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V/0224/2022

"Masterplan Gievenbeck 2040"

Vorlagen 31.03.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung, Sitzung am 12.05.2022, TOP 6.5

Anlage_3_A-R-0083-2021-CDU-Stadtteilentwicklungskonzept Gievenbeck

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Beschlussvorlage

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Anlage A

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Anlage_2_A-W_0005_2019_Masterplan-Gievenbeck

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Anlage_3_A-R-0083-2021-CDU-Stadtteilentwicklungskonzept Gievenbeck

2395 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0083/2021 
 
 
2. November 2021 
 
RATSANTRAG 
 
 
Ein Stadtteilentwicklungskonzept für Gievenbeck 
 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt für den Stadtteil Gievenbeck zeitnah einen Prozess zur 
Entwicklung eines neuen Stadtteilentwicklungskonzeptes einzuleiten. Dabei sollen besonders 
die in Planung bzw. Entwicklung stehenden Bereiche Oxford-Quartier, Urbane 
Wissenschaftsquartiere Steinfurter Straße und Busso-Peus-Straße, Freiraum Kinderbachtal, 
Muckermannweg/Von-Esmarch-Straße in das Entwicklungskonzept einbezogen werden.  
 
2. Wichtiger Bestandteil der Erarbeitung ist eine frühzeitige und breite Beteiligung der 
Bürgerschaft. Dazu kann auf die Erfahrungen bei der Entwicklung des Oxford-Areals genauso 
zurückgegriffen werden wie beispielsweise auf den „Think Tank Kinderhaus“ aus dem Jahr 
2019. Eine Einbeziehung der münsterschen Hochschulen wie beim Correnslab im Jahr 2021 ist 
wünschenswert, um so insbesondere die jüngere Bevölkerung in den Prozess einbinden zu 
können.   
 
 
Begründung 
 
Gievenbeck wächst seit Anfang der 1990er Jahre rasant und hat seither die Einwohnerzahl mehr 
als verdoppelt. Das Stadtteilentwicklungskonzept, das 1998/99 erarbeitet und beschlossen 
wurde, ist längst nicht mehr aktuell. Auch hat sich schon jetzt die Bedeutung Gievenbecks im 
gesamtstädtischen Kontext geändert und wird dies in den kommenden Jahren noch weiter tun.  
 
Daher ist ein neues Entwicklungskonzept für alle Beteiligten wünschenswert bzw. unerlässlich. 
Die alten und neuen Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils haben ein Recht darauf zu 
wissen, wie groß das weitere Wachstum Gievenbecks sein soll und wie die Versorgung mit 
Waren, Dienstleistungen, Bildung, Betreuung, Kultur, Sport, sozialen Strukturen und 
Freizeitmöglichkeiten in den kommenden Jahren ausreichend erfolgen kann. Auch die 
Anforderungen an eine zukunftsgerichtete und leistungsstarke Mobilität mit allen 
Verkehrsträgern müssen aufgrund der anstehenden Entwicklungen neu definiert und geplant 
werden. Als zweitgrößter Stadtteil Münsters und einem wichtigen Teil im System der Urbanen 
Wissenschaftsquartiere soll Gievenbeck mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger seinen Charakter 
bewahren und gleichzeitig dauerhaft ein moderner, attraktiver Stadtteil für alle Altersgruppen 
bleiben.   
 
 
gez. Stefan Weber und Fraktion

Beschlussvorlage

8261 Zeichen

V/0224/2022
V/0224/2022
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
"Masterplan Gievenbeck 2040"
Antrag A-W/0005/2019 "Masterplan Gievenbeck 2040 entwickeln"
Antrag A-R/0083/2021 "Ein Stadtteilentwicklungskonzept für Gievenbeck"
Beratungsfolge
28.04.2022 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung
12.05.2022 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der von der Verwaltung vorgelegte Bericht zum „Masterplan Gievenbeck 2040“ wird zur Kenntnis
genommen (vgl. Anlage 1).
2. Die nachfolgend aufgelisteten Anträge an die Verwaltung und den Rat sind mit Beschluss dieser
Vorlage erledigt:
- A-W/0005/2019 „Masterplan Gievenbeck 2040 entwickeln“ der CDU-Fraktion in der BV West
vom 03.03.2019
- A-R/0083/2021 „Ein Stadtteilentwicklungskonzept für Gievenbeck“ der CDU Ratsfraktion vom
02.11.2021
II. Finanzielle Auswirkungen:
Durch die oben genannten Sachentscheidungen entstehen keine finanziellen Auswirkungen.
Stadtplanungsamt
13.04.2022
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Bartmann
T elefon:492-6115
Bartmann@stadt-
muenster.de
Herr Lutz
T elefon:492-1261
LutzR@stadt-muenster.de

- 2 -
V/0224/2022
Begründung:
Zu Beschlusspunkt 1:
Anlass und Hintergrund
Dem Stadtplanungsamt liegt ein Antrag der Bezirksvertretung Münster-West zur Erarbeitung eines
„Masterplan Gievenbeck 2040“ vor (A-W/0005/2019). Mit dem letzten Zwischenbericht zum Antrag
aus dem Jahr 2019 wurde zugesagt einen Bericht zu erstatten, sobald eine Einschätzung zur
zeitlichen und inhaltlichen Perspektive für das Quartier an der Steinfurter Straße vorliegt. Derzeit wird
ein sogenanntes Werkstattverfahren zur planerischen Qualifizierung der Fläche südwestlich der
Steinfurter Straße zusammen mit der Fläche westlich der Busso-Peus-Straße auf Basis der
Grundsatzbeschlüsse des Rates zu den Vorlagen V/0180/2020 und V/0417/2020 vorbereitet. Insofern
liegt eine zeitliche und inhaltliche Perspektive für die Quartiersentwicklung in Grundzügen vor.
Laut o.a. Antrag sollten in einem „Masterplan Gievenbeck 2040“ insbesondere folgende Inhalte
dargelegt und in einer planerischen Darstellung zusammengefasst werden:
 Zukünftige Einwohnerzahl
 Zukünftige Flächenentwicklungen
 Zukünftige Infrastrukturentwicklung
Bauliche Perspektive
Gievenbeck hat sich in den letzten Jahrzehnten durch die Entwicklung neuer Baugebiete, durch
bauliche Nachverdichtungen in bestehenden Quartieren, durch neue soziale
Infrastruktureinrichtungen und -angebote verändert und wird sich auch in den nächsten Jahren weiter
verändern und entwickeln. In den nächsten Jahren wird diese Entwicklung insbesondere das neue
Oxford-Quartier betreffen, welches bis Ende der Zwanziger Jahre entwickelt sein wird und einen –
auch räumlich – zentralen Baustein in der Siedlungsstruktur Gievenbecks darstellt.
Zeitlich anschließen soll sich die Entwicklung der beiden o.a. neuen urbanen Stadtquartiere. Während
der Bereich an der Steinfurter Straße unter den Stichworten Wohnen, Arbeiten und T echnologie
aufgrund seiner Größe, dem geplanten Einwohnerzuwachs und seiner siedlungsstrukturellen Lage ein
eigenständiges Quartier darstellen wird, bildet der Bereich westlich der Busso-Peus-Straße aufgrund
der unmittelbaren Nähe zum Ortskern einen weiteren Baustein zur Weiterentwicklung Gievenbecks
und zur Vernetzung mit dem östlich der Busso-Peus-Straße liegenden Wissenschaftsquartier.
Ein ausführlicher Bericht zu den laufenden und geplanten Projekten und der damit verbundenen
voraussichtlichen zukünftigen Entwicklung Gievenbecks ist im „Masterplan Gievenbeck 2040“ in der
Anlage 1 enthalten. Dort werden die o.a. Aspekte des Antrages aufgegriffen und in folgenden
Themenbereichen dargestellt:
 Wohnbaulandentwicklung und demographische Entwicklung
 Soziale Infrastruktur und Bildung
 Zentren und Einzelhandel
 Freiraum, Freizeit und Erholung
 Verkehr und Stadtentwässerung
Zu Beschlusspunkt 2:
Die Intention der beiden Anträge „Erarbeitung eines Masterplans Gievenbeck 2040“ der CDU-Fraktion
in der BV West (A-W/0005/2019) und „Ein Stadtteilentwicklungskonzept für Gievenbeck“ der CDU-

