1161/2019
"Der städtebauliche Masterplan für die Innenstadt Köln"; hier: Der Lupenraum Via Culturalis – Ein Handbuch für den öffentlichen Raum
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Beschluss_ Ausschuss Kunst und Kultur - Via Culturalis
1226 Zeichen
Geschäftsführung Ausschuss Kunst und Kultur Frau Maida Telefon: (0221) 221-23657 Fax : (0221) 221-24141 E-Mail: Kerstin.Maida@STADT-KOELN.DE Datum: 26.06.2019 (Vorab)-Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 25.06.2019 öffentlich 4.3 "Der städtebauliche Masterplan für die Innensta dt Köln" hier: Der Lupenraum Via Culturalis – Ein Handbuch für den öffentlichen Raum 1161/2019 Der Ausschuss für Kunst und Kultur empfiehlt dem Stadtentwicklungsausschuss wie folgt geändert zu beschließen : Beschluss: 1. Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt das "H andbuch Via Culturalis" als stadtgestalterische Handlungsempfehlung für die künftige Entwicklung der Via Cul- turalis und beauftragt die Verwaltung, das Gestaltungskonzept und das Kommunikati- onskonzept umzusetzen. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, den Gesamtraum V ia Culturalis gemäß des Pilotpro- jekts "Gürzenichstraße" und in Abhängigkeit mit den hochbaulichen Entwicklungen schrittweise zu realisieren. 3. Die Ziele der Kulturentwicklungsplanung als kult urpolitische Handlungsmaxime der Stadt Köln sind zu berücksichtigen. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt.
Anlage Handbuch-Via-Culturalis
229027 Zeichen
DER LUPENRAUM VIA CULTURALIS /endash.case
EIN HANDBUCH FÜR DEN ÖFFENTLICHEN RAUM
DER LUPENRAUM VIA CULTURALIS
/bar.case
EIN HANDBUCH FÜR DEN ÖFFENTLICHEN RAUM
DER LUPENRAUM VIA CULTURALIS –
EIN HANDBUCH FÜR DEN ÖFFENTLICHEN RAUM
2
3
Mit dem Bundesprogramm zur Förderung von Investitionen in nationale Pro-
jekte des Städtebaus unterstützt das Bundesministerium des Innern, für Bau und
Heimat seit 2014 herausragende Projekte der Baukultur und des Städtebaus in
Deutschland. Inzwischen haben wir mehr als 100 Projekte in 86 Kommunen
in ganz Deutschland mit rund 300 Millionen Euro Bundesmitteln gefördert.
Eines dieser Projekte ist die Via Culturalis in Köln. Wir
haben dieses anspruchsvolle und beispielhafte Stadt -
entwicklungsprojekt im Jahr 2015 auf Empfehlung einer
unabhängigen und interdisziplinär besetzten Jury in das
Bundesprogramm aufgenommen und haben für die Weiter-
entwicklung des öffentlichen Raums der Via Culturalis ins-
gesamt 4,8 Millionen Euro bereitgestellt.
Die zwischen Kölner Dom im Norden und der romani -
schen Kirche St. Maria im Kapitol im Süden verlaufende
Via Culturalis stellt mit ihrem Reichtum an faszinieren -
den Kulturbausteinen ein einzigartiges Areal dar, des -
sen Bedeutung für die Kölner Stadtgeschichte ihres -
gleichen sucht; auf einer Strecke von rund 800 Metern
lassen sich mehr als 2.000 Jahre Stadt-, Städtebau-
und Architekturgeschichte erleben.
Die Via Culturalis steht beispielhaft für die Bedeutung
des öffentlichen Raums als Visitenkarte einer Stadt. Er
muss gut gestaltet und sorgfältig gepflegt werden, aber
er muss auch von den Menschen, für die er gedacht ist,
angenommen werden.
Daher werden – gefördert durch das Bundesprogramm
Nationale Projekte des Städtebaus – verschiedene Maß-
nahmen ergriffen, um den räumlichen Zusammenhang der
Via Culturalis zu bestimmen, die Aufenthaltsqualität der öf-
fentlichen Orte zu erhöhen und eine vitale Stadtkultur rund
um den Dom zu prägen und nachhaltig zu etablieren. Da-
mit erhält das Stadtquartier ein Erscheinungsbild, das der
Bedeutung des Ortes angemessen ist.
Die Via Culturalis ist ein in dieser Dimension einzigarti -
ges und vorbildhaftes Projekt, von dem auch in Zukunft
positive Impulse für die Entwicklung der angrenzenden
Stadtteile zu erwarten sind. Damit haben wir ein wich -
tiges Ziel unseres Bundesprogramms Nationale Projekte
des Städtebaus erreicht.
Ich wünsche der Stadt Köln bei der weiteren Entwicklung
dieser geschichtsträchtigen Magistrale viel Erfolg und die
gebührende Aufmerksamkeit bei Einwohnerinnen und Ein-
wohnern und Gästen.
Marco Wanderwitz, MdB
Parlamentarischer Staatssekretär beim
Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat
Köln ist in stetem Wandel. Ineinander verflochtene historische Schichten legen
Zeugnis über die Jahrhunderte andauernde Entwicklung unserer Stadt ab.
Ein für Köln in dieser Hinsicht besonders bedeutender Stadtraum ist die Via
Culturalis, der Bereich zwischen dem Kölner Dom, unserer Weltkulturerbe-
stätte, im Norden und der romanischen Kirche St. Maria im Kapitol im Süden.
Der von Oswald Mathias Ungers geprägte Kunstbegriff
Via Culturalis beschreibt das ambitionierte Vorhaben, die
Zeitebenen und Zeitspuren der Kölner Stadt- und Kultur -
geschichte im öffentlichen Raum sichtbar und begreifbar
zu machen. Im Fokus steht die räumliche Verknüpfung
und städtebauliche Aufwertung der öffentlichen Plätze zu
einem zusammenhängenden Kulturpfad, einer Kette an
attraktiven Orten des Aufenthalts und der Begegnung.
Der öffentliche Raum inszeniert zugleich die stadtbild -
prägenden historischen wie modernen Bauten und bietet
wertvollen Kultureinrichtungen ein angemessenes Vorfeld.
2015 wurde die Via Culturalis mit verschiedenen baulichen
Projekten in das Bundesförderprogramm Nationale Pro -
jekte des Städtebaus aufgenommen. Hierzu zählt etwa
die Neugestaltung des Kurt-Hackenberg-Platzes, den wir
im Frühjahr 2018 fertiggestellt und am 5. Mai 2018 im Rah-
men des Tags der Städtebauförderung feierlich eingeweiht
haben. Die Neugestaltung des Tunnels Johannisstraße so-
wie die Neugestaltung der Gürzenichstraße wurden zeit -
gleich in ihrer Planung weiterqualifiziert. Alle Projekte der
Via Culturalis leiten sich aus dem Gestaltungsplan für den
Gesamtraum ab. Dieser stellt das Herzstück des vorliegen-
den Handbuchs dar.
Mein Dank gilt dem Bundesministerium des Innern, für
Bau und Heimat, das den besonderen städtebaulichen
Wert der Via Culturalis durch die umfangreiche Bundes -
förderung würdigt und dadurch die Umsetzung zentra -
ler Schlüsselprojekte maßgeblich unterstützt. Nirgends
konzentriert sich die kulturhistorische Bedeutung der
Stadt Köln so stark wie im unmittelbaren Domumfeld
und entlang der Via Culturalis. Die Stadt Köln nutzt jetzt
die Chance, das Alleinstellungsmerkmal einer 2.000-jäh-
rigen Geschichte in die Zukunft fortzuschreiben. Mit der
Erarbeitung des Handbuchs und Gestaltungskonzepts zur
Via Culturalis ist ein wichtiger Meilenstein erreicht.
Henriette Reker
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln
Abb. 1 Abb. 2
Inhaltsverzeichnis
Marco Wanderwitz ..................................................................................................2
Henriette Reker ....................................................................................................... 3
1 Einführung — die Via Culturalis verstehen 6
1.1 Der Masterplan und die Via Culturalis als erster Lupenraum .................................. 8
1.2 Die Idee der Via Culturalis .................................................................................. 10
1.3 Das Handbuch zur Qualitätssicherung ............................................................... 12
1.4 Vorgehensweise ................................................................................................ 14
2 Analyse — der Via Culturalis auf den Grund gehen 16
2.1 Der Stadtraum . ................................................................................................ 18
2.2 Die Identität ................................................................................................... 38
2.3 Auswertung .................................................................................................... 54
3 Konzept — die Via Culturalis gestalten 60
3.1 Das Gestaltungskonzept ................................................................................... 62
3.2 Das Kommunikationskonzept ........................................................................... 95
4 Handlungsempfehlungen — die Via Culturalis weiterdenken 102
4.1 Die Akteursgruppen im Überblick ..................................................................... 104
4.2 Öffentliche Hand ........................................................................................... 106
4.3 Private Akteure .............................................................................................. 108
4.4 Kulturakteure und Multiplikatoren .................................................................... 110
Anhang 112
Abbildungsverzeichnis ........................................................................................... 112
Quellenverzeichnis ................................................................................................. 115
Impressum ........................................................................................................... 117
4
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
2
ANALYSE
3
KONZEPT
1
EINFÜHRUNG
1
EINFÜHRUNG —
DIE VIA CULTURALIS VERSTEHEN
1.1 Der Masterplan und die Via Culturalis als erster Lupenraum
1.2 Die Idee der Via Culturalis
1.3 Das Handbuch zur Qualitätssicherung
1.4 Vorgehensweise
8
9
1 Lupenraum Via Culturalis
2 Lupenraum Komödienstraße
3 Lupenraum WDR/MAKK
4 Lupenraum Ehrenstraße
1 EINFÜHRUNG | 1.1 DER MASTERPLAN UND DIE VIA CULTURALIS ALS ERSTER LUPENRAUM
1.1 Der Masterplan und die
Via Culturalis als erster Lupenraum
MARKUS GREITEMANN, BEIGEORDNETER
Der städtebauliche Masterplan Innenstadt Köln, den der renommierte Stadt-
planer Professor Albert Speer im Auftrag des Vereins Unternehmer für die
Region Köln e.V. in einem intensiven Dialog mit Politik, Verwaltung und Stadt-
gesellschaft entwickelt hat, fungiert seit nunmehr 10 Jahren als Regiebuch für
die Entwicklungen in der Innenstadt von Köln.
Das Planwerk baut zu einem großen Teil auf Voruntersu -
chungen und konzeptuellen Erwägungen der Stadt Köln
auf, die das Büro Speer gewertet, gewichtet, miteinander
in Beziehung gesetzt und durch eigene Ideen ergänzt hat.
Entstanden ist ein wegweisendes Konzept aus einem Guss,
das der Rat der Stadt Köln im Mai 2009 als grundsätzliche
Handlungsempfehlung und strategische Zielausrichtung für
die zukünftige Entwicklung der Innenstadt verabschiedet
hat. Neben strategischen Überlegungen umfasst der Mas-
terplan auch ganz konkrete Vorschläge zur Aufwertung der
Innenstadt. Zur Umsetzung des Masterplans bedürfe es
eines langen Atems, hatte Speer damals erklärt. Dennoch
hat der Masterplan bereits nach nur wenigen Jahren das
Kölner Stadtbild verändert. Die Maßstäbe der über 30 Projekte
sind hierbei vielfältig: von Platzgestaltungen über Hochbau-
projekte bis hin zu den großen Konversionsflächen der Stadt,
wie dem Deutzer Hafen, dem Mülheimer Süden und der
Parkstadt Süd. Insgesamt umfassen allein diese drei Projekte
eine Fläche von ca. 200 ha, auf der rund 11.000 Wohneinhei-
ten entstehen werden.
Das vorliegende Handbuch steht für die Weiterentwick -
lung des städtebaulichen Masterplans Innenstadt Köln.
Mit den sogenannten Lupenräumen soll der Masterplan
zukünftig um eine kleinteiligere Maßstabsebene ergänzt
werden – mit dem Ziel, im Zusammenspiel mit den pri -
vaten Akteuren die stadträumliche Aufwertung in diesen
Räumen voranzubringen. Von den formulierten Interven -
tionsräumen abgeleitet, wurden am Beispiel der Kernzo -
ne vier erste Lupenräume definiert: die Via Culturalis, der
Bereich rund um den Westdeutschen Rundfunk und das
Museum für Angewandte Kunst Köln, die Komödienstra -
ße sowie die Ehrenstraße. Vor dem Hintergrund funktio -
naler sowie gestalterischer Fragestellungen wurden diese
dann vertiefend behandelt. Im Rahmen des Förderprojekts
Via Culturalis wurde der erste dieser Lupenräume nun
umfassend bearbeitet und liefert im Ergebnis wichtige
Erkenntnisse und Grundlagen für die Qualifizierung der
nächsten Lupenräume.
Als bedeutsamer innerstädtischer Kulturpfad zwischen dem
Kölner Dom im Norden und der markanten romanischen Kir-
che St. Maria im Kapitol im Süden spannt sich ein Stadtquartier
auf, das in seiner Bedeutung für die Kölner Stadtgeschichte
und in seiner Dichte an bemerkenswerten Kulturbausteinen
einzigartig ist. Wichtigste Klammer ist der öffentliche Raum,
für den sich der Begriff der Via Culturalis eingeprägt hat. Im
heutigen Zustand weist dieser Stadtraum jedoch zahlreiche
Defizite auf, die seiner Bedeutung nicht gerecht werden. Das
schmale Stadtraumprofil leidet an einer Überbelegung durch
Beschilderung und Möblierung. Die Gestaltung der Oberflä-
chen ist nicht einheitlich und zum Teil sanierungsbedürftig.
Die funktionale Belegung der flankierenden Bauten ist teil-
weise minderwertig. Die Gestaltung der unterschiedlichen
Plätze ist ebenfalls zum Teil überarbeitungswürdig.
Durch die Implementierung der Lupenräume in den städ -
tebaulichen Masterplan wird dieser in Ergänzung zu seiner
Funktion als Steuerungs- und Kommunikationsinstrument
auch als Umsetzungsinstrument gestärkt. Das vorliegende
Handbuch ist hierbei ein erster richtungsweisender Baustein,
um einerseits Standards für die weiteren Lupenräume zu
formulieren und anderseits den städtebaulichen Masterplan
auch weiterhin zu verstetigen. Die Kontinuität in der Planung
sowie die Verbindlichkeit vereinbarter Ziele werden so gesi-
chert und im Ergebnis die stadträumliche Qualität in Köln
nachhaltig gesteigert.
1
2
3
4
Abb. 3 Abb.3
10
11
Abb. 1
1 EINFÜHRUNG | 1.2 DIE IDEE DER VIA CULTURALIS
1.2 Die Idee der Via Culturalis
Im März 1999 formuliert der Kölner Architekt Oswald Mathias Ungers textlich
seine Ideen für einen Kulturpfad mit Namen Via Culturalis und beschreibt da-
mit in Bezug auf die Entwicklungen dieses Stadtraums wegweisende Inhalte.
Im Folgenden ein Auszug:
»Die Rasterstruktur der römischen Stadt Köln hat sich bis
in die heutige Zeit in einigen Straßenzügen, wenn auch
leicht verändert, im Wesentlichen erhalten. Der römische
Cardo – die Nord-Süd-Verbindung – entspricht exakt dem
Verlauf der Hohe Straße. Die römische Stadtkante zum
Rhein hin, die aus drei Terrassenstufen bestand, ist im
Stadtgrundriss deutlich ablesbar. Die untere Kante lief
parallel zur Martinstraße.
Der Vorschlag einer Kulturstraße entsteht aus dem his -
torisch gewachsenen Zusammenhang von Kulturdenk-
mälern und öffentlichen Einrichtungen, die sich im Laufe
der Zeit entlang einer Nord-Süd -Trasse vom Dom bis zu
Maria im Kapitol entwickelt haben. Die sogenannte Kul -
turachse beginnt am Hauptbahnhof mit dem Bahnhofs -
vorplatz und setzt sich parallel zur Hohe Straße in einer
Verbindung vom Nord- zum Südportal des Domes über
den Roncalliplatz, Unter Goldschmied, Quatermarkt,
Kleine Sandkaul bis zu Maria im Kapitol als südlichem
Endpunkt fort. Entlang dieser Verbindung reihen sich wie
an einer Perlenschnur größere und kleinere Plätze auf:
Bahnhofsvorplatz – Roncalliplatz – Theo-Burauen-Platz -
Laurenzplatz – Rathausplatz (Gülichplatz) – eventuell ein
neu zu schaffendes Stefan -Lochner-Plätzchen statt der
bestehenden Garagenausfahrt – Gürzenichplatz – und
am Ende der Lichhof vor Maria im Kapitol.
Ebenfalls wie Perlen an einer Schnur sind entlang dieser
Verbindung kulturelle Einrichtungen und historische Er -
eignisse aufgereiht: Römisch-Germanisches Museum –
Museum Ludwig – das Diözesanmuseum – der Eingang
zum Praetorium – das historische Rathaus mit Renais -
sancelaube und Rathausturm – eventuell das neue Jüdi -
sche Museum – das neue Wallraf-Richartz-Museum – die
Kirche St. Alban mit der Kolbe-Plastik – sowie der Gürze-
nich, das historische Festhaus Kölns.
Eine solche Gelegenheit, Kultur von der Antike (Praetori -
um) über das hohe Mittelalter (Maria im Kapitol), die Go-
tik (der Dom, das größte gotische Bauwerk), die Renais -
sance (Rathauslaube) bis zur Moderne (Museum Ludwig,
Wallraf-Richartz-Museum neu und alt) entlang einer
Straße erleben zu können, ist wohl einmalig in der Welt
und in keiner anderen Stadt derart konzentriert zu finden.
Bisher bleibt diese Gelegenheit städtebaulich ungenutzt.
Durch den Neubau des Wallraf- Richartz-Museums am Gür-
zenich schließt sich die Lücke in einem kontinuierlich von
Norden nach Süden verlaufenden Kulturband. Diese Kul -
turachse gilt es deutlich hervorzuheben und als Teil einer
Innenstadtstruktur zu begreifen. Vom Rhein aus gesehen
entstehen damit der historischen Topografie entsprechend
unterschiedliche parallel laufende städtische Zonen:
• Die Erholungszone am Rheinufer.
• Die Vergnügungszone (Tourismus) mit Altstadt,
Heumarkt, Alter Markt und Heinrich-Böll-Platz.
• Die Kulturzone vom Roncalliplatz zum Gürzenich.
• Die Kommerzzone entlang der Hohe Straße.
Kommerz, Vergnügen und Erholung habe ihre städte-
bauliche Identität entwickelt. Was in dem Akkord der
unterschiedlichen Inhalte fehlt, ist die Kultur. Hier lie-
gen noch ungenutzte Möglichkeiten, die einer intensiven
Entwicklung bedürfen und vor allem einmalige Chancen
für das Image der Stadt Köln und die Identität der Stadt
bieten. Deshalb sollte man darüber nachdenken, wie
über einen längeren Zeit raum die Ressourcen aktiviert
und das brachliegende kulturelle Potenzial erlebbar ge-
macht werden kann.«
Abb. 4
12
13
Abb. xyz
1 EINFÜHRUNG | 1.3 DAS HANDBUCH ZUR QUALITÄTSSICHERUNG
1.3 Das Handbuch zur Qualitätssicherung
ANNE LUISE MÜLLER, LEITERIN DES STADTPLANUNGSAMTES
Der Architekt Oswald Mathias Ungers schlägt in seinem Text von 1999 eine
Kulturachse mit Namen Via Culturalis zwischen der Hohen Domkirche zu Köln
und St. Maria im Kapitol vor und formuliert damit den Bedarf für die Stadt
Köln, sich stadträumlich dieses zentralen Bereichs anzunehmen und die
dortigen Entwicklungen zu lenken.
Als Maßnahme im städtebaulichen Masterplan Innen -
stadt formuliert, wird die Via Culturalis dann im Jahr
2013 im Rahmen eines Werkstattverfahrens unter der
Teilnahme von drei interdisziplinären Planungsteams be-
arbeitet. Der Begriff Via Culturalis erscheint hierbei erst
einmal abstrakt und so geht es neben der Aufgabe, Ideen
für Freiraum und Städtebau zu erarbeiten, darum, das
Quartier stärker ins Bewusstsein der Bürgerinnen und
Bürger sowie der Besucherinnen und Besucher der Stadt
zu rücken. Aufbauend auf den Ergebnissen des Werk -
stattverfahrens erhält die Stadt Köln im Jahr 2015 mit
der Via Culturalis den Zuschlag für Bundesfördermittel im
Rahmen des Programms Nationale Projekte des Städte-
baus, sodass die Kulturmeile im Zeitraum von 2016 bis
2018 weiterqualifiziert werden kann.
Das vorliegende Handbuch ist ein Teilergebnis der Be-
arbeitung im Rahmen des Förderprojekts und dient der
langfristigen Qualitätssicherung auf der Via Cultura -
lis. Herzstück ist das Gestaltungskonzept, welches die
verschiedenen Parameter für einen hochwertigen öf -
fentlichen Raum definiert. Die initialen Fragen lauteten
hierbei, welchen Charakter die Via Culturalis von Köln
zukünftig haben soll und welche Themen hierfür rele-
vant sind. Es galt demnach, einen Gestaltungsansatz zu
entwickeln, welcher der Bedeutung dieses historisch ge -
wachsenen Stadtraums langfristig gerecht wird. Im Fokus
lag hierbei die Oberflächengestaltung, bestimmt durch
Material, Format und Verlegeart. Das Stadtmobiliar, die
Begrünung und das Thema Leitsystem wurden ebenfalls
bei der Erarbeitung berücksichtigt. In Zusammenhang
mit den zahlreichen Relikten aus der Vergangenheit und
den historisch wichtigen Orten auf der Via Culturalis ist
insbesondere Letzteres von Relevanz.
Jedoch ist es mit der Herstellung einer hochwertigen
Oberfläche allein nicht getan, denn wer nutzt den öffent-
lichen Raum entlang der Via Culturalis, wer interagiert mit
ihm? Für wen ist die Via Culturalis die eigene Adresse? Die
Frage nach den Akteuren wird aus diesem Grund ebenfalls
in dem vorliegenden Handbuch behandelt, denn nur durch
sie wird die Via Culturalis langfristig mit Leben gefüllt. Die
verschiedenen Museen und administrativen Gebäude ent-
lang der Via Culturalis sind hierbei ebenso von Bedeutung
wie die Kirchenbauten, allen voran die Hohe Domkirche
zu Köln. Zwischen der Einkaufsmeile Hohe Straße und der
Altstadt tragen sie mit allen Elementen, die im Austausch
mit dem öffentlichen Raum stehen, auch dafür Sorge,
dass die Via Culturalis in ihrer qualitätsvollen Besonderheit
wahrgenommen und geschätzt wird. Eine angemessene
und attraktive, dennoch zurückhaltende Gestaltung der
Außengastronomie, aber auch der Außenwerbung, sind an
dieser Stelle exemplarisch genannt. Private Investoren und
Projektentwickler stehen in der Verantwortung, dem sen -
siblen Kontext entsprechend qualitätsvoll zu planen und
zu bauen. Sind es doch die jeweiligen Gebäude, die dem
öffentlichen Raum das Gesicht zeigen und ihn prägen.
Auch die Beteiligung von Privaten bei einer hochwertigen
Gestaltung des öffentlichen Raums gewinnt zunehmend
an Bedeutung. Eine Form stellt hierbei die Immobilien- und
Standortgemeinschaft dar, die den anliegenden privaten
Eigentümerinnen und Eigentümern die Möglichkeit der
Mitwirkung bietet.
Durch die Lupenräume als Weiterentwicklung des städte-
baulichen Masterplans für die Innenstadt Köln wird eine
wichtige stadtgestalterische Ebene implementiert. Das
vorliegende »Handbuch Via Culturalis« ist das Ergebnis
des ersten dieser Lupenräume und dient damit als Vorrei -
ter und setzt bedeutsame Standards für die Bearbeitung
der weiteren. Als Instrument für Kommunikation und Steu-
erung schafft das Handbuch Identifikation mit dem Ort
und trägt so zu einem wichtigen Anliegen bei: die Qualität
entlang der Via Culturalis langfristig zu sichern.
Abb. 5
14
ANALYSE
GRUNDLAGEN
KONZEPT
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
Ergebnis des interdisziplinären
Workshopverfahrens Via Culturalis
(Oktober 2013)
Städtebaulicher Masterplan
Innenstadt Köln/
Lupenraum Via Culturalis
(Mai 2009/November 2017)
Workshop:
Werte und Identität der
Via Culturalis im Rahmen der
Lenkungsgruppe Städtebaulicher
Masterplan Innenstadt Köln
(April 2017)
Netzwerktreffen:
Kunst und Kultur
(Dezember 2017)
Gewerbe + Gastronomie
(Januar 2018)
Passantinnen- und
Passantenbefragung
auf der Via Culturalis
(Juli 2018)
Gestaltungshandbuch –
Gesamtstrategie für den
öffentlichen Raum der Stadt Köln
(April 2018)
STADTRAUM
LEITSÄTZE
GESTALTUNGSKONZEPT
AKTEURSGRUPPEN
PRIVATE AKTEURE KULTURAKTEURESTADT KÖLN
KOMMUNIKATIONSKONZEPT
IDENTITÄT
1 EINFÜHRUNG | 1.4 VORGEHENSWEISE
1.4 Vorgehensweise
Ziel dieses Handbuchs ist, die Via Culturalis als Kulturpfad zu profilieren und
langfristig die Qualität des öffentlichen Raums zu sichern. Das vorliegende
Handbuch gliedert sich in drei Hauptteile: Auf Basis einer Analyse wurden zwei
Konzepte entwickelt und schließlich um konkrete Handlungsempfehlungen
für die Umsetzung ergänzt.
Grundlagen
Den konzeptionellen Rahmen für das Handbuch bildet
der städtebauliche Masterplan für die Innenstadt Köln,
im Rahmen dessen die Via Culturalis als erster Lupenraum
festgelegt wurde (Kap. 1.1). Des Weiteren wurden die Er -
gebnisse aus dem interdisziplinären Workshopverfahren
Via Culturalis im Jahr 2013 sowie das Gestaltungshand -
buch für den öffentlichen Raum der Stadt Köln berücksich-
tigt. Als Bestandteil der Fördermaßnahme wurden zudem
die drei baulichen Projekte Kurt-Hackenberg-Platz, Neu -
gestaltung Tunnel Johannisstraße und die Neugestaltung
Gürzenichstraße in das Gesamtkonzept einbezogen.
