Mandari Insight

3613/2023

Evaluation „Ankommen und Aufholen nach Corona“ - schulischer Teil

Mitteilung Ausschuss 10.11.2023

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss Schule und Weiterbildung, Sitzung am 20.11.2023, TOP 8.22

Mitteilung Ausschuss

· application/pdf

Ansehen

EVALUATION_AnC_kurz

· application/pdf

Ansehen

Evaluationa_AnC_RBB-ZfL_August2023

· application/pdf

Ansehen

Mitteilung Ausschuss

11127 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/40/404 
 
Vorlagen-Nummer 10.11.2023 
 3613/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 20.11.2023 
 
Evaluation „Ankommen und Aufholen nach Corona„ - schulischer Teil 
Sachverhalt: 
 
1. Zum Hintergrund: 
Das Aktionsprogramm „Ankommen und Aufholen nach Corona“ hat als Bund-Länder-Initiative 
über verschiedene Fördersäulen und mit verschiedenen Bausteinen die Arbeit in den kommu-
nalen und staatlichen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungseinrichtungen gestärkt. Ziel der 
umfangreichen Förderstrategie war es, die coronabedingten Beeinträchtigungen zu 
kompensieren und insbesondere der Verstärkung von bereits zuvor bestehenden Bil-
dungsbenachteiligungen und Entwicklungsrisiken entgegenzuwirken.  
 
Das Bundesprogramm gliederte sich in einen schulischen und einen außerschulischen Teil, 
dessen operative Durchführung den Ländern übertragen wurde. In NRW wurde der schulische 
Teil (Fördersäule 1) über das Ministerium für Schule und Bildung NRW (MSB), der außerschu-
lische Teil (Fördersäulen 2und 3) über das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstel-
lung, Flucht und Integration (MKFFI) umgesetzt.  
 
Der schulische Teil hatte zunächst das vorrangige Ziel, Lernrückstände abzubauen und 
wurde vom MSB im Rahmen eines Gesamtkonzepts mit vier Bausteinen definiert: Extra-
Geld – ExtraPersonal – ExtraZeit – ExtraBlick. Mit dem Baustein ExtraZeit wurde ein Pro-
gramm in das Konzept integriert, das die Landesregierung bereits im März 2021 initiiert und 
zur Durchführung an die Schulträger delegiert hatte. Die Bausteine ExtraPersonal und Extra-
Blick lagen schwerpunktmäßig in der Verantwortung der Schulaufsichten bzw. des Landes 
(Ausnahme sind die OGS-Alltagshelfer*innen, die im Baustein ExtraPersonal über den Schul-
träger umgesetzt wurden); der Baustein ExtraGeld wurde den Schulträgern übertragen. 
 
Mit dem Baustein ExtraGeld wurden der Stadt Köln als Schulträgerin 9.722.585,00 € als fach-
bezogene Pauschale übertragen: 
 
 30 % davon waren zur Weiterleitung an die Schulen bestimmt – diese sogenannten 
„Schulbudgets“ hatte das MSB auf der Grundlage von Schüler*innenzahlen errech-
net und wurden den Schulen zur eigenständigen Verausgabung zur Verfügung ge-
stellt.  
 40 % davon standen der Schulträgerin als sogenanntes „Schulträgerbudget“ zur 
Verfügung, um in eigenem Ermessen die Schulen darin zu unterstützen, Benach-

2 
 
teiligungen zu kompensieren, pandemiebedingte Defizite auszugleichen und ent-
standene fachliche und psychosoziale Lernrückstände in Kooperation mit außerschuli-
schen Partner*innen auszugleichen. 
 30 % davon waren für sogenannte „Bildungsgutscheine“ vorgesehen, für die sich die 
Anbieter*innen beim Land akkreditieren mussten und die über die Schulträgerin abge-
wickelt wurden. 
 
Die Mittel mussten im Förderzeitraum 01.09.2021-31.12.2022 verausgabt und die geför-
derten Maßnahmen bis zum Stichtag 31.12.2022 umgesetzt sein. 
 
2. Zur Umsetzung: Eckpfeiler der Programmumsetzung im Amt für Schulentwicklung: 
 
 Im Amt für Schulentwicklung übernahmen sachgebietsübergreifend der Fachbereich 
Ganztag und das Regionale Bildungsbüro (RBB) die Koordination des Pro-
gramms.  
 
 Über das RBB war der Lenkungskreis Regionales Bildungsnetzwerk Köln als flan-
kierende Programmbegleitung eingebunden und stand als qualifiziertes Beratungs-
gremium in zentralen Entscheidungsfragen zur Verfügung. Das Aktionsprogramm 
ragte mit seinen einzelnen Förderlinien in verschiedenste Zuständigkeiten der kommu-
nalen und staatlichen Akteur*innen, insbesondere Schulverwaltung; Jugendamt; 
Schulaufsicht – es gab große Schnittmengen, was die Zielgruppen, die Angebote und 
die verfügbaren Ressourcen betraf. Gleichzeitig war es entscheidend für die nachhal-
tige Wirkung, die einzelnen Maßnahmen nicht als isolierte Einzelveranstaltungen, nicht 
als unverbindlichen „Projekteregen“ zu gestalten, sondern für eine größtmögliche Ein-
bindung ins schulische System zu sorgen. Der Lenkungskreis Regionales Bildungs-
netzwerk Köln war deshalb das geeignete Gremium, um das Aktionsprogramm bera-
tend zu begleiten. 
 
 Anders als die meisten Kommunen in NRW hat die Stadt Köln das Schulträgerbudget 
genutzt, um das „Gießkannenprinzip“ des Schulbudgets auszugleichen: Die Mit-
tel des Schulträgerbudgets wurden in Köln sozialindiziert verausgabt – für die 
bedarfsentsprechende Aufstockung der Schulbudgets und für schulübergreifende oder 
schulscharfe Angebote für Schulen an den herausgeforderten Kölner Standorten bzw. 
für besonders belastete Schülerschaften. Ziel war es, den besonderen Bedarfslagen 
mit entsprechenden Angeboten zu begegnen, damit die Mittel des Förderprogramms 
tatsächlich die Schüler*innen erreichen, die von Benachteiligungen am stärksten be-
troffen sind. Als Handlungsgrundlage wurden die Sozialindexe der Stadt und des Lan-
des herangezogen.  
 
 Das Aktionsprogramm war in ganz außergewöhnlichem Ausmaß auf maximale Offen-
heit, vertrauensvolle Kooperation und auf die Eigenverantwortung der Akteur*in-
nen angelegt. Angesichts der geringen Zeit- und Personalressourcen in den pädagogi-
schen Systemen von Schule, Ganztag und auch von außerschulischen Trägern stieß 
es trotzdem an die Grenzen der Machbarkeit. Um die Mittel und Möglichkeiten des 
Programms zu nutzen, galt es deshalb, ein breites Aktionsbündnis aus schulischen 
und außerschulischen Partner*innen zu bilden, um trotz der Widrigkeiten hochwer-
tige und wirksame Maßnahmen umzusetzen. 
 
 In den unterschiedlichen Arbeitskontexten, Netzwerken und Gremien wurde darauf 
hingewirkt, dass die Einschätzung der Bedarfe und die Planung der Maßnahmen

3 
 
im breiten Kreis der Schulgemeinde – unter Einbeziehung aller Fachkräfte (Leh-
rer*innen, Ganztag, Schulsoziarbeit, schulpsychologischen Dienst; Jugendhilfe 
u.a.) – erfolgt, so dass die Schüler*innen mit ihren Bedarfen vollständig in den Blick 
genommen und umfänglich gefördert wurden. In dem Rahmen wurde sehr schnell 
deutlich, dass die anfangs geplante Konzentration auf den Abbau von Lernrückstän-
den einem breiteren Unterstützungsangebot weichen muss: Die schulischen Bedarfs-
meldungen gingen über das Schließen von rein fachlichen Lücken weit hinaus und fo-
kussierten im Sinne der ganzheitlichen Bildung zunehmend die Stärkung der Ba-
sis- und Vorläuferkompetenzen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachse-
nen als Voraussetzung für erfolgreiches schulisches Lernen.  
 
3. Zu den Ergebnissen: 
Die Evaluation (s. Anlagen) zeigt, dass Kölner Schulen das Aktionsprogramm vielfältig genutzt 
haben: Die Mittel der Schulbudgets wurden von den Schulen zu 85% verausgabt, das Schul-
trägerbudget wurde zu 95% verausgabt.  
 
Mit den Mitteln wurden über 320 Maßnahmen und Projekte umgesetzt, die in ihren Formaten 
und Inhalten auf die Bedarfe und Möglichkeiten der Schule anknüpften und in die schulischen 
Systeme integriert waren. 
 