- 3 -
V/0224/2022
Ratsfraktion (A-R/0083/2021) hat die Verwaltung mit der beigefügten Anlage 1 inhaltlich aufgegriffen
und die zukünftigen Entwicklungen textlich sowie kartographisch aufgezeigt.
Wie eingangs beschrieben und in der Anlage 1 dargelegt sind im Stadtteil Gievenbeck bereits einige
Projekte angestoßen und unter umfassender Öffentlichkeitsbeteiligung begleitet worden (u.a.
Entwicklungen zum Oxford-Quartier und zur Umgestaltung der Ortsmitte).
Die weiteren größeren Entwicklungen, vergleichbar mit der Konversion des Oxford-Areals, stehen in
Zukunft in den Bereichen südwestlich der Steinfurter Straße (MMQ1 ModellquartierMünster1) und
westlich der Busso-Peus-Straße (MMQ2 ModellquartierMünster2) an. Dazu führt das
Stadtplanungsamt ein breit angelegtes Werkstattverfahren zur Erarbeitung wichtiger Leitlinien und
Vorprägungen für die darauffolgenden Planungsprozesse auf Basis der beiden Grundsatzbeschlüsse
des Rates zu den Vorlagen V/0180/2020 und V/0417/2020 durch.
Insbesondere über den intensiven Dialog und Diskurs mit Akteuren der Münsteraner und
Gievenbecker Stadtgesellschaft und im Zusammenspiel mit der interessierten Bürgerschaft werden
Rahmenbedingungen und erste Strukturmodelle der zukünftigen Quartiere erarbeitet. Dabei spielen
Fragen der Nutzungsmischungen, der Vielfalt und Lebendigkeit, der städtebaulichen Konfigurationen
samt öffentlicher Räume, auch im Kontext einer nachhaltigen Mobilität, dem Klimaneutralitätsziel und
der Freiraumentwicklung sowie die Vernetzung der neuen Quartiere im stadt- und
landschaftsräumlichen Kontext eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang werden auch die
Vernetzung zum Stadtteilzentrum Gievenbeck, die Ausstattungen mit sozialer Infrastruktur, Sport und
Einzelhandel in den Blick genommen, so dass es keines weiteren, parallelen
Öffentlichkeitsbeteiligungsprozesses für den Stadtteil Gievenbeck bedarf.
Das beschriebene Werkstattverfahren startet am 13. und 14. Mai 2022. Darin ist die Öffentlichkeit
eingeladen ihre Belange und Ideen einzubringen. Neben den analogen Beteiligungsformaten besteht
die Möglichkeit der Information während des gesamten Zeitraums des Werkstatt-Verfahrens sowie der
Beteiligung über eine eigene Projektwebsite. Ziel ist es, als Ergebnis einen Perspektivplan zu
entwickeln und zu verabschieden, der die Grundlage für die danach anstehenden städtebaulichen
Wettbewerbsverfahren bilden soll. Der Prozess ist damit ähnlich dem für die Entwicklung des Oxford-
Quartiers angelegt.
Die Öffentlichkeit und interessierte Bewohnerschaft des Stadtteils Gievenbeck wird neben dem
Werkstattverfahren für die beiden Quartiersentwicklungen auch in die Erarbeitung des
Freiraumkonzeptes Kinderbachtal über ein geeignetes Beteiligungsformat einbezogen werden (s.
Vorlage V/0639/2021), welches im Anschluss an die intensive Werkstattarbeit für die urbanen
Stadtquartiere und auf den dort erarbeiteten Ergebnissen aufbauend entwickelt werden soll.
Vor dem Hintergrund der bereits durchgeführten Beteiligungsformate sowie der nun anstehenden
umfangreichen Einbindung der Bürgerschaft und wichtiger Akteure der Münsteraner und
Gievenbecker Stadtgesellschaft im Rahmen des Werkstattverfahrens wird ein weiteres, davon
unabhängiges Beteiligungsformat in der Form eines Stadtteilentwicklungskonzeptes nicht für
erforderlich und auch nicht für zielführend angesehen. Die Belange, die sich aus der geplanten
weiteren Entwicklung Gievenbecks ergeben, sollen zielgerichtet in das bereits vorbereitete
Werkstattverfahren für die beiden neuen urbanen Stadtquartiere eingebracht werden.
Daher sind die beiden Anträge A-W/0005/2019 „Masterplan Gievenbeck 2040 entwickeln“ der CDU-
Fraktion in der BV West vom 03.03.2019 und A-R/0083/2021 „Ein Stadtteilentwicklungskonzept für
Gievenbeck“ der CDU Ratsfraktion vom 02.11.2021 inhaltlich aufgegriffen und somit erledigt.
In Vertretung
gez.

- 4 -
V/0224/2022
Robin Denstorff
Stadtbaurat
Anlagen:
- Anlage A
- Anlage 1: „Masterplan Gievenbeck 2040“
- Anlage 2: A-W/0005/2019 „Masterplan Gievenbeck 2040 entwickeln“ der CDU-Fraktion in der
BV West vom 03.03.2019
- Anlage 3: A-R/0083/2021 „Ein Stadtteilentwicklungskonzept für Gievenbeck“ der CDU
Ratsfraktion vom 02.11.2021

Anlage A

2475 Zeichen

Anlage A zur V/0224/2022
Kurzüberblick
Mit dieser Vorlage werden die beiden Anträge A-W/0005/2019 „Masterplan Gievenbeck 2040
entwickeln“ der CDU-Fraktion in der BV West vom 03.03.2019 und A-R/0083/2021 „Ein
Stadtteilentwicklungskonzept für Gievenbeck“ der CDU Ratsfraktion vom 02.11.2021 inhaltlich
aufgegriffen. Es ist ein entsprechender Masterplan Gievenbeck 2040 erstellt worden, darüber
hinaus wird auf die weitere Entwicklung und die vorgesehenen Beteiligungsformate im Rahmen
der Planung der neuen urbanen Stadtquartiere an der Busso-Peus-Straße und der Steinfurter
Straße verwiesen.
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
Mit dieser Vorlage wird das Ziel „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und
Erlebnisqualität weiterentwickeln:
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität
 mit breitem Freizeit- und Sportangebot
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der
Stadtgesellschaft“
verfolgt.
Insbesondere liegt der Fokus auf dem Ziel der Weiterentwicklung von Gievenbeck mit hoher
Wohn- und Lebensqualität.
Finanzierung
Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG
Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja Nein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja Nein
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw.
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw.
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja Nein
Bereits veranschlagt? Ja Nein
Mit der Vorlagen sind keine direkten Kosten verbunden.
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung ist vollständig
pflichtig
überwiegend
pflichtig
überwiegend
freiwillig
X vollständig
freiwillig
Der Masterplan Gievenbeck 2040 dient insbesondere als zusammenfassende Information und
Grundlage für die laufenden Entwicklungen (Baugebiete, soziale Infrastruktur, Verkehr, Freiraum
etc.) in Gievenbeck.
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)

Die räumliche Entwicklung in Gievenbeck nimmt in verschiedenen Bereichen auch Themen des
Demografischen Wandels auf, da für verschiedene Zielgruppen u.a. auch für Studierende und
Senioren bedarfsgerecht weiterer Wohnraum geschaffen und die soziale Infrastruktur für den
Stadtteil für alle Bevölkerungsgruppen (u.a. Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen)
bewahrt und weiterentwickelt werden soll.
Mit der Umsetzung verschiedener Maßnahmen kann ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie
2030 und damit auch zum Klimaschutz geleistet werden.

