1803/2018
Anfrage der Ratsgruppe Bunt - Ausmaß Melderegisterauskünfte 2015 - 2018
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/34/341/1 AN/0817/2018 Vorlagen-Nummer 11.06.2018 1803/2018 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 18.06.2018 Anfrage der Ratsgruppe Bunt - Ausmaß Melderegisterauskünfte 2015 – 2018 AN/0817/2018 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Ausmaß von Melderegisterauskünften und den daraus erzielten Einnahmen Die Anfrage der Ratsgruppe Bunt wird wie folgt beantwortet: Frage 1: Wie viele Meldeauskünfte hat die Stadt Köln 2015 bis 2018 pro Monat erteilt? Erteilte Melderegisterauskünfte 2015 automatisierte + manuelle gebührenpfl. einf. MRA gebührenfr. Auskünfte erw. Aus- künfte / An- zahl gesamt Auskünfte Januar 15.133 0 168 15.301 Februar 15.923 0 107 16.030 März 13.498 0 166 13.664 April 12.187 0 83 12.270 Mai 9.940 291 55 10.286 Juni 12.390 0 40 12.430 Juli 16.130 0 62 16.192 August 12.528 0 115 12.643 September 13.810 245 123 14.178 2 Oktober 2.968 104 64 3.136 November 2.745 9 33 2.787 Dezember 2.602 325 74 3.001 GESAMT 129.854 974 1.090 131.918 2016 automatisierte + manuelle gebührenpfl. einf. MRA gebührenfr. Auskünfte erw. Aus- künfte / An- zahl gesamt Auskünfte Januar 2.944 8.486 374 11.804 Februar 26.757 11.132 167 38.056 März 16.826 12.555 157 29.538 April 11.683 11.309 209 23.201 Mai 12.724 12.337 208 25.269 Juni 13.471 12.410 428 26.309 Juli 10.464 10.506 0 20.970 August 11.033 9.764 0 20.797 September 11.612 8.952 214 20.778 Oktober 9.556 7.133 105 16.794 November 10.902 8.560 59 19.521 Dezember 11.010 6.776 129 17.915 GESAMT 148.982 119.920 2.050 270.952 2017 automatisierte + manuelle gebührenpfl. einf. MRA gebührenfr. Auskünfte erw. Aus- künfte / An- zahl gesamt Auskünfte 3 Januar 8.767 1.365 137 10.269 Februar 11.497 770 139 12.406 März 11.192 1.120 174 12.486 April 10.366 1.227 113 11.706 Mai 10.407 1.296 83 11.786 Juni 10.222 798 69 11.089 Juli 10.544 914 128 11.586 August 10.014 924 75 11.013 September 10.569 922 61 11.552 Oktober 9.348 833 90 10.271 November 8.695 847 11 9.553 Dezember 8.917 606 0 9.523 GESAMT 120.538 11.622 1.080 133.240 2018 automatisierte + manuelle gebührenpfl. einf. MRA gebührenfr. Auskünfte erw. Aus- künfte / An- zahl gesamt Auskünfte Jan 9.164 8.146 95 17.405 Feb 10.514 7.729 99 18.342 März 10.210 6.237 177 16.624 April 9.232 6.897 164 16.293 GESAMT 39.120 29.009 535 68.664 4 Frage 2: Auf welchen Betrag belaufen sich die eingenommenen Gebühren durch Meldeauskünfte 2015 bis 2018? Eingenommene Gebühren: 2015 2016 2017 2018 Januar 21.290,57 € 7.420,78 € 11 € 88.270,20 € Februar 108.635,00 € 19.089,70 € 89.957,20 € 106.538,40 € März 70.158,50 € 146.937,60 € 157.293,30 € 73.253,30 € April 58.906,90 € 59.630,90 € 68.607,61 € 67.581,93 € Mai 70.933,50 € 20.851,70 € 71.409,23 € Juni 73.792,30 € 62.205,29 € 66.487,60 € Juli 64.305,67 € 35.106,30 € 37.974,50 € August 55.984,60 € 98.082,31 € 102.388,60 € September 41.384,10 € 23.721,20 € 74.480,80 € Oktober 60.007,40 € 7.507,60 € 62.025,60 € November 37.771,63 € 38.890,90 € 28.580,10 € Dezember 22.085,51 € 140.169,70 € 88.233,30 € Gesamt 685.255,68 € 659.613,98 € 847.437,84 € 335.643,83 € Frage 3: Wie viele Einwohner*innen Kölns haben seit 2015 der Weitergabe ihrer Meldedaten wider- sprochen, und wie viele haben ihre Einwilligung erteilt? a) Widersprüche gegen die Weitergabe Ihrer Meldedaten: 2015 2016 2017 2018 Januar 223 157 44 40 Februar 127 2012 62 26 März 1004 85 57 35 April 98 10 87 41 Mai 10 195 95 Juni 186 88 66 Juli 380 168 32 August 2 114 48 September 175 40 31 Oktober 180 100 39 November 98 55 31 Dezember 120 35 29 Gesamt 2.603 3.059 621 142 b) Eine Einwilligung zur Datenerteilung wurde seit Einführung des Bundesmeldegesetzes (BMG) (01.11.2015) nicht gegeben. 