Die beteiligten Lehrer*innen und Fachkräfte stimmen darin überein, dass sie mit dem Pro-
gramm wirksam den Beeinträchtigungen und Benachteiligungen, die im Verlauf der Pandemie 
entstanden waren bzw. verstärkt wurden, entgegenwirken konnten und dass sich konkrete 
Wirkungen beobachten lassen.  
 
Detaillierte Informationen zu den Wirkungen der Maßnahmen und zu den Anforderungen an 
die Programmumsetzung finden Sie in den beiden angehängten Dokumenten: In der Evalua-
tion-AnC_Rbb_ZfL des ZfL sind Vorgehen und Ergebnisse der Programmauswertung um-
fänglich beschrieben, die Präsentation liefert die wesentlichen Ergebnisse kurz zusammen-
gefasst. 
 
4. Fazit: 
Die Fördermittel konnten nur deshalb so umfänglich und zielführend trotz der kurzen Pro-
grammlaufzeit und trotz der bei allen Beteiligten nur stark eingeschränkt verfügbaren perso-
nellen Ressourcen umgesetzt werden, weil: 
 
 die Förderrichtlinie flexibel an Bedarfe und Möglichkeiten vor Ort angepasst wer-
den konnte und damit standortspezifische, eigenverantwortliche Handlungs- und 
Gestaltungsräume bot.  
Darüber hinaus erwies sich die Förderrichtlinie im Verlauf des Förderzeitraums als 
„lernendes System“, indem hilfreiche Anpassungen und Nachbesserungen integriert 
wurden. Gleichzeitig ist das Förderprogramm mit seinen Abrechnungsmodalitäten 
eine enorme bürokratische Herausforderung. 
 
 das Amt für Schulentwicklung eine laufende Begleitung des Programms für Schu-
len und ihre Kooperationspartner*innen leistete: Um Förderprogramme mit ihren 
Chancen zu begreifen und sie nicht als zusätzliche Belastung abzulehnen, brauchen 
Schulen und ihre Partner*innen  
o eine durchgehende, qualifizierte Beratung 
o gut strukturierte Verfahren 
o einfache Hilfsmittel 
o qualifizierte und verlässliche Kooperationspartner*innen.

4 
 
 
 
 
Das gilt für alle Schulen – in ganz besonderer Weise gilt das allerdings für die sozi-
alindizierten Standorte: Die Kölner Schulträgerin hat entschieden, die Mittel des Förder-
programms sozialindiziert einzusetzen, um Benachteiligungen gezielt entgegenzuwirken, 
um Ungleiches ungleich zu behandeln. Eine in diesem Sinne „niedrigschwellige“ Aufberei-
tung und Umsetzung des Förderprogramms sicherte die Beteiligung der herausgeforder-
ten Standorte – ist aber nur über mehr und standortspezifisch gestaltete Begleitung 
zu erreichen.  
 
 das Aktionsprogramm die Schulen mit ihren außerschulischen Kooperations-
partner*innen adressierte: Vor Ort konnten kreative und verantwortliche Aktions-
bündnisse aktiviert werden, die in ihrem Zusammenspiel wirksame Entlastung für 
Schule leisten konnten. 
 
5. Ausblick: 
Der ersten Programmlaufzeit haben sich inzwischen die zweite Förderlaufzeit (Ankommen 
und Aufholen nach Corona II: 01.01.-06.08.2023) sowie das Aktionsprogramm Integration 
(Laufzeit: 07.08.-31.12.2023) angeschlossen. Beide Programme führen die bewährten Struk-
turen fort; das Aktionsprogramm Integration stärkt Schulen dabei, den Bildungsanspruch aller 
Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch unter den aktuell schwierigen Bedingun-
gen zu erfüllen und legt den Fokus auf die Gestaltung einer gelingenden Integration. 
 
Die inzwischen umfänglichen Erfahrungen aus diesen Aktionsprogrammen liefern Hinweise 
für die Gestaltung künftiger Förderstrategien für Schulen an herausgeforderten Standorten – 
z.B. für das Startchancenprogramm. Aus der gemeinsamen Programmumsetzung resultieren 
belastbare Erfahrungen und bewährte Kooperations- und Netzwerkstrukturen, die Ausgangs-
punkt sein können, wenn es darum geht, Kölner Schulen in ihrer Unterschiedlichkeit gerecht 
zu werden und bedarfsgerechte Unterstützung für Kölner Kinder, Jugendliche und junge Er-
wachsene zu leisten.  
Die angehängte Evaluation des Programms erfolgte durch das Zentrum für Lehrer*innenbil-
dung (ZfL)  der Universität zur Köln. Das ZfL und andere Fachbereiche der Kölner Universität 
waren als Kooperationspartner in verschiedenen Förderangeboten und Projekten beteiligt. 
 
Die Evaluation erfolgte mittels qualitativer Befragungen im Rahmen zweier Fachforen. In den 
Fachforen waren alle Beteiligten aus Schule und Trägerlandschaft repräsentativ vertreten. 
 
 
 
Gez. Voigtsberger

EVALUATION_AnC_kurz

8547 Zeichen

Aktionsprogramm „Ankommen und Aufholen nach Corona“ NRW
Evaluation des Programmbausteins ExtraGeld
umgesetzt im Amt für Schulentwicklung –
koordiniert durch das Regionale Bildungsbüro 
und den Fachbereich Ganztag

Über Verena: 
befristete 
Einstellung von 
Lehrpersonal und 
von sozialpäd.
Personal
Fachbezogene Pauschalen an 
Schulträger :
30 % Schul-Budget
n. Schülerzahlen
Instrumentarium:
Bewegung & 
Begegnung 
ermöglichen -
Kompetenzen 
feststellen -
Förderung 
verbessern
40 % Schulträger-Budget 
außerschulische 
Bildungs- und 
Betreuungsangebote
"Extra-​Zeit für
Bewegung"
30 % Bildungsgutscheine
½ Schülerzahlen
½  andere Kriterien
2.916.775,50 
€:
zum Hintergrund: Aufbau des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ - MSB
2.916.775,50 €:
3.889.034,00 €
2.916.775,50 €
9.722.585,00 €

Bildungsbüro Köln
Die Programmumsetzung: 
Ziele & Vorgehen im Amt für Schulentwicklung
Ziele
Vorgehen
 Mittel und Möglichkeiten des Programms für alle `einfach` machen 
 sozialindiziert stärken – Bedarfe niedrigschwellig beantworten
 Kooperation zwischen schulischen und außerschulischen Partner*innen 
erleichtern 
 breites Netzwerk aktiviert 
 bewährte Programme ausgebaut – bekannte Lücken geschlossen
 an einem ganzheitlichen Bildungsverständnis orientiert  – Stärkung von 
Basiskompetenzen und auch Rahmenbedingungen

.
zur Ausgangslage: Bedarfe von Kindern und Jugendlichen
• Nutzung von Endgeräten und  
Programmen 
• Auftreten in sozialen Medien
• Medien konstruktiv nutzen
Medienkompetenz stärken
• Kita – GS
• GS – Sek I
• Sek I – Sek II 
• Schule - Beruf
Übergänge begleitenBewegung!
• Übergewicht
• Koordinationsprobleme
• kognitive Retardierung…
Soziales Miteinander üben
• Aggressionen
• sexualisierte/ rassistische Übergriffe
• Respektlosigkeit
• Gewalterfahrungen
• …
fachliche Lernlücken schließen
• Mathe; Deutsch, Englisch
• Berufspraktika – berufliche 
Grundkompetenzen
Lern- und Selbstorganisation 
wieder aufbauen
• Konzentration
• Lernstrategien
• Durchhaltevermögen
• …
Schulbesuch absichern
• Schulabsentismus gegensteuern
• …
Partizipation ermöglichen
• Bedarfe hören – Beteiligung ermöglichen
• Depression
• Suchtverhalten 
• Essstörung 
• Ernährung
• …
Hilfe bei psychischen und körperlichen 
Gesundheitsproblemen
Sprachförderung
alltagsintegriert und 
durchgängig

.
Einzelakteur*innen aus Kultur – Sport –
Wirtschaft - Politik 
Träger der freien JugendhilfeVereine, Initiativen, Stiftungen
Kommunale Bildungsakteur*innen  
Träger der anerkannten 
Weiterbildung
Lenkungskreis 
Regionales Bildungsnetzwerk
Bildungsanbieter*innen
Träger des Ganztags
Universität zu Köln   
Kinder- und Jugendpsychiatrie
der Uniklinik Köln
Schulen aller Schulformen…
Die Programmumsetzung: unsere Kooperationen