Anlage_2_A-W_0005_2019_Masterplan-Gievenbeck

1729 Zeichen

CDU-Fraktion in der BV West 
CDU-Kreisverband Münster e.V. 
Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster 
Telefon (02 51) 4 18 42-0 
Telefax (02 51) 4 18 42-44 
post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de 
 
 
 
 
Münster,03.03.2019 
 
An den 
Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Münster – West 
Herrn Stephan Brinktrine 
Pantaleonplatz 7 
48161 M ü n s t e r 
 
 
          A-W/0005/2019 
 
Masterplan Gievenbeck 2040 entwickeln 
 
Die Verwaltung wird beauftragt einen Masterplan Gievenbeck 2040 zu entwickeln. In diesem Plan soll 
folgendes aufgezeigt werden: 
 
 Welche Einwohnerzahl ist für Gievenbeck endgültig geplant? 
 Welche Flächen werden als Wohngebiet, Gewerbegebiet, Sondergebiet, für den Gemeinbedarf 
und als Grünflächen geplant? 
 Wie soll sich die Infrastruktur (Schulen, Kindertagesstätten, Sport- und Freizeit, ÖPNV und 
Einkaufsmöglichkeiten) entwickeln? 
 
 
Begründung: 
Seit Fertigstellung des Baugebiets Gievenbeck Südwest gab es an vielen Stellen im  Ortsteil 
Nachverdichtungen oder sie sind in Kürze geplant ( Nünningweg, ehem. Gaststätte ‚Zum Rüschhaus‘, 
Von-Esmarch-Str./Michaelweg). Mit den Konversionsflächen und dem Gebiet nordwestlich 
Technologiepark/Steinfurter Straße kommen große Baugebiete zum Ortsteil hinzu. Für diese Flächen 
gibt es bereits konkrete Planungen bzw. sie sollen entwickelt werden (Flächennutzungsplan, 
Bebauungsplan). Die Planungen umfassen für das jeweilige Areal alles Notwendige. Es fehlt jedoch 
Gesamtplan für Giev enbeck, der alle Einzelplanungen zusammenfasst. Daher soll ein Masterplan 
entwickelt werden. 
 
 
gezeichnet: 
Peter Wolfgarten  
Thomas Bartelt 
Peter Hamann 
Christian Hinzmann 
Ingeborg Hißmann 
Thomas Lilge 
Nils Schappler 
Markus v. Diepenbroick-Grüter

Anlage_1_Masterplan2040

33068 Zeichen

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Masterplan Gievenbeck 2040 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stand: 31.03.2022

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
- 1-  
Inhaltsverzeichnis 
1. Wohnbaulandentwicklung und demographische Entwicklung ................................ ....................... 2 
2. Soziale Infrastruktur und Bildung ................................ ................................ ................................ .. 7 
3. Zentren und Einzelhandel ................................ ................................ ................................ ........... 11 
4. Freiraum, Sport, Freizeit und Erholung ................................ ................................ ....................... 12 
5. Verkehr und Stadtentwässerung ................................ ................................ ................................ . 16 
6. Kartendarstellung Konzept Masterplan Gievenbeck 2040 ................................ ........................... 17 
 
Abbildungsverzeichnis 
Abbildung 1: Wohnbaulandentwicklung gem. Baulandprogramm 2020 - 2030 ................................ ..... 2 
Abbildung 2: Abgrenzung des Plangebietes MMQ1 (Luftbild - ohne Maßstab) ................................ ..... 3 
Abbildung 3: Abgrenzung des Plangebietes MMQ2 (Luftbild - ohne Maßstab) ................................ ..... 5 
Abbildung 4: Prozessschema Neue Urbane Stadtquartiere Steinfurter Straße und Busso-Peus-Straße 
  ................................ ................................ ................................ ................................ ..................... 6 
Abbildung 5: Bevölkerungsentwicklung Gievenbeck ................................ ................................ ............ 7 
Abbildung 6: Blick vom Arnheimweg in Richtung Von-Esmarch-Straße. Quelle: pp a|s 2019 ............. 12 
Abbildung 7: Auszug Lageplan (Nordteil) ................................ ................................ ........................... 13 
Abbildung 8: Planungsraum Freiraumkonzept Kinderbachtal ................................ ............................. 14

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 2 - 
1. Wohnbaulandentwicklung und demographische Entwicklung  
Wohnbaulandentwicklung 
Im Stadtteil Gievenbeck befinden sich zwei Baugebiete in der Realisierungsphase: Es handelt 
sich zum einen um die Konversion der ehem. Oxford-Kaserne zum neuen Oxford-Quartier mit 
rund 1.200 – 1.300 neuen Wohnungen. Zu der  Baugebietsentwicklung erfolgte eine umfas-
sende Öffentlichkeitsbeteiligung, die in einem städtebaulichen Masterplan mündete und auf 
dessen Basis der Bebauungsplan Nr. 579 erarbeitet sowie förmlich per Satzbeschluss im Jahr 
2018 beschlossen wurde. Aktuell führt das städtische Tochterunternehmen KonvOY die ge-
samte Erschließung und Vermarktung der einzelnen Baufelder durch. Auf Grund der ab-
schnittsweisen Entwicklung ist eine Baureife bis 2024 vorgesehen, der Abschluss der Bebau-
ung mit einem gem. dem Modell der Sozialgerechten Bodennutzung Münster (SoBoMü) vor-
gegebenen Anteil von gefördertem oder förderfähigen Wohnraum wird derzeit für Ende der 
20Zwanziger Jahre erwartet. 
 
Abbildung 1: Wohnbaulandentwicklung gem. Baulandprogramm 2020 - 2030 
Zum anderen wird ein Neubau -Projekt auf dem Grundstück Gescherweg 87 realisiert. Dort 
sollen neben 60 Wohneinheiten auch ein Jugendtreff und Räume für das MuM (Mehrgenera-
tionenhaus und Mütterzentrum) auf Basis des Ergebnisses des von der Wohn - und Stadtbau

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 3 - 
ausgelobten Architekten-Wettbewerbs entstehen. Aktuell befindet sich das Projekt in der Bau-
antragsprüfung. 
Gemäß der Fortschreibung des Baulandprogramms 2020 -20301 sind zwei weitere potenzielle 
Baugebiete zu nennen, die in Stufe 2 gelistet sind. Es handelt sich um die Bereiche „Nördlich 
Toppheide“ und „Borghorstweg“. Ob, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Ausgestaltung hier 
eine wohnbauliche Entwicklung stattfinden wird, ist derzeit noch nicht absehbar. 
Neue urbane Stadtquartiere (MMQ1 und MMQ2) 
Münster steht in den nächsten Jahren weiterhin vor der Herausforderung eines hohen Wachs-
tumsdrucks und ist daher gefordert, auch in den innerstädtischen Randbereichen n eue Flä-
chen für Baulandentwicklungen in den Blick zu nehmen. Die Stadt Münster beabsichtigt daher 
die Entwicklung von zwei gesamtstädtisch bedeutsamen Quartiersentwicklungen im Stadtteil 
Gievenbeck.  
 
