AN/1183/2026
Ersetzungsantrag 8.2.1
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gemeinsamer Antrag von Fraktion FDP/Volt, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, CDU-Fraktion, SPD-Fraktion und Fraktion Die Linke
3786 Zeichen
Fraktion FDP/V olt
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
CDU-Fraktion
SPD-Fraktion
Fraktion Die Linke
in der Bezirksvertretung Lindenthal
Klettenberg Sülz Lindenthal Braunsfeld Müngersdorf Junkersdorf Marsdorf Weiden Lövenich
Widdersdorf…
Köln, 22-06-2026
Ersetzungsantrag
Erstellung eines stadtweiten, verbindlichen E-Scooterkonzepts
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeisterin Roland Schüler,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Torsten Burmester,
die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, folgende Anregung auf die Tagesordnung der
Sitzung der Bezirksvertretung am 29. Juni 2026 zu setzen.
Anregung:
Die seit 2019 bestehende Vereinbarung zwischen Stadt und E-Scooter-Verleihfirmen sowie
die darauf aufbauenden Regelungen zur Sondernutzung sind sinnvoller Bestandteil eines
umfassenden Mobilitätskonzepts. Allerdings können die wiederkehrenden
verkehrsgefährdenden Abstellungen von E-Scootern bislang nicht wirksam verhindert
werden.
In allen Kölner Stadtbezirken kommt es regelmäßig zu verkehrsbehindernden oder
verkehrsgefährdenden Abstellungen von E-Scootern. Besonders betroffen sind Gehwege,
Schulwege, Haltestellenbereiche, Querungsstellen sowie sonstige Engstellen im öffentlichen
Raum. Hierdurch werden insbesondere zu Fuß Gehende, Menschen mit
Mobilitätseinschränkungen, Seniorinnen und Senioren, Familien mit Kinderwagen sowie
sehbehinderte Menschen beeinträchtigt.
Da die festgestellten Probleme nicht auf einzelne Stadtbezirke beschränkt sind, sondern das
gesamte Kölner Stadtgebiet betreffen, erscheint ein stadtweit einheitliches Vorgehen
sachgerecht und erforderlich. Ziel ist es, die Vorteile der E-Scooter-Mobilität mit den
Anforderungen an Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit und die geordnete Nutzung des
öffentlichen Raums in Einklang zu bringen.
Die Bezirksvertretung Lindenthal regt an, dass das für diesen Stadtbezirk beantragte E-
Scooter-Konzept (siehe Antrag „Unrechtmäßige Abstellung von E-Scootern – Abstell- und
Rücknahmekonzept für den Stadtbezirk Lindenthal in der BV-Sitzung vom 29. Juni 2026;
Tagesordnungspunkt Ö8.2.1) auf das gesamte Stadtgebiet angewendet wird, da die aktuelle
Situation im Stadtbezirk Lindenthal auch für die anderen Stadtbezirke gilt. Dies schließt die
rechtliche Prüfung der Maßnahmen bei wiederholten, dokumentierten Verstößen einzelner
Anbieter gegen das neu zu entwickelnde Konzept (z.B. mindestens vier Verstöße innerhalb
von zwölf Monaten) ein. Hierunter fällt auch die Möglichkeit des zeitlich und räumlich
befristeten Entzugs, bzw. der Aussetzung der Sondernutzungserlaubnis, soweit dies rechtlich
möglich ist.
Begründung:
In den aktuellen Mobilitätskonzepten können und sollen E-Scooter einen Beitrag zu einer
vernetzten, klimafreundlichen Mobilität in Köln leisten. Dafür braucht es aber klare Regeln,
verlässliche Abstellkonzepte und eine konsequente Durchsetzung zum Schutz aller anderen
Verkehrsteilnehmenden.
Die falsch abgestellten E-Scooter führen immer wieder dazu, dass Zufußgehende zum
Ausweichen auf Radwege ausweichen müssen. Dies wiederum birgt ein erhebliches
Konfliktpotential bis hin zu einer deutlichen Gefährdung aller Verkehrsteilnehmenden.
Da das Appellieren an die Vernunft / Rücksichtnahme der E-Scooter-Nutzer keine
signifikanten Auswirkungen auf die Gesamtsituation hat, ist es erforderlich, eine durchgehend
konsequente Handhabung unter Einbindung des Ordnungsamtes und der Verleihfirmen
einzuführen.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Prof. Dr. Klaus Reinartz gez. Ute Ackermann
Fraktion FDP/V olt Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen
gez. Michael Olligschläger gez. Friedhelm Hilgers
CDU-Fraktion SPD-Fraktion
gez. Paul Welter
Fraktion Die Linke
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1183/2026
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 29.06.2026
- Erstellt
- 29.06.2026 08:57