.
sportbasierte Bildung
Natur erleben 
Ferienangebote - Schulcamps
KommMit im Tandem –
Mentoringprogramm mit dem ZfL
Musik – Zirkus - Kunst
Kölner Kinderlauf –
wir laufen gegen Corona
Kraftwerk: Schulbesuch absichern
Inhouse - Lernförderung
„Andockerin“ - Eltern erreichen , 
Unterstützungsstrukturen zugänglich machen
Vorläuferkompetenzen stärken
………………
Koordinationsassistenz in Schule:  
Unterstützung bei der Programmumsetzung
………………
Die Programmumsetzung: unsere Angebote (Beispiele)
Team- und Konflikttrainings –
Antiaggression - Antirassismus - Antisemitismus
Sozialraum neu zugänglich machen -
Jugendzentren, Spielplätze beleben

Bildungsbüro Köln
Anträge von Schulen und 
ihren Partner*innen:
• 244 Einzelprojekte
• 100 Schulen
• alle Schulformen
Angebote der Schulträgerin:
• 80 Projekte
• sozialindiziert
• schulscharf & schulübergreifend
• alle Schulformen
Die Programmumsetzung: Zahlen – Daten - Fakten
Schulträgerbudget: 95 % verausgabt
Schulbudgets:  85 % umgesetzt

Bildungsbüro Köln
Evaluation in Kooperation mit Zentrum für Lehrer*innenbildung Köln
Vorgehen:
gemeinsame Foren am 08. + 09.02.2023 von 13:00 – 16:00 Uhr
Qualitative Befragung nach vorgeschalteter quanitativer 
Online-Befragung
ZIEL: Austausch – Reflexion -Resumé
je Termin ca. 20 TN aus Schule, Ganztag und außerschulischer 
Trägerlandschaft


Bildungsbüro Köln
Fragestellungen:
Voraussetzungen an Kooperation & Kommunikation: Was macht 
gute Kooperation / Kommunikation zwischen schulischen und 
außerschulischen Partner*innen aus?
 Allgemein und mit besonderem Blick auf herausgeforderte 
Schulstandorte
Wirkung: Was wirkt und woran wird Wirkung 
festgemacht? 
Evaluation in Kooperation mit Zentrum für Lehrer*innenbildung Köln

Bildungsbüro Köln
Fazit
Programm war erfolgreich! 
Budgets wurden zu 85% bzw. 95 % verausgabt
Beteiligung am Programm war hoch
Bestehende Kooperationen haben sich bewährt – neue 
Kooperationen sind entstanden
Interesse an Fortsetzung des Programmes ist hoch
Akteur*innen des Netzwerks stimmen darin überein, dass Wirkungen 
zu beobachten sind
Evaluation in Kooperation mit Zentrum für Lehrer*innenbildung Köln

Bildungsbüro Köln
Evaluation - Effekte und Veränderungen:
Welche Wirkungen wurden im Zusammenhang mit den Maßnahmen beobachtet?

Bildungsbüro Köln
Wirkungen der Maßnahmen
Welche Wirkungen wurden im Zusammenhang mit den 
Maßnahmen beobachtet?
mehr Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit
 mehr Bewegung, weniger Gewicht
 regelmäßige Anwesenheit, aktive Beteiligung, wdh. Anmeldungen; hohe 
Nachfrage;
 weniger Unterrichtsstörungen; bessere Noten… 
Stabilisierung der Rahmenbedingungen für Lernen
mehr Selbst- und Sozialkompetenz: 
 weniger Streit - weniger Konflikte – bessere Stimmung – mehr 
Respekt …  
 mehr Selbstbewusstsein; weniger Agression; besseres Miteinander

Evaluation in Kooperation mit Zentrum für Lehrer*innenbildung Köln

Bildungsbüro Köln
Evaluation in Kooperation mit Zentrum für Lehrer*innenbildung Köln
Anforderungen an Format und Inhalt der Maßnahmen

Bildungsbüro Köln
Wirkungen der Maßnahmen
Anforderungen an Format und Inhalt aus pädagogischer Sicht
flexibel angepasst auf Bedarfe und Möglichkeiten der einzelnen Standorte 
abgestimmtes Zusammenwirken von schulischen und & außerschulischen Partner*innen 
wirksame Entlastung des schulischen Systems
zielgruppenspezifisch: niedrigschwellig – partizipativ – inklusiv
Maßnahmen, die gleichzeitig verschiedene Bedarfe adressieren und 
verschiedene Kompetenzen stärken – ganzheitliche Zugänge –
wenig rein fachliche Förderung
eingebunden in das schulische System
Evaluation in Kooperation mit Zentrum für Lehrer*innenbildung Köln

Bildungsbüro Köln
Anforderungen an die Förderrichtlinie?
Evaluation in Kooperation mit Zentrum für Lehrer*innenbildung Köln

Bildungsbüro Köln
Anforderungen an Kommunikation und Kooperation
Professionalität der Partner*innen; Kenntnis der Zielgruppe
klare Kommununikation über Ziele und Rahmenbedingungen
Logik des Gelingens  - Entdeckerfreude bei neuen Spielräumen 
Kooperation auf Augenhöhe
Kapazität für Koordination: wenig Bürokratie – einfache Beantragung –
praktische Werkzeuge - feste Ansprechpartner*innen; gute Erreichbarkeit …
Anforderungen an das Abrufen der Fördermittel – an die Nutzung der 
Fördermöglichkeiten
vertraute bewährte Kooperation
Evaluation in Kooperation mit Zentrum für Lehrer*innenbildung Köln

Bildungsbüro Köln
Stolpersteine bei der Programmumsetzung
Evaluation in Kooperation mit Zentrum für Lehrer*innenbildung Köln

Bildungsbüro Köln
gemeinsames Handlungsfeld für schulische & außerschulische Partner*innen – Kooperation auf 
Augenhöhe – abgestimmte Angebotsstrukturen- wirksame Entlastung der Systeme
Aufbereitung der Förderlinien für pädagogische Nutzung; Begleitung der Schulen bei der 
administrativen Abwicklung
Partizipative Einbindung der SuS und ihrer Eltern
Niedrigschwelligkeit der Angebote: …
maximale Offenheit – minimale Vorgaben des Förderprogramms: flexible Passung auf den 
Standort vor Ort
Vertraute Netzwerkstrukturen
Erfolgsfaktoren
Evaluation in Kooperation mit Zentrum für Lehrer*innenbildung Köln

Bildungsbüro Köln
Stellschrauben – Schnittstellen – Baustellen:
Aufbereitung, Koordination, Begleitung, Evaluation von Förderlinien – insbesondere 
herausgeforderte Standorte sind herausfordernd in der Begleitung: passgenaue, 
niederschwellige Zugänge schaffen qualifizierte Begleitung sichern
Niedrigschwelligkeit ermöglichen – Teilhabe stärken 
Bedarfsgesteuerte Anpassung von bestehenden Regel- oder Förderstrukturen
Stärkung des Zusammenspiels von Schule – Ganztag – außerschulischer Partner*in: 
vielfältige Bedarfe erfordern breite Kooperation und spezielle Expertise - - gerade 
benachteiligte SuS sind auf Anreize aus nonformaler Bildung angewiesen 
Evaluation in Kooperation mit Zentrum für Lehrer*innenbildung Köln

Evaluationa_AnC_RBB-ZfL_August2023

38111 Zeichen

Evaluation der Umsetzung des Aktionsprogramms  
„Ankommen und Aufholen nach Corona –  
Baustein Extra-Geld“  
durch das Kölner Bildungsnetzwerk 
„Ankommen und Aufholen nach Corona“ ist ein  
Förderprogramm von Bund und Land NRW  
zur Beseitigung pandemiebedingter Beeinträchtigungen

Kontakt:  
 
Dr. Ina Berninger 
Zentrum für Lehrer*innenbildung (ZfL) 
Universität zu Köln 
Tel: +49 221 470-1148 
Email: i.berninger@uni-koeln.de

I 
 
Inhaltsverzeichnis 
 
Inhaltsverzeichnis ................................................................................................................................ I 
Abbildungsverzeichnis ....................................................................................................................... II 
Tabellenverzeichnis .......................................................................................................................... III 
1 Evaluationsgegenstand .............................................................................................................. 1 
2 Evaluation .................................................................................................................................. 1 
2.1 Evaluationsdesign, Erhebungs- und Analysemethoden ........................................................ 2 
2.2 Datengrundlage ..................................................................................................................... 4 
3 Ergebnisse.................................................................................................................................. 4 
3.1 Umgesetzte Maßnahmen und ihre Wirkung .......................................................................... 4 
3.2 Erfolgreiche Maßnahmen des Aktionsprogramms ................................................................ 7 
3.3 Kooperationen anbahnen und umsetzen ................................................................................ 9 
3.4 Verstetigung (gelungener) Maßnahmen .............................................................................. 10 
3.5 Strukturen schaffen ............................................................................................................. 12 
3.6 Schulen in herausgeforderten Lagen ................................................................................... 13 
4 Fazit ......................................................................................................................................... 13 
Quellen ............................................................................................................................................. 15 
Anhang ............................................................................................................................................. 16