Abbildung 2: Abgrenzung des Plangebietes MMQ1 (Luftbild - ohne Maßstab) 
Zum einen soll der Bereich südwestlich der Steinfurter Straße (Projekttitel MMQ1 / s. Abb. 2), 
eine ca. 50 ha große Fläche in ca. 2,5 km Luftlinie bis zum Domplatz in repräsentativer sowie 
                                                
1 vgl. V/0104/2020

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 4 - 
reizvoller Lage am Stadteingang an der Nahtstelle zwischen Technologiepark, (studenti-
schem) Wohnen sowie attraktiven Landschafts - und Naturräumen, zu einem neuen urbanen 
Modellquartier für Leben, Wohnen, Arbeiten und Technologie entwickelt werden2.  
Städtebauliche Kenndaten zum neuen urbanen Stadtquartier Steinfurter Straße / MMQ1: 
Fläche des Gesamtareals ca. 50 ha (100 %) 
Abzgl. Park- u. Grünflächen,  
Platz- u. Erschließungsflächen 
ca. 20 ha (40 %) 
Verbleibende Nettobaufläche ca. 30 ha (60 %) 
Regelgeschosszahl 4 Geschosse 
Kenndaten Wohnen 
Anteil Wohnungen an Gesamtbruttogeschossfläche 50 % 
Anzahl Wohneinheiten ca. 2.000 Wohnungen 
geschätzte Einwohnerzahl ca. 5.000 Menschen 
Kenndaten Arbeiten 
Anteil Büro, Gewerbe etc.  
an Gesamtbruttogeschossfläche 
50 % 
Anzahl Arbeitsplätze ca. 4.500 Arbeitsplätze 
Zum anderen soll der Bereich westlich der Busso-Peus-Straße (Projekttitel MMQ2 / s. Abb. 3), 
eine ca. 18 ha große Fläche in ebenfalls ca. 2,5 km Luftlinie bis zum Domplatz und in räumli-
cher Nähe zum östlich benachbarten Wissenschaftsquartier, aber auch in unmittelbarer Nähe 
zum Stadtteilzentrum Gievenbeck gemäß Ratsbeschluss3 als ein neues urbanes Modellquar-
tier für Leben, Wohnen, Arbeiten und Wissenschaft städtebaulich entwickelt werden. Der Be-
reich soll somit auch eine Flächenvorsorge zur Ansiedlung von weiteren Forschungseinrich-
tungen der Wissenschaft und wissenschaftsaffinen Unternehmen ermöglichen.  
Städtebauliche Kenndaten zum neuen urbanen Stadtquartier Busso-Peus-Straße / MMQ2: 
Fläche des Gesamtareals             ca. 18 ha (100 %) 
Abzgl. Park- u. Grünflächen,  
Platz- u. Erschließungsflächen 
ca. 7 ha (40 %) 
Verbleibende Nettobaufläche ca. 11 ha (60 %) 
Regelgeschosszahl 4 Geschosse 
                                                
2 vgl. V/0180/2020 
3 vgl. V/0417/2020

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 5 - 
Kenndaten Wohnen 
Anteil Wohnungen an Gesamtbruttogeschossfläche 50 % 
Anzahl Wohneinheiten ca. 700 Wohnungen 
geschätzte Einwohnerzahl ca. 1.750 Menschen 
Kenndaten Arbeiten 
Anteil Büro, Gewerbe etc.  
an Gesamtbruttogeschossfläche 
50 % 
Anzahl Arbeitsplätze ca. 1.850 Arbeitsplätze 
 
Abbildung 3: Abgrenzung des Plangebietes MMQ2 (Luftbild - ohne Maßstab) 
Die beiden städtebaulichen Entwicklungen sind von der Größenordnung vergleichbar mit der 
Konversion der ehem . Oxford-Kaserne. Analog dazu ist ebenfalls ein umfassendes Beteili-
gungskonzept in Form eines Werkstattverfahrens vorgesehen. Dieses  dient zur Erarbeitung 
wichtiger Leitlinien und Vorprägungen für die darauffolgen den Planungsprozesse auf Basis

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 6 - 
der Grundsatzbeschlüsse des Rates4. Anschließend ist die Auslobung von separaten städte-
baulichen Wettbewerben geplant. 
 
Abbildung 4: Prozessschema Neue Urbane Stadtquartiere Steinfurter Straße und Busso-Peus-Straße 
Der Leitgedanke für die neuen urbanen Stadtquartiere ist eng verzahnt mit verschiedenen ur-
banen Qualitäten, die die zukünftigen Quartiere prägen sollen. Dazu gehören insbesondere: 
- eine Verknüpfung zwischen Wohnen und Arbeiten, Forschen und Entwickeln 
- eine Nutzungsmischung auf allen Ebenen: im Quartier, im Block, im Gebäude 
- belebte Erdgeschosse durch Gastronomie, kulturelle und soziale Gemeinschaftseinrichtun-
gen, Handwerk, Kreativwirtschaft und vieles mehr 
- neue Wohnformen mit inklusiven Angeboten, geförderte r Wohnraum, Möglichkeiten für 
Baugruppen und Genossenschaften, studentisches Wohnen 
- ein Miteinander unterschiedlichster Bevölkerungs- und Altersgruppen 
- angemessene Dichten, die sparsam mit Grund und Boden umgehen 
- gemeinschaftliche Räume im Gebäude und im Quartier 
- öffentliche und gemeinschaftliche Grünräume mit hoher Aufenthaltsqualität 
- eine zukunftsfähige Mobilität sowie autofreies Wohnen in Teilquartieren 
- klimaneutrale Quartiersentwicklung und sensibles Wassermanagement 
- partizipative Prozesse und Qualitätsvereinbarungen 
Demographische Entwicklung 
Vor dem Hintergrund der zukünftigen Wohnbaulandentwicklung in Gievenbeck wird der Stadt-
teil auch in den nächsten Jahren weiter wachsen. Die kleinräumige Bevölkerungsprognose für 
den Stadtteil Gievenbeck geht von einem Einwohnerwachstum von rund 2.300 Menschen bis 
zum Jahr 2030 aus (2022: 21.315 Einwohner/innen | 2030: 23.648 Einwohner/innen).5 
                                                
4 vgl. die Beschlüsse zu den Vorlagen V/0180/2020 und V/0417/2020  
5 Quelle: Kleinräumige Bevölkerungsprognose (KBP) 2019-2030 Lauf vom 07.01.2021

