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1130/2024

Beantwortung einer mündlichen Anfrage von Frau Sänger aus der Sitzung des Gesundheitsausschusses vom 05.03.2024 betreffend "Open Drug Scene Cologne Survey 2023

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 07.05.2024

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Nächste Beratung: Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik, Sitzung am 17.06.2024, TOP 9.7

Anlage 1 - Top 2.3_Auszug aus dem Beschlussprotokoll

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Anlage 1 - Top 2.3_Auszug aus dem Beschlussprotokoll

576 Zeichen

Geschäftsführung  
Gesundheitsausschuss 
Frau Niemeyer 
Telefon: (0221) 221 23820 
Fax:  (0221)  
E-Mail: Sabine.Niemeyer@STADT-
KOELN.DE 
Datum: 07.05.2024 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der 24. Sitzung des 
Gesundheitsausschusses  vom 23.04.2024  
öffentlich 
2.3 Beantwortung einer mündlichen Anfrage von Frau Sänger aus der Sit-
zung des Gesundheitsausschusses vom 05.03.2024 betreffend "Open 
Drug Scene Cologne Survey 2023, Studienergebnisse 0622/2024" 
1130/2024 
 
 
Die Antwort soll auch der Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik zur Verfügung ge-
stellt werden.

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

5709 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/53 
 
Vorlagen-Nummer 11.04.2024 
 1130/2024 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Gesundheitsausschuss 23.04.2024 
Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik 17.06.2024 
 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage von Frau Sänger aus der Sitzung des 
Gesundheitsausschusses vom 05.03.2024 betreffend "Open Drug Scene Cologne 
Survey 2023, Studienergebnisse 0622/2024" 
Frau Sänger stellt der Verwaltung die folgenden Fragen zum Thema „Open Drug Scene 
Cologne Survey 2023, Studienergebnisse 0622/2024“: 
 
Frage 1 
Inwieweit haben die in der Studie genannten trans Personen überhaupt eine Chance, diesen 
schwierigen Weg zu gehen? 
 
Frage 2 
Was passiert, wenn sich diese Drogenkonsumenten z.B. einem Hausarzt offenbaren? Werden 
sie überhaupt ernst genommen oder überdeckt der Drogenkonsum alles andere? 
 
Frage 3 
Gibt es Bestrebungen – evtl. durch das Gesundheitsamt -, diese Menschen bezüglich der 
Transgeschlechtlichkeit zu unterstützen und ihnen den notwendigen Weg in ihrer Situation zu 
erleichtern? 
 
Hierzu nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: 
 
Zu Frage 1 
Inwieweit haben die in der Studie genannten trans Personen überhaupt eine Chance, diesen 
schwierigen Weg zu gehen? 
 
Die vorgeschriebenen Verfahrenswege stellen sicherlich für den Menschen in dieser Situation 
eine Herausforderung dar. Es ist zu vermuten, dass drogengebrauchende Menschen vor hö-
heren Problematiken und Barrieren gestellt sind, z.B. wegen unregelmäßigen Lebensstils oder 
fehlender psychosozialer Unterstützung. 
Die Fachkräfte beim Aufsuchenden Suchtclearing und des Drogenkonsumraums des Gesund-
heitsamtes unterstützen die betroffenen Personen in Beratung und Vermittlung an die entspre-
chenden Stellen im Hilfesystem. Das gilt ebenso für die Mitarbeitenden der Substitutionsam-
bulanz und des Mobilen Medizinischen Dienstes. 
 
Zu Frage 2 
Was passiert, wenn sich diese Drogenkonsumenten z.B. einem Hausarzt offenbaren? Werden 
sie überhaupt ernst genommen oder überdeckt der Drogenkonsum alles andere?

2 
 
 
Zum Verhalten von Hausärzten gegenüber transgeschlechtlichen Drogenkonsumenten gibt es 
von Seiten der kassenärztlichen Vereinigung keine validen Daten. 
 
Zu Frage 3 
Gibt es Bestrebungen – evtl. durch das Gesundheitsamt -, diese Menschen bezüglich der 
Transgeschlechtlichkeit zu unterstützen und ihnen den notwendigen Weg in ihrer Situation zu 
erleichtern? 
 