II 
 
Abbildungsverzeichnis 
 
Abb. 3.1.1: Umgesetzte Maßnahmen an Schulen der Vorabbefragung – absolute Häufigkeiten ...... 5 
Abb. 3.1.2: Wirkung der Maßnahmen – Sichtweise der Teilnehmer*innen der Fachforen ............... 6 
Abb. 3.1.3: Wirkung der Maßnahmen – Sicht der Lehrkräfte (Angaben in %) .................................. 6 
Abbildung 3.2.1. Anforderungen an Maßnahmen – Sichtweise der Teilnehmer*innen der Fachforen
 ............................................................................................................................................................ 8 
Abb. 3.2.2: Gelingensbedingungen erfolgreicher Maßnahmen des Aktionsprogramms .................... 8 
Abb. 3.3.1: Erfolgsfaktoren für die Umsetzung – Sichtweise der Teilnehmer*innen der Fachforen . 9 
Abb. 3.3.2: Phasen der erfolgreichen Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule .................... 10 
Abb. 3.4.1: Stolpersteine bei der Programmumsetzung – Sichtweise der Teilnehmer*innen der 
Fachforen ......................................................................................................................................... 12 
Abb. 3.6.1: Fördermaßnahmen an sozialindizierten Standorten etablieren .................................... 13

III 
 
Tabellenverzeichnis 
 
Tab. 2.1.1: Datenerhebung in den Fachforen .................................................................................... 3 
Tab. 2.2.2: Teilnehmer*innen der Fachforen Anfang Februar 2023................................................. 4 
 
Anhang 
Anhang 1: Wirkung der Maßnahmen 
Anhang 2: Anforderungen an Maßnahmen  
Anhang 3: Erfolgsfaktoren für die Umsetzung 
Anhang 4: Stolpersteine bei der Umsetzung

1 
 
1 Evaluationsgegenstand 
Evaluationsgegenstand ist die Umsetzung des Aktionsprogramms „Ankommen und Aufholen nach 
Corona“ im Jahr 2021/22 durch das Kölner Bildungsnetzwerk. „Ankommen und Aufholen nach Corona“ 
ist ein Förderprogramm von Bund und Land NRW zur Beseitigung pandemiebedingter Beeinträchtigun-
gen. Der Fokus der Evaluation liegt au f dem Baustein „Extra Geld“ und zwar auf den Teilen „Schul-
budget“ und „Schulträgerbudget“, welche gemeinsam 70% dieses Bausteines ausmachen. Die Umsetzung 
des Programms erfolgte in Kooperation mit schulischen und außerschulischen Partner*innen de r regio-
nalen Bildungslandschaft und wurde koordiniert und verantwortet durch die Schulträgerin der Stadt Köln, 
dem Amt für Schulentwicklung, Sachgebiete Regionales Bildungsbüro (RBB) und Ganztag.  
Das gesamte Programm umfasst insgesamt vier Bausteine (Extra Geld, Extra Personal, Extra Zeit, Extra 
Blick). Der Baustein „Extra Geld“ enthält: 
a. Das Schulbudget (30%), die Verausgabung liegt in der Zuständigkeit der Schulen. 
b. Das Schulträgerbudget (40%), dieses umfasst:  
 244 Einzelanträge von Schulen – zumeist in Kooperation mit außerschulischen Partner*in-
nen, 
 80 schulübergreifende Angebote der Schulträgerin mit  außerschulischen Partner*innen 
zur Unterstützung der Schüler*innen bei  der Bewältigung coronabedingter Beeinträchti-
gungen, 
 Angebote an Schüler*innen zur Stärkung unterschiedlichster Kompetenzen, 
 Angebote an die multiprofessionellen Teams in Schule zur Flankierung und Absicherung 
der o.g. Maßnahmen und zur Erreichung von Eltern. 
 Das Angebot beinhaltet Materialien, Lizenzen, ergänzende Ausstattung , sofern sie dem 
Förderzweck entsprechen und nicht zur schulischen Grundausstattung gehören. 
 Das Programm adressiert gut 100 Kölner Schulen aller Schulformen, in allen Stadtteilen, 
mit dem Fokus auf herausgeforderte Standorte. 
c. Bildungsgutscheine (30%). Dieser Teil des Bausteins wird in der Evaluation nicht speziell be-
trachtet.  
 
2 Evaluation  
Als primäre Evaluationsziele sollen die Wirksamkeit der Maßnahmen und die Gelingensbedingungen, 
des in Kap. 1 näher beschriebenen Bausteins „Extra Geld“ des Aktionsprogramms „Ankommen und Auf-
holen nach Corona“ eruiert werden. Durch die gewonnenen Erkenntnisse können künftige Förderstrate-
gien besser begründet und gestaltet werden. Es handelt sich entsprechend um eine Wirksamkeitsevalua-
tion mit Erkenntnis- und Entscheidungsfunktion. Da im Rahmen der Evaluation verschiedene Akteur*in-
nengruppen zum Austausch zusammengeführt werden, erfüllt die Evaluation ebenfalls eine Lern - und 
Dialogfunktion (Döring, 2014: 176).  
Wie oben darstellt, konzentriert sich die Evaluation auf das Schulbudget und das Schulträgerbudget 
des Bausteins „Extra Geld“. Neben der Wirkung der unter diesen Bereich fallenden Maßnahmen 
sollen Gelingensbedingungen, i.e. förderliche und hinderliche Kriterien bei der Umsetzung ausge-
macht werden. Ein Fokus liegt hierbei auf der Kommunikation und Kooperation zwischen den be-
teiligten Akteur*innengruppen als Schlüssel zum Programm und dessen Umsetzung. Es soll deutlich 
werden, welche Bedarfe und Voraussetzungen die jeweiligen Gruppen haben, um die Maßnahmen

2 
 
des Förderprogramms gut umsetzen zu können. Ein weiterer Fokus der Evaluation liegt auf den be-
sonderen Anforderungen und Bedarfen von Schulen in herausgeforderten Wohnlagen mit entspre-
chend hohem Schulsozialindex.      
 
2.1 Evaluationsdesign, Erhebungs- und Analysemethoden 
Die Evaluation ist im Mixed Methods Design angelegt. Das heißt, es kommen qualitative und quan-
titative Methoden zum Einsatz.  
Im Dezember 2022 wurden zwei teilstandardisierte Online-Befragungen über den wöchentlichen In-
fobrief des Amtes für Schulentwicklung an alle Schulen der Stadt Köln verschickt. In diesem Rah-
men wurden:  
1.) alle Pädagog*innen an Schule n, die Projekte im Rahmen des Programms umgesetzt haben zu 
ihren Erfahrungen mit den Maßnahmen sowie ihrer Einschätzung zu deren Erfolg befragt; 
2.) die Eindrücke der Schüler*innen, die an den Fördermaßnahmen teilgenommen hatten, wurden in 
einer zweiten Befragung erhoben.  
Die eingesetzten Erhebungsinstrumente befinden sich im Anhang.  
Einige Ergebnisse dieser Kurz-Befragungen wurden im Februar 2023 im Rahmen zweier Fachforen 
kurz vorgestellt. Diese dargestellten Ergebnisse dienten vorwiegend als Stimuli für die daran an-
knüpfenden Diskussionen.  
Teilnehmer*innen der Foren sind Vertretungen der an der Programmumsetzung beteiligten Ak-
teur*innen. Diese betreffen die Bereiche:   
 Schule, i.e. Schulleitungen, Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*in sowie Mitarbeiter*innen des 
Ganztags; 
 Vertretungen der Kölner Bildungs landschaft, welche die Projekte und Maßnahmen an Schule 
mit umgesetzt haben, wie beispielsweise Träger der Jugendhilfe und der Erwachsenenbildung, 
freie Bildungsanbieter*innen oder die Universität zu Köln; 
 Vertretungen des Lenkungskreises ‚Regionale Bildungslandschaft‘, der sich aus den folgenden 
Kölner Bildungsakteur*innen aus Stadt und Land zusammensetzt: Bezirksregierung Köln, De-
zernat für Bildung, Jugend und Sport, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Dez. IV Integrierte 
Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung, Kommunales Integrationszentrum Köln, Amt für 
Schulentwicklung, Familienberatung und Schulpsychologischer Dienst, Amt für Weiterbildung. 
 