5 Frage 4: An welche Gruppierungen (z. B. Unternehmen, privatrechtliche Religionsgesellschaften, Partei- en) werden, neben privaten Stellen, zielgruppengerecht Auskünfte erteilt und zu welchen Gebüh- ren? Gruppenauskünfte werden gemäß § 46 BMG jedem Antragsteller erteilt, sofern sie im öffentli- chen Interesse liegt. Die Gebühr beträgt: - bei manueller Auskunftserteilung für jeden ausgewählten Einwohner = Euro 10 - bei automatisierter Auskunftserteilung und unabhängig von der Anzahl der ausgewählten Ein- wohner = Euro 250 Gemäß § 50 Bundesmeldegesetz (BMG) darf die Meldebehörde Parteien, Wählergruppen und anderen Trägern von Wahlvorschlägen im Zusammenhang mit Wahlen und Abstimmungen auf staatlicher und kommunaler Ebene in den sechs der Wahl oder Abstimmung vorangehenden Monaten Auskunft aus dem Melderegister über die in § 44 Absatz 1 Satz 1 BMG bezeichneten Daten von Gruppen von Wahlberechtigten erteilen, soweit für deren Zusammensetzung das Le- bensalter bestimmend ist. Hier beträgt die Gebühr: Euro 750 Frage 5: Wie wird in Köln sichergestellt, dass Verstöße wie in Berlin und München nicht passieren? Wel- che Vorschriften, Erlasse, Gesetze müssen in Köln in Bezug auf die Weitergabe von Meldedaten beachtet werden? Die Weitergabe von Daten erfolgt unter den Voraussetzungen des BMG, des Gesetzes zum Schutz personenbezogener Daten (Datenschutzgesetz Nordrhein-Westfalen - DSG NRW) bzw. der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Erstellung von Listenauskünften erfolgt bei der Stadt Köln ausschließlich über die Funktion „Listenerstellung“ im Fachverfahren „Meso“. Eine händische Abfrage - z.B. per SQL-Skript - ist allen Personen, die administrative Datenbank- rechte haben, strengstens untersagt. Die Ausführung sämtlicher Anfragen aus dem Verfahren „Meso“ wird anwendungs- und daten- bankseitig protokolliert. Der entsprechende Vorgang „Liste Wahlberechtigte“ ist bereits so voreingestellt, dass die Daten von Personen mit Auskunftssperre und Daten von Personen, die einer Übermittlung ihrer Daten an Parteien gemäß § 50 Abs. 1 BMG widersprochen haben, nicht weitergegeben werden. Jegliche Arbeiten auf der Datenbank finden im 4-Augenprinzip statt. Entweder ist - neben dem Fachanwendungsbetreuer - der Software-Hersteller für „Meso“ (Fa. HSH) an der Änderung betei- ligt oder der Datenbankbereich im Amt für Informationsverarbeitung. Jedoch finden keine großen Wartungsarbeiten an der Datenbank selbst statt: hierfür stellt der Hersteller XML-Dateien bereit, die über die Anwendung IRIS (Einwohner-Informationsregister) in die Datenbank importiert wer- den und manuelle Eingriffe unterbinden. Weiterhin werden sämtliche Updates oder SQL-Statements zunächst im 4-Augen-Prinzip in der Test- oder Entwicklungsumgebung von „Meso“ getestet und auf negative Auswirkungen wie den geschilderten Wegfall von Sperrvermerken geprüft, bevor es zu einem produktiven Einsatz kommt. Gez. Dr. Keller
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1803/2018
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 11.06.2018
- Erstellt
- 29.05.2018 12:48