V/1186/2019
Fahrradnetz-Planung erarbeiten
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Anlage A
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Anlage A zur V/1186/2019 Kurzüberblick Für die Stadt Münster soll – als ein Baustein des Masterplanprozesses Mobilität Münster 2035+ – ein zukunftsweisendes, hierarchisches, zusammenhängendes Fahrradnetz erarbeitet werden. Im Rahmen einer kohärenten Fahrrad-Netzplanung steht nicht der einzelne Radweg im Fokus, sondern das Fahrradnetz als Ganzes. Ziel der zu erarbeitenden Netzplanung ist deshalb der ein- fache, komfortable und sichere Fahrradverkehr von Tür zu Tür, der in das städtische Gesamtver- kehrsnetz integriert ist (Stichwort: Multimodalität). Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Fahrradnetz-Planung soll als Grundlage dienen, um Radfahren als urbane Mobilität der Zu- kunft zu fördern. Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit breitem Freizeit- und Sportangebot mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft Die Fahrradnetz-Planung soll in der ersten Jahreshälfte 2020 vergeben werden. Im Anschluss daran soll mit der Konzeption begonnen werden. Finanzierung Produktgruppe: 1201 Bereitstellung von Verkehrsflächen und -anlagen Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2020 enthalten? X Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? X Ja Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig X vollständig frei- willig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Die Querschnittsthemen Klimaschutz und Demographie sind durch neue Qualitätsstandards für Fahrradstraßen maßgeblich berührt, denn Radverkehrsförderung ist ein zentrales Instrument zur Stärkung von klimafreundlicher Mobilität bei gleichzeitig steigenden Bevölkerungszahlen.
Anlage 1: Netzplanung Eindhoven
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Breugel Ekkersrijt Nuenen Eeneind / Helmond Geldrop / Helmond Geldrop AalstWaalre / Valkenswaard 1 4 7 19 24 28 28 2 2 2 2 8 2 2 2 2 42 2 25 3 30 10 2 2 2 22 2 2/6 13/18/22/27 30 9/17 /18/22/29 17/18/22/29 37 37 37 48 48 47 45 45 45 45 36 45 45 39 39 39 38 38 44 44 44 44 45 45 70 49 63 63 65 43 85 50 52 51 35 34 35 46 43 38 41 46 Best Veldhoven Veldhoven Veldhoven Oirschot 38 37 57 47 45 45 36 36 39 44 45 46 Fietsparkeren Snelfietsroutes Doorstroming Fietsstimulering Monitoring en evaluatie Innovatie Centrum staat vergroot op de volgende pagina Legenda Snelfietsroute Primaire fietsroute Secundaire fietsroute AGENDA FIETS 2016-2025 Speerpunten en maatregelen
Anlage 2: Bicycle Network Groningen
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Anlage 2 zur Vorlage V/1186/2019
Beschlussvorlage
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V/1186/2019
V/1186/2019
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Fahrradnetz-Planung: ein hierarchisches, zusammenhängendes Fahrradnetz für Münster
erarbeiten
Beratungsfolge
06.02.2020 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wo h-
nen
Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Die Planung eines gesamtstädtischen hierarchischen Fahrradnetzes als Baustein des Master-
plans Mobilität 2035+ wird beschlossen.
2. Der Ausschuss nimmt zur Kenntnis, dass die Erarbeitung der Netzkonzeption unter Federfü h-
rung der Verwaltung an ein externes Fachbüro vergeben wird.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Es wird zur Kenntnis genommen, dass der Stadt Münster Kosten in Höhe von ca. 90.000 € entste-
hen. Mögliche Zuwendungen werden durch die Verwaltung geprüft.
Die v.g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren:
Teilergebnisplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkun-
gen
Produktgruppe 1201 Bereitstellung von Verkehrsflächen und
–anlagen
Zeile 16 Sonstige ordentliche Aufwendungen 2020 90.000
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2020 bei der o. g. Pro-
duktgruppe veranschlagt.
Amt für Mobilität und Tiefbau
16.01.2020
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Frau Schröder
Telefon: 492-6583
SchroederA@stadt-
muenster.de
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V/1186/2019
Begründung:
„Eine Fahrt mit dem Rad kann vergnüglich, interessant und frei von Hindernissen sein oder aber
langweilig und schwer zu schaffen.“1 (Jan Gehl, dänischer Architekt u. Stadtplaner 2015)
So beschreibt Jan Gehl, dänischer Architekt und Stadtplaner aus Kopenhagen, die unterschiedlichen
Voraussetzungen für das Fahrradfahren im urbanen Raum.
Das Fahrrad ist in Münsters sowohl fahrend als auch stehend omnipräsent und Stadtbild prägend.
Gleichzeitig verzeichnet die Stadt Münster ein dynamisches Bevölkerungswachstum, das ein weiter
steigendes Radverkehrsaufkommen erwarten lässt.
Hierbei treffen die Herausforderungen einer wachsenden Stadt zusammen mit den wichtigen Frag e-
stellungen des Klima- und Umweltschutzes, der Klimaanpassung, der Flächenverteilung des öffentl i-
chen Raumes sowie damit verbunden der Lebens- und Aufenthaltsqualität einer Stadt.
Die Förderung des Radverkehrs gilt als ein wichtiger Baustein, um diesen Anfo rderungen begegnen
zu können. Das erklärte Ziel der Stadt Münster lautet „Radverkehr zukunftsgerecht entwickeln, um
mehr Radverkehr zu generieren“ (Radverkehrskonzept Münster 2025). Diese Zukunftsorientierung
lässt sich jedoch nur verfolgen, wenn die beste hende, teils in die Jahre gekommene Radverkehrsin f-
rastruktur deutlich aufgewertet wird und die Radfahrenden adäquate Fahrradverbindungen durch das
gesamte Stadtgebiet hindurch nutzen können.