In den Fachforen wurde an zwei aufeinanderfolgenden Tagen die gleiche Agenda bearbeitet: Im ers-
ten Teil der Veranstaltungen ging es um die Frage nach der Wirkung der Maßnahmen sowie förder-
lichen und hinderlichen Kriterien bei der Umsetzung. An Letztere knüpfte ein zweiter Teil an, der 
sich mit den Anforderungen an Kommunikation und Kooperation beschäftigte. In beiden Teilen soll-
ten jeweils die Rahmenbedingungen und Ausgangslagen der Schulen im Allgemeinen sowie diesbe-
zügliche Besonderheiten an Schulen in herausgeforderten Wohnlangen, i.e. sozialindizierten Stand-
orten, thematisiert werden. Tabelle 2.1.1 gibt einen Überblick über das Vorgehen der Datenerhebung 
in den Fachforen.

3 
 
Tab. 2.1.1: Datenerhebung in den Fachforen 
Thema 
 
Methoden / Fragen  
Umsetzung und Wirk-
samkeit der Maßnahmen 
Gruppendiskussion im Plenum 
 
 Abgleich / Kontrastierung der Erfahrungen der Teilnehmer*innen 
verglichen mit den Ergebnissen der Vorabbefragung 
 
Wirksamkeit der Maß-
nahmen und Anforde-
rungen an Rahmenbe-
dingungen  
 Gesprächsrunden in Kleingruppe à 3-4 Personen  
 Sicherung / Sichtung der Ergebnisse auf Stellwänden durch 
alle 
 Gruppendiskussion im Plenum 
 
Fragen: 
 Woran machen Sie die Wirkung der Maßnahmen fest? Welche 
Effekte / Veränderungen haben Sie konkret beobachtet?  
 
 Aus pädagogischer Sicht: Welche Anforderungen an Format und 
Inhalt müssen erfolgreiche Maßnahmen erfüllen?  
 
Umsetzung der Förder-
programme an Schulen 
Gruppendiskussion im Plenum 
 
Fragen: 
 Wie müssen Förderprogramme „aufgeschlossen“ werden, um gut 
an Schulen anzukommen? 
 
 Rückmeldungen zu Erfahrungen mit Werkzeugkoffer des RBB 
 
Erfolgreiche Umsetzung 
der Maßnahmen  bzgl. 
der Kooperation / Kom-
munikation zwischen 
Anbieter*innen und 
Schulen 
 Interview 2 Personen Thema: Erfolgsstory  
 Reduktion der Informationen in 4er Gruppe 
 Gruppendiskussion im Plenum 
 
Stolpersteine bei der 
Umsetzung der Maßnah-
men 
Gruppendiskussion im Plenum 
 
 
Quelle: Eigene Darstellung 
Die Diskussionen in den Fachforen liefern vorwiegend qualitatives Datenmaterial. Bei der Analyse 
dieses Materials finden sowohl induktive als auch deduktive Verfahren Anwendung. Beim ersten 
Analyseschritt wird offen an das Material herangegangen. In einem explorativen Akt werden neue 
(Sinn-)Dimensionen aus dem Datenmaterial erschlossen (Strauss/Corbin, 1996). Diese Vorgehens-
weise entspricht dem theoriegenerierenden ‚offenen Kodieren‘ der Grounded Theory (Strübing, 
2014). Leitend für diesen Analyseschritt sind die folgenden Fragen: Was wird – mitunter immer

4 
 
wieder – thematisiert? Welche Problemlage und/oder welche Handlungsoptionen zeigt die Spreche-
rin/der Sprecher durch ihre/seine Art das Thema zu präsentieren? Was er wähnt die Sprecherin/der 
Sprecher nicht? (Strübing, 2014).  
Im zweiten Analyseschritt wird eine strukturierende Inhaltsanalyse durchgeführt (Mayring/Frenzl, 
2014). Die Leitfragen der Evaluation (vgl. Tab. 2.1.1) und der Diskussionen bilden das Kategorien-
system, anhand dessen die Durchsicht des Datenmaterials stattfindet. Das Kategoriensystem wird 
durch die im ersten Analyseschritt potentiell neu erschlossenen Dimensionen oder Unterkategorien 
ergänzt.  
 
2.2 Datengrundlage 
An der Vorabbefragung haben 58 Schüler*innen und 57 Umsetzende der Maßnahmen aus mindes-
tens 23 Kölner Schulen (i.d.R. Lehrkräfte) teilgenommen. Aufgrund der kleinen Fallzahl kann nicht 
von einer repräsentativen Umfrage gesprochen werden.   
 
Die Fachforen wurden paritätisch mit schulischen und außerschulischen Vertreter*innen besetzt. Die 
nachstehende Tabelle 2.2.2 gibt einen Überblick über die Teilnehmer*innen und ihr Tätigkeitsfeld: 
 
Tab. 2.2.2: Teilnehmer*innen der Fachforen Anfang Februar 2023 
Teilneh-
mer*innen 
Fachforum 1 Fachforum 2 
TN Schul-
formen 
Förderschule (1), Hauptschule (1), 
Realschule (1), Gesamtschulen (2)  
Gesamt = 5 
Grundschule (3) Förderschule (2), Real-
schule (1), Gymnasium (1)  
Gesamt = 7 
TN Träger 6 (bspw. Sport, Kunst, Kultur, Er-
lebnispädagogik, Nachhilfeange-
bote) 
5 (bspw. Sport, Kunst, Kultur, Erlebnispäda-
gogik, Nachhilfeangebote) 
TN Weitere  Integrierte Jugendhilfe - und 
Schulentwicklungsplanung (1) 
 Sachgebiet Ganztag (1) 
 Integrierte Jugendhilfe - und Schulent-
wicklungsplanung (1) 
 Sachgebiet Ganztag (1) 
 Amt für Kinder, Jugend und Familie (1) 
 
3 Ergebnisse 
3.1 Umgesetzte Maßnahmen und ihre Wirkung 
Das Aktionsprogramm „Ankommen und Aufholen nach Corona“ war vorrangig darauf ausgelegt, Schü-
ler*innen das gezielte Aufholen pandemiebedingter Lernrückstände zu ermöglichen (Schulministerium, 
2023). Nach der Corona-Pandemie meldeten jedoch viele Schulen, insbesondere jene in benachteiligten 
Wohnlagen, zurück, dass zunächst das soziale Miteinander gestärkt sowie die sozial-emotionale Entwick-
lung der Schüler*innen gefördert werden musste. Viele Schüler*innen können erst dann wieder gut lernen 
und somit Lernlücken schließen, wenn sie im sozialen Gefüge der Schule wieder angekommen und ihre 
emotionalen Ressourcen gestärkt sind. Diese Ergebnisse aus den Fachforen werden durch die digitale 
Vorabbefragung unterstützt (vgl. Abb. 3.1.1).

5 
 
Abb. 3.1.1: Umgesetzte Maßnahmen an Schulen der Vorabbefragung – absolute Häufigkeiten 
 
Quelle: Befragung der Lehrkräfte Dez./Jan 2022/23, eigene Berechnung 
Auch in den Gruppendiskussionen der Fachforen bestätigte sich diese Tendenz. Hier wurden das Trainie-
ren des sozialen Miteinanders, aber auch die Stärkung des Ichs (Steigerung des Selbstwerts, der Selbst-
wirksamkeitserwartungen sowie der emotionalen Stabilität) der Schüler*innen als adressierte Bedarfe be-
sonders häufig genannt.  
Sowohl Schulen als auch Anbieter*innen von Maßnahmen schildern, dass besonders benachteiligte Schü-
ler*innen nach den Corona-Maßnahmen häufig in einer schlechten sozial-emotionalen Verfassung in die 
Schule zurückkehrten. In herausgeforderten Wohnlagen stellte sich nach den Schulschließungen außer-
dem die Schwierigkeit fehlender deutscher Sprachkompetenzen. Fehlende Deutschkenntnisse seitens der 
Schüler*innen, aber auch der Eltern sowie fehlend e Motivation durch z.B. depressive Verstimmungen 
stellen Hürden für die Teilnahme an den Maßnahmen dar. Mit den Eltern konnten beispielsweise keine 
Absprachen bzgl. Ausflügen getroffen werden. Schüler*innen ohne Deutschkenntnisse können an sprech-
intensiven Maßnahmen nicht teilnehmen. Sind diese Hürden überwunden – z.B. durch vorherigen Sprach-
erwerb oder Maßnahmen, die keine Kenntnisse voraussetzen – kann die Stärkung des Ichs (Steigerung 
des Selbstwerts, der Selbstwirksamkeitserwartungen sowie der emotionalen Stabilität) in einer Wechsel-
wirkung mit dem Trainieren von Sozialkompetenzen stattfinden. Die Stärkung des Ichs kann die Motiva-
tion zur Teilnahme an Maßnahmen, die z.B. die Sozialkompetenz stärken, erhöhen. 
Die Teilnehmer*innen der Fachforen bestätigten eine breite Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen. 
Analog zu den adressierten Bedarfen betrifft die beobachtete Wirkung vor allem Aspekte der Sozialkom-
petenz, wie „gesteigerte Teamfähigkeit“ oder „friedliches Miteinander“ und de r Stärkung des Ichs der 
Schüler*innen. Letzteres zeigt sich in einem gesteigerten Selbstwert und einer gesteigerten Selbstwirk-
samkeitserwartung, welche sich wiederum durch „Vertrauen“, „Mut“ und „Begeisterung“ ausdrücken. 
Weiter wurde von einer Verbesserung der Physis (Beweglichkeit gesteigert, Gewichtsreduktion), verbes-
serten Noten oder einer besseren Vernetzung z.B. mit den Eltern als Effekte der umgesetzten Maßnahmen 
berichtet (vgl. Abb. 3.1.2). Eine Übersicht über die Wirkung der Maßnahmen findet sich außerdem im 
Anhang 1. 
 
