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3481/2021

Baumretter*innen- Zwischenbericht

Mitteilung Ausschuss 18.11.2021

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Nächste Beratung: Digitalisierungsausschuss, Sitzung am 22.11.2021, TOP 2.4

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

7980 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VIII/67/673 
 
Vorlagen-Nummer 18.11.2021 
 3481/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Digitalisierungsausschuss 22.11.2021 
 
Baumretter*innen- Zwischenbericht 
Die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, SPD, CDU und Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln so-
wie die Ratsgruppe Klimafreunde haben am 07.06.2021 gem. § 3 der Geschäftsordnung des 
Rates (AN/1118/2021) einen Beschluss gefasst, der im wesentlichen folgende Aufgaben bein-
haltet: 
Die Verwaltung wird beauftragt, das digitale Angebot der städtischen App zu erweitern und für das 
ehrenamtliche Engagement der Kölner Bürger*innen weiter nutzbar zu machen. Eine Schnittschnelle 
zum städtischen Baumkataster soll der Sorge um den städtischen Baumbestand und dem Informati-
onsbedürfnis der Bürger*innen Rechnung tragen.  
Die in den Punkten I- VII näher spezifizierten Funktionalitäten sollen über eine Erweiterung der App 
zur Verfügung gestellt werden. 
Gemäß Punkt VIII wird die Verwaltung beauftragt, bis zum nächsten Digitalisierungsausschuss am 
30.08.2021 eine Kosten- und Zeiteinschätzung für die zur Verfügungstellung der Applikation für die 
Kölner Bürger*innen zu erarbeiten und vorzustellen, um eine Beauftragung zu erwirken. Zusätzlich 
wird die Verwaltung gebeten aufzeigen, wie sie bei der wünschenswerterweise hohen Zahl an Nut-
zereingaben eine hohe Informationsqualität sicherstellt, da die beschriebenen App-Funktionen eine 
wichtige Voraussetzung für die Nutzerakzeptanz sind.  
 
Die Verwaltung nimmt hierzu in Form eines Zwischenberichtes wie folgt Stellung: 
 
Seit dem 1. November 2018 gibt es ein mit Mitteln des Bundes gefördertes Forschungsprojekt in 
Köln, welches sich u.a. mit der Entwicklung einer Gieß-App im Rahmen des Projektes „iResilience - 
innovative und intelligente Infrastrukturen“. beschäftigt. Es läuft Ende Oktober 2021 aus. 
https://www.stadt-koeln.de/artikel/68269/index.html. Federführend bei diesem Projekt sind neben 
Partnerstädten und Universitäten die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) sowie die Stadt Köln 
mit dem Umwelt- und Verbraucherschutzamt. 
 
Für die Entwicklung der prototypischen Gieß-App wurde 2018 der Bereich Umwelt des Forschungs-
institut Guth Muthswegs für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e. V. beauf-
tragt. Der Prototyp läuft auf dem Betriebssystem „Android“ und ermöglicht Nutzerinnen und Nutzern 
eine Interaktion, die Anforderungen aus dem Antrag bereits in Teilen erfüllt. In der App werden die 
städtischen Straßenbäume mit Standort, Gattung, Kronendurchmesser und anderen Attributen ge-
führt und die Testpersonen können zum Beispiel durchgeführte Gießgänge eintragen. 
 
Die Verwaltung hat den Einsatz und die funktionale Erweiterung gemäß der Punkte I- VII des Antra-
ges AN/1118/2021 geprüft. Die prototypische Gieß-App ist leider nicht für den Einsatz großer Benut-
zergruppen konzipiert und muss für eine Geräte- und betriebssystemunabhängige Inbetriebnahme in 
der Service-App der Stadt Köln neukonzipiert und implementiert werden.

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Die Verwaltung prüft derzeit, ob benötigten Funktionalitäten durch bestehende Systeme der Stadt 
Köln abgebildet werden können und somit eine Integration der App in bestehende Systeme der Stadt 
Köln sowie ein effizienter Betrieb möglich ist.  
Um das ehrenamtliches Engagement Kölner Bürger*innen zu würdigen und zu fördern wird gleichzei-
tig die Möglichkeit geprüft, seitens der Stadt Köln zunächst nur Backendfunktionalitäten bereit zu stel-
len und für das Frontend auf bestehende CivicTech-Entwicklungen wie „Gießt Kölle“ zurückzugreifen 
und diese gemeinsam weiterzuentwickeln.  
 