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 7 - 
 
Abbildung 5: Bevölkerungsentwicklung Gievenbeck 
Diese Entwicklung berücksichtigt im Wesentlichen die umfangreiche Wohnbautätigkeit auf der 
ehem. Oxford-Kaserne sowie einzelne weitere Bauprojekte im Stadtteil Gievenbeck. Die o.a. 
Entwicklungen für neue urbane Stadtquartiere in den Bereichen Steinfurter Str. und Busso -
Peus-Straße sind dabei noch nicht berücksichtigt. Insofern wird die Einwohnerentwicklung bis 
zum Jahr 2040 nochmals deutlich zunehmen. Die beiden neuen Quartiere sollen Wohnraum 
für mindestens 6.500 – 7.000 Menschen bieten. Der Rat hat die Verwaltung im Rahmen der 
Beschlüsse zu den Grundsatzvorlagen V/0180/2020 und V/0417/2020 darüber hinaus beauf-
tragt zu prüfen, inwieweit die Anzahl der Wohnungen in diesen beiden Quartieren nochmals 
um bis zu 25 % gesteigert werden kann. Damit würde ein Einwohnerzuwachs um bis zu 8.500 
Menschen erreicht. 
2. Soziale Infrastruktur und Bildung 
Kindertagesbetreuung 
In Gievenbeck bestehen für Kinder im Alter zwischen 0 und 6 Jahren insgesamt 14 Kinderta-
geseinrichtungen mit 843 Plätzen in 52 Gruppen. Hinzu kommen 64 Betreuungsplätze in der 
Kindertagespflege. Die Betreuungsquote stellt sich mit 57,4 % im u3-Bereich und 121,6 % im 
ü3-Bereich im stadtweiten Vergleich a ls überdurchschnittlich gut dar .6 Acht Kindertagesein-
richtungen sind zudem als (Verbund-)Familienzentren zertifiziert. 
                                                
6 vgl. Kindertagesbetreuungsbericht 2021 
 0
5 000
10 000
15 000
20 000
25 000
30 000
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 2027 2028 2029 2030
Jahr am 31.12.
Entwicklung der Wohnberechtigten Bevölkerung in der Stadt Münster -
Bestand bis 2019 und Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2019 bis 2030 -
Bestand KBP 2019-2030

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 8 - 
Um die Betreuungsbedarfe im Zusammenhang mit der Entwicklung des Oxford -Quartiers zu 
decken, werden dort insgesamt drei neue Kita -Standorte errichtet. In den Jahren 2024 und 
2025 wird jeweils eine fünfgruppige Kindertageseinrichtung in Betrieb gehen. Zu einem späte-
ren Zeitpunkt wird eine weitere 4 -Gruppen-Kita errichtet. Ebenfalls bestehen bleibt die DRK 
Kita „Hand in Hand“ im Oxford-Quartier, die bereits jetzt mit sechs Gruppen Betreuungsplätze 
im Stadtteil Gievenbeck bereithält. Für weitere, künftige Kita-Bedarfe im Stadtteil wurde eine 
Fläche am Gescherweg für eine dreigruppige Einrichtung reserviert. 
Zukünftig werden durch die urbanen Stadtquartiere Steinfurter Straße und Busso-Peus-Straße 
weitere maßnahmenbedingte Bedarfe für Kindertagesbetreuungsplätze entstehen. Da sich die 
Planung erst am Anfang befindet , können allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch keine kon-
kreten Größenordnungen benannt werden. Unter der Annahme des o.a. Bevölkerungszuwach-
ses durch das neue urbane Stadtquartier Steinfurter Straße wird überschläglich ein Zuwachs 
um rund 500 bis 625 Kinder erwartet (10%-Anteil der Kinder bis 6 Jahren). Daraus abgeleitet 
liegt der maßnahmenbedingte Betreuungsbedarf unter Berücksichtigung einer u3-Betreuungs-
quote von 50 % - 60 % bei 25 bis maximal 34 Kitagruppen.  
Im Bereich Busso-Peus-Straße wird derzeit bei einem 10%-Anteil der Kinder bis 6 Jahren von 
rund 175 bis hin zu 220 weiteren Kinder ausgegangen. Im Ergebnis würde dies weitere 9 bis 
maximal 12 Kitagruppen erfordern. 
Offene Kinder- und Jugendarbeit und aufsuchende Jugendsozialarbeit  
Angebote der Offenen Kinder - und Jugendarbeit werden in Gievenbeck vom Fachwerk Gie-
venbeck (Kinder-Oase, Kinder-Planet und Jugendtreff Toppheide) und dem La Vie (Kinder -
Traum und Jugendtreff Le Club) vorgehalten – beides Einrichtungen der Stadt Münster. Die 
aufsuchende Jugendsozialarbeit wird vom Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen NRW 
e.V. (VSE e.V.) angeboten. Diese richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren. 
Im Rahmen des Bebauungsplanes Nr. 375: Gievenbeck – Toppheide (Hensenstraße / Ge-
scherweg / Rüschhausweg) wird der Jugendtreff Toppheide am Gescherweg neu gebaut. Die 
Fertigstellung ist für Ende 2022 / Anfang 2023 vorgesehen. 
Bezogen auf die  Stadtteile Gievenbeck und Sentrup zeigt sich bereits aktuell eine U nterde-
ckung von minus 1.685,53 Angebotsstunden7 für die offene Kinder- und Jugendarbeit. Ein Teil 
der Unterdeckung in der Berechnungsgrundlage kann durch ein prognostiziertes Bauvorha-
ben8 an der Sentruper Höhe gedeckt werden. 
Bezogen auf die beiden zukünft igen Quartiersentwicklungen Steinfurter Straße und Busso -
Peus-Straße liegen zu diesem frühen Planungszeitpunkt auch zu dem Aspekt der offenen Kin-
der- und Jugendarbeit und aufsuchende Jugendsozialarbeit noch keine konkreten Anforderun-
gen und Planungen vor. Festzuhalten ist, dass zukünftig durch die beiden geplanten urbanen 
Stadtquartiere weitere prognostizierte Bedarfe für die offene Kinder- und Jugendarbeit sowie 
für die aufsuchende Jugendsozialarbeit ausgelöst werden , die es im Rahmen des weiteren 
Planungsprozesses zu konkretisieren gilt.  
                                                
7 Auf der Berechnungsgrundlage der Vorlage V/0506/2021 „4. Münsteraner Kinder- und Jugendförderplan 2021-
2025“ 
8 vgl. V/0027/2021

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 9 - 
Angebote zur Beratung, Familienbildung und Frühe Hilfen 
Im Stadtteil Gievenbeck bestehen verschiedene Beratungsangebote für Familien und zur Fa-
milienbildung:  
- Caritasverband für die Stadt Münster e.V.: Stadtteilkoordination-Frühe Hilfen, Erziehungs-
beratung / Eltern- und Jugendberatung 
- Haus der Familien: Sure Start Gievenbeck Familienbildung 
- MuM - Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum e.V.:  Mütterzentrum, Bundeskonzept 
Mehrgenerationenhaus 
Das denkmalgeschützte Uhrenturmgebäude im Zentrum des Oxford-Quartiers soll als Ort für 
die Stadtteilkultur aktiviert werden. Hierbei werden auch multifunktionale Räume für Vereine 
und Beratungsangebote berücksichtigt.  
Weitere Maßnahmen sind derzeit im Stadtteil Gievenbeck nicht konkret geplant, durch die ge-
planten urbanen Stadtquartiere Steinfurter Straße und Busso -Peus-Straße werden aber vo-
raussichtlich weitere Bedarfe für Angebote der Beratung, Bildung und Frühen Hilfen ausgelöst. 
Schulentwicklung 
Für den Wechsel vom Abitur nach acht Jahren (G8) zum Abitur nach neun Jahren (G9) brau-
chen die Gymnasien mehr Räume, denn die Zahl der Klassen pro Jahrgangsstufe (Zügigkeit) 
soll unverändert bleiben. Die Erweiterung des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums soll daher 
Platz für einen zusätzlichen Jahrgang schaffen.9 Diese Erweiterung ist bis zum Sommer 2026, 
wenn der erste G9-Jahrgang Abitur macht, geplant.  
Zur Situation der städtischen Grundschulen in Gievenbeck werden seitens des Amtes für Schule 
und Weiterbildung folgende Hinweise gegeben: 
 