 
 
29
18 16
11 10
6 4 3
0
5
10
15
20
25
30

6 
 
Abb. 3.1.2: Wirkung der Maßnahmen – Sichtweise der Teilnehmer*innen der Fachforen  
 
Quelle: RBB 
In der Vorabbefragung zeigte sich ebenfalls, dass durch die umgesetzten Maßnahmen besonders das so-
ziale Miteinander eingeübt werden konnte (vgl. Abb. 3.1.3).  
 
Abb. 3.1.3: Wirkung der Maßnahmen – Sicht der Lehrkräfte (Angaben in %)

7 
 
 
Quelle: Befragung der Lehrkräfte Dez./Jan 2022/23, eigene Berechnung 
 
3.2 Erfolgreiche Maßnahmen des Aktionsprogramms 
Im Aktionsprogramm „Ankommen und Aufholen nach Corona“ stehen zeitlich befristet Mittel zur Ver-
fügung, um Schüler*innen das gezielte Aufholen pandemiebe dingter Lernrückstände zu ermöglichen  
(Schulministerium, 2023). Wie oben ausgeführt, stellt das Schließen der Lernlücken insbesondere be i 
bildungsbenachteiligten Schüler*innen ein Problem dar , was erst angegangen werden kann, wenn die 
Schüler*innen sozial-emotional an der Schule angekommen sind. Nach Beendigung des  corona-bedingt 
eingeschränkten Schulbetriebs stand deshalb das Trainieren des sozialen Miteinanders sowie die Stärkung 
des Ichs der Schüler*innen an erster Stelle. Aufgrund der zeitlichen Befristung der zur Verfügung gestell-
ten Mittel des Aktionsprogramms müssen erfolgreiche Maßnahmen a) schnell an Schulen etabliert werden 
sowie b) auch bei einer kurzen Dauer auf die skizzierten Bedarfe wirken und beispielsweise nicht an einen 
länger andauernden Beziehungsaufbau zwischen pädagogischer Fachkraft und Schüler*in geknüpft sein. 
Unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen ergaben sich in den Gruppendiskussionen Maßnah-
men als besonders erfolgreich, die die folgenden Kriterien erfüllten (vgl. auch Abb. 3.2.1):  
 zeitlich und inhaltlich relativ klar definiertes Aktionspaket seitens der*des Anbieter*in 
 Partizipation auch ohne Deutschkenntnisse oder sprachliche Fähigkeiten der Schüler*innen ist 
möglich 
 für sehr heterogene Gruppen und Teilnehmer*innen aller Lernstufen geeignet 
 Förderung des sozialen Miteinanders, kooperative Gestaltung 
 Förderung des Selbstwertes und der Selbstwirksamkeitserwartung  
 Abschlusspräsentation des Angebotes vor den Eltern und weiteren Gästen 
 kurze Anfahrtswege für die Schüler*innen 
 
7,5%
9,6%
18,5%
22,2%
23,1%
27,3%
30,2%
50,9%
69,1%
20,8%
21,2%
35,2%
33,3%
26,9%
36,4%
37,7%
17,0%
16,4%
28,3%
32,7%
29,6%
25,9%
26,9%
25,5%
17,0%
17,0%
9,1%
43,4%
36,5%
16,7%
18,5%
23,1%
10,9%
15,1%
15,1%
5,5%
0,0% 20,0% 40,0% 60,0% 80,0% 100,0%
... bei Bildungsübergängen unterstützt werden.
... ihre Medienkompetenz stärken.
... ihre Lern- und Selbstorganisation wieder
aufbauen.
... fachliche Lernlücken schließen.
... Hilfe bei gesundheitlichen Problemen
(körperlich/psychisch) bekommen.
... sprachlich gefördert werden.
... ihre Aggressionen / Frustrationen besser
kontrollieren.
... sich wieder mehr bewegen
(Bewegungsförderung).
... soziales Miteinander üben.
Durch die Maßnahme konnten die Schüler*innen...
1 = sehr stark 2 3 4 = überhaupt nicht

8 
 
Abbildung 3.2.1. Anforderungen an Maßnahmen – Sichtweise der Teilnehmer*innen der Fachforen 
 
Quelle: RBB 
Eine Übersicht über die Anforderungen an die Maßnahmen findet sich außerdem im Anhang 2. 
In Abbildung 3.2. 2 ist die Gestaltung und Wirkung erfolgreicher Maßnahmen des Aktionsprogramms 
grafisch dargestellt. Damit Maßnahmenpakete schnell an Schulen umgesetzt werden können, ist ein klares 
Paket seitens der*des Anbieter*in hilfreich  mit niedrigen Zugangsvoraussetzungen und in kooperativer 
Gestaltung. 
 
Abb. 3.2.2: Gelingensbedingungen erfolgreicher Maßnahmen des Aktionsprogramms

9 
 
 
Quelle: Eigene Darstellung 
 
3.3 Kooperationen anbahnen und umsetzen 
 
Die im Rahmen der Fachforen genannten Erfolgsfaktoren für die Umsetzung der Förderprogramme sind 
vielfältig (vgl. 3.3.1). 
Abb. 3.3.1: Erfolgsfaktoren für die Umsetzung – Sichtweise der Teilnehmer*innen der Fachforen 
 
Quelle: RBB

10 
 
Eine Übersicht über Erfolgsfaktoren für die Umsetzung der Maßnahmen findet sich auch im Anhang 3. 
Für die Anbahnung der Kooperation von Schulen und Anbieter*innen von Fördermaßnahmen gilt: Je 
kürzer der Zeitraum der Finanzierung und/oder je geringer die Mittel, desto niedrigschwelliger und we-
niger zeitintensiv darf die Anbahnung der Kooperation sein. Eine notwendige Voraussetzung für das Zu-
standekommen und die Umsetzung einer Kooperation ist, dass der erwartete Nutzen den Aufwand über-
steigt. Ferner muss die Maßnahme gut planbar sein, was eine gesicherte und verlässliche Finanzierung 
voraussetzt.  
In Abbildung 3.3. 2 sind die Phasen der erfolgreichen Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schulen  
grafisch dargestellt. Als hilfreich bei  der Anbahnung einer Kooperation bzw. dem Finden vom Anbi e-
ter*innen seitens der Schulen haben sich Listen mit Anbieter*innen und deren Leistungen, die vom RBB 
online zur Verfügung gestellt wurden sowie der Austausch im Netzwerk über gelingende bzw. misslun-
gene Kooperationen und deren Ursachen herausgestellt. Sobald ein*e Anbieterin gefunden wurde, sollte 
die Planung a) bedarfsgerecht in Bezug auf die Schüler*innen, b) partizipativ im Hinblick auf die Mitge-
staltungsmöglichkeiten seitens der Schule sowie c) in schulische Abläufe und Konzepte eingebunden sein. 
Die einfach und logisch aufgebaute bürokratische Organisation der Antragsstellung des Aktionspro-
gramms „Ankommen und Aufholen nach Corona“ seitens des RBBs wurde von den Teilnehmenden der 
Gruppendiskussionen und der Vorabbefragung sehr gelobt: „Das Antragsformular und die Bewilligung 
waren sehr hilfreich und unkompliziert“. Grundsätzlich kann es überdies hilfreich sein, bei einer Antrag-
stellung die Anbieter*innen unterstützend mit ins Boot zu holen, da diese – anders als Akteur*innen in 
Schule – über mehr Expertise bzgl. bürokratischer Vorgänge bei der Umsetzung von Förderprogrammen 
verfügen. Wenn ein Programm oder eine Fördermaßnahme an Schulen umgesetzt wird, ist die gelingende 
Kooperation vor allem von vier Punkten abhängig: 1.) Verlässlichkeit bzgl. der Absprachen, 2.) definierte 
Ansprechpartner*innen, 3.) der*dem Anbieter*in bekannte schulspezifische Strukturen sowie 4.)Sicher-
stellung des Transportes und/oder der Raumnutzung (vgl. Abb. 3.3.2).  
 