Analyse
In einem ersten Schritt wurde eine stadträumliche Ana -
lyse durchgeführt (Kap. 2.1). Nach der räumlich-funk -
tionalen Einordnung in Beziehung zu den angrenzenden
Bereichen wurden die bestehenden Freiräume und We-
gebeziehungen und mit Blick auf die zukünftige Ent -
wicklung der Via Culturalis die aktuellen baulichen Pro -
jekte untersucht. Der zweite Analyseschritt (Kap. 2.2)
thematisiert die Identität der Via Culturalis. Basierend
auf Strukturdaten der Stadt Köln sowie einer Befra -
gung vor Ort wurde die Via Culturalis in ihrer Funktion
als Wohn-, Geschäfts- und Besuchsquartier analysiert.
Vertiefend wurden die kulturelle und historische Dimen -
sion des Ortes, die Rolle der Akteure sowie die Kunst im
öffentlichen Raum untersucht. Dieser Analyseabschnitt
basiert maßgeblich auf Gesprächen, die im Rahmen des
Förderprojekts mit den in der Via Culturalis beheimate-
ten Akteuren geführt wurden, sowie auf der Bestands -
aufnahme durch die Bürgergemeinschaft Altstadt vom
März 2018. Als Ergebnis der beiden Analyseteile wurden
zwei Leitsätze für die langfristige Qualitätssicherung
formuliert (Kap. 2.3). Zudem wurde daran anknüpfend
der Raum hinsichtlich seiner Defizite und Potenziale un -
tersucht, um konkrete Maßnahmen abzuleiten.
Konzept
Aufbauend auf den zwei Leitsätzen sowie den identifi -
zierten Maßnahmen, wurden zwei Konzepte entwickelt:
das Gestaltungskonzept für den öffentlichen Raum
(Kap. 3.1) und das Kommunikationskonzept (Kap. 3.2).
Das Gestaltungskonzept definiert konkrete Parameter
für einen qualitätsvollen öffentlichen Raum mit hoher
Aufenthaltsqualität entlang der Via Culturalis, angefan -
gen bei der Gestaltung der Pflasterbeläge der Straßen
und Plätze über das zukünftige Stadtmobiliar bis hin zu
Aussagen bezüglich der Außengastronomie und Außen -
werbung. Das Kommunikationskonzept greift das The-
ma Identität auf. Hierbei werden Aussagen zum Begriff
Via Culturalis, zu ihrem gestalterischen Erscheinungsbild
und zu kommunikativen Kernbotschaften getroffen. Wei -
terhin wird das Umsetzungsmodell eines Arbeitskreises
beschrieben und es werden die eingesetzten Kommuni -
kationsmittel und wesentlichen Inhalte dargelegt.
Handlungsempfehlungen
Für die Umsetzung und Verstetigung der Qualität im
Stadtraum bedarf es immer starker Partnerschaften zwi -
schen der öffentlichen Hand und privaten Akteuren, wie
Investoren und privaten Eigentümern, aber auch Anlie-
gerinnen und Anliegern aus den Bereichen Gastronomie,
Dienstleistung und Gewerbe. Zusammengefasst unter
dem Begriff »Kulturakteure« spielen zudem auch die Kir -
che, die verschiedenen Kultureinrichtungen und Multi -
plikatoren für die Via Culturalis eine besonders wichtige
Rolle. Im Kapitel 4 werden daher die relevanten Akteurs -
gruppen adressiert und abschließend konkrete Hand -
lungsempfehlungen in Bezug auf das Gestaltungs- und
Kommunikationskonzept formuliert.
2
ANALYSE —
DER VIA CULTURALIS
AUF DEN GRUND GEHEN
2.1 Der Stadtraum
2.2 Die Identität
2.3 Auswertung
18
2.1 Der Stadtraum –
eine fotografische Bestandsaufnahme
Die Via Culturalis vereint auf etwa 800 Metern über 2.000 Jahre Kölner
Stadtgeschichte. Zwischen der Hohen Domkirche zu Köln und St. Maria
im Kapitol liegen diese Geschichten ober- und unterirdisch, sichtbar und
verborgen, heute schon greifbar oder noch im Entstehen. In seiner foto-
grafischen Bestandsaufnahme aus dem August 2018 stellt der Fotograf
Martin Gaissert auf den kommenden Seiten die heute sichtbaren
»Bausteine« dieser Kulturmeile im Entstehen vor.
2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM
AUFTAKT NORD
HOHE DOMKIRCHE
KURT-HACKENBERG-PLATZ
RÖMISCH-GERMANISCHES MUSEUM UND MUSEUM LUDWIG
THEO-BURAUEN-PLATZ
LAURENZ-CARRÉ – BESTAND
MIQUA UND HISTORISCHES RATHAUS
HAUPTACHSE
HISTORISCHES RATHAUS
WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDATION CORBOUD
LAURENZPLATZ
ALT ST. ALBAN UND WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FC
210 METER
180 METER
250 METER
160 METER
180 METER
290 METER
190 METER
350 METER
1
3
2
4
4
7
5
7
6
8
Abb. 6
Abb. 8
Abb. 7
Abb. 9
Abb. 10
Abb. 11
Abb. 12
Abb. 13
Abb. 14
Abb. 15
280 METER
75 METER
130 METER
130 METER
AUFTAKT SÜD
80 METER
140 METER
170 METER
210 METER8
7
9
10
12
11
11
11 13
14
HAUS NEUERBURG UND FARINA-HAUS
ALT ST. ALBAN UND GÜRZENICH
Abb. 16
Abb. 18
Abb. 17
Abb. 19
GÜRZENICH UND GÜNTER-WAND-PLATZ
GÜRZENICH UND GÜNTER-WAND-PLATZ
Abb. 20
Abb. 21
ST. MARIA IM KAPITOL
GÜRZENICHQUARTIER UND KLEIN ST. MARTIN
HERMANN-JOSEPH-PLATZ
KREUZGANG ST. MARIA IM KAPITOL
Abb. 22
Abb. 23
LICHHOF
MARIENPLATZ
Abb. 24
Abb. 25 Abb.25
Gesamtraum Via Culturalis
Kulturbausteine
1
3
56
8
9
11
14
12 13
10
4
7
2
Hauptachse
Auftakt Süd
Auftakt Nord
RHEIN
Hohe Straße
Gürzenichstraße
Kleine Budengasse
Am Hof
Hbf.
Pipinstraße
Deutzer Brücke
28
29
Frequenzen Einkauf
Frequenzen Via Culturalis
Frequenzen Altstadt
Schnittstellen zur Umgebung
Die Via Culturalis befindet sich im Stadtteil Altstadt-Nord des Bezirks Innen-
stadt, eingebettet zwischen der Haupteinkaufsmeile Hohe Straße im Westen
und der von Tourismus und Freizeit geprägten Altstadt mit Rheinpromenade
im Osten. Obwohl sich das Quartier über die Hauptverbindung Unter Gold-
schmied in Nord-Süd-Richtung erstreckt, sind es die verschiedenen Querver-
bindungen, die die Via Culturalis mit ihrer stark frequentierten Umgebung
verbinden und vernetzen. Die hiervon am häufigsten genutzte Verbindung ist
die Gürzenichstraße, da sie einerseits in die Schildergasse als Übergang zur
Innenstadt mündet und andererseits die Verknüpfung über den Heumarkt mit
der Rheinpromenade herstellt, von wo aus zahlreiche Gäste mit Schiffen die
Stadt erreichen.
Der Gesamtraum Via Culturalis kann in drei Bereiche aufgeteilt werden. Der
nördliche Auftaktbereich spannt sich zwischen der Hohen Domkirche und der
geplanten Historischen Mitte sowie zwischen Philharmonie/Museum Ludwig
über das Römisch-Germanische Museum bis zum Domhotel und zum dahinter
gelegenen Domforum auf. Den südlichen Auftakt bildet die romanische Kirche
St. Maria im Kapitol mit ihrer Umgebung einschließlich der Pipinstraße bis hin
zur Gürzenichstraße. In der Spange dieser Bereiche liegt der Hauptbereich,
unter anderem mit dem Ensemble aus Archäologischer Zone, Wallraf-Richartz-
Museum & Fondation Corboud sowie dem Gürzenich.
Hohe Straße
Unter Goldschmied
Gürzenichstraße
Heumarkt
Alter
Markt
Kolumba Groß St. Martin
Altstadt
Richtung
Schildergasse
MAKK
Auftakt Süd
Auftakt Nord
Deutzer Brücke
2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM
30
31
Planungsstand bedeutender
Hochbauprojekte
Der Stadtraum Via Culturalis wird sich in den kommenden Jahren aufgrund
verschiedener Projektvorhaben deutlich verändern: Der nördliche Auftakt-
bereich wird insbesondere durch die Historische Mitte und die Sanierung des
Römisch-Germanischen Museums sowie durch die private Entwicklung Lau-
renz-Carré und die Sanierung des Domhotels stadträumlich gestärkt und
die Via Culturalis im Ganzen prägen. Mit dem Projekt Archäologische Zone/
MiQua und dem Erweiterungsbau für das Wallraf-Richartz-Museum & Fon-
dation Corboud folgen zwei weitere Museumsbausteine, die den Charakter
der Via Culturalis hinsichtlich Funktion und architektonischer Qualität
fortschreiben. Aber auch Potenzialflächen sind bei der Erarbeitung eines Ge-
staltungskonzepts für den öffentlichen Raum zu berücksichtigen, wie bei-
spielsweise die bereits im städtebaulichen Masterplan Innenstadt definierten
Bereiche am Quatermarkt und an der Rückseite von Haus Neuerburg.
Historische Mitte
Entwurf: Volker Staab (Wettbewerb 2016)
Bauherrengemeinschaft: Stadt Köln und Hohe Domkirche
Sachstand: in Planung
Grundfläche Gebäude: Kurienhaus: 775 m²
Verwaltung: 1.480 m²
Nutzung/Konzept: Stadtmuseum, Kurienhaus und
Studiengebäude für das Römisch-Germanische Museum
Archäologische Zone/MiQua
Entwurf: Wandel Lorch Architekten (Wettbewerb 2008)
Bauherrin: Stadt Köln (künftiger Träger: LVR)
Sachstand: in Umsetzung
Grundfläche Gebäude: 1.450 m²
Nutzung/Konzept: Museum jüdischer Geschichte, Gebäude
legt sich als »Schutzbau« über die Archäologische Zone, ver -
deutlicht das Prinzip der archäologischen Schichtung
Erweiterung Wallraf-Richartz-Museum
& Fondation Corboud
Entwurf: Christ & Gantenbein (Wettbewerb 2013)
Bauherrin: Stadt Köln
Sachstand: in Planung
Grundfläche Gebäude: 670 m²
Nutzung/Konzept: Kunstmuseum plus gewerbliche Nutzung
und Wohnen in den Obergeschossen, offene Fassade im Sockel -
bereich fördert Austausch mit dem Stadtraum
Sanierung Domhotel
Entwurf: ingenhoven architects
Bauherrin: Bayerische Versorgungskammer, München
Sachstand: in Umsetzung,
geplante Fertigstellung im 2. Quartal, 2021
Grundfläche Gebäude: 2.840 m² (120 Zimmer)
Konzept: Modernisierung und Sanierung in enger Zusam -
menarbeit mit dem Denkmalschutz. Aufstockung des histori -
schen Baukörpers mit einem Staffelgeschoss.
Historische Fassaden bleiben erhalten (Denkmalschutz).
Neuentwicklung Laurenz-Carré
Entwurf: Kister Scheithauer,
Gross Architekten und Stadtplaner
Grundstückseigentümerin: Gerch Group AG
Sachstand: städtebauliches
Qualifizierungsverfahren abgeschlossen
Fläche: 33.000 m² BGF auf 9.000 m² Grundstück
Nutzung/Konzept: Wohnen, Einzelhandel, Büro, Ver-
waltung, Integration des denkmalgeschützten Senats Hotels
PSD Bank
Entwurf: HPP Architekten
Bauherrin: PSD Bank Köln eG
Sachstand: in Umsetzung,
Grundfläche Gebäude: ca. 3.900 m²
Konzept: Sanierung und Erweiterung eines Bankgebäudes
2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM
2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM
Abb. 26
Abb. 28
Abb. 30 Abb. 27
Abb. 29
Abb. 31
32
33
Die neuen Freiräume der Via Culturalis
Neben den Hochbauprojekten ist der öffentliche Raum zu betrachten, denn
es sind die zahlreichen Plätze und Wegräume, die im Zusammenspiel mit
der engmaschigen Bebauung die Via Culturalis ausmachen. Die Historische
Mitte bildet künftig einen wertvollen stadträumlichen Brückenschlag zwischen
dem Roncalliplatz und dem Kurt-Hackenberg-Platz. Zudem stellt der Augustus-
platz mit Fertigstellung des MiQuas einen neuen, zentralen Bereich inner-
halb der Via Culturalis dar. Aber auch die Neugestaltung des Günter-Wand-
Platzes und der Gürzenichstraße wertet die wichtige Querverbindung zwischen
Hohe Straße/Schildergasse und Heumarkt auf, während die Neugestaltung
im Tunnel Johannisstraße die Verbindung für den Rad- und Fußgängerver-
kehr verbessert.
Tunnel Johannisstraße
Architektur: UTE PIROETH ARCHITEKTUR BDA
(Vergabeverfahren 2016)
Künstlerisches Konzept: Wolfgang Rüppel Köln/ Berlin
Bauherrin: Stadt Köln
Sachstand: in Planung
Länge: 110 m
Konzept: Aufwertung der Unterführung als Fußgänger- und
Radwegverbindung sowie Anlieferung der DB
Umfeld Historische Mitte
Architektur: Volker Staab (Wettbewerb 2016)
Bauherrinnen: Stadt Köln und Hohe Domkirche
Sachstand: in Planung
Fläche: ca. 1.150 m²
Konzept: räumliche Verbindung zwischen Museen/
römische Hafenstraße/Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz
Landschaftsarchitektur: Vogt Landschaftsarchitekten
Bauherrin: Stadt Köln
Sachstand: 2018 fertiggestellt
Fläche: ca. 3.500 m²
Konzept: zentrales Element: »urbaner Garten« durch
gekiesten Bereich mit langen Natursteinbänken aus Grauwacke
und einem »grünen Dach« (in Anlehnung an den anliegenden
früheren Bischofsgarten)
Archäologische Zone
Landschaftsarchitekt: Topotek 1
Bauherrin: Stadt Köln
Sachstand: in Umsetzung
Fläche: 10.000 m²
Konzept: durchgehende Oberfläche, erhöhte Platzfläche durch
Treppenanlage mit Sitzgelegenheiten
Günter-Wand-Platz
Landschaftsarchitektur: RMP Stephan Lenzen
Landschaftsarchitekten
Bauherrin: Stadt Köln
Sachstand: in Planung
Fläche: ca. 6.500 m² (inkl. Gürzenichstraße)
Konzept: Im Zuge der Neugestaltung Gürzenichstraße wird
eine einheitliche Fläche mit qualitativ hochwertigem Bodenbe -
lag und Sitzmobiliar aus Grauwacke geschaffen.
Freitreppe an St. Maria im Kapitol
Architektur: Stadt Köln
Bauherrin: Stadt Köln
Sachstand: in Planung
Fläche: 90 m lange Treppe
Konzept: Verknüpfung Elogiusplatz und Klein St. Martin,
Freistellung St. Maria im Kapitol
2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM
2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM
Abb. 32
Abb. 34
Abb. 36 Abb. 33
Abb. 35
Abb. 37
34
35
Raumqualitäten
Die Via Culturalis wird durch verschiedene Stadträume geprägt: Neben den
Straßen- und Wegräumen, die vorwiegend der Bewegung dienen, gibt es
eine Vielzahl an Plätzen mit unterschiedlichen Qualitäten. Zum einen gibt
es Plätze, die aufgrund ihrer hochwertigen Gestaltung, ihrer Lage und/oder
ihres gastronomischen Angebots zum Verweilen einladen, wie beispiels-
weise den Kurt-Hackenberg-Platz. Andere Bereiche wiederum bergen zwar
ein solches Potenzial, sind jedoch, wie beispielsweise der Platz am Quater-
markt oder der Innenhof am Laurenzgittergäßchen, aufgrund ihrer aktuel-
len Nutzung als öffentliche Parkplatzfläche für den Aufenthalt ungeeignet.
Außengastronomie
Am Hof
Kurt-Hackenberg-Platz
Elogiusplatz
Marsplatz
U-Bahn-Zugang
Hermann-Joseph-Platz
Elogiusplatz
Besondere Monumente
Roncalliplatz
Laurenzplatz
Theo-Burauen-Platz
Marsplatz
Günter-Wand-Platz
Elogiusplatz
Lichhof
Historische Mitte
Repräsentativer Auftakt
Roncalliplatz
Augustusplatz
Brunnen
Am Hof
Gülichplatz
Kurt-Hackenberg-Platz
Theo-Burauen-Platz
Roncalliplatz
Prägende Gehölze
Am Hof
Kurt-Hackenberg-Platz
Laurenzplatz
Quatermarkt
Theo-Burauen-Platz
Günter-Wand-Platz
Lichhof
Sitzgelegenheiten
Roncalliplatz
Kurt-Hackenberg-Platz
Augustusplatz
Hermann-Joseph-Platz
Rathausplatz
Elogiusplatz
Lichhof
Günter-Wand-Platz
Parkplätze
Laurenzgittergäßchen
Quatermarkt
Plätze im Bestand
ohne Handlungsbedarf
Plätze in Planung/in der Umsetzung
Flächen und Plätze
mit Handlungsbedarf
2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM
Gürzenichstraße
Tunnel Johannisstraße
Hbf.
Pipinstraße
Deutzer Brücke
Lichhof
Hermann-Joseph-Platz Elogiusplatz
Günter-Wand-Platz
Gülichplatz
Quatermarkt
Augustusplatz
Marsplatz
Am Hof
Laurenzgittergäßchen
Laurenzplatz Rathausplatz
Theo-Burauen-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz
Historische MitteRoncalliplatz
36
37
N
O
S
W
Tunnel Johannisstraße
Bestandssituation
Ladezonen
Parken im öffentlichen Raum
Einrichtungsverkehr
Zweirichtungsverkehr
Angrenzende Straßen
Tunnel
Parkhaus
Tiefgarage
Einfahrt Parkhaus / Tiefgarage
Bewegungsräume und Mobilität
Auch auf der Via Culturalis hat das planerische Credo »Autogerechte Stadt«
aus vergangenen Zeiten seine Spuren hinterlassen. Um jedoch die Qualität im
öffentlichen Raum der Via Culturalis wieder zu steigern, befindet sich aktuell
(Stand 12/2018) ein Verkehrsführungskonzept für die Altstadt in der politischen
Beratung, welches im Sinne einer Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer
beispielsweise die Reduzierung des ruhenden Verkehrs im Straßenraums bis auf
ein funktional notwendiges Minimum vorsieht. Hierdurch können zusätzliche
Flächen zugunsten der Fußgängerinnen und Fußgänger sowie des Radverkehrs
umgestaltet und genutzt werden. Weitere Maßnahmen stellen die Bündelung
des motorisierten Verkehrs, die Verkürzung der Anfahrtswege zu den Park-
häusern und die Festlegung von Einbahnstraßen dar, wodurch das Quartier
insgesamt entschleunigt werden würde.
2 ANALYSE | 2.1 DER STADTRAUM
Ost-West-Achse
Dorint Hotel
100 Stellplätze
Am Gürzenich
315 Stellplätze
An Farina
305 Stellplätze
Am Dom
610 Stellplätze
City-Parkhaus
205 Stellplätze
Hohe Straße
280 Stellplätze
Hbf.
Abb. 38
38
39
Bestandssituation
Einzelhandel
Gastronomie / Café / Kiosk
Dienstleistungen / Büro
Hotel mit Gastronomie
2.2 Die Identität
Geschäftsquartier
Die Via Culturalis liegt in der Innenstadt Kölns und ist damit auch Teil des
Geschäfts- und Handelszentrums, das weit über die Grenzen der Stadt
hinaus von Bedeutung ist. Als Nord-Süd-Achse liegt der Kulturpfad zwischen
der stark gastronomisch geprägten Altstadt und den Konsummeilen Hohe
Straße und Schildergasse mit ihren vielen Angeboten an Bekleidungs-
geschäften und Handelsketten. Die Schildergasse vereint etwa ein Drittel der
Verkaufsfläche und auch ein Drittel des Umsatzes der Kölner City auf ihrem
Areal – beheimatet dabei aber nur sechs Prozent der Innenstadtgeschäfte.
Als Geschäftsquartier muss sich die Via Culturalis pro -
grammatisch von ihren schwergewichtigen Nachbarinnen
abgrenzen, ein eindeutiger Charakter lässt sich diesbezüg-
lich bislang jedoch nicht erkennen: Eine Passantenbefra -
gung im Juli 2018 entlang der Via Culturalis hat ergeben,
dass kein klares Bild von der Gewerbestruktur im Quartier
existiert. Einzig das Farina-Haus wird mehrmals als prä -
gend genannt und die Museumsshops sowie Antiquariate
werden offenbar als »typisch für die Via Culturalis« emp -
funden. Die insgesamt 76 Passantinnen und Passanten
stellten außerdem fest, dass Geschäfte der Nahversorgung
für die Bevölkerung und kleinere, inhabergeführte Läden
zunehmend verschwinden, was deutlich als Verlust ange-
sehen wird. Es wird beklagt, dass zunehmend einseitige
Angebote für den Tourismussektor, wie beispielsweise Sou-
venirläden und als »Ramschläden« wahrgenommene Ge-
schäfte, eröffnen.
Für die Zukunft des Geschäftsquartiers Via Culturalis wün-
schen sich beispielsweise die Gewerbetreibenden und Gas-
tronominnen und Gastronomen mehr und klar geregelte
Außengastronomie sowie eine höhere Aufenthaltsqualität
im öffentlichen Raum, einschließlich Verweilmöglichkeiten
ohne Konsumzwang. Mit den geplanten baulichen Ver -
änderungen entstehen jedoch auch Zweifel, inwiefern der
Zuliefererverkehr aus dem Viertel verbannt und damit aus
dem Quartier verdrängt werden könnte.
36 %
35,5 %
23 %
Wohnen selbst im Quartier
Wohnen außerhalb Kölns
Keine Angabe zum Wohnort
Wohnen in anderen Teilen Kölns
Passantenbefragung auf der Via Culturalis im Juli 2018
2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT
5,5 %
40
41
Wohnquartier
Die Via Culturalis ist ein gewachsenes Stück Stadt mit einer gemischten Nutzung:
Neben der hohen Dichte an kulturellen und administrativen Bausteinen ist dieses
Quartier auch als Wohnstandort von Bedeutung.
Die Fläche der Via Culturalis erstreckt sich über zwei Stadt-
viertel: Das Kapitol-Viertel im Süden weist mit 121 Einwoh-
nern pro Hektar eine hohe Einwohnerdichte auf, wohinge-
gen das Stadtviertel City mit 30 Einwohnern pro Hektar
eine deutlich geringere Wohnnutzung aufweist. Dies lässt
sich mit dem Schwerpunkt Einzelhandel und Gewerbe im
Bereich Hohe Straße und Schildergasse begründen. Die
Bewohnerstruktur wird gemäß der innerstädtischen Lage
überwiegend durch junge und ledige Personen mit Ein-
und Zweipersonenhaushalten geprägt.
Im Rahmen der Passantenbefragung im Juli 2018 von ins-
gesamt 76 Personen wird von Seiten der Bewohnerschaft
die zentrale Lage der Via Culturalis »im Herzen Kölns« und
die direkte Nähe zum Dom positiv hervorgehoben, auch
wenn der Roncalliplatz selbst als hochfrequentierter Be-
reich nicht unter den »Wohlfühlorten« der Via Culturalis
genannt wird.
Jedoch bestimmen offenbar zunehmend touristische, kul-
turelle und gewerbliche Nutzungen das Quartier. Aus Sicht
der Anwohnerschaft wird dies kritisch gesehen, da mit den
zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten eine hohe
Lärmbelastung und Einschränkungen im öffentlichen Per-
sonennahverkehr einhergehen. Einzelne Personen weisen
zudem auf fehlende öffentliche, kostenfreie Erholungs-
und Freiräume hin.
Eine weitere Schwierigkeit stellt die Wohnraumzweckent -
fremdung dar, wie beispielsweise die Umwandlung von
Wohnräumen in Ferienwohnungen. Viele Apartments
werden auf den bekannten Online-Portalen angeboten,
wodurch sich der ohnehin bereits sehr starke Druck auf
dem Wohnungsmarkt zusätzlich erhöht. Oft geschieht
dies auch ohne Genehmigung, obwohl seit Inkrafttreten
der Wohnraumschutzsatzung im Jahr 2014 eine solche
Wohnraumzweckentfremdung genehmigungspflichtig ist.
Insgesamt wird die Via Culturalis von ihren Bewohnerinnen
und Bewohnern jedoch als sehr vielfältig beschrieben. So
wird etwa die dort ansässige LGBTIQ-Szene hervorgeho -
ben (die Abkürzung LGBTIQ steht für lesbische, schwule,
bisexuelle, transsexuelle, intersexuelle und/oder queere
Menschen). Auch das internationale Publikum wird grund-
sätzlich begrüßt und die solidarische Nachbarschaft im
Viertel wird gelobt. Abschließend ergibt sich ein überwie-
gend positives Bild der Via Culturalis als Wohnquartier,
welches es im Rahmen der zukünftigen Entwicklungen zu
schützen gilt.
