderungen empfohlen
  23. 13.06.2022

    Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden

    TOP 4.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: mit Änderungen empfohlen
  24. 14.06.2022

    Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender

    TOP 2.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: geändert beschlossen
  25. 20.06.2022 zuletzt

    Rat

    TOP 10.22, Entscheidung. Ergebnis: geändert beschlossen

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