Die katholische Michaelschule befindet sich an der Appelbreistiege 40. Die Aufnahmekapazität 
hat der Rat der Stadt Münster auf 4 Eingangsklassen festgelegt. Das Schulgebäude ist für eine 
3-Zügigkeit geeignet, daher ist eine Entscheidung herbeizuführen, ob die Aufnahmekapazität 
entsprechend reduziert oder die Schule baulich zur 4 -Zügigkeit ausgebaut wird. Die Michael-
schule hat zuletzt im Schuljahr 2001/02 die volle Aufnahmekapazität mit 16 Klassen ausge-
schöpft. Seit dem Schuljahr 2010/11 wurden jeweils 12 Klassen und seit dem Schuljahr 2019/20 
jeweils 11 Klassen gebildet. Zum Schuljahr 2022/23 wird die Michaelschule 3 Eingangsklassen 
bilden. 
 
Für die Mosaik-Schule, die an der Dieckmannstraße 131 liegt und als Gemeinschaftsgrund-
schule geführt wird, hat der Rat der Stadt Münster die bauliche Erweiterung zur 3-Zügigkeit mit 
der Option zur 4-Zügigkeit beschlossen10, so dass im Bedarfsfall eine Erhöhung der Aufnahme-
kapazität möglich wäre. Die Fertigstellung der 3-Zügigkeit wird voraussichtlich im Juni 2023 ab-
geschlossen sein.  
                                                
9  vgl. Vorlage V/0816/2021 
10 vgl. Vorlagen V/0224/2018/1 und V/0195/2021

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 10 - 
Die evangelische Wartburgschule befindet sich am Toppheideweg 91 und hat eine Aufnahme-
kapazität von 4 Zügen. Der Unterricht wird in den Jahrgängen 1 und 2 bzw. 3 und 4 jahrgangs-
übergreifend erteilt. Die Schule wird als Ganztagsschule geführt. Eine Änderung der Aufnahme-
kapazität ist derzeit nicht geplant. Die Wartburgschule bildet seit dem Schuljahr 2009/10 durch-
gängig 16 Klassen. Auch im Schuljahr 2022/23 wird dies fortgeführt. 
 
Auf der Fläche der ehemaligen Oxford-Kaserne ist die Errichtung einer 2-zügigen Grundschule 
geplant. Den entsprechenden Grundsatz- und Errichtungsbeschluss11 hat der Rat 2019 gefasst. 
Die Fertigstellung ist für Mai 2025 geplant. 
 
Wenn das Modellquartier Westlich Steinfurter Straße realisiert wird, muss aufgrund des dar-
aus resultierenden Bedarfs mit hoher Wahrscheinlichkeit eine neue Grundschule errichtet wer-
den. Voraussichtlich wird diese Schule eine Aufnahmekapazität von 4 Zügen vorhalten müssen. 
Konkrete Aussagen zur Größe und zum Bedarfszeitpunkt können aktuell noch nicht gemacht 
werden. 
 
Zur Abrundung ist hier noch die Freie Waldorfschule zu nennen, die eine private Ersatzschule 
ist, deren Bildungsangebot alle Bildungsstufen (Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II) 
umfasst. Sie befindet sich am Rudolf -Steiner-Weg 11. Planungen zur Verä nderung des Ange-
botes sind der Verwaltung nicht bekannt. 
 
Es wird davon ausgegangen, dass die beiden neuen urbanen Stadtquartiere Steinfurter Straße 
und Busso-Peus-Straße weitere Grundschulbedarfe auslösen. Ähnlich wie bei den Einrichtun-
gen für die Kindert agesbetreuung können zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch keine kon-
kreten Angaben gemacht werden, zurzeit wird von bis zu sechs neuen Grundschulzügen aus-
gegangen. Ein neuer Grundschulstandort im Quartier an der Steinfurter Straße wird damit re-
lativ sicher erforderlich. 
Bei Schulerweiterungen und -neubauten müssen auch Sportfreianlagen für den verpflichten-
den Schulsport und Bewegungsflächen für den Pausensport und Ganztagsangebote berück-
sichtigt werden. 
Bildungs- und Wissenschaftszentrum der Bundesfinanzverwaltung  
Das Bildungs- und Wissenschaftszentrum der Bundesfinanzverwaltung (BWZ) am Gescher-
weg erhält in Zukunft einen Zuwachs an Aufgaben für die Bundeszollverwaltung, weshalb ein 
Ausbau der Ausbildungskapazitäten erforderlich ist. Es sollen zusätzliche Lehrsäle, Gruppen-
räume und eine Mensa entstehen. Die vorhandenen Unterkünfte (außerhalb des Standortes 
am Gescherweg) für Auszubildende sollen ebenfalls erweitert werden und zukünftig 960 statt 
460 Wohneinheiten fassen. 
Belange älterer Menschen und Menschen mit Behinderungen  
Für den Stadtteil Gievenbeck gibt es einen Arbeitskreis „Älter werden in Gievenbeck“, an dem 
sowohl Akteure aus Gievenbeck als auch Senior innen und Senioren teilnehmen. Dieser Ar-
beitskreis wird vom Caritasverband und der Kommunalen Seniorenvertretung moderiert. 
                                                
11 vgl. Vorlage V/0696/2019

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 11 - 
Wichtiges Thema in diesem Zusammenhang ist die Berücksichtigung des  „Masterplans alten-
gerechte, inklusive Quartiere zur Versorgungssicherheit von Menschen mit Pflege- und Unter-
stützungsbedarf“12 – bspw. in Bezug auf offene Begegnungsstätten / Quartierstreffs und Mit-
tagstischangebote. 
Darüber hinaus gibt es das Handlungskonzept „Mobilität im Alter und von mobilitätseinge-
schränkten Menschen stärken – selbstverständlich selbständig“13, an dessen Umsetzung sich 
der Arbeitskreis „Älter werden in Gievenbeck“ mit Stadtteilspaziergängen derzeit auch beteiligt, 
um Hindernisse und Bedarfe festzustellen. Bei der weiteren Planung für Gievenbeck sollten 
grundsätzlich die Handlungsempfehlungen mitgedacht werden  (wie z.B. die Grünzeiten an 
Ampeln, Ausstattung mit Sitzbänken inkl. Armlehnen, öffentliche Toiletten, Trinkwasserspen-
der oder Refill-Stationen sowie die Anlage von Schattenplätzen). 
Im Zusammenhang mit der weiteren Baulandentwicklung ist stets auch das Wohnen für ältere 
Menschen ein wichtiges Thema – nicht nur in Bezug auf altengerechte sondern auch auf roll-
stuhlgerechte Wohnungen. 
3. Zentren und Einzelhandel  
Einzelhandel 
Im Stadtteil Gievenbeck wird aktuell als auch perspektivisch (unter Berücksichtigung der ge-
planten Wohnbauentwicklungen) eine nahezu flächendeckende fußläufige Nahversorgung be-
reitgestellt.  
Gievenbeck weist mit dem Stadtbereichszentrum Gievenbeck – Roxeler Straße, dem Stadt-
teilzentrum Gievenbeck-Mitte, dem Nahversorgungszentrum am Heekweg sowie einer Nah-
versorgungslage an der Dieckmannstraße eine ausdifferenzierte Versorgungsstruktur auf. 
Eine relevante Lücke in der wohnortnahen Nahversorgung zeigt sich im Bereich Horstmarer 
Landweg / Wasserweg. Diese Versorgungslücke zu schließen ist u.a. ein Ziel der Angebots-
ausweitung im Bereich des zukünftigen neuen urbanen Stadtquartiers an der Steinfurter 
Straße. Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Münster sieht aus diesem Grunde 
an der Austermannstraße bereits eine Nahversorgungslage vor. Der genaue Standort und die 
weitere Ausgestaltung werden Inhalt des geplanten Werkstattverfahrens und des nachfolgen-
den städtebaulichen Wettbewerbs sein. 
Auch die qualitative Nahversorgung ist in Gievenbeck angesichts der bestehenden struktur-
prägenden Lebensmittelanbieter als posi tiv zu bewerten. Zu nennen sind drei Supermärkte, 
zwei Discounter, ein Verbrauchermarkt und ein Getränkemarkt. 
Der Simonsplatz im Zentrum des Oxford-Quartiers bietet Potenzial für untergeordnete Han-
delsstrukturen zur Versorgung des neuen Quartiers. 
 