2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT
Stadtviertel City
995 EW
30,2 EW/ha
Via Culturalis
RHEIN
Rodenkirchen
Lindenthal
Porz
Kalk
Mülheim
Ehrenfeld
Nippes
Stadtteil Altstadt-Süd
27.87 7 E W
118,1 EW/ha
Stadtbezirk Innenstadt
129.108 EW
78,9 EW/ha
Stadtteil Altstadt-Nord
18.270 EW
74,4 EW/ha
Kapitol-Viertel
1.577 EW
121,3 EW/ha
42
43
100.000
50.000
150.000
200.000
250.000
300.000
350.000
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Museum Ludwig
Römisch-Germanisches
Museum
Wallraf-Richartz-Museum
Praetorium/
Archäologische Zone
Circa-Angaben pro Jahr
Wege
Besuchsquartier
Die Via Culturalis besitzt eine große Anziehungskraft und ist Magnet für viele
Menschen: Touristinnen und Touristen sowie auch Einheimische besuchen das
kulturelle und religiöse Zentrum Kölns oder nutzen die vielfältigen Angebote.
Der nördliche Auftakt der Via Culturalis ist mit dem Kölner
Dom und seinen 6 Millionen Gästen pro Jahr einer der meist-
besuchten Orte in Deutschland. St. Maria im Kapitol im Be-
reich des südlichen Auftakts hingegen ist für viele Gäste ein
Lieblingsort und Ruhepol.
Der Bereich Hohe Straße und Schildergasse ist ein Magnet
für Shoppinggäste. Die Schildergasse ist die meistbesuchte
Einkaufsmeile Deutschlands, hier flanieren stündlich 14.500
Personen. Auch der Heumarkt und der Alter Markt sowie
das Historische Rathaus mit dem Spanischen Bau ziehen
viele Gäste an. Diese Orte stehen für das »alte Köln«, sind
fest verankert im kollektiven, städtischen Geschichtsbe-
wusstsein und dienen als Bindeglied zwischen touristischem
und einheimischem Publikum. Die vielen Museen und Ins -
titutionen zeigen die kulturelle Vielfalt und sind oftmals
Grund, um die Via Culturalis aufzusuchen. Allein die drei
großen Museen der Via Culturalis – Wallraf-Richartz-Muse-
um & Fondation Corboud, Museum Ludwig und Römisch-
Germanisches Museum – zählten im Jahr 2017 knapp
640.000 Besucherinnen und Besucher und bündeln damit
63 Prozent aller Besuche städtischer Museen in Köln.
Ein für Besucherinnen und Besucher ebenfalls wichtiger
Ort einer ganz anderen Kategorie sind der Rhein und sein
Ufer. Mit seiner erholsamen Verweilqualität und Weite
bietet er Ruhe und ist willkommener Gegenpol zur klein -
teiligen Altstadt mit ihren engen Gassen. In unmittelbarer
Nachbarschaft der Via Culturalis befindet sich der Kölner
Hauptbahnhof. Er gehört mit täglich etwa 280.000 Rei -
senden zu einem der meistfrequentierten Fernbahnhöfe
Deutschlands. Viele Gäste gelangen von hier über den
Roncalliplatz auf den Kulturpfad. Auch der Heumarkt und
die Schnittstelle Hohe Straße / Schildergasse sind wich -
tige Zugänge ins Quartier. Im Rahmen einer Passanten -
befragung im Juli 2018 wurde deutlich, dass die fußläu -
figen Wege selten durch die Via Culturalis im Gesamten
führen, sondern über die Querstraßen entweder in Rich -
tung Hohe Straße oder Altstadt abzweigen beziehungs -
weise von dort eintreten.
Entwicklung Besucherzahlen
Römisch-Germanisches
Museum
Museum Ludwig
Wallraf-Richartz-
Museum & Fondation
Corboud
Praetorium/Archäolo-
gische Zone
2010
350.000
300.000
250.000
200.000
150.000
100.000
50.000
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT
6.000.000 Gäste
400 Gemeindemitglieder
305.000 Gäste
544.000 Gäste
68.000 Gäste
154.000 Gäste
200 Veranstaltungen
181.000 Gäste
44
45
Stadt, Kultur und Geschichte
Seit den römischen Zeiten der Colonia Claudia Ara Agrippinensium,
der einst größten römischen Stadt nördlich der Alpen, wird das Köl-
ner Stadtleben auf der Via Culturalis gestaltet, erinnert und vermit-
telt. Das geschichtliche Vermächtnis der Stadt wird hier sichtbar in
Form freigelegter archäologischer Funde, historischer Bausubstanz
und reicher Kunstarchive und -ausstellungen – und tritt in Kontext
mit zeitgenössischer Politik, Kultur und Öffentlichkeit.
Die Via Culturalis formuliert somit nicht allein symbolische Werte
der Erinnerung und Geschichtspflege, sondern ist Kölner Ausgangs-
punkt, an dem Stadtgeschichte Tag für Tag fortgeschrieben wird.
Das Quartier offenbart an verschiedenen, mal markan -
ten, mal versteckten Orten, das das Fundament bilden -
de römische Köln, verbindet uns mit der fränkischen und
jüdischen Vergangenheit des Ortes oder erinnert uns mit
Blick auf Alt St. Alban an Zerstörung und Leid des Zweiten
Weltkrieges. Die Via Culturalis ist der Stadtraum in Köln,
in dem sich die Kölner Stadtgesellschaft die eigene Ge-
schichte bewusst macht.
Die berühmten Museen und kulturvermittelnden Institu -
tionen der Via Culturalis bilden einen weiteren wichtigen
Baustein. Die Via erfährt so eine starke kulturelle Ausrich -
tung (vgl. »culturalis« = kulturell), wenngleich sie im Ver -
gleich zu Kulturquartieren wie dem Museumsufer Frank -
furt oder dem Museumsquartier Wien funktionell breiter
und historisch tiefer aufgestellt ist.
Die sogenannten Kulturbausteine reihen sich wie Perlen an
einer Schnur, insbesondere im Hinblick auf die baulich-kul-
turelle Entwicklung, die der Via Culturalis in der nächsten
Dekade bevorsteht: Mit dem Bau der Historischen Mitte
auf dem Roncalliplatz, der Initiierung des MiQua sowie
der Erweiterung des Wallraf-Richartz-Museums entstehen
weitere Kulturbausteine, die einhergehen mit einer gene-
rellen Aufwertung des Quartiers durch das Engagement
der Stadt im öffentlichen Raum sowie die private Immo -
bilienwirtschaft.
Die Via Culturalis ist jener Ort, der wie kein anderer für
die Stadt, ihre Kultur und Geschichte steht – ein Ort, der
Bürgerinnen und Bürger wie Besucherinnen und Besucher
an Köln und sein Wesen heranführt, dessen Herkunft, My-
thos und Identität erfahrbar macht. Dennoch besteht
noch kein Netzwerk, das diese Identität lebt und gestal -
tet – und für die Bürgerschaft und das Publikum der Stadt
zugänglich macht. Selbst ihr Name, Via Culturalis – eine
Wortschöpfung des Architekten Oswald Mathias Ungers –,
ist nahezu ausschließlicher Gegenstand von Fachdiskur -
sen der Architektur und Stadtplanung. An diesem Punkt
setzt die Analyse an und schafft die Basis für eine iden -
titätsbildende Kommunikation, die den Namen inhaltlich
auflädt und in die Breite trägt.
2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT
Abb. 39
46
47
Hier wird Geschichte gebaut, fortlaufend
Auf den rund 800 Metern der Via Culturalis zeigen sich wahre Schät-
ze der Architektur und Baukultur, insbesondere im Hinblick auf die
kulturellen und kirchlichen Orte. Sie bilden ein Ensemble, das Kölner
Geschichte und Identität materialisiert. Nicht nur oberiridisch, son-
dern auch unterirdisch und überirdisch eröffnet dieser buchstäbliche
Parcours Einblick in die 2.000 Jahre währende Geschichte der Stadt.
Hier offenbaren sich der Besucherschaft die zeitlichen Schichten des
Stadtlebens über die Jahrhunderte hinweg und mit dem Entstehen
des MiQua, der Historischen Mitte und diversen weiteren Maßnah-
men wird dieser (bau-)geschichtliche Wahrnehmungsraum weiter
verdichtet, modernisiert und für die Zukunft erschlossen. Und auch
das ist natürlich Stadtgeschichte, die erzählt werden muss. Für
die Kommunikation der Via Culturalis spielen die mitunter langen
Realisierungszeiten dieser Bauprojekte eine wichtige Rolle:
Vorfreude und Geduld gilt es in ein gutes Verhältnis zu setzen.
Der Hohe Dom zu Köln: Die Baugeschichte reicht bis in früh-
christliche Zeit zurück, so wird bereits 313 ein Kölner Bischof
urkundlich erwähnt. Für das 6. Jahrhundert ist eine große
Kirchenanlage an der Stelle des heutigen Doms archäologisch
nachweisbar. Um 800 beginnt der Bau des Vorgängers, des sog.
Alten Doms, einer gewaltigen karolingischen Kirche – damals
eine der größten Kirchen ganz Europas (Weihung 870), die man
sich auch heute noch in den Domgrabungen vergegenwärtigen
kann. 1164 bringt Erzbischof von Dassel die Gebeine der Heili -
gen Drei Könige in den Alten Dom. 1248 erfolgt die Grundstein-
legung zur heutigen Kathedrale, die 1880 fertiggestellt wurde.
Das Römisch-Germanische Museum Köln (RGM) wurde
1946 gegründet und 1974 über dem Fundort des Dionysos-Mo -
saiks (um 230 n. Chr.) eröffnet, welches gemeinsam mit dem
Poblicius-Denkmal (erste Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr)
das Herz des Museums bildet. Zum Jahreswechsel 2018/19 wird
das Museum anlässlich der Generalsanierung bis voraussichtlich
2024 geschlossen.
Museum Ludwig: 1976 wird das Museum in Folge einer Schen-
kung moderner Kunst der Eheleute Ludwig an die Stadt Köln ge-
gründet. Das Wallraf-Richartz-Museum wird 1986 zusammen
mit der Kölner Philharmonie in einem neuen Gebäudekomplex
eröffnet. Nach einer Stiftung von 90 Werken Pablo Picassos im
Jahre 1994 wird das Haus zu klein für beide Museen und es wird
ein Neubau für das Wallraf-Richartz-Museum beschlossen.
Historische Mitte: Der Projektname nimmt Bezug auf die
historische Dimension des Standorts: Hier stand einst der 1164
erstmals schriftlich genannte erzbischöfliche Palast. Weiterhin
wurde unweit bei den Ausgrabungen um den Dom 1969/1970 ,
ein rund 65 Meter langes Stück der sog. römischen Hafenstraße
freigelegt, das im Zuge der Entwicklung neu kontextualisiert
wird. Die Hafenstraße war Teil des römischen Köln, weshalb da -
von auszugehen ist, dass sie bereits seit dem letzten Jahrzehnt
v. Chr. existierte. Das Domkapitel entwickelt gemeinsam mit der
Stadt an dieser Stelle einen Neubau, der das Kölnische Stadt -
museum, das Studiengebäude des RGM und von kirchlicher Sei -
te das Kurienhaus mit dem Dombauarchiv beheimatet. Hierfür
wurde 2018 der Planungsbeschluss auf den Weg gebracht, der
Baubeschluss könnte 2020 folgen.
MiQua. LVR – Jüdisches Museum im Archäologischen
Quartier Köln: Das künftige Museum sitzt unmittelbar im
wichtigsten Teil des administrativen Zentrums der ehemaligen
römischen Provinz Niedergermanien (Praetorium, Baubeginn
um Christi Geburt), zu dem der frühmittelalterliche Palast der
fränkischen, merowingischen und karolingischen Könige und
Hausmeier, die Ursprungsbauten des Kölner Rathauses mit allen
Nachfolgebauten bis ins Spätmittelalter sowie einer der bedeu -
tendsten jüdischen Stadtquartiere Europas gehören. Jüdische
Bevölkerung ist in der Provinz Niedergermanien bereits seit
Ende des 1. Jahrhunderts nachgewiesen. Bis zum 4. Jahr -
hundert bildete sich eine bedeutende Gemeinde. Der Museums-
bau wird architektonische und städtebauliche Akzente setzen,
transparente Einblicke in diesen authentischen Ort der Stadtge -
schichte ermöglichen und sich gleichzeitig mit neuen Platzquali -
täten in die bestehende Struktur einfügen. 2017 war Baubeginn,
die Grundsteinlegung erfolgte im Jahr 2018 , die Fertigstellung
ist für 2020 geplant.
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud: Das
Museumsgebäude wurde im historischen Zentrum der Stadt nach
Plänen des Kölner Architekten Oswald Mathias Ungers (1926 –
2007) errichtet. Der Museumsbau in unmittelbarer Nach -
barschaft zum Geburtshaus von Stefan Lochner (1400/1410 –
1451), bezieht sich architektonisch auf seine Umgebung wie den
Gürzenich und Alt St. Alban. Mit dem Erweiterungsbau wird
das Museum auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhauses Kutz
um ein klar definiertes Gebäude mit Backsteinfassade ergänzt.
Haus Neuerburg: Das Haus wurde in den Jahren 1923 bis
1929 als dreigeschossiges Verwaltungsgebäude errichtet. Vor
den Hintergrund der 90- bis 95%igen Zerstörung im Zweiten
Weltkrieg bedeutet der Erhalt des Haus Neuerburg einen be -
sonderen Wert für ebendiese. Das Gebäude steht auf historisch
ältestem Boden im Kern der Kölner Altstadt zwischen der Hohe
Straße, dem Cardo Maximus, der römischen Stadtanlage und
dem Rhein in städtebaulicher Einheit mit der Baugruppe von
Gürzenich und Alt St. Alban, dem Historischen Rathaus, dem
Ratsturm und der Renaissancelaube sowie dem Farina-Haus an
der gegenüberliegenden Straßenseite von Obenmarspforten.
Farina-Haus: Das Haus ist ein bedeutendes baugeschichtliches
Denkmal der Kölner Altstadt. Hier hat seit 1709 die durch Her-
stellung von Kölnisch Wasser berühmt gewordene Firma Farina
ihren Sitz. Das Eckhaus wurde auf römischen Kellergewölben
errichtet und 1849 über drei Grundstücke erweitert. 1899 er-
hielt das Gebäude eine Fassade in neubarocken Formen, die nach
Kriegsbeschädigungen 1952 restauriert wurde. Quelle: Inter -
view und Befragung der Akteure.
Historisches Rathaus: Das Historische Rathaus zählt zu den
ältesten seiner Art in Deutschland. Erstmals ist das »Haus der
Bürger« zwischen 1135 und 1152 urkundlich erwähnt. Die Rat -
hauslaube, der Renaissance-Vorbau, der ab 1569 anstelle der
baufälligen mittelalterlichen Vorhalle vor dem Saalbau entstand,
wird heute in vielen kunsthistorischen Lexika als klassischer
Renaissancebau dargestellt.
Spanischer Bau: Eines der wichtigsten öffentlichen Gebäude
der 50er Jahre in Köln ist der 1953 – 1955 neu errichtete Spa -
nische Bau gegenüber dem Historischen Rathaus, der wie kaum
ein anderer die dynamischen Formen der Zeit verkörpert. Er er -
setzt den im Krieg zusammen mit dem einmaligen Platzensem -
ble um das Rathaus zerstörten Vorgängerbau aus dem frühen
19. Jahrhundert.
Gürzenich: Der als Kaufhaus und Tanz- und Festhaus des Ra -
tes genutzte spätgotische Bau aus der ersten Hälfte des 15. Jahr-
hunderts wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf die Umfas -
sungsmauern zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte in den Jahren
1952 – 1955 unter Einbeziehung der Ruine von Alt St. Alban. Die
großartige Raumschöpfung des neuen Gürzenich nach dem Ent -
wurf des Architekten Rudolf Schwarz gilt als beeindruckendstes
Bauwerk der frühen 50er Jahre in Köln. Die 1955 eröffnete An-
lage weist eine klar ablesbare Dreiteilung auf: die beiden mittel -
alterlichen Bauten Gürzenich und Alt St. Alban und der neuere
Verbindungstrakt mit dem großen Foyer und der Treppenanlage.
1993 – 1997 wurde der Gürzenich generalsaniert.
Alt St. Alban: Der Kirchenbau stammt aus dem 9. Jahr -
hundert und wurde 1668 – 1672 auf der Grundlage der Vor -
gängerbauten weitgehend neugebaut. Der aus dem Jahr 1494
stammende Turm wurde nach Kriegsbeschädigungen als Ruine
belassen und 1954 von der Stadt erworben. Er ist in den Foyer-
und Treppenhausbau des Gürzenich einbezogen und wurde 1959
zur Gedenkstätte der Zerstörung und der Toten der Weltkriege
ausgestaltet. In der Ruine ist die Kopie »Trauerndes Elternpaar«
einsehbar (E. Mataré nach K. Kollwitz).
U-Bahn-Haltestelle Heumarkt: Die Station am Heumarkt
ist die größte und tiefste Station der neuen Nord-Süd-Linie.
Das dazugehörige Planungsverfahren endete 2002 . Die Station
wurde 2013 eröffnet und in Betrieb genommen. Am Ort der heu-
tigen Haltestelle Heumarkt lagen im Südosten der römischen
Stadt vier Baublöcke (Insulae).
St. Maria im Kapitol: Der frühromanische katholische
Kirchenbau ist der größte romanische Bau in Köln. Wie der
Name andeutet, steht die Kirche über den Resten des Kapi -
tolstempels für die sogenannte Kapitolinische Trias (aus dem
1. Jahrhundert n. Chr.). Das war der größte und wichtigste
römische Tempel der Stadt. Genau hier erbaute man zwischen
1040 und 1060 die großartige Kirche mit dem ersten von drei
Kleeblattchören in Köln. Der sehr anspruchsvolle Bau ist ein
Hauptwerk der salischen Architektur und besitzt eine reiche
Ausstattung.
2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT
2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT
48
49
Bestehende kulturelle Einrichtungen
Kulturelle Einrichtungen in Planung/Bau
Die Kulturakteure auf der Via Culturalis
Der Dom, das Römisch-Germanische Museum, das Museum Ludwig, die Kölner
Philharmonie, das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud und viele
weitere Häuser und Orte auf der Via Culturalis verfügen für sich über ein hohes
Maß an inhaltlicher Qualität und über entsprechendes Renommee, das weit
über die Kölner Stadt-, wenn nicht über die bundesdeutsche Grenze hinaus-
reicht. Im Sinne einer knappen Bestandsaufnahme sind Inhalt, Profil und Ein-
zigartigkeit dieser Institutionen zu erfassen. Die bestehenden visuellen und
kommunikativen Identitäten der Häuser gilt es zu berücksichtigen. Zudem
ist die Kommunikation der Institutionen zu unterstützen, vor allem auch
in den sozialen Medien, die viele der Einrichtungen qualitätsvoll bespielen.
Bezugnehmend auf Letzteres spielen auch die städtischen Multiplika-
toren eine relevante Rolle: Tourismusförderung, Standortmarketing und
Kulturkommunikation der Stadt seien hier maßgeblich genannt.
Hohe Domkirche zu Köln
Das meistbesuchte Bauwerk
Deutschlands
Seit die Gebeine der Heiligen Drei Könige
nach Köln in den Dom gelangten, ist des -
sen Anziehungskraft ungebrochen – auch
heute besuchen Zehntausende täglich den
Dom, über 6 Millionen Menschen jähr -
lich. Für die Stadt Köln ist die Kathedrale
das Wahrzeichen schlechthin, für die Welt
ist sie Kulturerbe und für Gläubige ein
sehr aktives Gotteshaus mit mehr Messen
als jede andere Kölner Kirche. Der Dom
vereint und bewahrt Kunst aus über 10
Jahrhunderten, vom Gerokreuz bis zum
Richterfenster, und stellt so gewisserma -
ßen ein bedeutendes Museum dar.
Museum Ludwig
Eine der wichtigsten Sammlungen
von Kunst des 20. und
21. Jahrhunderts weltweit
Die umfangreichste Pop-Art-Kollektion
Europas, die drittgrößte Picasso-Samm -
lung der Welt, eine der bedeutendsten
Sammlungen zum deutschen Expres-
sionismus, herausragende Werke der
russischen Avantgarde und eine exzel -
lente Sammlung zur Geschichte der Foto-
grafie: Das Museum Ludwig der Stadt
Köln besitzt heute eine der wichtigsten
Sammlungen von Kunst des 20. und
21. Jahrhunderts weltweit und ist das
meistbesuchte Kölner Museum, über
300.000 Gäste verzeichnete es im Jahr
2017. Das Museumsgebäude samt Phil -
harmonie wurde nach einem Entwurf des
Architekturbüros Busmann + Haberer ge-
baut und im Jahr 1986 eröffnet.
Kölnisches Stadtmuseum
Nirgendwo so viel Köln
Sammlungs-, Forschungs- und Vermitt -
lungsschwerpunkt ist die Kölner Stadt-
geschichte ab dem Jahr 1.000 n. Chr. Zu -
künftig soll das Kölnische Stadtmuseum in
die Historische Mitte aufgenommen wer -
den. Die unmittelbare Nachbarschaft zum
Römisch-Germanischen Museum ist ins -
besondere reizvoll, da so ein Ensemble aus
2.000 Jahren Stadtgeschichte in musealer
Arbeitsteilung entsteht. Das städtische
Museum verfügt über rund 300.000 Ob -
jekte. Jährlich kommen zwischen 600 bis
1.000 weitere hinzu. Aktuell ist das Haus
im Wandel – nicht nur räumlich, sondern
auch im Hinblick auf die inhaltliche Auf -
bereitung und Vermittlung –, der bis zum
Einzug in die Historische Mitte abge -
schlossen sein wird.
2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT
Hohe Domkirche
Farina-Haus
Wallraf-Richartz-Museum
& Fondation Corboud
MiQua
Erweiterung WRM & FC
Gürzenich
St. Maria im Kapitol
Museum Ludwig
Artothek
Kölner PhilharmonieRömisch-Germanisches Museum
Kölnisches Stadtmuseum
50
51
Akteursgruppen
|
Auch auf der Via Culturalis entsteht »Stadt« durch das Zusammenwirken
von öffentlichen und privaten Akteuren. Im Hinblick auf die überragende
Bedeutung der Kultur werden die entsprechenden Institutionen aus Kunst,
Geschichte und Kirche – gleich in welcher Trägerschaft – für die Weiter -
entwicklung der Via Culturalis als besondere Akteursgruppe eingebunden.
STADT KÖLN
KULTURAKTEURE
PRIVATE AKTEURE
Römisch-Germanisches
Museum
Fenster in die Antike
Das RGM beheimatet das Amt für Archäo-
logische Bodendenkmalpflege des Kölner
Stadtgebiets und das Archäologische Mu-
seum. Als Archiv und Museum des mate -
riellen Erbes der Vorgeschichte sowie der
römischen und fränkischen Epoche be -
zieht es seinen Bestand im Kern aus Aus -
grabungsfunden im Kölner Stadtgebiet.
In diesen Funden spiegeln sich mehr als
100.000 Jahre Menschheitsgeschichte im
Rheinland und über 2.000 Jahre Kölner
Stadtgeschichte eindrucksvoll wider. Eine
Glasfront im Erdgeschoss ermöglicht den
Passanten Tag und Nacht, einen Blick auf
das monumentale Grabmal des Poblicius
und das weltberühmte Dionysos-Mosaik
zu werfen. Das Museum ist ein wahrer
Publikumsmagnet, der in vier Jahrzehnten
über 20 Millionen Besucher angezogen hat.
Kölner Philharmonie
Musik für Köln
Seit 1986 ist die Philharmonie aus dem
Musikleben nicht mehr wegzudenken.
Ein Grund dafür ist die Vielfalt des Pro -
gramms mit den großen Werken des sin -
fonischen Repertoires, den Jazzsessions,
Folk- und Popevents und den Konzerten,
die Uraufführungen, Erstaufführungen,
dem weniger Bekannten sowie dem Neu -
en und Fremdartigen gewidmet sind.
Mit dem Gürzenich-Orchester und dem
WDR Sinfonieorchester verfügt sie über
gleich zwei Hausorchester. Über 2.000 Gäs-
te finden in der Kölner Philharmonie Platz.
artothek
Raum für junge Kunst
Die artothek bietet neben der Ausleihe zeit-
genössischer Kunst einen Ort für Ausstell-
ungen Kölner Künstler sowie internatio-
naler Gäste. Ziel ist die Förderung und
Vermittlung junger Kunst. Die artothek
gibt Orientierungshilfen zu den ausleih -
baren Werken und hält eine Auswahl aktu-
eller internationaler Kunstzeitschriften zur
Ansicht bereit.
MiQua.
LVR – Jüdisches Museum
im Archäologischen
Quartier Köln
Historischer Originalschauplatz
als Ort der Vielfalt
Zwei Jahrtausende erlebbare Geschichte,
am Originalplatz ihrer Auffindung prä -
sentiert, machen das MiQua zu einer
der außergewöhnlichsten Museumsgrün-
dungen auch weit über Deutschland hin -
aus. Bauherrin des Museums ist die Stadt
Köln, betrieben wird es vom Landschafts-
verband Rheinland (LVR). Im Schutzbau
über dem Originalbefund erläuft man hier
rund 6.000 Quadratmeter aufbereitete
Archäologie als Rundgang durch ehema -
lige Häuser und die Palastanlage sowie
das jüdische Viertel.
Wallraf-Richartz-Museum &
Fondation Corboud
Das älteste Museum der Stadt
Das Museum beherbergt eine der weltweit
umfangreichsten Sammlungen mittelalter-
licher Malerei sowie Meisterwerke der Bild-
kunst vom Barock bis in das frühe 20. Jahr-
hundert. Durch die Werke der Fondation
Corboud verfügt es über die umfangreichs-
te Sammlung impressionistischer und neo-
impressionistischer Kunst in Deutschland.
Zudem zählt zu dem Bestand des Museums
eine bedeutende graphische Sammlung von
mehr als 75.000 Blättern aus dem Mittel-
alter bis ins 20. Jahrhundert.
Farina-Haus
Das älteste Unternehmen der
Stadt mit Duft von Welt
Mit dem Eau de Cologne von Farina be -
gann die moderne Parfümerie. Im Jahr
1709 kreierte der Parfumeur Farina den
Duft, der die Stadt Köln als Duftstadt
weltbekannt machte. Seine Nachfahren in
der 8. Generation führen heute das Duft -
museum und stellen den berühmten Duft
her – nach Originalrezeptur. Das Duftmu-
seum bietet bei den täglichen Führungen
authentische Einblicke in über 300 Jahre
Duftgeschichte. Als Geburtshaus der Eau
de Cologne ist es auch ein Teil des ideellen
UNESCO-Weltkulturerbes Parfum.