Fahrradnetz-Planung
Aufgrund dessen soll für die Stadt Münster – als ein Baustein des Masterplanprozesses Mobilität
Münster 2035+ – erstmalig ein zukunftsweisendes, hierarchisches, zusammenhängendes Fahrra d-
netz erarbeitet werden.
Im Rahmen einer kohärenten Fahrrad -Netzplanung steht nicht der einzelne Radweg im Fokus, s on-
dern das Fahrradnetz als Ganzes. Ziel der zu erarbeitenden Netzplanung ist deshalb der einfache,
komfortable und sichere Fahrradverkehr von Tür zu Tür, der in das städtische Gesamtverkehrsnetz
integriert ist (Stichwort: Multimodalität).
Dies lässt sich nur mit einem Fahrradnetz erreichen, das weit über die Hauptrouten hinausgeht. Au f-
grund dessen soll ein hierarchisches Netz mit Haupt- und Basisrouten entwickelt werden, das unte r-
schiedliche Radverkehrsinfrastrukturelemente aufweisen kann (z.B. Velorouten und Fahrradstraßen,
vgl. V/0151/2019). Während das Hauptnetz Verbindungen zwischen den Wohnquartieren, der Inne n-
stadt, den wichtigsten Arbeitsplatzschwerpunkten und Umsteigepunkten zum öffentlichen Nahverkehr
abbildet, durchzieht das Basisnetz auch die ein zelnen Stadtviertel sowie Quartiere und garantiert so
eine feinmaschige Erschließung für den Radverkehr. Die Darstellung eines solchen hierarchischen
1 Gehl, J. (2015): Städte für Menschen, S. 215 f.
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Netzes in Verbindung mit Maßnahmenvorschlägen zeigt die folgende Abbildung der Gemeinde Ein d-
hoven in den Niederlanden (s. Abb. 1 u. Anlage 1).
Abbildung 1: Netzplanung Eindhoven (NL)2
Im Rahmen der Netzkonzeption gilt es, neben einer Betrachtung der bestehenden Radverkehrsanl a-
gen und dem aktuellen Radverkehrsaufkommen, auch die Fahrradfreundlichkeit von Kno tenpunkten,
Fahrradabstellmöglichkeiten sowie Umsteigepunkte zum öffentlichen Nahverkehr bzw. Mobility Hubs
in den Blick zu nehmen.
Einen ähnlichen Ansatz hat die Stadt Groningen in den Niederlanden für die Erarbeitung ihres Fah r-
radnetzes gewählt (vgl. Abb. 2 u. Anlage 2).
2 Geemente Eindhoven (2016): Agenda Fiets 2016-2025
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Abbildung 2: Bicycle Network Groningen – Bottlenecks (NL)3
Für die Netzkonzeption ist ein systematisches Vorgehen nötig, das zunächst wichtige Quellen und
Ziele von Radfahrenden im Stadtgebiet identifiziert. So wird ersichtlich, welche Bereiche vordringlich
einer Radverkehrsverbindung bedürfen. In einem zweiten Schritt gilt es, den Bestand der Radve r-
kehrsinfrastruktur zu erfassen, ihn auszuwerten und zu bewerten: Wie passen Bestand, Anspruch
und aktuelles sowie perspektivisches Radverkehrsaufkommen zueinander?
Ergebnis der Netzplanung ist schließlich die kartographische Darstellung von Netzmängel n sowie –
lücken und einer Zielvorstellung für das künft ige Fahrradnetz. Zu ergänzen ist diese durch Hand-
lungsempfehlungen und einen Maßnahmenkatalog mit Priorisierungen, durch den sich das Fahrra d-
netz in Wert setzen lässt. Beispielhafte Planungen für die Umgestaltung von Straßenquerschnitten
und Knoten sollen zusätzlich Teil der Netzkonzeption sein. D ie Zielvorstellungen des zukünftigen
Fahrradnetzes gilt es, im Einklang mit den Gesamtz ielen des Masterplans Mobilität 2035+ zu entwi-
ckeln.
3 City of Groningen (2015): We are Groningen Cycling City. Cycling Strategy 2015 - 2025
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Der Erarbeitungsprozess soll darüber hinaus öffentlichkeitswirksam gestaltet und durch relevante
Akteure der Stadtgesellschaft, Initiativen und Verbände unterstützt werden. Abschließend ist die Fahr-
radnetz-Planung graphisch und textlich mit einem hohen Anspruch an Gestaltung und Design für die
breite Öffentlichkeit aufzubereiten.
Die Fahrradnetz -Planung für Münster soll sich ausdrücklich am Maßstab innovativer Fahr radnetz-
Planungen anderer europäischer Städte (z.B. Groningen, Eindhoven, Utrecht, Kopenhagen) orienti e-
ren.
Insgesamt wird die Netzkonzeption die Grundlage für eine zukunftsgerechte Fahrradmobilität in
Münster bilden und damit das Radverkehrskonzept Münster 2025 ergänzen.
Insbesondere aufgrund der wichtigen, bereits geplanten und z.T. umgesetzten interkommunalen Ver-
bindungen (Velorouten, Kanalpromenade) werden die Nachbarkommunen in die Netzkonzeption ein-
gebunden.
In Vertretung
gez.
Robin Denstorff
Stadtbaurat
Anlagen:
Anlage A
Anlage 1: Netzplanung Eindhoven (NL)
Anlage 2: Bicycle Network Groningen – Bottlenecks (NL)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Kanalpromenade
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/1186/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 16.12.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37