                                                
12 vgl. V/0908/2016 und Ergänzungsvorlage 
13 Vgl. V/0409/2020 und Ergänzungsvorlage

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 12 - 
Ortsmitte Gievenbeck 
Die Planungen für die Umgestaltung der Ortsmitte Gievenbeck sind abgeschlossen. Die Be-
zirksvertretung Münster-West befasste sich am 7. November 2019 mit dem Gestaltungskon-
zept, d er Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wo hnen (ASSVW) 
stimmte dem Gestaltungskonzept am 21. November 201914 zu. 
 
Abbildung 6: Blick vom Arnheimweg in Richtung Von-Esmarch-Straße. Quelle: pp a|s 2019 
Die Entwurfs- und Ausführungsplanung wird auf Grundlage des Gestaltungskonzeptes vorbe-
reitet. Im Zuge der Umgestaltung ist auch eine hydraulische und bauliche Sanierung der 
Schmutz- und Regenwasserkanalisation in der Ortsmitte (Rüschhausweg bis Von -Esmarch-
Straße) bis zur Einleitung  in den Gievenbach vorgesehen . Im Rahmen der Ausführungspla-
nung und Bauvorbereitung wird ein Baustellenkonzept erstellt, über das die betroffenen Eigen-
tümer, Geschäftstreibenden und Anwohner frühzeitig informiert werden. Die Bauarbeiten wer-
den voraussichtlich 2023 beginnen.  
4. Freiraum, Sport, Freizeit und Erholung 
Grünflächen Oxford-Quartier 
Die Struktur öffentlicher Grünflächen bildet das Rückgrat des neuen Oxford-Quartiers15. Zent-
rales Element ist der grüne Boulevard, ein parkartiger Raum, durch den sich die neue Straße 
schlängelt. Dies ist der zentrale Bewegungsraum für Fußgänger, Radfahrer und Fahrzeuge. 
Im Norden mündet die zentrale Achse mit größeren Spiel- und Freizeitsportflächen als grüner 
                                                
14 vgl. V/0947/2019 
15 vgl. V/0606/2018 und V/1099/2018

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 13 - 
Trichter in den Grünen Finger und schließt nahtlos an die vorhandenen Grünflächen Gieven-
becks an (s. Abb. 7). Neben Spielplätzen für kleinere Kinder werden im neuen Oxford-Quartier 
auch vielfältige Angebote für die Erholung und den Freizeitsport vorgesehen, die allen Alters-
gruppen zugänglich sind (z.B. Kleinspielfelder, Parko ur-Sport und Calisthenics, Boule-Platz). 
Die Umsetzung der Planungen beginnen voraussichtlich Ende 2022 und werden sukzessive 
mit der Fortentwicklung des Gesamtquartiers errichtet. 
 
Abbildung 7: Auszug Lageplan (Nordteil) 
Freiraumkonzept Kinderbachtal 
Die Verwaltung hat nach Ratsbeschluss 16 eine Ausschreibung für die Erstellung eines Frei-
raumentwicklungskonzeptes für das Kinderbachtal  begonnen. Für den dargestellten Pla-
nungsraum (s. Abb. 8) soll ein nachhaltiges integriertes Freiraumentwicklungskonzept mit den 
                                                
16 vgl. V/0639/2021

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 14 - 
nachfolgenden Handlungsfeldern erarbeitet werden: 
- Sicherung und Entwicklung der vorhandenen naturräumlichen Qualitäten 
- Qualifizierung der Flächen mit Erholungsfunktion 
- Etablierung von Wegebeziehungen 
- Stärkung der Anbindung an den Siedlungsraum, insbesondere mit Blick auf die geplanten 
urbanen Quartiere südwestlich der Steinfurter Straße (MMQ1)  und westlich der Busso -
Peus-Straße (MMQ2) 
 
Abbildung 8: Planungsraum Freiraumkonzept Kinderbachtal 
Im Hinblick auf die Multifunktionalität der Grünstrukturen soll der Fokus auf die ökologischen 
und grünstrukturellen Qualitäten gerichtet und Aspekte wie Biotopverbundsysteme, Land-
schaft als Erholungsraum sowie Landwirtschaft als Bestandteil der gewachsenen Münsterlän-
der Parklandschaft behandelt werden.  Abgeleitet aus den Handlungsfeldern sollen u.a. die 
Förderung der „grün-blauen“ Infrastruktur im nordwestlichen Stadtraum (z. B. Biotopverbund / 
Gewässer (Kinderbach)), die Sicherung der klimatischen Funktionen für den Siedlungsraum 
unter Berücksichtigung der Erfordernisse der Klimawandelanpassung, die Vernetzung der 
Naherholungsräumen, auch mit Blick auf die Einbindung der geplanten urbanen Quartiere , 
sowie die Stärkung und der Ausbau des Grünzuges als Brückenschlag zwischen Münster s 
Zentrum, den urbanen Wissensquartieren und den Stadtteilen Gievenbeck, Nienberge und 
Kinderhaus sowie auch die Verbesserung der Aufenthaltsqualitäten für Sport und Freizeit und 
„stadtnahe“ Formen der Landwirtschaft/Nahrungsmittelproduktion näher betrachtet werden. 
Mit den genannten Aspekten bestehen eindeutige Überschneidungspunkte mit den strukturel-
len Überlegungen für die beiden Quartiersentwicklungen MMQ1 und MMQ2, sodass eine ge-
genseitige Berücksichtigung der Ergebnisse des Werkstattverfahrens sowie des Freiraumkon-
zeptes auch schon während der Erarbeitung beider Konzepte unabdingbar ist bzw. grundsätz-
lich gegenseitig positiv befördernd wirken soll.