Filmforum NRW
Bundesweit einzigartiges Modell
Mit dem bundesweit einzigartigen Modell
eines die Stadtgrenzen übergreifenden Fo-
rums bespielen seit Januar 2006 neun Part-
ner das Kino im Museum Ludwig. Mitglieder
des Filmforums sind derzeit: die Film- und
Medienstiftung NRW, der Westdeutsche
Rundfunk (WDR), die ifs internationale
filmschule köln, die KölnMusik GmbH, der
Verbund der freien Filmszene »KinoAktiv«
und das Museum Ludwig/die Stadt Köln.
Gürzenich
Kölns gute Stube
Der Gürzenich, der Repräsentationsbau
im Herzen Kölns, die »gute Stube« der
Stadt, wurde 1447 eröffnet und bietet
heute modernste Technik für höchste Ver-
anstaltungskultur. Sechs charakteristi -
sche Räume unterschiedlicher Größe bie -
ten einen würdigen Rahmen für stilvolle
Feierlichkeiten, Kongresse, Tagungen und
gesellschaftliche Ereignisse für bis zu
1.338 Gäste. Die Kölner lieben »ihren«
Gürzenich, nicht nur zu Karneval.
St. Maria im Kapitol
Kölns größte romanische Kirche
St. Maria im Kapitol ist ein Ort der Sinnstif-
tung, insbesondere auch vor dem Hintergrund
des geschichtsträchtigen Gemäuers, und
entfaltet eine besondere Ausstrahlungskraft.
Die Kirche hat nur eine kleine territoriale
Gemeinde mit etwa 500 Personen, lebt aber
wie alle Altstadtgemeinden von Menschen,
die aus dem Umland kommen, nicht zuletzt
wegen des besonderen liturgischen Raums.
Zahlreiche Führungen werden durch ver -
schiedene Organisationen angeboten. Wegen
der derzeit relativ geringen gottesdienstlichen
Nutzung achtet die Gemeinde um so mehr
darauf, dass der Raum als geistlicher Ort
bewahrt ist. Die Kirchengemeinde sorgt für
einen achtsamen Umgang mit dem Bauwerk,
das seine hohe Qualität als geistlicher Raum
behalten soll.
Museumsdienste Köln
Vorreiter in der Kulturvermittlung
Mit über 20 festen und 90 bis 100 freien
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählt
der Museumsdienst zu den führenden
Einrichtungen dieser Art in Deutschland.
Der Museumsdienst sorgt mit seinem
Programm, an dem jährlich etwa 95.000
Menschen in knapp 5.000 Veranstaltun -
gen teilnehmen, für die Vermittlung der
Kunst und Kultur in den städtischen
Museen. Dabei arbeitet er sowohl für
die einzelnen Einrichtungen als auch im
Netzwerk mit unterschiedlichen Partne -
rinnen und Partnern aus den Bereichen
Wirtschaft und kulturelle Bildung.
KölnTourismus
Köln an alle Welt
Die KölnTourismus GmbH ist die offiziel-
le Tourismusorganisation für die Stadt
Köln und somit erster Ansprechpartner
für Besucher aus aller Welt, sowohl für
Geschäftsreisende als auch für Freizeit-
besucherinnen und -besucher. KölnTou -
rismus wirbt weltweit – mit seinen Part -
nern – für die Reisedestination und den
Kongress-Standort Köln. Ziel ist neben
der Steigerung des Images die Positionie-
rung Kölns und der angrenzenden Region
als attraktive Tourismusdestination und
als herausgehobener Kongress-Stand -
ort im nationalen und internationalen
Markt. KölnTourismus unterhält auf der
Via Culturalis das Service-Center für
Gäste der Stadt.
Amt für Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Kommunikation für Köln
Das Amt für Presse- und Öffentlichkeitsar-
beit verantwortet zentral die Informations-
und Medienarbeit der Stadt Köln. In den
Ressorts Pressestelle, Öffentlichkeitsarbeit,
Events, Verwaltung, Bürgerbüro und On -
line-Redaktion sind derzeit insgesamt 42
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.
Zivilgesellschaftliches
Engagement
Für die Altstadt
Für ein vitales Stadt- und Kulturleben auf
der Via Culturalis sorgen nicht nur die öf-
fentlichen und kirchlichen Träger mit ihrem
breiten Angebot, sondern auch die zivilge-
sellschaftlichen Akteure, die sich mit viel
Engagement, Fachwissen, Zeit und nicht
zuletzt auch mit ihrer Nutzerperspektive
einbringen. Vor dem Hintergrund der städ-
tebaulichen Genese und Ausrichtung der
Via Culturalis sind diesbezüglich das UAA
Ungers Archiv für Architekturwissenschaft
sowie koelnarchitektur e. V. zu nennen.
Weiterhin sind die Bürgergemeinschaft Alt-
stadt (vgl. S. 52) sowie – neben vielen wei-
teren – der Frauengeschichtsverein am Ma-
rienplatz und das CSG Centrum Schwule
Geschichte e. V. wichtige Partner in der
Quartiersentwicklung.
2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT
2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT
52
53
Kunst und Information im öffentlichen Raum
Der kulturelle Erfahrungsraum Via Culturalis ist reich an Baudenkmälern,
Kunst im öffentlichen Raum und geschichtlicher Vermittlung über Ge-
denktafeln und Infoplaketten. Darüber hinaus gibt es zahlreiche markan-
te und verstecktere archäologische Denkmäler. Die Bürgergemeinschaft
Altstadt, Verein zur Förderung einer lebenswerten Altstadt e. V., hat in
einer umfangreichen Bestandsaufnahme von März 2018 sämtliche Objek-
te und Informationen aus dem kulturellen und künstlerischen Bereich im
öffentlichen Raum der Via Culturalis und über diesen hinausgehend er-
fasst, gelistet, strukturiert und publiziert. Diese Dokumentation macht
die schiere Anzahl, die Diversität und den hohen kulturellen Wert der Ob-
jekte sichtbar und schafft so ein Instrument zur vertiefenden Beschäfti -
gung mit Kunst und Information im öffentlichen Raum der Via Culturalis.
Bürgergemeinschaft Altstadt
Die Bürgergemeinschaft Altstadt ist ein seit 1994 be-
stehendes Netzwerk, das die Kölner Altstadt auch für
kommende Generationen zu pflegen und zu erhalten
sucht. Sie fördert vor allem aber auch das soziale Mit -
einander einer innerstädtischen Bevölkerung, die sich
mit ihrer Stadt identifiziert. Zu ihren Tätigkeitsschwer -
punkten zählen Veranstaltungen zur Einwerbung und
Übergabe von Spenden, die Auslobung eines Altstadt -
preises, die Unterstützung kultureller Projekte, die Er -
stellung von Dokumentationen sowie der vielfältige
Austausch mit Politik und Verwaltung. Der Erhalt einer
lebens- und liebenswerten Altstadt ist das übergreifende
Ziel ihres Engagements. Die komplette Dokumentation
ist auf der Website der Bürgergemeinschaft einsehbar:
www.buergergemeinschaft-altstadt.de
16
historische Objekte
15x
Kunst und Gedenken
42
Plaketten und Gedenktafeln
19
Brunnenanlagen
12x
Kunst am Bau
Archäologische Bodendenkmalpflege
|
»Das ganze Areal ist archäologisches Fundgebiet, für die
Kölner Bodendenkmalpflege bzw. die Stadtarchäologie
im Römisch-Germanischen Museum von höchster Rele-
vanz. Er erscheint insofern nicht sinnvoll, einzelne Bo-
dendenkmäler zu markieren, denn es suggeriert Laien,
dass außerhalb der eingetragenen Bodendenkmäler
nicht mit archäologischen Befunden zu rechnen ist.«
Dr. Marcus Trier, Direktor Römisch-Germanisches
Museum/ Amt f. Archäologische Bodendenkmalpflege
2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT
2 ANALYSE | 2.2 IDENTITÄT
Abb. 40 Abb. 41
Abb. 42
Abb. 43
Abb. 44
Abb. 45
54
2.3 Auswertung
Lebendige öffentliche Stadträume sind in besonderem Maße von ihrer bau-
lichen, sozialen und wahrgenommenen Qualität abhängig sowie von den
Menschen, die sie nutzen. Sie rufen urbane Aktivitäten und städtisches Leben
hervor. Die vorangegangene Analyse gibt Aufschluss über die relevanten In-
halte, die vor diesem Hintergrund für die zukünftige Entwicklung der Via
Culturalis zu berücksichtigen sind. Für die beiden Themenfelder Stadtraum
und Identität werden zwei zentrale Leitsätze formuliert.
Den öffentlichen Raum hochwertig gestalten &
die Aufenthaltsqualität steigern
Mit der gestalterischen und funktionalen Aufwertung
des öffentlichen Raums wird die Aufenthaltsqualität
der Via Culturalis erhöht, wodurch die Identifikation
mit dem Quartier gesteigert wird. Im Rahmen des Bun -
desförderprogramms Nationale Projekte des Städte -
baus konnten mit den drei baulichen Maßnahmen am
Kurt-Hackenberg-Platz sowie den Neugestaltungen der
Tunnel Johannisstraße und Gürzenichstraße bedeuten -
de Projekte für die Qualifizierung der Via Culturalis auf
den Weg gebracht werden. Darüber hinaus definiert
das vorliegende Handbuch mit dem Gestaltungsplan
für den Gesamtraum Via Culturalis den Rahmen für die
Entwicklungen der kommenden Jahre.
Das Konzept sieht vor, den Stadtraum samt der ihn
begleitenden Plätze aufzuwerten und als räumliches Erleb-
nis zu inszenieren, wodurch die geschichtsträchtigen Bau-
ten einschließlich ihrer öffentlichen Innenräume ins Blick -
feld gerückt werden und der Gesamtraum Via Culturalis
erlebbar wird.
Neben einer hochwertigen Oberflächengestaltung ist es
auch das Stadtmobiliar, wie Bänke und Leuchten, oder die
Begrünung, welche den öffentlichen Raum langfristig auf-
werten. Aber auch private Investoren sind gefragt, denn
eine hochwertige Fassadengestaltung und die Materialität
der Hochbauprojekte tragen gleichfalls dazu bei, die Via
Culturalis insgesamt zu stärken.
2 ANALYSE | 2.3 AUSWERTUNG
Das Quartier authentisch profilieren &
Kommunikation und Vielfalt stärken
Die Via Culturalis als zentrales Innenstadtquartier war – in
vergangenen Zeitphasen wie heute – immer ein durch -
mischter, lebendiger Ort: Die Gewerbetreibenden schaf -
fen attraktive Angebote im Quartier, Bewohnerinnen und
Bewohner sorgen für einen authentischen Alltagsort und
die Besucherinnen und Besucher für Publikumsverkehr und
eine Außenwirkung von internationaler Strahlkraft. Für ein
gleichberechtigtes Neben- und Miteinander ist eine aus -
gewogene Mischung der verschiedenen Gruppen von Be-
deutung. Besonders sensibel stellt sich hierbei das Verhält-
nis zwischen dem Rückgang der Wohnnutzung einerseits
und der Ausdehnung bestimmter Tourismusformen an -
dererseits dar. Die Nutzungsvielfalt als charakteristisches
Identitätsmerkmal der »europäischen Stadt« im Sinne der
Leipzig-Charta 2007 gilt es daher zu schützen und bei der
weiteren Entwicklung dieses Stadtraums zu berücksichti -
gen – auch um die Zukunftsfähigkeit der Innenstadt zu si -
chern. Zusätzlich zur Nutzungsmischung definiert sich die
Identität der Via Culturalis aber vor allem über ihre unver -
gleichliche Dichte an Geschichte und Kultur Kölns, die sich
in diesem Stadtraum konzentriert. Gleichzeitig ist die Via
Culturalis aber auch ein Ort, an dem sich Stadtgeschichte
Tag für Tag fortschreibt – nicht zuletzt durch ihre admi -
nistrativen Funktionen aus Vergangenheit und Gegenwart.
Die Besonderheit liegt gerade in dieser gegenseitigen Be -
dingung von »Geschichte erzählen« und »Geschichte
machen« – oder auch »Stadt erzählen« und »Stadt ent -
wickeln«. Der Leitsatz beschreibt daher einerseits das Vor-
haben, die ober- und unterirdischen Zeitebenen und -spu-
ren von zwei Jahrtausenden Stadt- und Kulturgeschichte
im öffentlichen Raum sichtbar und begreifbar zu machen.
Andererseits beschreibt er die Notwendigkeit für eine
identitätsbildende Kommunikation, die den Namen Via
Culturalis inhaltlich auflädt und in die Breite trägt.
IDENTITÄT
|
Das Quartier authentisch profilieren
und Kommunikation und Vielfalt stärken
STADTRAUM
|
Den öffentlichen Raum hochwertig gestalten
und die Aufenthaltsqualität steigern
Charaktervolle, mittelalterliche
Stadtstruktur mit Gassen und Plätzen
|
Bedeutende Kirchen und Kulturbausteine
als prägende Solitäre,
UNESCO-Weltkulturerbe
Öffentlicher Raum
von motorisiertem Verkehr und
mangelnder Gestaltung geprägt
|
Baulücken und sanierungsbedürftige
Gebäude mindern
die städtebauliche Qualität
Mit der Aufwertung des
öffentlichen Raums und der Reduzierung
des motorisierten Verkehrs kann die
Aufenthaltsqualität deutlich erhöht werden
|
Durch neue Projekte
kann die städtebauliche Qualität
gesteigert werden
LEITSÄTZE
STÄRKEN
SCHWÄCHEN
POTENZIAL
Gewachsenes Stück Stadt mit
vorhandenem Nutzungsmix
|
Reicher und wachsender
Kulturbestand an Museen,
Denkmälern und Kirchen
Übergewicht einzelner Nutzungen;
Eventisierung birgt z. B. das Risiko
der Unausgewogenheit
|
Lange Realisierungszeiträume
neuer Kulturbausteine und
die Vermittlung
des Begriffs Via Culturalis
Im Rahmen neuer Projekte
kann die Nutzungsvielfalt
gestärkt werden
|
Die Via Culturalis kann
städtische Identität stiften
und Aushängeschild für Köln sein
56
57
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Themen im Detail –
Auftaktbereiche Nord und Süd
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
THEMEN IM DETAIL
DIE AUFTAKTBEREICHE
KOMÖDIENSTRASSE STÄRKUNG AUFTAKT NORDTUNNEL JOHANNISSTRASSE STÄRKUNG AUFTAKT SÜD ERWEITERUNG AUFTAKT SÜD
GEBÄUDE
PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - AUFTAKT NORD PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - AUFTAKT SÜD
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
THEMEN IM DETAIL
DIE AUFTAKTBEREICHE
KOMÖDIENSTRASSE STÄRKUNG AUFTAKT NORDTUNNEL JOHANNISSTRASSE STÄRKUNG AUFTAKT SÜD ERWEITERUNG AUFTAKT SÜD
GEBÄUDE
PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - AUFTAKT NORD PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - AUFTAKT SÜD
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
THEMEN IM DETAIL
DIE AUFTAKTBEREICHE
KOMÖDIENSTRASSE STÄRKUNG AUFTAKT NORDTUNNEL JOHANNISSTRASSE STÄRKUNG AUFTAKT SÜD ERWEITERUNG AUFTAKT SÜD
GEBÄUDE
PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - AUFTAKT NORD PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - AUFTAKT SÜD
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
THEMEN IM DETAIL
DIE AUFTAKTBEREICHE
KOMÖDIENSTRASSE STÄRKUNG AUFTAKT NORDTUNNEL JOHANNISSTRASSE STÄRKUNG AUFTAKT SÜD ERWEITERUNG AUFTAKT SÜD
GEBÄUDE
PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - AUFTAKT NORD PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - AUFTAKT SÜD
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
THEMEN IM DETAIL
DIE AUFTAKTBEREICHE
KOMÖDIENSTRASSE STÄRKUNG AUFTAKT NORDTUNNEL JOHANNISSTRASSE STÄRKUNG AUFTAKT SÜD ERWEITERUNG AUFTAKT SÜD
GEBÄUDE
PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - AUFTAKT NORD PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - AUFTAKT SÜD
PRÄGNANTE SCHWÄCHEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM –
AUFTAKT NORD
PRÄGNANTE SCHWÄCHEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM –
AUFTAKT SÜD
Umgestaltung Komödienstraße –
Lupenraum Masterplan
Die hochfrequentierte Straße stellt eine
Barriere im Übergang zum Dom dar.
Das stadträumliche Bild wird überwie -
gend von Tourismusbussen und Souvenir -
läden geprägt.
Potenzial/Maßnahme: Die Komödien-
straße ist ein weiterer Lupenraum des
städtebaulichen Masterplans. Im Rahmen
dessen werden diese Barrieren gemindert
und der Stadtraum aufgewertet.
Neugestaltung
Tunnel Johannisstraße
Der Tunnel Johannisstraße ist ein ver -
wahrloster Stadtraum; er wird daher als
Wegeverbindung von der Stadtgesell -
schaft gemieden.
Potenzial/Maßnahme: Die geplante
Neugestaltung bringt eine neue räumli -
che Qualität bis hin zum Breslauer Platz
ein und wertet so diese bedeutende Fuß-
und Radwegeverbindung auf.
Stärkung
Auftakt Nord
Der Übergang vom Roncalliplatz zur
Straße Unter Goldschmied ist stadt -
räumlich nicht eindeutig definiert.
Potenzial/Maßnahme: Durch eine re -
präsentative Treppenanlage kann ein sol -
cher Übergang geschaffen und der nörd -
liche Auftakt insgesamt gestärkt werden.
Aufwertung Übergang Süd
Die stark frequentierte Pipinstraße stellt eine große Barriere
im Übergang zwischen Auftakt Süd und dem übrigen Teil der Via
Culturalis dar.
Potenzial/Maßnahme: Durch eine Umgestaltung und Neustruk-
turierung des Straßenquerschnitts im Rahmen des Projekts Ost-
West-Achse kann diese Barriere gemindert werden und der Stadt-
raum eine dem Ort angemessene Aufwertung erfahren.
Stärkung Auftakt Süd
Durch einen Niveauversprung ist die Zugänglichkeit zu St. Maria
im Kapitol von Seiten der Pipinstraße aktuell nicht gegeben, wo-
durch ebenfalls die Wahrnehmbarkeit der Kirche im Stadtraum ge-
schwächt wird.
Potenzial/Maßnahme: Die geplante Freitreppe in diesem Be -
reich verbessert die stadträumliche Situation und stärkt zudem den
südlichen Auftakt insgesamt.
2 ANALYSE | 2.3 AUSWERTUNG
2 ANALYSE | 2.3 AUSWERTUNG
1
3
4
5
Schwächen
Stärken
STÄRKEN IM ÖFFENTLICHEN
RAUM – AUFTAKT NORD
1
Direkte Anbindung an den Hbf.
2
Die Hohe Domkirche ist das Wahr-
zeichen von Köln und bildet gleichzeitig
den Auftakt für die Via Culturalis.
3
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung
des Stadtraums bei.
4
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz wertet
den Stadtraum auf und vernetzt den Ron-
calliplatz mit dem Kurt-Hackenberg-Platz.
5
Kurt-Hackenberg-Platz: Der neue
Platz schafft durch großzügige Sitzmög -
lichkeiten, Bäume und einen Trinkbrun -
nen eine hohe Aufenthaltsqualität.
6
Am Hof: Die großflächige Außengas-
tronomie belebt den Platz und schafft
einen hochwertigen Seitenzugang.
STÄRKEN IM ÖFFENTLICHEN
RAUM – AUFTAKT SÜD
7
Die ÖPNV-Anbindung ist durch die
zwei Zugänge auf dem Elogiusplatz und
dem Hermann-Joseph-Platz sehr gut.
8
Der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und
daher ein Ort mit hoher Aufenthaltsqua -
lität für Besucherinnen und Besucher.
9
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist
eine bedeutende romanische Kirche und
bildet im Kontext Via Culturalis den
südlichen Auftaktbereich.
1 2
4 5
3
2
1
2
3
4 5
Hbf.
9
8
7
6
7
58
59
4,
91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Themen im Detail – die Mitte
Die Hauptachse verbindet die zwei Auftaktbereiche. Sie ist zentraler Bewe-
gungsraum der Via Culturalis und wird daher ebenfalls detailliert auf Stärken
und Schwächen hin untersucht.
LAURENZPLATZLAURENZGITTERGÄSSCHEN
ARCHÄOLOGISCHE ZONE
THEO BURAUEN-PLATZ
QUATERMARKT GÜNTER-WAND PLATZ
THEMEN IM DETAIL
DIE MITTE
Aus den beschriebenen Potenzialen, Defiziten und Maßnahmen ergeben sich folgende
Themenschwerpunkte, die im weiteren Verlauf ausgearbeitet werden:
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - DIE MITTE
Bodenbelag
Stadtmobiliar
Außengastronomie
Werben und Präsentieren
Visuelle Markierungen und Leitsysteme
Stadtgrün
Begriff der Via Culturalis
Kommunikative Kernbotschaften
Erscheinungsbild
Lenkungsgruppen
Kommunikationsmittel
Programm und Inhalte
LAURENZPLATZLAURENZGITTERGÄSSCHEN
ARCHÄOLOGISCHE ZONE
THEO BURAUEN-PLATZ
QUATERMARKT GÜNTER-WAND PLATZ
THEMEN IM DETAIL
DIE MITTE
Aus den beschriebenen Potenzialen, Defiziten und Maßnahmen ergeben sich folgende
Themenschwerpunkte, die im weiteren Verlauf ausgearbeitet werden:
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - DIE MITTE
Bodenbelag
Stadtmobiliar
Außengastronomie
Werben und Präsentieren
Visuelle Markierungen und Leitsysteme
Stadtgrün
Begriff der Via Culturalis
Kommunikative Kernbotschaften
Erscheinungsbild
Lenkungsgruppen
Kommunikationsmittel
Programm und Inhalte
LAURENZPLATZLAURENZGITTERGÄSSCHEN
ARCHÄOLOGISCHE ZONE
THEO BURAUEN-PLATZ
QUATERMARKT GÜNTER-WAND PLATZ
THEMEN IM DETAIL
DIE MITTE
Aus den beschriebenen Potenzialen, Defiziten und Maßnahmen ergeben sich folgende
Themenschwerpunkte, die im weiteren Verlauf ausgearbeitet werden:
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - DIE MITTE
Bodenbelag
Stadtmobiliar
Außengastronomie
Werben und Präsentieren
Visuelle Markierungen und Leitsysteme
Stadtgrün
Begriff der Via Culturalis
Kommunikative Kernbotschaften
Erscheinungsbild
Lenkungsgruppen
Kommunikationsmittel
Programm und Inhalte
LAURENZPLATZLAURENZGITTERGÄSSCHEN
ARCHÄOLOGISCHE ZONE
THEO BURAUEN-PLATZ
QUATERMARKT GÜNTER-WAND PLATZ
THEMEN IM DETAIL
DIE MITTE
Aus den beschriebenen Potenzialen, Defiziten und Maßnahmen ergeben sich folgende
Themenschwerpunkte, die im weiteren Verlauf ausgearbeitet werden:
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - DIE MITTE
Bodenbelag
Stadtmobiliar
Außengastronomie
Werben und Präsentieren
Visuelle Markierungen und Leitsysteme
Stadtgrün
Begriff der Via Culturalis
Kommunikative Kernbotschaften
Erscheinungsbild
Lenkungsgruppen
Kommunikationsmittel
Programm und Inhalte
LAURENZPLATZLAURENZGITTERGÄSSCHEN
ARCHÄOLOGISCHE ZONE
THEO BURAUEN-PLATZ
QUATERMARKT GÜNTER-WAND PLATZ
THEMEN IM DETAIL
DIE MITTE
Aus den beschriebenen Potenzialen, Defiziten und Maßnahmen ergeben sich folgende
Themenschwerpunkte, die im weiteren Verlauf ausgearbeitet werden:
4,91
12,88
Vorschlag Position Musterfeld
Konus drehen !
Konus drehen !
Lage unklar !
Die Pipinstraße ist eine große Barriere und
trennt den unteren Bereich vom übrigen Teil
der Via Culturalis
Die Wohnbebauung versperrt die Blickachse
auf die Kirche St. Maria im Kapitol
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist bedeutende
romanische Kirche und bildet im Kontext
Via Culturalis den südlichen Auftaktbereich
Die ÖPNV ist durch die zwei Zugänge
auf dem Elogiusplatz und dem
Hermann-Josef-Platz sehr gut
Der der Lichhof ist sehr ruhig gelegen und daher
ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Besucher
Das Laurenzgittergässchen wird als Parkplatz genutzt,
ist aber zugleich der einzige öffentliche Platz mit
Innenhofcharakter im Gebiet. Die Zugänge sind
zudem nur schwer zu erkennen
Das derzeit noch vorhandene
Parkhaus mindert die Attraktivität
der Hauptachse erheblich
Der Quatermarkt ist derzeit Parkplatz und
stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar
Versperrter Durchgang ‚In der Höhe‘
Der Laurenzplatz wird derzeit
nur als ‚Duchquerungsraum‘
gesehen
Die östliche Längsachse wird nicht wahrgenommen,
insbesondere im Bereich des Gürzenichs befindet
sich kaum ‚öffentliches Leben‘ aufgrund der
Büronutzungen im Erdgeschoss
Der Bodenbelag des Theo-Burauen Platzes ist
denkmalgeschützt und die Platzfläche ist aufgrund
des darunterliegenden Prätoriums nicht stark belastbar.
Der Platz ist mindergenutzt, könnte jedoch durch
ergänzende Gestaltungselemente aufgewertet werden.