Es ist Aufgabe und Selbstverständnis des Gesundheitsamtes, Personen mit erschwertem Zu-
gang zur gesundheitlichen Regelversorgung dabei zu unterstützen, Angebote, die dem Begriff 
der „Gesundheitshilfe“ gemäß §§14-16 des ÖGDG NRW zuzuordnen sind, für sich nutzen zu 
können. 
 
Die entsprechenden Abteilungen des Gesundheitsamtes arbeiten aktuell daran, die Schnitt-
stellen zwischen den bestehenden psychosozialen und medizinischen Unterstützungsangebo-
ten speziell für alle Klient*innen des Drogenkonsumraumes zu optimieren und die Schnittstel-
len noch niederschwelliger zu gestalten.  
Dazu gehört auch, bei entsprechendem individuellem Bedarf die Überleitung in Angebote des 
Fachdienstes STI und sexuelle Gesundheit oder bei nicht krankenversicherten Menschen, die 
einen medizinischen Handlungsbedarf haben, eine Anbindung an das aktuelle Projekt „Anony-
mer Krankenschein Köln“ zu ermöglichen. Ziel der Angebote ist es, unabhängig von der ge-
schlechtlichen Identität die jeweiligen individuellen intersektionalen Risiken mit den vorhande-
nen Ressourcen bestmöglich und nachhaltig zu stabilisieren. 
 
Die Abteilung Gesundheitshilfen im Gesundheitsamt und insbesondere der Fachdienst STI 
und sexuelle Gesundheit bietet allen Menschen, unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identi-
tät, eine psychosoziale Beratung zu Themen sexueller Gesundheit an. Des Weiteren bietet 
der Fachdienst eine medizinische Versorgung für Menschen ohne geregelten Krankenversi-
cherungsschutz sowie für Menschen, die mit sexuellen Dienstleistungen Geld verdienen, an. 
Das Angebot richtet sich vor allem an nicht krankenversicherte Menschen mit intersektionalen 
Risiken, also auch an transgeschlechtliche Personen mit weiteren Risiken wie z.B. Drogen-
konsum.  
Im Fachdienst STI und sexuelle Gesundheit liegt der Fokus des medizinischen Angebotes auf 
der Diagnostik und Therapie sexuell übertragbarer Infektionen (STI), aber auch darauf, bei 
weiteren medizinischen Bedarfen, wenn diese nicht durch die Angebote des Gesundheitsam-
tes abgedeckt werden können, bezüglich Versorgung und Vermittlung zu unterstützen. 
Im Rahmen des interdisziplinären psychosozialen Beratungsangebotes, welches unabhängig 
vom Krankenversicherungsstatus anonym und kostenlos in Anspruch genommen werden 
kann, unterstützt der Fachdienst sofern der Bedarf, der sich im Beratungsgespräch heraus-
stellt, nicht allein durch das Angebot des Fachdienstes gedeckt werden kann, ebenfalls – je 
nach individuellem Anliegen – bei der Vermittlung in das breit aufgestellte Hilfsangebot der 
Trägerlandschaft in Köln. 
 
Ziel ist es, Klient*innen interdisziplinär in der divers aufgestellten Angebotsstruktur in Köln zu 
versorgen. 
Erfahrungen haben gezeigt, dass für Menschen, die im Sinne einer Suchterkrankung Drogen 
konsumieren, dies oft so im Vordergrund steht, dass weitere individuelle Themen in den Hin-
tergrund geraten können. 
Soweit die Unterstützung in Bezug auf andere (nicht suchtspezifische) Bedarfe erwünscht und 
möglich ist, werden Klient*innen durch die genannte Angebotsstruktur interdisziplinär unter-
stützt. Die Abteilung Gesundheitshilfen arbeitet in Bezug auf transgender-bezogene Anliegen 
eng mit dem Träger Rubicon e.V. in Köln zusammen. 
 
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (2)

23.04.2024 Gesundheitsausschuss
TOP 2.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
17.06.2024 Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik
TOP 9.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1130/2024
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
07.05.2024
Erstellt
27.03.2024 16:03