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 15 - 
Spielplätze 
Bei den bestehenden Spielplätzen in Gievenbeck erfolgt in den kommenden Jahren eine be-
darfsgerechte Sanierung in Abstimmung mit der BV-West. Die Anlage des Naturerlebnisspiel-
platzes im Kinderbach tal steht kurz vor der baulichen Fertigstellung.  Eine Eröffnung ist für 
Frühjahr 2022 geplant. 
Weitere Spielplatzangebote wird es im Rahmen der Entwicklung der neuen urbanen Stadt-
quartiere geben. 
Sportaußenanlagen 
Mittig der beiden geplanten neuen urbanen Stadtquartiere befindet sich die unbefristet an den 
1. FC Gievenbeck e. V. überlassene kommunale Sportaußenanlage Gievenbecker Weg. Diese 
Sportaußenanlage verfügt über zwei Großspielfelder mit Rasenbelag, zwei Kunstrasengroß-
spielfelder, ein Rasentrainingsfeld, eine Beachvolleyball- und eine Basketballanlage. Des Wei-
teren befinden sich dort eine vereinseigene Sporthalle mit integriertem kommunalen Anteil an 
Funktionsräumen.  
Am Rudolf-Steiner-Weg befindet sich die vereinseigene Tennisanlage des TSC Münster Gie-
venbeck e.V. Diese verfügt über 6 Tennisfelder und ein vereinseigenes Funktionsgebäude. 
Darüber hinaus gibt es einen weiteren Standort eines Tennisvereins (TC Union) an der Stein-
furter Straße.  
Bei der Planung der neuen urbanen Stadtquartiere müssen diese Bestandsnutzungen berück-
sichtigt werden. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob der Zuzug für den Schul-, Vereins- und Brei-
tensport sowie für informelle Bewegungsangebote ( Skaten, Streetball, Klettern, Fitness-Par-
kours, Bouleanlagen) ungedeckten Bedarf an Sportflächen auslöst. Für das Zusammenleben 
in einem Modellquartier wie es an diesen beiden Standorten geplant wird, ist es entscheidend 
für die Bewohnerinnen und Bewohner dezentral Sportangebote zur Verfügung zu stellen. So 
ist gewährleistet, dass sich die entstehenden Berufszweige innerhalb der favorisierten Sport-
angebote in vereinsungebundenen Sportgruppen für den Freizeitsport zusammenfinden. Es 
sind möglichst verschiedene kleinteilige Angebote inmitten der Wohn - und Arbeitsstrukturen 
zu verorten um die Akzeptanz und die Nutzung zu erhöhen.  
Darüber hinaus ist es sinnvoll notwendige Naherholungsbereiche / Parkanlagen mit Sportan-
geboten zu ergänzen (s.o. z.B. im Bereich des neuen Oxford-Quartiers).  
Standortsuche Freizeitbad West 
Der Rat hat die Verwaltung vor dem Hintergrund des Grundsatzbeschlusses17 zur Entwicklung 
des neuen urbanen Stadtquartiers an der Busso -Peus-Straße beauftragt, für die mitzuwach-
sende sportliche Infrastruktur (Familienbad / Sportbad) eine geeignet große Fläche im Stadtteil 
Gievenbeck bzw. Stadtbezirk West zu sichern. 
Dafür ist bereits eine Fläche genannt worden, die in eine Prüfung möglicher Standorte mitein-
                                                
17 vgl. Beschluss zur Vorlage V/0417/2020

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 16 - 
bezogen werden soll. Hierbei handelt es sich  um die vorhandene städtische Fläche im Gel-
tungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 408 „Gievenbeck – Bezirksfriedhof West, Roxeler Str. 
/ Schmeddingstraße18.  
Derzeit führt die Verwaltung eine Standortprüfung mit diesem und mehreren weit eren Stand-
orten durch. Prüfkriterien sind dabei u.a. die Zentralität im Stadtbezirk, die strukturelle Lage, 
die Flächengröße, mögliche Nutzungskonkurrenzen zu anderen bestehenden Planungen und 
Zielen, die Verkehrsanbindung, die Entwässerung, Belange von Natur, Umwelt und Klima und 
nicht zuletzt die liegenschaftliche Verfügbarkeit sowie die zeitliche Realisierungsperspektive. 
5. Verkehr und Stadtentwässerung 
Als sehr wichtige Maßnahmen im Bereich des Radverkehrs ist für die nächsten Jahre die wei-
tere Planung und Realisierung der Velorouten nach Altenberge sowie Havixbeck bzw. Nottuln 
zu nennen. Auch im Rahmen der neuen Quartiersentwicklungen wird das Thema Radverkehr 
eine große Bedeutung einnehmen. Im Zuge der Entwicklung des hierarchischen Fahrradnet-
zes 2.0 können ggf. weitere Radverkehrsprojekte in Gievenbeck hinzukommen. 
In Gievenbeck sind eine Reihe von baulichen Maßnahmen und Prüfungen in Bezug auf En t-
wässerungsanlagen und Gewässer für die nächsten Jahre geplant. Zu nennen sind u.a. die 
Von-Esmarch-Straße, bei der die Schmut z- und Regenwasserkanalisation baulich und hyd-
raulisch saniert und ein nachhaltiger, wasserbewusster Straßenquerschnitt umgesetzt werden 
soll.  
Im Fokus steht darüber hinaus in den Jahren 2022 und 2023 der Bereich Roxeler Straße (An-
schluss des Oxford-Quartieres) und das Oxford-Quartier selbst, bei dem das erarbeitete Re-
genwasserbewirtschaftungskonzept umgesetzt wird. In diesem Zusammenhang wird auch der 
Gievenbach zwischen Arnheimweg und Roxeler Straße renaturiert.  
Daneben wird es in den nächsten Jahren eine Reihe weiterer baulicher und hydraulischer Sa-
nierungen geben (u.a. Twenteweg, Bentheimweg, Enschedeweg, Weierstraßweg, Unnerste 
Meer, Horstmarer Landweg und Borghorstweg). 
Darüber hinaus wird das Thema Umgang mit Starkregenereignissen in den nächsten J ahren 
weiter an Bedeutung gewinnen. 
 
 
6. Kartendarstellung Konzept Masterplan Gievenbeck 2040 
Siehe nächste Seite. 
                                                
18 vgl. Antrag der Fraktionen Volt, Bündnis 90/Die Grünen, SPD vom 11.05.21: „Ein Sport - und Freizeitbad für 
Münsters Westen: Jetzt mit der Planung beginnen!“

Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2022 
 
- 17 - 
Kartendarstellung Masterplan Gievenbeck

Beratungsverlauf (2)

28.04.2022 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 6.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
12.05.2022 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung
TOP 6.5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (32)

  • Steinfurter Straße
  • Busso-Peus-Straße
  • Mauritzstraße 4
  • Von-Esmarch-Straße
  • Hensenstraße
  • Dieckmannstraße 131
  • Roxeler Straße
  • Austermannstraße
  • Schmeddingstraße
  • Nünningweg
  • Arnheimweg
  • Borghorstweg
  • Gescherweg 87
  • Rüschhausweg
  • Toppheideweg 91
  • Heekweg
  • Wasserweg
  • Rudolf-Steiner-Weg 11
  • Twenteweg
  • Bentheimweg
  • Enschedeweg
  • Weierstraßweg
  • Muckermannweg
  • Horstmarer Landweg
  • Gievenbecker Weg
  • Sentruper Höhe
  • Appelbreistiege 40
  • Unnerste Meer
  • Michaelweg
  • Domplatz
  • Simonsplatz
  • Kinderhaus

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Details

Aktenzeichen
V/0224/2022
Typ
Vorlagen
Datum
31.03.2022
Erstellt
28.03.2022 11:57