Das Laurenzgittergässchen ist derzeit
Parkfläche und daher mindergenutzt
Zugang zum Prätorium ist schwer zu finden
Der Entwicklung des Laurenzcarrés erstreckt
sich über die Hälfte der Hauptachse und
stärkt diese künftig
Der Laurenzplatz wird im Zuge des
Laurenzcarrés neu entworfen und könnte
seine Potenziale (alter Baumbestand und
Denkmal) hervorheben und seine
Aufenthaltsqualität erhöhen
Die Querverbindung zwischen der Schildergasse und der
Altstadt wird durch die Neugestaltung der Gürzenichstraße
und dem Günter-Wand-Platz gestärkt und kann als Vorreiter
für die gesamte Via Culturalis gesehen werden
Quatermarkt hat aus räumlicher Sicht das Potential
eines Platzes mit Aufenthaltsqualität
Herstellung der Zuwegung ‚In der Höhe‘
Die Erweiterung des Wallraff-Richartz
Museums wird künftig die östliche
Längsachse stärken
Die Entfernung des Parkplatzes
ermöglicht einen neuen Platz mit hoher
Aufenthaltsqualität und einer neuen
Längsverbindung
Der Neubau der Archäologischen Zone bildet eine komplett
neue Mitte des Gebietes und vervollständigt zum einen
die Perlenkette der Kirchen und Kulturbausteine durch
das jüdische Museum und definiert durch den neuen
Augustusplatz den Freiraum
Direkte Anbindung an HBF
Der Platz ‚Am Hof‘ gewinnt durch die
Gastronomie an Aufenthaltsqualität
Hohe Dichte an kulturellen Elementen
im Auftaktbereich – sowohl Gebäude
als auch im Außenraum
Die Hohe Domkirche ist das Wahrzeichen
von Köln und bildet gleichzeitig den
Auftakt für die Via Culturalis
Die Neugestaltung des östlichen
Domumfeldes trägt zur Stärkung des
Stadtraums bei
Der geplante Neubau der Historischen
Mitte mit dem dazugehörigen Platz
schafft eine Vernetzung vom Roncalliplatz
zum Kurt-Hackenberg-Platz
Kurt-Hackenberg-Platz:
Neuer Platz mit Aufenthaltsqualität durch
großzügige Sitzmöglichkeiten, Gehölze
und Trinkbrunnen sowie Gastronomie
Die Komödienstraße bildet aufgrund der
hohen Fahrfrequenz eine Barriere
Der Tunnel Johannisstraße ist
ein Angstraum – dunkel und
verschmutzt
Die Straße ‚Am Hof‘ trennt den Auftaktbereich
vom mittleren Teil –Barriere!
Der Auftakt zwischen Roncalliplatz und
Hauptachse ist stadträumlich uneindeutig
PRÄGNANTE KONFLIKTPUNKTE - DIE MITTE
Bodenbelag
Stadtmobiliar
Außengastronomie
Werben und Präsentieren
Visuelle Markierungen und Leitsysteme
Stadtgrün
Begriff der Via Culturalis
Kommunikative Kernbotschaften
Erscheinungsbild
Lenkungsgruppen
Kommunikationsmittel
Programm und Inhalte
PRÄGNANTE SCHWÄCHEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM – HAUPTACHSE
Aufwertung
Laurenzgittergäßchen
Das Laurenzgittergäßchen ist derzeit
ein öffentlicher Parkplatz und kann in
Bezug auf seine Lage und die vorhande -
ne Längsverbindung als mindergenutzt
gewertet werden.
Potenzial/Maßnahme: Der Wegfall des
Parkplatzes würde einen Innenhof mit ho-
her Aufenthaltsqualität ermöglichen.
Aufwertung
Theo-Burauen-Platz
Der Platz wirkt trotz seiner Lage im Kon-
text Rathaus – Spanischer Bau/Praetorium
und angrenzender Gastronomiebetrieb als
mindergenutzt und ist wenig belebt.
Potenzial/Maßnahme: Eine umfäng -
liche Neugestaltung ist nicht möglich,
da der Bodenbelag unter Denkmalschutz
steht, jedoch ist eine partielle Aufwer -
tung durch neue Möblierung/Bepflaste -
rung denkbar.
Neugestaltung
Laurenzplatz
Momentan ist der Laurenzplatz aufgrund
von mangelndem Stadtmobiliar und gerin-
ger Gestaltung als mindergenutzter Platz
zu bezeichnen.
Potenzial/Maßnahme: Im Zuge der
Entwicklung des Laurenz-Carrés könnte
der Laurenzplatz neu gestaltet werden,
womit man unter Berücksichtigung des
alten Baumbestands seine Aufenthalts -
qualität deutlich erhöhen würde.
Aufwertung Quatermarkt
Der öffentliche Bereich am Quatermarkt wird derzeit als Park -
platz genutzt und stellt eine mindergenutzte Fläche inmitten
des Gebiets dar.
Potenzial/Maßnahme: Aus räumlicher Sicht und aufgrund sei-
nes Baumbestands hat dieser Bereich großes Potenzial für einen
Platz mit Aufenthaltsqualität, insbesondere in Zusammenhang
mit einer möglichen privaten Hochbauentwicklung auf dem be -
nachbarten Grundstück.
Neugestaltung Günter-Wand-Platz
Die Gürzenichstraße ist eine stark frequentierte Querverbin -
dung der Via Culturalis zwischen Schildergasse und Heumarkt.
Jedoch entspricht die bestehende Oberflächengestaltung nicht
dem angestrebten Standard.
Potenzial/Maßnahme: Durch die geplante Neugestaltung der
Gürzenichstraße und des Günter-Wand-Platzes kann dieser be -
deutende Stadtraum gestärkt und als Vorreiter für die gesamte
Via Culturalis gesehen werden.
STÄRKEN IM ÖFFENTLICHEN
RAUM – HAUPTACHSE
1
Laurenz-Carré
Die Entwicklung des Laurenz-Carrés
bildet den Auftakt aus und trägt zur
Stärkung der Hauptachse bei.
2
Verbindung Praetorium und
Jüdisches Museum
Das Praetorium wird durch die künf -
tige Verknüpfung mit dem neuen
MiQua besser wahrgenommen.
3
MiQua
Der Neubau der Archäologischen Zone
bildet eine neue Mitte und vervollstän -
digt die Perlenkette der Kirchen und
Kulturbausteine durch das Jüdische
Museum.
4
Augustusplatz als Zentrum
Die Via Culturalis bekommt durch den
Augustusplatz in der Archäologischen
Zone einen neuen, hochwertigen Frei -
raum und bildet daher die neue Quar -
tiersmitte.
5
Herstellung der Zuwegung
»In der Höhle«
Die Entfernung der Hochbeete, die der -
zeit den Weg ins Quartier versperren,
führt zu einer weiteren Querverbindung
und trägt zur Aufwertung der Straße bei.
6
Erweiterung Wallraf-Richartz-
Museum & Fondation Corboud
Die künftige Erweiterung des Museums
trägt zur Stärkung der östlichen Längs -
achse bei.
2 ANALYSE | 2.3 AUSWERTUNG
2 ANALYSE | 2.3 AUSWERTUNG
1
1
3
4
5 6
2
2
3
4
5
Schwächen
Stärken
1
4 5
2 3
3
KONZEPT —
DIE VIA CULTURALIS GESTALTEN
3.1 Das Gestaltungskonzept
3.2 Das Kommunikationskonzept
62
63
3.1 Das Gestaltungskonzept
Die Innenstadt ist ein hochfrequentierter Ort und bildet das Zentrum des öffent-
lichen Lebens. Hier treffen unterschiedliche Menschen aufeinander und es beste-
hen verschiedene Nutzungsanforderungen an den öffentlichen Raum, die sen-
sibel austariert werden müssen. Die Via Culturalis betreffend, gilt es gleichzeitig,
den Raum selbst mit seinem historischen und kulturellen Gut zu bewahren.
Dass es deshalb besondere Anforderungen zur Gestaltung des öffentlichen Raums
gibt, steht außer Frage. Um ein geordnetes Erscheinungsbild und ein gemeinsa-
mes Miteinander zu gewährleisten und ein Stück weit neu zu erschaffen,
wurden Hinweise und Maßnahmen für die Gestaltung des öffentlichen Raums
der Via Culturalis erarbeitet, die im Folgenden dargestellt werden.
Der stadträumliche Gestaltungsansatz für die Via Cul -
turalis verfolgt die Vereinheitlichung der Oberflächen
und Reduzierung der Straßenquerschnitte zugunsten
einer fahrrad- und fußgängerfreundlichen Erschließung.
Gebäude und Plätze werden in ein übergeordnetes »Be-
lagspassepartout« eingebunden. Durch diese eigene
Handschrift des Freiraums wird das Quartier ablesbar
und es wird ein gebührender Rahmen für die vorhan -
denen Kulturbauten geschaffen. Die Verwendung von
Grauwacke als Material für die Oberfläche gewährleis -
tet einen engen Bezug zur angrenzenden Altstadt, wel -
che ebenfalls durch diesen Belag geprägt ist. Durch eine
Differenzierung der jeweiligen Formate bleibt jedoch die
Eigenständigkeit der Via Culturalis erkennbar. Mit dem
Ziel, dem Gebiet einen ruhigen Charakter und gleich -
zeitig aufgrund seiner historischen Besonderheit eine
entsprechende Wertigkeit zuzuweisen, wird auch das
Stadtmobiliar vereinheitlicht und zeigt sich vornehm,
aber zurückhaltend. In Anlehnung daran ist der Gestal -
tungsansatz für die Außengastronomie und das Leit -
system entwickelt worden. Grundlegend leiten sich alle
Bauweisen und Materialien aus dem Ort selbst oder aus
dem vorhandenen Gestaltungshandbuch der Stadt Köln
ab. Die Via Culturalis fällt hier als hochfrequentierter
Bereich unter die Kategorie »Räume mit internationaler
Bedeutung« mit einem besonders hohen Anspruch an
die Gestaltung und Instandhaltung. Abweichungen vom
Standard sind im Einzelfall in diesem Bereich möglich.
Die nachfolgenden Gestaltungsansätze finden zunächst
auf der Gürzenichstraße inklusive des anliegenden Gün -
ter-Wand-Platzes ihre Anwendung und werden dann
sukzessiv auf den gesamten Bereich ausgeweitet.
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
Abb. 46
Gehweg - Straße - Gehweg
(Beispiel: Gürzenichstraße)
Arkaden - Straße - Arkaden
(Beispiel: Unter Goldschmied)
Gehweg
(Beispiel: Unter Taschenmacher)
Gehweg - Straße - Gehweg - Platz
(Beispiel: Unter Goldschmied)
Gehweg - Platz
(Beispiel: Salomonsgasse od. Am Hof)
Platz - Gehweg - Straße - Gasse
(Beispiel: Kleine Budengasse)
Gehweg - Straße - Gehweg
(Beispiel: Gürzenichstraße)
Arkaden - Straße - Arkaden
(Beispiel: Unter Goldschmied)
Gehweg
(Beispiel: Unter Taschenmacher)
Gehweg - Straße - Gehweg - Platz
(Beispiel: Unter Goldschmied)
Gehweg - Platz
(Beispiel: Salomonsgasse od. Am Hof)
Platz - Gehweg - Straße - Gasse
(Beispiel: Kleine Budengasse)
Gehweg - Straße - Gehweg
(Beispiel: Gürzenichstraße)
Arkaden - Straße - Arkaden
(Beispiel: Unter Goldschmied)
Gehweg
(Beispiel: Unter Taschenmacher)
Gehweg - Straße - Gehweg - Platz
(Beispiel: Unter Goldschmied)
Gehweg - Platz
(Beispiel: Salomonsgasse od. Am Hof)
Platz - Gehweg - Straße - Gasse
(Beispiel: Kleine Budengasse)
Gehweg - Straße - Gehweg
(Beispiel: Gürzenichstraße)
Arkaden - Straße - Arkaden
(Beispiel: Unter Goldschmied)
Gehweg
(Beispiel: Unter Taschenmacher)
Gehweg - Straße - Gehweg - Platz
(Beispiel: Unter Goldschmied)
Gehweg - Platz
(Beispiel: Salomonsgasse od. Am Hof)
Platz - Gehweg - Straße - Gasse
(Beispiel: Kleine Budengasse)
Gehweg - Straße - Gehweg
(Beispiel: Gürzenichstraße)
Arkaden - Straße - Arkaden
(Beispiel: Unter Goldschmied)
Gehweg
(Beispiel: Unter Taschenmacher)
Gehweg - Straße - Gehweg - Platz
(Beispiel: Unter Goldschmied)
Gehweg - Platz
(Beispiel: Salomonsgasse od. Am Hof)
Platz - Gehweg - Straße - Gasse
(Beispiel: Kleine Budengasse)
Grauwacke-Standardbelag
Plätze (Grauwacke-Standardbelag)
Auftaktbereiche Nord/Süd
Grauwacke, eigenes Muster
Eigenständiger Platzbelag
64
65
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
Ableitung | Ortsprägender Pflasterbelag Straßen
Ableitung | Ortsprägender Pflasterbelag Plätze
Gehweg – Platz
Gehweg – Straße – Gehweg – Platz
Gehweg – Straße – Gehweg
Arkaden – Straße – Arkaden
Gehweg
BewegungsraumtypenDurchgehende Verwendung von Grauwackematerial
Oberflächen: ein neuer Belag
für die Via Culturalis
Der Ausbau aller Geh- und Fahrbereiche ist in der Spange zwischen den nördlichen
und südlichen Auftaktbereichen durchgehend in Form von Grauwackepflaster vor-
gesehen und steht damit in engem Bezug zu der angrenzenden Altstadt. Durch die
Festlegung bestimmter Formate bleibt die Eigenständigkeit des Via-Culturalis-
Quartiers dabei ablesbar. Der Kurt-Hackenberg-Platz, die Archäologische Zone und
der Gülichplatz bestehen bereits oder befinden sich in der Umsetzung. Sie gliedern
sich jedoch aufgrund der hochwertigen Grauwacke-Oberfläche sehr gut in die
Umgebung ein. Ausschließlich der Theo-Burauen-Platz hat einen Sonderstatus: Die
Granitplatten stehen unter Denkmalschutz und der Platz wirkt aufgrund des eigen-
ständigen Materials wie eine Intarsie.
Der neue Belag der Via Culturalis dient aber nicht nur zum Abstecken des Gebiets.
Er trägt auch dazu bei, die Straße optisch zurückzunehmen und die Bewegungs-
räume in Gänze fußgänger- und fahrradfreundlicher zu gestalten. Auf eine Abgrenz-
ung der Fahrbahn zum Gehweg mit Absperrpollern wird gänzlich verzichtet. Aus
diesem Konzeptansatz heraus ergeben sich unterschiedliche Bewegungsraumtypen.
Hbf.
Pflasterrinne Grauwacke
Natursteinpflaster 30/15 cm
Natursteinbord Basalt
100/30 cm, OK + 3cm
Natursteinbord Basalt
100/30 cm, OK + 3cm
Pflasterstreifen Basalt
Natursteinkleinpflaster
10/10 cm, 10/15 cm,
Reihenverband
Pflasterrinne Grauwacke
Natursteinpflaster 30/15 cm
Standort Mastleuchten
Modullum Midi, demontierbar
Pflasterbelag Gehweg
Grauwacke
Natursteinpflaster 15/15 cm
mit Abschlusssteinen,
diagonaler Kreuzverband
(Anschluss an OK
Natursteinbord),
mit integriertem Leitsystem:
Pflasterplatten 60-80/30 cm
(Oberfläche in Abstimmung)
Pflasterbelag Fahrbahn
Grauwacke
Natursteinpflaster 30/10 cm
mit Abschlusssteinen,
Fischgrätverband
Pflasterstreifen Grauwacke
Natursteinmosaikpflaster
5/7cm, Reihenverband
Natursteinbord Granit
100/30 cm, OK + 3cm
Pflasterbelag Fahrbahn
Grauwacke
Natursteinpflaster 30/15cm
mit Abschlusssteinen,
Diagonalverband (pfeilförmig),
ungebundene Bauweise
Natursteinbord Granit
100/30 cm, OK + 3cm
Standort Mastleuchten
Modullum Midi, demontierbar
Standort Fahrradbügel
Typ: Gotik / Haarnadel
Standort Abfalleimer
Colonia Plus Lune
Pflasterrinne Grauwacke
Natursteinpflaster 30,5/15cm
Pflasterrinne Grauwacke
Natursteinpflaster 30,5/15cm
Abschluss Pflasterfläche
quadratischer Stein mit
Bischofsmütze
Abschluss Pflasterfläche
quadratischer Stein mit
Bischofsmütze
Pflasterbelag Gehweg
Grauwacke
Natursteinpflaster 15/15cm
mit Abschlusssteinen,
Kreuzverband (Anschluss an
OK Natursteinbord),
gebundene Bauweise,
mit integriertem Leitsystem:
Pflasterplatten 60-80/30cm,
aus Granit
66
67
Beispiel Straßenquerschnitt
In der Via Culturalis sollen die Übergänge zwischen Gehwegen und Fahrbe-
reichen auf sensible Art gestaltet werden. Anstelle funktionaler Trennungen
soll der öffentliche Raum als zusammenhängende Fläche erlebbar werden.
Bauweise und Materialität
Auf den Gehwegen ist ein quadratisches Pflasterformat von
15 x 15 cm vorgesehen. Der Kreuzverband verläuft diagonal
zur Bewegungsrichtung. Technisch erfolgt der Ausbau in
vollgebundener Bauweise.
Im Bereich der Fahrbahnen wechselt das Pflasterformat auf
30 x 15 cm. Der Diagonalverband verläuft pfeilförmig zur
Fahrbahnmitte. Der Ausbau erfolgt hier in ungebundener
Bauweise. Die Fahrbahnen werden beidseitig durch 30 cm
breite Bordsteine aus hellgrauem Granit gefasst.
Offene Rinnen mit Straßeneinläufen (30 x 50 cm) gewähr-
leisten eine wartungsfreundliche Entwässerung. Innerhalb
der Fahrbahnen sind sie als seitliche Pflasterrinnen, inner -
halb der fußläufigen Bereiche als Rinnenplatte ausgeführt.
Der Anschluss an die Fassaden erfolgt durch einen 30 cm
breiten Streifen aus Mosaiksteinpflaster, wodurch Vor -
sprünge der Gebäude aufgefangen werden können.
Barrierefreiheit
Durch das geschnittene Pflastermaterial ergibt sich ein
ebener Belag mit hohem Nutzungskomfort. Aufgrund der
geplanten Bordhöhe von 3 cm sind alle Bereiche des Pla -
nungsraums barrierefrei erreichbar.
Die Materialwahl ist auf eine kontrastreiche Gestaltung
abgestimmt. Die hellen Bordsteine aus Granit setzen sich
gegenüber der Grauwacke optisch ab und erleichtern seh-
eingeschränkten Personen die Orientierung. Eine zusätz -
liche Unterstützung bieten 30 cm breite Leitlinien aus Gra-
nit, die bodengleich in den Hauptwegerichtungen verortet
werden. An Fußgängerüberwegen werden Bodenindikato-
ren (Noppen- und Rippenplatten) gemäß den Vorgaben
der DIN-Norm eingebaut.
Für die Ausleuchtung der Straßen werden Lichtstelen ein -
geplant, die als 6 m hohe Elemente dem Fahrbahnverlauf
folgen. In Abstimmung mit dem Arbeitskreis Barrierefrei -
heit ist eine besonders helle Ausleuchtung der Gehweg -
bereiche vorgesehen. Der Abstand zwischen den Stelen
beträgt rund 25 m.
Leitlinie, Granitbord-Breite
30 cm, Einbau bodengleich
Randstreifen
Grauwackepflaster Mosaik
5 x 7 cm
Gehweg Grauwackepflaster
15 x 15 cm, Kreuzverband
diagonal zur Gehrichtung
Fahrbahneinfassung,
beidseitig: Bordstein,
Granit, 30 x 100 cm,
Einbau + 3 cm
Rinne, Grauwacke,
30 x 15 cm
Fahrbahn Grauwacke-
pflaster 30 / 15 cm, im
Diagonalverband, pfeil-
förmig zur Fahrbahnmitte
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
68
69
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
Ableitung | Ortsprägendes Stadtmobiliar
Stadtmobiliar als »Ausstattungsfamilie«
In der Via Culturalis entsteht eine »Ausstattungsfamilie« in Anlehnung an den
städtischen Standort, jedoch von besonderer Charakteristik. Den Sitzbänken
und Leuchtstelen kommt hierbei eine besondere Rolle zu, da sie in unmittel-
barem Zusammenhang mit Aufenthaltsqualität und Atmosphäre stehen.
Die Materialität des Ortes aufgreifend, findet sich bei diesen beiden Elementen
das Thema Messing wieder – sei es bei der Farbgebung der Leuchte oder bei
den Stahlrahmen der Natursteinbänke. Die Fahrradbügel und Abfallbehälter
nehmen sich demgegenüber gestalterisch zurück. Sie werden dunkelgrau
(Farbe DB 703) beschichtet.
Abb. 47
Abb. 48 Abb. 49
Abb. 50
KURT-HACKENBERG-PLATZ
STANDARD VIA CULTURALIS
ARCHÄOLOGISCHE ZONE HEUMARKT
70
71
VERORTUNG DER BÄNKE
|
Aufgrund der Gebäudedichte und der damit einhergehen -
den schmalen Stadträume werden Sitzbänke ausschließlich
auf den Plätzen geplant. Nachdem die bestehenden Plätze
hinsichtlich ihres Verweilpotenzials untersucht wurden,
werden final fünf mögliche Orte definiert.
1 Laurenzgittergässchen
2 Theo-Burauen-Platz
3 Laurenzplatz
4 Quatermarkt
5 Günter-Wand-Platz
Sitzbänke
Die Bank der Via Culturalis hebt sich bewusst vom Gestaltungshandbuch
der Stadt Köln ab. Gleichwohl leitet sie sich durch ihre orthogonale Form und
die Materialität aus Grauwacke von den bestehenden Bänken im Quartier
ab. Die modulare Bauweise der einzelnen Natursteinblöcke ermöglicht eine
standortangepasste Länge und fügt sich daher individuell ein. Zudem ist die
Bank symmetrisch gestaltet und daher beidseitig nutzbar. Im Rahmen des
Gestaltungskonzepts wurden zwei Bänke skizziert, die in den
nächsten Planungsschritten weiterqualifiziert werden:
Variante A
In der Variante A wird der Natursteinblock durch einen
Stahlrahmen mit einem Messingfarbton eingerahmt. Sockel
und Armlehnen werden ausschließlich aus der tragenden
Konstruktion definiert, weshalb die Bank als ein filigranes,
schwebendes Element im Stadtraum wirkt. Sie erinnert an
eine Museumsbank, unterstreicht somit den kulturell wert-
vollen Ort und verbindet das Innen und Außen.
Variante B
Der Unterschied in der Variante B liegt vorrangig im Sockel-
bereich. Dieser ist etwas niedriger als in Variante A ausge-
bildet und wie der Steinblock selbst in Grauwacke gehal -
ten. Hierdurch wird die Bank weniger als Möbel, sondern
vielmehr in Verbindung mit dem Boden wahrgenommen.
Gleichbleibend sind die Stahlarmlehnen mit Messingfarbton
im Bereich der notwendigen Steinfugen.
KURT-HACKENBERG-PLATZ
STANDARD VIA CULTURALIS
ARCHÄOLOGISCHE ZONE HEUMARKT
Kurt-Hackenberg-Platz
Auf dem Kurt-Hackenberg-Platz befin-
den sich 22 m lange Sitzelemente aus
Grauwacke. Die modularen Steinele-
mente sind orthogonal in unterschiedli-
chen Höhen angeordnet, wodurch eine
skulpturale Anmutung erzeugt wird.
Archäologische Zone
In der Archäologischen Zone sind Beton-
sitzbänke mit einer Natursteinverblendung
(Höhe: 45 cm, Breite: 80 cm) in unter-
schiedlichen Längen geplant. Ihre Armleh-
nen bestehen aus Messing in unterschied-
lichen Abständen auf der Sitzfläche.
Heumarkt
In unmittelbarer Nähe des Heumarkts
befinden sich auf dem Elogiusplatz und
dem Hermann-Joseph-Platz jeweils sechs
Kuben aus Grauwacke mit den Maßen
50 x 50 x 50 cm. Sie dienen als gestalte-
risches Element und Sitzgelegenheit.
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
80 x 80
80 x 80
80 x 150
80 x 150
770 cm
770 cm
80 cm
80 cm
37 cm
30 cm
8 cm
15 cm
Variante B
Variante A
1
2
3
4
5
72
73
Leuchten, Fahrradständer, Abfallbehälter
Leuchten, Fahrradständer und Abfallbehälter gehören zum Basis-Stadtmobiliar.
Für die Via Culturalis gilt es, eine Balance zwischen Funktion und gestalteri-
schem Anspruch unter Berücksichtigung der Vorgaben des Gestaltungshand-
buches der Stadt Köln auszuloten.
Leuchten
Die Ausleuchtung der Via Culturalis erfolgt mittels sechs
Meter hoher Stelen des Typs ModulLum der Firma Schréder.
Die modulare Bauweise ermöglicht eine maximale Flexibi-
lität bei der Lichtstärkenverteilung sowie die Nutzung von
Zusatzfunktionen.
So können wichtige Bereiche, z. B. Plätze oder Fassaden,
über Akzentbeleuchtungen hervorgehoben werden. Wei -
tere Möglichkeiten sind der Einsatz von Überwachungs -
kameras, Lautsprechern, WLAN und die Integration von
Ladestationen für E-Fahrzeuge.
Aufgrund dieser verschiedenen Funktionen, die der Stele
auch tagsüber eine besondere Bedeutung geben, sieht das
Gestaltungskonzept für das Raumelement einen messing-
farbenen Anstrich vor, der einerseits technisch den Anfor-
derungen der Standardfarbe DB 703 mit Eisenglimmer
entspricht und sich andererseits hinsichtlich seiner Anmu-
tung in die Umgebung einfügt.
Fahrradständer und Abfallbehälter
Da das gesamte Gebiet von engen Gassen geprägt ist, wer-
den Fahrradständer künftig ausschließlich auf den Plätzen
verortet, mit Ausnahme der Gürzenichstraße. Hier besteht
ein großzügiger Straßenquerschnitt, sodass Fahrradständer
entlang der Fahrbahn gruppiert werden können.