Abb. 3.3.2: Phasen der erfolgreichen Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule 
 
Quelle: Eigene Darstellung 
 
3.4 Kriterien für gelungene Maßnahmen 
Mithilfe dieser Evaluation sollen auch Kriterien für gelungene Maßnahmen gefunden werden, um so 
künftige Förderstrategien besser begründen und gestalten zu können. Die Kriterien einer erfolgreichen 
Umsetzung des Aktionsprogramms „Ankommen und Aufholen nach Corona“ unterscheiden sich nicht

11 
 
grundlegend von anderen Förderprogrammen und -maßnahmen. In der Vorabbefragung und den Grup-
pendiskussionen konnten die folgenden Kriterien für eine gelungene Umsetzung von Maßnahmen identi-
fiziert werden:  
1. Hohe Flexibilität des Förderprogramms:  Durch minimale Vo rgaben für die Mittelverwendung 
wurden es ermöglicht, passgenaue Maßnahmen für die unterschiedlichen Bedarfe zu realisieren. 
 
2. Orientierung an den individuellen Interessen und Bedürfnissen der Schüler*innen: Dies sollte 
klar definiert zwischen Anbieter*in und Schule abgesprochen und diese Absprachen bei der Umset-
zung der Maßnahme eingehalten werden.  
3. Attraktive, außerschulische Lernorte: Gerade, weil die Schüler*innen während des Bestehens der 
Corona-Maßnahmen viel Zeit zu Hause verbracht haben, verschafft ein „Rauskommen“ ganz beson-
dere Erlebnisse, die vor allem die psychische Konstitution der Schüler*innen verbessern. Insbeson-
dere bildungsbenachteiligte Schüler*innen können hier Orte kennen lernen, zu denen sie aus ihren 
familiären Verhältnissen heraus nur schlecht Zugang hätten.  
4. Arbeit in Kleingruppen, in Teams, in der Gemeinschaft: Nach der Beendigung der Corona-Maß-
nahmen war die Notwendigkeit für die Schüler*innen, wieder in einer Gruppe anzukommen, beson-
ders zentral. Allerdings funktioniert Bildungsförd erung im Team auch dann besonders gut, wenn 
Gruppen längerfristig zusammenarbeiten können, weil so ein gelungener Beziehungsaufbau wahr-
scheinlich ist und das Vertrauensverhältnis der S chüler*innen untereinander gestärkt wird. In einer 
gut funktionierenden Gruppe k önnen sich Schüler*innen gegenseitig für das  Erreichen von (Bil-
dungs-)Zielen motivieren und unterstützen. Außerdem kann in Gesprächen „emotionaler Ballast“ – 
den insbesondere Kinder und Jugendliche aus benachteiligen Verhältnisse mit sich tragen – abgebaut 
und so Kapazitäten für das Lernen geschaffen werden.   
5. Gleichbleibende Strukturen und ein e gleiche (externe) Bezugsperson: Dieses Kriterium dient 
ebenfalls der Schaffung eines Vertrauensverhältnisses sowie einer sicheren Basis für die Schüler*in-
nen. Gerade gegenüber externen pädagogischen Fachkräften können sich Jugendliche oftmals eher 
öffnen, da diese – anders als Lehrkräfte – nicht in der Rolle der Bewertenden von Schulleistungen 
sind.  
6. Bewegung und Motorik fördern: Nach Beendigung der Corona-Maßnahmen ist ein „wieder in Be-
wegung kommen“ für die Schüler*innen wichtig. Grundsätzlich fördert Bewegung den Abbau von 
Stress und ist entsprechend hilfreich für die emotionale Stabilität und das (freundliche) soziale Mit-
einander.   
7. Gute Einbindung in den Unterricht, ins Schulhaus, an Fachlehrer*innen, um Strukturen der 
Schule zu nutzen und ein Ineinandergreifen der Arbeit unterschiedlicher Fachkräfte mit den Schü-
ler*innen zu ermöglichen.  
8. Ein h oher Aufforderungscharakter ist insb esondere bei bildungsbenachteiligten Schüler*innen 
wichtig, da teilweise nur so die Hürden der Teilnahme überwunden werden können (vgl. Abb. 3.1.2).  
Insbesondere die Kriterien 4 und 6 setzen eine gewisse Planbarkeit und lückenlose Finanzierung voraus. 
Strukturen im Kollegium zu schaffen oder auch ein Netzwerk im Stadtteil/ -viertel zur Kooperation her-
zustellen, braucht Zeit. Diese Zeit wird seitens der Schule allerdings vorrangig dann investiert, wenn mit 
einer nachhaltigen Finanzierung zu rechnen ist. Eine nachhaltige und lückenlose Finanzierung ist beim 
Aktionsprogramm „Ank ommen und Aufholen nach Corona“ bislang nicht sichergestellt. Mangelnde 
Planbarkeit und Wartezeiten bei der Bewilligung der Finanzierung führten – laut den Teilnehmenden der

12 
 
Gruppendiskussionen – auch dazu, dass Anbieter*innen wieder „abgesprungen“ sind, d a sie zwischen-
zeitlich anderweitige Kooperation eingegangen sind und keine Kapazitäten mehr für eine Zusammenar-
beit mit der jeweiligen Schule hatten.  
 Abb. 3.4.1: Stolpersteine bei der Programmumsetzung – Sichtweise der Teilnehmer*innen der Fach-
foren 
 
Quelle: RBB 
Eine Übersicht über die genannten Stolpersteine findet sich auch in Anlage 4.  
3.5 Strukturen schaffen 
Vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen – öffentliche Gelder für Bildungsförderung wer-
den oftmals kurzfristig und zeitlich begrenzt bewilligt – gilt es Strukturen zu schaffen, die auf diese Be-
dingungen adäquat reagieren können.  
Bei der Umsetzung des Aktionsprogramms „Ankommen und Aufholen nach Corona“ hatte das RBB ei-
nen digitalen „Werkzeugkoffer“ zur Verfügung gestellt. Hierüber wurden Schulleitungen Formulare für 
Anträge und Dienstverträge sowie eine Liste mit Anbieter*innen von Fördermaßnahmen zur Verfügung 
gestellt. Dieser Werkzeugkoffer wurde von den Teilnehmer*innen der Gruppendiskussion en als positiv 
und hilfreich bewertet. Allerdings kamen über die Liste der Anbieter*innen nur wenige Kooperationen 
zu Stande. Sie diente Schulen eher als erster Überblick, welche Angebote grundsätzlich möglich wären. 
Zusammengearbeitet wurde vermehrt mit Anb ieter*innen, die bereits bekannt waren oder von anderen 
Schulen empfohlen wurden. Dies führte einerseits zu einer Übernachfrage etablierter Anbieter*innen und 
andererseits konnten sich neue Anbieter*innen nur schwer am Markt etablieren. Entsprechend sollte hier 
auf Steuerungsebene überlegt werden, wie zukünftig Kooperationsanbahnung noch besser unterstützt 
werden kann.

13 
 
3.6 Schulen in herausgeforderten Lagen 
Ein besonderes Augenmerk der Evaluation liegt auf Schulen in herausgeforderten Wohnlangen, i.e. sozi-
alindizierten Standorten. Belastbare Aussagen über deren Möglichkeiten und Herausforderungen bei der 
Etablierung von Fördermaßnahmen an den Schulen sind schwer zu treffen, weil nicht nur diese Schulen 
in den Befragungen und Diskussion vertreten waren. In Abbildung 3.6.1 ist ein mögliches Vorgehen dar-
gestellt, wie Fördermaßnahmen an sozialindizierten Standorten etabliert werden könnten.  
 
Abb. 3.6.1: Fördermaßnahmen an sozialindizierten Standorten etablieren 
 
 
Quelle: Eigene Darstellung 
Das A und O bei der Kooperation mit sozialindizierten Standorten ist die Niedrigschwelligkeit. Diese 
manifestiert sich 1.) in einer proaktiven, möglichst persönlichen Kontaktaufnahme, auch per Telefon  
(keine E-Mails). 2.) der Nutzen von Förderangeboten für die jeweilige Schule sowie der damit verbundene 
Aufwand muss deutlich sein. Ein Angebot wird nur abgenommen werden, wenn der Nutzen den Aufwand 
übersteigt. Um passgenaue Angebote für eine Schule zu finden und Anbieter*innen zu vermitteln, müssen 
3.) die Bedarfe der Schule klar sein. Sowohl die Anbahnung der Kooperation als auch die Kooperation 
selbst kann/sollte 4.) beratend begleitet werden. Alle Erkenntnisse aus diesem Prozess können als gewon-
nenes Wissen ins Netzwerk fließen. Wie bei stark bildungsbenachteiligen und abgehängten Schüler*innen 
gilt auch für vergleichbare Schulen, dass in den Anfängen viel investiert werden muss, um zu überzeugen, 
zu motivieren und Strukturen zu schaffen, welche die erfolgreiche Etablierung von Fördermaßnahmen 
ermöglichen.  
 
