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AN/0742/2022

Was geschieht mit Raum 13

Die Linke. Anfrage nach § 4 31.03.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 05.04.2022, TOP 11.8

Linke Anfrage nach § 4

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Linke Anfrage nach § 4

4893 Zeichen

Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln  
 
Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
Ausschussvorsitzende 
Elfie Scho-Antwerpes 
 
Rathaus, Spanischer Bau  
 50667 Köln 
Postanschrift:  
Postfach 103564 · 50475 Köln  
Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 
E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de 
Fraktionsvorstand  
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 31.03.2022 
AN/0742/2022 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss Kunst und Kultur 05.04.2022 
 
Was geschieht mit Raum 13 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende, 
 
wir bitten Sie herzlich die folgende Anfrage mit auf die Tagesordnung der 10. Sitzung des 
Ausschusses Kunst und Kultur in der Wahlperiode 2020/2025 am Dienstag, dem 05.04.2022 zu 
nehmen. 
 
Als Akteur im Schnittfeld zwischen Kunst und Stadtgesellschaft arbeitet raum13 an der 
Produktion von Räumen als Begegnungsräume, die nicht nur Schichten der Vergangenheit zum 
Vorschein bringen, sondern auch eine ebenfalls vielschichtige Stadt -Utopie skizzenhaft gestalten. 
Die bisherige Förderung ermöglichte der raum 13 gGmbH die Erschließung eines neuen 
Kulturortes im rechtsrheinischen Mülheim. Raum 13 hat dort mit der Schaffung des Deutzer 
Zentralwerks der schönen Künste nicht nur einen neuen Spielort für Künstler*innen aller Sparten 
geschaffen, sondern durch die Kunst eine Vision für das Otto -&-Langen-Quartier entwickelt. 
Diese Vision war es, die das Areal im Sommer 2021 einer Investoren gesteuerten Entwicklung 
entzogen und eine alternative Entwicklung erst denkbar gemacht hat. 
Am 3. Januar 2022 hat die Stadt Köln alle Nutzen und Lasten für die ehemalige Hauptverwaltung 
der ersten Gasmotorenfabrik der Welt (KHD Hauptverwaltung) im OLQ übernommen. Doch 
augenscheinlich hat die Verwaltung zur Sicherung des Kulturellen Erbes vor Zerstörungswut 
und Wetterschäden bisher nichts oder fast nichts unternommen. Eventuelle initiierte Maßnahme 
oder Verantwortliche in der Stadtverwaltung sind genauso wenig erkennbar wie eine zukünftige 
Strategie oder gar eingeholte Expertisen.

So ist nicht erkennbar kommuniziert worden wer die Federführung hat, beziehungsweise. wie ist 
die Struktur zwischen den maßgeblichen Dezernaten Liegenschaften, Kultur und 
Stadtentwicklu ng aufgebaut ist, um die politischen Beschlüsse zum Deutzer Zentralwerk der 
Schönen Künste und der raum13 gGmbh nachhaltig umzusetzen. 
Es ist die Nutzung, welche die Gebäude vor Zerstörungswut und dem weiteren Verfall bewahren 
kann. Leider scheint die Verwaltung zur Umsetzung des politischen Willens - das Deutzer 
Zentralwerk der Schönen Künste durch die raum13 gGmbH als Ankerpunkt für die zukünftige 
Quartiersentwicklung zeitnah wieder zu beleben und zu etablieren - nichts zu unternehmen oder 
Konkretes zu erreichen.  
Der Leerstand muss beendet werden und die raum13 gGmbH unmittelbar Zugang ins Gebäude 
erhalten, um die Arbeit aufnehmen zu können. Immerhin wird die raum13 gGmbH institutionell 
von der Stadt Köln gefördert und muss die Möglichkeit erhalten diesen  Auftrag leisten zu können.  
Aus den eingangs geschilderten Gründen, bitten wir sie um schnellstmögliche Beantwortung der 
folgenden Fragen: 
 
1. Nur die raum13 gGmbH kann mit ihrer Expertise und den vielen Partnerinnen und Partnern 
sowie ihrem Netzwerk das Haus beleben und die Kölnerinnen und Kölner an den Ort ihrer 
Geschichte und ihrer Zukunft teilhaben lassen! Die Erfahrungen von der raum13 gGmbH 
sind unverzichtbar für einen schnellen Start in die Zukunft. Inwieweit wird diese 
Expertise genutzt und welche Kommunikationsform und organisatorische Form wählen 
Sie dafür? Bitte beschreiben Sie, wie Sie dafür die Voraussetzungen zeitnah schaffen 
wollen. 
 
2. Dem im Eigentum der Stadt befindlichen Gebäude und auch dem in den vergangenen 
Jahren von vielen engagierten und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern geschützten 
und gepflegten kulturelle Erbe sowie der lebendigen Kultur -und Quartiersarbeit droht die 
fortschreitende Zerstörung. Was wollen Sie unternehmen um dies zu verhindern? Bitte 
beschreiben Sie konkrete Schritte und die zeitliche Umsetzung.  
 
3. Für die anstehende und gewünschte Arbeit am Ort benötigt die raum13 gGmbH neben 
finanzieller auch organisatorische Planungssicherheit. Wie werden Sie diese kurzfristig 
herstellen?  
 
4. Wie sieht die zeitliche und organisatori sche Planung der Verwaltung für die 
Wiederbelebung des raum13 Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste aus und wie kann 
der Schaden behoben werden, welcher der raum13 gGmbH durch die Nichtplanbarkeit 
entsteht?   
 
5. Wie ist das denkmalgeschützte Gebäude und die zum Teil historische Inneneinrichtung vor 
Zerstörungswut und Witterungseinflüssen geschützt und gibt es einen Etat dafür. 
 
 
 
gez.  gez.

Michael Weisenstein  Jörg Kobel  
Fraktionsgeschäftsführer  Kulturpolitischer Sprecher

Beratungsverlauf (1)

05.04.2022 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 11.8 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0742/2022
Typ
Die Linke. Anfrage nach § 4
Datum
31.03.2022
Erstellt
31.03.2022 13:09