Im Sinne einer einheitlichen Ausstattungsfamilie sowie eines
hochwertigen Quartierscharakters weichen Fahrradständer
und Abfallbehälter vom Standard ab, finden aber über die
Farbgebung dennoch einen Bezug zum Gestaltungshand-
buch. Der Anstrich erfolgt in der Standardfarbe DB 703 mit
der Option, das Thema Messing in Teilen einzubringen.
Grundsätzlich sind sämtliche Einbauten demontierbar, um
weiterhin allen veranstaltungstechnischen Anforderungen
gerecht zu werden. Zudem handelt es sich bei den hier vor-
gestellten Modellen für Fahrradständer und Abfallbehäl -
ter, wie bei den Bänken, um einen Arbeitsstand, der in den
nächsten Planungsschritten weiterqualifiziert wird.
Leuchtstelen
Typ: ModulLum
Farbe: DB 703
Firma: Schréder
Fahrradständer
Typ: Gotik
Farbe: DB 703
Firma: Gutzeit Metallbau
Abfallbehälter
Typ: Müllbehälter Colonia Plus
Firma: LUNE
Leuchtstelen
Typ: ModulLum
Farbe: Messing-Farbanstrich nach Bemusterung
Firma: Schréder
Fahrradbügel
Typ: befindet sich in der Qualifizierung
Farbe: DB 703
Firma: befindet sich in der Qualifizierung
Abfallbehälter
Typ: befindet sich in der Qualifizierung
Farbe: DB 703 optional mit Messingapplikation
Firma: befindet sich in der Qualifizierung
Variante BVariante A
GESTALTUNGSHANDBUCH VIA CULTURALIS
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
+ +
Werbung
+ +
Werbung
+ +
Werbung
+ +
Werbung
+ +
Werbung
+ +
Werbung
RAL 7039 RAL 7040 RAL 9001 RAL 3028
RAL 7046 RAL 7038 RAL 9002 RAL 3012
RAL 7045 RAL 7047 RAL 9003
RAL 7043 RAL 7042 RAL 7044 RAL 3013
74
75
Außengastronomie und Gewerbe:
Gestaltungsgrundsätze
Das Erscheinungsbild der Außengastronomie prägt die Identität des öffentlichen
Raums und kann dazu beitragen, dass das Quartier als ein harmonischer und
attraktiver Ort erlebt wird. Im Kontext der Via Culturalis ist es wichtig, dass
die einzelnen Elemente nicht in Konkurrenz zu den kulturellen Gebäuden ste-
hen und dass durch ihre authentische Materialität und dezente Farbgebung
langfristig die Qualität im öffentlichen Raum gewährleistet ist. Im Hinblick
auf eine dem Ort angemessene, hochwertige Gestaltung sollten daher für alle
Außenelemente Farben aus dem folgenden Spektrum, verwendet werden.
Tische, Stühle und Schirme
Tische, Stühle und Schirme bedürfen in der Via Culturalis einer hochwertigen,
einheitlichen Gestaltung. Die folgenden Unterkapitel sind als Empfehlung zur
Form, Anordnung und Materialität zu verstehen.
Ableitung | Ortsprägende Gestaltung
Allgemein anwendbare Farben | Sonderfarben (nur für Schirme)
Materialität | Tische und Stühle
• Massivholz, Metall, Aluminium, hochwertiger Kunststoff,
Rattan oder in Kombination
Materialität | Schirme
• Gestell aus Holz oder Metall
• Ausschließlich witterungsbeständige Textilschirme mit
matter Beschichtung
• Bodenhülsen als Schirmständer,
alternativ: hochwertiger Schirmständer
• Unifarben
Form und Anordnung | Tische und Stühle
• Einzelstühle anstelle von Bänken
• Werbefreie Tische und Stühle
• Blendfreie Oberfläche
• Einheitliche Tische und Stühle innerhalb
eines Gastronomiebetriebs
• Beachtung bestehender Achsen bei der Anordnung
der Tische und Stühle
Form und Anordnung | Schirme
• Maximale Größe: 4,00 x 4,00 m
• Werbefreie Schirme (ausgenommen ist der Gaststätten-
name), maximale Überdeckung: 3/4 der genehmigten Fläche
• Vorzugsweise ohne Volant
• Einheitliche Schirme innerhalb eines Gastronomiebetriebs
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
Abb. 51
Abb. 55
Abb. 59 Abb. 52
Abb. 56
Abb. 60 Abb. 53
Abb. 57
Abb. 61 Abb. 54
Abb. 58
Abb. 62
+ +
Werbung
76
77
Markisen und Vordächer
Allgemein sind Markisen und Vordächer dezent zu verwenden, da sie in klein-
teiligen Stadträumen wie der Via Culturalis dazu führen können, dass der
Raum beengt wirkt. Daher gibt es im Folgenden einige Empfehlungen, die
beachtet werden sollten.
Form und Anordnung
• Vorzugsweise Markisen anstatt Vordächer
• Anpassung in Form und Farbe an das Gebäude
• Einheitliche Markisen pro Gebäude
• Keine Verwendung von Seitenteilen und die Gewährleistung
der Ein- und Ausfahrbarkeit
• Anbringungsort nur im Erdgeschoss innerhalb
der Fensterlaibungen oder unmittelbar über dem Fenster
in entsprechender Breite
• Maximale Ausladung: 1,50 m,
maximale Höhe des Volants: 0,20 m
• Lichte Höhe zwischen Boden und Markise:
mindestens 2,50 m
• Dezente Aufbringung des Lokalnamens, vorzugsweise
auf Volant, ansonsten werbefrei
Materialität
• Stoff, reflexionsfrei und mit matter Oberfläche
• Unifarben und in Abstimmung mit der Farbe der Fassade
Einfriedung durch Begrünungselemente
Generell sind Einfriedungen im Sinne des offenen Charakters nicht erwünscht
und sollten daher nur nach kritischer Betrachtung verwendet werden. Kom-
men sie zum Einsatz, sollten lediglich mobile Pflanzkübel mit folgender Beach-
tung aufgestellt werden.
Form und Anordnung
• Mobile Begrünungselemente anstatt Zäunen oder
ähnlichem Sichtschutz
• Lineare Anordnung
• Abstände (lichte Breite) der einzelnen Pflanzgefäße: 1,50 m
• Maximale Höhe des gesamten Pflanzkübels: 1,50 m
• Pflanzgefäße pro Gastronomiebetrieb entweder rund
oder quadratisch, max. Ø: 0,80 m
• Einheitliche Auswahl der Pflanzen pro
Gastronomiebetrieb
• Werbefreie Pflanzgefäße
• Einheitliche Auswahl der Pflanzen pro Gastronomie
Materialität
• Naturstein oder Metall
• Bei Naturmaterialien: Verwendung der Eigenfarbe
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
1. OG
EG
1,50 m
0,2 m
2,5 m
Abb. 63 Abb. 64 Abb. 65 Abb. 66 Abb. 66
SCHRIFTZUG ÜBERGANGSBEREICHE
PLÄTZE
78
79
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
Leitsysteme und Werbung:
Gestaltungsgrundsätze
Da Werbung weder Ortsbild und Charakteristik noch die Architektur der Ge-
bäude maßgeblich verändern darf, ist sie in Bezug auf Abmessung, Aus-
gestaltung und Anbringungsort dem Gebäude und dem Straßenraum unter-
zuordnen. Werbung dient als Informationsträger für das Angebot und die
Nutzung innerhalb des betreffenden Gebäudes. Gut gestaltet, kann sie die Inter-
aktion zwischen innen und außen auf positive Art fördern.
In Ergänzung zu der geltenden Werbesatzung vom
16.04.2002 für die Bereiche Dom, Rheinufer, Heumarkt,
Gürzenich und Marspfortengasse sind zusätzliche Emp -
fehlungen für eine einheitliche und hochwertige Gestal -
tung formuliert. Im Fokus stehen hierbei insbesondere
Farbe, Form, Materialität und Anzahl der Werbeträger.
Im Zusammenhang mit den bedeutenden Gebäuden im
Quartier, wie Kirchen und Museen, soll der Freiraum ruhig
erscheinen. In Zuge dessen wird auf Werbeträger (Vitrinen,
Litfaßsäulen) im Freiraum gänzlich verzichtet. Werbung
soll nur als Eigenwerbung dienen und möglichst an der
Fassade platziert werden. Wie auch beim Stadtmobiliar
orientiert sich das Leitsystem am Bestand und damit am
Charakter der Via Culturalis. Da die Themen Werben und
Präsentieren ähnliche Handlungsfelder sind, sollte es hier
zur Einhaltung des übergeordneten Ziels, das Quartier ru -
hig und einheitlich zu halten, Überschneidungen geben.
Im Zuge dessen sind sämtliche Beschriftungsformen aus
Messing oder einer Anmutung dessen vorgesehen. Zudem
sollen möglichst alle Beschriftungstypen auf bereits vor -
handenen Elementen sein, um so wenig zusätzliche Stelen
wie möglich zu erzeugen. Darüber hinaus gelten folgende
Ansätze für die unterschiedlichen Kategorien:
Auftaktbereiche
• Anbringung des Schriftzuges »Via Culturalis« an den Auf-
taktschwellen der Querverbindungen in angegebener Form
Straßen
• Straßennamen befinden sich immer direkt auf der Fas -
sade auf den im Beispiel gezeigten Schildern
• Anbringungsort jeweils am Straßenanfang und -ende
sowie an wichtigen Kreuzungen
Plätze
• Schriftzüge als einzelne Messingbuchstaben
in angegebener Form
• Pro Platz ein Schriftzug
Ableitung | Ortsprägende Gestaltung
Visualisierung | Auftaktbereiche
Umsetzung | Straßen und Plätze
15 cm
15 cm 20 cm
18 cm
30 cm5 cm2 cm
5 cmBis 80 cm
Bis 100 cm 100 cm
Abb. 67
Abb. 71
Abb. 75
Abb. 77
Abb. 68
Abb. 72
Abb. 69
Abb. 73
Abb. 76
Abb. 70
Abb. 74
RAL 1019
RAL 1020
RAL 1024
RAL 1000
RAL 1001
RAL 1002
RAL 1013
RAL 1014
RAL 1015
RAL 9001
RAL 9002
RAL 9018
RAL 9010
RAL 9016
RAL 9003
80
81
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
Vorschriften aus vorhandener Satzung
Im Folgenden werden die bestehenden Vorgaben aus der Werbesatzung im
Bereich zwischen Dom, Rheinufer, Heumarkt, Gürzenich und Marspfortengasse
vom 16.04.2002 (Überarbeitung 13.01.2006) dargestellt.
Zusätzliche Empfehlungen für die Via Culturalis
Die zusätzlichen Vorgaben richten sich auf gestalterisch einheitliche Schrift-
züge an den Fassaden sowie dazu passende Ausleger und Hinweisschilder.
Ziel ist es, Leitsysteme und Werbung mit den Gestaltungsrichtlinien des Stadt-
mobiliars zu verknüpfen.
Form und Anordnung | Schriftzüge
• Schriftzüge als Einzelbuchstaben oder zusammenhängend
• Anbringung an der Fassade entweder durch direkte Ver-
schraubung oder mit zurückhaltender Unterkonstruktion
• Die Schriftart ist frei wählbar
• Ein Schriftzug pro Betrieb und Fassadenseite
Form und Anordnung | Ausleger
• Rechtwinklige Anbringung an Fassade, max. Breite: 1,00 m
• Aufhängekonstruktion möglichst filigran
• Ein Ausleger pro Fassadenseite und Betrieb
Hinweisschilder für freie Berufe
• Gemeint sind Ärztehäuser, Büros oder Ähnliches
• Einheitliche Schilder pro Gebäude
• Anbringung direkt auf der Fassade
• Werbefläche pro Betrieb: 40 x 50 cm
• Einheitliche Schriftgröße und -art pro Gebäude
(gedruckt oder graviert)
Materialität
• Metall oder metallisch beschichtetes Acryl
Farbschema
• Verwendung der hier dargestellten Farben oder
in Anlehnung an diese
• Pro Elemente jeweils nur eine Farbe
WERBUNG
1. OG
1. OG
EG
Lokal
01
Lokal
02
EG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
max. 1/3 des Gebäudes
0,5 m
1,5 m
2,5 m
0,2 m
1,0m
0,25m
1,0m²
1. OG
EG
1,2 m
2,5 m
WERBUNG
1. OG
1. OG
EG
Lokal
01
Lokal
02
EG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
max. 1/3 des Gebäudes
0,5 m
1,5 m
2,5 m
0,2 m
1,0m
0,25m
1,0m²
1. OG
EG
1,2 m
2,5 m
WERBUNG
1. OG
1. OG
EG
Lokal
01
Lokal
02
EG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
max. 1/3 des Gebäudes
0,5 m
1,5 m
2,5 m
0,2 m
1,0m
0,25m
1,0m²
1. OG
EG
1,2 m
2,5 m
WERBUNG
1. OG
1. OG
EG
Lokal
01
Lokal
02
EG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
max. 1/3 des Gebäudes
0,5 m
1,5 m
2,5 m
0,2 m
1,0m
0,25m
1,0m²
1. OG
EG
1,2 m
2,5 m
WERBUNG
1. OG
1. OG
EG
Lokal
01
Lokal
02
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max. 1/3 des Gebäudes
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max. 1/3 des Gebäudes
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max. 1/3 des Gebäudes
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Keine wechselnden oder bewegten Sichtflächen oder ent -
sprechende Beleuchtung (einschl. Lichtprojektionen)
Werbeanlagen dürfen nur zwischen Erdgeschoss und Unter-
kante der Fenster des 1. Obergeschosses angebracht werden
Fenster und Schaufensterflächen dürfen weder teilweise
noch vollständig verdeckt werden
Keine Werbeanlagen an Brückenanlagen, Böschungsmauern,
Einfriedungen, Erkern, Balkonbrüstungen und Schornsteinen
Schriftzüge dürfen nicht auf andere Gebäude übergreifen
Max. Ausladung bei Schildern: 0,25 m, ausgenommen sind
Hinweisschilder für Gaststätten bis zu einer Größe von 1,0 m²
(Aufhängekonstruktion ist ausgenommen)
Keine akustisch unterstützten Werbeanlagen
Grundsätzlich: nur bis zu 1,0 m² zusammenhängender
Fläche, außer bei Schriftzügen aus Einzelbuchstaben an
der Fassade mit einer max. Höhe von 0,5 m
Max. 1/3 des Gebäudes
0,5 m
Abb. 78
Abb. 79
Abb. 80
Abb. 81
82
83
Abb. 88
Stadtgrün
Der Charakter von Altstadt und Via Culturalis ist vorrangig steinern. Baum-
pflanzungen sind eher gebündelt und überwiegend auf den Plätzen vor-
zufinden, wodurch das Thema Stadtgrün eine untergeordnete Rolle spielt.
Dennoch wird aus gestalterischen und stadtklimatischen Gründen der punk-
tuelle Einsatz von Gehölzen auch bei den künftigen Planungen vorgesehen.
Anforderungen
Bei der Auswahl stellt der Zierwert ein wichtiges Krite-
rium dar, aber auch die Bestandsgehölze und die An -
forderungen aufgrund klimatischer Veränderungen und
der damit einhergehenden Hitzeperioden müssen be -
rücksichtigt werden. Insbesondere ist hier die Platane zu
nennen, die mehrfach im Gebiet zu finden ist, sowie die
jüngst gepflanzten japanischen Schnurbäume »Sophora
japonica« auf dem Kurt-Hackenberg-Platz, die bereits den
klimatischen Anforderungen gerecht werden. Als Heraus -
forderung sind darüber hinaus die erschwerten Standort -
bedingungen durch den stark versiegelten Stadtraum zu
werten. Aus den verschiedenen Anforderungen heraus er-
gibt sich folgende Matrix.
Klimatische Faktoren
• Natürliche Verdunstung (z. B. klein gefiederte Blätter)
• Hitze- und trockenbeständig
• Erhöhte Strahlungsenergie
• Starkregen/Staunässe
• Nährstoffarmut
Städtische Faktoren
• Hoher Versieglungsgrad
• Streusalz- und Öleintrag
• Beschädigungen durch KFz
• Eingeschränkter Wurzelraum
• Vorgaben Gehölzliste Stadt Köln
Zierwert
• Blütenfarbe
• Früchte
• Herbstfärbung
• Wuchsform
Auswahl Gehölze
Die nachstehend aufgelisteten Gehölze sind ein Zusam -
menspiel aus der GALK-Straßenbaumliste und der Kölner
Straßenbaumliste 2014. Sie gehören zu den klimatoleran -
ten Stadtbaumarten und entsprechen den genannten An-
forderungen.
Die Liste ist als Auszug bzw. Ergänzung zu den bestehen -
den Gehölzen zu sehen.
Gehölze als Hochstamm
vorrangig für Straßen- und Bewegungsräume
• Acer freemanii, »Autumn Blaze«
• Fraxinus angustifolia, »Raywood«
• Gleditsia triacanthos, »Skyline«
• Gleditsia triacanthos, »Sunburst« (vgl. Abb. 85)
• Ostrya carpinifolia
• Celtis australis
• Platanus acerifolia
• Quercus cerris
• Quercus frainetto
• Tilia tomentosa und »Brabant«
Mehrstämmige Gehölze,
vorrangig für Plätze und Beete
• Acer buergerianum
• Acer monspessulanum
• Amelanchier lamarckii (vgl. Abb. 86)
• Cercis siliquastrum
• Parrotia persica
• Acer rubrum
• Nyssa sylvatica
• Robinia pseudoacacia, »Bessoniana«
• Sophora japonica
Baumscheiben
Baumscheiben werden weiterhin kreisrund ausgebildet
und durch ein Stahlband zum Pflaster hin abgegrenzt.
Ø300
Ø300
Ableitung | Ortsprägendes Gehölz
Beispiel | Gehölze als Hochstamm
Visualisierung | Baumscheiben
Beispiel | Mehrstämmige Gehölze
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
Abb. 82
Abb. 83 Abb. 84
Abb. 85 Abb. 86
Abb. 87 Abb.87 Abb.88
84
85
Anwendungsbeispiel Gürzenichstraße
Die Visualisierung zeigt den Günter-Wand-Platz mit der angrenzenden
Gürzenichstraße und damit beispielhaft das künftige Erscheinungsbild der
Via Culturalis. Der einheitliche Bodenbelag beruhigt den Stadtraum.
Die hochwertige Gestaltung des Mobiliars, insbesondere die Via-Culturalis-
Bank, betont die Besonderheit des Quartiers. Es entsteht ein Stadtraum
von besonderer Aufenthaltsqualität.
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
3 KONZEPT | 3.1 DAS GESTALTUNGSKONZEPT
Abb. 89
Legende
Gesamtplan Via Culturalis
Bereiche in Planung/Umsetzung und bestehende Bereiche ohne Handlungsbedarf
Neue Oberfläche der Via Culturalis in Grauwacke
Potenzialfläche: städtebaulicher Masterplan Innenstadt
Gestaltungsplan Gesamtraum
Unter Berücksichtigung künftiger Hochbauprojekte
Abb. 90 Abb.90
3. Mentalität
(Einzigartige)
Differenzialwerte
(Besondere)
Kernwerte
2. Stadtkultur1. Stadtbild
DREI DISKUSSIONSGRUPPEN IN DER LENKUNGSGRUPPE MASTERPLAN KÖLN
WERTEPYRAMIDE
Authentisch
strahlend | mystisch
charmant | verbindend
mehrdimensional
kulturhistorisch
Gemeinschaftlich | zukunftsweisend
identitätsstiftend | kulturell kompetent
qualitätsvoll | empathisch | pulsierend
Einladend | urban | zeitgenössisch | lebendig
offen | weltoffen | autofrei | wertschätzend
übersichtlich | bildend | ernsthaft
spannend | gewachsen | qualitätsvoll
(Selbstverständliche)
Substanzwerte
Schwarz Weiß
Light Cyan
Curious Blue
Magenta
Bossanova
Typ: ModulLum
Farbe: Farbanstrich
Messing nach Bemusterung
Firma: Schréder
Variante B
DB 703 mit
Messingapplikation
Variante A
DB 703
Typ: befindet sich in der Qualifizierung
Farbe: DB 703
Firma: befindet sich in der Qualifizierung
Typ: befindet sich in der Qualifizierung
Farbe: DB 703, optional mit Messingapplikation
Firma: befindet sich in der Qualifizierung
Variante A Variante B
Gesamtbild
GT Sectra
regular italic
Schriftfamilien
Die Via-Culturalis-Bank Leuchtstelen
Farben
Brown
bold
regular
light
V I A
V I A
Abfallbehälter Fahrradbügel
KeyvisualBildmarke
Wortmarke
Schilder Straßen und Plätze
95
3 KONZEPT | 3.2 DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT
3.2 Das Kommunikationskonzept
Via Culturalis etablieren
In der Förderperiode 2017 – 2018 wurde dieses Kommunikationskonzept für die Via
Culturalis prozesshaft und partizipativ entwickelt, relevanten Akteuren vorgestellt
und medial – sukzessive – umgesetzt. Für die Via Culturalis wurde ein Erschei-
nungsbild kreiert, auf dessen Grundlage diverse Medien von Printprodukten über
Social-Media-Kanäle bis hin zur Smartphone-App ins Leben gerufen wurden.
Visuelle Dokumentationen, darunter ein Drohnenfilm, diverse Fotostrecken und
ein Imagefilm, begleiteten öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, wie z. B.
den Tag der Städtebauförderung im Mai 2018.
Themenorientierte Netzwerke zu den Feldern »Kultur und
Identität« sowie »Gewerbe und Gastronomie« wurden ein-
gerichtet und Kommunikationsflüsse für eine langfristige
Zusammenarbeit etabliert, um so Gehalt und Potenzial
der Via Culturalis von »innen nach außen« zu kehren. Ins -
gesamt entstand ein vielseitiges Instrumentarium für die
Kommunikation der Via Culturalis, das den Netzwerk-
charakter des Projekts in den Fokus stellt und auf dem
fortan aufgebaut werden kann.
Zielstellungen
Die fortwährende bauliche Entwicklung des Quartiers zum
einen sowie die Vielgestaltigkeit und Exzellenz der hier
beheimateten Institutionen bezeichnen die Leitplanken
für das nachhaltig angelegte Kommunikationskonzept.
Grundsätzlich werden zwei komplementäre Ziele verfolgt.
1. Über die qualitätsorientierte Entwicklung der Via
Culturalis kontinuierlich zu informieren: Die vielseitigen
baulichen Aufwertungen im Quartier vom Tunnel Johan -
nisstraße, über die Historische Mitte bis hin zur Freitrep -
pe bei St. Maria im Kapitol gilt es unter dem Begriff Via
Culturalis zu bündeln und zu profilieren. → Eine besondere
Herausforderung stellt hierbei die Kommunikation über
einen weit in die Zukunft reichenden Prozess dar –
schließlich sind das MiQua oder aber – noch ferner – die
Historische Mitte Projekte, die noch einigen Vorlauf be-
anspruchen.
2. Die Akteure vor Ort nachhaltig zur Ausprägung einer
kommunikativen Identität zu aktivieren: Die vielfältigen
kulturellen und künstlerischen Inhalte aus Vergangen -
heit und Gegenwart gilt es durch die Ansprache und
Beteiligung der Anrainerinnen und Anrainer auf der Via
Culturalis zu bündeln und zu einer Quartiersidentität zu
verdichten. Die Steuerung und Gestaltung der Kommuni -
kation ist maßgeblich eine kuratierende Leistung, mittels
derer man die in Kapitel 2.2 vorgestellten Akteure adres -
siert und ihre Interessen moderiert und zusammenführt
– schließlich sind sie es, welche die Via Culturalis ausma -
chen. → In den Fokus zu nehmen gilt es auch hier die zeitli-
che Dimension im Verbund mit der räumlichen Konstante:
Auf 800 Metern bilden die Institutionen und Orte auf der
Via Culturalis 2.000 Jahre Stadtgeschichte ab, eine abso -
lute Einzigartigkeit in Deutschland.
Wertepyramide und Corporate Design
Ausgangspunkt für die Implementierung der zwei be-
nannten Kommunikationslinien – »informieren« und
»aktivieren« – ist ein verbindendes Erscheinungsbild. Für
dessen Kreation wurde ausgehend von Grundlagen aus
dem Masterplanprozess und Folgeplanungen im Rah -
men der Lenkungsgruppensitzung Masterplan am 3. April
2017 ein Werte-Workshop zur Quartiersidentität durch -
geführt, bei dem unterschiedliche Sichtweisen auf das
Quartier aufgenommen, interpretiert und synthetisiert
wurden. In den Feldern (1) »Stadtraum – die Via Cultura -
lis als Planungsraum«, (2) Stadtkultur – die Via Culturalis
als Kultur- und Freizeitangebot« und (3) »Mentalität – die
Via Culturalis als Lebens- und Arbeitsraum« wurden die
Facetten der Via Culturalis charakterisiert und bewertet.
Das entstandene Corporate Design basiert in Formgebung
und Farbwahl auf den herausgearbeiteten Werten und
schafft so authentische Wiedererkennung für das Quartier
und seine Entwicklung.
aktuelle Planungen und
Beschlüsse teilt
(insbesondere im Hinblick
auf bauliche Entwicklungen,
aber auch auf inhaltliche
Planungen und Projekte)
die Weiterentwicklung
und Themensetzung
der Kommunikation der
Via Culturalis vorsieht
eine gemeinsame Ideen-
und Themenfindung für
Veranstaltungen und Projekte
zum Thema respektive auf der
Via Culturalis betreibt
96
97
Kernbotschaften vermitteln
Die Zielstellungen werden durch nachstehende Kernbotschaften transportiert,
welche sowohl nach innen, in Richtung der Beteiligten, als auch nach außen, in
Richtung Stadtgesellschaft, Touristen und Medienlandschaft, formuliert werden.
Zusammengefasst werden diese Kernbotschaften durch den Claim »Stadt Kultur
Geschichte«, der die Qualitäten, aber auch die Besonderheit der Via Culturalis im
Vergleich zu anderen Kulturquartieren herausstellt: Sie ist gelebter urbaner Raum
mit einer hohen Nutzungsvielfalt, der zudem auch durch seine Entdeckung und
Benennung durch O. M. Ungers eine städtebauliche Rezeption erfährt.