4 Fazit  
Die Umsetzung des Aktionsprogramms „Ankommen und Aufholen nach Corona“ durch das Kölner Bil-
dungsnetzwerk kann insgesamt als erfolgreich bewertet werden. Die Budgets wurden überwiegend ver-
ausgabt und die daraus finanzierten Maßnahmen zeigten vielerorts die gewünschte Wirkung entsprechend 
der Bedarfe an den jeweiligen Schulen. Die Maßnahmen waren i.d.R. zielgenau, d.h. die Wirkung entfal-
tete sich in den jeweils adressierten Bereichen ( z.B. Stärkung des sozialen Miteinanders, Lernlücken 
schließen etc.). Von vielen Akteur*innen lobend hervorgehoben wurde die u nproblematische Antrags-
stellung, die diesbezügliche Unterstützung seitens des RBB sowie die Autonomie der Schulen im Hin-
blick auf die Ve rwendung der Mittel. Diese wurde u.a. durch die Flexibilität der Mittelverwendung in 
diesem Förderprogramm sowie durch die pädagogische Expertise bei der Begleitung der Umsetzung er-
möglicht.

14 
 
Analog zu den durch die Corona-Maßnahmen entstandenen Bedarfe bei den Schüler*innen beinhalteten 
die an den Schulen umgesetzten Maßnahmen sehr häufig das Trainieren des sozialen Miteinanders  und 
die Stärkung des Ichs der Schüler*innen (Selbstwert, Selbstwirksamkeitserwartung, emotionale Stabili-
tät) (vgl. Kap. 3.1). Im Hinblick auf den Erfolg von Maßnahmen, muss zwischen Maßnahmen unterschie-
den werden, die schnell, effizient aber auch nur kurzfristig an Schulen stattfinden und solchen , die län-
gerfristig etabliert werden und damit auch nachhaltiger wirken können. Hierin variieren auch teils die 
Kriterien der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Anbieter*innen und Schulen  (vgl. Kap. 3.2, 3.3, 
3.4).

15 
 
Quellen 
Döring, Nicola (2014): Evaluationsforschung. S. 167-181 in Baur, Nina und Jörg Blasius (Hrsg.) Handbuch 
Methoden der empirischen Sozialforschung. Wiesbaden, Germany: Springer VS. 
Mayring, Philipp und Thomas Fenzl (2014): Qualitative Inhaltsanalyse. S. 543 -558 in Baur, Nina und Jörg 
Blasius (Hrsg.) Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung. Wiesbaden, Germany: Sprin-
ger VS. 
Schulministerium (2023): Aktionsprogramm Ankommen und Aufholen. Online-Dokument: 
https://www.schulministerium.nrw/ankommen-aufholen [Letzter Zugriff: 23.03.2023]. 
Strauss, Anselm L. und Juliet Corbin (1996): Grounded Theory. Weinheim: Beltz/Psychologie Verlags-
union. 
Strübing, Jörg (2014): Grounded Theory und Theoretical Sampling. S. 457-472 in Baur, Nina und Jörg 
Blasius (Hrsg.) Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung. Wiesbaden, Germany: 
Springer VS.

16 
 
Anhang  
 
Umfrage: Ankommen und Aufholen nach Corona für die Pädagog*innen 
 
Herzlich Willkommen zur Umfrage zu "Ankommen und Aufholen nach Corona"! 
Die Teilnahme ist freiwillig und die Umfrage sollte maximal 10 Minuten dauern. 
Vielen Dank! 
Kontakt: 
Dr. Ina Berninger 
Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) | Universität zu Köln 
Telefon: + 49 221 470 - 1148 
E-Mail: i.berninger@uni-koeln.de 
 
Diese Maßnahme aus dem Programm "Ankommen und Aufholen nach Corona" habe ich an 
meiner Schule umgesetzt: 
Tragen Sie hier den Titel und – falls bekannt – den Träger/Anbieter der Maßnahme ein: 
 
 
 
 
 
Wie hat den Schüler*innen die Maßnahme bei den folgenden Punkten geholfen? 
Bitte stufe deine Antworten ab auf einer Skala von 1 („sehr stark“) bis 4 („überhaupt nicht“). 
          sehr stark       →     überhaupt nicht 
Durch die Maßnahme konnten die Schüler*innen...  1 2 3  4 
... fachliche Lernlücken schließen.     
... ihre Lern- und Selbstorganisation 
    wiederaufbauen.       
... soziales Miteinander üben.     
... sprachlich gefördert werden.    

17 
 
... Hilfe bei gesundheitlichen Problemen 
    (körperlich/psychisch) bekommen.     
... ihre Aggressionen / Frustrationen 
    besser kontrollieren.     
... sich wieder mehr bewegen 
    (Bewegungsförderung).      
… ihre Medienkompetenz stärken     
… bei Bildungsübergängen unterstützt  
werden.      
... in einer anderen Weise 
    unterstützt / gefördert         
    und zwar:    
 
 
Warum war die Maßnahme Ihrer Meinung nach wirksam bzw. nicht wirksam? 
Skizzieren Sie hier bitte kurz hilfreiche Kriterien: 
 
 
 
 
Skizzieren Sie hier bitte kurz hinderliche Kriterien:

18 
 
 
Wenn Sie weitere Wünsche oder Ideen für mögliche Projekte oder Maßnahmen haben, kön-
nen Sie das hier eintragen: 
 
 
 
 
An dieser Schulform arbeite ich: 
 Grundschule 
 Hauptschule 
 Realschule 
 Gymnasium 
 Gesamtschule 
 Förderschule 
 Berufskolleg 
 Einer anderen Schulform und zwar: 
 
In diesem Stadtteil liegt meine Schule: 
 Chorweiler 
 Ehrenfeld 
 Innenstadt 
 Kalk 
 Lindenthal 
 Mülheim 
 Nippes 
 Porz 
 Rodenkirchen

19 
 
 
Herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit! 
Die Informationen wurden gespeichert. 
Sie können das Browserfenster nun schließen.

20 
 
Umfrage: Ankommen und Aufholen nach Corona für die Schüler*innen 
 
Herzlich Willkommen zur Umfrage zu "Ankommen und Aufholen nach Corona"! 
Die Teilnahme ist freiwillig und die Umfrage sollte maximal 10 Minuten dauern. 
Vielen Dank! 
Kontakt: 
 
Dr. Ina Berninger 
Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) | Universität zu Köln 
Telefon: + 49 221 470 - 1148 
E-Mail: i.berninger@uni-koeln.de 
 
 
Was wurde bei der Maßnahme, an der du teilgenommen hast, gemacht? 
 Förderunterricht 
 Kunst 
 Musik 
 Sport 
 Ausflüge 
 Sozialtraining 
 Etwas Anderes und zwar:

21 
 
Wie hat dir die Maßnahme bei den folgenden Punkten geholfen? 
Bitte stufe deine Antworten ab auf einer Skala von 1 („sehr stark“) bis 4 („überhaupt nicht“). 
       sehr stark      →     überhaupt nicht-
Durch die Maßnahme ...     
  1 2 3  4 
... komme ich im Unterricht besser mit.     
... kann ich mich besser konzentrieren.                                             
... komme ich besser mit meinen  
    Mitschüler*innen und Lehrer*innen zurecht.     
... fühle ich mich insgesamt besser.     
... fühle ich mich in der Schule wohler.     
... habe ich (mehr) Spaß an Bewegung.     
... kann ich besser mit Computer / PC 
    und dem Internet umgehen.     
... ist etwas anderes besser geworden und zwar                    
 
 
 
Was hat dir an der Maßnahme gut gefallen? 
 
 
Was hat dir an der Maßnahme nicht so gut gefallen? 
 
 
Wenn du dir noch etwas von der Maßnahme gewünscht hättest, kannst du das hier eintra-
gen:

22 
 
 
Auf diese Schule gehe ich: 
 Grundschule 
 Hauptschule 
 Realschule 
 Gymnasium 
 Gesamtschule 
 Förderschule 
 Berufskolleg 
 Eine andere Schulform und zwar: 
 
 
 
In diesem Stadtteil liegt meine Schule: 
 Chorweiler 
 Ehrenfeld 
 Innenstadt 
 Kalk 
 Lindenthal 
 Mülheim 
 Nippes 
 Porz 
 Rodenkirchen

23 
 
 
Herzlichen Dank für deine Mitarbeit! 
Die Informationen wurden gespeichert. 
Du kannst das Browserfenster nun schließen.

Beratungsverlauf (1)

20.11.2023 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 8.22 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3613/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
10.11.2023
Erstellt
07.11.2023 11:53