Dabei ist anzumerken, dass in Punkt I des Antrags AN/1118/2021 eine Funktionalität zur Kartierung 
und Suche von Lagerorten der Standrohre vorgeschlagen wird, damit zusätzliche Personen die Stan-
drohre ausleihen können. Die Implementierung einer solchen Funktionalität ist jedoch aus Daten-
schutz- wie auch Versicherungsgründen schwierig und daher nicht empfehlenswert. Eine unsachge-
mäße Verwendung von Standrohren kann zu erheblichen Sach- und Personenschäden führen. Da 
jedoch nur offiziell registrierte und eingewiesene entleihende Personen unter Versicherungsschutz 
stehen ist eine Weitergabe von Standrohren an andere Personen mit erheblichen Versicherungsrisi-
ken verbunden. Diese Personen sind nicht versichert. 
 
In Punkt II des Antrags AN/1118/2021 wird eine direkte Anbindung an das Baumkataster gefordert. 
Zu dieser Anforderung ist grundsätzlich festzustellen, dass ein Baumkataster primär zur Dokumenta-
tion des Baumbestands, zur gerichtsfesten Dokumentation aller Kontrollen, Entscheidungen und 
Maßnahmen sowie zur Pflege und Entwicklung des Baumbestands dient. Die Fachdaten aus dem 
Baukataster enthalten zudem auch immer personenbezogene Daten (wer hat wann wo kontrolliert 
oder entschieden). Eine vollständige Veröffentlichung des Baumkatasters sowie ein direkter Zugriff 
mit der Möglichkeit für die Bevölkerung, Veränderungen am Baumkataster vorzunehmen sind daher 
nicht zulässig. Als Alternative könnte geprüft werden, ob und unter welchen Rahmenbedingungen ein 
System eingerichtet werden kann, in dem die Daten aus dem Baumkataster gespiegelt und Vorschlä-
ge aus der Bevölkerung erfasst werden, ohne das Baumkataster zu verändern. 
 
Das bestehende Baumkataster auf Access-Basis wird derzeit durch ein modernes System abgelöst. 
Das neue Kataster kann erst vollständig genutzt werden, wenn auch die neue wenn auch die neue 
zusätzliche mobile Hardware einsatzbereit ist, da zukünftig die Protokollierung vor Ort digital „am 
Baum“ vorgenommen wird und nicht mehr wie bisher auf Kontrollbögen analog erfasst und später im 
Büro abgetippt wird. Die Beschaffung dieser Hardware (Outdoor geeignete Tablets für den Außenein-
satz) erweist sich momentan als sehr schwierig, da die Anbieterfirmen enorme Probleme mit den Lie-
ferungen haben. 
 
Im neuen Baumkataster werden zukünftig weitere Parameter direkt erfasst, die bisher in isolierten 
Datenbanken geführt wurden, was bei Abfragen und Auswertungen einen immensen Aufwand erfor-
dert oder unmöglich macht. Viele Daten wurden bisher überhaupt nicht erfasst, weil sie bisher fachlich 
nicht relevant waren oder die Relevanz erst in den vergangenen Jahren entstanden ist. Diese Zu-
sammenführung aller Daten kann auch erst dann schrittweise erfolgen, wenn das neue System voll-
ständig einsatzbereit ist. 
 
Die unter Punkt III beschrieben Funktionalität der Baum-(scheiben-)Leerstellen-Meldung ist zudem 
auch an die Einführung des neuen Baumkataster und Integration der verschiedenen Datenbestände 
gebunden. Die bereits geprüften potentiellen Standorte müssen zunächst aus analogen Plänen in das 
neue System überführt und mit entsprechender Attribution eingetragen werden. Nach einer solchen 
Datenübertragung könnten die Bürgerinnen und Bürger dann ablesen, ob ein Standort schon zur Be-
pflanzung vorgesehen wurde, warum ein potentieller Baum-Standort geeignet oder nicht geeignet ist.  
 
 
Die nächsten Schritte zur Umsetzung des politischen Auftrags: 
 
 Beschaffung der mobilen Hardware für das Baumkataster (Submission ist erfolgt, Gerätetest 
läuft) 
 Datenmigration und Aktivierung des neuen Baumkatasters incl. Schulungen 
 Prüfung der Varianten (eigenständige App oder MS bzw. „Sag`s uns“ App) 
 Abstimmung mit der RWTH Aachen zur Fortführung des Forschungsprojektes

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 Prüfung der Bereitstellung der relevanten Daten aus dem Baumkataster für die Bevölkerung 
 Prüfung der einmaligen Kosten sowie Prognose der laufenden Kosten zur Implementierung 
und Inbetriebnahme der möglichen App-Umsetzungsalternativen 
 Projektterminplan inkl. Funktionalitäten-Priorisierung  
 Finanzierung und Support 
 Datenmigration aus diversen analogen Beständen 
Die beteiligten Institutionen und Ämter arbeiten intensiv an diesem Gemeinschaftsprojekt und werden 
regelmäßig über den Projektfortschritt berichten. 
 
Gez. Wolfgramm

Beratungsverlauf (1)

22.11.2021 Digitalisierungsausschuss
TOP 2.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
3481/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
18.11.2021
Erstellt
01.10.2021 11:46