Die Via Culturalis verfügt weiterhin selbstredend über einen bemerkenswerten
kulturellen Reichtum und wacht über 2.000 Jahre Geschichte – so weit kann keine
andere Millionenstadt in Deutschland auf die eigene Historie zurückblicken. Die
Kernbotschaften, und im Rahmen dessen Begriff und Erscheinungsbild der Via
Culturalis, gilt es auch in Zukunft nicht allein mittels medialer Eigenprodukte der
Via Culturalis in die Breite zu tragen. Auch durch Hinterlegung der Kernwerte
in die Kommunikation Dritter erlangt das Gesamtbild Wiedererkennungswert, der
Name wird zum geflügelten Wort. Hierfür sind insbesondere die Multiplikatoren
relevant, die das Kulturquartier an die Kölner Stadtgesellschaft herantragen,
aber auch über die Stadt und das Umland hinaus die Via Culturalis kommunizieren.
DIE VIA CULTURALIS IST EIN
ALLEINSTELLUNGSMERKMAL FÜR KÖLN.
|
DIE VIA CULTURALIS IST EINE
KONTINUIERLICHE GESCHICHTE.
|
DIE GESCHICHTE DER VIA CULTURALIS IST SEIT JEHER
VIELSCHICHTIG UND VIELSTIMMIG.
|
DIE VIA CULTURALIS IST EIN
STÄDTISCHER ERFAHRUNGSRAUM.
|
DIE VIA CULTURALIS BIETET KÜNFTIG
HOHE AUFENTHALTSQUALITÄT.
Netzwerk Via Culturalis verstetigen
Für die Entwicklung und Etablierung der Via Culturalis als kulturellen Erfahr-
ungsraum mit gegenwärtig immenser baulicher Entwicklung war und ist die
Einbindung unterschiedlicher beteiligter Gruppen relevant. Zu nennen sind
die Bereiche Handel und Gewerbe, Bau und Eigentum sowie insbesondere Kul-
tur, Kirche und Denkmal. Im Rahmen des Förderzeitraums hat das Projekt-
team Netzwerkgespräche mit den verschiedenen Institutionen sowie den Be-
teiligten aus Handel und Gewerbe durchgeführt, die künftig einen Arbeitskreis
bilden sollen, der
Der Arbeitskreis tagt bestenfalls zweimal jährlich und wird von städtischer
Seite vorbereitet und moderiert werden.
Ein interner E-Mail-Verteiler informiert und aktiviert die Schlüsselakteure auf
der Via Culturalis. Hierüber werden Gesprächsrunden abgestimmt und rele-
vante Informationen frühzeitig vermittelt. Der interne E-Mail-Verteiler wird als
dialogisches Format aufgesetzt, das idealerweise sämtliche Beteiligte nutzen.
3 KONZEPT | 3.2 DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT
3 KONZEPT | 3.2 DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT
Abb. 94
98
99
Exkurs:
Tag der Städtebauförderung 2018
|
Erste Bewährungsprobe der Netzwerkbildung und der
allgemeinen Kommunikation war der Tag der Städte -
bauförderung 2018 als wichtige Zielmarke, durch welche
die exemplarische Zusammenwirkung der verschiedenen
Beteiligten der Via Culturalis getestet wurde. Ziel war,
die verschiedenen Akteure in die Gestaltung dieses Ter -
mins einzubeziehen und anhand dessen die Potenziale
der Via Culturalis reziprok sichtbar zu machen.
Mit Fotografie und Film präsentieren
Ein auf den ersten Blick abstrakter Name für einen historisch gewachsenen
Stadtraum wie die Via Culturalis muss erklärt und vor allen Dingen auch ge-
zeigt werden. Qualitativ hochwertige Fotografie und Bewegtbildaufnahmen
aus allen Perspektiven sind hierfür ein wertvolles Mittel, das unter Berück-
sichtigung der Kernwerte einzubringen ist. Von Beginn an wurde bei der
Konzeption und Entwicklung der Kommunikation für die Via Culturalis Wert
auf eine visuelle Dokumentation sowohl des Stadtraums als auch seiner Pro-
tagonisten gelegt. In einem angelegten Bildarchiv werden diese zeitgenös-
sischen Aufnahmen in Kontext gebracht mit historischem Bildmaterial.
Programmpunkte und Inhalte
Die Entwicklung von Inhalten und Programmpunkten ist zentral für die Ziele
der Kommunikation: Sie erzählen über die Via Culturalis und laden zu Besuchen
ein. Programm und Inhalt wiederum können nur unter Einbezug der relevan-
ten Stakeholder aus dem Kontext der Via Culturalis erfolgen: Nur das, was die
Akteure in der Idee Via Culturalis an Chance und Potenzial ausmachen, kann
nachhaltig ihren Erfolg begründen. Die Netzwerkveranstaltungen sind Aus-
gangspunkt für gemeinsame Projekte und Veranstaltungen. So wurde ins-
besondere der Tag der Städtebauförderung 2018 thematisiert und geplant.
3 KONZEPT | 3.2 DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT
3 KONZEPT | 3.2 DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT
Abb. 91
Abb. 93
Abb. 92
Abb. 95 Abb. 96 Abb. 96
Abb. 94
Abb. 100 Abb. 101 Abb. 102
Abb. 98 Abb. 99
Facebook
PrintmedienPrintmedien
Instagram
AußenwerbungAußenwerbung Newsletter
Audiotour-AppVeranstaltungshinweise
Newsletter
Facebook
Twitter
www.viaculturalis.colognewww.stadt-koeln.de
Zusammenspiel Kommunikation Stadt Köln und Kommunikation Via Culturalis
100
101
Die Via Culturalis medial breit aufstellen
Das Angebot der Via Culturalis richtet sich an alle Kölner Bürgerinnen und
Bürger. Um diese Breite zu erreichen, ist ein vielgestaltiger Medienauftritt nötig,
der sich gegenüber bestehenden Kanälen der Stadt und bezeichneten Insti-
tutionen anschlussfähig zeigt.
Website
Die Website www.viaculturalis.cologne ist zentraler Anker-
punkt für die Informationsvermittlung zum Thema Via
Culturalis. Auf ihr werden sämtliche Informationen, ins -
besondere zur baulichen Entwicklung der Via Culturalis,
lesefreundlich und informativ aufbereitet. Die Website ist
verlinkt mit der Seite der Stadt Köln und wird kontinuier -
lich aktualisiert. Auch dient die Seite als Brücke zu den
weiteren Medien der Via Culturalis, hierunter fallen insbe-
sondere der Newsletter, die Social-Media-Kanäle sowie die
Smartphone-App.
Verteiler und Newsletter
Ein zentraler Verteiler mit rund 500 relevanten Kontakt -
daten aus Politik, Verwaltung und der Lenkungsgruppe
Städtebaulicher Masterplan wurde ab 2017 sukzessive
ausgebaut. Der vierteljährliche Newsletter informiert über
die baulichen und kulturellen Entwicklungen auf der Via
Culturalis und vermittelt frühzeitig Insiderwissen an einen
Personenkreis mit besonderem Interesse. Auf der Website
bietet sich die Möglichkeit zur Anmeldung.
Druckprodukte
Wertige Druckprodukte wie Flyer und Plakate unter-
mauern den hohen Anspruch, den die Via Culturalis für die
Kölner Innenstadtentwicklung innehat. Sie dienen auch
dazu, weniger onlineaffine Adressatengruppen abzuholen.
Insbesondere vor dem Hintergrund der viel frequentierten
öffentlichen Einrichtungen und Auslagemöglichkeiten –
wie z. B. dem Servicecenters KölnTourismus, der Museen
oder des Bürgerbüros – drängt sich die Präsenz von Druck-
produkten vor Ort geradezu auf.
Social Media
Als auf Breite angelegtes Projekt ist der Betrieb eigener
Social-Media-Präsenzen für die Via Culturalis folgerichtig,
auch da so von der Akteursvielfalt kommunikativ profitiert
werden kann. Im Zuge des Förderzeitraums wurden in en-
ger Absprache mit dem Amt für Öffentlichkeitsarbeit ein
Facebook- sowie ein Instagram-Account eingerichtet, die
inhaltlich und organisatorisch mit den Präsenzen der Stadt
Köln abgestimmt werden (vgl. Grafik).
Smartphone-App
Die kostenfreie Smartphone-App »Audiotour Via Cultura -
lis« bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich histo -
rische Begebenheiten aus diesem Stadtraum wortwört -
lich erzählen zu lassen – und zwar genau an den Orten,
wo diese stattfanden, berichtet von Persönlichkeiten, die
fachlich, persönlich und räumlich ganz nah dran sind. Die
GPS-Navigation führt an die Orte des Geschehens, an de-
nen nunmehr jeweils rund zweiminütige Beiträge abrufbar
sind. Ergänzt sind die Beiträge um kurze Infotexte sowie
Fotografien, die einen weiteren Zugang ermöglichen.
Wallraf-Richartz-Museum – Stefan
3 KONZEPT | 3.2 DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT
3 KONZEPT | 3.2 DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT
Abb. 97
Abb. 98
Abb. 100 Abb. 101 Abb. 102
Abb. 99
4
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN —
DIE VIA CULTURALIS WEITERDENKEN
4.1 Die Akteursgruppen im Überblick
4.2 Öffentliche Hand
4.3 Private Akteure
4.4 Kulturakteure und Multiplikatoren
104
STADT
KÖLN
4.1 Die Akteursgruppen im Überblick
Die nachhaltige Stärkung der Via Culturalis erfordert in besonderem Maße das
Zusammenwirken von verschiedenen Akteursgruppen. Neben der öffentlichen
Hand sind es die privaten Akteure im Allgemeinen, die vielen Kultureinrich-
tungen, die Kirche sowie unterschiedliche Multiplikatoren, welche durch ihr En-
gagement einen relevanten Beitrag für zur baulichen und kommunikativen
Entwicklung der Via Culturalis leisten können. Im Folgenden werden daher die
Gruppen – öffentliche Hand, private Akteure und Kulturakteure – näher be-
schrieben und konkrete Handlungsempfehlungen für eine kontinuierliche
Umsetzung des Gestaltungs- und Kommunikationskonzepts formuliert.
4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN | 4.1 DIE AKTEURSGRUPPEN IM ÜBERBLICK
•
entwickeln hochwertige
Architektur und Gestaltung
•
schaffen lebendige Erdgeschoss-
zonen und Nutzungsvielfalt
•
setzen hohe Standards für Außen-
gastronomie und Präsentationen
•
unterstützen
Sauberkeit und Ordnung
•
führt Qualifizierungs-
maßnahmen durch
•
gestaltet den
öffentlichen Raum
•
gewährleistet
Sauberkeit uund Ordnung
•
informiert und kommuniziert
•
berät und unterstützt
private Investitionen
•
führt den Arbeitskreis
Via Culturalis durch
•
kommunizieren die Via Culturalis
•
organisieren gemeinsame
Veranstaltungen
•
machen die Via Culturalis erlebbar
•
nehmen am Arbeitskreis
Via Culturalis teil
•
wenden Corporate Design
der Via Culturalis an
•
nehmen am Arbeitskreis
Via Culturalis teil
•
setzt hohe Standards für Außen-
gastronomie und Präsentation um
•
unterstützen
Sauberkeit und Ordnung
Private Investoren
Immobilieneigentümer
Gastronomen
Hohe Domkirche zu Köln
Römisch-Germanisches Museum
Museum Ludwig
Kölner Philharmonie
Artothek
MiQua
Gewerbetreibende
Einzelhändler
Vereine
Bürgergemeinschaften
Wallraf-Richartz-Museum
Farina-Haus
Gürzenich
St. Maria im Kapitol
KölnTourismus GmbH
GESTALTUNGSKONZEPT
(s. 3.1)
KOMMUNIKATIONSKONZEPT
(s. 3.2)
PRIVATE AKTEURE
(s. 2.2) KULTURAKTEURE
(s. 2.2)
Abb. 103
106
107
Abb. 108 Abb. 109
4.2 Öffentliche Hand
Die Stadt Köln übernimmt bei der Entwicklung des Stadtraums »Via
Culturalis« verschiedene Rollen und Funktionen: Im Zusammenhang mit
der Neugestaltung des öffentlichen Raums fungiert sie als Projektinitia -
torin und setzt als Bauherrin mit der Umsetzung des Gestaltungskonzepts
die Maßstäbe bezüglich einer erhöhten Raumqualität. Im Rahmen von
privaten Planungen übernimmt die Stadt Köln die koordinierende Gesamt-
steuerung zur Sicherung von städtebaulichen und architektonischen
Qualitäten. Mit den verschiedenen Qualifizierungsverfahren geht zudem
immer eine transparente Kommunikation mit der Stadtgesellschaft ein -
her, um über die Inhalte zu informieren und am Prozess zu beteiligen.
Neugestaltung des öffentlichen Raums
Als Bauherrin setzt die Stadt Köln mit der Umsetzung
des Gestaltungskonzepts Qualitätsmaßstäbe für den
öffentlichen Raum. Neben gestalterischen Aspekten
wird im Sinne einer hohen Aufenthaltsqualität das
Thema zukunftsorientierte, nichtmotorisierte Mobi -
lität eingebracht.
Bauliche Planungen und Projekte
steuern und qualifizieren
Über verschiedene Formen der Qualifizierung, wie z. B.
der Durchführung von Wettbewerbs- und Werkstattver -
fahren, werden hohe städtebauliche wie architektoni -
sche Standards für die hochbaulichen und freiräumlichen
Entwicklungen erzielt. Zudem ist ein Synchronisieren von
vorhandenen Satzungen mit dem Gestaltungskonzept
erstrebenswert.
Private Investitionen unterstützen und bündeln
Für das Gesamtkonzept Via Culturalis ist es wichtig,
private Investitionen und eigenverantwortliches Engage -
ment vor Ort zu unterstützen und zu kontextualisieren.
Dies kann beispielsweise durch Beratungsdienstleistungen
beim Gründen einer Standortgemeinschaft oder im Hin -
blick auf die Gestaltungsleitlinien erfolgen.
Arbeitskreis Via Culturalis koordinieren
Zum Austausch über bauliche, inhaltliche und kommu -
nikative Entwicklungen in der Via Culturalis sind zweimal
jährlich Sitzungen als zentrale Schnittstelle zwischen den
verschiedenen Akteursgruppen angedacht. Darüber hin -
aus ist es sinnvoll, dass diese durch die Stadtverwaltung
koordiniert werden.
Informieren und kommunizieren
Sämtliche Akteursgruppen werden seitens der Stadt mittels
verschiedener Kommunikationsformate kontinuierlich über
die Entwicklungen der Via Culturalis informiert: Dialogori-
entierte Veranstaltungen sind hierbei ebenso von Bedeu -
tung wie die Fortschreibung der digitalen und klassischen
Kommunikation. Für die Außendarstellung wird das Corpo-
rate Design berücksichtigt.
4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN | 4.2 ÖFFENTLICHE HAND
4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN | 4.2 ÖFFENTLICHE HAND
Sauberkeit und Ordnung gewährleisten
Um langfristig einen qualitätsvollen Stadtraum sicherzu -
stellen, bedarf es eines städtischen Reinigungskonzepts,
das dem hochwertigen Charakter des Quartiers gerecht
wird. Eine persönliche Ansprache der privaten Akteursgrup-
pen kann zusätzlich zu eigenverantwortlichem Handeln
motivieren und damit die Wirksamkeit des Gestaltungs -
konzeptes insgesamt erhöhen.
Abb. 104
Abb. 106
Abb. 105
Abb. 107
Abb.108 Abb.109
108
109
Abb. 111
DIE PRIVATEN AKTEURE DER VIA CULTURALIS
HANDELN IM SINNE DES GESTALTUNGSKONZEPTS
4.3 Private Akteure
Die Gruppe der Privaten Akteure ist vielschichtig: Investoren wie Eigentüme-
rinnen und Eigentümer, Gewerbetreibende aus Einzelhandel und Gastronomie
wie auch die privat organisierten Vereine und Bürgergemeinschaften wer-
den in dieser Gruppe gebündelt. Ihr Engagement ist besonders von Bedeutung,
wenn es darum geht, das Gestaltungskonzept (3.1) im Rahmen privater
Bauprojekte einerseits und bei der täglichen Bespielung der Erdgeschoss-
zonen und des öffentlichen Raums andererseits umzusetzen.
Außengastronomie und Werbung/Präsentation
Der öffentliche Raum wird maßgeblich durch die vorhande-
nen Erdgeschossnutzungen geprägt. Als Teil dieses hoch -
wertig gestalteten Stadtraums und somit im eigenen Sinne
beachten die relevanten Akteure die Vorgaben des Gestal-
tungskonzepts (s. S. 66 ff.) bei der Außengastronomie bzw.
den Werbe- und Außenmedien.
Sauberkeit und Ordnung unterstützen
Um langfristig einen qualitätsvollen Stadtraum sicherzu -
stellen, bedarf es neben dem städtischen Reinigungskon -
zept unterstützend agierende private Akteure. Insbeson -
dere Gastronomie- und Veranstaltungsbetriebe sind hier
adressiert, die eine hohe Fluktuation zwischen Innen- und
Außenraum schaffen.
Netzwerk Via Culturalis
Eine repräsentative Teilnahme am Arbeitskreis Via Culturalis
bietet sich für Beteiligte mit besonderem zivilgesellschaftli-
chen oder privatwirtschaftlichen Engagement an. Für direkt
die Via Culturalis betreffende Kommunikation wird das Cor-
porate Design verwendet und abgestimmt und es wird auf
digitale Angebote der Via Culturalis hingewiesen.
Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG)
Die Gründung einer ISG als mögliche Organisationsform
für privates Engagement kann zusätzliche Maßnah -
men zur Aufwertung des öffentlichen Raums befördern,
bspw. durch ein einheitliches Werbe- und Präsentations -
system oder auch durch Serviceleistungen für die Ord -
nung und Sicherheit.
4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN | 4.3 PRIVATE AKTEURE
4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN | 4.3 PRIVATE AKTEURE
Architektur und Gestaltung
Neue Planungen und Hochbauprojekte sind städtebau -
lich behutsam in die gewachsene Struktur unter Berück -
sichtigung der historischen Bezüge einzufügen. Über
entsprechende Qualifizierungsverfahren wie z. B. Wett -
bewerbe ist eine besonders hohe ortsspezifische archi -
tektonische Qualität hinsichtlich Materialität und Fassa -
dengestaltung zu sichern.
Lebendige Erdgeschosszonen und Nutzungsvielfalt
Das Scharnier zwischen öffentlichem und privatem Raum
bilden die Erdgeschosszonen. Neben Gastronomiebetrieben
und kulturellen Angeboten schaffen eigentümerbetriebene
Läden und lebendige Nutzungen wie z. B. Co-Working-Spa-
ces Vielfalt für ein zukunftsfähiges Quartier. Monostruktu-
relle Ökonomien und Touristifikation sind zu vermeiden.
DIE PRIVATEN AKTEURE DER VIA CULTURALIS
UNTERSTÜTZEN DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT.
Abb. 110
Abb. 112
Abb. 113
Abb. 114
Abb. 115 Abb.111
110
111
4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN | 4.4 KULTURAKTEURE UND MULTIPLIKATOREN
4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN | 4.4 KULTURAKTEURE UND MULTIPLIKATOREN
4.4 Kulturakteure und Multiplikatoren
Zusätzlich zur öffentlichen Hand und den Privaten ist eine weitere Akteursgruppe
von zentraler Bedeutung. Unter dem Begriff »Kulturakteure« werden die ver-
schiedenen Kultureinrichtungen, die Kirche und relevante Multiplikatoren zu-
sammengefasst, da sie in besonderem Maße das Wesen und die Identität der
Via Culturalis transportieren. Mit dem Ziel, die Geschichte und Kultur dieses
Stadtraums langfristig erlebbar zu machen, sind sie maßgeblich an der Um-
setzung des Kommunikationskonzepts (3.2) beteiligt.
Netzwerk, das die Identität der Via Culturalis
lebt und gestaltet
Die Teilnahme der Kulturakteure am Arbeitskreis
Via Culturalis ist zentral. Hier findet der Austausch
über bauliche und inhaltliche Entwicklungen auf der
Via Culturalis statt.
Leitsystem Via Culturalis
Ein verbindendes Leitsystem macht den Gästen der Via
Culturalis ihre Orte und Institutionen zugänglich. Das räum-
liche Erlebnis wird zusammenhängend vermittelt und erleb-
bar gemacht.
Außengastronomie und Werbung / Präsentation
Alle Kulturakteure inklusive ihrer Bestandteile Gastronomie
oder Museumsshop stehen hinter den Gestaltungsvorga -
ben für die Via Culturalis und unterstützen diese Prinzipien
in der Ausführung mit dem gemeinsamen Ziel einer quali-
tätsvollen Freiraumgestaltung, idealerweise mit der Einbin-
dung des Corporate Designs der Via Culturalis.
Sauberkeit und Ordnung unterstützen
Um langfristig einen qualitätsvollen Stadtraum sicher -
zustellen, bedarf es neben dem städtischen Reinigungs-
konzept der Unterstützung der Kulturakteure – insbeson -
dere jener, die hohe Besuchszahlen aufweisen sowie in
Verbindung mit Außengastronomie und Vorplätzen eine
intensive Schnittstelle mit dem öffentlichen Raum bilden.
Veranstaltungen und Programm
Die Identität der Via Culturalis wird lebendig und greif -
bar durch Veranstaltungen im Stadtraum selbst. Ge-
meinsame, häuserübergreifende Projekte und Events
im Namen der Via Culturalis stärken das Bewusstsein
für deren Identität. Im Sinne eines kontinuierlichen Bil -
dungsangebots kann die Via Culturalis über themati -
sche Spaziergänge oder schulische Geschichtsvermitt -
lung im Stadtraum etabliert werden.
(Digitale) Inhalte und Kommunikation
Insbesondere die Kulturakteure unterstützen eine identi -
tätsstiftende Kommunikation durch das Beisteuern von
Inhalten zum Thema Via Culturalis. Auf diese Weise wer -
den Design und Begriff der Via Culturalis mit Relevanz hin-
terlegt und können in medienübergreifenden Formaten in
die Breite getragen werden. Die Kulturakteure unterstüt -
zen durch die Einbindung der visuellen Identität sowie ver-
linkter Inhalte die Kommunikation der Via Culturalis.
DIE KULTURAKTEURE SIND TEIL DES
KOMMUNIKATIONSKONZEPTES VIA CULTURALIS
DIE KULTURAKTEURE DER VIA CULTURALIS HABEN EINE VORBILDFUNKTION
BEI DER UNTERSTÜTZUNG DES GESTALTUNGSKONZEPTS.
Abb. 116
Abb. 118
Abb. 119 Abb. 117
Abb. 120
Abb. 121
112
Abbildungsverzeichnis
Hinweis:
Insofern nicht anders gekennzeichnet, liegt die Urheberschaft für die inhaltliche Ausgestaltung der Kartierungen und Visualisierungen
bei RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten und die gestalterische Umsetzung in Form von 3D- und 2D-Karten, Infografiken,
Illustrationen und sonstigen Darstellungen bei Urban Media Project.
EDITORIAL
Abb. 1 Marco Wanderwitz, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat ............................. 2
Abb. 2 Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln ........................................................................................................................ 3
KAPITEL 1 | EINFÜHRUNG
Abb. 3 Städtebaulicher Masterplan Köln, Grafik: Albert Speer & Partner GmbH, Bearbeitung: Urban Media Project ....................................... 9
Abb. 4 Die Via Culturalis von oben, Foto: Thilo Schmülgen ........................................................................................................................... 11
Abb. 5 Touristinnen und Touristen auf dem Roncalliplatz, Foto: Urban Media Project ................................................................................... 13
KAPITEL 2 | ANALYSE
Abb. 6 Hoher Dom zu Köln, Foto: Martin Gaissert ....................................................................................................................................... 19
Abb. 7 Römisch-Germanisches Museum & Museum Ludwig, Foto: Martin Gaissert ....................................................................................... 19
Abb. 8 Kurt-Hackenberg-Platz, Foto: Martin Gaissert ................................................................................................................................. 19
Abb. 9 Theo-Burauen-Platz, Foto: Martin Gaissert ...................................................................................................................................... 19
Abb. 10 Laurenz-Carré, Foto: Martin Gaissert ............................................................................................................................................. 20
Abb. 11 MiQua & Historisches Museum, Foto: Martin Gaissert ......................................................................................................................20
Abb. 12 Historisches Rathaus, Foto: Martin Gaissert .................................................................................................................................... 21
Abb. 13 Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Foto: Martin Gaissert ............................................................................................21
Abb. 14 Laurenzplatz, Foto: Martin Gaissert ............................................................................................................................................... 22
Abb. 15 Alt St. Alban und Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Foto: Martin Gaissert ................................................................ 22
Abb. 16 Haus Neuerburg und Farina-Haus, Foto: Martin Gaissert ................................................................................................................ 23
Abb. 17 Gürzenich und Günter-Wand-Platz, Foto: Martin Gaissert ............................................................................................................... 23
Abb. 18 Alt St. Alban und Gürzenich, Foto: Martin Gaissert ......................................................................................................................... 23
Abb. 19 Gürzenich und Günter-Wand-Platz, Foto: Martin Gaissert ............................................................................................................... 23
Abb. 20 St. Maria im Kapitol, Foto: Martin Gaissert .................................................................................................................................... 24
Abb. 21 Gürzenichquartier & Klein St. Martin, Foto: Martin Gaissert ............................................................................................................ 24
Abb. 22 Hermann-Joseph-Platz, Foto: Martin Gaissert ............................................................................................................................... 25
Abb. 23 Kreuzgang St. Maria im Kapitol, Foto: Martin Gaissert ................................................................................................................... 25
Abb. 24 Lichhof, Foto: Martin Gaissert .......................................................................................................................................................26
Abb. 25 Marienplatz, Foto: Martin Gaissert ................................................................................................................................................ 26
Abb. 26 Historische Mitte, Foto: Staab Architekten GmbH .......................................................................................................................... 30
Abb. 27 Archäologische Zone/MiQua, Visualisierung: Wandel Lorch Architekten ..........................................................................................30
Abb. 28 Erweiterung Wallraf-Richartz-Museum, Visualisierung: Christ & Gantenbein AG Architekt ................................................................31
Abb. 29 Neuentwicklung Laurenz-Carré, Visualisierung: KSG/Gerchgroup .................................................................................................... 31
Abb. 30 Sanierung Domhotel, Visualisierung: ingenhoven architects ........................................................................................................... 31
Abb. 31 PSD-Bank, Visualisierung: HPP Architekten .....................................................................................................................................31
Abb. 32 Tunnel Johannisstraße, Visualisierung: Ute Piroeth Architektur ...................................................................................................... 32
Abb. 33 Umfeld Historische Mitte, Visualisierung: Staab Architekten GmbH ................................................................................................ 32
Abb. 34 Kurt-Hackenberg-Platz, Foto: Martin Gaissert .............................................................................................................................. 33
Abb. 35 Günter-Wand-Platz, Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ......................................................................... 33
Abb. 36 Archäologische Zone, Visualisierung: Wandel Lorch Architekten .................................................................................................... 33
Abb. 37 Luftaufnahme des Bereichs der zukünftigen Freitreppe St. Maria im Kapitol, Foto: Urban Media Project .......................................... 33
Abb. 38 Blick auf St. Maria im Kapitol vom Günter-Wand-Platz, Foto: Urban Media Project ........................................................................ 36
Abb. 39 Audiotour während des Tages der Städtebauförderung, 2018, Foto: Jessica Schäfer ........................................................................45
Abb. 40 Kardinal-Frings-Denkmal, Laurenzplatz, Foto: Urban Media Project ............................................................................................... 52
Abb. 41 Kunstinstallation am Jupp-Schmitz-Plätzchen, Foto: Urban Media Project ...................................................................................... 52
Abb. 42 Gedenktafel an der Artothek am Haus Saaleck, Foto: Urban Media Project .................................................................................... 53
Abb. 43 Dionysos-Brunnen, Foto: Urban Media Project ............................................................................................................................... 53
Abb. 44 Skulptur Mutter Colonia, Spanischer Bau, Foto: Urban Media Project ............................................................................................. 53
Abb. 45 Römische Straße am Römisch-Germanischen Museum, Foto: Urban Media Project ......................................................................... 53
3 | KONZEPT
Abb. 46 Blick Richtung Dom von der Pipinstraße aus, Foto: Urban Media Project ......................................................................................... 63
Abb. 47 Grauwackewürfel Elogiusplatz/Hermann-Joseph-Platz,, Foto: Urban Media Project ........................................................................ 69
Abb. 48 Grauwackebank Kurt-Hackenberg-Platz, Foto: Urban Media Project .............................................................................................. 69
Abb. 49 Brunnen, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ........................................................................................................ 69
Abb. 50 Handlauf, Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ........................................................................................ 69
Abb. 51 Messingelemente, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ............................................................................................ 74
Abb. 52 Messingelemente, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ........................................................................................... 74
Abb. 53 Fassade, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ......................................................................................................... 74
Abb. 54 Fassade, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ......................................................................................................... 74
Abb. 55 Fassade, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ......................................................................................................... 74
Abb. 56 Fassade, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ......................................................................................................... 74
Abb. 57 Bodenbelag, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ................................................................................................... 74
Abb. 58 Außenfassade Farina-Duftmuseum, Foto: Urban Media Project ..................................................................................................... 74
Abb. 59 Außengastronomie Brückenstraße, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten .................................................................. 75
Abb. 60 Sicht auf Außengastronomie von Funkhaus, Café/Bar/Restaurant, Wallrafplatz, Foto: Urban Media Project .................................... 75
Abb. 61 Außengastronomie in Großer Antoniterkirche, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten .................................................. 75
Abb. 62 Außengastronomie Mittelstraße, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ..................................................................... 75
Abb. 63 Markisen Benesisstraße, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten .................................................................................. 76
Abb. 64 Markisen Breite Straße, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ................................................................................... 76
Abb. 65 Begrünungselement, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ....................................................................................... 77
Abb. 66 Begrünungselement, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten .......................................................................................77
Abb. 67 Schriftzug am Farina-Haus, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ............................................................................. 79
Abb. 68 Werbeschild Brauhaus, Foto: Urban Media Project ......................................................................................................................... 79
Abb. 69 Hauseingang zur Straße Am Hof 28, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ................................................................ 79
Abb. 70 Geländer aus Messing, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten .................................................................................... 79
Abb. 71 Straßenschild Unter Goldschmied, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten .................................................................... 79
Abb. 72 Hinweisschild auf das Praetorium, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ................................................................... 79
Abb. 73 Bodentafel Roncalliplatz, Foto: Urban Media Project ...................................................................................................................... 79
Abb. 74 Außenfassade Farina-Duftmuseum, Foto: Urban Media Project ...................................................................................................... 79
Abb. 75 Straßenschild Portalgasse, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ............................................................................... 79
Abb. 76 Beschriftung am Lichhof, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ................................................................................ 79
Abb. 77 Kennzeichnung der Via Culturalis an den Auftaktbereichen im Bodenbelag,
Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten .........................................................................................................79
Abb. 78 Fassade Haus Neuerburg, Fastnachtsbrunnen, Gülichplatz, Foto: Urban Media Project .................................................................... 81
Abb. 79 Schriftzug Monte Christo: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ......................................................................................... 81
Abb. 80 Außenfassade Farina-Duftmuseum, Foto: Urban Media Project ...................................................................................................... 81
Abb. 81 Schriftzüge Hinweistafeln: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ........................................................................................ 81
Abb. 82 Ortsprägendes Gehölz auf dem Kurt-Hackenberg-Platz, Foto: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten .................................. 83
Abb. 83 Sicht auf Klein St. Martin, Elogiusplatz, Foto: Urban Media Project ................................................................................................. 83
Abb. 84 Baumbestand Laurenzplatz, Foto: Urban Media Project ................................................................................................................. 83
Abb. 85 Beispiel eines Gehölzes als Hochstamm, Foto: Baumschule Ebben .................................................................................................. 83
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Abb. 86 Beispiel eines mehrstämmigen Gehölzes, Foto: Baumschule Ebben ................................................................................................ 83
Abb. 87 Baumscheibe, Querschnitt, Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ............................................................... 83
Abb. 88 Baumscheibe, Draufsicht, Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten .................................................................83
Abb. 89 Anwendungsbeispiel Gürzenichstraße, Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ...............................................84
Abb. 90 Gesamtplan Via Culturalis, Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ...............................................................86
Abb. 91 Ausschnitt aus dem Imagefilm Tag der Städtebauförderung 2018 der Via Culturalis, Foto: Urban Media Project ............................... 98
Abb. 92 Ausschnitt aus dem Drohnenfilm der Via Culturalis, Foto: Urban Media Project ...............................................................................98
Abb. 93 Ausschnitt aus dem Imagefilm Tag der Städtebauförderung 2018 der Via Culturalis, Foto: Urban Media Project ............................... 98
Abb. 94 Eröffnung des Kurt-Hackenberg-Platzes, Mai 2018, Foto: Jessica Schäfer ........................................................................................99
Abb. 95 Netzwerktreffen Kunst und Kultur, Dezember 2017, Foto: Urban Media Project ................................................................................ 99
Abb. 96 Netzwerktreffen Kunst und Kultur, Dezember 2017, Foto: Urban Media Project ................................................................................99
Abb. 97 Via-Culturalis-Werbefahne am Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jessica Schäfer ............................................................................101
Abb. 98 E-Mailing, Newsletter der Via Culturalis, Visualisierung: Urban Media Project GmbH ...................................................................... 101
Abb. 99 Website der Via Culturalis, Visualisierung: Urban Media Project ..................................................................................................... 101
Abb. 100 Instagram-Präsenz der Via Culturalis, Visualisierung: Urban Media Project ...................................................................................101
Abb. 101 Start-Screen der Via Culturalis Audiotour-App, Visualisierung: Urban Media Project ...................................................................... 101
Abb. 102 Audiobeitrag der Via-Culturalis-Audiotour-App, Visualierung: Urban Media Project ...................................................................... 101
KAPITEL 4 | HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
Abb. 103 Netzwerktreffen Kunst und Kultur, 2017, Foto: Urban Media Project ............................................................................................. 104
Abb. 104 Bauliche Planung und Projekte steuern und qualifizieren, Visualisierung: Volker Staab ..................................................................106
Abb. 105 Neugestaltung des öffentlichen Raums, Visualisierung: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten ..........................................106
Abb. 106 Sauberkeit und Ordnung gewährleisten, Foto: Urban Media Project ............................................................................................ 107
Abb. 107 Tag der Städtebauförderung, 2018, Foto: Jessica Schäfer ............................................................................................................. 107
Abb. 108 Netzwerktreffen Kunst und Kultur, 2017, Foto: Urban Media Project ..............................................................................................107
Abb. 109 Arbeitskreis Via Culturalis koordinieren, Netzwerktreffen Kunst und Kultur, 2017, Foto: Urban Media Project .................................. 107
Abb. 110 Fahne auf dem Tag des Städtebaus, 2018, Foto: Jessica Schäfer ................................................................................................... 108
Abb. 111 Netzwerktreffen Kunst und Kultur, 2017, Foto: Urban Media Project .............................................................................................. 108
Abb. 112 Architektur und Gestaltung, Visualisierung: Urban Media Project ..................................................................................................109
Abb. 113 Außengastronomie und Werbung, Foto: Urban Media Project ....................................................................................................... 109
Abb. 114 Tag des Städtebaus, 2018, Foto: Jessica Schäfer ...........................................................................................................................109
Abb. 115 Sauberkeit und Ordnung unterstützen, Foto: Urban Media Project ................................................................................................ 109
Abb. 116 Außengastronomie und Werbung, Foto: Urban Media Project ....................................................................................................... 110
Abb. 117 Sauberkeit und Ordnung unterstützen, Foto: Urban Media Project ................................................................................................ 110
Abb. 118 (Digitale) Inhalte und Kommunikation, Foto: Urban Media Project ................................................................................................. 111
Abb. 119 Tag des Städtebaus, 2018, Foto: Jessica Schäfer ............................................................................................................................ 111
Abb. 120 Tag des Städtebaus, 2018, Foto: Jessica Schäfer ............................................................................................................................111
Abb. 121 Netzwerktreffen Kunst und Kultur, 2017, Foto: Urban Media Project ................................................................................................111
Quellenverzeichnis
KAPITEL 2: ANALYSE | KAPITEL 2.1
S. 30: Stadt Köln. Ein neues Gesicht für den Roncalliplatz.
https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/stadtentwicklung/historische-mitte-koeln
S. 30: Stadt Köln. Grundstein für das MiQua 2018. https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/grundstein-fuer-das-miqua
S. 31: Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 1.000 m² zusätzliche Ausstellungsfläche. https://www.wallraf.museum/hintergrund/
S. 31: Competitionline. https://www.competitionline.com/de/beitraege/76567
S. 31: Domhotel Köln. Modernisierung eines der ältesten Grand Hotels Europas. https://www.ingenhovenarchitects.com/projekte/weitere-projekte/
dom-hotel-cologne-de-de/pdf
S. 31: ksg Architekten. ksg entscheidet städtebauliches Verfahren zur Neugestaltung des Kölner Laurenz-Carrés für sich 2018. http://www.ksg-architek -
ten.info/de/ksg-entscheidet-staedtebauliches-verfahren-zur-neugestaltung-des-koelner-laurenz-carres-fuer-sich/
S. 31: Um eine Etage aufgestockt. PSD Bank Köln modernisiert Zentrale in der Kölner Innenstadt, 2018. https://www.ksta.de/wirtschaft/um-eine-eta-
ge-aufgestockt-psd-bank-koeln-modernisiert-zentrale-in-der-koelner-innenstadt-29858334
S. 32: Stadt Köln. Tunnel Johannisstraße wird gestalterisch aufgewertet, 2017. https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/tunnel-johan -
nisstrasse-wird-gestalterisch-aufgewertet
S. 32: Stadt Köln. Ein neues Gesicht für den Roncalliplatz. https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/stadtentwicklung/historische-mitte-koeln
S. 33: Kurt-Hackenberg-Platz, Köln, Deutschland. https://www.vogt-la.com/de/projekt/kurt-hackenberg-platz-k%C3%B6ln
S. 33: Topotek 1. http://topotek1.de/ (Seite im November 2018 nicht mehr erreichbar)
KAPITEL 2: ANALYSE | KAPITEL 2.2 (GESCHÄFTSQUARTIER)
S. 38: Stadt Köln: Statistisches Jahrbuch, 2017: 193, https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/1_statistisches_jahrbuch_k%C3%B6ln_2017_
bev%C3%B6lkerung_und_haushalte.pdf
S. 38: Stadt Köln: Einzelhandel- und Zentrenkonzept Köln, 2010, Stadtbezirk Innenstadt, https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/teil_b1_
stadtbezirk_innenstadt.pdf
S. 38: Passantenbefragung, Juli 2018: Zwischen dem 17. und 21. Juli 2018 wurden auf der Via Culturalis 76 Passantinnen und Passanten befragt. Dabei
wohnten 18 der befragten Personen im Quartier selbst, 28 kamen aus anderen Teilen Kölns und 27 der Befragten wohnten außerhalb Kölns (3 keine An -
gabe). 42 Personen waren zwischen 30 und 65 Jahren alt, 20 Personen waren jünger, 14 Personen älter.
S. 38: Netzwerkveranstaltung Gastronomie und Gewerbetreibende: im Januar 2018 durchgeführter Workshop mit Gastronomie und Gewerbetreibenden
auf der Via Culturalis.
KAPITEL 2: ANALYSE | KAPITEL 2.2 (WOHNQUARTIER)
S. 40: Stadt Köln: Statistische Daten – thematische Karte,
https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/statistische-daten-thematische-karte
S. 40: Passantenbefragung, Juli 2018
KAPITEL 2: ANALYSE | KAPITEL 2.2 (BESUCHSQUARTIER)
S. 42: Wikipedia: Köln Hauptbahnhof, 2018, https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln_Hauptbahnhof#cite_ref-15
S. 42: Domkapitel: Der Dom in Zahlen, ohne Datum, https://www.koelner-dom.de/interessantes/masseundzahlen/
S. 42: Passantenbefragung, Juli 2018
S. 42: NRW Tourismus e. V.: Schildergasse in Köln. Die meistbesuchte Einkaufsstraße Deutschlands, 2014, https://www.nrw-tourismus.de/schildergasse-koeln
S. 42: Stadt Köln: 2017 war ein Erfolgsjahr für die städtischen Museen, 2018, https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/2017-war-ein-er-
folgsjahr-fuer-die-staedtischen-museen
S. 42: Passantenbefragung, Juli 2018
S. 42: Daten bis 2016: Statistisches Jahrbuch 2017: 233
S. 42: Daten für das Praetorium 2017: Stadt Köln, Stadtfinanzen: Archäologische Zone/Praetorium, https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/
finanzen/archaeologische-zonepraetorium
S. 42: Daten für 2017: Stadt Köln: 2017 war ein Erfolgsjahr für die städtischen Museen, 2018, https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/pres -
se/2017-war-ein-erfolgsjahr-fuer-die-staedtischen-museen
116
117
Impressum
Herausgeberin
Stadt Köln – Die Oberbürgermeisterin
Dezernat für Stadtentwicklung, Planen und Bauen
Stadtplanungsamt
Stadthaus Deutz – Westgebäude
Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln
stadtplanungsamt@stadt-koeln.de
Konzeption, Inhalt und Redaktion
Stadtplanungsamt
Geschäftsstelle städtebaulicher Masterplan Innenstadt
www.stadt-koeln.de
Urban Media Project
www.urbanmediaproject.de
RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten
www.rmpsl.la
Zebralog
www.zebralog.de
Druck
Leinebergland Druck GmbH & Co. KG
Industriestr. 2A, 31061 Alfeld/Leine
Gestaltung
Urban Media Project, Offenbach a.M.
Stand
Dezember 2018
1. Auflage
1.000 Exemplare
KAPITEL 2: ANALYSE | KAPITEL 2.2 (STADT, KULTUR UND GESCHICHTE)
S. 44: Ungers, Oswald Mathias: Vorschlag für eine Kulturachse zwischen Dom/Hauptbahnhof und Maria am Kapitol, 1999
(Hier wird Geschichte gebaut, fortlaufend)
S. 46: Domkapitel: Übersicht – Geschichte, https://www.koelner-dom.de/geschichte/uebersicht-geschichte/
S. 46: Römisch-Germanisches Museum Köln (Hrsg.): RGM – Eine Fotografische Bestandsaufnahme. Fotografien von M. Cox / Textbeitrag M. Trier, 2018
S. 46: Museum Ludwig: Museum Ludwig. Geschichte, https://www.museum-ludwig.de/de/museum/das-museum/geschichte.html
S. 46: Historische Mitte: Abschnitt der römischen Hafenstraße am heutigen Roncalliplatz. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital., https://www.kuladig.de/
Objektansicht/O-90258-20140408-2, abgerufen am 19.10.2018
S. 47: Hohe Domkirche Köln und Domforum: die Historische Mitte. Eine einmalige Chance für Köln, Jahr fehlt.
S. 47: Archäologische Zone: römisches Köln, https://www.museenkoeln.de/archaeologische-zone/default.asp?s=3010
S. 47: Wallraf-Richartz-Museum: das Museum, https://www.wallraf.museum/das-museum/
S. 47: Stadtkonservator: Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege, denkmalpflegerische Bewertungstexte.
S. 47: Schramma, Fritz: Rede des Oberbürgermeisters Fritz Schramma anlässlich der Auszeichnung des Farina-Hauses im Rahmen der Initiative »Deutsch-
land - Land der Ideen«, 2006, https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf-ob/reden/2006/11/25-farina-land-der-ideen.pdf
S. 47: Stadt Köln: das Kölner Rathaus, https://www.koeln.de/tourismus/sehenswertes/koelner_rathaus/das-koelner-rathaus_36746.html
S. 47: Stadt Köln: Historisches Rathaus, https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/historisches-rathaus
S. 47: Baukunst NRW: Nord-Süd-Stadtbahn Köln, https://www.baukunst-nrw.de/objekte/Nord-S%C3%BCd-Stadtbahn-K%C3%B6ln--3106.html
S. 47: Nord-Süd-Stadtbahn, https://www.nord-sued-stadtbahn.de/archaeologie/ausgrabungen/heumarkt.html
S. 47: Domforum: Kölner Kirchen im Blick, 2018
KAPITEL 2: ANALYSE | KAPITEL 2.2 (DIE KULTURAKTEURE DER VIA CULTURALIS)
S. 48: Stadt Köln: Kölner Museen mit neuem Besucherrekord, 2018, https://mobil.koeln.de/koeln/koelner-museen-mit-neuem-besucher-rekord_1079744.html
KAPITEL 3: KONZEPT
S. 80: Stadt Köln: Satzung über Anbringungsort, Abmessung und Ausgestaltung von Werbeanlagen für einen Teil der Ortslagen in Köln-Altstadt/Nord
zwischen Dom, Rheinufer, Heumarkt, Gürzenich und Marspfortengasse vom 16.04.2002; in der Fassung der 1. Satzung zur Änderung der Satzung
über Anbringungsort, Abmessung und Ausgestaltung von Werbeanlagen für einen Teil der Ortslagen in Köln-Altstadt/Nord zwischen Dom, Rheinufer,
Heumarkt, Gürzenich und Marspfortengasse vom 13. Januar 2006, https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/satzungen/werbesatzung-alt -
stadt-nord20060113.pdf
S. 80: Stadt Köln: Gestaltungssatzung Hohe Straße / Schildergasse vom 13. Januar 2006, https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/satzungen/
gestaltungssatzung-hohe-strasse-schildergasse-2006-01-13.pdf
Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesförderprogramms Nationale
Projekte des Städtebaus durch das Bundesministerium des Innern, für Bau
und Heimat gefördert und durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und
Raumforschung (BBSR) begleitet.
Die Ob erbürgermeisterin
DER LUPENRAUM VIA CULTURALIS
/bar.case
EIN HANDBUCH FÜR DEN ÖFFENTLICHEN RAUM
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 61/0 Hock Az Vorlagen-Nummer 1161/2019 Freigabedatum 06.05.2019 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff "Der städtebauliche Masterplan für die Innenstadt Köln" hier: Der Lupenraum Via Culturalis – Ein Handbuch für den öffentlichen Raum Beschlussorgan Stadtentwicklungsausschuss Gremium Datum Beschluss: 1. Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt das "Handbuch Via Culturalis" als stadtgestalterische Handlungsempfehlung für die künftige Entwicklung der Via Culturalis und beauftragt die Verwaltung, das Gestaltungskonzept und das Kommunikationskonzept umzuset- zen. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, den Gesamtraum Via Culturalis gemäß des Pilotprojekts "Gür- zenichstraße" und in Abhängigkeit mit den hochbaulichen Entwicklungen schrittweise zu reali- sieren. Alternative: keine Stadtentwicklungsausschuss 16.05.2019 Verkehrsausschuss 18.06.2019 Ausschuss Kunst und Kultur 25.06.2019 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 27.06.2019 Stadtentwicklungsausschuss 04.07.2019 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Der städtebauliche Masterplan von Köln formuliert einen konzeptionellen Rahmen für die Ent- wicklung der Innenstadt. Mit der Beschlussfassung Nr. 2358/2017 zur Weiterentwicklung und der Definition von so genannten "Lupenräumen" wird dieser konzeptionelle Plan um eine stadtgestal- terische Ebene ergänzt, mit dem Ziel, den öffentlichen Raum langfristig aufzuwerten und hierbei private Akteure stärker einzubinden. Mit Abschluss der Fördermaßnahme Via Culturalis am 31.12.2018 wurde das Handbuch für den öffentlichen Raum fertiggestellt. Als Ergebnis des ers- ten Lupenraums des städtebaulichen Masterplans Innenstadt ist es richtungsweisend für die Be- arbeitung der drei weiteren Lupenräume (s. Beschluss Nr. 2358/2017) und soll nun analog zum Masterplan im Sinne eines Regiebuchs und als Instrument zur Qualitätssicherung für die künftige Entwicklung der Via Culturalis beschlossen werden. Bestandteil des Förderprojekts waren einer- seits die drei baulichen Projekte Kurt-Hackenberg-Platz (Vogt Landschaftsarchitekten), die Neu- gestaltung Tunnel Johannisstraße (Piroeth Architektur) und die Neugestaltung der Gürzenich- straße (RMPSL Landschaftsarchitekten) sowie andererseits die Erarbeitung eines Gestaltungs- plans für den Gesamtraum (RMPSL Landschaftsarchitekten) als konzeptioneller Baustein. Dar- über hinaus wurde während des gesamten Förderzeitraums eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt, um die breite Stadtgesellschaft kontinuierlich über die Via Culturalis zu informieren und relevante Akteursgruppen zu aktivieren. Vor dem Hintergrund, die Via Culturalis als Kulturquartier zu profilieren und den öffentlichen Raum aufzuwerten, entstand im Laufe der Projektbearbeitung der Ansatz, die Themen Stadt- raumgestaltung und Kommunikation in einem Handbuch zusammen zu fassen. Das Buch gliedert sich in drei Haupteile: Auf Basis einer stadträumlichen Analyse sowie einer Darstellung der Via Culturalis mit ihrer kulturellen wie stadtgeschichtlichen Bedeutung werden die Stärken und Schwächen des Quartiers abgeleitet. Dies wiederum bildet den Ausgangspunkt für den zweiten Teil, die Konzeptentwicklung: In stetiger Rückkopplung mit dem Pilotprojekt Neugestaltung Gür- zenichstraße definiert das Gestaltungskonzept Materialität und Verlegeart des Bodenbelags und die Stadtraummöblierung. Aber auch die Themen der Außengastronomie und der Werbung wer- den an dieser Stelle behandelt. Das Kommunikationskonzept zeigt analog zur Stadtraumgestal- tung die verschiedenen Elemente auf, wie beispielsweise die Website, aber auch die App Audio- tour Via Culturalis und das Corporate Design. Im dritten Teil werden für die Umsetzung Hand- lungsempfehlungen formuliert: Einerseits für die Verwaltung, aber auch für die relevanten Ak- teursgruppen aus den Bereichen Kultur und Kirche sowie Gewerbe, Gastronomie und Immobili- enwirtschaft, da es neben der baulichen Aufwertung des öffentlichen Raums entscheidend ist, wie dieser täglich bespielt wird. Das vorliegende Handbuch bildet somit den stadtgestalterischen Rahmen für den öffentlichen Raum der Via Culturalis, mit dem Ziel, diesen zu profilieren und dessen Qualität langfristig zu sichern. Handlungsempfehlungen und Umsetzungsmaßnahmen für die folgenden Jahre: Bei baulichen Projekten werden entsprechende Qualifizierungsverfahren durchgeführt und mittelfristig werden die vorhandenen Satzungen mit dem Handbuch synchronisiert (s. Handbuch S. 106). In Abhängigkeit mit den hochbaulichen Entwicklungen entlang der Via Culturalis wird das Pilotprojekt "Gürzenichstraße" stufenweise auf den Gesamtraum übertragen und die Neugestaltung des öffentlichen Raums analog zum Gestaltungskonzept realisiert (s. Handbuch S. 106). Das städtische Reinigungskonzept wird dem Stadtraum angemessen weiterentwickelt (s. Handbuch S. 107). 3 Die Website und die App Audiotour Via Culturalis werden weiter gepflegt und das Corpo- rate Design der Via Culturalis wird bei der Außendarstellung angewendet, wie zum Bei- spiel auf Bauzäunen privater und/oder öffentlicher Entwicklungen (s. Handbuch S. 107). Private Investitionen sind zu unterstützen und Maßnahmen auf Verträglichkeit mit den Aussagen im Handbuch zu prüfen (s. Handbuch S. 107). Ein Arbeitskreis Via Culturalis unter Teilnahme der verschiedenen Akteure wird empfoh- len, um einen fachübergreifenden Austausch zu den baulichen und inhaltlichen Entwick- lungen zu pflegen. (s. Handbuch S. 107). Anlage Handbuch Via Culturalis
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1161/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 06.05.2019
- Erstellt
- 27.03.2019 07:30